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Samstag, 18. April 2026

Einfach nur so Samstag - Die kleine Welt

Diesmal spreche ich nicht darüber, wenn man herausfindet, daß die neue Freundin auch eine Freundin eures Cousins zweiten Grades ist, von dem ihr erst gestern erfahren habt, oder irgendetwas in der Art.
Ich spreche von der Welt der Miniaturen.

Als Kind wollte ich soo gern ein Puppenhaus haben, aber das war eine Frage von Platz und wahrscheinlich auch Geld. Ich hatte jedoch Glück, meine Freundin hatte eins. Wißt ihr, was echt komisch ist? Wir haben gar nicht mal soviel damit gespielt. Wir haben die Puppeneltern ins Bett gesteckt, um sie aus dem Weg zu haben (manche Puppen sitzen nicht so gut aufrecht, aber man kann nie damit falsch liegen, sie ein schönes Nickerchen machen zu lassen), und die drei Kinder gingen dann auf Abenteuer - was jetzt, da ich drüber nachdenke, so ziemlich nach den fünf Freunden oder den Lockett-Kindern und all den anderen klingt ...
Meine Freundin hatte eine Menge Platz und wir schickten die Kinder in den Wilden Westen, auf Berge und in Höhlen und so weiter. Was ich an dem Haus (sehr 70er) übrigens am meisten liebte, war der weiße Stutzflügel und der Weihnachtsbaum.

Dann gab es da noch die antiken Puppenläden und das Puppenhaus im "Storchen", unserem Heimatmuseum. Die waren natürlich hinter Glas. Sogar jetzt noch sind mir die Spielzeuge das Liebste am Museum.

Als Erwachsene bekam ich ein Puppenhaus, aber es wurde recht schnell ziemlich vernachlässigt, da es wegen der Katzen außer Reichweite gestellt werden mußte. Es war schlimm genug, daß ich andauernd Steifftiere vom Boden aufheben mußte, ich wollte nicht auch noch nach winzigen Teilchen suchen müssen.
Irgendwann verschenkte ich die Möbel und behielt nur ein paar Sachen wie die Katze auf dem Kissen (kaum überraschend).
Das bedeutet aber nicht, daß ich Miniaturen nicht mehr liebe. Ganz und gar nicht! Als mir also ein Familienmitglied erzählte, daß sie welche geschenkt bekommen hatte, wollte ich die natürlich unbedingt sehen - und Bilder machen.

Mein Favorit ist das gute alte Telefonbuch,
in diesem Fall "Das Örtliche" für lokales Gewerbe,
und übrigens, das rote Buch ist handgemacht!


Ich liebe die winzigen Bauklötzchen, aber die Fadenspulen
liebe ich sogar noch mehr!


1. Kaffeemaschine und Kasserolle (für Frühstückseier vielleicht?)
2. Die Teller, Serviettenhalter, Platte, Blumentopf und Kerzenhalter
sind sehr hübsch handgemacht
3. Verschiedene Küchenutensilien
4. Zwei Arten von Besteck, so goldig!


Die Waage funktioniert, aber die Gewichte sind
eingeklebt (gute Idee).
Ich liebe den Fischtopf, könnt ihr das an der
Nahaufnahme erkennen?


Amerikaner benutzen "Mason jars", wir Deutschen haben natürlich
Weckgläser zum Einwecken. Ich finde es herrlich, daß daraus sogar ein
eigenes Wort entstanden ist.
Ich liebe auch den altmodischen Buttermixer (der wirklich
funktioniert, ich meine, er bewegt sich, ich habe nicht versucht, Butter
damit zu machen) und den vintage Fleischwolf.


Weihnachten!! Ich liebe die glänzenden Christbaumkugeln einfach.
Sie haben ein kleines Geheimnis. Sie haben nämlich ein Loch unten,
woraus ich schließe, daß sie aus den Glasperlenketten gemacht sind,
wie sie zum Beispiel in Gablonz (Jablonec nad Nisou) hergestellt
wurden und werden. Perlen konnten/können einzeln oder in
Gruppen abgeschnitten und dann mit Hilfe von Draht zu
aufwendigem Weihnachtsschmuck verarbeitet werden, wie in
den Stücken, die ihr hier finden könnt.


Ich hoffe, ihr hattet Spaß an diesem kleinen Ausflug in die Miniaturenwelt.
Für den Fall, daß ihr an der Psychologie hinter der Liebe zu winzigen Dingen interessiert seid, habe ich aus den vielen Artikeln, die es zum Thema gibt (allerdings englische, denn bei deutschen habe ich hauptsächlich etwas über das Anmalen von Miniaturen gefunden), zwei ausgesucht - hier und hier.
 

Mittwoch, 23. November 2022

Die Laterne

Vor ungefähr einem Monat habe ich euch meine handgemachten Miniatur-Ordner gezeigt und euch versprochen, ein Bild des Büros in der Laterne, für das ich sie gemacht habe, nachzuliefern, wenn es erst einmal fertig ist.
Wie erwähnt, ist die Laterne ein Abschiedsgeschenk für eine liebe Kollegin, die in der EDV-Abteilung arbeitet, weshalb meine Freundin die Idee zu einem Minibüro hatte.


Sie hatte auch die Idee, die elektronischen Geräteminis - ich bezweifle, daß jemand von uns dreien, die an dieser Kollaboration beteiligt sind, schnell etwas Handgemachtes hinbekommen hätte, also sind sie im Laden gekauft - und Filz in der Farbe des Teppichs bei der Arbeit zu besorgen, und das fand ich am besten, eine Spielfigur, die sie ruchlos ihrer Mutter stahl, in eine Schreibtischlampe zu verwandeln, eine Idee, die dann ihr Mann umsetzte.
Dann machte sie den kleinen Block von Klebezetteln für den Schreibtisch und legte noch eine extra große Notiz als Erinnerung an eine Verabredung dazu.

Ihr Mann, der talentiert im Umgang mit Holz ist (ich freue mich schon darauf, den wunderschönen Schwibbogen aufzustellen, den er für mich gemacht hat), entfernte die hölzernen Streben vom Glas, damit man das Büro auch bei geschlossener Tür gut sehen kann, dann machte er den tollen Schreibtisch und das Wandregal und brachte die LEDs an.

Ihr wißt schon, daß ich den Papierkorb und die Ordner gemacht habe, dann entwarf ich noch ein schnelles Poster mit einem EDV-Witz, das meine Freundin ausdruckte und mit Klebestreifen an die "Wand" klebte. Klebeband ist bei der Arbeit allgegenwärtig.
Aus dieser Sicht ist es etwas schwierig zu sehen, aber die zwei grünen Dinger auf dem Schreibtisch sind dicke kleine Bleistifte, die ich aus einem hölzernen Schaschlikspieß und Etikettenschnipseln gemacht habe, grün angemalt, um an einen bekannten deutschen Bleistifthersteller zu erinnern.

Auf diesem Bild könnt ihr die Details etwas besser sehen.


Ich kann mir sogar vorstellen, daß unsere Kollegin das kleine Büro noch etwas mehr ausstatten kann, falls sie Lust dazu hat.
Es hat großen Spaß gemacht, und hätten wir zusammenkommen können, um hieran zu arbeiten, wer weiß, was uns noch alles eingefallen wäre? Ich finde, wir geben ein ganz schön gutes Team ab!

Zu guter Letzt ist hier ein Bild der ganzen Laterne.

Mittwoch, 26. Oktober 2022

Mini-Ordner

"Wie wäre es mit dem Miniatur-Laptop, Tablet und Handy und vielleicht die Bücher? Schau dir diesen Schreibtisch an, G. wird so einen machen." "Großartige Idee! Ich könnte versuchen, einen Papierkorb zu machen. Und wie wäre es mit Ordnern statt Büchern? Ich schaue mal, ob ich online etwas finden kann."
Dieses sehr gekürzte Gespräch zwischen meiner Freundin und mir drehte sich um ein Geschenk, das unser Standort einer lieben Kollegin, die uns verläßt, schenken möchte. Sie arbeitet in der EDV und, von einer Laterne mit einer Elfentür und Accessoires inspiriert, hatte meine Freundin die Idee, ein kleines Büro in einer Lampe zusammenzustellen.


Also machten wir uns alle an die Arbeit, meine Freundin ging los, um die Laterne zu besorgen und etwas Filz, der wie der Teppichboden bei der Arbeit aussieht, ihr Mann machte den Schreibtisch und ich suchte nach Ordnern.
Der Papierkorb kam allerdings als erstes dran. Ich nahm braunen Draht, häkelte eine Scheibe für den Boden, um ihn stabil zu machen, und strickte den Rest, damit man sehen kann, was im Korb ist, zum Beispiel kleine Papierkugeln und zerknüllte Taschentücher, aber das erst dann, wenn alles zusammenkommt.
Online fand ich Ordner, dachte mir aber, daß ich die wahrscheinlich selber machen könnte. Spoileralarm, ich konnte und dabei habe ich mich nur einmal an einem festgeklebt!

Meine Freundin scannte einen echten Ordner ein und ich druckte den Scan auf Etiketten aus. Ich klebte sie auf gefaltete Pappe, die auf etwas größer als zwei Zentimeter zugeschnitten wurde, klebte handgemachte Etiketten mit Stichwörtern auf die Rücken und bohrte Löcher hinein.
Leider waren alle meine Biegeringe zu groß für die Schlitze auf dem Deckel (die etwas schwer an dem liegenden Ordner zu erkennen sind), aber nachdem ich die Ordner mit Pappleporellos gefüllt hatte - Pappe, um ihnen etwas Gewicht zu geben, Leporellos, weil es einfacher war, sie einzukleben - wäre ohnehin nicht mehr viel Platz für Ringe gewesen. Ich glaube, man versteht es trotzdem.
Das Nette war, daß ich nicht einmal zu sorgfältig sein mußte, weil die Ordner aussehen sollten, als wären sie schon lang in Gebrauch, genau wie manche unserer echten Ordner bei der Arbeit.



Wenn erstmal alles beieinander und zusammengestellt ist, werde ich davon auch ein Bild zeigen.
Ich hoffe, es gefällt unserer Kollegin!

Montag, 31. Mai 2010

Die Frau hinter dem Drachen - ColtPixy


Ihr kennt Tomomi, meinen Drachen. Dies war das allererste Bild, das ich von ihr zu sehen bekam. Ihre Schöpferin war zu dem Zeitpunkt noch nicht ganz zufrieden, wollte mir aber einen ersten Blick gönnen. Ich war sofort verliebt und ihr wißt, das bin ich immer noch.
Aber so sehr, wie ich verliebt war, war ich auch beeindruckt.


Lernt ColtPixy kennen, die Frau hinter dem Drachen.
Ich war schon zuvor durch ihr Studio gewandert, auch wenn leider nur online, obwohl es großen Spaß machen muß, es in der Realität zu tun, um ihre Projekte und Werkzeuge zu sehen, und um ihr zuzuhören.


Als Gildenmeisterin der Polymer Clay Smooshers auf ArtFire macht sie einen großartigen Job, indem sie das Rudel zusammenhält (keine leichte Aufgabe, würde ich sagen!), bloggt, wirbt und inspiriert.

Als Künstlerin - ich rede hier jetzt nur vom Fimo, obwohl es davor noch soviel anderes gab - hat sie Schmuck gemacht (ich liebe meine Kette mit den zickigen Erbsen, die meinen Kollegen zeigt, in welcher Stimmung ich bin ;-)), Zubehör, aber momentan gehört ihr Herz den Miniaturen. Persönlich denke ich, daß ihr Herz ihr definitiv den richtigen Weg gewiesen hat, da sie ein paar fabelhafte Miniaturen geschaffen hat!

Ihr wollt Beispiele? Jaja, beruhigt euch, hier sind sie schon!



Und wißt ihr, was das beste daran ist? Ihr könnt sie in ColtPixy's ArtFire-Studio bekommen! Worauf wartet ihr? Rennt!!!
Stop!! Wartet noch einen Moment, ich habe etwas vergessen. Wenn ihr ColtPixy's kreativer Reise folgen möchtet, geht auf
ihren Blog and schaut ihn euch an. Ok, und nun los, los, los! ;-)

Sonntag, 28. Februar 2010

Vitamine für alle!

Barbie sitzt gern im Gras im Garten, genießt die Sonne und sie hat sogar daran gedacht, genug zu essen mitzubringen. Wenn sie doch nur auch ihren Strickkorb oder ein Buch mitgenommen hätte!


Eins ist sicher, sie wird abends nicht sehr hungrig sein, wenn sie all dieses Obst ißt - Bananen, Äpfel, eine Birne und eine Orange.



Chris wartet auf ihre Freunde. Es ist warm draußen und deshalb hat sie für die Spielpausen etwas frisches Obst vorbereitet. Sie hofft, daß sie zuerst den Apfel erwischt, so saftig und süß!



Beide Schalen sind von mir aus beschichtetem Kupferdraht gehäkelt und mit handgemachtem Fimo-Obst gefüllt. Sie sind in meinem ArtFire Studio erhältlich. Ich hoffe, dies ist nur der Anfang, da ich noch mehr Ideen habe, wenn auch keine Zeit! ;-)

Barbie und Chris sind eingetragene Marken von Mattel. Ich bin nur eine bescheidene Sammlerin und in keiner Weise mit der Firma verbunden und vertrete nicht ihre Meinung.