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Samstag, 18. März 2023

Tollpatschiger Samstag

Es ist einer dieser Tage. Tatsächlich war es eine dieser Wochen. Wenn das so weitergeht, werde ich morgen wahrscheinlich von meinen Katzen gefressen werden.

Darum kann ich nur zwei Paar Ohrringe zeigen, die ich dieses Wochenende gemacht habe. Das dritte Paar ist noch nicht fertig, weil ich mich wie ein Idiot in meinen Zeigefinger geschnitten habe, und jetzt muß ich meine Hand in einem ungünstigen Winkel bewegen, wenn ich fädeln möchte, was mein Handgelenk zum Schmerzen bringt, was dann dazu führt, daß mein Ellbogen wehtut - lange Geschichte, kurzer Sinn, ich habe erstmal aufgegeben.
Es hat Spaß gemacht, mich durch meinen Perlenvorräte zu wühlen, das hatte ich schon eine Weile nicht mehr gemacht. Ich denke, es werden noch mehr Variationen dieser Ohrringe folgen, sobald mein Finger wieder mitmacht!


Freitag, 18. März 2022

Pack die Vorräte an - Peyote-Röllchen-Ohrringe

Als ich die Perlen für meinen geflügelten Skarabäus durchschaute, fand ich zwei Röhrchen mit Delicaperlen in meinem Vorrat. Beide waren Teil einer Überraschungsmix-Bestellung gewesen. Wann immer ich eine Perlenbestellung mache, kann ich nicht widerstehen, einen Überraschungsmix in meinen Warenkorb zu legen.
Ich bekomme dann vielleicht ein paar Perlenfarben, -formen oder -größen, für die ich momentan keine Idee habe, aber es ist immer eine nette Herausforderung, etwas zu verwenden, an das ich selber beim Bestellen nie gedacht hätte, und einige dieser Perlen waren einfach genau richtig für meine Projekte.

Diese speziellen Röhrchen waren Delicas in Größe 10 und 8. Ich benutze meine Delicas meistens zum Perlenweben und es hätte ziemlich schwierig werden können, diese größeren in einem Stück einzuarbeiten, also mußte ich mir etwas anderes Kleines ausdenken.
Was mir als erstes einfiel, waren Ohrringe aus Peyote-Röllchen, aber natürlich mußte noch irgendetwas zu den Röllchen dazu, denn einfaches - wenn auch schimmerndes - Weiß mit Goldeinzug oder Rot wäre nicht sehr aufregend.

Nachdem ich die Röllchen also fertig hatte, schaute ich nochmal über meine Vorräte.
Ich liebe diese winzigen Würfelchen in gold AB, so sehr, daß ich, als ich sie erstmals entdeckte, gleich eine ganze Ladung davon bestellte, die ich noch immer nicht komplett aufgebraucht habe.
Ihre Kanten schmiegen sich perfekt in die Lücken zwischen den Delicas an.
Nur noch zwei Swarovski-Kristalle und ein paar winzige Rocailles und voilà, ein hübsches Paar Ohrringe!


Da die roten Delicas kleiner waren, brauchten sie auch kleinere Akzente, aber was?
Dann fiel mein Blick auf meine kleine Steiff-Marienkäfer-Wollminiatur (der gelbe Schimmer kommt übrigens von meiner Tageslichtlampe, tatsächlich ist er völlig rot). Perfekt!
Wie gefallen euch meine Marienkäfer-Ohrringe?

Mittwoch, 3. Juni 2020

Zierlich

Der Mondstein in diesem Anhänger ist ein alter Begleiter von mir. Tatsächlich ist er fast ganz von Anfang an dabei, seit ich Schmuck mache. Es waren ursprünglich zwei, aus denen ich Drahthäkelanhänger gemacht hatte - nicht ganz einfach mit einem so kleinen Cabochon - der eine ist verkauft, den anderen habe ich irgendwann zerlegt.

Ich liebe Mondsteine, weil ich den Mond liebe. Ich finde, sie verdienen ihren Namen wirklich.
So klein dieser auch ist hat er doch ein hübschen blauen Schimmer, weshalb ich dafür hellblaue Rocailles zu den klaren Rocailles und Kristallen ausgesucht habe. Ich habe überwiegend Faden ebenfalls in hellblau verwendet, um auch den klaren Perlen einen Anflug von Farbe zu geben, nur der Picotrand, der auf der Kristallreihe sitzt, ist mit weißem Faden gemacht.


Die Öse eingerechnet ist der ganze Anhänger nur 2,5 Zentimeter, also brauchte er auch eine zierliche Kette. Als ich auf der Suche nach etwas anderem auf YouTube ging, war eine meiner Empfehlungen ein Tutorial für eine Spiral-Herringbonekette mit zwei Perlen.
Ich wünschte, das Internet würde aus meinem Kopf rausbleiben!
Dennoch war das eine Empfehlung, die für mich paßte - ich verstehe immer noch nicht, warum YouTube zu denken scheint, daß ich auf verrückte Enthüllungsgeschichten über das englische Königshaus stehe, nur weil ich einem Kanal über viktorianisches Kochen folge! - denn der zierliche Look war perfekt für meinen Anhänger.
Außerdem ist es kein bißchen schwierig, und bei allem, was passiert ist und gerade noch passiert, sowohl persönlich als auch in der Welt, und was mir ständig im Kopf herumspukt, war es ein guter Weg, sich mal eine Weile in einem repetitiven Prozeß zu verlieren.
Um den eisigen Look zu verstärken, habe ich für die Kette klare Rocailles benutzt, einmal ganz klar, einmal mit Silbereinzug, und sie mit einem einfachen Klickverschluß versehen.


In der Jewelry Artisans Community haben wir ein paar winzige Challenges, sechs Mal im Jahr - winzig, weil nicht viele mitmachen - die letzte war es, eine eigene Kette zu einem Schmuckstück zu machen.
Ich habe oft Drahtschlauchketten zu meinen Anhängern gemacht, meistens gehäkelt oder gestrickt, aber ich mache nie Gliederketten aus Draht. Mein Plan war es, so eine in Angriff zu nehmen, aber ich hatte nicht das Gefühl, daß ich zur Zeit den Nerv dazu hätte.

Also wird es wohl das hier sein müssen.

Freitag, 20. Juli 2018

Pack die Vorräte an - Der mysteriöse Stein

Ich entrümpelte Schubladen, als ich den Stein fand. Jaspis vielleicht? Fossile Koralle? Ich habe keine Ahnung, genau wie ich keinen Schimmer habe, woher dieser Stein überhaupt ursprünglich kam. Er war in einer kleinen Blechschachtel mit diesem und jenem Modeschmuck, den ich erkannte, aber der Stein sah für mich überhaupt nicht vertraut aus.
War er ein  Geschenk gewesen? Ich kaufe sehr selten gebohrte Steine, und die, die ich habe, waren mir üblicherweise geschenkt worden. Oder hatte ich ihn selber gekauft? Wenn ja, muß das weit vor meinen Schmuckmacherzeiten gewesen sein, weil all die anderen Stücke so alt waren, daß ich einen 80er-Flashback bekam. Vielleicht hatte ich ihn ja als Geschenk für jemanden gekauft?

Was auch immer die Geschichte dazu ist, der Stein war hübsch und verlangte nach gewebtem Draht. Also webte ich ... und nahm es wieder ab ... versuchte eine andere Idee ... schnitt es wieder auseinander ... das erste Mal war nicht symmetrisch genug für meinen Geschmack gewesen, beim zweiten Mal gefiel mir die Idee zwar irgendwie, aber ich fing falsch an und beschloß dann, daß ich an der Idee wohl noch etwas arbeiten mußte.

Beim dritten Mal klappte es dann reibungslos. Weniger Gewebtes, damit der Stein nicht zu sehr abgedeckt wurde, eine größere Öse mit einer Perle als Akzent, und drei baumelnde Perlen für die Bewegung.
Eine einfache Kette schien mir nicht auszureichen, also häkelte ich eine Schlauchkette für den Anhänger und oxidierte dann das gesamte Kupfer.

Und nun bin ich damit zufrieden. Vielleicht sollte ich noch ein paar Schubladen entrümpeln, damit ich mehr Schätze finden kann ;-)


Freitag, 23. September 2016

Pack die Vorräte an - Wasser und Sand

Wem würde kein Überraschungspaket gefallen? Und noch besser, wenn man Schmuckmacherin ist, ein Überraschungspaket mit ... ihr habt's erraten, Perlen darin? Einem eklektischen Perlenmix. Wie ich anderswo sagte "Totenschädel und Blumen, Schnecken und Blätter ... was sich anhört wie die Zutaten für einen interessanten Trank ist tatsächlich ein Paket ..."

Ein Projekt, das ich für mich selber aus einigen dieser Perlen begonnen habe, um zu sehen, ob das Design so funktionieren würde, wie ich es mir vorgestellt hatte, braucht noch einen Verschluß und konfrontierte mich mit einem interessanten Problem, aber darum geht es heute gar nicht.
Die letzte Oldies but Goodies Challenge ist vorbei, scheint mich aber immer noch inspiriert zu haben.
Schreit das nicht geradezu Strand?

Anstatt silbernem Draht, den ich normalerweise mit den hellblauen/grünlichen Steinsplittern benutzt hätte, wählte ich einen warmen Kupferdraht, daher der Titel dieses Posts, da das Blau für das Wasser und das Kupfer für den Sand steht.
Zusammen verhäkelte ich sie in eine Schlauchkette.
Das verbrauchte allerdings keinen Vorrat, da das Paket ja erst vor kurzem ankam und es der Steinstrang noch nicht mal von meinem Schreibtisch in die berüchtigte Schublade geschafft hatte.
Nicht daß ich davon besessen wäre, partout Vorräte zu benutzen, aber in diesem Fall, schien mir, würde eine meiner Muscheln tatsächlich eine perfekte Ergänzung für die Kette abgeben. Ich suchte eine heraus, die wunderbar zum Kupferdraht paßt und strickte dafür eine Fassung, die ich dann am Schlauch befestigte.
Eine einfache weiße Perle ist die einzige Verzierung.
Voilà!

Freitag, 22. Januar 2016

Pack die Vorräte an - Der Manati

Habt ihr gehört, daß beantragt wurde, Manatis von der amerikanischen Liste der gefährdeten Tierarten zu nehmen? Natürlich ist der erste Gedanke "oh gut, das heißt, es geht ihnen besser, nicht wahr" und dann beginnt man darüber nachzudenken, was genau das bedeuten mag. Werden sie weniger geschützt werden? Was bedeutet "gefährdet" eigentlich überhaupt? Was ist die nächste Ebene, wenn sie heruntergestuft werden? Es ist "bedroht". Oh, hört sich nicht SOVIEL besser an, nicht? Hier ist ein Artikel, falls ihr mehr wissen möchtet.

Nun fragt ihr euch vielleicht, was das mit meinen Vorräten zu tun hat und warum ich meine Regel breche, in diesem Blog hauptsächlich über Kreatives zu sprechen, auch wenn es nur um eine kleine Einführung geht?
Zuerst war da dieser Vorrat an größeren, unregelmäßigen Rocailles in Meeresfarben. Dunkelblau mit einer Spur von AB-Lüster, ein transparentes Himmelblau und ein helles Blau mit Silbereinzug. Ich hätte kein anderes Design finden können, um sie darin zu verwenden, also häkelte ich eine lange Schlauchkette aus Draht damit.
Dann stieß ich auf die Nachricht über die Manatis und erinnerte mich an den schönen Lampworkanhänger von Tom Heath bei Sanctuary Glass Designs, den ich immer noch in einem meiner Schatzkästchen hatte. Tatsächlich ist er mehr als nur schön. Es ist klares Glas über einem Grund, der einem das Gefühl gibt, man blicke in Wasser, auf dem das Licht spielt.



Nun muß ich mir auch noch etwas ausdenken, wie ich Tom's Hai-Anhänger benutzen kann, der ebenfalls viel zu lang im Kästchen ausharrt ...

Freitag, 8. Mai 2015

Pack die Vorräte an - Drahtstrickschlauchkette mit Botswana-Achat und Lampwork

Diese Botswana-Achat-Chips hatte ich schon eine Weile in meiner Schublade, sie waren ein Geschenk. Bis jetzt hatte ich keine Idee dafür. Sie waren weder in Größe noch Form regelmäßig, so wie Chips halt sind, und gebohrt waren sie auch nicht.
Das einzige, was übrigblieb, war, sie in Draht einzufangen, was ich mit einer meiner Schlauchketten auch tat. Es ist eine lange Kette ohne Verschluß. Da der Achat überwiegend rosa und grau war, wählte ich für das Stricken des Schlauchs den Draht im Roségoldton.

Ich habe immer noch meine Probleme mit Asymmetrie, aber wir haben ja kürzlich über Komfortzonen gesprochen, also habe ich das in Angriff genommen. Einige der Chips sind willkürlich in der Schlauchkette gefangen, aber zusätzlich habe ich zwei "Blasen" voller Achat und eine mit zwei grauen Lampworkblasenperlen hinzugefügt.
Es ist komisch, als ich das erste Mal in der Grundschule das Häkeln von Luftmaschen lernte, mußten wir ein Einkaufsnetz machen. Ich suchte dafür Rosa und Grau aus, und seit damals sind das für mich zwei Farben, die zusammengehören (sie werden übrigens auch in einem zukünftigen Projekt auftauchen).

Und hier ist es nun, das Vorratsprojekt dieser Woche.

Freitag, 8. März 2013

Hier ein bißchen und da ein bißchen ...

Es fing alles ganz einfach an. Ich hatte diese Achatscheibe schon eine ganze Weile herumliegen gehabt und beschloß, sie endlich in ein Schmuckstück zu verwandeln. Einen Anhänger für eine Glieder- oder Schlauchkette.
Hört sich einfach an, nicht wahr? Nun, ich werde euch jetzt mal durch die einzelnen Schritte führen, um euch zu zeigen, wie meine Stücke entstehen.

1. Welche Technik für den Anhänger anwenden?
Es stehen drei zur Wahl - Drahthäkeln, Drahtstricken oder Nadelspitze.
Mit einem Stein wie diesem, der recht schmal und lang ist, außerdem spitz an einem Ende, ist das Drahtstricken eine gute Wahl, weil sich die Fassung, die dabei entsteht, gut und flexibel um den Stein anpassen läßt. Da Drahtstrick aber eine so offene Struktur und kaum ein Drahtmuster an sich hat, schien mir, daß da noch ein kleines Extra für den Kontrast fehlte.

2. Ein Willkommen dem kleinen Extra.
Hier kommen die Rocailles dran. Die Achatscheibe hat ein subtiles graues und blaues Muster, das zur Spitze hin bräunlich wird. Hm. Graue oder blaugraue Perlen? Das wäre wohl ein bißchen langweilig, oder? Wie wäre es mit einer mutigeren Farbe? Braun, leuchtendes Braun ... ah, Topas mit Silbereinzug.

3. Ein Blick auf den Drahtvorrat.
Mein sogenannter "rauchfarbener" Draht hängt immer noch an meinem Scheiben-WIP. Silber? Gold? Vielleicht etwas gedämpfter und stattdessen die Rocailles die Arbeit tun lassen. Hatte ich nicht noch irgendwo diesen zinnfarbenen Draht, der sich etwas störrischer anfühlt als meine anderen Drähte, und den ich schon seit Monaten ausprobieren wollte? Ah, da ist er ja.

4. Eine Fassung für die Achatscheibe stricken.



5. Ich hatte ein Bild des fertigen Anhängers gezeigt und herumgefragt, ob die Leute meinten, daß ich eine Schlauchkette dazu machen sollte, und die einhellige Meinung war, daß ich das sollte.
Schlauch mit oder ohne Rocailles? Schließlich entschied ich mich für klare Perlen mit Goldeinzug, da ich fand, daß noch mehr topasfarbene Rocailles zuviel wären.
Also zog ich haufenweise Perlen auf den Draht und begann zu stricken, mit einer Perle nach jeder Masche, bis ich eine schöne Länge beieinander hatte.

6. Das war der Zeitpunkt, an dem Mabel, meine (virtuelle) Muse sich wieder meldete. "Ein simpler Perlenschlauch mit einem Anhänger? Bist du sicher? Comm schon, du weißt doch, daß du gern noch ein bißchen spielen möchtest. Ja, verdreh den Schlauch. Nur einmal? Wirklich? Nochmal. Mach das mit einem Kopfstift fest, damit es nicht mehr aufgeht. Nochmal, meinst du nicht? "Mabel, ich werde noch etwas daran befestigen müssen, so ist es zu kurz, um um den Hals zu passen." "Nun, mach noch Kette daran fest. Und wie wäre es, wenn du sie so richtig lang machst. Der Anhänger ist groß genug, daß er besser aussieht, wenn er ganz weit unten hängt. Du könntest den Schlauch sogar noch einmal verdrehen. Sei nicht schüchtern, versuch mal was anderes."



7. Ich höre gewöhnlich auf Mabel, und wenn sie denkt, daß ich hin und wieder ein bißchen verrückter sein soll, hat sie wahrscheinlich recht damit. Versuch ab und zu mal was anderes.
Also kam  noch Kette dazu und ein großer Knebelverschluß mit einem Blatt und Zweig.

Und hier ist das Ergebnis, jetzt erhältlich in meinem Shop.


Donnerstag, 29. November 2012

Draht stricken oder häkeln?

Zwei der mir liebsten Techniken, die ich für meine
Arbeit verwende, sind das Stricken und das
Häkeln mit Draht. Ich werde häufig gefragt,
warum ich zwei verschiedene Namen dafür
verwende, wenn ich doch einen Häkelhaken für
beide Techniken benutze. Hier ist ein alter Post, in
dem ich begonnen habe, den Unterschied zu
erklären, aber dann dachte ich, es wäre für euch
vielleicht interessant, wenn ich ein bißchen tiefer
grabe.

Zunächst möchte ich sagen, daß es keinen

offiziellen Begriff gibt, den jeder benutzt. Was
ich Drahtstricken nenne, wird von anderen
vielleicht Drahthäkeln genannt, oder auch
Stricken mit der unsichtbaren Strickliesel.
Ich habe ein paar Bilder von grundlegenden
Beispielen für euch gemacht, um die Verwirrung
hoffentlich etwas zu vertreiben.
Auch wenn das vielleicht schwer zu glauben
ist ... ALLE diese Beispiele wurden mit acht
Luftmaschen angefangen, und ALLE sind mit
demselben Häkelhaken, also derselben Größe,
gearbeitet worden - und denselben Fingern.
Was genau ist es also, das sie so unterschiedlich voneinander aussehen läßt?
 

Fangen wir mit dem flachen Stück an. Der
erste Unterschied, den ihr vielleicht bemerkt,
ist, was ich gerne "offene Maschen" nenne. Sie
sorgen dafür, daß ein Stück sich leichter wieder
aufziehen läßt, das kann etwas Gutes sein ...
und es kann sehr schlecht sein, falls eine Katze
versucht, mit deinem Draht abzuhauen (was
nichts ist, das ich jemals ermutige).
Wie ihr sehen könnt, hat das gestrickte
Drahtstück lauter offene Maschen, während
das gehäkelte Stück nur eine offene Masche am
Ende hat. Nochmal, offene Maschen können
geschickt sein, wenn man einen Fehler gefunden
hat, den man korrigieren will, aber weit öfter ist
es nichts, was man möchte. Das gilt für alle
Formen von Drahtstrickerei oder -häkelei, das
werdet ihr auf den nächsten Bildern sehen.
Natürlich ist das nichts, was man in einem
fertigen Stück erkennt, es ist eine interessante
Tatsache, hilft einem aber nicht dabei, eine
Technik zu identifizieren.

Was ihr noch sehen könnt ist, daß die
Drahtstrickerei eine viel offenere, luftigere
Struktur hat. Im Vergleich dazu ist das andere
Beispiel fester und auch etwas kleiner.
Warum ist das so?
Beim Drahtstricken führt man den Haken durch
eine Masche, greift damit den Draht und macht
eine neue Masche. Das ist alles. Man geht zur
nächsten Masche, greift den Draht, macht eine
neue Masche, zur nächsten und so weiter.
Beim Drahthäkeln jedoch führt man den Haken
durch die Masche, wobei die zuletzt gemachte
Masche noch auf dem Haken ist. Nun hat man
also zwei Schlaufen, und man greift den Draht
nochmal mit dem Haken und zieht ihn durch
beide hindurch.
Also ist in Häkelstücken mehr Draht, was sie
nicht ganz so flexibel und zierlich wie
Strickstücke aussehen läßt. Sie können auch
nicht so einfach wie gestrickte Stücke
auseinandergezogen werden, was erneut
sowohl ein Vor- als auch ein Nachteil sein kann. Andererseits macht es sie stabiler, und das
Maschenmuster ist vielleicht interessanter.

Als nächstes möchte ich euch zwei
Schlauchbeispiele zeigen. Drahtschläuche
bieten endlose Möglichkeiten, und ich liebe es,
mit ihnen herumzuspielen, um neue Designs
zu entwickeln.
Wieder könnt ihr sehen, wieviel offener das Drahtstrickbeispiel aussieht. Ich habe die Bilder
bewußt auf einem spiegelnden Untergrund
aufgenommen, um das noch mehr
herauszubringen. Es macht diese Technik perfekt
dafür, Perlen in einen Schlauch zu füllen. Die
Perlen sind nicht so versteckt wie in einem
Häkelschlauch, da dort mehr Draht verarbeitet
ist. Außerdem helfen die Perlen dabei, die Form
des Strickschlauchs zu erhalten, denn sie sehen
nicht nur zierlich aus, sie sind es auch. Ein
Häkelschlauch hält Druck von außen viel besser
aus. Ich würde zum Beispiel Strickschläuche
nicht in die Hände von Kindern geraten lassen,
sonst endet das leicht in einem flachgedrückten
Schlauch, der nicht leicht wieder in Form zu
bringen ist, falls es überhaupt klappt, oder man
hat auf einmal eine dünnere, aber dafür viel
längere Kette, das läßt sich nun wieder gar nicht zurückändern.

Zu guter Letzt teile ich noch die Scheibe mit euch,
die oft die Basis für Fassungen ist - für Steine,
Perlen oder Cabochons.
Da sie so flexibel ist, kann eine Drahtstrickscheibe wunderbar um einen Stein herum geformt
werden, auch einen mit freier Form. Ich habe sie
außerdem für Ringe, Ohrringe und Anhänger
benutzt, mit oder ohne Perlen.
Die Häkelscheibe ist stabiler und darum
schwieriger an unregelmäßig geformte Steine
anzupassen, läßt sich aber großartig bei runden
oder ovalen Formen verwenden. Ich habe sie
außerdem schon als Mittelstück in Ketten oder
als Ohrringe benutzt.

Natürlich weiß ich, daß ich hiermit nur die Oberfläche angekratzt habe, aber ich hoffe, daß es für den Anfang schon ein bißchen was geholfen hat.

Donnerstag, 24. November 2011

Haltet den Dieb! ;-)

Erinnert euch ihr an die Slouchies? Ich habe euch hier von ihnen erzählt. Was ihr noch nicht wißt, ist, daß einer von ihnen in mein Haus gezogen ist, wo er seither auf meinem Schreibtisch steht, an mein Kästchen mit den Visitenkarten gelehnt, und mich anlächelt.
Dies ist, was Cleody der Welt erzählt hat, bevor ich meinen Slouchy adoptierte:
"Dieser kleine Slouchy war unartig.
Anscheinend hat sich dieser Kleine auf ihrem Heimatplaneten angewöhnt, anderen Slouchies ihren hübschen Krimskrams zu klauen. Nachdem er durch das Portal kam, beschlossen wir, ihm noch eine Chance zu geben. Es war jedoch offensichtlich, daß seine Liebe zu glänzenden Dingen zu groß war. Er fing an, wie wild herumzurennen, zu kichern und herumzuhöpfen, sich in meinem Schmuck herumzurollen und anderen Slouchies glänzende Dinge abzunehmen.
Dieser Kleine ist keine Gefahr für andere, also darf er so leben wie jeder andere Slouchy auch. Um ihn aber vom Stehlen abzuhalten, schläft er in einer winzigen Gefängniszelle, die aus Eisstielen gemacht ist, und jede Nacht, bevor er in die Zelle geht, macht er seine Taschen leer. Bis jetzt war es ein ganz gutes System.
Ich hoffe, daß, wer auch immer diesen Kleinen adoptiert, nichts dagegen hat, wenn ab und zu ein Schmuckstück verschwindet.
Er ist ein kleiner Dieb, aber wer könnte diesem kleinen verschmitzten Lächeln widerstehen?"

Ja, nun sagt mir, daß es nicht so ist, als wäre ich nicht gewarnt worden, aber es ist wahr, ich kann diesem kleinen Schmunzeln nicht widerstehen, und der Kleine bringt mich jedesmal zum Lächeln, wenn ich ihn ansehe. Manchmal diskutiere ich neue Designs oder Fotos mit ihm, und bisher war er sehr hilfreich.
Aus irgendeinem Grund fing ich an, ihn Ben zu nennen.

Nun ja, heute schaute ich hinüber zur Box und Ben war weg, aber nicht allein. Er hatte sich ein paar meiner ungelisteten Stücke geschnappt und war abgehauen. Ich fand ihn schließlich in meiner Bibliothek, wo er versuchte, sich dem Hintergrund anzupassen. Zu dumm, daß braunes Holz und ein Gefängnisanzug nicht so recht zusammenpassen. Um seinen Hals trug er drei lange Lariats, gehäkelte Schlauchketten, alle mit Lampworkperlen von Deronda Designs


Allerdings zögerte er nicht, sie mir zurückzugeben, und er brachte mein Herz zum Schmelzen, also ließ ich das Paar Ohrringe tragen, das ich heute fertiggemacht hatte, gunmetalfarbene Kreolen mit funkelnden Swarovskikristallen rundherum.


Ich bin froh, daß er meine letzten zwei gelisteten Stücke übersehen hatte, ein Armband und Ohrringe, ebenfalls beide mit Lampworkperlen von zweien meiner Lieblings"feuer"damen, von den Pink Beach Studios und Melissa Vess.

Schlaucharmband mit Lampworkperle

Gehäkelte Kreolen mit Lampworkperlen

Ich schätze, nun, da Ben Blut geleckt hat, muß ich ein extra Auge auf ihn haben. Ich möchte gar nicht darüber nachdenken, was passieren wird, wenn er sich mit Ponder zusammentut, meinem anderen Meisterdieb! ;-)

Samstag, 5. Juni 2010

Die Regenbogenelfen


Die Idee wurde geboren, als ich ein kleines Plastiktütchen voller Perlensuppe zu sortieren begann. Ich kann mich selber nicht Perlenkünstler nennen, obwohl ich mehr als einmal Rocailles benutzt habe, und wie ahnungslos war ich, als ich beschloß, die Perlensuppe in ihre Zutaten aufzuteilen. Ich machte das nicht alles an einem Tag, es dauerte ein paar Tage, aber schließlich hatte ich all diese netten Plastiktüten, je mit einer Perlenfarbe.
Also was nun?
Ich hielt die Tütchen nebeneinander, dachte über mögliche Farbkombinationen nach und schon fand ich mich dabei, wie ich Rocailles zusammenwarf. Ich nehme an, ich hätte früher darüber nachdenken sollen, es hätte mir einige Zeit erspart.
Die erste Kette war im Blau und Grün des Ozeans und da war sie, die verrückte Idee, viele davon in verschiedenen Farbkombinationen zu machen - die Ketten für die Regenbogenelfen.


Die Regenbogenelfen haben ihren Club in einem Baumhaus auf dem höchsten Baum, den man finden kann. Bei Eintritt bekam jede von ihnen ihre besondere Kette in ihren eigenen besonderen Farben, wie ihr auf diesem Bild sehen könnt. Ich bin sicher, über die Zeit werden sie neue Mitglieder anziehen.


Und dann sind da noch die letzten übriggebliebenen Rocailles in der Tüte, die zu keiner der anderen Farben dazupaßten. Wie wäre es mit einer Elfe der Farbe? ;-)

Sie sind übrigens schon in meinem Zibbet-Shop gelistet, sollen aber auch bald in meinen anderen Shops zu finden sein.