Dienstag, 31. März 2026

Meine März-Bücher

Dies ist ein Überblick der Bücher, die ich in einem Monat fertiggelesen habe (nicht unbedingt im selben Monat angefangen) und die ich Gundel vorgelesen habe (mit 😸 markiert).
Ich werde jeweils eine kurze Erklärung hinzufügen, warum ich ein Buch ausgewählt oder wie ich es gefunden habe und vielleicht auch, ob es ein Kandidat zum Wiederlesen ist, aber ich werde keine richtigen Rezensionen oder Bewertungen abgeben (Gundel weigert sich ebenfalls zu bewerten). Solltet ihr aber etwas mehr Info zu einem Buch haben wollen, an dem ihr interessiert seid, laßt es mich einfach wissen.
This month I had a very hard time concentrating on books, luckily my hands were up for more crafting to help keeping me out of my own head

"Wisecracker: The Life and Times of William Haines, Hollywood's First Openly Gay Star" von William J. Mann, Erstveröffentlichung 1998


Dies ist eine Biographie von William Haines, der zunächst ein Filmstar war, dann aber viel länger als erfolgreicher Innenarchitekt - oder Dekorateur, wie er sich lieber nennen ließ - tätig war, nachdem er das Filmgeschäft verlassen mußte, wofür ein Grund seine Weigerung war, das Spiel mitzuspielen. Er war kompromißlos schwul und lebte bis zu seinem Tod offen mit seinem Partner Jimmie Shields zusammen.

Ich hatte schon lange, bevor ich überhaupt angefangen hatte, Stummfilme anzuschauen, eine Dokumentation über William Haines gesehen und fand seine Geschichte wirklich interessant.
Sie ist jedoch nicht interessant genug für 400 Seiten, schlicht weil die meisten seiner Freunde und Freundinnen nicht mehr für dieses Buch interviewt werden konnten, eine Menge Information also damit verloren ist, und natürlich konnte man Informationen, die von den Filmstudios verbreitet wurden, n
ie wirklich vertrauen.
Da steht also wesentlich öfter "könnte", "möglicherweise", "es heißt", als ich von einer Biographie erwarten würde.
Was mich aber noch mehr gestört hat war, daß der Verfasser wiederholt eine Menge Hollywood-Stars aufgezählt hat, die schwul oder lesbisch waren und zwar in einer Art und Weise, die mich mehr an eine Boulevardzeitung erinnerte. Ich hätte lieber mehr Details über Haines' Karierre als Designer gelesen und weniger über das Liebesleben von anderen, wenn man bedenkt, daß dies eine Haines-Biographie sein soll.

Dennoch eine interessante Lektüre.

"Lilien auf dem Felde" = "Lilies of the Field" von William E. Barrett, Erstveröffentlichung 1962



Homer Smith, der gerade aus der US-Army ausgetreten ist, macht sich auf, den Westen zu erkunden. Er schläft in seinem Kombi und nimmt nur hier und dort kurze Jobs an, wenn er Geld braucht.
Eines Tages kommt er zu einem heruntergekommen Hof, auf dem fünf Nonnen leben, die von einem ostdeutschen Orden kommen. Obwohl er nur den Plan hatte, als Aushilfe ein bißchen Geld zu machen, wird er in den Plan der Mutter Oberin hineingezogen, eine Kapelle zu bauen.

Für einen Blogpost nochmal gelesen.

"The Book Woman of Troublesome Creek" von Kim Michele Richardson, Erstveröffentlichung 2019


Das östliche Kentucky in den 1930ern.
Cussy Mary Carter, auch Bluet genannt, ist eine Bücherfrau, als "Packpferd-Bibliothekarin" angestellt, die im Rahmen des Works Progress Administration-Programms Bücher in abgelegenen Gegenden der Appalachen ausliefert.
Sie ist außerdem eine "Blue", das heißt, sie hat aufgrund einer seltenen genetischen Störung einen blauen Hautton, was in anderen Haß und Furcht auslöst.

Ich hatte schon vorher sowohl über die "Fugate Blues" als auch das Programm der Packpferd-Bibliothekarinnen gelesen gehabt, als ich dieses Buch also auf einem Blog erwähnt sah, beschloß ich, es zu lesen (und freue mich zu sagen, daß dem Maultier nichts passiert).


"The Three Investigators in The Mystery of the Laughing Shadow" = "Die drei ??? und der lachende Schatten" von William Arden 
(die Bücher wurden unter Nennung von Alfred Hitchcock als Autor veröffentlicht), Erstveröffentlichung 1969 😸
(Die drei ??? 12 (amerikanisch), 6 (deutsch))


Dieser neue Fall beginnt damit, daß Bob und Peter einen Hilferuf hören, einen seltsamen Schatten mit einem verrückten Lachen sehen und ein goldenes Amulett mit einer einer merkwürdigen Nachricht finden.
Werden die Jungen das Geheimnis des legendären Chumash-Schatzes lösen?

Ich habe diese Reihe vor langer Zeit gelesen und mache sie jetzt nochmal Stück für Stück durch, nachdem ich einen Blogpost darüber geschrieben habe. Dieses Buch ist das zwölfte in der Originalreihe und das sechste in der deutschen Reihe.

"The Thirty-Nine Steps" = "Die neununddreißig Stufen" von John Buchan, Erstveröffentlichung 1915


Richard Hannay ist gerade aus Rhodesien nach London gekommen und ihm ist langweilig, bis ihm ein Amerikaner von einer Mordverschwörung erzählt, bevor er selber getötet wird. Hannay muß der Polizei und der Macht hinter der Verschwörung entkommen. Wird es ihm gelingen, den Anschlag zu verhindern?

Als ich kürzlich meinen Hitchcock-Marathon erwähnte, lenkte eine Freundin meine Aufmerksamkeit auf die Bücher, die die Grundlage für einige der Filme waren.
In diesem Fall muß ich sagen, daß ich den Film wesentlich lieber mochte.

"The Home" von Penelope Mortimer, Erstveröffentlichung 1971


Von ihrem Ehemann Graham verlassen, der nach langer Ehe zu einer 22jährigen gezogen ist, versucht Eleanor aus ihrem neuen Haus ein Heim für sich selber und ihre Kinder zu schaffen, obwohl ihr ältester Sohn und ihre drei Töchter erwachsen sind und nach einem eigenen Leben suchen und ihr 15jähriger Sohn hauptsächlich in der Schule ist.
Sie stellt jedoch fest, daß sie von der Trennung zutiefst getroffen ist und sich schwertut, ein neues Leben zu beginnen.

Liz von Adventures in Reading, Running, and Working from Home hat mich in die Reihe "British Library Women Writers" eingeführt (nachdem ich das Buch gelesen hatte, habe ich gemerkt, daß sie dieses Buch hier rezensiert hat.) Ich habe geschaut, welche der Romane ich recht einfach finden konnte, das hier war einer davon.

"A Cast of Killers" von Sidney Kirkpatrick, Erstveröffentlichung 1986


1922 wurde der Filmregisseur William Desmond Taylor erschossen in seinem Bungalow aufgefunden. Der Mord verursachte Skandale und beendete Karrieren, er wurde nie aufgeklärt.
In den 60ern versuchte der Filmregisseur King Vidor den Fall aufzuklären, um daraus einen Film zu machen, was er schlußendlich nicht tat. Kirkpatrick benutzte Vidor gesammelte Dokumente und Notizen, um die Geschichte zu erzählen.

Es gibt einen Newsletter "Taylorology" zu diesem Fall und die Ausgabe 65 führt alle Fehler oder Auslassungen der Ausgabe von 1986 auf und ermuntert Leute, stattdessen die korrigierte Ausgabe zum 20. Jubiläum zu lesen.
Da ich durch Zufall auf dieses Buch gestoßen bin, wußte ich erst nach dem Lesen davon, aber ich bin gewöhnlich sowieso skeptisch gegenüber Veröffentlichungen, die einen Cold Case nach Jahrzehnten aufklären. Obwohl dies also offiziell ein Sachbuch ist, habe ich es nicht als solches gelesen (ich lese irgendwann vielleicht mindestens ein anderes Buch zum Fall), es hat mir aber trotzdem (oder gerade deswegen?) gefallen.

"The Rainfall Market" von You Yeong-Kwang, Erstveröffentlichung 2024


Serin hat ihren Vater früh verloren, sie und ihre Mutter sind arm und Serin ist überzeugt, daß ihr Leben zutiefst nutzlos ist.
Dann erhält sie ein goldenes Ticket für den mysteriösen Rainfall Market, wo sie ihr Leben für ein anderes austauschen kann, unterstützt vom Kater Issha.

Das war ein weiterer Neuzugang auf OverDrive.
Ich bin mir sicher, daß ich nicht die einzige bin, die hiervon Studio Ghibli-Vibes bekommt, auch wenn es sich um ein koreanisches Buch handelt. Ich sah beim Lesen praktisch die Dokkaebi im Ghibli-Stil vor meinem inneren Auge.
Eine nette, leichte und schnelle Lektüre.

"The Devil's Mill" von Walt Unsworth, Erstveröffentlichung 1968 😸


England, Mitte des 18. Jahrhunderts.
Nach einem Kutschenunfall schafft es ein 14jähriger Junge zu einer Farm im Peak District. Er hat sein Gedächtnis verloren und das Farmerpaar nennt ihn nach seinem verstorbenen Sohn Jeremy. Da sie aber versäumt haben, die Adoption offiziell zu machen, wird Jeremy zum Leibeigenen und als Lehrling in eine Baumwollspinnerei geschickt.
Während eines Aufstands brennt die Spinnerei nieder und der Besitzer beschuldigt Jeremy, der dank der Hilfe neuer Freunde entkommt. Seine Abenteuer sind damit aber noch nicht vorbei.

Als ich auf The Internet Archive nach einem anderen Buch suchte, fand ich eins von Unsworths drei Jugendbüchern über die Industrielle Revolution, "Grimsdyke". Es gefiel mir, ich suchte nach den anderen und fand noch dieses (allerdings nicht das dritte
, "Whistling Clough").
Wie schon "Grimsdyke" hat es mich nicht enttäuscht.

"The Case of the Heavenly Twin" von Christopher Bush, Erstveröffentlichung 1962


Privatdetektiv Ludovic Travers wird in einem Fall von Betrug hinzugezogen, in dem mehrere gefälschte Reiseschecks benutzt wurden.
Dann stirbt ein alter Freund von ihm und Travers wird engagiert, um einen seiner Enkelsöhne zu finden. Während der Suche stößt er auf weitere gefälschte Schecks. Stehen die Fälle in Verbindung?

Ich hatte noch nie von Christopher Bush gehört - soweit ich mich erinnere -, als Liz von Adventures in Reading, Running, and Working from Home eine Rezension eines seiner Bücher für eine 1952er Challenge auf ihrem Blog hatte. Nun stehen ein paar von seinen Büchern auf meiner Liste.

"The List of Suspicious Things" = "Unser Buch der seltsamen Dinge" von Jenny Godfrey, Erstveröffentlichung 2024


Es sind die 70er in Yorkshire und die Menschen haben Angst vor dem Yorkshire Ripper.
Die 12jährige Miv beschließt, daß sie und ihre beste Freundin ihn mit Hilfe der "seltsamen Dinge" finden müssen, die sie in ihrem Notizbuch vermerkt, während sie immer mehr über ihre Nachbarschaft und das Leben lernen.

Ein Neueintrag auf OverDrive.
Das Buch an sich hat mir gefallen, vielleicht weil mich die Freundschaft an eigene Freundschaften erinnert hat - und nein, ich habe nie nach einem Serienmörder gesucht - aber ich denke, ich hätte es noch lieber gemocht, wenn nicht gar so viele Trigger hineingepackt gewesen wären. Manchmal kommt es mir so vor, als könnten sich Autor*innen nicht stoppen und packen eins aufs andere, mir ist das in Büchern aufgefallen, aber auch in Filmen und Fernsehserien. Es gibt so etwas wie "zuviel".

Sonntag, 29. März 2026

Die Herren Pudels

"Die Herren Pudels" is natürlich kein korrektes Deutsch, es ist ein liebevoller Spitzname für meine Lieblingspudel. Sie sind zwar Herren, würden aber wahrscheinlich die Definition als "Herren und Meister" bevorzugen, denn das sind sie - Kosimo und Nemo Black Power vom Glashütter Täle.
Ihre Menschen haben mir schon mehr als einmal geholfen, und da ich noch eines meiner kleinen Fläschchen herumstehen hatte, dachte ich mir, ich könnte als kleines Dankeschön ein Pudelfläschchen für sie fädeln.

Ich schaute mir online Zeichnungen und Silhouetten von Pudeln an, um ein Gefühl für die Umrisse zu bekommen,  und machte dann mein eigenes Muster von Kosel und Nemo, wie sie einander anschauen. So weit so tut.
Da sie trotz ihres Namen weiß sind (mehr dazu später), wollte ich einen dunklen Hintergrund. Als ich aber hämatit dafür auswählte, hatte ich das nicht komplett durchdacht, was ich bemerkte, als ich zu ihren schwarzen Nasen kam. Ich hatte nicht vor, Reihen und Reihen von Perlen wieder herunterzuschneiden. Im richtigen Licht kann man die Nasen erkennen, aber sie sehen nicht ganz so spitz aus, wie das mit einem besseren Kontrast der Fall gewesen wäre, was tatsächlich recht gut hinhaut. Ich Glückspilz.
Bei den Halsbändern klappte das nicht ganz so gut. Die Köpfe sahen irgendwie schwebend aus, also mußte ich die paar Reihen tatsächlich auftrennen. Stattdessen wählte ich ein dunkles Rot für schmälere Halsbänder.


Keinen Modepudelhaarschnitt für die zwei!

Auf der Rückseite gibt es ein paar Herzchen und Silberperlen.


Falls ihr meine anderen Perlenfläschchen gesehen habt, ist euch vielleicht ein Unterschied zwischen ihnen und diesem hier aufgefallen.
Gewöhnlich gehen die Perlen ganz nach oben über die Schulter und den Hals. Ich fange beim Muster an, um sicherzustellen, daß ich es richtig positioniere - manche Muster sind ganze Bilder, was bedeutet, daß ich Reihen vom Hintergrund am unteren Ende habe, oder sie zeigen etwas nur teilweise, wie hier, wo die Pudel bis ganz nach unten gehen - dann fädle ich die Schulter und den Hals, und erst danach mache ich den Boden fertig, der übrigens nie ganz geschlossen ist.
Die Fläschchen, die ich bisher gemacht habe, sind nie dafür gedacht, Flüssigkeiten einzufüllen, sondern als Dekoration, obwohl ich zum Beispiel Nadeln darin aufbewahren kann oder etwas anderes, das durch die Halsöffnung paßt.

In diesem Fall dachte ich jedoch, daß es eine süße kleine Vase für eine einzelne Blüte oder auch ein paar sein könnte, zum Beispiel für Gänseblümchen (als Kind brachte ich meiner Mutter gern winzige Gänseblümchen"bouquets"). Die Pudelmenschen lieben Pflanzen.
Also hörte ich bei der Schulter mit dem Fädeln auf, was heißt, jetzt ist es fast wie eine dieser Kühlhüllen, man kann das Fläschchen einfach herausziehen, wenn man es saubermachen möchte. Tatsächlich gefällt mir die Idee.


Ich hatte aber das Gefühl, daß die Perlenhülle jetzt einen hübschen Rand brauchte.
Rosa Kristalle waren die selbstverständliche Wahl, denn Kosel ist 1. der Glitzermeister mit seinem Straß auf Schwarz-Halsband (Nemo hat weiße Schweizerkreuze auf Schwarz) und 1. liebt er Rosa. Ich habe ein Paar schwarze Slipper im Hausflur stehen und er hat mehr als einmal einen davon geklaut.


Es gab nur ein Problem. Ich konnte keinen symmetrischen Rand machen, weil ich eine Primzahl an Perlen hatte. Also wurde es stattdessen eine asymmetrische "Krone", was zur edlen Abstimmung der Meister paßt 😉


Nun die versprochene Erklärung für den Namen.
Ich habe mich oft gefragt, warum manche Tiere so verrückte Namen haben (Katzen sind eine Ausnahme, sie verdienen die wundervollsten und verrücktesten Namen, die es gibt), Pferde oder reinrassige Hunde, und ich möchte die Gelegenheit nicht versäumen, euch die Namen von Kosels und Nemos Eltern zu erzählen (mit Erlaubnis ihrer Menschen).
Kosels Vater ist Decathlon Alfredo Magdalena, seine Mutter Iska Black Power vom Glashütter Täle.
Nemos Vater ist Begin to Dream Love me Tender (ein sehr schöner französischer Pudel, der auch Merlin genannt wird) und seine Mutter ist Kosels Schwester Kosima 
Black Power vom Glashütter Täle.
Die Dame, von der Kosel und Nemo kommen, hatte früher tatsächlich schwarze Pudel und verliebte sich dann in die dunklen Augen weißer Pudel, wollte aber den Namen nicht ändern.


Was kommt als nächstes dran?
Nun, ich habe einen Plan, ein WIP und den Anfang eines kleinen Experiments, also kann ich euch gar nicht sagen, was es sein wird, aber ich hoffe, ihr werdet hier sein, wenn es so weit ist!

Freitag, 27. März 2026

Weekend Traffic Jam Reboot - Woche 149

Willkommen beim Weekend Traffic Jam Reboot!
Meine Posts für den Linkup gehen freitags um 3.30 morgens live (das ist dem Zeitunterschied zu den USA geschuldet).



Happy International Whisk(e)y Day!
Kein Scherz. Das Event wurde 2008 angekündigt und am 27. März 2009 erstmals zu Ehren des englischen Bier- und Whiskykritikers Michael Jackson gefeiert.
 Bringt es aber nicht mit dem Welt-Whisky-Tag im Mai durcheinander.
Also dann - prost!


Seid ihr für das Wochenende bereit?

Als Teil des Reboots werden wir jede Woche einen anderen Blog vorstellen.
Wie wäre es, wenn ihr vorbeischaut und hallo sagt? Sagt ihnen, daß wir euch geschickt haben.



Diese Woche fällt unser Spotlight auf Huisvlijt.


Nicole von Huisvlijt schreibt: "Al ruim 20 jaar blog ik op Huisvlit over alles waar je in het leven mee te maken krigt. Van praktische ..." Oh, entschuldigt, hatte ich nicht erwähnt, daß Nicole in den Niederlanden ist? Keine Sorge, man kann auf ihrem Blog ganz einfach auf Englisch umschalten oder im Browser auf Deutsch! Probieren wir es jetzt nochmal. "Seit über 20 Jahren habe ich auf Huisvlijt über alles geschrieben, was einem im Leben so begegnet. Von praktischen Angelegenheiten bis zu persönlichen Dingen. Huisvlijt bietet praktische Information, Inspiration und Ansätze aus persönlicher Erfahrung. ... Nicole Orri
ëns: UU-Psychologin, Mutter und professionelle Bloggerin. Ich habe an der Universität Utrecht Psychologie studiert und dort 1993 meinen Masterabschluß in Psychologie gemacht. Auf meinen Blogs verbinde ich meinen akademischen Hintergrund mit dem täglichen Leben."


Marsha von Marsha in the Middle hat 2021 als Training mit dem Bloggen angefangen, um ihre Neuroplastizität zu erhöhen. Ach, wem machen wir was vor? Marsha hat mit dem Bloggen angefangen, weil sie Kleidung liebt, und sie redet oder in diesem Fall schreibt einfach gern!

Melynda von Scratch Made Food! & DIY Homemade Household - Der Name sagt schon alles, wir haben uns im Osten von Texas angesiedelt, wobei sich drei Generationen das Land teilen. Ich koche und backe alles selber, wenn ich nicht gerade gärtnere oder den Hühnern nachlaufe, und stricke!

Lisa von Boondock Ramblings erzählt von den Büchern, die sie schreibt und liest, ihrem Glauben, Home-Schooling, Fotografie und mehr.

Cat von
 Cat's Wire hat, was sie ein Springspinnengehirn nennt. Sie hat viele Interessen und bloggt über das, was immer gerade ihre Aufmerksamkeit erregt - Handarbeiten, Bücher, alte Filme, Sammelwertes oder "einfach nur so".

Rena von Fine Whatever Blog schreibt über Stil, Leben im mittleren Alter und die "gut, was auch immer" Momente, die dem Leben Sinn und Spaß geben. Seit 2015 feiert sie Kreativität, Selbstvertrauen und die Freude am Alltag.


Hier ist meine Auswahl von ein paar Posts aus dem Linkup der letzten Woche (englischsprachig).


Lisa spricht darüber, nicht immer gleich das Schlimmste anzunehmen.

Wenn ihr noch nicht bereit für graue Haare seid, hat Alison ein paar Tips zur Anwendung von Tonern.


Ich habe die Bücher von Laura Ingalls Wilder selber nie gelesen (und nur ein paar Folgen gesehen), aber wenn ihr Fans seid, ist Lisas Post über "Pa" Ingalls vielleicht interessant für euch.

Liebt ihr Bücherläden? Lydia zeigt euch einen besonderen in Venedig.



Macht mit beim Linkup!

Richtlinien:
Diese Linkparty ist nur für Blogposts. Alle anderen Links werden gelöscht.
Bitte verlinkt nur Blogposts, die ihr selber geschrieben habt. Bitte verlinkt direkt zur URL eures Blogposts und nicht der Homepage eures Blogs.
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Bitte besucht auch andere Blogs und laßt einen Kommentar da.

Zur Beachtung:
Wenn ihr am Weekend Traffic Jam Reboot teilnehmt, versichert ihr damit, daß der Inhalt euch gehört und ihr uns erlaubt, denselben zu teilen, falls euer Post oder euer Blog erwähnt werden.
Wir begrüßen unbegrenzten familienfreundlichen Inhalt. Dazu können Meinungsposts, Rezept, Reiseberichte, Modeideen, Handarbeiten, Second-Hand-Einkaufen, Lifestyle, Buchrezensionen  oder -diskussionen, Fotografie, Kunst und noch vieles mehr gehören!

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Donnerstag, 26. März 2026

Stummfilme - Princess Nicotine or The Smoke Fairy

Heute habe ich noch einen wirklich kurzen Film für euch. Er ist ein bißchen seltsam, macht aber Spaß - "Princess Nicotine or The Smoke Fairy" von 1909 (mit diesem Post befürworte ich nicht das Rauchen, nur das Anschauen von Stummfilmen).


In den frühen Tagen des Films spielten die Leute ganz offensichtlich gern mit dem neuen Medium herum - denkt nur an die Méliès-Filme, über die ich schon gesprochen habe - und dieser Kurzfilm ist keine Ausnahme.
Wir haben eine Laufzeit von wenig mehr als fünf Minuten, also könnt ihr euch denken, daß es keine große Handlung gibt.


Ein Mann schläft neben seinem Rauchtisch ein - ich nenne ihn so, weil mehrere Raucherutensilien darauf liegen. Das waren noch Zeiten, als man eine Pfeife, Zigaretten und eine Zigarre brauchte!
Die Zigarrenkiste hält jedoch eine Überraschung bereit. Zwei winzige Feen kommen hervor, bereit für etwas Unfug.
Die ältere Fee nimmt den Tabak aus der Pfeife und hilft der jüngeren hineinzuklettern.



Der Mann erwacht wieder und versucht seine Pfeife anzuzünden, aber es klappt nicht, also klopft er sie auf dem Tisch aus und die kleine Fee kommt wieder heraus. Er bemerkt, daß sich die Feen in der Zigarrenkiste verstecken, also öffnet er sie und nimmt eine Blume heraus, die ihm Rauch entgegenbläst, es ist unsere kleine Fee!
Der Mann fängt an, Rauch auf sie zu blasen und sie mit einem Streichholz zu bedrohen, sie reagiert darauf, indem sie ihm ihren Hintern zeigt.


Dann baut sie ein Türmchen aus Streichhölzern und setzt es in Brand. Der Mann benutzt Seltzer, um erst das Feuer zu löschen und dann die Fee zu bespritzen, am Ende bespritzt er sich aber selber.




Heute denken eine Menge Leute bei Feen wahrscheinlich an eine Art von Disney Tinkerbell, aber früher waren Feen und Elfen nicht als freundlich und niedlich betrachtet.
Feen können boshaft, gemein oder einfach nur gefährlich sein. Sie entführen Kinder und lassen dafür Wechselbälger zurück (natürlich wissen wir heute, daß auf diese Art erklärt wurde, wenn Kinder auf irgendeine Weise "anders" waren), aber sie locken auch Erwachsene in ihre Welt, aus der sie nicht zurückkehren können, oder es ist viel Zeit in der echten Welt vergangen, wenn sie dann zurückkehren.
Damit verglichen sind unsere kleinen Feen noch recht harmlos, obwohl diese hier mit ihrem Racheplan etwas übertrieben hat.


Versteckte Drähte, riesige Requisiten, Stop Motion, Doppelbelichtungen, Spiegel und Rauch - es gibt in diesem kurzen Film eine Menge Tricks.
Das machte Eindruck.
"Scientific American" veröffentlichte einen Artikel darüber mit dem Titel "Some Tricks of the Moving Picture Maker" und in seinem Buch "Moving Pictures, How They Are Made and Worked" von 1912 nannte ihn Frederick Talbot "einen der besten Trickfilme, die je in den USA gemacht wurden".

Witzig anzuschauen!


Quellen:

Fritzi Kramer: Princess Nicotine; or, The Smoke Fairy (1909). A Silent Film Review. Auf: Movies Silently, 25. April 2017

Dienstag, 24. März 2026

Nostalgie - Erinnerungen ans Schreiben

Vor einer Weile fingen eine amerikanische Freundin und ich an, über Schulerinnerungen zu sprechen. Es wurde dadurch ausgelöst, daß ich erwähnte, wie schlecht meine Handschrift  geworden ist, seit ich hauptsächlich Dinge schreibe, die nur ich lesen können muß, und daß ich wieder zum Füller greifen wollte, vor allem für Briefe, nachdem ich ihn in letzter Zeit vernachlässigt habe.

Vom Füller kamen wir zu Unterschieden in unseren Schulsystem (die kann ich hier natürlich nicht alle aufführen).
Etwas, das mich immer überraschen wird, wenn ich es in einer Fernsehserie oder einem Film sehe, sind Bleistifte in amerikanischen schule. Es ist natürlich nicht so, daß wir gar keine Bleistifte benutzen, aber nicht so lange, nicht so viel und auf keinen Fall in Klassenarbeiten. Soweit ich weiß, sind Bleistifte hier immer noch nicht in Klassenarbeiten erlaubt.
Das folgende Bild ist für mich so amerikanisch (da ich nicht weiß, welche anderen Ländern ebenfalls Bleistifte benutzen). Ich kann mich ehrlich nicht daran erinnern, daß ich in der Schule jemals einen Multiple-Choice-Test gemacht hätte. Von dem, was ich gelesen und gehört habe, werden sie in deutschen Schulen immer noch kaum verwendet, aber man findet sie an Universitäten.

Bild von Nguyen Dang Hoang Nhu über Unsplash

Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, in welcher Klasse wir in den frühen 70ern angefangen haben zu lernen, wie man einen Füller benutzt, aber anfangs hatten wir eine Plastiktafel und einen Griffel wie die auf dem Bild. Die Zeiten echter Schiefertafeln und -griffel waren da bereits vorbei.
Das hier sind nicht meine Originaltafeln, ich habe sie auf dem Flohmarkt gefunden (wie man deutlich am Zustand erkennen kann) und die Griffel sind neu. Sehr zu meiner Überraschung gibt es Plastiktafeln und Griffel immer noch und werden auch immer noch benutzt, hauptsächlich in der ersten Klasse. Ich schätze, ich alter Dinosaurier hatte erwartet, daß Kinder heutzutage direkt auf Tablets anfangen zu schreiben 
😉
Wenn man auf einer noch nassen Tafel schrieb, wurde die Handschrift ganz fett und "cremig". Ich bezweifle, daß ich das einzige Kind war, das je mit diesem Effekt herumspielte, aber es wurde nicht ermutigt, weil sich der Griffel dadurch schneller abnutzte.

Diese Schreibschrift habe ich damals noch gelernt.
Ich weiß, heute sieht das etwas anders aus.

Die Rückseite - entweder mit Kästchen für Zahlen oder leer
zum Zeichnen. Wie ihr sehen könnt, bin ich in beidem Spitzenklasse.

Ich habe einiges an Diskussionen auf deutschen Seiten gefunden, wann man Kinder beibringen sollte, mit dem Füller zu schreiben. Es gibt sogar ein paar Schulen - obwohl sie wirklich in der Minderheit zu sein scheinen - die in der ersten Klasse anfangen, andere lassen Kinder für manches die Tafel benutzen, aber auch Papier und Bleistift, dann einen Tintenroller, und der Füller folgt dann in der zweiten oder dritten Klasse. "Tintenkiller" sind gewöhnlich nicht erlaubt.
Mein Vater hatte meinen ersten Füller für mich gekauft und ihn sogar mit meinem Namen gravieren lassen, was ihn für mich echt besonders machte, weil mein Name wegen der Schreibweise nie auf irgendwas stand.

Es war ein roter "Pelikano" und mir war nicht klar gewesen, daß die rote Farbe - die Mädchen mehr ansprechen sollte als das Blau - erst seit September 1970 verkauft wurde, also als ich mit der Schule anfing. Es würde mich nicht überraschen, wenn er noch irgendwo stecken würde, aber zum Schreiben war er nicht mehr geeignet. Sollte ich ihn finden, werde ich ein Bild einfügen.


Zu meiner Zeit hatte man entweder einen Pelikan- oder einen Geha-Füller (damals beides deutsche Marken) und man verteidigte ihn bis zum Tod. Ich meine den Tod des Füllers. Ernsthaft, man kann jetzt noch Berichte über Wurfspiele gelesen, mit denen bestimmt werden sollte, welche Marke besser war! Weniger gewalttätig war der Streit über die Farben (Pelikano blau oder rot, später auch schwarz, Geha grün) oder über die Tatsache, daß der Geha als erster ein Sichtfenster hatte (was ich immer noch häßlich finde, weil es für mich den Fluß des Füllers unterbricht und ja, ich weiß, daß ich von einem Schulfüller spreche) und einen Reservetank.
Ich kann mich an keine Wettbewerbe in meiner eigenen Klasse erinnern, aber eine gewisse Rivalität gab es. Vergeßt nicht, wir sprechen hier über Grundschulkinder.

Während diese zwei ganz sicher den Großteil an Schulfüllern zu dieser Zeit ausmachten, gab es aber auch andere Marken, meine Schwester zum Beispiel hatte einen Artus Prinz.
Alle hatten Patronen, ich glaube nicht, daß ich jemanden kannte, der da noch einen Tintenfaß benutzte. Man konnte übrigens die Pelikan-Patronen in einem Geha benutzen, aber nicht die von Geha im Pelikano. Pff. Die Geha-Kids kamen sich so besonders vor, aber haben gern Patronen von uns ausgeliehen, wenn ihre leer waren 
😉
Ich erinnere mich auch, daß meine englische Brieffreundin mir Patronen geschickt hat, die konnte ich aber nicht benutzen, weil sie zu lang waren. Ich weiß nicht mehr, für welche Sorte Füller sie gedacht waren.

Heutzutage verwende ich einen Parker. Ich bin kein Fan von dicken Kugelschreibern oder Füllern, um damit zu schreiben (zum Anschauen manchmal schon) und habe immer das Gefühl eines schlanken Parker in meiner Hand bevorzugt. Er kann mit Patronen oder einem Konverter bestückt werden und ich benutze einen Konverter mit Tintengläsern. Es erinnert mich an meine Teenagerzeit, als meine Freundin und ich im Schreibwarenladen herumhingen (ich habe schon mal darüber geschrieben, wie wir dort Wachssiegel gekauft haben, was Teil meiner Schreiberinnerungen ist, aber ich möchte mich hier nicht wiederholen). Damals gab es Pelikan-Tintengläser mit unterschiedlichen Tintenfarben. Ich habe sogar schon in der Schule immer gern in anderen Farben geschrieben und wollte all diese Gläser so gern haben - diese teuren kleinen Gläser, seufz.
Heute bin ich viel vernünftiger und weiß mich zu beschränken, also habe ich nur "Intense Black" und "Tender Purple" gekauft. Vor acht Jahren! Ich habe meinen Füller immer nur für ein kurzes Danke benutzt, wenn ich ein Schmuckstück verschickt habe, oder auf den seltenen Karten, die ich schrieb. Nun da ich wieder Brieffreundinnen habe, habe ich endlich eine Entschuldigung, mehr zu kaufen.
Es gibt nur ein Problem mit Tinte und mir, vor allem wenn ich meinen Parker auffülle. Ich bin erbärmlich darin. Letztes Mal mußte ich drei Tage lang mit zwei Fingernägeln in Lila gerändert herumlaufen, weil sich die Tinte einfach nicht abschrubben ließ! Ein kleiner Preis dafür, elegant genug zu sein, um ein Tintenglas zu verwenden 
😂

Meine Handschrift hat sich ein ganz klein wenig verändert.
Wenigstens ist es mit Füller etwas besser als mit Kuli.

Für einen Schuß extra Nostalgie zeige ich euch, wie wir in meiner Zeit Lesen und Rechtschreibung gelernt haben. Diese sogenannte "Lese-Uhr" wurde von einem örtlichen Verlag für "Lehrmittel und Schulspiele" hergestellt, E. Kuhlemann.


Im Laufe der Jahre gab es mehrere Versionen, aber ich kann euch den Zeitraum, während dessen sie tatsächlich in der Schule benutzt wurden (es hörte aber irgendwann in den 70ern auf, denn mein (nicht so) kleiner Bruder hatte sie nicht mehr), oder wo genau nicht sagen, aber von einer Unterhaltung darüber weiß ich, daß es definitiv nicht in ganz Deutschland war - verschiedene Bundesländer, verschiedene Regeln - aber auch nicht nur in meinem Bundesland.
Ich konnte schon lesen, als ich mit der Schule anfing, also erinnere ich mich nicht daran, wie hilfreich die Uhr tatsächlich war, aber wir hatten Spaß damit.


Das war die, die ich hatte. Blaues Plastik
mit Druckbuchstaben. Sie ist die, die man
heute noch recht einfach finden kann,
gewöhnlich in gutem Zustand und sogar
mit dem Original-Papierumschlag, auf dem
eine Anleitung zur Nutzung stand.

Die hier hatte ich jahrelang nur auf Bildern aus
Museen gesehen, es ist die ältere Pappversion
(die einer Schule gehörte, sie hat einen Stempel
und eine Inventarnummer). Es gibt ein paar
Unterschiede zur neueren, wie zum Beispiel die
farbigen Buchstaben und das Bild vorne drauf.

Das ist eine neuere Version mit
Schreibschriftbuchstaben. Es gibt keinen
Umschlag, sondern zwei Blätter mit
Erklärungen und Übungen für den
synthetisch unterrichtenden Lehrer.

Es gab außerdem große Vorführuhren für die Lehrer, in Druck- und Schreibschrift.


Saarländisches Schulmuseum
Diese ist fast 90 cm hoch und aus Hartfaser
und beschichteter Pappe.

Bild über Wikipedia von Pomona unter CC BY-SA 3.0,
im Museum Schönholthausen in Finnentrop aufgenommen

Und natürlich muß ich diesen Post mit meinem Wachssiegel beenden ... Für die, die es noch nicht gesehen hatten, erkennt ihr das Bild?

Sonntag, 22. März 2026

Auf ewig ausgeliehen

Kürzlich habe ich diesen Cartoon auf Instagram gesehen.
Falls ihr dem Link nicht folgen könnt, das ist ein Teil davon: "Ich habe das Buch deiner Schwester ausgeliehen, aber sie ist heute morgen nach Hause gefahren! Sie wird ewig nicht zurückkommen! Im Grunde habe ich es gestohlen!" "Oh, das ist in Ordnung. Jeder Bücherliebhaber hat mindestens ein auf ewig ausgeliehenes Buch."

Autsch. Muß ich wirklich immer wieder daran erinnert werden?
Es ist wahr. Ich habe zwei auf ewig ausgeliehene Bücher und nach über 40 Jahren fühle ich mich deswegen immer noch schlecht.

In diesem Post habe ich euch von Kontakt erzählt, dem Deutsch-Amerikanischen Freundschaftsclub, bei dem ich ein paar Jahre Mitglied war.
Ein anderes Mitglied brachte seinen Stiefsohn J mit auf einige unserer Ausflüge. Einmal lud er ein paar von uns auf einen Abend ein und J zeigte mir seine Bücher (er war so ein Flirter, aber drei Jahre jünger als ich, nicht daß ihr hier eine falsche Vorstellung bekommt).
Zwei davon schienen nicht recht dazuzupassen, da sie ziemlich alt aussahen. J zog sie aus dem Regal und erzählte mir, daß er sie von seinem Vater bekommen hatte. Fangt ihr an zu verstehen, warum ich mich schlecht fühle?


Denn als ich sah, daß es Kinderbücher waren und ich sagte, daß ich sie nie auf Englisch gelesen hatte - nur als Feststellung, ehrlich - veranlaßte das J, darauf zu bestehen, sie an mich auszuleihen.
Ich sollte mich mehr bemühen sollen abzulehnen, tat es aber nicht.
Nicht weil ich dachte, daß ich sie behalten würde, sondern weil ich nicht wußte, wann wir uns wiedersehen würden. Zu dieser Zeit traf sich der Club nicht mehr so regelmäßig. Mitglieder waren auf andere Stützpunkte umgezogen oder hatten die Army verlassen, dann bekamen wir einen neuen Clubvorsitzenden, der neue Mitglieder mitbrachte, die Gruppendynamik veränderte sich, nicht unbedingt zum Besseren.

Wie es so kommen sollte, war das tatsächlich das letzte Mal, daß J und ich uns jemals sehen sollten. Im Club wurden Pläne geschmiedet, Pläne wurden abgesagt, und das nächste, was ich hörte, war, daß J und seine Familie weg waren.
Ohne die Bücher, die noch bei mir waren.
Nun fragt ihr euch vielleicht, warum ich nicht versucht habe herauszufinden, wohin sie gezogen waren. Ich tat mein Bestes, aber da war ich dann schon nicht mehr in "Kontakt", was die Dinge erschwerte, da man natürlich nicht einfach so auf den Stützpunkt gehen konnte. Ich hätte jemanden finden müssen, der die Familie von J kannte, aber ich konnte mich nicht mal an den Nachnamen seines Stiefvaters erinnern, falls ich ihn überhaupt jemals gehört hatte. Ich weiß nicht, ob es andersherum einfacher gewesen wäre oder ob J es überhaupt versuchte.


Es ist nicht so, als hätte ich die letzten 40+ Jahre jede Sekunde lang an sie gedacht, aber sie zu sehen, wenn ich an meinem Kinderbuchschrank war, sorgte für einen Anflug von Schuldgefühl.
Jahrelang sagte ich mir, daß J die Bücher in Ehren hielt, weil sein Vater sie ihm geschenkt hatte, aber wißt ihr was? Offen gesagt erinnere ich mich nach all dieser Zeit nicht einmal mehr daran, ob er das wirklich gesagt hat oder ob ich es automatisch implizierte, weil ich so über Geschenke dachte. Und darüber habe ich erst jetzt, da ich das hier schreibe, nachgedacht.
"Mein Vater hat sie mir geschenkt" hieß nicht unbedingt, daß er sie seinem Sohn als Kind vorgelesen hatte. Es hätte einfach nur eine Erklärung für zwei alte Bücher im Regal sein können. Andererseits könnte es seine Gefühle zeigen, daß er sie behalten hatte.
Was auch immer die Wahrheit sein mag, ich kann nichts machen, ich habe sie jetzt. Nachdem ich zuviel darüber nachgedacht habe, wie das so meine Gewohnheit ist, denke ich, ich gehe einfach zum Schuldgefühl zurück.

Aber - es gibt immer ein aber - woher kamen diese Bücher? Sind sie überhaupt
die Bücher?
Ups, noch mehr Nachdenkerei.
Tatsächlich scheinen beide Bücher aus britischen Antiquariaten zu stammen oder sogar nur einem, weil die Handschrift im Preis so ziemlich gleich aussieht, nicht daß es nicht möglich wäre, daß der Vater von J sie dort gekauft hat, aber zumindest würde das nicht bedeuten, daß es Familienerbstücke sind.
Natürlich müssen sie erstmal irgendwie zu diesem Laden gekommen sein. In einem steht ein Name (wer war Ellen (ich habe den Nachnamen und ja, ich habe eine schnelle Suche durchgeführt)?), das andere kam aus einer Schule.

Was mich dann an das Buch erinnerte, das wir vor Urzeiten auf unserem alten Dachboden (den wir hier natürlich Bühne nennen) fanden und das meiner Grundschulbücherei gehörte uuund von dem ich mich nicht erinnern konnte, daß ich es jemals ausgeliehen hätte, also werde ich die Schuld hierfür einfach meiner Schwester geben, um mein Schuldgefühl in Grenzen zu halten.


Wie steht's mit euch? Habt ihr irgendwelche "auf ewig ausgeliehenen" Bücher? Falls ja, wie fühlt ihr euch damit?

Freitag, 20. März 2026

Weekend Traffic Jam Reboot - Woche 148

Willkommen beim Weekend Traffic Jam Reboot!
Meine Posts für den Linkup gehen freitags um 3.30 morgens live (das ist dem Zeitunterschied zu den USA geschuldet).



Manchmal fühle ich mich, wenn ich einen Film liebe, irgendwie verpflichtet, das Buch oder die Geschichte zu lesen, auf dem oder der er beruht. Ich denke, das ist einfacher als andersherum, einen Film anschauen, weil ich das Buch liebe, auf dem er beruht.
Ich bin die Sorte Mensch, der sich wirklich über einen Film aufregen kann, der einem Buch meiner Meinung nach nicht gerecht wird. Wenn ich einen Film liebe, aber das Buch nicht mag, bin ich entweder verwirrt, wie jemand eine Filmvision von dem Buch bekommen konnte (siehe meinen Post über "Jede Frau braucht einen Engel"), oder ich schätze das Buch  getrennt vom Film. Warum das so für mich ist, kann ich euch nicht sagen, aber das Buch "Die Frau des Bischofs" wanderte in den öffentlichen Bücherschrank. Vielleicht wird es jemand mehr mögen als ich, während ich weiterhin mindestens einmal im Jahr den Film anschauen werde.
Wie denkt ihr über Buch/Film-Kombinationen?




Seid ihr für das Wochenende bereit?

Als Teil des Reboots werden wir jede Woche einen anderen Blog vorstellen.
Wie wäre es, wenn ihr vorbeischaut und hallo sagt? Sagt ihnen, daß wir euch geschickt haben.



Diese Woche fällt unser Spotlight aufn Snapdragon Alcove.


Snapdragon Alcove schreibt: "Nur eine Bloggerin, die es liebt, über alles Nerdige zu schreiben. Liebe Kaffee und lange Spaziergänge abseits der Wege."



Marsha von Marsha in the Middle hat 2021 als Training mit dem Bloggen angefangen, um ihre Neuroplastizität zu erhöhen. Ach, wem machen wir was vor? Marsha hat mit dem Bloggen angefangen, weil sie Kleidung liebt, und sie redet oder in diesem Fall schreibt einfach gern!

Melynda von Scratch Made Food! & DIY Homemade Household - Der Name sagt schon alles, wir haben uns im Osten von Texas angesiedelt, wobei sich drei Generationen das Land teilen. Ich koche und backe alles selber, wenn ich nicht gerade gärtnere oder den Hühnern nachlaufe, und stricke!

Lisa von Boondock Ramblings erzählt von den Büchern, die sie schreibt und liest, ihrem Glauben, Home-Schooling, Fotografie und mehr.

Cat von
 Cat's Wire hat, was sie ein Springspinnengehirn nennt. Sie hat viele Interessen und bloggt über das, was immer gerade ihre Aufmerksamkeit erregt - Handarbeiten, Bücher, alte Filme, Sammelwertes oder "einfach nur so".

Rena von Fine Whatever Blog schreibt über Stil, Leben im mittleren Alter und die "gut, was auch immer" Momente, die dem Leben Sinn und Spaß geben. Seit 2015 feiert sie Kreativität, Selbstvertrauen und die Freude am Alltag.


Hier ist meine Auswahl von ein paar Posts aus dem Linkup der letzten Woche (englischsprachig).


Amys Suppe aus geröstetem Spargel sieht echt gut aus, ich liebe grünen Spargel.

Val zeigt uns, wie man einen hübschen Kleeblatt-Untersetzer macht.

Suzy erzählt uns, warum sie es liebt, 50 zu sein!

Lynne hat zwei Bastelideen für uns - ein Junk Journal und bestickte Karten.



Macht mit beim Linkup!

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