Posts mit dem Label Miniatur werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Miniatur werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 17. Dezember 2023

Nußknacker - Das siebzehnte Türchen


Eins der goldigsten Weihnachtsornamente (das man auch zu einem Charm, Anhänger oder zu Ohrringen machen kann), das ich auf YouTube gefunden habe, ist ein kleiner Nußknacker von Juliet Erskine Jules and Rose (deutsche Untertitel gibt es leider nicht).

Ich muß zugeben, daß das Video meine Geduld auf die Probe gestellt hat. Ihr wißt, daß ich die Aufmerksamkeitsspanne einer Fruchtfliege habe, wenn es um Videos geht, und dieses hier war eine Stunde lang, aber ich war so fasziniert nicht nur davon, wie goldig dieses Kerlchen war, sondern auch von der Großzügigkeit, mit der Juliet diese Anleitung umsonst teilt, daß ich gar nicht anders konnte als das durchzuziehen, richtig?
Und das habe ich getan, obwohl ich ein paar Mal durcheinander kam, was ganz und gar nicht Juliets Schuld war.

Sie zeigt und erklärt jeden Schritt, aber ich wurde immer wieder mal von einem (nicht so) kleinen Kater abgelenkt, der darauf bestand, die Hügel zu ersteigen, die ich darstelle. Es war jedoch nie ein Problem, das Projekt zu retten, indem ich zum Beispiel einfach einmal mehr herumnähte, um den Faden bei der richtigen Perle herauszubekommen.
Eine andere Sache war, daß ich beim Hut improvisieren mußte, weil die Perle, die ich benutzte, wohl etwas größer war. Dies ist aber ein Projekt für fortgeschrittene Fädler, also war ich darauf gefaßt zu improvisieren. Der Hut ist jetzt etwas anders, aber ich finde, daß er doch ganz gut für meinen dunkelgrünhaarigen Nußknacker geworden ist. Ja, mit seinem grünen Haar und der Jacke ist er jetzt bereit für die Arbeit in der Smaragdstadt.
Im Ernst aber, ist er nicht süß geworden?


Nun fragte ich mich, ob ich wohl auch einen etwas größeren Nußknacker hinbekommen würde, an meine persönlichen Fähigkeiten angepaßt, was heißt, daß ich überwiegend meinen geliebten Herringbone- und etwas Peyotestitch benutzen wollte.
Wie sich zeigt, konnte ich das, natürlich nicht ohne Macken und mit einer Portion Versuch und Irrtum.
Was mich am meisten ärgert ist, daß ich mich wieder von den Magatams habe hereinlegen lassen. Das ist eine Perlensorte, mit der ich niemals zurechtkommen werde, und der einzige Grund, zwei davon für die Schuhe zu benutzen, war, daß meine letzte Überraschungsperlenbestellung ein Röhrchen davon enthalten hatte. Ich hatte sie ein paar Mal so herum und wieder so herum gedreht und es trotzdem noch geschafft, bei einem der Schuhe die falsche Seite nach oben zu drehen. Jetzt kann ich nicht aufhören, das anzuschauen. Wie ist es möglich, daß ich das erst bemerkt habe, als ich schon bei der Brust angekommen war?? An diesem Punkt war es keine Option für mich, wieder alles aufzutrennen.

Ich veränderte auch ein paar Kleinigkeiten am Design, wie die Medaille auf der Brust des Nußknackers, zweifellos für Tapferkeit, denn er war sehr tapfer, mich an sich arbeiten zu lassen ;-) Er bekam von mir auch weiße Haare und einen Bart. Seine Jacke ist entweder sehr lang ode seine Beine sind etwas kurz, aber das ist in Ordnung, ich merke es mir, falls ich noch einen mache (tatsächlich habe ich einen angefangen, aber gnadenlos vermurkst).



Was ich klarstellen möchte ist, daß ich diese Version nicht ohne Juliets Muster hätte machen können.
Ohne es hätte ich nicht mal daran gedacht, einen Nußknacker zu machen, und hätte ich es, hätte ich nicht gewußt, wo und wie anzufangen.
Danke, Juliet!

Montag, 1. August 2022

Ein Igelchen im Garten

Ich habe noch nie vorher einen Igel in unserem Garten gesehen. Vielleicht war ja mal einer da, wenn dem aber so war, hat er sich mir nicht gezeigt.
Heute aber hatten wir einen kleinen Gast, Geppo (Geppo ist nach dem vermeintlichen Gründer meiner Heimatstadt Göppingen benannt, der ein alemannischer "Fürst" war).
Er mußte von Stelle zu Stelle getragen werden, weil es heiß war und es sehr schwer ist, lange Entfernungen zu laufen oder sogar irgendwo hinaufzuklettern, wenn man gerade mal 3 cm lang ist!

Der erste Halt waren ein paar Sukkulenten, aber Geppo wurde schnell mutiger und wollte immer höher gehen!



Nächster Halt - der Engelskopfberg!



Von seiner eigenen Courage beeindruckt war Geppos nächstes Ziel der Löwenkopfberg. "Ich habe keine Angst vor einem Löwen!"


Ihr seid nicht beeindruckt? Nun, und wie sieht es jetzt aus?


Danach war unser Igelchen müde, ihm war sehr heiß und er hatte großen Durst, also war ein Ausflug zum Vogelbad an der Reihe.


Und hier sind ein paar Blumen, die zu wackelig waren, als daß Geppo darauf hätte sitzen können, also schaute er sie sich von meiner Hand aus an.





Für die, die es nicht wissen, wie meine anderen Igel ist Geppo eine nach meinem eigenen Design aus Draht gehäkelte Miniatur. Keiner meiner Igel sieht je ganz wie ein anderer aus. Geppo beispielsweise hat bronzebeschichtete Hämatitaugen und eine funkelnde Kristallnase :-)

Donnerstag, 9. Juni 2022

Hallo, kleiner Igel

Vor fast genau sieben Jahren habe ich eine kleine Igelfamilie gemacht.
Heute ist noch einer dieser kleinen Kerle in meinem Haus aufgetaucht. Vielleicht haben die großen, denen ich immer mal auf dem morgendlichen Weg zum Bahnhof begegnet bin, sie geschickt, um nach mir zu schauen, weil wir uns nicht mehr getroffen haben, seit ich wegen der Pandemie mit Homeoffice angefangen hatte ;-)

Es war lange her gewesen, daß ich einen Igel gemacht hatte, es war aber auch eine Weile her, daß ich das letzte Mal mit Draht gehäkelt hatte.
Es ist so komisch, wie gut es sich einerseits anfühlte - als besuche man eine Freundin, die man lang nicht gesehen hat - aber auch wie anders die Bewegung für Hände und Handgelenke ist als bei den verschiedenen Perlentechniken. Tatsächlich mußte ich mich erst wieder etwas daran gewöhnen.
Außerdem mußte ich ein wenig experimentieren, ihr erinnert euch ja vielleicht daran, daß ich niemals Muster aufschreibe, also mußte ich ein paar Dinge erst wieder austüfteln. Das Gute dabei ist, daß ich etwas anderes ausprobiert habe und sehr zufrieden mit dem Ergebnis war (und ich spreche nicht mal über die Ohren ... ja, sie ist mein erster Igel mit Ohren, die anderen zogen wahrscheinlich vor, mir nicht zuzuhören ;-)).

Sie reist bald übers Meer. Sichere Reise, meine Kleine!


Samstag, 28. März 2020

Art Elements Design Challenge and Blog Hop - Zwerge

Es ist eine Weile her, seit ich das letzte Mal bei den Art Elements-Challenges mitgemacht habe, und eine Menge ist seither passiert - und passiert noch.
Ich bin nicht hier, um heute über ein Virus zu sprechen, sondern darüber, wie ich versuche, mich wenigstens manchmal etwas davon abzulenken. Die Art Elements-Challenge für März schien mir eine sehr gute Gelegenheit zu sein und ich konnte dem Thema, das Jenny dafür ausgewählt hatte, nicht widerstehen - Zwerge.
Tatsächlich heißt das Thema auf Englisch Gnomes, also Gnomen, obwohl es ja auch ein englisches Wort für Zwerge gibt. Worum also ging es?
Ich mußte doch mal nachschauen, wie genau das im Deutschen unterschieden wird. Das war dann nicht so einfach, denn offensichtlich sind auch wir uns da ganz und gar nicht einig. Gnomen, Zwerge, Kobolde, Wichtel ... dieser Post wäre sehr lang geworden.
Da die meisten Bilder in Jennys Post das zeigten, was auch zu unserem Gartenzwerg geworden ist (der auf Englisch ja "garden gnome" heißt), entschied ich mich dafür.


Obwohl ich Deutsche bin, habe ich doch nie das Klischee des Gartenzwergbesitzers erfüllt. Das bedeutet aber nicht, daß ich keine in anderer Leute Gärten gesehen hätte. Irgendwie erinnere ich mich am besten an die, die in dem sehr kleinen Garten hinter dem Haus einer Freundin waren. Es gab nur ein recht kleines Rasenstück mit mindestens einem liegenden Reh und einem Zwerg. Klassisch. Wir mußten sie jedesmal zur Seite räumen, wenn wir Krocket spielen wollten.
Natürlich kenne ich all die Klischees, deutsche Gärten, die voll von Zwergen sind, aber ich kann mich nicht erinnern, daß ich jemals einen solchen gesehen hätten. Wenn ich mir das so überlege, müssen die Zwerge, die ich kannte, sehr einsam gewesen sein.
Andererseits genossen sie die Einsamkeit ja vielleicht, so wie der schlafende Zwerg, den ich schon mal auf meinem Blog gezeigt habe.



Mein Projekt war von mehreren Dingen inspiriert.
Dazu gehörten Bilder aus meiner Kindheit wie das mit dem Schneckenreiter in Jennys Post.
Dann waren da noch die unglaublichen Polymer Clay-Schnecken meiner Freundin Star, von denen manche winzige Kobolde (ha!) trugen. Eine davon ist Maeve, die Schneckenrennreiterin, und sie ist nicht einmal die kleinste Koboldreiterin (ja, das bedeutet, daß ihr euch alle von Stars Schnecken anschauen sollt ... aber wartet, erst nachdem ihr diesen Post gelesen habt!).



Natürlich würde mein Zwerg etwas größer als diese Kobolde sein, aber ich beabsichtigte trotzdem, ihn auf einer Schnecke reiten zu lassen. Ich fing also mit der Schnecke an, entschlossen, ein Paar meiner geliebten vintage Glasaugen zu benutzen, die ich bisher nur einmal verwendet hatte.
Eine kleine Erinnerung oder für die, die es nicht wissen, mein Ex und ich haben Steifftiere gesammelt. Eines unserer Fundstücke war eine Dose voller vintage Glasaugen für alle möglichen Arten von Plüschtieren plus ein paar andere Sachen. Ein paar davon benutzten wir oder tatsächlich mein Ex, da er besser darin war, sie zu befestigen, vor allem in größeren Köpfen, weil man die Schnur wirklich festziehen muß, damit die Augen richtig sitzen, und sie dann verknoten muß.
Da gab es aber auch noch diese kleinen Augen, für die wir nie eine Verwendung fanden. Die Dose - und ihr habt das vielleicht schon erwartet, es WAR eine Keksdose! - stand viele Jahre herum, da ich nicht viel zu meinem Teil der Sammlung hinzufügte und sie darum völlig vergaß. Als ich aber mit dem Nadelfilzen anfing, erregte sie direkt wieder meine Aufmerksamkeit.
Schaut nur, wieviele es sind! Ich mag sogar das Wachspapiertütchen, in dem sie kamen.


Die Glas"stäbe" erinnerten mich an Schneckenaugen, also dachte ich mir, ich könnte einfach um die Stäbe herumfilzen und am oberen Teil ein bißchen Klebstoff nehmen, damit das Glas nicht herausrutschen würde. Obwohl ich meinen Fingerschutz trug, piekste ich mir ganz schön oft in die Finger, aber es funktionierte so, wie ich mir das vorgestellt hatte, yay! Von den Augen ging es dann weiter zum Körper, was auch gut lief, aber fragt mich gar nicht nach dem Häuschen. Es dauerte ewig, weil ich nicht einfach eine Kugel obendrauf setzen wollte, ich wollte es sichtbar schnirkelig machen, wenigstens ein bißchen. Schließlich nahm ich noch eine Kontrastfarbe dazu - von unseren Gartenschnecken inspiriert, auch wenn da die Farben andersherum sind - um es etwas deutlicher herauszuheben.


Als nächstes kam der Zwerg dran. Ich hatte bisher noch keine Figur gemacht, aber ich wußte, daß ich etwas brauchen würde, um die Gliedmaßen zu verstärken, und die Pfeifenreiniger, die ich hatte, waren viel zu groß. Zuletzt nahm ich etwas von meinem Edelstahldraht. Ich hatte schon bessere Ideen in meinem Leben, aber obwohl das noch länger als das Schneckenhaus dauerte, gab ich doch nicht auf.
Herr Zwerg bekam eine braune Hose, taupefarbene Stiefel mit schwarzen Riemen, die zu seiner hohen taupefarbenen Mütze paßte, die um den Rand herum eine kleine rote Zickzackverzierung hatte, und eine waldgrüne Tunika, die dank seines Gürtels, den ich aus etwas Satingeschenkband und einem Kupferjumpring gefertigt hatte, hochmodisch ist.
Seine Nase und Hände sind riesig. Ich bin sicher, er kann sich seinen Weg durch den gesamten Wald erschnüffeln, und hätte er eine Axt, könnte er diese Zweige nur so weghacken!  Seine Augen sind Rocailles (psst, ich glaube, er ist vielleicht ein klein bißchen neidisch auf Schneggles Augen).



Natürlich waren die Chancen dafür, daß ich Herrn Zwergs Glieder so hindrehe, damit er selbständig auf der Schnecke sitzt, gleich null. Vielleicht seht ihr, daß ich ihn schon in einer angedeuteten Sitzhaltung entworfen habe. Ich hätte ihn schon richtig hinsitzen lassen können und dann befestigen (was für ein schrecklicher Gedanke), aber er war einfach zu groß geworden. Die beiden fielen immer wieder um, und während sie sich dabei kaputtlachten, beschloß ich, daß sie letztendlich doch lieber zusammen gehen würden. Oder kriechen.
Nun ja, ich bin mir sicher, daß es Schneggle nichts ausmachte, Herrn Zwerg nicht tragen zu müssen. Immerhin hat er zwei Füße, die (beinahe) perfekt funktionieren, nicht wahr?



Dies ist nicht nur eine Design Challenge, sondern auch ein Blog Hop, also schaut euch auch bitte die Posts der anderen an! Danke!

Gäste

Cat (das bin ich ;-)) - Hope - Linda - Sarajo - Tammy  

AE-Teammitglieder


Cathy - Claire - Jennifer - Jenny - Lesley - Marsha - Niky

P.S. Hallo ihr. Hier spricht Herr Zwerg. Ich wollte euch erzählen, was die Dame nicht sagt. Schneggle und ich sind gefangen. Wald, ja genau. Zusammen gehen? In einer Vase?? Ja, das habt ihr richtig gelesen. Sie. Hat. Uns. In. Eine. Vase. Gesteckt.
Natürlich hat sie gesagt, es wäre nur vorübergehend, solange wir noch im Lichtzelt herumhängen. Ohne ein Versteck ist es dort zu gefährlich für uns. Wegen Gundel. Der riesigen Pantherdame, die versucht hat, unschuldige Filzwesen wie uns zu kidnappen. Letztens hätte sie die Voodoopuppe gestohlen, sagt sie. Und den schwarzen Katzenkopf. Beide konnten gerettet werden. 
Es ist nicht lustig, in einer Vase zu stecken. Schließlich sind wir keine Djinns!
Wenn ihr ihr also bitte sagen könntet, daß sie uns freilassen soll, falls sie das noch nicht getan hat, wenn ihr diesen Post lest, wüßten wir das zu schätzen. Sehr sogar. Danke!

Freitag, 3. Januar 2020

Pack die .... ähm, neuen Vorräte an?

Zunächst einmal möchte ich euch allen ein gutes Neues Jahr wünschen!

Ich weiß, daß ich in den letzten Wochen sogar noch weniger hier war als sonst, aber wir hatten hier zu Hause eine kleine Krise, und ich verbrachte, was ich mir als entspannenden Urlaub mit ein paar Feiertagen dazwischen erhofft hatte, stattdessen immer wieder bei der Tierärztin und damit, mit unterschiedlichem Futter hinter Ponder herzurennen. Nun sieht es aus, als wäre er endlich wieder in Ordnung *ich klopfe mal auf Holz, weil wir abwarten müssen, wie er sich jetzt so ganz ohne Arznei macht*, und ich habe ein wenig Zeit für mich selber, bevor ich nächste Woche wieder zur Arbeit muß.

Tatsächlich hätte ich euch ohnehin nicht viel zu zeigen gehabt, außer ein paar umperlter Fläschchen. Ich schätze, meine Muse mochte die Tierarztbesuche auch nicht so recht, denn sie verabschiedete sich wie der Blitz. Sie ist seither noch nicht dazu bereit gewesen, mit Draht zu spielen.
Also war es eine gute Sache, daß mein Wunsch nach einem Nadelfilz-Starterset zu Weihnachten erfüllt wurde.
Ich will das schon seit Jahrzehnten ausprobieren, glaube ich, aber bei all den anderen Dingen dachte ich, ich bräuchte nicht wirklich was Neues, mal ganz davon abgesehen, daß ich nicht erwartete, besonders gut darin zu sein.

Nun aber fand ich, daß es eigentlich egal ist, ob ich gut darin bin oder nicht, und es ist ja auch nicht so als würden die Werkzeuge soviel Platz einnehmen. Es ist ein großer brauner Karton mit einer kleinen Plastikschachtel darin, in der all die Werkzeuge sind, und 40 Tütchen mit bunter Wolle - ich habe sie nicht gezählt, aber so steht es in der Beschreibung - und einer Schaummatte.
Ich brauchte nicht lange, es auszuprobieren, und natürlich fing ich damit an, eine (flache) Katze zu machen, für die Grundform benutzte ich eine Ausstechform. Die Katze brauchte ganz schön lang. Ich habe noch nicht das richtige Gefühl für den Filz und wann der perfekte Moment zum Aufhören ist. Ich piekste und piekste und piekste ....


Als ich das zweite Tier machte, eine fette kleine Ratte, die etwas frecher wurde als ich geplant hatte, fing ich an, dauernd mich selber zu pieksen. Ich denke, das hat damit ich zu tun, daß ich schneller werde oder, sagen wir mal, es wenigstens versuche, aber zumindest habe ich weder viel Blut verloren noch Ratty in eine Vampirratte verwandelt ;-)



Dies ist das letzte, was ich bisher gemacht habe. Fragt nicht, ich habe mir einfach eine Farbe gegriffen und danach entschieden, was draus werden soll, aber sieht der Gnom nicht ganz gemütlich aus, wie er so vor sich hindöst?


Es sind eine Menge Farben da, die ich normalerweise wohl eher nicht benutzen würde, also muß ich mir etwas ausdenken, was ich daraus machen kann. Darum ist die Katze auch orange, ich fand, es wäre eine gute Farbe für einen ersten Versuch, der wahrscheinlich völlig schiefgehen würde.
Alles was ich am Ende nicht zu verwenden weiß, wird zu einem Ball für Gundel verfilzt, ihr sind die Farben egal!

Samstag, 10. Oktober 2015

Meine Queen Meffi

Vor sechs Jahren schrieb ich einen Blogpost über my boy Merlin. Auf Englisch, denn da gab es den deutschen Teil meines Blogs noch nicht.
Vor etwas mehr als einem Jahr verlor ich Merlins große Liebe Meffi. Bis jetzt wollte ich nicht mal darüber sprechen, das braucht bei mir immer eine Weile, aber nun habe ich einen ganz besonderen Grund dafür, ein paar Erinnerungen mit euch zu teilen.



Meffi kam zu uns ein paar Monate nachdem wir den Kater verloren hatten, mit dem alles anfing, White Dude, der Auslandskater. Wir holten sie von einem Bauernhof. Tatsächlich suchte nicht ich sie aus. Ich saß im Heu und gurrte einen Wurf von überwiegend schwarzen Kätzchen mit weißen Flecken an, als mein Ex sie mir stattdessen vor die Nase hielt. Wie hätte ich der süßen kleinen Nase widerstehen können? Sie sah hinreißend aus!
Allerdings wußten wir nicht, daß es ein Mädchen war. Schon damals haßte sie es, hochgenommen zu werden, und sie war wie ein Aal mit Krallen. Wir nannten sie Mephisto, weil sie so ein kleiner Teufel war. An diesem Tag behielt sie ihren Schwanz fest eingeklemmt und wir dachten, es wäre am besten, sie nicht zu sehr zu stressen. Am nächsten Tag jedoch ging dieser Schwanz nach oben und wir fanden heraus, daß wir stattdessen eine Mephista hatten.

Es war zu der Zeit noch üblich, eine Kätzin vor dem Kastrieren einmal rollig werden zu lassen. Unsere Jungs waren kastriert, also würde das einzige Problem sein, den Lärm und das Herumrollen von Meff auf dem Boden auszuhalten.
Ich habe niemals eine solche Stimme aus so einer kleinen Katze kommen gehört. Eine rollige Katze? Es hörte sich mehr wie ein brünstiger Elch an! Es war absolut unmöglich, ihr Lied zu ignorieren und Merlin fiel volle Kanne darauf herein. Mitsamt der kompletten Show auch noch, kastriert oder nicht.
Sie blieben ein Paar, bis Merlin über die Regenbogenbrücke ging. Immer noch mit der kompletten Show. Manchmal war es geradezu peinlich, im Bett zu liegen, wenn das Liebespaar auch da war. Merlin war Freund für all die anderen und sie liebten ihn alle, aber das war nichts im Vergleich zu diesen zwei.

Nachdem Merlin nicht mehr da war, änderten sich die Dinge. Meffi hielt nicht viel von den anderen, vor allem Ponder, egal wie sehr er in sie verliebt war, von dem Moment an, in dem er in unsere Welt kam. Die Queen war nicht amüsiert über sein rauhes und kindisches Benehmen.
Dann verließ uns mein Mann. So wie die Jungs immer mehr an mir hingen, so hatten die Mädchen ihn gewählt, aber Meffi kam damit besser zurecht als ich befürchtet hatte. Sie fing an, nachts auf meinem Kopf zu schlafen, wobei meine Hand sie berührte. Nicht festhielt jedoch. Meffi brauchte immer das Gefühl, daß sie jederzeit aufstehen und weggehen konnte. Sie war kein Schmuser wie die Jungs, ich hatte ja schon gesagt, daß sie uns vom ersten Tag an beigebracht hatte, daß sie es nicht schätzte, hochgenommen und länger als ein paar Sekunden gehalten zu werden. Das konnte sie in einen gemeinen, pelzigen Oktopus mit Tausenden von Krallen verwandeln. Ich habe mehr als eine feine Narbe als Beweis und die sind nur von den Gelegenheiten, wenn es keine Wahl gab und ich sie hochnehmen mußte.
Ich habe außerdem eine feine Narbe auf meiner Wange von damals, als sie auf mir schlief und Ponder plötzlich entschied, daß er jetzt spielen mußte. Er sprange sie an, sie sprang mich an, meine Brille flog mir vom Gesicht, ich verschüttet Suppe über mich und spürte, wie mir etwas Warmes die Wange hinunterlief. Nie ein langweiliger Moment hier!

Als Meffi krank wurde, wurde die Verbindung noch stärker, wenn das überhaupt geht. Ich hätte nie gedacht, daß ich imstande sein würde, ihr Pillen zu geben und sogar jeden Tag Flüssigkeit unter die Haut. Nicht daß sie apathisch war und manchmal ließ sie mich auch sehr deutlich wissen, daß sie heute keine Geduld für meine blöden Ideen hatte, aber im allgemeinen gaben wir ein tolles Team ab.
Es ist nie eine einfache Entscheidung, ein geliebtes Tier gehen zu lassen und ich schäme mich nicht zu sagen, daß ich wieder mal heulend hier sitze. Sie fehlt mir so sehr.

Natürlich könnte ich immer weiter und weiter machen, aber ihr fragt jetzt vielleicht, was denn nun der besondere Grund ist, aus dem ich all das mit euch teile.
Als ich meine Queen verlor (eine Position, die sie hier mühelos ausfüllte), wußte ich, daß ich wollte, daß meine Freundin Dawn das tat, was sie schon getan hat, als ich Merlin verlor.
Dawns Miniaturen (klickt den Link, um mehr zu sehen) sind erstaunlich und wunderschön. Ich bat sie, eine Miniatur von Meffi zu machen, eine Halskette, und das tat sie.
Ich kann meine Gefühle in dem Moment, als ich das Päckchen öffnete, nicht ausdrücken. Ich glaube, das muß ich auch nicht. Danke, Dawn, vielen Dank.



❤❤❤❤❤❤❤

Freitag, 5. Juni 2015

Pack die Vorräte an - Aus Draht gehäkelte Igelfamilie

Sogar ein paar Perlen zählen! In diesem Fall sind es die Hämatitperlen, die ich für die Nasen und Augen dieser kleinen Igelfamilie benutzt habe.


Ich sehe nicht so oft Igel. Unser kleiner Garten besteht hauptsächlich aus höhergelegenen Stellen und Töpfen und ist nicht sehr interessant für sie. Manchmal, wenn ich wirklich früh zum Zug laufe, sehe ich aber einen von ihnen die leere Straße überqueren. Sie kommen aus einem Garten und gehen den nächsten anschauen.
Neulich war einer ein wenig verwirrt und kämpfte sich die paar Treppen zum Friseur hinauf, aber ich schätze, er hatte seine Schlüssel vergessen ;-) Stattdessen kam er wieder herunter und verschwand um die Ecke.

Diese drei hier sind aber ein bißchen kleiner als die übliche Sorte ...

Montag, 28. März 2011

Der Pelikan

Laßt mich zunächst sagen, daß mich dieser Post zugleich schrecklich traurig und stolz macht.
Am 20. April des letzten Jahres explodierte BP's Ölplattform Deepwater Horizon im Golf von Mexiko. Geschätzte 205 Millionen Gallonen (ca. 775 Millionen Liter) flossen über die nächsten Monate in den Golf, da verschiedene Versuche, das Auslaufen des Öls zu kontrollieren, scheiterten. Nicht vor dem 19. September wurde die Quelle für "tot" erklärt.

"Tot" ist ein gutes Stichwort. Eine so große Katastrophe wirkt sich auf die gesamte Natur aus, das Meer, die Strände, die wildlebenden Tiere, die Gesundheit und die Lebensgrundlage der Menschen.
Momentan scheint die Welt alle paar Wochen von einer neuen Katastrophe getroffen zu werden, Erdbeben, Tsunamis, Überflutungen. Manchmal kommt es mir so vor, als könnten wir nur immer mit einer gleichzeitig umgehen. Das Erdbeben in Haiti, die Ölpest, die Überflutungen in Pakistan, nun starren wir alle hinüber nach Japan, denken an die Menschen dort ... und seien wir ehrlich, an uns selber, aus Angst, wie die Strahlung uns betreffen könnte.
Warum also habe ich die Ölpest für diesen Post ausgesucht?

Eine liebe Freundin von mir ist Künsterlin. Ihr habt schon zuvor von ihr gehört, in meinem Tribut an Merlin auf meinem englischen Blog (da gab es die deutsche Version noch nicht). Ihr Name ist Dawn und sie macht die schönsten Miniaturbilder für Schmuck (und anderes).
Dieses Projekt ist jedoch etwas ganz Besonderes. Es soll an die Ölkatastrophe und die Auswirkung, die sie auf die Golfregion hatte, ja, noch hat, erinnern. Es gibt eine Verlosung und der Erlös geht an die Audubon Society, welche eine Organisation ist, die eine große Rolle bei der Rettung, Säuberung und Rücksetzung von Seevögeln spielt.
Verlost wird diese Halskette, die einen braunen Pelikan zeigt, den offiziellen Vogel von Louisiana.
Ich möchte nicht viel über die folgenden Bilder sagen, aber ich hoffe, sie sprechen euer Herz genauso an wie das meine.





 

Danke, Dawn, ich bin stolz, dich meine Freundin zu nennen.

Wenn ihr mehr Informationen über die Verlosung wollt, könnt ihr mich unter cat@catswire.com erreichen.

Mittwoch, 7. Juli 2010

Zeit, den Schleier zu lüften

Erinnert ihr euch, vor ein paar Tagen? Das Geburtstagsgeschenk?
Es ist heil angekommen!

Da ist diese Freundin, wißt ihr. Ich habe sie schon früher erwähnt. Sie ist so eine Hexe! Im positiven Sinn. Wir sind beide Terry-Pratchett-Fans und das hat uns zusammengebracht. Ich nenne sie gerne Oma Wetterwachs, sie nennt mich Nanny Ogg (für die, die Terry Pratchett nicht kennen ... vielleicht solltet ihr euch seine Bücher mal ansehen, sie sind wirklich witzig).

Und dann ist da Jamie von Glasstastic Treasures. In ihrem Glasperlenstudio könnt ihr Aliens finden, Kamele, Dinosaurier, Herzen, Maiskolben, so cool, und und und ....... und einen Hexenkessel. Schwarz mit einer Füllung von grünem brodelnden Zeug. Meine Freundin hat es nicht so mit Schnuck, also mußte ich schwer nachdenken, wie ich dem Kessel gerecht werden konnte.

"
Molchesaug und Unkenzehe, Hundezung und Hirn der Krähe; Zäher Saft des Bilsenkrauts, Eidechsbein und Flaum vom Kauz: Starken Zauber eingemischt! Höllenbrei im Kessel zischt."
Shakespeare konnte definitiv mit Worten umgehen, und dann machte es klick und ich machte mich daran, selber ein bißchen Magie zu wirken.
Lange graue Haare, einen ramponierten spitzen schwarzen Hut, ihren abgebrochenen Löffel umklammernd, in der giftig aussehenden kochenden grünen Brühe rührend, steht die winzige Hexe (3.8 cm hoch, das "Gras" eingerechnet) da. Sie sieht konzentriert aus, ich nehme an, der Trank muß morgens fertig sein. Ein Liebestrank? Ein Heiltrank für kranke Ziegen? Oder vielleicht eine Gesichtsmaske!
"Meine" Hexe schrieb, daß sie ihr gefällt. Ich wette, die beiden kommen gut miteinander aus ;-)

Gerade habe ich mich daran erinnert, daß ich ja noch eine von Jamie's erstaunlichen Kreationen als Geschenk gemacht habe. Diesmal wurde es keine Hexe, sondern ..................


Das UFO mit den Rocailleslichtern ist silberfarbener Draht, in Form gehäkelt.