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Samstag, 14. Dezember 2024

4 x Jack

Für manche Leute bedeutet San Francisco die Golden Gate Bridge, die Painted Ladies, Fisherman's Wharf, Cable Cars und das Fairmont - das sind nur die ersten paar Sachen, die mir eingefallen sind, aber als wir es das erste Mal in die USA schafften, bedeutete es für den Ex und mich auch FAO Schwarz, dessen Verbindung zu Steiff dank einiger Spezialeditionen unter Sammlern berühmt war.
Bei unserem ersten Besuch dort hatten wir nicht viel Zeit, was für unser Bankkonto wahrscheinlich besser war. Durch FAO Schwarz kamen wir mit einer Dame in Kontakt, die ein paar Steiff-Reparaturen für sie vorgenommen hatte, und als wir einige Jahre später nach San Francisco kamen, gingen wir wieder dorthin, diesmal mit der Dame, die inzwischen eine gute Freundin geworden war.
Oh Mann, wir waren wie Kinder in einem Spielzeugladen. Wartet mal, wir waren ja tatsächlich in einem Spielzeugladen ... Okay, wir waren auf jeden Fall große Kinder. Wir versuchten echt, brav zu sein, aber ihr wißt ja, wie das manchmal so ist.

Natürlich hatten wir erwartet, etwas von Steiff zu kaufen, aber dann entdeckten wir auch noch Jack, vier, um genau zu sein, und konnten nicht widerstehen.
Es war ein Set von vier Jack Skellingtons aus "The Nightmare Before Christmas" einer in seinem gestreiften Anzug, einer als die Vogelscheuche mit dem Kürbiskopf, einer in seinem Pyjama (sein Buch ist gerade in einer anderen Vitrine, einer meiner Kens liest daraus meinen Skippers und anderen Familienmitgliedern vor ;-)), und einer als "Sandy Claws" in einem Santa-Anzug.
Für die, die den Film nie gesehen haben ... Jack, der Kürbiskönig, ist König von Halloween Town und er ist gelangweilt und quält sich, weil er immer wieder Halloween vorbereiten muß. Durch Zufall entdeckt er die Tür nach Christmas Town im Wald und er ist über diesen wundervollen Feiertag von Freude überwältigt. Trotz der Warnungen von Sally, der Lumpenpuppe, die in ihn verliebt ist, beschließt Jack, Santa entführen zu lassen, damit er seinen Platz einnehmen kann. Er bezieht alle Einwohner von Halloween Town ein, um Weihnachten in ihrem eigenen Stil vorzubereiten.
Es klappt allerdings nicht ganz so, wie er sich erhofft hat. Kinder und Eltern sind geschockt über Geschenke, die aus Schrumpfköpfen und Monstrositäten bestehen, und das Militär wird gerufen, um Jack abzuschießen.
Inzwischen haben die kleinen Monster, die von Jack mit der Entführung beauftragt wurden, Santa zu ihrem Vorgesetzten Oggie Boggie, einem Schreckgespenst, gebracht, der mit Santas Leben und spielt - und mit dem von Sally, weil sie versucht hat, Santa zu retten.
Jack wird abgeschossen und ist kurz von seinem Versagen niedergeschmettert, aber dann merkt er, daß ihm das großartige neue Ideen für das nächste Halloween verschafft. Er kehrt nach Hause zurück und rettet Santa und Sally, indem er Oogie besiegt, der sein sackartiges Äußeres verliert und in einen Haufen Käfer zerfällt.
Santa beeilt sich, um Weihnachten zu retten, läßt es aber noch in Halloween Town schneien, um Jack zu zeigen, daß er ihm verzeiht.
Der Film endet damit, daß Jack und Sally sich endlich gegenseitig ihre Liebe gestehen.

Hier ist ein Geständnis, der Film ist nicht auf meiner regelmäßigen Liste zum Anschauen. Obwohl ich nichts gegen Musicals habe und die Lieder "Jack's Lament" und "What's This?" wirklich liebe, ist es hier doch etwas zuviel Gesang für mich bei einem Film, der gerade mal 76 Minuten läuft (ich kann aus dem gleichen Grund auch "Die Eiskönigin" nicht anschauen, aber das ist eine andere Geschichte).
Also schaue ich ihn nur alle paar Jahre an und dieses Jahr war es mal wieder Zeit dafür.
Jack liebe ich allerdings total.
Ich habe sogar ein Armband mit ihm entworfen, aber dann war es doch besser, ihn an meine Wand zu hängen anstatt ihn in einer Schmuckschachtel oder -schublade aufzubewahren.



Es ist ein langjähriger Witz zwischen einer amerikanischen Freundin und mir, daß ich ihn ihr schicken sollte. Ich kann mich einfach nicht von ihm trennen, habe aber stattdessen etwas Kleines für sie gemacht, eine winzige gefädelte Flasche.


Im Moment sitzen meine vier Jacks hinter Glas, aber ich denke, ich sollte sie auf eine der Vitrinen setzen, auf die der Dekan nicht raufkommt. Sie würden da oben ziemlich cool aussehen.
Ich habe sie für ein Fotoshooting herausgeholt und festgestellt, daß Santa Jack einen ausgekugelten Arm hatte, wahrscheinlich vom Baum umarmen. Zum Glück war es einfach, ihn wieder reinzuschnappen.


Baum umarmen? Nun ja, als ich beschloß, ein Bäumchen zu kaufen, weil Ponder alt genug war, um ein guter Junge zu sein, was das betrifft, schlug meine Schwester vor, Santa Jack als Spitze zu nehmen. Ich liebte die Idee und Jack beschützte den Baum jahrelang. Seht doch, wie aufgeregt er war, Ponder zu begrüßen, und Ponder tat Jack niemals etwas, obwohl er schon gelegentlich ein Weihnachtsschmuckdieb sein konnte. Ich vermisse meinen großen Jungen so sehr.


Ich bin sicher, daß Gundel und der Dekan so in 30 oder 40 Jahren ruhig genug geworden sein werden, um zu dem Baum so nett zu sein, wie es Ponder war.
Was denkt ihr, was meine Chancen dafür sind, daß das eintritt?
Im Moment wette ich auf 0%, weil der Dekan schon fast eine Stunde lang um den und im Baum herumspringt!

Montag, 25. Dezember 2023

Santa Claus und Rudolph - Das fünfundzwanzigste Türchen


Für meine englischsprachigen Freunde - ist Santa Claus heute bei euch vorbeigekommen und hat euch etwas aus seinem Geschenkesack dagelassen? Für den Fall, daß nicht, hätte ich hier einen kleinen Santa Claus und seinen Freund Rudolph, sie würden sich sehr freuen einzuspringen - falls sie ihren Schlitten finden können.
Nun ja, tatsächlich war nicht genug Platz für einen Schlitten.

Diesmal werde ich euch keine lange Geschichte erzählen (bitte stoppt die Jubelrufe ;-)) und werde diese beiden für sich selber sprechen lassen.
Frohe Weihnachten!



Mittwoch, 27. November 2019

Art Elements Design Challenge and Blog Hop - Fossilien

Der erste Gedanke, als Niky "Fossilien" als Thema für die neue Art Elements Design Challenge im November ankündigte, war offensichtlich, in den Spiegel zu schauen.
Ich habe mich schon lange als Fossil bezeichnet, da ich manchmal das Gefühl habe, nicht so richtig in diese moderne Welt zu passen ;-) Nun da ich hier sitze finde ich, ich hätte nur so zum Spaß etwas mit der Idee als Grundlage tun sollen, aber die Tage sind mir auf höchst unproduktive Weise durch die Finger geschlüpft, also war es dafür viel zu spät.
Tatsächlich war ich ohnehin spät dran. Irgendwie dachte ich, der Monat sei viel länger und daß die Enthüllung nicht vor Monatsende sei. Als ich an das tatsächliche Datum erinnert wurde, geriet ich fast in Panik. Es bedeutet, daß ich am Wochenende davor etwas machen MUSSTE, da diesmal keinerlei Chance auf eine meiner Aktionen in letzter Minute bestand.

Ich hatte mehrere Ideen, aber ein Problem mit der Umsetzung. Kennt ihr diese Tage, wenn man das Gefühl hat, die Zeit geht einem aus und man einfach nur Mist macht? Glaubt es oder nicht, ich fing drei Anhänger an und machte sie alle wieder kaputt, weil ich hier die Asymmetrie nicht mochte und dort die Fassung und warum wollte dieser Ammonit eigentlich nicht so drinbleiben, wie ich das wollte? Ich denke, ich wollte es einfach erzwingen und das ging nicht, also legte ich Draht und Fossilien beiseite - Ammoniten in unterschiedlichen Größen und einen wunderschönen Cabochon aus fossilen Korallen.

Als das Enthüllungsdatum wie ein Damoklesschwert über mir zu hängen begann, gab ich das mit dem Draht auf.
Stattdessen griff ich zu einer Flasche und meinen Delicas. Ich habe in letzter Zeit ja einige dieser umperlten Fläschchen gemacht, aber das Muster, das ich im Sinn hatte, erforderte eines, das etwas größer war.
Ich war schon immer von Dinosauriern fasziniert? Welches Kind wäre das nicht gewesen? Eines meiner Lieblingsbücher war "Mamal" von Niels Meyn, ein schwedisches Jugendbuch aus den 40ern (übersetzt 1956), in dem es um eines der ersten Säugetiere auf dem Planet Erde ging. Ich kann gar nicht sagen, wie oft ich dieses Buch ausgeliehen habe, und ich war am Boden zerstört, als die Bücherei es aussonderte. Dank des Internet besitze ich es nun selber und kann mir meine liebste Illustration anschauen, den Kampf zwischen dem T. Rex und dem Triceratops. Es tut mir leid, Triceratops, Kinder können grausam sein, und ich weiß, daß ich nicht genug Mitgefühl darüber gezeigt habe, daß dir am Ende vom T. Rex der Bauch aufgerissen wurde.
Dann war da noch Sir Arthur Conan Doyles "Die vergessene Welt" von 1912. Ich las es vorwärts und rückwärts und noch einmal.
Ich erinnere mich nicht an den Titel des Buches mit dem Mädchen und dem Deutschen Schäferhund, das ich, glaube ich, zu Weihnachten bekam. Ich erinnere mich, daß der Hund weg sollte, das aber letztendlich nicht geschah, weil er dem Mädchen half, irgendein Fossil zu finden, wenn auch nicht das Krokodil, das sie sich erhofft hatte.
Ihr merkt schon, Dinos und Fossilien überall!

Ich lebe nur etwa 15 km vom Urweltmuseum Hauff entfernt, und meine Gegend hat viele Fossilien zu bieten. Eines der großartigsten Ausstellungsstücke im Museum ist die weltgrößte Kolonie von Seelilien, aber natürlich gibt es noch mehr. Sogar ein Krokodil! ;-)



Statt also ein Fossil für ein Design zu benutzen, beschloß ich, ein Fossil aus Perlen zu machen, inspiriert von meiner Dinofaszination und vom Jurassic Park-Logo, das ein T. Rex-Skelett zeigt.

Leider hatte ich keine Chance, es rechtzeitig fertigzubekommen, also kann ich heute nur ein WIP zeigen. Trotzdem bin ich froh, so weit gekommen zu sein, wenn man bedenkt, daß ich nur den Sonntagabend hatte und etwas Zeit am Montag und Dienstag nach der Arbeit.
Als Kontrast wählte ich einen schwarzen Hintergrund, da ich für das Fossil selber eine Mischung aus zwei leicht unterschiedlichen Beigetönen benutzte. Der Look gefiel mir besser als die Vorstellung von ausgebleichten weißen Knochen.
Hätte ich mehr Zeit gehabt, hätte ich vielleicht sogar versucht, auf der Rückseite einen Triceratops zu machen, um damit den Kampf aus Mamal zu ehren! ;-)



Dies ist ein Blog Hop, also hüpft bitte mit mir zu den Blogs all der anderen Teilnehmer, damit wir zusammen ihre Posts und "Fossilienkreationen" anschauen können.

Gäste

Beth and Evie - Cat (das bin ich ;-)) - Dawn - Divya - Kathy - Michelle - Sarajo - Tammy  

AE Team-Mitglieder

Jennifer - Jenny - Lesley - Niky - Susan

Mittwoch, 9. Oktober 2019

Lust auf Schwimmen?

Eine Erkältung ärgert mich jetzt schon beinahe eine Woche lang. Ich erspare euch die Details, ich sage nur, daß ich ziemlich kaputt war. Ich fühlte mich nicht groß nach Aufstehen, also schlief ich hauptsächlich, schaute Fernsehen, und ab und zu spielte ich mit Draht oder Delicaperlen.

Das Fläschchen war eine spontane Idee. Ich habe mehrere, die ich von meiner Schwester bekommen habe. Es waren Rocailles darin, also machte es irgendwie Sinn, drumherum zu fädeln. Mein erster Plan war es, etwas für eine, möglicherweise zwei Challenges zu machen, aber das wurde zurückgestellt, als meine Muse beschloß, mir eine neue Idee zu geben.

Ich bin ein Haifan, seit ich ein Kind war, dank der Faszination meines ältesten Bruders mit Haien. Er zeigte mir Bilder und erzählte mir Geschichten von ihnen, und in der 7. Klasse, als wir eine Art Magazin im Deutschunterricht machen mußten, schrieb er für mich einen ganzen Artikel über Haie (es war ein Tiermagazin, was sonst). Denkt dran, daß dies die 70er waren, wir hatten kein Internet und es war nicht so einfach, passende Bilder zu finden - weshalb ich glaube, daß im Band 4 von "Grzimeks Tierleben" (1970) in der Stadtbücherei die Haibilder fehlen, weil wahrscheinlich noch jemand ein Referat über Haie hielt. Ich bekam diese Bilder erst dann zu Gesicht, als ich 1983 meine Ausbildung in der Universitätsbibliothek begann!

In einem Artikel las ich, daß niemand vergessen kann, wie sie das erste Mal "Der weiße Hai" sahen. Ich schätze, ich bin "niemand", weil ich keine Ahnung habe. Ich weiß, daß es nicht im Kino war, weil ich zu jung war, aber ich erinnere mich daran, wie mein Bruder heimkam und total begeistert war. Er sah ihn auch nicht nur das eine Mal.
Ich erinnere mich außerdem, das ich von den Reaktionen der Leute darauf las, zum Beispiel des Vaters, der schrieb, daß seine Tochter erst wegen Psycho das Duschen und nun auch noch das Schwimmen im Meer verweigerte oder der Frau, die ihn zwanzig Mal sah und sich jedesmal übergab.
Auf jeden Fall ist meine halbe Familie Fan, wir nennen ihn of einfach nur "den Fischfilm".

Genug geredet, hier ist nun ein Bild. Nicht perfekt, aber das Beste, was ich auf so kleinem Platz fertigbrachte (der gefädelte Teil ist etwa 3 1/2 cm) und mit einem geschwächten Kopf ;-)

Die Idee für den Meerschaum - ich mag die Abnahmen nicht und dachte daran, sie mit kleinen Perlen abzudecken, keine Peyoteexpertin hier, Leute - kam von meiner Freundin Caroline, danke dafür!!


Bruce, dies ist für dich :-D

Dienstag, 28. Februar 2017

Was Neues ausprobieren

Peyote-Stich und ich - wir sind immer noch keine echten Freunde, aber wir versuchen miteinander auszukommen. Im Moment arbeiten wir an einem Projekt, das uns für ein weiteres Projekt vorbereiten soll, welches uns wiederum zu neuen Höhen zusammen führen soll. Die Jury berät noch darüber. Wir werden es nicht wissen, bevor wir dieses hier fertig haben, und wir sind noch einem sehr frühen Stadium (da ich noch nicht so ganz über meine Besessenheit, Ostereier zu stricken, hinweg bin).
Diesen Monat geht es jedoch beim Blog Carnival der Jewelry Artisans Community darum, was für neue Dinge wir dieses Jahr ausprobieren gern ausprobieren würden, also bin ich gezwungen, unsere Zusammenarbeit jetzt schon in die Öffentlichkeit zu zerren. Schließlich geht es darum, was wir gern ausprobieren WÜRDEN, selbst wenn es dann aus dem einen oder anderen Grund nicht hinhaut.

Zumindest kann ich euch mein kleines WIP zeigen und seine Geschichte erzählen. Ab und zu trinke ich gern einen Gin Tonic. Zwei Freunde wissen das und schenkten mir zu verschiedenen Gelegenheiten einen Gin aus dem Schwarzwald, wobei eine Flasche eine Miniatur, die andere Normalgröße ist. Die Flaschen sehen so cool aus, wie alte Medizinflaschen, die man in einer Apotheke finden könnte, mit einem kleinen Korken. Ich wußte, daß ich endlich versuchen wollen würde, sie zu umperlen, und die Miniflasche würde perfekt für einen ersten Versuch sein, bis die große Flasche - in der zehnmal so viel ist - leer ist.

Was die Perlen angeht, so habe ich dies nicht durchdacht. Ich schätze, ich war von der Februar-Challenge auf JAC beeinflußt, die das Thema "rosa" hatte. Nicht nur werde ich die Flasche heute rechtzeitig für die Challenge fertigmachen können, sondern ich habe nicht mal genug Perlen in diesen Farben, um es überhaupt zu versuchen.


Ich sehe eine Perlenbestellung in meiner Zukunft .... und natürlich werde ich zurück sein, sobald dieses Projekt fertig ist, und hoffentlich werde ich irgendwann auch mit der großen Flasche zurücksein, vielleicht sogar noch in diesem Jahr!

Neugierig, was die anderen für dieses Jahr auf ihren Listen stehen haben? Schaut es euch hier an, ich werde die Links hinzufügen, sobald ich sie hereinbekomme.

Violetmoon's Corner
Jewelry Art by Dawn