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Freitag, 30. Mai 2025

Pack die Vorräte an - Eine Handvoll Herzen

Dies ist nur ein kurzer Post.
Herzen langweilen euch wahrscheinlich inzwischen, aber ich habe angeboten, ein paar einfache als Geschenke für Kinder zu machen.
Der Bonus für mich ist, daß ich ein paar Reste benutzen und Muster ausprobieren kann.
Hauptsächlich zeige ich sie euch aber als Ergänzung zum Post von Dienstag, weil das genau das ist, was ich meinte, als ich sagte, ich müsse das für mich hinbekommen.

Ich hoffe, diese Herzchen bringen Kinder ein bißchen zum Lächeln, wenn sie sie als Überraschung bekommen, und obwohl es ja nicht super kreativ sein mag, ab und zu mal etwas Kleines zu machen, das ziemlich schnell fertig ist - auch wenn es Momente gab, in denen ich ernsthaft an meiner Fähigkeit zu zählen zweifelte (bis zu 8 Perlen in manchen Reihen! 
😂) - ist es doch etwas. Manchmal muß ein kleine Etwas einfach ausreichen.


Keine Sorge aber, es werden ab jetzt nicht nur Herzen sein. Auch wenn ich plane, mich noch etwas am Farbkreis entlangzuarbeiten, werde ich euch nicht zwingen, sie alle anzuschauen, versprochen.

Freitag, 2. Mai 2025

Pack die Vorräte an - Herzen, Herzen, Herzen

Es gibt etwas, das ich nie absichtlich gekauft habe, Rocailles größer als Größe 11. Gewöhnlich finde ich es in meiner Perlenstickerei unnötig, größere Rocailles zu benutzen, eine Cellini-Spirale habe ich nie versucht, und ich fädle auch keine Rocailles als Ketten für Anhänger auf
Als also die ersten Rocailles in Größe 6 und 8 in einer meiner Überraschungsmischungen auftauchten, hatte ich erstmal nicht die geringste Idee, was ich damit anfangen konnte.
Schließlich benutzte ich doch ein paar in Perlenstickereien, hatte aber trotzdem noch eine Menge übrig.




Als ich anfing, an einem Design für Tränende Herzen herumzupusseln, dachte ich mir, daß das mit Größe 8 wahrscheinlich besser funktionieren würde als mit den 11ern. Ich werde dafür aber trotzdem noch unterschiedliche Perlengrößen in passenden Farben brauchen, die ich (noch) nicht habe.
Als ich aber sah, wieviele ich von den großen Rocailles hatte, beschloß ich, erstmal eine Pause vom Pusseln zu machen, stattdessen mit ein paar Herzen herumzuspielen und dabei vielleicht die ein oder andere Farbe aufzubrauchen.

Picasso-Finishes erinnern mich oft an natürliche Steine.
Bei diesen Herzen mußte ich deshalb an den Ausdruck "Blut aus einem Stein pressen" denken, also hängte ich einen kleinen "Bluts"tropfen an.


Ihr erinnert euch vielleicht, daß in den Überraschungsmischungen auch Reste enthalten sein können, also hatte ich nicht immer genug von einer Farbe, um ein Paar Ohrringe oder auch nur einen Anhänger zu machen.
Multicolor-Herzen waren die Lösung, so wie diese Ombré-Herzen, für die ich statt "Blut" einen kleinen Tropfen "Wasser" verwendete.



Dieses Metallic-Minz ist eine witzige Farbe, davon hatte ich aber nur genug Perlen für einen Anhänger.
Welche Farbe gefällt euch am besten?




Verlinkt bei Creativsalat.

Freitag, 18. April 2025

Pack die Vorräte an - Mookait"zahn"ohrringe

Vielleicht erinnert ihr euch an meine Mookait"zahn"kette, die ich vor ein paar Jahren gemacht habe, inspiriert von einem Lieblingsjugendbuch aus meiner Kindheit (das ich regelmäßig wieder lese) - Rulaman von 1878 über einen Stamm von Höhlenmenschen, angesiedelt in einer Gegend, die gar nicht weit von mir entfernt liegt, was das Lesen natürlich nur noch faszinierender machte.
Dies ist eine Abbildung des Festes, das sie abhielten, nachdem sie den gefährlichen Höhlenlöwen erlegt haben, an den sie so viele Familienmitglieder verloren.
Die Vorstellung, daß es Höhlenlöwen und -bären in meiner Gegend gab, fand ich so aufregend!


Ich meinte damals, ich würde vielleicht noch mehr mit einer anderen Delicafarbe machen und vergaß das natürlich prompt, bis ich die Kette neulich an anderer Stelle zeigte.


Letztes Mal verwendete ich Kupfer und Beere für die Perlenstreifen, die die Steine halten, und auch wenn es nicht so scheint, wählte ich die Steine nach Größe aus. Der in der Mitte ist am längsten und dann wählte ich Paare von ähnlicher Größe, um die Seiten aufzubauen.
Diesmal entschied ich mich, unterschiedliche Brauntöne für die Streifen zu benutzen, und dann meine übriggebliebenen Steine größenmäßig völlig verschieden sind, dachte ich mir, Ohrringe aus Zähnen wären auch etwas für Neandertaler gewesen - nicht mit Metall natürlich, aber schließlich war der Plan nicht, authentischen Neandertalerschmuck zu machen, sondern davon inspiriert zu werden.
Ja, man glaubt tatsächlich, daß sie Schmuck und Schminke verwendeten.
Natürlich wären diese Ohrringe asymmetrisch und wahrscheinlich willkürlich in der Steinauswahl, so wie es meine sind.


Erst hatte ich drei Steine an jeden Ohrring gehängt, aber der dritte Stein und die Kette wollten einfach nicht so fallen, wie ich es gern gehabt hätte, wegen der Größe der einzelnen Anhänger. Ich finde, zwei funktionieren viel besser.

Hier ist eine längere Variation.


Nicht alle meine Vorratsprojekte müssen etwas Großes werden.
Mein Mookaitvorrat ist mit diesen Ohrringen nicht annähernd aufgebraucht. Ich habe eine kleine Schachtel mit unterschiedlichen Größen, Formen und Farben.
Darunter sind auch diese schönen großen Perlen, es gibt zwar nicht viele, die zusammenpassen, aber diese beiden cremefarbigen geben ein schönes Paar ab.


Seit ich diese Schachtel in einem Destash bekam, rufen die Perlen mich immer wieder mal. Es wird interessant sein zu sehen, sogar für mich selber, was die nächsten wohl sein wollen!

Freitag, 21. März 2025

Pack die Vorräte an - Tränen des Juwelendrachen

Manchmal bin ich selber überrascht, wenn ich das Alter von Dingen in meinen Vorräten nachschlage.
Ich erinnere mich noch sehr lebhaft daran, wie ich zwei große Drachenaugen bestellte, weil es so schwierig war, mich für eine Größe und Farbe zu entscheiden. Damals hatte ich dem Perlenfädeln oder -sticken nicht mal das leiseste Interesse geschenkt und wußte nicht so recht, was ich damit tun sollte, vor allem auch weil sie so groß waren, aber sie sahen so hübsch aus, daß ich nicht widerstehen konnte.
Eins davon landete in einer Kette für mich, der ersten meiner wenigen "Split Loom"-Ketten, noch ziemlich früh auf meiner Perlenwebreise. Ich würde das so jetzt nicht mehr machen, aber bis jetzt hat die Kette meine regelmäßigen "Sitzungen der Zerstörung" überlebt, stattdessen hängt sie jetzt als Erinnerung an mein erstes SLN-Experiment, das ich wohl nicht wiederholen könnte, an meiner Wand.
Was mich aber wirklich überraschte, als ich in meiner Kaufhistorie nachschaute, war, daß ich die Augen am 2. Juni 2013 gekauft hatte - übrigens ist der Shop noch aktiv, der Preis ist nicht mal so sehr gestiegen, das Porto aber schon, nicht überraschend - und die fertige Kette am 28. Juni auf meinem Blog zeigte. Das war recht schnell, wenn man die Zeit bedenkt, die die Augen noch im Versand zwischen den USA und Deutschland verbracht haben.



Wie ihr seht, war ich mit dem zweiten Auge nicht ganz so schnell, es mußte mehr als 11 1/" Jahre in meiner Vorratsschublade verbringen!

Für einen Crafternoon - ein virtuelles Treffen mit ein paar Bloggerfreundinnen zum Quatschen und Basteln - brauchte ich ein Projekt und wählte spontan das Drachenauge für eine Perlenstickerei aus.
Um sicherzugehen, fädle ich gewöhnlich eine Fassung für meine Cabochons, der Anfang war also leicht.
Natürlich war ich nicht die einzige, die sich an Saurons Auge erinnert fühlte. Das Gelb fehlte, aber das war sowieso nicht die Richtung, die ich verfolgen wollte. Nur welche Richtung es stattdessen sein sollte, wußte ich absolut nicht.

Zum nächsten Treffen zwei Wochen später holte ich es wieder heraus, die Fassung war inzwischen fertig.
Um auf eine Idee zu kommen, halte ich einen Cabochon ab und zu einfach gern hoch und starre ihn an, manchmal geht das ein paar Tage lang so, dann krame ich in meinem Vorratsschubladen, um zu sehen, ob mich irgendetwas anschreit - Texturen, Formen, als erstes aber vor allem Farben.
Diesmal stieß ich auf meine geliebten Hexagonperlen und mein erster Gedanke war "Juwelendrachen". Hexperlen in einem dunklen Rot, einem Rot und einem Gold mit Silbereinzug, und Schwarz mit AB für Tiefe und Kontrast. Rocailles in ähnlichen Farben für extra Struktur.
Das würde so funkeln und glänzen, ganz und gar nicht wie Sauron.

Nachdem ich die Hälfte der Fläche mit Perlen bedeckt hatte, verlangte das Stück nach freier Form. Ich habe keine Ahnung, warum Perlensticken die Technik ist, bei der ich eine freie Form am liebsten mag. Vielleicht kommt es darauf an, wie ich die Perlen aufsticke. Wenn ich sie einfach in alle Richtungen fließen lasse, ohne daß ich zuerst über ein Muster nachdenke, scheint das die strengen Grenzen der Eigenform des Cabochons aufzubrechen und es fühlt sich falsch an, diesen Fluß dann einzuschränken, indem man ihn in die gleiche Form wie die des Cabochons zwängt. Keine Regeln, nur Vibes. Macht das Sinn oder ist das nur in meinem Kopf?
In dem Fall nähe ich nicht die Perlen auf, beschneide dann die Ränder der Stickunterlage, füge die Rückseite hinzu und schneide um deren Rand herum.
Stattdessen fange ich mit dem Sticken an, schneide dann irgendwann den Untergrund in eine Form, die mich anspricht, und sticke dann weiter. Manchmal schneide ich sogar noch während des Prozesses weiter, wenn es sich richtig anfühlt. Keine Regeln, nur Vibes.

Ich brauchte ein paar Tage, um alle Perlen aufzunähen, auch weil ich mich nicht zurückhalten konnte, das Stück ständig ins Licht zu halten, um das Funkeln zu bewundern, das sogar noch schöner war, als ich es mir vorgestellt hatte.
Für Anhänger, die so groß sind, bevorzuge ich normal eine gefädelte Schlauchkette, aber nachdem ich ein paar Sachen ausprobiert hatte, schienen mir Bänder in diesem Fall besser zu passen.

Die Kette war fertig, oder? Ah, aber die, die mich schon eine Weile kennen, wissen, daß es für mich sehr schwierig ist, etwas Baumelndem oder Fransen zu wiederstehen, und eine Idee schlich sich in meinen Kopf.

Nun ist die einzige Frage, warum der Juwelendrache weint ...


Freitag, 7. Februar 2025

Pack die Vorräte an - Schnee zu Wasser

In den letzten zehn Jahren habe ich beinahe 100 Freitags-Posts hinbekommen, in denen es um meine bewußten Versuche ging, etwas aus meinen überwiegend alten Vorräten zu machen. Ich spreche von Material, das seit vielen Jahren bei mir lagert.
Vielleicht habe ich manches davon sogar schon vorher versucht zu benutzen, hatte aber keine rechte Idee oder war nicht glücklich mit dem, was dabei herauskam, und habe es wieder zerlegt.
Der letzte ist von vor einem Jahr, als ich tatsächlich eine zehn Jahre alte Perlensuppe aufbrauchte und deswegen sehr stolz, aber auch ein bißchen erleichtert war.

Ich dachte mir, es wäre an der Zeit, das wieder zu versuchen, meine Schubladen durchzuschauen - obwohl ich, was die Menge meiner Vorräte angeht, noch relativ harmlos bin - und etwas von den Dingen zu benutzen, die es verdienen, endlich das Tageslicht zu sehen.
Das kann einmal etwas recht Kleines und nicht sehr Spektakuläres sein, andere Stücke brauchen viel mehr Zeit, Einsatz oder Herumspielerei.

Ich fing mit dem Schmuckmachen vor etwas mehr als 15 Jahren an. Damals wichtelten wir im Freundeskreis und mein Wichtel schickte mir eine Überraschungsmischung aus Material und Perlen, von der ich immer noch Reste habe.
Die weißen Achatperlen waren Teil dieser Mischung. Es waren nicht viele, also wußte ich nie so wirklich, was ich damit anfangen sollte, und benutzte nur wenige.

Die klaren Delicas sind aus einer Perlenbestellung von vor neun Jahren. Das hört sich unglaublich an, aber ich benutze meistens klare Delicas mit AB-Finish, also hatte ich noch ein ungeöffnetes Röhrchen von den dreien, die ich damals bestellt hatte.
Die klaren Tropfenperlen mit AB sind aus einer der Überraschungperlenmischungen, die ich gerne mitbestelle, weil sie mich oft dazu herausfordern, unterschiedliche Deigns auszuprobieren. Sie erinnern mich immer an Wassertropfen.
Das sah mir nach der perfekten Kombination aus.

Erst als ich die Anhänger fertig hatte, warf ich noch einen Blick in die Vorratsbox mit den einzelnen Perlen. Ein Gedanke war, klare Kristalle zu verwenden - Eis und Wasser - aber als ich den Achat sah, dachte ich stattdessen an Schnee, der zu Wasser schmilzt.



Ich habe zwaar kaum noch welche von den Tropfen, dafür aber genug Dolchperlen, also werde ich vielleicht noch auf die Eis- und Wasseridee zurückkommen, vielleicht das nächste Mal, wenn ich meine Vorräte anpacke?

Mittwoch, 24. Januar 2024

Noch eine Geschichte von Perlensuppe

"Mich erschreckt Perlensuppe nicht." Das habe ich in dem Post über das Winterkometen-Ornament in meinem Adventskalender geschrieben. Perlensuppe macht mir keine Angst."
Nicht mal, wenn sie zehn Jahre alt ist, tatsächlich wahrscheinlich sogar noch älter, weil ich sie in meinen frühen Perlenwebtagen gemischt habe, für ein Projekt, das niemals geschah.
Immer mal wieder pickte ich mir Perlen heraus, für den Winterkometen und ein Paar Ohrringe mit weißen Elefanten zum Beispiel.

Es war an der Zeit, das Döschen leerzubekommen, und das tat ich.
Ich hatte schon den Plan gefaßt, gefaltete Peyote-Ohrringe aus einer Perlensuppe und in einer kleineren Größe als die letzten auszuprobieren, und es gelang mir, die ganze Suppe aufzubrauchen, mit Hilfe von noch mehr der klaren Perlen mit Silbereinzug.
Ich machte vier Komponenten aus dem gefalteten Peyote in zwei verschiedenen Größen. Aus einem Paar wurde ein Paar Ohrringe, indem ich sie von gefädelten Herzchen hängte.



Dann fing ich an, mit dem zweiten Paar zu spielen. Ich dachte mir, ich könnte etwas Neues damit machen (neu für mich, nur weil ich es bisher noch nicht gesehen habe, heißt ja nicht, daß es nicht existiert). Nachdem ich ein paar Endperlen weggeknipst hatte, konnte ich die zwei Komponenten mit Perlen vrebinden und sie so in eine Raute verwandeln.
Was nun?
Nun, im selben Döschen war ein kleines Spike-Ding, das ich ein paar Monate zuvor improvisiert und vor kurzem mit ein paar Kristallrondellen zu einem Anhänger gemacht hatte.
Den befestigte ich an der Raute und es gefällt mir tatsächlich. Für mich hat sie jetzt einen Art archaischen Fantasylook. Was seht ihr darin?

Samstag, 21. Oktober 2023

Die Boho Meerjungfrau

Vor ein paar Jahren verliebte ich mich in winzige Miyuki-Würfelchen. Ich besorgte mir eine ganze Reihe Farben und verwendete manche beim Drahthäkeln, manche beim Perlenweben und in Peyoteringen.
Als ich ein paar Perlenröhrchen in meine Vorratsschubladen zurücklegte, bemerkte ich welche mit Würfelchen in einem hellen Blau mit Silbereinzug und einem matten Grün mit AB-Finish, was mich an das Meer erinnerte (möglicherweise war das auch davon beeinflußt, daß im Hintergrund Vaiana lief). Das Grün hatte ich schon ewig, das Blau war aus einer meiner Überraschungsperlenbestellungen.

Erst dachte ich, die Perlen würde nicht für Ohrringe ausreichen, und versuchte einen Anhänger zu machen, den ich irgendwie so halb mochte, das reichte aber nicht dafür aus, ihn zu behalten. Ich schnitt ihn wieder auf und dachte mir, daß ich, wenn ich das gefaltete Peyote eine Perle schmaler machte als bei den letzten Stücken, mehr Perlen für eine Länge haben würde, bei der ich die Streifen gut für Ohrringe verbiegen könnte. Das war wichtig, weil die Würfel die Streifen weniger flexibel machten, als wenn ich sie mit Delicas gemacht hätte.

Als nächstes dachte ich über ein Muster nach - eine Lage oder eine Seite grün, die andere blau ... gewürfelt ... gestreift ... aber am Ende entschied ich mich für eine willkürliche Mischung für die "Meereswellen", Wellen, weil das gefaltete und verdrehte Peyote eine Wellenform hat, wenn man es von der Seite sieht. Außerdem hatte ich weniger Grün als Blau, durch das Mischen könnte ich also auf jeden Fall ausreichend lange Streifen bekommen. Am Ende hatte ich noch drei blaue Perlen übrig!
Der Kontrast zwischen dem sehr leuchtenden Blau und dem matten Grün gefällt mir tatsächlich sehr, der Effekt im Licht ist so hübsch, aber ich wollte noch mehr, also nähte ich noch willkürlich verteilt metallicsilberne Rocailles auf.

Eine Meerjungfrau - und bei Meer denke ich automatisch an Meerjungfrauen, wahrscheinlich weil Andersens Märchen seit meiner Kindheit zu meinen (traurigen) Lieblingsmärchen gehört - konnte in ihrem wallenden Haar gut lange Ohrringe tragen.
Wenn das keine Entschuldigung dafür war, auch noch Perlen zu verwenden, weiß ich nicht, was sonst, und nun habe ich das Gefühl, die Ohrringe sind boho geworden.


Darum meine Frage, kann eine Meerjungfrau einen Boho-Stil haben?

Samstag, 18. März 2023

Tollpatschiger Samstag

Es ist einer dieser Tage. Tatsächlich war es eine dieser Wochen. Wenn das so weitergeht, werde ich morgen wahrscheinlich von meinen Katzen gefressen werden.

Darum kann ich nur zwei Paar Ohrringe zeigen, die ich dieses Wochenende gemacht habe. Das dritte Paar ist noch nicht fertig, weil ich mich wie ein Idiot in meinen Zeigefinger geschnitten habe, und jetzt muß ich meine Hand in einem ungünstigen Winkel bewegen, wenn ich fädeln möchte, was mein Handgelenk zum Schmerzen bringt, was dann dazu führt, daß mein Ellbogen wehtut - lange Geschichte, kurzer Sinn, ich habe erstmal aufgegeben.
Es hat Spaß gemacht, mich durch meinen Perlenvorräte zu wühlen, das hatte ich schon eine Weile nicht mehr gemacht. Ich denke, es werden noch mehr Variationen dieser Ohrringe folgen, sobald mein Finger wieder mitmacht!


Dienstag, 13. September 2022

Rosen

Wenn ich Perlen bestelle, werfe ich manchmal spontan etwas in den Warenkorb, nicht mal weil ich denke, es ist superschön oder weil ich dabei sofort eine Idee hatte, obwohl das natürlich auch vorkommt.
Tatsächlich soll es eine Herausforderung für mich selber sein, und da ich nie weiß, ob ich ihr auch gewachsen sein werde, sind es oft Sonderangebote oder kleine Tütchen.
Vor einiger Zeit habe ich meinem Warenkorb vier rote Kunstharzrosen hinzugefügt. Vier hörte sich klein genug an, damit ich umgehen konnte.

Was ich nicht so an der Perlenstickerei mag ist es, einfach nur einen Cabochon aufzukleben, ohne daß er eine extra Fassung bekommt, um ihn sicher festzuhalten. Die Schuld dafür könnt ihr meiner komplizierten Beziehung zu Klebstoff geben. Wenn ich eine Perle benutze, nähe ich gerne durch das Perlenloch und fühle mich damit gleich besser.
Für die Rosen kamen Fassungen klar nicht in Frage und Löcher gab es auch keine, also muß ich einfach darauf vertrauen, daß der Klebstoff hier so gut klebt wie an meinen Händen.

Bei rot denke ich immer gleich an schwarz, und schwarz und rot zusammen haben für mich immer mit Vampiren und gothic Vibes zu tun, also war es nicht überraschend, daß ich zu den Rosen schwarze Rocailles und mattschwarze feuerpolierte Kristalle wählte.
Ich habe eine Weile herumprobiert, am Ende gefiel mir aber der flache Hintergrund am besten. Ich konnte nicht widerstehen, auch Totenköpfe dazuzunehmen. Ich habe statt der schwarzen, die ich habe, die grauen genommen, weil sie etwas mehr funkeln.
Voilà, meine "Gothic Rosen"!


Ein paar Tage später dachte ich daran, direkt noch ein Paar zu machen, nicht dunkel diesmal, sondern hell und funkelnd. Ich hätte gern genau das gleiche Design gemacht, aber die einzig anderen feuerpolierten Kristalle, die ich hatte, waren lila/blau, was definitiv nicht zu rot paßte.
Stattdessen fand ich ein paar Kristallrondelle, die ich wegen ihres Glitzerns in der Bastelabteilung unserer örtliche Drogerie gekauft hatte - Elsternalarm! ;-) Sie lagen jahreland in meiner Schublade, jetzt aber war ihre Zeit gekommen.
Zum Glück habe ich auch noch ein paar von den Totenköpfen in klar mit AB-Finish und passen sie nicht einfach perfekt zu meinen "Eisrosen"?


Wenn ihr das Funkeln noch besser sehen möchtet, könnt ihr das auf meinem winzigen YouTube-Kanal tun, den ich nur deshalb habe, weil ich scheinbar unfähig bin, die Videos von meiner alten Kamera so zu konvertieren, daß nicht nur das Rauschen der Kamera auf meinem Instagram hochgeladen wird.
Ich bin ja manchmal sooo ein Technikfreak ;-)

Freitag, 29. Juli 2022

Pack die Vorräte an - Jaspis und Mookait

Vor mehr als vier Jahren habe ich in einem "Pack die Vorräte an"-Post über Jaspis gesprochen. Ich habe die Geschicht des ersten Jaspis erzählt, der mir gefiel und wie ich es endlich schaffte, das richtige Schmuckstück damit zu machen.
Ich weiß nicht warum, aber Mookait - der tatsächlich auch eine Jaspisart ist, die aus Australien kommt - war noch so ein Stein, den ich lange nicht besonders mochte. Ich arbeitete nicht viel mit erdigen Farben und für mich war Mookait immer hellbraun zusammen mit einem bräunlichen Rot. So dumm. Mookait gibt es in vielen verschiedenen Farben, oft in einem Stein vereint, und ich schätze, so mußte es eben passieren, daß ich mich schließlich doch noch in ihn verliebte.

Diese Jaspisdonuts hatte ich sehr lange. Sie kamen als Set mit silbernen Ohrringen und vier anderen Paar Steindonuts. Einer der Ohrringe ging kaputt und damit blieben die Steine übrig und warteten auf eine neuen Zweck. Mit der Zeit verteilten sie sich hier und da, was der Grund dafür ist, daß ich, nachdem ich Ohrringe mit dem dunkelroten Jaspis und dem Serpentin gemacht hatte, nur noch einen einzelnen Schneeflockenobsidian und einen hellroten Jaspis übrig hatte. Kürzlich aber hatte ich das Glück, das Paar Landschaftsjaspis zu finden.

Mein erster Gedanke war Wüste, mein zweiter Mookait.
Ich bin wirklich zufrieden mit der Kombination der erdigen Jaspisfarbe und dem satten Rot des Mookait, und ich finde, das Gold verbindet beides sehr schön.


Wo aber sind jetzt noch der zweite Obsidian und der rote Jaspis ...... ich weiß, daß sie irgendwo hier sein müssen!

Freitag, 1. April 2022

Pack die Vorräte an - Mod Herz

Normalerweise fange ich einen Vorratsfresser damit an, daß ich meine Vorräte durchschaue, um zu sehen, ob mich irgendetwas anspricht.
Diesmal begann ich mit einem übriggebliebenen Stück Perlenstickuntergrund. Als ich meinen kleinen Igel gemacht habe (über den ich nicht gebloggt habe), wußte ich zunächst nicht, was daraus und wie groß es werden würde. Nun, nicht sehr groß, wie sich dann herausstellte, also hatte ich ein Stück Untergrund mit einem Loch in der Mitte und null Ahnung, was damit machbar war - bis ich es in zwei Stücke schnitt und so zwei reichlich seltsame Formen erhielt.

Eine davon nahm ich mit zu meiner Vorratsschublade, um zu sehen, ob ich irgendetwas hatte, was größenmäßig passen und eine Idee hervorbringen könnte, als sich mir ein kleiner Rhodonitdonut in den Weg warf und so den Experimentalmodus einschaltete.

Das war eine recht interessante Reise. Die ersten Schritte waren einfach. Ich klebte den Donut auf, dann suchte ich nach Farben für die Fassung. Lustigerweise hatte ich matte Rocailles, die fast perfekt die Farbe des Rhodonits hatten. Sie kamen aus einem der Überraschungs-Perlenmischungen, die ich gern bestelle, und bis jetzt war ich mir ziemlich sicher gewesen, daß ich sie nicht so bald verwenden können würde. Kennt der Perlenshop meine Vorräte etwa besser als ich? ;-)
Gut, und nun noch welche Farben dazu?
Ich wollte etwas Farbe und etwas Glanz (meine Art zu sagen, daß ich es liebe, Metallic-Akzente zu setzen). War es Zufall, daß die meisten Farben, die ich aussuchte, schon draußen lagen? Und war es Zufall, daß ich die dunkelroten feuerpolierten Kristalle gerade erst wiedergefunden hatte? Von denen einer perfekt ins Loch des Donuts paßte?
Das wurde fast etwas unheimlich!

Von da an folgte ich einfach dem Fluß. Ich hatte die Ränder des Untergrunds willkürlich abgerundet, nun mußte ich dem ein Muster anpassen.
Nachdem ich ein paar Kurven gestickt hatte, bemerkte ich, daß mich das an Kleidermuster aus der Modära erinnerte, fast ein bißchen psychedelisch, obwohl diese Kleider wahrscheinlich viel bunter gewesen wären.

Am Ende brauchte das Teil noch eine Kette, und die konnte ich echt nur auf eine Art befestigen.
Ich kämpfte noch etwas mit der Versuchung, einen Tropfen von der Spitze baumeln zu lassen (die nicht wirklich eine Spitze ist, das ist nur eine Illusion dank des Kristalls, von hinten sieht das Teil mehr aus ein Mitglied der Barbapapa-Familie ;-))  oder Fransen aus winzigen Rocailles oder aus feiner Kette, aber dann schien mir das dann doch zuviel zu sein.



Dieses Experiment hat Spaß gemacht. Vielleicht sollte ich das noch öfter probieren, immerhin habe ich für den Anfang ja noch die zweite Hälfte. Ich lasse euch wissen, wie es ausgeht.

Freitag, 18. März 2022

Pack die Vorräte an - Peyote-Röllchen-Ohrringe

Als ich die Perlen für meinen geflügelten Skarabäus durchschaute, fand ich zwei Röhrchen mit Delicaperlen in meinem Vorrat. Beide waren Teil einer Überraschungsmix-Bestellung gewesen. Wann immer ich eine Perlenbestellung mache, kann ich nicht widerstehen, einen Überraschungsmix in meinen Warenkorb zu legen.
Ich bekomme dann vielleicht ein paar Perlenfarben, -formen oder -größen, für die ich momentan keine Idee habe, aber es ist immer eine nette Herausforderung, etwas zu verwenden, an das ich selber beim Bestellen nie gedacht hätte, und einige dieser Perlen waren einfach genau richtig für meine Projekte.

Diese speziellen Röhrchen waren Delicas in Größe 10 und 8. Ich benutze meine Delicas meistens zum Perlenweben und es hätte ziemlich schwierig werden können, diese größeren in einem Stück einzuarbeiten, also mußte ich mir etwas anderes Kleines ausdenken.
Was mir als erstes einfiel, waren Ohrringe aus Peyote-Röllchen, aber natürlich mußte noch irgendetwas zu den Röllchen dazu, denn einfaches - wenn auch schimmerndes - Weiß mit Goldeinzug oder Rot wäre nicht sehr aufregend.

Nachdem ich die Röllchen also fertig hatte, schaute ich nochmal über meine Vorräte.
Ich liebe diese winzigen Würfelchen in gold AB, so sehr, daß ich, als ich sie erstmals entdeckte, gleich eine ganze Ladung davon bestellte, die ich noch immer nicht komplett aufgebraucht habe.
Ihre Kanten schmiegen sich perfekt in die Lücken zwischen den Delicas an.
Nur noch zwei Swarovski-Kristalle und ein paar winzige Rocailles und voilà, ein hübsches Paar Ohrringe!


Da die roten Delicas kleiner waren, brauchten sie auch kleinere Akzente, aber was?
Dann fiel mein Blick auf meine kleine Steiff-Marienkäfer-Wollminiatur (der gelbe Schimmer kommt übrigens von meiner Tageslichtlampe, tatsächlich ist er völlig rot). Perfekt!
Wie gefallen euch meine Marienkäfer-Ohrringe?

Freitag, 31. Dezember 2021

Pack die Vorräte an - Perlenbestickte "elisabethanische" Lady

Anfang November habe ich euch erzählt, warum ich seit einer Weile nicht auf meinem Blog war. Einer der Gründe war der Dekan, mein Katzenkind. Er ist inzwischen nicht mehr ganz so dämonisch, aber braucht natürlich immer noch eine Menge Aufmerksamkeit, also ist die einzige Möglichkeit, kreativ zu sein, daß man ihn auszusperrt oder wartet, bis er sehr müde ist, und dann für diesen Moment vorbereitet ist.
Wenn ich an etwas arbeite, kann das ein paar Stunden dauern, und zu diesem Zeitpunkt würde ich mich wirklich schlecht damit fühlen, mich so lange einzuschließen und den kleinen Dämon draußen warten zu lassen, vor allem seit Gundel ihre eigene Allein-Zeit einfordert, um ein paar Stunden ungestört schlafen zu können. Also entschied ich mich für den Schlafmodus. Es zeigte sich, daß ich niemals vorbereitet bin, weil ich, naja, eben nie weiß, was ich brauchen werde, wenn ich auf kreative Abenteuer gehe. Aufzustehen heißt aber, daß der Dekan vom Schlafmodus in den "laß uns spielen, wirf den Ball, kann ich dich anspringen, nein, streichel mich nicht, hier ist der Ball zurück, schau, was ich gefunden habe, können wir noch etwas spielen" Modus.
Natürlich ist das nicht nur eine Frage der Aufmerksamkeit. Der Dekan ist von meinen Perlen und meinem Faden und Draht besessen, wie es jedes Katzenkind wäre, und er ist so schnell, daß ich ihm mit meinem Zeug nicht vertraue, es sei denn, ich kann sehen, daß er zu müde ist, sich zu bewegen. Das ist einfach eine Sache der Sicherheit, nicht die der Perlen, sondern vielmehr seiner eigenen.

Gestern aber geschah das Undenkbare. Nicht nur beschloß der Dekan, mir ein paar Stunden Spielzeit zu gönnen, indem er neben mir in Ohnmacht fiel, wie das nur Katzen können, sondern ich hatte auch alles, was ich brauchte.
Es war großartig. Ich hatte nicht einmal gewußt, wie sehr ich meine Perlen und den beruhigenden Effekt, den das Spielen mit ihnen auf mich hat, vermißt hatte. Ich war in letzter Zeit ziemlich gestreßt und auch wenn die Arbeit mit Perlen den Streß nicht verschwinden läßt, so verschaffte sie mir doch einen dringend benötigten Timeout. Überhaupt nicht zu wissen, wo ein Design hingehen wird, kann alles durcheinanderbringen, wenn man zwischendrin steckenbleibt, aber etwas fertig zu sehen und nicht die leiseste Idee zu haben, woher dieses Design gekommen ist, ist das, was ich an kreativer Arbeit am meisten liebe.

Diese Lady fing mit einem geschnitzten Gesicht an, das auf ein Stück Lacy's Stiff Stuff aufgeklebt war, und einer Peyotefassung. Dieses ganz bestimmte transparente Dunkelrot mit AB-Finish ist zu einer meiner Lieblingsfarben geworden, vor allem in Verbindung mit Metallic-Bronze.
Ich glaube, meine erste Idee war, ihr Haare zu geben, aber mit der roten Fassung ganz um ihr Gesicht herum wurde daraus stattdessen eine Art verzierte Kopfbedeckung, die mich an eine elisabethanische Frisur erinnerte, was wahrscheinlich den kragenartigen Teil inspirierte, der schließlich zu Pailletten - in einer anderen Farbe, um dem Design etwas mehr Tiefe zu geben - und Perlen führte.
Ist sie ein bißchen übertrieben? Sicher ist sie, aber ich schätze, sie - und ich ;-) - brauchten das!

Donnerstag, 26. November 2020

Die Feenmaus

Ich bin noch da, obwohl ich aus persönlichen Gründen eine längere Pause gemacht habe. Faul bin ich nicht gewesen, aber darüber seht ihr einem neuen meiner Adventskalender mehr im Dezember.

Der Draht ist in letzter Zeit ein ziemlich seltener Gast in meiner kreativen Welt gewesen, aber kürzlich war ich fest entschlossen, die Perlen mal beiseitezulegen und den Draht zurückzuholen. Wie gewöhnlich hatte ich keinen Plan, was ich hatte waren vier kurze dickere Drähte und meinen Arbeitsdraht.
Ich erzähle euch mal von der Reise, die ich mit ihnen unternommen habe und die mich zu einer seltsamen Kreatur führte.

Es ist komisch, wie man vier Drähte mit mehr Draht zusammen-
"binden" kann, und dann schaut man sie an und sieht auf einmal etwas - also, wenn man Glück hat und die Muse mitspielt. Da die Länge nicht wirklich für große Experimente ausreichte, war es nur natürlich, die Komponente oder wie immer man das zu dem Zeitpunkt genannt hätte einfach in der Mitte zu biegen.
Das eine, was ich sah, war ein kleiner Oktopus, wie ich ihn schon einmal gemacht hatte. Es war gut zu wissen, daß ich einen Plan B hatte, auch wenn ich keinen Plan A hatte. Ich sage Plan B, weil ich eigentlich keinen Oktopus machen wollte. Ich wollte ... ein Auge machen ... ein Auge mit Federn ... hatte ich einen Cabochon, den ich benutzen konnte ... falscher Bernstein, die perfekte Größe ... und die Federn am Ende (bitte beachtet, daß keiner dieser Schritte so schnell ging wie in diesem Post beschrieben, ich hielt die Dinge immer wieder hoch, schaute sie an, legte eins auf's andere, wickelte Draht wieder ab und so weiter, und ich habe kein einziges Foto gemacht, weil ich ja die Muse nicht stören konnte, richtig?) ... und jetzt hatte ich ein Auge und der "Bernstein" bewegte sich immer noch etwas, also mußte ich die Drähte dahinter enger ziehen ... jetzt scheinen sie durch den Cabochon hindurch, weiß nicht, ob mir das gefällt, aber ich lasse es erstmal ... als nächstes die Federn?

Keine Sorge, ich mache nicht so weiter, ich wollte nur zeigen, daß das so ziemlich ist, wie der Arbeitsprozeß oft bei mir abläuft.
Vor den Federn fiel mein Blick auf eine Achatscheibe. DIE Achatscheibe. Ich hatte sie in einem frühen Osterausverkauf gekauft, kurz bevor die Pandemie dafür sorgte, daß ich daheimblieb. Fragt nicht, was Achate mit Ostern zu tun haben, der Baumarkt hatte sie in einem Korb neben dem Tisch mit Dekoartikeln im Ausverkauf. Diese spezielle Scheibe hatte es schon ein paar Mal aus der Vorratsschublade geschafft, sich aber immer geweigert, mit mir zu reden. Dieses Mal aber sagte sie "schau mich an, ich bin eine Maus". Ein Auge mit Federn und eine grüne Maus. Schräg. Blätter statt Federn. Blättern, Wald, eine grüne Maus ... eine Feenmaus!

Da klickte es dann. Meine Maus brauchte ein großes Ohr, Schnörkel und Kringel auf ihrem Körper, einen langen Schwanz mit Schnörkeln und sogar schnörkelige Schnurrhaare.
Als ich sie schließlich gegen das Licht hielt, bemerkte ich, daß vor allem der untere Draht hinter dem Cabochon dem Auge mehr Dimension und Leben zu geben schien.

Es ist eine seltsame kleine Kreatur, aber sind wir das nicht alle? ;-)
Nun braucht sie nur eine Öse und/oder Kette, falls ich mich entscheide, aus ihr einen Anhänger zu machen. Sie ist kein Leichtgewicht. Vielleicht sähe sie mit einer Art waldigem Hintergrund nett in einer Schattenbox aus?

Freitag, 9. Oktober 2020

Pack die Vorräte an - Ammonit-Karneol-Anhänger

In letzter Zeit habe ich meinen Draht übel vernachlässigt. Ein Grund dafür ist, daß mein Daumen beim Arbeiten mit Draht sehr viel schneller müde wird, sodaß ich mehr Pausen machen muß, ein weiterer ist, daß die Perlen gerade einfach lauter und vor allem deutlicher zu mir sprechen. Nicht wörtlich genommen natürlich, SO verrückt bin ich auch wieder nicht.
Dieser Anhänger fing mit ein paar ganz miesen Versuchen für eine einfache Webfassung an. Es fühlte sich fast so an, als würde ich das das erste Mal machen. Mein Daumen tat weh, meine Motivation sank, und sogar die Drähte begannen müde auszusehen. Ich trennte alles wieder auf und erst ein paar Tage später kam mir eine kleine Idee in den Kopf, die man nicht mal mehr an dem Stück erkennen kann.

Oft suche ich mir nicht einen Stein oder einen Cabochon aus und mache dann eine Fassung dafür, sondern fange stattdessen an, den Draht zu weben und zu biegen, um zu sehen, ob etwas dabei herauskommt, und dann erst schaue ich nach etwas, das ungefähr die richtige Größe hat und lasse beides zusammenkommen.
In diesem Fall probierte ich verschiedene Cabochons aus, fossile Koralle, Achat und Glas, bevor ich dann den Ammoniten fand.
Wenn ihr meine früheren Ammonitanhänger kennt, seht ihr, daß das hier keine Variation davon ist, und es gibt keine Tentakel! Tatsächlich waren auch die kleinen Schnörkel oben vor dem Ammoniten da, also ist das kein Versuch, wenigstens etwas "Tentakliges" reinzuschmuggeln ;-)

Um dem Anhänger etwas mehr Farbe zu geben, beschloß ich ein paar Perlen einzuarbeiten, wählte mattierten Karneol, um das Herbstgefühl zu verstärken, und füllte damit den leeren Raum auf der linken Seite. Ihr müßt mir hierbei vertrauen, da ist nichts Gewebtes drunter.


Auch wenn es so aussieht, als ob der untere gewebte Teil flach am Fossil anliegt, ist dem nicht so. Ich hoffe, dieses Bild kann das ein bißchen besser zeigen.

Das ist mein Willkommensgruß an den Herbst :-)

Sonntag, 13. September 2020

Art Elements Challenge - Blau

Tatsächlich hätte ich das hier gern am Freitag gepostet, weil es ein echter Vorratsfresser ist, aber obwohl ich vor Wochen, wenn nicht Monaten damit angefangen hatte, habe ich es nicht rechtzeitig geschafft.
Ursprünglich war das nicht als Stück für die
Art Elements-Challenge gedacht. Dank der Challenge habe ich dieses vernachlässigte WIP allerdings wieder angepackt.

Fangen wir von vorn an. Ich hatte Cabochons bestellt, darunter einen geschnitzten Labradoritcabochon. Meine Bestellung kam, ich schaute sie mir an und stellte fest, daß der Labradorit einen Riß hatte, und als nächstes hatte ich auch schon zwei Stücke in meiner Hand. Haßt ihr es nicht auch, wenn so etwas passiert?
Ich habe ihn nicht weggeworfen, weil ich mir dachte, ich könnte etwas Künstlerisches damit ausprobieren. Ich weiß, ich weiß, aber ich bin Schwäbin, daher bin ich durch das Klischee daran gebunden, Dinge nicht wegzuwerfen, bis ich mir wirklich, wirklich, 100prozentig sicher bin, daß ich sie nicht irgendwie verwenden kann. So in zehn Jahren vielleicht. Als ich also die Stücke aneinanderhielt, erinnerte mich das
an einen Fisch von der Art, wie wir sie als Kinder gemalt haben, mit einer gekrümmten Linie, die das Gesicht vom Körper trennt.

Jedesmal wenn ich an der Cabochonschublade war, sah ich den kleinen "Fisch", und schließlich beschloß ich, ihm einen Versuch mit Perlenstickerei zuzugestehen.
Ich klebte den Cabochon, machte die Fassung und gab ihm ein Perlenauge. Dann steckte ich ihn in eine Kiste mit den Stiftperlen, die von den Perlenturnschuhen übrig waren und den Twin Beads, die ich hatte, nachdem ich kürzlich einen Perlenschal zerschnitten habe. Ich hatte einfach noch keine Idee, wie ich den Riß verstecken könnte.Die Kiste hat übrigens einen permanenten Platz auf meinem Bett mit meinem Makramebrett obendrauf, weil eine gewisse kleine Katze gern darauf sitzt. Alles für meine Herrin!

Als ich sah, daß diesen Monat "Blau" das Thema für die AE-Challenge war, hatte ich etwas anderes gerade fast fertig und ich hatte in meinen Vorratsschubladen eine Tüte mit blau/grüner Perlensuppe gefunden. Sie war ein Geschenk gewesen, und man konnte sehen, daß jemand diese Suppe absichtlich gemacht hatte, weil die Farben zusammen wirklich hübsch aussahen. Meine Motivation war zurück!
Ich hatte jetzt auch eine Idee für den Riß, einen einfachen gefädelten Streifen aus 15er Rocailles, der steif genug war, um die Biegung zu halten, und den Riß so perfekt versteckte.
Dann stickte ich aus der Perlensuppe und ein paar von meinen übriggebliebenen Stiftperlen einen Ozean für meinen kleinen Fisch und zu guter Letzt gab ich ihm Flossen - keine Ahnung warum, aber für mich sieht er wie ein Rudy aus.
Zum Schluß nähte ich ein paar verschiedene Perlen auf, um seinen Ozean etwas interessanter zu machen.



Aber was nun? Eine Brosche, ein Mittelstück für ein Armband, ein Anhänger?

Ich fand, für eine Brosche war es zu groß, und ich hatte sowieso keine Nadeln, die groß genug gewesen wären. Also stellte ich die Rückseite fertig, da ich das Ultrasuede nicht für eine Nadel vorbereiten mußte.
An mein Handgelenk gehalten sah es ganz nett aus, aber nicht nett genug, um mir eine Lösung dafür auszudenken, wie ich jetzt ein Armband daraus machen konnte.Es brauchte eine Art gefädelte Kette, aber die blauen Perlen waren viel zu unregelmäßig für eine Kette. Da waren jedoch noch die Twin Beads in der Kiste, und ich hatte ein Menge von der klaren Mischung (klar, mit Silbereinzug, AB), die ich für eine Herringbonekette mit den "Ozean"rocailles an den Seiten benutzen konnte.


Hier ist das Ergebnis. Ich muß zugeben, daß ein Teil von mir darüber nachgedacht hat, Fransen anzubringen, aber das wäre dann doch zuviel gewesen. Was denkt ihr?


Ich sollte noch hinzufügen, daß dieses Schmuckstück natürlich nicht in meinen Shop geht, immerhin ist darin ein kaputter Stein. Es wird meins bleiben müssen :-)

Dies ist kein Blog Carnival mehr, aber ich werde Links zu anderen Challenge-Blogposts anfügen, wenn ich sie bekomme. Also schaut doch bitte nochmal am Ende des Monats vorbei!

Freitag, 21. August 2020

Pack die Vorräte an - Schmetterlingskette

Gestern fand ich einen kleinen Schmetterlingskörper in einer meiner Drahtdosen, wo ich Drahtreste aufhebe, die ich für Jumprings, Headpins usw. verwenden möchte.
Er sah ohne Flügel so traurig aus, nachdem ich also eine Weile gar keinen Schmuck mehr gemacht hatte, war es Zeit, mich hinzuetzen und ihm welche zu geben. Am schwierigsten war die Entscheidung, wie ich die Flügel füllen sollte. An meinem letzten Schmetterling hatte ich einen Haufen Kristalle benutzt, aber diesen Flügeln wollte ich einen zierlicheren Look geben, darum schienen winzige Perlen aus blauem Achat und Amethyst die richtige Wahl zu sein.
Erst hinterher bemerkte ich, daß die Farben vage von denen des männlichen Hauhechel-Bläulings inspiriert waren. Es ist schade, daß ich das nicht vorher gesehen hatte, dann hätte ich das untere Flügelpaar größer machen und dem Körper noch etwas Blaues geben können.
Ich finde aber trotzdem, daß er niedlich ist :-)

Freitag, 7. August 2020

Pack die Vorräte an - Zwei-Perlen Herringbone-Armbänder

Ich habe in letzter Zeit an zwei größeren Projekten gearbeitet, über die ich etwas posten werde, wenn sie fertig sind. WIP-Bilder des einen - perlenbestickte Schuhe - könnt ihr auf meiner Facebook-Seite finden.
Zwischen großen Projekten brauche ich kleinere zur Ablenkung, vor allem aber weil ich schneller ein Ergebnis sehe.

Ich habe immer noch eine Menge Rocailles und kleine Stäbchenperlen in meinem Vorrat, wovon ich manche gewonnen oder als Geschenk bekommen habe oder die ich mit anderen Dingen zusammen in einem Destash gekauft habe. Ich hatte bei den Techniken, die ich verwende, noch keinen Gebrauch davon machen können, hauptsächlich weil ich noch mehr Perlen kaufen müßte, die dazu passen, aber nachdem ich das Zwei-Perlen-Herringbone-Spiral-Videotutorial gefunden hatte, das ich schon einmal erwähnt habe, dachte ich mir, sie würden ganz nette Armbändchen für kleine Mädchen abgeben.

Dies sind die, die ich bisher gemacht habe. Jedes Armband hat zwei unterschiedliche Stränge. Ich hoffe, die Mädchen im Tagheim werden sie mögen, auch wenn ich nicht mehr rosa Perlen habe!

Freitag, 26. Juni 2020

Sonnenring - Pack die Art Elements Challenge an

Die neueste Art Elements-Challenge hatte das Thema "Sommer-sonnenwende". Art Elements hat das Format für die Challenge geändert, sie ist kein offizieller Blog Hop mehr, sondern ist nun in ihrer eigenen Facebook-Gruppe. Dies ist also sozusagen ein inoffizieller Post.
Tatsächlich hatte ich diesen Monat gar nicht vorgehabt, überhaupt teilzunehmen. Ich war so mit meinen großen Projekten beschäftigt, dem Kästchen, dem Puppenoutfit und dem Diadem, daß ich nicht einmal an Ideen arbeiten konnte. Es ist reiner Zufall, daß dieser Ring paßt.

Vor ein paar Jahren machte eine Schmuckforum-Freundin von mir ein Paar Makramee-Spiralohrring aus Silberdraht und sie waren wunderschön. Ich würde sie euch gern zeigen, aber ich kann kein Bild mehr von ihnen finden. Ich ging immer wieder zurück zu den Bildern, um sie zu bewundern.
Ich lernte niemals Makramee, als ich ein Kind oder Teenager war, obwohl es die 70er waren und Wandbehänge oder Blumenampeln die Gegend überschwemmten. Ich hatte eine kleine Makramee-Eule von meiner Tasche hängen, weil eine meiner Freundinnen sie mit Begeisterung und auch sehr hübsch machte. Später hing diese dann über einem meiner Schrankschlüssel, aber irgendwann ging die Kordel kaputt. Ich bin mir ganz sicher, daß die Eule immer noch irgendwo ist, aber ich konnte sie nicht finden, sonst hätte ich ein Bild davon gemacht.
Auf jeden Fall sagte ich mir, als ich die Ohrringe sah, daß ich das irgendwann mal selber ausprobieren würde.

Hey, es hat nur zehn Jahre gedauert!
Natürlich habe ich bis jetzt nur einen Knoten gelernt, den Quadratknoten, damit habe ich mit Hilfe dieses Tutorials von CSL Designs einen Ring gemacht. Ich habe schwer damit gekämpft, die Knoten regelmäßig hinzubekommen, und habe das ungefähr sechs Mal verhunzt, hatte Knoten, die etwas größer oder kleiner waren, das ging einfach nicht.

Ich habe aber nicht aufgegeben und bin recht zufrieden mit diesem Versuch. Die Enden zusammenzufügen war etwas schwierig. Der Teil ist nicht so hübsch wie ich mir gewünscht hätte, also dachte ich, ich verstecke ihnen einfach mal mit einer Perle. Zuerst habe ich ja ein paar Kristalle ausprobiert, aber dann habe ich in meinem Vorrat gekramt - ja, hier ist der Freitag-Vorratsfresser-Teil hierbei! - und fand diese Perle mit einer Sonne darauf, die mir eine Freundin einmal gegeben hatte.
Da dachte ich dann, ich könnte doch noch etwas Kleines für die Art Elements Challenge machen.

Seht ihr, manchmal kommen die Dinge zu einem, ohne daß sie irgendwie geplant oder durch ein Thema inspiriert wurden, deshalb habe ich auch nur diesen kurzen Blogpost zu bieten.
Zeit, meinen kleinen Ring zu zeigen :-)

Freitag, 5. Juni 2020

Pack die Vorräte an - Perlenstickerei-Brosche mit Blue Lace-Achat

Falls ihr euch fragt, ob ich jemals wieder etwas anderes als Perlenstickerei zeigen werde, die Antwort ist nein.
Nur ein Scherz! Es ist einfach so, daß meine letzten Draht- und Filzprojekte irgendwie steckengeblieben sind, und die Brosche, die ich euch gleich zeigen werde, eben fertig ist.

Der Blue Lace-Achat ist sozusagen ein weiterer meiner langjährigen Gefährten. Es ist ein sehr unregelmäßiger Stein, der oben seitwärts gebohrt ist, und er wurde zu noch einem dieser scheinbar ewigen Experimente. Ich erzähle euch gar nicht, was er vorher schon mal war, denn dann tut ihr euch vielleicht schwer damit, etwas anderes darin zu sehen ... aber vielleicht ging das auch nur mir so. Möglicherweise hätte jemand anderer von Anfang an die perfekte Idee gehabt.

Das Einzige, was ich tatsächlich für dieses Stück plante, war, den Achat auf den Untergrund zu kleben und eine Fassung dafür zu fädeln. Das erste Problem kam auf, als ich nach einem guten Weg dafür suchte, mit der nach innen gehenden Kurve auf einer Seite fertigzuwerden.
Von da übernahm das Stück - ich wußte da noch nicht einmal, ob es ein Anhänger werden würde oder eine Brosche oder eine Kettenkomponente. Es verlangte nach etwas, das über den Stein lief und damit die Fassung festzog. Nicht daß der Stein herauszufallen drohte, die Kurve in der Fassung sah einfach nicht richtig aus. Ich wollte, daß sie dem Stein besser folgte.
Und ich wollte, daß besagtes "Etwas" so aussah, also ob der Stein von den Perlen aus der Fassung überwachsen würde. Als ich nach Perlen für den Rand suchte, stieß ich auf ein Paar Ohrringe, die ich schon begonnen hatte auseinanderzunehmen, weil die Rocailles darin ihre Farbe nur durch das Herumliegen in einer Schublade verloren hatten (nur in diesen Ohrringen aber, sehr seltsam). Die königsblauen Kristallen sahen perfekt zu den überwiegend eisigen Farben aus, die ich schon benutzt hatte, mit einem Hauch Blau vom Faden.

Am Ende dachte ich, eine Brosche wäre wohl die beste Wahl für dieses Stück. Die kleinen aysmmetrischen Fransen sitzen direkt unter dem "Gewächs", um das organische Gefühl zu betonen.
Ich merke, daß es mir langsam leichterfällt, asymmetrische Stücke zu machen. Schließlich ließ der Stein mir keine Wahl, also war es einfacher, es einfach so hinzunehmen.


So sieht die Brosche getragen aus. Sorry, das alte Kleid, das meine Puppe trägt, ist nicht der beste Hintergrund dafür, aber ich hatte so schnell nichts Besseres zur Hand.