Als ich ein Kind war, hatte meine Oma eine Tischdecke mit langen, schweren Quasten. Ich liebte sie und konnte Stunden damit verbringen (tatsächlich waren es wahrscheinlich keine Stunden, aber damals schien es mir so), sie zu flechten, die Zöpfe wieder aufzudröseln und dann wieder zu flechten. Sie waren so glänzend und hübsch.
Obwohl ich ein Buch über Perlenfädelquasten habe, das mir eine Freundin geschenkt hat, habe ich nie etwas daraus gemacht, weil ich nicht wußte, was ich mit einer Quaste anfangen sollte. Etwas mit Quasten aus Fäden zu machen kam mir nie in den Sinn - bis unsere JAC Challengemeisterin das Thema "Quasten oder Pompoms" für die November/Dezember-Challenge auswählte.
Pompoms kamen gar nicht in Frage. Ich habe Pompon-Macher für zwei verschiedene Größen, weil ich dachte, ich könnte für Gundel und den Dekan ein paar zum Spielen machen, aber nie besonders gut mit den Pappringen war, aber selbst mit Profiausstattung bin ich entweder richtig schlecht darin oder der Dekan ist extrem gut darin, Pompoms auseinanderzunehmen. Wahrscheinlich ist es beides. Auf jeden Fall bin ich gerade etwas genervt von Pompoms, also mußte ich die Quasten nehmen.
Natürlich hätte ich mir jetzt mein Buch greifen und mich durch Anleitungen kämpfen können, etwas, für das ich nicht viel Geduld habe, außerdem erinnerte ich mich, daß für alle Projekte eine Perlenbestellung notwendig gewesen wäre, noch etwas, für das ich im Moment keine Geduld habe (ich brauche echt lang für Perlenbestellungen, weil ich davon besessen bin, daß ich ja nichts vergesse, nicht daß das jemals klappen würde).
Ich wollte auch nicht eine Menge Fadenquasten bestellen, von den ich die meisten wahrscheinlich nie benutzen werde, und ich wollte auf keinen Fall selber welche machen, wenn ich nicht mußte.
Ich weiß, das hört sich an, als wäre ich nicht sehr motiviert gewesen, aber das war es gar nicht. Ich dachte, ich konnte bestimmt irgendwelche gefädelten Quasten machen, nur nicht ganz so ehrgeizig wie die im Buch. Dann aber erinnerte ich mich, daß ich vor einiger Zeit mal einen Strang Perlen gekauft hatte, der an jedem Ende Fadenquasten hatte, und daß ich sie behalten hatte, nachdem ich den Strang zerschnitten hatte. Glück gehabt, denn nun mußte ich mir nur etwas für den oberen Teil einfallen lassen!
Da kommt dann mein Adventskalender von 2022 ins Spiel, die Weihnachtsglocken, um genau zu sein. Wie wäre es, wenn ich ihre obere Hälfte als Inspiration nutzen würde und etwas aus Kristallen - feuerpoliert statt Bicones - und Rocailles aufbaute?
Also tat ich das, mit Hilfe eines Weihnachtsfilms als Hintergrundgeräusch (Hallmark, die einer unserer Fernsehsender gerade rauf und runter laufen läßt, also mußte ich mir keine Sorgen darüber machen, daß ich wichtige Informationen verpaßte, und ihr werdet nie drauf kommen, es gab ein Happy End
🤣).
Ich denke, sie passen ganz gut zur festlichen Jahreszeit und ich verspreche, die Fäden nicht zu flechten!
Sonntag, 24. November 2024
Quasten
Samstag, 14. Oktober 2023
Herbstliche Ernte
"Ihr könnt jedes Material verwenden, das ihr möchtet, und das Thema so interpretieren, daß ihr an eine herbstliche Ernste denkt."
Das war es, was unsere Jewelry Artisans Community-Challengemeisterin schrieb.
Ich hatte fast direkt einen Plan, wurde aber direkt gestoppt, weil ich das wichtige Teil für besagten Plan nicht finden konnte.
Es ist so peinlich, ich fing am 22. August an, danach zu suchen, da wurde die Challenge gepostet, ich jammerte am 27. August, daß ich es immer noch gefunden hatte, dann verkündete ich am 20. September, daß es mich wahnsinning machte, und am 29. September fand ich es - GENAU AN DER STELLE, AN DER ICH SCHON DAS ERSTE MAL GESUCHT HATTE UND MINDESTENS NOCH FÜNF MAL DANACH!! Ganz zu schweigen von all den anderen Stellen.
Ich hatte in meiner Schublade nach einem Kästchen gesucht, hatte das Tütchen aber schon aus dem Kästchen genommen und dachte, das wäre was anderes.
Ich weiß, daß ihr es jetzt nicht erwarten könnt, von meinem Plan zu hören.
Er beinhaltet eines meiner kleinen Drahthäkelkörbchen. Nein, geht nicht! Ich ernte keine Wolle.
Das geheimnisvolle Teil ist ein süßer kleiner Halloweenkürbis aus Ton (tatsächlich sind es zwei, aber ich habe nur einen benutzt).
Hört sich doch wie eine einfache Challenge an, oder? Ich habe einen Kürbis im Spukgarten geerntet, ihn in ein Körbchen gelegt und mit heimgenommen. Was dort passieren wird, weiß noch keiner.
Tatsächlich nicht ganz so einfach. Der Kürbis ist keine Perle, sondern ein Anhänger mit einer kleinen Öse oben. Wie sollte ich den Kleinen im Körbchen befestigen, wenn ich ihn nicht einkleben wollte (was ich offensichtlich nicht wollte)?
Die einzige Möglichkeit war, ihn am Griff zu befestigen.
Also mußte ich erst ausklügeln, wie groß das Körbchen sein mußte, damit ich den Kürbis einpassen konnte, ohne sein Gesicht zu verdecken, aber auch, ohne daß er herausrutschte. Dann begann ich, wie üblich meinen Griff zu wickeln, und befesigte bei den letzten beiden Wickelrunden den Kürbis. So weit, so gut.
Nun brauchte ich nur noch ein paar grüne Ranken. Falls ihr euch wundert, wie ein abgeernteter Kürbis es schafft, seine Ranken alle um den Korbgriff zu wickeln, habt ihr offenbar vergessen, daß er aus dem Spukgarten kommt.
Als nächstes war die Korbfüllung dran. Ich konnte den Kürbis ja nicht einfach von seinen Ranken baumeln lassen, das sah nicht richtig aus.
Nachdem ich es erst mit Draht probiert hatte, entschied ich mich stattdessen für ein hübsches dunkelgrünes Nadelfilzkissen. Das kann man auf dem Bild nur ein bißchen sehen, aber es ist tatsächlich sehr wichtig für meinen kleinen Kürbis, damit er bequem darauf sitzen kann.
Er sieht auf jeden Fall sehr glücklich damit aus :-)
Dienstag, 4. Juli 2023
Sommer, Sonne, Sonnenblume
Als unsere Challengemeisterin der Jewelry Artisans Community Sonnenblumen für unsere neue Challenge wählte, war meine Reaktion, daß ich ganz "ausgeblumt" war, weil ich in den Jahren zuvor schon mehrere gemacht hatte.
Und dann, in einem plötzlichen Ausbruch von Produktivität und unterstützt vom 80er Charme von Richard Carpenter's "Robin Hood" als Hintergrundgeräusch, begann ich ein Paar Ohrringe zu machen.
Seid nicht zu aufgeregt, dies ist nur ein weiteres Beispiel von Ohrringen, die sich auf magische Weise in einen Anhänger verwandeln.
Zuerst stickte ich zweimal die Mitte aus Perlen. Wie konnte mir nicht auffallen, daß die Blütenblätter daraus sehr große Ohrringe machen würden?
Naja, es fiel mir tatsächlich auf und trotzdem beschloß ich weiterzumachen. Ich habe selber immer begeistert große, witzige Ohrringe getragen.
Als ich mit den fröhlichen gelben Blütenblättern anfing - ich habe dieser Tage echt meine Kindheitsliebe für gelb wiederentdeckt - wurde mir aber schnell klar, daß ich das nicht durchziehen würde. So viele Blätter! Eine Reihe in Ziegelsteinstich, eine etwas kleinere in Herringbonestich und eine dritte kleine als Umrandung für die Mitte dauerte wie so oft viel länger, als ich erwartet hatte.
Nur daran zu denken, das ein zweites Mal machen zu müssen, führte zum Verwurf der Ohrringidee.
Eine versteckte Öse und eine süße kleine Lampworkbiene später ... tadaaa.
Sonntag, 25. Juni 2023
Unter dem blauen Mond
Ich muß wirklich dem Dekan für das hier die Schuld geben oder danken. Wahrscheinlich beides, weil es definitiv er war, der den blauen Cabochon aus dichroischem Glas versteckt hatte, aber auch weil er dafür sorgte, daß ich ihn wieder fand, als er vor meinen Augen etwas anderes an derselben Stelle versteckte.
Es war eine nette Überraschung, und da ich dank des Mondhasen, den ich für die JAC-Challenge "Mond und Sterne" gemacht hatte", noch in "Mondstimmung war", fing ich an "Blue Moon" zu summen. Das ist eine Menge Mond ;-)
Wir hatten die alte Elvis Presley-Single, darum ist das immer die Version, die mir als erstes einfällt. Das waren noch Zeiten, als ich versuchte, meine Mutter zu überzeugen, daß ich meine Hausaufgaben mit Hintergrundmusik machen MUSSTE, sprich die alten Singles meines Vaters aus den 50ern und 60ern.
Zum Glück hatten wir die alte Musiktruhe, die ich vor Jahren hier gezeigt habe, eine Kombination aus Fernseher, Radio und Plattenspieler. Eine ihrer sehr nützlichen Funktionen war, daß man mehrere Singles auf einmal auflegen konnte (die Familie ist sich nicht ganz einig wieviele), die dann herunterfielen und nacheinander abgespielt wurden. Ich bezweifle, daß meine Mutter damit einverstanden gewesen wäre, wenn ich nach jedem Lied aufgestanden wäre und die Single getauscht hätte, während ich Hausaufgaben mache.
Und hier ist Elvis' Stimme in all ihrer Pracht von 1954.
Meine Gedanken begannen zu wandern.
An einem See sitzen, den Tönen von Grillen und Fröschen lauschen ... ein paar Libellen entdecken, die sich für die Nacht niedergelassen haben ... unter einem blauen Mond ...
Zu dem blauen Mond, dem nächtlichen Hintergrund und dem dunkelgrünen Grashalm wollte ich für die Libellen eine Kontrastfarbe, also wählte ich eine Mischung aus roten Perlen für die Stickerei, mit klaren AB Pailletten für die Flügel.
Es erinnerte mich daran, wie mich einmal eine rote Libelle in unserem kleinen Garten besuchte. Wir haben keinen Teich, also nehme ich an, sie war von einem anderen Garten herübergekommen, um hallo zu sagen und sich dann auf den Rückflug zu machen.
Eine ganze Weile und eine Perlenbestellung später, weil mir die Hintergrundperlen ausgingen, dachte ich mir, das würde statt eines Anhängers ein witziges Armband abgeben, aber da die Rückseite schon aufgenäht war, entschied ich mich schließlich dagegen und stattdessen für eine Kette aus Hexperlen.
Ich habe versucht, ein Video zu machen, um zu zeigen, wie sehr diese Halskette glitzert, aber das klappte nicht, also muß es erstmal ein Foto zur späten Nacht sein.
Donnerstag, 18. Mai 2023
Der Mondhase
Glaubt es oder nicht, aber mein Leben zusammen mit Tieren hat nicht mit Katzen angefangen.
Einige unserer ersten Gefährten waren Kaninchen, unsere eigenen, aber auch Gäste aus dem Tierpark.
Der letzte war mein verrückter Junge Buster.
Wie ihr sehen könnt, hat sich die Liebe auch auf andere Hasen erstreckt, und es gibt mehr, in Metall, als Bilder oder in Plüsch wie dieses kleine alte Steiffkerlchen.
Es ist nicht überraschend, daß Kaninchen auch schon in meiner Arbeit aufgetaucht sind, wie das nadelgefilzte Hasguruh oder diese Häschengeschwister.
Ich könnte so weitermachen, aber es wird Zeit, zum Punkt zu kommen.
Die derzeitige Challenge in der Jewelry Artisans Community ist "Mond und Sterne". Perfekt für mich als Mondliebhaberin.
Was für ein glücklicher Zufall, daß in meiner letzten Perlenbestellung noch mehr "Mond"cabochons waren, die facettierten, die ich schon früher benutzt hatte, zum Beispiel in den Raben im Mondlicht, aber auch ein paar größere Katzenaugencabochons.
Ich klebte einen der letzteren auf und da kam mir, daß ein Motiv, das ich schon lang machen wollte, sogar noch perfekter für mich war als nur Mond und Sterne - der Mondhase.
Während wir hier den Mann im Mond kennen, sehen andere Kulturen von Asien bis Amerika den Hasen im Mond. Die Legenden vom Mondhasen unterscheiden sich von Land zu Land, wenn ihr interessiert sein, könnt ihr sie hier finden. Es ist wirklich faszinierend, von Ähnlichkeiten und Unterschieden zu lesen.
Nun zu ein paar Kaninchen, die mich seit Jahrzehnten fasziniert haben. Die Geschichte ist wild, irgendwie auch traumatisierend, aber das Ende ist sehr schön. Ich spreche von "Watership Down" oder bei uns auch "Unten am Fluß". Ich liebe sowohl das Buch als auch den Film, obwohl es Szenen gibt, die mir heute noch das Herz brechen. Ich heule unweigerlich am Schluß, wenn Hazel, der Anführer der Kaninchen, von El-ahrairah abgeholt wird, um Frieden nach einem langen Leben zu finden.
El-ahrairah war das erste Kaninchen und obwohl er Lord Frith, den Schöpfer der Welt, aufbrachte, bekam er das Geschenk von Geschwindigkeit, Gerissenheit, dem Graben und gutem Gehör.
Das ist er, nachdem er dieses Geschenk erhalten hat (danke für das GIF an Nightpaww).
Mehrere Kaninchen, die ich kannte, wurden von uns nach dem Buch benannt (unvergessen sind Blackie Blackavar, die beste Häschenmutter je, und die süße kleine Hyzenthlay), und die Inspiration endet nicht hier.
Dies ist mein perlengestickter Mondhase.
Wie ihr sehen könnt, hat El-ahrairah einen Teil davon inspiriert.
Durch Frith, der seit Ewigkeiten auf meiner Perlenwebliste steht, wurde ich dazu inspiriert, für den Anhänger eine fließende freie Form zu wählen.
Wieder habe ich die wunderschönen blauen Hexperlen für den Nachthimmel und goldene AB-Perlen für die Sterne benutzt.
Ich liebe einfach dieses magische Funkeln, wenn das Stück bewegt wird, und es wird definitiv nicht das letzte Mal sein, daß die Hexperlen in einem meiner Designs auftauchen.
Da, jetzt kennt ihr (fast) die ganze Geschichte zu meiner Liebe für Kaninchen und Hasen und warum ich nicht nur Spaß daran hatte, diesen Anhänger zu machen, sondern warum es auch eine Menge Erinnerungen an die letzten 36 Jahre heraufbeschwörte, manche davon bittersüß.
Während ich meine Kaninchen (und den Rest des Zoos) vermisse, sind zwei Katzen beileibe genug, um mich auf Trab zu halten, und außerdem würde ich dem Dekan nicht zutrauen, ein Kaninchen in Ruhe zu lassen. Wer weiß, vielleicht werde ich stattdessen mehr Erinnerungen durch meine Arbeit aufleben lassen.
Sonntag, 16. April 2023
Zerleg es - Das Gemälde
"Zerleg es" - die Bestandteile eines Stücks benutzen und etwas Neues daraus machen, das war die März/April-Challenge in der Jewelry Artisans Community.
Ich bin praktisch ein Profi im Zerlegen. Ich könnte auf mein Ladenschild schreiben "Zerlegt seit mindestens 2012". Da habe ich nämlich das erste Mal für einen JAC-Blogring über das Zerlegen von Stücken geschrieben.
Kürzlich hat eine andere Schmuckmacherin gefragt, wie lang andere warten, bis sie Stücke zerlegen oder zum Sonderpreis anbieten, wenn sie sich nicht verkaufen. Für mich hängt das oft davon ab,
- wie sehr ich ein Design mag - in der unendlichen Hoffnung, daß es irgendwann seine Person finden wird
- ob ich die Materialien leicht wiederverwenden oder recyclen kann - ich zerlege weniger Stücke aus Silber als andere
- wie schwierig das Zerlegen sein wird - aus Draht gehäkelte oder gestrickte Teile mit Perle in jeder Masche sind absolute das Schlimmste, aber es macht auch keinen großen Spaß, winzige Fadenstückchen aus gefädelten Stücken zu ziehen.
Wie schon 2012 kommt mein Drang, etwas zu zerlegen, gewöhnlich wie eine plötzliche Welle über mich.
Für die Challenge hatte ich zwei Teile ausgewählt, aber beide bestanden nur aus Draht und Perlen, und ich hatte keine Idee für nur Perlen. Also tobte ich mich aus und zerstörte stattdessen fünf Stücke mit Steinen, einen Cantera-Opal, einen kleinen gebohrten Boulder-Opal, zwei Jaspis-Cabochons und einen Trommelstein, in den ich mich vor vielen Jahren verliebt hatte.
Letzterer ist der Stein, den ich euch heute zeigen möchte.
Ich weiß nicht, was es für ein Stein ist, aber für mich sieht er wie ein winziges impressionistisches Landschaftsgemälde aus, ein stürmischer Himmel über Feldern. So hübsch.
Dann verhunzte ich es komplett.
Mein erster Fehler war, mich für eine Drahtwickelfassung zu entscheiden, eine Technik, mit der ich gerade erst angefangen hatte und die ich versuchte, auf einem sehr rutschigen Stein hinzubekommen, dazu noch mit Draht, der gerade mal so lang genug war. Das führte zu Fehler Nummer 2, den "dekorativen" Drähten, die die Fassung stabilisierten und, offen gesagt, aussahen, als beäuge jemand die Landschaft durch sehr seltsame Gitterstäbe. Das winzige Anhängsel konnte definitiv auch nichts retten.
Der Anhänger kam ziemlich schnell auf die Zerlegliste.
Dieses Mal entschied ich mich für Perlenstickerei. Ich hatte einen Rest Stickunterlage, der die Form einer halben Navette hatte. Der Mittelteil war gerade groß genug für den Stein.
Mein Plan war eine einfache Fassung und für die Seiten ein paar Mookaitperlen, die die Farben des Steins aufgriffen, mit fließenden Linien darum. Ich haßte meinen ersten Versuch. Der zweite Versuch gefiel mir nicht viel besser.
Zweimal ein Stück wieder auftrennen, das Teil einer Challenge zu dem Thema war, oh, die Ironie!
Ich ließ die Mitte mit dem Stein so, mit einer Peyotefassung in metallic bronze, aber die zwei Seitenteile mußten weg, schnipp schnapp.
Da kam es mir. Ich hatte ein Gemälde, das einen Rahmen brauchte und sonst nichts. Keine fließenden Linien, keine Perlen, nichts an den Seiten, kein Anhängsel.
War es Zufall, daß es in der aktuellen Sendung meiner Lieblingssendung über Handwerkskunst um einen Vergolder ging, der an einem antiken Rahmen arbeitete?
Ich habe gelesen, daß Impressionisten weiße Rahmen für ihre Arbeiten bevorzugt hätten, aber daß Sammler und Museen den kostbaren Look vergoldeter Rahmen wollten.
Um das Gefühl von "altem Rahmen" zu verstärken, fädelte ich eine Umrandung in zwei Bronzetönen und Gold.
Tut mir leid, es ist ein sehr grauer Tag, ich muß noch bessere Bilder machen.
Falls ihr euch übrigens über der Form Gedanken gemacht habt, ihr habt recht. Der Stein ist nicht symmetrisch, wie dieses Bild der Rückseite zeigt, es ist mehr eine Tropfenform, wenn ihr es sie hochkant anschaut. Also ist auch der Anhänger nicht symmetrisch, ich finde aber, das geht trotzdem.
Und habe ich gar nicht den Drang nach etwas Baumelndem verspürt? Natürlich habe ich das, das ist nichts, was ich einfach abschalten kann. Ich mußte aber nur mein kleines Bild anschauen und der Drang ging weg.
Also dann, was seht ihr?
Freitag, 2. Dezember 2022
Perlenstick-Weihnachtsstrümpfe - Das zweite Türchen
2014 schrieb ich über die Tradition von Weihnachtsstrümpfen (ich habe auch zu einem Artikel im Smithsonian Magazine mit Bildern von einer Auswahl an vintage Exemplaren verlinkt).
Die Strümpfe jedoch, über die ich heute schreiben möchte, sind nicht vintage. Ich habe sie für die Jewelry Artisans Community Challenge gemacht. Die Challenge war es, Weihnachtsschmuckstücke zu machen, die von dem berühmten amerikanischen Gedicht "'Twas the Night Before Christmas" (hier mit einer deutschen Übersetzung) inspiriert sind.
Ich hatte mehrere Ideen, entschied mich aber am Ende für die "sorgsam am Kamin aufgereihten Strümpfe". Bei allem anderen, was so in meinem Leben passiert, schaffte ich es nicht, meinen ursprünglichen Plan für die Perlenstickerei eines kleinen Kamis mit Strümpfen zu verwirklichen, stattdessen machte ich einzelne, die sowohl Anhänger als auch kleiner Baumschmuck sein können.
Sehen die Rocailles mit dem Silbereinzug und den dazu passenden Pailletten nicht wirklich festlich und funkelnd aus mit den eisigen matten Oberteilen? Ich konnte einfach nicht aufhören, bis ich alle Farben mit Silbereinzug aus meinem Vorrat benutzt (außer meinen beiden anderen Grüntönen, weil sie zu ähnlich waren) und die matten Rocailles beinahe aufgebraucht hatte.
Erst als ich am letzten, dem kleinsten, arbeitete, dachte ich mir, daß Ohrringe auch süß gewesen wären. Wie ihr sehen könnt, haben alle Strümpfe unterschiedliche Formen, weil ich den Umriß recht willkürlich auf den Untergrund gezeichnet hatte. Die Geduld für symmetrische Ohrringe konnte ich einfach nicht aufbringen. Was meint ihr, soll ich sie für nächstes Jahr auf meine Liste setzen?
Jemand sollte mir bitte sagen, daß ich nächstes Jahr auf jeden Fall früher anfangen muß, damit ich auch ein paar mit Muster ausprobieren kann!
P.S. Ein paar Tage nach dem Vorbereiten dieses Posts habe ich nochmal eine Farbe gefunden. Der einzige Unterschied ist, daß der goldene kein matt-klares Oberteil hat, sondern ein perlweißes, weil ich nicht mehr genug von den matten Rocialles übrig hatte. Es gibt immer einen, der anders sein muß! ;-)
Mittwoch, 3. August 2022
Punkte sehen - eine JAC-Challenge
Was ist euer erster Gedanke, wenn ihr "Punkte" hört? Meiner waren Lampworkperlen mit Punkten, aber als ich mir meine Vorräte anschaute, merkte ich, daß ich die meisten davon verbraucht htte, und ich hatte einfach (noch) keine Idee für eine einzelne einsame Lampworkperle.
Mein zweiter Gedanke aber für die Jewelry Artisans Community
Juli/August-Challenge waren Paillettenpunkte auf Marienkäfer. Das würde ich hinbekommen, selbst wenn eine Perlenbestellung notwendig wurde, damit ich das Projekt abschließen konnte.
Marienkäfer sind schon mehrere Male in meiner Arbeit aufgetaucht, in Perlenwebarmbändern, Ohrringen, sogar als die eine Fimoskulptur, die ich wirklich mag.
Sie alle haben sieben Punkte, so wie der originale Coccinella septempunctata, der Europäische Marienkäfer, eine Spezies, die auch in den USA eingeführt wurde.
Habt ihr jemals Ansammlungen von Marienkäfern gesehen, zum Beispiel in eurem Haus oder an einer Außenwand? Das waren wahrscheinlich Asiatische Marienkäfer
oder auch Harlekin-Marienkäfer. Sie wurden für die Kontrolle von Blattlaus-populationen in den USA eingeführt und kamen von dort auch nach Europa, haben sich aber als sehr invasive Spezies erwiesen. Es gibt sie in verschiedenen Farben und sie können eine unterschiedliche Anzahl von Punkten auf ihren Deckflügeln tragen.
Ich erinnere mich an zwei Gelegenheiten, zu denen ich solche Ansammlungen gesehen habe, einmal auf dem Badfenster eines Hotelzimmers, das geöffnet worden war. Zum Glück war die Tür zum Hotelzimmer selber geschlossen gewesen! Das andere Mal war auf einem Weg gleich außerhalb von Cambridge. Es waren so viele, daß für uns einen anderen Weg entschieden, weil es unmöglich gewesen, nicht auf sie zu treten.
Diese Marienkäferohrringe sind die europäische Art, wie ihr an ihrer Anzahl von Punkten sehen könnt, schwarze Pailletten auf perlengestickten roten Flügeln.
Sie sitzen auf ihren eigenen "Blättern", eine Umrandung aus mattgrün AB Würfelperlen.
Challengeziel erreicht! :-)
P.S. Ein kleiner Tip - verschüttet schwarze Pailletten nicht auf einer schwarzen Oberfläche, besonders nicht, wenn es schon Nacht ist. Verschüttet glänzende schwarze Pailletten am besten einfach gar nicht. Ich habe mehr Zeit als angenehm damit verbracht, sie mit einer Nadel von meiner Hand zu sammeln, weil sie wie statisch aufgeladen daran festklebten.
P.P.S. Ich habe daran gedacht, auf die gleiche Weise Melonenohrringe zu machen. Was denkt ihr, eine gute Idee oder gibt es sowieso schon zuviele Melonen rundherum?
Donnerstag, 9. Dezember 2021
Oldies but Goodies - Neutrale Farben
Vor dieser Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge hatte ich nie viel über neutrale Farben nachgedacht. Ich trage viel Schwarz und ich liebe Grau, welches zwei davon sind, aber beige, taupe, creme, braun, elfenbein, sogar weiß gehören überhaupt nicht zu meiner persönlichen Farbliste. Zum Beispiel habe ich zu Beige sogar eine sehr schwierige Beziehung, was nett ausgedrückt bedeutet, daß ich es um jeden Preis vermeide.
Die Definition für neutrale Farben ist, daß sie nicht auf dem Farbkreis liegen. Es sind gedämpfte Schattierungen, die beruhigend wirken und die Farben, die auf dem Farbkreis sind, gut ergänzen, in der Mode, aber auch im Innendesign.
Wie steht es aber mit Schmuck? Für mich ist es viel einfacher, bei Schmuck mit neutralen Farben zu arbeiten als mit bunten, weil ich immer denke, so können sie mit allem kombiniert werden.
Schauen wir mal, was die JAC-Mitglieder so zu zeigen hatten, und vergeßt nicht, dies ist nur eine kleine Auswahl.
1 My Bijou Life
2 RioRita Jewelry
3 Jewelry Art by Dawn
4 Cat's Wire
Donnerstag, 25. November 2021
Oldies but Goodies - Geometrische Formen
Wow,
die Zeit rast und es ist schon wieder eine Woche vorbeigegangen, ohne daß ich kreativ war, naja, außer einem Auftrag für ein Paar Spikekugel-Ohrringe.
Ich bin nru froh, daß wir die Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge haben, damit sie mich nicht nur an meine eigene Kreativität erinnert, sondern vor allem auch an die von anderen.
Unser Thema waren geometrische Formen, und wir bekamen wirklich ein paar Schönheiten zu sehen!
Wieviele geometrischen Grundformen gibt es? Offensichtlich sind Leute bei der Anzahl nicht unbedingt einig, manche sagen, es sind vier - Kreis, Dreieck, Quadrat und Rechteck - andere sagen sechs und rechnen den Rhombus und das Trapez dazu. Als das Mathegenie, das ich nicht bin, werde ich mich da raushalten.
Ich erinnere mich jedoch, daß wir in der Schule einmal ein Schmuckstück machen mußten. Der Plan war gewesen, uns zu lehren, wie man einfaches Lötzinn benutzt. Ich machte einen Anhänger, der aus einem Dreieck, einem Kreis und einem Quadrat bestand, wenn ich mich recht erinnere. Er wurde ziemlich lausig, hatte aber definitiv Mod-Vibes, was gut funktionierte, da wir gerade noch so in den 70ern waren.
Jedenfalls schätze ich, daß mich geometrische Formen in Schmuck damals schon faszinierten.
Die folgenden Beispiele sind soviel besser, als mein Anhänger es war. Viel Spaß!
1 Cat's Wire
2 Jewelry Art by Dawn
3 My Bijou Life
4 RioRita Jewelry
Donnerstag, 18. November 2021
Oldies but Goodies - Noch mehr Armbänder
Tragt ihr gerne Armbänder? In diesem Fall werdet ihr lieben, was ich von der dieswöchigen Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge mitgebracht habe.
Wieder einmal bietet sich eine so erstaunliche Vielfalt an Techniken, Materialien und Stilen, und dennoch zeigt meine Auswahl nicht einmal alles, das geteilt wurde.
Welches ist euer Lieblingsstück?
Ich bin in den fantastischen handgemalten Elefantenarmreif verliebt (dessen Designprozeß und WIP-Bilder Dawn vor Jahren mit uns geteilt hat, als sie hieran arbeitete), aber ich würde auch gern jedes andere von diesen Stücken tragen!
1 und 2 Jewelry Art by Dawn
3 und 8 RioRita Jewelry
4 und 6 Cat's Wire
5 und 7 My Bijou Life
Donnerstag, 11. November 2021
Oldies but Goodies - Ausbrechen
Obwohl ich eine Auszeit vom Bloggen genommen hatte, lief die Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge die letzten paar Monate über weiter.
Jetzt ist es an der Zeit für mich, meine Auswahl wieder mit euch zu teilen.
Unser Thema in der letzten Woche war "Ausbrechen".
Kunsthandwerker und Künstler sind auch nur Menschen. Viele von uns mögen ihre Komfortzone, und es ist immer verführerisch, in ihr zu bleiben, besonders wenn das Ergebnis etwas ist, mit dem man bereits Erfolg hatte. Es kann aber niemals schaden, einen kleinen Schritt aus dieser Zone zu machen.
Die Herausforderung war es, etwas zu zeigen, das zu machen ungewöhnlich war, zum Beispiel, weil es in Farbe, Form oder Stil anders war als wir es gewöhnt sind. Wir bekamen also ein paar erste Versuche mit neuen Designs oder Techniken zu sehen, und davon werde ich jetzt ein paar mit euch teilen.
1 RioRita Jewelry
2 Jewelry Art by Dawn
3 beYOUteous
4 Cat's Wire
5 My Bijou Life
Donnerstag, 3. Juni 2021
Oldies but Goodies - Nebel und Dunst
Ich bin von Nebel fasziniert, er macht mich aber auch nervös.
Es ist das eine, über eine Landschaft zu schauen, die wunderschön von Dunst bedeckt ist, oder in deinem Auto in einer großen Schüssel "Erbsensuppe" festzusitzen (wie es mir einmal an Silvester passiert ist) oder, noch schlimmer, in Smog with dem tödlichen "Great Smog" in London 1952, den die Menschen einfach nur für den gewöhnlichen Nebel hielten, mit dem sich Londoner herumschlagen müssen.
In der heutigen Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge
geht es aber nur um die schöne Variante. Zum Beispiel füge ich meinen perlengewebten Silhouette-Stücken gern Nebelschwaden hinzu, aber es ist auch erstaunlich, wie manche Steine oder andere Materialien Dunst oder Nebel nachzubilden scheinen.
Hier ist meine Auswahl für diese Woche, ich denke, ich habe ein paar echte Schönheiten herausgesucht.
1 Jewelry Art by Dawn
2 Cymberrain
3 Cat's Wire
4 RioRita
5 My Bijou Life
Donnerstag, 27. Mai 2021
Oldies but Goodies - Spiel mit mir
Eine neue Woche, eine neue Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge.
Spielt ihr mit eurem Schmuck? Verdreht eine Kette, spielt mit Fransen oder baumelnden Teilen, berührt die Steine, schüttelt den Kopf, um eure Ohrringe fliegen zu lassen, spielt mit einem Spinnerring oder dreht einfach nur einen Ring um euren Finger ...
Wenn ihr diese Frage mit einem Nein beantwortet habt, schlage ich vor, ihr probiert es mal, es macht Spaß. Manchmal hilft es euch vielleicht, ruhiger zu werden, wenn ihr nervös seid, oder ihr befriedigt einfach das Spielkind in euch.
Ich habe eine Halskette, die so lang ist, daß ich eine Menge mit ihr machen kann, vor allem in Meetings, und manchmal frage ich mich, ob es wohl andere nervös macht, mir zuzusehen. Vielleicht sollten wir für jeden vor einem Meeting "Spielschmuck" austeilen?
Von den vielen gezeigten Stücken habe ich heute fünf ausgewählt. Welches würdet ihr euch für ein Meeting aussuchen? ;-)
1 My Bijou Life
2 Jewelry Art by Dawn
3 RioRita
4 Cymberrain
5 Cat's Wire
Donnerstag, 20. Mai 2021
Oldies but Goodies - Perlen
Was ist eine Perle? Im Deutschen ist das nicht so einfach. Wikipedia hat einen Eintrag unter Perle im originalen Sinn der Perle aus einer Muschel und einen für künstliche Perlen, in dem steht, daß diese aus künstlichen Materialien mit zahlreichen Methoden hergestellt werden und zur Weiterverwendung mit Löchern versehen werden.
Vielleicht ist das nur meine Meinung, aber ich finde, künstliche Perlen trifft es nicht. Darunter würde ich etwas verstehen, das wie eine Muschelperle aussieht, aber nicht aus natürlichem Perlmutt ist. Schließlich können Perlen aus Stein sein, also einem natürlichen Material. Natürlich gibt es sie auch aus anderen Materialien, Glas, Plastik, Holz, Metall und mehr und auch in allen möglichen Größen, Formen und Farben. Hauptsache, sie haben ein Loch.
Perlen können außerdem süchtig machen, weil es soviele Arten gibt, sie zu benutzen!
Nur ein paar dieser Arten werden durch die heutige Collage von Stücken aus der letzten Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge repräsentiert.
Wir haben handbemalte Perlen, große und kleine, handgemachte Perlen aus Silber, unterschiedliche Farben, Glas, Holz, Stein ... und trotzdem ist dies nur ein sehr kleiner Blick in die Welt der Perlen!
1 und 10 Cat's Wire
2 und 3 My Bijou Life
4 und 7 RioRita
5 und 6 Jewelry Art by Dawn
8 und 9 Silver Jewellery Girl
Sonntag, 16. Mai 2021
Der Strand ruft
Unsere zweimonatliche Challengemeisterin in der Jewelry Artisans Community
hat uns ganz durcheinandergebracht. Die Challenge ist übrigens zweimonatlich, nicht die Meisterin. Seht ihr, wie durcheinander ich bin?? ;-)
Versuchen wir das nochmal. Alle zwei Monate haben wir eine Themenchallenge in JAC, und die Gute wählte diesmal perfekt zueinander passende Ohrringe. Großartig. Wir wissen alle, daß Ohrringe bei mir hinhauen oder eben überhaupt nicht. Trotzdem habe ich welche gemacht, nur um dann herauszufinden, daß sie das Thema inzwischen auf Strand geändert hatte, um es uns vielbeschäftigten Menschen leichter zu machen. Geschieht mir recht, wenn ich einen Post beim Lesen auslasse.
Strand, Strand, Strand, da war der Strand in Wales, den wir trotz der Schilder niemals gefunden hatten (ich glaube immer noch, daß es Fäschungen waren, nur dafür gedacht, mich in das Feld voller Kühe zu locken). Der einzige Strand, an den ich mich wirklich erinnere, war der bei Bodega Bay. So lange her, daß ich das letzte Mal dort war, mehr als 20 Jahre!
Möwen, seltsames Zeug auf dem Sand - wahrscheinlich Algen und Überreste von Quallen - Sanddollars, andere Vögel und Muscheln ... ich wußte ja, es würden Muscheln werden.
Muscheln sind in Schmuck so leicht zu benutzen und ich hatte eine Reihe von größeren, die mir eine Kollegin geschenkt hatte. Ich habe Muscheln mit Netztechnik verarbeitet und sie mit Draht umhäkelt, ich habe sie aus Fimo gemacht, aber ihr habt es ja vielleicht schon gemerkt, in letzter Zeit habe ich viel Spaß mit Perlenstickerei. Tut mir leid, wenn das langweilig wird, Leute.
Am schwierigsten war es, eine der Muscheln auszuwählen, und als ich sie dann erstmal auf den Untergrund geklebt hatte, war es am schwierigsten, mich zu entscheiden, was ich eigentlich damit nun tun wollte. Tatsächlich fand ich, daß sie schön war, ohne daß ich viel hinzufügte, und wie es das Glück wollte, hatte ich genau die perfekten Perlen, um eine Fassung in den Farben der Muschel selber zu machen. Einen Moment lang war ich in Versuchung, es einfach dabei zu belassen, entschied mich dann aber für eine einzelne Reihe mit metallic bronzefarbenen Perlen als Kontrast.
Nun brauchte sie noch ein paar Perlen. Ich weiß, ich weiß, das ist kein bißchen originell, aber Muscheln verlangen einfach nach Perlen.
Meine erste Idee war es, eine Reihe rundherum zu sticken, dann hob aber meine Fransensucht ihren allgegenwärtigen Kopf und ich konnte mich einfach nicht zurückhalten und machte ein paar baumelnde Fransen.
Bei der letzten Entscheidung ging es um die Kette. Ich dachte über eine Öse nach, versteckt oder nicht, Kette, Kordel, sonst noch alles, was ich nicht hatte, also bestellte ich Perlen für eine einfache gefädelte Kette.
Voilà, hier ist sie!
Glaubt ihr, sie wird die Challengemeisterin erfreuen?
Donnerstag, 13. Mai 2021
Oldies but Goodies - Frisch
Ich dachte, ich höre nicht recht, als man mir letzte Woche sagte, daß für den Samstag 30° C vorausgesagt waren.
Ich schätze mal, die Wahl für das neue Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge-Thema war nicht so schlecht gewesen - es war "frisch", als wäre es dafür gedacht, die Hitze abzuwehren, die da draußen lauerte und nur darauf wartete, mich zu erwischen ;-)
Frisch hat aber soviel mehr Bedeutungen außer kühl, daß das keine sehr schwierige Challenge war. Es kann alles Mögliche bedeuten - neu, angenehm, nicht salzig, nicht künstlich, entspannt und mehr, je nach Kontext.
Am einfachsten war es, frische Farben zu zeigen, aber bei einem Stück hat das Wort eine andere Bedeutung, einen amerikanischen Slangausdruck, nämlich "fresh" im Sinne von unserem "frech". Meine Oma hätte dafür keß benutzt, sie nannte mich gern keß, wenn ich nicht mit ihr einer Meinung war ;-)
Könnt ihr erraten, welches Stück das ist?
1 My Bijou Life
2 Cymberrain
3 RioRita
4 Jewelry Art by Dawn
5 Cat's Wire
Donnerstag, 6. Mai 2021
Oldies but Goodies - Formen
Dieser Post für die letzte Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge
ist meinem Mathelehrer in der 7. Klasse gewidmet. Sie haben es versucht, Herr Haasl, das haben Sie wirklich, aber egal wie oft gesagt wird, daß Mädchen Mathe genauso gut wie Jungen können, ich habe einfach nicht zu denen gehört. Es war ja nicht nur Mathe, ich hatte auch mit Chemie und Physik zu kämpfen - und um ehrlich zu sein, ich war einfach nicht daran interessiert, die Tiefen der Wissenschaft selber zu erkunden - aber ich glaube, Geometrie hat wahrscheinlich meinen einzigen echten Zusammenbruch in der Schule verursacht. Sie haben mich getröstet, mich ermutigt, und es tut mir leid, daß es nicht funktioniert hat, denn Sie waren echt einer von den Guten und auch ein netter Mensch und Nachbar, bis Sie uns viel zu früh verließen.
Ihr, meine Lieben, müßt jetzt allerdings weder etwas erklären noch berechnen oder beweisen, ihr könnt euch einfach zurücklehnen und euch die Formen anschauen, die wir für euch in der heutigen Challenge haben. Bin ich nicht auch ein netter Mensch? :-D
1 Jewelry Art by Dawn
2 My Bijou Life
3 Cat's Wire
4 RioRita
5 Silver Jewellery Girl
Donnerstag, 29. April 2021
Oldies but Goodies - Noch mehr Draht
Draht war in JAC schon immer ein großes Thema, aber bisher haben wir es nur einmal vorher als Thema für die Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge benutzt. Ändern wir das heute.
Draht ist ein unglaublich vielseitiges Material und es gibt viele Techniken, um ihn zu bearbeiten, nicht nur in Schmuck, sondern auch für andere Zwecke, von Blumenständern oder Filtern (habt ihr schon mal vom Drahtwebstuhl gehört?) bis hin zu Küchenutensilien und mehr aus Kyoto, von Hand als Drahtnetz gearbeitet (genannt Kanaami).
Unter den Schmucktechniken findet man Drahtwickeln, -weben, -häkeln und -stricken (Spulen- und Wikingerstricken eingeschlossen), aber auch Makramee und andere Techniken.
Das gibt es schon ewig, seit Tausenden von Jahren. Um mit Draht zu arbeiten braucht man nicht unbedingt viel Werkzeug, Zangen und ein Drahtschneider reichen schon aus, man braucht keine Hitze, man muß nicht löten oder gießen, man kann es praktisch überall tun, und man kann den Draht mit allen möglichen Materialien benutzen, Edelsteinen, Perlen, gefundene Objekte oder ihn einfach so lassen.
Dies sind nur ein paar der Stücke, die bei der Challenge gezeigt wurden. Viel Spaß.
2 Silver Jewellery Girl
3 Cat's Wire
4 RioRita
5 My Bijou Life
Donnerstag, 22. April 2021
Oldies but Goodies - Noch mehr Cabochons
Cabochons. Ich habe schon früher darüber gesprochen und wir hatten auch vor ein paar Jahren auch schon eine Jewelry Artisans Community
Oldies but Goodies Challenge mit diesem Thema. Ich bin mir sicher, daß wir noch einige mehr machen könnten mit all den Cabochons, die in den Schubladen unserer Mitglieder schlummern, lose oder bereits in fertigem Schmuck verarbeitet.
Cabochons waren die früheste Art, Schmucksteine zu behandeln, bevor Menschen das Edelsteinschneiden entwickelten. Sie haben üblicherweise eine flache Rück- und eine polierte, gerundete Vorderseite, keine Facetten. Opake Steine werden zu Cabochons verarbeitet, weil sie kein Funkeln haben, das durch Facetten verstärkt wird. Trotzdem findet man auch facettierte opake Steine, genauso wie man durchsichtige Steine findet, die nicht facettiert sind, sondern Cabochons.
Es gibt eine Familiengeschichte über ein Ringgeschenk. Die junge Empfängerin war nicht glücklich, weil der Ring einen opaken Cabochon hatte. Ich schätze, die meisten jungen Mädchen bevorzugen ein bißchen Funkeln oder wenigestens war das in meiner Jugend so, vor Urzeiten ;-) Ich brauchte sehr lang, um die Schönheit von opaken Cabochons anzuerkennen.
Menschen nutzen unterschiedliche Techniken, um Cabochons in ihrem Schmuck einzuarbeiten, Zargen- oder Krappenfassungen, Drahtwickeln und -weben inklusive der Netztechnik, Drahthäkeln oder -stricken, PMC oder Fimo, sogar Makramee mit Kordel oder Draht.
Cabochons können auch alle möglichen Formen haben. Sie kommen als Ovale, rund, quadratisch, rechteckig, Tropfen, aber auch in Freiform. Steinschneider haben endlose Phantasie!
Die JAC-Mitglieder haben so viele Schönheiten gezeigt, daß ich mich damit schwertat, etwas für die heutige Collage auszuwählen, also habe ich heute etwas mehr für euch ;-)
1/7/12 RioRita
2/9/11 Cat's Wire
3/8 Jewelry Art by Dawn
4/6/13 My Bijou Life
5/10 Silver Jewellery Girl




























