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Samstag, 1. März 2025

Einfach nur so Samstag - Kaffeebecher

Kaffeebecher - wir alle haben sie wahrscheinlich und wir haben wahrscheinlich auch einen Lieblingsbecher.
Es ist nicht das erste Mal, daß ich über Becher spreche.
Da gab es einmal natürlich einen anderen "einfach nur so Samstag", an dem ich euch die für mich angefertigten gelben Becher gezeigt habe, die ich noch so liebe wie am ersten Tag und die meine persönlichen Favoriten sind.
Außerdem hat eine meiner Freundinnen vor ein paar Tagen unter dem Hashtag #alletassenimschrank ein Bild von ihrem Schrank voller Kaffeebecher gezeigt.
Das Bild erinnerte mich an das eine Mal, als ich selber ein Bild meines Schranks voller Katzentassen geteilt und die Geschichte meiner Miss-Piggy-Tasse erzählt habe - vor 15 Jahren! - inspiriert von einer anderen Bloggerin, die Leute um ihre Tassen- und Bechergeschichten gebeten hatte.
Wow, ich habe in dieser Einleitung ganz schön oft Becher gesagt, nicht wahr?


Seither ist meine Sammlung nicht kleiner geworden, in der Tat habe ich so viele Becher, daß es geradezu lächerlich für eine Singlefrau ist, die gewöhnlich nie mehr als zwei weitere Leute zu Besuch hat.

Was ist die Geschichte von Kaffeebechern? Und was ist der Unterschied zwischen einem Becher und einer Tasse? Warum ist es so schwierig, Becher auszumisten, selbst wenn man immer nur dieselben benutzt? Warum sind Becher ein so beliebtes Geschenk (ja, die Mehrheit von meinen waren Geschenke, was teilweise die Antwort auf die vorherige Fragte ist)?

Fangen wir mit der Geschichte an.
Becher gab es schon immer, naja, nicht immer, aber schon sehr lange. Wahrscheinlich waren sie schon damals ein beliebtes Geschenk. Ich habe unterschiedliche Informationen gefunden, mal steht da, 12000 v. Chr., 10000 v. Chr., über 8000 Jahre alt, dann wieder 3900, und so könnte ich weitermachen. Ich bleibe mal auf der sicheren Seite und sage einfach, daß es sie seit Tausenden von Jahren gibt.
Uralte Becher waren aus Holz oder Knochen gemacht, später aus von Hand geformtem Ton, Leder, unterschiedlichen Metallen, bis dann die Töpferscheibe erfunden wurde und schließlich das Porzellan, das ermöglichte, die Becherwände dünner zu machen.

Ich bin selber noch mit Tassen aufgewachsen und irgendwie fühlt es sich so an, als wäre Miss Piggy tatsächlich mein erster echter Becher gewesen. Vielleicht war es ja mein erster eigener und sticht deshalb heraus. Ich habe aber auch noch eine ganze Anzahl von Tee- und Kaffeetassen in meinem Service.
Was ist denn überhaupt der Unterschied zwischen einer Tasse und einem Becher? Gerade im Deutschen ist das auch nicht weniger verwirrend als "cup" und "mug" im Englischen.
Ein Becher hat nämlich eigentlich keinen Henkel, aber ein Kaffeebecher hat das schon. Man hört auch mal Henkelbecher, aber warum ist das dann nicht automatisch eine Tasse? Ist das wie im Englischen, wo jeder "mug" eine "cup" ist, aber nicht jede "cup" ein "mug"? Irgendwie schon, denn obwohl ein Kaffeebecher normal auf etwas Zylindrisches hinweist, das größer ist als eine Tasse, werden auch hierfür beide Begriffe verwendet. Ich selber sage zum Beispiel zu allem Tasse, was einen Henkel hat und aus dem man trinkt, während ich alles ohne Henkel als Becher bezeichne.
Und natürlich gibt es auch noch andere Ausdrücke, zum Beispiel Humpen, und ganz ehrlich, manche sogenannte Kaffeebecher sind eigentlich von der Größe her schon eher Humpen. Ich habe sogar schon meinem Milchkrug getrunken, den ich gekauft habe, weil ich ihn hübsch fand, aber nicht, um damit Milch auszuschenken, außer in sehr seltenen Fällen. Und manchmal ist eine Suppentasse auch eine Kaffeetasse.
Da hilft auch die Unterscheidung nicht unbedingt weiter, daß eine Tasse normal eine Untertasse hat, ein Kaffeebecher aber nicht.

Das ist wirklich alles sehr verwirrend. Wie haltet ihr es mit den Bezeichnungen?

Mein Lieblingsgedeck aus der Kindheit "Arabella / Boston"
von Royal Sphinx Maastricht

Kaffeebecher sind außerdem definitiv weniger formell. Sie lassen sich einfacher herumtragen und abstellen, auch ohne Untertasse. Darum stehen sie wahrscheinlich auch mehr an Stellen herum, wo sie nicht hingehören, weil man sie so leicht überall hin mitnehmen kann.
Ein altmodisches Kaffeekränzchen, wie hier beschrieben, kann ich mir mit Bechern nicht vorstellen.

Warum ist es so schwierig, Kaffeebecher auszumustern, selbst wenn man sie nicht benutzt?
Vielleicht bin ich ja die einzige, die dieses Problem hat, und vielleicht ist es nicht hilfreich, daß ich zwar meinen Platz mehr oder wenig aufgebraucht habe, daß er mir aber noch nicht komplett ausgegangen ist.
Praktisch alle meine Becher haben eine Geschichte dazu, warum ich sie bekommen habe - meist als Geschenk, wie schon erwähnt - wo oder wann ich sie bekommen habe. Auf den meisten sind Katzen - aus irgendeinem Grund denken Leute, daß ich Katzen mag - aber es gibt auch ein paar andere. Ich kann keine Katzentassen rauswerfen, Bast würde mich zweifelsohne niederstrecken.
Es gibt aber welche, die ich rausgeschmissen habe, Werbetassen zum Beispiel, die ihren Weg durch den Ex hierher gefunden habe, von Firmen oder Konferenzen. Denn das ist der Witz an Kaffeebechern, nicht wahr? Sie können einfach sein, sie können bunt sein, sie können Bilder, Zitate, Namen haben, sie können Souvenirs sein, die einen an eine Reise oder eine Veranstaltung erinnern, sie können "magisch" sein und von schwarz nach weiß wechseln, um ein Bild zu enthüllen, wenn man etwas Heißes hineingießt, sie können kommerziell hergestellt sein oder aufwendig von Hand, es gibt einfach für jede Gelegenheit einen und wenn nicht, kann man sich einfach einen machen lassen.
Kein Wunder, daß sie als Geschenk so beliebt sind.

Ich zeige euch mal ein paar von meinen.
Also - HABT ihr einen Lieblingsbecher?

Einer der wenigen Becher, die ich tatsächlich
selber gekauft habe. Dieser hatte einen
Sonderpreis,  weil das Sieb fehlt.

Nicht nur die Antwort meiner Katzen, wenn ich sie bitte,
ihre Katzenklos sauberzumachen, sondern auch oft meine
Stimmung in diesen Tagen - vor allem nachdem ich
Nachrichten gesehen oder gelesen habe. Ich habe zwei
davon von einem sehr guten Freund bekommen, eine für
daheim und eine für die Arbeit, aber dann kam die
Pandemie, also sind beide hiergeblieben.

Ein Geschenk von einer Kollegin vor vielen
Jahren. Tolle Größe für einen Becher
und ich liebe den Henkel!

Ihr kennt meine Liebe für kleine Panther ❣
Ich finde es lustig, daß die Katze auf dem
Kaffeebecher in einer Tasse sitzt.
Manchmal bin ich so einfach zu amüsieren.

Das war ein Geschenk von einer anderen Kollegin.

Unfaßbar ... eine Nicht-Katzentasse,
Geschenk von einer Freundin 😉

In Terry Pratchetts "Maskerade" wird Greebo
ungefähr so beschrieben, daß er für Nanny Ogg
nur eine größere Version des kleinen pelzigen
Kätzchens ist, das er mal war. Für alle
anderen ist er eine vernarbte Kugel
einfallsreicher Bösartigkeit.

Samstag, 5. August 2023

Einfach nur so Samstag - Noch mehr fröhliches Gelb in meinem Leben!

Erinnert ihr euch an meine Kindheitserinnerungen mit dem bunten "Arabella / Boston" Geschirr aus den 60ern? Das hat echt meine Liebe zu Gelb wiederbelebt. Nicht daß die ganz weg gewesen wäre, aber Gelb ist in Schmuck etwas schwierig zu verwenden, zumindest für mich, und als Kleidung funktioniert es an mir auch nicht. Ich wollte wenigstens immer ein Zimmer mit gelben Wänden, aber nicht mal das durfte ich habe (das ist eine längere Geschichte, die ich euch ersparen werde).
Geschirr ist eine sehr gute Art, Gelb in mein Leben zu bringen.

Jetzt gibt es aber ein Problem mit meinem Arabella-Gedeck.


Schaut euch die Tasse an. Jeder, der mich kennt, weiß, daß das für mich gerade mal ein Schlückchen ist (ich trinke Kaffee übrigens nur als Cold Brew oder Eiskaffee). Ich bin nicht gut darin, eine Tasse zu halten, mit dem kleinen Finger in der Luft, anders als eine Freundin in der Schule, die das tat, ohne es selber zu merken, was mich immer wieder amüsierte.

Für den täglichen Gebrauch bin ich absolut ein Bechermädchen, je größer, um so besser. Ich habe eine MENGE Becher und obwohl ich doch einige davon benutze, ist der größte mein Liebling. Wenn er nicht zu heiß ist, was selten vorkommt, weil ich kalte Getränke bevorzuge, halte ich ihn nicht mal am Henkel, weil er in vollem Zustand recht schwer werden kann.
Große Becher oder Tassen sind ebenfalls eine Kindheitserinnerung für mich. Der Vater meiner Patin, der Bauer war, hatte eine große Frühstückstasse, wegen der ich sogar schon als Kind sehr neidisch war. Ich kann ihn immer noch an diesem Tisch sitzen sehen und Kühe und Heu und Landluft riechen - ganz und gar nicht negativ gemeint - und mich bequem und glücklich fühlen, während ich ihm dabei zuschaue, wie er seinen Morgenkaffee trinkt.

Also hatte ich diese Idee ... wie wäre es, wenn ich mich nach einer Töpferei in der Gegend umschauen und fragen würde, ob sie mir einen gelben Becher machen könnten? Natürlich hätte ich online nach einem gelben Becher suchen können, aber 1. ich mag Handgemachtes - wer hätte das gedacht, 2. ich unterstütze gerne lokale Kunsthandwerker, wenn möglich - nicht immer leicht, abhängig davon, was man braucht oder will, 3. ich wollte kein einheitliches Gelb, sondern eines, das mich an Arabellas streifiges Erscheinungsbild erinnerte.


Ich ging online, fand die "Töpferei auf dem Jackenhof" (ein ehemaliger Hof in einem Dorf nicht weit von ihr, das eine ganze Ansammlung von Höfen hat) und schickte ihnen eine Mail mit dem Bild von Arabella und der Erklärung, was ich wollte. Ein paar weitere Mails gingen hin und her, um Details über Größe und Form der beiden Becher abzuklären. Ja, inzwischen hatte ich beschlossen, daß ich natürlich zwei brauchte.

Gestern bekam ich Bescheid, daß ich sie abholen konnte. Mein "Chauffeur", der auch noch nicht vorher auf dem Jackenhof gewesen war, und ich waren begeistert darüber, wie idyllisch das Haus lag, ab von der Straße, auf der anderen Seite graste ein Alpaka (dort ist ein Alpakahof), Bäume und darunter Skulpturen. Es mag sich kitschig und albern anhören, aber ich bekam dieses 80er Gefühl von "Alternativen", was mich an handgestrickte Socken und Pullis denken ließ, an den Anfang des "grünen" Denkens, das Teetrinken aus handgemachter Töpferware, bunte Halstücher aus Indien, und tatsächlich las ich anschließend, daß die Werkstatt 1987 eröffnet wurde, also spürte ich vielleicht das und es war gut ;-)

Drinnen willkommen geheißen fragte ich nach meinen Bechern, und die Töpferin sagte, sie hätte zwei zur Auswahl, das eine war mehr ein bräunliches Gelb, aber ich wählte natürlich sofort das leuchtende. Sie sagte, die dunklen seien mit Glasur gemacht und die beiden anderen gemalt, was den Bechern genau das Aussehen gab, das ich gewollt hatte. Ich war so happy and werde es bestimmt lieben, sie zu benutzen. Vielleicht ist es ja gut, daß die Töpferei nicht einfach mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen ist oder ich könnte das schon einiges an Geld liegen lassen, obwohl die Becher sehr vernünftig im Preis waren und sogar soviel kosteten wie die Standardbecher, obwohl ich um größere gebeten hatte.
Könnt ihr auf dem Bild erkennen, daß sie nicht genau gleich aussehen? Die Form, Größe und oberen Rände sind etwas unterschiedlich. Ich mag das, weil es zeigt, daß sie Handarbeit sind.


Außerdem konnte ich dem Kauf einer Katze nicht widerstehen - irgendwer überrascht? - die ein Salzstreuer ist, für mich aber nur eine Katze sein wird, und es kam noch ein Likörbecher dazu, in dessen Farbe und Form ich mich verliebte und den ich gerne für meinen geliebten Drambuie verwenden werde.


Habt ihr einen Lieblingsbecher oder ein getöpfertes Lieblingsstück?

Freitag, 5. Februar 2010

Zeigt her eure Tassen

Manchmal kommen Ideen um zwei Ecken zu einem, in diesem Fall um zwei Blogecken.
Ich habe hiervon auf Susannes
Blog gelesen und die Idee, die sie von hier bekommen hat, hat mir gefallen.

Habt ihr eine Tasse oder einen Becher mit einer Geschichte? Erzählt sie der Welt und verlinkt sie zu Boutonacre's Blog!
Lustig dabei ist, daß wir erst vor kurzem in meinem SJA Forum einen täglichen Thread darüber hatten.
Für jenen Thread habe ich dieses Bild mit all meinen Katzenbechern gepostet (von denen die meisten übrigens Geschenke waren und das Bild zeigt nicht mal alle, weil ich zu Weihnachten nochmal zwei bekommen habe!).
Diese Becher haben allerdings keine besondere Geschichte.



Dieser schon.
Er ist über 30 Jahre alt und ich mochte ihn nie so besonders. Ich muß zugeben, ich bin kein Fan von Miss Piggy. Warum also habe ich diesen Becher so lange behalten?
Ich glaube, ich war ungefähr 12, vielleicht jünger, als ich ihn bekommen habe. Tatsächlich haben alle drei Schwestern einen bekommen. Zur Auswahl standen Kermit, Animal und Miss Piggy. Als jüngste durfte ich natürlich nicht als erste wählen (nichts für ungut, Schwestern, aber hey! :-P). Meine älteste Schwester nahm Kermit, die zweite Animal und für mich blieb Piggy übrig. Oh, glaubt mir, ich habe meinen Frust darüber deutlich ausgedrückt. Ich war nicht das Mädchen, das sein Schicksal ruhig hinnimmt (als Erwachsene bin ich immer noch nicht gut darin ...), aber es half nichts. Ich saß mit ihr fest.



Und über die Zeit habe ich diesen Becher liebgewonnen. Mag sein, weil er ein Teil meiner Kindheit war, mag sein, weil da diese Verbindung zu meinen Schwestern war (die ihre übrigens auch noch haben), ich weiß es nicht. Aber es ist eigentlich auch egal.

Als wir die untere Küche renovierten, ging der Lange die alten Becher durch, um ein paar wegzuwerfen. Ihr wißt schon, die mit der Werbung drauf oder die mit Macken oder ohne Henkel, an denen man zu lang festhält. Er sortierte auch Miss Piggy aus und das hat ihm beinahe einen Tritt von mir eingebracht. Gut für ihn, daß er da nur aussortierte und nicht gleich wegwarf. Er wagt es jetzt nicht mehr, sie anzufassen. Zugegeben, sie ist so ziemlich in Rente gegangen und steht nur so im Küchenschrank herum, aber ich weiß, daß sie da ist und daß sie mir mit ihren Wimpern zuklimpert ;-)