Ich hatte geplant, ein paar herbstliche Stummfilme zu suchen, habe aber nur diesen hier gefunden, der eine vage Verbindung hat.
Tatsächlich hatte ich von diesem Film schon vorher gehört, es ist einer aus den Solax-Studios unter der Regie von Alice Guy-Blaché - "Les Feuilles chéant" von 1912.
Dies ist die Handlung (mit Spoilern).
Als erstes treffen wir den Bakteriologen Dr. Earl Hadley, der "das Ergebnis seiner wunderbaren Heilmethode für Schwindsucht vorstellt", indem er Patienten vorzeigt, die er geheilt hat.
Dann sind wir bei den Thompsons. Winifred, die ältere Tochter, ist an Schwindsucht erkrankt. Als sie zusammenbricht, wird der Arzt gerufen, die Nachrichten sind nicht gut.
Er läßt die Eltern wissen, daß "sie dahingeschieden sein wird, wenn das letzte Blatt fällt".
Die kleine Trixie ist sehr besorgt und versucht, einen Weg zu finden, ihrer Schwester zu helfen. Plötzlich hat sie eine Idee.
Sie nimmt ein Garnknäuel, geht in den Garten hinaus und fängt an, die gefallenen Blätter wieder an die Zweige zu binden, denn wenn die Blätter nicht fallen, wird Winifred wieder gesund werden, richtig?
Genau in dem Moment geht Dr. Hadley vorbei und fragt sie, was sie da macht. Sie erklärt es und er sagt der Familie, daß er mit seinem "wundervollen Serum" helfen kann, das er zufällig bei sich hat.
Drei Monate später geht es Winifred soviel besser, daß sie wieder mit Appetit ißt, was alle glücklich macht, auch Dr. Hadley, der vorbeikommt, nach ihr zu schauen.
Trixie zieht glücklich ihre Eltern aus dem Raum.
Wie in der "Moving Picture News" steht "Der Doktor stellt ihre Lungen wieder her, aber er nimmt sich ihr Herz".
Es heißt, der Film sei von O. Henrys Kurzgeschichte "Das letzte Blatt" inspiriert, aber wenn dem so ist, bliebt nur das Blatt übrig und die Tatsache, daß ein junges Mädchen krank ist, das sind die einzigen Ähnlichkeiten. Vielleicht war ja nur der Titel die Inspiration?
Die junge Künstlerin in der Geschichte hat Lungenentzündung und ist überzeugt, daß sie sterben wird, sobald das letzte Blatt fällt, aber ihr alter Nachbar malt ein Blatt auf das Fenster, um ihr Hoffnung zu geben.
Es ist ein süßer Film (auch wenn wir nicht daran gewöhnt sein mögen, daß die Schauspieler ihre Ansprachen oft an das Publikum richten, vor allem Trixie kann scheinbar nicht widerstehen, ab und zu einen Blick zu riskieren).
Wer wäre nicht von der kleinen Trixie und ihrer Idee gerührt? Nun, und natürlich dem Happy End.
Okay, die Vorstellung, einen Fremden, der von der Straße hereinkommt, einfach deinem Kind eine Spritze geben zu lassen, mag uns etwas verdächtig erscheinen, aber wir glauben ja eine Menge in Filmen, also warum nicht das?
Obwohl es so aussieht, als ob Trixie kein Fan von Nadeln ist ...
Tuberkulose war zu dieser Zeit ein sehr präsentes Problem (sie wird in einem späteren Post in diesem Jahr nochmal auftauchen). Ich bin mir sicher, die Leute hätten sich so ein Wunderserum gewünscht.
Wieviel Glück hatte Winifred auch, ihre kleine Schwester zu haben.
Ich würde den Film auch nur wegen "The Solax Kid" empfehlen.
Ich habe schon früher über Alice Guy-Blaché geschrieben. Sie ist eine der großen Filmpioniere (weiblich und männlich) und war beinahe vergessen, ist es aber wert, daß man sie kennt, ehrlich.
Tatsächlich hatte ich von diesem Film schon vorher gehört, es ist einer aus den Solax-Studios unter der Regie von Alice Guy-Blaché - "Les Feuilles chéant" von 1912.
Dies ist die Handlung (mit Spoilern).
Als erstes treffen wir den Bakteriologen Dr. Earl Hadley, der "das Ergebnis seiner wunderbaren Heilmethode für Schwindsucht vorstellt", indem er Patienten vorzeigt, die er geheilt hat.
Dann sind wir bei den Thompsons. Winifred, die ältere Tochter, ist an Schwindsucht erkrankt. Als sie zusammenbricht, wird der Arzt gerufen, die Nachrichten sind nicht gut.
Er läßt die Eltern wissen, daß "sie dahingeschieden sein wird, wenn das letzte Blatt fällt".
Die kleine Trixie ist sehr besorgt und versucht, einen Weg zu finden, ihrer Schwester zu helfen. Plötzlich hat sie eine Idee.
Sie nimmt ein Garnknäuel, geht in den Garten hinaus und fängt an, die gefallenen Blätter wieder an die Zweige zu binden, denn wenn die Blätter nicht fallen, wird Winifred wieder gesund werden, richtig?
Genau in dem Moment geht Dr. Hadley vorbei und fragt sie, was sie da macht. Sie erklärt es und er sagt der Familie, daß er mit seinem "wundervollen Serum" helfen kann, das er zufällig bei sich hat.
Drei Monate später geht es Winifred soviel besser, daß sie wieder mit Appetit ißt, was alle glücklich macht, auch Dr. Hadley, der vorbeikommt, nach ihr zu schauen.
Trixie zieht glücklich ihre Eltern aus dem Raum.
Wie in der "Moving Picture News" steht "Der Doktor stellt ihre Lungen wieder her, aber er nimmt sich ihr Herz".
Es heißt, der Film sei von O. Henrys Kurzgeschichte "Das letzte Blatt" inspiriert, aber wenn dem so ist, bliebt nur das Blatt übrig und die Tatsache, daß ein junges Mädchen krank ist, das sind die einzigen Ähnlichkeiten. Vielleicht war ja nur der Titel die Inspiration?
Die junge Künstlerin in der Geschichte hat Lungenentzündung und ist überzeugt, daß sie sterben wird, sobald das letzte Blatt fällt, aber ihr alter Nachbar malt ein Blatt auf das Fenster, um ihr Hoffnung zu geben.
Es ist ein süßer Film (auch wenn wir nicht daran gewöhnt sein mögen, daß die Schauspieler ihre Ansprachen oft an das Publikum richten, vor allem Trixie kann scheinbar nicht widerstehen, ab und zu einen Blick zu riskieren).
Wer wäre nicht von der kleinen Trixie und ihrer Idee gerührt? Nun, und natürlich dem Happy End.
Okay, die Vorstellung, einen Fremden, der von der Straße hereinkommt, einfach deinem Kind eine Spritze geben zu lassen, mag uns etwas verdächtig erscheinen, aber wir glauben ja eine Menge in Filmen, also warum nicht das?
Obwohl es so aussieht, als ob Trixie kein Fan von Nadeln ist ...
Tuberkulose war zu dieser Zeit ein sehr präsentes Problem (sie wird in einem späteren Post in diesem Jahr nochmal auftauchen). Ich bin mir sicher, die Leute hätten sich so ein Wunderserum gewünscht.
Wieviel Glück hatte Winifred auch, ihre kleine Schwester zu haben.
Ich würde den Film auch nur wegen "The Solax Kid" empfehlen.
Ich habe schon früher über Alice Guy-Blaché geschrieben. Sie ist eine der großen Filmpioniere (weiblich und männlich) und war beinahe vergessen, ist es aber wert, daß man sie kennt, ehrlich.














































