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Samstag, 5. August 2023

Einfach nur so Samstag - Noch mehr fröhliches Gelb in meinem Leben!

Erinnert ihr euch an meine Kindheitserinnerungen mit dem bunten "Arabella / Boston" Geschirr aus den 60ern? Das hat echt meine Liebe zu Gelb wiederbelebt. Nicht daß die ganz weg gewesen wäre, aber Gelb ist in Schmuck etwas schwierig zu verwenden, zumindest für mich, und als Kleidung funktioniert es an mir auch nicht. Ich wollte wenigstens immer ein Zimmer mit gelben Wänden, aber nicht mal das durfte ich habe (das ist eine längere Geschichte, die ich euch ersparen werde).
Geschirr ist eine sehr gute Art, Gelb in mein Leben zu bringen.

Jetzt gibt es aber ein Problem mit meinem Arabella-Gedeck.


Schaut euch die Tasse an. Jeder, der mich kennt, weiß, daß das für mich gerade mal ein Schlückchen ist (ich trinke Kaffee übrigens nur als Cold Brew oder Eiskaffee). Ich bin nicht gut darin, eine Tasse zu halten, mit dem kleinen Finger in der Luft, anders als eine Freundin in der Schule, die das tat, ohne es selber zu merken, was mich immer wieder amüsierte.

Für den täglichen Gebrauch bin ich absolut ein Bechermädchen, je größer, um so besser. Ich habe eine MENGE Becher und obwohl ich doch einige davon benutze, ist der größte mein Liebling. Wenn er nicht zu heiß ist, was selten vorkommt, weil ich kalte Getränke bevorzuge, halte ich ihn nicht mal am Henkel, weil er in vollem Zustand recht schwer werden kann.
Große Becher oder Tassen sind ebenfalls eine Kindheitserinnerung für mich. Der Vater meiner Patin, der Bauer war, hatte eine große Frühstückstasse, wegen der ich sogar schon als Kind sehr neidisch war. Ich kann ihn immer noch an diesem Tisch sitzen sehen und Kühe und Heu und Landluft riechen - ganz und gar nicht negativ gemeint - und mich bequem und glücklich fühlen, während ich ihm dabei zuschaue, wie er seinen Morgenkaffee trinkt.

Also hatte ich diese Idee ... wie wäre es, wenn ich mich nach einer Töpferei in der Gegend umschauen und fragen würde, ob sie mir einen gelben Becher machen könnten? Natürlich hätte ich online nach einem gelben Becher suchen können, aber 1. ich mag Handgemachtes - wer hätte das gedacht, 2. ich unterstütze gerne lokale Kunsthandwerker, wenn möglich - nicht immer leicht, abhängig davon, was man braucht oder will, 3. ich wollte kein einheitliches Gelb, sondern eines, das mich an Arabellas streifiges Erscheinungsbild erinnerte.


Ich ging online, fand die "Töpferei auf dem Jackenhof" (ein ehemaliger Hof in einem Dorf nicht weit von ihr, das eine ganze Ansammlung von Höfen hat) und schickte ihnen eine Mail mit dem Bild von Arabella und der Erklärung, was ich wollte. Ein paar weitere Mails gingen hin und her, um Details über Größe und Form der beiden Becher abzuklären. Ja, inzwischen hatte ich beschlossen, daß ich natürlich zwei brauchte.

Gestern bekam ich Bescheid, daß ich sie abholen konnte. Mein "Chauffeur", der auch noch nicht vorher auf dem Jackenhof gewesen war, und ich waren begeistert darüber, wie idyllisch das Haus lag, ab von der Straße, auf der anderen Seite graste ein Alpaka (dort ist ein Alpakahof), Bäume und darunter Skulpturen. Es mag sich kitschig und albern anhören, aber ich bekam dieses 80er Gefühl von "Alternativen", was mich an handgestrickte Socken und Pullis denken ließ, an den Anfang des "grünen" Denkens, das Teetrinken aus handgemachter Töpferware, bunte Halstücher aus Indien, und tatsächlich las ich anschließend, daß die Werkstatt 1987 eröffnet wurde, also spürte ich vielleicht das und es war gut ;-)

Drinnen willkommen geheißen fragte ich nach meinen Bechern, und die Töpferin sagte, sie hätte zwei zur Auswahl, das eine war mehr ein bräunliches Gelb, aber ich wählte natürlich sofort das leuchtende. Sie sagte, die dunklen seien mit Glasur gemacht und die beiden anderen gemalt, was den Bechern genau das Aussehen gab, das ich gewollt hatte. Ich war so happy and werde es bestimmt lieben, sie zu benutzen. Vielleicht ist es ja gut, daß die Töpferei nicht einfach mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen ist oder ich könnte das schon einiges an Geld liegen lassen, obwohl die Becher sehr vernünftig im Preis waren und sogar soviel kosteten wie die Standardbecher, obwohl ich um größere gebeten hatte.
Könnt ihr auf dem Bild erkennen, daß sie nicht genau gleich aussehen? Die Form, Größe und oberen Rände sind etwas unterschiedlich. Ich mag das, weil es zeigt, daß sie Handarbeit sind.


Außerdem konnte ich dem Kauf einer Katze nicht widerstehen - irgendwer überrascht? - die ein Salzstreuer ist, für mich aber nur eine Katze sein wird, und es kam noch ein Likörbecher dazu, in dessen Farbe und Form ich mich verliebte und den ich gerne für meinen geliebten Drambuie verwenden werde.


Habt ihr einen Lieblingsbecher oder ein getöpfertes Lieblingsstück?

Dienstag, 4. Juli 2023

Sommer, Sonne, Sonnenblume

Als unsere Challengemeisterin der Jewelry Artisans Community Sonnenblumen für unsere neue Challenge wählte, war meine Reaktion, daß ich ganz "ausgeblumt" war, weil ich in den Jahren zuvor schon mehrere gemacht hatte.

Und dann, in einem plötzlichen Ausbruch von Produktivität und unterstützt vom 80er Charme von Richard Carpenter's "Robin Hood" als Hintergrundgeräusch, begann ich ein Paar Ohrringe zu machen.
Seid nicht zu aufgeregt, dies ist nur ein weiteres Beispiel von Ohrringen, die sich auf magische Weise in einen Anhänger verwandeln.

Zuerst stickte ich zweimal die Mitte aus Perlen. Wie konnte mir nicht auffallen, daß die Blütenblätter daraus sehr große Ohrringe machen würden?
Naja, es fiel mir tatsächlich auf und trotzdem beschloß ich weiterzumachen. Ich habe selber immer begeistert große, witzige Ohrringe getragen.

Als ich mit den fröhlichen gelben Blütenblättern anfing - ich habe dieser Tage echt meine Kindheitsliebe für gelb wiederentdeckt - wurde mir aber schnell klar, daß ich das nicht durchziehen würde. So viele Blätter! Eine Reihe in Ziegelsteinstich, eine etwas kleinere in Herringbonestich und eine dritte kleine als Umrandung für die Mitte dauerte wie so oft viel länger, als ich erwartet hatte.
Nur daran zu denken, das ein zweites Mal machen zu müssen, führte zum Verwurf der Ohrringidee.

Eine versteckte Öse und eine süße kleine Lampworkbiene später ... tadaaa.

Mittwoch, 26. November 2014

Oldies but Goodies - Gelb

Die nördliche Halbkugel erwartet den Winter, tatsächlich hat der Winter an einigen Stellen schon ziemlich böse zugeschlagen. Was kann besser sein, um den Tag ein wenig aufzuhellen als die Sonnenfarbe Gelb?
Gelb scheint beim Schmuck ziemlich selten zu sein, zumindest waren einige von uns irgendwie baff über die Vorstellung, für die Oldies but Goodies Challenge in der Jewelry Artisans Community etwas Gelbes finden zu müssen. Was sie gefunden haben, könnt ihr in diesem Thread sehen, aber wie immer ist hier ein Schnupperbild davon, was euch erwartet.



Mittwoch, 25. November 2009

Spiel mit Saphiren

Vor einer ganzen Weile habe ich einen halben Strang kleiner facettierter Saphire in allen Farben des Herbstes gekauft, orange, gelb, grünlich, fast alles außer blau. Zu dieser Zeit hatte ich keine Ahnung, was ich damit machen sollte. Immer wieder mal holte ich sie heraus und wartete auf die Muse, damit sie mir sagen würde, wie ich sie ihrer Meinung nach benutzen sollte.
Ihr kennt meine Muse inzwischen (zumindest die Leser meines englischen Blogs haben sie schon öfter erleben dürfen ;-))
. Wenn sie nicht in Laune ist, bleibt sie einfach ruhig, und wenn sie es ist, wird sie leicht gewalttätig ;-)
Als ich also letztens einen Blick auf die Steine warf, befahl sie mir, sie auf den Draht zu ziehen und sie dann übernehmen zu lassen (sie haßt den Teil, in dem man zuerst die Perlen auffädeln muß, ich nehme an, es ist zu langweilig für sie). Und Junge, hat sie plötzlich übernommen!
Ich hatte eine vage Idee gehabt, als ich zu der geschlossenen Navetteform aus Silberdraht griff und ich hatte darüber nachgedacht, ihr ein bißchen Funkeln zu verpassen, aber plötzlich war überall Funkeln.


Dann erinnerte ich mich, daß ich noch eine auf der Strickliesel gefertigte Kette hatte, und obwohl ich nicht glücklich über den letzten Anhänger gewesen war, mit dem ich sie kombiniert hatte, gab sie der Sache in diesem Fall doch den richtigen Extrakick.




Nun waren noch ein paar Saphire auf dem Draht, als ich ihn also ein paar Tage später herausholte, fragte ich mich, was für eine Kleinigkeit ich daraus machen könnte.
Hier ist das Ergebnis - ein "Ball" aus Feinsilberdraht mit Tupfen. Nicht ganz das, womit man seine Kinder spielen läßt. Ich bezweifle auch, daß er sehr gut springt.



Dies ist ein Nachtbild, ich hoffe, ihr könnt euch vorstellen, wie es im Licht aussehen wird ....