Donnerstag, 20. August 2026

Stummfilme - Danse Macabre

Neue Woche, neuer Kurzfilm (tut mir leid, aber es ist immer noch zu heiß, und obwohl man während einer Fernsehserie mal ein bißchen die Augen zumachen kann, funktioniert das seltsamerweise nicht, wenn man einen Stummfilm anschaut ...).
Heute ist es ein experimenteller Film, oooh.
Hier haben wir "Danse Macabre" von 1922.


"Mitternacht im pestverseuchten Spanien -- Jugend und Liebe flüchten vor Tod, der ihren Spuren folgt -
Liebe spürt seinen unheimlichen Atem und fällt in Ohnmacht - - - Jugend verzweifelt und betet, - als schaut! - der Hahn der Dämmerung kräht und Tod in den Schatten seines Grabes verblaßt."

Die Skelette bewegen sich, bis sie die Titelworte formen.

Jugend und Liebe betreten einen Raum. Jugend entzündet eine Kerze und die Liebenden liegen sich in den Armen.


Wenn sie geglaubt haben, hier sicher zu sein, irren sie sich, denn Tod folgt ihnen bereits.


Jugend schenkt Liebe eine Stola und einen Fächer und sie tanzen miteinander.


Liebe beginnt die Nähe von Tod zu spüren. Sie fühlt sich schwach und bittet Jugend, die Fenster zu öffnen.


Sie tanzen weiter, aber Tod sucht sie immer weiter heim, bis Liebe ohnmächtig wird und Jugend sie auf ein Sofa legt.
Tod schleicht näher heran ...


Gerade rechtzeitig geht die Sonne zum Hahnenschrei auf ...


... und Tod weicht vor dem Licht zurück und schwindet, während Liebe in Jugends Armen wieder zu Kräften kommt.


Die Liebenden frohlocken, umarmen und küssen sich, sie sind sicher ...
 

... doch sind sie das wirklich?


Der "Danse Macabre" oder "Totentanz" ist eine Allegorie aus dem Spätmittelalter, die Menschen an die Zerbrechlichkeit des Lebens erinnert - jedermanns Leben, König or Arbeiter, Papst oder Kind.
1874 schrieb der französische Komponiste Camille Saint-Saëns eine Tondichtung mit diesem Titel.
Der unabhängige Regisseur Dudley Murphy und sein Kompagnon Claude MacGowan hatten eine Serie von "Visual Symphonies" geplant, bei denen die Filme klassische Musik interpretieren sollten, und begannen mit diesem Stück.
Große Kinos hatten früher Livevorführungen mit Musik und Tanz als Einführungen zu den Filmen, aber zu dieser Zeit war es noch schwieriger, Film und Musik perfekt zu synchronisieren, und obwohl erfahrene Musiker das hinbekommen hätten, hätte die Praxis für kleine Kinos nicht so gut funktioniert.
Obwohl der Film Aufmerksamkeit erregte, reichte es offensichtlich nicht aus, um die Serie weiterzuführen.

Das ist schade, denn wenn "Danse Macabre" ein Beispiel ihrer Vision war, wäre es großartig gewesen zu sehen, was sie sonst noch fertiggebracht hätten.
Die Darsteller sind die Ballettänzer und Choreographen Adolph Bolm (Jugend) und Ruth Page (Liebe, sie war Bolms Schülerin), Tod wird vom Charakterschauspieler Olin Howland verkörpert.
Wie ihr an den Bildern sehen könnt, ist der Kurzfilm eine Mischung aus Animations- und Realfilm, und ehrlich, er ist wirklich sehr cool. Ich hatte ihn willkürlich aus einer Playlist von Kurzfilmen ausgewählt und bin so froh darüber, weil ich Saint-Saëns' "Danse Macabre" schon vorher geliebt habe und diese Interpretation liebe.


Quellen und weitere Lektüre (englischsprachig):

1. Rob Johnson: Danse Macabre 1922. Auf: The Devil's Manor, Juli 2012
2. Fritzi Kramer: Danse Macabre (1922) - A Silent Film Review. Auf: Movies Silently, 18. Juli 2022


Es tut mir leid, daß meine Quellen meist nur englischsprachig sind, aber mein englischer Blog wird einfach mehr frequentiert und der Zeitaufwand für die Recherche ist oft so groß, daß ich nicht auch noch die Zeit finde, adäquate deutsche Quellen zu suchen. Sollte euch ein Artikel interessieren, gibt es Übersetzungsprogramme, die zumindest einen Eindruck vermitteln können.

Montag, 17. August 2026

Drachen und Würfel - Die winzigen

K was a kite
Which flew out of sight,
Above houses so high,
Quite into the sky.
 
K war ein Drachen,
der außer Sichtweite flog,
über Häuser so hoch,
ziemlich weit in den Himmel.


(Aus dem Nonsens-Alphabet
von Edward Lear)


Ich liebe winzige Würfelperlen, als ich also vor ein paar Jahren ein Überraschungssortiment zum Sonderpreis von einem der Perlenshops, von denen ich bestelle, bekommen konnte, bin ich sofort darauf angesprungen.
Dann erinnerte ich mich, daß ich, so niedlich sie auch sind, immer ein wenig Probleme damit hatte, was ich mit ihnen anfangen sollte. Ich habe damit gewebt (das Ergebnis ist steifer als mit Rocailles oder Zylinderperlen) ...



... sie mit Draht verstrickt (so flexibel) ...



... Ich habe sie in Peyote verarbeitet, in der Runde und gefaltet ...



... und hatte immer noch eine Schachtel voller Würfelröhrchen (die Bilder zeigen nicht mal alles, was ich gemacht habe).
Als ich also auf ein schnelles Tutorial für eine gefädelte Drachenform stieß, dachte ich mir, ich könnte das ja mal probieren (das ist nicht die einzige Anleitung dafür, sondern die erste, die in meinen Empfehlungen auftauchte, aber sie ist gut verständlich), aber mit Würfeln statt Zylinderperlen.
Ich machte erst ein Teststück in Delicas und beschloß sofort, daß ich statt des Originaldesigns Variationen davon machen wollte und schnitt das Teststück wieder auf.
Dies sind die bisherigen Ergebnisse.

Die Drachenform erinnerte mich an Art Deco-Muster und inspirierte dieses Design. Simpel aber mit einer auffallenden Farbkombination.


Auf Englisch heißen Drachen "kites", angeblich nach den gleichnamigen Raubvögeln, bei uns Milan genannt.
Ich ließ mich stattdessen vom deutschen Namen inspirieren, fädelte eine kleinere Version des ersten Designs und hängte unten Drachencharms daran. Leser*innen, die schon eine Weile dabei sind, wissen, daß ich einem hübschen Gebamsel nicht widerstehen kann und ich liebe diese 3D-Drachen!


Ich probierte außerdem ein Paar Ohrringe aus, für die ich nur die offene V-Form in einer Kombination aus klaren, perlweißen und mattschwarzen Würfeln benutzte.
Obwohl mir die Farbkombination gefiel, war ich mit dem Aussehen insgesamt nicht ganz glücklich, werde also noch etwas damit herumspielen.

Delicas, wie sie im Tutorial benutzt werden, sind sehr einheitliche Perlen, die Würfel nicht ganz so sehr, obwohl ich die aussortiere, die viel zu groß oder krumm sind. Also war es eine nette Überraschung, wie gut es dann doch geklappt hat.

Würfel machen das Design auch etwas steifer, was für Ohrringe gar nicht so schlecht ist.
Diese Perlen gibt es in unterschiedlichen Größen, erwartet also einen weiteren Post mit ein paar "großen" (3 mm statt 1,8).

Freitag, 14. August 2026

Weekend Traffic Jam - Woche 169

Willkommen beim Weekend Traffic Jam Reboot!
Meine Posts für den Linkup gehen freitags um 3.30 morgens live (das ist dem Zeitunterschied zu den USA geschuldet).


Könnt ihr die kleine Besucherin auf dem Balkon meines Freundes sehen?



Als Teil des Reboots werden wir jede Woche einen anderen Blog vorstellen.
Wie wäre es, wenn ihr vorbeischaut und hallo sagt? Sagt ihnen, daß wir euch geschickt haben.

Diese Woche fällt unser Spotlight auf
 Handmade in Israel.


Lisa von Handmade in Israel schreibt: "Ich bin von Beruf eine Graphikdesignerin, die zu 'den Basics zurückgegangen ist', und ich liebe alles Handgemachte. Ich arbeite gern mit Papier und anderen Materialien und freue mich immer darauf, neue Projekte auszuprobieren."



Marsha von Marsha in the Middle hat 2021 als Training mit dem Bloggen angefangen, um ihre Neuroplastizität zu erhöhen. Ach, wem machen wir was vor? Marsha hat mit dem Bloggen angefangen, weil sie Kleidung liebt, und sie redet oder in diesem Fall schreibt einfach gern!

Melynda von Scratch Made Food! & DIY Homemade Household - Der Name sagt schon alles, wir haben uns im Osten von Texas angesiedelt, wobei sich drei Generationen das Land teilen. Ich koche und backe alles selber, wenn ich nicht gerade gärtnere oder den Hühnern nachlaufe, und stricke!

Lisa von Boondock Ramblings erzählt von den Büchern, die sie schreibt und liest, ihrem Glauben, Home-Schooling, Fotografie und mehr.

Cat von
 Cat's Wire hat, was sie ein Springspinnengehirn nennt. Sie hat viele Interessen und bloggt über das, was immer gerade ihre Aufmerksamkeit erregt - Handarbeiten, Bücher, alte Filme, Sammelwertes oder "einfach nur so".

Rena von Fine Whatever Blog schreibt über Stil, Leben im mittleren Alter und die "gut, was auch immer" Momente, die dem Leben Sinn und Spaß geben. Seit 2015 feiert sie Kreativität, Selbstvertrauen und die Freude am Alltag
.


Hier ist meine Auswahl von ein paar Posts aus dem Linkup der letzten Woche (englischsprachig).



Jeannes dritter Mosaiktrittstein für den Garten könnte mein Favorit sein, ich liebe die Farben!

Habt ihr schon mal Wassermelone mit Salz probiert? Melynda zeigt euch ein Rezept.

Gina erzählt uns von ihrem "5 Dinge"-Freitag.

Mireille wurde vom Trend, ein Kleid über Hosen zu tragen, inspiriert.

Schaut euch diese hübsche Stiftetasche an, die Soma gemacht hat. 




Macht mit beim Linkup!

Richtlinien:
Diese Linkparty ist nur für Blogposts. Alle anderen Links werden gelöscht.
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Bitte verlinkt nicht auf Videos, Verkaufsanzeigen oder Links auf sozialen Medien, wie zum Beispiel YouTube-Videos oder -Shorts, Instagram- oder Facebook-Reels, TikTok-Videos oder anderen Beiträge auf sozialen Medien.
Bitte besucht auch andere Blogs und laßt einen Kommentar da.

Zur Beachtung:
Wenn ihr am Weekend Traffic Jam Reboot teilnehmt, versichert ihr damit, daß der Inhalt euch gehört und ihr uns erlaubt, denselben zu teilen, falls euer Post oder euer Blog erwähnt werden.
Wir begrüßen unbegrenzten familienfreundlichen Inhalt. Dazu können Meinungsposts, Rezepte, Reiseberichte, Modeideen, Handarbeiten, Second-Hand-Einkaufen, Lifestyle, Buchrezensionen  oder -diskussionen, Fotografie, Kunst und noch vieles mehr gehören!



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Donnerstag, 13. August 2026

Stummfilme - Namakura Gatana

Nicht das erste Anime, aber einer der frühesten überlebenden japanischen Animationsfilme ist der Kurzfilm, den ich heute mitgebracht habe. Es ist "Namakura Gatana" ("The Dull Sword" = "Das stumpfe Schwert") von 1917.
 

Die Handlung ist sehr schnell erzählt, da der Film in der längsten verfügbaren Version nur 4 Minuten läuft (es gibt inzwischen eine 5 Minuten-Version).

Ein Samurai prüft sein Schwert auf Schärfe.


Er geht zum Schwertschmied "Stumpfes Schwert", wo er sogar ein Problem damit hat, sein Katana in die Scheide zu schieben. Kein sehr schlauer Samurai.
 

Auf dem Rückweg beschließt er, es an Leuten auszuprobieren, die er zufällig trifft (zum Glück kann er sie nicht verletzen und kriegt stattdessen selber eins drauf) - zuerst einem Blinden, der Flöte spielt (einen Blinden von hinten anzugreifen, Schande über ihn) ...
 

... dann einen Reisenden, der direkt über ihn trampelt, nachdem er ihn besiegt hat.


Als er versucht aufzustehen, indem er sich auf das Schwert stützt, verbiegt es völlig, was ihn so wütend macht, daß er es wegwirft
.


Für ein heutiges Publikum sieht das wie ein sehr seltsamer kleiner Film aus. Nicht nur ist die Idee eines Samurais, der bereit ist, sein Schwert an ahnungslosen Leuten auszuprobieren, ziemlich unfaßbar, sondern es ist auch eine Menge komisches Augenrollen dabei und die Augenbrauen gehen wild auf und ab.

Ich habe es schon mehr als einmal gesagt. Dieser Film ist fast 110 Jahre alt.
Einer Reuters-Story über den Fund dieses Kurzfilms und eines anderen zufolge wurden US-amerikanische und europäische Animationsfilme in Japan zum ersten Mal um 1914 herum gezeigt.
Ich verstehe einfach nicht, warum es immer Leute gibt, die versuchen, Werke aus dieser Zeit an modernen Maßstäben zu messen.
Tatsächlich war ich überrascht, wie flüssig die Animation ist.
Es gab auch Leute, die sich darüber beschwerten, daß es keinen Ton gibt ...
Etwas, das ich bisher nicht wußte, ist, daß es im japanischen Stummfilm Standardpraxis war, einen "benshi" oder Filmerzähler zu haben, was der Grund dafür sein könnte, daß es so wenig Zwischentitel gibt. Wer weiß, vielleicht verpassen wir einen köstlichen Austausch zwischen dem Samurai und dem Schwertschmied.

Der Film galt als verschollen, wurde aber 2007 bei einem Antikmarkt in Osaka zusammen mit einem anderen Film verkauft. Was für ein Fund!
Ihr wißt, wie aufregend ich solche Geschichten finde!


Quellen und weitere Lektüre (englischsprachig):

1. Catherine Munroe Hotes: The Dull Sword 
(なまくら刀, 1917). Auf: Nishikata Film Review, 13. März 2017
2. National Film Archive of Japan: The Dull Sword. Auf: Japanese Animated Film Classics


Es tut mir leid, daß meine Quellen meist nur englischsprachig sind, aber mein englischer Blog wird einfach mehr frequentiert und der Zeitaufwand für die Recherche ist oft so groß, daß ich nicht auch noch die Zeit finde, adäquate deutsche Quellen zu suchen. Sollte euch ein Artikel interessieren, gibt es Übersetzungsprogramme, die zumindest einen Eindruck vermitteln können.

Mittwoch, 12. August 2026

Erzählt uns von ... einem Tag im Leben

Mom ist gefragt worden, ob sie jeden zweiten Donnerstag im Monat an der Global Writing Challenge teilnehmen möchte. Ja, das seht ihr richtig, Mom ist gefragt worden, aber ich schreibe diesen Post, Gundel, die schwarze Pantherlady und Chefin dieses Hauses.
Er wird etwas früher live gehen (um einen Zusammenstoß mit Moms Stummfilmen zu vermeiden), wenn also die Posts der anderen noch nicht live sein sollten, schaut bitte später nochmal vorbei.
Aktuell sind dabei: Deb’s WorldSuzy TurnerWithin a World of My OwnOnce Upon a Time Happily Ever After, Marsha in the Middle, Coffee and Cocktails at the Casa und ich. Es macht Spaß zu erfahren, wie unterschiedlich alle das Thema interpretieren.

Ihr könnt mitspielen und bei ihrem Link Up mitmachen!
Wenn das für euch zu kurzfristig ist, vielleicht nächstes Mal? Hier sind die Vorgaben für die kommenden Monate:
September - Poesie
Oktober - Geburtstag
November - Aberglaube
Dezember - Warum bloggst du?


Die Vorgabe für heute war "Ein Tag im Leben" und Mom hat mich darum gebeten, ihr auszuhelfen.
Ehrlich, ich mag ja nach einer Hexe benannt sein, aber selbst kann nur bis zu einem gewissen Grad Magie verbreiten. Mom interessanter klingen zu lassen als sie es ist gehört nicht unbedingt dazu.
Aber wartet mal eine Sekunde ... es heißt "Ein Tag im Leben". Das muß keine Beschreibung eines "normalen" Tags in ihrem Leben sein. Ich kann einfach irgendeinen Tag aussuchen, nicht wahr? Laßt mich nachdenken ...

Wie wäre es mit dem Tag, an dem die Kripo vor ihrer Tür stand und nach ihrem damaligen Mann fragte? Sie wurde so nervös, daß sie einen dummen Witz darüber machte, ob er ein Bigamist sei (es ging darum, daß sie Jahre zuvor einen gestohlenen Computer auf eBay gekauft hatten, ohne es zu wissen, und da sie nur ein Name auf einer sehr langen Liste waren, wollte die Polizei einfach ein Bild der Seriennummer haben).
Oder die Nacht, an dem sie den Anruf zu ihrer Transplantation bekam und den Anrufer verwirrte, weil sie sagte, sie müsse erst noch einen Moment darüber nachdenken - so etwas muß man nach nur zwei Stunden Schlaf erstmal verarbeiten - und den Tag danach?
Dem Tag, als sie einen Präriehund vom örtlichen Zoo abholte, um ihn mit der Flasche aufzuziehen (und die Zeit danach, als sie ihn immer mit sich zur Arbeit nahm)?

Fips als Baby

Wow, jetzt verstehe ich, warum sie wollte, daß ich ihr helfe.
Es ist echt nicht so, als hätte Mom keine interessanten Tage gehabt, aber wahrscheinlich würden viele die Tage jetzt einfach nur langweilig nennen.
Die Dinge fingen mit Corona, Selbstisolation und Home Office an, sich zu ändern.
Nach Jahrzehnten des Pendelns und den ganzen Tag von Leuten umgeben zu sein - bei der Arbeit und im Zug - bemerkte Mom plötzlich, wie sehr sie es genoß, daheim zu sein. Natürlich war das so, immerhin war ich da, und auch ich schätzte es, daß sie mir mehr oder weniger rund um die Uhr zur Verfügung stand, um mir auf die Art zu dienen, die mir zustand, natürlich nur dann, wenn ich das wollte.
Es war gut, daß ihr das auffiel, da ihre Gesundheit es immer schwieriger für sie machte, unterwegs zu sein.

Jetzt sind ihre Tage also überwiegend wie einheitliche Perlen in einem Strang - sie verbringt ihre Zeit damit zu arbeiten, zu lesen, Filme, Fernsehserien oder Dokumentationen anzuschauen, in Kaninchenlöcher hinunterzusteigen und zu bloggen, zu basteln, Hausarbeit zu erledigen, zu telefonieren (Festnetz, habe ich erwähnt, daß sie auf manche Art sehr altmodisch sein kann?), online zu spielen (am liebsten Puzzlespiele), gelegentliche Erledigungen zu machen, aber am Allerwichtigsten herauszufinden, was ich von ihr will, wenn ich sie wie eine kleine Krähe ankrächze. Schließlich muß es Prioritäten geben.

Mom, Mom, Mom, Mom ... Moooom?

Gewöhnlich ist das für sie in Ordnung. Das Leben mit einer chronischen Krankheit hat ihr früh beigebracht, ganz zufrieden mit den Dingen zu sein, die sie tun konnte - und es gab Zeiten, da kam sie ziemlich herum - oder noch tun kann und nicht der Traurigkeit darüber nachzugeben, manches nicht mehr tun zu können.
Natürlich gibt es Momente, in denen sie sich wünschte, sie könnte einfach aufspringen (nur ein Scherz, ich habe Mom nie springen gesehen) und wieder spontan etwas tun zu können, aber es gibt ja stattdessen immer Bücher, richtig? Und mich!


Schauen wir jetzt mal, was uns die anderen (auf Englisch) zu erzählen haben.

Amy erzählt von ihrer noch ziemlich neuen Routine als Hundemom/Highschool-Spanischlehrerin im Ruhestand, die in Louisville, Kentucky lebt.

Suzy schreibt über die kleinen Momente, die ihren Alltag ausmachen, von Welpenchaos und Yoga bis hin zu Kaffee, Kreativität und gemütliche Abende zu Hause.

Deb erzählt uns von einem langen Reisetag. Er mag länger als 24 Stunden gewesen sein, aber wer zählt schon mit?

Sally spricht darüber, wie sich die Rhythmen ihres Alltags ein Jahr, nachdem sie ihren Job aufgegeben hat, verändert haben.

Marsha schreibt über einen Tag, an dem sie ins Museum geht. Wahrscheinlich wird euch nicht überraschen, was geschieht!


Als sie noch arbeitete, war Leslies Lieblingstag in der Woche der Donnerstag mit dem Wochenende endlich in Sicht. Heutzutage, nachdem sie endlich gemütlich in Rente ist, ist der Montag Leslies Lieblingstag geworden. Hier ist ein Blick auf einen 'typischen' Montag in ihrem Leben. Auf jeden Fall eine fesselnde Lektüre!!


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Montag, 10. August 2026

10 am 10. - Würdest du lieber ...

Es ist wieder Zeit für Marsha in the Middles 10 am 10.
Heute hat sie eine weitere Runde von "Würdest du lieber ..." für uns.



Würdest du lieber Urlaub in Alaska oder in Bali machen?

Ich nehme Alaska, aber nicht im Winter. Zuviel Schnee für mich.

Würdest du lieber ein Musikinstrument oder malen lernen?

Ich hatte Geigenstunden als ich (viel) jünger war, aber mein einer Versuch, zeichnen zu lernen, ging schief (nicht durch meine Schuld) und irgendwie schaffte ich es nie mehr, es nochmal zu versuchen, also nehme ich bitte das Malen.

Gemeinfrei über pxhere

Würdest du lieber Flip Flops oder Turnschuhe tragen?

Turnschuhe. Ich hasse Flip Flops.

Würdest du lieber mit der höchsten Achterbahn fahren oder lieber auf der "Lazy River"-Bahn dahintreiben?

Wenn ich wirklich wählen muß, wird es der Lazy River. Ich war in der Achterbahn - keine riesige - und das ist nichts für mich. Ich habe nie eine Lazy River-Bahn ausprobiert oder auch nur die Gelegenheit dazu bekommen, also weiß ich nicht, ob mir das gefallen würde.

Würdest du lieber auf einen Roadtrip gehen oder einen Flug an einen Ort weit weg nehmen?

Auf jeden Fall einen Roadtrip!

Gemeinfrei über pxhere

Hättest du lieber Geburtstag im Sommer oder im Winter?


Ich habe im Sommer Geburtstag, feiere aber nicht, also wäre jeder Tag des Jahres für mich in Ordnung..

Würdest du lieber auf einen Flohmarkt gehen oder auf einen Kunsthandwerkermarkt?

Ein Kunsthandwerkermarkt ist natürlich echt nett, aber ich würde wegen des Überraschungsfaktors immer den Flohmarkt wählen, wenn ich müßte.

Gemeinfrei über pxhere

Würdest du lieber River Tubing machen oder eine Zipline durch die Bäume nehmen?

Keins von beidem. Ich bin wirklich nicht die Sorte Mensch, die sowas macht, und war es auch nie.

Würdest du lieber auf Safari gehen oder auf eine Whale Watching-Tour
?

Schwierig. Ich bin mir nie sicher, was ich davon halten soll. Ich finde allerdings alle Tiere faszinierend.

Würdest du lieber das Wetter kontrollieren oder mit Tieren sprechen können?

Natürlich hört es sich verführerisch an, die derzeitige Hitze abzuschalten oder den Einfluß des Wetters auf den Planeten zum Besseren verändern zu können, aber ich würde keinem Mensch mit einer derartigen Fähigkeit vertrauen, egal ob sie die Macht ausnutzen würden oder unbeabsichtigt alles durcheinanderbringen, obwohl sie etwas Gutes tun möchten.
Mit Tieren sprechen - tut mir leid, so gern ich gerade wüßte, was Gundel von mir will (wahrscheinlich daß ich das Wetter kontrolliere und besser mache), glaube ich nicht, daß die Menschheit bereit dafür sind zu hören, was sie uns sagen würden.

Freitag, 7. August 2026

Weekend Traffic Jam - Woche 168

Willkommen beim Weekend Traffic Jam Reboot!
Meine Posts für den Linkup gehen freitags um 3.30 morgens live (das ist dem Zeitunterschied zu den USA geschuldet).



Leslie hat in den letzten Wochen über ihre Reise nach London und Edinburgh geschrieben und ich konnte nicht anders, ich mußte mir meine alten Bilder anschauen. Da kamen so einige Erinnerungen zurück und ich möchte eines meiner Lieblingsbilder mit euch teilen, daß ich vor 17 (ugh!) Jahren im Royal Botanic Garden in Edinburgh aufgenommen habe. Ich wünschte, ich wäre gut genug, um das in Perlen oder als Stickerei nachzuarbeiten (um mehr Detail zu sehen, klickt einfach drauf).


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Diese Woche fällt unser Spotlight auf
 Taking the Long Way Home.


Wendy von Taking the Long Way Home schreibt: "Hi, ich bin Wendy! Ich laufe seit vielen Jahren und habe meine Abenteuer in den letzten 10 Jahren oder so hier auf dem Blog erzählt. Laufen ist meine Leidenschaft und es ist ein solches Geschenk gewesen, indem es nicht nur Selbstvertrauen und Fitneß in mein Leben gebracht hat, sondern auch ein paar echt tolle Menschen. Obwohl ich keine Langstreckenrennen mehr laufe, schnüre ich mir immer noch die Schuhe und laufe los. Die meisten meiner Meilen lege ich auf Dreck zurück -- in den letzten 6 Jahren habe ich die meiste Zeit auf Wanderwegen verbracht. Ich mache außerdem gern Krafttraining/CrossFit, Yoga und fahre Wasserski. Kommt auf einen Lauf mit mir!
"


Marsha von Marsha in the Middle hat 2021 als Training mit dem Bloggen angefangen, um ihre Neuroplastizität zu erhöhen. Ach, wem machen wir was vor? Marsha hat mit dem Bloggen angefangen, weil sie Kleidung liebt, und sie redet oder in diesem Fall schreibt einfach gern!

Melynda von Scratch Made Food! & DIY Homemade Household - Der Name sagt schon alles, wir haben uns im Osten von Texas angesiedelt, wobei sich drei Generationen das Land teilen. Ich koche und backe alles selber, wenn ich nicht gerade gärtnere oder den Hühnern nachlaufe, und stricke!

Lisa von Boondock Ramblings erzählt von den Büchern, die sie schreibt und liest, ihrem Glauben, Home-Schooling, Fotografie und mehr.

Cat von
 Cat's Wire hat, was sie ein Springspinnengehirn nennt. Sie hat viele Interessen und bloggt über das, was immer gerade ihre Aufmerksamkeit erregt - Handarbeiten, Bücher, alte Filme, Sammelwertes oder "einfach nur so".

Rena von Fine Whatever Blog schreibt über Stil, Leben im mittleren Alter und die "gut, was auch immer" Momente, die dem Leben Sinn und Spaß geben. Seit 2015 feiert sie Kreativität, Selbstvertrauen und die Freude am Alltag
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Hier ist meine Auswahl von ein paar Posts aus dem Linkup der letzten Woche (englischsprachig)
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Joanne teilt wunderschöne Bilder von einem Besuch im New England Botanic Garden at Tower Hill, Skulpturen eingeschlossen!

Ann zeigt uns, wie man aus einer Ohrstöpselschachtel etwas anderes macht.

Laura kennt Spiele, die man mit Sprayflaschen spielen kann!

Kristin spricht über Bücher und Rucola.

Natasha stellt uns die Sisterhood of the Travelling Journal vor.


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Bitte besucht auch andere Blogs und laßt einen Kommentar da.

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