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Sonntag, 15. März 2026

Aus meinem Kinderbuchschrank - Finchen

Letzten Juni habe ich davon erzählt, daß ich ein lebendiges Kasperle haben wollte, als ich fünf Jahre alt war.
Es scheint, ich habe irgendwie Gefallen an lebendigen Puppen, es sei denn, sie heißen Chucky (ich habe den Film nie gesehen).
Lisa-Marie Blum hatte Malerei und Graphik in Berlin studiert, wo sie mit ihrem Ehemann lebte, der ebenfalls Künstler und Graphiker war. Als sie im Krieg alles verloren, zogen sie zurück in Blums Geburtsort und später dann nach Hamburg, wo sie Kinder- und Jugendbuchautorin und -illustratoren wurde, aber auch Lyrik und Prosa veröffentlichte.
Dieses Buch, erstmals 1960 veröffentlicht, erzählt die Geschichte einer liebenswerten lebendigen Puppe, Finchen.



Finchen ist über 70 Jahre alt. Seit fünf Jahren ist sie Inas Puppe, aber davor hat sie ihrer Großmutter Gabriele gehört.
Obwohl sie sich über ihren altmodischen Namen Wilhelmine-Josefine beschwert, sagt ihr Ina, daß an ihr gar nichts altmodisch ist. Sie hat neue Arme, neue Beine, ein neues Kleid, sogar neue Haare, die aussehen wie eine Pusteblume.
Nun ihr Holzkopf mit den leuchtendblauen Augen ist noch alt und kennt so viele Geschichten.

Eine davon handelt davon, wie Gabriele und sie zum Hafen gingen. Als sie sich vornüberlehnte, um die Kombüse eines Fischkutters zu sehen, fiel Finchen auf das Deck, und der Schiffsjunge meinte, Gabriele solle herunterkommen und sie selber zurückholen. Dann zeigte ihr der Fischer alles, als sie dann eilig aufbrechen mußte - wir erfahren später, daß ihr Onkel zu Besuch gekommen ist - hat Gabriele Finchen vergessen und der Schiffsjunge hat sie erst gefunden, als der Kutter schon auf See war.
So hat Finchen den Klabautermann, das gute Schiffsgespenst, kennengelernt. Er gab ihr eine rosa Muschel, die einer anderen Puppe gehörte, "Blauer Mohn", und sagte ihr, daß die sie brauchte, um wieder lebendig zu werden.


Der Fischer schickte Finchen in einem Paket nach Hause, wo - Klabautermänner wissen solche Dinge - Blauer Mohn das Geschenk war, das Gabrieles Onkel ihr aus Südamerika mitgebracht hatte, und tatsächlich fehlte eine Muschel in ihrer Kette.
Finchen wurde jedoch krank, bevor sie die Gelegenheit hatte, ihr die Muschel zu geben, und als es ihr wieder gut ging, war Blauer Mohn weg. Sie war zu jemandem geschickt worden, der sie zeichnen und ein Buch über sie schreiben wollte, um sie dann an ein Museum weiterzugeben.

Also beginnt die Suche nach Blauer Mohn im örtlichen Museum, wo Ina Stefan kennenlernt, der sie einlädt, mit seiner Eisenbahn zu spielen. Bei ihm in der Wohnung treffen sie Nora, die Nichte der Hauswirtin.
Finchen lädt die beiden Kinder nach Hause ein und verspricht, ihnen ebenfalls die Geschichte zu erzählen.
Als sie nach Hause kommen, ist Inas Vater, ein Anthropologe, von seiner Reise nach Südamerika zurückgekehrt und wie es das Schicksal so will, hat er ein Bild des Mädchens Schneeblüte und ihrer Puppe mitgebracht. Es ist Blauer Mohn!
Wenn sie aber in Amerika ist, wie können sie ihr dann die Muschel zurückgeben?

Am nächsten Tag gehen die Kinder zum Fluß und schwimmen in einer kleinen Bucht. Finchen ruht sich unter einem kleinen Zelt aus, das Stefan für sie gemacht hat, als neben ihr plötzlich eine Möwe mit dem Klabautermann auf dem Rücken landet! Er ärgert sich, als er hört, daß Finchen immer noch die Muschel hat, aber zum Glück hat sie sie heimlich mitgebracht.


Der Klabautermann sagt, er wird sie seinem Freund geben, der ebenfalls Anthropologe ist und dorthin reisen wird. Und weil Schiffsgespenster so etwas wissen - hatte ich das schon mal erwähnt? - kann er ihr genau sagen, was geschehen wird, und Finchen kann die Geschichte ihren Freunden weitererzählen.
Wie sein Freund mit einem Kanu auf dem Fluß reisen wird, wie alle in den Dörfern entlang des Flusses schon wissen, daß er Schneeblüte die Muschel bringt. Wie er zum Dorf kommt und eine alte Frau die Muschel an der Kette befestigt und dann ...
"Blauer Mohn fühlt die Muschel, atmet, bewegt den schönen Kopf und hebt ihre Hand dem Fremden entgegen".

Ich liebte diese Stelle als Kind. Es geht nichts über ein glückliches Ende, richtig?
Tatsächlich war das Buch nicht meins. Es gehörte meiner Schwester und ich kaufte mein eigenes Exemplar viele Jahre später auf dem Flohmarkt. Als ich sie fragte, ob sie sich daran erinnerte, wann sie ihres bekommen hatte, schaute sie nach, denn zu der Zeit schrieben wir oft unseren Namen, die Adresse, das Alter, manchmal sogar die Klasse, in der wir waren, in Bücher. Nicht in diesem Fall, da stand nur ihr Name.
Nach einer kurzen Pause fragte sie mich nach den Illustrationen in meinem Exemplar und ich meinte, die wären schwarz-weiß. Ihre nicht.


Sie hatte sich nicht daran erinnert, daß sie die meisten mit Bunt- oder Filzstiften ausgemalt hatte und außerdem, zweifellos des künstlerischen Flairs wegen, auf manchen Bildern noch Muster hinzugefügt hatte, zum Beispiel auf dem Bettzeug oder Kleidern.
Was uns etwas verwirrte war, daß auf ein paar der Bildern Notizen waren, die für uns wie Schulnoten aussahen. Wir haben aber keine Ahnung, was das N. nach der 1 bedeuten könnte.
Das sind die kleinen Überraschungen, die ich an alten Büchern so liebe. Man weiß nie, was man finden wird!

Was mir auch gefiel, war die Verlagsnotiz am Ende.
Sie erklärt, wieviele Leute beteiligt sind, bis ein Kind ein Buch in der Hand hat - Papiermacher, Zeichner, Graphiker, Buchdrucker und Buchhändler, aber auch die Männer (denkt dran, es ist 1960!) von der Post und der Eisenbahn - aber daß nicht alle Namen aufgeführt werden können außer der Autorin und dem Verlag.
Dann werden die Kinder eingeladen, der Autorin unter der Verlagsadresse zu schreiben und ihr zu sagen, was ihnen gefallen hat, aber auch wo sie etwas anders gemacht hätten. Ist es nicht nett, daß sie sie ermutigen, ihre ehrliche Meinung zu sagen?
Sie versprechen auch mehr oder weniger, daß die Autoren zurückschreiben und ein echtes Autogramm mitschicken wird.


Man fragt sich, wiewiele Briefe Lisa-Marie Blum wohl bekommen hat, oder?
Habt ihr schon jemals an eine Autorin oder einen Autor geschrieben?

Dienstag, 24. Juni 2025

Aus meinem Kinderbuchschrank - Kasperle von Josephine Siebe

Ich weiß nicht, ob mir das wirklich jemand erzählt hat, ob ich es mir selber ausgedacht oder geträumt hatte (was witzig wäre), aber im Alter von fünf glaubte ich, wenn man dreimal dasselbe träumte, würde es wahr werden.
Ich habe immer lebhaft geträumt und in späteren Jahren hatte ich auch sich wiederholende Träume, aber der besondere Traum, auf den ich damals wartete, wollte sich einfach nicht einstellen.
Also setzte ich mich auf meine Bettcouch, kniff die Augen zusammen und konzentrierte mich sehr stark. Ihr möchtet wissen, wovon ich wollte, daß es wahr würde? Ich wollte sooo sehr ein lebendiges Kasperle haben.
Ich schlief nicht ein, ich träumte nicht, ich bekam kein lebendiges Kasperle, die Enttäuschung war groß.
Die Schuld für diese Enttäuschung gab ich Josephine Siebe und ihren Kasperle-Büchern.

Eine leinengebundene Ausgabe des ersten Bandes von 1951

Die Geschichte des Kasperle (auch Kasperl oder Kasper, je nach Region) ist lang. Es ist eine Puppe (überwiegend Handpuppe), die ihren Ursprung vermutlich in Österreich hat. In deutschsprachigen Ländern kannte man sie seit dem Ende des 18. Jahrhunderts.

Public Domain über Wikimedia Commons

Ähnliche Puppen sind zum Beispiel Punch aus dem Vereinigten Königreich, Guignol aus Frankreich oder Pulcinella aus Italien.
Diese Art von Puppenspiel war urspünglich nicht auf Kinder ausgerichtet und konnte recht gewalttätig sein und später auch für politische Zwecke verwendet werden, zum Beispiel den Nationalsozialisten.
In den 20ern tauchte jedoch auch ein pädagogischer Kasper auf, der versuchte, ein jüngeres Publikum zu lehren, das Richtige zu tun. Dies ist auch die Art Puppentheater, die heute noch existiert.

Ein Freund von uns hatte als Hobby mit einem seiner Freunde ein Puppentheater aufgebaut. Nachdem dieser Freund verstorben war, nahm der Ex seinen Platz für gelegentliche Aufführungen in einer Bücherei ein. Natürlich war das lang, bevor alle möglichen Geräte komplett übernahmen.
Es war toll, die Reaktionen der Kinder zu sehen, die meinen sehr ähnlich waren, als ich als Kind ein Puppenspiel gesehen hatte. Ich habe keine Ahnung, ob das auch jetzt noch funktionieren würde oder ob die Kinder einfach immer jünger werden. Es gibt da draußen nämlich noch Puppentheater, ich sehe manchmal Plakate in der Stadt hängen.

Eine Ausgabe des siebten Buches von 1957,
die das typische Kasperle mit einer großen Nase,
in bunter Kleidung und mit einer Zipfelmütze zeigt

Aber was ist nun mit dem lebendigen Kasperle?
Mehrere Jahre lang arbeitete Josephine Siebe als Redakteurin für die Frauenbeilage einer Zeitung und schrieb Artikel, Rezensionen und Feuilletons, dazu gehörten auch Beiträge über die Frauenbewegung.
Zwischen 1900 und1940 schrieb sie fast 70 Kinderbücher, die bekanntesten sind die sieben Kasperle-Bücher, die zwischen 1921 und 1930 erschienen. Wie ihr daraus ablesen könnt, daß ich sie noch in den frühen 70ern gelesen habe, waren sie recht beliebt und tatsächlich sind sie noch gedruckt oder als E-Books erhältlich, die deutschen findet man außerdem auf Projekt Gutenberg-DE.
Siebes Bücher wurden von einigen der bekanntesten Illustratoren der Zeit illustriert, in Farbe oder in Schwarz-weiß.

Kasperle trägt in dieser Szene nicht seine eigenen Kleider, da er sie, um weniger
aufzufallen, zurückgelassen hat, was nicht zu klappen scheint!

Die Geschichte beginnt in einem kleinen Waldhaus. In diesem Haus lebt ein Holzschnitzer, Meister Friedolin, mit seiner Frau Annette und ihrem Adoptivtöchterchen Liebetraut. Er schnitzt Kasperlepuppen und seine Frau macht die Kleidung dafür.
Eines Tages sagt Liebetraut, sie wünsche sich, die Puppen wären lebendig und Meister Friedolin erzählt ihr, daß sein Ur-Ur-Ur-Großvater ein lebendiges Kasperle hatte. Er war ihm eines Nachts im Wald begegnet und hatte ihn mit nach Hause genommen, dann begann er, nach seinem Vorbild Puppen zu schnitzen anstatt der Heiligenbilder und des Hausrats, die er vorher gemacht hatte. Nachdem Friedolins Vater aber gestorben ist, ging das Geheimnis, wo das Kasperle war, verloren.
Eine Weile später sucht Friedolin etwas in seinen Schränken und findet einen kleinen Spalt. Als er zieht, öffnet sich eine kleine Tür und heraus kommt das verlorene Kasperle! Sie finden eine Notiz bei ihm, in der steht, daß der Lehrbub des Vorfahren ihm einen Schlaftrunk gegeben hat. Nun verstehen sie auch, warum ein Händler aus der Stadt dauernd versucht, die alten Schränke zu kaufen. Er ist ein Nachfahre des Lehrbubs und wußte daher vom Kasperle.

Nach einem kleinen Streit rennt Kasperle in den Wald, reist dann herum und hat Abenteuer, mit einem Bauer, in einem Schloß, in einer Schule, mit einem Gärtner - und da trifft er Herrn Severin, der weiß, woher er gekommen ist. Kasperle ist nicht wie Pinocchio, der sich von einer Puppe in einen echten Jungen verwandelt hat. Er kommt von einer fernen Insel, wo die Kasperle leben, aber keiner weiß, wo diese Insel ist.
Am Ende bringt Herr Severin Kasperle ins Waldhaus zurück, verliebt sich in Liebetraut und heiratet sie. Kasperle ist glücklich darüber, zurück zu sein, denkt sich aber, auf der Insel, wo er zuhause ist, könnte es sogar noch besser sein.


Über die nächsten paar Bücher hat Kasperle viele Abenteuer und ich liebte sie alle. Er geriet oft in Schwierigkeiten, wurde eingesperrt und entkam wieder, hatte Feinde und sehr gute Freunde, kam nach Hause zurück, und er fand sogar seine Insel, verließ sie aber am Ende wieder, weil ihm seine Freunde fehlten.


Ich verbrachte als Kind so manch glückliche Stunde mit Kasperle und kaufte mir irgendwann selber ein paar ältere Ausgaben von allen sieben Büchern, die übrigens auch in mehrere Sprachen übersetzt wurden.
Wenn Kasperle zuviel gegessen hat oder irgendwo herunterfällt, ist er sich sicher, daß er sterben wird, aber statt "ich sterbe" sagt er "ich stirbse". Ich liebte dieses Wort, als ich klein war, und verwende es sogar heute noch manchmal.
Vielleicht ist Kasperle, wie ich selbst gern gewesen wäre. Er war völlig frei und impulsiv und dachte definitiv nie zuviel über etwas nach.

Habt ihr je von Siebes Kasperle gehört oder die Bücher vielleicht sogar selber gelesen?


Quelle:

Nina Preißler: Siebe, Josephine - Leipziger Frauenporträts. Auf: Webseite Stadt Leipzig, 2014

Dienstag, 26. Dezember 2023

Kleiner Engel Sonnenschein

Oh Sweets, du bist nur ein bißchen zu spät dran, um im Krippenspiel mitzumachen, aber das ist okay, es gibt immer noch nächstes Jahr.
Nein, tatsächlich ist das hier KEIN weiteres Türchen im Adventskalender, obwohl man das meinen könnte.
Was mich daran erinnert, danke, wenn ihr meinem diesjährigen Adventskalender gefolgt seid. Ich hoffe, ihr hatte Spaß damit.

Wo kommt nun dieser kleine Engel her?
Das ist Sweets aus der Sunshine Fun Family - Familie Sonnenschein - von Mattel. Ich war erst etwas verwirrt, weil ich die Sunshine Family kannte, die aus Vater, Mutter und dem Baby Sweets bestand (später gab es auch noch Großeltern und eine afroamerikanische Familie). Mir war nicht bewußt gewesen, daß es später auch noch die Sunshine Fun Family gab, in der Sweets älter war und es ein neues Baby gab.

Falls ihr mir schon eine Weile folgt, hier, auf Facebook, auf Instagram, habt ihr vielleicht bemerkt, daß ein paar Themen immer wieder auftauchen. Katzen, Tentakel und Flügel. Stellt euch darauf ein, daß sich das nicht so schnell (oder jemals) ändern wird.
Nachdem ich die Arbeit am Christkind beendet hatte, erinnerte ich mich daran, daß meine Schwester eine kleine Sammlung von vintage Mattel-Kindern hat, Tutti, Todd, Chris und Carla, Barbies Geschwister und ihre Freunde, und ich dachte mir, sie würden nette Engelchen mit kleineren Flügeln abgeben, also fragte ich sie, ob sie mir eine davon geben würde.
So fand Sweets Sonnenschein ihren Weg zu mir. Meine Schwester dachte, mit diesem Gesicht würde sie ein hübsches Engelchen werden, und ich mußte ihr zustimmen.

Ich fädelte ein weißes Gewand mit kurzen Puffärmelchen für sie and gab ihr perlenbestickte Flügel.
Jemand hat Sweets oben einen Haarschnitt verpaßt, aber da ihr langes Haar ursprünglich in Schwänzen frisiert und ohnehin schwer zu bändigen war, machte ich ein goldenes sternverziertes Haarband.

Für eine spontane Idee ist sie ziemlich hübsch geworden, findet ihr nicht?

Sonntag, 24. Dezember 2023

Christkind Dawn - Das vierundzwanzigste Türchen


Frohen Heiligabend!


Im letztjährigen Adventskalender habe ich euch von der Tradition des Christkinds erzählt, das in meiner Gegend die Gaben bringt - eine engelsgleiche Figur mit Flügeln und goldenen Locken, manchmal mit Heiligenschein, manchmal mit Krone.
Die Idee, irgendwann mal eine Topper Dawn in einen Engel zu verwandeln, so besessen vom Flügelmachen, wie ich bin, war mir gerade in den Kopf gekommen, als ich das erste Mal über die Projekte für den diesjährigen Kalender nachdachte, aber erst als ich im November endlich anfing, an ihr zu arbeiten, kam mir, daß sie nicht einfach nur ein Engel sein würde, sondern das Christkind an Heiligabend, was ja schließlich der Tag der Geschenke hier in Deutschland ist.


P.S. Ich weiß, daß ich normalerweise ein wenig darüber spreche, wie ich ein Outfit gemacht habe, aber es ist Weihnachten und es scheint mir nicht der Zeitpunkt für detaillierte Beschreibungen.
Falls ihr Fragen habt, laßt es mich in den Kommentaren wissen!


Dawn war ein eingetragenes Warenzeichen der Topper Company. Ich bin in keiner Weise mit Topper verbunden.

Montag, 13. Februar 2023

Herbst Dawn

Dieses Wochenende rief mich eine kleine Dose mit alter Perlensuppe in Herbstfarben. Wenn die Perlen rufen, muß man zuhören und das habe ich getan.
Ich hatte zufällig eine Puppe in meiner Perlenkiste - wer hat das nicht - und konnte direkt anfangen, dann führte eins zum anderen.
Ich möchte euch Herbst Dawn vorstellen. Ich denke, es ist bei den Farben, die sie trägt, ziemlich offensichtlich, wie sie zu ihrem Namen kam, obwohl es wahrscheinlich mehr Spätsommer ist, so wie sie herumläuft, ärmellos, bauchfrei und in Sandalen!


Tatsächlich ist der Name etwas irreführend. Nur der Kopf ist von einer Topper-Puppe, der Körper ist von einem Dawn-Klon mit der Markierung "Hongkong B & G", über die ich nichts herausfinden konnte. Ich bekam die Puppe schon so, ich weiß nicht, welches Schicksal diese beiden Teile zusammenbrachte.

Ich glaube, ich habe schon früher erwähnt, daß ich oft mit dem unteren Teil eines Outfits beginne, in diesem Fall mit dem Rock, den ich aus der Perlensuppe gemacht habe. Da die Perlen nicht nur unterschiedliche Farben und Finishes hatten, sondern sich auch in der Größe unterschieden, entschied ich mich für einen bunten Stufenrock mit weiten Falten, um die Unregelmäßigkeiten ein bißchen zu verstecken.


Als nächstes waren die Sandalen an der Reihe. Da die Perlensuppe nicht für einen bodenlangen Rock ausgereicht hatte, waren sie viel einfacher zu machen als üblicherweise, wenn ich wieder einmal vergessen habe, sie als erstes zu machen, und dann nicht viel Raum zum Arbeiten habe.
Herbst Dawns einer Fuß ist etwas gerade als der andere, um also sicherzustellen, daß die Sandalen auch an bleiben, habe ich die breiten Riemen an den Knöcheln gefädelt (übrigens mein erstes Peyote mit ungerader Anzahl).


Das Oberteil ist ein neues Design. Normalerweise fange ich von der Taille aus an zu arbeiten, entweder direkt an der Puppe, wobei ich mich nach oben arbeite, oder ich mache ein Vorder- und Rückenteil von unten nach oben und füge die Nähte dann an den Seiten zusammen.
Diesmal habe ich den Peyoterücken jedoch seitwärts  gemacht, dann an beiden Seiten verlängert und diese schließlich vorne zusammengefügt, wodurch ein bauchfreies Top entstand. Zwei Träger auf jeder Seite sorgen für einen wirklich guten Sitz.
Als ein kleines Extra habe ich vorne und an den Seiten noch bronzefarbene Tropfenperlen angebracht.


Dawn mag Accessoires, aber eine Kette wäre zuviel gewesen, also bekam sie nur zwei kleine Armbänder aus unterschiedlichen Perlen.


Der Hut. Ich kann einem Hut nicht widerstehen, und meine Entschuldigung ist, daß sich Dawns Haar weigert, an Ort und Stelle zu bleiben. Dieser Hut aus goldenen und bernstein AB Perlen war hauptsächlich von der begrenzten Anzahl an bernsteinfarbenen Perlen inspiriert, aber auch von einer meiner liebsten Murphy Brown-Folgen. Ich war so in Versuchung, eine Quaste anzubringen, folgt dem Link und ihr werdet wissen, was ich meine.


Zu guter Letzt die Handtasche. Für eine Frau, die nur ihren geliebten Shopper mitschleppt, bin ich definitiv davon besessen, für meine Puppen Handtaschen, Einkaufstaschen usw. zu fädeln.
Ich habe die Farbe ausgewählt, weil sie Leinen ähnelt, mit mattem "Leder" für den Riemen, und habe die Tasche mit kleinen goldenen Spacer"blumen" verziert.


Da habt ihr sie - Herbst Dawn :-)

Dawn war ein eingetragenes Warenzeichen der Topper Company. Ich bin mit Topper in keiner Weise verbunden.

Sonntag, 17. April 2022

Die Braut

Es ist fast ein Jahr her, daß ich mein letztes Puppenoutfit aus Perlen gemacht habe, das war Miss Francie Bennet, aber an diesem Wochenende spürte ich das plötzliche Bedürfnis, mir eine meiner Topper Dawns zu schnappen und ihr ein neues Outfit zu fädeln.
Diese spezielle Dawn hat mehrere Probleme, überwiegend mit ihren Beinen, also war mein einziger Plan zu diesem Zeitpunkt ein enger Rock, um diese zu verbergen.

Als ich meine allererste Dawn bekam, hatte ich damit angefangen, ein Brautkleid für sie zu machen, das mir aber zur Hälfte des Projekts nicht mehr gefiel, weshalb sie schließlich stattdessen ein Abendkleid bekam.
Wie wäre es, diese Idee nochmal aufzugreifen?
Es gab mehrere Gründe dafür, das zu tun. Bei einem Brautkleid kann man total übertreiben, wenn man das möchte, und deine Puppe kann sich nicht beschweren. Ich wüßte, daß ich ausreichend perlweiße Rocailles in Größe 11 und 15 hatte. Ein Brautkleid ist immer Teil von Modeschauen gewesen. Es ist fast Mai, die Hochzeitssaison steht bevor. Ich nutze jede Entschuldigung, die ich finden kann.
Natürlich habe ich keinen Ehemann für Dawn, aber damit wird sie leben müssen.

Da das Kleid diesmal ausgearbeiteter ist, habe ich mich bei den Accessoires zurückgehalten - weniger zu lesen für euch!
Dawn trägt eine schlichte Silberkette und ein "Perlen"haarband (was elegant aussieht, aber auch hilft zu verstecken, daß irgendwann einmal ein Kind anscheinend versucht hat, ihr ein Pony zu verpassen). Erst fing ich noch an, einen kurzen Schleier zu machen, der vom Haarband herunterfällt, aber er war nicht schwer genug, um auf eine hübsche Art über Dawns Haar zu fallen, also habe ich ihn wieder weggemacht.
Auch Schuhe habe ich diesmal nicht aus Perlen gemacht, ich hatte aber zufällig ein paar Schuhe in weiß, die ich für Klonschuhe halte und die besser an ihren kleinen Problemfüßen hielten (ich kann das so nachvollziehen, auch wenn meine nicht klein sind!).

Nun zum Kleid.

Wie geplant ist der Rockteil schmal und lang genug, die Schuhe zum größten Teil zu verstecken, weil mir ihr Aussehen zu dem Kleid nicht sehr gefielen, wegen des Materials und des Weißtons. Ich habe Dawn versprochen, daß sie keine großen Entfernungen laufen muß ;-)
Der vordere Teil des Rocks ist mit Reihen winziger Kristallrocailles mit Silbereinzug verziert, das hat einen Grund. Wegen der Herringbone-Technik sind kleine Lücken im "Stoff", und ist es, weil ich Dawns Probleme kenne oder weil ich denke, daß ich sie tatsächlich sehen kann, auf jeden Fall hatte ich das Bedürnis, ein wenig davon abzulenken. Außerdem mag ich etwas Silberglitzer!



Das Oberteil ist eine Mischung aus Herringbone und Peyote und hat über die Schultern fallende Träger. Sie verbergen einen Fehler auf Dawns Arm, aber tatsächlich habe ich sie gemacht, weil sie mir zu diesem Oberteil gefallen.

Ich wollte auch eine Schleppe für das Kleid, das war sogar schon für den Versuch mit dem ersten Brautkleid vor Jahren der Plan gewesen.
Die Entscheidung fiel auf diese abgestufte Schleppe, die wie ein Überrock an der Taille beginnt (ich habe Überröcke schon als Kind geliebt, meine gezeichneten Damen trugen immer einen offenen). Daß er an den Rändern nicht gerade ist, liegt übrigens nicht daran, daß die Herringbone-Technik in Perlenpaaren gearbeitet wird, mir gefiel dieser andere Look einfach.
Eine Sekunde lang dachte ich noch daran, sie ebefalls zu verzieren, aber dann entschied ich mich dagegen. Stattdessen fügte ich vorne die kleinen Perlen"ketten" hinzu.



Auch an Blumen habe ich gedacht. Eine Blume am Haarband oder eine am Ausschnitt, vielleicht an der Taille, aber das schien alles zuviel.
Vielleicht gebe ich irgendwann eine einzelne Blume zu halten.

Ich habe schon das nächste Projekt im Kopf, aber dafür brauche ich wahrscheinlich den Webrahmen, und bisher habe ich gezögert, den herauszuholen, wenn der Dekan (mein kleiner Kater) in der Nähe ist.
Wir werden einfach abwarten und mal schauen müssen, was passiert.

Donnerstag, 4. Juni 2015

Flower Power Hippie Zeit - Teil 1, Die Kleidung

Von den 20er zu den 60ern ist es ein ziemlicher Sprung, ich weiß. Ich kann mich nicht einmal erinnern, wie ich mich entschl0ß, ein Hippie-Outfit zu machen, ich wußte nur, daß ich diesmal etwas ganz anderes als die Flapper machen wollte.
Und anders ist es.

Francie, diesmal unser hübsches Puppenmodell, ist aus der Malibu-Serie und wurde von 1971 bis 1977 hergestellt. Statt des regulären Franciekopfes hatte sie den lächelnden Caseykopf.
Diese Malibu Francie hatte einen sehr schlechten Friseur besucht, einen, der noch schlechter als ich war. Er ließ sie statt mit einer Frisur mit einem Haufen Borsten auf dem Kopf zurück. Leider war das zu einer Zeit, als ich das Rerooten nach ein paar Versuchen aufgegeben hatte, um andere Dinge auszuprobieren, also verbrachte Francie ihr Leben versteckt auf einem Regal hinter der Tür.
Dann fand ich sie wieder und dachte, daß sie mit ihrem fröhlichen Lächeln ein wunderbares Blumenkind abgeben würde.

Verglichen mit den ersten zwei Puppen hat Francie nochmal eine ganz andere Figur. Sie ist kleiner als Barbie - deren Cousine sie übrigens ist - und nicht so kurvig, also mußte ich im Bezug auf die Armlöcher und die Träger ein völlig neues Muster machen.

Zuerst machte ich das Top. Ich durchstöberte Bilder von Batikshirts und entschied mich für ein wellenartiges Regenbogendesign. Ich webte Vorder- und Rückenteil in einem Stück, nähte die Fäden ein und die Seiten zusammen, und dann ging ich völlig über Bord, indem ich lange Fransen machte.


Als nächstes kam die "Leder"weste in einer Mischung aus zwei meiner liebsten braunen Perlenfarben. Im Gegensatz zum Top läßt sich die Weste ausziehen. Sie hat Fransen oben an den Armlöchern.


Ich machte eine ziemlich lange Pause, bevor ich den Rock anging. Ich wußte nur, daß ich irgendeine Jeansfarbe wollte, daß er lang und weit sein sollte, und daß ich wieder das Regenbogenmotiv aufgreifen wollte.
Schließlich beschloß ich, ihn in vier Bahnen zu machen und diese zusammenzunähen. Um Ziernähte zu imitieren, benutzte ich dafür roten Faden.
Das war der schwierigste Teil. Die durchgehend blauen Bahnen waren ziemlich langweilig zu weben, und anstatt schneller zu gehen, weil sie einfacher waren, machten sie beinahe meine Motivation kaputt. Die Bahnen zu verbinden war in Ordnung, aber dann mußte ich oben abnehmen, damit der Rock an Francies Taille paßte.
An diesem Punkt wußte ich, daß es schlauer gewesen wäre, zuerst den Rock zu machen. Die Fransen des Tops kamen mir sowas von in die Quere. Mit zusammengebissenen Zähnen und viel Augenrollen bekam ich es schließlich hin.


Dann hatte ich die Idee für einen breiten Gürtel in Ziegelsteinstich. Das einzige Problem war, was ich als Schnalle nehmen könnte.
Eine richtige Schnalle fand ich nicht, aber dann hatte ich noch eine Idee. Jepp, manchmal kommen sie einfach nur so angerannt.
Ich nahm einen meiner Knebelverschlüsse und zwickte die kleine Öse ab. Nicht schlecht, oder?


Nun hatte ich ein komplettes Outfit und brauchte nur noch ein paar mehr Accessoires ... und Haare. Davon werde ich euch das nächste Mal erzählen.

Donnerstag, 28. Mai 2015

The Great Flapper oder Wie Christie ein neues Kleid bekam - Teil 2, Die Kopfbedeckung

Vintage Puppen haben eine Halskugel, die das Drehen des Kopfes zur Seite erlaubt. Es gibt kleinere und größere und kegelförmige und was weiß ich nicht alles.
Später bekamen Puppen Halskugeln oder -scheiben, die außerdem das Neigen des Kopfes erlauben, ihn nach oben oder unten schauen lassen, das ist die Art, die Christie hat.
Da draußen im Netz kann man viel mehr Informationen über das Thema finden, außerdem über das Thema der gefürchteten Kopfrisse und was die beste Art ist, eine Puppe zu köpfen. Ein kleiner Hinweis, es ist NICHT die Guillotine.

Nochmal, ich bin keine Puppenkünstlerin in dem Sinn, daß ich die Geduld für Reparaturen aller Art habe, Gliedmaßen oder Köpfe ersetze, Gesichter neu male oder mehr. Ich gebe mein Bestes, manche Prozeduren zu vermeiden, wenn irgend möglich, und eine davon ist es, einer Puppe den Kopf abzunehmen, wenn es nicht absolut notwendig ist.
Als Kind sah ich das nicht so eng. Wir hatten Kleider, die man einer Puppe unmöglich anziehen konnte, wenn man nicht vorher ihren Kopf abnahm. Ja, meine Stacey hat einen Kopfriß, aber sie hat auch ein gelbes Gesicht und es fehlen ein Finger und einer halber Fuß. Man merkt, daß sie ein geliebtes und vielbenutztes Spielzeug war. Ich schweife ab, entschuldigt.

Habt ihr je eine Barbiepuppe gesehen, die aussah, als hätte sie keinen Hals? Sie hatte wahrscheinlich einen diese neueren Halskugeln, vielleicht sogar die mit den Widerhaken. Meine Schwester und ich haben solche mehr als einmal gesehen. Wenn ein Kind an einem Kopf auf einer solchen Kugel zieht, kann der Hals brechen und der Kugel- oder Scheibenteil geht ab. Wenn man den Kopf wieder aufsetzt, sitzt er direkt auf dem Hals statt der Kugel. Wir nennen sie nach einem Zitat aus "Die Katze auf dem heißen Blechdach" "halslose Ungeheuer".

Nach all der Arbeit mit dem Kleid *Blick hinüber zu Ponder, der versucht, um seinen Futterteller herumzuputzen* wollte ich nicht riskieren, daß Christie zum halslosen Ungeheuer würde.
Ein Haarschnitt kam ebenfalls nicht in Frage. Ich hatte ja keinen Ersatzkopf, falls irgendetwas schiefging.
Und ehrlich, die Kupfersträhnen sahen für mich auch nicht besonders nach den 20ern aus.
Also konnte ich nur etwas auf ihren Kopf setzen, das den Touch der 20er hatte, aber all ihre Haare versteckte.
Ich beschloß, eine Kopfbedeckung aus Draht zu stricken, weil gestrickter Draht flexibel genug zum Formen ist, wenn es nötig wird. Ich benutzte goldenen Draht und die hellgrünen Rocailles, um die Farben des Kleides aufzunehmen.
Die letzten Reihen waren ein bißchen schwierig, weil ich zuerst das Kopfteil aufsetzen mußte, bevor ich sie stricken konnte, denn ich mußte ja abnehmen. Nicht so leicht, wenn die ganze Puppe mit dranhängt, das kann ich euch sagen.


Die gestrickte Draht"blume" mit dem Kristall in der Mitte war einfacher zu machen, aber ein bißchen kniffelig festzumachen. Ich benutzte dafür die dunklen seegrünen Perlen als Kontrast.
Ich hatte noch ein paar Reste von den Pfauenfedern. Witzig war, daß sie sich selber arrangierten, als ich die Blume festzog. Ich wünschte, alle Komponenten wären so kooperative!

Zu guter Letzt  nähte ich Fransen unten an, die zu den Fransen am Kleid paßten, und voilà!


Im letzten Post wird es um den Schmuck und große Füße gehen. Nicht Bigfoot, nein, nur große Füße! Wartet es einfach ab.

Habt ihr den ersten Teil verpaßt? Hier ist er:
Teil 1, Das Kleid
 

Barbie ist ein eingetragenes Warenzeichen von Mattel, Inc. Ich bin in keiner Weise mit Mattel verbunden.

Montag, 3. Dezember 2012

Fundstücke der Woche - Schneemänner oder Das dritte Türchen


Ich selber war nie eine große Schneemannbauerin. Dieses kleine Exemplar erblickte vor ein paar Jahren das Licht eines kalten Ostermontags. Wir hatten eine Freundin aus Indien zu Besuch, und als wir auf die Schwäbische Alb fuhren, lag dort noch Schnee, was sie begeisterte. Wir machten Schnee-Engel, und die anderen bauten diesen kleinen Schneemann, der eine Menge Aufmerksamkeit auf sich zog und sogar von jemand Fremden fotografiert wurde. Ich hoffe, er genoß seine Zeit dort oben, ich wollte ihn beinahe einpacken, um ihn mitzunehmen ;-) Ähm, den Schneemann, nicht den Fremden.


Das ist die Sache mit Schneemännern, sie werden dich unweigerlich verlassen. Wie könnte ich je Snoopy vergessen, wie er weinte, als die Sonne seinen Freund von ihm nahm? Und wie könnte ich Linus vergessen, der einen ganzen Haufen Schneemänner baute und sie fragte "Ich nehme an, Sie fragen sich, warum ich Sie heute hier versammelt habe?" und ihnen eine Rede hielt?

Die folgenden Schneemänner bleiben da, sie können nicht schmelzen, sind aber genauso lustig. Viel Spaß.

Sind diese Karten nicht toll? Ich kann mich einfach nicht für eine entscheiden.

Oh oh ... Schneemann-Karten von Maddymoo Design

"Fantasie mit einem Hauch von Schrulligkeit und einer Spur Melancholie", so beschreiben Best Art Studios ihre Kunst. Es ist nicht schwer zu erkennen, was Mike und Jaime damit meinen, wenn man diesen Druck anschaut.

Frost Bitten von Best Art Studios

Dieser Schneemann heißt den Winter willkommen, komplett angezogen und bereit ... seid ihr auch bereit? ;-)

Winterwillkommenschneemann von Creations by DJ

Zwei Schneemänner beim Eislaufen - wäre das nicht eine Überraschung auf der Eisbahn? So niedlich.

Alte Emaille-Schneemann-Brosche vom Shop von of The Brooch Maven

Zu guter Letzt lernt Doug kennen, in seiner schicken Filzjacke und Schal. Sehr fesch!
Doug the Handy Dandy Gentleman Snowman von Linda Walsh Originals

Ihr habt eigene Schneemannbilder zum Zeigen? Ich würde mich freuen, sie zu sehen!!

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Jacqueline ist nicht mehr kahl

Gut für Jacqueline, findet ihr nicht? Ihr erinnert euch vielleicht, daß sie mein zweiter Puppenkopf ist, und sie hat jetzt endlich ihr eigenes Haar bekommen. Es wurde langsam Zeit. Ich bin fast ein bißchen neidisch auf ihre Locken ;-)


Was ist sonst noch im Cat's Wire-Universum passiert? Laßt mich mal auf meinem Schreibtisch schauen. Ah, eine Katze. Schlaf weiter, Greebo. Was kann ich außer ihm noch finden?


Wenn ich meine letzten Stücke so anschaue, scheint es, daß ich ein Bedürfnis nach Bling und Farbe habe.
Keins von ihn ist bis jetzt gelistet, aber ihr wißt, wenn ihr an etwas interessiert seid, könnt ihr mich natürlich gern kontaktieren. Zumindest sind die Bilder schon mal gemacht.
Da ist zum Beispiel das Confetti Loops Armband. Ich habe echt viel zu viel Spaß mit diesen galvanisierten Perlen.




Dann wäre da noch ein gestricktes Armband mit hinreißenden Miyuki-Würfelchen. Am Anfang ist alles, was man sieht, der schwarze Draht und vielleicht ein Schimmer von Gold. Dann dreht man das Band und bang! Bling pur. Das Bild wird dem nicht gerecht. Es ist wirklich der Kontrast, der dieses Stück ausmacht.
Es hat übrigens ein Knopfloch und wird mit einer schönen mattschwarzen Achatlinse geschlossen.

Und wenn noch Perlen auf dem Draht übrig sind, dann muß man einen Ring machen. Ich bin sicher, daß dies irgendwo als Gesetz niedergeschrieben ist. Wenn nicht, müßte ich es vielleicht niederschreiben.
Nur ein witziger kleiner Ring, der großartig für ein junges Mädchen geeignet wäre (nicht nur, weil er mir ziemlich klein geraten ist ....).


Kugelring


Freitag, 9. Dezember 2011

Experiment und ein Torso

Nicht Experimente mit einem Torso, ihr verrückten Leute! ;-)
Sprechen wir erst über das Experiment (in der Zwischenzeit könnt ihr eure Phantasien über den Torso anheizen). Ihr wißt, daß ich, wenn ich eine neue Technik lerne, darüber nachdenken muß, wie ich sie mit den "alten" verbinden kann. Seit ich mit dem Perlenweben angefangen habe, macht mein Gehirn klick, klick, klick, um herauszubekommen, wie ich es mit dem Drahthäkeln verbinden könnte. Der allererste Versuch war ärmlich, gelinde gesagt. Ich habe das Armband noch nicht mal wieder auseinandergenommen, weil ich es hasse, winzige Perlen auseinanderzusortieren, auch wenn es nur zwei Farben sind.

Natürlich war ich von Erin Simonetti inspiriert, nachdem ich gesehen hatte, wie sie Kumihimokordeln in ihrer Arbeit verwendet hatte. Wenn man dickeres Garn verwenden kann, kann man auch Häkelschläuche aus Draht verwenden, nicht wahr?
Hier ist eine Neuigkeit für euch. Man kann.
Merkt euch, das hier ist ein experimentelles Stück, aber nachdem ich dabei ein paar grundlegende Dinge gelernt habe, glaube ich, daß es noch ein paar mehr Möglichkeiten gibt, damit zu spielen, und ich freue mich darauf!


Nun der Torso. Also Leute, wirklich. Ihr werdet enttäuscht sein. Begrüßt Ms Newberry (und nein, es gibt keine Geschichte zu dem Namen, er fiel mir einfach so ein).
Ms Newberry hat heute in ihrem Job angefangen, nachdem sie gestern eine kurze Einführung bekam. In ihrer Jobbeschreibung steht, daß sie den ganzen Tag in meiner oberen Küche steht und ab und zu für mich längere Kette vorführt. Im Moment trägt sie ein kleines Outfit in dezentem Grau. Es kann sein, daß ich sie vom Computer fernhalten muß, ich möchte nicht, daß sie loslegt und sich weniger Dezentes bestellt!
Ich weiß, daß sie kein Torso ist, sie ist eine Persönlichkeit mit ... hm ... mit Armen, aber ohne Kopf und Beine. Viel mehr weiß ich noch nicht über sie außer der Tatsache, daß man auf ihre Arme aufpassen muß, wenn man sie herumträgt, weil sie sie sonst gern verliert. Sollte sie noch mehr Marotten entwickeln, erzähle ich es euch ;-)


Samstag, 20. August 2011

Für mich

Heute hätte ich müssen ... und hätte ich wirklich müssen ... allerdings erst nachdem ich müssen hätte ... und außerdem hätte ich können ... aber wißt ihr was? Ich hab nicht. Nichts davon.
Es ist heute so heiß, und es ist mein letztes Wochenende. Auf der Erde, wenn es so heiß bleibt. Mein Raumschiff ist schon gebucht. Ja, das wünschte ich. Nein, es ist das letzte Wochenende, bevor es zurück zur Arbeit geht. Das Mindeste, was ich für mich tun konnte, war etwas Spaß zu haben.
Das ist das Ergebnis. Francie hat eine neue aus Perlen gewobene Tasche. Wenn ihr mich auf anderen Seiten, Foren oder so kennt, nervt es euch langsam, sie zu sehen, aber ich kann nichts machen, es hat Spaß gemacht, und das möchte ich teilen, also ertragt mich bitte.