Donnerstag, 17. Juni 2021

Oldies but Goodies - Nochmals himmlisch

Im August 2017 war das Thema für die Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge "himmlisch". Damals zeigten wir Sterne, Monde und die Sonne. Ein paar dieser klassischen Himmelskörper sind auch diesmal wieder dabei, aber wir haben auch bunte Planeten, Wolken am Himmel und Sternzeichen.
Seht ihr, sogar wenn wir ein Thema wiederholen, besteht doch immer die Chance, daß etwas komplett Neues auftaucht.
Einige dieser Stücke hatte ich sogar ich noch nie gesehen und ich bin verdammt neugierig, wenn es um die Arbeiten meiner JAC-Freunde geht! ;-)
Ich hoffe, auch ihr habt soviel Spaß daran, sie zu sehen, wie ich.


1/5/9 Jewelry Art by Dawn
2 and 6 Cat's Wire
3 and 7 My Bijou Life
4 and 8 RioRita


Donnerstag, 3. Juni 2021

Oldies but Goodies - Nebel und Dunst

Ich bin von Nebel fasziniert, er macht mich aber auch nervös.
Es ist das eine, über eine Landschaft zu schauen, die wunderschön von Dunst bedeckt ist, oder in deinem Auto in einer großen Schüssel "Erbsensuppe" festzusitzen (wie es mir einmal an Silvester passiert ist) oder, noch schlimmer, in Smog with dem tödlichen "Great Smog" in London 1952, den die Menschen einfach nur für den gewöhnlichen Nebel hielten, mit dem sich Londoner herumschlagen müssen.

In der heutigen Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge geht es aber nur um die schöne Variante. Zum Beispiel füge ich meinen perlengewebten Silhouette-Stücken gern Nebelschwaden hinzu, aber es ist auch erstaunlich, wie manche Steine oder andere Materialien Dunst oder Nebel nachzubilden scheinen.
Hier ist meine Auswahl für diese Woche, ich denke, ich habe ein paar echte Schönheiten herausgesucht.



1 Jewelry Art by Dawn
2 Cymberrain
3 Cat's Wire
4 RioRita
5 My Bijou Life

Samstag, 29. Mai 2021

Miss Francie Bennet - Teil 2, Die Accessoires

Willkommen zurück!
In diesem Post möchte ich über die Accessoires für Miss Francie Bennet sprechen - die 60er Jahre Puppe, die in die Regency-Zeit zurückgeschickt wurde.

Wie immer hatte ich keine klare Vorstellung, welche Accessoires ich machen würde, als ich dieses Projekt anfing.
Natürlich wußte ich, daß Francie einen Pompadour brauchen würde, fast alle meine Puppen bekommen irgendeine Handtasche oder einen Beutel, außer den ersten beiden Flappern.
Sie würde auch einen Hut brauchen, das war der Teil, vor dem ich am meisten Angst hatte, weil ich keine Ahnung hatte, wie man einen Schutenhut machte.
Und zum Ausgehen wäre eine Stola nett.
Soweit hatte ich also Pläne.

Da mein großer JaLa-Webrahmen immer noch von einem WIP besetzt ist, über das ich mir nicht mehr ganz sicher bin, beschloß ich, für die Stole einen meiner kleinen Webrahmen zu benutzen. Nach einer schnellen Messung schätzte ich, es würde gerade groß genug für die Dreiecksform sein, die ich mir vorstellte.
Es war knapp, sehr sehr knapp. Tatsächlich hätte ich das Tuch gar nicht fertigmachen können, wenn ich mich nicht für das Dreieck entschieden hätte, weil mir unten fast die Kettfäden ausgingen.
Was ich außerdem nicht bedacht hatte war, daß Glasperlen schwer und Webstücke sehr geschmeidig sind. Das Tuch rutschte bei der kleinsten Bewegung von Francies Armen, also mußte ich mit ein paar Stichen nachhelfen.


Dann hatte ich auf einmal die Idee, ihr einen Parapluie zu machen, offensichtlich weil ich an Selbstbestrafung glaube.
Mein Teststück war Perlenstickerei, aber die Form erinnerte mich an Cocktailschirmchen, also hatte ich die Idee, stattdessen Herringbone-Streifen zu fädeln, sie zusammenzunähen und, nun ja, zu improvisieren.
Der kleine Parapluie hat neun Streifen, die ich auf links zusammen-nähte und nochmal extra an den Enden, um so die Nähte zu betonen. An der Spitze blieb ein kleines Loch, das ich für die Stange nutzen wollte. Soweit so gut, aber natürlich war diese Konstruktion nicht komplett fest. Ich holte tief Luft und und schmierte Klebstoff über die ganze Innen- und Außenseite, um sie zu verstärken. Das hört sich einfacher an, als es war, natürlich war das eine kleine Schweinerei. Klebstoff und ich - die unendliche Geschichte.
Am Ende hatte ich jedoch ein schönes festes Gebilde, juhu!
Ich brachte rundherum Fransen an und schließlich noch die Stange (dafür fädelte ich Rocailles rund um einen Holzspieß wie für den Stab der Feenkönigin) mit Gold an Spitze und Griff. Voilà.
Francie kann diesen Parapluie nicht halten, weil sie nicht greifen und auch nicht ihre Arme biegen kann, der Plan ist es also, ihn einfach vor sie hinzulegen oder vielleicht eine Schlaufe anzubringen, damit er von ihrer Hand baumeln kann.


Nach diesem anstrengenden Teil des Projekts mußte ich etwas Kleines machen, Francies Pompadour.
Dazu gibt es nicht viel zu sagen, ihr habt schon früher Variationen davon gesehen.


Die größte Herausforderung hatte ich mir für den Schluß aufgehoben - den Schutenhut.
Zwei Dinge waren klar. Er mußte aus mehreren Teilen aufgebaut werden, und um ihn stabil genug zu machen, mußte es Perlenstickerei sein.
Ich schaute mir alle möglichen Regencyschuten und Erläuterungen dazu an. Die mit weicher Krone kamen natürlich nicht in Frage, es mußte die Kaminrohrform werden.

Dann versuchte ich mir, all das, was ich gesehen hatte, zu merken und schnitt und bestickte drei der Teile, nähte sie zusammen und klebte anschließend das Ultrasuede auf. Das ist eine sehr kurze Beschreibung dessen, wofür ich ein paar Tage brauchte, wobei Nähen und Kleben am schwierigsten waren.
An der Krempe brachte ich außerdem einen Draht an, der beim Formen hilft, gut unter dem Ultrasuede versteckt.

Das vierte Teilstück gestaltete sich sogar als noch schwieriger, weil ich es erst besticken und dann an das "Kaminrohr" kleben mußte, es wäre unmöglich gewesen, das von innen hinzubekommen. Es gab keine Möglichkeit, die geklebten Ränder zusammenzuhalten, Tonnen von Nadeln wären nötig gewesen, um die Form zu erhalten. Also mußte ich mit den Fingern ran und endlich klebte es so, wie es sollte. Nachdem es getrocknet war, nähte ich hinten etwas rosa Spitze auf, die außerdem dazu diente, die geklebten Ränder zusammenzuhalten.

Als letztes mußten zwei Reihen Spitzen rund um die Krempe aufgenäht werden, ein Band um das Kaminrohr herum - auch hier wieder als Verzierung und um die geklebten Ränder zu sichern - und die Bänder, die man unter dem Kinn bindet, falls gewünscht.
Jetzt muß ich vielleicht noch eine kleine Hutnadel machen, um sicherzustellen, daß die Schute auch wirklich immer gut sitzt.

Alles in allem dauerte es etwa drei Tage, um den Schutenhut zu machen, und ich sehe mich nicht so bald noch einen machen! ;-)


Und hier ist Francie nun in ihrer gesamten Perlenpracht.
Es war ein Projekt, das Spaß gemacht hat, manchmal frustrierend war, Geduld und Phantasie brauchte und, ich bin ehrlich, auch ein paar Flüche.
Es gab Augenblicke, in denen ich dachte, ich würde das nicht fertigbekommen, aber nun bin ich sehr glücklich, daß ich es durchgezogen habe!



Francie ist ein eingetragenes Warenzeichen von Mattel, Inc. Ich bin in keiner Weise mit Mattel verbunden.

Freitag, 28. Mai 2021

Miss Francie Bennet - Teil 1, Die Puppe und das Kleid

Manche Projekte brauchen etwas länger als andere. In diesem Fall bedeutet etwas mehr als fünf Jahre. So lange mußte Francie auf ihr Outfit aus Perlen warten.
Ich denke, das Warten hat sich gelohnt. Mein erster Versuch, ihr einen bestimmten Outfitstil zu weben, ging komplett schief, aber nun wußte ich, wie ich unterschiedliche Techniken einsetzen konnte, um ihr ihr (oder eher mein ;-)) Traumoutfit zu machen.

Sprechen wir aber zuerst über Francie, weil diese hier besonders ist.
"Colored Francie" (#1100) kam 1967 und 1968 in zwei Ausgaben heraus. Sie hat eine drehbare Taille, Knickbeine und eingezogene Wimpern. Der Unterschied zwischen den beiden Ausgaben waren das Haar und die Augen. Die erste hatte rote Haare und rötlich-braune Augen, die zweite hatte dunkelbraune Haare und Augen und einen dunkleren Hautton.
Es gab nur ein Problem. Die "Black Francie", wie sie unter Sammlern bekannt ist, hatte vielleicht die Haut, aber nicht die Züge einer echten afroamerikanischen Puppe, weil die Form der weißen Puppe benutzt wurde. Sie verkaufte sich nicht gut und wurde daher nicht in großer Anzahl produziert. Wahrscheinlich konnten sich afroamerikanische Kinder nicht mit ihr identifizieren, was verständlich ist. Darum wird auch Christie oft als die erste echte afroamerikanische Puppe angesehen.
Das macht sie eine der meistgesuchten Francie-Puppen (nach den japanischen Specials).

Mein Mädchen (Francie soll ein Teenager sein) ist die erste Ausgabe. Sie hat ein paar Probleme - ich auch und schließlich ist sie nur zwei Jahre jünger als ich! Sie hat ein paar Macken auf dem Fuß, hier und da ein paar Kratzer, und sie hat nicht nur über die Jahre etwas von ihrem Haar verloren, sondern einiges davon sieht aus, als wäre es verbrannt und hätte sich gekräuselt, und manches ist irgendwie orange.


Ich war nicht mutig genug, das Haar zu riskieren, das sie hat, also hat sie keine neue Frisur bekommen. Ihr Pony habe ich nicht angerührt und für den Pferdeschwanz die Finger lieber von den Perlen gelassen, sondern nur etwas Faden benutzt, weil sogar leichtes Kämmen noch mehr Haare kostete. Neue Haare einzuziehen war jedoch keine Option, das hätte ich nur dann gemacht, wenn sie überwiegend kahl gewesen wäre, außerdem hatte ich einen Hut für sie geplant.
Es ist sowieso nicht so, als wäre das Outfit historisch hundertprozentig perfekt. Es gibt Dinge, die sich schwer in Perlen nachbilden lassen, aber ich habe mein Bestes gegeben.

Warum nenne ich sie Francie Bennet?
Ich bin ein Fan von Georgette Heyers Büchern, vor allem denen, die im Regency (1911 - 1820) spielen, und ich liebe Jane Austens "Stolz und Vorurteil". Von Anfang an wußte ich, diese besondere Puppe sollte etwas Besonderes tragen, obwohl mir klar war, daß das schon eine ziemliche Herausforderung werden würde.
Ihr Name ist natürlich von Miss Elizabeth Bennet, der Hauptfigur von "Stolz und Vorurteil", inspiriert.

Heute zeige ich euch ihr Kleid.
Meine ursprüngliche Farbwahl war rosa und grau gewesen. Obwohl ich nicht unbedingt ein großer Fan von rosa bin, sind rosa und grau zusammen immer eine meiner Lieblingskombinationen gewesen, seit ich in der Grundschule mein allererstes Einkaufsnetz aus Luftmaschen häkeln mußte.
Wie gesagt hatte ich schon eine mit Delicas gewebte Version ausprobiert gehabt, aber obwohl ich mehr als einmal gemessen hatte, haute das einfach nicht hin. Ich nahm die Teile also vom Webrahmen und ließ sie zum Sterben in einer Schublade liegen. Ja, ich war sauer. Irgendwann gab ich mir selber einen Tritt, zerschnitt die Teile und benutzte die Perlen für die Outfits von Flapper Dawn und der 80er Barbie.
Für meinen nächsten Versuch wählte ich statt Delicas Rocailles, weil sie in Herringbone besser aussehen. Sucht nicht nach den grauen Perlen, letztendlich entschied ich, daß der Kontrast zu stark war und ich lieber bei den Accessoires mit Farben spielen würde (tatsächlich sind die grauen Perlen aber als eine Art Unterhose unter dem Kleid versteckt, psst).


Miss Bennets Kleid ist aus klaren Perlen mit rosa Farbeinzug gemacht. Ich liebe sie, im Licht funkeln die klaren Stellen so schön! Leider habe ich nicht geschafft, das in den Bildern richtig einzufangen.
Als sehr dezenten Kontrast habe ich glitzernde rosenfarbene 15/0 Rocailles dazu gewählt, für die Rüschen um den Ausschnitt, die Spitze unten am Kleid und das Band, das direkt unter dem Busen sitzt und hinten in einer Schleife endet, die allerdings von der Stola versteckt wird, die ihr morgen sehen werdet.
Ich kann gar nicht fassen, wie lange ich für das Kleid gebraucht habe, aber Mattel-Puppen haben eben lange Beine, und hier kamen sie mir wegen der hohen Taille sogar noch länger vor!



Ein echtes Problem waren die Schuhe.
Normal hätte Francie sehr spitz zulaufende Schuhe getragen, mit Seitennaht und einem kleinen abgerundeten Absatz ... alles Dinge, die ich in Perlen nicht nachbilden konnte, oder Dinge, die nicht an Francies Füßen geblieben wären, und natürlich waren da auch noch ihre Fußprobleme.
Also gab ich mich mit Stiefeln zufrieden, zu Ehren der Szene in der berühmten Miniserie "Stolz und Vorurteil" von 1995, in der Lizzy Bennet über die Felder durch den Matsch läuft, um ihre kranke Schwester in Netherfield Park zu besuchen.
Ich war sogar etwas versucht, braune Perlen als Matsch an den Saum von Francies Kleid zu nähen *lol*
Natürlich sind diese Stiefel kein bißchen perfekt, aber es war das Beste, was ich hinbekam, und glaubt mir, ich habe es versucht. Ich glaube, ich habe wieder einmal mindestens sechs Schuhversionen gemacht und es wurde
massiv geflucht. Ich versuchte es mit 15er Perlen, um das "Leder" dünner aussehen zu lassen, ich probierte hochgeschnittene Slipper aus, um die Füße zu verstecken, es half alles nichts.
Wenn Francie braune Basketballstiefel tragen möchte, dann sei es so. Ich trage selber bequeme Schuhe. Vielleicht habe ich irgendwann ja eine tolle Idee, aber tatsächlich kann man sie unter dem Kleid sowieso kaum sehen. Für dieses Bild habe ich das Kleid hochgezogen.



Also gut, das wäre es für heute.
Morgen würde ich euch gerne die Accessoires zeigen, die ich gemacht habe - außer dem Pompadour, der sich schon mit dem zweiten Bild hier hereingeschmuggelt hat.
Ich hoffe, ich sehe euch dann!

Francie ist ein eingetragenes Warenzeichen von Mattel, Inc. Ich bin in keiner Weise mit Mattel verbunden.

Donnerstag, 27. Mai 2021

Oldies but Goodies - Spiel mit mir

Eine neue Woche, eine neue Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge.
Spielt ihr mit eurem Schmuck? Verdreht eine Kette, spielt mit Fransen oder baumelnden Teilen, berührt die Steine, schüttelt den Kopf, um eure Ohrringe fliegen zu lassen, spielt mit einem Spinnerring oder dreht einfach nur einen Ring um euren Finger ...
Wenn ihr diese Frage mit einem Nein beantwortet habt, schlage ich vor, ihr probiert es mal, es macht Spaß. Manchmal hilft es euch vielleicht, ruhiger zu werden, wenn ihr nervös seid, oder ihr befriedigt einfach das Spielkind in euch.
Ich habe eine Halskette, die so lang ist, daß ich eine Menge mit ihr machen kann, vor allem in Meetings, und manchmal frage ich mich, ob es wohl andere nervös macht, mir zuzusehen. Vielleicht sollten wir für jeden vor einem Meeting "Spielschmuck" austeilen?

Von den vielen gezeigten Stücken habe ich heute fünf ausgewählt. Welches würdet ihr euch für ein Meeting aussuchen? ;-)


1 My Bijou Life
2 Jewelry Art by Dawn
3 RioRita
4 Cymberrain
5 Cat's Wire


 

Donnerstag, 20. Mai 2021

Oldies but Goodies - Perlen

Was ist eine Perle? Im Deutschen ist das nicht so einfach. Wikipedia hat einen Eintrag unter Perle im originalen Sinn der Perle aus einer Muschel und einen für künstliche Perlen, in dem steht, daß diese aus künstlichen Materialien mit zahlreichen Methoden hergestellt werden und zur Weiterverwendung mit Löchern versehen werden.
Vielleicht ist das nur meine Meinung, aber ich finde, künstliche Perlen trifft es nicht. Darunter würde ich etwas verstehen, das wie eine Muschelperle aussieht, aber nicht aus natürlichem Perlmutt ist. Schließlich können Perlen aus Stein sein, also einem natürlichen Material. Natürlich gibt es sie auch aus anderen Materialien, Glas, Plastik, Holz, Metall und mehr und auch in allen möglichen Größen, Formen und Farben. Hauptsache, sie haben ein Loch.
Perlen können außerdem süchtig machen, weil es soviele Arten gibt, sie zu benutzen!

Nur ein paar dieser Arten werden durch die heutige Collage von Stücken aus der letzten Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge repräsentiert.
Wir haben handbemalte Perlen, große und kleine, handgemachte Perlen aus Silber, unterschiedliche Farben, Glas, Holz, Stein ... und trotzdem ist dies nur ein sehr kleiner Blick in die Welt der Perlen!


1 und 10 Cat's Wire
2 und 3 My Bijou Life
4 und 7 RioRita
5 und 6 Jewelry Art by Dawn
8 und 9 Silver Jewellery Girl

Sonntag, 16. Mai 2021

Der Strand ruft

Unsere zweimonatliche Challengemeisterin in der Jewelry Artisans Community hat uns ganz durcheinandergebracht. Die Challenge ist übrigens zweimonatlich, nicht die Meisterin. Seht ihr, wie durcheinander ich bin?? ;-)
Versuchen wir das nochmal. Alle zwei Monate haben wir eine Themenchallenge in JAC, und die Gute wählte diesmal perfekt zueinander passende Ohrringe. Großartig. Wir wissen alle, daß Ohrringe bei mir hinhauen oder eben überhaupt nicht. Trotzdem habe ich welche gemacht, nur um dann herauszufinden, daß sie das Thema inzwischen auf Strand geändert hatte, um es uns vielbeschäftigten Menschen leichter zu machen. Geschieht mir recht, wenn ich einen Post beim Lesen auslasse.

Strand, Strand, Strand, da war der Strand in Wales, den wir trotz der Schilder niemals gefunden hatten (ich glaube immer noch, daß es Fäschungen waren, nur dafür gedacht, mich in das Feld voller Kühe zu locken). Der einzige Strand, an den ich mich wirklich erinnere, war der bei Bodega Bay. So lange her, daß ich das letzte Mal dort war, mehr als 20 Jahre!
Möwen, seltsames Zeug auf dem Sand - wahrscheinlich Algen und Überreste von Quallen - Sanddollars, andere Vögel und Muscheln ... ich wußte ja, es würden Muscheln werden.
Muscheln sind in Schmuck so leicht zu benutzen und ich hatte eine Reihe von größeren, die mir eine Kollegin geschenkt hatte. Ich habe Muscheln mit Netztechnik verarbeitet und sie mit Draht umhäkelt, ich habe sie aus Fimo gemacht, aber ihr habt es ja vielleicht schon gemerkt, in letzter Zeit habe ich viel Spaß mit Perlenstickerei. Tut mir leid, wenn das langweilig wird, Leute.

Am schwierigsten war es, eine der Muscheln auszuwählen, und als ich sie dann erstmal auf den Untergrund geklebt hatte, war es am schwierigsten, mich zu entscheiden, was ich eigentlich damit nun tun wollte. Tatsächlich fand ich, daß sie schön war, ohne daß ich viel hinzufügte, und wie es das Glück wollte, hatte ich genau die perfekten Perlen, um eine Fassung in den Farben der Muschel selber zu machen. Einen Moment lang war ich in Versuchung, es einfach dabei zu belassen, entschied mich dann aber für eine einzelne Reihe mit metallic bronzefarbenen Perlen als Kontrast.
Nun brauchte sie noch ein paar Perlen. Ich weiß, ich weiß, das ist kein bißchen originell, aber Muscheln verlangen einfach nach Perlen.
Meine erste Idee war es, eine Reihe rundherum zu sticken, dann hob aber meine Fransensucht ihren allgegenwärtigen Kopf und ich konnte mich einfach nicht zurückhalten und machte ein paar baumelnde Fransen.

Bei der letzten Entscheidung ging es um die Kette. Ich dachte über eine Öse nach, versteckt oder nicht, Kette, Kordel, sonst noch alles, was ich nicht hatte, also bestellte ich Perlen für eine einfache gefädelte Kette.
Voilà, hier ist sie!
Glaubt ihr, sie wird die Challengemeisterin erfreuen?

Samstag, 15. Mai 2021

Ich schau dir in die Augen, Kleines ...

 

Letztes Jahr habe ich diese Collage in einem meiner Nostalgie-Posts über einen Steiff-King Charles-Hund, eine Dose voller vintage Glasaugen für Plüschtiere und eine Schuhfirma benutzt.
Das sind nur ein paar der Augen in dieser Dose, und da meine Sammlung so ziemlich ihre Grenzen erreicht hat, bezweifle ich, daß noch viele neue Augenpatienten auftauchen werden, die sie benötigen.

Vor ein paar Tagen hatte ich eine Idee, was ich mit zumindest ein paar davon machen könnte.
Wie ihr auf dem Bild sehen könnt, sehen die Augen nicht alle gleich aus. Die meisten davon sind hinten nicht flach, sondern haben einen kleinen (oder im Fall der rosa/roten Augen unten rechts) Hubbel für den Draht. Ich denke auch, daß das den Augen hilft, besser in den Augenhöhlen des Plüschtiers zu sitzen.
Ich kann nur die flachen benutzen und ich habe mir so überlegt, ob es wohl einen Weg gibt, die anderen abzuflachen, aber jetzt habe ich mir erstmal ein Paar alter brauner Augen ausgesucht, von denen ich mehrere habe. Schließlich möchte ich ja keine Augen für Schmuck benutzen, wenn ich sie dann auf einmal doch für einen Patienten brauche.

Ein paar der Augen sind aus farbigem Glas gemacht, aber die wirklich alten, wie die, die ich benutzt habe, haben eine schwarze Glaspupille in klarem Glas und sind auf der Rückseite bemalt, was dem Auge die Farbe gibt. Viele dieser vintage Augen haben schon etwas Farbe verloren, was schade ist. Natürlich könnte man sie selber neu bemalen, aber ich selber benutze dann lieber ein beschädigtes, weil sie für mich einen besonderen Charme haben.
Flach müssen sie sein, wenn man sie in Perlenstickerei benutzen möchte.
In diesem Fall habe ich wegen der Farbe sehr vorsichtig aufgeklebt und mich dann von meiner Muse führen lassen - von den Fassungen, die der Iris etwas extra Glanz geben, zum Weiß der Augen, für das ich drei verschiedene Perlengrößen um die ganze Iris herum benutzt habe, um einen weitäugigen Blick zu erzeugen, dem Schwarz um die Augen herum und den "Wimpern" aus silberbeschichteten Daggerperlen nur am unteren Rand.
Ich frage mich, was sie wohl sehen!

Donnerstag, 13. Mai 2021

Oldies but Goodies - Frisch

Ich dachte, ich höre nicht recht, als man mir letzte Woche sagte, daß für den Samstag 30° C vorausgesagt waren.
Ich schätze mal, die Wahl für das neue Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge-Thema war nicht so schlecht gewesen - es war "frisch", als wäre es dafür gedacht, die Hitze abzuwehren, die da draußen lauerte und nur darauf wartete, mich zu erwischen ;-)

Frisch hat aber soviel mehr Bedeutungen außer kühl, daß das keine sehr schwierige Challenge war. Es kann alles Mögliche bedeuten - neu, angenehm, nicht salzig, nicht künstlich, entspannt und mehr, je nach Kontext.
Am einfachsten war es, frische Farben zu zeigen, aber bei einem Stück hat das Wort eine andere Bedeutung, einen amerikanischen Slangausdruck, nämlich "fresh" im Sinne von unserem "frech". Meine Oma hätte dafür keß benutzt, sie nannte mich gern keß, wenn ich nicht mit ihr einer Meinung war ;-)
Könnt ihr erraten, welches Stück das ist?


1 My Bijou Life
2 Cymberrain
3 RioRita
4 Jewelry Art by Dawn
5 Cat's Wire


Donnerstag, 6. Mai 2021

Oldies but Goodies - Formen

Dieser Post für die letzte Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge ist meinem Mathelehrer in der 7. Klasse gewidmet. Sie haben es versucht, Herr Haasl, das haben Sie wirklich, aber egal wie oft gesagt wird, daß Mädchen Mathe genauso gut wie Jungen können, ich habe einfach nicht zu denen gehört. Es war ja nicht nur Mathe, ich hatte auch mit Chemie und Physik zu kämpfen - und um ehrlich zu sein, ich war einfach nicht daran interessiert, die Tiefen der Wissenschaft selber zu erkunden - aber ich glaube, Geometrie hat wahrscheinlich meinen einzigen echten Zusammenbruch in der Schule verursacht. Sie haben mich getröstet, mich ermutigt, und es tut mir leid, daß es nicht funktioniert hat, denn Sie waren echt einer von den Guten und auch ein netter Mensch und Nachbar, bis Sie uns viel zu früh verließen.

Ihr, meine Lieben, müßt jetzt allerdings weder etwas erklären noch berechnen oder beweisen, ihr könnt euch einfach zurücklehnen und euch die Formen anschauen, die wir für euch in der heutigen Challenge haben. Bin ich nicht auch ein netter Mensch? :-D


1 Jewelry Art by Dawn
2 My Bijou Life
3 Cat's Wire
4 RioRita
5 Silver Jewellery Girl


 

Donnerstag, 29. April 2021

Oldies but Goodies - Noch mehr Draht

Draht war in JAC schon immer ein großes Thema, aber bisher haben wir es nur einmal vorher als Thema für die Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge benutzt. Ändern wir das heute.

Draht ist ein unglaublich vielseitiges Material und es gibt viele Techniken, um ihn zu bearbeiten, nicht nur in Schmuck, sondern auch für andere Zwecke, von Blumenständern oder Filtern (habt ihr schon mal vom Drahtwebstuhl gehört?) bis hin zu Küchenutensilien und mehr aus Kyoto, von Hand als Drahtnetz gearbeitet (genannt Kanaami).
Unter den Schmucktechniken findet man Drahtwickeln, -weben, -häkeln und -stricken (Spulen- und Wikingerstricken eingeschlossen), aber auch Makramee und andere Techniken.
Das gibt es schon ewig, seit Tausenden von Jahren. Um mit Draht zu arbeiten braucht man nicht unbedingt viel Werkzeug, Zangen und ein Drahtschneider reichen schon aus, man braucht keine Hitze, man muß nicht löten oder gießen, man kann es praktisch überall tun, und man kann den Draht mit allen möglichen Materialien benutzen, Edelsteinen, Perlen, gefundene Objekte oder ihn einfach so lassen.

Dies sind nur ein paar der Stücke, die bei der Challenge gezeigt wurden. Viel Spaß.

1 Jewelry Art by Dawn
2 Silver Jewellery Girl
3 Cat's Wire
4 RioRita
5 My Bijou Life


 

Samstag, 24. April 2021

Sind es die 80er? Teil 2

Willkommen zurück bei Barbies Modeschau!
Gestern habe ich euch ein wenig über sie und ihre Kleider erzählt, heute geht es allein um ihre Accessoires.

Wie üblich habe ich zuerst mit den Schuhen angefangen. Ich wußte nicht, was da auf mich zukommt ...
Funtime Barbie hat ziemlich lange, aber sehr schmale Füße. Lange Füße kann ich nachvollziehen, meine sind es auch, aber ich wurde beinahe eifersüchtig, weil sie so schmal sind. Das hielt nicht sehr lang an. Es scheint, daß sie genauso viele Probleme wie ich hat, Schuhe zu finden, die ihr passen.

Ihr könnt das hier nicht so gut sehen, aber Barbie war für spaßige Zeiten auf sehr hohen Stöckelschuhen gemacht, scheint es. Ich hätte wahrscheinlich ein Vergleichsbild mit einer der anderen machen sollen, vielleicht mache ich das irgendwann noch. Bis jetzt hatte ich nur mit einem Paar "Hochhacken-Füße" gearbeitet, das erste Mals, als ich ein Puppenoutfit für meine Flapper Barbie aus Perlen gefädelt habe, und für die bekam ich ein Paar Mattel-Schuhe von meiner Schwester, die gut dazupaßten. Erst danach fing ich damit an, auch die Schuhe aus Perlen zu machen, einfach weil ich für meine Supersize Flapper Christie keine finden konnte, nun ja, tatsächlich waren die aus Draht mit Perlen gestrickt und gehäkelt und sie hat im Vergleich zu Funtime Barbie recht flache Füße.
Ich probierte ein Paar mit Stöckeln, aber mein Plan haute um ein paar Millimeter nicht hin - ich werde euch wissen lassen, falls es jemals klappt - und mir gefiel die Vorstellung von Slippern oder Turnschuhen ohnehin besser.
Kein Witz, es brauchte sechs Versuche. Ich war kurz davor, es mit Grimms Aschenputtel zu halten und ihre Zehen abzuschneiden (one pair with heels, but my plan didn't work out by a few millimeters - I'll let you know if it ever does - and I liked the idea of slippers or sneakers better, anyway.
No kidding now, sixth time's the charm (and yes, I had hoped for third at least). I was ready to go all Grimm's "Cinderella" and cut her toes off (Rucke di guck, Blut ist im Schuck ... wißt ihr, was ich meine? Übrigens, in meinem Märchenbuch heißt das schon Rucke di guh, Blut ist im Schuh - wieder was dazugelernt)!
Schließlich aber schaffte ich es. Ich lasse mich doch nicht von einem Paar winziger Schuhe schlagen. Ha! Ihr fragt euch vielleicht, wo das Problem lag, weil sie an die erinnern, die Francie Dietrich trägt, was sie tun, sie waren aber viiiel einfacher an Francies flache Füße anzupassen.
Wäre ich nicht so kaputt gewesen, hätte ich wahrscheinlich versucht, Schnürsenkel für die Schuhe zu machen, aber ich hatte Angst, daß ich alles wieder verderben würde, nachdem ich den Feind doch nun endlich geschlagen hatte!
Oh, und ein P.S., ignoriert die "Pin Pricks", vintage Barbie haben die gern mal in ihren Beinen.




Nun zu Barbies Haaren.
Ich habe euch erzählt, daß Funtime Barbie ursprünglich Rattenschwänze hatte. Sie hatte an manchen Stellen eine Menge Haar, und ich glaube, ich wusch, kämmte und schnitt ihr Haar einen ganzen Tag lang,  außerdem zog ich ein paar ganz aus, um die Haare zum Liegen zu bekommen. Sagen wir es mal so, am Ende sah ihr Haar nett aus und nicht einmal schief, aber flach lag es nicht. Das Problem war nicht neu, tatsächlich hatte ich Draht benutzt, um ihr einen Pferdeschwanz zu machen, als sie noch das Drahtkleid trug.
Wie wäre es also mit einem Hut? In meinem Überraschungsperlenmix war dieses schöne dunkle Rot gewesen, das gut zu Rosa passen würde.
Ich hatte in den 80ern zwei Hüte mit Kräuselkrempe. Sie kosteten 2 DM das Stück und ich liebte sie. Dann beschloß ein Freund, daß er einen davon haben mußte, er sah so witzig damit aus, daß ich nicht nein sagen konnte, und ich hatte ja sowieso nur einen Kopf ;-)
Der Unterschied zwischen meinem Hut - aus Hanf gemacht, glaube ich - und Barbies war, daß meiner kein Hutband und außerdem eine gerundete Krone statt einer flachen hatte, außerdem war er aus einem helleren Rot.
Übrigens, das Haar sieht hinten nur deshalb schief aus, weil eine Strähne in einer der gekräuselten Stellen steckt.


Wenn ihr mich schon eine Weile kennt, wißt ihr, daß ich eigentlich nicht angebe, aber ich bin wirklich, wirklich stolz auf Barbies Sonnenbrille. Sie sind nicht perfekt, aber ich bin froh, daß ich die Idee hatte und es hinbekommen habe. Ganz allein hätte ich es nicht geschafft, als ich nach einer Idee dafür, was ich für die Gläser benutzen konnte, suchte, hatte meine Schwester die richtige - Filmnegative!
Ich suchte mir eines vom Ende des Films aus, auf dem fast nichts war, schnitt zwei Stücke aus, klebte sie auf das Drahtgestell - dessen Bügel übrigens wirklich um die Ohren liegen, um die Brille an Ort und Stelle zu halten - und schnitt alles außenherum ab.
Das ist definitiv etwas, mit dem ich noch weiter experimentieren muß!

Barbie könnte ihre Brille auch absetzen und in ihre Tasche stecken. Ich bin mir fast sicher, daß die Tasche "gewoben" ist, auch wenn ich es nicht ganz festnageln kann, warum genau ich das denke, wahrscheinlich ist es eine Erinnerung irgendwo hinten in meinem Gehirn.
Schaut, sie hat sogar ihre Lieblingsanhänger drangemacht.


Ihr wißt, daß meine Puppen nicht ohne wenigstens ein kleines Schmuckstück können, oft ein Armband, einen Choker oder eine Halskette. Eine Halskette hätte in diesem Fall wegen der Träger nicht gut ausgesehen, also trägt Barbie nur ein süßes kleines Armband. Alles andere wäre zuviel gewesen.


Mir ist gerade aufgefallen, daß ich gar nichts über die Perlentechnik gesagt habe, die ich benutzt habe. Diesmal sind nur die Schuhe eine Mischung aus Herringbone und Peyote, alles andere ist in Peyote gearbeitet.

Nun, wir kommen zum Ende.
Danke, wenn ihr durchgehalten hbt, ich hoffe, euch hat gefallen, was ihr gesehen habt, und daß ihr auf das nächste Puppenprojekt freut. Ich schon!


Barbie ist ein eingetragenes Warenzeichen von Mattel, Inc. Ich bin in keiner Weise mit Mattel verbunden.

Freitag, 23. April 2021

Sind es die 80er? Teil 1


Der heutige Post gab mir die Chance, wieder mal eines meiner Barbie-Bücher herauszuholen. Ich habe sie schon lang nicht mehr durchgeblättert und ich fürchte, ich habe eine Menge vergessen, obowhl ich früher meist alle Accessoires, die zu einem Outfit gehörten, aufzählen konnte, die Namen und manchmal sogar die Nummern wußte.
Heute erzähle ich euch erstmal von der heutigen Barbie-Puppe *Seiten umblätternd* Sie ist Funtime Barbie #7192 von 1975/76, die es nur auf dem europäischen Markt gab, hergestellt in Korea, wie die Markierungen auf ihrem Hintern zeigen würden, wenn ich denn ein Bild gemacht hätte. Ihre blonden Haaren waren zu Rattenschwänzen gebunden, sie hat eine bewegliche Taille und Knickbeine.


Aus dem Buch "The Collectors Encyclopedia of Barbie Dolls and Collectibles" von Sibyl DeWein und Joan Ashabraner

Hier mußte sie sich vor Jahren einem kleinen Drahthäkelexperiment unterziehen, einem orangefarbenen Minikleid mit Samt darunter. War es hübsch? Nicht wirklich, obwohl sie sich nie beschwert hat. Es war einer meiner sehr frühen Versuche, bereit dafür, zerschnitten zu werden, als ich also eine ganze Ladung übriger rosaner Delica-Perlen hatte, war sie die erste in der Schlange für ein neues Outfit. Sie hat es dafür verdient, daß sie so lang so geduldig war ... und dafür, daß sie eine Art Muster auf ihren Beinen erlitt, das vom Draht herrührt.

Um dies Stellen zu verstecken, beschloß ich, Barbie einen engen, fast knielangen Bleistiftrock zu verpassen (ich war wild entschlossen, all die Perlenreste aufzubrauchen!), hinten mit einem Gehschlitz. Als ich so darüber nachdachte, wußte ich auch, was mich inspiriert hatte. In den 80ern hatte ich - und ich war nicht die einzige - Stretchdenim-Röcke wie diesen gehabt, kürzere, aber auch einen schwarzen, der bis zu den Knöcheln ging. Ich liebte diesen Rock, selbst wenn ich kaum darin laufen konnte *lol*
Ich trug auch dasselbe Rosa, nur als Blazer, obwohl es nie meine Lieblingsfarbe war, aber der Blazer hatte die besten Taschen, die beste Länge - in den 80ern konnten Blazer riesig sein und ich spreche nicht nur über die Schulterpolster - und er war im Angebot UND meine Größe!
Ganz offensichtlich dehnt sich Barbies Rock nicht, armes Mädchen, sie kann darin nicht mal richtig sitzen. Probleme einer Modepuppe ...


Was für ein Top sollte ich nun für sie machen?
Ich wollte einen frischen Look. Zuerst dachte ich an etwas Kurzes und Figurnahes, aber dann kam meine Inspiration von den luftigen und losen Strick- oder Häkelpullis, den jemand, den ich kenne, damals gerne trug. Zugegeben, diese ärmellosen Sommerpullis hatten gewöhnlich ein Lochmuster, aber ich war mir nicht so sicher, daß ich das hinbekommen hätte, stattdessen wählte ich also ein sommerliches Rosa und Weiß.
Es ist komisch, wie das, was ihr in Perlen seht, sich vor meinem inneren Auge wie das "echte" Stück darstellt. Ich kann fast spürgen, wie eine Sommerbrise durch diesen Pulli geht.
Um ihm ein kleines Extra zu geben, machte ich eine Art Schlüssellochausschnitt, indem ich die Träger an ihrem Hals überkreuzte.


Soweit so gut.
Als nächstes waren die Accessoires dran und wie gewöhnlich freute ich mich besonders darauf, sie zu machen. Ich weiß vorher nie, was ich genau machen werde, und diesmal hatte ich wirklich Spaß damit, etwas Neues auszuprobieren!
Ich will diesen Post nicht zu lang machen, aber ich hoffe, ihr seid morgen wieder für Teil 2 dabei, mit einem genaueren Blick auf die Accessoires :-)

Barbie ist ein eingetragenes Warenzeichen von Mattel, Inc. Ich bin in keiner Weise mit Mattel verbunden.

Donnerstag, 22. April 2021

Oldies but Goodies - Noch mehr Cabochons

Cabochons. Ich habe schon früher darüber gesprochen und wir hatten auch vor ein paar Jahren auch schon eine Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge mit diesem Thema. Ich bin mir sicher, daß wir noch einige mehr machen könnten mit all den Cabochons, die in den Schubladen unserer Mitglieder schlummern, lose oder bereits in fertigem Schmuck verarbeitet.
Cabochons waren die früheste Art, Schmucksteine zu behandeln, bevor Menschen das Edelsteinschneiden entwickelten. Sie haben üblicherweise eine flache Rück- und eine polierte, gerundete Vorderseite, keine Facetten. Opake Steine werden zu Cabochons verarbeitet, weil sie kein Funkeln haben, das durch Facetten verstärkt wird. Trotzdem findet man auch facettierte opake Steine, genauso wie man durchsichtige Steine findet, die nicht facettiert sind, sondern Cabochons.

Es gibt eine Familiengeschichte über ein Ringgeschenk. Die junge Empfängerin war nicht glücklich, weil der Ring einen opaken Cabochon hatte. Ich schätze, die meisten jungen Mädchen bevorzugen ein bißchen Funkeln oder wenigestens war das in meiner Jugend so, vor Urzeiten ;-) Ich brauchte sehr lang, um die Schönheit von opaken Cabochons anzuerkennen.

Menschen nutzen unterschiedliche Techniken, um Cabochons in ihrem Schmuck einzuarbeiten, Zargen- oder Krappenfassungen, Drahtwickeln und -weben inklusive der Netztechnik, Drahthäkeln oder -stricken, PMC oder Fimo, sogar Makramee mit Kordel oder Draht.
Cabochons können auch alle möglichen Formen haben. Sie kommen als Ovale, rund, quadratisch, rechteckig, Tropfen, aber auch in Freiform. Steinschneider haben endlose Phantasie!

Die JAC-Mitglieder haben so viele Schönheiten gezeigt, daß ich mich damit schwertat, etwas für die heutige Collage auszuwählen, also habe ich heute etwas mehr für euch ;-)


1/7/12 RioRita
2/9/11 Cat's Wire
3/8 Jewelry Art by Dawn
4/6/13 My Bijou Life
5/10 Silver Jewellery Girl

Montag, 19. April 2021

Die Mischung


I versuche meine Perlenbestellungen immer zu planen und trotzdem vergesse ich jedes Mal etwas.
Das erinnert mich an die alten Zeiten, wenn wir in die große Stadt fuhren, um die Plattenladenkette "Lerche" zu besuchen. Sie hatten vier Läden in der langen Fußgängerzone, die vom Hauptbahnhof zum Schloß und darüber hinaus führt. Ich war nie eine große Einkäuferin, aber im Moment vermisse ich das Gefühl, dort einen Spaziergang zu machen, schnell in diesen oder jenen Laden reinzuschauen, zwischendurch schnell was zu essen, etwas Geld auszugeben und daheim dann meine Schätze anzuschauen.
Die Ausflüge in die große Stadt waren kaum jemals spontan und trotzdem war ich nie vorbereitet. Ich dachte immer, daß mir ganz bestimmt einfallen würde, welche Platten ich unbedingt in meinem Leben brauchte, aber dann stand ich im Laden, Tausende von Platten um mich herum, und ich konnte mich an keine einzige erinnern, außer den beiden, die sie sowieso nie hatten. Es war einfach zu überwältigend. Gewöhnlich fiel es mir dann wieder ein, wenn wir auf dem Heimweg waren.

Perlenbestellungen sind einfacher, ich kann, naja, muß sie sogar online machen, weil es in meiner Stadt keinen Perlenladen gibt, ich kann also jederzeit bestellen. Ich versuche sie trotzdem zu planen, um für das oder die nächsten Projekte bereit zu sein, eine Farbe nachzufüllen, Farben vorauszusehen, die ich vielleicht brauchen könnte, und natürlich, um Porto zu sparen.
Diesmal habe ich 15er Rocailles in silber vergessen, die ich jetzt so gut hätte brauchen können. Soviel zur Planung.
Was ich die letzten Male allerdings immer bestellt habe, war eine Überraschungsmischung. Keine Perlensuppe, nur eine Mischung von Farben und Formen. Ich glaube, die Idee spricht so richtig das Kind in mir an. Als ich klein war, gab es bei uns Wundertüten, vielleicht erinnert ihr euch auch noch daran, mit Kaugummi und einer kleinen Figur darin. Das war dieselbe Aufregung, die ich jetzt spüre, wenn ich mein Perlenpaket aufmache. Ich versuche immer zuerst die Sachen auszupacken, von denen ich weiß, daß ich sie bestellt habe, um dann am Schluß zur Überraschung zu kommen. Ich bin ja so ein Kind, ich weiß!

Natürlich kann es ein Risiko sein. Einmal habe ich ein paar Perlenformen bekommen, die ich nie zuvor benutzt habe oder mit den ich mich schwertue, sie zu benutzen. Mit ein paar davon kämpfe ich immer noch. Genau wie das Risiko aber, Farben zu bekommen, die man normalerweise nicht bevorzugt, kann das die Kreativität anregen, was der zweite Grund dafür ist, daß ich dies bestelle. Vielleicht bekommt man ja sogar Farben, die zu benutzen man vorher nie in Erwägung gezogen hat, die aber schnell zu Favoriten werden.
Die letzte Perlenbestellung überraschte mich mit einem wunderschönen dunklen Rot. Das Röhrchen ist fast schon leer, ich hoffe, ich kann euch bald Bilder von diesem Projekt zeigen. Ich bin mir auch sicher, daß ich keine Probleme haben werde, all die hübschen Blautöne aufzubrauchen.

Was aber wirklich witzig war, waren die Röhrchen mit je einmal rosa und grau. Das Witzige daran ist, daß es genau das Rosa und Grau ist, das ich für ein bereits begonnes Projekt ausgesucht habe, welches aber zurückgestellt wurde, weil mir die passenden 15er Rocailles fehlten - die ich gerade gestern wiedergefunden habe. Vielleicht denkt ihr nun, daß die Verkäuferin sich noch daran erinnert hat, daß ich diese Farben schon einmal bestellt habe, aber tatsächlich hatte ich sie von einem anderen Shop ...
Was für ein Zufall!

Was regt eure Kreativität an?

Sonntag, 18. April 2021

Technikpannen

"Wir kennen sie alle, Techniken, die wir einfach nicht mehr betreiben können oder wollen, entweder weil wir nicht gut darin sind oder weil sie uns langweilen oder vielleicht sogar weil wir ihnen über die Jahre entwachsen sind."
Das war das Thema für den neuen Jewelry Artisans Community Blog Carnival. Es ist nicht unbedingt Versagen, weswegen wir bestimmte Techniken aufgeben, es kann alle möglichen Gründe außer den erwähnten haben, warum wir eine Technik hinter uns lassen oder auch ein anderes Handwerk, denn das passiert ja nicht nur beim Schmuckmachen. Ich habe zum Beispiel das Fimo auch wegen Katzenhaaren aufgegeben, was einfach dazukam, daß ich meiner Meinung nach nicht so gut mit Fimo konnte ;-)

Eine Schmucktechnik, die ich aufgab, ist in meinem Alltag immer noch recht sichtbar. Diese Strickliesel ist schon lang ein Katzenspielzeug und liegt deshalb immer auf dem Boden herum. Gundel ist allerdings nicht sehr interessiert, ich schätze also, es ist an der Zeit, sie wegzupacken. Ich habe sie sowieso nie viel benutzt, sie war bei einer kleineren Spule dabei.




Anders als viele Kinder hatte ich nie gelernt, eine Strickliesel zu benutzen. Nicht daß das schwierig wäre, ich hatte einfach nur keine.
Ich erinnere mich nicht mehr genau daran, warum ich die Spulen kauften, um sie für Draht zu benutzen, vielleicht war das einfach eine natürlich Entwicklung, nachdem ich mit Drahthäkeln angefangen hatte. Es ist schwer zu glauben, daß das mehr als zehn Jahre her ist!

Ich habe Stricklieselschläuche ohne und mit verschiedenen Perlen gemacht, in Silber und farbigem Kupfer, mit Bändern im Draht, aber meine Lieblingsstücke waren die, die ich nur aus Geschenkbändern gemacht habe. Leider stellten sich diese als überraschend anstrengend zu machen heraus, vor allem mein Favorit. Die Schlaufen war wegen der Breite des Bandes so breit, daß es schwere Arbeit war, sie von den Klammern zu heben, und ich mußte viele Pausen machen.
Hier sind ein paar meiner Stücke.
Wie ihr sehen könnt, sind die aus Draht sehr luftig, tatsächlich fast zu luftig für meinen Geschmack. Ich liebe regelmäßige "Maschen" und diese Schlaufen bekam einfach nicht regelmäßig hin. Wahrscheinlich hätte ich eine Strickliesel mit sehr kleinen Klammern gebraucht.
Entschuldigt auch die Bilder. Es sind frühe, ich bin inzwischen besser geworden ;-)




Mein liebster Bänderschlauch ... wißt ihr nun, warum ich diese so mag? Sehr regelmäßig!


Irgendwann lernte ich neue Techniken, die Strickliesel - die, die ich tatsächlich benutzte - wurde weggepackt, der Bilderordner wanderte ins "Archiv" und ich zog weiter.
So laufen die Dinge.
Tatsächlich war das letzte Jahr voller Perlen und sehr wenig Draht. Meine Häkelhaken haben einen langen Urlaub, es wird nicht viel gehäkelt oder gestrickt. Ich bin mir aber sicher, daß sich das wieder ändern wird. Ich plane nicht, meine Haken in die Vorratsschublade abzuschieben.
Wer weiß, vielleicht hole ich ja irgendwann sogar wieder die Strickliesel raus?

Wie oben schon erwähnt ist dies ein Blog Carnival. Wenn ihr wissen möchtet, welche Geschichten die anderen zu erzählen haben, schaut hier. Ich werde die (englischsprachigen) Links so hinzufügen, wie sie hereinkommen.

Silver Jewellery Girl (es ist nicht ein bestimmter Blogpost, also schaut euch um oder guckt in den JAC-Thread!)
My Bijou Life


Donnerstag, 15. April 2021

Oldies but Goodies - Weich

Ich weiß, daß ich ein paar Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenges auf meinem Blog verpaßt habe, überwiegend weil ich mit dem Frust über das ganze Corona-Ding kämpfe (ich weiß, daß ich damit nicht allein stehe), aber jetzt bin ich mit dieser hier zurück.
Das Thema war "soft", was alles bedeuten konnte, weiches Material wie Stoff, Kordel oder Filz, sanfte Farben oder sogar einen sanften Look des Designs selber.
Wir freuen uns auch, ein neues Mitglied mit ihrer wunderschönen Sakura-Halskette begrüßen zu dürfen. Ich finde, sie paßt sowohl für die sanften Farben als auch den sanften Look. Ich hoffe, auch die anderen Designs werden euch gefallen.

1 Silver Jewellery Girl
2 My Bijou Life
3 Jewelry Art by Dawn
4 Cat's Wire

Sonntag, 4. April 2021

Gavin, der Pud..., ähm, der Eisbär

Wundert ihr euch über den Titel? Nun, um ehrlich zu sein, sollte Gavin, als ich hiermit anfing, ein Pudel werden. Ich hatte ja nicht erwartet, daß es gleich klappen würde, aber ich erwartete auch nicht, daß sich die Dinge ganz so dramatisch ändern würden ;-)
Keine Ahnung warum, aber meine Nadelfilztiere neigen dazu, eher mollig zu sein. In diesem Fall gab es jedoch keine Chance, dieses wachsende Stück Filz einen molligen Pudel zu nennen. Stattdessen wurde es zu einem größeren Hund (dem ich zunächst Wuschelfell gab), dann dachte ich, daß mich da tatsächlich ein Eisbär anschaute, auch wenn es noch nicht wirklich ein Eisbär war und zu dem Zeitpunkt noch keine Augen hatte.

Nachdem ich das aber geändert habe, ist Gavin nun bereit dazu, hallo zu sagen.


Montag, 29. März 2021

Jessica geht auf Reisen

Eine Woche später und Jessica hat endlich das Outfit zu ihrer perlenbestickten Übernachtungstasche ausgesucht.
Sie wollte, daß es modisch und doch bequem, klassisch aber nicht langweilig ist.

Der weiße Pulli ist eine moderate A-Linie und hat einen nicht umgeschlagenen Rollkragen, der den Hals komplett bedeckt. Der Saum hat einen dekorativen Spitzenlook.
Die kurzen Ärmel sind, um etwas Abwechslung hineinzubringen, anders gewebt.

Jessica trägt gern lange und große Ketten über ihrem Pullover. Hier hat sie eine Y-Kette in Kupfer gewählt, mit einem Kristall und einer großen (aus ihrer Sicht) Süßwasserperle. Die Braun- und Weißtöne passen so gut zu ihrem Outfit und den Accessoires!


Um ihrem Outfit ein bißchen Farbe zu geben, hat Jessica zu ihrem schmalen Schal in multicolor gegriffen. Schon ein Hauch von Gelb läßt die Sonne herauskommen, sagt sie.
Sie kann ihn so tragen, aber auch um den Kopf.



Zu ihren Lieblingshosen gehören diese Palazzohosen. Sie sind weit und bequem und auch wenn sie auf den ersten Blick blau aussehen, sieht man doch diesen schönen Goldton, der noch dabei ist, wenn man genauer hinschaut. Es ist eine von Jessicas Lieblingsfarben (und meine ;-)).
Sie hat sich überlegt, Stiefel dazu zu tragen, aber am Ende hat sie sich doch für ihre braunen Slipper entschieden. Man weiß nie, wieviel man laufen muß, wenn man Sightseeing macht.



Nun das ganze Outfit auf einem Bild ... Jessica sieht doch ganz zufrieden damit aus, findet ihr nicht?

Ups, die Tasche darf nicht vergessen werden. All ihre wichtigen Sachen sind da drin, meint sie, obwohl sie sich geweigert hat, mir zu zeigen, was genau sie mitgenommen hat.
Ich habe den Verdacht, daß sie mein Snackregal für ihre Reise geplündert hat, und diese Tasche sieht schwer aus! Sie sollte mir mal besser ein paar Souvenirs mit heim bringen  :-)

Jessica war ein Markenzeichen der Topper Company. Ich bin in keiner Weise mit Topper verbunden.


Sonntag, 21. März 2021

Perlenbestickte Miniaturtasche

Normalerweise läuft es andersherum. Ich mache ein Puppenoutfit und dann mache ich die passenden Accessoires dazu. Ich schätze, diesmal läuft das nicht so, aber geplant war das nicht.

Tatsächlich arbeite ich gerade an einem Barbiepuppen-Outfit, genau gesagt am Oberteil. Mitten in diesem Projekt ging mir aber eine Perlenfarbe aus. Kein Problem, wer mag keine Perlenbestellung? Ich optimiere meine Perlenbestellungen jedoch gerne, liste also noch immer auf, was genau ich nehmen soll.
In der Zwischenzeit fing ich eine neue Idee an, eine perlenbestickte Handtasche für Barbie. Ich habe Taschen mit Perlen gewebt, in Ziegelstein- und Peyotestich gemacht, aber ich wollte etwas Stabiles haben, mit Futter, etwas, das sie nicht im Kaufhaus, sondern im Fachhandel besorgt hat. Das ist eigentlich irgendwie komisch, denn ich würde selber nie in einen solchen Laden gehen, ich brauche nur meinen geliebten Kätzchenshopper.
Nur damit ihr es wißt, Barbie mochte ihre neue Handtasche nicht, und ich verstehe auch warum. Nachdem ich angefangen hatte zu sticken, wurde schnell klar, daß es weder farblich noch im Stil zu ihrem Outfit passen würde, also wird sie irgendwann etwas ganz anderes bekommen.

Mein Plan war es, diese Tasche nicht flach zu machen wie die Tragetaschen, die ich früher gemacht hatte, weil ich etwas (was auch immer das sein würde) hineintun wollte.
Ich fing damit an, das Trägermaterial für die Perlen auszuschneiden, ein großes Rechteck, das ich mit kleineren für die Vorder- und die Rückseite und die Klappe markierte. Ich wollte es mit Perlen besticken, dann das Ultrasuede als Futter annähen und schließlich alles zusammenfalten und die Nähte schließen.
Es hört sich einfacher an, als es dann war. Meine Maße waren zwar nicht falsch, aber ich hatte nicht einberechnet, wieviel dicker die Perlen und das Ultrasuede mein Stück machen würden, wodurch es schwieriger zu falten und richtig zusammenzunähen war. Ich hätte die Klappe zum Beispiel gerne etwas länger gehabt, was sie an einem flacheren Stück auch gewesen wäre.

Ich wollte eine Art Knopf oder Haken an die Vorderseite nähen, das sollte dann durch ein Loch in der Klappe gehen, aber weil diese nicht so lang wie geplant war, mußte ich stattdessen eine Lasche machen.

Es gab noch ein paar andere Dinge, die ich beim Zusammennähen der Nähte lernte, falls ich also jemals nochmal eine machen werde, weiß ich, worauf ich im Vorfeld achten muß.
Ich bin trotzdem noch sehr glücklich mit dem Ergebnis, ich wünschte nur, es hätte nicht soviel länger gedauert, als ich erwartet hatte. Nicht daß mir das nicht die ganze Zeit passieren würde, wenn ich es mir so überlege ;-)
Ich bin schon am Überlegen, auf welch andere Art ich Miniaturtaschen machen kann.




Da Barbie sich gegen diese Tasche entschied, hat Jessica sie sich mal angeschaut. Sie meinte, sie brauche eine Übernachtungstasche und denkt, daß sie dafür geeignet ist. Sie hat es mit einem kurzen Kleid und einer Bluse ausprobiert. Und jetzt möchte sie ein Outfit, das dazu paßt.
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