Donnerstag, 15. Februar 2024

Mondnetz

"Eure Januar/Februar-Challenge ist es, etwas zu machen, das euer Sternzeichen abbildet." Danke, JAC Meisterin der Challenges. Ich habe zwar mal eine Krabbe gemacht, aber nicht von Sternzeichen inspiriert, und eine schnelle Suche auf meinem Blog informierte mich, daß ich in der Tat niemals
von meinem Zeichen inspiriert wurde.

Anfangs hatte ich überhaupt keine Idee, aber dann fand ich ein Stück blauen Stoff, der hier herumliegt, seit ich begann, Schmuck zu verkaufen. Eine Freundin von mir, die nähte, war zu Besuch und wir gingen in die "Nähwelt" in der Stadt, einem Laden für Stoff, Nähmaschinen, Kurzwaren, suchten einen dunkelblauen Stoff mit großen goldenen Sternen darauf aus, und sie machte mir eine Ladung Schmuckbeutelchen daraus. Einen Teil des Stoffes nahm ich als Hintergrund für Fotos und als "Stola" für Jo, meinen Puppenkopf, irgendwann packte ich ihn dann weg.
Als ich ihn jetzt fand, dachte ich bei der blauen Seite ohne Sterne sofort an den Nachthimmel, was mich dazu inspirierte, nach einem meiner Vorhangringe aus Metall zu suchen.
Ich dachte, ich hätte euch meinen ersten Perlenstickanhänger gezeigt, in dem ich solch einen Ring verwendet habe, aber anscheinend habe ich ihn nur auf der Galerieseite, hier ist er also. Es war eine Neuinterpretation einer meiner liebsten HeatherCats, Silhouette Cat.


Ich klebte den Vorhangring auf, fädelte die Fassung und stickte die Szene auf, was sich viel einfacher anhört, als es war, da der Ring ganz schön massiv ist. Ich versichere euch, ich habe daraus nichts für das Challengestück gelernt.
Es wäre schlauer gewesen, die Szene aufzusticken, ohne daß der Ring im Weg ist, ihn dann aufzukleben und die Fassung zu machen, aber die Szene müßte perfekt in der Größe sein, damit das auch klappt. Vielleicht werde ich beim nächsten Mal daran denken, es so zu probieren.

Mein Plan war gewesen, die Sternenkonstellation für Krebs aufzusticken, mit einer Sternenperle für den größten Stern, einer größeren Rocailles für den kleineren, und Kristallen für die übrigen.
Als ich das aber fertig hatte, haßte ich es rundum. Es sah wie eine schräge Uhr aus, auf die kleine Fläche gequetscht. Ich schnitt alles wieder auf und dachte, ich könnte den Ring einfach für eine andere Nachtszene benutzen und ein völlig neues Challengestück anfangen.

Die Wahl eines größeren Katzenaugencabochons für den Vollmond ist eine Verneigung an das schönste Perigäum, das ich je erlebte, als der Mond auf unserer Fahrt zur Arbeit so groß war, daß es sich anfühlte, als könnten wir einfach hineinfahren. Es war wirklich magisch.
Was als nächstes?
Ich entschied mich für ein Spinnennetz, noch so etwas, was mich schon immer fasziniert hat. Mit Spinne natürlich.
Dann kam es mir. Wie wäre eine winzige Krebskonstellation neben dem Mond, zu dem wir Krebskinder uns so oft hingezogen fühlen ...

Voilà, mein Challengeanhänger.
Manchmal geht meine Muse schon seltsame Wege.

Mittwoch, 24. Januar 2024

Noch eine Geschichte von Perlensuppe

"Mich erschreckt Perlensuppe nicht." Das habe ich in dem Post über das Winterkometen-Ornament in meinem Adventskalender geschrieben. Perlensuppe macht mir keine Angst."
Nicht mal, wenn sie zehn Jahre alt ist, tatsächlich wahrscheinlich sogar noch älter, weil ich sie in meinen frühen Perlenwebtagen gemischt habe, für ein Projekt, das niemals geschah.
Immer mal wieder pickte ich mir Perlen heraus, für den Winterkometen und ein Paar Ohrringe mit weißen Elefanten zum Beispiel.

Es war an der Zeit, das Döschen leerzubekommen, und das tat ich.
Ich hatte schon den Plan gefaßt, gefaltete Peyote-Ohrringe aus einer Perlensuppe und in einer kleineren Größe als die letzten auszuprobieren, und es gelang mir, die ganze Suppe aufzubrauchen, mit Hilfe von noch mehr der klaren Perlen mit Silbereinzug.
Ich machte vier Komponenten aus dem gefalteten Peyote in zwei verschiedenen Größen. Aus einem Paar wurde ein Paar Ohrringe, indem ich sie von gefädelten Herzchen hängte.



Dann fing ich an, mit dem zweiten Paar zu spielen. Ich dachte mir, ich könnte etwas Neues damit machen (neu für mich, nur weil ich es bisher noch nicht gesehen habe, heißt ja nicht, daß es nicht existiert). Nachdem ich ein paar Endperlen weggeknipst hatte, konnte ich die zwei Komponenten mit Perlen vrebinden und sie so in eine Raute verwandeln.
Was nun?
Nun, im selben Döschen war ein kleines Spike-Ding, das ich ein paar Monate zuvor improvisiert und vor kurzem mit ein paar Kristallrondellen zu einem Anhänger gemacht hatte.
Den befestigte ich an der Raute und es gefällt mir tatsächlich. Für mich hat sie jetzt einen Art archaischen Fantasylook. Was seht ihr darin?

Montag, 15. Januar 2024

Ähm, Frohes Neues Jahr?

Ich weiß, ich weiß, ich bin etwas spät dran. Ich kann nur hoffen, daß ihr mir vergeben werden - ein Frohes Neues Jahr euch allen!
Habt ihr schon die ersten eurer Vorsätze für 2024 gebrochen?
Ich nicht, aber das liegt daran, daß ich schon lange keine Vorsätze mehr mache. Ich mag nicht auch noch mein eigenes Versagen vorplanen ;-)

Es ist schwer genug für mich, in dieses Jahr zu starten, nachdem ich Urlaub hatte. Wie gewöhnlich, wenn ich mehr Zeit für mich selber habe als nur meine Wochenenden, bin ich direkt in meinen normalen Rhythmus zurückgeschnappt, das heißt, ich war bis früh in den Morgen wach, schlief, solang es die Katzen eben zuließen, ging vielleicht nach ihrem ersten, zweiten und dritten Frühstück - offensichtlich sind es Hobbitkatzen - zurück ins Bett oder hatte mitten am Tag ein großartiges Nickerchen. Meinen Wecker brauchte ich nur, wenn ich den Müll rechtzeitig rausbringen mußte oder für einen meiner seltenen Morgentermine. Es war ein trauriger Moment, als ich an dem Sonntagabend, bevor ich wieder arbeiten mußte, den Wecker stellte, und nach mehr als einer Woche habe ich immer noch damit zu kämpfen.

Irgendwann hat das auch meiner Kreativität einen Dämpfer verpaßt. Das heißt nicht, daß ich dieses Jahr noch nichts gemacht hätte.
Ein neues kleines Hühnchen, Friedrun, hat ein Nest für sich und ihre Drillinge Tick, Trick und Track ausgesucht (ja, nach Enten benannt).



Für mich zwei perlenbestickte Herbstsonnen habe ich mal wieder in meinem alten Vorrat gekramt, diesmal nach den wunderschönen gefrosteten Karneolperlen.


Dann aber fing ich wieder mit Arbeiten an und schlug, kreativ gesehen, den sehr einfachen Ausweg ein, indem ich noch mehr gefaltete Peyoteohrringe in unterschiedlichen Farbkombinationen fädelte. Tatsächlich überraschte ich mich selber dadurch, daß ich die Geduld für so viele aufbrachte, aber sie waren das perfekte "Hintergrundfädeln" (was heißen woll, daß ich mich nur auf die Farben, aber nicht so sehr auf die Technik konzentrieren mußte, die anscheinend endlich den Weg in mein Gehirn gefunden hat), während ich über mein nächstes großes Projekt nachdenke, für das ich zwar eine Idee habe, aber noch nach der besten Art suche, wie ich es hinbekomme.




Es hätte sogar noch eine blaue Version gegeben, die vorgeschlagen wurde, aber ich hatte nicht genug blaue Perlen für ein Paar Ohrringe übrig. Ich habe eine Menge Grau ...
Was denkt ihr, wieviele gefaltete Peyoteohrringe werden es noch werden, befor mir meine Muse endlich diesen Funken schenkt, den ich brauche, um mit dem nächsten großen Projekt anzufangen? ;-)