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Sonntag, 29. März 2026

Die Herren Pudels

"Die Herren Pudels" is natürlich kein korrektes Deutsch, es ist ein liebevoller Spitzname für meine Lieblingspudel. Sie sind zwar Herren, würden aber wahrscheinlich die Definition als "Herren und Meister" bevorzugen, denn das sind sie - Kosimo und Nemo Black Power vom Glashütter Täle.
Ihre Menschen haben mir schon mehr als einmal geholfen, und da ich noch eines meiner kleinen Fläschchen herumstehen hatte, dachte ich mir, ich könnte als kleines Dankeschön ein Pudelfläschchen für sie fädeln.

Ich schaute mir online Zeichnungen und Silhouetten von Pudeln an, um ein Gefühl für die Umrisse zu bekommen,  und machte dann mein eigenes Muster von Kosel und Nemo, wie sie einander anschauen. So weit so tut.
Da sie trotz ihres Namen weiß sind (mehr dazu später), wollte ich einen dunklen Hintergrund. Als ich aber hämatit dafür auswählte, hatte ich das nicht komplett durchdacht, was ich bemerkte, als ich zu ihren schwarzen Nasen kam. Ich hatte nicht vor, Reihen und Reihen von Perlen wieder herunterzuschneiden. Im richtigen Licht kann man die Nasen erkennen, aber sie sehen nicht ganz so spitz aus, wie das mit einem besseren Kontrast der Fall gewesen wäre, was tatsächlich recht gut hinhaut. Ich Glückspilz.
Bei den Halsbändern klappte das nicht ganz so gut. Die Köpfe sahen irgendwie schwebend aus, also mußte ich die paar Reihen tatsächlich auftrennen. Stattdessen wählte ich ein dunkles Rot für schmälere Halsbänder.


Keinen Modepudelhaarschnitt für die zwei!

Auf der Rückseite gibt es ein paar Herzchen und Silberperlen.


Falls ihr meine anderen Perlenfläschchen gesehen habt, ist euch vielleicht ein Unterschied zwischen ihnen und diesem hier aufgefallen.
Gewöhnlich gehen die Perlen ganz nach oben über die Schulter und den Hals. Ich fange beim Muster an, um sicherzustellen, daß ich es richtig positioniere - manche Muster sind ganze Bilder, was bedeutet, daß ich Reihen vom Hintergrund am unteren Ende habe, oder sie zeigen etwas nur teilweise, wie hier, wo die Pudel bis ganz nach unten gehen - dann fädle ich die Schulter und den Hals, und erst danach mache ich den Boden fertig, der übrigens nie ganz geschlossen ist.
Die Fläschchen, die ich bisher gemacht habe, sind nie dafür gedacht, Flüssigkeiten einzufüllen, sondern als Dekoration, obwohl ich zum Beispiel Nadeln darin aufbewahren kann oder etwas anderes, das durch die Halsöffnung paßt.

In diesem Fall dachte ich jedoch, daß es eine süße kleine Vase für eine einzelne Blüte oder auch ein paar sein könnte, zum Beispiel für Gänseblümchen (als Kind brachte ich meiner Mutter gern winzige Gänseblümchen"bouquets"). Die Pudelmenschen lieben Pflanzen.
Also hörte ich bei der Schulter mit dem Fädeln auf, was heißt, jetzt ist es fast wie eine dieser Kühlhüllen, man kann das Fläschchen einfach herausziehen, wenn man es saubermachen möchte. Tatsächlich gefällt mir die Idee.


Ich hatte aber das Gefühl, daß die Perlenhülle jetzt einen hübschen Rand brauchte.
Rosa Kristalle waren die selbstverständliche Wahl, denn Kosel ist 1. der Glitzermeister mit seinem Straß auf Schwarz-Halsband (Nemo hat weiße Schweizerkreuze auf Schwarz) und 1. liebt er Rosa. Ich habe ein Paar schwarze Slipper im Hausflur stehen und er hat mehr als einmal einen davon geklaut.


Es gab nur ein Problem. Ich konnte keinen symmetrischen Rand machen, weil ich eine Primzahl an Perlen hatte. Also wurde es stattdessen eine asymmetrische "Krone", was zur edlen Abstimmung der Meister paßt 😉


Nun die versprochene Erklärung für den Namen.
Ich habe mich oft gefragt, warum manche Tiere so verrückte Namen haben (Katzen sind eine Ausnahme, sie verdienen die wundervollsten und verrücktesten Namen, die es gibt), Pferde oder reinrassige Hunde, und ich möchte die Gelegenheit nicht versäumen, euch die Namen von Kosels und Nemos Eltern zu erzählen (mit Erlaubnis ihrer Menschen).
Kosels Vater ist Decathlon Alfredo Magdalena, seine Mutter Iska Black Power vom Glashütter Täle.
Nemos Vater ist Begin to Dream Love me Tender (ein sehr schöner französischer Pudel, der auch Merlin genannt wird) und seine Mutter ist Kosels Schwester Kosima 
Black Power vom Glashütter Täle.
Die Dame, von der Kosel und Nemo kommen, hatte früher tatsächlich schwarze Pudel und verliebte sich dann in die dunklen Augen weißer Pudel, wollte aber den Namen nicht ändern.


Was kommt als nächstes dran?
Nun, ich habe einen Plan, ein WIP und den Anfang eines kleinen Experiments, also kann ich euch gar nicht sagen, was es sein wird, aber ich hoffe, ihr werdet hier sein, wenn es so weit ist!

Montag, 3. Februar 2025

Januar - eine Challenge

Ich habe schon eine ganze Weile nichts mehr angefaßt, das mit Schmuck zu tun hatte. Ich mußte nachschauen, mein letztes Schmuckstück war das Paar Fransenohrringe vor mehr als zwei Monaten!

Was mit mir los ist, möchtet ihr wissen? Ich wünschte, ich wüßte es. Ich habe eine ganze Ideenliste, bin aber immer noch mitten in einem Stickprojekt, und während ich normal immer mehrere Projekte am Start hatte, scheine ich das zur Zeit nicht hinzubekommen.

Am einfachsten wäre es natürlich, es wieder auf mein Daumengelenk zu schieben, aber obwohl das ein Teil davon ist, ist es, naja, genau das, ein Teil davon, aber eben nicht alles.
Manches ist wahrscheinlich meine allgemeine Stimmung, was mit den Nachrichten zu tun hat, die mich manchmal zu lähmen scheinebn. Manches hat mit dem Gefühl zu tun, als würde ich schon ewig meinem richtigen Publikum hinterherjagen und das Jahr auf Jahr zu tun wird immer mal wieder psychisch anstrengend. Damit bin ich keineswegs allein, ich habe es bei anderen Schmuckfreundinnen gesehen, aber natürlich auch bei anderen Kreativen, egal was ihr Medium ist. Ein Teil ist vielleicht auch noch Winterschlaf.

Gewöhnlich dauert es ein bißchen, bis ich da wieder herauskomme, und dann bin ich zurück, experimentiere und spiele herum, aber diesmal scheint es schwieriger für mich zu sein, mir einfach etwas zu greifen und damit anzufangen, obwohl das für mich normalerweise immer ganz gut funktioniert hat. Einfach einen Cabochon auf eine Unterlage pappen und anfangen zu sticheln. Einfach einen Draht und meinen Häkelhaken hernehmen und loslegen.
Seltsam ist, daß mein Gehirn theoretisch tatsächlich kreativ ist und darauf wartet, daß meine Finger nachziehen.

Also dachte ich mir, ein Angriff auf meine Vorräte wäre perfekt, das bedeutet, ich schaue mir an, was ich so habe, auch an älteren Komponenten, und was ich damit anfangen kann.
Nichts super Experimentelles, nur etwas, um mich selber wieder zu starten.
Ich nahm mir einen meiner Labradoritcabochons, klebte ihn auf, suchte mir ein paar Farben für die Fassung aus und fing mit dem Fädeln an. Es ist erstaunlich, wie gut sich allein das schon anfühlte, obwohl es nicht sehr kreativ war.
Als die Fassung fertig war, suchte ich nach Perlen, die dazupaßten, und da der Labradorit noch ein bißchen trüb aussah, entschied ich mich für ein funkelndes Blau, durch winzige Hämatitperlen getrennt, die zu offenen Stellen zwischen den Kristallen führten, die ich dann mit Buttonperlen auffüllen könnte und wie wäre es noch mit ein paar winzigen silbernen Perlen auf der anderen Seite ... ja, es schien so, als hätte dieser Start funktioniert!

Da fiel es mir dann auf - die Januar/Februar Challenge der Jewelry Artisans Community.
Was hatte unsere Challengemeisterin geschrieben?
Symbole: Schneeflocken, Eiszapfen, immergrüne Bäume
Farbe: Weiß, silber, blau, dunkelgrün
Kräuter und Blumen: Salbei, Kiefer, Wacholder, Schneeglöckchen
Kristalle: Granat, klarer Quarz, Hämatit
Themen: Rückschau, Selbstreflektion, Reinigung, Neuanfänge

Ich hatte "Eis" von den Buttonperlen, ich hatte silberne und blaue Perlen, der Labradorit schimmert in blau und grün, ich hatte Hämatit und dies war mein Neuanfang für Schmuck in diesem Jahr - und nichts davon war geplant.
Es war einfach nur perfekt ... bis ich den Rand schnitt. Fragt mich nicht, wie es passiert ist, aber schnipp schnipp, da war nicht nur ein Faden durch, sondern zwei wichtige Fäden. Ernsthaft, bin ich irgendwie verhext? Schiele ich so, daß ich keinen Faden mehr sehen kann? Ich wußte nicht, ob ich heulen oder wie eine Wahnsinnige lachen sollte. Heulen hätte aber nicht viel gebracht, also rettete ich, was ging, das hieß, ich schnitt das ganze bis auf die Fassung zurück, klebte und nähte ein neues Stück Stickunterlage auf und fing mit Hoffnung auf das Beste nochmal ganz neu an.
Am Ende wurde es ein kleines bißchen anders, weil ich mich nicht mehr genau daran erinnern konnte, wie ich beim ersten Mal die winzigen silbernen Rocailles und Hämatitperlen verteilt hatte, also ist dann doch noch ein wenig Experiment dabei.
Es glänzt und funkelt so sehr, das können die Bilder kaum vermitteln, vor allem, weil ich sie gemacht habe, als es schon dunkel war. Ich konnte einfach nicht damit warten zu zeigen, daß ich zurück bin!
Das hoffe ich wenigstens.




Freitag, 5. Juni 2020

Pack die Vorräte an - Perlenstickerei-Brosche mit Blue Lace-Achat

Falls ihr euch fragt, ob ich jemals wieder etwas anderes als Perlenstickerei zeigen werde, die Antwort ist nein.
Nur ein Scherz! Es ist einfach so, daß meine letzten Draht- und Filzprojekte irgendwie steckengeblieben sind, und die Brosche, die ich euch gleich zeigen werde, eben fertig ist.

Der Blue Lace-Achat ist sozusagen ein weiterer meiner langjährigen Gefährten. Es ist ein sehr unregelmäßiger Stein, der oben seitwärts gebohrt ist, und er wurde zu noch einem dieser scheinbar ewigen Experimente. Ich erzähle euch gar nicht, was er vorher schon mal war, denn dann tut ihr euch vielleicht schwer damit, etwas anderes darin zu sehen ... aber vielleicht ging das auch nur mir so. Möglicherweise hätte jemand anderer von Anfang an die perfekte Idee gehabt.

Das Einzige, was ich tatsächlich für dieses Stück plante, war, den Achat auf den Untergrund zu kleben und eine Fassung dafür zu fädeln. Das erste Problem kam auf, als ich nach einem guten Weg dafür suchte, mit der nach innen gehenden Kurve auf einer Seite fertigzuwerden.
Von da übernahm das Stück - ich wußte da noch nicht einmal, ob es ein Anhänger werden würde oder eine Brosche oder eine Kettenkomponente. Es verlangte nach etwas, das über den Stein lief und damit die Fassung festzog. Nicht daß der Stein herauszufallen drohte, die Kurve in der Fassung sah einfach nicht richtig aus. Ich wollte, daß sie dem Stein besser folgte.
Und ich wollte, daß besagtes "Etwas" so aussah, also ob der Stein von den Perlen aus der Fassung überwachsen würde. Als ich nach Perlen für den Rand suchte, stieß ich auf ein Paar Ohrringe, die ich schon begonnen hatte auseinanderzunehmen, weil die Rocailles darin ihre Farbe nur durch das Herumliegen in einer Schublade verloren hatten (nur in diesen Ohrringen aber, sehr seltsam). Die königsblauen Kristallen sahen perfekt zu den überwiegend eisigen Farben aus, die ich schon benutzt hatte, mit einem Hauch Blau vom Faden.

Am Ende dachte ich, eine Brosche wäre wohl die beste Wahl für dieses Stück. Die kleinen aysmmetrischen Fransen sitzen direkt unter dem "Gewächs", um das organische Gefühl zu betonen.
Ich merke, daß es mir langsam leichterfällt, asymmetrische Stücke zu machen. Schließlich ließ der Stein mir keine Wahl, also war es einfacher, es einfach so hinzunehmen.


So sieht die Brosche getragen aus. Sorry, das alte Kleid, das meine Puppe trägt, ist nicht der beste Hintergrund dafür, aber ich hatte so schnell nichts Besseres zur Hand.

Freitag, 6. September 2019

Pack die Vorräte an - Lampwork, Silber und Kristalle

In letzter Zeit habe ich daran gearbeitet, mehr Ohrringe zu machen. Ihr wißt, daß ich manchmal ein Problem damit habe, das gleiche Stück zweimal zu machen. Als ich also wieder einmal auf der Suche nach Inspiration meinen Lampworkvorrat durchforschte, fand ich diese wunderschönen Tropfen-Headpins in Sterlingsilber von Iced Moments.
Der einfachste Weg, sie zu benutzen, ist es, einfach das Silber zu Ohrhaken zurechtzubiegen, auf diese Art habe ich für mich selber ein Paar Ohrringe "gemacht". Für diese hier wollte ich etwas mehr, nicht zuviel aber, damit die Tropfen die Hauptattraktion bleiben.

In meinem Kristallvorrat habe ich immer noch ein paar 2 mm Kristalle, und diese drei Farben - ein Saphirblau und ein Grau und Hellblau in einer Art Opalitschimmer - schienen perfekt für die Ohrringe zu sein, also wickelte ich sie mit einem feinen Sterlingsilberdraht auf.
Nur noch ein Paar meiner handgemachten Ohrhaken und da habt ihr es. Man braucht gar nicht immer viel.

Freitag, 5. Mai 2017

Pack die Vorräte an - Gefädelter Rivoli-Anhänger

Fenster auf, etwas Luft hereinlassen und dazu auch noch mein Perlenmojo!
Es war höchste Zeit, meine Vorräte anzuschauen und etwas damit zu machen. Diesmal wählte ich ein paar winzige Kristalle, die ich schon sehr lang habe.

In letzter Zeit habe ich mich an Peyotefassungen für Cabochons oder Perlen geübt, sowohl mit Super Duos als auch Rocailles - Delicas stehen noch auf der Liste. Und dann sind da noch die Rivolis, die eine Freundin mir gegeben hat. Ich habe einmal eine Silberfassung für einen Rivoli gehäkelt, und die Erinnerung daran reichte aus, daß ich ihnen nicht vertraue, diesen rutschigen kleinen Kerlchen. Ich habe noch immer ein lausiges Bild davon und habe mal nachgeschaut, das war vor sechs Jahren! Ich mußte diese Furcht wirklich überwinden ;-)

Zuerst machte ich zum Üben ein paar Ohrringe für eine Challenge, und dann ging ich mit dem folgenden Anhänger noch ein bißchen weiter und machte nicht nur "Strahlen" auf einer Seite - für den sternenartigen Look - sondern auf beiden Seiten und füllte die Lücken mit zwei Reihen der oben erwähnten Kristalle.
Erst dachte ich ja an nur eine Reihe, aber von den weißen Kristallen hatte ich genau vierzehn, gerade so viele wie ich brauchte. Das war doch ein Zeichen, oder?

Voilà, und hier ist er! Was kommt nun als nächstes? Bleibt dran!

Freitag, 3. Februar 2017

Pack die Vorräte an - Gefädelte Armreifen mit Kristallen

Es war purer Zufall, daß ich in derselben Woche in meiner "Verschiedene Perlen"-Schublade herumkramte und die YouTube-Abo-Mail bekam. So wurde ich nicht nur daran erinnert, daß ich immer noch tschechische Tile-Perlen in meiner Lade hatte, sondern bekam auch gleich eine Idee, was ich mit ihnen machen könnte. Ich hatte zuvor erst einmal mit Tile-Perlen gearbeitet und das wurde von meinen Band-und-Perlen-Armbändern inspiriert (die zwar mit Hilfe eines Webrahmes gemacht, aber nicht wirklich gewoben sind). Während mein Tile-Vorrat nicht für eines davon ausgereicht hätte, war das Bollywood Bangles-Design von Jill Wiseman perfekt dafür.

Nur sind meine Armreifen so gar nicht Bollywood. Meine Tiles waren silbern und in lavendel und beige marmoriert, ich habe nur zwei Farben von Rocailles der Größe 15 (für ein anderes Projekt), schwarz und hämatit, und meine Twin Beads sind in der Farbauswahl auch begrenzt. Ich hätte ein paar leuchtende Kristalle verwenden können, um das auszugleichen, aber erstmal beschloß ich, subtil zu bleiben.

Für diesen Armreif verwendete ich die marmorierten Tiles in Kombination mit braunen und goldenen Rocailles in Größe 11, matten goldmetallicfarbenen Twins, aber statt 15er Rocailles und kleineren Bicone-Kristallen wie im Video wählte ich diese größeren, wunderschönen feuerpolierten Kristalle (ich hatte sie ursprünglich für ein Tutorial besorgt, bei dem mir dann die Geduld ausging). Tatsächlich finde ich, daß sie besser als die Bicones sitzen, und es macht mir nichts aus, daß man nicht soviel von den Tiles sieht.


Dann ist da noch dieses Armreifset mit Kristallen in grau, rosa und hellweinrot. Sie glitzern unheimlich im Licht und zusammen getragen sehen sie toll aus!


Ich habe bereits noch mehr Ideen für kleine Variationen, aber das bedeutet eine Perlenbestellung, die momentan nicht in meinen Plänen steht, da ich wirklich zuerst ein paar WIPs fertigmachen muß.
Erinnert mich aber dran, falls ich es vergesse! ;-)

Mittwoch, 18. März 2015

Oldies but Goodies - Kristalle

An was denkt ihr, wenn ihr das Wort Kristall hört? Wahrscheinlich maximalen Bling. Kristalle kommen in allen Arten von Materialien und Formen, von Schneeflocken über Gips (habt ihr je von der Höhle der Kristalle gehört?) hin zu Glas.
Wie immer hat die JAC Oldies but Goodies challenge eine Vielfalt an Stücken ergeben, diesmal mit - ihr habt es erraten - Kristallen. Viel Spaß!



1 Violetmoon's Corner
2 Jewelry Art by Dawn
3 MC Stoneworks
4 2 Fab Fristers
5 Cat's Wire
6 Echoes of Ela
7 The Crafty Chimp

Donnerstag, 13. November 2014

Der Draht ruft

Durch das viele Perlenweben, das ich in der letzten Zeit gemacht habe, fing mein Draht an, sich vernachlässigt zu fühlen und ich hörte, wie er nach mir rief.

Es wird nie aufhören, mich zu faszinieren, wie unterschiedlich das Gefühl ist, wenn ich zum Webrahmen oder zum Häkelhaken greife.
Wenn ich einmal den Rahmen in der Hand habe, habe ich gewöhnlich ein Muster bereitliegen, dem ich folgen muß, und es gibt nicht viel, was ich während des Prozesses ändere.
Der Haken jedoch läßt mich mitten in einem Projekt den Weg wechseln.  Obwohl man hier vorne nicht viel vom Draht sieht, besteht die Rückseite aus mehreren willkürlich gestrickten Schichten, die den Anhänger stabil machen und dabei helfen, daß die Kristalle richtig sitzen.


Der Anhänger ist jetzt in meinem DaWanda-Shop erhältlich.

Donnerstag, 5. Juni 2014

Grün und schwarz

Es war nicht so geplant.
Manchmal, wenn ich irgendwie ruhelos bin, nehme ich mir Draht und meinen Häkelhaken. Ich mache entweder eine Fassung für einen Cabochon und sehe mal, was passiert, oder ich fange an, ein paar Maschen zu häkeln oder stricken. Nicht immer, aber oft hilft mir das, ruhiger zu werden, und ich mache es nicht mal, damit ich hinterher etwas zum Vorzeigen habe.

Es fängt vielleicht mit einem Schlauch an, wenn ich plötzlich beschließe, diesen zu falten und eine Scheibe rundherum zu stricken, die dann auf einmal über die erste Schicht gefaltet wird, damit ich dann eine zweite und dritte Scheibe hinzufügen kann, die ich mit Draht zusammenfasse, damit ich etwas hineintun kann oder vielleicht auch nicht, weil ich stattdessen schließlich doch noch eine Fassung daraus mache und einen Stein hineinsetze oder vielleicht eine Perle, und wißt ihr, das würde gut als Ring aussehen, wenn ich noch eine Schicht hinzufüge und dann etwas dickeren Draht daran wickle oder vielleicht nicht?

Ich weiß, daß das nicht gut geschrieben ist, aber wenn es in dieser Stimmung ist, nimmt mein Hirn sich keine Pause, um über Grammatik oder Zeichensetzung nachzudenken. Es läuft einfach weiter und brabbelt und tickt, was eine gute Sache sein kann, mich aber vielleicht auch mit einem verwickelten Durcheinander von Draht sitzenläßt, das aussieht, als wäre ein Experiment schiefgegangen. Naja, was es auch ist.
Dem Stück sieht man gar nicht immer an, wieviele Schichten darin stecken, aber das ist auch nicht wirklich wichtig, oder?
Nur das Ergebnis zählt, und manchmal endet es im Müll.

Nicht dieses hier.
Ich habe mehr Zeit auf diesen Anhänger verwendet, als ich gern zugeben möchte, aber mir gefällt, wie er geworden ist.

In meinem Zibbet-Shop erhältlich

Freitag, 25. April 2014

Wer ist das?

Ehrlich, ich habe keine Ahnung. Sie ist einfach so passiert. Mit diesem Kopfputz auf sieht sie wie eine Königin aus einer alten Zeit aus oder vielleicht eine Zauberin oder eine Priesterin.
Eins ist sicher, sie hat sich ganz schön Zeit gelassen, bis sie so aussah. Ich habe aufgeribbelt, ich habe gebogen, ich habe gefaltet, ich habe hinzugefügt, ich habe weggenommen, und die ganze Zeit blieb sie so ruhig, wie sie jetzt aussieht.
Es tut mir leid, daß ich zu dieser Nachtzeit kein besseres Bild habe, aber ich hatte das Gefühl, ich mußte gleich eines machen, nachdem ich den gesamten Abend mit ihr verbracht habe ...



Donnerstag, 11. Oktober 2012

Wieder auf's Laufende kommen

Hallo Leute, was habt ihr in letzter Zeit so gemacht?
Ich weiß, daß es aussieht, als würde ich mich in einem großen Loch verstecken, aber das ist nicht ganz wahr. Wahr ist, daß meine Motivation zu bloggen im Moment nicht die größte ist, das hat mit der Tatsache zu tun, daß ich mich etwas hin- und hergerissen fühle. Ich kämpfe immer noch damit, die Wohnung ordentlich herzurichten, und es läuft alles nicht wirklich so glatt. Ich werde es schaffen, aber es raubt mir Energie.
Wenn ich etwas kreiere, lade ich auch meine Batterien auf, aber der Teil, der nach dem kreativen Prozeß kommt ... die Bilder, das Listen, das, äh, Bloggen ... ich werde versuchen, mich zu bessern.

Schauen wir doch mal, womit ich so rumgespielt habe, in Ordnung? Zumindest ein paar Dinge, ich möchte euch ja nicht mit Bildern überschwemmen.

Erinnert ihr euch an Jo, meinen Puppenmodellkopf? Das hier ist ihre Freundin. Ich bin beinahe sicher, daß ich auch für sie einen Namen hatte. Ich weiß, daß sie auf mich französisch wirkt. Nennen wir sie doch Jacqueline. Ihr habt vielleicht schon Teile von ihr auf Bildern gesehen. Jacqueline hat ein Problem, sie ist kahl. Sie leiht sich ab und zu Jos Perücke aus, aber das hätte hier nichts gebracht, weil die Perücke schwarz ist und man die Kette da nicht besonders gut sehen kann.


Ja, das ist eine Kette mit schwarzen Kristallen. Heute jedoch überkam mich der Gedanke, daß das auch ein ganz hübscher Kopfschmuck sein könnte. Ein paar Haarnadeln an den richtigen Stellen, die durch die Kette und das Haar gehen. Nur eine Idee. Das ist ein schlechtes Vorschaubild als Kette (Ms Newberry, die sie hier vorführt, wartet noch auf ein Outfit, das besser dazu paßt). Aus offensichtlichen Gründen ist sie noch nicht gelistet.

Dann ist da noch der zweite Perlenfresser, der endlich gelistet ist. Der erste Perlenfresser war aus erdig-braunen Farben, für diesen habe ich wunderschöne Herbstfarben ausgesucht. Diese Dreieckperlen sind ganz schön klasse. Der Schal ist 1,25 m lang!
Der Name Perlenfresser bedeutet, daß diese Stück meinen Perlenvorrat auffressen, was nicht notwendigerweise schlecht sein muß ;-)

Perlenfresser in Herbstfarben

Die folgende Kette dauert aber noch länger, tatsächlich viel länger. Ich bin so in Miyuki's galvanisierte Rocailles verliebt, daß ich mich nicht zurückhalten konnte, diese witzige und bunte Gliederkette zu machen, in der verschiedene Draht- und Perlenfarben in unterschiedlichen Kombinationen verarbeitet sind. Eine Freundin meinte, es erinnere sie an Koralle, die Idee gefiel mir sehr.
Ich stelle mir noch Gliederohrringe und vielleicht Armbänder in diesem Stil vor, was denkt ihr?

Confetti Loops-Halskette

Freitag, 18. November 2011

Feinarbeit

Ihr wißt, daß ich von Zeit zu Zeit versuche, Stücke fertigzustellen. Ganz bestimmt bin ich nicht die einzige, die einen Haufen unfertiger Stücke herumliegen hat oder einen Vorrat an Perlen etc., der mir meinen eigenen Tennisplatz finanzieren würde (nein, ich spiele nicht Tennis, das erleichtert die Entscheidung für den Vorrat), und hin und wieder kommt dann der Moment, in dem man sein schlechtes Gewissen beruhigt und ein Stück fertigstellt oder ein paar Perlen aus dem Vorrat verbraucht (Draht, Cabochons, Clay, Wolle, was auch immer euer Gift sein mag). Danach kann man glücklich vierzehn neue WIPs anfangen und einen Haufen neue Perlen bestellen, und es wird sich so richtig anfühlen!

Ich habe tatsächlich beides fertiggebracht (UND sogar ein Stück gelistet), und ich hoffe, daß ihr so beeindruckt von mir seid wie ich selber. Ich glaube, ich habe mir das Recht verdient, nachher im Überfluß Delicas zu bestellen. Wenn ich nun noch genug Ruhe bekäme, um Fotos zu machen, wäre alles gut, aber es ist schwierig, sich auf das richtige Licht zu konzentrieren, wenn eine heulende Katze vor der Tür sitzt. Also bekommt ihr jetzt erstmal nur von einem Stück Bilder zu sehen.

Diese Kette fing ursprünglich als Muster für eine Bestellung an. Der Mittelteil ist Feinsilber, mit der Strickliesel verarbeitet, zusammen mit meinen geliebten dunkelroten und schwarzen Swarovskikristallen, eine Farbkombination, nach der ich verrückt bin, weil sie so fantastisch aussieht. Für jede Seite häkelte ich einen sehr feinen Silberschlauch und wo das Gestricklieselte (nein, das ist wohl kein Fachausdruck) auf den Häkelschlauch traf, habe ich noch einen kleinen Blickfang eingearbeitet, indem ich zwei Reihen an Kristallen herumwickelte.
Es ist zierlich, es ist elegant, es funkelt ... und es wird hoffentlich morgen in meinem Shop gelistet sein!




Samstag, 7. Mai 2011

Big Bling Theory

Ein schlechtes Wortspiel, ich weiß, aber nachdem ich dieses Wochenende an einem glitzernden Swarovski-Armband nach dem anderen gearbeitet habe, fiel mir nichts Schlaues mehr ein.

Schwarz, kristall, silber, padparadscha, montanablau, kristall AB, kupfer - all diese Farben findet ihr in den Armbändern. Sie haben unterschiedliche Längen und Breiten und Muster ... jetzt glaube ich, daß ich eine ganze Weile keinen Swarovski-Kristall mehr sehen wollen werde!
Naja, nachdem ich natürlich Bilder gemacht und diese sechs gelistet haben werde ;-)