Habt ihr eine Ahnung, wieviele Seiten es da draußen gibt, die Tests für die Lesegeschwindigkeit anbieten oder Tips und Techniken (7, 8, 12, 15, sogar 20), die die Lesegeschwindigkeit und das Verständnis erhöhen sollen?
Andererseits gibt es grad soviele Seiten zum langsamen Lesen.
Ich habe mir einige angeschaut und alle haben Vorzüge und Nachteil der jeweiligen Lesegeschwindigkeit aufgelistet.
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| Bild über pxhere |
Es ist nicht nötig, sie hier auch noch aufzuführen. Wie gewöhnlich sind dies nur meine persönlichen Gedanken zum Thema.
Ich lese recht schnell, ohne je an irgendwelchen Techniken gearbeitet zu haben, also kann ich euch nicht sagen, ob es Dinge gibt, die ich automatisch tue. Obwohl ich meine Geschwindigkeit nie gemessen habe, ist es definitiv kein Speed Reading und das ist auch in Ordnung.
Ich kann verstehen, daß jemand, der viel für Recherche, Studien oder die Arbeit lesen muß, sich schnell durch Bücher oder Dokumente arbeiten möchte. Es ist aber lang her, daß ich selber das unter Druck einer Frist tun mußte.
Persönlich finde ich nicht, daß man durch Bücher, die man aus der Freude daran liest, durchhetzen muß. Wenn man schon ein superschneller Leser ist, gut, aber ich muß dafür nicht extra einer werden.
Tatsächlich dachte ich mir, daß ich mich stattdessen mit dem langsamen Lesen beschäftigen sollte. Immer mal wieder das Tempo ändern.
Also schaute ich mir dann doch noch ein paar Tips an.
Mache aus deiner Lesezeit ein Ritual, indem du den perfekten Raum und die perfekte Umgebung schaffst.
Mein perfekter Raum ist mein Bett, meine Lieblingszeit nachts. Mit fortschreitendem Alter bin ich Geräuschen von draußen gegenüber immer intoleranter geworden. Nicht die Vögel, die ich jetzt gerade hören kann, aber schlagende Autotüren, manchmal Autos im Allgemeinen, laute Werkzeuge, aber auch Leute, die laut reden. Ich weiß nicht, ob meine Straße wirklich lauter geworden ist oder ob mein Gehirn das nur so empfindet.
Etwas zu trinken ist ein Muß für mich, kalt oder heiß abhängig von den Temperaturen.
Verbanne das Handy aus dem Zimmer / vermeide Multitasking.
Mein Problem ist kein Smartphone, da ich keins habe, sondern mein Notebook, wenn ich es zum Lesen benutze, aber wenn ich den Drang verspüre, auf eine andere Seite zu wechseln, ist das gewöhnlich ohnehin ein Zeichen für mich, mit dem Lesen aufzuhören. Ich sage jedoch nicht, daß es mich gar nie ablenkt. Persönliche Mails sind in der Tat schon während Lesesitzungen beantwortet worden.
Setze kleine Ziele.
Ich setze mir gar keine Ziele. Ich lese einfach so lang, wie mir danach ist und ich Zeit habe. Das wäre also vielleicht einen Versuch wert. Mich zu stoppen und immer mal zu einer Pause zu zwingen, um dem Inhalt zu erlauben, sich noch tiefer in meinem Gehirn festzusetzen.
Es kommt aber wahrscheinlich auf den Inhalt an. Ich kann sagen, für welche Bücher ich länger brauche - Biographien oder Klassiker zum Beispiel - während es schwieriger ist, bei meinen vintage Krimis eine Pause zu machen. Kommt schon, ich muß doch wissen, wer Lord Holstonebrook im Folly ermordet hat und warum sie eine Babydecke mit Initialen zurückgelassen haben, oder??
Mache Notizen oder markiere etwas, das dir wirklich gefällt.
Aah, ich habe schon früher erwähnt, daß ich es so gar nicht mit Notizbüchern habe. Das hat sich bisher nicht geändert, egal wie sehr mir ein Satz oder eine Passage gefällt.
Lesen und Selfcare passen gut zusammen - Tee, ein Bad, sanfte Musik oder Aromatherapie.
Der Tee ist ja in Ordnung, aber das andere ist nichts für mich. Lange Bäder sind nichts mehr für mich, Aromatherapie mache ich nicht (keine Experimente mit einer allergischen Katze) und nicht mal sanfte Musik ist mein Ding, wenn ich lese. Ich mag irgendwelche Hintergrundgeräusche nur, wenn ich bastle.
Diskutiere mit anderen über Bücher.
Leute in einem Buchclub zu treffen kommt für mich aus verschiedenen Gründen nicht in Frage. Mir wären Diskussionen eins zu eins lieber und damit meine ich nicht nur eine Reaktion zu einem Kommentar auf einer App oder einem Blogpost.
Teil des Problems sind wahrscheinlich auch die Bücher, die ich lese, oder die, die ich nicht lese.
Also - ist Lesen, wie ich es mache, einfach meine Art von langsamem Lesen? Ich werde mal darüber nachdenken müssen.
Eins fehlt mir jedoch in dieser Liste und das ist lautes Lesen. Auch wenn es kein Buch ist, das ich Gundel vorlese, lese ich Sätze oder Passagen laut, um die Schönheit eines Satzes zu genießen oder die Bedeutung von etwas besser zu erfassen.
Wie denkt ihr über schnelles oder langsames Lesen und was bevorzugt ihr?
Dieser Post wurde davon inspiriert, daß eine Freundin an einem Blog Hop zu dem Thema teilnahm, wie schnell Leute lesen.
Übrigens,
falls ihr Buchbesprechungen schreibt oder Blogposts über andere Dinge,
die mit Büchern zu tun haben - sogar Filme, die auf Büchern basieren -
schaut bitte bei "A
Good Book and a Cup of Tea" vorbei, einer monatlichen Buch-Linkparty,
deren Host ich zusammen mit Erin von Still Life, With Cracker Crumbs und Lisa from
Boondock Ramblings bin. Hier könnt ihr mehr herausfinden.






























