Posts mit dem Label Drahtweben werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Drahtweben werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 29. November 2025

Die große Umarmung - Teil 2

Falls ihr Teil 1 der großen Umarmung noch nicht kennt, könnt ihr ihn hier finden.

Wir haben beim Cliffhanger aufgehört, als ich meinen Boro-Lampworkhai auf den Küchenboden fallen lassen habe. Die Nase und der Schwanz brachen ab, aber ich konnte nur ein Teil des Schwanzes finden.
Dann geschah etwas Unerwartetes, das ich ehrlich nicht erklären kann. Mindestens eine Woche später fand ich das andere Teil des Schwanzes, habe aber keine Ahnung, woher es plötzlich kam, da ich den gesamten Küchenboden abgesucht hatte. Meine beste Idee ist, daß er vielleicht sogar noch weiter weg geflogen war und die Katzen ihn gefunden und zurück in die Küche gekickt haben.
Auf jeden Fall hatte ich auf einmal doch ein wenig Hoffnung, daß ich vielleicht, nur vielleicht, doch etwas damit anfangen könnte. Nicht das, was ich geplant hatte, nicht das, was ich eigentlich wollte und was mich 100 % glücklich machen würde, aber etwas, das trotzdem gut war.

Wie sollte ich das nun anstellen?
Natürlich mußte ich den Hai erstmal kleben. Meine komplizierte Beziehung zu Klebstoff ist schon lang ein "running joke" unter meinen Freunden. Viel länger schon als meine Schmuckmacherei. Es ist ein Wunder, daß ich nicht noch Dinge von vor Jahren an den Fingern kleben habe (das passiert mir wirklich). Ich bin schrecklich mit Klebstoff und meine Erfahrung sagte mir, daß der Hai nicht perfekt sein würde.
Überraschung! Quatsch. Natürlich war er nicht perfekt.
Also mußte ich einen Weg finden, die Narben so gut wie möglich zu verstecken. Davon mit Gold abzulenken, wie ich das bei dem kaputten Delphin meiner Freundin gemacht hatte, war keine Option für mich, weil der Oktopus aus Kupfer ist. Den Schwanz komplett wegzulassen und zu verstecken - im Gegensatz zu meinem Hai tauchte der Schwanz des Delphins nie mehr auf - war auch keine Option, weil ich den Schwanz ja hatte und diese lange Flosse liebe.


Das Schwierige daran, die Narben zu verstecken, würde sein, daß die durch die Nase sehr nah am Auge liegt und daß am Schwanz eine recht massive Glasöse ist (immerhin ist es ein Anhänger). Wäre der Hai wie ein Cabochon gewesen, ganz flach auf der Rückseite, hätte ich ihn vielleicht komplett auf eine Unterlage kleben können.
Schon bevor ich anfing, wußte ich, daß ich mit dem Teil um die Nase nicht so zufrieden sein würde. Nun ja.

Was genau sollte ich aber tun?
Es war offensichtlich, daß nur Perlenstickerei in Frage kam. Wie gesagt war dieser Hai viel kleiner als die anderen und war nun sogar noch zerbrechlicher (haha). Ihn einfach nur an den Oktopus zu wickeln würde keine sehr stabile Konstruktion abgeben.

Also würde ich den Hai stattdessen an den möglichen Stellen auf die Unterlage kleben, dann die Öse daran annähen und sie unter Perlen verstecken. Ich würde außerdem den Kopf des Oktopus soweit wie möglich ankleben (hinten sind Drähte vom Wickeln, die ihn etwas anheben), gerade genug, damit er sicher hält, während ich die Tentakel um den Hai herum anordne.

Enschuldigt bitte dieses schlechte Bild. Es ist
eins meiner berüchtigten Nacht-WIP-Bilder und 
gewöhnlich nur für Freunde gedacht. Tatsächlich
mußte ich es aus einer alten Facebook-Nachricht
zurückholen. Ich mache selten echte WIP-Bilder.

Das, meine Lieben, klingt viel einfacher als es tatsächlich ist. Zuerst nähte ich die Tentakel an ein paar Stellen an. Kupfer ist formbar und kann sich trotzdem sehr stur weigern, das zu tun, was man möchte, vor allem in dickem, so umwickelten Draht, noch mehr wenn man sich mit Tentakelschlingen austobt. Ich hätte gern mehr aus dem Fluß im WIP-Bild bewahrt, aber das wäre dann sehr breit für als Anhänger für mich selber geworden.
Natürlich würde ich die Tentakel dann noch mehr annähe, nachdem ich mich für die Verteilung der Perlen entschieden hatte.

Also tat ich all das und hatte dann eine Menge Raum für Perlen. Zu der Zeit wollte ich keine neuen Perlen kaufen. Ich hatte eine Ladung von Rocailles und Würfelperlen in unterschiedlichen Größen und einer Vielfalt von Blau, Klar, Grün, Lila, und wer mir schon eine Weile beim Schmuckmachen folgt weiß, daß ich Perlen in Wasserszenen nicht widerstehen kann.
Ich fing mit (meiner Meinung nach) klassischer Perlenstickerei an, also Perlenreihen, die nebeneinander her laufen. Sehr organisiert im Aussehen, ich dachte, das wäre ein schöner ruhiger Hintergrund für die Umarmung.
Nachdem eine Ecke fertig war, mußte ich mir eingestehen, daß ich es haßte. Wegen des dicken Drahts liegen die Tentakel nicht flach auf. Da sind also nicht nur Perlen um sie herum, sondern auch einige darüber und darunter.  Außerdem sind Perlen unter dem Hai und über den Narben (ich bin wirklich nicht sehr glücklich mit der Nase, konnte es aber nicht besser hinbekommen, ohne das Auge abzudecken) und unter dem Oktopuskopf - und in schönen ordentlichen Reihen an diese Stellen kommen? Ja, das klappte nicht.
Ich kann euch gar nicht sagen, wie lang ich brauchte, diesen Hintergrund zu sticken, immer ein, zwei Perlen auf einmal.

Ein etwas besseres WIP-Bild, immer noch
für Freunde gedacht. Es wird weder dem
Glitzern im Blaufluß noch dem im Hai gerecht.

Nächster Stop - den Schmuck fertigmachen.
Zwei Monate und noch keine Kette.
Dann erinnerte ich mich aber an meine Meerjungfrau (das ist ein echt großes Schmuckstück, das zum Glück an eine Kundin ging, die es groß mag).


Ich hatte immer noch Kupfercrimps und das Lederimitatband, dessen Farben gut zum Hintergrund paßten.
Als ich es aber ausprobiert, gefiel mir der Look überhaupt nicht. Irgendwie schien der Anhänger nach einer Kupferkette zu verlangen, die zum Oktopus paßte.
Als ich mich aber so durch meine Materialschubladen wühlte, fand ich nur Kette in der falschen Größe und ich wollte wirklich, wirklich nicht meine eigene Kette machen. Also machte ich mich ans Onlineshoppen, aber wieder waren die Ketten entweder zu klein oder hatten nicht das richtige Aussehen.
Schließlich fand ich Kettenglieder, die wie das Unendlichzeichen aussahen und die Windungen der Tentakel nachzuahmen scheinen, und kombinierte sie mit kleinen Ringen zu einer Kette. Zum Glück kaufte ich genau die richtige Anzahl!


Ist das meine Vision? Himmel, nein, es könnte gar nicht entfernter davon sein. Ich wollte nur den Oktopus und den Hai zusammen, vielleicht mit ein paar Perlen, um den Ozean anzudeuten. Wären die Bruchstellen anderswo gewesen, hätte ich es vielleicht hinbekommen.

Habe ich aber den Hai gerettet? Ich denke doch. Noch ein kaputtes Stück, das nicht im Müll gelandet ist, sondern weiterstrahlen wird. (Der Drang, über zerbrochene Schönheit zu philosophieren, ist groß, aber ich erspare euch das!)


Montag, 13. Oktober 2025

Die große Umarmung - Teil 1

Vor über zehn Jahren kaufte ich mehrere Lampworkanhänger aus Borosilikatglas, Manatis (eine davon könnt ihr hier sehen), einen Delphin (den habt ihr auch schon mal gesehen), einen Hai. Die Anhänger sind absolut umwerfend, aber es dauerte Monate, bis sie verschickt wurden, was mich davon abhielt, noch mehr zu bestellen. Das ist wirklich schade, denn ich habe seither nichts mehr gesehen, was an sie herankommt.
Außerdem ging der Hai auf dem Transport kaputt. Ich bekam einen Ersatz, war aber wild entschlossen, den kaputten auch auf irgendeine Weise zu verwenden (ich habe das mehr als einmal mit Komponenten gemacht, diese Stücke aber natürlich nie verkauft).

Falls ihr es noch nicht bemerkt habt, ich liebe nicht nur Haie, sondern auch Oktopoden. 
Dies ist ein Bild von nur ein paar, die ich im Laufe der Jahre gemacht habe. Einen winzigen, größere, einen echt großen. Ah, habt ihr es schon bemerkt? Haie!


Zuerst experimentierte ich mit dem kaputten Anhänger. Der Plan war gewesen, die Klebestellen hinter Tentakeln zu verstecken, aber soviel wie möglich vom Hai zu zeigen.
Ich mußte ganz schön herumfiddeln, aber ich schaffte es. Der Anhänger bekam den Namen "Die Umarmung", weil diese zwei für mich Freunde statt Feinde waren.
Wenn ihr denkt, daß die zweite Umarmung von Oktopus und Hai mit der gewonnenen Erfahrung einfacher zu machen war, liegt ihr falsch. Lampwork ist wirklich glatt und die Tentakel mußten ganz exakt sitzen, um den Hai sicher festzuhalten. Die Öse auf der Rückseite des Schwanzes ist die einzige Stelle, an der der Oktopus tatsächlich mit Draht am Hai befestigt ist.


Der zweite Anhänger wurde verkauft und der erste ging an eine Freundin (natürlich wußte sie über die Klebestellen Bescheid).
Ich will ganz ehrlich sein, ich bereute sehr schnell, daß ich keinen für mich behalten hatte, einfach weil es sich als unmöglich herausstellte, noch so einen Hai wie diese zu finden.

Nachdem ich lang gesucht hatte, fand ich schließlich einen und ich war so glücklich! Er war viel kleiner als die anderen, aber so schön.
Irgendwie kam ich aber nie dazu, etwas damit zu machen. Es gab immer etwas anderes auszuprobieren und das Drahtwickeln wurde langsam schon schwieriger für mich. Als es aber dann richtig hart für meinen Daumen wurde, wußte ich, daß es jetzt oder nie hieß, bevor es womöglich gar nicht mehr ging. Es war schon eine Weile hergewesen, daß ich mit Kupfer gespielt hatte und es fühlte sich echt gut an, aber es waren ganz schön viele Pausen nötig, um meinen Oktopus im Laufe der nächsten Wochen fertigzumachen.

Als ich dann endlich fertig war und den Oktopus zum Oxidieren mit in die Küche nehmen wollte, entging mir, daß sich der Hai, der in derselben Schachtel war, in ein paar noch losen Drahtenden verfangen hatte. Ja, man muß ziemlich blöd sein, um nicht zu bemerken, daß man zwei Dinge in der Hand hat, aber so bin ich eben manchmal.

Er hätte im Flur auf den einzigen Vinylboden fallen können, den ich habe, aber nein, er fiel in der Küche, auf den härtesten all meiner Böden.
Ihr wißt, wie manche Dinge scheinbar in Zeitlupe ablaufen und es trotzdem unmöglich ist, etwas dagegen zu tun? Wie das eine Mal, als ich mir mit dem Brotmesser in Finger und Fingernagel schnitt und mein Gehirn erst dann aufwachte und mir sagte, daß ich nicht da schneiden solle, als ich schon angefangen hätte, wie blöd zu bluten.
Es bestand keine Chance für mich, den Hai aufzufangen, bevor er auf den Fliesen aufknallte und Stücke flogen. Die Nase und der Schwanz waren abgebrochen (das scheint so ein Ding zu sein, meiner Freundin passierte ja das gleiche mit ihrem Delphin). Ich konnte aber nur die Nase und einen Teil des Schwanzes wiederfinden.

Das hört sich für euch vielleicht lächerlich an, aber ich war am Boden zerstört.
Ich konnten diesen Hai nicht ersetzen, egal wie sehr ich herumsuchte. Es gab ein paar Lampworkhaie, Anhänger und Figuren, und sie waren zweifellos hübsch, aber keiner davon hatte diese Eleganz, keiner sprach mich an.
Ich wollte nicht mal mehr den Oktopus anschauen, was einiges heißt.
Dann geschah etwas Unerwartetes und ja, ich sage dies total als Cliffhanger.

Ich hoffe, ich sehe euch bei Teil 2 wieder!

Freitag, 5. Juli 2024

Ich habe einen Oktopus gemacht!

Vielleicht möchtet ihr jetzt sagen, daß ihr schon wißt, daß ich einen Oktopus gemacht habe ... oder zwei oder fünf oder zehn ... schließlich hatte ich 2019 in diesem langen Post eine Collage davon gezeigt. Natürlich habe danach nicht aufgehört, welche zu machen, aber der Draht ist jetzt schon eine Weile auf dem Abstellgleis, weil neue Techniken erforscht werden wollten, die außerdem auch noch besser für meine Hände waren, als das der Draht die meiste Zeit war.

Das bedeutet aber nicht, daß der Draht mich nicht mehr ruft, als man mich also darum bat, einen Oktopusanhänger als Auftrag zu machen, konnte ich nicht nein sagen.
Ich liebe es, daß keiner davon gleich wird. Tentakel mit einem oder zwei Drähten, mit oder ohne Perlen, der Kopf mit Cabochon oder ohne, und am allerbesten ist, daß ich selber nie weiß, wie sie am Ende aussehen werden. Am meisten Spaß macht es, wenn die Tentakel außer Kontrolle zu geraten scheinen. Es mag so aussehen, als wäre das willkürlich, aber das ist gar nicht so. Beim ersten schon noch, aber die nächsten basieren dann darauf, und oft gehe ich nochmal zum ersten zurück, um daran herumzupusseln.
Ich stelle mir gern vor, daß der Oktopuskopf mir sagt, was ich tun soll ;-)

Für diesen hier war ein Cabochon gewünscht und die Wahl war ein hübscher Moosachat.
Ich habe Moosachat schon mal für eine Auftragsarbeit benutzt, nur war der Stein in diesem Fall sehr groß und dunkelgrün und nicht nur waren die Größenvorgabe sehr spezifisch, ich mußte außerdem genau 23 Moosachatperlen in den zweidrahtigen Tentakeln verwenden, die nicht auseinandergehen sollten, das alles machte daraus eine ziemliche Fummelei.


Diesmal durfte ich mich ausleben, solang ich nur genügend Moosachatperlen über die Tentakel verteilte und eine bestimmte Länge erreichte, und das machte mir einen Riesenspaß.
Das ist also die neueste Ergänzung zu meiner kleinen Oktopusfamilie (und ich brüte auch schon mehr neue Ideen in meinem Kopf aus ;-)).

Donnerstag, 26. November 2020

Die Feenmaus

Ich bin noch da, obwohl ich aus persönlichen Gründen eine längere Pause gemacht habe. Faul bin ich nicht gewesen, aber darüber seht ihr einem neuen meiner Adventskalender mehr im Dezember.

Der Draht ist in letzter Zeit ein ziemlich seltener Gast in meiner kreativen Welt gewesen, aber kürzlich war ich fest entschlossen, die Perlen mal beiseitezulegen und den Draht zurückzuholen. Wie gewöhnlich hatte ich keinen Plan, was ich hatte waren vier kurze dickere Drähte und meinen Arbeitsdraht.
Ich erzähle euch mal von der Reise, die ich mit ihnen unternommen habe und die mich zu einer seltsamen Kreatur führte.

Es ist komisch, wie man vier Drähte mit mehr Draht zusammen-
"binden" kann, und dann schaut man sie an und sieht auf einmal etwas - also, wenn man Glück hat und die Muse mitspielt. Da die Länge nicht wirklich für große Experimente ausreichte, war es nur natürlich, die Komponente oder wie immer man das zu dem Zeitpunkt genannt hätte einfach in der Mitte zu biegen.
Das eine, was ich sah, war ein kleiner Oktopus, wie ich ihn schon einmal gemacht hatte. Es war gut zu wissen, daß ich einen Plan B hatte, auch wenn ich keinen Plan A hatte. Ich sage Plan B, weil ich eigentlich keinen Oktopus machen wollte. Ich wollte ... ein Auge machen ... ein Auge mit Federn ... hatte ich einen Cabochon, den ich benutzen konnte ... falscher Bernstein, die perfekte Größe ... und die Federn am Ende (bitte beachtet, daß keiner dieser Schritte so schnell ging wie in diesem Post beschrieben, ich hielt die Dinge immer wieder hoch, schaute sie an, legte eins auf's andere, wickelte Draht wieder ab und so weiter, und ich habe kein einziges Foto gemacht, weil ich ja die Muse nicht stören konnte, richtig?) ... und jetzt hatte ich ein Auge und der "Bernstein" bewegte sich immer noch etwas, also mußte ich die Drähte dahinter enger ziehen ... jetzt scheinen sie durch den Cabochon hindurch, weiß nicht, ob mir das gefällt, aber ich lasse es erstmal ... als nächstes die Federn?

Keine Sorge, ich mache nicht so weiter, ich wollte nur zeigen, daß das so ziemlich ist, wie der Arbeitsprozeß oft bei mir abläuft.
Vor den Federn fiel mein Blick auf eine Achatscheibe. DIE Achatscheibe. Ich hatte sie in einem frühen Osterausverkauf gekauft, kurz bevor die Pandemie dafür sorgte, daß ich daheimblieb. Fragt nicht, was Achate mit Ostern zu tun haben, der Baumarkt hatte sie in einem Korb neben dem Tisch mit Dekoartikeln im Ausverkauf. Diese spezielle Scheibe hatte es schon ein paar Mal aus der Vorratsschublade geschafft, sich aber immer geweigert, mit mir zu reden. Dieses Mal aber sagte sie "schau mich an, ich bin eine Maus". Ein Auge mit Federn und eine grüne Maus. Schräg. Blätter statt Federn. Blättern, Wald, eine grüne Maus ... eine Feenmaus!

Da klickte es dann. Meine Maus brauchte ein großes Ohr, Schnörkel und Kringel auf ihrem Körper, einen langen Schwanz mit Schnörkeln und sogar schnörkelige Schnurrhaare.
Als ich sie schließlich gegen das Licht hielt, bemerkte ich, daß vor allem der untere Draht hinter dem Cabochon dem Auge mehr Dimension und Leben zu geben schien.

Es ist eine seltsame kleine Kreatur, aber sind wir das nicht alle? ;-)
Nun braucht sie nur eine Öse und/oder Kette, falls ich mich entscheide, aus ihr einen Anhänger zu machen. Sie ist kein Leichtgewicht. Vielleicht sähe sie mit einer Art waldigem Hintergrund nett in einer Schattenbox aus?

Freitag, 9. Oktober 2020

Pack die Vorräte an - Ammonit-Karneol-Anhänger

In letzter Zeit habe ich meinen Draht übel vernachlässigt. Ein Grund dafür ist, daß mein Daumen beim Arbeiten mit Draht sehr viel schneller müde wird, sodaß ich mehr Pausen machen muß, ein weiterer ist, daß die Perlen gerade einfach lauter und vor allem deutlicher zu mir sprechen. Nicht wörtlich genommen natürlich, SO verrückt bin ich auch wieder nicht.
Dieser Anhänger fing mit ein paar ganz miesen Versuchen für eine einfache Webfassung an. Es fühlte sich fast so an, als würde ich das das erste Mal machen. Mein Daumen tat weh, meine Motivation sank, und sogar die Drähte begannen müde auszusehen. Ich trennte alles wieder auf und erst ein paar Tage später kam mir eine kleine Idee in den Kopf, die man nicht mal mehr an dem Stück erkennen kann.

Oft suche ich mir nicht einen Stein oder einen Cabochon aus und mache dann eine Fassung dafür, sondern fange stattdessen an, den Draht zu weben und zu biegen, um zu sehen, ob etwas dabei herauskommt, und dann erst schaue ich nach etwas, das ungefähr die richtige Größe hat und lasse beides zusammenkommen.
In diesem Fall probierte ich verschiedene Cabochons aus, fossile Koralle, Achat und Glas, bevor ich dann den Ammoniten fand.
Wenn ihr meine früheren Ammonitanhänger kennt, seht ihr, daß das hier keine Variation davon ist, und es gibt keine Tentakel! Tatsächlich waren auch die kleinen Schnörkel oben vor dem Ammoniten da, also ist das kein Versuch, wenigstens etwas "Tentakliges" reinzuschmuggeln ;-)

Um dem Anhänger etwas mehr Farbe zu geben, beschloß ich ein paar Perlen einzuarbeiten, wählte mattierten Karneol, um das Herbstgefühl zu verstärken, und füllte damit den leeren Raum auf der linken Seite. Ihr müßt mir hierbei vertrauen, da ist nichts Gewebtes drunter.


Auch wenn es so aussieht, als ob der untere gewebte Teil flach am Fossil anliegt, ist dem nicht so. Ich hoffe, dieses Bild kann das ein bißchen besser zeigen.

Das ist mein Willkommensgruß an den Herbst :-)

Freitag, 21. August 2020

Pack die Vorräte an - Schmetterlingskette

Gestern fand ich einen kleinen Schmetterlingskörper in einer meiner Drahtdosen, wo ich Drahtreste aufhebe, die ich für Jumprings, Headpins usw. verwenden möchte.
Er sah ohne Flügel so traurig aus, nachdem ich also eine Weile gar keinen Schmuck mehr gemacht hatte, war es Zeit, mich hinzuetzen und ihm welche zu geben. Am schwierigsten war die Entscheidung, wie ich die Flügel füllen sollte. An meinem letzten Schmetterling hatte ich einen Haufen Kristalle benutzt, aber diesen Flügeln wollte ich einen zierlicheren Look geben, darum schienen winzige Perlen aus blauem Achat und Amethyst die richtige Wahl zu sein.
Erst hinterher bemerkte ich, daß die Farben vage von denen des männlichen Hauhechel-Bläulings inspiriert waren. Es ist schade, daß ich das nicht vorher gesehen hatte, dann hätte ich das untere Flügelpaar größer machen und dem Körper noch etwas Blaues geben können.
Ich finde aber trotzdem, daß er niedlich ist :-)

Freitag, 22. November 2019

Pack die Vorräte an - Der Leopard

Normalerweise mache ich erst einen Anhänger und dann eine Öse dafür. In diesem Fall war es andersherum.
Als ich kürzlich ein paar kürzere Drähte aus meinem Restetütchen nahm, um daraus ein Paar Ohrringe zu machen - am Ende wurden Glitzerschmetterlinge daraus - fand ich eine gewebte Drahtöse, also mußte ich etwas finden, um sie daran zu befestigen. Ich erinnere mich nicht einmal, sie in die Tüte getan zu haben. Hatte ich sie von einem anderen Stück abgeschnitten oder war dies eins dieser Restedrahtprojekte, die ich in der Hoffnung unternommen hatte, irgendwann mal das richtige Stück dafür zu finden? Keine Ahnung.

Ich ging zu meinen Vorratsschubladen und probierte zunächst eine Lampworkbaumperle aus, aber die war zu lang. Dann dachte ich, eine größere Mookaitperle wäre ganz nett, aber die Bohrlöcher waren an allen zu klein.
Dann fand ich den Leopard. Der Leopard war wieder einmal so eine Perle, von der ich dachte, sie würde aus Mangel an Idee niemals den Weg hinausfinden. Ich erstand sie vor vielen Jahren von Babs Beads & Design. Ich erinnere mich, daß ich mich in eine ganze Gruppe von "Tierdruck"perlen verguckt hatte. Eine davon benutzte ich in Kombination mit Jaspis, aber die anderen warteten geduldig darauf, an die Reihe zu kommen.

Manchmal kann es plötzlich ganz einfach sein. Die Drähte an der Öse hatten die perfekte Länge, warum sollte diese kleine Schönheit nicht für sich allein glänzen?
Das Witzige ist, daß ich ganz genau dasselbe schon vor ein paar Jahren gedacht habe. Ich benutzte die Perle in einem Ring mit gewebtem Drahtband, den ich völlig vergessen hatte. Als ich gerade zufällig in einem meiner Dateiordner auf das Bild stieß, erinnerte ich mich, daß ich aber letztendlich doch nicht ganz glücklich damit war, wie der Ring am Finger saß.
Im Anhänger gefällt mir die Perle viel besser und ich denke, das könnte sogar unisex sein, vielleicht an einem Lederband. Nun muß ich nur noch entscheiden, ob ich das Kupfer noch dunkler oxidieren soll, obwohl es nicht so hell ist, wie es auf diesem Bild herauskommt.
Was denkt ihr?

Sonntag, 29. September 2019

Art Elements Design Challenge and Blog Hop - Laub

"Laub? Das kriege ich hin!"
Als ich das September-Thema für die Art Elements Design Challenge, das Caroline uns gab, sah, war ich voll und ganz zuversichtlich, daß ich das glänzend hinbekommen würde. Ich hatte schon zuvor Blätter und Blattmuster in Draht und in Perlen gemacht, und ich dachte sogar, daß ich dieses Mal mehr als ein Stück schaffen würde.

BUMM! Leider ist das kein "ich hab's geschafft" BUMM, sondern eins von der Sorte "das Leben kommt dazwischen".
Dies ist also der Teil, in dem ich zu den billigen Entschuldigungen komme, in diesem Fall Arbeit und Gesundheit oder eigentlich eine Kombination von beidem, die dazu neigt, zwar nicht meine Kreativität abzutöten, dafür aber die Fähigkeit, meine Ideen in tatsächliche Dinge umzusetzen. Ich hatte zum Beispiel gehäkelte Drahtblätter in Herbstfarben vor meinem inneren Auge gesehen, aber nachdem ich eins zweimal wieder aufgeribbelt hatte, war mir nicht nach einem neuerlichen Versuch.

Ich vergaß sogar, daß ich schon etwas angefangen hatte, das ich an meinen Puppenkopf hängte, um mich dann für einen Verschluß und Verzierungen zu entscheiden.
Erst vor ein paar Tagen sah ich es zufällig wieder (und ich laufe ständig an diesem Kopf vorbei!) und hatte geplant, gestern nach der Rückkehr von der Arbeit noch etwas daran zu arbeiten, aber dank einer liegengebliebenen S-Bahn brauchte ich drei Stunden, um nach Hause zu kommen, und alles, was ich dort noch wollte, war etwas zu essen und Schlaf.
Heute morgen nun war ich mir nicht einmal mehr sicher, ob es mir ohne ein paar größere Änderungen überhaupt gefiel. Nun fürchte ich, daß es in die Schublade der Ewigen WIPs wandern wird, was kein schöner Aufenthaltsort ist, wie ich gehört habe ;-)

Ich bin froh, daß ich nicht vor euch stehe - naja, tatsächlich sitze - ohne irgendetwas vorweisen zu können.
Ich mache diese Sorte von Blättern gern, man kann sie großartig in Ohrringen, Anhängern oder Halsketten verwenden, und es macht immer Spaß, sie mit dem zu verzieren, was ich gerade so finde.
Hier habe ich für das perfekte Herbstgefühl schokoladenbraune Süßwasser- und matte Karneolperlen verwendet. Schließlich ist Herbst meine liebste Jahreszeit!


Nun kommt das gute Zeug, eine Liste all der anderen Challenge-Teilnehmer, und ich bin mir sicher, daß sie viel mehr zu zeigen haben. Ich freue mich schon darauf, all die Posts und Bilder zu durchstöbern!
Bitte schaut vorbei, ich weiß, ihr werdet nicht enttäuscht werden!

Gäste

Alison - Alysen - Anita - Beth and Evie - Cat (that's me ;-)) - Dawn - Divya - Hope - Jill - Karen - Kathy - LaurieMary - Michelle - Sarah - Sarajo - Tammy 

AE-Teammitglieder

Claire - Cathy - Caroline - Jenny - Lesley - Marsha - Niky - Susan

Freitag, 6. September 2019

Pack die Vorräte an - Lampwork, Silber und Kristalle

In letzter Zeit habe ich daran gearbeitet, mehr Ohrringe zu machen. Ihr wißt, daß ich manchmal ein Problem damit habe, das gleiche Stück zweimal zu machen. Als ich also wieder einmal auf der Suche nach Inspiration meinen Lampworkvorrat durchforschte, fand ich diese wunderschönen Tropfen-Headpins in Sterlingsilber von Iced Moments.
Der einfachste Weg, sie zu benutzen, ist es, einfach das Silber zu Ohrhaken zurechtzubiegen, auf diese Art habe ich für mich selber ein Paar Ohrringe "gemacht". Für diese hier wollte ich etwas mehr, nicht zuviel aber, damit die Tropfen die Hauptattraktion bleiben.

In meinem Kristallvorrat habe ich immer noch ein paar 2 mm Kristalle, und diese drei Farben - ein Saphirblau und ein Grau und Hellblau in einer Art Opalitschimmer - schienen perfekt für die Ohrringe zu sein, also wickelte ich sie mit einem feinen Sterlingsilberdraht auf.
Nur noch ein Paar meiner handgemachten Ohrhaken und da habt ihr es. Man braucht gar nicht immer viel.

Samstag, 31. August 2019

Art Elements Design Challenge and Blog Hop - Oktopusse

Erstens ... es steht euch frei, sie als Oktopoden zu bezeichnen, falls ihr das bevorzugt, aber während ich das immer selber gesagt habe, mag ich jetzt, wie witzig es sich anhört, wenn man Oktopusse sagt, und es ist nicht mal falsch (danke, Duden).

Zweitens, als Claire das Thema für die Art Elements August Themenchallenge ankündigte, - Oktopus - legte ich in meinem Sessel einen kleinen Tanz hin. Nicht nur liebe ich Oktopusse, sondern ich bin vielleicht auch ein klein wenig besessen davon, sie zu machen.
Anfangs wurde ich von dem Polymer Clay-Oktopus inspiriert, den meine Freundin Star gemacht hat und der mich genau in diesem Moment anschaut.
 


Ich brauchte schon einige Stunden, um meinen Oktopus aus Draht zu häkeln. Der Mann kam später dazu und es war nicht gedacht, daß er in den Tentakeln endet, aber ihr wißt ja, wie solche Dinge passieren. Sie sind bis heute in ihrer tödlichen (?) Umarmung und sitzen in der Meeresabteilung meiner Steiffsammlung.

















Dann kam Hank, der kleine Lampworkdieb, ebenfalls aus Draht gehäkelt.




Nach einer langen Pause vom Oktopusmachen (aber ohne je die Liebe zu ihnen zu verlieren) fing ich mit dem Drahtweben an, und das setzte mich erst richtig in Gang. Anstatt euch jede einzelne Geschichte zu erzählen, habe ich eine kleine Collage gemacht (minus einem, von dem ich anscheinend kein Bild gemacht habe). Da ist der winzige Barney ganz oben, und nun könnt ihr sehen, wie ich mehr und mehr davon besessen war, diese Tentakel zu verdrehen. Mann, es macht aber auch Spaß, sie zu weben!!



Also beschloß ich, ein großes Stück für diese Challenge zu machen, und vielleicht noch ein kleines. Das kleine ist noch nicht passiert, und ich dachte ehrlich nicht mal, daß ich das große rechtzeitig hinbekommen würde, obwohl ich diesmal wirklich früh angefangen habe. Mein erster Schritt war es, kleine Cabochons zu bestellen.


Warum? Das hier ist warum.




Ich wollte meine eigenen Oktopusbabys, aber statt sie alle in einer Farbe zu machen, entschied ich mich für eine Vielzahl an Farben. Ich wählte Achat, Sodalith, Zoisit, Jaspis, Aventurin, Amethyst, Rosenquarz und mehr. Jeder Cabochon bekam sein eigenes Webmuster, und voilà, eine Armee von Oktopusbabys, bereit, die Welt zu übernehmen, muahahaaaaaa!



Tatsächlich war das der einfache Teil. Wie sollte ich sie jetzt zusammensetzen? Ich hätte sie von einer Kette baumeln lassen können, aber eine Tentakelarmee ist nicht ganz so effektiv, wenn sich diese Tentakel immer verheddern. Ich legte sie immer wieder aus, mal so, mal so, ich glaube, sie wurden meiner ziemlich müde.

Erst vor zwei Tagen wußte ich plötzlich, was ich tun wollte. Das Video hätte mich viel eher auf die Idee bringen sollen. Diese Babys brauchten eine Mutter!
Eine meiner leichtesten Übungen - nun ja, nicht wirklich, denn jetzt wurde ich so langsam nervös, ob ich das rechtzeitig hinkriegen würde. UND ich wußte immer noch nicht, wie ich das alles letztendlich zusammensetzen sollte.
Ein wenig Tiefatmung, eine Menge Gefluche und etwas dramatisches Brüllen "Ich kann das hier nicht, ich bin nutzlos!" später hatte ich es dann - fast. Schwer zu glauben und doch wahr, es kann einem genau die Kettensorte ausgehen, die man braucht, während alle anderen noch reichlich da sind. Ich fand aber gerade noch genug, um meine Babys an den Enden zu verbinden. Puh.

Ich mache selten große übertriebene Halsketten, aber das hier ist eine davon, und ich liebe jeden kleinen Tentakel.
Ein Bild zu machen war jedoch nicht einfach, es war etwas überfüllt im Lichtzelt und etwas zu früh am Morgen, um ein Foto im Garten zu machen, und außerdem hatte ich nur vier Stunden Schlaf.
Ich versuche es später nochmal besser hinzubekommen, also habt bitte Geduld mit mir.





Meine Damen und Herren, dies ist ein Blog Hop. Wieder einmal bitte, nein, befehle ich euch, zu diesen Links zu gehen und zu sehen, was die anderen Teilnehmer so zu bieten haben. Es ist es wert, ehrlich. Tut es jetzt. Danke ;-)

Gäste
 
Cat (das bin ich ;-)) - Evie und Beth - Hope - Karen - Kathy - Melissa - Michelle - Rozantia - Sarajo - Tammy

AE Teammitglieder
 
Cathy - Claire - Jenny - Laney - Lindsay - Marsha

Zu guter Letzt möchte ich Claire für dieses fantastische Thema danken. Ich habe so ein Gefühl, daß sie und ich dieselbe Liebe für Oktopusse teilen ....

P.S. Ups, ich habe beinahe meinen eigenen Fimo-Oktopus vergessen. Das geht gar nicht, er ist so schon grummelig genug! ;-)


Dienstag, 25. Juni 2019

Habt ihr euch je gefragt ...

... woher die Wolle für meine Wollkörbchen kommt?
Vielleicht seid ihr mir ja über die Jahre hinweg etwas gefolgt und hattet die Gelegenheit, ein paar der Schafe zu treffen, ohne die ich es nicht geschaff hätte? Dies sind nur drei davon, Belle, Spots und Myrtle.



Es war immer eine glückliche kleine Herde, und keins sieht wie die anderen aus.
Diese drei haben mich bereits für die große Welt da draußen verlassen, Belle und Spots leben nun in den USA und Myrtle ist in Kanada. Ich schätze, es gefällt ihnen dort, weil sie sich nie die Mühe gemacht haben zu schreiben, die kleinen Biester. Ich weiß aber, daß sie in guten Händen sind, also ist das in Ordnung.

Und immer mal wieder taucht dann ein neues Schaf auf, um mir auszuhelfen.
Laßt mich euch Minnie vorstellen. Sie ist echt eine Süße mit ihren himmelblauen Augen (ja, ihr könnt nur eins davon sehen). Wie ihr seht, hatten wir auch schon ein kleines Gemeinschaftsprojekt. Ich hoffe, ich habe sie nicht zu hart arbeiten lassen bei der Hitze!


Wißt ihr, was komisch ist, ich habe gerade bemerkt, daß bisher all meine Schafe außer einem in eine Richtung schauen ... ich frage mich, was sie dort sehen ...

Freitag, 8. März 2019

Pack die Vorräte an - Cantera-Opalanhänger mit Perle

Ich habe einen winzigen Vorrat an Cantera-Opalen, das sind mexikanische Opale in ihrer Matrix aus leicht rosafarbenem Rhyolith, und ich liebe sie. Ich kann gar nicht sagen, wie oft ich sie herausgeholt und dann wieder zurückgelegt habe, um sie vor der Welt da draußen in Sicherheit zu bringen ;-) Meine zwei liebsten haben ein gutes Zuhause gefunden und ich vermisse sie immer noch. Albern, ich weiß ja.

Es war an der Zeit, tief Luft zu holen und sie - naja, wenigstens einen - sehen zu lassen, was außerhalb der Vorratsschublade liegt - aber nur um dann in die Schublade mit dem fertigen Schmuck zu wandern, es sei denn, jemand nähme diese kleine Schönheit mit nach Hause.

Dieser Cantera-Opal ist fast klar. Er sieht wie ein Wassertropfen auf einem geborstenen Untergrund aus, wenn man ihn aber bewegt, kann man ein paar kleine Funken von Farbe sehen, grün, gelb und rot. Leider habe ich es nicht geschafft, ein wirklich gutes Bild davon zu machen, es sieht so aus als wolle der Stein sein Geheimnis behalten!
Da er nicht sehr groß ist - diese Opale sind das meistens nicht - hielt ich die gewebte Fassung recht einfach, machte dafür aber wegen der Balance eine größere Öse, und natürlich konnte ich einer kleinen Verzierung nicht widerstehen, einer sehr hellrosanen Perle.

Noch drei Opale übrig ...



Donnerstag, 28. Februar 2019

Art Elements Design Challenge and Blog Hop - Raubvögel

Raubvögel, was für ein großartiges Thema für die neue Art Elements Design Challenge! Ich hatte keine Idee, was ich machen könnte, aber ich fand Raubvögel immer toll, also konnte doch gar nichts schiefgehen, oder? Danke, Cathy!
Ich war sogar mutig genug, auf der AE-Facebookseite zu posten, daß ich diesmal gut in der Zeit lang. Yay!
Dieses yay wurde ziemlich schnell zu einem nooooo. Laßt mich das erklären.

Ich hatte zufällig einen "Farbencabochon" (wie ein Fordit, aber kein echter und nicht so farbenfroh), schon in gewebtem Draht gefaßt. Die Tropfenform schien ideal für einen Eulenkörper. Ich liebe Eulen, obwohl ich keine Gelegenheit habe, sie oft zu sehen, auch wenn ich gar nicht so weit vom Wald entfernt wohne. Ich erinnere mich aber, wie wir einmal spätabends nach Hause kamen und einen leisen Ton von einem Baum, der im Hof des Kindertagheims die Straße hinunter stand, hörten. Als wir hinaufschauten, saß dort eine riesige Eule. Ich weiß nicht, ob sie versuchte, uns zu vertreiben oder ob sie Beute entdeckt hatte, aber wir beschlossen, sie nicht lange zu stören, obwohl ich ewig dort hätten stehen können, um sie anzustarren. Sie war wundervoll!

Zurück zu meinem Farbencabochon. Ich hatte den Körper und jetzt brauchte ich nur noch einen Ast, um ihn daraufzusetzen, große Flügel und einen Kopf. Ich brachte ein paar Flügel an, über die ich nicht vollkommen glücklich war.
Leute, die mich kennen, wissen auch, daß ich nicht dazu neige, WIP-Bilder zu machen. Das hat mehrere Gründe. Ich bin zu ful, ich möchte nicht, daß der Kreativitätsfluß gestört wird, ich möchte damit nichts beschreien, und ich bin zu faul, ups, das hab ich schon gesagt.
Es tut mir also leid, aber ich kann euch weder Flügel noch Körper zeigen. Oder den Ast, den ich angefangen hatte, den ich aber aufgab, weil ich keine gute Möglichkeit sah, die Eule daran festzumachen, ohne daß sie dauernd vornübergekippt wäre. Die Flügel sahen, hmm, allerhöchstens okay aus, der Kopf war ganz gut. Dann brach die Perle für den Schnabel, genau nachdem der letzte Draht abgeknipst war. Nennt es Schicksal.
Ihr wollt nicht wissen, was als nächstes passiert ist. Es war kein Riesen-Wutanfall, aber es kam ihm ziemlich nahe. Es mögen ein paar leichte oder weniger leichte Flüche gefallen sein, und als der Seitenschneider in Aktion trat ... es reicht zu wissen, daß ich mich tatsächlich bei der armen Kreatur entschuldigte, bevor ich sie zerschnitt, weil ich in der Hinsicht eben verrückt bin. In einem solchen Fall, wenn ich schon zu lange herumgenoddelt habe und endlich beschließe, dem hier und jetzt ein Ende zu setze, schneide ich. Ich versuche nicht einmal mehr, irgendwas zu retten. Mal rettet man, mal heißt es "zerstöre dieses Ding oder es wird auf ewig zurückkommen, um deine Seele zu verfolgen".
Enschuldigt mich, während ich mal tief Luft hole. Okay. Auf zum nächsten Kapitel.

Im allgemeinen hatte mir die Idee ja gefallen und, was am wichtigsten war, die Zeit war mal wieder fast abgelaufen. Also schaute ich in meinem Cabochonvorrat und fand einen Labradorit in Tropfenform, so geschnitten, daß er aussah wie ein Blatt. Oder - haHA!! - wie Federn.
Als ob die Eule in dem Baum vor so vielen Jahren mir als Inspiration im Geiste beistand, lief es diesmal wesentlich glatter. Ich webte meine Fassung, formte ein paar Äste (Ähnlichkeiten mit Tentakeln sind reiner Zufall, hust hust) und brachte ein paar tschechische Glasblätter an. Ich machte ein kleines Gesicht, bestehend aus Augen - die etwas an einen Kneifer erinnerten, wenn ich mir das so überlege - die ich mit zwei gelben Kristallen "füllte", und einem Schnabel. Der Plan war es, dies an der Fassung zu befestigen, aber auf dem Stein wirkte es irgendwie falsch, also machte ich stattdessen einen kleinen Kopf um das Gesicht herum, was mir wesentlich besser gefiel, vor allem weil ich finde, daß der gewebte Teil im Gesicht nun auch an Federn erinnert.
Zu guter Letzt patinierte ich das Kupfer. Da ich wegen meines Hand- und Daumengelenks ein paar Pausen einlegen mußte, machte ich dies wieder mal am Abend vor der Enthüllung fertig, aber ich hab's geschafft. Jetzt kann ich es also wirklich sagen, YAY!
Dieser Anhänger macht mir große Freude, muß ich gestehen, und ich muß mich zurückhalten, damit ich nicht gleich noch einen mache! ;-)



Dies ist nicht nur eine Challenge, sondern auch ein Blog Hop, also schaut euch doch bitte auch die Post all der anderen Hopper an!

Gäste

Tammy - Beth - Cat (das bin ich!) - Anita - Kathy - Alysen - Linda - Rozantia - Jennifer - Hope - Sarajo - Melissa - Sarah 

AE Team

Caroline - Cathy - Claire - Jen - Jenny - Karen - Laney - Lesley - Lindsay - Marsha - Niky - Sue

Freitag, 25. Januar 2019

Pack die Vorräte an - Magnesittropfenanhänger

Dies muß wohl einer meiner liebsten Vorratsfresser in der letzten Zeit gewesen sein. Der Grund? Ich schaffte es nicht nur, eine ganze Magnesitperle aus meinen neunhundert Magnesittütchen (ja, vielleicht übertreibe ich hier ein bißchen) zu verwenden, sondern auch, sofort die perfekte zu finden.
Jetzt fragt ihr euch vielleicht, was so perfekt an einer einfachen Tropfenperle ist. Tatsächlich begann dies schon vor einer Weile. Ich erinnere mich nicht einmal mehr daran, wofür ich diese Fassung angefangen hatte, aber es funktionierte nicht. Zu klein, zu groß, vielleicht ein Cabochon, der zu rutschig war? Ich behielt die Fassung aber, um sie irgendwann auseinanderzunehmen, damit ich den Draht wiederverwenden konnte. Irgendwie tat ich das jedoch niemals. Es landete in einem kleinen Fach in einer meiner Vorratsboxen, wo ich kleine Drahtüberbleibsel für Binderinge etc. hinstecke.

Heute schnappte ich mir meine Magnesitperlen, weil ich wußte, daß ein paar Herzen dabei waren und ich davon eines für eine kleine Challenge verwenden wollte. Als ich dann noch nach einem Headpin suchte, fand ich diese Fassung da so ohne Sinn herumhängen. Ich erinnerte mich an eine Tropfenperle in dem Tütchen, die genau passen könnte, und das tat sie. Perfekt. Die Größe war genau richtig.
Ich wünschte, alles würde immer so gut funktionieren!

Freitag, 16. November 2018

Pack die Vorräte an - Wer war zuerst da, die Henne oder das Ei?

Natürlich geht es bei diesem Post nicht wirklich um Hennen oder Eier. Es geht darum, auf welch unterschiedliche Arten sich ein Projekt über die Zeit entwickeln kann und welcher Gedanke dabei zuerst kommt.
Ich habe oft erwähnt, wie sich meine Designs während des Prozesses gern verändern. Ein Ohrring wird zum Anhänger, weil ich oft nicht die Geduld dafür habe, das gleiche zweimal zu machen. Eine einfache Drahthäkelfassung wird zu einer mehrschichtigen Fassung aus gestrickten und gehäkeltem Draht, niemals wiederholbar, weil ich nicht wüßte wie. Ein Stück schreit nach einem Anhängsel ... und noch einmal Anhängsel ... und wie wäre es mit einem hier und einem kleinen Etwas oben drauf? Das sind nur ein paar Beispiele.

Und dann sind da diese Stücke, von denen ich bei Beginn nicht einmal eine vage Vorstellung habe. Sie hauen nicht immer hin. Manchmal habe ich zum Schluß etwas, das nach etwas verlangt, das ich (noch) nicht kenne. Sie sind üblicherweise experimentelle Stücke, die lange herumliegen, bevor mein Gehirn auf einmal auf genau das Richtige kommt - obwohl es ein paar Monate später vielleicht abstreitet, etwas damit zu tun zu haben, und stattdessen alles auf meine Unfähigkeit schiebt, auf es zu hören - oder sie werden auf ewig warten und dienen als Erinnerung daran, wie äußerst falsch die Dinge laufen können. Manchmal müssen sie eliminiert werden, weil ich nicht mehr ertragen kann, sie anzusehen, ohne sie fertigmachen zu können. Oh ja, und wahrscheinlich liegen mehr als mir lieb sind in meinen berüchtigten Schubladen versteckt.

Es gibt auch gute Momente, wenn ich etwas zu machen beginne, das mir gefällt, also suche ich nach der perfekten Komponente dafür, und ich habe Glück und finde sie auch noch!
In diesem Fall schwebte mir vage ein Schneckenhaus vor, als ich anfing, eine Spirale zu weben. Nach einer Weil schien ein Cabochon unter der Spirale, der sie noch besser herausstellen würde, eine gute Idee zu sein. Ich dachte dabei an einen Steincabochon, hatte aber leider nichts in der richtigen Größe, was auch noch rund oder oval war.
Ohne große Hoffnung versuchte ich es in meiner Lampworkschublade und fand diesen schönen geschmolzenen Glascabochon von Deronda Designs. Er muß sehr, sehr lang in meinem Vorrat gewesen sein, denn über die Melties habe ich 2010 geschrieben, was ich fast nicht glauben kann.
Ich mag es, wie das sanfte Rosa und Grün - und ein wenig Schwarz, das sind keine Fussel - durch das Kupfer luge, das diesmal unoxidiert bleiben wird!

Nun brauche ich nur noch etwas mehr Licht für ein Bild an meinem Puppenkopf. Ich liebe Regen zwar, aber bei Bildern ist er nicht so ganz hilfreich.


Donnerstag, 30. August 2018

Art Elements Design Challenge and Blog Hop - Wirbel

Dies ist aus unterschiedlichen Gründen nicht mein Monat gewesen. Das Leben kam mir in die Quere und hat meine Motivation, meine Konzentration und meine Kreativität gefressen.
Es wäre einfacher gewesen, rechtzeitig eine Mail zu schicken und zu sagen, sorry, aber ich bekomme es dieses Mal nicht hin. Andererseits kann ich aber auch so stur sein. Ich kann das. Ein bißchen strecken, den Kopf gegen die Spinnweben durchblasen, nach dem Draht greifen und ... hm, könnt ihr auch diese Grille im Hintergrund hören? Und wo kommt dieser Steppenläufer her, wenn man bedenkt, daß ich nicht mal in der Wüste bin? Oh, Wollmäuse. Wartet mal, wie lang bin ich eigentlich genau hier mit diesem Draht in der Hand gesessen??

Es ist seltsam, daß Wirbel - das Thema für August beim Art Elements Design Challenge and Blog Hop, das Marsha uns vorgab - mich nicht vor lauter Ideen durch die Gegend hüpfen ließen. Ihr wißt, daß ich es zum Beispiel liebe, Tentakel zu machen, die vielleicht ein Weg aus diesem Dilemma gewesen wären, aber diesmal kamen nicht einmal sie mir zu Hilfe. Mein Kopf war vollkommen leer.
Also fing ich an, eine kleine Spirale zu machen, in der Hoffnung, daß das irgendein kreativen Funken erwecken würde - heute, am Tag der Abgabe! - und da war er.
Ich habe schon lang aus Draht gewebte Behälter bewundert. Mary Tuckers Arbeit gehörte zu ersten dieser Art, die mir auffielen.
Korbflechten, in Draht ausgeführt, faszinierte mich und ich machte ein paar sehr schwache Versuche darin, lang bevor ich auch nur daran dachte, tiefer in die Welt des Drahtwebens einzutauchen. Vielleicht war es Zeit für noch einen, hoffentlich diesmal nicht ganz so schwach.

Dies ist ein Prototyp oder vielleicht ein WIP. Das Stückchen ist von beiden Seiten geschlossen, ist also kein Körbchen, sondern mehr wie ein großer, ziemlich schwerer Knopf. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich es in einem Schmuckstück verwenden möchte oder ob ich es als Erinnerung und als Inspiration dafür behalten werde, daß ich damit weitermache und versuche, dieses auf meine Art hinzukriegen. Eins weiß ich, auf meinem Schreibtisch darf ich es nicht lassen oder Gundel wird es ratzfatz hier in der Wohnung herumkicken! Sie schaut schon so ...
Wie ihr seht, habe ich ja auch noch keine Öse dran, ich habe nicht oxidiert, es  war erstmal nur ein bißchen Drahtspielerei, aber wer weiß schon, was als nächstes geschehen wird? :-)




Weitere Challengeteilnehmer sind nicht so unmotiviert oder unkreativ wie ich gewesen, bitte schaut also bei ihren Blogs vorbei und seht euch an, was ihnen eingefallen ist. Ich werde jetzt dasselbe tun, und ich glaube fest, daß sie einen großen Inspirationsschub anzubieten haben!

Gäste
 
AlisonAnita - Cat (also ich) - Caroline - Jill - Kathy - Karin - Kimberly - MischelleRaven - Sarajo - Susan - Tammy 


AE Team-Mitglieder
 
Cathy -  CarolineClaire - Jen - Jenny and Lesley - Laney - Marsha - Susan