Dies ist ein Überblick der Bücher, die ich in einem Monat fertiggelesen habe (nicht unbedingt im selben Monat
angefangen) und die ich Gundel vorgelesen habe (mit 😸 markiert).
Ich werde jeweils eine kurze Erklärung hinzufügen, warum ich ein Buch ausgewählt oder wie ich es gefunden habe und vielleicht auch, ob es ein Kandidat zum Wiederlesen ist, aber ich werde keine richtigen Rezensionen oder Bewertungen abgeben (Gundel weigert sich ebenfalls zu bewerten). Solltet ihr aber etwas mehr Info zu einem Buch haben wollen, an dem ihr interessiert seid, laßt es mich einfach wissen.
"Village School" = "Dorfschule" von Miss Read (Dora Jessie Saint), Erstveröffentlichung 1955
(Fairacre 1)
Miss Read erzählt uns vom Jahr einer Schullehrerin in der kleinen englischen Dorfschule von Fairacre in den 50ern.
Ich sah die Bücher auf verschiedenen Blogs erwähnt und sie hörten sich so an, als könnten sie mir gefallen. Natürlich ist das Buch auf manche Art überholt, was ich aber erwartet hatte. Ich werde nach mehr Büchern aus der Reihe Ausschau halten.
"Four Days' Wonder" von A. A. Milne, Erstveröffentlichung 1933
Als die 18jährige Jenny versehentlich in ihr altes Zuhause geht und dort die Leiche ihrer Tante findet, die sie seit Jahren nicht gesehen hat, und dann auch noch die derzeitigen Mieter heimkommen, muß sie flüchten und sich einen genialen Plan ausdenken, damit sie nicht verhaftet wird.
So versehentlich, wie Jenny ihre tote Tante findet, habe ich dieses Buch gefunden, und ich bin so froh darüber.
Es ist eine Krimikomödie und ich mochte sie so sehr, daß ich mir ein eigenes Exemplar bestellt habe, als ich noch nicht mal damit durch war.
"The Reluctant Vampire" von Eric Morecambe, Erstveröffentlichung 1982
(The Reluctant Vampire 1)
Der König und die Königin von Gotcha sind Vampire und haben zwei Söhne, Vernon und Valentine.
Valentine findet jedoch heraus, daß er gar kein Vampir ist, was alles verändert.
Die zwei Kinderbücher des britischen Komikers Eric Morecambe wurden kürzlich als sechsteilige Fernsehserie verfilmt. Ich kann die Serie nicht anschauen, also habe ich stattdessen das erste Buch gelesen.
Falls ihr Buchbesprechungen schreibt oder Blogposts über andere Dinge, die mit Büchern zu tun haben - sogar Filme, die auf Büchern basieren - schaut bitte bei "A Good Book and a Cup of Tea" vorbei, einer monatlichen Buch-Linkparty, deren Host ich zusammen mit Lisa from Boondock Ramblings und Erin von Still Life, With Cracker Crumbs bin. Hier könnt ihr mehr herausfinden.
Ich werde jeweils eine kurze Erklärung hinzufügen, warum ich ein Buch ausgewählt oder wie ich es gefunden habe und vielleicht auch, ob es ein Kandidat zum Wiederlesen ist, aber ich werde keine richtigen Rezensionen oder Bewertungen abgeben (Gundel weigert sich ebenfalls zu bewerten). Solltet ihr aber etwas mehr Info zu einem Buch haben wollen, an dem ihr interessiert seid, laßt es mich einfach wissen.
"Village School" = "Dorfschule" von Miss Read (Dora Jessie Saint), Erstveröffentlichung 1955
(Fairacre 1)
Miss Read erzählt uns vom Jahr einer Schullehrerin in der kleinen englischen Dorfschule von Fairacre in den 50ern.
Ich sah die Bücher auf verschiedenen Blogs erwähnt und sie hörten sich so an, als könnten sie mir gefallen. Natürlich ist das Buch auf manche Art überholt, was ich aber erwartet hatte. Ich werde nach mehr Büchern aus der Reihe Ausschau halten.
"Four Days' Wonder" von A. A. Milne, Erstveröffentlichung 1933
Als die 18jährige Jenny versehentlich in ihr altes Zuhause geht und dort die Leiche ihrer Tante findet, die sie seit Jahren nicht gesehen hat, und dann auch noch die derzeitigen Mieter heimkommen, muß sie flüchten und sich einen genialen Plan ausdenken, damit sie nicht verhaftet wird.
So versehentlich, wie Jenny ihre tote Tante findet, habe ich dieses Buch gefunden, und ich bin so froh darüber.
Es ist eine Krimikomödie und ich mochte sie so sehr, daß ich mir ein eigenes Exemplar bestellt habe, als ich noch nicht mal damit durch war.
"The Reluctant Vampire" von Eric Morecambe, Erstveröffentlichung 1982
(The Reluctant Vampire 1)
Der König und die Königin von Gotcha sind Vampire und haben zwei Söhne, Vernon und Valentine.
Valentine findet jedoch heraus, daß er gar kein Vampir ist, was alles verändert.
Die zwei Kinderbücher des britischen Komikers Eric Morecambe wurden kürzlich als sechsteilige Fernsehserie verfilmt. Ich kann die Serie nicht anschauen, also habe ich stattdessen das erste Buch gelesen.
"Undine" von Friedrich de la Motte Fouqué, Erstveröffentlichung 1811 😸
Der Ritter Huldbrand, von der schönen Bertalda auf eine Mission gesandt, einen Spukwald zu durchqueren, kommt zur Hütte eines armen Fischers und seiner Frau, wo er ihr Pflegekind Undine kennenlernt und sich in sie verliebt.
Nachdem sie von einem durchreisenden Pater verheiratet worden sind, erzählt Undine, daß sie ein Wassergeist ist und seine Liebe ihr eine Seele geschenkt hat. Die Eifersucht von Bertalda und die Wut von Undines Onkel Kühleborn, ebenfalls ein Wassergeist, gefährden jedoch ihren Bund.
Ich hatte seit der Schule keine deutschen Klassiker mehr gelesen und beschloß, es jetzt mit mindestens einem im Monat zu versuchen.
Die Novelle, welche ich noch nie vorher gelesen hatte, basiert auf alten Legenden.
Der Ritter Huldbrand, von der schönen Bertalda auf eine Mission gesandt, einen Spukwald zu durchqueren, kommt zur Hütte eines armen Fischers und seiner Frau, wo er ihr Pflegekind Undine kennenlernt und sich in sie verliebt.
Nachdem sie von einem durchreisenden Pater verheiratet worden sind, erzählt Undine, daß sie ein Wassergeist ist und seine Liebe ihr eine Seele geschenkt hat. Die Eifersucht von Bertalda und die Wut von Undines Onkel Kühleborn, ebenfalls ein Wassergeist, gefährden jedoch ihren Bund.
Ich hatte seit der Schule keine deutschen Klassiker mehr gelesen und beschloß, es jetzt mit mindestens einem im Monat zu versuchen.
Die Novelle, welche ich noch nie vorher gelesen hatte, basiert auf alten Legenden.
"Ghost Stories of an Antiquary" von M. R. James, Erstveröffentlichung 1904
Eine Sammlung von acht viktorianischen Geistergeschichten, "die meisten davon geduldigen Freunden vorgelesen, gewöhnlich zur Weihnachtszeit" (siehe hier meinen Post über diese Tradition).
M. R. James war für seine Geistergeschichten bekannt, dies ist nur eine Sammlung davon. Die Geschichten wurden zum Teil ins Deutsche übersetzt und erschienen dann in verschiedenen Anthologien.
"Good Morning, Miss Dove" = "Guten Morgen, Miss Fink", Erstveröffentlichung 1954
Miss Dove (Miss Fink in der deutschen Übersetzung) ist seit 35 Jahren Geographielehrerin an der Cedar Grove-Schule. Ein unerwarteter Krankenhausaufenthalt bringt sie dazu, über ihr Leben und ihre Schüler nachzudenken.
Für einen zukünftigen Blogpost nochmal gelesen.
"To Sir With Love" = "Mit Liebe" von E. Braithwaite, Erstveröffentlichung 1959
Nachdem er die Armee am Ende des Krieges verlassen hat, erwartet Ricky Braithwaite, der in British-Guayana (heute Guyana) geboren wurde, leicht eine Anstellung als Ingenieur zu finden. Er ist schockiert, als er feststellt, daß seine Hautfarbe sogar Vorstellungsgespräche verhindert, aber nach 18 Monaten Arbeitslosigkeit bringt ihn jemand auf die Idee, es als Lehrer in East London zu versuchen, wo Lehrer am meisten gebraucht werden.
Braithwaite gab den Lehrerberuf auf und wurde erst Sozialarbeiter und dann Diplomat, nachdem er dieses Buch veröffentlicht hatte.
Ich habe es für einen zukünftigen Blogpost gelesen.
"Der Fuhrmann des Todes" von Selma Lagerlöf, Erstveröffentlichung 1912
Eine Legende besagt, daß der letzte Mann, der im alten Jahr stirbt, als Fuhrmann des Todes ein Jahr lang die Seelen der Sterbenden abholen muß.
Diesmal ist das David Holm, dessen Familie die junge Sozialhelferin der Heilsarmee Edith (Edit im Original) vor seiner Trunksucht, Gewalttätigkeit und Schwindsucht zu retten versucht hat.
Ich habe das Buch (das in diesem Fall in Band 5 von Lagerlöfs gesammelten Werken enthalten ist) für einen Blogpost gelesen.
"The Sitwells and the Arts of the 1920s and 1930s" : mit Essays von Sarah Bradford u. a., Erstveröffentlichung 1996
Katalog einer Ausstellung in der National Portrait Gallery, London, 14. Oktober 1994 bis 22. Januar 1995.
Die Sitwell-Geschwister Osbert, Edith und Sachverelle waren Dichter und Romanautoren, die dafür bekannt waren, "im Zeitraum von etwa 1916 bis 1930 in London eine erkennbare literarische und künstlerische Clique um sich zu scharen", bewundert von manchen, von anderen als überbewertet angesehen. Interessant - definitiv. Kompliziert - oh ja.
Das war eine etwas zähe Lektüre. Die Essays genoß ich wirklich und auch die Bilder, aber die Erläuterungen zu den Bildern waren eine Menge. Die Sitwells kannten so viele Leute! Dies war ein Buch, das ich in kleinen Stücken lesen mußte, sonst hätten mich die vielen Namen völlig überwältigt.
"Love's Shadow" von Ada Leverson, Erstveröffentlichung 1908
(Little Ottleys 1)
Diese Gesellschaftskomödie nimmt uns in das edwardianische London mit, wir lernen Edith Ottley, ihren Ehemann Bruce und ihre Freunde und Bekannten kennen.
Ada Leverson war mit den Sitwells befreundet, so habe ich sie gefunden (es scheint, daß nur das dritte Buch in der Trilogie ins Deutsche übersetzt wurde). Außerdem war sie Oscar Wilde eine hingebungsvolle Freundin, er nannte sie die geistreichste Frau der Welt.
Dies war das perfekte Buch, um die Schwere des Sitwell-Katalogs auszugleichen. Es war leicht und fluffig, von unserer modernen Sicht aus jedoch auch ziemlich traurig im Hinblick auf die Lage der Frauen. Bruce zum Beispiel war so nervig, daß ich hoffte, ich würde irgendwann wenigstens einen Grund erfahren, warum Edith jemals meinte, er sei der Richtige zum Heiraten. Das geschah nicht, also konnte ich mir nur vorstellen, daß sie keine große Wahl hatte, und das stimmte mich traurig für sie.
Dennoch las ich das Buch wegen des sehr amüsanten Dialogs sehr gerne und ich habe vor, auch die beiden anderen Bücher zu lesen (wenn ich erstmal den Drang überwunden habe, Bruce eine zu kleben).
"Die Kinder, die Hexen zaubern konnten" (später als "Die Hexenfamilie") von Eleanor Estes, Erstveröffentlichung 1960
(Amy und Clarissa 1)
Amy und Clarissa, fast sieben Jahre alt, sind beste Freundinnen - und sie kennen Hexen!
Ich habe das Buch zum ich weiß nicht wievielten Mal gelesen, diesmal für einen Blogpost.
"The Last Leaf" = "Das letzte Blatt" von O. Henry, Erstveröffentlichung 1905
Lungenentzündung breitet sich in der Künstlerkolonie von Greenwich Village und hat auch die junge Johnsy erwischt. Ihre Freundin Sue ist sehr besorgt, weil sie den Lebenswillen verloren hat und denkt, daß sie sterben wird, sobald das letzte Efeublatt vor dem Fenster abfällt, aber es hält durch und Johnsy ebenfalls.
Erst anschließend erfährt sie, daß ihr alter Nachbar, der immer ein Meisterstück malen wollte, ein "letztes" realistisch aussehendes Blatt auf das Fenster gemalt hat. Der Kälte ausgesetzt bekommt er eine Lungenentzündung und stirbt.
Das ist nur eine Kurzgeschichte, aber ich habe sie aufgeführt, weil ich sie für einen kommenden Blogpost gelesen habe.
"As I Knew Him: My Day, Rod Serling" von Anne Serling, Erstveröffentlichung 2013
Anne Serling schreibt über ihren Vater, den Drehbuchautor Rod Serling, der 1975 im Alter von 50 starb.
Als ich nach Besprechungen für Estes' Buch "Die Kinder, die Hexen zaubern konnten" suchte, erwähnte jemand die "Twilight Zone"-Folge "It's a Good Life" (auch über ein Kind, das jemanden verbannt, eine sehr gruselige Geschichte, egal ob man sie anschaut oder liest), und ich suchte spontan nach Büchern über "Twilight Zone" (für das die meisten Serling wohl kennen) und fand dies darunter.
Hätte Serling nicht so viele von ihrem Vater geschriebene Briefe oder Interviewzitate benutzt, bin ich mir nicht sicher, ob ich es gelesen hätte, denn ist es mehr eine Liebeserklärung an ihren Vater und ein Ausdruck ihrer Trauer. Daran ist nichts falsch, aber ich denke, ich würde für das vollständige Bild auch gern irgendwan eine "echte" Biographie über ihn lesen.
"The Unselected Journals of Emma M. Lion, Volume 1" von Beth Brower, Erstveröffentlichung 2019
Nachdem sie drei Jahre lang als Gesellschafterin für Kusine Matilde gearbeitet hat, kehrt die junge Emma M. Lion nach Lapis Lazuli zurück, das Haus in London, das sie geerbt hat und das von Kusin Archibald geführt wird, bis sie volljährig ist. Es verläuft jedoch nicht alles wie geplant.
Ich sah die Reihe überall erwähnt, als also der erste Band auf OverDrive auftauchte, habe ich es auch mal versucht. Keine Ahnung, wann die anderen Bände folgen werden.
DNF:
"At the Bottom of the Garden: A Dark History of Fairies, Hobgoblins, Nymphs, and Other Troublesome Things" von Diane Purkiss, Erstveröffentlichung 2003
Feen in der Geschichte waren nicht so nett, wie sie heute oft beschrieben werden. Purkiss zufolge wurden sie aus der Furcht geboren, vor der Dunkelheit, vor dem Tod, Geburt, Verlust usw.
Die Geschichte als solches wäre interessant gewesen, aber der Stil war einfach nichts für mich, also gab ich irgendwann auf.
Eine Sammlung von acht viktorianischen Geistergeschichten, "die meisten davon geduldigen Freunden vorgelesen, gewöhnlich zur Weihnachtszeit" (siehe hier meinen Post über diese Tradition).
M. R. James war für seine Geistergeschichten bekannt, dies ist nur eine Sammlung davon. Die Geschichten wurden zum Teil ins Deutsche übersetzt und erschienen dann in verschiedenen Anthologien.
"Good Morning, Miss Dove" = "Guten Morgen, Miss Fink", Erstveröffentlichung 1954
Miss Dove (Miss Fink in der deutschen Übersetzung) ist seit 35 Jahren Geographielehrerin an der Cedar Grove-Schule. Ein unerwarteter Krankenhausaufenthalt bringt sie dazu, über ihr Leben und ihre Schüler nachzudenken.
Für einen zukünftigen Blogpost nochmal gelesen.
"To Sir With Love" = "Mit Liebe" von E. Braithwaite, Erstveröffentlichung 1959
Nachdem er die Armee am Ende des Krieges verlassen hat, erwartet Ricky Braithwaite, der in British-Guayana (heute Guyana) geboren wurde, leicht eine Anstellung als Ingenieur zu finden. Er ist schockiert, als er feststellt, daß seine Hautfarbe sogar Vorstellungsgespräche verhindert, aber nach 18 Monaten Arbeitslosigkeit bringt ihn jemand auf die Idee, es als Lehrer in East London zu versuchen, wo Lehrer am meisten gebraucht werden.
Braithwaite gab den Lehrerberuf auf und wurde erst Sozialarbeiter und dann Diplomat, nachdem er dieses Buch veröffentlicht hatte.
Ich habe es für einen zukünftigen Blogpost gelesen.
"Der Fuhrmann des Todes" von Selma Lagerlöf, Erstveröffentlichung 1912
Eine Legende besagt, daß der letzte Mann, der im alten Jahr stirbt, als Fuhrmann des Todes ein Jahr lang die Seelen der Sterbenden abholen muß.
Diesmal ist das David Holm, dessen Familie die junge Sozialhelferin der Heilsarmee Edith (Edit im Original) vor seiner Trunksucht, Gewalttätigkeit und Schwindsucht zu retten versucht hat.
Ich habe das Buch (das in diesem Fall in Band 5 von Lagerlöfs gesammelten Werken enthalten ist) für einen Blogpost gelesen.
"The Sitwells and the Arts of the 1920s and 1930s" : mit Essays von Sarah Bradford u. a., Erstveröffentlichung 1996
Katalog einer Ausstellung in der National Portrait Gallery, London, 14. Oktober 1994 bis 22. Januar 1995.
Die Sitwell-Geschwister Osbert, Edith und Sachverelle waren Dichter und Romanautoren, die dafür bekannt waren, "im Zeitraum von etwa 1916 bis 1930 in London eine erkennbare literarische und künstlerische Clique um sich zu scharen", bewundert von manchen, von anderen als überbewertet angesehen. Interessant - definitiv. Kompliziert - oh ja.
Das war eine etwas zähe Lektüre. Die Essays genoß ich wirklich und auch die Bilder, aber die Erläuterungen zu den Bildern waren eine Menge. Die Sitwells kannten so viele Leute! Dies war ein Buch, das ich in kleinen Stücken lesen mußte, sonst hätten mich die vielen Namen völlig überwältigt.
"Love's Shadow" von Ada Leverson, Erstveröffentlichung 1908
(Little Ottleys 1)
Diese Gesellschaftskomödie nimmt uns in das edwardianische London mit, wir lernen Edith Ottley, ihren Ehemann Bruce und ihre Freunde und Bekannten kennen.
Ada Leverson war mit den Sitwells befreundet, so habe ich sie gefunden (es scheint, daß nur das dritte Buch in der Trilogie ins Deutsche übersetzt wurde). Außerdem war sie Oscar Wilde eine hingebungsvolle Freundin, er nannte sie die geistreichste Frau der Welt.
Dies war das perfekte Buch, um die Schwere des Sitwell-Katalogs auszugleichen. Es war leicht und fluffig, von unserer modernen Sicht aus jedoch auch ziemlich traurig im Hinblick auf die Lage der Frauen. Bruce zum Beispiel war so nervig, daß ich hoffte, ich würde irgendwann wenigstens einen Grund erfahren, warum Edith jemals meinte, er sei der Richtige zum Heiraten. Das geschah nicht, also konnte ich mir nur vorstellen, daß sie keine große Wahl hatte, und das stimmte mich traurig für sie.
Dennoch las ich das Buch wegen des sehr amüsanten Dialogs sehr gerne und ich habe vor, auch die beiden anderen Bücher zu lesen (wenn ich erstmal den Drang überwunden habe, Bruce eine zu kleben).
"Die Kinder, die Hexen zaubern konnten" (später als "Die Hexenfamilie") von Eleanor Estes, Erstveröffentlichung 1960
(Amy und Clarissa 1)
Amy und Clarissa, fast sieben Jahre alt, sind beste Freundinnen - und sie kennen Hexen!
Ich habe das Buch zum ich weiß nicht wievielten Mal gelesen, diesmal für einen Blogpost.
"The Last Leaf" = "Das letzte Blatt" von O. Henry, Erstveröffentlichung 1905
Lungenentzündung breitet sich in der Künstlerkolonie von Greenwich Village und hat auch die junge Johnsy erwischt. Ihre Freundin Sue ist sehr besorgt, weil sie den Lebenswillen verloren hat und denkt, daß sie sterben wird, sobald das letzte Efeublatt vor dem Fenster abfällt, aber es hält durch und Johnsy ebenfalls.
Erst anschließend erfährt sie, daß ihr alter Nachbar, der immer ein Meisterstück malen wollte, ein "letztes" realistisch aussehendes Blatt auf das Fenster gemalt hat. Der Kälte ausgesetzt bekommt er eine Lungenentzündung und stirbt.
Das ist nur eine Kurzgeschichte, aber ich habe sie aufgeführt, weil ich sie für einen kommenden Blogpost gelesen habe.
"As I Knew Him: My Day, Rod Serling" von Anne Serling, Erstveröffentlichung 2013
Anne Serling schreibt über ihren Vater, den Drehbuchautor Rod Serling, der 1975 im Alter von 50 starb.
Als ich nach Besprechungen für Estes' Buch "Die Kinder, die Hexen zaubern konnten" suchte, erwähnte jemand die "Twilight Zone"-Folge "It's a Good Life" (auch über ein Kind, das jemanden verbannt, eine sehr gruselige Geschichte, egal ob man sie anschaut oder liest), und ich suchte spontan nach Büchern über "Twilight Zone" (für das die meisten Serling wohl kennen) und fand dies darunter.
Hätte Serling nicht so viele von ihrem Vater geschriebene Briefe oder Interviewzitate benutzt, bin ich mir nicht sicher, ob ich es gelesen hätte, denn ist es mehr eine Liebeserklärung an ihren Vater und ein Ausdruck ihrer Trauer. Daran ist nichts falsch, aber ich denke, ich würde für das vollständige Bild auch gern irgendwan eine "echte" Biographie über ihn lesen.
"The Unselected Journals of Emma M. Lion, Volume 1" von Beth Brower, Erstveröffentlichung 2019
Nachdem sie drei Jahre lang als Gesellschafterin für Kusine Matilde gearbeitet hat, kehrt die junge Emma M. Lion nach Lapis Lazuli zurück, das Haus in London, das sie geerbt hat und das von Kusin Archibald geführt wird, bis sie volljährig ist. Es verläuft jedoch nicht alles wie geplant.
Ich sah die Reihe überall erwähnt, als also der erste Band auf OverDrive auftauchte, habe ich es auch mal versucht. Keine Ahnung, wann die anderen Bände folgen werden.
DNF:
"At the Bottom of the Garden: A Dark History of Fairies, Hobgoblins, Nymphs, and Other Troublesome Things" von Diane Purkiss, Erstveröffentlichung 2003
Feen in der Geschichte waren nicht so nett, wie sie heute oft beschrieben werden. Purkiss zufolge wurden sie aus der Furcht geboren, vor der Dunkelheit, vor dem Tod, Geburt, Verlust usw.
Die Geschichte als solches wäre interessant gewesen, aber der Stil war einfach nichts für mich, also gab ich irgendwann auf.
Falls ihr Buchbesprechungen schreibt oder Blogposts über andere Dinge, die mit Büchern zu tun haben - sogar Filme, die auf Büchern basieren - schaut bitte bei "A Good Book and a Cup of Tea" vorbei, einer monatlichen Buch-Linkparty, deren Host ich zusammen mit Lisa from Boondock Ramblings und Erin von Still Life, With Cracker Crumbs bin. Hier könnt ihr mehr herausfinden.













































