Donnerstag, 12. Februar 2026

Silent movies - Es tut sich was in Hollywood

Für heute habe ich einen Film vom Ende der Stummfilmära mit Marion Davies in der Hauptrolle, die ich in "Ein Mädel mit Tempo" so köstlich fand.
Es ist "Es tut sich was in Hollywood" von 1928.

Public Domain über Wikipedia


Meine Damen und Herren - die Handlung (mit Spoilern)!

"Für Hunderte von hoffnungsvollen Menschen gibt es einen goldenen Punkt auf der Landkarte, genannt
Hollywood."

Ein von diesen Hunderten ist Miss Peggy Pepper aus Georgia, die von ihrem Vater, Colonel Pepper, nach Hollywood gebracht wird.

Von Hollywood überwältigt

Im Besetzungsbüro demonstriert Peggy ihre schauspielerischen Fähigkeiten, aber es ist nicht leicht, auch tatsächlich für einen Film besetzt zu werden. Dann aber treffen sie und ihr Vater Billy Boone in der Kantine, der sie einlädt, bei seinem Set aufzutauchen.
Was sie nicht weiß ist, daß Billy in Slapstickkomödien arbeitet, während sie danach strebt, eine dramatische Schauspielerin zu sein. Nachdem sie in ihrer ersten Szene Seltzer ins Gesicht gespritzt bekommt, bricht sie in Tränen aus, aber Billy überzeugt sie davon, es durchzuziehen, indem er sie daran erinnert, wie aufregend es für sie sein wird, sich selbst im Kino zu sehen.


Tatsächlich wird Peggy sofort ein Erfolg, und nachdem sie noch mehr Filme mit Billy macht, erhält sie einen Vertrag vom High Arts Studio (der Name sagt alles), das heißt, sie verläßt die Komikertruppe und Billy.
Nach ihren Probeaufnahmen sagt ihr ihr neuer Co-Star Andre, der sie wissen läßt, daß er tatsächlich der Comte d'Avignon sei, daß sie ihre Persönlichkeit ändern und sich neue Freunde suchen muß, um ein Star zu werden.
Also wird aus Peggy Pegger dann Patricia Pepoire und der Starruhm steigt ihr zu Kopf.

Marion Davies's witzige Imitation von Mae
Murray, die wir auch schon in "Ein Mädel
mit Tempo" gesehen haben.

Eines Tages haben sie und Billys Komikertruppe Aufnahmen am selben Ort. Billy freut sich, sie zu sehen, und versucht mit ihr herumzublödeln, aber sie verletzt ihn, als sie ihn einen billigen Clown nennt und davonrennt.


Kurz darauf wird Peggy aus einem Studioessen geholt. Der Produzent zeigt ihr ein Bündel Telegramme, in denen steht, daß das Publikaum nicht mehr an "Miss Pepoire" interessiert ist. Er warnt sie, daß er wieder die alte Peggy sehen möchte, aber sie ist so von sich selber eingenommen, daß sie Andre sagt, Produzenten würden keine Kunst erkennen, wenn sie sehen.

Einige Zeit später kommt der Hochzeitstag von Peggy und Andre. Billy schleicht sich mit den Lieferanten ins Haus und bekniet Peggy, nicht zu heiraten und sich stattdessen an die alten Zeiten zu erinnern.
Um sie zur Besinnung zu bringen, bespritzt er sie mit Seltzer wie in ihrer ersten Szene zusammen. Peggy ist so wütend, daß sie nach einer Sahnetorte greift, aber statt Billy trifft sie Andre, der gerade die Tür öffnet, damit ins Gesicht.
Sie fängt an zu weinen und Billy geht, aber als sie Andre anschaut, kann sie sich das Lachen nicht verkneifen. Als ihr klar wird, daß Billy die einzige "echte Person" in ihrem Leben ist (ich finde, da vergißt sie ihren Vater), sagt sie die Hochzeit ab.


Peggy hat einen Plan. Sie überzeugt ihren Regisseur King Vidor (der sich selbst spielt), Billy in einem Kriegsfilm zu besetzen, ohne ihm zu sagen, daß sie mitspielt.
Natürlich ist Billy überrascht, Peggy zu sehen, aber als sie ihm sagt, daß er jetzt nicht gehen kann, weil die Kamera schon läuft, reißt er sie in seine Arme. Da der für die Szene geschriebene Kuß kein Ende findet, lassen Vidor und die Crew die beiden leise auf dem Set zurück.


In Kürze, das hat SPASS gemacht.
Es heißt, der Film sei von Gloria Swansons Geschichte beeinflußt, die von der Komödie zum großen Drama wechselte, aber auch von einem Roman (der später zu einem Stück und einem (verschollenen) Film wurde) mit dem Titel "Merton of the Movies", in dem ein junger Mann versucht, es in Hollywood zu etwas zu bringen.

Ich liebe Marion Davies absolut in diesem Film. Sie macht alle Klischees durch, zieht die witzigsten Gesichter, ist aber auch angemessen dramatisch für die Zeit.
Wie ich in meinem Blogpost über "Ein Mädel mit Tempo" erwähnt hatte, war Davies die Geliebte von William Randolph Hearst, der sie in epischen Dramen sehen wollte, wie schade, da sie doch so eine wundervolle Komödiantin war.
Es gibt die Szene im Besetzungsbüro, in der die unschuldige und ahnungslose Südstaatenschönheit nach Fotos gefragt wird und begeistert ihr Babyfoto vorzeigt. Als sie danach gefragt wird, ob sie schauspielern kann, präsentiert sie ihre verschiedenen Stimmungen, von Meditation zu Freude.

Das hier ist natürlich "Leidenschaft", was
sonst? Ihr Vater ist stolz auf Peggys
schauspielerische Fähigkeiten.


Das gab es übrigens wirklich.
Hier sind die Stimmgungen von "The Biograph Girl" Florence Lawrence, die manchen Quellen nach als der erste Filmstar betrachtet wird.


Mir gefällt auch William Haines als Billy. Er ist charmant und witzig, aber man kann auch seinen Schmerz darüber spüren, wie ihn Peggy behandelt.
In einer Szene ruft er sie an, um sie zum Essen mit ihm und ihrem Vater einzuladen, der sagt, daß selbst er sie nicht mehr oft zu Gesicht bekommt. Ich kann das wirklich nachvollziehen.
Und doch ist er so stolz auf sie und ihre Karriere und gibt den Versuch nicht auf, ihr klarzumachen, daß die Leute die alte Peggy wieder wollen.

Tatsächlich mag ich alle, Peggys liebenswerten Vater (Dell Henderson, der auch in "Ein Mädel mit Tempo" ihren Vater gespielt hat), den verrückten Komödienregisseur, der sich nicht mal im Kino zurückhalten kann, dem Regisseur im "High Arts Studio", der alles gut, um Peggy zum Lachen oder Weinen zu bringen (eine wundervolle Szene, und übrigens, wußtet ihr, daß es am Set zu diesem Zweck tatsächlich sogenannte Stimmungsmusiker gab, dazu eine tolle Geschichte hier?), Andre als der "Comte", der in Wirklichkeit vorher Kellner in einem Spaghetti-Restaurant war, und Miss Pepoire's verrücktes Dienstmädchen.

Ich darf aber nicht vergessen zu erwähnen, daß der Film voller Gastauftritte von wichtigen Filmleute aus der Zeit ist.
Da ist zum Beispiel Charlie Chaplin, der nach ihrem ersten großen Film um Peggys Autogramm bittet. Peggy, genervt davon, daß er so hartnäckig ist, fragt Billy "Wer ist dieser kleine Kerl?". Noch viel mehr sind bei dem Essen im Studio, zum Beispiel Douglas Fairbanks.



In der Tat bekommen wir sogar einen Gastauftritt von Davies selber, aber ...

Peggy ist von Marion
nicht beeindruckt.


Obwohl der Film keinen Sprechdialog hat, hat er einen Soundtrack, der wirklich gut paßt.
Ich hatte soviel Spaß, daß die 82 Minuten wie im Flug vergingen. Das kommt definitiv auf meine Favoritenliste!


Quellen:

1. Fritzi Kramer: Show People (1928) - A Silent Film. Auf: Movies Silently, 29. Juni 2013
2. Thomas Doherty: FROM THE ARCHIVES: Show People. Auf: Cineaste, Herbst 2012

Es tut mir leid, daß meine Quellen meist nur englischsprachig sind, aber mein englischer Blog wird einfach mehr frequentiert und der Zeitaufwand für die Recherche ist oft so groß, daß ich nicht auch noch die Zeit finde, adäquate deutsche Quellen zu suchen. Sollte euch ein Artikel interessieren, gibt es Übersetzungsprogramme, die zumindest einen Eindruck vermitteln können.

Dienstag, 10. Februar 2026

10 am 10. - Dinge, die zu lieben ich hasse


Willkommen zu 10 am 10. im Februar.
Dies ist der Prompt, den uns Marsha von Marsha in the Middle für heute vorgegeben hat - erzählt uns von zehn Dingen, die ihr heimlich liebt, wobei ihr es haßt, daß ihr sie liebt.
Ich glaube, das bekomme ich nicht hin. Entweder gibt es einen Grund dafür, daß ich sie im geheimen liebe, dann möchte ich sie auch nicht für jeden sichtbar ins Netz stellen (das heißt ja nicht, daß es etwas "Schlechtes" ist, vielleicht ist es einfach nur etwas, das ich nicht diskutieren möchte) oder es ist mir eigentlich egal, soll heißen, ich hasse nicht, daß ich sie liebe, weil das eben meine Wahl ist.
Oder sind einfach heimliche Vergnügungen - "schuldige" Vergnügungen im Englischen - gemeint wie an Weihnachten Hallmark-Filme anzuschauen und ein paar davon zu mögen, weil sie nett sind, und welche, weil sie zum Schießen sind? Macht mich das schuldig, nicht intellektuell genug zu sein, also müßte ich es hassen?

Jetzt denke ich, daß ich vielleicht zuviel darüber nachdenke, noch so etwas, worin ich Profi bin (nicht nur im Toast machen)
.

Bild von
Teslariu Mihai auf Unsplash

Ich gebe euch mal ein Beispiel. Ich bin so ein Schwächling, wenn es um meine Katzen geht. Darum lebe ich nicht mit Hunden. Wenn ich sie meine Bosse nenne, trifft es das so ziemlich. Das kann manchmal nerven und mich dazu bringen, meinen Kopf gegen die Wand zu hauen (nicht buchstäblich), aber wie so viele Katzenbedienstete bin ich trotzdem irgendwie stolz drauf, daß sie kleine Punks sind (nicht das Wort, das ich tatsächlich benutzen würde, ich glaube, mehr muß ich nicht sagen). Mag ich es nicht, daß ich das bin? Nein.

Wartet mal, vielleicht hasse ich es, meine Klammern zu lieben, bis jetzt habe ich drei in diesem Post.
Nö, nicht wirklich. Wenn ihr mich in echt kennen würde, würdet ihr wahrscheinlich die Klammern heraushören, wenn ich spreche. Ich kann sie in Gedanken spüren. Sicher, es mag bessere Wege geben, mit meinen hinzugefügten Informationen umzugehen, die außer mir wahrscheinlich niemand auch nur im geringsten interessant findet, aber ...

Vielleicht hasse ich meine Angewohnheit, manche Sätze offen zu lassen, und meine Zuneigung zu Auslassungszeichen ...
Nope. Manche Sätze brauchen zusätzliche Informationen und manche Sätze brauchen kein Ende - nicht, um von einem dramatischen Blick begleitet zu werden, der auf ominöse Dinge hindeutet, die ich in der Luft hängen lasse statt sie zu hinzuschreiben - weil man sowieso weiß, wohin sie führen ...

Oh, und natürlich der Gedankenstrich — den ich nie richtig tippe, einfach weil ich für ALT+0150 zu faul bin (was ich auch immer vergessen, wenn ich es einmal benutzt habe, also ... (oh, und übrigens, der englische em dash hat eine andere Kombination)) - oder genaugenommen der Bindestrich, der durch meine Posts läuft, ohne irgendetwas zu verbinden.
Auch das bedauere ich nicht wirklich.
Ich bin keine Schriftstellerin und gebe nicht vor, eine zu sein, und obwohl es mir leid tut, daß ihr damit umgehen müßt, hasse ich es nicht. Das ist so ziemlich das, was direkt aus meinem Gehirn auf euren Bildschirm fällt, und wenn ihr deshalb mit den Zähnen knirscht, möchte ich mich nochmal dafür entschuldigen, aber ich bezweifle, daß sich das ändern wird.

Wow, ich habe noch nicht mal ein einziges gefunden ... (ominöse Pause)
Ich denke, ich wäre vielleicht besser mit "Dinge, die zu hassen ich liebe" gewesen, obwohl sich das ja anhört, als ob ich etwas hasse, weil mich das erfreut, was überhaupt keinen Sinn ergibt. Argh, ich denke schon wieder zuviel nach!

Während ich schon mal dabei bin, bedient euch gern an ein paar von denen hier, falls ihr welche braucht! Ich habe reichlich davon.
((((((((( ... ... ... ... ... - - - - - —
— — — )))))))))))


Marsha, es tut mir leid, ernsthaft.
Du hast nicht das bekommen, wonach du gefragt hast, aber wer würde sich schon dafür interessieren, daß ich die Tatsache, meine Finger noch immer nicht von Milchprodukten lassen zu können, nicht schätze? Ups, da haben wir ja eins, denkst du, du könntest das so gelten lassen? 
🤡

Sonntag, 8. Februar 2026

Schnee

Ich habe selber nicht dran gedacht, Bilder vom Schnee zu machen, als wir welchen hatten, weil ich ehrlich gesagt keine Lust hatte, abends raus zu gehen (außer als ich schaufeln mußte und das machte mir wirklich keine Laune auf Bilder).
Als ich dann rausging, sah der meiste Schnee nicht mehr so schön aus. Ich hätte versuchen sollen, von meinem Fenster aus ein Bild zu machen, durch die Häuser hindurch in Richtung Wald, aber vom ersten Stock aus ist die Aussicht nicht sehr gut.
Meine Schwester machte diese Bilder von ihrem Balkon aus (danke!). Ist es nicht seltsam, wie man sie fühlen und riechen kann?
Hier ist also mein bescheidenes (im Vergleich zu so vielen anderen im Moment) Angebot von Schneeimpressionen, Tage nachdem wir tatsächlich Schnee hatten. Vielleicht wird es die Wettergötter ja davon überzeugen, daß wir nicht noch mehr davon brauchen.










Freitag, 6. Februar 2026

Weekend Traffic Jam Reboot - Woche 142

Willkommen beim Weekend Traffic Jam Reboot!
Meine Posts für den Linkup gehen freitags um 3.30 morgens live (das ist dem Zeitunterschied zu den USA geschuldet).



Ich weiß, daß ich für jemanden, der nicht mal kocht oder so, in den Reboot-Posts viel über Essen spreche. Heute geht es um die Dinge, die manchmal zwischen Essen und mir stehen - ich spreche von meinem Gehirn.
Neulich wollte ich mir selber Toast machen. Ich bin gut darin, praktisch ein Profi. Ich kann beim Scheiben einlegen mit den Besten mithalten. Aber mein Toaster war kaputt. Wie konnte das sein, von einem Tag auf den anderen? Er ist noch nicht mal besonders alt. Der Toast blieb einfach nicht unten und das Licht ging auch nicht an. Vielleicht war es ja die Steckdose, versuchen wir doch mal die daneben. Nein. Steckengebliebene Krümel? Nein. Wie ihr seht, griff ich da schon nach Strohhalmen.
Der Hunger ließ jedoch ein Aufgeben nicht zu und zum Schluß war die Lösung dann recht, ähem, einfach ... es hilft einfach total, wenn man nicht den Stecker des Eierkochers benutzt 
(der nicht mal gleich aussieht)
🤪 (<- das ist das tatsächliche Gesicht, das ich zu diesem Zeitpunkt gemacht habe, nur mit Brille).

Bild über pxhere


Seid ihr bereit fürs Wochenende? Was sind eure Pläne?

Als Teil des Reboots werden wir jede Woche einen anderen Blog vorstellen.
Wie wäre es, wenn ihr vorbeischaut und hallo sagt? Sagt ihnen, daß wir euch geschickt haben.



Diese Woche fällt unser Spotlight auf Wisdoms & Wrinkles.


Laura-Kim von Wisdom & Wrinkles schreibt "Ich bin Laura, eine 46 Jahre alte Helikopter-Mutter in der Genesungsphase, die lernt, allein zu fliegen, nachdem sich mein Nest allmählich leert.
Nach 18 Jahren, in denen ich über das Chaos der Erziehung von vier Kindern gebloggt habe, navigiere ich nun die unerwarteten Abenteuer des Lebens im mittleren Alter mit Hitzewallungen, Lesebrille und einer völlig neuen Perspektive.
Heutzutage arbeite ich mit meinem Mann von zu Hause aus (ja, wir reden noch!) und versorge einen Haushalt, der irgendwie ruhiger und lauter zugleich ist, mit nur zwei Kindern, die noch unter unserem Dach leben. Ich dokumentiere dieses große Abenteuer der Neuerfindung - vom Überleben der Menopause mit intaktem Sinn für Humor bis hin zur Neudefinition meiner Rolle als Mutter von jungen Erwachsenen, während ich entdecke, wer ich über das Chaos von Schuldkindern hinaus bin.
Begleitet mich, wenn ich das Gelächter, die Tränen und die unerwartete Weisheit teile, die damit einhergeht, sich auf dieses nächste Kapitel einzulassen. Denn während sich meine Falten vervielfachen, tun das auch die Gründe zu lächeln."



Marsha von Marsha in the Middle hat 2021 als Training mit dem Bloggen angefangen, um ihre Neuroplastizität zu erhöhen. Ach, wem machen wir was vor? Marsha hat mit dem Bloggen angefangen, weil sie Kleidung liebt, und sie redet oder in diesem Fall schreibt einfach gern!

Melynda von Scratch Made Food! & DIY Homemade Household - Der Name sagt schon alles, wir haben uns im Osten von Texas angesiedelt, wobei sich drei Generationen das Land teilen. Ich koche und backe alles selber, wenn ich nicht gerade gärtnere oder den Hühnern nachlaufe, und stricke!

Lisa von Boondock Ramblings erzählt von den Büchern, die sie schreibt und liest, ihrem Glauben, Home-Schooling, Fotografie und mehr.

Cat von
 Cat's Wire hat, was sie ein Springspinnengehirn nennt. Sie hat viele Interessen und bloggt über das, was immer gerade ihre Aufmerksamkeit erregt - Handarbeiten, Bücher, alte Filme, Sammelwertes oder "einfach nur so".

Rena von Fine Whatever Blog schreibt über Stil, Leben im mittleren Alter und die "gut, was auch immer" Momente, die dem Leben Sinn und Spaß geben. Seit 2015 feiert sie Kreativität, Selbstvertrauen und die Freude am Alltag.


Hier ist meine Auswahl von ein paar Posts aus dem Linkup der letzten Woche (englischsprachig).

Habt ihr übriggebliebenes Packpapier? Ann zeigt uns, wie wir es dazu benutzen können, etwas Hübsches zu machen!

Mireille nimmt uns mit auf einen Besuch zum Biltmore Estate, Asheville, North Carolina.

Ich finde, diese Ohrringe, die Moois gemacht hat, strahlen tolle 60er Vibes aus!

Amy spricht darüber, Spaß zu haben. Wann hattet ihr das letzte Mal Spaß?

Nicole sieht Dinge im Schnee - was seht ihr?



Macht mit beim Linkup!

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Bitte verlinkt nur Blogposts, die ihr selber geschrieben habt. Bitte verlinkt direkt zur URL eures Blogposts und nicht der Homepage eures Blogs.
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Bitte besucht auch andere Blogs und laßt einen Kommentar da.

Zur Beachtung:
Wenn ihr am Weekend Traffic Jam Reboot teilnehmt, versichert ihr damit, daß der Inhalt euch gehört und ihr uns erlaubt, denselben zu teilen, falls euer Post oder euer Blog erwähnt werden.
Wir begrüßen unbegrenzten familienfreundlichen Inhalt. Dazu können Meinungsposts, Rezept, Reiseberichte, Modeideen, Handarbeiten, Second-Hand-Einkaufen, Lifestyle, Buchrezensionen  oder -diskussionen, Fotografie, Kunst und noch vieles mehr gehören!

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Donnerstag, 5. Februar 2026

Stummfilme - Illusion

Vor zwei Wochen hatten wir "das Profil", heute bringe ich "die Augen" zurück - Conrad Veidt.


Der Film ist von 1929 und heißt "Illusion".


Fangen wir mit der Handlung und ein paar Spoilern an.

Bühnenmagier und Hypnotiseur Erik der Große ist seine hübsche und viel jüngere Assistentin Julie verliebt, sie aber scheint das nicht wirklich zu erwidern, obwohl er mit ihr verlobt zu sein meint.


Eines Nachts steigt ein Einbrecher in Eriks Suite ein, um Essen zu stehlen. Jeder, Julie und Buffo, Eriks anderer Assistent, kommen gelaufen, aber Erik versichert ihnen, daß alles in Ordnung ist, und bietet Mark auf den Vorschlag von Julie hin sogar eine Stelle als Assistent an.


Erik plant seine Verlobung mit Julie an ihrem 18. Geburtstag bekanntzugeben, aber bevor die Feier beginnt, erzählt ihm der eifersüchtige Buffo von der heimlichen Liebe zwischen Julie und Mark.


Also verkündet Erik stattdessen die Verlobung von Julie und Mark, sehr zur Überraschung der Gäste und zum Ärger von Buffo.

Während ihres nächstes Bühnenauftritts wird Buffo in einem Trick mit einer Truhe und Schwertern, den Mark ausführt, getötet.
Beim Mordprozeß (mit Sam de Grasse, den wir aus vier Filmen kennen, über die ich schon geschrieben habe, als Ankläger), fleht Julie Erik um Hilfe an für Mark an.


Erik bittet den Richter, den Trick vorführen zu dürfen. Er zeigt, wie er das Publikum getäuscht durch das Zeigen eines blutigen Schwerts hat, damit es denkt, Mark hätte den tödlichen Stich ausgeführt, aber wie tatsächlich er Buffo mit einem in seinem Ärmel versteckten Dolch getötet hat.
Er erklärt, gehofft zu haben, daß Julie zu ihm zurückkäme, wenn er den unloyalen Buffo losgeworden wäre und Mark durch seine Beschuldigung aus dem Weg geräumt hätte.
Dann tötet er sich vor den Augen eines schockierten Publikums mit dem Dolch.


Veidt war zu der Zeit 26, Philbin 26. Tatsächlich kam dieser Film nur ein Jahr heraus, nachdem sie in "Der Mann, der lacht" (einer meiner Posts, der leider überhaupt keine Kommentare bekommen hat, obwohl ich den Film wirklich faszinierend fand) ein sehr glaubwürdiges Paar gewesen waren.
Also hatte ich hier nicht das "Igitt"-Gefühl, das ich schon bei anderen Filmen hatte, nicht nur weil ich ein Fan von Veidt bin, selbst wenn sie schwer mit Makeup und silbernen Schläfen gearbeitet haben, um die Vorstellung eines großen Altersunterschieds zu vermitteln. 


Der Film wurde auf dem Set von "Das Phantom der Oper" gedreht und hatte zwei Versionen. Die eine war teilweise vertont - wir sind am Ende der Stummfilmära und Veidt ging nach diesem Film nach Deutschland zurück - und gilt als verschollen (in der ungarischen Version wurde Veidt von Bela Lugosi synchronisiert).
Die Stummfilmversion enthielt Szenen, die als verschollen gelten.
Ich habe den Abzug mit dänischen Zwischentiteln gesehen, der ungefähr eine Stunde lang läuft, also ist die Entwicklung teilweise vielleicht etwas überstürzt.
Ich habe gelesen, daß es eine Szene gab, in der Erik einen Zusammenbruch hat. Das muß gut gepaßt haben, denn es ist schwer zu glauben, daß er den ganzen Film über so ruhig geblieben sein soll, außer am Ende natürlich.

Obwohl es recht vorhersehbar war, daß Julie und Mark zusammenkommen würde, habe ich ihnen nicht die Daumen gedrückt, obwohl es wahrscheinlich so gedacht war, daß das Publikum das tut.
Oh schau, der alte Mann nutzt das junge Mädchen aus, das nur geblieben ist, weil er soviel für sie getan hat.
Ich denke, das hätte ich eher nachvollziehen können, wenn Erik von einem älteren Schauspieler gespielt worden wäre.
So hat er mir nur leid getan, naja, bis er Buffo umgebracht hat. Er hätte ihn feuern sollen, weil er den ganzen Film über genervt hat, aber Mord war schon etwas übertrieben.
Ich mochte auch Mark von seiner ersten weinerlichen Szene an nicht, als Erik ihn in seiner Suite überraschte.
Was mich auch gewundert hat war, daß niemand die Möglichkeit in Betracht gezogen hat, daß Buffos Tod ein Unfall gewesen sein könnte. Schließlich hätte Buffo die Truhe während der Schwerteraktion verlassen können/sollen. Ein klares Versagen von Marks Anwalt.

Das Highlight war für mich also wirklich Conrad Veidt. Meiner Meinung nach hätten sie mehr aus dem Film machen können, wenn sie sich nicht nur so sehr auf seinen düsteren, hypnotischen Blick konzentriert hätten. Wie ich aber gesagt habe, hätten die fehlenden Szenen da vielleicht einen Unterschied gemacht.
Warum das manche als Horrorfilm bezeichnen, weiß ich übrigens nicht.
Auf jeden Fall habe ich den Film dank ihm trotzdem genossen, während mich die anderen drei nicht so sehr überzeugten. Ich habe mich sogar gefragt, wie Julies und Marks Geschichte wohl weitergegangen wäre, denn sie schienen mir beide nicht gerade besonders lebenstüchtig zu sein.

Würde ich ihn noch einmal anschauen? Ich denke ja, aber es gibt ja noch mehr Veidt-Filme!


Quellen (englischsprachig):

1. Fritzi Kramer: The Last Performance (1929) - A Silent Film Review. Auf: Movies Silently, 20. August 2014
2. "Monique classique": The Last Performance (1929). Auf: Conrad Veidt Forever


Es tut mir leid, daß meine Quellen meist nur englischsprachig sind, aber mein englischer Blog wird einfach mehr frequentiert und der Zeitaufwand für die Recherche ist oft so groß, daß ich nicht auch noch die Zeit finde, adäquate deutsche Quellen zu suchen. Sollte euch ein Artikel interessieren, gibt es Übersetzungsprogramme, die zumindest einen Eindruck vermitteln können.

Montag, 2. Februar 2026

Aus meinem Kinderbuchschrank - Krabat

Meine Schwester bekam "Krabat" zu Weihnachten, als ich 6 war. Ich könnte euch nicht mehr sagen, wann ich es das erste Mal gelesen habe und leider kann ich mich auch nicht an meine erste Reaktion darauf erinnern. Es kann mich nicht abgeschreckt haben, weil ich es seither sehr oft wiedergelesen habe.
Warum es mich abgeschreckt haben sollt, wollt ihr wissen, falls ihr "Krabat" nicht kennt?
Sprechen wir darüber.

"Krabat" wurde von Otfried Preußler geschrieben, die Erstveröffentlichung war 1971.
Es erhielt mehrere Preise und ist inzwischen in 39 Sprachen übersetzt worden.
Anmerkung: Ihr habt vielleicht von dem Film von 2008 gehört, ihn vielleicht sogar gesehen, aber ich werde nicht darüber sprechen, weil ich ihn nicht mochte.
Ich werde aber ein paar Quellen für weitere Lektüre am Ende des Posts angeben, wenn ihr an mehr Details zum Buch interessiert seid, aber auch an der Biographie des Autoren, die in diesem Zusammenhang interessant ist. Da ich über mehrere Dinge sprechen möchte, die in Verbindung mit dem Buch stehen, würde der Post zu lang werden, wenn ich das direkt vertiefe.



Das Buch spielt während des Großen Nordischen Kriegs im frühen 18. Jahrhundert.
Krabat und zwei weitere wendische Betteljungen gehen von Dorf zu Dorf, um als die drei Könige für etwas Essen zu singen, als Krabat in drei Träumen zur Mühle in Schwarzkollm gerufen wird.
Er folgt dem Ruf zu der Mühle beim Schwarzen Wasser im Koselbruch, wo ihm der geheimnisvolle einäugige Meister anbietet, ihn zu seinem Lehrling zu machen und ihn das Mahlen von Korn zu lehren, aber auch "den Rest". Krabat nimmt an, ohne zu wissen, daß die Mühle auch eine "Schwarze Schule" und "der Rest" die Zauberei ist. Es bedeutet harte Arbeit, ja, aber es gibt auch ausreichend zu essen, was für einen Waisenjungen in diesen harten Zeit verführerisch genug ist.



Krabat und seine elf Mühlenbrüder, aber einmal in der Woche werden sie zu Raben und der Meister lehrt sie schwarze Magie.
Obwohl das Zaubern ihr Leben aber auf manche Art leichter macht, bringt es auch die Gefahr mit sich, der eine zu sein, der an Silvester sterben muß, weil er eine Bedrohung für den Meister darstellt. Der Meister selber hat sich nur dem Gevatter zu verantworten, der die Mühle in jeder Neumondnacht besucht und Säcke mit grausigem Inhalt zum Mahlen mitbringt.
Nachdem er also zwei seiner Freunde verloren hat, muß Krabat in seinem dritten Jahr in der Mühle entscheiden, was er vom Leben erwartet, vor allem nachdem er sich in ein Mädchen aus dem nahegelegenen Dorf verliebt hat. Sie ist diejenige, die ihm dabei helfen kann, der Mühle zu entkommen und der Herrschaft des Meisters ein Ende zu setzen, auch wenn das bedeutet, daß die Gesellen ihre Zauberkräfte verlieren werden. Falls sie aber scheitert, wird das den Tod für Krabat und sie bedeuten.


Nun versteht ihr vielleicht, warum ich mich gefragt habe, wann ich das das erste Mal gelesen habe und warum es mich nicht abgeschreckt hat.
"Krabat" ist kein lustiges Buch über Zauberer und Magie. Teile davon sind sehr düster und unheimlich, es geht um Macht, wie sie mißbraucht wird oder wie man davon manipuliert wird, damit man in der Hoffnung, nicht derjenige zu sein, der ihr Opfer sein wird, schweigt oder andere verrät. Es geht darum, schlau zu sein, und um Freundschaft, Vertrauen, Hoffnung und Liebe.
Obwohl es für junge Leser*innen geschrieben ist, ist es für Erwachsene nicht langweilig, sie werden eine Menge mehr als nur eine Abenteuergeschichte darin finden.

Ursprünglich ist Krabat der Held einer sorbischen Volkssage, in der er als Zauberer dargestellt wurde, der seine Kräfte hauptsächlich zum Guten nutzte.
Sorben sind eine westslawische Ethnie, die in der Lausitz im Osten Deutschlands lebt und als nationale Minderheit anerkannt sind.
Es gibt aber auch einen wirklichen Krabat - den "Kroat" Johann Schadowitz, der für den Kurfürsten von Sachsen Johann Georg II. gekämpft hat und mit einem Gut in Särchen belohnt wurde, wo er eine Menge für die arme und daher ungebildete sorbische Bevölkerung getan hat, was ihm den Ruf als Zauberer einbrachte.

Preußler war nicht der einzige, der von der Sage um Krabat inspiriert wurde.
1954 nutzte 
Měrćin Nowak-Njechorński sie für seinen sorbischen Roman "Mišter Krabat" (eine der Inspirationen für Preußler, aber kurz nach dem 30jährigen Krieg spielend) und mischte sie mit Legenden über eine weitere sorbische Figur, Martin Pumphut (der als Pumphutt in zwei Kapiteln von Preußlers Buch auftaucht), der seine Zauberkräfte dafür benutzte, anderen Müllerburschen zu helfen. Das Buch wurde von Jurij Brězan ins Deutsche übersetzte, der selber zwischen 1968 und 1993 drei Romane über Krabat schrieb.
Seid ihr schon verwirrt?
Wie wäre es, wenn wir uns dann jetzt ein paar Filme anschauen?

Brězans erstes Buch "Die schwarze Mühle" ist seine Version der Krabat-Sage und inspirierte einen Film mit demselben Titel, der 1975 von der DEFA in der DDR gemacht wurde, deren Märchenfilme ja auch jetzt noch hier im Fernsehen gezeigt werden.
Die Version ist in mancher Hinsicht anders als die von Preußler, wobei am wichtigsten wohl ist, daß der Meister Menschen, die ihm nicht zu Willen sind, in Tiere verwandelt, und daß es nicht die Liebe eines Mädchens ist, die letztendlich die Herrschaft des Meistes zerstört, sondern die einer Mutter.


Es gibt aber auch einen Animationsfilm, der auf Preußlers Buch basiert.
1977 produzierte der tschechische Filmregisseur und Animator Karel Zeman "
Čarodějův učeň" (das heißt "Der Zauberlehrling", aber der deutsche Titel ist "Krabat"), von dem jemand aus meiner Familie sagt, daß er ihn immer noch super gruselig findet. Er hat wirklich eine tolle Atmosphäre.


Ich kann die Filme nur empfehlen, aber Preußlers Buch ist es wirklich wert, gelesen zu werden, falls ihr das tatsächlich noch nicht getan hättet. Auch zwei Mal oder drei Mal.


Weitere Lektüre:

1. Caroline Roeder: Mediales Mühlengeklapper - die Otfried-Preußler-Debatte 2023 f. Auf: Pädagogische Hochschule Ludwigsburg
2. Webseite "Auf den Spuren des Krabat"
3. Die Sagenfigur Krabat. On: Schwarzkollm.de
4. 
Krabat auf dem deutschen Wikipedia
5. Krabat: Die wahre Geschichte hinter dem DDR-Kultfilm. Bei MDR Dok auf YouTube
6. Hannah *: 51 Jahre Krabat - warum man manchmal erst erwachsen werden muss, um ein Jugendbuch wirklich zu verstehen. Auf: Buchfreaks, 24. Januar 2022

Samstag, 31. Januar 2026

Meine Januar-Bücher

2026 hat auf die gleiche Art begonnen, wie 2025 geendet hat - mit mehr Büchern!
Dies ist ein
 Überblick der Bücher, die ich in einem Monat fertiggelesen habe (nicht unbedingt im selben Monat angefangen) und die ich den Katzen vorgelesen habe (mit 😸 markiert).
Ich werde jeweils eine kurze Erklärung hinzufügen, warum ich ein Buch ausgewählt oder wie ich es gefunden habe und vielleicht auch, ob es ein Kandidat zum Wiederlesen ist, aber ich werde keine richtigen Rezensionen oder Bewertungen abgeben (die Katzen weigern sich ebenfalls zu bewerten 😉). Solltet ihr aber etwas mehr Info zu einem Buch haben wollen, an dem ihr interessiert seid, laßt es mich einfach wissen.
Vielleicht fällt euch auf, daß ich die Liste nicht mehr durchnumeriere. Dafür gibt es einen Grund, auf denen ich im einem zukünftigen Post näher eingehen werde.


"Buster Keaton Remembered" von Eleanor Keaton und Jeffrey Vance, Erstveröffentlichung 2001


Das Buch, das von seiner Frau Eleanor, mit der er 26 Jahre lang verheiratet war, und dem Filmhistoriker Jeffrey Vance geschrieben wurde, zeichnet Buster Keatons Leben und Karriere Film für Film auf, unterstützt von einer Menge Bilder.

Das ist natürlich Teil meines persönlichen Stummfilmprojekts.

"Grey Mask" = "Die graue Maske" von Patricia Wentworth, Erstveröffentlichung 1928
(Miss Silver 1)


Als Charles Moray vier Jahre, nachdem seine Verlobte die Verlobung kurz vor der Hochzeit aufgelöst hat, nach London zurückkehrt, wird er in eine Verschwörung hineingezogen, in der es um einen ertrunkenen Millionär, dessen Erbin und seine Ex-Verlobte geht.

Noch mehr Ohrenklingeln für
 Liz, auf deren Blog ich auf Wentworth stieß, deren Miss-Silver-Reihe gerade richtig zu meiner Lektüre von vintage Krimis paßt.

"Murder at the Bookstore" von Sue Minix, Erstveröffentlichung 2023
(The Bookstore Mystery series 1)



Krimiautorin Jen Dawson schreibt an ihrem zweiten Buch, als ihre Freundin Aletha vom Buchladen ermordet wird.
Jen wird zur Amateurdetektivin.

Ich fand den neuesten verfügbaren Band der Reihe auf OverDrive und fing dann aber mit dem ersten an.
Hört sich meine Beschreibung der Handlung genervt an? Der Grund dafür ist, daß ich es war. Ich wollte nicht gleich ein zweites DNF und habe mich durchgeackert, dann aber prompt die Folgebände von meiner Wunschliste gelöscht.


"The Three Investigators in the Mystery of the Talking Skull" = "Die drei ??? und der sprechende Totenkopf" von Robert Arthur (die Bücher wurden unter Nennung von Alfred Hitchcock als Autor veröffentlicht), Erstveröffentlichung 1969 😸
(Die drei ??? 11 (amerikanisch), 5 (deutsch))


Bei einer Auktion für zurückgebliebenes Gepäck kauft Justus die alte Truhe eines Magiers. Es sind allerdings noch mehr Leute an dieser Truhe interessiert. Was ist das Geheimnis dahinter und hinter "Sokrates", dem sprechenden Totenkopf, den sie darin gefunden haben?


Ich habe diese Reihe vor langer Zeit gelesen und mache sie jetzt nochmal Stück für Stück durch, nachdem ich einen Blogpost darüber geschrieben habe. Dieses Buch ist das elfte in der Originalreihe und das fünfte in der deutschen Reihe.

"How to Read a Book" von Monica Wood, Erstveröffentlichung 2024


Violet ist in Haft für Trunkenheit am Steuer, wodurch sie einen tödlichen Autounfall verursacht hat.
Harriet ist eine verwitwete und pensionierte Lehrerin, die als Freiweillige den Gefängnisbuchclub leitet.
Frank ist ein Mechaniker in Rente, seine Frau wurde bei dem Unfall getötet.
Nachdem Violet aus dem Gefängnis kommt und die drei sich in einem Buchladen begegnen, beginnen sich ihre Leben miteinander zu verflechten.

Ein weiterer Zufallsfund auf OverDrive. Es fing okay an, aber ich fand, das letzte Drittel war etwas viel.

"The Picture House Murders" von Fiona Veitch Smith, Erstveröffentlichung 2023
(A Miss Clara Vale Mystery 1)


Das Jahr ist 1929. Clara Vale, die ein Wissenschaftsstudium in Oxford abgeschlossen hat, aber gerade als Bibliothekarin arbeitet, erhält Nachricht, daß ihr Onkel Bob gestorben ist und ihr alles hinterlassen hat, sein Geld, sein Haus mit Labor - und seine Detektei!
Im Versuch herauszufinden, was sie mit ihrem Erbe anfangen soll, greift Clara einen von Bobs offenen Fällen auf, ein Brand in einem örtlichen Lichtspielhaus.

Das Buch habe ich als Neueintrag auf OverDrive gefunden, schade, daß es dort bisher das einzige aus der Reihe ist, weil es mir echt gut gefallen hat.

"Tod im Äther" = "The Collected Short Fiction of Ngaio Marsh" von Ngaio Marsh, Erstveröffentlichung 1989


Dies ist eine Sammlung von Marshs Kurzgeschichten, von denen in manchen Roderick Alleyn vorkommt. Außerdem it ein Fernsehskript für eine Episode von "Crown Court" enthalten (die ihr hier im Original finden könnt, falls ihr Joan Hickson als Angeklagte sehen möchtet). Der Abschluß sind zwei Einführungen in die Schöpfung von Alleyn und seiner Frau Troy.
Wir if you want to see Joan Hickson as the defendant).
We got some murder, theft, and attempted murder.

Dies ist immer noch Teil meines Vintage-Krimi-Projekts, für das ich mir immer wieder neue Bücher von Marsh und Allingham besorge.
Ich würde sagen, Kurzgeschichten waren nicht Marshs Stärke, aber es sind ohnehin nicht viele.

"Making Time: Lillian Moller Gilbreth - A Life Beyond "Cheaper by the Dozen" von Jane Lancaster, Erstveröffentlichung 2004


Lillian Moller Gilbreth (1878 - 1972) war eine US-amerikanische Psychologin, Wirtschaftsingenieurin, Beraterin und Dozentin.
Sie erhielt als eine der ersten Ingenieurinnen einen Doktortitel und arbeitete fast ihr gesamtes Leben lang auf ihrem Feld, bis zu seinem Tod 1924 eng zusammen mit ihrem Ehemann Frank Bunker Gilbreth.
Ihr habt vielleicht von ihr gehört, falls ihr "Im Dutzend billiger" und "Aus Kindern werden Leute" gelesen habt, geschrieben von zweien ihrer dreizehn Kinder, Frank Jr. und Ernestine. Das sind humorvolle Beschreibungen des Lebens in der großen Familie zweier Ingenieure, deren Arbeiten im Bereich des wissenschaftlichen Managements auch Anwendung in der Organisation ihres Zuhauses fanden.

Vor einer Weile empfahl mir YouTube die beiden Filme, die nach den Büchern gedreht wurden. Ich habe die Bücher mehr als einmal gelesen, vor allem als Kind, ich kannte auch die Filme schon, aber aufgrund der Empfehlung suchte ich nach mehr Informationen über Lillian Gilbreth und stieß auf diese ausführliche Biographie - und mit ausführlich meine ich fast 400 Seiten vollgepackt mit Information über diese erstaunliche Frau. Manchmal etwas zuviel Information, da ich mir unmöglich jede Organisation merken kann, der Gilbreth angehörte, oder all die vielen, vielen Vorträge, die sie gehalten hat, aber hey, offensichtlich war es interessant genug, daß ich bis zum Schluß durchgehalten habe, obwohl besonders der zweite Teil nicht immer leichte Lektüre war.


"Secret Lives" von E. F. Benson, Erstveröffentlichung 1932 😸


Ein Neuzugang unter den Bewohnern von Durham Square führt zu einer Schlacht um die soziale Vorherrschaft zwischen Mrs Mantrip, deren Vater den Square zu einer respektablen Gegend gemacht hat, und Miss Leg, dem Neuankömmling. Sie wissen nicht, daß sie beide ein Geheimnis haben, das sie verbindet.

Ich habe nach einem Buch geschaut, das ein Buch erwähnte, das zur Empfehlung von Bensons "Mapp und Lucia"-Romane führte (ich hatte die Serie zuvor schon gesehen), was mich dann zu diesem Buch leitete. Die Wege von Büchern sind manchmal seltsam.
Ein äußerst amüsantes Buch!


"Tied Up in Tinsel" = "Der Tod eines Schneemanns" von Ngaio Marsh, Erstveröffentlichung 1972
(Roderick Alleyn 27)


Während Alleyn in Australien ist, wurde seine Frau Troy von Hilary Bill-Tasman zu Weihnachten eingeladen, um sein Porträt zu malen.
Der exzentrische Hilary restauriert den Sitz seiner Vorfahren und all seine Angestellten haben Strafen für Mord verbüßt.
Weitere Gäste sind sein Onkel und seine Tante, sein Mentor und seine Verlobte.
Als der Diener seines Onkels nach der Weihnachtsfeier verschwindet, ist es Glück, daß Alleyn gerade aus Australien zurückgekehrt ist.


Dies ist immer noch Teil meines Vintage-Krimi-Projekts, für das ich mir immer wieder neue Bücher von Marsh und Allingham besorge.

"The Vampyre : a tale" = "Der Vampyr" von John William Polidori, Erstveröffentlichung 1819 😸


Der reiche, junge, verwaiste Aubrey kommt nach London, wo er Lord Ruthven kennenlernt, der ihn sowohl fasziniert als auch abstößt. Sie reisen zusammen auf das europäische Festland, wo Aubrey von Vampyren erzählt wird, eine Volkssage, die er bis zu einem grausigen Ereignis, das im Tod eines jungen Mädchens endet, nicht ernstnimmt.
Nachdem Lord Ruthven von Räubern erschossen wird, verschwindet seine Leiche auf mysteriöse Weise.
Als Aubrey jedoch nach London zurückkehrt, trifft er Lord Ruthven wieder - und er zeigt Interesse an Aubreys Schwester.


Polidoris "Der Vampyr" wird oft als die erste Geschichte angesehen, in der ein "moderner" Vampir vorkommt.
Sie wurde von einem Romanfragment Lord Byrons inspiriert (dessen Arzt er war und dem sie zunächst auch zugeschrieben wurde, bevor Byron und Polidori das berichtigten) und ist ein Ergebnis des berühmten Erzählwettstreits von Geistergeschichten, der auch zu Mary Shelleys "Frankenstein" führte.
Als Kurzgeschichte ist sie eine schnelle Lektüre, falls ihr an den Anfängen des Genres interessiert seid. 
Auf jeden Fall schneller als "Varney the Vampire or The Feast of Blood" (in Form von Penny Dreadfuls von 1845 - 1847 erschienen), der viele der Tropes wie die scharfen Fangzähne oder die hypnotischen Kräfte einführte. Varney ist fast 900 Seiten lang! Dracula tauchte übrigens erst 1897 auf.
Das Exemplar, das ich gelesen habe und das laut einer Notiz auf dem Titelblatt 1819 erworben wurde, hatte mehrere Anmerkungen. Ich konnte sie nicht alle komplett lesen, aber zwei davon waren "Perfectly horrid!!", also "Absolut grauenvoll!!", was ich echt interessant fand.

"Krabat" von Otfried Preußer, Erstveröffentlichung 1971


Das Buch, das in der Zeit des Großen Nordischen Kriegs spielt (1700 - 1721), erzählt die Geschichte von Krabat, einem Waisenjungen, der als Lehrjunge in einer geheimnisvollen Mühle in der Lausitz anfängt.

Für einen Blogpost nochmal gelesen. Ich kann nicht mal sagen, wie oft ich dieses Buch seit meiner Kindheit gelesen habe. Ein absoluter Favorit.

"Maisie Dobbs" = "Das Haus zur letzten Ruhe" von Jacqueline Winspear, Erstveröffentlichung 2003
(Maisie Dobbs 1)



Das Jahr ist 1929 (ja, schon wieder, aber Maisie Dobbs und Clara Vale sind recht unterschiedlich). Maisie Dobbs, Psychologin und Ermittlerin, muß herausfinden, ob eine Frau ihren Ehemann betrügt, entdeckt aber ein größeres Geheimnis, das sie im Geister in ihre eigene Vergangenheit zurückführt.

Noch ein Zufallsfund auf OverDrive. Ich bin zwiespältig. Es war eine geschmeidige Lektüre, aber ein paar Dinge waren etwas zu geschmeidig und perfekt, wie Maisies Hintergrundgeschichte.
Meine Bibliothek hat nur zwei weitere aus der Reihe von 18 Büchern, Nummer 16 und 18, und ich denke nicht, daß es viel Sinn macht, die zu lesen, ohne Maisies Entwicklung zwischen 1929 und 1945 zu kennen.

"Carmilla" von Joseph Sheridan Le Fanu, Erstveröffentlichung (als Serie) 1871 😸


Die junge Laura führt mit ihrem Vater ein einsames Leben in einem österreichischen Schloß.
Als sich in der Nähe des Schlosses ein Kutschenunfall ereignet, bekommen sie einen unerwarteten Gast, die schöne und bezaubernde Carmilla.
Eine seltsame Freundschaft entwickelt sich, aber dann wird Laura von Träumen geplagt und wird jeden Tag schwächer.

Le Fanus Carmilla ist einer der ersten weiblichen Vampire in der Literatur. Die Novella ist 26 Jahre älter als Stokers "Dracula" und hat mehr Schichten als einfach nur eine Vampirgeschichte zu sein (ich sage nur Frauen).
Ich hatte sie vor Urzeiten gelesen und erinnerte mich an nichts mehr, also war es and der Zeit, es nochmal zu lesen. Definitiv eine Empfehlung von mir.
Gundel mochte ja Lord Ruthven nicht besonders, als sie aber hörte, daß sich Carmilla in eine schwarze pantherartige Katze verwandeln konnte, meinte sie, daß sie selber vielleicht doch einen ganz guten Vampir abgeben würde.

"Tension" von E. M. Delafield, Erstveröffentlichung 1920


Als Lady Rossiter, Frau des Direktors eines privaten Colleges, Sir Julian, erfährt, daß die neue weibliche Aufsichtskraft, Pauline Marchrose, die Frau ist, die die Verlobung mit ihrem Cousin aufgelöst hat, tut sie alles, um sie loszuwerden.
Eine aufkeimende Romanze zwischen Marchrose und Sir Julians Agenten Mark Easter, dessen Frau sich in einer geschlossenen Einrichtung befindet, ist die perfekte Grundlage für eine Kampagne gegen sie und die Spannung nimmt zu.

Liz von Adventures in Reading, Running, and Working from Home hat mich in die Reihe "British Library Women Writers" eingeführt (ich habe gesehen, daß sie dieses Buch bereits hier rezensiert hat). Ich habe geschaut, welche der Romane ich recht einfach finden konnte, das hier war einer davon.


DNF:

"A Witch's Guide to Magical Innkeeping" = "Miss Swans zauberhafte Pension für magische Gäste" von Sangu Mandanna, Erstveröffentlichung 2025


Eine junge, talentierte und mächtige Hexe läßt ihre Großtante von den Toten auferstehen und verliert fast ihre gesamte Macht, also betreibt sie die magische Pension ihrer Tante, nachdem sie selber aus der Gilde verbannt wird.
Dann erfährt sie von einem Zauber, der ihre Macht 
vielleicht wiederherstellen kann.

Ich fange an zu glauben, daß die meiste "Cozy Literatur" nicht wirklich etwas für mich ist. Ich habe ungefähr 15% des Buchs gelesen und dann festgestellt, daß mir nicht danach war, die Lektüre wieder aufzunehmen. Ich habe es zwar trotzdem getan, war aber nach ein paar weiteren Seiten immer noch gelangweilt. Da eine Warteliste von vier oder fünf Leuten bestand, fand ich, daß es nett von mir wäre, direkt an dieser Stelle aufzugeben.