Dienstag, 24. März 2026

Nostalgie - Erinnerungen ans Schreiben

Vor einer Weile fingen eine amerikanische Freundin und ich an, über Schulerinnerungen zu sprechen. Es wurde dadurch ausgelöst, daß ich erwähnte, wie schlecht meine Handschrift  geworden ist, seit ich hauptsächlich Dinge schreibe, die nur ich lesen können muß, und daß ich wieder zum Füller greifen wollte, vor allem für Briefe, nachdem ich ihn in letzter Zeit vernachlässigt habe.

Vom Füller kamen wir zu Unterschieden in unseren Schulsystem (die kann ich hier natürlich nicht alle aufführen).
Etwas, das mich immer überraschen wird, wenn ich es in einer Fernsehserie oder einem Film sehe, sind Bleistifte in amerikanischen schule. Es ist natürlich nicht so, daß wir gar keine Bleistifte benutzen, aber nicht so lange, nicht so viel und auf keinen Fall in Klassenarbeiten. Soweit ich weiß, sind Bleistifte hier immer noch nicht in Klassenarbeiten erlaubt.
Das folgende Bild ist für mich so amerikanisch (da ich nicht weiß, welche anderen Ländern ebenfalls Bleistifte benutzen). Ich kann mich ehrlich nicht daran erinnern, daß ich in der Schule jemals einen Multiple-Choice-Test gemacht hätte. Von dem, was ich gelesen und gehört habe, werden sie in deutschen Schulen immer noch kaum verwendet, aber man findet sie an Universitäten.

Bild von Nguyen Dang Hoang Nhu über Unsplash

Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, in welcher Klasse wir in den frühen 70ern angefangen haben zu lernen, wie man einen Füller benutzt, aber anfangs hatten wir eine Plastiktafel und einen Griffel wie die auf dem Bild. Die Zeiten echter Schiefertafeln und -griffel waren da bereits vorbei.
Das hier sind nicht meine Originaltafeln, ich habe sie auf dem Flohmarkt gefunden (wie man deutlich am Zustand erkennen kann) und die Griffel sind neu. Sehr zu meiner Überraschung gibt es Plastiktafeln und Griffel immer noch und werden auch immer noch benutzt, hauptsächlich in der ersten Klasse. Ich schätze, ich alter Dinosaurier hatte erwartet, daß Kinder heutzutage direkt auf Tablets anfangen zu schreiben 
😉
Wenn man auf einer noch nassen Tafel schrieb, wurde die Handschrift ganz fett und "cremig". Ich bezweifle, daß ich das einzige Kind war, das je mit diesem Effekt herumspielte, aber es wurde nicht ermutigt, weil sich der Griffel dadurch schneller abnutzte.

Diese Schreibschrift habe ich damals noch gelernt.
Ich weiß, heute sieht das etwas anders aus.

Die Rückseite - entweder mit Kästchen für Zahlen oder leer
zum Zeichnen. Wie ihr sehen könnt, bin ich in beidem Spitzenklasse.

Ich habe einiges an Diskussionen auf deutschen Seiten gefunden, wann man Kinder beibringen sollte, mit dem Füller zu schreiben. Es gibt sogar ein paar Schulen - obwohl sie wirklich in der Minderheit zu sein scheinen - die in der ersten Klasse anfangen, andere lassen Kinder für manches die Tafel benutzen, aber auch Papier und Bleistift, dann einen Tintenroller, und der Füller folgt dann in der zweiten oder dritten Klasse. "Tintenkiller" sind gewöhnlich nicht erlaubt.
Mein Vater hatte meinen ersten Füller für mich gekauft und ihn sogar mit meinem Namen gravieren lassen, was ihn für mich echt besonders machte, weil mein Name wegen der Schreibweise nie auf irgendwas stand.

Es war ein roter "Pelikano" und mir war nicht klar gewesen, daß die rote Farbe - die Mädchen mehr ansprechen sollte als das Blau - erst seit September 1970 verkauft wurde, also als ich mit der Schule anfing. Es würde mich nicht überraschen, wenn er noch irgendwo stecken würde, aber zum Schreiben war er nicht mehr geeignet. Sollte ich ihn finden, werde ich ein Bild einfügen.


Zu meiner Zeit hatte man entweder einen Pelikan- oder einen Geha-Füller (damals beides deutsche Marken) und man verteidigte ihn bis zum Tod. Ich meine den Tod des Füllers. Ernsthaft, man kann jetzt noch Berichte über Wurfspiele gelesen, mit denen bestimmt werden sollte, welche Marke besser war! Weniger gewalttätig war der Streit über die Farben (Pelikano blau oder rot, später auch schwarz, Geha grün) oder über die Tatsache, daß der Geha als erster ein Sichtfenster hatte (was ich immer noch häßlich finde, weil es für mich den Fluß des Füllers unterbricht und ja, ich weiß, daß ich von einem Schulfüller spreche) und einen Reservetank.
Ich kann mich an keine Wettbewerbe in meiner eigenen Klasse erinnern, aber eine gewisse Rivalität gab es. Vergeßt nicht, wir sprechen hier über Grundschulkinder.

Während diese zwei ganz sicher den Großteil an Schulfüllern zu dieser Zeit ausmachten, gab es aber auch andere Marken, meine Schwester zum Beispiel hatte einen Artus Prinz.
Alle hatten Patronen, ich glaube nicht, daß ich jemanden kannte, der da noch einen Tintenfaß benutzte. Man konnte übrigens die Pelikan-Patronen in einem Geha benutzen, aber nicht die von Geha im Pelikano. Pff. Die Geha-Kids kamen sich so besonders vor, aber haben gern Patronen von uns ausgeliehen, wenn ihre leer waren 
😉
Ich erinnere mich auch, daß meine englische Brieffreundin mir Patronen geschickt hat, die konnte ich aber nicht benutzen, weil sie zu lang waren. Ich weiß nicht mehr, für welche Sorte Füller sie gedacht waren.

Heutzutage verwende ich einen Parker. Ich bin kein Fan von dicken Kugelschreibern oder Füllern, um damit zu schreiben (zum Anschauen manchmal schon) und habe immer das Gefühl eines schlanken Parker in meiner Hand bevorzugt. Er kann mit Patronen oder einem Konverter bestückt werden und ich benutze einen Konverter mit Tintengläsern. Es erinnert mich an meine Teenagerzeit, als meine Freundin und ich im Schreibwarenladen herumhingen (ich habe schon mal darüber geschrieben, wie wir dort Wachssiegel gekauft haben, was Teil meiner Schreiberinnerungen ist, aber ich möchte mich hier nicht wiederholen). Damals gab es Pelikan-Tintengläser mit unterschiedlichen Tintenfarben. Ich habe sogar schon in der Schule immer gern in anderen Farben geschrieben und wollte all diese Gläser so gern haben - diese teuren kleinen Gläser, seufz.
Heute bin ich viel vernünftiger und weiß mich zu beschränken, also habe ich nur "Intense Black" und "Tender Purple" gekauft. Vor acht Jahren! Ich habe meinen Füller immer nur für ein kurzes Danke benutzt, wenn ich ein Schmuckstück verschickt habe, oder auf den seltenen Karten, die ich schrieb. Nun da ich wieder Brieffreundinnen habe, habe ich endlich eine Entschuldigung, mehr zu kaufen.
Es gibt nur ein Problem mit Tinte und mir, vor allem wenn ich meinen Parker auffülle. Ich bin erbärmlich darin. Letztes Mal mußte ich drei Tage lang mit zwei Fingernägeln in Lila gerändert herumlaufen, weil sich die Tinte einfach nicht abschrubben ließ! Ein kleiner Preis dafür, elegant genug zu sein, um ein Tintenglas zu verwenden 
😂

Meine Handschrift hat sich ein ganz klein wenig verändert.
Wenigstens ist es mit Füller etwas besser als mit Kuli.

Für einen Schuß extra Nostalgie zeige ich euch, wie wir in meiner Zeit Lesen und Rechtschreibung gelernt haben. Diese sogenannte "Lese-Uhr" wurde von einem örtlichen Verlag für "Lehrmittel und Schulspiele" hergestellt, E. Kuhlemann.


Im Laufe der Jahre gab es mehrere Versionen, aber ich kann euch den Zeitraum, während dessen sie tatsächlich in der Schule benutzt wurden (es hörte aber irgendwann in den 70ern auf, denn mein (nicht so) kleiner Bruder hatte sie nicht mehr), oder wo genau nicht sagen, aber von einer Unterhaltung darüber weiß ich, daß es definitiv nicht in ganz Deutschland war - verschiedene Bundesländer, verschiedene Regeln - aber auch nicht nur in meinem Bundesland.
Ich konnte schon lesen, als ich mit der Schule anfing, also erinnere ich mich nicht daran, wie hilfreich die Uhr tatsächlich war, aber wir hatten Spaß damit.


Das war die, die ich hatte. Blaues Plastik
mit Druckbuchstaben. Sie ist die, die man
heute noch recht einfach finden kann,
gewöhnlich in gutem Zustand und sogar
mit dem Original-Papierumschlag, auf dem
eine Anleitung zur Nutzung stand.

Die hier hatte ich jahrelang nur auf Bildern aus
Museen gesehen, es ist die ältere Pappversion
(die einer Schule gehörte, sie hat einen Stempel
und eine Inventarnummer). Es gibt ein paar
Unterschiede zur neueren, wie zum Beispiel die
farbigen Buchstaben und das Bild vorne drauf.

Das ist eine neuere Version mit
Schreibschriftbuchstaben. Es gibt keinen
Umschlag, sondern zwei Blätter mit
Erklärungen und Übungen für den
synthetisch unterrichtenden Lehrer.

Es gab außerdem große Vorführuhren für die Lehrer, in Druck- und Schreibschrift.


Saarländisches Schulmuseum
Diese ist fast 90 cm hoch und aus Hartfaser
und beschichteter Pappe.

Bild über Wikipedia von Pomona unter CC BY-SA 3.0,
im Museum Schönholthausen in Finnentrop aufgenommen

Und natürlich muß ich diesen Post mit meinem Wachssiegel beenden ... Für die, die es noch nicht gesehen hatten, erkennt ihr das Bild?

Sonntag, 22. März 2026

Auf ewig ausgeliehen

Kürzlich habe ich diesen Cartoon auf Instagram gesehen.
Falls ihr dem Link nicht folgen könnt, das ist ein Teil davon: "Ich habe das Buch deiner Schwester ausgeliehen, aber sie ist heute morgen nach Hause gefahren! Sie wird ewig nicht zurückkommen! Im Grunde habe ich es gestohlen!" "Oh, das ist in Ordnung. Jeder Bücherliebhaber hat mindestens ein auf ewig ausgeliehenes Buch."

Autsch. Muß ich wirklich immer wieder daran erinnert werden?
Es ist wahr. Ich habe zwei auf ewig ausgeliehene Bücher und nach über 40 Jahren fühle ich mich deswegen immer noch schlecht.

In diesem Post habe ich euch von Kontakt erzählt, dem Deutsch-Amerikanischen Freundschaftsclub, bei dem ich ein paar Jahre Mitglied war.
Ein anderes Mitglied brachte seinen Stiefsohn J mit auf einige unserer Ausflüge. Einmal lud er ein paar von uns auf einen Abend ein und J zeigte mir seine Bücher (er war so ein Flirter, aber drei Jahre jünger als ich, nicht daß ihr hier eine falsche Vorstellung bekommt).
Zwei davon schienen nicht recht dazuzupassen, da sie ziemlich alt aussahen. J zog sie aus dem Regal und erzählte mir, daß er sie von seinem Vater bekommen hatte. Fangt ihr an zu verstehen, warum ich mich schlecht fühle?


Denn als ich sah, daß es Kinderbücher waren und ich sagte, daß ich sie nie auf Englisch gelesen hatte - nur als Feststellung, ehrlich - veranlaßte das J, darauf zu bestehen, sie an mich auszuleihen.
Ich sollte mich mehr bemühen sollen abzulehnen, tat es aber nicht.
Nicht weil ich dachte, daß ich sie behalten würde, sondern weil ich nicht wußte, wann wir uns wiedersehen würden. Zu dieser Zeit traf sich der Club nicht mehr so regelmäßig. Mitglieder waren auf andere Stützpunkte umgezogen oder hatten die Army verlassen, dann bekamen wir einen neuen Clubvorsitzenden, der neue Mitglieder mitbrachte, die Gruppendynamik veränderte sich, nicht unbedingt zum Besseren.

Wie es so kommen sollte, war das tatsächlich das letzte Mal, daß J und ich uns jemals sehen sollten. Im Club wurden Pläne geschmiedet, Pläne wurden abgesagt, und das nächste, was ich hörte, war, daß J und seine Familie weg waren.
Ohne die Bücher, die noch bei mir waren.
Nun fragt ihr euch vielleicht, warum ich nicht versucht habe herauszufinden, wohin sie gezogen waren. Ich tat mein Bestes, aber da war ich dann schon nicht mehr in "Kontakt", was die Dinge erschwerte, da man natürlich nicht einfach so auf den Stützpunkt gehen konnte. Ich hätte jemanden finden müssen, der die Familie von J kannte, aber ich konnte mich nicht mal an den Nachnamen seines Stiefvaters erinnern, falls ich ihn überhaupt jemals gehört hatte. Ich weiß nicht, ob es andersherum einfacher gewesen wäre oder ob J es überhaupt versuchte.


Es ist nicht so, als hätte ich die letzten 40+ Jahre jede Sekunde lang an sie gedacht, aber sie zu sehen, wenn ich an meinem Kinderbuchschrank war, sorgte für einen Anflug von Schuldgefühl.
Jahrelang sagte ich mir, daß J die Bücher in Ehren hielt, weil sein Vater sie ihm geschenkt hatte, aber wißt ihr was? Offen gesagt erinnere ich mich nach all dieser Zeit nicht einmal mehr daran, ob er das wirklich gesagt hat oder ob ich es automatisch implizierte, weil ich so über Geschenke dachte. Und darüber habe ich erst jetzt, da ich das hier schreibe, nachgedacht.
"Mein Vater hat sie mir geschenkt" hieß nicht unbedingt, daß er sie seinem Sohn als Kind vorgelesen hatte. Es hätte einfach nur eine Erklärung für zwei alte Bücher im Regal sein können. Andererseits könnte es seine Gefühle zeigen, daß er sie behalten hatte.
Was auch immer die Wahrheit sein mag, ich kann nichts machen, ich habe sie jetzt. Nachdem ich zuviel darüber nachgedacht habe, wie das so meine Gewohnheit ist, denke ich, ich gehe einfach zum Schuldgefühl zurück.

Aber - es gibt immer ein aber - woher kamen diese Bücher? Sind sie überhaupt
die Bücher?
Ups, noch mehr Nachdenkerei.
Tatsächlich scheinen beide Bücher aus britischen Antiquariaten zu stammen oder sogar nur einem, weil die Handschrift im Preis so ziemlich gleich aussieht, nicht daß es nicht möglich wäre, daß der Vater von J sie dort gekauft hat, aber zumindest würde das nicht bedeuten, daß es Familienerbstücke sind.
Natürlich müssen sie erstmal irgendwie zu diesem Laden gekommen sein. In einem steht ein Name (wer war Ellen (ich habe den Nachnamen und ja, ich habe eine schnelle Suche durchgeführt)?), das andere kam aus einer Schule.

Was mich dann an das Buch erinnerte, das wir vor Urzeiten auf unserem alten Dachboden (den wir hier natürlich Bühne nennen) fanden und das meiner Grundschulbücherei gehörte uuund von dem ich mich nicht erinnern konnte, daß ich es jemals ausgeliehen hätte, also werde ich die Schuld hierfür einfach meiner Schwester geben, um mein Schuldgefühl in Grenzen zu halten.


Wie steht's mit euch? Habt ihr irgendwelche "auf ewig ausgeliehenen" Bücher? Falls ja, wie fühlt ihr euch damit?

Freitag, 20. März 2026

Weekend Traffic Jam Reboot - Woche 148

Willkommen beim Weekend Traffic Jam Reboot!
Meine Posts für den Linkup gehen freitags um 3.30 morgens live (das ist dem Zeitunterschied zu den USA geschuldet).



Manchmal fühle ich mich, wenn ich einen Film liebe, irgendwie verpflichtet, das Buch oder die Geschichte zu lesen, auf dem oder der er beruht. Ich denke, das ist einfacher als andersherum, einen Film anschauen, weil ich das Buch liebe, auf dem er beruht.
Ich bin die Sorte Mensch, der sich wirklich über einen Film aufregen kann, der einem Buch meiner Meinung nach nicht gerecht wird. Wenn ich einen Film liebe, aber das Buch nicht mag, bin ich entweder verwirrt, wie jemand eine Filmvision von dem Buch bekommen konnte (siehe meinen Post über "Jede Frau braucht einen Engel"), oder ich schätze das Buch  getrennt vom Film. Warum das so für mich ist, kann ich euch nicht sagen, aber das Buch "Die Frau des Bischofs" wanderte in den öffentlichen Bücherschrank. Vielleicht wird es jemand mehr mögen als ich, während ich weiterhin mindestens einmal im Jahr den Film anschauen werde.
Wie denkt ihr über Buch/Film-Kombinationen?




Seid ihr für das Wochenende bereit?

Als Teil des Reboots werden wir jede Woche einen anderen Blog vorstellen.
Wie wäre es, wenn ihr vorbeischaut und hallo sagt? Sagt ihnen, daß wir euch geschickt haben.



Diese Woche fällt unser Spotlight aufn Snapdragon Alcove.


Snapdragon Alcove schreibt: "Nur eine Bloggerin, die es liebt, über alles Nerdige zu schreiben. Liebe Kaffee und lange Spaziergänge abseits der Wege."



Marsha von Marsha in the Middle hat 2021 als Training mit dem Bloggen angefangen, um ihre Neuroplastizität zu erhöhen. Ach, wem machen wir was vor? Marsha hat mit dem Bloggen angefangen, weil sie Kleidung liebt, und sie redet oder in diesem Fall schreibt einfach gern!

Melynda von Scratch Made Food! & DIY Homemade Household - Der Name sagt schon alles, wir haben uns im Osten von Texas angesiedelt, wobei sich drei Generationen das Land teilen. Ich koche und backe alles selber, wenn ich nicht gerade gärtnere oder den Hühnern nachlaufe, und stricke!

Lisa von Boondock Ramblings erzählt von den Büchern, die sie schreibt und liest, ihrem Glauben, Home-Schooling, Fotografie und mehr.

Cat von
 Cat's Wire hat, was sie ein Springspinnengehirn nennt. Sie hat viele Interessen und bloggt über das, was immer gerade ihre Aufmerksamkeit erregt - Handarbeiten, Bücher, alte Filme, Sammelwertes oder "einfach nur so".

Rena von Fine Whatever Blog schreibt über Stil, Leben im mittleren Alter und die "gut, was auch immer" Momente, die dem Leben Sinn und Spaß geben. Seit 2015 feiert sie Kreativität, Selbstvertrauen und die Freude am Alltag.


Hier ist meine Auswahl von ein paar Posts aus dem Linkup der letzten Woche (englischsprachig).


Amys Suppe aus geröstetem Spargel sieht echt gut aus, ich liebe grünen Spargel.

Val zeigt uns, wie man einen hübschen Kleeblatt-Untersetzer macht.

Suzy erzählt uns, warum sie es liebt, 50 zu sein!

Lynne hat zwei Bastelideen für uns - ein Junk Journal und bestickte Karten.



Macht mit beim Linkup!

Richtlinien:
Diese Linkparty ist nur für Blogposts. Alle anderen Links werden gelöscht.
Bitte verlinkt nur Blogposts, die ihr selber geschrieben habt. Bitte verlinkt direkt zur URL eures Blogposts und nicht der Homepage eures Blogs.
Bitte verlinkt nicht auf Videos, Verkaufsanzeigen oder Links auf sozialen Medien, wie zum Beispiel YouTube-Videos oder -Shorts, Instagram- oder Facebook-Reels, TikTok-Videos oder anderen Beiträge auf sozialen Medien.
Bitte besucht auch andere Blogs und laßt einen Kommentar da.

Zur Beachtung:
Wenn ihr am Weekend Traffic Jam Reboot teilnehmt, versichert ihr damit, daß der Inhalt euch gehört und ihr uns erlaubt, denselben zu teilen, falls euer Post oder euer Blog erwähnt werden.
Wir begrüßen unbegrenzten familienfreundlichen Inhalt. Dazu können Meinungsposts, Rezept, Reiseberichte, Modeideen, Handarbeiten, Second-Hand-Einkaufen, Lifestyle, Buchrezensionen  oder -diskussionen, Fotografie, Kunst und noch vieles mehr gehören!

Danke für's Mitmachen!!


 

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Donnerstag, 19. März 2026

Stummfilme - Rebecca of Sunnybrook Farm

Vielleicht habt ihr den Titel des heutigen Films schon mal gehört, da es für das Buch, auf dem er basiert, mehrere Umsetzungen gibt. Ich kannte weder das Buch (ich konnte auch nur eine recht neue Übersetzung dafür finden) noch einen der Filme, die im Laufe der Jahre davon inspiriert wurden (einer davon mit Shirley Temple).
Ich spreche von "Rebecca of Sunnybrook Farm" von 1917 mit "America's Sweetheart" Mary Pickford in der Hauptrolle.


Hier ist die Handlung (mit Spoilern!).

Rebecca Randall ist eins von sieben Geschwistern. Da die Farm ihrer Mutter mit einer Hypothek belegt ist, wird sie zu ihren Tanten geschickt, um dort zu leben.
Bei ihrer Ankunft macht sich Rebecca sofort eine Feindin - Minnie Smellie, die Tochter des Reverends - und gewinnt eine beste Freundin - Emma Jane Perkins.

Rebecca ist egal, ob sich Minnie bei
ihrer Mutter beschwert, beim gesamten
Staat Maine oder sogar - dem PRÄSIDENTEN!

She merkt auch schnell, daß Tante Miranda eine sehr strenge Frau ist, während Tante Jane freundlich ist, aber nicht viel zu sagen hat.



Wenn Rebecca etwas nicht ist, ist es schüchtern. Sie behauptet sich, sie sagt, was sie denkt - so manches Mal etwas zu viel - und sie hat immer Unfug im Kopf, wie zum Beispiel die große Zirkusaufführung, als ihre Tanten nicht da sind.


Sie hat aber auch ein gutes Herz.
In der Stadt lebt eine arme Familie - und bereitet euch auf den Schock vor, das Paar ist nicht mal verheiratet (tatsächlich gab es einen Zensor, der verlangte, daß der Zwischentitel, der uns über diese Tatsache informiert, herausgeschnitten würde)!
Rebecca und Emma Jane verkaufen Seife, denn sie können durch das Einschicken von 400 Einwickelpapieren eine "Bankettlampe" für die Simpsons bekommen, die "diese dringend benötigen", wie Rebecca Alan Ladd erzählt, einem jungen Mann, der ein Vermögen gemacht hat, bevor er in seine Heimatstadt Riverboro zurückgekommen ist.

"Bankettlampen" sind hohe verzierte
Öllampen, die in den 1880ern beliebt
waren. Es gab unterschiedliche Stile.

Nachdem Alan - offiziell allerdings seine Tante - 350 Seifenstücke kauft, werden er und Rebecca gute Freunde und sie nennt ihn Mr. Aladdin (der Name und die Lampe, versteht ihr?).


Als Tante Miranda Rebecca den Hintern versohlt, nachdem sie Jane bei der Zirkusvorführung hereingeplatzt sind, beschließt das Mädchen, während eines Gewitters davonzulaufen. Ein herumfliegendes Stück Holz trifft sie am Kopf, aber Alan findet sie und besucht sie dann auch zu Hause, während sie sich erholt.
Er gibt ihr sogar den Ehering seiner verstorbenen Mutter, damit sie ihn an Dave Simpson weitergeben kann (der zuvor sein Pferd gestohlen hat!), damit er seine Frau endlich heiraten kann (Rebecca ist überzeugt, daß das Problem einfach nur darin lag, daß sie keinen Ehering hatten). Als der Sheriff den Dieb bei seiner Hochzeitsfeier verhaften will, sagt Alan, daß er die Anzeige fallen läßt, da Dave und seine Frau jetzt für ihn die Farm führen werden.
Rebecca ist so beeindruckt, daß sie ihm mitteilen, sie habe beschlossen, ihn zu heiraten, wenn sie erwachsen ist.

Zunächst schicken ihre Tanten sie allerdings auf ein Internat.
Nach drei Jahren kommt Rebecca als wohlerzogene junge Dame zurück und findet Tante Miranda auf dem Sterbebett vor, sie um Verzeihung bittend, daß sie so streng mit ihr war. Sie hinterläßt Rebecca das Haus, was bedeutet, daß ihre Familie nun dort wohnen kann, nachdem sie Sunnybrook verkauft hat.
Bei einem Picknick erinnert Alan Rebecca daran, was sie vor Jahren gesagt hat, aber im letzten Augenblick entschlüpft Rebecca ihm und läuft fort und Alan rennt ihr hinterher.


Ich sage es, bevor es sonst jemand sagt - hier gibt es ganz "Anne auf Green Gables" Vibes. Oder wartet mal, wurde Lucy Maud Montgomery von Kate Douglas Wiggin inspiriert?
Tatsächlich erschien Wiggins Buch 1903, fünf Jahre vor "Anne auf Green Gables" und es gibt definitiv Ähnlichkeiten, aber Rebecca und würden da nicht die einzigen bleiben. Denkt an "Polyanna" oder (obwohl es Übersetzungen gibt, kenne ich keines der Bücher) oder den Comicstrip über die "Kleine Waise Annie".
Da ich zwar "Anne auf Green Gables", aber nicht "Rebecca of Sunnybrook Farm" oder eine der Fortsetzungen gelesen habe (vielleicht irgendwann mal), kann ich diese Ähnlichkeiten nicht selber beurteilen, aber ich habe einen (englischen) Artikel darüber gefunden, den ich in den Quellen verlinken werde.

Wenn ihr von Mary Pickford gehört habt oder euch an meinen Post über sie in "Ein Waisenkind" erinnert, wißt ihr wahrscheinlich, daß Rebecca nicht das einzige Kind war, das sie gespielt hat, Mädchen oder Junge, allerdings nicht ausschließlich. Es half, daß sie nur ungefähr 1,50 m groß war, und das Publikum liebte diese Rollen. Es gab einen Aufschrei, als Pickford ihre charakteristischen Locken abschnitt, als sie in ihren 30ern war!

Der Film hat nicht wirklich eine Geschichte, sondern zeigt Episoden aus Rebeccas Leben, auf eine Weise, die es Pickford erlaubt, zu glänzen und sehr gut und auf sehr witzige Art ihr Repertoire an Gesichtsausdrücken zu zeigen.
Das Buch selber ist ziemlich dick und die Drehbuchschreiberin Frances Marion nahm sich bei der Umsetzung ein paar Freiheiten heraus. Im Buch bemerkt Alan am Ende, daß Rebecca nun erwachsen zu sein scheint, ihre Augen aber noch die eines Kindes sind, also bedrängt er sie nicht.
Ich weiß nicht, ob Marion Rebecca im Film davonlaufen ließ, um so ein Happy End irgendwann mal in der Zukunft anzudeuten.
Wieder (siehe "Ein Waisenkind") gibt es einen Altersunterschied. Im Buch ist Alan am Ende 34 und Rebecca wahrscheinlich so um die 19. Für uns seltsam anzuschauen, für die Zeit aber nicht ungewöhnlich.


Der Film ist aber mehr Komödie als echte Liebesgeschichte. Rebecca unterhält die halbe Stadt mit ihrem Umfug, ihr solltet das Publikum sehen, das sie im Zirkus hat!
Obwohl es nicht überraschend ist, daß es ein paar Momente gibt, die einem modernen Publikum aufstoßen (wie ein Beispiel von Blackface und außerdem gefiel es mir nicht, einen Welpen während der Zirkusparade in einem Vogelkäfig zu sehen), macht es Spaß, Pickford anzuschauen, egal ob sie sich mit ihrem Sonnenschirm verteidigt, wegen eines Stücks Pastete mit ihrem Gewissen kämpft oder in der Zirkusszene zu einem Ritt ohne Sattel an einem Draht hängt.


Quellen und weitere Literatur (englischsprachig):

1. Lea Stans: Thoughts On: "Rebecca of Sunnybrook Farm". Auf: Silent-ology, 17. März 2016
2. Chris Scott Edwards: Rebecca of Sunnybrook Farm (1917). Auf: Silent Volume, 12. Januar 2011
3. Izawa Yuko: Rebecca of Sunnybrook Farm and Anne of Green Gables : Similarities and Differences. In: Jinbun shakai kagaku rons
ō, 20(2011), März


Es tut mir leid, daß meine Quellen meist nur englischsprachig sind, aber mein englischer Blog wird einfach mehr frequentiert und der Zeitaufwand für die Recherche ist oft so groß, daß ich nicht auch noch die Zeit finde, adäquate deutsche Quellen zu suchen. Sollte euch ein Artikel interessieren, gibt es Übersetzungsprogramme, die zumindest einen Eindruck vermitteln können.

Dienstag, 17. März 2026

Der Katzen-Zaubertrank

Wurde euch schon jemals von einer schwarzen Katze an einem Freitag, dem 13. ein Zaubertrank angeboten? Nein? Mir auch nicht.
Ich habe jedoch keinen Zweifel daran, daß das hier die perfekte Flasche für einen solchen wäre, wenn ihn meine kleine Hexe je brauchen sollte.


Tatsächlich ist das eine von zwei kleinen Ginflaschen, die ich vor ein paar Jahren von einem Kumpel bekommen habe.
Natürlich konnte ich sie nicht wegwerfen, als sie leer waren, weil ich wußte, daß ich irgendwann drumherum fädeln wollen würde.
Diesmal hatte ich das Gefühl, ich müßte Katzen eine Hommage erweisen, und das tat ich mit Silhouetten einiger typischen Katzenhaltungen.


Wie ihr euch vielleicht erinnert, benutze ich praktisch nie Muster von anderen. Ich bin keine Peyoteexpertin, also habe ich dabei immer ein wenig mit Mustern zu kämpfen, aber die sitzenden kamen mir recht schnell, vor allem weil die aufrecht sitzende Haltung eine, die ich auch schon mit anderen Techniken benutzt habe, wie Perlenweben und -stickerei.


Die in Bewegung waren etwas schwieriger. Ich wußte, daß ich vier Haltungen und zwei Reihen davon wollte (in der zweiten Reihe sind die gespiegelten Bilder der ersten), und die Beschränkung auf eine kleine Flasche und ungefähr 5 cm an Platz zum Fädeln machte es nicht einfacher. Es wurde dann aber schließlich doch ganz gut, finde ich.


Ein weiteres kleines Problem war, daß diese spezielle Flasche nicht so gerade ist wie die, die ich zuvor benutzt habe. Sie wird nach unten hin schmäler, was in Ordnung ist, aber sie wird oben am Hals außerdem etwas weiter, daher sind die Reihen nicht ganz so gerade, wie ich es mir gewünscht hätte.
Ich hatte diesmal auch mit dem Abnehmen in Richtung Hals zu kämpfen, weil die Größe mir keine Anzahl an Spalten gab, die ich einfach hätte dividieren können. Um also ein paar Stellen zu verdecken, die nicht perfekt waren, nähte ich silberne Perlen in der Größe 15 auf und dachte mir dann, daß das eigentlich ein nettes Extra für die gesamte Flasche wäre, um ihr etwas Funkeln zu verleihen.

Ich bin wirklich zufrieden damit, wie sie wurde - vor allem, nachdem ich ziemlich lang brauchte, nochmal, ich bin keine Peyoteexpertin, nicht mal darin, meine eigenen Muster zu lesen - und falls Gundel mit einem Trank aufwartet, werde ich bereit sein!

P.S. Falls ihr alle meine Perlenfläschchen sehen möchtet, könnt ihr sie hier finden.

Sonntag, 15. März 2026

Aus meinem Kinderbuchschrank - Finchen

Letzten Juni habe ich davon erzählt, daß ich ein lebendiges Kasperle haben wollte, als ich fünf Jahre alt war.
Es scheint, ich habe irgendwie Gefallen an lebendigen Puppen, es sei denn, sie heißen Chucky (ich habe den Film nie gesehen).
Lisa-Marie Blum hatte Malerei und Graphik in Berlin studiert, wo sie mit ihrem Ehemann lebte, der ebenfalls Künstler und Graphiker war. Als sie im Krieg alles verloren, zogen sie zurück in Blums Geburtsort und später dann nach Hamburg, wo sie Kinder- und Jugendbuchautorin und -illustratoren wurde, aber auch Lyrik und Prosa veröffentlichte.
Dieses Buch, erstmals 1960 veröffentlicht, erzählt die Geschichte einer liebenswerten lebendigen Puppe, Finchen.



Finchen ist über 70 Jahre alt. Seit fünf Jahren ist sie Inas Puppe, aber davor hat sie ihrer Großmutter Gabriele gehört.
Obwohl sie sich über ihren altmodischen Namen Wilhelmine-Josefine beschwert, sagt ihr Ina, daß an ihr gar nichts altmodisch ist. Sie hat neue Arme, neue Beine, ein neues Kleid, sogar neue Haare, die aussehen wie eine Pusteblume.
Nun ihr Holzkopf mit den leuchtendblauen Augen ist noch alt und kennt so viele Geschichten.

Eine davon handelt davon, wie Gabriele und sie zum Hafen gingen. Als sie sich vornüberlehnte, um die Kombüse eines Fischkutters zu sehen, fiel Finchen auf das Deck, und der Schiffsjunge meinte, Gabriele solle herunterkommen und sie selber zurückholen. Dann zeigte ihr der Fischer alles, als sie dann eilig aufbrechen mußte - wir erfahren später, daß ihr Onkel zu Besuch gekommen ist - hat Gabriele Finchen vergessen und der Schiffsjunge hat sie erst gefunden, als der Kutter schon auf See war.
So hat Finchen den Klabautermann, das gute Schiffsgespenst, kennengelernt. Er gab ihr eine rosa Muschel, die einer anderen Puppe gehörte, "Blauer Mohn", und sagte ihr, daß die sie brauchte, um wieder lebendig zu werden.


Der Fischer schickte Finchen in einem Paket nach Hause, wo - Klabautermänner wissen solche Dinge - Blauer Mohn das Geschenk war, das Gabrieles Onkel ihr aus Südamerika mitgebracht hatte, und tatsächlich fehlte eine Muschel in ihrer Kette.
Finchen wurde jedoch krank, bevor sie die Gelegenheit hatte, ihr die Muschel zu geben, und als es ihr wieder gut ging, war Blauer Mohn weg. Sie war zu jemandem geschickt worden, der sie zeichnen und ein Buch über sie schreiben wollte, um sie dann an ein Museum weiterzugeben.

Also beginnt die Suche nach Blauer Mohn im örtlichen Museum, wo Ina Stefan kennenlernt, der sie einlädt, mit seiner Eisenbahn zu spielen. Bei ihm in der Wohnung treffen sie Nora, die Nichte der Hauswirtin.
Finchen lädt die beiden Kinder nach Hause ein und verspricht, ihnen ebenfalls die Geschichte zu erzählen.
Als sie nach Hause kommen, ist Inas Vater, ein Anthropologe, von seiner Reise nach Südamerika zurückgekehrt und wie es das Schicksal so will, hat er ein Bild des Mädchens Schneeblüte und ihrer Puppe mitgebracht. Es ist Blauer Mohn!
Wenn sie aber in Amerika ist, wie können sie ihr dann die Muschel zurückgeben?

Am nächsten Tag gehen die Kinder zum Fluß und schwimmen in einer kleinen Bucht. Finchen ruht sich unter einem kleinen Zelt aus, das Stefan für sie gemacht hat, als neben ihr plötzlich eine Möwe mit dem Klabautermann auf dem Rücken landet! Er ärgert sich, als er hört, daß Finchen immer noch die Muschel hat, aber zum Glück hat sie sie heimlich mitgebracht.


Der Klabautermann sagt, er wird sie seinem Freund geben, der ebenfalls Anthropologe ist und dorthin reisen wird. Und weil Schiffsgespenster so etwas wissen - hatte ich das schon mal erwähnt? - kann er ihr genau sagen, was geschehen wird, und Finchen kann die Geschichte ihren Freunden weitererzählen.
Wie sein Freund mit einem Kanu auf dem Fluß reisen wird, wie alle in den Dörfern entlang des Flusses schon wissen, daß er Schneeblüte die Muschel bringt. Wie er zum Dorf kommt und eine alte Frau die Muschel an der Kette befestigt und dann ...
"Blauer Mohn fühlt die Muschel, atmet, bewegt den schönen Kopf und hebt ihre Hand dem Fremden entgegen".

Ich liebte diese Stelle als Kind. Es geht nichts über ein glückliches Ende, richtig?
Tatsächlich war das Buch nicht meins. Es gehörte meiner Schwester und ich kaufte mein eigenes Exemplar viele Jahre später auf dem Flohmarkt. Als ich sie fragte, ob sie sich daran erinnerte, wann sie ihres bekommen hatte, schaute sie nach, denn zu der Zeit schrieben wir oft unseren Namen, die Adresse, das Alter, manchmal sogar die Klasse, in der wir waren, in Bücher. Nicht in diesem Fall, da stand nur ihr Name.
Nach einer kurzen Pause fragte sie mich nach den Illustrationen in meinem Exemplar und ich meinte, die wären schwarz-weiß. Ihre nicht.


Sie hatte sich nicht daran erinnert, daß sie die meisten mit Bunt- oder Filzstiften ausgemalt hatte und außerdem, zweifellos des künstlerischen Flairs wegen, auf manchen Bildern noch Muster hinzugefügt hatte, zum Beispiel auf dem Bettzeug oder Kleidern.
Was uns etwas verwirrte war, daß auf ein paar der Bildern Notizen waren, die für uns wie Schulnoten aussahen. Wir haben aber keine Ahnung, was das N. nach der 1 bedeuten könnte.
Das sind die kleinen Überraschungen, die ich an alten Büchern so liebe. Man weiß nie, was man finden wird!

Was mir auch gefiel, war die Verlagsnotiz am Ende.
Sie erklärt, wieviele Leute beteiligt sind, bis ein Kind ein Buch in der Hand hat - Papiermacher, Zeichner, Graphiker, Buchdrucker und Buchhändler, aber auch die Männer (denkt dran, es ist 1960!) von der Post und der Eisenbahn - aber daß nicht alle Namen aufgeführt werden können außer der Autorin und dem Verlag.
Dann werden die Kinder eingeladen, der Autorin unter der Verlagsadresse zu schreiben und ihr zu sagen, was ihnen gefallen hat, aber auch wo sie etwas anders gemacht hätten. Ist es nicht nett, daß sie sie ermutigen, ihre ehrliche Meinung zu sagen?
Sie versprechen auch mehr oder weniger, daß die Autoren zurückschreiben und ein echtes Autogramm mitschicken wird.


Man fragt sich, wiewiele Briefe Lisa-Marie Blum wohl bekommen hat, oder?
Habt ihr schon jemals an eine Autorin oder einen Autor geschrieben?

Freitag, 13. März 2026

Weekend Traffic Jam Reboot - Woche 147

Willkommen beim Weekend Traffic Jam Reboot!
Meine Posts für den Linkup gehen freitags um 3.30 morgens live (das ist dem Zeitunterschied zu den USA geschuldet).



Noch ein Freitag, der 13. Seid ihr abergläubisch?
Ich konnte nicht glauben, daß ich, als ich auf Pxhere ging, um nach einem passenden Foto zu schauen, fünf Bilder von schwarzen Katzen bekam (drei davon dieselbe Katze) und ein Bild von "Jason" mit der Hockeymaske.
Schwarze Katzen bringen kein Unglück! Wann werden die Leute das verstehen? Ich meine, schaut doch. Könnte ich mehr Glück haben als mit diesem unschuldigen (und sehr geliebten) Mädchen?


Seid ihr für das Wochenende bereit?

Als Teil des Reboots werden wir jede Woche einen anderen Blog vorstellen.
Wie wäre es, wenn ihr vorbeischaut und hallo sagt? Sagt ihnen, daß wir euch geschickt haben.



Diese Woche fällt unser Spotlight auf Me And My Inklings.


Laura von Me And My Inklings schreibt: "Lauras fröhlicher, energiegeladener und kreativer Stil, der sich in ihren Designs auftaucht, spiegelt ihre Persönlichkeit wider. Sie ist immer bereit, ins kalte Wasser zu springen und etwas Neues auszuprobieren, Ideen zu teilen und gemeinsam mit anderen zu arbeiten, um tolle Ergebnisse zu erzielen. Sie engagiert sich zuverlässig als Freiwillige in den örtlichen Schulen und Organisationen im ganzen Land, um Kunst und Kreativität zu fördern."


Marsha von Marsha in the Middle hat 2021 als Training mit dem Bloggen angefangen, um ihre Neuroplastizität zu erhöhen. Ach, wem machen wir was vor? Marsha hat mit dem Bloggen angefangen, weil sie Kleidung liebt, und sie redet oder in diesem Fall schreibt einfach gern!

Melynda von Scratch Made Food! & DIY Homemade Household - Der Name sagt schon alles, wir haben uns im Osten von Texas angesiedelt, wobei sich drei Generationen das Land teilen. Ich koche und backe alles selber, wenn ich nicht gerade gärtnere oder den Hühnern nachlaufe, und stricke!

Lisa von Boondock Ramblings erzählt von den Büchern, die sie schreibt und liest, ihrem Glauben, Home-Schooling, Fotografie und mehr.

Cat von
 Cat's Wire hat, was sie ein Springspinnengehirn nennt. Sie hat viele Interessen und bloggt über das, was immer gerade ihre Aufmerksamkeit erregt - Handarbeiten, Bücher, alte Filme, Sammelwertes oder "einfach nur so".

Rena von Fine Whatever Blog schreibt über Stil, Leben im mittleren Alter und die "gut, was auch immer" Momente, die dem Leben Sinn und Spaß geben. Seit 2015 feiert sie Kreativität, Selbstvertrauen und die Freude am Alltag.


Hier ist meine Auswahl von ein paar Posts aus dem Linkup der letzten Woche (englischsprachig).


Marsha hat Fragen!

Olivia lädt zu einem Diskussionspost zum Thema verbotener Bücher ein.

Amy möchte, daß ihr euch auf Weihnachten vorbereitet. Nein, laßt sie ausreden, manche Dinge müssen früh begonnen werden - wie ein Quilt.

Habt ihr schon jemals von einem St. Patrick's Day-Baum gehört? Deb zeigt ihn euch!



Macht mit beim Linkup!

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Bitte besucht auch andere Blogs und laßt einen Kommentar da.

Zur Beachtung:
Wenn ihr am Weekend Traffic Jam Reboot teilnehmt, versichert ihr damit, daß der Inhalt euch gehört und ihr uns erlaubt, denselben zu teilen, falls euer Post oder euer Blog erwähnt werden.
Wir begrüßen unbegrenzten familienfreundlichen Inhalt. Dazu können Meinungsposts, Rezept, Reiseberichte, Modeideen, Handarbeiten, Second-Hand-Einkaufen, Lifestyle, Buchrezensionen  oder -diskussionen, Fotografie, Kunst und noch vieles mehr gehören!

Danke für's Mitmachen!
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