Freitag, 27. März 2026

Weekend Traffic Jam Reboot - Woche 149

Willkommen beim Weekend Traffic Jam Reboot!
Meine Posts für den Linkup gehen freitags um 3.30 morgens live (das ist dem Zeitunterschied zu den USA geschuldet).



Happy International Whisk(e)y Day!
Kein Scherz. Das Event wurde 2008 angekündigt und am 27. März 2009 erstmals zu Ehren des englischen Bier- und Whiskykritikers Michael Jackson gefeiert.
 Bringt es aber nicht mit dem Welt-Whisky-Tag im Mai durcheinander.
Also dann - prost!


Seid ihr für das Wochenende bereit?

Als Teil des Reboots werden wir jede Woche einen anderen Blog vorstellen.
Wie wäre es, wenn ihr vorbeischaut und hallo sagt? Sagt ihnen, daß wir euch geschickt haben.



Diese Woche fällt unser Spotlight auf Huisvlijt.


Nicole von Huisvlijt schreibt: "Al ruim 20 jaar blog ik op Huisvlit over alles waar je in het leven mee te maken krigt. Van praktische ..." Oh, entschuldigt, hatte ich nicht erwähnt, daß Nicole in den Niederlanden ist? Keine Sorge, man kann auf ihrem Blog ganz einfach auf Englisch umschalten oder im Browser auf Deutsch! Probieren wir es jetzt nochmal. "Seit über 20 Jahren habe ich auf Huisvlijt über alles geschrieben, was einem im Leben so begegnet. Von praktischen Angelegenheiten bis zu persönlichen Dingen. Huisvlijt bietet praktische Information, Inspiration und Ansätze aus persönlicher Erfahrung. ... Nicole Orri
ëns: UU-Psychologin, Mutter und professionelle Bloggerin. Ich habe an der Universität Utrecht Psychologie studiert und dort 1993 meinen Masterabschluß in Psychologie gemacht. Auf meinen Blogs verbinde ich meinen akademischen Hintergrund mit dem täglichen Leben."


Marsha von Marsha in the Middle hat 2021 als Training mit dem Bloggen angefangen, um ihre Neuroplastizität zu erhöhen. Ach, wem machen wir was vor? Marsha hat mit dem Bloggen angefangen, weil sie Kleidung liebt, und sie redet oder in diesem Fall schreibt einfach gern!

Melynda von Scratch Made Food! & DIY Homemade Household - Der Name sagt schon alles, wir haben uns im Osten von Texas angesiedelt, wobei sich drei Generationen das Land teilen. Ich koche und backe alles selber, wenn ich nicht gerade gärtnere oder den Hühnern nachlaufe, und stricke!

Lisa von Boondock Ramblings erzählt von den Büchern, die sie schreibt und liest, ihrem Glauben, Home-Schooling, Fotografie und mehr.

Cat von
 Cat's Wire hat, was sie ein Springspinnengehirn nennt. Sie hat viele Interessen und bloggt über das, was immer gerade ihre Aufmerksamkeit erregt - Handarbeiten, Bücher, alte Filme, Sammelwertes oder "einfach nur so".

Rena von Fine Whatever Blog schreibt über Stil, Leben im mittleren Alter und die "gut, was auch immer" Momente, die dem Leben Sinn und Spaß geben. Seit 2015 feiert sie Kreativität, Selbstvertrauen und die Freude am Alltag.


Hier ist meine Auswahl von ein paar Posts aus dem Linkup der letzten Woche (englischsprachig).


Lisa spricht darüber, nicht immer gleich das Schlimmste anzunehmen.

Wenn ihr noch nicht bereit für graue Haare seid, hat Alison ein paar Tips zur Anwendung von Tonern.


Ich habe die Bücher von Laura Ingalls Wilder selber nie gelesen (und nur ein paar Folgen gesehen), aber wenn ihr Fans seid, ist Lisas Post über "Pa" Ingalls vielleicht interessant für euch.

Liebt ihr Bücherläden? Lydia zeigt euch einen besonderen in Venedig.



Macht mit beim Linkup!

Richtlinien:
Diese Linkparty ist nur für Blogposts. Alle anderen Links werden gelöscht.
Bitte verlinkt nur Blogposts, die ihr selber geschrieben habt. Bitte verlinkt direkt zur URL eures Blogposts und nicht der Homepage eures Blogs.
Bitte verlinkt nicht auf Videos, Verkaufsanzeigen oder Links auf sozialen Medien, wie zum Beispiel YouTube-Videos oder -Shorts, Instagram- oder Facebook-Reels, TikTok-Videos oder anderen Beiträge auf sozialen Medien.
Bitte besucht auch andere Blogs und laßt einen Kommentar da.

Zur Beachtung:
Wenn ihr am Weekend Traffic Jam Reboot teilnehmt, versichert ihr damit, daß der Inhalt euch gehört und ihr uns erlaubt, denselben zu teilen, falls euer Post oder euer Blog erwähnt werden.
Wir begrüßen unbegrenzten familienfreundlichen Inhalt. Dazu können Meinungsposts, Rezept, Reiseberichte, Modeideen, Handarbeiten, Second-Hand-Einkaufen, Lifestyle, Buchrezensionen  oder -diskussionen, Fotografie, Kunst und noch vieles mehr gehören!

Danke für's Mitmachen!
!




You are invited to the Inlinkz link party!

Click here to enter

Donnerstag, 26. März 2026

Stummfilme - Princess Nicotine or The Smoke Fairy

Heute habe ich noch einen wirklich kurzen Film für euch. Er ist ein bißchen seltsam, macht aber Spaß - "Princess Nicotine or The Smoke Fairy" von 1909 (mit diesem Post befürworte ich nicht das Rauchen, nur das Anschauen von Stummfilmen).


In den frühen Tagen des Films spielten die Leute ganz offensichtlich gern mit dem neuen Medium herum - denkt nur an die Méliès-Filme, über die ich schon gesprochen habe - und dieser Kurzfilm ist keine Ausnahme.
Wir haben eine Laufzeit von wenig mehr als fünf Minuten, also könnt ihr euch denken, daß es keine große Handlung gibt.


Ein Mann schläft neben seinem Rauchtisch ein - ich nenne ihn so, weil mehrere Raucherutensilien darauf liegen. Das waren noch Zeiten, als man eine Pfeife, Zigaretten und eine Zigarre brauchte!
Die Zigarrenkiste hält jedoch eine Überraschung bereit. Zwei winzige Feen kommen hervor, bereit für etwas Unfug.
Die ältere Fee nimmt den Tabak aus der Pfeife und hilft der jüngeren hineinzuklettern.



Der Mann erwacht wieder und versucht seine Pfeife anzuzünden, aber es klappt nicht, also klopft er sie auf dem Tisch aus und die kleine Fee kommt wieder heraus. Er bemerkt, daß sich die Feen in der Zigarrenkiste verstecken, also öffnet er sie und nimmt eine Blume heraus, die ihm Rauch entgegenbläst, es ist unsere kleine Fee!
Der Mann fängt an, Rauch auf sie zu blasen und sie mit einem Streichholz zu bedrohen, sie reagiert darauf, indem sie ihm ihren Hintern zeigt.


Dann baut sie ein Türmchen aus Streichhölzern und setzt es in Brand. Der Mann benutzt Seltzer, um erst das Feuer zu löschen und dann die Fee zu bespritzen, am Ende bespritzt er sich aber selber.




Heute denken eine Menge Leute bei Feen wahrscheinlich an eine Art von Disney Tinkerbell, aber früher waren Feen und Elfen nicht als freundlich und niedlich betrachtet.
Feen können boshaft, gemein oder einfach nur gefährlich sein. Sie entführen Kinder und lassen dafür Wechselbälger zurück (natürlich wissen wir heute, daß auf diese Art erklärt wurde, wenn Kinder auf irgendeine Weise "anders" waren), aber sie locken auch Erwachsene in ihre Welt, aus der sie nicht zurückkehren können, oder es ist viel Zeit in der echten Welt vergangen, wenn sie dann zurückkehren.
Damit verglichen sind unsere kleinen Feen noch recht harmlos, obwohl diese hier mit ihrem Racheplan etwas übertrieben hat.


Versteckte Drähte, riesige Requisiten, Stop Motion, Doppelbelichtungen, Spiegel und Rauch - es gibt in diesem kurzen Film eine Menge Tricks.
Das machte Eindruck.
"Scientific American" veröffentlichte einen Artikel darüber mit dem Titel "Some Tricks of the Moving Picture Maker" und in seinem Buch "Moving Pictures, How They Are Made and Worked" von 1912 nannte ihn Frederick Talbot "einen der besten Trickfilme, die je in den USA gemacht wurden".

Witzig anzuschauen!


Quellen:

Fritzi Kramer: Princess Nicotine; or, The Smoke Fairy (1909). A Silent Film Review. Auf: Movies Silently, 25. April 2017

Dienstag, 24. März 2026

Nostalgie - Erinnerungen ans Schreiben

Vor einer Weile fingen eine amerikanische Freundin und ich an, über Schulerinnerungen zu sprechen. Es wurde dadurch ausgelöst, daß ich erwähnte, wie schlecht meine Handschrift  geworden ist, seit ich hauptsächlich Dinge schreibe, die nur ich lesen können muß, und daß ich wieder zum Füller greifen wollte, vor allem für Briefe, nachdem ich ihn in letzter Zeit vernachlässigt habe.

Vom Füller kamen wir zu Unterschieden in unseren Schulsystem (die kann ich hier natürlich nicht alle aufführen).
Etwas, das mich immer überraschen wird, wenn ich es in einer Fernsehserie oder einem Film sehe, sind Bleistifte in amerikanischen schule. Es ist natürlich nicht so, daß wir gar keine Bleistifte benutzen, aber nicht so lange, nicht so viel und auf keinen Fall in Klassenarbeiten. Soweit ich weiß, sind Bleistifte hier immer noch nicht in Klassenarbeiten erlaubt.
Das folgende Bild ist für mich so amerikanisch (da ich nicht weiß, welche anderen Ländern ebenfalls Bleistifte benutzen). Ich kann mich ehrlich nicht daran erinnern, daß ich in der Schule jemals einen Multiple-Choice-Test gemacht hätte. Von dem, was ich gelesen und gehört habe, werden sie in deutschen Schulen immer noch kaum verwendet, aber man findet sie an Universitäten.

Bild von Nguyen Dang Hoang Nhu über Unsplash

Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, in welcher Klasse wir in den frühen 70ern angefangen haben zu lernen, wie man einen Füller benutzt, aber anfangs hatten wir eine Plastiktafel und einen Griffel wie die auf dem Bild. Die Zeiten echter Schiefertafeln und -griffel waren da bereits vorbei.
Das hier sind nicht meine Originaltafeln, ich habe sie auf dem Flohmarkt gefunden (wie man deutlich am Zustand erkennen kann) und die Griffel sind neu. Sehr zu meiner Überraschung gibt es Plastiktafeln und Griffel immer noch und werden auch immer noch benutzt, hauptsächlich in der ersten Klasse. Ich schätze, ich alter Dinosaurier hatte erwartet, daß Kinder heutzutage direkt auf Tablets anfangen zu schreiben 
😉
Wenn man auf einer noch nassen Tafel schrieb, wurde die Handschrift ganz fett und "cremig". Ich bezweifle, daß ich das einzige Kind war, das je mit diesem Effekt herumspielte, aber es wurde nicht ermutigt, weil sich der Griffel dadurch schneller abnutzte.

Diese Schreibschrift habe ich damals noch gelernt.
Ich weiß, heute sieht das etwas anders aus.

Die Rückseite - entweder mit Kästchen für Zahlen oder leer
zum Zeichnen. Wie ihr sehen könnt, bin ich in beidem Spitzenklasse.

Ich habe einiges an Diskussionen auf deutschen Seiten gefunden, wann man Kinder beibringen sollte, mit dem Füller zu schreiben. Es gibt sogar ein paar Schulen - obwohl sie wirklich in der Minderheit zu sein scheinen - die in der ersten Klasse anfangen, andere lassen Kinder für manches die Tafel benutzen, aber auch Papier und Bleistift, dann einen Tintenroller, und der Füller folgt dann in der zweiten oder dritten Klasse. "Tintenkiller" sind gewöhnlich nicht erlaubt.
Mein Vater hatte meinen ersten Füller für mich gekauft und ihn sogar mit meinem Namen gravieren lassen, was ihn für mich echt besonders machte, weil mein Name wegen der Schreibweise nie auf irgendwas stand.

Es war ein roter "Pelikano" und mir war nicht klar gewesen, daß die rote Farbe - die Mädchen mehr ansprechen sollte als das Blau - erst seit September 1970 verkauft wurde, also als ich mit der Schule anfing. Es würde mich nicht überraschen, wenn er noch irgendwo stecken würde, aber zum Schreiben war er nicht mehr geeignet. Sollte ich ihn finden, werde ich ein Bild einfügen.


Zu meiner Zeit hatte man entweder einen Pelikan- oder einen Geha-Füller (damals beides deutsche Marken) und man verteidigte ihn bis zum Tod. Ich meine den Tod des Füllers. Ernsthaft, man kann jetzt noch Berichte über Wurfspiele gelesen, mit denen bestimmt werden sollte, welche Marke besser war! Weniger gewalttätig war der Streit über die Farben (Pelikano blau oder rot, später auch schwarz, Geha grün) oder über die Tatsache, daß der Geha als erster ein Sichtfenster hatte (was ich immer noch häßlich finde, weil es für mich den Fluß des Füllers unterbricht und ja, ich weiß, daß ich von einem Schulfüller spreche) und einen Reservetank.
Ich kann mich an keine Wettbewerbe in meiner eigenen Klasse erinnern, aber eine gewisse Rivalität gab es. Vergeßt nicht, wir sprechen hier über Grundschulkinder.

Während diese zwei ganz sicher den Großteil an Schulfüllern zu dieser Zeit ausmachten, gab es aber auch andere Marken, meine Schwester zum Beispiel hatte einen Artus Prinz.
Alle hatten Patronen, ich glaube nicht, daß ich jemanden kannte, der da noch einen Tintenfaß benutzte. Man konnte übrigens die Pelikan-Patronen in einem Geha benutzen, aber nicht die von Geha im Pelikano. Pff. Die Geha-Kids kamen sich so besonders vor, aber haben gern Patronen von uns ausgeliehen, wenn ihre leer waren 
😉
Ich erinnere mich auch, daß meine englische Brieffreundin mir Patronen geschickt hat, die konnte ich aber nicht benutzen, weil sie zu lang waren. Ich weiß nicht mehr, für welche Sorte Füller sie gedacht waren.

Heutzutage verwende ich einen Parker. Ich bin kein Fan von dicken Kugelschreibern oder Füllern, um damit zu schreiben (zum Anschauen manchmal schon) und habe immer das Gefühl eines schlanken Parker in meiner Hand bevorzugt. Er kann mit Patronen oder einem Konverter bestückt werden und ich benutze einen Konverter mit Tintengläsern. Es erinnert mich an meine Teenagerzeit, als meine Freundin und ich im Schreibwarenladen herumhingen (ich habe schon mal darüber geschrieben, wie wir dort Wachssiegel gekauft haben, was Teil meiner Schreiberinnerungen ist, aber ich möchte mich hier nicht wiederholen). Damals gab es Pelikan-Tintengläser mit unterschiedlichen Tintenfarben. Ich habe sogar schon in der Schule immer gern in anderen Farben geschrieben und wollte all diese Gläser so gern haben - diese teuren kleinen Gläser, seufz.
Heute bin ich viel vernünftiger und weiß mich zu beschränken, also habe ich nur "Intense Black" und "Tender Purple" gekauft. Vor acht Jahren! Ich habe meinen Füller immer nur für ein kurzes Danke benutzt, wenn ich ein Schmuckstück verschickt habe, oder auf den seltenen Karten, die ich schrieb. Nun da ich wieder Brieffreundinnen habe, habe ich endlich eine Entschuldigung, mehr zu kaufen.
Es gibt nur ein Problem mit Tinte und mir, vor allem wenn ich meinen Parker auffülle. Ich bin erbärmlich darin. Letztes Mal mußte ich drei Tage lang mit zwei Fingernägeln in Lila gerändert herumlaufen, weil sich die Tinte einfach nicht abschrubben ließ! Ein kleiner Preis dafür, elegant genug zu sein, um ein Tintenglas zu verwenden 
😂

Meine Handschrift hat sich ein ganz klein wenig verändert.
Wenigstens ist es mit Füller etwas besser als mit Kuli.

Für einen Schuß extra Nostalgie zeige ich euch, wie wir in meiner Zeit Lesen und Rechtschreibung gelernt haben. Diese sogenannte "Lese-Uhr" wurde von einem örtlichen Verlag für "Lehrmittel und Schulspiele" hergestellt, E. Kuhlemann.


Im Laufe der Jahre gab es mehrere Versionen, aber ich kann euch den Zeitraum, während dessen sie tatsächlich in der Schule benutzt wurden (es hörte aber irgendwann in den 70ern auf, denn mein (nicht so) kleiner Bruder hatte sie nicht mehr), oder wo genau nicht sagen, aber von einer Unterhaltung darüber weiß ich, daß es definitiv nicht in ganz Deutschland war - verschiedene Bundesländer, verschiedene Regeln - aber auch nicht nur in meinem Bundesland.
Ich konnte schon lesen, als ich mit der Schule anfing, also erinnere ich mich nicht daran, wie hilfreich die Uhr tatsächlich war, aber wir hatten Spaß damit.


Das war die, die ich hatte. Blaues Plastik
mit Druckbuchstaben. Sie ist die, die man
heute noch recht einfach finden kann,
gewöhnlich in gutem Zustand und sogar
mit dem Original-Papierumschlag, auf dem
eine Anleitung zur Nutzung stand.

Die hier hatte ich jahrelang nur auf Bildern aus
Museen gesehen, es ist die ältere Pappversion
(die einer Schule gehörte, sie hat einen Stempel
und eine Inventarnummer). Es gibt ein paar
Unterschiede zur neueren, wie zum Beispiel die
farbigen Buchstaben und das Bild vorne drauf.

Das ist eine neuere Version mit
Schreibschriftbuchstaben. Es gibt keinen
Umschlag, sondern zwei Blätter mit
Erklärungen und Übungen für den
synthetisch unterrichtenden Lehrer.

Es gab außerdem große Vorführuhren für die Lehrer, in Druck- und Schreibschrift.


Saarländisches Schulmuseum
Diese ist fast 90 cm hoch und aus Hartfaser
und beschichteter Pappe.

Bild über Wikipedia von Pomona unter CC BY-SA 3.0,
im Museum Schönholthausen in Finnentrop aufgenommen

Und natürlich muß ich diesen Post mit meinem Wachssiegel beenden ... Für die, die es noch nicht gesehen hatten, erkennt ihr das Bild?

Sonntag, 22. März 2026

Auf ewig ausgeliehen

Kürzlich habe ich diesen Cartoon auf Instagram gesehen.
Falls ihr dem Link nicht folgen könnt, das ist ein Teil davon: "Ich habe das Buch deiner Schwester ausgeliehen, aber sie ist heute morgen nach Hause gefahren! Sie wird ewig nicht zurückkommen! Im Grunde habe ich es gestohlen!" "Oh, das ist in Ordnung. Jeder Bücherliebhaber hat mindestens ein auf ewig ausgeliehenes Buch."

Autsch. Muß ich wirklich immer wieder daran erinnert werden?
Es ist wahr. Ich habe zwei auf ewig ausgeliehene Bücher und nach über 40 Jahren fühle ich mich deswegen immer noch schlecht.

In diesem Post habe ich euch von Kontakt erzählt, dem Deutsch-Amerikanischen Freundschaftsclub, bei dem ich ein paar Jahre Mitglied war.
Ein anderes Mitglied brachte seinen Stiefsohn J mit auf einige unserer Ausflüge. Einmal lud er ein paar von uns auf einen Abend ein und J zeigte mir seine Bücher (er war so ein Flirter, aber drei Jahre jünger als ich, nicht daß ihr hier eine falsche Vorstellung bekommt).
Zwei davon schienen nicht recht dazuzupassen, da sie ziemlich alt aussahen. J zog sie aus dem Regal und erzählte mir, daß er sie von seinem Vater bekommen hatte. Fangt ihr an zu verstehen, warum ich mich schlecht fühle?


Denn als ich sah, daß es Kinderbücher waren und ich sagte, daß ich sie nie auf Englisch gelesen hatte - nur als Feststellung, ehrlich - veranlaßte das J, darauf zu bestehen, sie an mich auszuleihen.
Ich sollte mich mehr bemühen sollen abzulehnen, tat es aber nicht.
Nicht weil ich dachte, daß ich sie behalten würde, sondern weil ich nicht wußte, wann wir uns wiedersehen würden. Zu dieser Zeit traf sich der Club nicht mehr so regelmäßig. Mitglieder waren auf andere Stützpunkte umgezogen oder hatten die Army verlassen, dann bekamen wir einen neuen Clubvorsitzenden, der neue Mitglieder mitbrachte, die Gruppendynamik veränderte sich, nicht unbedingt zum Besseren.

Wie es so kommen sollte, war das tatsächlich das letzte Mal, daß J und ich uns jemals sehen sollten. Im Club wurden Pläne geschmiedet, Pläne wurden abgesagt, und das nächste, was ich hörte, war, daß J und seine Familie weg waren.
Ohne die Bücher, die noch bei mir waren.
Nun fragt ihr euch vielleicht, warum ich nicht versucht habe herauszufinden, wohin sie gezogen waren. Ich tat mein Bestes, aber da war ich dann schon nicht mehr in "Kontakt", was die Dinge erschwerte, da man natürlich nicht einfach so auf den Stützpunkt gehen konnte. Ich hätte jemanden finden müssen, der die Familie von J kannte, aber ich konnte mich nicht mal an den Nachnamen seines Stiefvaters erinnern, falls ich ihn überhaupt jemals gehört hatte. Ich weiß nicht, ob es andersherum einfacher gewesen wäre oder ob J es überhaupt versuchte.


Es ist nicht so, als hätte ich die letzten 40+ Jahre jede Sekunde lang an sie gedacht, aber sie zu sehen, wenn ich an meinem Kinderbuchschrank war, sorgte für einen Anflug von Schuldgefühl.
Jahrelang sagte ich mir, daß J die Bücher in Ehren hielt, weil sein Vater sie ihm geschenkt hatte, aber wißt ihr was? Offen gesagt erinnere ich mich nach all dieser Zeit nicht einmal mehr daran, ob er das wirklich gesagt hat oder ob ich es automatisch implizierte, weil ich so über Geschenke dachte. Und darüber habe ich erst jetzt, da ich das hier schreibe, nachgedacht.
"Mein Vater hat sie mir geschenkt" hieß nicht unbedingt, daß er sie seinem Sohn als Kind vorgelesen hatte. Es hätte einfach nur eine Erklärung für zwei alte Bücher im Regal sein können. Andererseits könnte es seine Gefühle zeigen, daß er sie behalten hatte.
Was auch immer die Wahrheit sein mag, ich kann nichts machen, ich habe sie jetzt. Nachdem ich zuviel darüber nachgedacht habe, wie das so meine Gewohnheit ist, denke ich, ich gehe einfach zum Schuldgefühl zurück.

Aber - es gibt immer ein aber - woher kamen diese Bücher? Sind sie überhaupt
die Bücher?
Ups, noch mehr Nachdenkerei.
Tatsächlich scheinen beide Bücher aus britischen Antiquariaten zu stammen oder sogar nur einem, weil die Handschrift im Preis so ziemlich gleich aussieht, nicht daß es nicht möglich wäre, daß der Vater von J sie dort gekauft hat, aber zumindest würde das nicht bedeuten, daß es Familienerbstücke sind.
Natürlich müssen sie erstmal irgendwie zu diesem Laden gekommen sein. In einem steht ein Name (wer war Ellen (ich habe den Nachnamen und ja, ich habe eine schnelle Suche durchgeführt)?), das andere kam aus einer Schule.

Was mich dann an das Buch erinnerte, das wir vor Urzeiten auf unserem alten Dachboden (den wir hier natürlich Bühne nennen) fanden und das meiner Grundschulbücherei gehörte uuund von dem ich mich nicht erinnern konnte, daß ich es jemals ausgeliehen hätte, also werde ich die Schuld hierfür einfach meiner Schwester geben, um mein Schuldgefühl in Grenzen zu halten.


Wie steht's mit euch? Habt ihr irgendwelche "auf ewig ausgeliehenen" Bücher? Falls ja, wie fühlt ihr euch damit?

Freitag, 20. März 2026

Weekend Traffic Jam Reboot - Woche 148

Willkommen beim Weekend Traffic Jam Reboot!
Meine Posts für den Linkup gehen freitags um 3.30 morgens live (das ist dem Zeitunterschied zu den USA geschuldet).



Manchmal fühle ich mich, wenn ich einen Film liebe, irgendwie verpflichtet, das Buch oder die Geschichte zu lesen, auf dem oder der er beruht. Ich denke, das ist einfacher als andersherum, einen Film anschauen, weil ich das Buch liebe, auf dem er beruht.
Ich bin die Sorte Mensch, der sich wirklich über einen Film aufregen kann, der einem Buch meiner Meinung nach nicht gerecht wird. Wenn ich einen Film liebe, aber das Buch nicht mag, bin ich entweder verwirrt, wie jemand eine Filmvision von dem Buch bekommen konnte (siehe meinen Post über "Jede Frau braucht einen Engel"), oder ich schätze das Buch  getrennt vom Film. Warum das so für mich ist, kann ich euch nicht sagen, aber das Buch "Die Frau des Bischofs" wanderte in den öffentlichen Bücherschrank. Vielleicht wird es jemand mehr mögen als ich, während ich weiterhin mindestens einmal im Jahr den Film anschauen werde.
Wie denkt ihr über Buch/Film-Kombinationen?




Seid ihr für das Wochenende bereit?

Als Teil des Reboots werden wir jede Woche einen anderen Blog vorstellen.
Wie wäre es, wenn ihr vorbeischaut und hallo sagt? Sagt ihnen, daß wir euch geschickt haben.



Diese Woche fällt unser Spotlight aufn Snapdragon Alcove.


Snapdragon Alcove schreibt: "Nur eine Bloggerin, die es liebt, über alles Nerdige zu schreiben. Liebe Kaffee und lange Spaziergänge abseits der Wege."



Marsha von Marsha in the Middle hat 2021 als Training mit dem Bloggen angefangen, um ihre Neuroplastizität zu erhöhen. Ach, wem machen wir was vor? Marsha hat mit dem Bloggen angefangen, weil sie Kleidung liebt, und sie redet oder in diesem Fall schreibt einfach gern!

Melynda von Scratch Made Food! & DIY Homemade Household - Der Name sagt schon alles, wir haben uns im Osten von Texas angesiedelt, wobei sich drei Generationen das Land teilen. Ich koche und backe alles selber, wenn ich nicht gerade gärtnere oder den Hühnern nachlaufe, und stricke!

Lisa von Boondock Ramblings erzählt von den Büchern, die sie schreibt und liest, ihrem Glauben, Home-Schooling, Fotografie und mehr.

Cat von
 Cat's Wire hat, was sie ein Springspinnengehirn nennt. Sie hat viele Interessen und bloggt über das, was immer gerade ihre Aufmerksamkeit erregt - Handarbeiten, Bücher, alte Filme, Sammelwertes oder "einfach nur so".

Rena von Fine Whatever Blog schreibt über Stil, Leben im mittleren Alter und die "gut, was auch immer" Momente, die dem Leben Sinn und Spaß geben. Seit 2015 feiert sie Kreativität, Selbstvertrauen und die Freude am Alltag.


Hier ist meine Auswahl von ein paar Posts aus dem Linkup der letzten Woche (englischsprachig).


Amys Suppe aus geröstetem Spargel sieht echt gut aus, ich liebe grünen Spargel.

Val zeigt uns, wie man einen hübschen Kleeblatt-Untersetzer macht.

Suzy erzählt uns, warum sie es liebt, 50 zu sein!

Lynne hat zwei Bastelideen für uns - ein Junk Journal und bestickte Karten.



Macht mit beim Linkup!

Richtlinien:
Diese Linkparty ist nur für Blogposts. Alle anderen Links werden gelöscht.
Bitte verlinkt nur Blogposts, die ihr selber geschrieben habt. Bitte verlinkt direkt zur URL eures Blogposts und nicht der Homepage eures Blogs.
Bitte verlinkt nicht auf Videos, Verkaufsanzeigen oder Links auf sozialen Medien, wie zum Beispiel YouTube-Videos oder -Shorts, Instagram- oder Facebook-Reels, TikTok-Videos oder anderen Beiträge auf sozialen Medien.
Bitte besucht auch andere Blogs und laßt einen Kommentar da.

Zur Beachtung:
Wenn ihr am Weekend Traffic Jam Reboot teilnehmt, versichert ihr damit, daß der Inhalt euch gehört und ihr uns erlaubt, denselben zu teilen, falls euer Post oder euer Blog erwähnt werden.
Wir begrüßen unbegrenzten familienfreundlichen Inhalt. Dazu können Meinungsposts, Rezept, Reiseberichte, Modeideen, Handarbeiten, Second-Hand-Einkaufen, Lifestyle, Buchrezensionen  oder -diskussionen, Fotografie, Kunst und noch vieles mehr gehören!

Danke für's Mitmachen!!


 

You are invited to the Inlinkz link party!

Click here to enter

Donnerstag, 19. März 2026

Stummfilme - Rebecca of Sunnybrook Farm

Vielleicht habt ihr den Titel des heutigen Films schon mal gehört, da es für das Buch, auf dem er basiert, mehrere Umsetzungen gibt. Ich kannte weder das Buch (ich konnte auch nur eine recht neue Übersetzung dafür finden) noch einen der Filme, die im Laufe der Jahre davon inspiriert wurden (einer davon mit Shirley Temple).
Ich spreche von "Rebecca of Sunnybrook Farm" von 1917 mit "America's Sweetheart" Mary Pickford in der Hauptrolle.


Hier ist die Handlung (mit Spoilern!).

Rebecca Randall ist eins von sieben Geschwistern. Da die Farm ihrer Mutter mit einer Hypothek belegt ist, wird sie zu ihren Tanten geschickt, um dort zu leben.
Bei ihrer Ankunft macht sich Rebecca sofort eine Feindin - Minnie Smellie, die Tochter des Reverends - und gewinnt eine beste Freundin - Emma Jane Perkins.

Rebecca ist egal, ob sich Minnie bei
ihrer Mutter beschwert, beim gesamten
Staat Maine oder sogar - dem PRÄSIDENTEN!

She merkt auch schnell, daß Tante Miranda eine sehr strenge Frau ist, während Tante Jane freundlich ist, aber nicht viel zu sagen hat.



Wenn Rebecca etwas nicht ist, ist es schüchtern. Sie behauptet sich, sie sagt, was sie denkt - so manches Mal etwas zu viel - und sie hat immer Unfug im Kopf, wie zum Beispiel die große Zirkusaufführung, als ihre Tanten nicht da sind.


Sie hat aber auch ein gutes Herz.
In der Stadt lebt eine arme Familie - und bereitet euch auf den Schock vor, das Paar ist nicht mal verheiratet (tatsächlich gab es einen Zensor, der verlangte, daß der Zwischentitel, der uns über diese Tatsache informiert, herausgeschnitten würde)!
Rebecca und Emma Jane verkaufen Seife, denn sie können durch das Einschicken von 400 Einwickelpapieren eine "Bankettlampe" für die Simpsons bekommen, die "diese dringend benötigen", wie Rebecca Alan Ladd erzählt, einem jungen Mann, der ein Vermögen gemacht hat, bevor er in seine Heimatstadt Riverboro zurückgekommen ist.

"Bankettlampen" sind hohe verzierte
Öllampen, die in den 1880ern beliebt
waren. Es gab unterschiedliche Stile.

Nachdem Alan - offiziell allerdings seine Tante - 350 Seifenstücke kauft, werden er und Rebecca gute Freunde und sie nennt ihn Mr. Aladdin (der Name und die Lampe, versteht ihr?).


Als Tante Miranda Rebecca den Hintern versohlt, nachdem sie Jane bei der Zirkusvorführung hereingeplatzt sind, beschließt das Mädchen, während eines Gewitters davonzulaufen. Ein herumfliegendes Stück Holz trifft sie am Kopf, aber Alan findet sie und besucht sie dann auch zu Hause, während sie sich erholt.
Er gibt ihr sogar den Ehering seiner verstorbenen Mutter, damit sie ihn an Dave Simpson weitergeben kann (der zuvor sein Pferd gestohlen hat!), damit er seine Frau endlich heiraten kann (Rebecca ist überzeugt, daß das Problem einfach nur darin lag, daß sie keinen Ehering hatten). Als der Sheriff den Dieb bei seiner Hochzeitsfeier verhaften will, sagt Alan, daß er die Anzeige fallen läßt, da Dave und seine Frau jetzt für ihn die Farm führen werden.
Rebecca ist so beeindruckt, daß sie ihm mitteilen, sie habe beschlossen, ihn zu heiraten, wenn sie erwachsen ist.

Zunächst schicken ihre Tanten sie allerdings auf ein Internat.
Nach drei Jahren kommt Rebecca als wohlerzogene junge Dame zurück und findet Tante Miranda auf dem Sterbebett vor, sie um Verzeihung bittend, daß sie so streng mit ihr war. Sie hinterläßt Rebecca das Haus, was bedeutet, daß ihre Familie nun dort wohnen kann, nachdem sie Sunnybrook verkauft hat.
Bei einem Picknick erinnert Alan Rebecca daran, was sie vor Jahren gesagt hat, aber im letzten Augenblick entschlüpft Rebecca ihm und läuft fort und Alan rennt ihr hinterher.


Ich sage es, bevor es sonst jemand sagt - hier gibt es ganz "Anne auf Green Gables" Vibes. Oder wartet mal, wurde Lucy Maud Montgomery von Kate Douglas Wiggin inspiriert?
Tatsächlich erschien Wiggins Buch 1903, fünf Jahre vor "Anne auf Green Gables" und es gibt definitiv Ähnlichkeiten, aber Rebecca und würden da nicht die einzigen bleiben. Denkt an "Polyanna" oder (obwohl es Übersetzungen gibt, kenne ich keines der Bücher) oder den Comicstrip über die "Kleine Waise Annie".
Da ich zwar "Anne auf Green Gables", aber nicht "Rebecca of Sunnybrook Farm" oder eine der Fortsetzungen gelesen habe (vielleicht irgendwann mal), kann ich diese Ähnlichkeiten nicht selber beurteilen, aber ich habe einen (englischen) Artikel darüber gefunden, den ich in den Quellen verlinken werde.

Wenn ihr von Mary Pickford gehört habt oder euch an meinen Post über sie in "Ein Waisenkind" erinnert, wißt ihr wahrscheinlich, daß Rebecca nicht das einzige Kind war, das sie gespielt hat, Mädchen oder Junge, allerdings nicht ausschließlich. Es half, daß sie nur ungefähr 1,50 m groß war, und das Publikum liebte diese Rollen. Es gab einen Aufschrei, als Pickford ihre charakteristischen Locken abschnitt, als sie in ihren 30ern war!

Der Film hat nicht wirklich eine Geschichte, sondern zeigt Episoden aus Rebeccas Leben, auf eine Weise, die es Pickford erlaubt, zu glänzen und sehr gut und auf sehr witzige Art ihr Repertoire an Gesichtsausdrücken zu zeigen.
Das Buch selber ist ziemlich dick und die Drehbuchschreiberin Frances Marion nahm sich bei der Umsetzung ein paar Freiheiten heraus. Im Buch bemerkt Alan am Ende, daß Rebecca nun erwachsen zu sein scheint, ihre Augen aber noch die eines Kindes sind, also bedrängt er sie nicht.
Ich weiß nicht, ob Marion Rebecca im Film davonlaufen ließ, um so ein Happy End irgendwann mal in der Zukunft anzudeuten.
Wieder (siehe "Ein Waisenkind") gibt es einen Altersunterschied. Im Buch ist Alan am Ende 34 und Rebecca wahrscheinlich so um die 19. Für uns seltsam anzuschauen, für die Zeit aber nicht ungewöhnlich.


Der Film ist aber mehr Komödie als echte Liebesgeschichte. Rebecca unterhält die halbe Stadt mit ihrem Umfug, ihr solltet das Publikum sehen, das sie im Zirkus hat!
Obwohl es nicht überraschend ist, daß es ein paar Momente gibt, die einem modernen Publikum aufstoßen (wie ein Beispiel von Blackface und außerdem gefiel es mir nicht, einen Welpen während der Zirkusparade in einem Vogelkäfig zu sehen), macht es Spaß, Pickford anzuschauen, egal ob sie sich mit ihrem Sonnenschirm verteidigt, wegen eines Stücks Pastete mit ihrem Gewissen kämpft oder in der Zirkusszene zu einem Ritt ohne Sattel an einem Draht hängt.


Quellen und weitere Literatur (englischsprachig):

1. Lea Stans: Thoughts On: "Rebecca of Sunnybrook Farm". Auf: Silent-ology, 17. März 2016
2. Chris Scott Edwards: Rebecca of Sunnybrook Farm (1917). Auf: Silent Volume, 12. Januar 2011
3. Izawa Yuko: Rebecca of Sunnybrook Farm and Anne of Green Gables : Similarities and Differences. In: Jinbun shakai kagaku rons
ō, 20(2011), März


Es tut mir leid, daß meine Quellen meist nur englischsprachig sind, aber mein englischer Blog wird einfach mehr frequentiert und der Zeitaufwand für die Recherche ist oft so groß, daß ich nicht auch noch die Zeit finde, adäquate deutsche Quellen zu suchen. Sollte euch ein Artikel interessieren, gibt es Übersetzungsprogramme, die zumindest einen Eindruck vermitteln können.

Dienstag, 17. März 2026

Der Katzen-Zaubertrank

Wurde euch schon jemals von einer schwarzen Katze an einem Freitag, dem 13. ein Zaubertrank angeboten? Nein? Mir auch nicht.
Ich habe jedoch keinen Zweifel daran, daß das hier die perfekte Flasche für einen solchen wäre, wenn ihn meine kleine Hexe je brauchen sollte.


Tatsächlich ist das eine von zwei kleinen Ginflaschen, die ich vor ein paar Jahren von einem Kumpel bekommen habe.
Natürlich konnte ich sie nicht wegwerfen, als sie leer waren, weil ich wußte, daß ich irgendwann drumherum fädeln wollen würde.
Diesmal hatte ich das Gefühl, ich müßte Katzen eine Hommage erweisen, und das tat ich mit Silhouetten einiger typischen Katzenhaltungen.


Wie ihr euch vielleicht erinnert, benutze ich praktisch nie Muster von anderen. Ich bin keine Peyoteexpertin, also habe ich dabei immer ein wenig mit Mustern zu kämpfen, aber die sitzenden kamen mir recht schnell, vor allem weil die aufrecht sitzende Haltung eine, die ich auch schon mit anderen Techniken benutzt habe, wie Perlenweben und -stickerei.


Die in Bewegung waren etwas schwieriger. Ich wußte, daß ich vier Haltungen und zwei Reihen davon wollte (in der zweiten Reihe sind die gespiegelten Bilder der ersten), und die Beschränkung auf eine kleine Flasche und ungefähr 5 cm an Platz zum Fädeln machte es nicht einfacher. Es wurde dann aber schließlich doch ganz gut, finde ich.


Ein weiteres kleines Problem war, daß diese spezielle Flasche nicht so gerade ist wie die, die ich zuvor benutzt habe. Sie wird nach unten hin schmäler, was in Ordnung ist, aber sie wird oben am Hals außerdem etwas weiter, daher sind die Reihen nicht ganz so gerade, wie ich es mir gewünscht hätte.
Ich hatte diesmal auch mit dem Abnehmen in Richtung Hals zu kämpfen, weil die Größe mir keine Anzahl an Spalten gab, die ich einfach hätte dividieren können. Um also ein paar Stellen zu verdecken, die nicht perfekt waren, nähte ich silberne Perlen in der Größe 15 auf und dachte mir dann, daß das eigentlich ein nettes Extra für die gesamte Flasche wäre, um ihr etwas Funkeln zu verleihen.

Ich bin wirklich zufrieden damit, wie sie wurde - vor allem, nachdem ich ziemlich lang brauchte, nochmal, ich bin keine Peyoteexpertin, nicht mal darin, meine eigenen Muster zu lesen - und falls Gundel mit einem Trank aufwartet, werde ich bereit sein!

P.S. Falls ihr alle meine Perlenfläschchen sehen möchtet, könnt ihr sie hier finden.