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Dienstag, 27. Januar 2026

Manchmal muß man einfach schneiden

Die Labradoritsteine, die ich hatte oder habe, sind normalerweise blau, grau und grün, aber Labradorit kann soviel mehr Farben haben, wobei Lila die seltenste ist.
Vor Monaten ging ich meine Cabochonlade durch und bemerkte, daß einer meiner geschnitzten Cabochons, der grau und grün aussah, tatsächlich in einem bestimmten Lichtwinkel einen wunderschönen rosa Schimmer hatte. Den ich in meinen Bildern (noch?) nicht so recht eingefangen habe, aber er ist da, wirklich.
Und ich wußte genau, welche Perlen dazu passen würden.

Für die Fassung wählte ich meine geliebten "Zauberapfel"-Rocailles. Es wird ein sehr trauriger Tag sein, wenn sie aufgebraucht sind, ich schaue sie mir sogar einfach nur gern in der Tube an. Als Verbindung zu dem rosa Schimmer wählte ich ein transparentes Dunkelrot - noch so ein Favorit - und ein paar dunkelrosafarbene 15er Perlen.


Die Fassung ist der einfach Teil. Es ist nicht so einfach zu entscheiden, was als nächstes kommen sollte, und diesmal traf ich auch eine Fehlentscheidung.
Ich freute mich darauf, wieder mal einen Freiformanhänger zu machen. Ich liebe Freiform (und frage mich manchmal, wieviel Schuld daran Gary Larsons Amöben tragen - googlet sie, falls ihr sie nicht kennt, denn ich muß immer an sie denken, wenn ich etwas in der Art mache). Ich wollte eine Mischung aus Rot- und Rosatönen in verschiedenen Perlengrößen verwenden, vielleicht mit etwas Gold hier und da.
Wenn ich in Freiform arbeite, schneide ich gern zuerst den Filz um den Cabochon in Form und folge dieser dann mit den Perlen. Gewöhnlich bin ich damit recht glücklich, obwohl ich mal hier und da die Ränder etwas beschneiden muß. In diesem Fall aber ... ohje, ich haßte es schon nach den ersten drei Reihen, glaube ich, machte aber trotzdem weiter.
Es ist schwierig, meine Gefühle zu erläutern, wenn ich an so etwas weiterarbeite. Es ist wie ein Tropfen Hoffnung, der in einer See von Zweifel schwimmt, - es besteht noch eine winzige Chance, daß ich es dank eines kreativen Wunders schaffe - oder auch öfter ein Molekül von Hoffnung in einer See von Ärger (über mich selber), Motivationsverlust und der Stimme meiner Muse, die mich anschreit, daß ich endlich aufgeben soll.

Das ist der schwierige Teil. Manchmal muß man sich vorwärtskämpfen, manchmal muß man, wenn möglich, kleinere oder größere Änderungen vornehmen - und manchmal muß man einfach nur schneiden.
So wie ich den Filz vorgeschnitten hatte, konnte ich ihn nicht mehr für ein regelmäßiges Design verwenden, aber ich mochte die Fassung und wollte sie nicht nochmal machen. Warum sollte ich das aber? Ich schnitt einfach entlang der Fassung und klebte dann das ganze auf ein zweites Stück Filz. Duh. Nicht so schwer, oder? Dann saß der Cabochon eben höher als gewöhnlich, weil ich gern dickeren Filz benutze, aber das war okay für mich.

Um den Extrarand zu verstecken, benutzte ich wunderschöne große dunkelrot-lila Perlen, dann eine Reihe Gold als Kontrast, und zwei Reihen für den Rand in himbeere und Zauberapfel.


Danach steckte ich erstmal fest. Ich hatte dieses Problem schon immer mit der Tropfenform, vom allerersten Labradorittropfen an, den ich je benutzte (erinnert euch, daß ich euch kürzlich nach eurer Meinung gefragt habe - nun, keine Antwort, also mußte ich selber damit fertigwerden).
Will ich die Spitze oben haben oder folge ich meiner Muse, die die Spitze immer unten sehen will? Wie ihr sehen könnt, hat Mabel gewonnen.
Ich ergänzte ein großes Peyote-Perlen"röhrchen" auf der Rückseite für den gedrehten Herringbone-Schlauch, den ich in Zauberapfel und dunkelrot-lila gefädelt hatte. Dadurch liegt der Anhänger nicht flach auf, sondern im Winkel.

Und als ob das nicht schon ausreichte, gab ich noch meiner asymmetrischen Seite nach. Es hatte so lang gedauert, sie zu entwickeln, aber nun geht sie nicht mehr fort.
Mein erster Plan waren kleine braune Glasblumen, die ich schon früher benutzt habe und sehr liebe, aber leider konnte ich sie auf die Schnelle nicht finden.


Was ich aber fand, waren diese übriggebliebenen Perlen, und mir gefiel der Kontrast, den sie zum Anhänger beisteuerten. Auffallend vielleicht, aber ich fand die Kette konnte etwas Oomph gebrauchen, um sie weniger klassisch (und langweilig) zu machen.

Ich habe übrigens etwas geschummelt. Im Moment, da ich das hier schreibe, hat die Kette noch keinen Verschluß. Ich habe keinen goldenen Karabinerhaken, der groß genug ist, wollte aber nicht mit dem Fotografieren warten, weil ich so glücklich darüber bin, daß dieses WIP, das jetzt schon ein paar Monate in der Arbeitsbox sitzt und wartet, endlich fast fertig ist!

Sonntag, 9. Februar 2025

Muffin Boy

Als der Dekan Ende Juni 2021 hier eingezogen ist, beschloß ich, beim Perlenweben erstmal eine Pause einzulegen.
Das war sowas von ein verrücktes Kätzchen, das zu einem verrückten Kater heranwuchs. Er macht keine halben Sachen. Wenn er schläft, wird er zu einem großen schweren Sandsack, den man echt schwer bewegen kann. Manchmal ist er so im Tiefschlaf, daß ich ihn zum Beispiel sanft von meinen Beinen herunterrollen lassen kann und er erst nach der Rolle aufwacht, wenn er das Bett berührt, und ab und zu nicht mal sofort.


Wenn er das hat, was ich "seine fünf Minuten" nenne, auch wenn es viel länger dauern kann, ist er unerträglich. Er wird zornig und wirft Sachen von Regalen, dem Kleiderschrank oder er versucht, bestimmte Bilder von der Wand zu hauen. Das kann heißen, daß er Hunger hat, weil die Portion zu klein oder das Essen offensichtlich inakzeptabel war (selbst wenn es noch vor zwei Tagen das beste Essen war, das er je hatte - so sind Katzen eben).
Es kann aber auch einfach zuviel Energie sein, die Art von Energie, für die gewöhnliche Spiele nicht ausreichen.
Diese fünf Minuten können so abrupt aufhören, wie sie angefangen haben, oder sie können ewig dauern, zu jeder Tages- und Nachtzeit. Das kommt nicht jeden Tag vor, wenn es aber vorkommt, kann es mit diesem kleinen Wirbelwind echt anstrengend werden, weil er genau weiß, welche Knöpfe er drücken muß! Ich bin recht einfach zu trainieren und er hat schon immer schnell gelernt, was bei mir funktioniert.
Hier sieht er harmlos genug aus, aber tatsächlich war das kurz bevor er auf den Kleiderschrank sprang, um einen meiner Steiff-Fische hinunterzuwerfen.


Was ich versuche zu erklären ist, das nicht alle Basteleien in seiner Nähe sicher sind, wenn er wach ist, und daß nicht unbedingt vorhersehbar ist, wann er überall herumspringen wird, Dinge zu stehlen versucht - er kann erstaunlich verstohlen und schnell sein - und offene Perlendosen zum Hineintreten sind auch keine so tolle Idee.
Sogar Ponder und Esme, die gern über mein Perlentablett mit den Perlendosen liefen, hatten ein oder das andere Mißgeschick, aber das waren dann normal nur ein paar Perlen. Sie sprangen beide gern herum, waren aber erstaunlich wohlerzogen, was meine Perlen betraf und ich machte mir ihretwegen nie große Sorgen. Ponders Schwäche war mein Draht, aber damit kann man viel leichter umgehen als mit winzigen fliegenden Perlen.

Seit der Dekan hier lebt und springt, habe ich gerade mal zwei Perlenwebstücke fertiggebracht und dabei arbeitete ich von winzigen Perlenstäpelchen, die ich andauernd von den Röhrchen nachfüllen mußte, was das Weben weder schneller noch viel spaßiger machte.
Kürzlich sprach ich mit einer Freundin über Perlendosen und -tabletts und sie meinte, es sei schade, daß es keine Perlentabletts mit Löchern für die Dosen gäbe.
Im Gegensatz zu anderen, die mit Perlen arbeiten, benutze ich keine Perlenmatte, was damit zu tun hat, daß ich nicht an einem Tisch arbeite.
Meine Perlendosen stehen auf der Seite und ich nehme mir die Perlen mit den Fingern und schiebe sie dann auf die Ndel. Das mag sich für andere sehr umständlich anhören, aber für mich funktioniert das perfekt und ich bin so tatsächlich schneller als mit einer Perlenmatte.

Natürlich weiß ich, daß es auch alle möglichen Arten von Perlentabletts mit Fächern gibt, aber sie sind recht flach und ich vertraue irgendkatz nicht damit. Da dachte ich dann an meine Muffinformen (ich kaufte zwei in einem Sonderverkauf im Outlet, habe aber sowieso immer nur eine benutzt).
Wie wäre es, wenn ich meine Perlen dort hineintun würde, um sie alle beieinander zu haben, anstatt einzelne Dosen zu verwenden? Und was, wenn ich eine Schachtel finden könnte, in die die Form paßt, um die Gefahr zu minimieren, daß eine nicht so kleine Katze auf eine Seite der Form tritt und sie hochfliegen läßt?

Es war praktisch ein Wunder, daß ich ein Paket hatte, das noch nicht geöffnet war, sonst hätte ich die Schachtel schon längst weggeworfen. Sie sah mir nach der perfekten Größe aus - und so war es auch.
Ich schnitt die oberen Teile ab, aber nicht komplett, damit die Ränder der Muffinform noch darauf aufliegen konnten. Es wäre nett gewesen, wenn die Form an beiden Seiten ein Loch gehabt hätte, um sie an der Schachtel zu befestigen, hat sie aber nicht, also benutzte ich doppelseitiges Klebeband.
Um die ganze Konstruktion schwerer und so stabiler zu machen, hatte ich eine Thermoskanne, die ich nicht mehr benutzte, in die Schachtel gelegt. Ich wickelte sie in Packpapier und stopfte die Seiten mit Knallfolie aus, damit sie nicht herumrollen knn.

Hier seht ihr Muffin Boy, wie er das ganze überprüft, denn nichts kann hier ohne seine Aufsicht laufen. Jetzt macht er wahrscheinlich Pläne, wie er mit dieser neuen Herausforderung umgehen wird.



Ich denke, ich kann besten Gewissens sagen, daß dies das seltsamste Stück Perlen"zubehör" ist, das ich je zusammengebastelt habe und hübsch ist es auf jeden Fall nicht. Wenn es aber funktioniert, werde ich vielleicht endliche wieder mit mehr Perlenfarben arbeiten, ohne zu sehr gestreßt zu sein, und das ist das einzige, was zählt.

Ein Deckel für die Form wäre perfekt, aber ich habe nichts Passendes gefunden und ich will nur für den Deckel keine neue Form kaufen.
Vielleicht eine andere Schachtel? Wartet mal, ich könnte ja einfach meine zweite Muffinform drauflegen
😂
Wie auch immer, ich lasse euch wissen, wie es läuft.

Samstag, 30. Dezember 2023

Warten auf Pizza

Sie konnten jetzt jederzeit schlüpfen und sie würden definitiv Hunger haben. Wo war der Typ mit der Pizza??
Merlinde gratulierte sich selber für ihre Wahl des kleinen Hängekorbs oben im Baum als Nest. Von hier aus hatte man eine wirklich gute Aussicht zur Auffahrt hinüber und das sanfte Schwingen im leichten Wind beruhigte die Eier.

Ich hoffe nur, daß die Pizza bald auftauchen wird, bevor Merlinde noch aus ihrem Nest fällt! Aber wartet mal, Hühner können ja eine kurze Strecke fliegen ... hätte ich beinahe vergessen ;-)



Sonntag, 3. Dezember 2023

Unter dem Mistelzweig - Das dritte Türchen


Als ich die Idee hatte, einen Mistelzweig als Christbaumschmuck zu fädeln, hatte ich keine Ahnung, wie lange ich dafür brauchen würde, obwohl er nicht annähernd so groß wie der echte Mistelzweig ist, den ich euch vor ein paar Jahren gezeigt habe, als ich in meinem Adventskalender von 2014 von den verschiedenen Geschichten und Sagen über diese Pflanze erzählt habe.


Das Schwierigste daran war wahrscheinlich, daß mir die fertigen Zweiglein immer in die Quere kamen. Nein, wartet, ich glaube, das Schwierigste war, als der Dekan das Projekt stahl und damit wegrannte, nachdem ich es für eine kurze Pause abgelegt hatte. Er ist ja so ein Dieb und er weiß genau, was er klauen möchte - alles, von dem ich nicht möchte, daß er es bekommt!
Ich weigerte mich jedoch, ihm etwas zu überlassen, auf das ich bereits Stunden verwendet hatte, und konfrontierte ihn an der Kiste von meiner letzten Einkaufslieferung, hinter der er sich ziemlich schlau versteckte. Nicht schlau genug für mich aber. Er warf mir einen schönen Blick zu, als ich ihm sein neues Spielzeug wieder wegnahm!

Die Zweiglein sind in Herringbonestich gefädelt, die Blätter sind Ziegelsteinstich.
Die Perlen sind tatsächlich etwas zu groß, aber ich habe sie benutzt, weil sie eine persönliche Bedeutung für mich haben.
Ich habe den Mistelzweig so gefädelt, daß er von beiden Seiten gut aussieht, da ich noch nicht weiß, wo er hängen wird.
Und nun entschuldigt mich, während ich meine Katzen darunterzerren und gnadenlos abknutschen werde! ;-)

Samstag, 21. Oktober 2023

Die Boho Meerjungfrau

Vor ein paar Jahren verliebte ich mich in winzige Miyuki-Würfelchen. Ich besorgte mir eine ganze Reihe Farben und verwendete manche beim Drahthäkeln, manche beim Perlenweben und in Peyoteringen.
Als ich ein paar Perlenröhrchen in meine Vorratsschubladen zurücklegte, bemerkte ich welche mit Würfelchen in einem hellen Blau mit Silbereinzug und einem matten Grün mit AB-Finish, was mich an das Meer erinnerte (möglicherweise war das auch davon beeinflußt, daß im Hintergrund Vaiana lief). Das Grün hatte ich schon ewig, das Blau war aus einer meiner Überraschungsperlenbestellungen.

Erst dachte ich, die Perlen würde nicht für Ohrringe ausreichen, und versuchte einen Anhänger zu machen, den ich irgendwie so halb mochte, das reichte aber nicht dafür aus, ihn zu behalten. Ich schnitt ihn wieder auf und dachte mir, daß ich, wenn ich das gefaltete Peyote eine Perle schmaler machte als bei den letzten Stücken, mehr Perlen für eine Länge haben würde, bei der ich die Streifen gut für Ohrringe verbiegen könnte. Das war wichtig, weil die Würfel die Streifen weniger flexibel machten, als wenn ich sie mit Delicas gemacht hätte.

Als nächstes dachte ich über ein Muster nach - eine Lage oder eine Seite grün, die andere blau ... gewürfelt ... gestreift ... aber am Ende entschied ich mich für eine willkürliche Mischung für die "Meereswellen", Wellen, weil das gefaltete und verdrehte Peyote eine Wellenform hat, wenn man es von der Seite sieht. Außerdem hatte ich weniger Grün als Blau, durch das Mischen könnte ich also auf jeden Fall ausreichend lange Streifen bekommen. Am Ende hatte ich noch drei blaue Perlen übrig!
Der Kontrast zwischen dem sehr leuchtenden Blau und dem matten Grün gefällt mir tatsächlich sehr, der Effekt im Licht ist so hübsch, aber ich wollte noch mehr, also nähte ich noch willkürlich verteilt metallicsilberne Rocailles auf.

Eine Meerjungfrau - und bei Meer denke ich automatisch an Meerjungfrauen, wahrscheinlich weil Andersens Märchen seit meiner Kindheit zu meinen (traurigen) Lieblingsmärchen gehört - konnte in ihrem wallenden Haar gut lange Ohrringe tragen.
Wenn das keine Entschuldigung dafür war, auch noch Perlen zu verwenden, weiß ich nicht, was sonst, und nun habe ich das Gefühl, die Ohrringe sind boho geworden.


Darum meine Frage, kann eine Meerjungfrau einen Boho-Stil haben?

Freitag, 31. Dezember 2021

Pack die Vorräte an - Perlenbestickte "elisabethanische" Lady

Anfang November habe ich euch erzählt, warum ich seit einer Weile nicht auf meinem Blog war. Einer der Gründe war der Dekan, mein Katzenkind. Er ist inzwischen nicht mehr ganz so dämonisch, aber braucht natürlich immer noch eine Menge Aufmerksamkeit, also ist die einzige Möglichkeit, kreativ zu sein, daß man ihn auszusperrt oder wartet, bis er sehr müde ist, und dann für diesen Moment vorbereitet ist.
Wenn ich an etwas arbeite, kann das ein paar Stunden dauern, und zu diesem Zeitpunkt würde ich mich wirklich schlecht damit fühlen, mich so lange einzuschließen und den kleinen Dämon draußen warten zu lassen, vor allem seit Gundel ihre eigene Allein-Zeit einfordert, um ein paar Stunden ungestört schlafen zu können. Also entschied ich mich für den Schlafmodus. Es zeigte sich, daß ich niemals vorbereitet bin, weil ich, naja, eben nie weiß, was ich brauchen werde, wenn ich auf kreative Abenteuer gehe. Aufzustehen heißt aber, daß der Dekan vom Schlafmodus in den "laß uns spielen, wirf den Ball, kann ich dich anspringen, nein, streichel mich nicht, hier ist der Ball zurück, schau, was ich gefunden habe, können wir noch etwas spielen" Modus.
Natürlich ist das nicht nur eine Frage der Aufmerksamkeit. Der Dekan ist von meinen Perlen und meinem Faden und Draht besessen, wie es jedes Katzenkind wäre, und er ist so schnell, daß ich ihm mit meinem Zeug nicht vertraue, es sei denn, ich kann sehen, daß er zu müde ist, sich zu bewegen. Das ist einfach eine Sache der Sicherheit, nicht die der Perlen, sondern vielmehr seiner eigenen.

Gestern aber geschah das Undenkbare. Nicht nur beschloß der Dekan, mir ein paar Stunden Spielzeit zu gönnen, indem er neben mir in Ohnmacht fiel, wie das nur Katzen können, sondern ich hatte auch alles, was ich brauchte.
Es war großartig. Ich hatte nicht einmal gewußt, wie sehr ich meine Perlen und den beruhigenden Effekt, den das Spielen mit ihnen auf mich hat, vermißt hatte. Ich war in letzter Zeit ziemlich gestreßt und auch wenn die Arbeit mit Perlen den Streß nicht verschwinden läßt, so verschaffte sie mir doch einen dringend benötigten Timeout. Überhaupt nicht zu wissen, wo ein Design hingehen wird, kann alles durcheinanderbringen, wenn man zwischendrin steckenbleibt, aber etwas fertig zu sehen und nicht die leiseste Idee zu haben, woher dieses Design gekommen ist, ist das, was ich an kreativer Arbeit am meisten liebe.

Diese Lady fing mit einem geschnitzten Gesicht an, das auf ein Stück Lacy's Stiff Stuff aufgeklebt war, und einer Peyotefassung. Dieses ganz bestimmte transparente Dunkelrot mit AB-Finish ist zu einer meiner Lieblingsfarben geworden, vor allem in Verbindung mit Metallic-Bronze.
Ich glaube, meine erste Idee war, ihr Haare zu geben, aber mit der roten Fassung ganz um ihr Gesicht herum wurde daraus stattdessen eine Art verzierte Kopfbedeckung, die mich an eine elisabethanische Frisur erinnerte, was wahrscheinlich den kragenartigen Teil inspirierte, der schließlich zu Pailletten - in einer anderen Farbe, um dem Design etwas mehr Tiefe zu geben - und Perlen führte.
Ist sie ein bißchen übertrieben? Sicher ist sie, aber ich schätze, sie - und ich ;-) - brauchten das!

Sonntag, 16. Mai 2021

Der Strand ruft

Unsere zweimonatliche Challengemeisterin in der Jewelry Artisans Community hat uns ganz durcheinandergebracht. Die Challenge ist übrigens zweimonatlich, nicht die Meisterin. Seht ihr, wie durcheinander ich bin?? ;-)
Versuchen wir das nochmal. Alle zwei Monate haben wir eine Themenchallenge in JAC, und die Gute wählte diesmal perfekt zueinander passende Ohrringe. Großartig. Wir wissen alle, daß Ohrringe bei mir hinhauen oder eben überhaupt nicht. Trotzdem habe ich welche gemacht, nur um dann herauszufinden, daß sie das Thema inzwischen auf Strand geändert hatte, um es uns vielbeschäftigten Menschen leichter zu machen. Geschieht mir recht, wenn ich einen Post beim Lesen auslasse.

Strand, Strand, Strand, da war der Strand in Wales, den wir trotz der Schilder niemals gefunden hatten (ich glaube immer noch, daß es Fäschungen waren, nur dafür gedacht, mich in das Feld voller Kühe zu locken). Der einzige Strand, an den ich mich wirklich erinnere, war der bei Bodega Bay. So lange her, daß ich das letzte Mal dort war, mehr als 20 Jahre!
Möwen, seltsames Zeug auf dem Sand - wahrscheinlich Algen und Überreste von Quallen - Sanddollars, andere Vögel und Muscheln ... ich wußte ja, es würden Muscheln werden.
Muscheln sind in Schmuck so leicht zu benutzen und ich hatte eine Reihe von größeren, die mir eine Kollegin geschenkt hatte. Ich habe Muscheln mit Netztechnik verarbeitet und sie mit Draht umhäkelt, ich habe sie aus Fimo gemacht, aber ihr habt es ja vielleicht schon gemerkt, in letzter Zeit habe ich viel Spaß mit Perlenstickerei. Tut mir leid, wenn das langweilig wird, Leute.

Am schwierigsten war es, eine der Muscheln auszuwählen, und als ich sie dann erstmal auf den Untergrund geklebt hatte, war es am schwierigsten, mich zu entscheiden, was ich eigentlich damit nun tun wollte. Tatsächlich fand ich, daß sie schön war, ohne daß ich viel hinzufügte, und wie es das Glück wollte, hatte ich genau die perfekten Perlen, um eine Fassung in den Farben der Muschel selber zu machen. Einen Moment lang war ich in Versuchung, es einfach dabei zu belassen, entschied mich dann aber für eine einzelne Reihe mit metallic bronzefarbenen Perlen als Kontrast.
Nun brauchte sie noch ein paar Perlen. Ich weiß, ich weiß, das ist kein bißchen originell, aber Muscheln verlangen einfach nach Perlen.
Meine erste Idee war es, eine Reihe rundherum zu sticken, dann hob aber meine Fransensucht ihren allgegenwärtigen Kopf und ich konnte mich einfach nicht zurückhalten und machte ein paar baumelnde Fransen.

Bei der letzten Entscheidung ging es um die Kette. Ich dachte über eine Öse nach, versteckt oder nicht, Kette, Kordel, sonst noch alles, was ich nicht hatte, also bestellte ich Perlen für eine einfache gefädelte Kette.
Voilà, hier ist sie!
Glaubt ihr, sie wird die Challengemeisterin erfreuen?

Donnerstag, 25. Juni 2020

Oldies but Goodies - Junimond

Ich bin ein Junikind, dem gebe ich normalerweise die Schuld daran, daß ich den Mond so sehr liebe.
Juni-Geburtssteine sind der Mondstein, der Alexandrit und die Perle. Ich erinnere mich, daß ich als Teenager sehr enttäuscht war, denn für mich war eine Perle kein Stein. Ich hätte etwas Glitzeriges und nicht so "Altes" lieber gehabt. Der Mondstein war okay, aber auch nicht wirklich aufregend. Damals wußte ich vom Alexandrit noch nicht mal etwas.
Menschen werden älter und lernen Dinge, und manchmal ändern sich mit den Jahren auch die Geschmäcker. Inzwischen kann ich den Schimmer einer Perle und eines Mondsteins wertschätzen. Ich weiß nicht, wann ich herausfand, daß Mondsteine unterschiedliche Farben haben können, aber ich gebe zu, daß mein persönlicher Favorit immer noch der weiße ist, weil er für mich so ein magisches Aussehen hat.

Das Thema für die Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge war diese Woche der Junimond, was das Tor für verschiedene Stücke weit aufmachte, da wir mit den Regeln recht großzügig sind. Es hatte aber trotzdem keiner einen Junikäfer im Angebot ;-)
Stattdessen präsentiere ich euch eine Vielfalt an durch den Mond inspirierten Schmuckstücken. Seid ihr bereit für eine Mondreise mit uns?


1 und 7 Cat's Wire
2 und 4 Jewelry Art by Dawn
3 und 6 RioRita
5 und 8 My Bijou Life

Dienstag, 23. Juni 2020

Haarreif oder Diadem?

Ich glaube, ich habe es schon mal erwähnt, als ich ein Kind war, hatten wir solche Plastikscheiben in mehreren Farben, die an Blumen erinnerten und die man zusammenstecken und so damit alles Mögliche bauen konnte. Das Einfachste war es, ein Diadem zu machen, weil für uns die verschiedenen Farben verschiedene Edelsteine waren.

Als ich in meinen Vorräten einen Metallhaarreif fand, dachte ich aber nicht daran. Ich dachte an Perlenstickerei, weil ich gerade noch einen Cabochon aus dichroischem Glas entdeckt hatte. Er war dunkelblau mit grün und ich hatte alle diese Stiftperlen in Meeresfarben herumliegen und Rocailles, die dazupaßten, und ich konnte noch Perlen (Münz- und Biwaperlen) dazutun und Kristalle und oh, dann noch diese zwei Opalitcabochons!
Als ich aber erstmal ein paar Stiftperlen aufgenäht hatte, gefiel mir der streifenartige Look nicht zu den gerundeten Formen der Cabochons und Perlen, also schnitt ich sie alle wieder ab und suchte mir stattdessen verschiedene Rocailles zusammen.

Das Sticken dauerte seine Zeit, aber genau wie Perlenweben hat es eine meditative Wirkung auf mich, also war das in Ordnung.
In letzter Zeit habe ich versucht, von strenger Symmetrie wegzukommen, also ist auch dieses Stück nicht symmetrisch, wie ihr bei genauem Hinsehen feststellen könnt.


Jetzt kam der schwierige Teil. Wie sollte ich das nun auf den Metallreif bekommen? Ich hatte zwar eine vage Idee, war mir aber nicht sicher. Der Schluß dieses Videotutorials von Lidia Sapronova half mir dabei zu bestätigen, was ich tun mußte.
Zuerst klebte ich ein Stück festeres Papier auf den Perlenstickerei-Streifen, um ihn stabiler zu machen, da der Reif selber recht schmal ist. Dann nahm ich mein Ultrasuede, nahm Maß und schnitt zwei kleine Schlitze, einen auf jeder Seite, ein paar Zentimeter vom Rand entfernt, durch die ich dann die Enden des Reifs steckte.
Nun konnte ich das Ultrasuede an den Reif kleben, was sich viel einfacher anhört als es für jemanden wie mich ist, der ein Problem mit Klebstoff hat, und dann die Perlenstickerei an den Reif und das Ultrasuede, was leichtes Fluchen zur Folge hatte.
Ich war mir einfach nicht sicher, ob der Klebstoff das alles wirklich zusammenhalten könnte, ich beschloß also, als er getrocknet war, daß ich all die Schichten nicht nur an den Rändern zusammennähen würde, sondern auch entlang den Rändern des Reifs, damit er innen nicht verrutschen konnte. Ich hatte irgendwie nicht erwartet, daß ich so lang dafür brauchen würde, aber ich bin trotzdem froh, daß ich es gemacht habe.
Der letzte Schritt war natürlich die Umrandung, für die ich perlweiße Rocailles auswählte, um das Meeresfeeling zu verstärken, Schaumkronen und so, ihr wißt schon.

Es gibt Beispiele, bei denen sowohl die Perlenstickerei als auch das Ultrasuede ganz um die Metallteile gehen. In meinem Fall bedeutet das, daß Haare darüberliegen und sich definitiv verheddern würden, also habe ich diese Variation nicht gewählt. Außerdem hätte ich ein Stück Ultrasuede annähen müssen, denn die Stücke, die ich habe, wären gar nicht lang genug gewesen.
Bei anderen Stücken war direkt um die Metallenden Ultrasuede genäht, aber ich muß gestehen, daß ich meine Fähigkeiten nicht so einschätzte, daß ich das hinbekommen und es auch noch gut aussehen lassen könnte. Vergeßt nicht, das war immerhin mein erster Versuch, so etwas zu machen.


Es gibt keinen Zweifel, das hier ist kein Leichtgewicht.
Das ist aber nicht mein persönliches Problem damit. Ich kam nie so gut mit dieser Art von Haarreifen zurecht, weil ich das Gefühl hinter meinen Ohren nicht mag. Mit meinen glatten Haare rutschten sie außerdem immer ab, wenn ich nach unten schaute. Eine Freundin meinte, ich sollte versuchen, ein paar Kämme anzubringen. Ich muß mir das mal überlegen, aber tatsächlich finde ich, es sieht als Diadem getragen soviel besser aus ...
Ich verdiene ein Diadem, oder? Und witzigerweise rutscht es, wenn ich es so trage, nicht einmal herunter, wenn ich vor Mylady Gundel einen Knicks mache ;-) Ernsthaft, ich kann nach unten schauen und es bleibt trotzdem im Haar. Nun ist meine Garderobe nicht besonders königlich, aber schauen wir mal. Es war wieder eine Herausforderung und ich hab's geschafft und bin stolz darauf.

So sieht das fertige Diadem nun also von allen Seiten und von meinem Modell Jacqueline getragen aus.



Donnerstag, 17. Oktober 2019

Oldies but Goodies - Nicht weiße Perlen

Wann hattet ihr das letzte Mal ein Essen im Stil von Kleopatra? Ich spreche nicht von Nachtigallenzungen oder welch extravagante Mahlzeiten dort unserer Meinung nach serviert wurden. Ich rede vom großen Geld.
Ihr erinnert euch an die Geschichte? Plinius dem Älteren nach wettet Kleopatra mit Marcus Antonius, daß sie die allerteuerste einzelne Mahlzeit auf den Tisch bringen könnte - 10 Millionen Sesterzen wert. Marcus Antonius kann sich nicht vorstellen, daß das möglich ist, aber Kleopatra läßt einfach eine ihrer riesigen Perlen in ein Glas Essig fallen und trinkt es.
Lösen sich Perlen in Essig auf? Offensichtlich tun sie das, Wissenschaftler, Perlenhändler und gewöhnliche Leute haben das in unterschiedlichen Variationen ausprobiert. Es geht jedoch nicht schnell. Ich überlasse euch, ob ihr die Geschichte über der Königin Extravaganz glauben, nach Artikeln oder Videos suchen oder es sogar selber austesten möchtet.
Das erste Mal, daß ich davon gelesen habe, war in einer Dagobert Duck-Geschichte. Dagobert packte für ein Gewinnspiel 1000 Perlen in 1000 Dosen mit Essiggurken, um das Interesse an seinen Gurken anzuheizen, diese Dosen kamen allerdings niemals in die Läden. Als er sie öffnete, um seine Perlen wieder herauszuholen, waren sie alle verschwunden, eine gerechte Strafe dafür, so einen schmutzigen Trick zu versuchen.

Das ist nicht die einzige Geschichte von Dagobert und Perlen. Ich erinnere mich zum Beispiel an seine Suche nach seltenen schwarzen Perlen. Das ist eine schöne Überleitung zur dieswöchigen Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge, in der es ausschließlich um Perlen geht, die nicht weiß sind.
Obwohl es Naturperlen gibt, die nicht weiß sind, sind die meisten der farbigen Perlen gefärbt oder sowieso Glasperlen, und es gibt riesige Unterschiede in Lüster und Qualität.

Hier ist eine Auswahl an Schmuck mit Perlen von unseren JAC-Künstlern. Stellt euch auf Farbe ein!


1 Ganison Atelier
2 RioRita
3 Bijou Bead Boutique
4 CymberRain
5 MC Stoneworks
6 Cat's Wire
7 Jewelry Art by Dawn
8 The Crafty Chimp

Freitag, 20. Juli 2018

Pack die Vorräte an - Der mysteriöse Stein

Ich entrümpelte Schubladen, als ich den Stein fand. Jaspis vielleicht? Fossile Koralle? Ich habe keine Ahnung, genau wie ich keinen Schimmer habe, woher dieser Stein überhaupt ursprünglich kam. Er war in einer kleinen Blechschachtel mit diesem und jenem Modeschmuck, den ich erkannte, aber der Stein sah für mich überhaupt nicht vertraut aus.
War er ein  Geschenk gewesen? Ich kaufe sehr selten gebohrte Steine, und die, die ich habe, waren mir üblicherweise geschenkt worden. Oder hatte ich ihn selber gekauft? Wenn ja, muß das weit vor meinen Schmuckmacherzeiten gewesen sein, weil all die anderen Stücke so alt waren, daß ich einen 80er-Flashback bekam. Vielleicht hatte ich ihn ja als Geschenk für jemanden gekauft?

Was auch immer die Geschichte dazu ist, der Stein war hübsch und verlangte nach gewebtem Draht. Also webte ich ... und nahm es wieder ab ... versuchte eine andere Idee ... schnitt es wieder auseinander ... das erste Mal war nicht symmetrisch genug für meinen Geschmack gewesen, beim zweiten Mal gefiel mir die Idee zwar irgendwie, aber ich fing falsch an und beschloß dann, daß ich an der Idee wohl noch etwas arbeiten mußte.

Beim dritten Mal klappte es dann reibungslos. Weniger Gewebtes, damit der Stein nicht zu sehr abgedeckt wurde, eine größere Öse mit einer Perle als Akzent, und drei baumelnde Perlen für die Bewegung.
Eine einfache Kette schien mir nicht auszureichen, also häkelte ich eine Schlauchkette für den Anhänger und oxidierte dann das gesamte Kupfer.

Und nun bin ich damit zufrieden. Vielleicht sollte ich noch ein paar Schubladen entrümpeln, damit ich mehr Schätze finden kann ;-)


Donnerstag, 31. Mai 2018

Art Elements Design Challenge und Blog Hop - Gezeitentümpel

Diese Challenge ist nicht zu verwechseln mit den Oldies but Goodies, die normalerweise donnerstags hier auftauchen. Als meine Freundin Laney zur Mai-Challenge auf der Art Elements-Seite postete, beschloß ich spontan, als Gast mit einzusteigen, um mich zu inspirieren und auch meinem Blog einen kleinen Kick zu gaben.
Das Thema waren Gezeitentümpel und Lesley von Art Elements-Team zeigte uns in diesem Post ein paar wunderschöne Inspirationen.

Nun zur ersten Überraschung - ich bin nicht wirklich ein Strandmädchen. Ich lebe nicht annähernd am Meer, und ich bin auch nicht die Art von Mensch, der ooh und aah macht, wenn er einen Sandstrand mit Palmen sieht.
Es ist aber nicht so, als wäre ich noch nie an einem Strand gewesen. Ein absoluter Pflichtteil eines jeden Trips in die Bay Area war zum Beispiel ein Tag an einem bestimmten Strand. Wir sprechen hier nicht von schönem Sand und tiefblauem Ozean. Wir sprechen von der Art, die mich überwältigte, weil man nichts als Wasser sehen konnte und weil alles, an das ich denken konnte, die faszinierenden und schrecklichen Kreaturen waren, die vielleicht dort draußen waren. Ich kann ja immer noch dem "Weißen Hai" die Schuld für dieses Gefühl anhängen (auch wenn das ein alter Favorit von mir ist, "Der Weiße Hai", nicht das Gefühl). Während ich genau aus diesem Grund nicht gerade bereitwillig ins Meer gesprungen wäre, genoß ich den Rest doch wirklich - nach hübschen Muscheln Ausschau halten, im seichten Wasser spazierengehen, unser Picknick vor den Möwen zu verteidigen.
Natürlich gab es auch noch andere Strände.

Und da war dann noch der Strand in Wales, den wir niemals fanden. Ich glaube immer noch, daß sie dieses Schild nur aufgehängt hatten, um uns in das Feld mit der großen Kuhherde zu locken, damit sie uns zertrampeln konnten. Nein, ernsthaft, wir fanden einfach den Weg nicht, nachdem wir diesen Pfad ausprobiert hatten und diese Straße, und schließlich gingen wir zurück und landeten stattdessen in einem Teehaus. Nicht die schlechteste Alternative, wenn ihr mich fragt. Es war so heiß an dem Tag, ich hätte keinen einzigen Schritt mehr laufen könnten, nicht für den schönsten Strand auf der Welt!

Ich kann nicht mal sagen, ob ich je mit eigenen Augen einen Gezeitentümpel gesehen hatte, obwohl ich eine sehr klare Vorstellung davon hatte. Ich wußte sofort, daß ich etwas auf eine perlengewebte Armband-Basis in einer meiner Lieblingsfarben, hämatit AB, aufbringen wollte. Natürlich hat ein Armband nur so viel Platz, und ich mußte entscheiden, was drauf sollte.

Dies ist das Ergebnis.
Das grüne Seeglas kommt von einem dänischen Strand. Ein Freund hat es für mich nach Hause gebracht. Die kleinen Schneckenhäuser und die Muschel sind von italienischen und griechischen Stränden und waren ein Mitbringsel von einer Kollegin. Und natürlich mußten auch noch Perlen dazu, die all diese Elemente sozusagen miteinander verbanden und eine Mischung aus grau-klaren und metallisch-eisblauen Rocailles, um sie festzuhalten.



Es sind so viele talentierte Leute, die Teil dieses Blog Hops sind, ich hoffe, ihr werdet die Gelegenheit nutzen, euch anzuschauen, was sie kreiert haben. Ich werde mein Bestes tun, an diesem Wochenende herumzukommen.
Und ein großes Danke an Art Elements, daß ich hier als Gast mitmachen darf!

Gäste

Raven - Kelly - Kathy - Tammy - Alyson - Elaine - Mischelle - Deborah - Anita - Jill - Shirlee - Sarajo - Melissa - Jenny

AE Team-Mitglieder

Caroline - Cathy - Claire - Jen - Laney - Lesley - Marsha - Niky - Sue - Lindsay - Jenny

Freitag, 27. Januar 2017

Pack die Vorräte an - Feinsilber, Glas und Perlen

Ich liebe Art Nouveau. Die Muster in diesem Glascabochon (gemacht von Deronda O'Neill) hat mich schon immer an Art Nouveau-Blumen erinnert, so schön fließend auf dem mattschwarzen Hintergrund.

Ich hatte das Gefühl, daß der Cabochon nach etwas Organischerem verlangte, nicht symmetrisch, selber fließend.
Zunächst häkelte ich eine Fassung aus Feinsilberdraht, machte die Maschen hier und da etwas weiter und füllte dann den gesamten oberen Teil mit willkürlich plazierten Perlen - Perle für Perle einzeln befestigt.
In unterschiedlichen Farben schimmernd passen diese kleinen Perlen so gut zu dem Muster im Cabochon und sind so schön. Ich neige dazu, auf ihnen zu sitzen wie ein Drache auf seinem Hort, aber Perlen brauchen Licht, keine verschlossene Schublade.
Zuletzt wickelte ich eine Öse, sehr klein diesmal, damit sie nicht zu sehr von den Perlenclustern ablenken würde.
Und hier nun der Anhänger ...


Verpaßt nicht die neue Episode der Vorratsfresser-Serie nächste Woche! ;-)

Freitag, 13. Januar 2017

Pack die Vorräte an - Perlenweb- und Fädelkette

Glaubt mir, ich habe einen wirklich coolen Post geschrieben, um damit meinen ersten Vorratsfresser in Monaten zu feiern. Er war eloquent, er war witzig, er war charmant und tiefgründig.
Okay, er war das alles nicht, aber er war okay. Und mit einer kleinen Fingerberührung löschte ich ihn, und ich konnte ihn nicht zurückbringen, weil genau in dem Moment mein Entwurf automatisch gesichert wurde. Mein nun leerer Entwurf, wohlgemerkt.

Also werde ich es diesmal kurz machen.
Diese Acrylperlen sind fast seit meinen Schmuckmach-Anfängen in meinem Vorrat gewesen. Sie versteckten sich in einer Schachtel, die eine meiner Freundinnen mitbrachte, als wir das allererste Mal Fimoschmuck machten, was etwa 30 Jahre her ist und ungefähr zwei Sitzungen lang andauerte (weshalb ich das nicht zu meinen Anfängen zähle). Ich habe keine Ahnung, wie sie sich da hineinschmuggelten, was eine Menge über meine organisatorischen Fähigkeiten aussagt.

Für mich hat die Kette einen Touch von Vintage, und ich kann sie mir zu einem dieser modischen 20er Jahre Kleider getragen vorstellen, deshalb konnte ich auch nicht widerstehen, das Bild nach der Vorstellung in meinem Kopf zu bearbeiten, mit den ausgeblichenen Farben einer frühen Fotografie.


Sie besteht aus zwei Streifen, die aus durchsichtigen Delicas mit Silbereinzug - Glitzer! - gewebt sind. Diese sind durch drei Stränge der Perlen verbunden, die in einer gelb/blau/grünen Beschichtung leuchten, und werden von silberfarbenen Bandstücken gehalten, die nach dem Entwurf einer Freundin hergestellt wurden (davon werdet ihr noch mehr sehen). Die Kette erlaubt es, die Länge der Halskette zu ändern, obwohl ich selber sie lang bevorzuge.

Freitag, 2. September 2016

Pack die Vorräte an - Drahtwebwaisenlampworkperlenringe

Ich konnte dem Klischee des deutschen Worts einfach nicht widerstehen - Drahtwebwaisenlampworkperlenringe.
Natürlich gibt es kein solches Wort. Hätte ich je so etwas in meinen Deutscharbeiten verwendet, hätte mir meine Lehrerin wahrscheinlich eins mit einem stumpfen Instrument übergezogen. Okay, wahrscheinlich nicht, ich schätze, ich habe in letzter Zeit zu viele Krimiserien angeschaut. Den roten Stift hätte sie aber wahrscheinlich verwendet.

Leider muß ich zugeben, daß einige Perlen sich als Nicht-Waisen erwiesen. Es gibt immer ein paar Waisen-geschwister, die ich momentan nicht in meiner Lampworkschublade gefunden habe, weil sie auf Besuch in ein anderes Tütchen schlüpften.
Oder es ist einer dieser Fälle, in denen ich eine Perle immer wieder in die Hand genommen und dabei nicht erkannt habe, daß es gar nicht nur eine war, sondern zwei, die gleich aussahen (was mich an das eine Mal erinnert, als ich dachte, ich hätte einen Ohrring verloren, den ich daraufhin immer im Extraloch meines linken Ohrs getragen habe, bis ich herausfand, daß ich die ganze Zeit zwischen den beiden Ohrringen abgewechselt hatte ... es ist wahr, mein persönliches Schmuckkästchen ist weniger organisiert als die Boxen für meine Verkaufsstücke).

Dieses "Waisenkind" hat tatsächlich mindestens noch zwei Geschwister, die ich fand, nachdem der Ring fertig war. Sie hatten sich bei ein paar blauen Perlen versteckt. Ich hoffe nur, ich hatte nicht geplant, sie alle zusammen in einem Design zu verwenden!



Und dieser wunderschöne Leopard war schon immer eine einzelne Perlen, gedacht dafür, ganz allein zu leuchten.


Vielleicht probiere ich als nächstes ein paar Waisenanhänger aus! Was meint ihr?

Freitag, 8. April 2016

Pack die Vorräte an - Geduld und Perlen

Erinnert ihr euch an meine Perlenfresser? Lange Drahtstrickschals mit Glasperlen?
Der heutige Vorratsfresser ist jedoch nicht ganz so lang, weil er dazu gedacht ist, ihn um das Handgelenk zu wickeln anstatt um den Hals. Perlen, Perlen, Perlen. So üppig ....

Freitag, 11. Dezember 2015

Pack die Vorräte an, Mehr Weihnachtsschmuck - Das elfte Türchen



Vor fast 30 Jahren kaufte ich diese Glaskugeln für meinen allerersten eigenen Weihnachtsbaum. Silber mit einem Finish, das aussah, als ob Eis sie bedeckte. In manchen Jahren, wenn wir keinen Baum hatten, hängte ich sie einfach irgendwohin, damit wir zumindest ein bißchen an Dekoration hatten. Ich kombinierte sie mit glänzenden dunkelblauen Kugeln, aber die habe ich vor langer Zeit weggegeben.

Nun habe ich nur diesen kleinen Baum und auch wenn diese Glaskugeln nicht groß sind, sind sie doch zu groß für den Baum. Sie wurden Teil der Flurdekoration und während des Jahres warteten sie geduldig in den Schubladen der Flurgarderobe.
Vor Jahren habe ich euch von der Geschichte von Glaskugeln erzählt. Sie wurden in der Mitte des 19. Jahrhunderts erfunden und von dem, was ich so sehe, sind sie nach wie vor beliebt, obwohl in der Mitte des 20. Jahrhunderts die Acrylkugel auftauchte.
Meine kleinen Kugeln haben definitiv begonnen, Abnutzungserscheinungen zu zeigen. Das "Eis" geht hier und da ab, und wo das Glas berieben wurde, kommt darunter das glänzende Silber hervor.

Also beschloß ich, zwei von ihnen ein neues Kleid zu geben, aus silbernem Kupferdraht und - da kommt der Vorrat ins Spiel -  Stäbchenperlen.
Nun sind sie bereit, wieder ihren Platz in der Flurdekoration einzunehmen.


Ich denke, ich muß mal schauen, ob ich noch rote Stäbchenperlen für eine "Zuckerstangen"kugel habe!

Freitag, 4. September 2015

Pack die Vorräte an - Halskette mit Biggs-Jaspis und Süßwasserperlen

Willkommen zurück bei "Pack die Vorräte an"! *Einspielen eines fröhlichen Jingles*
Ich weiß, es ist eine Weile her. Glaubt nicht, daß ich während dieser Zeit nichts gemacht habe. Ich habe ein persönliches Projekt angefangen, die "Fanwand", bisher mit einem perlengewebten Porträt eines Lieblingsschauspielers, ich habe mit neuen Perlentechniken herumgespielt und mit Muster. Irgendwie hat es aber nichts davon auf den Blog geschafft.

Nun bin ich mit einer Ankündigung zurück.
Ich liebe Jaspis. Ja, okay, ich hab das schon mal gesagt, aber ich kann mir wirklich nicht vorstellen, warum es eine Zeit gab, in der ich dachte, er wäre langweilig, weil er nicht glitzert.
Wann immer meine Muse Mabel nicht in der Stadt ist und meine Perlenmotivation mitgenommen hat, schnappe ich mir einen Cabochon. Nicht immer wird dann tatsächlich etwas daraus, aber manchmal schon.
Dieser großartige Biggsjaspis-Cabochon war viel zu lang in meinem Vorrat gewesen, weil ich mich nicht für eine Farbkombination entscheiden konnte.
Nachdem ich ihn das wasweißichwievielte Mal in die Hand genommen hatte, beschloß ich schließlich, den erdigen Look zu versuchen, Kupferdraht zu benutzen und zu sehen, wohin uns das führen würde, also den Biggs und mich. Drahtstrickfassungen machen mir Spaß. Sie lassen einem so viele Möglichkeiten, mit ihnen zu spielen, noch eine Lage hinzuzufügen, die Lagen zu verbinden, Perlen innen oder außen mit ins Spiel bringen. Bei einer Drahtstrickfassung weiß ich fast nie, wie sie am Ende aussehen wird.

In diesem Fall kamen schokoladebraune Perlen, die gut genug aussehen, daß man sie essen möchte, und eine braune Schlauchkette dazu, die die Farben des Jaspis aufgreift. Sind sie zusammen nicht perfekt?
Jetzt sagt mir nochmal - warum mochte ich früher keinen Jaspis?

Freitag, 31. Juli 2015

Pack die Vorräte an - Aus Draht gehäkelte Mini-Anhänger mit Perlen

Da war diese Perlenkette. Groß, auffallend, mit einem riesigen Kristall. Vom ersten Mal an, da ich einen Blick darauf warf, war ich entschlossen, sie aufzutrennen und mit den Perlen etwas anderes zu machen.
Ihr wißt, wie das so läuft. Vom ersten Mal bis jetzt bedeutete ein paar Jahre, in denen ich sie in die Hand nahm, wieder hinlegte, wieder hochnahm ... bis ich schließlich das Gefühl hatte, daß ich versuchte, das in die falsche Richtung zu zwingen. Warum dachte ich, daß eine weitere große Perlenkette dabei herauskommen müßte? Warum verwendete ich die Perlen nicht einzeln?

Manchmal brauchen wir Farbe und es muß nicht mal unbedingt viel sein. Also hatte ich schließlich kleine erschwingliche Anhänger, nur jeweils eine Süßwasserperle in einer farbigen Drahthäkelfassung an einer Kugelkette. Kein silber, kein gold, sondern Rosatöne, lila, orange, grün, helles blau ... und wer weiß, vielleicht folgen ja noch mehr.
Welche Farbe gefällt euch am besten?

Erhältlich in meinem Zibbet-Shop

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Oldies but Goodies - Perlen

Perlen sind zeitlos. Heute gibt es sie in verschiedenen Farben, sie können verschiedene Formen haben, sie können winzig oder groß sein, natürlich oder aus Glas. Es gibt soviele Arten, sie in Schmuckstücken zu verwenden.
Diesmal war die JAC Oldies but Goodies Challenge ganz von Perlen geprägt, und die Bilder flossen nur so herein! Ihr könnt alle hier sehen, und wie immer zeige ich euch eine Auswahl.
Wenn ihr selber Schmuckkünstler seid, hätten wir euch wirklich gern zum Spielen dabei!


1 Galadryl Design
2 RioRita
3 Cat's Wire
4 MC Stoneworks
5 The Crafty Chimp
6 Jewelry Art by Dawn
7 Violetmoon's Corner