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Montag, 19. Januar 2026

"Cloisonné"-Halskette

Das heutige Schmuckstück ist nicht echtes Cloisonné, wurde aber davon inspiriert.
Cloisonné ist eine uralte Technik, bei der Metallstreifen oder -draht auf einer Metalloberfläche befestigt werden und so Zwischenräume bilden ("cloisons" auf Französisch). Anfangs wurden Edelsteine dafür verwendet, die so entstehenden Lücken zu füllen, später dann Emaille, was ebenfalls bunt, aber nicht so teuer ist.
Ich erinnere mich, daß ich sogar schon als Kind von Cloisonné-Stücken fasziniert war. Ich mache aber keine Metallarbeiten und habe auch noch nie mit Emaille gearbeitet.

Manche meiner Ideen entstehen völlig aus dem Blauen heraus. Ich schaue mir gern an, was so in meiner aktuellen "Arbeitsbox" ist - ich sollte wirklich mal die letzte aufräumen, denn ich bin sicher, ich werde ein paar Überraschungen darin entdecken -, und arbeite dann damit.
Diesmal fand ich übriggebliebenes ungleichmäßiges Dreieck Stickuntergrund und einen Abschnitt eines schmalen Bands aus Wildlederimitat, das ich kurz für "Die große Umarmung" in Erwägung gezogen hatte.
Es war wahrscheinlich das flache Aussehen, das mich an die Metallstreifen in Cloisonné erinnerte und mich zu der Überlegung brachte, wie es wohl aussehen würde, wenn ich das Band auf den Untergrund aufkleben würde (oooh, ehrgeizig), nicht flach, sondern auf dem Rand, damit ich Kurven ziehen konnte. Dann würde ich die Lücken mit Perlenstickerei auffüllen.
Natürlich wäre es interessant gewesen, ein tatsächliches Muster wie in echtem Cloisonné zu kreieren, aber dafür war das Band zu dick. Ich habe ja schon eine ganze Weile dafür gebraucht, diesen geschlossenen "Kreis" hinzubekommen. Abgesehen davon klappte das Aufkleben aber erstaunlich gut.


Zunächst begann ich damit, die Leerräume mit Reihen zu füllen, die dem Verlauf des Bandes folgten, aber wie schon bei der "Großen Umarmung" merkte ich schnell, daß mir das nicht gefiel.
Also trennte ich die Reihen heraus und nähte stattdessen Perle für Perle auf, was bei den engen Stellen viel besser funktionierte.
Außerdem was der ursprüngliche Plan gewesen, jede Farbe einmal zu verwenden und den Anhänger richtig bunt zu macht. Hätte ich aber vorher so richtig darüber nachgedacht und nicht das Band verwenden wollen, das schon geschnitten war, hätte ich statt des blauen ein schwarzes genommen. Wieder riß ich alles heraus und beschränkte mich stattdessen auf willkürliche Plazierung von Grün- und Blautönen. Natürlich ruft eine Kombination von Grün und Blau bei mir immer Gedanken ans Meer hervor und das Band verstärkte bei mir noch das Gefühl von Korallenriff, also mußte ich mich des Drangs erwehren, auch noch Perlen dazuzunehmen. Ich denke, das wäre einfach zuviel gewesen.


Nächste Entscheidung - eine Kette.
Ich liebe das Aussehen eines gedrehten Herringboneschlauchs mit drei Perlen in kontrastierenden Farben und wählte ein dunkles Regenbogengrün, ein Metallicblau mit einem Hauch von Mint und einem wunderschönen Dunkelblau.
Könnt ihr euch nicht auch eine Reihe von Schlauchketten wie dieser in verschiedenen Farben und Längen vorstellen?


Ich hatte so richtig Spaß beim Herumspielen mit diesem Stück und wünschte fast, ich hätte die Geduld, nochmal eins mit schwarzem Band zu probieren, aber während meine Hände noch eine Pause brauchen, ist mein Gehirn schon auf dem Weg zum nächsten WIP in meiner Arbeitsbox, das schon so lang dort drin wartet, weil ich mich nicht entscheiden kann, wie herum ich den Anhänger haben will!
Was sagt ihr - Tropfen mit der Spitze nach oben oder nach unten?

Montag, 7. Oktober 2024

Daumenstützen

Es ist ein wenig seltsam, daß ich mein Daumengelenk mit der Arbeit an etwas anstrenge, daß meinem Daumengelenk helfen soll, ich weiß. Tatsächlich fühlt es sich aber im Momen überwiegend etwas besser an und ich habe genug Pausen gemacht, um es nicht schlimmer zu machen. Vielleicht lerne ich doch noch dazu, wer weiß?

Ich spreche über die Daumenstützen, die ich mir besorgt habe. Ich trage sie ungern, aber wenn ich sie schon nachts tragen muß, können sie wenigstens hübsch aussehen ... denn wer schläft schon nachts. Vielleicht ist es ja einfach das Gefühl, daß sie anders sind.

Es ist witzig, ich habe schwarze gewählt, weil sie am wenigstens auffallend sind, und dann beschließe ich plötzlich, daß sie etwas Farbe brauchen, und zwar viel davon.

Ich habe gerade Fliegenstich gelernt, aber davon kann man hier nicht viel sehen, weil ich so viele kürzere Fadenreste hatte und mich nicht stoppen konnte. Ich wünschte, ich könnte solche Blumen in echt wachsen lassen
😉
Da hatte ich noch nicht geplant gehabt, auch den Riemen zu besticken, sonst hätte ich versucht, das etwas passender zu machen.
Die Länge des Riemens verlangte aber offensichtlich nach Ranken oder Kletterrosen (auch wenn sie seitwärts klettern), und da ich immer noch vom Knötchenstich besessen bin und mich außerdem mit dem Federstich vertraut gemacht habe, klangen die Röschen perfekt.
Damit brauchte ich tatsächlich all die bunten Reste, die ich bisher hatte, auf - denkt daran, daß ich diese Reise erst relativ kürzlich begonnen habe - und so war mein schwäbisches Herz sehr glücklich
😂







Für die zweite Stütze wollte ich jedoch definitiv etwas anderes, und da die Stützen nicht speziell für die rechte und linke Hand sind, ist der Riemen an der rechten Hand sowieso hauptsächlich auf der Handfläche, also mußte ich mir was ausdenken, was für die andere Seite funktionieren würde. Natürlich kann ich auch noch jeweils die zweite Seite der Stützen besticken, falls ich jemals den Drang verspüren sollte.

Seid ihr überrascht, daß sich meine Gedanken sofort Katzen zuwandten? Es ist möglich, daß die witzigen kleinen Hasenfüßchen des Dekans eine zusätzliche Inspiration waren.




Was lieben wir an Katzenfüßen? Die "Bohnen", wie der auf Englisch gern verwendete Ausdruck übersetzt heißt, also die Ballen!

Es war gut, daß ich dem links ein paar schwarze Flecken verpaßte, denn dadurch war es kein Problem, zwei weitere hinzuzufügen - nachdem ich meinen Finger das dritte Mal mit der Nadel gepiekst hatte, bevor ich bemerkte, daß ich schon auf die Pfote geblutet hatte! Könnt ihr fassen, daß ich mich tatsächlich schon gewundert hatte, warum da auf der Pfote zwei verschiedene Rosatöne waren (das Rot hatte sich auf dem Faden zu einem dunklen Rosa aufgehellt)?
😂

Dann brauchte ich noch etwas für den Teil des Riemens, den man sehen kann - natürlich noch eine Katze!
Die war echt hart, vor allem die Teile, wo ich Stiche auf Stichen auf schwierigem Untergrund machte, also ist sie keinesfalls perfekt, aber es war eine gute Übung und ich denke, sie ist trotzdem ganz niedlich.
Falls ihr euch wundert, warum die Augen etwas schielen, seufz, was kann ich sagen - noch mehr Blut, das ich verstecken mußte, aber diesmal ging mir dann auch noch der dunkelgrüne Faden aus, von dem ich nur die Hälfte der üblichen Länge hatte. Ich stelle mir einfach vor, das Kätzchen zwinkert mir zu.



Ich lasse es euch wissen, falls ich jemals etwas mit den anderen Seiten mache, aber ich muß gestehen, daß es echt zäh war, weil das nicht gerade ein einfacher Stickuntergrund ist, also glaube ich ich nicht, daß das sehr bald passieren wird, wenn überhaupt. Da waren all die kleinen schwarzen Schlaufen, die hochstanden, einige Stellen waren zu dick gepolstert, um überhaupt durchzukommen, an manche kam man nicht so gut heran oder ich kam nur unter Verwendung einer Zange durch.
Außerdem gibt es ja soviel anderes zu machen!

Dienstag, 25. Juni 2024

Gefädelte Schmetterlings-Melone

Ich habe dies in meinem letzten Blogpost erwähnt. Falls ihr mir irgendwo folgt, habt ihr schon ein Bild von diesem Hut gesehen, ich sagte aber, daß ich noch ein paar Detailbilder machen wollte.



Melonen oder Bowler haben mich fasziniert, seit ich ein Kind war. Obwohl ich Laurel und Hardy angeschaut habe, denke ich, sie sind mir erst so richtig aufgefallen, als ich zum ersten Mal "Mit Schirm, Charme und Melone" gesehen habe. Ich liebte Emma Peels unglaubliche Outfits, aber genauso sehr liebte ich Mr. Steeds stilvolle und elegante Anzüge, ergänzt durch seine Melonen, Regenschirme und Schuhe.

Als wir 1999 Kalifornien besuchten, gingen wir auf einen riesigen Flohmarkt. Es ist erstaunlich, wie allein der Gedanke daran Erinnerungen an einzelne Stände und die Anlage und sogar einzelne Stücke zurückbringt (ich vermisse immer noch das tolle Batikshirt, das ich dort gekauft und getragen habe, bis es auseinanderfiel).
Ich kann sogar den Tisch, auf dem ich die vintage Melone sah, vor meinem inneren Auge sehen. Es war Liebe auf den ersten Blick, ich mußte sie einfach haben und habe nicht mal versucht zu feilschen. Ein paar Stände weiter bewunderte sie ein Verkäufer und fragte mich, woher ich sie hätte. Ich war so stolz darauf.
Zugegeben, getragen habe ich sie nicht oft, weil das mit meinen langen Haaren etwas schwierig ist, meine Hüte rutschen hinten gerne hoch, wo das Haar zwischen Kragen und Hutrand eingeklemmt ist, aber ich muß schon lächeln, wenn ich sie nur sehe. Kurz danach kaufte ich mir eine Damenmelone in einem Antikladen. Hier habe ich Bilder von beiden Hüten, falls ihr einen Blick darauf werfen möchtet.

Mit Perlen umfädelte Hutränder waren mir schon eine Weile nicht neu gewesen, es gab Freundinnen, die sie gemacht haben und die Hutbänder aus Perlen webten und Verzierungen für Hüte fädelten, aber obwohl es immer auf meiner Liste stand, war ich immer zu faul, mir einen Hut zu besorgen und ein Muster auszuarbeiten (meine Melone ist tabu für solche Sperenzchen ;-)).
Dann bestellte ich mir eines schönen Tages spontan auf eBay eine Melone, die einen guten Preis hatte, zu dem Preis natürlich keine Topqualität, aber auch kein Karnevalshut, die recht groß war (der Plan war, meine Haare komplett darunterzupacken, ich habe es aber noch nicht so ganz raus, auch weil ich mein Pony auswachsen lasse, das seit Monaten auf einer sehr ungünstigen Länge herumhängt), und die kein Futter hatte, was für mich perfekt war, weil ich Verzierungen anbringen wollte, obwohl ich zu dem Zeitpunkt noch nicht so recht wußte was.

Genauso spontan (zwei Jahre nachdem ich sie gekauft hatte, lol) begann ich mit der Arbeit an der Melone, indem ich meine Rocailleskisten neben mich stellt und dann (ziemlich) willkürlich aus meinen Farben auswählt, um einen sehr bunten, sehr fröhlichen Rand zu machen. Ich wünschte, ich könnte sagen, wieviel Spaß das gemacht hat, aber um ehrlich zu sein, so sehr ich auch das Ergebnis liebe, langweilte es mich zu Tode. Ich bezweifle, daß das etwas ist, daß ich so bald wiederholen möchte.
Dann machte ich eine Pause, um zu entscheiden, was auf den Hut sollte. Das war, als ich den Schmetterlingsanhänger mit dem Stoffdesign meiner Freundin Michelle machte und sofort dachte ich an die Melone. Machen wir sie noch fröhlicher und noch bunter und setzen Schmetterlinge darauf!

Mein erster Plan war es, Schmetterlinge in Perlenstickerei zu machen und sie in einer Spirale um den Hut fliegen zu lassen, aber dann beschloß ich, die Flügel separat zu fädeln - obwohl ich weiß, daß Flügelmuster auf der Vorder- und Rückseite unterschiedlich sind, und das bedeuten würde, daß die Muster vorne und hinten gleich sind - weil ich sie leicht aussehen lassen wollte, während ich für den Anhänger etwas Stabileres wollte. Dann würde ich die Körper fädeln, die Flügel aufnähen, sie in unterschiedlichen Positionen versteifen, aber nicht zu sehr, und die Schmetterlinge auf den Hut nähen.
Wie ihr sehen könnt, gibt es keine Spirale. Ich konnte mich einfach nicht zügeln und machte immer neue Muster, ein paar nach echten Schmetterlingen, die meisten aber mit Fantasiemustern. Ich scheine ein Problem mit leerem Raum zu haben (was durch meine Wände bestätigt wird)? Es gab sogar einen kurzen Moment, in dem ich daran dachte, auch noch Blumen zu machen, aber das war wirklich nur ein Moment.

Nachdem ich ein paar Wochen daran gearbeitet und 13 Schmetterlinge in sehr unterschiedlichen Farben gemacht hatte, sagte ich mir, daß es jetzt genug war. Ja, auch wenn da zwei Stellen sind, die ich nach Flügeln schreien höre, aber irgendwann ist es mal gut.
Wieder so ein langer Post, tut mir leid, aber es war auch ein langes Projekt.
Wo sind nun also die Detailbilder?
Ich habe keine. Ich hab's im Garten versucht, im Lichtzelt, drinnen im Tageslicht, aber die Mischung der Perlen, die ich benutzt habe, sorgt entweder für einen grellen Glanz auf einem Flügel oder ein Flügel ist verschwommen. Ich habe es jetzt erstmal aufgegeben, aber falls ich es irgendwann doch noch hinbekomme, werde ich dafür eine Seite machen.

Was ich habe, sind ein paar Bilder im Garten, damit ihr wenigstens mehr als eine Seite sehen könnt.


Mittwoch, 13. Juli 2022

Lichtschmetterling

Letztes Jahr September habe ich eine schwarze Motte gemacht. Ich habe mich immer von schwarzen Tieren angezogen gefühlt, Vögel, Hunde, Kaninchen und natürlich Katzen (okay, Kakerlaken könnten vielleicht die Ausnahme sein). Ich machte die Motte als Perlenstickerei mit Flügeln voller Pailletten in verschiedenen Schwarztönen, glänzend, matt, AB, es hat so Spaß gemacht.


Nur ein paar Wochen später beschloß ich, die Idee in Farbe umzusetzen, mit einem großen exotischen Schmetterling aus einem wunderschönen Glascabochon und vielen unterschiedlich farbigen Pailletten.

Beide Stücke waren recht schnell verkauft und ich kam nie dazu, über sie zu bloggen (das ist ein Euphemismus dafür, daß ich entweder zu faul oder nicht motiviert genug war, um überhaupt viel zu bloggen).

Vor ein paar Tagen führte ich wieder eine meiner Inspektionen durch und wählte das nächste alte Stück zum Auftrennen aus (ich wünschte, mein Kopf würde mir nicht sagen, daß sie in dieser Schublade liegen und um Hilfe schreien "Neeein, tu's nicht!"). Während ich damit beschäftigt war, fiel mir ein, wie ich es gemacht hatte. Es ist witzig, was Leute als Maß für die Zeit nehmen, während der sie an etwas arbeiten. Bei mir sind es gewöhnlich Filme oder Episoden von Fernsehserien, in diesem Fall Akte X und die 1960er Version von "Das Dorf der Verdammten".
Meine Gedanken schweiften weiter herum und gelangten schließlich zu diesen zwei geflügelten Kreaturen, wahrscheinlich weil das Thema in einer meiner FB-Verkaufsgruppen zu der Zeit "Schmetterlinge" war.
Ich liebe es, Flügel zu machen, und ich liebe den Effekt von Pailletten.
Nicht schwarz diesmal, keine Farben, wie wäre es mit weiß und silber? Schließlich hatte ich eine ganze Ladung von Rocailles in Weißtönen und Silber direkt vor mir liegen.


So entstand der Lichtschmetterling. Ich weiß nicht, ob er aus Licht geboren ist oder ob er Licht mit sich trägt, aber ich könnte leicht ein paar Fantasygeschichten über ihn zusammenspinnen.

Keine Sorge, meine dunkle Seite ist nicht verschwunden, tatsächlich habe ich mir direkt hinterher wieder zwei von den schwarzen Schädeln gegriffen. Mehr Flügel, fürchte ich.
Wer weiß aber, was danach kommt? Vielleicht wird ja ein anderes aufgetrennte Stück mit mir sprechen und mir etwas völlig Neues erzählen!

Donnerstag, 4. Juni 2020

Oldies but Goodies - Bollywood

Das Thema für die dieswöchige Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge war Bollywood. Es war etwas ironisch, daß sich genau letzte Nacht der einzige Fernsehsender, der Bollywood-filme zeigte, aus dem deutschen Markt zurückzog.
Ich bin nicht wirklich überrascht. Obwohl ich meinen Teil an indischen Filmen (nicht nur Bollywood) gesehen habe, bevor dieser Kanal überhaupt anfing, ist es nervig, immer wieder dieselben Filme und Seifenopern angeboten zu bekommen, mit ein bißchen Kochen hier und da. Ich hätte gern auch Dokumentationen gesehen, Sendungen über die Kultur, die Geschichte ... ich schweife ab, sorry.

Bollywood steht für Tanz, Gesang und bunte Farben. Tanz und Gesang kann ich euch nicht anbieten, aber Farben habe ich für euch.


1 und 4 The Crafty Chimp
2 Cat's Wire
3 RioRita
5 My Bijou Life

Freitag, 17. Januar 2020

Pack die Vorräte an - Nadelfilzschmuck

In meinem letzten Vorratsfresser-Post habe ich euch erzählt, daß meine Drahtmuse verschwunden war, was ein Grund war, daß ich Nadelfilzen als eine neue Ausdrucksform annahm. Tatsächlich war es nicht nur der Draht, sondern Schmiuck im allgemeinen. Irgendwie fühlte ich mich, als stecke ich fest, und mir fiel nichts Neues an.
Im Kopf habe ich schon ein paar verschiedene Projekte - alle kein Schmuck, ein paar mit Perlen, ein paar mit Filz, aber ich tue mich schwer damit, überhaupt damit anzufangen, wie z.B. ein Muster zu machen.
Nadelfilzen war ein guter Weg, meinen Kopf leerzumachen und dem kreativen Kind in mir zu erlauben, ohne jegliches Ziel oder Plan zu spielen. Ich weiß schon, daß das Kind sich gern ausbreitet, es machte eine große und eine winzige Voodoopuppe, einen schwarzen Katzen- und einen Löwenkopf, und es hatte soviel Spaß dabei!




Ich habe auch erwähnt, daß ich noch keine Idee dafür hatte, was ich mit all der bunten Wolle anfangen sollte. Häschen? Schließlich waren und sind bunte Hasen gut genug für Steiff, warum also nicht für mich? Bunte "Bilder"? Doch noch der gefilzte Ball für Gundel?
Oder - keuch - bunter Schmuck? 
Ihr mögt euch fragen, warum ich nicht gleich auf diesen ja nicht so ungewöhnlichen Gedanken gekommen bin. Ich weiß es nicht. Natürlich dachte ich mir, daß ich aus den beiden Köpfen wahrscheinlich irgendwann Broschen machen würde, aber einfachen Schmuck? Als ich aber nach einer Idee für die Art Elements Januar-Challenge suchte, deren Thema Beeren sind, fielen mir nur Himbeeren und Brombeeren ein. Ich fing an, Farben zu mischen, aber statt auf eine Beere hinzuarbeiten, entdeckte ich "Cabochons" und "Perlen".
Von Anfang an hatte ich gewußte, daß zum Filz irgendwie Perlen dazu mußten, denn schließlich sieht alles besser aus mit Perlen, nicht wahr? Als ich die Waldorf-Feen einer Freundin und die Perlen, die sie auf den Rock einer der Feen gestickt hat, bestärkte mich das nur.

Vielleicht hatte ich ja auch noch ein paar größere Stein- oder Süßwasserperlen, die zu den Filzkomponenten passen würde ... keine Süßwasserperlen, die Löcher sind zu klein für die Stifte ... Kristalle vielleicht ... oooh, dieser Mookait zum Lila .... und ein paar Rocailles auf dem Filz ... tatsächlich ist das die Zeitrafferversion, da ich zwischendurch auch noch zwei Tage plattlag.
Das ist, was ich bisher habe, zwei Paar Ohrringe und einen Anhänger, ganz anders als das, was ich normalerweise mache, und das gefällt mir, weil es irgendwie befreiend war. Es ist, als ginge man nur zum Spaß auf einen Ausflug, wie das eine Mal, als wir vor 40 Jahren auf einer Schulfahrt nach Berlin waren und eine Freundin und ich in eine S-Bahn stiegen und dann willkürlich immer wieder umstiegen, um zu sehen, wo uns das hinführen würde, oder das andere Mal, als sie und ich in London waren und das gleiche mit den roten Bussen machten.
Vielleicht sitze ich ja immer noch in so einem Bus, und wer weiß, wo ich enden werde? ;-)


Donnerstag, 3. Januar 2019

Oldies but Goodies - Farbexplosion

Ich weiß, es ist ein paar Tage zu spät, aber ich möchte nicht vergessen, euch ein Frohes Neues Jahr zu wünschen.
Das Thema für die Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge ist in dieser Wohnung etwas ironisch für mich, da ich durch das Fenster auf Schnee blicke, den ersten "echten" in diesem Winter - das wenige, das nicht mal einen Tag lang hielt, zähle ich nicht. Das bedeutet, wir brauchen jetzt um so mehr etwas Farbe, und darum geht es heute.
Was ist eure Lieblingsfarbe?


1/6/8 MC Stoneworks
2/4/9 Jewelry Art by Dawn
3/5/7 Cat's Wire

Mittwoch, 28. September 2016

Oldies but Goodies - Bunt

Heute morgen bin ich aufgewacht und mir war kalt. Einen Moment lang versuchte ich mich zu erinnern, wo ich war - was nach den seltsamen Träumen, die zu haben ich pflege, nicht immer leicht ist - welcher Tag es war und warum mir kalt war. Nachdem ich zu Sinnen kam - soweit das möglich ist - war ich froh festzustellen, daß noch nicht Winter war. Es ist Herbst, was mir gut gefällt.
Nichtsdestotrotz lauert Winter um die Ecke, mit der Kälte, der Dunkelheit am Morgen und Abend.
Was ist besser geeignet, diese Gedanken zu bekämpfen, als ein paar fröhliche Farben und viele davon?
Bunt war das Thema für die Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge in dieser Woche, und Farben bekamen wir, in allen Variationen.
Wie immer hoffe ich, ihr werdet meine kleine Auswahl genießen!
Pssst, nur so zur Erinnerung, wenn ihr auch Schmuck macht, warum kommt ihr dann nicht mal vorbei und macht bei unserer nächsten Challenge mit?


1 und 8 MC Stoneworks
2 und 3 Jewelry Art by Dawn
4 und 10 Cat's Wire
5 und 7 Violetmoon's Corner
6 und 9 The Crafty Chimp

Samstag, 5. Juni 2010

Die Regenbogenelfen


Die Idee wurde geboren, als ich ein kleines Plastiktütchen voller Perlensuppe zu sortieren begann. Ich kann mich selber nicht Perlenkünstler nennen, obwohl ich mehr als einmal Rocailles benutzt habe, und wie ahnungslos war ich, als ich beschloß, die Perlensuppe in ihre Zutaten aufzuteilen. Ich machte das nicht alles an einem Tag, es dauerte ein paar Tage, aber schließlich hatte ich all diese netten Plastiktüten, je mit einer Perlenfarbe.
Also was nun?
Ich hielt die Tütchen nebeneinander, dachte über mögliche Farbkombinationen nach und schon fand ich mich dabei, wie ich Rocailles zusammenwarf. Ich nehme an, ich hätte früher darüber nachdenken sollen, es hätte mir einige Zeit erspart.
Die erste Kette war im Blau und Grün des Ozeans und da war sie, die verrückte Idee, viele davon in verschiedenen Farbkombinationen zu machen - die Ketten für die Regenbogenelfen.


Die Regenbogenelfen haben ihren Club in einem Baumhaus auf dem höchsten Baum, den man finden kann. Bei Eintritt bekam jede von ihnen ihre besondere Kette in ihren eigenen besonderen Farben, wie ihr auf diesem Bild sehen könnt. Ich bin sicher, über die Zeit werden sie neue Mitglieder anziehen.


Und dann sind da noch die letzten übriggebliebenen Rocailles in der Tüte, die zu keiner der anderen Farben dazupaßten. Wie wäre es mit einer Elfe der Farbe? ;-)

Sie sind übrigens schon in meinem Zibbet-Shop gelistet, sollen aber auch bald in meinen anderen Shops zu finden sein.

Mittwoch, 30. Dezember 2009

Hippiekreise

Eins meiner Lieblingsmusicals ist "Hair".
Es war die Schallplatte meiner Schwester - Schallplatte gleich Vinyl für die Jüngeren unter uns. Schwarz, groß und es war nicht gut, sie zu zerkratzen. Meine Schwester erlaubte mir großzügig, meine Lieblingslieder auf Kassette aufzunehmen.
Heute habe ich nicht die Kassette angehört. Inzwischen habe ich die CDs und ich habe meine Lieblingslieder auf dem PC und meinem MP3-Player.
Ich wünschte, ich könnte tanzen.
Stattdessen habe ich mich davon inspirieren lassen. Es blieb nicht viel anderes übrig, nachdem sich das Titellied an meinem Gehirn festgeklebt hatte.

Erinnert ihr euch an die coolen Batik-T-Shirts? Ich hatte mehr als eins und vielleicht habe ich sogar noch eins in meinem Kleiderschrank ...

Würde dieser Anhänger nicht großartig zu einem solchen und Jeanshosen und -jacke passen?
"Hippiekreise" ist von Grund auf selbstgemacht. Ich habe den Sterlingsilberdraht handgeformt und ich habe den Ring mit buntem Kupferdraht gefüllt (gehäkelt natürlich!).




Peace, Brüder und Schwestern! ;-)

Ach ja, und den Anhänger findet ihr übrigens in meinem Zibbet-Shop.

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Weihnachten - schon??

Meine Güte - sind wir tatsächlich schon so nah an Weihnachten? Heute hat mir meine Kollegin erzählt, daß sie schon vor Wochen mein Geschenk gekauft hat (das nenne ich vorbereitet!), die Läden spielen keine Weihnachtsmusik, aber Lebkuchen werden im Überfluß angeboten und wir haben gerade mal gestern bei der Arbeit die Halloweendeko aufgehängt!

Aber um ehrlich zu sein, ich bereite mich auch vor. Vor einer Weile habe ich Draht bestellt (von meinem Lieblingsladen) und ich mußte einfach mit Farben spielen. Ich bin noch nicht fertig!
Die Idee entwickelte sich aus meinen Ballanhängern und den Körben, sie wuchs, die Haken wurden größer, ich brauchte mehr Haken, ich spielte, versuchte und experimentierte und auf einmal hatte ich eine Weihnachtskugel, mit der ich glücklich war.

Dies ist nur ein Teil aller verfügbaren Farben, ich werde euch auf dem laufenden halten, wenn ich neue Farben oder sogar Kombinationen hinzufüge.




Und nun sind sie in diesem großartigen Treasury (tut mir leid, ich wüßte keine gute Übersetzung dafür) dargestellt, Ornament time, Zeit für Ornamente. Yippie! Danke, Cindy!!Thanks, Cindy!!