Dieser Post ist von zwei Themen inspiriert.
Das erste ist meine Liebe zu Steiffs Hund Treff, das zweite ist die faszinierende (und frustrierende) Welt der Paketzustellung, daher der Titel.
Ich erzähle euch erst mal von Treff.
Dieser Bluthund hat mein Herz schon seit den Anfängen unserer Steiff-Sammelleidenschaft. Obwohl es viele Steiff-Hunde gibt, die ich liebe, war Treff immer mein Favorit.
Ich könnte euch nicht mal genau sagen warum. Sind es die langen Ohren, ist es die süße Nase? Die Farbe, die Airbrushdetails im Gesicht, die Augen? Ich schätze, es ist das Gesamtpaket.
Im Laufe vieler Jahre haben es einige in die Sammlung geschafft, alles sitzende Exemplare in verschiedenen Größen von 10 bis 50 cm (aber nicht alle neun Größen), in Mohair und Samt. Das hier sind kleinere, die großen sitzen hinten in der Vitrine, und ich gebe zu, ich hatte keine Lust, all die Tiere davor mit herauszuholen.
Treff war nicht nur bei mir ein beliebter Hund und bliebt daher von 1928 bis 1938 im Steiff-Sortiment, auch stehend, als Reittier, mit einem Musikwerk darin, auf einem Nadelkissen - und als Handpuppe, auf die ich von Anfang an mein sehnsüchtiges Auge geworfen hatte.
Ich weiß nicht, ob es euch auf dem Gruppenbild aufgefallen ist, aber ihre Augen sehen nicht alle gleich aus.
Das Design war patentiert, die Augen sind nicht einfach aufgenäht, sondern so gesetzt, daß ein Teil davon für den typischen Bluthund-Blick vom Stoff abgedeckt war.
Wie Steiff Gal zitiert hat, schrieb Steiffs amerikanischer Vertrieb Borgfeldt einmal "den schrägen, halb abgedeckten Augapfel, der dem Gesicht dieses Hundes einen besonders nachdenklichen, intelligenten Ausdruck gibt."
Tatsächlich sieht man jedoch Treffs, bei denen die Augen nicht so aussehen, weil der Stoff hinter das Auge gerutscht ist. Ich lasse das normalerweise so, weil ich nicht am Auge und Stoff herumfummeln möchte, um zu vermeiden, daß etwas einreißt.
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| Könnt ihr sehen, wie sich der Blick verändert? |
Ich liebe die Tierhandpuppen von Steiff und besonders die von vor dem Krieg, und als nach Jahren endlich ein Treff zu Verkauf stand, kaufte ihn der Ex zu meinem Geburtstag.
Wahrscheinlich werden sich nur Leute, die selber sammeln, meine Aufregung beim Warten auf das Paket vorstellen können.
Und das bringt uns zu den Wundern von Postunternehmen ...
Damals bekam meine keine Mails und man hatte kein Livetracking.
Lieferbestätigungen waren noch auf Karten, die im Briefkasten landeten, um einem mitzuteilen, daß man das Paket sonstwo abholen mußte, obwohl man den ganzen Tag daheim war.
Echt verstörend war in diesem Fall allerdings, daß ich weder eine Karte noch ein Paket bekam, mir aber dann mitgeteilt wurde, daß das Pakete ausgeliefert worden war ...
Was hatten sie mit meinem Treff angestellt??
Also rief ich bei der Hotline an. Zumindest hatte ich damals nicht mit einem Chatbot zu tun, aber natürlich mußte ich mich trotzdem Zahl für Zahl zu einem Menschen durchwählen, der mir erklärte, daß ich ein Sortierzentrum in München anrufen mußte.
Ich lebe 200 km von München entfernt. Das Paket lief nicht über München. "Das ist egal, Sie müssen München anrufen". Nachdem ich dann dort endlich einen Menschen am Telefon hatte ... vielleicht habt ihr es schon erraten ... "Warum rufen Sie da bei uns an?" "Wenn ich das mal wüßte, bei der Hotline sagten sie ..." "Ja, hier sind Sie falsch, versuchen Sie es nochmal bei der Hotline." Mit Hilfe von ein bißchen Gewimmere und Gebettel, mich nicht dorthin zurückzuschicken, gaben sie mir wenigstens die direkte Nummer des richtigen Sortierzentrums in unserer Nähe.
Dort konnte ich mit einem sehr netten Mann sprechen, der seltsame Neuigkeiten für mich hatte. Ja, das Paket war heute ausgeliefert worden, ja, sie hatten eine Unterschrift von meinem Mann. Stop, stop ... wir hatten zwar wegen unserer unterschiedlichen Namen immer beide auf Paketen, aber ich war zu Hause gewesen, nicht er.
Ich fragte ihn nach dem Namen und er zögerte nicht, ihn mir zu sagen, also war meine nächste Frage, ob er schwierig zu lesen war und er meinte überhaupt nicht. Ich erklärte ihm, daß es aus zwei Gründen nicht die Unterschrift meines Manns sein konnte - er war nicht daheim und seine Unterschrift war absolut unleserlich, weil sie nicht mal aus einzelnen Buchstaben bestand. Er sagte, er würde sie mir zufaxen (ja, so lange ist das schon her), was nur bestätigte, was ich schon wußte.
WER hatte MEINEN Treff?
Ich machte mir Sorgen und war wütend, schließlich sprechen wir nicht nur über einen gewissen finanziellen, sondern auch einen emotionalen Wert. Das ist nichts, was man einfach so ersetzen könnte.
Er versprach mir, den Paketfahrer bei unserem Haus vorbeizuschicken, um zu sehen, ob es ihm helfen würde, sich an das Paket zu erinnern und wohin er es gebracht hatte.
Als er zurückrief, ließ er mich wissen, daß mein Paket in eine Stadt fünf Kilometer von hier geliefert worden war. An jemand anderen in einer Straße mit einem anderen Namen, der gesehen hatte - natürlich, denn die Adresse war korrekt und leserlich -, daß es nicht für ihn war, aber beschloß, das Paket zu behalten, "nur für den Fall". Was für einen Fall? Daß der tatsächliche Besitzer nicht nachforschen würde?
Natürlich sagte man mir den Namen dieser Person nicht, aber hört sich das für euch so an, als wäre es ein ehrlicher Fehler gewesen? Ich glaube nicht mal, daß er denselben Nachnamen wie mein Mann hatte.
Auf jeden Fall reiste Treff am nächsten Tag zum richtigen Haus und hat es seither nicht verlassen.













































