Donnerstag, 11. Juni 2026

Stummfilme - Huckleberry Finn

1884 erschien der Roman "Die Abenteuer des Huckleberry Finn", die Fortsetzung zu "Die Abenteuer des Tom Sawyer" von Mark Twain, im Vereinigten Königreich und kurze Zeit später in den USA.
Seither gabe es zahlreiche Verfilmungen. Die, die mich am meisten beeindruckte, einfach weil es die erste war, die ich je sah, gehörte zu den berühmten Weihnachtsvierteilern, einer deutsch-französisch-rumänischen Koproduktion von 1968, die ich als Wiederholung sah (ich war mehr am dem Huck-Schauspieler interessiert als an der Geschichte).
Wir hatten auch beide Bücher, die sich jetzt in meiner persönlichen Bibliothek befinden.

Heute habe ich für euch jedoch die früheste Verfilmung, "Huckleberry Finn" von 1920.


Ich bezweifle, daß ich diesmal groß über Spoiler nachdenken muß. Hier ist die Handlung.

Tom Sawyer und sein Freund Huckleberry haben einen Schatz gefunden und Geld daraus erhalten.
Die Witwe Douglas und ihre Schwester Miss Watson nehmen Huck unter ihre Fittiche. Huck ist nicht glücklich darüber, sich benehmen zu müssen, bleibt aber, damit er weiterhin Teil von Toms Bande bleiben kann.


"Pap", sein Vater, ist hinter dem Geld her und verschleppt Huck zu einer abgelegenen Hütte. Nachdem Pap im Delirium Tremens versucht, ihn umzubringen, täuscht Huck seinen Mord vor und flieht.
Als er sieht, daß die Leute aus der Stadt ein Brot mit Quecksilber darin in den Fluß werfen, weiß er, daß sie ihn für tot halten, und er macht Jackson's Island zu seinem "Königreich".
Eines Morgens findet er dort den schlafenden Jim vor, einen von Miss Watsons Sklaven. Jim ist weggelaufen, weil Miss Watson ihn an einen schlechten Mann verkaufen wollte. Er kann kaum glauben, daß Huck am Leben ist und bittet ihn, bei ihm bleiben zu dürfen.


Huck geht als Mädchen verkleidet in die Stadt, um das Neueste zu erfahren, und erfährt, daß die Stadtbewohner Jim im Verdacht hat, ihn ermordet zu haben und dann weggelaufen zu sein, und daß sie ihn auf Jackson's Island suchen wollen.


Also nehmen sie das Floß, das Jim gebaut hat, und fahren den Fluß hinunter, wo ihnen zwei Diebe begegnen, die aus einer Stadt geflüchtet sind.
Einer davon behauptet, von Geburt ein Herzog und ein Schauspieler zu sein (der andere bezeichnet sich im Buch als König), und in der nächsten Stadt legen sie das Publikum mit überteuerten Eintrittskarten für einen Bühnenauftritt herein.


Weiter den Fluß hinunter begegnet ihnen ein Mann, der die beiden Diebe fragt, ob sie die Brüder eines Mr. Wilks sind, der gestorben ist. Als sie hören, daß er einiges an Besitz hinterlssen hat, sehen sie eine Gelegenheit, Mr. Wilks' drei Töchter um alles zu betrügen.
Huck verliebt sich allerdings in eine der Töchter, Mary-Jane, und nach einer Weile verrät er ihr, daß die "Brüder" Gauner sind.


Dann tauchen zwei Männer auf und können durch ihre Kenntnis über die Tätowierung auf der Brust des Toten beweisen, daß sie die echten Brüder sind.
Huck und Jim gelingt es nicht, ohne die zwei Gauner abzuhauen, und als sie die nächste Stadt erreichen, verkauft einer von ihnen Jim an einen Mann names Phelps. Huck beschließt, Jim zu retten. Als er bei der Plantage ankommt, wird er von Mrs. Phelps begrüßt, die zufällig Tom Sawyers Tante ist und ihn für Tom hält.
Auf dem Weg nach Pikesville, um "seinen" Koffer zu holen, trifft Huck auf Tom.


Er erzählt ihnen von seinen Abenteuern und Jim, und natürlich denkt sich Tom sofort einen Plan aus. Er wird vorgeben, sein Bruder Sid zu sein, und werden Jim bei der Flucht helfen (wozu eine Verkleidung in Frauenkleidern gehört).
Als sie Jim herausschmuggeln und zum Floß gehen, werden sie von den Stadtbewohnern verfolgt und Tom bekommt einen Schuß ins Bein ab (die Szenen fehlen im Video). Obwohl Tom die Flucht durchziehen möchte, besteht Jim darauf, daß Huck einen Arzt holt, der Tom dann zum Haus der Phelps zurücktragen läßt.


Am nächsten Tag erscheint Toms Tante Polly und erzählt ihnen, daß Miss Watson vor einem Monat gestorben ist und Jim seine Freiheit gegeben hat, wie Tom weiß. Als er gefragt wird, warum er einen freien Mann befreien wollte, antwortet Tom, daß er es wegen des Abenteuers getan hat und er mit Huck ein weiteres erleben wird.
Huck jedoch wünscht sich, daß Tante Sally ihn adoptiert, damit er ein wohlerzogener junger Mann werden und zu Mary-Jane zurückkehren kann.

Und das erzählt er auch Mark Twain am Ende - daß es über ihn nichts mehr zu schreiben gibt außer vielleicht irgendwann eine Liebesgeschichte ...


Ich will gar nicht auf die Kontroverse rund um das Buch selber eingehen. Der Film hatte ein paar rassistische Momente, aber das hat mehr mit der Vorlage selber zu tun. Das N-Wort wird nur einmal von Jim selber benutzt. Ich weiß nicht, ob das Absicht waar.

William Desmond Taylor (heute bekannter für den ungelösten Mord an ihm im Jahr 1922 und dem darauf folgenden Skandal) hat drei Film nach den Büchern von Twain gemacht, "Tom Sawyer" 1917, "Huck and Tom" 1918 und "Huckleberry Finn" 1920.

Der Film wurde als verschollen angesehen, bis in den 60ern ein Abzug davon in einem dänischen Archiv gefunden und 2006 restauriert wurde. Wie oben erwähnt fehlen Szenen, die in Zwischentiteln erläutert werden.
E. W. Kemble, der Illustrator der Originalausgabe, meinte, daß Taylor seine Illustrationen nahm und zum Leben erweckte.

Tatsächlich ist der Film recht buchgetreu, obwohl Teile ausgelassen wurden, zum Beispiel wie Jim Paps Leiche findet oder die tödliche Familienfehde, deren Zeuge Huck wird.
Daß diese fehlen, macht ihn zu einer recht freundlichen Verfilmung, obwohl der Teil, in dem Huck von seinem Vater festgehalten und bedroht wird, ziemlich gewalttätig ist.
Ich denke, es wäre interessant, mehr davon zu sehen, wie mit der Erzählung um Jim herum umgegangen wurde, die leider fehlt, zum Beispiel der Flucht (Schande über Tom dafür, einen so komplizierten Plan nur um des Abenteuers willen auszuhecken anstatt Jim zu sagen, daß er ein freier Mann ist). Ich hätte das der Geschichte vom Herzog und König vorgezogen, die sehr langsam war.
Außerdem wurde die Beziehung zwischen Huck und Jim nicht sehr erforscht, Hucks Entscheidung, Jim nach dem Verkauf zu retten, ausgeschlossen.

Lewis Sargent gab einen überzeugenden Huck ab, und es ist erwähnenswert, daß in einer Zeit, in der Blackface in Filmen gängig war, die Rolle von Jim nicht von einem weißen Mann, sondern von George Reed gespielt wurde.

Alles in allem wird es der Film nicht auf meine Favoritenliste zum nochmal Anschauen schaffen, weil ich mit der Geschichte an sich ein Problem habe.


Quellen (englischsprachig):

1. David Kiehn: Huckleberry Finn. Auf: San Francisco Silent Film Festival. Essay. 2011
2. Lorraine Lo: Huckleberry Finn (1920). Auf: TCM. Articles. 10. Oktober 2011


Es tut mir leid, daß meine Quellen meist nur englischsprachig sind, aber mein englischer Blog wird einfach mehr frequentiert und der Zeitaufwand für die Recherche ist oft so groß, daß ich nicht auch noch die Zeit finde, adäquate deutsche Quellen zu suchen. Sollte euch ein Artikel interessieren, gibt es Übersetzungsprogramme, die zumindest einen Eindruck vermitteln können.

Mittwoch, 10. Juni 2026

Erzählt uns von ... Sonnenschein

Ich wurde gefragt, ob ich jeden zweiten Donnerstag im Monat an der Global Writing Challenge teilnehmen möchte.
Meine Posts werden etwas früher live gehen (um einen Zusammenstoß mit den Stummfilmen zu vermeiden), wenn also die Posts der anderen noch nicht live sein sollten, schaut bitte später nochmal vorbei.
Aktuell sind dabei: Deb’s WorldSuzy TurnerWithin a World of My OwnOnce Upon a Time Happily Ever After, Marsha in the Middle, Coffee and Cocktails at the Casa und ich. Es macht Spaß zu erfahren, wie unterschiedlich alle das Thema interpretieren.
Ihr könnt mitspielen und bei unserem Link Up mitmachen!
Wenn das für euch zu kurzfristig ist, vielleicht nächstes Mal? Das Thema für Juli wird "Tanzen" sein.


Das Thema für diesen Monat ist "Sonnenschein". Autsch.
Ich möchte gern damit anfangen, einen Cartoon eines meiner Lieblingszeichner zu beschreiben, Graham Annable alias Grickle. Am liebsten mag ich seine Vampircartoons.
Ich teile zwar die Arbeit von Künstlern nicht ohne Erlaubnis, aber ihr könnt den Cartoon hier finden.

Man sieht einen Vampir, der auf seiner Couch sitzt, in der Hand seine tragbare Spielkonsole. Hinter ihm steht eine seltsam aussehende Rüstung, sein Wolf schläft auf dem Teppich, auf einem Tischchen steht eine Lampe mit einem Totenschädel. Alles ist grau, die einzigen Farben sind die der Konsole und des warmen Lichts, das von ihr ausgeht - und die Bildunterschrift heißt "Der einzige Grund dafür, daß er Animal Crossing spielte, war es, einmal wieder im Sonnenschein spazierenzugehen."

Awww 
😍
Aber, ähm, ja, ich bin nicht dieser Vampir. Ich bin die Sorte Vampir, die den Sonnenschein nicht aus Notwendigkeit meidet, sondern aus Überzeugung.
Ich war das "Schattenkind" unter dem Baum im Freibad, während meine Freundin eine Wurst auf dem Grill nachstellte, weil sie die Sonne liebt.
Ich bin die, die die Rolläden runterläßt, wenn andere sie hochziehen.
Zerrt mich in die Sonne und es könnte sein, daß ich euch anfauche - oder möglicherweise in einer Wolke von Staub zerfalle wie Hammers Dracula.
Wenn ihr schon eine Weile dabei seid, wißt ihr bereits, daß ich mich statt zur Sonne sehr zum Mond hingezogen fühle, auch wenn ich nicht an einem Vollmond vorbeifliege.


Was ihr aber vielleicht nicht wißt ist, daß ich gar nichts gegen die Sonne an sich habe, nicht daß ich jemals vorher so richtig darüber nachgedacht hatte.
Es ist keine Frage, daß wir die Sonne brauchen. Unser Planet braucht die Sonne für Licht, Wärme, Schwerkraft, Vitamin D - kurz gesagt zum Leben, und eine Menge verschiedener Kulturen wußten das schon lang, nur schrieben sie es Sonnengottheiten zu und erschufen Sonnenkulte um diesen Glauben herum.

Göttin Sunna im V&A,
gemeinfrei über Wikipedia

Wir kennen alle die Geschichten über uralte Völker, die während einer Sonnenfinsternis in Panik geraten. Ich habe selber eine komplette Sonnenfinsternis miterlebt, und obwohl es regnete und wir nichts zu sehen bekamen, bekam ich durch die Dunkelheit und Stille eine Vorstellung davon, wieviel erschreckender das für Menschen gewesen sein mußte, die nicht verstanden, was da passiert, und nicht wußten, ob das Sonnenlicht zurückkehren würde.

Sonnenwagen von Trundholm
Bild von Nationalmuseet, CC BY-SA 3.0

Als ich ein Kind war, war mein gelber Buntstift immer der kürzeste. Ich habe es absolut geliebt, eine große Sonne in die Ecke eines jeden klassischen "Landschaft mit Haus" Bildes zu machen. Keine volle Sonne, sondern so eine wie die hier - ja, das ist praktisch eine Kopie des Bildes, von dem ich mich erinnere, es im zarten Alter von 8 oder 9 im Haus meiner Freundin gemalt zu haben.
Okay, nicht wirklich, ich hatte nur Filzstifte zur Verfügung, aber kein Hellblau für den Himmel und kein Braun für einen Baum, und das Gras komplett auszumalen hätte nicht mit den Blumen zusammengepaßt, also mußte ich einige kleine Veränderungen vornehmen. Ich kann nicht behaupten, daß sich meine zeichnerischen Fähigkeiten seither sehr verbessert haben, denn normalerweise bin ich kein Fan von Tiny Houses. Vielleicht ist es ja ein Feenhaus. Ihr bekommt eine Vorstellung, das ist die Hauptsache.
Wie ihr sehen könnt, hatten meine Sonnen immer ein breites Lächeln und die sich abwechselnden kurzen und langen Strahlen.


Sonnen (und Sonnenblumen, die ihren Namen ja nicht umsonst tragen) sind aber nicht nur in meinen Zeichnungen aufgetaucht, sondern auch in meinen Schmuckkreationen.

Bild in der Mitte über pxhere

Ich schätze, man könnte also sagen, daß ich die Sonne als Lebensgeberin und Inspiration schätze und das Konzept von Sonnenschein liebe, solange ich nicht selber mitten in der Sonne sein muß (und dafür habe ich sogar meine Medikamente als gültige Entschuldigung).
Ich denke, das ist ein ziemlich guter Kompromiß
 🌞

Schauen wir jetzt mal, was uns die anderen (auf Englisch) zu erzählen haben (Debbie ist noch auf Reisen).


Suzy schreibt von ihrer sich verändernden Beziehung zu Sonnenschein und warum sie ihn jetzt viel mehr schätzt als sie es je zuvor getan hat.

Sally
 
teilt von Sonnenschein inspirierte Outfits und handgemachten Schmuck.

Leslie
 
hat für ihre Reise ins Vereinigte Königreich ein bißchen El Paso Sonnenschein in ihre Tasche gepackt.

Obwohl sie ihre Schüler angefleht haben, nicht zu singen, liebt Marsha Musik. Diesmal schreibt sie über Lieder, die sie liebt, die Sonnenschein erwähnen!

Amy 
schreibt über ihr erstes Jahr, in dem sie die Freiheit hat, dem Sonnenschein in allen vier Jahreszeiten hinterherzujagen.


Und jetzt ihr. Erzählt uns von Sonnenschein und macht bei unserem Link Up mit!


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Dienstag, 9. Juni 2026

10 am 10., ähm, 9. - Dinge, die wir an der kommenden Jahreszeit lieben

Einen Tag zu früh, sorry, denn morgen ist schon von einem anderen Post besetzt, der am Donnerstag hätte erscheinen sollen, der aber schon mit einem Stummfilmpost besetzt ist. Wie kann Bloggen so kompliziert sein?
Wie auch immer, ohne weitere Umschweife ...


Ähm ... ihr denkt vielleicht, daß das sehr einfach sein müßte, für mich ist es das aber nicht.
Schauen wir mal, wie weit ich komme.

Mein Geburtstag.


Das war doch jetzt einfach, oder? Nicht, daß mein Geburtstag für mich ein so besonderer Tag wäre. Ich habe ihn nie so gefeiert, wie das viele andere tun (außer einmal, aber das ist eine lange Geschichte), es gibt keine Party, klein oder groß. Ich bekomme vielleicht ein, zwei Besucher, was ich mag, und ich bin ein oder zwei Geschenken nicht abgeneigt, vor allem kleinen Überraschungen, aber ich bin genauso glücklich damit, den Tag ganz allein zu verbringen (warum verspüre ich den Drang, ein Smiley dazuzusetzen, um klarzumachen, daß ich das wirklich so meine?)


Das nenne ich mal eine nachhaltige
Geburtstagskarte, ich fand die Idee klasse!

Das heißt übrigens nicht, daß ich einer von den Menschen bin, die ein Problem mit ihrem Geburtstag haben, also der ansteigenden Zahl. Ich schätze mal, ich bin einfach über die Kindheitserregung hinaus.
Witzige Tatsache - ich habe an dem Tag immer Urlaub genommen, egal ob ich Pläne hatte oder nicht, also war es immer "mein" Tag.

Eiskaffee.

Ich hatte mir nie Gedanken darüber gemacht, ob es Eiskaffee auch in anderen Ländern gibt.
Während des zweiten Besuchs meiner amerikanischen Freundin Jenn in Deutschland gingen wir in ein Café und fragten sie, ob sie gern einen probieren würde. Sie lehnte das vehement ab, weil sie dachte, daß wir Kaffee mit Eiswürfeln meinten, und sie war sehr überrascht zu sehen, was wir bekamen. Nachdem sie probiert hatte, mußte sie sofort ihren eigenen haben und er wurde zu einem ihrer Favoriten (neben Leberkäswecken).
Ich trinke selten Kaffee, jahrelang - damals war der geeiste Kaffee bei uns noch kein Ding - war es die einzige Weise, wie ich ihn überhaupt trank.


Sommererinnerungen.

Sommererinnerungen waren tatsächlich schon mal ein Thema für die 10 am 10. Ich habe gute Erinnerungen, aber den Post zu lesen half mir bei diesem hier nicht, denn das sind Dinge, die so nicht mehr geschehen werden, zum Beispiel wegen meiner eingeschränkten Mobilität - keine Sommerflohmärkte, keine Reisen, keine langen Waldspaziergänge usw.
Ich habe aber noch die Erinnerungen, schöne und witzige!

Sommerregen.

Nach einem heftigen Hagel vor einigen Jahren bin ich bei Gewitter nicht mehr ganz so entspannt, aber ein schöner langer Regen nach einer heißen Phase ist absolut das Beste.
Wenn andere reinrennen, gehe ich hinaus, um mich abzukühlen.

Ich liebe dieses alte Bild und ich kann
es hören, riechen und fühlen.

Bäume, Seen und Teiche.

Meiner Meinung nach sind das in der Sommerhitze die besten Plätze. Manch anderer würde wahrscheinlich einen Strand wählen, aber ich bin kein so Strandfan, was gut paßt, da es in der Gegend keine gibt.

Gemeinfrei über pxhere

Ich weiß nicht, wie gute meine Chancen sind, irgendwohin zu kommen, aber zumindest habe ich es diesen Monat schon an einen meiner Lieblingsplätze geschafft. Extrapunkte dafür, daß dort so früh am Morgen noch niemand war außer einem Radfahrer, der ein Bild machte und wieder ging.

Der Lautertopf, die Quellen des kleinen Flüßchens Lauter.

Jammern.

Wie ihr sehen könnt, greife ich jetzt
ernsthaft nach Strohhalmen hier!
Ich liebe es, im Sommer zu jammern. Nun ja, ich liebe es nicht, daß ich jammern muß, also heißt "Liebe" in dem Fall eher, daß ich nicht anders kann. Manchmal ist es vielleicht eher ein armseliges Stöhnen.
 Sehr nervig.

Mein Ventilator.

Auf Englisch funktioniert das Wortspiel besser - I'm my fan's biggest fan, ich bin der größte Fan meines Ventilators - und es ist mir egal, wenn mir Leute sagen, daß ein Ventilator nichts bringt. Mir bringt er was. Wenn das nur in meinem Kopf ist, bitte, Hauptsache es funktioniert.


Das wär's dann von einer mürrischen Sommerhasserin.
Tut mir leid, aber ich habe einfach nicht mehr als diese recht schwachen sieben zusammengebracht, da Sommer die Jahreszeit ist, die ich am wenigsten mag.
Nach einer sehr heißen Woche habe ich mehreren Leuten erklärt, daß ich mich sehr auf September und meine Lieblingsjahreszeit freue. 
Ich habe sogar in der Familie recherchiert, um mich auf zehn zu bringen, aber das einzige, was uns klar wurde, war, daß wir in mancher Hinsicht sehr unterschiedlich sind!
 😂 

Sonntag, 7. Juni 2026

Die magische Zahl?

Im Januar habe ich einen Post darüber geschrieben, wie ich gern meine Bücher lese. Damit meine ich nicht, wo ich lese oder ob ich Hintergrundgeräusche mag (vielleicht wird das ja irgendwann ein anderer Post), sondern das Medium, das ich bevorzuge.
Am Ende des Posts habe ich geschrieben, daß ich jetzt normalerweise drei Bücher auf einmal lese, ein gedrucktes Buch, ein E-Book und ein Buch, das ich vorlese - nun meistens digital, weil es schwierig ist, einer Katze vorzulesen, die bei einem auf der Brust liegt, und außerdem mit einer Hand ein Buch zu halten, wenn die andere offensichtlich dazu benötigt wird, die besagte Katze zu streicheln.


Dann hörte ich eine britische Schriftstellerin und Moderatorin sagen, daß sie ungefähr sieben bis acht Bücher auf einmal liest. Jedem das Seine, aber ich habe mich gefragt, ob ich das fertigbringen würde - oder eigentlich eher, ob ich das überhaupt wollen würde.

Als erstes sollte ich klarstellen, daß ich über Lesen zur Entspannung spreche.
Wenn man etwas lernt oder für etwas recherchiert, ist es nicht ungewöhnlich, daß man mit mehreren Büchern auf einmal arbeitet, aber diese Art von Lesen kann auch bedeuten, daß man zwischen Kapiteln hin und her springt, Kapitel überspringt, Teile noch einmal liest usw. Ich meine das Lesen oder Anhören eines Buches vom ersten bis zum letzten Wort (Prolog und Epilog eingeschlossen 
😉).

Ich bin nicht die erste, die darüber schreibt oder spricht, es gibt eine
Menge Posts und Artikel über das Thema - das ist auch der Grund dafür, daß ich nicht über den Nutzen oder Nachteile spreche - aber ich bin mir sicher, daß ihr meine persönliche Meinung wissen möchtet. Nee, nicht im Ernst, es war einfach nur ein Thema, das mir letztes Wochenende einfiel, als ich mit einem Buch fertig war und darüber nachdachte, was ich als nächstes lesen sollte.

Dann erwähnte ich die drei Bücher auf einmal einer Freundin gegenüber und sie klang sehr überrascht. Ich dachte nicht daran, sie zu fragen, ob das ihrer Meinung nach zu wenige oder zu viele waren oder ob es sie überraschte, wie stur ich zweifellos in Bezug auf die Zah
l drei klang (ich habe inzwischen gefragt, es war das letzte).

Ja, ich habe einen Order, der "NOW" heißt und nein,
darin sind nie mehr als Bücher.

Das ist übrigens keine Zahl, die ich aktiv gewählt habe. Es passierte einfach irgendwie, weil mir auffiel, daß ich abgelenkt wurde, wenn ich versuchte, mehr als drei auf einmal zu lesen (nochmal, Recherchematerial nicht eingeschlossen). Außerdem müssen es unbedingt zwei verschiedene Genres sein. Zwei Vintage Crime-Bücher, zwei Kinderbücher, zwei Bücher, die mit Film zu tun haben ... das geht bei mir gar nicht.
Es war anders, als ich noch pendelte, da ein Buch für die Fahrt war, ein anderes für zu Hause, und das konnte dann auch dasselbe Genre sein.

Ich bin froh, für mich die richtige Routine gefunden zu haben, die mich weder überfordert noch verwirrt, und ich denke, alle müssen das tun, was für sie funktioniert.
Ich bin kein Fan von "warum ihr zwei Bücher auf einmal lessen
solltet".
Wenn Leute lieber ein Buch nach dem anderen lesen, weil sie zum Beispiel finden, daß sie Autoren ihre ungeteilte Aufmerksamkeit schulden, laßt sie das tun.
Wenn Leute acht Bücher zu ihrem Glück brauchen, gerne.
Wenn Leute gern einen Roman und ein Sachbuch zum selben Thema oder aus derselben Zeit lesen, um zu vergleichen, gut für sie (ich fange lieber mit einem Roman an und lese dann ein Sachbuch, wenn ich mehr wissen möchte).
Wenn Leute gerne Bücherstapel im gesamten Haus mögen (ich nicht mehr), großartig!
Wenn ihr Bücher gern von der Laune abhängig auswählt (das gilt absolut für mich), freut euch daran, daß das geht.
Es war interessant zu lesen, daß manche Leute das Gefühl hatten, sich dafür entschuldigen zu müssen, daß sie nur ein Buch lesen, und andere dafür, mehr als ein Buch auf einmal zu lesen. Warum ist das so?

Gemeinfrei über pxhere

Ein Nutzen, der in mehreren Artikeln oder Posts erwähnt wurde, war, daß man schneller durch seine Leseliste kommt.
Ich gestehe, daß ich das nicht ganz verstanden habe.
Zugegeben, wenn man eine Pause von einem Buch nimmt, mit dem man sich schwertut und etwas Einfacheres liest, gibt einem das vielleicht einen Energieschub für das erste.
Alles in allem brauche ich aber eine bestimmte Zeit für ein Buch und wie verändert das Hin- und Herspringen zwischen Büchern das? Mal theoretisch gesprochen, wenn ich für ein Buch einen Tag brauche und ein anderes einen Tag, wie komme ich dann schneller durch meine Liste, wenn ich zwischen ihnen abwechsle? Gibt es Menschen, die dann auf magische Weise nur anderthalb Tage für beide brauchen?
Ernsthafte Frage, vielleicht könnt ihr mir das ja erklären.

Ich würde echt gern von eurer eigenen Routine erfahren und warum ihr euch dafür entschieden habt, nur ein oder mehrere Bücher auf einmal zu lesen.

Freitag, 5. Juni 2026

Weekend Traffic Jam - Woche 159

Willkommen beim Weekend Traffic Jam Reboot!
Meine Posts für den Linkup gehen freitags um 3.30 morgens live (das ist dem Zeitunterschied zu den USA geschuldet).



Kürzlich wollte meine Fernbedienung meinen Fernseher nicht mehr anschalten. Mein erster Gedanke waren natürlich Batterien, aber ich hatte die richtige Größe nicht mehr. Als ich welche bekam, war es so enttäuschend, daß es immer noch nicht funktionierte. Könnt ihr glauben, daß mein Fernseher keinen An/Aus-Knopf hat ... es sei denn, er wäre unsichtbar? Auch den Stecker rauszuziehen funktionierte nicht.
Also bestellte ich eine neue Fernbedienung, sie sind nicht teuer, und verbrachte mehrere Tage - dank eines Feiertags - damit, darauf zu warten. Sie kam am selben Tag wie mein neuer Fernsehstick, der mit seiner eigenen Fernbedienung ankam.
Nicht zu fassen! Ich konnte nicht nur diese Fernbedienung dafür benutzen, den Fernseher anzuschalten, sondern all die anderen Knöpfe auf der alten gingen ebenfalls einwandfrei. Am nächsten Tag funktionierte dann auch der An/Aus-Knopf wieder. Nach vier Tagen. War ja klar.
Ich freute mich so darauf, meine neuen DVDs anzuschauen ... stellte aber fest, daß die Fernbedienung des Players nicht ging, nachdem sie am Tag zuvor noch problemlos funktioniert hatte. Diesmal war es aber die Batterie. Was für ein Zufall!
Denkt ihr, das ist vielleicht eine geheime Fernbedienungsverschwörung, um mich in den Wahnsinn zu treiben? Als nächstes werden sie vermutlich versuchen, mich zu kontrollieren!

Gemeinfrei über pxhere

Seid ihr für das Wochenende bereit?

Als Teil des Reboots werden wir jede Woche einen anderen Blog vorstellen.
Wie wäre es, wenn ihr vorbeischaut und hallo sagt? Sagt ihnen, daß wir euch geschickt haben.

Diese Woche fällt unser Spotlight auf
 Crafty Gardener.


Linda von Crafty Gardener schreibt: "Willkommen, ich freue mich, daß ihr vorbeischaut. Wie das Leben ist diese Seite eine Sammlung von vielen Dingen.
Ich liebe Basteln und ich liebe Gärtnern ... so entstand mein Name ... Crafty Gardener, im wirklichen Leben Linda. Nun da ich im Ruhestand bin, habe ich mehr Zeit, all die Dinge zu tun, die ich liebe, und ich frage mich oft, wie ich die Zeit fand, arbeiten zu gehen. Ich habe meine Liebe zum Gärtnern und Basteln geteilt, seit meine Seite 2004 mit meiner eigenen Domain als Geschenk von meiner Familie entstand.
Gärtnern ist nur ein wichtiger Teil meines Lebens. Familie ist der wichtigste Teil. Wir sind seit über 50 Jahren verheiratet, haben drei schöne Töchter und gutaussehende Schwiegersöhne und vier wunderbare, energiegeladene Enkel, die uns zum Lächeln bringen und jung halten!
...
Es gibt auch Basteln, Lesen, Nähen, Genealogie und all die anderen kleinen Dinge, die unser Leben interessant und wichtig machen. Ihr könnt die Aufklappmenüs oben auf der Seite nutzen, um viele meiner Ideen, Muster, Rezepte, Bücher und mehr zu sehen
."


Marsha von Marsha in the Middle hat 2021 als Training mit dem Bloggen angefangen, um ihre Neuroplastizität zu erhöhen. Ach, wem machen wir was vor? Marsha hat mit dem Bloggen angefangen, weil sie Kleidung liebt, und sie redet oder in diesem Fall schreibt einfach gern!

Melynda von Scratch Made Food! & DIY Homemade Household - Der Name sagt schon alles, wir haben uns im Osten von Texas angesiedelt, wobei sich drei Generationen das Land teilen. Ich koche und backe alles selber, wenn ich nicht gerade gärtnere oder den Hühnern nachlaufe, und stricke!

Lisa von Boondock Ramblings erzählt von den Büchern, die sie schreibt und liest, ihrem Glauben, Home-Schooling, Fotografie und mehr.

Cat von
 Cat's Wire hat, was sie ein Springspinnengehirn nennt. Sie hat viele Interessen und bloggt über das, was immer gerade ihre Aufmerksamkeit erregt - Handarbeiten, Bücher, alte Filme, Sammelwertes oder "einfach nur so".

Rena von Fine Whatever Blog schreibt über Stil, Leben im mittleren Alter und die "gut, was auch immer" Momente, die dem Leben Sinn und Spaß geben. Seit 2015 feiert sie Kreativität, Selbstvertrauen und die Freude am Alltag
.


Hier ist meine Auswahl von ein paar Posts aus dem Linkup der letzten Woche (englisch und holländisch).




Ich wünschte, ich hätte diese Ausstellung sehen können, es sieht so aus, als ob Gail viel Spaß gehabt hätte.

Nicole genießt ihr Morgenzimmer.

Amalia stellt uns Dawn und Dusk vor, so goldig.

Jeanne hat ein so wunderschönes Mosaik von einem blühenden Baum gemacht.

Mie hat einen hübschen Ort für einen Besuch gefunden - mit Ziegen!


Macht mit beim Linkup!

Richtlinien:

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Wir begrüßen unbegrenzten familienfreundlichen Inhalt. Dazu können Meinungsposts, Rezept, Reiseberichte, Modeideen, Handarbeiten, Second-Hand-Einkaufen, Lifestyle, Buchrezensionen  oder -diskussionen, Fotografie, Kunst und noch vieles mehr gehören!
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Donnerstag, 4. Juni 2026

Stummfilme - In Nacht und Eis

Ich glaube nicht, daß ich euch groß etwas über die RMS Titanic erzählen muß. In den frühen Stunden des 15. April 1912 stieß der Ocean Liner auf der Jungfernfahrt mit einem Eisberg zusammen und versank in wenigen Stunden.

Nun aus dem Weg mit dir, James Cameron!
Der Film, den ich euch heute vorstelle, ist der zweite Film über die Katastrophe (der erste hat nicht überlebt). Er kam 1912 nur vier Monate nach dem Untergang der Titanic heraus
 und heißt "In Nacht und Eis".


Der Film beginnt wie eine Wochenschau für das Kino.
Als erstes wird uns gezeigt, wie die Passagiere an Bord des Schiffs gehen (und sogar an diesem Punkt geben uns die Zwischentitel schon Beispiele dafür, wer überlebt hat und wer ertrunken ist!).



Als nächstes sehen wir, was die Passagiere an Bord tun - Spiele, Spaziergänge an Deck und Treffen im "vornehmen 'Café Parisien'".
Ich bin besonders vom zweiten Spiel fasziniert, bei dem die beiden Männer versuchen, ähm, sich gegenseitig nur mit den Füßen aus dem Kreis zu schieben?


Wir sehen außerdem die Mannschaft bei der Arbeit, den Kapitän, den ersten Offizier auf der Brücke, einen Seemann im Krähennest, die Heizer im Kesselraum, die Telegrafisten (so im Film genannt), während die Passagiere (nur die wohlhabenden, die anderen erhalten nur eine kurze Erwähnung) sich für einen netten Abend vorbereiten.
Dann erhält der erste Offizier die Eisbergwarnung und von da an wird es ein bißchen weniger dokumentarisch.

Ich bin darüber geteilter Meinung. Einerseits ging mir der Schock der Leute im Café oder in den Kabinen, wenn das Schiff zu schwanken beginnt, näher als ich erwartet hatte. Aus dem Grund schaue ich normalerweise auch keine Katastrophenfilme oder -dokumentationen an.
Andererseits haben wir das hier ...


Der erste Offizier und der Kapitän erwiesen sich als echte Profis (die Charaktere und die Schauspieler). Ein Glanzstück an übertriebenem Spiel. In weniger als zwei Sekunden ging ich von echtem Mitgefühl mit den Passagieren zu hysterischem Gekicher über.
Wahrscheinlich müßtet ihr es selber sehen, um zu verstehen warum.
Sie liefen weg, zusammen oder einzeln, kamen zurück, schauten durch das Fernglas, faßten sich an die Köpfe, streckten die Arme aus, und Wiederholung. Es war einfach zuviel - jedenfalls für mich.

Wir bekommen auch den Zusammenstoß des Schiffs mit dem Eisberg zu sehen. Das hier soll ein Modell von 8 Metern Länge gewesen sein. Bin es nur ich, die das nicht glaubt?


Obwohl die Leute in Panik verfallen und eine Menge hin und her rennen, ist keine der Szenen irgendwie reißerisch. Wir sehen keine Menschen vom Schiff springen oder ertrinken. Der Film konzentriert sich nicht so sehr auf den Horror wie auf die Tapferkeit und Heldenhaftigkeit, was sehr schön dadurch illustriert wird, daß der Kapitän den Passagieren an Deck zuruft: "Be British!" (oh das Klischee), während die Kapelle "Näher, mein Gott, zu dir" spielt.

Eines der tapferen Crewmitglieder ist der erste Telegrafist. Es gibt eine lange Szene, in der die Telegrafisten Notrufe morsen, aufstehen, sich wieder hinsetzen und wie wild Hebel bedienen (keine Ahnung, ob es so gemacht wird, wie sie es getan haben, es sah nicht sehr organisiert aus, und Schande über mich, ich mußte wieder kichern).

Man sieht eine Menge Leute an diesem Fenster hin und her laufen.

Das Schifft sinkt immer weiter.
 

Es gibt eine sehr bewegende Szene, in der der Kapitän den ersten Telegrafisten von seiner Pflicht entbindet (der zweite ist dabei, das Schiff zu verlassen), aber wir erfahren, daß beide bereit sind, mit dem Schiff unterzugehen, und daß sie nur an die Rettung der Passagiere denken.


Am Ende werden wir informiert, daß der Kapitän von einer Welle über Bord gespült wird (ignoriert, daß es im Film keine solchen Wellen gibt), einem ertrinkenden Passagier zu einem Rettungsboot hilft, aber ablehnt, selber einzusteigen.
Der Effekt wird jedoch ein bißchen dadurch verdorben, daß er im Wasser zu gehen statt zu schwimmen scheint ...


Dies ist einer der frühesten Katastrophenfilme und er enthält Spezialeffekte, die so vorher nicht in deutschen Filmen zu sehen waren.
Der Regisseur war der 24 Jahre alte Rumäne Mime Misu, der trotz des Erfolgs dieses Films eine recht kurze Filmkarriere hatte.
"In Nacht und Eis" wurde in verschiedenen Städten, auf einem deutschen Ozeanschiff, auf beweglichen Sets und auf einem See gefilmt.

Interessant ist auch, daß der Film jahrzehntelang als verschollen galt. Während des Hypes um Camerons "Titanic" wurde er in einem Zeitungsartikel erwähnt und mehrere Leute reagierten darauf mit der Aussage, daß sie tatsächlich Kopien besaßen. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie alte Schätze plötzlich wieder auftauchen.
Falls ihr an mehr Informationen über den Film interessiert seid, schaut euch die Website "Titanic's Officers" an, die Info über die Offiziere enthält, aber auch eine Menge Artikel, einen davon zu diesem Film. Außerdem hat der Besitzer der Website mit einigen Leuten zusammengearbeitet, um eine Version des restaurierten Films mit englischen Zwischentiteln zur Verfügung zu stellen.

Jetzt möchtet ihr wissen, wie mir der Film gefallen hat, weil ihr von meinen widersprüchlichen Aussagen etwas verwirrt seid?
Nun, tatsächlich hat er mir recht gut gefallen (trotz des Gekichers), und obwohl er 40 Minuten lang ist und manche der Szene nicht super aufregend waren - wie die Damen, die sich für das Café anziehen - war mir nicht langweilig.
Okay, dann gab es halt etwas unfreiwilligen Humor, aber ich fühlte mich ein bißchen schuldig, meinem kindischen Drang nach Gekicher nachgegeben zu haben. Ihr wißt, daß ich immer gern betone, daß wir auch das Alter und die Geschichte eines Films in Betracht ziehen müssen.
Ich kann aber nicht abstreiten, daß mich der Sprung von den Wochenschau-Vibes zu hochdramatischem Spiel überrascht hat.

Ihr müßt außerdem daran denken, daß das nur ein paar Monate nach dem Unglück war, was die Emotionen des Publikums, das noch nicht so unter Übersättigung litt wie wir heute, noch verstärkt haben muß.
Es gibt auch heute immer noch Leute, die sich darüber streiten, was genau passiert ist und warum, und ihr könnt euch vorstellen, wieviel mehr unterschiedliche Informationen und Meinungen es zur Zeit des Drehs gegeben haben muß.
Also mag der Film zwar nicht komplett akkurat sein, ist aber trotzdem gut anzuschauen.


Quellen und weitere Lektüre (englischsprachig):

1. "In Night and Ice" (mit englischen Zwischentiteln) auf dem YouTube-Kanal "Titanic's Officers"
2. Dan Parkes: "In Nacht und Eis" - "In Night and Ice" - 1912 German Titanic Film. Auf: "Titanic's Officers" Website


Es tut mir leid, daß meine Quellen meist nur englischsprachig sind, aber mein englischer Blog wird einfach mehr frequentiert und der Zeitaufwand für die Recherche ist oft so groß, daß ich nicht auch noch die Zeit finde, adäquate deutsche Quellen zu suchen. Sollte euch ein Artikel interessieren, gibt es Übersetzungsprogramme, die zumindest einen Eindruck vermitteln können.

Dienstag, 2. Juni 2026

A Good Book & a Cup of Tea - Juni 2026 Linkparty

Willkommen zu A Good Book & A Cup of Tea (eine monatliche buchbezogene Link Party)!
Dieser Link Up ist für Posts zu Büchern und Lesen oder alles, was damit zu tun hat (sogar Filme, die auf Büchern basieren!).


Jede Linkparty wird einen Monat lang offen sein.
Meine Mithosts für diesen Event sind Lisa von Boondock Ramblings und Erin von Still Life, With Cracker Crumbs.
Ihr könnt bei jeder von uns verlinken.

Da dies mein erstes Mal als Mithost ist und das ganze recht kurzfristig war, habe ich keine Features von der Mai-Linkparty ausgesucht, verspreche aber, nächstes Mal besser vorbereitet zu sein.


Das sind die Richtlinien:

1. Blogger können unbegrenzt Posts, die mit Büchern und Lesen zu tun haben, verlinken. Es können ältere oder neuere Posts sein. Dieses können Posts darüber sein, was ihr lest, Buchbesprechungen, Bücher, die neu in eurem Regal gelandet sind, Lesegewohnheiten, was ihr gelesen habt, Ausflüge in den Buchladen und so weiter. Ihr wißt schon.
2. Verlinkt zu einem spezifischen Blogpost (den Link zum Post selber, nicht der Website). Verlinkt gern auch ältere Posts, von denen ihr meint, daß sie auch noch etwas Liebe und Aufmerksamkeit vertragen könnten.
3. Bitte schaut bei mindestens zwei anderen Bloggern auf dieser Liste vorbei und gebt Kommentare bei ihren Posts ab. Habt Spaß! Interagiert! Holt euch ein paar Bücherempfehlungen.
4. Leser*innen können auf den blauen Button unten klicken, um Blogposts zu besuchen.
5. Mit eurer Verlinkung gebt ihr mir die Erlaubnis, eure(n) Post(s) zu teilen und darauf zurück zu verlinken.


You are invited to the Inlinkz link party!

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