Mittwoch, 29. April 2015

Oldies but Goodies - Earth Day

Der erste Earth Day fand am 22. April 1970 statt.
"Den Earth Day gibt es heute in mehr als 150 Ländern der Erde. Ziel dieser alle Nationen berührenden Kampagne ist es, die Bürger und insbesondere die jungen Menschen in ein kreatives Umweltprojekt einzubinden. Bis heute blieben die Earth Days stets neutral, geben Hilfestellung, vernetzen, schaffen Medienpräsenz für die vielen Umweltinitiativen vor Ort." ~ EarthDay.de

Earth Day war auch das Thema für unsere Oldies but Goodies Challenge in der Jewelry Artisans Community und dies kam dabei heraus.
Laßt mich dieses Mal eines der Stücke herauspicken, die Pelikan-Halskette. Dies hat uns Dawn, die Künstlerin, darüber erzählt.
"Ich war am Boden zerstört, als 2010 die BP-Ölpest im Golf von Mexiko geschah. Die Bilder der Wildtiere zu sehen, die um das Überleben kämpften, brach mir einfach das Herz. Ich fühlte mich so traurig, hilflos und wütend.
Eines Tages dachte ich, daß ich ein paar Dollar für den Tierschutz dort spenden könnte, was dann dazu führte, daß ich mir überlegte, wie ich noch mehr tun könnte. Und dann ging mir ein Licht auf.
Pelikane sind das Symbol für den Schaden geworden, der der Tierwelt angetan wird, also beschloß ich, sie ebenfalls als Symbol zu verwenden, und malte einen Anhänger mit einem schönen, gesunden Pelikan auf einer und einem kranken, ölverschmierten Pelikan auf der anderen Seite und machte daraus eine Halskette. Es gab noch mehr Symbolismus, der in der Halskette verarbeitet wurde, aber es ist zu kompliziert, das alles hier zu erklären.
Als die Kette fertig war, wurde sie verlost. Ein Haufen Lose wurde verkauft und eine Summe von fast 500 $ wurde erzielt, die der Louisiana Audubon Society zur ausdrücklichen Verwendung für die Rehabilitation  von Vögel, die durch die Ölpest verletzt wurden gespendet wurde.
Das tun zu können war unglaublich mächtig und half mir dabei, viele dieser Gefühle von Traurigkeit, Hilflosigkeit und Wut zu bewältigen."



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Dienstag, 28. April 2015

In meiner Komfortzone arbeiten

Es ist wieder Zeit für den monatlichen Blog Carnival der Jewelry Artisans Community. Das Thema heißt heute "Komfortzone".
Was ist die Komfortzone? Der Ausdruck ist eine wörtliche Übersetzung des auch bei uns oft gebräuchlichen Anglizismus "comfort zone".
Eine Erklärung habe ich hier gefunden:
"Die Komfortzone ist alles was du kennst -  immer die gleichen Gewohnheiten, gleichen Rituale und gleichen Routinen." Warum gibt es die Komfortzone? "Keine Nachrichten sind gute Nachrichten. Wir brauchen keinerlei Anstrengungen zu übernehmen. Es ist alles beim Alten, alles schon bekannt und damit ungefährlich."

Ich werde nicht über meine gesamte Komfortzone sprechen, nur den kleinen Fleck in der Ecke, wo ich mein Studio aufgebaut habe.
Was ist überhaupt meine Komfortzone als Schmuckmacherin? Und wie sind Kreativität im Kunsthandwerk und die Komfortzone miteinander verbunden? Wieviel davon hat mit der Selbstvermarktung zu tun? Ist es wichtig, ob man es in Voll- oder Teilzeit oder vielleicht sogar nur als Hobby tut?

Kommen wir zu meinen Grenzen, die mir im Moment einfallen:
Ich beschränke mich hauptsächlich auf drei Techniken, Häkeln mit Draht, Stricken mit Draht und Perlenweben.
Ich mache fast nie wirklich große Stücke. Das heißt nicht, daß ich immer nur auf sofortige Gratifikation hin arbeite und 15-Minuten-Stücke raushaue. Auf manche Teile und Muster verwende ich Stunden, aber manchmal verliere ich auch während eines Projekts die Geduld und mache es damit zum ewigen WIP, wenn es Pech hat.
Ich vermeide Tutorials.
Ich tu mich schwer mit manchen Stilrichtungen oder Farben, vor allem wenn ich sie selber nicht trage.

Halten mich diese Dinge nun zurück? Sollte ich aus meiner Komfortzone heraustreten? Versuche ich vielleicht nur, mich selber zu überzeugen, wenn ich sage, daß ich glücklich mit dem, was ich kreiere, bin? Sollte ich mehr um Kritik bitten? Sollte ich meine Stücke bewerten lassen? Sie bei Challenges einreichen? Sie zu Verlagen schicken, um mich damit anzutreiben? Nach Läden suchen, die sie in Kommission nehmen?
Ich sage nicht, daß mich diese Gedanken niemals verfolgen, aber bis jetzt bin ich immer wieder in der Studioecke meiner Komfortzone gelandet, denn offen gesagt bin ich im Moment recht glücklich damit, was ich tue. Mir sind die kreativen Ideen noch nicht ausgegangen, und es gibt mir ein gutes Gefühl, innerhalb meiner Grenzen zu kreieren und mit Dingen zu experimentieren.
Vielleicht sind meine Ziele nicht hoch genug gesteckt, vielleicht bin ich ja zu faul, vielleicht ist die Hängematte in meiner Komfortzone zu bequem oder vielleicht habe ich einfach nur Angst und will das vor mir selbst nicht eingestehen.

Die Gedanken werden zweifellos zurückkommt, und das ist auch gut. Sie werden mich treten und irgendwann sind die Tritte vielleicht hart genug, um mich aus dieser Hängematte zu werfen. Wir werden sehen.

Hier ist ein Video über die Komfortzone, die Lernzone und die Panikzone, das interessand UND witzig anzuschauen ist. Es ist allerdings auf Englisch.




Was haben die anderen JAC-Mitglieder über ihre Komfortzone zu sagen? Hüpft hinüber und schaut es euch an.
Ich werde mehr Links hinzufügen, so wie ich sie bekomme.

Jewelry Art by Dawn 
Echoes of Ela 
Ponder the cat


P.S. Zu dem Zeitpunkt, an dem ich diesen Post schreibe, habe ich noch elf Tage dafür, mit einer Idee für ein Steampunk-Challengestück aufzuwarten. Ich bin keine Steampunk-Person und ich weiß nicht viel darüber. Das einzige, was mir einfällt, sind Uhrenteile, von denen ich momentan keine habe.
Wenn ich bis zu dem Tag, an dem dieser Post erscheint, keine Idee gehabt haben werde, habe ich ein Problem, denn dann sind es nur noch drei Tage.
Ich bin versucht zu sagen, daß ich die Herausforderung auslassen werde, aber das ist eine Gelegenheit für einen sehr kleinen Spaziergang außerhalb meiner kreativen Komfortzone in die Lernzone und das sollte ich nicht verpassen.
Ich schätze, ich werde mal damit anfangen, daß ich diese Folge von Castle zur Inspiration anschaue, da es zu dieser Nachtzeit nicht viel andere Möglichkeiten gibt. Wünscht mir Glück!

Sonntag, 26. April 2015

Zitat der Woche

Es ist fast drei Monate her, daß ich euch mit dem letzten Monster-Trash-Filmzitat erfreut habe. Das geht einfach nicht.
All diese Haie warten doch da draußen. Mutanten, prähistorische Überlebende aus der Arktis, Geister, im Wasser, in der Luft, im Sand. Wir sind nirgendwo sicher. Ja, ihr Menschn, ich sagte im Sand.
Ich werde euch die wissenschaftliche Erklärung ersparen, die uns Dr. Sandy Powers, Meeresbiologin, im Film dafür gibt, denn aus irgendeinem Grund traue ich ihrem Expertenwissen nicht so recht.

Hier geht es aber nicht um Sandy. Es geht um den Kerl in den roten Cargoshorts und es ist nicht wirklich ein Zitat, weil er gar nicht reden darf.
Laßt mich erklären. Typ kommt heim, um am Strand ein Musikfestival zu organisieren, um damit Geld zu machen und ein paar Kredithaie (ich konnte nicht widerstehen) auszuzahlen. Heimatinsel hat seit Haiangriff schwere Krise. Typs Vater, der Bürgermeister, hofft, Festival wird Insel retten. Packt noch einen Sheriff, seine Schwester gleich Deputy und Typs Ex, eine Meeresbiologin, zwei Assistenten, Tausende von Studenten (von etwa dreißig Leuten verkörpert, die keine natürlichen Tänzer sind) und Haie dazu, die durch Sand schwimmen, und man bekommt einen unglaublich schlechten Film.
Mann, hatte ich Spaß damit.

Wo kommt jetzt aber der Kerl in den roten Cargoshorts ins Spiel?
Nachdem die erste Tänzerin von einem Hai gefressen wird, der aus dem Sand springt, geraten die Leute in Panik.
Rote Cargoshorts scheint damit ein Problem zu haben. Nach fast vier Minuten ist er immer noch am Strand, was keine Überraschung ist, denn er rennt immer hin und her, wird aber dennoch nicht gefressen. Wahrscheinlich war es nur eine sehr schlaue Taktik, um die Haie zu verwirren ............


Sand Sharks, USA, 2011

P.S. Das sind keine Screenshots von einer langen Einstellung, in der man ihn rennen sieht. Er taucht ernsthaft immer und immer wieder an unterschiedlichen Stellen auf. Ich bin nicht die einzige, der das aufgefallen ist! ;-)

Freitag, 24. April 2015

Pack die Vorräte an - Miniatur-Tragetasche aus Perlen mit Fransen

Gewöhnlich zähle ich meine Delicas und Rocailles nicht als Vorrat im Sinne dieser Posts. Ja, ich habe viele Farben, und es sind definitiv ein paar darunter, die schon lang da sind, manche, weil ich noch keine Idee für sie hatte, andere, weil ich nur ein paar wenige Perlen davon brauchte, als ich sie gekauft habe, aber es ist schwierig auseinanderzuhalten, was was ist.

Die Perlen für das heutige Projekt aus dem Vorrat jedoch  waren leicht auszuwählen.
Vor einer Weile hatte ich ein zartes Lavendel bestellt.
Leider fand ich heraus, daß es im Stück verloren ging, so zart war es, also wanderte das Perlenröhrchen in die Schublade, wo es blieb.
Als ich beschloß, eine wilde Perlensuppe aus sehr willkürlichen Farben, die ich über einige Zeit im meinem Perlentablett verschüttet hatte, zu benutzen, jedoch wußte, daß sie nicht ausreichen würde, war das zarte Lavendel genau der richtige Hintergrund.

Dies ist nun das fertige Projekt, eine Miniatur-Tragetasche mit Fransen, im Ziegelsteinstich gefertigt. Sie ist nur ein Teil eines viel größeren WIPs. Möchtet ihr raten, wozu sie gehören wird?


Mittwoch, 22. April 2015

Oldies but Goodies - Blätter

Als ich in der Schule war, mußte ich ein Herbarium für Bäume zusammenstellen. Wie gewöhnlich, wenn es sich um ein Projekt handelte, zu dem ich nicht wirklich Lust hatte, schob ich es bis zum letzten Tag vor mir her. Dann sagte meine Großmutter mir, sie würde mich jetzt mit in den Wald nehmen.
Wie ihr inzwischen wißt, bin ich kein Pflanzenexperte. Ich kann eine Birke von einer Eiche unterscheiden, aber da hört es dann auch schon ziemlich auf. Ich trieb mich zwar viel mit meiner Freundin im Wald herum, aber wir beschäftigten uns nicht unbedingt mit dem Pflanzenleben, wir waren zu beschäftigt damit, Abenteuer zu haben. Meine Begeisterung für das Herbarium hielt sich in Grenzen.
Dann übernahm meine Oma so wie nur sie es konnte. Sie zeigte mir Bäume hier und dort und befahl mir, Blätter und dies und jenes einzusammeln. Als ich einmal nicht zu den Blättern hinaufreichen konnte, ging sie mit ihrem Schirm ans Werk und holte sie mir herunter. Ich erinnere mich an ein paar rote Blätter, die, wie sie mir sagte, von einer Rotbuche wären. Sie gefielen mir so gut, daß ich ein paar mehr nahm. 
Natürlich hatte ich keine Zeit dazu, die Sachen ordentlich zu pressen, also hoffte ich einfach das Beste. Als ich jedoch zur Schule kam, zeigte es sich, daß kaum jemand ein Herbarium dabei hatte. Die meisten Kinder hatten genauso wie ich Blätter und Zeug gesammelt und bald entwickelte sich die Pause zu einer Tauschbörse. Jetzt waren meine Rotbuchenblätter wertvolle Ware.
Wir bekamen diese Herbarien niemals fertig.

Danke, wenn ihr bis hierher gelesen habt. Blätter sind das das Thema diese Woche für die Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge, was der Grund dafür ist, daß diese alten Erinnerungen hochkamen.
Viel Spaß mit unserem kleinen JAC-Herbarium!


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Montag, 20. April 2015

Interview mit der Künstlerin - Sydney von Day Of The Extinction bei Sweet Bananaberry

Heute habe ich ein besonderes Künstlerinterview auf meinem Blog. Mein Gast ist Sydney, und Sydney hat nicht nur große Ziele, sondern auch ein großes Herz und einen Traum.
Ich habe Sydney durch ihre Großmutter Darcy kennengelernt, die sehr stolz auf sie ist, was sie auch sein sollte.
Ich hoffe, das war genug, um euch neugierig darauf zu machen, worum es hier geht. Bitte nehmt euch ein paar Augenblicke dafür, dieses Interview zu lesen, und behaltet dabei im Kopf, daß alle Antworten in Sydneys eigenen Worten sind. Ich habe überhaupt nichts geändert (außer es natürlich ins Deutsche übersetzt).


Hi Sydney! Ich freue mich, dich heute als Gast auf meinem Blog zu haben. Erzähl uns ein wenig darüber, wer du bist.

Mein Name ist Sydney Hutchinson, ich bin in der 3. Klasse. Ich lebe in Massachusetts und ich liebe Tiere. Ich liebe Tiere, sogar die menschliche Sorte.

Und ich bin wirklich überrascht, daß ich nach so kurzer Zeit schon interviewt werde. Es ist eine solche Ehre, daß du dich für mich interessierst.

Nun, es geschieht nicht jeden Tag, daß ich jemanden so Junges kennenlerne, der so entschlossen wegen eines Projektes ist, und ich fand, ich sollte meinen kleinen Anteil dazu leisten, das zu verbreiten.
Du hast nämlich ein besonderes Projekt begonnen, erzähl uns davon.


Ich interessiere mich sehr für Wildtiere, also habe ich alles darüber gelesen, aber je mehr ich darüber erfahre, was da draußen in der Welt passiert, um so mehr habe ich große Angst. Darum fühle ich den Drang, etwas deswegen zu tun. Also habe ich mein eigenes neues Unternehmen gestartet, um Geld für die Tiere zu sammeln, die ich mag.

Mein Unternehmen heißt Day of the Extinction (Tag der Ausrottung).


Grevy Zebra Cabochon

Woher hattest du die Idee für dieses Projekt ursprünglich und wie hast du den Namen für dein Unternehmen ausgesucht? Er erregt definitiv Aufmerksamkeit, meine hat er erregt.

Nun, wie ich auf die Idee gekommen bin, tatsächlich erklärt die Frage vor dieser, woher ich die Idee hatte. Und ich habe schon vorher Geld gesammelt, indem ich Armbänder verkauft habe, die ich bei den Shows gemacht habe, bei denen meine Großmutter ihre Arbeiten verkauft.

Diesmal war ich im Haus meiner Großmutter, als sie Zubehör für Schmuckdesigner machte und sie machte Zuckerschädel zum Tag der Toten und ich dachte mir, daß ich sowas auch mit den Tieren machen sollte, die ich liebe.
Den Namen habe ich mir selber ausgedacht. Der Name war einfach, weil es irgendwie wie der Tag der Toten ist und die Tiere, die ich liebe, vor der Ausrottung stehen. Also habe ich das zusammengesetzt.


Wie wählst du die Tiere für die Zeichnungen aus und was ist dein Lieblingstier?

Ich bin online gegangen und habe mir Listen von stark gefährdeten Tieren angeschaut und ich habe sie auf ein Blatt Papier geschrieben und so fing meine Liste an. Ich habe eine sehr lange Liste!

Mein Lieblingstier ist ein........SCHNEELEOPARD!!!!!!! Ich habe nicht wirklich einen Grund dafür, daß ich sie mag, ich tu es einfach. Sie geben mir ein warmes und sicheres Gefühl innendrin, so wußte ich dann, daß sie mein Lieblingstier sein MUSSTEN.

Schneeleopard Cabochon


Das verstehe ich. Schneeleoparden sind wirklich wunderschön.
Und gibt es jemanden, der dir bei Day of the Extinction hilft?

Die Leute, die helfen, sind meine Großmutter Darcy Rosner und ihre Freundin Debbie Michaud.

UND mein Großvater hilft.

Wie werden deine Stücke hergestellt?

Debbie, die Freundin meiner Großmutter, und ich machen die Bilder zusammen. Sie zeichnet die Umrisse der Tiere, um die ich sie bitte, und ich übernehme das Ausmalen und die Entscheidung darüber, wie sie aussehen.

Sie zeichnet die Linien. Ich male sie aus und wenn es mir gefällt, kann es losgehen. Ich benutze spezielle Marker, Tinten und Farbstifte, damit alles genau richtig ausgemalt wird. Dann benutze ich einen besonderen Drucker, um die Bilder auf Hartplastik zu drucken. Dann wenn die Druckertinte trocken ist, glasiere ich sie und backe sie, damit die Glasur schmilzt.
Dann bin ich bereit dafür, daraus Schmuckzubehör oder Schmuck zu machen und sie zu verkaufen.


Ich weiß, daß du bereits einige der Cabochons verkauft hast, und außerdem habe ich erfahren, daß du schon Erweiterungspläne hast, was für welche sind das?

Ich möchte aus all diesen Designs Schmuck machen. Ohrringe und Halsketten und vielleicht auch Broschen. Aber ich habe auch noch haufenweise andere Pläne. Ich möchte Karten und Lesezeichen machen, und Kaffeetassen und Teeservice und Geschirr und T-Shirts und alles, was mir einfällt, was Leute vielleicht kaufen möchten. Je mehr ich mache, um so mehr Tiere kann ich retten.

Dann möchte ich sie noch zum Verkauf in jedem Zoo und Museum und Betreuungsplatz haben, der mir einfällt.

Je mehr ich verkaufe, um so mehr Geld kann ich den Tieren schicken!


Weißes Nashorn Cabochon

Ich kann hier nur ein paar von den Bildern zeigen, wo können wir dich also finden, wenn wir mehr sehen wollen?

Im Etsy-Shop meiner Großmutter Sweet Bananaberry, bis ich die Zoos zum Verkaufen bekomme und bis ich meine eigene Webseite haben kann.

Und auf Facebook unter Day of the Extinction.


Blauwal Halskette

Nun da wir von deinem Unternehmen und der Geschichte dahinter gehört haben, hast du noch eine Botschaft an die Welt da draußen?

Ja, das habe ich. Ich möchte, daß die Welt aufhört, Tiere zu töten, damit sie Vorleger aus ihnen machen können. Ich möchte, daß die Menschen aufhören, Tiere zu töten, damit sie sie an ihre Wände hängen können. Es ist total ekelhaft und widerlich und irrational. Also habe ich für mich selber ein neues Motto gemacht. Mein Motto ist es, daß je mehr ich mache, ich um so mehr retten kann. Meine Kunst wird Tiere retten. Das ist ziemlich cool.

Die Leute müssen diesen Tieren helfen und ich werde mein Bestes tun, jeden Menschen dazu zu bringen zu verstehen, wie hart sie zu unserer Welt sind.

Wenn die Tiere aussterben, werden wir sie nie wieder sehen. Es wird alles vorbei sein.

Und wenn alles vorbei ist und es keine Tiere mehr gibt, wie würden wir dann leben? Alle Tiere sind auf ihre Art mit dem Pflanzenleben verbunden und wir brauchen Pflanzen zum Atmen und wenn wir nicht atmen können, wird das Leben ENDGÜLTIG VORBEI sein! Also ist das das Letzte, was ich zu sagen habe...... BITTE HÖRT AUF UND MACHT EINEN UNTERSCHIED FÜR DIE ERDE, WEIL IHR ERSTAUNLICH SEIN KÖNNT!!!!


Du bittest Leute, noch mehr Arten für deine Produktlinie vorzuschlagen. Nun, ich liebe Tiger. Wirst du für mich einen runden oder ovalen Cabochon mit einem Tiger darauf machen?

Ich habe schon einen Tiger angefangen und ich habe ovale und runde Formen angefangen, die noch nicht so richtig hinhauen, aber der erste Tiger wird NUR FÜR DICH sein!!!!

Tatsächlich sind jetzt schon ein paar ovale und runde Formen erhältlich, und es gibt nicht nur Cabochons für Schmuckmacher, sondern auch Stücke, die man direkt tragen kann.

Afrikanischer Elefant Ohrringe

Wenn ein neunjähriges Mädchen wie Sydney sich der Konsequenzen für den Planeten bewußt ist, wenn wir uns nicht um die Tiere kümmern, warum gibt es da draußen dann noch so viele Menschen, denen es das nicht ist? Die - wie sie so treffend sagte - sie zu Trophäen oder auch "Medizin"  machen?
Wir können hier sicherlich etwas von dir lernen, Sydney. Ich jedenfalls bin beeindruckt von deinem Willen, einen Unterschied zu machen, und ich wünsche dir nur das Beste für dein besonderes und ehrgeiziges Projekt und hoffe, bald mehr darüber zu hören.

Leute, ihr wißt, was ihr jetzt zu tun habt. Geht hinüber zu Day of the Extinction auf Etsy und Facebook und schaut es euch selber an!

Sonntag, 19. April 2015

Zitat der Woche

Diese Filme waren Teil meiner Kindheit und begleiteten mich in mein (irgendwie) Erwachsenenleben. Vielleicht ist das ein Grund dafür, daß es mir - während ich gewöhnlich in diesen Dingen höchst unversöhnlich bin - egal ist, daß diese Miss Marple überhaupt nicht wie die Miss Marple in den Büchern ist. Sie wird immer meine Favoritin sein.
Tanz den Twist, Jane Marple!

Miss Marple: Ach, da ist ja Mr. Stringer. Na wunderbar. Zufälligerweise ist das sein Lieblingstanz. Mr. Stringer!
Mr. Stringer: Miss Marple, ich habe erfahren ...
Miss Marple: Ich habe gerade Mr. Enderby erzählt, daß das Ihr Lieblingstanz ist. Wollen wir?
Mr. Stringer: Tanzen, meinen Sie?
Miss Marple: Natürlich. Sie entschuldigen uns doch, nicht wahr?
Mr. Stringer: Aber ich ... Nicht doch, Miss Marple, ich kann das doch gar nicht ...
Miss Marple: Geben Sie sich doch Mühe, Mr. Stringer. Es ist die einzige Möglichkeit, allein mit Ihnen zu reden.

Sie tanzen den Twist.

Miss Marple: Was haben Sie also festgestellt?
Mr. Stringer: Sie hatten völlig recht, Miss Marple. Das Bild ist wenigstens 50000 Pfund wert.
Miss Marple: Ich wußte es. Es ging um das Bild, das dachte ich mir schon.
Mr. Stringer: Ja, höchstwahrscheinlich.
Miss Marple: Ausgezeichnet. Dann können wir jetzt langsam auf das Ziel lossteuern.
Mr. Stringer: Aber auf welches Ziel, Miss Marple?
Miss Marple: Dem Mörder eine Falle zu stellen. War Inspektor Craddock draußen im Foyer, als Sie gekommen sind?
Mr. Stringer: Ja.
Miss Marple: Sehr gut. Dann tanzen wir jetzt ein bißchen schneller, verstanden? Und regen Sie sich bitte nicht auf, wenn ich plötzlich vortäusche, daß mir schlecht wird. Also Tempo. Nicht so lahm!


Der Wachsblumenstrauß, UK, 1963

Freitag, 17. April 2015

Pack die Vorräte an - Zurück zu den Wurzeln

Was meine ich damit, zurück zu den Wurzeln
Ich denke, daß Leute, die mit Draht häkeln, oft als erstes Armbänder machen. Ich bin keine Ausnahme. Zwar habe ich mich schnell an anderen Dingen versucht, aber Armbänder kamen zuerst.

Also habe ich mir heute ein paar Glastropfen herausgesucht und mich daran gemacht, ein Armband zu häkeln, bunt und so witzig zu tragen!
Es ist in meinem DaWanda shop erhältlich.

 

Mittwoch, 15. April 2015

Gold - ein tiefes, glänzendes Gelb oder Gelbbraun. Ja, das erklärt völlig, warum Menschen zum Gold hingezogen werden. Wer kann schon seine Hände von einem netten Gelbbraun lassen?

Bei der Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge geht es diesmal um golden oder goldfarben. Man konnte fast hören, wie die Kinne auf dem Boden aufschlugen. Gold ist in unserem Kreis keine so populäre Farbe wie Silber oder Kupfer, scheint es.
Es dauerte ein paar Tage, aber dann begann die Bilder hereinzutröpfeln, und zwar ein paar mächtig hübsche Bilder.
Vielleicht wird uns dies dazu motivieren, öfter in Goldtönen zu arbeiten?


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Sonntag, 12. April 2015

Zitat der Woche

Das Hotel ist wie farbenfroher Zuckerguß, Buttercreme und Fondant, der Concierge hat sein Auge auf allem und jedem, und offen gesagt gibt es da ein paar sehr interessante Frisuren ...
Es ist kein Geheimnis, daß ich das leicht Bizarre mag.

Was geschieht, in kurzen Worten:
M. Gustave, der Concierge wird von der Polizei und dem Sohn der reichen Dame, deren Ermordung er beschuldigt wird, gejagt. Mit dem Lobbyboy Zero zusammen auf der Flucht, mitten im Nichts gestrandet, muß er die Hilfe der Gesellschaft der Gekreuzten Schlüssel in Anspruch nehmen.


M. Gustave: Vermittlung, ich möchte ein R-Gespräch mit dem Palace in Baden-Jürgen bitte. (zu Zero gewandt) Wir haben keine Wahl. Wir haben sonst niemanden. (ins Telefon) Ich warte, danke. (zu Zero gewandt) Unsere einzige Hoffnung, sonst dürfte ich nicht einmal ihre Existenz erwähnen. Es versteht sich von selbst, daß du keiner Menschenseele etwas verraten darfst. Schwörst du das?
Zero: Natürlich. Worum geht es eigentlich?
M. Gustave: Darf ich nicht sagen. (ins Telefon) Guten Abend. Monsieur Ivan bitte. Danke. (zu Zero gewandt) Wie kommt man für eine Premiere in der Opera Toscana einen Tag vorher an einen Gangplatz in der ersten Reihe? Wie arrangiert man eine Privatführung in der Tapisserie-Sammlung der Königlich-Sächsischen Galerie? Wie ergattert man einen Ecktisch im Chez Dominique an einem Donnerstag? (ins Telefon) Ivan, mein Teurer, hier ist Gustave.

Grand Budapest Hotel, USA, 2014

Samstag, 11. April 2015

Barbie und winzige Glasperlen, die Geschichte einer neuen Besessenheit - Teil 4, Der Kopf

Ich weiß, daß es sich gruselig anhört, aber wenn man einen kahlen oder fast kahlen Kopf hat, ist es Teil des Prozesses.
Ich bin keine Puppenkünstlerin, ich bin keine Malerin, und ich bin keine Friseurin. Ich ziehe es vor, wenn das originale Gesicht noch gut genug ist, daß man es so lassen kann, und es ist harte Arbeit für mich, einen Barbiekopf zu rerooten und ihr dann eine hübsche Frisur zu verpassen.
Erneut bin ich froh darüber, meine Schwester an meiner Seite zu haben, die nicht nur gute Tips hat, sondern mir auch mit der Frisur hilft.

Diejenigen unter euch, die vintage Mattelpuppen kennen, waren vielleicht überrascht, als ich im zweiten Post sagte, daß ich für das Projekt eine Midge auswählte, denn der Kopf auf dem Bild ist kein Midge-Kopf. Tatsächlich war der erste Kopf ein solcher, aber ich habe ihn prächtig verdorben, nachdem ich Stunden mit Rerooten, Schneiden, Stylen und dem Wiederbemalen des Gesichtes verbracht hatte. Dieses Mädchen hatte schweres Makeup, kann ich euch sagen.
Ich hatte den falschen Kleber benutzt, um die Haarsträhnen innen im Kopf zu kleben, und ich legte den Kopf in Wasser, damit sich die Frisur setzen konnte. Nicht den ganzen Kopf natürlich. Ich bin mir nicht sicher, was passierte oder was ich verpaßte, aber meine (nicht so) clevere Konstruktion war kläglich gescheitert, als ich zu einem Kopf zurück kam, der in einer Mischung aus Wasser und sich auflösendem Kleber schwamm. Ein ziemlich gruseliger Anblick.
Es tut mir leid, sagen zu müssen, daß Midge hinterher unglaublich klebrig war, und mir fehlte die Motivation, es noch einmal ganz von vorne zu probieren. Ich begann, online nach Puppenköpfen zu suchen.

Da kam meine Schwester mir das erste Mal zu Hilfe. Sie gab mir einen von ihren Ponytail-Köpfen, der ein Haarproblem hatte, aber auch gutes Makeup. Also fing ich wieder ganz von vorne an, nur daß ich diesmal den richtigen Kleber hatte und mich mit roten Lippen begnügte anstatt das ganze Gesicht auszuwischen.
Meine Schwester hatte außerdem die Idee, ein Mascarabürstchen zum Stylen der Haare zu benutzen, nachdem ich sie geschnitten hatte.


Da habt ihr sie nun - die ganze Geschichte meiner Flapper Barbie.
Ich hoffe, es hat euch ein wenig gefallen, denn das Wort Besessenheit im Titel hat euch vielleicht schon gezeigt, daß ich noch nicht am Ende bin. Ich habe Blut geleckt und habe nicht vor aufzuhhören.
Was ich aber tun werde ist, euch erstmal eine Pause zu gönnen. Atmet tief durch, mag sein, ich bin mit der nächsten Geschichte früher zurück als ihr euch vorstellen könnt, und wieder hoffe ich, daß ihr dabei sein werdet.

Frühere Post könnt ihr hier finden:
Teil 1, Die Einleitung
Teil 2, Das Kleid
Teil 3, Die Accessoires


Barbie ist ein eingetragenes Warenzeichen von Mattel, Inc. Ich bin in keiner Weise mit Mattel verbunden.

Freitag, 10. April 2015

Pack die Vorräte an - Nimmermehr

Es ist Jahre her, daß ich mit Polymer Clay gearbeitet habe. Kürzlich habe ich einen Versuch unternommen, aber entweder war das Fimo zu alt oder der Toasterofen zu seltsam, nun, sagen wir einfach, es war armselig, merkwürdig und iiih. Das ist jedoch eine Geschichte für einen anderen Post.

Heute geht es um ein Porträt, meine Vorliebe für "geformte" Perlenwebanhänger und einen Fimocharm.
Der Titel mag es euch schon verraten haben oder habt ihr ihn gleich erkannt?

Es ist natürlich Edgar Allan Poe, begleitet von einem Fimoraben, der auf einem schwarzen Kristall sitzt.


Der Anhänger ist noch nicht in meinem Shop.

Donnerstag, 9. April 2015

Barbie und winzige Glasperlen, die Geschichte einer neuen Besessenheit - Teil 3, Die Accessoires

Wie letztes Mal versprochen geht es im heutigen Post nur um Accessoires.

Was fällt einem ein, wenn man an Flapper denkt? Stirnbänder, Federn, lange Halsketten, Ohrringe, Kristalle, Perlen, Schuhe, Armbänder ....

Diese Schuhe waren eine Spende meiner Schwester. Ich hatte kein extra Paar von vintage schwarzen Heels, und viele der modernen Schuhe passen nicht gut an die größeren und aus härterem Vinyl gefertigten Füße der alten Puppen. Goldene statt silberne Sprenkel wären perfekt gewesen, aber sie paßten nicht nur, sondern Barbie konnte darin auch ganz allein stehen, wenn man es richtig machte. Natürlich benutze ich trotzdem einen Puppenständer.
Um die Schuhe mehr den 20ern anzupassen, nähte ich Stege aus den Perlen daran, die ich auch im Kleid verwendet hatte.


Ich mußte nicht weit gehen, um die Halsketten hinzubekommen. In meinem Vorrat habe ich winzige Steine und Perlen. Für diese vier Stränge in zwei verschiedenen Längen wählte ich schwarzen Onyx und goldene Süßwasserperlen, um die Farben des Kleides aufzugreifen.


Für das Stirnband nähte ich ein einfaches Band im Ziegelsteinstich und dekorierte es.


Und erneut zog meine Schwester einen Hasen aus ihrem Zauberhut ... oder eigentlich eher Pfauenfedern von einem alten Faschingskostüm. Natürlich wäre eine ganze Feder viel zu groß gewesen, also schnitt ich etwas von einer ab und nähte die Teile an das Stirnband.


Ich hatte das Gefühl, daß mehr zuviel gewesen wäre, also verzichtete ich auf noch mehr Schmuck. Stattdessen malte ich nur die Fingernägel nach und richtete meine Aufmerksamkeit auf den Kopf.
Das wird dann die Geschichte für den nächsten Post. Ich hoffe euch dort wieder zu sehen!

Falls ihr die früheren Posts verpaßt habt, könnt ihr sie hier finden:
Teil 1, Die Einleitung

Teil 2, Das Kleid


Barbie ist ein eingetragenes Warenzeichen von Mattel, Inc. Ich bin in keiner Weise mit Mattel verbunden.

Mittwoch, 8. April 2015

Oldies but Goodies - Frühling

Wir haben mehr oder wenig geduldig gewartet, und jetzt ist er hier. Frühling.
Was läßt euch den Frühling spüren? Die Blumen, die Farben, die Düfte, das Licht oder der Gesang von Vögeln am frühen Morgen?

Drüben in der Jewelry Artisans Community scheint es um Blumen und Farben zu gehen, wie ihr in diesen Bildern sehen könnt, die in der neuen Oldies but Goodies Challenge gepostet wurden.
Wenn ihr mehr sehen wollt, um euch für den Frühling zu inspirieren, könnt ihr den gesamten Thread mit mehr Bildern hier finden.


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Dienstag, 7. April 2015

Barbie und winzige Glasperlen, die Geschichte einer neuen Besessenheit - Teil 2, Das Kleid

Im Teil 1 dieser Reihe von Posts habe ich euch ein bißchen darüber erzählt, wie das "Webe ein Barbie-Outfit aus Perlen"-Projekt angefangen hat.
Was war tatsächlich der allererste Schritt?

Auch ohne eine Schneiderin zu sein weiß ich, daß man ein Kleid nicht einfach so mal schnell ohne ein Muster zusammenhauen kann, und ein Muster kann man nicht ohne Maße machen.
Natürlich mußte ich als allererstes die Art von Mattelpuppe auswählen, mit der ich arbeiten wollte. Ich entschied mich für eine Straight Leg Midge mit ernsthaften Haarproblemen, die schon viel zu lange auf eine Überholung wartete. Zum Kopf komme ich aber in einem späteren Post.

Zurück zum Kleid.
Ich wollte es in einem Stück weben und dann entlang der Seiten zusammennähen. Nun da ich wußte, welche Puppe ich nehmen wollte, konnte ich mit dem Messen anfangen.
Da es mein erstes Projekt mit einem Perlenwebkleid war, wollte ich es nicht zu schwierig machen, einfach ein simples gerades Kleid mit Trägern, einem abgerundeten Ausschnitt und einem tiefen Rückenausschnitt. Hört sich ziemlich einfach an, nicht?
Als ich begann zu messen, schien es mir nicht mehr so einfach zu sein. Schließlich konnte ich das Kleid ja nicht immer wieder zur Anprobe vom Webrahmen nehmen, also mußte es von Anfang an stimmen.

Barbies Oberweite und Hüften waren die grundlegenden Maße für das gesamte Kleid. Da es gerade sein sollte, mußte ich sorgfältig messen, um sicherzustellen, daß es um Barbies Körper herumpassen und dennoch nicht zu voluminös würde.
Die Armausschnitte mußten groß genug sein, aber nicht so groß, daß sie Einblicke ins Kleid von den Seiten erlaubten.
Und natürlich mußten die Träger genau richtig sitzen, was auch von der Größe des Ausschnitts vorne und hinten und den Armlöchern abhing.
Um auf Nummer sicher zu gehen, machte ich das Muster lieber etwas größer als kleiner. Viele von uns kennen das Gefühl, wenn man ein Paar Jeans zuknöpfen will und dabei nur Millimeter fehlen. Dieses Risiko konnte ich bei Barbie nicht eingehen, schließlich stehe ich nicht dermaßen darauf, ein Projekt auseinanderzureißen.

Nachdem ich viele Stunden lang mit den Umrissen herumgespielt und geradezu obsessiv gemessen hatte, war ich endlich bereit dafür, das Perlenmuster selber zu entwerfen, in schwarz und "metallic medium bronze AB", was eine absolut hinreißende Farbe ist, inspiriert durch Bilder von Kleidern aus den 20ern.

Fast 7700 Perlen und ein paar Stunden später - auch dank der Tatsache, daß ich immer noch erneut nachmaß - konnte ich das Kleid vom Webrahmen nehmen und es zum allerersten Mal auf der Puppe drapieren, das heißt, falls man es drapieren nennen kann, wenn man ihr den Kopf abnimmt und das Kleid überhängt, wobei ihre Halskugel zwischen den Kettfäden heraussteht. Ja, hört sich schrecklich an, ich weiß, aber was will man machen?
Ihr hättet meinen Erleichterungsseufzer hören sollen, als die Dinge vielversprechend aussahen!
Die nächste große Aufgabe war es, alle Kettfädenenden einzunähen, 196 davon, um präzise zu sein, und die Seiten zusammenzunähen.

Es war nicht nur ein Kleid, sondern es paßte auch!!


Ich hatte jedoch das Gefühl, daß da noch ein bißchen Dekoration fehlte. Hinten am Rücken zog ich zwei Reihen Perlen. Sie halten die Träger vom Rutschen ab, was zuviel vom Rücken zeigen könnte.


Die drei Reihen von Perlen über den Schulter stellen sicher  daß die Armausschnitte sich nicht zu weit öffnen, hauptsächlich gefiel mir aber auch, wie es aussah.
Ich bin mir sicher, daß ich nicht die einzige bin, die die 20er mit haufenweise Fransen verbinden, aber für dieses Kleid entschied ich mich stattdessen für eine kleine Reihe von Dolchperlen.

Wow. Das war ein langer Post, aber das Kleid zu entwerfen und machen, war ja auch ein langer Prozeß. Danke, wenn ihr bis zum Ende dabeigeblieben seid.
Im Post nächste Woche geht es nur um Accessoires (und er wird kürzer, versprochen)!

Barbie ist ein eingetragenes Warenzeichen von Mattel, Inc. Ich bin in keiner Weise mit Mattel verbunden.

Sonntag, 5. April 2015

Zitat der Woche

Ich meine mich zu erinnern, daß sie, als ich ein Kind war, an Ostern immer einen bestimmten Film sendeten. Ich erinnere mich auch daran, wie ich das Buch las. Ich lag bäuchlings auf dem Bett meiner Eltern, die Füße in die Höhe gestreckt, und ich kann immer noch die dicke, kühle, glatte Tagessteppdecke fühlen, wenn ich daran denke.

Viele Menschen sind sich einig, daß ein Schauspieler hier die Show stielt, der große Peter Ustinov als wahnsinniger Kaiser Nero.

Nero (das brennende Rom betrachtend): Petronius, schau, was ich geschaffen habe! Tigellinus, mein Trauergewand. Terpnos, die Lyra. Die Geschichte wird über mein Lied richten, aber aber wird es dem Ereignis gerecht werden? Ich fürchte, es wird ihm nicht gerecht werden.
Petronius: Ihr seid dieses Schauspiels würdig, und dieses Schauspiel ist Euer würdig.
Nero: Ja, du machst mir Mut, Petronius. Aber ich muß mit denen in Wettbewerb treten, die den Brand von Troja besangen. Mein Lied muß größer sein, denn Rom ist größer als Troja. 
(singt) Oh schweiget, ihr Sphären, steht still, eilende Sterne, öffnet weit euch, ihr Himmel, über mir. Denn nun sehe ich nah den Olympos, und ein Licht seines Gipfels erleuchtet mich. Ich bin eins mit den Göttern, bin unsterblich, ich bin Nero, der Künstler, der mit Feuer die Träume seines Lebens zur Wirklichkeit weckt. In die Flammen werf ich Vergang'nes,  in die Flammen und Erde. Nimm dieses Rom, oh Flammen, verzehrt es, Flammen, verbrennt es wie im Feuerofen. Brenn witer, du altes Rom. Brenn weiter, brenn weiter!!!


Quo Vadis, USA, 1951

Freitag, 3. April 2015

Pack die Vorräte an - Zierlicher Cantera-Opal-Anhänger

Ihr habt diesen Cantera-Opal schon einmal gesehen, in diesem Post, wo ich euch die magische Welt gezeigt habe, die ihr darin sehen könnt.
Wie ihr wißt, sind kleine Cabochons or facettierte Steine immer eine Herausforderung in Verbindung mit der Drahtstrick- oder -häkeltechnik. Um dem Opal gerecht zuw werden, ihn aber auch sicher in seiner Fassung zu halten, arbeitete ich sehr kleine Strickmaschen. So konnte ich die Matrix bedecken, das Fenster zur magischen Welt aber offenlassen. Tatsächlich starre ich immer wieder in dieses Fenster hinein! Ich liebe Opale einfach.

Um ein bißchen Bewegung mit hineinzubringen, was ich gerne mag, fügte ich eine kleine baumelnde Bernsteinperle hinzu. Es ist schade, daß ich nur einen Opal in dieser Größe hatte. Ich denke, das würde ein hübsches Paar Ohrringe abgeben, wenn ich zwei hätte.


Passend zum zierlichen Anhänger habe ich eine feine Schlauchkette in derselben Farbe gehäkelt.


Donnerstag, 2. April 2015

Barbie und winzige Glasperlen, die Geschichte einer neue Besessenheit - Teil 1, Die Einleitung

Meinen Freunden ist nicht neu, daß ich eine kleine, aber  hübsche Sammlung mit vintage Barbies (und ein paar neueren) besitze.
Ich bekam meine erste Mattel-Puppe, eine platinblonde Stacey, als ich fünf war, und die Geschichte dahinter, die ich in einem früheren Blogpost erzählt habe, ist nicht sehr schmeichelhaft für mich und mein Benehmen in diesem Alter. Ich dachte allerdings nicht daran, eine Sammlung zu beginnen. Barbies und ihre Outfits hatten einfach keinen Platz in meinem Budget.

Dann bekam meine Schwester (meine beiden Schwestern haben ebenfalls noch ihre Kindheitspuppen, eine TNT Barbie und eine rothaarige Stacey) das Buch "Barbie - ihr Leben und ihre Welt" von Billy Boy. Das Buch kam 1988 heraus und 18 Jahre nachdem Stacey in meinem Leben angekommen war, war ich erneut total fasziniert von Barbie.
Keiner würde mich einen Modemenschen nennen. Jeans, Turnschuhe, T-Shirt, das bin ich. So sehr wie ich mich selber nicht aufputze, so sehr liebe ich die Barbie-Moden. Winzige Reißverschlüsse, winzige Knöpfe, 50er und 60er Chic, wilde Mod-Designs.
Und ich erfuhr von vintage Puppen, von denen ich zuvor nicht gehört hatte, schlicht weil ich zu der Zeit zu jung oder noch nicht mal geboren war.

Nicht viel später waren wir auf einem Flohmarkt und es zahlte sich aus, daß ich das Buch studiert hatte, als ich eine Midge mit Knickbeinen fand. Nicht mint im Zustand, aber zu einem absolut fantastischen Preis. Das war der Beginn meiner Sammlung. Ich kaufte mehr Puppen, ich fing an, die wichtigsten Preisführer zu kaufen, ich lernte mehr über Barbies Geschichte und ihre deutsche Vorgängerin, die Bild Lilli, und träumte davon, eines Tages eine Barbie Nr. 1 zu besitzen.

Ich kann nicht nähen. Ich häkle nicht mit Wolle. Ich hatte niemals irgendwelche Barbie-Outfits gemacht, die man als solche bezeichnen konnte. Als ich aber anfing, mit Draht zu arbeiten, mußte ich es den Versuch unternehmen, Drahtkleider für Barbie zu häkeln. Das Problem war, was ich als Unterkleid verwenden sollte, da aus Draht gehäkelte Kleider dazu neigen, daß man hindurchsehen kann. Obwohl ich ein paar fertigstellte, war ich nicht glücklich genug, um das weiter zu verfolgen.

Dann fing ich mit dem Perlenweben an und die Idee, Barbiekleider zu weben, ging mir immer wieder durch den Kopf. Zu einem frühen Zeitpunkt machte ich eine Tasche für eine meiner Francie-Puppen.
Wir wissen alle, daß Barbie Kurven hat, eine Menge Kurven. Wie konnte ich etwas weben, ohne daß die Kurven ein Problem darstellten?
Da kam mir die Idee, ein Flapperoutfit zu machen.

Dieser Post ist nur die Einleitung zu der Geschichte von Barbie, winzigen Glasperlen, Fransen, Schuhen, Pfauenfedern, Ponder (einer meiner Kater, für die, die das nicht wissen), Christie, Francie und eine neue Obsession.
Die Geschichte ist für einen Post zuviel, also bleibt dran, wenn ihr der Reise folgen wollte. Ich nähme euch gern mit.


Barbie ist ein eingetragenes Warenzeichen von Mattel, Inc. Ich bin in keiner Weise mit Mattel verbunden.