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Sonntag, 29. Juni 2025

Sonntagsglimmer - Überraschungen

Vielleicht habt ihr das Wort "Glimmer" schon mal gehört. In der Psychologie sind Glimmer das Gegenteil von Triggern, kleine Momente des Friedens oder der Freude, die positive Gefühle auslösen. Das können ganz einfache Dinge sein, die man vielleicht nicht mal bewußt bemerkt, es kann aber der geistigen Gesundheit helfen, wenn man sie bemerkt und schätzt.

Diese Woche war mein Geburtstag.
Vielleicht erinnert ihr euch an meinen Post von vor ein paar Tagen, in dem ich Luft über ein Stück abließ, das ich für mich selber als besonderes Geschenk hatte machen wollen (zu sagen, daß es ein Geschenk war, war meine Motivation dafür, endlich damit in die Gänge zu kommen). Obwohl ich eine sehr vage Idee habe, wie ich das Stück zwar nicht in der Art retten kann, wie ich es mir vorgestellt hatte, aber eine andere Herangehensweise ausprobieren kann, hat das offensichtlich nicht rechtzeitig hingehauen.

Dann kam ein paar Tage zu früh ein Überraschungspaket an. Ich hatte keinen Schimmer, als ich es aufmachte, ich hatte von dem Shop noch nie gehört und fragte mich, was hier vorging.
Das Paket enthielt eine Katzenfigur, aber keine Karte, gar nichts. Konnte das irgendwie ein Fehler sein? Nein, denn am nächsten Tag bekam ich eine Mail.
Ich lernte M. vor vielen Jahren auf Plurk (einer Seite für soziales Networken und Microblogging) kennen. Wir leben in unterschiedlichen Ländern und haben uns nie persönlich getroffen, aber wir haben nie dan Kontakt verloren, worüber ich mich sehr freue.
Der Betreff der Mail war übersetzt in etwa "Ein Katzengeist zur Feier des 60." (Geist nicht im Sinne von Gespenst), und ich möchte diese Zeilen mit euch teilen, weil ich sie einfach wunderbar finde.
"Es gibt hübschere Katzen, witzigere, die mit mehr Geschichte und wahrscheinlich welche, die besser zu deinem Stil oder deinem Zuhause passen. Was ich aber an dieser hier mag, ist gerade, daß es eine anonyme Katze ist - sie repräsentiert keine bestimmte, sondern kann alle repräsentieren: Katzen aus der Vergangenheit, aus der Gegenwart und aus der Zukunft. Sie ist wie ein Geist, ein Katzentotem, das sagt: "dieses Heim macht Katzen glücklich."
Ist das nicht perfekt?
Und bitte ignoriert die Stimme aus dem Hintergrund, die sagt, er wäre noch viel glücklicher, wenn er mehr Snacks bekommen würde.


Am Geburtstag selber stellte ich die Recyclingtüte in den Hausflur, um sie später hinunterzubringen, und fand eine hübsche Kiste mit einem Geschenk von meinen Nachbarn. Was für eine schöne Überraschung morgens um 5!

Für diesen Tag erwartete ich ein Katzenfutterpaket und dank einer Mail von der Post offensichtlich auch eine vom Drogeriemarkt, was mich verwirrte, da ich nichts von dort bestellt hatte.
Ziemlich früh am Morgen klingelte es, was mich völlig verwirrte, denn es war viel zu früh für den Paketboten ... und hatte sie "Blumen" durch die Gegensprechanlage gesagt?
Tatsächlich Blumen, von einem guten Freund geschickt! Schaut euch das an!


Die nächste Überraschung kam in Form meiner Schwester, die mir etwas aus dem ältesten Café in der Stadt vorbeibrachte. Ich habe da nicht dran gedacht, ein Bild zu machen, sorry. Ich konnte nur "mein Schaaaatz" denken und den Kuchen verspeisen.

Als die angekündigten Pakete ankamen, erinnerte ich mich wieder daran, worum es bei dem Paket vom Drogeriemarkt gegangen war. Vor mindestens drei Monaten hatte ich ein Kästchen bei der Verlosung einer Testbox mit vier Produkten angehakt, als ich auf der Webseite des Marktes gewesen war. Ich hatte das vollkommen vergessen, da ich sowieso nie etwas gewinne!
Was für ein Zufall, daß es genau an diesem Tag ankam.

Außerdem kam diese Woche noch ein Druck an, den ich bestellt hatte, weil er perfekt für mich ist, den zeige ich euch aber in einem anderen Post.

Nun sagt ihr vielleicht, naja, es war ja dein Geburtstag, du mußt doch irgendetwas erwartet haben.
Das tat ich aber echt nicht. Mein Geburtstag ist keine große Sache für mich, keine Feier, keine Party, also waren es wirklich nicht nur die Geschenke, obwohl ich mich natürlich sehr darüber freute, sondern die Überraschungen, die das so besonders machten, und zu wissen, daß jemand an mich gedacht hat (nun, der Drogeriemarkt natürlich nicht).

Und wer weiß, vielleicht bekomme ich das Geschenk an mich selber ja doch noch irgendwann fertig. Wünscht mir Glück!

Montag, 7. Oktober 2024

Daumenstützen

Es ist ein wenig seltsam, daß ich mein Daumengelenk mit der Arbeit an etwas anstrenge, daß meinem Daumengelenk helfen soll, ich weiß. Tatsächlich fühlt es sich aber im Momen überwiegend etwas besser an und ich habe genug Pausen gemacht, um es nicht schlimmer zu machen. Vielleicht lerne ich doch noch dazu, wer weiß?

Ich spreche über die Daumenstützen, die ich mir besorgt habe. Ich trage sie ungern, aber wenn ich sie schon nachts tragen muß, können sie wenigstens hübsch aussehen ... denn wer schläft schon nachts. Vielleicht ist es ja einfach das Gefühl, daß sie anders sind.

Es ist witzig, ich habe schwarze gewählt, weil sie am wenigstens auffallend sind, und dann beschließe ich plötzlich, daß sie etwas Farbe brauchen, und zwar viel davon.

Ich habe gerade Fliegenstich gelernt, aber davon kann man hier nicht viel sehen, weil ich so viele kürzere Fadenreste hatte und mich nicht stoppen konnte. Ich wünschte, ich könnte solche Blumen in echt wachsen lassen
😉
Da hatte ich noch nicht geplant gehabt, auch den Riemen zu besticken, sonst hätte ich versucht, das etwas passender zu machen.
Die Länge des Riemens verlangte aber offensichtlich nach Ranken oder Kletterrosen (auch wenn sie seitwärts klettern), und da ich immer noch vom Knötchenstich besessen bin und mich außerdem mit dem Federstich vertraut gemacht habe, klangen die Röschen perfekt.
Damit brauchte ich tatsächlich all die bunten Reste, die ich bisher hatte, auf - denkt daran, daß ich diese Reise erst relativ kürzlich begonnen habe - und so war mein schwäbisches Herz sehr glücklich
😂







Für die zweite Stütze wollte ich jedoch definitiv etwas anderes, und da die Stützen nicht speziell für die rechte und linke Hand sind, ist der Riemen an der rechten Hand sowieso hauptsächlich auf der Handfläche, also mußte ich mir was ausdenken, was für die andere Seite funktionieren würde. Natürlich kann ich auch noch jeweils die zweite Seite der Stützen besticken, falls ich jemals den Drang verspüren sollte.

Seid ihr überrascht, daß sich meine Gedanken sofort Katzen zuwandten? Es ist möglich, daß die witzigen kleinen Hasenfüßchen des Dekans eine zusätzliche Inspiration waren.




Was lieben wir an Katzenfüßen? Die "Bohnen", wie der auf Englisch gern verwendete Ausdruck übersetzt heißt, also die Ballen!

Es war gut, daß ich dem links ein paar schwarze Flecken verpaßte, denn dadurch war es kein Problem, zwei weitere hinzuzufügen - nachdem ich meinen Finger das dritte Mal mit der Nadel gepiekst hatte, bevor ich bemerkte, daß ich schon auf die Pfote geblutet hatte! Könnt ihr fassen, daß ich mich tatsächlich schon gewundert hatte, warum da auf der Pfote zwei verschiedene Rosatöne waren (das Rot hatte sich auf dem Faden zu einem dunklen Rosa aufgehellt)?
😂

Dann brauchte ich noch etwas für den Teil des Riemens, den man sehen kann - natürlich noch eine Katze!
Die war echt hart, vor allem die Teile, wo ich Stiche auf Stichen auf schwierigem Untergrund machte, also ist sie keinesfalls perfekt, aber es war eine gute Übung und ich denke, sie ist trotzdem ganz niedlich.
Falls ihr euch wundert, warum die Augen etwas schielen, seufz, was kann ich sagen - noch mehr Blut, das ich verstecken mußte, aber diesmal ging mir dann auch noch der dunkelgrüne Faden aus, von dem ich nur die Hälfte der üblichen Länge hatte. Ich stelle mir einfach vor, das Kätzchen zwinkert mir zu.



Ich lasse es euch wissen, falls ich jemals etwas mit den anderen Seiten mache, aber ich muß gestehen, daß es echt zäh war, weil das nicht gerade ein einfacher Stickuntergrund ist, also glaube ich ich nicht, daß das sehr bald passieren wird, wenn überhaupt. Da waren all die kleinen schwarzen Schlaufen, die hochstanden, einige Stellen waren zu dick gepolstert, um überhaupt durchzukommen, an manche kam man nicht so gut heran oder ich kam nur unter Verwendung einer Zange durch.
Außerdem gibt es ja soviel anderes zu machen!

Montag, 1. August 2022

Ein Igelchen im Garten

Ich habe noch nie vorher einen Igel in unserem Garten gesehen. Vielleicht war ja mal einer da, wenn dem aber so war, hat er sich mir nicht gezeigt.
Heute aber hatten wir einen kleinen Gast, Geppo (Geppo ist nach dem vermeintlichen Gründer meiner Heimatstadt Göppingen benannt, der ein alemannischer "Fürst" war).
Er mußte von Stelle zu Stelle getragen werden, weil es heiß war und es sehr schwer ist, lange Entfernungen zu laufen oder sogar irgendwo hinaufzuklettern, wenn man gerade mal 3 cm lang ist!

Der erste Halt waren ein paar Sukkulenten, aber Geppo wurde schnell mutiger und wollte immer höher gehen!



Nächster Halt - der Engelskopfberg!



Von seiner eigenen Courage beeindruckt war Geppos nächstes Ziel der Löwenkopfberg. "Ich habe keine Angst vor einem Löwen!"


Ihr seid nicht beeindruckt? Nun, und wie sieht es jetzt aus?


Danach war unser Igelchen müde, ihm war sehr heiß und er hatte großen Durst, also war ein Ausflug zum Vogelbad an der Reihe.


Und hier sind ein paar Blumen, die zu wackelig waren, als daß Geppo darauf hätte sitzen können, also schaute er sie sich von meiner Hand aus an.





Für die, die es nicht wissen, wie meine anderen Igel ist Geppo eine nach meinem eigenen Design aus Draht gehäkelte Miniatur. Keiner meiner Igel sieht je ganz wie ein anderer aus. Geppo beispielsweise hat bronzebeschichtete Hämatitaugen und eine funkelnde Kristallnase :-)

Donnerstag, 21. Mai 2020

Oldies but Goodies - Noch mehr Blumen

Vor fast einem Jahr machten ein Freund und ich einen kurzen Ausflug nach München (um Jane Goodall zu sehen, eine der großartigsten Erfahrungen, die ich je hatte). Auf dem Heimweg nahmen wir nicht den schnellen Weg, sondern machten hier und da einen kleinen Umweg (was toll war, denn wir hätten wir sonst herausgefunden, daß es etwas wie Fußballgolf gibt??).
Ich erinnere mich auch ein wunderschönes Feld voller Weizen und Mohnblumen und auf der anderen Seite der Straße eine einzelne Mohnblüte, die die Familie offensichtlich um des Abenteuers willen verlassen hatte ;-)



Als ich wieder auf dieses Bild stieß, inspirierte es das Thema für diese Woche der Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge. Wir hatten Blumen schon mal als Thema, aber das ist so viele Jahre her, seither sind neue Blumen in JACs Garten gewachsen. Hier sind ein paar davon.


1 und 8 RioRita
2 und 6 Jewelry Art by Dawn
3 und 5 My Bijou Life
4 und 7 Cat's Wire

Dienstag, 30. Juli 2019

Art Elements Design Challenge and Blog Hop - Blumen

Es ist ein paar Monate her, daß ich das letzte Mal an der Art Elements Design Challenge teilgenommen habe. Während meine Muse sich immer noch auf einem ausgedehnten Urlaub an einem mir unbekannten Ort befindet, reagierte ich sofort auf das Thema in diesem Monat.
Blumen, das ist sogar für mich leicht genug, dachte ich. Der Bonus war, daß ich bereits für die Jewelry Artisans Community challenge ein Blumenstück geplant hatte! Nun mußte ich es nur noch durchziehen, worüber ich mir noch nicht so ganz sicher war.
Hört euch diese Geschichte einfach an, naja, lest sie, okay?

Kurz vor meinem Geburtstag im Juni schenkte mein Kumpel mir etwas Wunderbares. Wir würden Jane Goodall, eine meiner Heldinnen seit meiner Kindheit, in München sehen gehen.
Auf dem Heimweg am nächsten Tag nahmen wir nicht die direkte Route, sondern fuhren hier und dort über die Städtchen und Dörfer (wo wir zum Beispiel entdeckten, daß es so etwas wie Fußballgolf gibt, aber das ist nicht Teil dieser Geschichte). Sommerzeit, Blumen in dn Felder, Klimaanlage im Auto, um uns vor der Hitze draußen zu bewahren ;-) es war sehr entspannt. An einer Stelle wollte ich jedoch aussteigen und ein Bild machen.
Dies war das Feld mit den meisten Mohnblumen auf dem Weg und es brachte mächtig Erinnerungen zurück. Als Kind und Teenager hatte ich eine Freundin mit Dackel. Nah dem Haus, wo wir mit Finni spazieren gingen, war ein großes Feld mit Mohn- und Kornblumen. Es war wunderschön, und ich weiß nicht warum, aber am Geburtstag meiner Freundin - wir haben uns seither aus den Augen verloren - muß ich als erstes immer an dieses Feld denken. Ich schätze, es ist eine dieser verklärten Kindheitserinnerungen an unbeschwerten Spaß.
Wir stiegen also aus und ich machte ein Bild vom Feld auf der anderen und eines von der einzelnen Mohnblume auf unserer Straßenseite. Rannte wahrscheinlich von zu Hause weg, um die Welt zu sehen.





Könnt ihr nicht regelrecht Dorothy und ihre drei Gefährten vor euch sehen, wie sie in dem Mohnfeld einschlafen, das die Böse Hexe gehext hat, damit sie es nicht bis nach Oz schaffen?



Weiter in der Geschichte. Diese Bilder wurden zur Inspiration für mein Blumen/Sommerstück.
Ich hatte einen Plan. Ich würde etwas tun, daß ich bisher erst einmal erfolgreich getan hatte. Ich würde eine Schlauchkette mit einem Muster aus stilisierten Mohnblüten aus Rocailles häkeln. Hört sich auch wieder einfach genug an, nicht wahr?
Das war es nicht. Ihr müßt wissen, daß ich das Perlenhäkeln schon mehrere Male probiert und nie kapiert hatte, weshalb ich immer nach ein paar Reihen aufgab. Dabei hatte ich nicht mal versucht, ein Muster zu machen. Schließlich probierte ich es noch einmal, als ich ein Stück zerlegte, daß ich mit 8er Rocailles gemacht hatte, eine gute Übungsgröße.

Jetzt war ich wild entschlossen. Ich öffnete mein vernachlässigtes Perlenhäkelprogramm, bereit loszulegen - und es funktionierte nicht. Ich konnte es nicht einmal neu herunterladen, aber so Kleinigkeiten würden mich nicht aufhalten, neeeein, nicht dieses Mal! Ich lud die alte Version herunter und entwar eine sehr einfaches Mohnmuster mit den Farben an 11er Rocailles, die ich in meinem Vorrat hatte.
Ich hatte kein Garn außer dem, das noch von meinem Perlenstrickkurs übrig war, gelb oder weiß. Gelb war ganz offensichtlich nicht die richtige Wahl. Ein helleres Blau wäre besser gewesen als Weiß, aber es würde schon gehen.

Das Muster war für mich nicht einfach genug, schien es. Es ist erstaunlich, wie oft man sich verzählen kann, wenn man Perlen aufzieht, oder mitten in einer einfachen Perlenabfolge durcheinanderkommt, sodaß man zum Beispiel etwas wiederholt, was nicht hätte wiederholt werden sollen.
Da gab es einen Moment, in dem ich nur zu bereit war, diese Perlenschnur an die Wand zu werfen. Wieder einmal wurde geflucht, aber endlich hatte ich es geschafft. Es war das erste Wunder.

Ich fing also an zu häkeln und auch wenn die Spannung an manchen Stellen weniger als perfekt ist - schließlich war ich nur daran gewöhnt, mit Draht zu häkeln - und es gelang mir, die Kette fertigzumachen. Das war das zweite Wunder.

Nächster Halt, Klebetrauma. Es gibt keine Möglichkeit zu beschreiben, wie sehr ich Klebstoff hasse und Klebstoff mich haßt. In diesem Fall merkt man das am Verschluß. Mein Kleber war eine Weile nicht in Benutzung und ich mußte erst einen Stopfen entfernen, damit der Kleber überhaupt zu fließen begann. Was er dann auf höchst großzügige und nicht geplante Weise tat. Ihr wärt so stolz auf mich gewesen. Ich habe nur ein klein wenig geflucht und dann mein Bestes getan, den Verschluß zu säubern (und mein Shirt, danke vielmals). Auf den Perlen am Verschluß ist zwar noch etwas, aber dieses Stück ist natürlich sowieso nicht für den Verkauf, also atmete ich tief durch und machte weiter.
Als nächstes feilte ich den Verschluß herunter. Ich hatte nur einen goldfarbenen in der richtigen Größe gehabt, und ich habe es nicht so mit Gold und noch weniger mit glänzendem Gold, also wollte ich wenigstens ein mattes Finish erreichen.

Ursprünglich hatte ich vorgehabt, etwas an der Kette zu befestigen, einen 3D-Effekt, eine gefädelte Mohnblume vielleicht, nicht unbedingt etwas Großes, nur so als kleines Extra. Nachdem ich drei Versuche mit gefädelten Blüten gemacht hatte, gab ich auf. Mir gefiel der Look einfach nicht, und auch wenn das jetzt eine einfache Kette ist, so ist es für mich doch eine ziemliche Errungenschaft, sie überhaupt fertigbekommen zu haben.
Hier habt ihr es also - eine sehr lange Geschichte und ein sehr einfaches Ergebnis.



Ich hätte noch mehr Blumen machen können. Ich habe Blumenmuster aus Perlen gewebt, ich habe Blumen aus Draht gehäkelt und gestrickt. Ich habe sie aus Fimo gemacht. Mein einziges Tutorial je ist ein Blümchen.
Diese einfache Schlauchkette hatte es diesmal jedoch verdient, der Star zu sein.

Nicht nur eine Designchallenge, sondern auch ein Blog Hop - bitte schaut euch an, was die anderen Teilnehmerinnen zu zeigen haben. Es wird sein als gehe man in einem wunderschönen Garten spazieren! :-)

Gäste

Alysen - Cat (das bin ich ;-)) - Divya - Evie and Beth - Hope - Jill - Kathy - Linda - Martha - Melissa - Michelle - Rozantia - Sarah - Sarajo - Tammy

AE Teammitglieder

Caroline - Cathy - Claire - Jenny - Laney - Lesley - Marsha - Susan

Freitag, 29. April 2016

Pack die Vorräte an - Gefädelte Frühlingsblumenkette

Na gut, ich bin in letzter Zeit etwas blumenverrückt gewesen. Ich habe Ohrringe gemacht, einen Anhänger, mit mehr Blütenblättern experimentiert, besagtes Experiment wieder aufgetrennt. Tut mir leid, Leute, ich fürchte, das war noch nicht das Ende.
Nicht einmal der heutige Vorratsfresser war das Ende.
Laßt mich euch zunächst mal die Geschichte dieses Rocailles-Vorrats erzählen. Ich habe diese Perlen in einem Wettbewerb gewonnen. Es sind Rocailles in unterschiedlichen Farben und Größen. Mein Problem waren - die unterschiedlichen Farben und Größen. Ich arbeite nicht oft mit opaken Farben. Ich hatte nicht ausreichend Perlen derselben Größen, um sie zusammen in einem hübsch gemusternen Webstück zu verwenden und das freie Fädeln ist nicht gerade weit oben auf meiner Liste. Ein ganzes Döschen mit transparent-grünen Rocailles in Größe 15? Was um alles in der Welt konnte ich damit machen?

Über die Jahre verwendete ich einige davon in Drahthäkel- und -strickprojekten. Die anderen schaute ich mir immer mal an, verzweifelt auf ein Zeichen der Perlengötter wartend.
Wieder einmal war ein Schlauch die Rettung (nicht der, auf dem ich stand ;-)). Ein Perlenschlauch würde diese winzigen grünen Perlen sehr schön aufbrauchen, und dann könnte ich entscheiden, was ich damit machen würde. Herringbone. Herringbone-Spirale. Als ich endlich fertig damit war, sprang mich die Blumenidee an.
Eine Blume, zwei Blume, gesprenkelte Blumen. Aber wieviele Blumen? Immerhin war meine Farbauswahl begrenzt.
Blätter. Blätter und Ranken.
Und zu guter Letzt ... hm ... ein gefädelter Schmetterling? Wäre das nicht zuviel? Und in welchen Farben? Kein Schmetterling, aber .... halt, warte mal, warum habe ich daran nicht gleich gedacht? Perfekt. Eine rundliche, glückliche, so süße wie es nur geht Lampworkbiene von Izzybeads.


Nahaufnahme.


Ein Extrabonus war es, daß diese Halskette für die JAC April Challenge "Der Frühling ist da" geeignet ist.
Die Halskette ist noch nicht verfügbar, weil ich immer noch auf etwas für den Verschluß warte, aber ihr könnt mir trotzdem erzählen, wie sie euch gefällt ;-)

Freitag, 3. Juli 2015

Pack die Vorräte an - Cottage Garden Armband

Okay, es ist nicht wirklich ein Cottage Garden, aber ihr müßt zugeben, es wäre schwierig gewesen, auch noch eßbare Pflanzen mit drauf zu bekommen. Mir gefiel einfach die Idee, als meine Freundin, der Chimp, ein WIP-Bild sah und meinte, es erinnere sie an einen.

Ich weiß nicht, ob ihr meinen Yin Yang-Anhänger gesehen habt, mit dem die Idee eigentlich ihren Anfang nahm. Seine kleinen Akzente mit den Glascabochons in ihren Rocailles-Fassungen im Ziegelsteinstich erinnerten mich an Blumen.
Ich hatte schon aus vielen verschiedenen Grüns eine Perlensuppe zusammengekocht, um die Basis zu weben, die ich dann mit einem Picotrand aus winzigen grünen Rocailles verzierte.
Von diesen Glascabochons war noch eine ganze Reihe in meinem Vorrat. Immer wenn ich eine Blüte fertig hatte, nähte ich sie auf das Band, bis es schließlich elf waren, jede in einer anderen Farbe. Mir fiel auf, daß ich bei den Delicas viel mehr Farben als bei den Rocailles habe. Ist das ein gutes oder ein schlechtes Zeichen?

Nun brauchten diese Blüten noch Stengel. Ich hatte ursprünglich die gleichen Perlen wie in der Umrandung verwenden wollen, aber es stellte sich heraus, daß sie etwas zu dunkel waren, um sich tatsächlich abzuheben, also benutzte ich stattdessen transparente zartgelbe Perlen mit Fäden in zwei verschiedenen Grüntönen.

Es war geplant, es dabei zu belassen, aber dann erinnerte ich mich an meine kleinen Lampworkbienen von Izzybeads. Ich fand, eine davon würde einen großartigen kleinen Baumelakzent am Armband abgeben. Auf dem Weg zur Schublade jedoch schlug die Inspiration zu. Wie wäre es damit, eine ihrer lächelnden Sonnen zu verwenden, um meine Blumen wachsen zu lassen? Noch besser!

Bitte schön.
"Ein Gänseblümchen liebte sehr
ein zweites gegenüber,
drum rief's: "Ich schicke mit 'nem Gruß
dir eine Biene rüber!"
Da rief das andere: "Du weißt,
ich liebe dich nicht minder,
doch mit der Biene, das laß sein,
sonst kriegen wir noch Kinder!"


Mittwoch, 4. Februar 2015

Oldies but Goodies - Blumen

Die heutige JAC Oldies but Goodies Challenge dreht sich um Blumen. Ich weiß, daß ich nicht die einzige bin, die von Blumen und Frühling träumt, stattdessen sehe ich draußen tanzende Schneeflocken.
Was ich am meisten an den Blumen geliebt habe, die ich euch jetzt zeigen werde, ist, daß sie alle verschieden sind. Nicht nur im Stil, sondern auch im Material.

Wir haben gemalte Blumen, Metall und Kristalle, Clay, winzige Perlen und sogar eine echte, konservierte Rose. Ist das nicht schön? :-)
Was hättet ihr beigesteuert, wenn ihr auch Schmuck macht? Warum kommt ihr nicht vorbei und spielt das nächste Mal mit uns?



1 Jewelry Art by Dawn
2 Violetmoon's Corner
3 The Crafty Chimp
4 Cat's Wire
5 MC Stoneworks

Mittwoch, 15. Juni 2011

Ich bin gut dabei

Es ist wahr, auch wenn ich das selber sage, und ja, es geht immer noch um mein "Lager".
Diese Blümchen machen so süchtig und sind so vielseitig, ich denke, das Design wird mich nicht so schnell verlassen.
Wenn ich nun nur auch so gut darin wäre, Bilder zu machen und zu listen! Dafür muß ich mir selber immer einen echt guten Tritt geben.

Gerade eben habe ich meine To-Do-Liste wieder neben meinen PC gelegt, eine neue. Der Trick ist, nicht die alte zu behalten, die Sachen, die man erledigt hat, auszustreichen und neue dazuzuschreiben. Je mehr man ausgestrichen hat, desto mehr hat man das Gefühl, schon genug gemacht zu haben, auch wenn es vielleicht Wochen gedauert hat. Hm, natürlich ist es möglich, daß das nur für mich gilt, trotzdem fühle ich mich gut dabei, eine neue Liste zu erstellen, so sauber geschrieben, wie ich es eben hinkriege, es gibt mir den Drang, ein paar dieser Dinge anzupacken.

Gestern ging es also um das Bearbeiten von Bildern und Listen. Ups, grad mußte ich noch einen Punkt hinzufügen, die neue Herausforderung für das Starving Artist Team. Und noch was, was schon auf der letzten Liste hätte stehen müssen. Wenn es so weitergeht, fürchte ich, ich muß ein größeres Stück Papier nehmen!

Um mir ein bißchen das Gefühl zu geben, daß ich schon etwas getan habe, laßt mich euch meine neuesten Blümchen zeigen.

Da ist dieses Armkettchen. Die Blumenanhänger sind aus schwarzen Perlen mit Regenbogenlüster und Riverstone gemacht.


Laßt mich mal einen Blick auf meine Liste werfen. Oh-oh, immer noch 17 Punkte ....

Samstag, 4. Juni 2011

Gehirnpfütze

Es ist heiß. Ihr glaubt mir nicht? Schaut euch die tote Katze auf meinem Schreibtisch an. Nun sagt ihr vielleicht, daß ich nicht soviel Fell und darum nicht das Recht habe, mich zu beschweren, aber 1. habe ich euch nie meine Arme gezeigt, und 2. liege ich ja auch nicht so auf meinem Schreibtisch herum. Stattdessen versuche ich zu bloggen, was ich die ganze Woche nicht getan habe, Schande über mich.


Mein Gehirn ist eine Pfütze auf dem Boden und mein Körper bewegt sich nur aus Gewohnheit. Die Ergebnisse sind also nicht so gut, wie man sich von einem langen Wochenende hätte erhoffen können. Zumindest war ich nicht ganz inaktiv. Wieder einmal habe ich mich selber überzeugt, daß ich an meinem Lager arbeiten muß. All diese Perlen, die von anderen Projekten übriggeblieben sind, kamen mir in den Weg, all die kleinen Plastiktütchen mit einer, zwei, zehn Perlen darin. Diese kleinen Häkelblümchen sind perfekt geeignet, sie aufzubrauchen.


Ein Teil dieser Anhänger geht an einen Schülerhort, als Geschenkchen für die Mädchen. Andere davon werden in meinen verschiedenen Shops gelistet werden ... sobald ich mehr Bilder gemacht habe, wohlgemerkt. Das könnte eine Weile dauern.

Und natürlich bin ich noch nicht fertig. Da sind noch mehr kleine Tütchen, mehr verwaiste Perlen ... mehr Blümchen?

Donnerstag, 8. April 2010

Willkommen zu der "Kleinen Gärtnershow"

Zu spät, um noch abzuhauen, die Tür ist verschlossen.
Das ist keine Gartenshow, weil ich nichts über Blumen weiß!
Trotzdem sind Blumen heute mein Thema, aber nicht die Sorte, die verwelkt, wenn ich näherkomme. Ich habe eine Lösung gefunden. Gebt mir Blumen, die hart sind, die mich aushalten und die kein Wasser brauchen!
!

Eine davon kennt ihr schon aus einem früheren Post. Sie hatte hier herumgelegen und tat mir leid, also beschloß ich, sie einzupflanzen. Ich wollte jedoch nichts im Laden Gekauftes benutzen.
Dann fiel mein Blick auf das braune Fimo, das ich eigentlich für einen Baum verwenden wollte. Das Design hatte nicht so funktioniert, wie ich es wollte, aber .... hmm .... mit ein bißchen Rot darin .... organisches Aussehen .... unebene Ränder ... oh ja, und eine winzige Schnecke oben drauf!
Als die Schale den Ofen verlassen hatte und beim Abkühlen war, fing ich an, mir Gedanken über die "Erde" zu machen. Sand? Nö. Ich würde ihn festkleben müssen, damit die Pflanze nicht herausfallen würde. Geklebter Sand? Ich denke nicht. Steine? Dekosteine, die ich gerne als Hintergrund für meine Bilder benutze?
Ich hatte noch genug davon, also fing ich an, die Blume mit den Steinen in die Schale zu kleben (nachdem ich nachgeschaut hatte, ob der Kleber für Fimo geeignet war).
Als ich ungefähr halb fertig war, klebte ich mich selber an die Steine. Es mußte einfach passieren. Kleber mag mich nicht. Als ich versuchte, meine Hand von den Steinen zu lösen, zog ich die ganze Schale mit mir und Steine fingen an, in alle Richtungen zu fliegen. Habt ihr gesehen, daß sie schwarz mit silber sind?
Ich bin draufgetreten. Mit meinen weißen Socken trat ich auf schwarz, silber und Kleber. Manchmal muß man Dinge opfern, nehme ich an. Ich opferte meine Socken für dieses Projekt. Sie waren ohnehin nicht mehr die Jüngsten, die Ferste wurde langsam schon etwas fadenscheinig, und ich hatte einfach keine Lust, das ganze Zeug abzupicken und sie dann in die Waschmaschine zu werfen.

Ich brauchte zwei Sitzungen, um alles so festzukleben, daß nichts herausfallen konnte.
Hier ist das Ergebnis.



Die anderen Blumen sind ganz anders. Es sind Rosen aus Fimo, auch viel kleiner. Ich weiß, es gibt viele Rosenohrringe da draußen, also wollte ich dem Design einen kleinen Extrakick geben.


Ich liebe es, das Häkeln mit Draht und Kneten zu verbinden, meiner Meinung nach kann es sich gegenseitig in einem Design sehr gut ergänzen.
Und mein Kopf ist voller Ideen! Bleibt dran!

Mittwoch, 31. März 2010

Blumengespräche

Vielleicht habe ich schon früher einmal erwähnt, daß ich einen "schwarzen Daumen" habe. Ich kann nicht gut mit Pflanzen. Ich sage Hallo zu einer Blume und sie fällt um und ist tot.
Im Haus kann ich keine Blumen haben, weil die Katzen immer denken, das sei ein besonderes Geschenk für sie. Ich gehe lieber kein Risiko ein.


Nichtsdestotrotz mag ich Blumen. Oft fällt mir auf, daß ich achtlos an ihnen vorbeigehe, nur die schönen Farben sehe, vielleicht an einer Rose im Sommer rieche, aber sie nie richtig von nahem anschaue.
Manchmal jedoch nehme ich mir einen Moment, gehe in die Hocke und sehe mir die Details einer Pflanze an. Und wenn ich zufällig eine Kamera dabeihabe, mache ich ein Bild.


Diese Woche fühlte sich wieder sehr nach Frühling an. Es war warm, es war sonnig und plötzlich bemerkte ich, wie die Blumen in unserem "Garten" (es ist kein echter Garten, sondern ein Streifen mit Pflanzen darin hinter unserem Haus) gewachsen waren. Ihr wundert euch, wie es dort Blumen geben kann, wenn ich doch die Schwarzer-Daumen-Krankheit habe? Unsere Nachbarn kümmern sich darum und zwar gut.


Dies sind die Hyazinthen, die wir von Freunden bei einem Besuch bekommen haben. Der Lange hatte sie auf die Garderobe gestellt, aber nachdem Ponder anfing, diese mit einem aufgeregten Heulen zu erklimmen, wußten wir, daß sie nach draußen mußten. Als wir sie bekommen haben, waren sie nur kleine Knospen, aber das hat sich ganz schön geändert und die Biene war glücklich darüber.



Die Narzissen machen sich bereit für Ostern, darum ja auch Osterglocken genannt.


Ein paar der Weidenkätzchen haben sich noch nicht geöffnet, diese hier aber sind schon flauschig und fühlen sich ganz weich an.


Tausendschönchen gehören zu meinen Lieblingsblument. Ich habe mich in sie verliebt, als ich ungefähr 12 war und ein paar bekam, um sie in mein eigenes kleines Stück Erde vor dem Haus zu pflanzen. Sie und die Sonnenblumen waren das einzige, was nicht sofort starb, vielleicht mag ich sie darum so gern.


Dieses Stiefmütterchen ist noch nicht für den Frühling bereit, wie es aussieht. Das ist in Ordnung so, ich liebe die Knospe genauso, wie sie ist. Veilleicht schläft sie ja gern aus, so wie ich früher?


Unsere Gartenkatze schaut sich das alles von hinter dem Hyazinthentopf aus an. Nicht ohne Grund. Die arme Kitty ist hauptsächlich ein Kopf und nur noch ein halber Körper, seit der Nachbar sie hat fallenlassen. Sie war ursprünglich bemalt, aber mir gefällt, wie sie jetzt aussieht. Und niemand würde vermuten, daß sie kaputt ist, so wie sie versteckt ist.


Und das ist, was ich damit meine, wenn ich sage, ich nehme mir einen Moment Zeit für die Details. Im Stehen ist mir dieser Tropfen zuerst nicht aufgefallen. Als ich mich bückte, war ich fasziniert, wie ich es immer bin, von Tropfen auf Blättern, welchen, die von Zweigen hängen oder auf Tischen sitzen. Ich bin froh, mir diesen Moment genommen zu haben.


Ich hoffe, ihr habt die kleine Tour durch unseren "Garten" auch genossen! Schönen Frühling allerseits!