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Montag, 13. Oktober 2025

Die große Umarmung - Teil 1

Vor über zehn Jahren kaufte ich mehrere Lampworkanhänger aus Borosilikatglas, Manatis (eine davon könnt ihr hier sehen), einen Delphin (den habt ihr auch schon mal gesehen), einen Hai. Die Anhänger sind absolut umwerfend, aber es dauerte Monate, bis sie verschickt wurden, was mich davon abhielt, noch mehr zu bestellen. Das ist wirklich schade, denn ich habe seither nichts mehr gesehen, was an sie herankommt.
Außerdem ging der Hai auf dem Transport kaputt. Ich bekam einen Ersatz, war aber wild entschlossen, den kaputten auch auf irgendeine Weise zu verwenden (ich habe das mehr als einmal mit Komponenten gemacht, diese Stücke aber natürlich nie verkauft).

Falls ihr es noch nicht bemerkt habt, ich liebe nicht nur Haie, sondern auch Oktopoden. 
Dies ist ein Bild von nur ein paar, die ich im Laufe der Jahre gemacht habe. Einen winzigen, größere, einen echt großen. Ah, habt ihr es schon bemerkt? Haie!


Zuerst experimentierte ich mit dem kaputten Anhänger. Der Plan war gewesen, die Klebestellen hinter Tentakeln zu verstecken, aber soviel wie möglich vom Hai zu zeigen.
Ich mußte ganz schön herumfiddeln, aber ich schaffte es. Der Anhänger bekam den Namen "Die Umarmung", weil diese zwei für mich Freunde statt Feinde waren.
Wenn ihr denkt, daß die zweite Umarmung von Oktopus und Hai mit der gewonnenen Erfahrung einfacher zu machen war, liegt ihr falsch. Lampwork ist wirklich glatt und die Tentakel mußten ganz exakt sitzen, um den Hai sicher festzuhalten. Die Öse auf der Rückseite des Schwanzes ist die einzige Stelle, an der der Oktopus tatsächlich mit Draht am Hai befestigt ist.


Der zweite Anhänger wurde verkauft und der erste ging an eine Freundin (natürlich wußte sie über die Klebestellen Bescheid).
Ich will ganz ehrlich sein, ich bereute sehr schnell, daß ich keinen für mich behalten hatte, einfach weil es sich als unmöglich herausstellte, noch so einen Hai wie diese zu finden.

Nachdem ich lang gesucht hatte, fand ich schließlich einen und ich war so glücklich! Er war viel kleiner als die anderen, aber so schön.
Irgendwie kam ich aber nie dazu, etwas damit zu machen. Es gab immer etwas anderes auszuprobieren und das Drahtwickeln wurde langsam schon schwieriger für mich. Als es aber dann richtig hart für meinen Daumen wurde, wußte ich, daß es jetzt oder nie hieß, bevor es womöglich gar nicht mehr ging. Es war schon eine Weile hergewesen, daß ich mit Kupfer gespielt hatte und es fühlte sich echt gut an, aber es waren ganz schön viele Pausen nötig, um meinen Oktopus im Laufe der nächsten Wochen fertigzumachen.

Als ich dann endlich fertig war und den Oktopus zum Oxidieren mit in die Küche nehmen wollte, entging mir, daß sich der Hai, der in derselben Schachtel war, in ein paar noch losen Drahtenden verfangen hatte. Ja, man muß ziemlich blöd sein, um nicht zu bemerken, daß man zwei Dinge in der Hand hat, aber so bin ich eben manchmal.

Er hätte im Flur auf den einzigen Vinylboden fallen können, den ich habe, aber nein, er fiel in der Küche, auf den härtesten all meiner Böden.
Ihr wißt, wie manche Dinge scheinbar in Zeitlupe ablaufen und es trotzdem unmöglich ist, etwas dagegen zu tun? Wie das eine Mal, als ich mir mit dem Brotmesser in Finger und Fingernagel schnitt und mein Gehirn erst dann aufwachte und mir sagte, daß ich nicht da schneiden solle, als ich schon angefangen hätte, wie blöd zu bluten.
Es bestand keine Chance für mich, den Hai aufzufangen, bevor er auf den Fliesen aufknallte und Stücke flogen. Die Nase und der Schwanz waren abgebrochen (das scheint so ein Ding zu sein, meiner Freundin passierte ja das gleiche mit ihrem Delphin). Ich konnte aber nur die Nase und einen Teil des Schwanzes wiederfinden.

Das hört sich für euch vielleicht lächerlich an, aber ich war am Boden zerstört.
Ich konnten diesen Hai nicht ersetzen, egal wie sehr ich herumsuchte. Es gab ein paar Lampworkhaie, Anhänger und Figuren, und sie waren zweifellos hübsch, aber keiner davon hatte diese Eleganz, keiner sprach mich an.
Ich wollte nicht mal mehr den Oktopus anschauen, was einiges heißt.
Dann geschah etwas Unerwartetes und ja, ich sage dies total als Cliffhanger.

Ich hoffe, ich sehe euch bei Teil 2 wieder!

Freitag, 21. März 2025

Pack die Vorräte an - Tränen des Juwelendrachen

Manchmal bin ich selber überrascht, wenn ich das Alter von Dingen in meinen Vorräten nachschlage.
Ich erinnere mich noch sehr lebhaft daran, wie ich zwei große Drachenaugen bestellte, weil es so schwierig war, mich für eine Größe und Farbe zu entscheiden. Damals hatte ich dem Perlenfädeln oder -sticken nicht mal das leiseste Interesse geschenkt und wußte nicht so recht, was ich damit tun sollte, vor allem auch weil sie so groß waren, aber sie sahen so hübsch aus, daß ich nicht widerstehen konnte.
Eins davon landete in einer Kette für mich, der ersten meiner wenigen "Split Loom"-Ketten, noch ziemlich früh auf meiner Perlenwebreise. Ich würde das so jetzt nicht mehr machen, aber bis jetzt hat die Kette meine regelmäßigen "Sitzungen der Zerstörung" überlebt, stattdessen hängt sie jetzt als Erinnerung an mein erstes SLN-Experiment, das ich wohl nicht wiederholen könnte, an meiner Wand.
Was mich aber wirklich überraschte, als ich in meiner Kaufhistorie nachschaute, war, daß ich die Augen am 2. Juni 2013 gekauft hatte - übrigens ist der Shop noch aktiv, der Preis ist nicht mal so sehr gestiegen, das Porto aber schon, nicht überraschend - und die fertige Kette am 28. Juni auf meinem Blog zeigte. Das war recht schnell, wenn man die Zeit bedenkt, die die Augen noch im Versand zwischen den USA und Deutschland verbracht haben.



Wie ihr seht, war ich mit dem zweiten Auge nicht ganz so schnell, es mußte mehr als 11 1/" Jahre in meiner Vorratsschublade verbringen!

Für einen Crafternoon - ein virtuelles Treffen mit ein paar Bloggerfreundinnen zum Quatschen und Basteln - brauchte ich ein Projekt und wählte spontan das Drachenauge für eine Perlenstickerei aus.
Um sicherzugehen, fädle ich gewöhnlich eine Fassung für meine Cabochons, der Anfang war also leicht.
Natürlich war ich nicht die einzige, die sich an Saurons Auge erinnert fühlte. Das Gelb fehlte, aber das war sowieso nicht die Richtung, die ich verfolgen wollte. Nur welche Richtung es stattdessen sein sollte, wußte ich absolut nicht.

Zum nächsten Treffen zwei Wochen später holte ich es wieder heraus, die Fassung war inzwischen fertig.
Um auf eine Idee zu kommen, halte ich einen Cabochon ab und zu einfach gern hoch und starre ihn an, manchmal geht das ein paar Tage lang so, dann krame ich in meinem Vorratsschubladen, um zu sehen, ob mich irgendetwas anschreit - Texturen, Formen, als erstes aber vor allem Farben.
Diesmal stieß ich auf meine geliebten Hexagonperlen und mein erster Gedanke war "Juwelendrachen". Hexperlen in einem dunklen Rot, einem Rot und einem Gold mit Silbereinzug, und Schwarz mit AB für Tiefe und Kontrast. Rocailles in ähnlichen Farben für extra Struktur.
Das würde so funkeln und glänzen, ganz und gar nicht wie Sauron.

Nachdem ich die Hälfte der Fläche mit Perlen bedeckt hatte, verlangte das Stück nach freier Form. Ich habe keine Ahnung, warum Perlensticken die Technik ist, bei der ich eine freie Form am liebsten mag. Vielleicht kommt es darauf an, wie ich die Perlen aufsticke. Wenn ich sie einfach in alle Richtungen fließen lasse, ohne daß ich zuerst über ein Muster nachdenke, scheint das die strengen Grenzen der Eigenform des Cabochons aufzubrechen und es fühlt sich falsch an, diesen Fluß dann einzuschränken, indem man ihn in die gleiche Form wie die des Cabochons zwängt. Keine Regeln, nur Vibes. Macht das Sinn oder ist das nur in meinem Kopf?
In dem Fall nähe ich nicht die Perlen auf, beschneide dann die Ränder der Stickunterlage, füge die Rückseite hinzu und schneide um deren Rand herum.
Stattdessen fange ich mit dem Sticken an, schneide dann irgendwann den Untergrund in eine Form, die mich anspricht, und sticke dann weiter. Manchmal schneide ich sogar noch während des Prozesses weiter, wenn es sich richtig anfühlt. Keine Regeln, nur Vibes.

Ich brauchte ein paar Tage, um alle Perlen aufzunähen, auch weil ich mich nicht zurückhalten konnte, das Stück ständig ins Licht zu halten, um das Funkeln zu bewundern, das sogar noch schöner war, als ich es mir vorgestellt hatte.
Für Anhänger, die so groß sind, bevorzuge ich normal eine gefädelte Schlauchkette, aber nachdem ich ein paar Sachen ausprobiert hatte, schienen mir Bänder in diesem Fall besser zu passen.

Die Kette war fertig, oder? Ah, aber die, die mich schon eine Weile kennen, wissen, daß es für mich sehr schwierig ist, etwas Baumelndem oder Fransen zu wiederstehen, und eine Idee schlich sich in meinen Kopf.

Nun ist die einzige Frage, warum der Juwelendrache weint ...


Donnerstag, 21. November 2024

Hab' noch einen gefunden!

Ich werde echt gut in der Kryptidenjagd!
Könnt ihr fassen, daß ich einfach nur einen kleinen Waldspaziergang gemacht habe, und da war er? Ich wußte nicht mal, daß es Bigfoots in deutschen Wäldern gibt!
Leider hatte ich meine Kamera nicht dabei, also mußte ich ganz schnell heimrennen und den Moment sticken, in dem er von mir wegging, solang das Bild mir noch klar im Kopf war.
Okay, ihr habt mich erwischt. Die Vorstellung, wie ich renne, ist mehr als lächerlich, und tatsächlich habe ich auch noch nie von einem Bigfoot in Deutschlang gehört.

Der letzte Teil stimmt aber, ich habe den Moment gestickt, in dem er, sagen wir mal, von mir weggegangen sein könnte, zwischen den Bäumen des Oberholzes, unseres örtlichen Waldes, verschwindend.


Habt ihr das Gefühl, daß ich zuviel Spaß mit meiner Stickerei habe? Nicht ernsthaft genug?
Wartet erstmal mein nächstes Projekt ab, das ich für meinen Urlaub geplant habe. Obwohl ich mir ganz und gar nicht sicher bin, daß es so funktionieren wird, wie ich mir das jetzt vorstelle, freue ich mich echt drauf, es zu versuchen.
Natürlich gibt es auch noch dieser äußerst ernsthafte Weißstickerei-Kurs, den ich mir für den Urlaub aufgehoben habe.

Dann ist da noch das hier - könnte das die Pfote einer Kryptidenkatze sein? ;-)
Oh ja, es gibt auch Kryptiden der Katzenfamilie ... hmm ... wo ist meine Ideenliste ...

Freitag, 15. November 2024

Vögelchen

Ich bin zur Zeit gestreßt und unruhig. Ich bin in beidem Profi, aber das ist kein Wettbewerb und selbst wenn es das wäre, wäre es eine ziemlich zweifelhafte Ehre, die Gewinnerin zu sein.
Im Moment bin ich einfach nur glücklich, daß meine Therme nicht ausgegangen ist, seit Herr Heizung gestern da war, für eine schlürfige Katze auf einer Seite - Gundel ist superlaut beim Putzen - und einen Kater auf meinen Füßen, der sich anfühlt wie das Gewicht eines durchschnittlichen Sandsacks, was eine Gewichtsdecke und eine Wärmflasche um Längen schlägt (nein, er ist nicht wirklich so schwer wie ein Sandsack, aber Katzen können die Schwerkraft beeinflussen, da bin ich mir sicher, wenn ich mich daran erinnere, wie unglaublich schwer Ponders Kopf auf meinem Handgelenk immer war).

Ich habe zwei persönliche Lösungen für Streß.
Schlafen, um die Welt auszuschließen. Schlecht, wenn sie sich in meine Träume schleicht, aber normal sind die einfach nur sehr seltsam und keine Alpträume ... gerade fallen mir Stückchen aus dem von heute morgen ein, seit wann habe ich denn einen Hund? Katzen, meine eigenen bis hin zu riesigen Löwen und natürlich schwarzen Panthern gibt es in meinen Träumen, auch andere Tiere wie Wölfe, aber noch nie ein Hund. Interessant.
Die andere ist die Hoffnung, daß sich meine Muse aufrafft und mir nicht nur eine Idee gibt - davon habe ich genug - sondern auch die Energie, an etwas zu arbeiten.
Falls ihr euch wundert, ich kenne Menschen, die gegen Streß ankämpfen, indem sie ihr ganzes Haus putzen, aber ich kann mit Sicherheit sagen, daß mich kein Streß oder keine Sorge, egal wie groß, je dazu gebracht hat, obwohl ich halbe Schwäbin bin.

Da es in meinem Blog überwiegend um Kreatives geht, werde ich nicht im Detail über meine Träume sprechen, da habt ihr Glück gehabt, sondern über mein neuestes Stück.
Dies ist das zweite Perlenstickstück, das ich auf meinem Stickrahmen angefangen habe. Es hat mich außerdem dazu inspiriert, noch einen Nostalgie-Post zu schreiben, aber da warte ich noch auf etwas, um ihn fertigstellen zu können, nur soviel, es geht um Formen, wie bei meinem Anhänger auch.

Gebt mir einen Tropfen und ich sehe einen Vogelkörper darin.
Das ist schon vorher passiert, zum Beispiel beim meiner Vogelbrosche mit Farbcabochon und Cantera-Opal.



Und diesmal ist es mir mit einem Labradorittropfen so gegangen. Diesmal wollte ich allerdings etwas weniger neutral mit Farben umgehen. Also wählte ich einen hellen Amethyst für den Kopf, Goldakzente und ein leuchtendes Lila als Kontrast zum Körper.
Naja, und dann steckte ich fest, weil ich den Kopf anders aufgesetzt hatte als bei der Anstecknadel und mich nicht entscheiden konnte, ob ich Beine wollte oder nicht. Stattdessen machte ich etwas Handstickerei, kam aber immer wieder zu meinem Vögelchen zurück, um mich zu entschuldigen, daß es so lange auf dem Stickrahmen warten mußte. Dann arbeitete ich am Funkelherz und entschuldigte mich bei meinem Vögelchen, daß es so lange in einer Schublade lag. Ich bin seltsam, ich spreche tatsächlich mit meinen WIPs, und ich führe oft Selbstgespräche, wenn ich an etwas arbeitet, weil es mir beim Denken hilft.

Als ich den Vogel endlich aus der Schublade holte, setzten wir uns zu einem ernsten Gespräch hin ;-)
Um eine Entscheidung wegen der Beine treffen zu können, mußte ich erstmal über den Schwanz nachdenken. Wollte ich ihn kurz oder lang haben? Warum mußte ich überhaupt darüber nachdenken, jeder weiß, daß ich Fransen nicht widerstehen kann! Wenn ich aber Fransen als Schwanz hatte, bedeutete das, daß baumelnde Beine nicht in Frage kamen und Birdie dementsprechend etwas brauchte, um darauf zu sitzen.

Ich fädelte einen Zweig und verzierte ihn mit Blüten.
Da der Plan war, daß der Schwanz mit goldenen Rocailles und matten Amethystperlen die Farben des Kopfs aufgreifen sollte, wollte ich den Zweig zurückhaltender haben und benutzte bronzefarbene Blümchenperlen mit winzigen Amethysten darauf. Vögel haben so viele verschiedene Farben und manchmal haben sie nur zum Teil Stellen in leuchtenden Farben, um Aufmerksamkeit zu erregen, und ich wollte, daß er die Aufmerksamkeit hatte, nicht der Zweig.
Meine erste Idee für den Zweig waren außerdem Beeren, aber ich wollte auch nicht, daß deren Farbe mit denen des Schwanzes konkurrierten.

Ich denke mal, Birdie ist bereit loszufliegen!


Mittwoch, 6. November 2024

Funkelherz

Vor ein paar Wochen habe ich erklärt, warum mein Blog auf einmal aus lauter Handstickerei zu bestehen scheint (mein arthritisches Daumengelenk), aber auch davon gesprochen, daß ich einen Plan für Perlenstickerei hatte.
Nun bin ich mit dem ersten Stück, das aus diesem Plan hervorging, zurück, aber das würdet ihr nicht mal bemerken, wenn ich nichts gesagt hätte, weil es nur ein klein wenig anders als meine vorherigen Stücke ist.

In dem Blogpost darüber, wie mein Daumen meine Arbeit zur Zeit beeinflußt, habe ich auch erwähnt, daß ich mir ein Stickset mit einem zweiten Ständer und austauschbaren Rahmen in unterschiedlichen Größen besorgt habe. Das brachte mich auf die Frage, warum ich meine Perlenstickereien nicht einfach auch so machte?
Ich klebte meine Cabochons auf wie immer, dann spannte ich einen dünneren Stoff in den Rahmen und nähte durch ihn und meine Stickunterlage hindurch, als ich die Fassung für die Cabochons machte.
Ich habe immer am liebsten Anhänger gemacht und der kleinste Rahmen, den ich mit dem Ständer benutzen kann, ist nicht so klein, also war es mein Plan, an zwei Anhängern zu arbeiten und sie zusammen herunterzuschneiden, um sie fertigzumachen.
Wißt ihr was? Das hat tatsächlich ganz gut funktioniert und auch wenn es nicht hieß, daß sich mein Daumengelenk komplett ausruhen konnte, so vermied ich doch wenigstens ein paar der Bewegungen, die es haßt. Nun mußte ich nur noch schauen, ob der Stoff dünn genug war, um nicht aufzutragen und damit meinem Rand in die Quere zu kommen.
Spoileralarm - er war es.
Ich bin mir sicher, daß die Idee nicht neu ist, ich habe das nicht nachgeschaut, sondern einfach drauflos probiert, aber es zählt nur, daß es funktioniert.

Hier ist der erste Anhänger, der jetzt fertig ist, über den anderen grübelt meine Muse noch nach.
Ich habe hierfür keinen Cabochon verwendet, sondern ein Marmorherz. Es ist wirklich glatt, aber glänzt nicht, und es hat noch diesen irgendwie rohen, unpolierten Look, den ich mit einem glatten Look für die Fassung und mit einem dunklen Funkeln für den Rand als Gegensatz zum subtilen hellen Funkeln des Marmors (der auf Bildern nicht so gut herauskommt, schade) ausbalancieren wollte.
Für die Fassung wählte ich graue Rocailles mit einem leichten Goldschimmer, blaugraue Delicas als Kontrast und eine Reihe winziger silberner Rocailles, die Umrandung ist aus schwarzen Kristallen, ebenfalls mit einem Schimmer von Gold, kombiniert mit Perlen aus echtem Hämatit und passenden Rocailles.



Dieser Anhänger ist daneben. Wenn ihr nur flüchtig hinschaut, merkt ihr es vielleicht gar nicht sofort, bei einem genaueren Blick aber schon.
Der Stein ist asymmetrisch und ich habe nicht versucht, das zu verstecken. Also ist die Fassung auch asymmetrisch und ebenso der Kristallrand. Die Öse mußte ich so plazieren, daß der Anhänger trotzdem noch richtig hängt, und die beiden Perlen oben - eine Buttonperle und ein facettierter Mondstein - sitzen nur so etwa in der Mitte.
Die Rückseite ist eine echte Überraschung mit ihrer leuchtenden Beerenfarbe. So herumgedreht sieht man auch die Asymmetrie ganz deutlich.



Nun, sind wir nicht alle ein bißchen "daneben"? Ein Auge größer als das andere, ein Ohr ein wenig höher, ein Fuß länger oder was sonst noch so vorkommt, und manchmal ist auf der Rückseite eine Überraschung ;-)
Ich hatte es übrigens nicht von Anfang geplant, es passierte einfach dadurch, daß ich dem Stein mit den Perlen folgte, aber je länger ich daran arbeitete, um so mehr dachte ich, daß ich mich anscheinend endlich auf die Asymmetrie einließ, etwas, womit ich immer sehr gekämpft, es aber nie aufgegeben hatte. Ich finde, es ist einfacher, komplett über Bord zu gehen, mit Freiform.
Macht es mich immer noch etwas nervös? Auf jeden Fall, aber mir gefällt der Gedanke, wie sich jemand fragt, was bei diesem Stück denn anders ist, es Schritt für Schritt herausfindet und sich vielleicht ebenfalls darauf einläßt.

Nun muß ich den nächsten Schritt für das andere "Rahmen"stück finden, damit ich es fertigmachen kann.
Ich werde das Gefühl nicht los, daß ich mich damit selbst in ein Eck gedrängt habe, aber Wunder geschehen, also werde ich die Hoffnung mal noch nicht aufgeben.

Mittwoch, 9. Oktober 2024

Die Henne und das Ei

Vor ein paar Wochen besuchten wir die örtliche "Töpferei auf dem Jackenhof", wo ich letztes Jahr auch meine fröhlichen gelben Becher gekauft habe (und ja, ich liebe sie immer noch so sehr und benutze sie die ganze Zeit). Obwohl ich diesmal nur die Begleitung war, konnte ich nicht widerstehen, wenigens ein bißchen was zu kaufen, in diesem Fall eine kleine Vase in einem wunderschönen Blau und geformt wie ein Ei, dessen Deckel ab ist (sagt man das überhaupt so?).
Ich habe ein Bild gezeigt, weil ich Freunde haben, die ebenfalls Töpferwaren lieben, und eine von ihnen meinte, sie frage sich, was wohl daraus geschlüpft sei.
Jetzt habe ich es herausgefunden! Es ist allerdings etwas überraschend, ich hatte irgendwie was Größeres erwartet ...


Immer wenn ich eine neue Technik lerne, ist mein Ziel zu versuchen, ob ich sie mit meinen vorherigen Techniken kombinieren kann.
Offensichtlich Perlenstickerei ist am einfachsten mit Handstickerei zu mischen. Man schmeißt einfach ein paar extra Perlen drauf, richtig?
Wie soviele meiner Stücke war diese winzige Henne völlig ungeplant. Ich hatte ein Reststückchen Leinen und fragte mich, wie es für mich wäre, ohne Rahmen zu arbeiten. Die Inspiration, eine Henne zu machen, kam von einem Cartoon, den ich kurz zuvor gesehen hatte.

Natürlich gibt es einiges, was ich jetzt anders machen würde. Ich hätte das Polstern der Henne eingeplant, damit der Silberrand nicht ganz so obendrauf sitzen würde, obwohl ess 15er Perlen sind. Ich hätte zum Stabilisieren des Leinens nicht den dickeren Filz benutzt und meine Henne hätte einen Schnabel bekommen, den man besser sehen könnte. Meine einzige Entschuldigung dafür, ecru gewählt zu haben ist, daß es spätnachts war und ich einfach nach etwas gegriffen habe, ohne nachzudenken.
Schließlich war das ja ursprünglich nur als kleines Experimentalstück gedacht, ich hätte nicht mal geglaubt, so weit zu kommen.

Ich habe auf jeden Fall etwas daraus gelernt. Vielleicht finde ich eine Nadel, die klein genug für hintendrauf ist, und stecke mir die Henne an den Kragen meiner Jeansjacke. Oder vielleicht habt ihr ja eine Idee?

Donnerstag, 8. August 2024

Labradorit and Amethyst

Vor ungefähr zwei Monaten habe ich über meinen "Schmuckburnout" gebloggt und darüber, was ich stattdessen gemacht habe. Bis jetzt haben sich die Dinge nicht großartig verändert. Ich kämpfe mich durch mein zweites Stick-Kit, habe Perlen aber nur einmal im letzten Monat angefaßt, für eine Auftragsarbeit, ein Perlenwebarmband.

Gibt es Geräusche, die ihr besonders gern mögt, wenn ihr etwas macht? Ich liebe das kleine Pop beim Perlenweben, wenn ich die Perlen in die Zwischenräume zwischen den Kettfäden drücke (nicht nur das Geräusch, sondern auch wie es sich anfühlt) und ich liebe das Geräusch von Nadel und Faden, die durch eine Perlenstickunterlage gezogen werden - so sehr, daß sie anfingen, mir mehr zu fehlen als tatsächlich Schmuck zu machen. Sie sind zutiefst befriedigend für mich.
Ich weiß, echt seltsam, nicht wahr?
Dennoch war es das, was dann funktioniert hat und dazu führte, daß ich mir einen Labradoritecabochon aus meinem Vorrat griff, ganz ohne Plan. Allein nur den Cabochon auf die Unterlage aufzukleben fühlte sich wie ein guter Anfang an, auch wenn der Dekan mal wieder versuchte, die Kappe der Klebstofftube zu stehlen.

Ich suchte ein paar Perlenfarben für die Fassung aus, von denen ich dachte, daß sie gut zu den Farben des Labradorits passen würden, ein irgendwie gold schimmerndes Grau, Metallicsilber und - vielleicht etwas überraschend - eine Art grüngoldmetallic.
Nachdem ich die Fassung gemacht hatte, was der einfache Teil war, war ich völlig verloren.
Ich hätte gern etwas Ungewöhnliches und Verspieltes gemacht, aber mir fiel nur etwas recht Klassisches und für mich nicht sehr Einfallsreiches und ein wenig Langweiliges ein.
Am Ende erlag ich einfach der Vorstellung eines klassischen Perlenstickanhängers. Ich habe seit Jahren gefrostete Amethystperlen in meinem Vorrat, was in der Farbe tatsächlich ebenfalls gut zu dem Stein paßte, aber diese Umrandung schien mir etwas fade, also fügte ich eine weitere Schicht hinzu, aus winzigen silbernen "Strahlen".



Dieser Anhänger entwickelte sich über einige Tage, was für mich recht langsam ist, aber die Hitze und ein schmerzendes Daumengelenk waren nicht hilfreich und es gab ziemlich viele Pausen.
Ich bin mir also immer noch nicht sicher, ob das ausgereicht hat, um mir einen guten Tritt in den Hintern zu geben, damit ich endlich wieder meine Ideenliste in Angriff nehmen (ohne meine Stickerei zu vergessen, die dank Hitze und eines Fehlers, der bedeutet, daß ich etwas auftrennen muß, gerade ruht, argh). Wir werden es sehen, schätze ich ;-)


Dienstag, 9. April 2024

Charade - eine kleine Hommage

Es ist wirklich unglaublich, daß ich nie ein Zitat aus diesem Film benutzt habe, als ich noch das Zitat der Woche gemacht habe, weil er einer meiner absoluten Lieblinge ist.
Cary Grant? Audrey Hepburn? Spannung, Geheimnis, Liebe und Witz? Ich bin dabei, vielen Dank.
Ich spreche natürlich von Charade von 1963, und wenn ihr den Film nie gesehen habt, das aber noch möchtet, solltet ihr jetzt aufhören zu lesen oder zu schauen. Spoileralarm!

Kurz gesagt, Audrey Hepburn - Reggie - findet heraus, daß ihr Ehemann, von dem sie sich scheiden lassen will, weil es bei ihm immer nur Geheimnistuerei und Lügen gibt, nicht nur tot ist, sondern daß er ihr außer einer leeren Wohnung und ein paar Sachen in einer kleinen Tasche nichts hinterlassen hat.
Außerdem ist er auch noch ein Dieb gewesen, der von seinen Komplizen gestohlen hat, und die sind nun hinter ihr her, weil sie überzeugt sind, daß sie das gestohlene Geld hat oder zumindest weiß, wo es ist. Schmeißen wir noch einen falschen Agenten dazu, Cary Grant als den verdächtigen Helfer, dessen sie sich nie sicher sein kann, obwohl sie sich in ihn verliebt hat, packen wir sie alle in das Paris der 60er, und ihr könnt euch auf eine wilde Fahrt gefaßt machen - "den besten Hitchcock-Film, den Hitchcock nie gemacht hat".

Für einen "Film-Showcase" in einer meiner Facebook-Verkaufsgruppen sollten wir Stücke designen, die von Filmen inspiriert wurden, und Charade war der zweite, der mir einfiel (der erste war Der Weiße Hai und vielleicht mache ich noch einen Post darüber, was ich darauf basierend gemacht habe).

Ich konnte nur "Briefmarken" und "Eiffelturm" denken, und ohne genau zu planen, wie ich diese zwei Dinge unter einen Hut bringenn wollte, besorgte ich mir ein par Eiffelturm-Charms und holte die alte Briefmarkensammlung der Familie aus der Schublade.
Wißt ihr, Reggies Mann hat von dem Geld nämlich drei sehr seltene und wertvolle Briefmarken gekauft, die für alle sichtbar auf einem Umschlag kleben, aber es dauert den ganzen Film, bevor ihnen das klar wird.
Da hat Reggie die Marken aber schon dem kleinen Sohn ihrer Freundin gegeben, der sammelt (so wie meine Geschwister und ich es als Kinder waren), und er hat sie bei einem Briefmarkenhändler eingetauscht. Es ist eine meiner Lieblingsszenen im Film, wie sie zu dem Laden gehen und der Händler ihnen jede Marke liebevoll beschreibt, bevor er sie zurückgibt, weil er bereits auf sie gewartet hat, denn er wußte, das mußte ein Fehler sein.
Als Reggie sagt, daß es ihr leid tut, sagt er: "Ein paar Minuten haben sie mir gehört. Das genügt mir."
Mein Sammlerherz fühlt diese Worte so richtig, jedes Mal aufs Neue.

Ich hatte gedacht, es würde einfacher sein, Briefmarken aus der Sammlung auszusuchen, die in Farbe und Design gut zusammenpassen und das richtige Gefühl erzeugen würden, aber nicht nur wollte ich so manche Serie nicht auseinanderreißen, sondern ich dachte auch, daß riesige, bunte Marken mit Astronauten oder exotischen Tieren wohl nicht so ganz zum Design passen würden ;-)
Schließlich wählte ich drei Marken, und nach einem verhunzten ersten Versuch, der dazu führte, daß ich beim zweiten Mal ein paar Dinge anders macht, machte es echt Spaß, an diesem Anhänger zu arbeiten. Dies ist eins der Stücke, das nicht einfach nur ein gewöhnliches Design für mich ist, sondern etwas sehr Persönliches. Wenn ihr einen Film oft gesehen habt, habt ihr dann auch eine Erinnerung an die Umstände, unter denen ihr ihn gesehen habt oder an die Emotionen?

Falls der Anhänger bei mir bleibt, was er wahrscheinlich wird, da ich bezweifle, daß er in anderen die gleichen Gefühle hervorruft, wird es trotzdem noch nützlich sein, mich daran zu erinnern, was ich daraus gelernt habe - die Briefmarken zu versiegeln, zu befestigen und mehr.

Hier ist übrigens ein Artikel auf Englisch über die wundervolle Szene mit dem Briefmarkenhändler. Ich bin nicht die einzige, die sie liebt.
Und hier ist ein deutscher Artikel, der etwas über die Marken im Film erklärt, was tatsächlich recht interessant ist.




Sonntag, 24. März 2024

Wie jetzt - angeschlagen?

Vor ein paar Wochen hat Rachel von The Glass Cavern zwei Bilder auf Facebook gepostet, von einem Ammonit mit eingelegten Bello-Opalen (im Labor hergestellt). Ich habe sie mehr als einmal bewundert - und nicht nur die Ammonite, Rachel macht wunderschöne Lampworkperlen und soviel mehr - aber ich versuche, aus meinen Vorräten zu arbeiten und meine Rocaillebestellungen sind schlimm genug, also habe ich immer widerstanden.

Dieser Ammonit war jedoch etwas anders. Beim Polieren geschah ein kleines Mißgeschick und der Rand wurde etwas angeschlagen. Weil sie wollte, daß er in der Schublade landete, postete Rachel ihn und fragte, ob jemand daran interessiert war, um ihn für Drahtwickeln oder eine Fassung zu verwenden.
Ich gebe gern zu, daß ich mich auf diese Chance stürzte wie ein Falke auf eine Maus, obwohl ich anfangs gar keine Idee dafür hatte und Minuten später nur eine sehr vage. Als der Ammonit dann hier ankam, hatte diese Idee bereits beschlossen, mein Gehirn wieder zu verlassen, weil ich sie nicht aufgeschrieben hatte.


Also mußte ich mir etwas Neues einfallen lassen und beschloß, etwas für mich wirklich ganz Neues auszuprobieren. Ammoniten sind natürlich oben flach, aber nicht unten, und von einem anderen Anhänger wußte ich, daß es etwas schwierig sein konnte, eine gute Fassung dafür zu fädeln.

Wie wäre es, unten Stickunterlage anzubringen und das Fossil so auszugleichen? Wie wäre es, dieses Stück etwas größer zu machen und dann darauf Perlen zu nähen? Oh, oder wie wäre es, Stickunterlage in Schichten anzubringen, um sowohl die Unterseite auszugleichen als auch den Ammoniten zu "vervollständigen", damit ich eine Fassung rundherum fädeln konnte und damit eine noch bessere Möglichkeit hatte, den angeschlagenen Rand zu verstecken?
Ich mußte echt improvisieren, war aber angenehm überrascht, als es genau so funktionierte, wie ich mir das erhofft hatte.

Nachdem ich die Fassung in bronzefarbenen und goldenen Rocailles gefädelt hatte, mußte ich diesen extra Raum auch irgendwie füllen. Ich entschied mich für einen organischen Look mit einer Mischung aus golden Rocailles in den Größen 11 und 15, wobei ich eine Schicht Perlen einzeln aufnähte, durch alle Schichten der Stickunterlage hindurch, und dann darauf einzelne extra Perlen hinzufügte.
Rundherum verläuft ein zweireihiger Rand aus goldenen Rocailles und nur um den Ammonit selber eine Verzierung mit Granatperlen. Für letztere wählte ich unterschiedliche Größen, damit manche tiefer und manche höher sitzen, um das organische Gefühl der goldenen Ergänzung aufzugreifen.

Mit der Öse hatte ich wirklich zu kämpfen.
Wegen der Spirale ist der Anhänger nicht symmetrisch, auch wenn man das vielleicht nicht auf den ersten Blick bemerkt, und ich war mir nicht sicher, ob ich eine sehr einfache Öse In Peyote oder Herringbone wollte oder etwas ein wenig Auffallenderes wie eine Dreiecksöse in Peyote.
Um ehrlich zu sein, hätte ich überhaupt keine Öse oder eigentlich eine versteckte bevorzugt (vielleicht habt ihr schon das schon in meinen früheren Perlenanhängern bemerkt, egal ob gewebt, gefädelt oder gestickt), und nachdem ich den besten Weg ausgetüftelt hatte, machte ich das dann auch.


P.S. Wie üblich fiel es mir schwer, nichts Baumelndes hinzuzufügen, aber ich denke, das hätte hierzu wirklich nicht gepaßt.

Montag, 11. März 2024

Flattern in den Frühling

Seit meine Freundin Michelle ihren Spoonflower-Shop eröffnet hat, habe ich darüber nachgedacht, eines ihrer Stoffdesign in einem meiner Schmuckdesigns zu verwenden.
Falls ihr Spoonflower nicht kennt, die Plattform bietet "Premiumstoffe, -tapeten und -heimdekor, die auf Bestellung mit einzigartigen Designs von unabhängigen Künstlern auf der ganzen Welt bedruckt werden".
Dies war meine erste persönliche Erfahrung mit Spoonflower, obowhl ich schon vor Jahren das erste Mal davon gehört habe.
Ich wußte nur, daß ich mein liebstes unter Michelles Designs verwenden wollte, "Whimsical Watercolor Wildflowers on Turquoise", aber offensichtlich nur einen sehr kleinen Teil davon, da es sich nicht um ein Miniaturmuster handelt. Da ich nicht wußte, was mich erwartete, bestellte ich erstmal nur ein Muster, um zu sehen, was ich damit wohl tun könnte, und wählte eine feste Baumwolle, die einen guten Untergrund abgeben würde, um darauf zu sticken. An diesem Punkt war es nur ein vager Plan, ich hatte noch überhaupt keine Details ausgearbeitet.

Bis das Muster bei mir ankam, hatte ich etwas mehr darüber nachgedacht. Für einen Drahtwickeloktopus (den ich hier nicht gezeigt habe, es ist eine Komponente für das Korbflechtprojekt einer Freundin) hatte ich mir ein paar große flache Kupferringe bestellt (woher kommt es, daß ich nie nur ein Stück bestellen kann?) ... ah, ihr erinnert euch an meinen letzten Post mit dem Vorhangring? Ja, diesmal würde ich eine andere Art von "Rahmen" machen.
Die Ringe sind groß genug, um einen hübschen Stoffausschnitt auszuwählen und etwas Eigenes hinzuzufügen - ich hatte noch nicht festgelegt was - und sie sind leichter, falls jemand keinen schwereren Anhänger mag.

Schritt 1 - die "Leinwand" vorbereiten.
Ich bedeckte den Kupferring nicht komplett mit der Perlenfassung, um ein Passepartout anzudeuten.


Schritt 2 - kleine Tautropfen auf die Pflanzen sticken. Das war einfach.

Schritt 3 ... Schritt 3 ... Schritt 3 ... etwas, das auf dem leeren Platz über der Pflanze sitzt. Eine Libelle. Eine Fee. Ein Schmetterling!
Dies war aus mehr als einem Grund die richtige Wahl (aber das wird eine andere Geschichte).
Eine Sekunde lang erwägte ich, ihn direkt auf den Stoff zu sticken, aber dann wurde mir klar, daß ich ihn 3D wollte (was ebenfalls mit dieser anderen Geschichte zu tun hat).

Also bestickte ich ein Paar Flügel mit Perlen, in Farben mit Silbereinzug, die zum Hintergrund paßten und für etwas Glitzer sorgten und nähte sie an einen kleinen aus Perlen gefädelten Körper.
Zuletzt gab ich meinem Schmetterling zwei kleine geflügelte Freunde.

Eine einfache Öse und mein Anhänger war fertig :-)


Donnerstag, 15. Februar 2024

Mondnetz

"Eure Januar/Februar-Challenge ist es, etwas zu machen, das euer Sternzeichen abbildet." Danke, JAC Meisterin der Challenges. Ich habe zwar mal eine Krabbe gemacht, aber nicht von Sternzeichen inspiriert, und eine schnelle Suche auf meinem Blog informierte mich, daß ich in der Tat niemals
von meinem Zeichen inspiriert wurde.

Anfangs hatte ich überhaupt keine Idee, aber dann fand ich ein Stück blauen Stoff, der hier herumliegt, seit ich begann, Schmuck zu verkaufen. Eine Freundin von mir, die nähte, war zu Besuch und wir gingen in die "Nähwelt" in der Stadt, einem Laden für Stoff, Nähmaschinen, Kurzwaren, suchten einen dunkelblauen Stoff mit großen goldenen Sternen darauf aus, und sie machte mir eine Ladung Schmuckbeutelchen daraus. Einen Teil des Stoffes nahm ich als Hintergrund für Fotos und als "Stola" für Jo, meinen Puppenkopf, irgendwann packte ich ihn dann weg.
Als ich ihn jetzt fand, dachte ich bei der blauen Seite ohne Sterne sofort an den Nachthimmel, was mich dazu inspirierte, nach einem meiner Vorhangringe aus Metall zu suchen.
Ich dachte, ich hätte euch meinen ersten Perlenstickanhänger gezeigt, in dem ich solch einen Ring verwendet habe, aber anscheinend habe ich ihn nur auf der Galerieseite, hier ist er also. Es war eine Neuinterpretation einer meiner liebsten HeatherCats, Silhouette Cat.


Ich klebte den Vorhangring auf, fädelte die Fassung und stickte die Szene auf, was sich viel einfacher anhört, als es war, da der Ring ganz schön massiv ist. Ich versichere euch, ich habe daraus nichts für das Challengestück gelernt.
Es wäre schlauer gewesen, die Szene aufzusticken, ohne daß der Ring im Weg ist, ihn dann aufzukleben und die Fassung zu machen, aber die Szene müßte perfekt in der Größe sein, damit das auch klappt. Vielleicht werde ich beim nächsten Mal daran denken, es so zu probieren.

Mein Plan war gewesen, die Sternenkonstellation für Krebs aufzusticken, mit einer Sternenperle für den größten Stern, einer größeren Rocailles für den kleineren, und Kristallen für die übrigen.
Als ich das aber fertig hatte, haßte ich es rundum. Es sah wie eine schräge Uhr aus, auf die kleine Fläche gequetscht. Ich schnitt alles wieder auf und dachte, ich könnte den Ring einfach für eine andere Nachtszene benutzen und ein völlig neues Challengestück anfangen.

Die Wahl eines größeren Katzenaugencabochons für den Vollmond ist eine Verneigung an das schönste Perigäum, das ich je erlebte, als der Mond auf unserer Fahrt zur Arbeit so groß war, daß es sich anfühlte, als könnten wir einfach hineinfahren. Es war wirklich magisch.
Was als nächstes?
Ich entschied mich für ein Spinnennetz, noch so etwas, was mich schon immer fasziniert hat. Mit Spinne natürlich.
Dann kam es mir. Wie wäre eine winzige Krebskonstellation neben dem Mond, zu dem wir Krebskinder uns so oft hingezogen fühlen ...

Voilà, mein Challengeanhänger.
Manchmal geht meine Muse schon seltsame Wege.

Montag, 15. Januar 2024

Ähm, Frohes Neues Jahr?

Ich weiß, ich weiß, ich bin etwas spät dran. Ich kann nur hoffen, daß ihr mir vergeben werden - ein Frohes Neues Jahr euch allen!
Habt ihr schon die ersten eurer Vorsätze für 2024 gebrochen?
Ich nicht, aber das liegt daran, daß ich schon lange keine Vorsätze mehr mache. Ich mag nicht auch noch mein eigenes Versagen vorplanen ;-)

Es ist schwer genug für mich, in dieses Jahr zu starten, nachdem ich Urlaub hatte. Wie gewöhnlich, wenn ich mehr Zeit für mich selber habe als nur meine Wochenenden, bin ich direkt in meinen normalen Rhythmus zurückgeschnappt, das heißt, ich war bis früh in den Morgen wach, schlief, solang es die Katzen eben zuließen, ging vielleicht nach ihrem ersten, zweiten und dritten Frühstück - offensichtlich sind es Hobbitkatzen - zurück ins Bett oder hatte mitten am Tag ein großartiges Nickerchen. Meinen Wecker brauchte ich nur, wenn ich den Müll rechtzeitig rausbringen mußte oder für einen meiner seltenen Morgentermine. Es war ein trauriger Moment, als ich an dem Sonntagabend, bevor ich wieder arbeiten mußte, den Wecker stellte, und nach mehr als einer Woche habe ich immer noch damit zu kämpfen.

Irgendwann hat das auch meiner Kreativität einen Dämpfer verpaßt. Das heißt nicht, daß ich dieses Jahr noch nichts gemacht hätte.
Ein neues kleines Hühnchen, Friedrun, hat ein Nest für sich und ihre Drillinge Tick, Trick und Track ausgesucht (ja, nach Enten benannt).



Für mich zwei perlenbestickte Herbstsonnen habe ich mal wieder in meinem alten Vorrat gekramt, diesmal nach den wunderschönen gefrosteten Karneolperlen.


Dann aber fing ich wieder mit Arbeiten an und schlug, kreativ gesehen, den sehr einfachen Ausweg ein, indem ich noch mehr gefaltete Peyoteohrringe in unterschiedlichen Farbkombinationen fädelte. Tatsächlich überraschte ich mich selber dadurch, daß ich die Geduld für so viele aufbrachte, aber sie waren das perfekte "Hintergrundfädeln" (was heißen woll, daß ich mich nur auf die Farben, aber nicht so sehr auf die Technik konzentrieren mußte, die anscheinend endlich den Weg in mein Gehirn gefunden hat), während ich über mein nächstes großes Projekt nachdenke, für das ich zwar eine Idee habe, aber noch nach der besten Art suche, wie ich es hinbekomme.




Es hätte sogar noch eine blaue Version gegeben, die vorgeschlagen wurde, aber ich hatte nicht genug blaue Perlen für ein Paar Ohrringe übrig. Ich habe eine Menge Grau ...
Was denkt ihr, wieviele gefaltete Peyoteohrringe werden es noch werden, befor mir meine Muse endlich diesen Funken schenkt, den ich brauche, um mit dem nächsten großen Projekt anzufangen? ;-)

Dienstag, 26. Dezember 2023

Kleiner Engel Sonnenschein

Oh Sweets, du bist nur ein bißchen zu spät dran, um im Krippenspiel mitzumachen, aber das ist okay, es gibt immer noch nächstes Jahr.
Nein, tatsächlich ist das hier KEIN weiteres Türchen im Adventskalender, obwohl man das meinen könnte.
Was mich daran erinnert, danke, wenn ihr meinem diesjährigen Adventskalender gefolgt seid. Ich hoffe, ihr hatte Spaß damit.

Wo kommt nun dieser kleine Engel her?
Das ist Sweets aus der Sunshine Fun Family - Familie Sonnenschein - von Mattel. Ich war erst etwas verwirrt, weil ich die Sunshine Family kannte, die aus Vater, Mutter und dem Baby Sweets bestand (später gab es auch noch Großeltern und eine afroamerikanische Familie). Mir war nicht bewußt gewesen, daß es später auch noch die Sunshine Fun Family gab, in der Sweets älter war und es ein neues Baby gab.

Falls ihr mir schon eine Weile folgt, hier, auf Facebook, auf Instagram, habt ihr vielleicht bemerkt, daß ein paar Themen immer wieder auftauchen. Katzen, Tentakel und Flügel. Stellt euch darauf ein, daß sich das nicht so schnell (oder jemals) ändern wird.
Nachdem ich die Arbeit am Christkind beendet hatte, erinnerte ich mich daran, daß meine Schwester eine kleine Sammlung von vintage Mattel-Kindern hat, Tutti, Todd, Chris und Carla, Barbies Geschwister und ihre Freunde, und ich dachte mir, sie würden nette Engelchen mit kleineren Flügeln abgeben, also fragte ich sie, ob sie mir eine davon geben würde.
So fand Sweets Sonnenschein ihren Weg zu mir. Meine Schwester dachte, mit diesem Gesicht würde sie ein hübsches Engelchen werden, und ich mußte ihr zustimmen.

Ich fädelte ein weißes Gewand mit kurzen Puffärmelchen für sie and gab ihr perlenbestickte Flügel.
Jemand hat Sweets oben einen Haarschnitt verpaßt, aber da ihr langes Haar ursprünglich in Schwänzen frisiert und ohnehin schwer zu bändigen war, machte ich ein goldenes sternverziertes Haarband.

Für eine spontane Idee ist sie ziemlich hübsch geworden, findet ihr nicht?

Sonntag, 24. Dezember 2023

Christkind Dawn - Das vierundzwanzigste Türchen


Frohen Heiligabend!


Im letztjährigen Adventskalender habe ich euch von der Tradition des Christkinds erzählt, das in meiner Gegend die Gaben bringt - eine engelsgleiche Figur mit Flügeln und goldenen Locken, manchmal mit Heiligenschein, manchmal mit Krone.
Die Idee, irgendwann mal eine Topper Dawn in einen Engel zu verwandeln, so besessen vom Flügelmachen, wie ich bin, war mir gerade in den Kopf gekommen, als ich das erste Mal über die Projekte für den diesjährigen Kalender nachdachte, aber erst als ich im November endlich anfing, an ihr zu arbeiten, kam mir, daß sie nicht einfach nur ein Engel sein würde, sondern das Christkind an Heiligabend, was ja schließlich der Tag der Geschenke hier in Deutschland ist.


P.S. Ich weiß, daß ich normalerweise ein wenig darüber spreche, wie ich ein Outfit gemacht habe, aber es ist Weihnachten und es scheint mir nicht der Zeitpunkt für detaillierte Beschreibungen.
Falls ihr Fragen habt, laßt es mich in den Kommentaren wissen!


Dawn war ein eingetragenes Warenzeichen der Topper Company. Ich bin in keiner Weise mit Topper verbunden.

Donnerstag, 21. Dezember 2023

Nadelfilzkugel mit Perlen - Das einundzwanzigste Türchen


Pläne ändern sich manchmal.
Diese Kugel hatte nicht auf meiner Liste gestanden, aber sie drängte sich mir praktisch auf, in Gestalt eines hübschen Kammzugs, in Grün- und Rottönen gefärbt, den ich in einem Überraschungspaket für ein anderes Projekt bekommen hatte (während ich das hier schreibe, weiß ich noch nicht, ob es funktioniert haben wird).
Für mich schrien diese Farben nach Weihnachten, und wißt ihr, ich habe da ja noch ein paar von diesen Styroporkugeln, und offensichtlich war die einzige Option, die Wolle irgendwie um die Kugel herumzubekommen. Das hieß Nadelfilzen, was sonst?
Es stimmt, ich habe für diesen Adventskalender schon mal gefilzt, aber nur Formen, die ich dann komplett mit Perlen bedeckte, nichts, wo ich etwas mit Filz umhüllte.

Ein einfaches Projekt war nett, vor allem weil ich das letzte und größte immer noch vor mir hatte.
Außerdem kann es extrem entspannend, fast meditativ sein, Wolle zu pieksen, sogar noch mehr, wenn man keine komplizierte Form hat.
Gundel auf dem Kissen neben mir, sanft schnurchelnd, der Dekan auf meiner Schulter, bei jedem Pieks leicht von ihr angehoben, leises Hintergrundgeräusch, perfekt.

Dennoch brauchte es etwas mehr als nur das, also nähte ich eine Mischung von Rocailles in den Größen 8, 11 und 15 auf - Rot mit Silbereinzug, klar mit Goldeinzug und klar mit AB-Finish. Wenn sich die Kugel langsam im Licht dreht, ist da dieses zarte Funkeln, wirklich hübsch.
Ich finde, es war wirklich ein schöner Zufall, gerade diesen Kammzug zu bekommen.


Mittwoch, 20. Dezember 2023

Schneemann in der Nacht - Das zwanzigste Türchen


Erinnert ihr euch, daß ich euch im Kimekomi-Post von den Stoffresten erzählt habe, die ich von meiner Schwester bekommen hatte, und daß in der Tasche auch etwas metallicblaues Leder war?
Ich hatte sofort einen Plan dafür, weil es mich an meine liebste Perlenfarbe erinnerte. Noch eine Nachtszene, yay! Ihr werdet aber sehen, daß ich mich echt zurückgehalten und es als recht subtile Umrandung verwendet habe, weil ich das Ornament nicht zu groß machen wollte.
Es brachte außerdem eine Erinnerung von damals, als ich ungefähr 15 war, zurück. Jeans und Turnschuhe, ein weißes Männerhemd (nicht in die Jeans gesteckt), eine Anzugsweste (gestreifte Wolle in grau und schwarz) und das Pièce de Résistance - eine Anstecknadel wie eine Fliege, in, ich schwöre, genau diesem metallicblau, die ich oft mehrmals wieder abnahm, bevor ich sie gaaanz genau richtig am Kragen befestigt hatte. Das war auch die Zeit der schmalen Lederkrawatten. Tatsächlich ging ich ein paar Jahre später genauso gekleidet zum Einstellungsgespräch in der Bibliothek. Mann, die 80er, was für eine Zeit.

Zurück zu meinem blauen Leder. Ich hatte bisher noch nie Perlen auf Leder gestickt und war mir nicht einmal sicher, ob das gehen würde, weil ich keine speziellen Ledernadeln hatte. Ich war darauf vorbereitet, daß mir die eine oder andere Perlennadel brechen würde, weil das Leder nicht von der dünnen Sorte ist, aber das Glück war auf meiner Seite, obwohl ich hin und wieder meine Zange brauchte, um die Nadel ganz durchzuziehen, darum ging die Stickerei langsamer vorwärts, als es mit einem anderen Untergrund der Fall gewesen wäre.

Mein Schneemann sieht ziemlich klassisch aus, finde ich, aus drei Größen von "Schneebällen", die aufeinanderliegen.
Ich schenkte ihm einen Schal aus einer blauen Mischung und bemerkte dann, daß sich sein Mund offensichtlich darunter verbarg, denn ich bekam auf keinen Fall ein ganzes Gesicht auf den Kopf, wenn ich für die Augen keine kleinen Perlen verwenden wollte.
Für die Augen und Knöpfe nahm ich O-Perlen. Ich hätte die andere Seite nehmen können, die so schwarz wie Kohle ist, aber es ist schwer, einem wunderschönen AB-Finish zu widerstehen.
Seine Nase ist eine orangefarbene Daggerperle, weil ich keine kurze Spikeperle in einer guten Farbe hatte (für meine Kugel-Schneemänner vor ein paar Jahren hatte ich rote verwendet, es waren aber keine mehr übrig). Die Daggerperle sieht aber ganz gut aus.
Zu guter Letzt machte ich ihm "Ast"arme, die aus einem mattmetallicfarbenen Rocaillesmix sind, der in meiner letzten Überraschungsbestellung enthalten war.
Ich überlegte mir noch einen Besen dazu zu machen, wollte aber nicht, daß das Ornament schräg hängt, weil es auf einer Seite schwerer ist.

Ich benutzte dasselbe Leder für die Rückseite, hielt mich aber diesmal bei der Umrandung zurück, weil ich nicht wußte, ob meine Nadel auch mit einer doppelten Schicht fertigwerden würde. Stattdessen nutzte ich meinen silbermetallic Stift, um das Schwarz zu verstecken und tupfte vorne und hinten auf dem Leder kleine silberne Punkte für einen festlichen Look auf.


Ich bin glücklich darüber, wie mein kleiner Schneemann geworden ist. Obwohl er keinen Mund hat, scheint er mir doch zu lächeln, was vielleicht an den winzigen Lücken in den Perlenrunden liegt.
Außerdem sieht er für mich mit diesen offenen Armen so aus, als warte er nur auf eine Umarmung. Ich bin sicher, ein paar Tierchen werden ihn in der Nacht besuchen :-D

Freitag, 15. Dezember 2023

Fäustling - Das fünfzehnte Türchen


Fäustlinge gibt es schon sehr lange, seit Jahrhunderten, wenn nicht sogar Jahrtausenden.
Habt ihr euch jemals gefragt, wieviele Fäustlinge wohl all diese Zeit über verlorengegangen sind? Man kann sie so leicht verlieren!
Ich kann gar nicht sagen, wie oft ich einen einzelnen Fäustling auf der Spitze eines Metallzauns, auf einem Vorsprung, einem Pfosten gesehen habe, geduldig auf die Rückkehr seiner besseren Hälfte wartend. Ein einzelner Fäustling sieht sehr einsam aus.

Mein Fausthandschuh scheint ebenfalls seinen Kumpel verloren zu haben, wie traurig. Er wird darauf warten müssen, ob der zweite irgendwie auftaucht, aber ich bezweifle es.

Ich habe ihn mit unterschiedlich farbigen Streifen bestickt, damit er aussieht, als er ob er aus Wollresten gemacht wurde. Bei diesem Anblick kommen Kindheitserinnerungen hoch, das kann ich euch sagen!

Dienstag, 12. Dezember 2023

Die Weihnachtsgurke - Das zwölfte Türchen


Die Weihnachtsgurke - ehrlich??
Ja, ich habe endlich aufgegeben und mir eine Essiggurke als Christbaumanhänger gemacht.
Für die, die die Geschichte in meinem Blog noch nicht gelesen haben und nicht verstehen, was daran so aufregend sein soll, schaut euch diese Geschichte aus meinem allerersten Adventskalender an.

Tatsächlich kenne ich noch immer keine Deutschen persönlich, die diese Tradition begehen.
Als ich aber in alberner Stimmung war und gerade alte Sherlock-Holmes-Filme mit Basil Rathbone im Fernsehen ansah (was absolut nichts damit zu tun hat, außer daß ich die Zeit, die ich brauche, um etwas zu machen, anhand der Länge von Filmen oder anderen Fernsehsendungen messe), fing ich an, auf ungesponnener Wolle herumzupieksen, und irgendwie wurde es eine Gurkenform, die dann irgendwie mit grünen und dunkelseegrünen Rocailles mit Silbereinzug bestickt wurde. So passieren Dinge halt manchmal!
Eine Nadelfilzform zweiperlenweise zu besticken dauert viel länger, als es sich anhört, aber nun bin ich die stolze Eigentümerin meiner persönlichen Unikat-Weihnachtsgurke ;-)