Sonntag, 19. Juli 2026

Barbies Kleiderschrank - Shift Into Knit

Ich bin keine Fashionista. Ich bin ... man könnte sagen ... eine Kleiderträgerin. Ich mag meine Kleidung bequem und in der richtigen Größe und, wenn möglich, daß sie keine Löcher oder Flecken hat (der Teil ist nicht immer einfach, wenn man Katzen hat, erst kürzlich habe ich entsetzt drei Löcher in einem meiner Kleider gefunden, nachdem meine Lady eine Schmusesitzung auf mir hatte).
Es gibt Dinge, die ich an Kleidung liebe, wie Taschen in Kleidern oder Dreiviertelärmel, aber darüber hinaus bin ich recht anspruchslos und nicht abenteuerlustig.
Das heißt nicht, daß ich gar keine Kleider anschauen mag, vor allem die, die ich niemals selber tragen könnte, des Geldes oder meiner Figur wegen, Mangel an Gelegenheit usw. Es gibt trotzdem noch Wege, Haute Couture in mein Leben zu bringen. Ich meine Barbie und ihre Freundinnen.
Ich war schon immer von Miniaturen fasziniert und Barbies vintage Outfits mit ihren winzigen Reißverschlüssen und Knöpfen und Schnallen sind unglaublich. Das ist mein "Modeleben", entweder über meine eigene kleine Sammlung oder Bilder.
(Und ja, ich weiß, daß Barbies Körper nicht natürlich ist, ich wußte das als Kind und habe nie versucht, ihr nachzueifern ... hätte ich das, wäre was schiefgelaufen).
Ich würde euch gern ab und zu einen Blick in Barbies Kleiderschrank werfen lassen.

Vielleicht fragt ihr euch, warum ich, anstatt euch in dieser neuen Hitzewelle ein leichtes und luftiges Outfit zu zeigen, in "Strick schlüpfe", nun ja, nicht ich, sondern Barbie. Keine Sorge, ihr werdet schon sehen.

Barbie hat im Moment dasselbe Problem wie ich,
daß der Ventilator ihr andauernd Haare über
das Gesicht pustet. Ich sollte sie in kochendem
Wasser "legen", um sie davon abzuhalten,
aber ich habe bei dem Wetter einfach keine Lust.

Ich wollte euch ein neues Modell vorstellen.
Dies ist eine Color Magic Barbie von 1966/67. Obwohl sie dasselbe Gesicht wie die Puppen vor ihr hat, ist der Unterschied, daß an ihrem strahlenden Haar nichts Subtiles ist.
Tatsächlich kam die Color Magic in zwei unterschiedlichen Haarfarben, genannt Golden Blond (goldblond) und Midnight Black (mitternachtschwarz).
Der Körper war der gleiche wie der eines American Girl, das heißt, sie hatte noch keine drehbare Taille, aber knickbare Beine.
Ihr Gesicht konnte eine "soft color" oder "high color" haben. Unser Modell hat ein "soft color" Gesicht, der Lippenstift und das Rouge sind heller und die Nasenlöcher nicht bemalt.

Was aber bedeutet Color Magic?
Diese Schönheiten hatten nicht nur Accessoires dabei wie ein Haarband, das zum Badeanzug paßte, Haarklammern und Bänder, sondern auch zwei Flaschen "Hair Color Changer A & B". A verwandelte Golden Blonde in Scarlet Flame und Midnight Black in Ruby Red. Es veränderte auch die Farbe des Badeanzugs und Outfits, die speziell für die Color Magic gemacht waren. B änderte die Farbe zurück. Oder nicht. Zu dumm, aber es funktionierte nicht wirklich bei Midnight Black, was Puppen, die noch schwarzes Haar haben, seltener macht. Tatsächlich konnte sich das Schwarz in Rot verwandeln, ohne daß die Lösung überhaupt angewendet wurde (ein Problem, da auch die Julia-Puppe hat, die ihr irgendwann kennenlernen werdet).
Es gibt auch eine seltene Color Magic mit platinfarbenen Haaren. Ich habe selber nie eine in echt gesehen, habe aber gelesen, daß sich ihre Haare gar nicht veränderten.

Eine Midnight Black, deren schwarzes Haar sich ein bißchen
verändert hat, eine Ex-Midnight Black, die komplett einer
Ruby Red wurde, und die Golden Blonde aus diesem Post.

Unsere Golden Blonde trägt "Shift Into Knit".
 

Ich glaube nicht, daß Barbie in diesem ärmellosen Strickminikleid zu sehr schwitzen wird (übrigens auch so ein in der Tat existierendes Problem von vintage Puppen), das als #1478 von 1969 bis 1970 produziert wurde.

Es hat ein hellrotorangefarbenes Oberteil (wer erinnert sich noch an die alten Telefone in "hellrotorange"?), das, wie ich finde, toll zum Haar paßt - und einen dunkelblauen Rockteil. Als Accessoires gehören dazu ein goldener Kettengürtel, der in einer goldenen Scheibe endet, und ein Fransenschal.
Es war zu heiß dafür, ihn um den Hals zu wickeln, ich könnte mir sogar vorstellen, daß Barbie ihn tagsüber als Haarband benutzt, weil sie ihr originales nicht mehr hat.


Die Schuhe, die ursprünglich mit dem Outfit kamen, waren entweder klobige rote Pilgrim- oder rote Schleifenschuhe. Leider habe ich im Moment weder die einen noch die anderen, also habe ich Barbie ein Paar moderne rote Pumps gegeben.
Der Schal und der Gürtel sind etwas schwieriger zu finden als das Kleid selber. Kleiner Zubehörteile - wie Schuhe! - sind einfach viel leichter verlorengegangen
.

Seid ihr alt genug, um euch an Kleider wie diese zu erinnern?



Um das klarzustellen, ich habe zwar den Puppenständer aus den Bildern entfernt, aber nichts am Outfit geändert.

Barbie ist ein eingetragenes Warenzeichen. Ich bin in keiner Weise mit Mattel verbunden.


Quellen (überwiegend englischsprachig):

1. Sibyl DeWein und Joan Ashabraner: The Collector's Encyclopedia of Barbie Dolls and Collectibles. Paducah, KY, Collector Books, 1994
2. 
Sarah Sink Eames: Barbie Doll Fashion, Vol. II, 1968 - 1974. Paducah, KY, Collector Books, 1997
3. Color Magic Barbies 1966 - 1967. Auf: My Vintage Barbies
4. Iris Schmid: Color Magic Barbie #1150 1966, 1967. Auf: Vintage und Mod Barbies in Deutschland, Europa und weltweit 2 (deutsch, sehr informativer Post!)


Es tut mir leid, daß meine Quellen meist nur englischsprachig sind, aber mein englischer Blog wird einfach mehr frequentiert und der Zeitaufwand für die Recherche ist oft so groß, daß ich nicht auch noch die Zeit finde, adäquate deutsche Quellen zu suchen. Sollte euch ein Artikel interessieren, gibt es Übersetzungsprogramme, die zumindest einen Eindruck vermitteln können.

Freitag, 17. Juli 2026

Weekend Traffic Jam - Woche 165

Willkommen beim Weekend Traffic Jam Reboot!
Meine Posts für den Linkup gehen freitags um 3.30 morgens live (das ist dem Zeitunterschied zu den USA geschuldet).



Erinnert ihr euch an die Cartoons von Charlie Brown, der an seine Brieffreundin schreibt? Manchmal war er mutig und benutzte einen Füller anstatt eines Bleistifts und das konnte man an den Tintenklecksen erkennen, die großzügig über das Papier verteilt waren.
Zu meinem Geburtstag habe ich ein Set von farbigen Tinten bekommen, das auch eine Glasfeder enthielt, etwas, was ich als Teenager wollte, mir aber nie kaufte. Mein erster Versuch erinnerte mich stark an Charlie Brown, nicht so sehr wegen der Tinte auf meinem Papier, sondern meinen Händen - und das nicht mal vom Schreiben, sondern davon, die Gummistopfen aus den Fläschchen zu friemeln. Es war, als wäre ein paar winzige erschreckte Tintenfische darin!
So langsam gewöhne ich mich aber daran, damit zu schreiben, das ist doch was.


Es sieht aus, als hätte jemand meine
Fingerabdrücke genommen, aber
ehrlich, ich bin nur ungeschickt.

Nun, seid ihr für das Wochenende bereit?

Als Teil des Reboots werden wir jede Woche einen anderen Blog vorstellen.
Wie wäre es, wenn ihr vorbeischaut und hallo sagt? Sagt ihnen, daß wir euch geschickt haben.

Diese Woche fällt unser Spotlight auf
 Sonata Home Design.


Missy von Sonata Home Design schreibt: "Hi, ich bin Missy und ich glaube, daß es beim Dekorieren eines Heims nicht darum geht, Trends zu folgen...es geht um Komposition und Mut! Mut, sich selber anzunehmen!
Nach mehr als 35 Jahren als Musiklehrerin lehre ich jetzt eine symphonische Herangehensweise an das Design eines Heims. Ich helfe euch dabei, Räume zusammenzustellen, die mit Farbe, Harmonie und Freude angefüllt sind, indem ich genau dieselben Prinzipien anwende, die ich jahrzehntelang im Chorraum gelehrt habe. ...
Durch Sonata Home Design möchte ich euch dazu inspirieren, Farbe mit freudigem Mut anzunehmen und ein Heim zu schaffen, das sich für die Seele gut anfühlt. Erforschen wir die Welt von Design und DIY zusammen!"



Marsha von Marsha in the Middle hat 2021 als Training mit dem Bloggen angefangen, um ihre Neuroplastizität zu erhöhen. Ach, wem machen wir was vor? Marsha hat mit dem Bloggen angefangen, weil sie Kleidung liebt, und sie redet oder in diesem Fall schreibt einfach gern!

Melynda von Scratch Made Food! & DIY Homemade Household - Der Name sagt schon alles, wir haben uns im Osten von Texas angesiedelt, wobei sich drei Generationen das Land teilen. Ich koche und backe alles selber, wenn ich nicht gerade gärtnere oder den Hühnern nachlaufe, und stricke!

Lisa von Boondock Ramblings erzählt von den Büchern, die sie schreibt und liest, ihrem Glauben, Home-Schooling, Fotografie und mehr.

Cat von
 Cat's Wire hat, was sie ein Springspinnengehirn nennt. Sie hat viele Interessen und bloggt über das, was immer gerade ihre Aufmerksamkeit erregt - Handarbeiten, Bücher, alte Filme, Sammelwertes oder "einfach nur so".

Rena von Fine Whatever Blog schreibt über Stil, Leben im mittleren Alter und die "gut, was auch immer" Momente, die dem Leben Sinn und Spaß geben. Seit 2015 feiert sie Kreativität, Selbstvertrauen und die Freude am Alltag
.


Hier ist meine Auswahl von ein paar Posts aus dem Linkup der letzten Woche (englischsprachig).



Judees marokkanisches Blumenkohlgericht sieht so gut aus!

Ich liebe Mohnblumen. Jeanne ebenfalls.

Esme hat für uns Gewürz in einem Karottenkuchen.

Lydia hat ein paar Gedanken zum Erforschen.



Macht mit beim Linkup!

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Bitte besucht auch andere Blogs und laßt einen Kommentar da.

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Wenn ihr am Weekend Traffic Jam Reboot teilnehmt, versichert ihr damit, daß der Inhalt euch gehört und ihr uns erlaubt, denselben zu teilen, falls euer Post oder euer Blog erwähnt werden.
Wir begrüßen unbegrenzten familienfreundlichen Inhalt. Dazu können Meinungsposts, Rezept, Reiseberichte, Modeideen, Handarbeiten, 
Second-Hand-Einkaufen, Lifestyle, Buchrezensionen  oder -diskussionen, Fotografie, Kunst und noch vieles mehr gehören! 




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Donnerstag, 16. Juli 2026

Stummfilme - Die verflixte Gastfreundschaft

Kennt ihr Lucky Luke noch, den Helden eines belgischen Western-Comicreihe? Eines der Comicalben heißt "Familienkrieg in Painful Gulch". Die Familien O'Timmins (große Nasen) und O'Hare (große Ohren) stecken in einer jahrzehntealten Familienfehde, ohne sich auch nur zu erinnern warum eigentlich. Lucky Luke wird zum Bürgermeister ernannt, damit er diese Fehde beendet.
Die Geschichte wurde von der historischen Hatfield-McCoy-Fehde in West Virginia und Kentucky im 19. Jahrhundert inspiriert.
Ihr wollt wissen, was das mit Stummfilmen zu tun hat? Ich bin froh, daß ihr gefragt habt.
Darf ich euch "Die verflixte Gastfreundschaft" von 1923 vorstellen?


Die Handlung (Spoiler voraus)!

Nachdem sich sein Vater John und James Canfield gegenseitig erschossen haben, wird Baby Willie McKay von seiner Mutter mit nach New York genommen, wo er aufwächst, ohne von der Fehde zwischen den Familien zu erfahren (ist euch die Ähnlichkeit der Namen zu den echten aufgefallen?), nach dem Tod seiner Mutter zieht ihn die Tante auf.

Das ist übrigens Keatons und Talmadges
erster Sohn Jimmy.

Dann erhält er einen Brief, der ihn auffordert, den Besitz seines Vaters im Süden zu beanspruchen, und er hat große Träume (tatsächlich handelt es sich nur um eine kleine verfallene Hütte).
Bevor er aber fährt, erzählt seine Tante ihm von der Fehde.


Im Zug - "Vorwärts eilte das Eisenmonster auf die Blue Ridge Mountains zu" dem Zwischentitel zufolge (immer von Willies Hund gefolgt!) - lernt er eine junge Dame kennen.
Die Zugfahrt ist recht ereignisreich. Sie müssen einen Tramp vom Zug ziehen, ein Mann bewirft den Lokführer mit Steinen, der daraufhin Holz von seinem Tender zurückwirft, das schnell von dem Mann aufgesammelt wird, sie haben eine sehr ruckelige Fahrt, da die Gleise buchstäblich über Stock und Stein hinweg verlegt sind, sie müssen die Gleise aus dem Weg ziehen, weil sich ein sturer Esel weigert, sich zu bewegen (natürlich läuft er davon, nachdem der Zug vorbeigefahren ist), sie entgleisen und der Zug fährt auf dem blanken Boden weiter, und einmal verliert die Lok sogar die Waggons und ist plötzlich hinter diesen - und das ist noch nicht alles (ich bin froh, daß meine Pendelei nicht so war).


Einmal angekommen erfahren wir - aber nicht Willie - daß die junge Dame im Zug Virginia Canfield ist, denn sie wird von ihrem Vater und den beiden Brüder Clayton und Lee abgeholt.
Später begegnet Willie Lee, der, nachdem er hört, daß Willie ein McKay ist, sofort erfolglos versucht, diesen zu töten, und dann nach Hause rennt, um seinen Vater und Clayton zu informieren. Während sie schon ihre Waffen wählen, sieht Willie zufällig Virginia in ihrem Hof und sie lädt ihn zum Abendessen ein.


Inzwischen sind alle männlichen Canfields hinter Willie her, der mit viel Glück - und auf witzige Art - entkommt.
Als er zum Abendessen auftaucht, sind die Canfields schockiert, ihn als Virginias Gast zu sehen. Dennoch macht Vater Canfield seinen Söhnen klar, daß ihr Ehrenkodex ihnen gebietet, ihm Gastfreundschaft zu gewähren ... aber nur im Haus, während er außerhalb davon Freiwild ist. Willie bekommt das Gespräch zufällig mit und fragt den Butler, wessen Haus das ist.
Von da an haben Willie und die Canfields ein Auge aufeinander, während sie nur darauf warten, daß er das Haus verläßt und sie ihre Chance bekommen
.

Der Pfarrer spricht das Tischgebet, aber
nur er und Virginia halten die Augen geschlossen ...

Zum Glück regnet es in Strömen, als der Pfarrer nach dem Abendessen nach Hause gehen will. Er wird eingeladen zu bleiben und Willie dehnt die Einladung auf sich selber aus, entschlossen, das Haus nie mehr zu verlassen. Als Virginia aber erfährt, daß er ein McKay ist, kann sie sich keine Zukunft für sie beide vorstellen.
Willie hofft in Verkleidung zu entkommen und die Jagd beginnt (die Keaton reichlich Gelegenheit für seine waghalsigen Stunts gibt).


Dank dem Pfarrer gibt es ein Happy End, da es ihm gelingt, Willie und Virginia rechtzeitig miteinander zu verheiraten, bevor die Canfields wieder daheim sind, und wie könnte Dad dem Blick in den Augen seiner Tochter widerstehen?


Mit dem Film hatte ich jetzt mal richtig Spaß!
Ich werde schamlos ein wenig aus Jim Emersons Kritik klauen (der Link ist unten, leider ist es nur ein Teil eines Artikels, dessen Link nicht mehr funktioniert).

"Zu den Dingen, die man dadurch lernt, daß man Buster Keatons "Die verflixte Gastfreundschaft" anschaut, gehören
:

● eine neuartige Methode, einfach Brennholz zu sammeln

● wie man einen Esel von Bahngleisen wegbewegt oder umgekehrt

● wie man ein Boot improvisiert

● wie man aus einem Pferdehintern eine Lady macht

● wie man in einem Wagen mit niedriger Decke einen Zylinder aufsetzt (und warum ein flacher Hut so offensichtlich vorzuziehen ist)

In anderen Worten, diesen Film anzuschauen wird euer Leben maßlos verbessern."


Keaton, der Züge liebte, siedelte den Film früher an als die historische Fehde, damit er eine Nachbildung der britischen Dampflok Stephenson's Rocket von 1829 verwenden konnte. Die Zugfahrt ist mein liebster Teil im Film, sie ist zum Brüllen. Ich tat mich schwer, die Anzahl von Bildern dazu zu beschränken.
Das heißt aber nicht, daß die Jagd nicht ebenfalls witzig und tatsächlich spannend war.
Wie gewöhnlich machte Keaton die meisten seiner Stunts selber. Zwei davon wurden gefährlich für ihn, einmal als ein Draht brach und Keaton im Wasser davongespült wurde - wie man im Film sehen kann, denn der Kameramann hatte Anweisungen weiterzufilmen -  und einmal als er über dem Wasserfall baumelte und soviel Wasser schluckte, daß man ihm den Magen auspumpen mußte!

Es gibt eine Menge visueller Gags, aber kein Slapstick, da das für einen abendfüllenden Film, der von seiner Geschichte abhing, die ja auf tragischen Ereignissen beruhte, nicht gepaßt hätte.
Dies war Keatons zweiter langer Film, der erste war jedoch noch episodisch gewesen. Er war außerdem eine Familienunternehmung. Der Produzent Joseph M. Schenck war Keatons Schwippschwager, Baby Keaton haben wir schon gesehen, Virginia ist Natalie Talmadge - zu der Zeit noch mit Buster verheiratet und mit ihrem zweiten Kind schwanger - und der Lokführer ist Joe Keaton, Busters Vater. 

Rundum eine Empfehlung von mir!


Quellen und weitere Lektüre (englischsprachig):

1. Jim Emerson: Our Hospitality: Buster Keaton and gravity. Auf: RogerEbert.com, Scanners, 14. Dezember 2012
2. Jeffrey Vance: Our Hospitality. Auf: San Francisco Silent Film Festival. Essay. 2019
3. Hal C. F. Astell: Our Hospitality (1923). Auf: Apocalypse Later, 19. November 2023


Es tut mir leid, daß meine Quellen meist nur englischsprachig sind, aber mein englischer Blog wird einfach mehr frequentiert und der Zeitaufwand für die Recherche ist oft so groß, daß ich nicht auch noch die Zeit finde, adäquate deutsche Quellen zu suchen. Sollte euch ein Artikel interessieren, gibt es Übersetzungsprogramme, die zumindest einen Eindruck vermitteln können.

Dienstag, 14. Juli 2026

Buchärgernisse #3

Geht ihr bei der Auswahl eurer Lektüre nach Buchcovern?
Ich habe mehrere Macken, was Umschläge betrifft. Manche davon schrecken mich tatsächlich ab, wenn ich nicht bereits beschlossen habe, ein Buch wegen einer Empfehlung zu lesen oder weil es zum Beispiel Teil einer Reihe ist.

Eine dieser Macken hat mich in letzter Zeit verfolgt - das Cover voller Text. Ich sage keineswegs, daß das eine neue Erfindung it, es scheint mir aber, daß es immer populärer wird.
Natürlich verstehe ich, daß es dabei um Marketing geht.
Erzählt mir, was die Autorin oder der Autor sonst noch geschrieben hat. Erwähnt ein Buch von jemand anderem, an das es erinnert. Und falls es einen Film gibt, stellt auf jeden Fall sicher, daß für das Cover ein Bild daraus verwendet wird, und erklärt mir, daß dies nun ein großer Film mit einem Riesenstar, am besten mit zweien ist.
Wenn mich berühmte Schriftsteller*innen, Kritiker*innen oder Zeitungen und Magazine informieren, wie sehr sie ein Buch lieben, ohne tatsächlich irgendetwas darüber auszusagen, bin ich mir sicher, daß ich es auch lieben werde. Verwendet Worte wie "bahnbrechend", "aufregend", "unmöglich, es wegzulegen". Oh, und bitte sagt mir, ob es euch zum Lachen oder Weinen gebracht hat.
Dann noch ein paar "Sticker" und Informationen über gewonnene Preise dazu (auf gedruckten Exemplaren natürlich nicht abziehbar) und ich werde es sogar noch mehr lieben.

Da ist nur eine Sache - dem ist nicht so. Ich interessiere mich nicht dafür, was diese Leute sagen, hauptsächlich weil die Chancen gut stehen, daß ich sie nicht mal kenne. Ich möchte auch nicht wissen, ob das Buch die Auswahl eines großen Buchclubs ist oder auf welcher Bestsellerliste es steht, tatsächlich nicht mal, daß es ein Bestseller ist.
Für mich ist all das visuell überwältigend. Es führt möglicherwiese dazu, daß ich ein Buch ablehne, ohne ihm eine faire Chance zu geben, weil es mein Gehirn ein bißchen explodieren läßt. Genug, um es zu einem persönlichen Ärgernis zu machen, naja, und sogar darüber zu schreiben.

Da ein Post ohne Bild immer ein bißchen traurig ausseht, ich aber keine Bücher mit Covern auflisten wollte, die ich nicht mag (obwohl ich schon eine Liste hatte), habe ich stattdessen eins ausgewählt, das ich mag. Ein Titel und ein Name. Etwas altmodisch, genau wie ich
.


Aber im Ernst, wie wichtig ist ein Cover für euch? Habt ihr schon Bücher gesehen, die ihr wegen ihrer Cover nicht lesen wollte, falls ja, aus welchem Grund?


Übrigens, falls ihr Buchbesprechungen schreibt oder Blogposts über andere Dinge, die mit Büchern zu tun haben - sogar Filme, die auf Büchern basieren - schaut bitte bei "A Good Book and a Cup of Tea" vorbei, einer monatlichen Buch-Linkparty, deren Host ich zusammen mit Erin von Still Life, With Cracker Crumbs und Lisa from Boondock Ramblings bin. Hier könnt ihr mehr herausfinden.

Samstag, 11. Juli 2026

10 am 10., ähm, 11. - Katzensommer

Wie ihr wißt, mag ich es nicht, zweimal am Tag zu posten, also bin ich einen Tag spät dran für Marsha in the Middles 10 am 10. Ich denke, ihr werdet mir das verzeihen.
Also schauen wir mal, was hat Marsha diesen Monat für uns?


Erzähl uns von deinen zehn Lieblingskatzen? Sie scherzt wohl. Ist das ein Schurkenlachen, das ich da in der Ferne höre? Wie könnte ich es auf zehn beschränken?
Es wird schwierig, aber bitte schön - wie üblich in willkürlicher Reihenfolge.

Katzenhüten. Ich weiß immer noch nicht, was die Firma, für die diese Werbung ist, eigentlich tut (oder tat), aber das ist mir sowieso sowas von egal. Sie ist zum Schießen.



Wenn ich mir so meine Hände anschaue, weiß ich genau, wer das gerade macht, um sich auf das nächste Mal vorzubereiten, wenn ich wage, sie ohne Erlaubnis anzurühren. Kleiner Tip ... sie ist auch schwarz.


Ich glaube nicht, daß ich viel über Franz Marcs "Die weiße Katze" von 1912 sagen muß. Ich liebe dieses Bild.

Aus der Sammlung der Kulturstiftung
Sachsen-Anhalt - Kunstmuseum Moritzburg
Halle (Saale)


Es ist ziemlich unglaublich, daß es "Simon's Cat" schon seit 18 Jahren gibt.
Ich erinnere mich noch daran, als einer unserer HiWis bei der Arbeit - der ebenfalls einen Kater hatte - meinte, ich müsse mir einfach dieses Video anschauen. Wir konnten das beide so gut nachvollziehen (natürlich ohne Baseballschläger).



Théophile-Alexandre Steinlen hat nicht nur in vielen seiner Illustrationen Katzen mit abgebildet, er hat auch Katzenskulpturen gemacht.
Wir hatten früher einen Druck dieses Plakats, das er 1896 für das Kabarett "Le Chat Noir" entwarf, an unserer Wand hängen. Ich frage mich, wo er abgeblieben ist.


Ich folge Baby Corn auf den sozialen Medien.
Er ist - tatsächlich bin ich mir nicht sicher, daß wir schon wissen, was er alles ist. Er wurde mit ungefähr drei Wochen zusammen mit seinen Schwestern als Katzenwaise bei einem städtischen Tierheim abgegeben. Sie waren normal groß, Baby Corn nicht. Mit jetzt über einem Jahr ist er immer noch klein, er ist wacklig (cerebelläre Hypoplasie) und hat eine witzige flache Frisur. Er kämpft gegen Wind und Mais und er ist weit gereist. Und hinreißen.

Tatsächlich is Baby Corn nicht die einzige Katze mit cerebellärer Hypoplasie, der ich folge. Es gibt da zum Beispiel auch noch
 Elvis Westley und Nuggie. Falls ihr euch fragt warum, ich hatte selber Tiere mit Beeinträchtigungen.



Kennt ihr "The Fabulous Furry Freak Brothers", die Gilbert Shelten 1968 erschuf? Dann kennt ihr auch Fat Freddy's Cat.


Bastet war zunächst eine Löwenkriegergöttin (auch eine Katze, zumindest zum Teil) und wurde später zu der ägyptischen Katzengöttin, mit der wie sie heute gewöhnlich verbinden.

KS_aus_F (Katharina Surhoff) (GFDL)
über Wikimedia Commons
Statue im Senckenberg
Naturmuseum Frankfurt

Mittelalterliche Katzen. Gut, viele mittelalterlichen Tiere sehen fantastisch aus (eine Fantasie, die auf zuviel Käse beruht), aber die Katzen ... urteilt selbst.


Die Katzen aus den Cartoons von Scott Metzger, Mark Parisi - es gibt bei ihnen auch andere Themen - und Lingvistov. Man sieht sie und denkt, jepp, das könnte meine sein.
Ich folge Scott und Mark auf den sozialen Medien und Landysh auf Patreon (ihr könnt alte Lingvistov-Cartoons hier finden), werde hier aber keine ihrer Cartoons teilen.
Stattdessen biete ich euch eine Karikatur an, die mein Animatorfreund vor Urzeiten von mir und dem Ex gemacht hat. Cat, die ein Katzenshirt trägt (ich hatte allerdings nie eine solche Nase!).


Ich hatte nicht geplant, meine eigenen Katzen mit aufzunehmen, weil ich wußte, daß es mich zum Weinen bringen würde, ihre Bilder durchzugehen, und das hat es auch, aber ich konnte sie einfach nicht weglassen. Es hätte sich falsch angefühlt, denn natürlich werden sie immer meine absoluten Lieblingskatzen sein.
Danach habe ich es nicht fertiggebracht, noch eine Collage für die anderen Katzen in der Familie zu machen.



Eine ziemliche Mischung, nicht wahr? Ich wette, meine Liste könnte morgen völlig anders aussehen und dann übermorgen nochmal.
Danke, Marsha, das hat (überwiegend) Spaß gemacht.
Ist euch an dem Post etwas aufgefallen?

Freitag, 10. Juli 2026

Weekend Traffic Jam - Woche 164

Willkommen beim Weekend Traffic Jam Reboot!
Meine Posts für den Linkup gehen freitags um 3.30 morgens live (das ist dem Zeitunterschied zu den USA geschuldet).



Habt ihr je von Ästivation gehört, was praktisch die Sommerversion des Winterschlafs ist? Weiß irgendjemand, wo ich mich dafür bewerben kann?
Vielleicht wenn ich mich als Wasserreservoirfrosch verkleide? "Durch Eingraben wird der Streß durch Temperatur und Wasserverlust auf die Frösche minimiert" (laut dem englischen Wikipedia). Hört sich gut an für mich!


Bild von Tnarg 12345, CC BY-SA 3.0,
über Wikimedia Commons


Seid ihr für das Wochenende bereit?

Als Teil des Reboots werden wir jede Woche einen anderen Blog vorstellen.
Wie wäre es, wenn ihr vorbeischaut und hallo sagt? Sagt ihnen, daß wir euch geschickt haben.

Diese Woche fällt unser Spotlight auf
 Crafts a la Mode.


Linda von Crafts a la Mode says: "Ich bin die Bastelkönigin schlechthin (jedenfalls auf diesem Blog). Ich lebe mit meinem Mann, mit meinem Sohn David und 3 oder 4 Nächte in der Woche mit meiner Enkelin, während meine Tochter arbeitet - in einem gemütlichen Haus im Cape Cod-Stil in Connecticut. Wir haben vier Kinder, zwei Mädchen, die wir aus Korea adoptiert hatten, und zwei gewöhnliche Söhne. Ha ha. Ich dekoriere mein Haus gern mit all den Dingen, die ich nähe, male und bastle. Wenn ich mir nicht gerade all diese tollen Bastel- und Dekoideen ausdenke, kümmere ich mich gern um meine Enkel. Ich mag meine Enkel ... SEHR!"


Marsha von Marsha in the Middle hat 2021 als Training mit dem Bloggen angefangen, um ihre Neuroplastizität zu erhöhen. Ach, wem machen wir was vor? Marsha hat mit dem Bloggen angefangen, weil sie Kleidung liebt, und sie redet oder in diesem Fall schreibt einfach gern!

Melynda von Scratch Made Food! & DIY Homemade Household - Der Name sagt schon alles, wir haben uns im Osten von Texas angesiedelt, wobei sich drei Generationen das Land teilen. Ich koche und backe alles selber, wenn ich nicht gerade gärtnere oder den Hühnern nachlaufe, und stricke!

Lisa von Boondock Ramblings erzählt von den Büchern, die sie schreibt und liest, ihrem Glauben, Home-Schooling, Fotografie und mehr.

Cat von
 Cat's Wire hat, was sie ein Springspinnengehirn nennt. Sie hat viele Interessen und bloggt über das, was immer gerade ihre Aufmerksamkeit erregt - Handarbeiten, Bücher, alte Filme, Sammelwertes oder "einfach nur so".

Rena von Fine Whatever Blog schreibt über Stil, Leben im mittleren Alter und die "gut, was auch immer" Momente, die dem Leben Sinn und Spaß geben. Seit 2015 feiert sie Kreativität, Selbstvertrauen und die Freude am Alltag
.


Hier ist meine Auswahl von ein paar Posts aus dem Linkup der letzten Woche (englisch/holländisch).



Amalia hat mich an die Übernachtungen vor vielen, vielen Jahren bei meiner Freundin erinnert.

Trinken wir Kaffee ... oder auch eine Tasse Tee ... mit Barbara, die von ihren Reisen zurück daheim ist.

Wer wäre nicht gern hier am See mit Soma?

Fingerhut ist so eine schöne Blume (aber nicht essen bitte) und Nicole hat sie in ihrem Garten.

Gail zeigt uns ihr Festivaloutfit.



Macht mit beim Linkup!

Richtlinien:

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Bitte verlinkt nur Blogposts, die ihr selber geschrieben habt. Bitte verlinkt direkt zur URL eures Blogposts und nicht der Homepage eures Blogs.
Bitte verlinkt nicht auf Videos, Verkaufsanzeigen oder Links auf sozialen Medien, wie zum Beispiel YouTube-Videos oder -Shorts, Instagram- oder Facebook-Reels, TikTok-Videos oder anderen Beiträge auf sozialen Medien.
Bitte besucht auch andere Blogs und laßt einen Kommentar da.

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Donnerstag, 9. Juli 2026

Stummfilme - Bare Knees

Wenn ich euch sage, daß es in diesem Film um einen Flapper geht, die bei ihrer Schwester und ihrem sehr ehrbaren Mann in einer sehr ehrbaren Stadt leben wird, könnt ihr euch wahrscheinlich vorstellen, was passieren wird. Aber könnt ihr das wirklich?
Heute spreche ich über "Bare Knees" von 1928.


Als erstes die Handlung (Spoileralarm!).

Wir starten im Longworth-Haushalt am Geburtstag der Ehefrau Jane, aber ihr Mann John ist wieder mal spät daheim - das Schicksal eines Bezirksstaatsanwalts - während sein bester Freund Paul schon eine Stunde lang da ist.
Paul hat ihr Parfüm geschenkt, John eine Stola (man merkt, daß Jane das Parfüm lieber ist).


Es ist außerdem ein Telegramm von Janes Schwester Billie da (Virginia Lee Corbin hat das wirklich witzig gespielt), die noch am selben Abend bei der sehr respektierlichen Geburtstagsfeier auftaucht - ein Flapper vom Bob bis zu den nackten Knien.
Der Effekt ist erstaunlich, von schockierten Blicken bis zum großen Interesse einiger junge Männer, Larry eingeschlossen, der für John arbeitet. Es ist aber nicht nur ihre Aufmachung, die die anständigen Leute von Hanfor City schockiert, sondern auch ihre schnodderige Art zu reden, ihre Respektlosigkeit und ihr Geschenk, ein durchsichtiges schwarzes Negligé.


Von da an ist Billie ihrem Schwager ein Dorn im Auge. Sie tanzt einen Charleston bei der Feier und führt das Baseballteam der Mädchen in ein Spiel gegen das Team der Jungs, wobei sie alle kurze Hosen und Tanktops tragen und die Jungs so verwirren, daß sie sie 29 : 0 schlagen (komisch, im Zeitungsartikel heißt es dann, daß die
Mädchen die Männer geschlagen haben). Natürlich raucht und trinkt sie auch und ist groß im Flirten.
Jane läßt sie wissen, daß sie nie etwas so Vulgäres gesehen hat, als Billie aber weg ist, hebt Jane sehnsüchtig ihren eigenen Rock bis über die Knie an, ohne zu wissen, daß John sie dabei sieht.


Inzwischen hat John Larry losgeschickt, um auf dem Clubschiff "Ship Ahoy" zu ermitteln, und Paul sagt ihm, daß Billie fast jede Nacht dort ist.
Johns Antwort ist, daß er sich wünsche, sie wäre wie Jane, weil ein Mann sich mit einer Frau wie Jane keine Sorgen machen muß. Dann geht er ins Bett.
Überraschende Wendung!
Sobald John weg ist, liegt Jane in Pauls Armen!
Während Jane Probleme mit ihrer Ehe hat, lehnt Billie Larrys Antrag ab "Ehe ist wie einen Pilz zu essen ... man weiß nicht, ob es Gift ist, bis es zu spät ist."


Jetzt wird alles etwas verwirrend.
John sagt zu Larry, daß sie gemeinsam auf der "Ship Ahoy" ermitteln werden.
Jane hat Paul gebeten, sie in einem der privaten Eßzimmer auf dem Schiff zu treffen, und sie bringt eine Reisetasche mit, um durchzubrennen, aber Billie hat Janes Notiz an John gefunden und ist bereits dort.
Als John und Larry auftauchen, behauptet sie, daß sie diejenige ist, die mit Paul abhauen will und daß Jane gekommen ist, um sie davon abzuhalten, was natürlich ein Schock für Larry ist.


Seid ihr noch dabei? Denn jetzt wird es echt schräg.
Ein großes Feuer bricht auf dem Pier aus und während es alle anderen rechtzeitig hinausschaffen, sind Paul und Billie im Feuer gefangen. Keiner von ihnen kann jedoch schwimmen, also beschließen sie natürlich, noch ein letztes Mal Spaß zu haben und mit der Achterbahn zu fahren, die immer noch mit leeren Wagen vor sich hinläuft.
Keine Angst! Larry ist schon im Wasser und unterwegs, um seine Geliebte zu retten! Die gerade mit ihrem Wagen durch die brennende Achterbahn rauscht. Ich wünschte, die Qualität wäre besser. Die schwarze "Wolke" rechts? Das ist der Wagen.
Keine Angst! Larry ist schon im Wasser und ... ja, schon wieder, wir bekommen aber nicht zu sehen, wie er Billie und Paul rettet. Nicht daß Paul in den letzten Szenen nochmal vorkommt, also wer weiß, vielleicht ist er ja ertrunken.


Inzwischen hat John Janes Notiz gefunden, läßt sie aber von der Magd verbrennen (wäre das nicht etwas, was man selber macht?). Zu Jane sagt er nur, daß viele Frauen jetzt kurze Röcke tragen und ob sie schon mal an einen Bob gedacht hat - und sie fällt in seine Arme.
Larry besucht Billie und sie erinnert ihn an seinen Antrag.
Happy End für alle (außer für Paul)!



Ich fand, der Film fing ganz gut an und war recht amüsant. Mir gefiel sogar die Wendung, wer hätte das von Jane gedacht?
Das Ende aber ...
Ich kann nicht sagen, daß ich selber eine tolle Idee gehabt hätte, aber ein Feuer und eine Achterbahn? Die einzige Entschuldigung, die ich dafür hätte, wäre, daß das irgendwie symbolisch gemeint ist, aber dies ist kein tiefsinniger Film, sondern eine Flapperkomödie.

Ich fand auch ein bißchen überraschend, daß Billie am Schluß so einfach nachgab. Ich schätze, das war zu erwarten, vielleicht hatte sie sich den Kopf angehauen, als sie ins Wasser rauschten und sie sah ihr Leben vor ihren Augen ablaufen und dachte, sie müsse etwas ändern. Ich schätze, der Hauptpunkt ist, daß ich sie und Larry für kein gutes Paar halte. Er ist so langweilig. Wird das für Billie genug sein?

Ich hätte auch gut ohne das Hausmädchen Bessie können. Nein, das stimmt nicht, ich hätte ohne den wiederholten "Witz" über ihre schmerzenden Füße und ihren seltsamen Gang können. Meine Füße tun dauernd weh und ich fühlte mit mir, aber für den Film war es echt völlig belanglos.

Die Laufzeit war etwas über eine Stunde, leicht genug auszuhalten und es gab ein paar charmante Momente (und hübsche Kleider), aber auf meine Liste zum nochmal Anschauen wird es "Bare Knees" nicht schaffen.