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Dienstag, 26. Mai 2026

Hitze

Ich funktioniere nicht in der Hitze und habe mich schon mehr als einmal auf dem Blog darüber beschwert und herumgejammert. Ich fange auch immer schon früh an. Wenn die Temperaturen in meiner Wohnung die 20 °C überschreiten, fange ich an auseinanderzufallen, ich kann's nicht richten.
Zum Glück wohne ich nicht in einer wirklich heißen Gegend!

Ein Sonnenuntergangshimmel von 2011.
So fühlt sich Hitze für mich an.

Da sich mein Gehirn im Moment irgendwo in einer Pfütze auf dem Boden befindet, konnte ich keinen der Blogposts fertigstellen, die ich angefangen hatte.
Also mache ich es mir heute stattdessen leicht und zeige euch ein paar "heiße" Stücke, die ich im Laufe der Jahre gemacht habe
.


Nun entschuldigt mich, während ich mal nachschauen gehe, ob ich mein Gehirn irgendwo finden und aufwischen kann. Denkt ihr, es wird wieder fest, wenn ich es in den Gefrierschrank packe?

Samstag, 29. November 2025

Die große Umarmung - Teil 2

Falls ihr Teil 1 der großen Umarmung noch nicht kennt, könnt ihr ihn hier finden.

Wir haben beim Cliffhanger aufgehört, als ich meinen Boro-Lampworkhai auf den Küchenboden fallen lassen habe. Die Nase und der Schwanz brachen ab, aber ich konnte nur ein Teil des Schwanzes finden.
Dann geschah etwas Unerwartetes, das ich ehrlich nicht erklären kann. Mindestens eine Woche später fand ich das andere Teil des Schwanzes, habe aber keine Ahnung, woher es plötzlich kam, da ich den gesamten Küchenboden abgesucht hatte. Meine beste Idee ist, daß er vielleicht sogar noch weiter weg geflogen war und die Katzen ihn gefunden und zurück in die Küche gekickt haben.
Auf jeden Fall hatte ich auf einmal doch ein wenig Hoffnung, daß ich vielleicht, nur vielleicht, doch etwas damit anfangen könnte. Nicht das, was ich geplant hatte, nicht das, was ich eigentlich wollte und was mich 100 % glücklich machen würde, aber etwas, das trotzdem gut war.

Wie sollte ich das nun anstellen?
Natürlich mußte ich den Hai erstmal kleben. Meine komplizierte Beziehung zu Klebstoff ist schon lang ein "running joke" unter meinen Freunden. Viel länger schon als meine Schmuckmacherei. Es ist ein Wunder, daß ich nicht noch Dinge von vor Jahren an den Fingern kleben habe (das passiert mir wirklich). Ich bin schrecklich mit Klebstoff und meine Erfahrung sagte mir, daß der Hai nicht perfekt sein würde.
Überraschung! Quatsch. Natürlich war er nicht perfekt.
Also mußte ich einen Weg finden, die Narben so gut wie möglich zu verstecken. Davon mit Gold abzulenken, wie ich das bei dem kaputten Delphin meiner Freundin gemacht hatte, war keine Option für mich, weil der Oktopus aus Kupfer ist. Den Schwanz komplett wegzulassen und zu verstecken - im Gegensatz zu meinem Hai tauchte der Schwanz des Delphins nie mehr auf - war auch keine Option, weil ich den Schwanz ja hatte und diese lange Flosse liebe.


Das Schwierige daran, die Narben zu verstecken, würde sein, daß die durch die Nase sehr nah am Auge liegt und daß am Schwanz eine recht massive Glasöse ist (immerhin ist es ein Anhänger). Wäre der Hai wie ein Cabochon gewesen, ganz flach auf der Rückseite, hätte ich ihn vielleicht komplett auf eine Unterlage kleben können.
Schon bevor ich anfing, wußte ich, daß ich mit dem Teil um die Nase nicht so zufrieden sein würde. Nun ja.

Was genau sollte ich aber tun?
Es war offensichtlich, daß nur Perlenstickerei in Frage kam. Wie gesagt war dieser Hai viel kleiner als die anderen und war nun sogar noch zerbrechlicher (haha). Ihn einfach nur an den Oktopus zu wickeln würde keine sehr stabile Konstruktion abgeben.

Also würde ich den Hai stattdessen an den möglichen Stellen auf die Unterlage kleben, dann die Öse daran annähen und sie unter Perlen verstecken. Ich würde außerdem den Kopf des Oktopus soweit wie möglich ankleben (hinten sind Drähte vom Wickeln, die ihn etwas anheben), gerade genug, damit er sicher hält, während ich die Tentakel um den Hai herum anordne.

Enschuldigt bitte dieses schlechte Bild. Es ist
eins meiner berüchtigten Nacht-WIP-Bilder und 
gewöhnlich nur für Freunde gedacht. Tatsächlich
mußte ich es aus einer alten Facebook-Nachricht
zurückholen. Ich mache selten echte WIP-Bilder.

Das, meine Lieben, klingt viel einfacher als es tatsächlich ist. Zuerst nähte ich die Tentakel an ein paar Stellen an. Kupfer ist formbar und kann sich trotzdem sehr stur weigern, das zu tun, was man möchte, vor allem in dickem, so umwickelten Draht, noch mehr wenn man sich mit Tentakelschlingen austobt. Ich hätte gern mehr aus dem Fluß im WIP-Bild bewahrt, aber das wäre dann sehr breit für als Anhänger für mich selber geworden.
Natürlich würde ich die Tentakel dann noch mehr annähe, nachdem ich mich für die Verteilung der Perlen entschieden hatte.

Also tat ich all das und hatte dann eine Menge Raum für Perlen. Zu der Zeit wollte ich keine neuen Perlen kaufen. Ich hatte eine Ladung von Rocailles und Würfelperlen in unterschiedlichen Größen und einer Vielfalt von Blau, Klar, Grün, Lila, und wer mir schon eine Weile beim Schmuckmachen folgt weiß, daß ich Perlen in Wasserszenen nicht widerstehen kann.
Ich fing mit (meiner Meinung nach) klassischer Perlenstickerei an, also Perlenreihen, die nebeneinander her laufen. Sehr organisiert im Aussehen, ich dachte, das wäre ein schöner ruhiger Hintergrund für die Umarmung.
Nachdem eine Ecke fertig war, mußte ich mir eingestehen, daß ich es haßte. Wegen des dicken Drahts liegen die Tentakel nicht flach auf. Da sind also nicht nur Perlen um sie herum, sondern auch einige darüber und darunter.  Außerdem sind Perlen unter dem Hai und über den Narben (ich bin wirklich nicht sehr glücklich mit der Nase, konnte es aber nicht besser hinbekommen, ohne das Auge abzudecken) und unter dem Oktopuskopf - und in schönen ordentlichen Reihen an diese Stellen kommen? Ja, das klappte nicht.
Ich kann euch gar nicht sagen, wie lang ich brauchte, diesen Hintergrund zu sticken, immer ein, zwei Perlen auf einmal.

Ein etwas besseres WIP-Bild, immer noch
für Freunde gedacht. Es wird weder dem
Glitzern im Blaufluß noch dem im Hai gerecht.

Nächster Stop - den Schmuck fertigmachen.
Zwei Monate und noch keine Kette.
Dann erinnerte ich mich aber an meine Meerjungfrau (das ist ein echt großes Schmuckstück, das zum Glück an eine Kundin ging, die es groß mag).


Ich hatte immer noch Kupfercrimps und das Lederimitatband, dessen Farben gut zum Hintergrund paßten.
Als ich es aber ausprobiert, gefiel mir der Look überhaupt nicht. Irgendwie schien der Anhänger nach einer Kupferkette zu verlangen, die zum Oktopus paßte.
Als ich mich aber so durch meine Materialschubladen wühlte, fand ich nur Kette in der falschen Größe und ich wollte wirklich, wirklich nicht meine eigene Kette machen. Also machte ich mich ans Onlineshoppen, aber wieder waren die Ketten entweder zu klein oder hatten nicht das richtige Aussehen.
Schließlich fand ich Kettenglieder, die wie das Unendlichzeichen aussahen und die Windungen der Tentakel nachzuahmen scheinen, und kombinierte sie mit kleinen Ringen zu einer Kette. Zum Glück kaufte ich genau die richtige Anzahl!


Ist das meine Vision? Himmel, nein, es könnte gar nicht entfernter davon sein. Ich wollte nur den Oktopus und den Hai zusammen, vielleicht mit ein paar Perlen, um den Ozean anzudeuten. Wären die Bruchstellen anderswo gewesen, hätte ich es vielleicht hinbekommen.

Habe ich aber den Hai gerettet? Ich denke doch. Noch ein kaputtes Stück, das nicht im Müll gelandet ist, sondern weiterstrahlen wird. (Der Drang, über zerbrochene Schönheit zu philosophieren, ist groß, aber ich erspare euch das!)


Montag, 13. Oktober 2025

Die große Umarmung - Teil 1

Vor über zehn Jahren kaufte ich mehrere Lampworkanhänger aus Borosilikatglas, Manatis (eine davon könnt ihr hier sehen), einen Delphin (den habt ihr auch schon mal gesehen), einen Hai. Die Anhänger sind absolut umwerfend, aber es dauerte Monate, bis sie verschickt wurden, was mich davon abhielt, noch mehr zu bestellen. Das ist wirklich schade, denn ich habe seither nichts mehr gesehen, was an sie herankommt.
Außerdem ging der Hai auf dem Transport kaputt. Ich bekam einen Ersatz, war aber wild entschlossen, den kaputten auch auf irgendeine Weise zu verwenden (ich habe das mehr als einmal mit Komponenten gemacht, diese Stücke aber natürlich nie verkauft).

Falls ihr es noch nicht bemerkt habt, ich liebe nicht nur Haie, sondern auch Oktopoden. 
Dies ist ein Bild von nur ein paar, die ich im Laufe der Jahre gemacht habe. Einen winzigen, größere, einen echt großen. Ah, habt ihr es schon bemerkt? Haie!


Zuerst experimentierte ich mit dem kaputten Anhänger. Der Plan war gewesen, die Klebestellen hinter Tentakeln zu verstecken, aber soviel wie möglich vom Hai zu zeigen.
Ich mußte ganz schön herumfiddeln, aber ich schaffte es. Der Anhänger bekam den Namen "Die Umarmung", weil diese zwei für mich Freunde statt Feinde waren.
Wenn ihr denkt, daß die zweite Umarmung von Oktopus und Hai mit der gewonnenen Erfahrung einfacher zu machen war, liegt ihr falsch. Lampwork ist wirklich glatt und die Tentakel mußten ganz exakt sitzen, um den Hai sicher festzuhalten. Die Öse auf der Rückseite des Schwanzes ist die einzige Stelle, an der der Oktopus tatsächlich mit Draht am Hai befestigt ist.


Der zweite Anhänger wurde verkauft und der erste ging an eine Freundin (natürlich wußte sie über die Klebestellen Bescheid).
Ich will ganz ehrlich sein, ich bereute sehr schnell, daß ich keinen für mich behalten hatte, einfach weil es sich als unmöglich herausstellte, noch so einen Hai wie diese zu finden.

Nachdem ich lang gesucht hatte, fand ich schließlich einen und ich war so glücklich! Er war viel kleiner als die anderen, aber so schön.
Irgendwie kam ich aber nie dazu, etwas damit zu machen. Es gab immer etwas anderes auszuprobieren und das Drahtwickeln wurde langsam schon schwieriger für mich. Als es aber dann richtig hart für meinen Daumen wurde, wußte ich, daß es jetzt oder nie hieß, bevor es womöglich gar nicht mehr ging. Es war schon eine Weile hergewesen, daß ich mit Kupfer gespielt hatte und es fühlte sich echt gut an, aber es waren ganz schön viele Pausen nötig, um meinen Oktopus im Laufe der nächsten Wochen fertigzumachen.

Als ich dann endlich fertig war und den Oktopus zum Oxidieren mit in die Küche nehmen wollte, entging mir, daß sich der Hai, der in derselben Schachtel war, in ein paar noch losen Drahtenden verfangen hatte. Ja, man muß ziemlich blöd sein, um nicht zu bemerken, daß man zwei Dinge in der Hand hat, aber so bin ich eben manchmal.

Er hätte im Flur auf den einzigen Vinylboden fallen können, den ich habe, aber nein, er fiel in der Küche, auf den härtesten all meiner Böden.
Ihr wißt, wie manche Dinge scheinbar in Zeitlupe ablaufen und es trotzdem unmöglich ist, etwas dagegen zu tun? Wie das eine Mal, als ich mir mit dem Brotmesser in Finger und Fingernagel schnitt und mein Gehirn erst dann aufwachte und mir sagte, daß ich nicht da schneiden solle, als ich schon angefangen hätte, wie blöd zu bluten.
Es bestand keine Chance für mich, den Hai aufzufangen, bevor er auf den Fliesen aufknallte und Stücke flogen. Die Nase und der Schwanz waren abgebrochen (das scheint so ein Ding zu sein, meiner Freundin passierte ja das gleiche mit ihrem Delphin). Ich konnte aber nur die Nase und einen Teil des Schwanzes wiederfinden.

Das hört sich für euch vielleicht lächerlich an, aber ich war am Boden zerstört.
Ich konnten diesen Hai nicht ersetzen, egal wie sehr ich herumsuchte. Es gab ein paar Lampworkhaie, Anhänger und Figuren, und sie waren zweifellos hübsch, aber keiner davon hatte diese Eleganz, keiner sprach mich an.
Ich wollte nicht mal mehr den Oktopus anschauen, was einiges heißt.
Dann geschah etwas Unerwartetes und ja, ich sage dies total als Cliffhanger.

Ich hoffe, ich sehe euch bei Teil 2 wieder!

Freitag, 5. Juli 2024

Ich habe einen Oktopus gemacht!

Vielleicht möchtet ihr jetzt sagen, daß ihr schon wißt, daß ich einen Oktopus gemacht habe ... oder zwei oder fünf oder zehn ... schließlich hatte ich 2019 in diesem langen Post eine Collage davon gezeigt. Natürlich habe danach nicht aufgehört, welche zu machen, aber der Draht ist jetzt schon eine Weile auf dem Abstellgleis, weil neue Techniken erforscht werden wollten, die außerdem auch noch besser für meine Hände waren, als das der Draht die meiste Zeit war.

Das bedeutet aber nicht, daß der Draht mich nicht mehr ruft, als man mich also darum bat, einen Oktopusanhänger als Auftrag zu machen, konnte ich nicht nein sagen.
Ich liebe es, daß keiner davon gleich wird. Tentakel mit einem oder zwei Drähten, mit oder ohne Perlen, der Kopf mit Cabochon oder ohne, und am allerbesten ist, daß ich selber nie weiß, wie sie am Ende aussehen werden. Am meisten Spaß macht es, wenn die Tentakel außer Kontrolle zu geraten scheinen. Es mag so aussehen, als wäre das willkürlich, aber das ist gar nicht so. Beim ersten schon noch, aber die nächsten basieren dann darauf, und oft gehe ich nochmal zum ersten zurück, um daran herumzupusseln.
Ich stelle mir gern vor, daß der Oktopuskopf mir sagt, was ich tun soll ;-)

Für diesen hier war ein Cabochon gewünscht und die Wahl war ein hübscher Moosachat.
Ich habe Moosachat schon mal für eine Auftragsarbeit benutzt, nur war der Stein in diesem Fall sehr groß und dunkelgrün und nicht nur waren die Größenvorgabe sehr spezifisch, ich mußte außerdem genau 23 Moosachatperlen in den zweidrahtigen Tentakeln verwenden, die nicht auseinandergehen sollten, das alles machte daraus eine ziemliche Fummelei.


Diesmal durfte ich mich ausleben, solang ich nur genügend Moosachatperlen über die Tentakel verteilte und eine bestimmte Länge erreichte, und das machte mir einen Riesenspaß.
Das ist also die neueste Ergänzung zu meiner kleinen Oktopusfamilie (und ich brüte auch schon mehr neue Ideen in meinem Kopf aus ;-)).

Freitag, 10. Mai 2019

Pack die Vorräte an - Baumelohrringe

Autsch, ist es tatsächlich schon mehr als einen Monat her, daß ich das letzte Mal hier war?
Zugegeben, ich habe eine Menge Zeit mit einem persönlichen Projekt verbracht, Perlenwebporträts von meinen Geschwistern und mir (eins fehlt noch), die ich aber nicht zeigen darf.

Ich habe jedoch Zeit für einen kleinen Vorratsfresser gefunden.
Dieser Mix aus kleinen Schmucksteintropfen hatte ungefähr zehn Jahre lang in meinem Vorrat verbracht. Ein paar von ihnen hatte ich verwendet, den Rest aber vergessen, bis ich ihn zufällig vor erst ein paar Tagen in einer Schublade - ja, ich weiß, ich und meine Schubladen - fand. Dieses Tütchen war ständig von hier nach dort gewandert, und nun landete es auf dem Tischchen neben meinem Computersessel (der nur für mein altes Laptop gedacht war, aber zur Zwischenstation für andere Dinge wurde, Bücher, DVDs, CDs und mehr).
Zehn Jahre Wanderung sind genug ;-) Ich beschloß spontan, die Steine in Kupfer zu wickeln, das ich leicht patinierte, und sie an ein Kettchen zu hängen.
Ich liebe baumelnde Ohrringe!

Sonntag, 30. September 2018

Art Elements Design Challenge and Blog Hop - Feenland

Werde ich es je lernen? Gebt euch keine Mühe, ich sage es euch. Die Antwort ist NEIN, NO, NON, NEE, NEJ (ich könnte so weitermachen, aber ihr habt schon verstanden).
Das Schlimmste daran ist, daß ich einen Plan für die Art Elements Design Challenge and Blog Hop hatte, für die Caroline uns das Thema "Feen" gab - was mich mit Hunderten von Ideen hätte versorgen sollen - nicht zu Monatsbeginn, sondern letztes Wochenende. Er kam plötzlich und ich bin nicht sofort darauf angesprungen. Weil ich das nie tue. Weil ich ihn erst in meinem Kopf herumrollen lassen und mich langsam daran gewöhnen muß.
So funktioniert mein Gehirn. Es nimmt einen sehr einfachen Plan oder eine vage Idee, und dann greift es sich Stückchen aus der Luft und fügt sie hinzu oder nimmt wieder etwas weg. Stellt euch eine Schaufensterpuppe vor. Man zieht ihr ein einfaches Kleid an, und dann fügt man einen Schal dazu, einen Gürtel, Handschuhe, man mag den Schal nicht und nimmt ihn wieder weg, dann den Gürtel, dann legt man eine Stola um, zieht vielleicht die Handschuhe aus und wählt stattdessen ein Armband - nur benutzt mein Gehirn Farben und Formen.
Das hört sich kreativ an, nicht wahr? Stattdessen ist es überwiegend Chaos, das schließlich etwas ausspuckt, und wenn ich Glück habe, ist es etwas Gutes - wenn nicht, endet es hinterm Sommerhaus wie Mister Mos arme Plastilinfrau (siehe "Mary Poppins im Park", ein Buch, das ich sehr liebe), nun ja, eigentlich in meinen berüchtigten WIP-Schubladen.

Leider kam mir das Leben die letzte Woche über in den Weg. Arbeit, eine Strickklasse, und dann wurde ich krank, was das letzte bißchen Motivation absaugte. Seit Mittwoch dachte ich daran, aus der Challenge auszusteigen, ich hatte sogar schon angefangen, die Mail zu schreiben.
Stattdessen nahm ich mich gestern zusammen und landete bei einer Variation meiner Idee, denn seien wir ehrlich, das mußte ja schiefgehen oder zumindest vom Originalplan abweichen, der aus einer kleinen Fee bestand, die ich auf ... nein, das behalte ich für mich, denn vielleicht wird das ja doch noch was, wer weiß.

Klein, ja, so klein wie ich meine Fee gewollt hatte, nein. Die Proportionen waren nicht ganz richtig, gerade soviel, daß es mir komisch schien, wenn ich sie anschaute, also mußte ich Armen und Beinen etwas anfügen, was bedeutete, daß ich auch Kopf und Körper vergrößern mußte.
Ich weiß noch nicht, ob sie ein WIP ist. Vielleicht braucht sie ja doch noch Flügel, obwohl ich das im Moment nicht denke. Schließlich könnte sie ja auf dem Marienkäfer reiten, er sieht zwar etwas klein für sie aus, aber er ist durch und durch zäh (und erinnert an die Zeit, als ich noch mit Fimo herumspielte). Oder sie könnte die "Exotische Schmetterlings-Fluggesellschaft" nehmen (diesen seltsam aussehenden Schmetterling machte ich, nachdem ich eine Schachtel voller Twin Beads gewonnen, aber keine Ideen mehr dafür hatte)? ;-)




 

Jetzt laßt uns wieder einmal sehen, wieviel organisierter unsere anderen Bloghopper waren! :-D

Gäste
 
AlisonAlysen - Cat (aka me) - Divya - Hope - Kathy - Sarah - Tammy - Vic


AE Team-Mitglieder
 
Caroline - CathyClaire - Jen - Jenny - Laney - MarshaNiky

Montag, 28. November 2016

Interview mit der Künstlerin - Cindy von illustris designs

Ich bin wirklich aufgeregt wegen des heutigen Interviews. Bitte heißt Cindy willkommen, eine Lady, die höchst talentiert in der Kunst des Drahtwickelns ist. Tatsächlich ist das pure Untertreibung. Diese Sonnenfänger können jedermanns Tag aufhellen, selbst ohne Sonne! Ich bin sicher, ihr werdet mir zustimmen, also überlasse ich jetzt Cindy die Bühne.
Baumskulptur "Paar" aus Draht

Erzähl uns ein bißchen darüber, wer du bist und woher du kommst.

Mein Name ist Cindy und ich wurde in Amsterdam geboren, lebe aber derzeit an der Küste in Den Helder, Niederlande. Ich habe großes Reisefieber und ich liebe es, die ganze Welt zu bereisen. Genauso liebe ich es auch, einfach daheim zu sein, mich mit meinem Buch zusammenzurollen oder in meinem eigenen kleinen Gemüsegarten zu arbeiten.
Aber hauptsächlich habe ich eine kreative Ader und war mein ganzes Leben lang künstlerisch tätig.


Was ist dein Kunsthandwerk und wie bist du ursprünglich dazu gekommen?

Mein Handwerk ist es, Drahtkunst zu machen. Ich habe meinen eigenen Stil und jedes Design ist mein eigenes. Ich mache Sonnenfänger, Drahtkerzenhalter und habe kürzlich auch damit begonnen, Drahtskulpturen zu machen.
Wie ich zu dieser Beschäftigung gekommen bin war ein langer Weg voller Enttäuschung und Schmerz, der mich aber letztendlich zu meiner größten Leidenschaft überhaupt führte! Ich war mein Leben lang kreativ, aber mein Handwerk war überwiegend mit Clay zu modellieren, Zeichnen und Malen. For einigen Jahren fand ich mich plötzlich im Strom der Medizin wieder und erfuhr, daß ich Arthritis und Neuropathie habe, was viel Muskel- und Gelenkschmerzen bedeutet. Es wurde sehr schwierig für mich, mich in der Form künstlerisch auszudrücken, wie ich es bisher tat. Sich als künstlerischer Mensch nicht kreativ ausdrücken zu können war eine sehr schwere Zeit für mich. Aber auf einmal fand ich ein Bild von Drahtkunst und das entzündete einfach einen Funken in mir. Es begann mit der Herstellung eines Sonnenfängers und von da ist der Himmel die Grenze :)


Kerzenhalter Weihnachts-Rentier

Gibt es eine Geschichte hinter deinem Shopnamen oder warum hast du ihn gewählt?

Ja, die gibt es!! Meine Drahtkunst brachte mir den kreativen Funken und die Leidenschaft zurück. Jedes einzelne Stück ist mit soviel Zeit, Liebe und Leidenschaft gemacht, daß ich hoffe, ein Käufer wird es genau so genießen. Jedes Stück ist aber auch aus Qualitätsmaterialien wie Kristallen, tschechischem Glas und Swarovski-Kristallen gemacht. Diese Materialien reflektieren das Licht auf unglaublichste Weise. Darum fühlte sich der Name "illustris designs" so richtig für meine Arbeit an. Im Lateinischen bedeutet das hell, scheinend, funkelnd.


Ich glaube, dies ist eine der meistgestellten Fragen - woher kommt deine Inspiration?

Ja, ich glaube, du hast recht! Das ist wirklich die am meisten gestellte Frage, die ich bisher bekommen habe. Ich habe so viele Sonnenfänger und Drahtkerzenhalter gemacht und bemühe mich wirklich, jedes Mal etwas Neues zu kreieren. Ich kopiere nicht die Arbeit von anderen, alle Designs sind meine eigenen! Meine Inspiration beziehe ich aus dem Leben. Ich liebe die Natur und das Reisen wirklich. Ich habe Wasserszenen geschaffen, die von meinen Schnorchel-Abenteuern inspiriert waren, und habe einen tollen Baum gemacht, den ich in Trinidad sah, oder einen Vogel, der gerade hier um die Ecke flog. Ich liebe auch Musik, aber einfach alles, das mich berührt kann eine oder die andere Form von Inspiration sein. Ich liebe auch Fantasy und Mythologie. Das Leben selber gibt mir mehr Inspiration als ich verarbeiten könnte :) Ich sage immer, schau umher und sieh eine schöne Blume, laß deine Vorstellungskraft fließen und sie kann sich in die unglaublichste Kunst verwandeln!


Drachen-Drahtskulptur

Hast du jemals mit einem deiner Stücke eine Geschichte erzählt oder gibt es zu einem eine besondere Hintergrundgeschichte?

Ohje, das ist eine sehr schwierige Frage! Jedes einzelne Stück ist mit soviel Leidenschaft gemacht und hat seine eigene Geschichte. In vielen steckt soviel Glück. Es berührt mich immer, wenn mir ein Käufer von dem Grund erzählt, aus dem er meine Kunst erworben hat. Die schönsten Geschichten handeln davon, daß es ein Geschenk zur Hochzeit oder eine Baby-Feier ist. Ich fühle mich immer so geehrt, daß meine Kunst ein Teil eines so privaten und persönlichen Ereignisses sein kann.
Aber das eine, das am meisten für mich heraussticht, habe ich letztendlich meinen Eltern geschenkt. Ich möchte immer mit neuen Materialien und verschiedenen Designs experimentieren. Ich hatte die Idee, einen Sonnenfänger zu machen, der auf einem Fuß steht anstatt im Fenster zu hängen. Ich erzählte meinen Eltern von dieser Idee, und sie sagten spontan, oh, ein paar japanische Kraniche würden großartig aussehen. Ich war ganz aufgeregt, an diesem Thema zu arbeiten und es dauerte ewig. Inzwischen bekamen wir ganz plötzlich die niederschmetternde Nachricht, daß ein Elternteil Darm- und Leberkrebs hat. Als ich die Arbeit an dem Projekt der japanischen Kraniche beendet hatte, fühlte es sich einfach richtig an, es ihnen als kleines Licht in der Dunkelheit zu geben, und das Strahlen auf ihren Gesichtern, als ich es ihnen gab, sagte mehr als tausend Worte.


Erzähl uns etwas Lustiges über dich.

Ich bin ein bißchen sehr verrückt :) :) :)


Machst du noch andere kreative Dinge, wenn ja, was?

Ich habe früher auch ein bißchen Mosaikarbeiten gemacht, aber in den letzten Jahren gehört meine Leidenschaft ausschließlich der Arbeit mit Draht. Diese erweitere ich jedoch immer mehr. Anfangs waren es nur Sonnenfänger, dann kamen die Kerzenhalter, und nun mache ich auch Drahtskulpturen.


Schwan-Drahtsonnenfänger

Welches deiner Stücke ist dein absoluter Liebling?

Pff, das fühlt sich an, als müsse man ein Lieblingskind auswählen :D Ich denke, es steht unentschieden zwischen meinem Paar-Drahtbaum, dem Feen-Sonnenfänger und dem Phoenix-Kerzenhalter.


Welches war am schwierigsten zu machen und warum?

Meine Engelskulptur aus Draht war am schwierigsten, weil es tatsächlich die erste Drahtskulptur war, die ich je gemacht habe. Ich wollte Liebe und Verlust ausdrücken und Himmel und Erde verbinden, aber nicht auf traurige Art. Es ist eine große Skulptur eines Engels, dessen Beine in Zweige übergehen, die eine blaue Kristallkugel (die Erde) umschließen. Die gesamte Skulptur sitzt in einer offenen Hand mit vielen Blumen und kleinen Schmetterlingen.

Engelskulptur

Gibt es jemanden, den du bewunderst und der dich inspiriert, künstlerisch und/oder im Leben?

In einer Welt voller Klischees und Kampf um Perfektion bewundere ich jeden, der den Mut hat, sein eigenes einzigartiges Selbst zu bleiben.


Wenn du freie Auswahl eines Materials, das du für deine Arbeit brauchst, hättest, egal wie teuer, was wäre das?

Oh Mann, Draht, Draht, Draht ... jede einzelne Stärke und Farbe, in der es ihn gibt. Silber und echtes Kupfer und jede Farbe des Regenbogens.


Pfauen-Kerzenhalter

Verkaufst du online, wenn ja, wo können wir dich finden?

JA!! Man kann mich auf Etsy (bis Ende 2016 auch noch mit einem 10%-Rabatt!) und auf DaWanda unter illustris designs finden.


Machst du Auftragsarbeiten?

Ja!! Der erste Auftrag war lokal und das erste Mal war ich ein wenig nervös. Würde der Käufer es mögen, und wäre ich imstande, das zu kreieren, was sie sich vorstellen? Am End LIEBTE ich es, es zu machen und zum Leben zu erwecken, was sich jemand vorgestellt hat. Inzwischen habe ich Aufträge für die ganze Welt, von Australien bis zur USA, gemacht. Bei Fragen oder für Infos sprecht mich bitte an.


Berühmte letzte Worte ;-) Gibt es noch etwas, das du uns sagen möchtest?

Ich hoffe nur, daß meine Geschichte und meine Leidenschaft jedem, der sich zwischen zwei Räumen in der Zeit findet, zeigen, daß man die Hoffnung und den Glauben daran bewahren soll, daß "sich, wenn eine Tür sich schließt, eine andere öffnet".


Kirschbaum in Blüte aus Draht
Vielen Dank, Cindy.
Und Leute, wenn diese Bilder euch nicht dazu bringen, beim Shop vorbeizuschauen, um mehr zu sehen, dann weiß ich nicht, was das sonst kann!

Sonntag, 10. März 2013

Summmmmmmmmm ...................

Ich weiß, ich weiß ... Sonntag sollte eigentlich für die Zitate reserviert bleiben (die ich schändlich vernachlässigt habe), aber machen wir diesen Monat doch eine Ausnahme für die  Fusion Beads 30 Day Challenge.

Ihr erinnert euch vielleicht, daß ich von Zeit zu Zeit gern etwas herumspiele, und das heutige Stück für das Thema "Macht einen aus Draht gewickelten Ring" ist eins der Ergebnisse.
Als ich zum ersten Mal anfing, mit den Twin Beads zu spielen, probierte ich ein paar Sachen aus, und ich riß ein paar Sachen wieder auseinander. Das hier behielt ich jedoch, weil es irgendwie witzig aussah, und ich mag witzig. Es ist nicht, was ich zu machen versuchte, aber der kleine Bienenkorb in Bienenfarben gefiel mir immer besser, also packte ich ihn schließlich auf einen drahtgewickelten Ring. Bingo!

Bienenkorbring
Wann seid ihr das letzte Mal ein bißchen verrückt gewesen?

Montag, 24. September 2012

Interview mit der Künstlerin - Mari von Wire Fox Jewellery

Heute bitte ich euch, Mari ein herzliches Willkommen zu bereiten. Ich habe sie auf deviantArt kennengelernt, wo ich mich auf den ersten Blick in ihre Kreationen verliebt habe. Ich bin sicher, ihr werdet das auch tun.

Als ich zum ersten Mal mein Lieblingsstück sah, mußte ich einfach fragen, ob sie Lust auf mein kleines Interview hätte. Ist dieser Kamm nicht umwerfend? Ihr wißt, wie sehr ich Tintenfische liebe!


Kupferkamm "Oktopus"

Nun laßt uns direkt loslegen!

Erzähl uns ein bißchen darüber, wer du bist und woher du kommst.

Hi! Mein Name ist Marina und ich komme aus der Ukraine.

Was ist deine Kunst oder dein Kunsthandwerk und wie bist du ursprünglich dazu gekommen?

Jetzt arbeite ich mit Draht. In meiner Arbeit verwende ich Kupferdraht, Edelsteine und Glas. Ich begann mit Clay und habe zwei oder drei Jahre damit gearbeitet. Vor ein paar Jahren hatte ich eine Krise. Also versuchte ich, neue Materialien zu finden, die mich interessieren konnten. Ich arbeitete mit Wolle, Filz und alten Vorräten.
Im letzten Herbst aber beschloß ich, wieder mit Draht zu arbeiten. Es hat mein Leben mit der Kunst verändert.

Kupferbrosche "Honig"

Ich glaube, dies ist eine der am meisten gestellten Fragen - woher kommt deine Inspiration?

Meine Inspiration kommt vom Material. Wenn ich neue Perlen und Cabochons zum Kauf auswähle - dann leuchtet meine Vorstellungskraft nur so von neuen Ideen auf. Ich mag Metall, Kupfer wirklich, weil es möglich ist, jede Form, die man sich vorstellen kann, herzustellen.
Außerdem finde ich Inspiration in der Natur ^-^ indem ich organische Formen und Objekte aussuche und neu designe.

Kupferkamm "Faun"

Machst du noch andere kreative Dinge, wenn ja, was?

Ich mache sonst nichts Kunsthandwerkliches. Aber ich bin auch eine Digitalkünstlerin. Ich bin seit mehr als sieben Jahren Designerin, die letzten fünf davon als 3D-Künstlerin in der Spieleentwicklung.
Und ich wünsche mir, mehr Zeit mit dem Malen zu verbringen.

Welches deiner Stücke ist dein absoluter Liebling?

Ich muß zwei meiner Stücke erwähnen. Die erste ist die Brosche "Wirbelsturm". Ich mag sie für ihre einfachen, sehr dynamischen Formen. Ich denke, diese Brosche spiegelt meine Seele wieder, die Vorstellung, die ich von mir selber habe.
Und das zweite - der Kamm "Oktopus". Er ist mein liebstes Kunstobjekt, ich habe ihn für einen Wettbewerb kreiert. Und er kam auf den 3. Platz. (Seht ihr, ich bin nicht die einzige, die ihn so liebt! ~ Cat)

Brosche "Wirbelsturm"

Gibt es jemanden, den du bewunderst und der dich inspiriert?

Oh ja! Lunarieen und Amareno Style aus Polen und Imnium aus Kroatien. Ich denke, sie sind Götter/Göttinnen des Drahts ^-^  
 
Wenn du die freie Wahl hättest, ein Ding, das du für deine Kunst brauchst, auszusuchen, egal wie teuer, was wäre das?

Das wäre dann definitiv Silber.

Verkaufst du online, wenn ja, wo können wir dich finden?

Man kann mich auf Etsy und DaWanda finden. Ich habe auch einen russischen Shop.

Gibt es irgendwas, was du meinst, der Welt da draußen sagen zu müssen oder zu wollen?

Seid kreativ! Lächelt, verliebt euch, geht Risiken ein, und tut auch mal was Verrücktees. Tut das, was ihr liebt, häufig, und seid beharrlich. Gebt nicht nach dem ersten Rückschlag auf.
Achtet auch auf eure Gesundheit!
Das Leben ist wundervoll ^-^


Armreif "Grüne Eule"

Na, hatte ich recht oder wie? Natürlich konnte ich euch nur ein paar von Maris Stücken zeigen, und glaubt mir, die Wahl war alles andere als leicht!
Ich hoffe, ihr nehmt euch ein bißchen Zeit und schaut mal in ihrem Shop vorbei, um ein bißchen zu träumen ...