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Montag, 5. Oktober 2026

Doppelt plagt euch, mengt und mischt!

... Kessel brodelt, Feuer zischt."

Es ist Zeit für Halloween-Schmuck, findet ihr nicht? Und von wem könnte man da besser inspiriert werden als von Shakespeares Hexen? Oder eigentlich einer von ihnen. Nun ja, zumindest nachdem ich den Plan mit den Spinnen aufgeben mußte, weil von einer davon etwas Emaille absprang, als ich sie kaum angefaßt hatte (was mich traurig machte, aber ich habe jetzt etwas anderes für sie im Sinn).

Es begann mit ein paar mattorangefarbenen Perlen, die ich in meiner Schublade fand, und Schwarz gehört natürlich zur Grundausstattung.
Ich probiere immer noch verschiedene 3D-Formen aus und das lange Oval schien als Kombination mit den schwarzen Spinnen, deren Beine sich auf beiden Seiten ausstrecken, die beste Wahl. Als sie aber ausschieden, mußte ich nach etwas anderes suchen. Ich hatte gehofft, welche von Nittas (von Corvus Ceramics) Kürbissen zu finden, wie dem hier, den ich für einen meiner Drahthäkelkörbchen verwendet hatte.
Ich bin mir so sicher, daß ich noch welche habe, aber wahrscheinlich sind sie an einem sicheren Ort ...


Tatsächlich glaube ich, daß eine kleine Hexe sie vor meinen Augen verborgen hat.
Die Hexe war in meinem Vorrat gewesen, nun ... könnt ihr es fassen ... seit Januar 2012. Das ist ziemlich peinlich und es ist kein Wunder, daß sie dringend aus dieser Schublade raus wollte. Ich habe sie mehr als einmal aus der Schublade heraus Flüche in meine Richtung rufen gehört und es hat schon etwas Beunruhigendes, das zu hören, vor allem im Dunkel der Nacht.
Wieviel perfekter hätte sie für dieses Projekt noch sein können?


Ich liebe ihr blaues Haar, die
Bäckchen, ihr Nase und das Kinn,
sogar die Warze!
Ich bin überzeugt, daß sie nicht so
gemein ist, wie sie es einen
gern glauben machen möchte.

Manchmal muß man nur etwas warten können, bitte schön, ein Paar nicht zusammenpassende Ohrringe. Ihr würde eine Hexe doch auch nicht von ihrem brodelnden Kessel trennen wollen, oder?


Diese witzigen Lampworkperlen wurden von meiner Freundin Laney von Izzybeads gemacht, die das Spielen mit Glas leider aufgeben mußte, was dieses Paar Ohrringe für mich extra besonders macht.

Sonntag, 20. September 2026

Die Arbeitsbox und was diesmal dabei herausgekommen ist

Ich möchte euch von meinen Arbeitsboxen erzählen. Im Moment habe ich leider mehr als eine.
Es gibt Zeiten, da bin ich schrecklich, was die Organisation meiner Perlen betrifft. Nicht im Allgemeinen. Ich habe Vorratsboxen und -schubladen für meine Perlen und sortiere nach Typ.
Das Problem ist, daß Perlen, die für ein Projekt dort herauskommen, nicht unbedingt wieder darin landen, wenn ich fertig bin. Stattdessen wandern sie in Arbeitsboxen
. Da ist zum Beispiel eine Box mit einer kopflosen Barbie darin, für die ich im Frühling angefangen habe, ein Outfit zu fädeln. Ich hatte an einer Stelle Probleme, also mußte ich eine Pause einlegen. Da Outfits direkt auf die Puppen gefädelt werden, muß ich die gesamte Puppe festhalten - darum muß auch der Kopf runter, um Halsrisse durch das viele Drehen zu vermeiden - und das kann sehr unbequem sein. Bisher habe ich die Motivation für einen neuen Versuch noch nicht aufgebracht.

Vorratsbox, die für den Moment zur Arbeitsbox wurde.
Perlenröhrchen neigen dazu, übereinander zu fallen,
wenn man die Box bewegt. Und es ist immer Faden
darin und manchmal kleine Teststücke, aber die
sind hier unter dem Deckel versteckt.

Eine Arbeitsbox kann eine ganze Weile herumstehen. Vielleicht suche ich Perlen für ein anderes Projekt aus und sie enden anschließend in der Box. Irgendwann mache ich es mir dann zur Herausforderung, etwas nur aus dem machen, das in der Box ist, das kann echt Spaß machen. Meistens beginnt ein Stück als vage Idee und verändert sich dann komplett.
Meine aktuelle Box ist tatsächlich die Vorratsbox für die Würfelperlen. Es sind auch noch ein paar andere Perlentypen darin, die in derselben Überraschungsbestellung waren und nicht aufgeräumt wurden. Darunter sind lange Stäbchenperlen.
Ich benutze Stäbchenperlen nicht oft. Es sind ein paar in Christbaumhängern und ich habe eine ganze Ladung in meinen ersten Perlenstickturnschuhen aufgebraucht, aber das waren kürzere.


Diese gedrehten Stäbchenperlen aber sind 12 mm lang und ich hatte nicht mal vorgehabt, sie zu benutzen, weil ich keine Ahnung hatte wie.
Was ich machen wollte, waren ein paar einfache Perlendreiecke, um einen Charm in die Mitte zu hängen. Ich habe nie ein Dreieck gefädelt, kein glattes, keins in 3D, also ging ich auf YouTube, um eine Vorstellung zu bekommen ... und kam wieder einmal vom Weg ab, als ich ein Tutorial mit Delicas, aber auch 6 mm Stäbchenperlen sah.
Es ist eins dieser graphischen 3D Tutorials, und da ich mit Tutorials sowieso ein Problem habe, mußte ich mich erst an das Format gewöhnen und so einige Fehler durch Auftrennen ausbügeln.


Das sind echt große Dreiecke, jede Seite 6 1/2 cm.
Es ist wirklich schön, wie die gedrehten Stäbchen das Licht einfangen, und auch hier mag ich den Kontrast zwischen matt und glänzend in den Würfeln. An diesen Babys ist nichts unauffällig!


3D Peyotedreiecke bestehen aus zwei Schichten, die in der letzten Reihe verbunden werden. Die zweite Schicht machte mir klar, daß ich richtig schlecht darin bin, im Uhrzeigersinn zu arbeiten. Notiz - nächstes Mal anders machen.
Oh, und die Anhänger? Die wären selbst mir hier eindeutig zuviel gewesen.


Vielleicht sollte ich dasselbe Design mit kleineren Stäbchen und Delicas ausprobieren? Den Würfeln erstmal ade sagen und eine neue Arbeitsbox anfangen? Spoileralarm - kleineres Design ja, neue Box nein.

Montag, 24. August 2026

Drachen und Würfel - Die großen

Vor einer Woche habe ich darüber gepostet, wie ich 1,8 mm Würfelperlen für eine Drachenform verwendet habe, und habe diesen Post über die Verwendung von 3 mm Würfeln angekündigt.
Diese größeren Perlen und ich haben ein etwas angespanntes Verhältnis. Als ich anfing, mit Draht erst zu häkeln und dann zu stricken, sagte mir eine Freundin, daß sie große Würfel- und Dreiecksperlen habe, die einfach perfekt wären. Sie waren Überbleibsel aus ihren Perlenfädelzeiten - das hätte eine Warnung sein müssen, wenn sie nicht wußte, wie sie sie benutzen sollte, wie sollte ich? - und sie würde mir einen guten Preis machen.
Am Ende gab ich nach und bereute es buchstäblich jahrelang. 
Die Dreiecksperlen waren leichter zu benutzen, aber die Würfel - es war eine solche Menge und sie waren zu schwer, um wirklich viele davon in Schmuckstücken zu benutzen ... und ich kann nicht mal sagen, wie oft ich etwas ausprobiert und dann wieder auseinandergenommen habe. Schließlich habe ich so einige in meinen "Ananasscheiben", sprich Weihnachtsschmuck verwendet.


Ein Experiment aus der Zeit, als ich auch noch mit dem Perlenweben anfing, war, sie da einzusetzen. Wo die Würfelchen aber ganz gut funktionierten, sahen die großen irgendwie falsch aus und fühlten sich auch falsch an.
Irgendwann schnitt ich das eine Armband, das ich gemacht hatte, wieder auf und das große Perlenröhrchen wanderte in die Dose mit all meinen Würfelchen, wo ich es jetzt wiedergefunden habe.
Vor Jahren hatte ich einen regelmäßigen "pack die Vorräte an"-Tag auf meinem Blog, um mich selber dazu zu motivieren, richtig alte Materialien aufzubrauchen - vielleicht war es an der Zeit, dieses Perlenröhrchen anzupacken ...

So sind dann also diese zwei Paar Ohrringe entstanden (und nun sind nur noch ungefähr ein Dutzend Perlen übrig, was ich Erfolg nenne).
Ich bin mir sicher, ihr habt schon die Ohrringe gesehen, die ein gefädeltes Dreieck oben haben, manchmal auch eine Raute mit vier gleichlangen Seiten, in einer oder mehreren Farben, manchmal mit einem Muster und Fransen.

 
Mein eigenes "Jaws"-Design

Das hier ist dieselbe Idee, nur eben mit "Würfeldrachen".
Für die Fransen habe ich in meinen Vorrat aus winzigen Kristallen gegriffen - und prompt eine Ladung davon in der Gegend herumgeworfen 
😂
Es ist schwierig in einem Bild einzufangen, aber ich mag den Kontrast von matt und funkelnd recht gern.
Welche Version gefällt euch besser?


Montag, 17. August 2026

Drachen und Würfel - Die winzigen

K was a kite
Which flew out of sight,
Above houses so high,
Quite into the sky.
 
K war ein Drachen,
der außer Sichtweite flog,
über Häuser so hoch,
ziemlich weit in den Himmel.


(Aus dem Nonsens-Alphabet
von Edward Lear)


Ich liebe winzige Würfelperlen, als ich also vor ein paar Jahren ein Überraschungssortiment zum Sonderpreis von einem der Perlenshops, von denen ich bestelle, bekommen konnte, bin ich sofort darauf angesprungen.
Dann erinnerte ich mich, daß ich, so niedlich sie auch sind, immer ein wenig Probleme damit hatte, was ich mit ihnen anfangen sollte. Ich habe damit gewebt (das Ergebnis ist steifer als mit Rocailles oder Zylinderperlen) ...



... sie mit Draht verstrickt (so flexibel) ...



... Ich habe sie in Peyote verarbeitet, in der Runde und gefaltet ...



... und hatte immer noch eine Schachtel voller Würfelröhrchen (die Bilder zeigen nicht mal alles, was ich gemacht habe).
Als ich also auf ein schnelles Tutorial für eine gefädelte Drachenform stieß, dachte ich mir, ich könnte das ja mal probieren (das ist nicht die einzige Anleitung dafür, sondern die erste, die in meinen Empfehlungen auftauchte, aber sie ist gut verständlich), aber mit Würfeln statt Zylinderperlen.
Ich machte erst ein Teststück in Delicas und beschloß sofort, daß ich statt des Originaldesigns Variationen davon machen wollte und schnitt das Teststück wieder auf.
Dies sind die bisherigen Ergebnisse.

Die Drachenform erinnerte mich an Art Deco-Muster und inspirierte dieses Design. Simpel aber mit einer auffallenden Farbkombination.


Auf Englisch heißen Drachen "kites", angeblich nach den gleichnamigen Raubvögeln, bei uns Milan genannt.
Ich ließ mich stattdessen vom deutschen Namen inspirieren, fädelte eine kleinere Version des ersten Designs und hängte unten Drachencharms daran. Leser*innen, die schon eine Weile dabei sind, wissen, daß ich einem hübschen Gebamsel nicht widerstehen kann und ich liebe diese 3D-Drachen!


Ich probierte außerdem ein Paar Ohrringe aus, für die ich nur die offene V-Form in einer Kombination aus klaren, perlweißen und mattschwarzen Würfeln benutzte.
Obwohl mir die Farbkombination gefiel, war ich mit dem Aussehen insgesamt nicht ganz glücklich, werde also noch etwas damit herumspielen.

Delicas, wie sie im Tutorial benutzt werden, sind sehr einheitliche Perlen, die Würfel nicht ganz so sehr, obwohl ich die aussortiere, die viel zu groß oder krumm sind. Also war es eine nette Überraschung, wie gut es dann doch geklappt hat.

Würfel machen das Design auch etwas steifer, was für Ohrringe gar nicht so schlecht ist.
Diese Perlen gibt es in unterschiedlichen Größen, erwartet also einen weiteren Post mit ein paar "großen" (3 mm statt 1,8).

Sonntag, 10. Mai 2026

Eine Kette aus Herzen

Die Perlen haben schon eine Weile recht laut nach mir gerufen, aber da sich mein Daumen blöd anstellte, kamen die großen Projekte auf meiner Liste immer noch nicht in Frage, also dachte ich mir, es müsse etwas Einfaches her, um sie erstmal zufriedenzustellen.
Einfach bedeutet normalerweise etwas, über das ich nicht groß nachdenken muß - Experimentieren bedeutet oft wieder Auftrennen und mehrere Versuche - und bei dem ich leicht eine Pause machen kann, ohne daß das Risiko besteht, daß es sich in einen Fall für die berüchtigte WIP-Schublade verwandelt.

Diese Kette von Herzen war das perfekte kleine Projekt dafür. Ohrringe sind nicht meine Stärke, weil ich mich oft nicht daran erinnere, was ich beim ersten genau gemacht hat (Experimente!), um das beim zweiten zu wiederholen, oder mir wird es nach dem ersten einfach langweilig.
Für dieses Paar habe ich in den letzten paar Wochen immer nur ein Herz auf einmal gemacht, schnell genug, damit es nicht langweilig wurde oder meine Hand überanstrengte.


Ich habe perlweiße Rocailles in den Größen 8, 11 und 15 benutzt.
Ursprünglich hatte ich geplant, für ganz unten winzige Keramikherzen zu benutzen, die meine Freundin gemacht hatte. Ich hatte sie extra hierfür an einem sicheren Ort untergebracht ... Ähm, weiß irgendjemand, wo dieser sichere Ort ist? Ich habe die Sternchen gefunden, die Eulen, die Füchse, die Blaubeeren ... ich habe alles außer dem Herzchen gefunden. Also beschloß ich, das erste Mal Herzen in der Größe 15 zu probieren, und obwohl es ein bißchen fiddelig war, finde ich, daß sie sehr süß geworden sind.


Ich habe keinen Zweifel daran, daß die Herzchen in den nächsten paar Tagen auftauchen werden, jetzt da ich sie nicht mehr unmittelbar brauche.
Da nun der Farbtupfer von den Keramikherzen fehlte, machte ich stattdessen eine Verzierung aus Silberperlen.
Findet ihr, ich hätte Herzchen in einer völlig anderen Farbe machen sollen?

Sonntag, 21. Dezember 2025

Santa Tabby

Ich muß das hier mit einem Geständnis anfangen. Wenn ich online nach etwas Bestimmtem suche, kann ich nie widerstehen, auch in die Sonderangebote reinzuschauen. Das heißt nicht (mehr), daß ich auch nicht widerstehen kann, etwas davon zu kaufen, das auch nur annähernd so aussieht, als ob ich es in der Zukunft gebrauchen könnte, wie weit entfernt diese auch sein mag.
Als ich aber die Unendlichzeichen-Kettenglieder für die "große Umarmung" fand und reinschaute, konnte ich auf keinen Fall nein zu einem Paar Glascabochons mit Tigerkatzengesicht sagen, die mich an mein kleines Gör erinnerten.

In diesem Moment habe ich absolut keinen Plan, außer daß ich wußte, es würden Ohrringe für mich selber werden. Irgendwann. Wahrscheinlich. Perlenstickerei natürlich und etwas verrückt, damit sie zur Inspiration paßten.
Je näher Weihnachten rückte, um so mehr begann eine Idee in meinem Kopf zu wachsen. Aber wie konnte ich ...? Vielleicht wenn ...? Und dann ... hm.

Ich fing mit dem einfachen Teil an, den gefädelten Fassungen. Als die fertig waren, fuhr ich in meiner üblichen Weise fort, was heißt, sie wanderten in meine aktuelle "Arbeitsbox". Dann nahm ich sie heraus und starrte sie lange an. Ich legte sie in die Box zurück. Ich nahm sie heraus und ... ihr versteht schon.
Manchmal hilft das und dann taucht nach einer Weile eine Idee in meinem Kopf auf, manchmal passiert es nicht schnell und manchmal auch gar nicht, was dann zu einer Auftrennsitzung führt.
Ich freue mich zu sagen, daß die Idee diesmal ziemlich schnell da war - yay! - obwohl ich wußte, daß ich ein bißchen herumexperimentieren müssen würde, um sie zu verwirklichen.

Et voilà!
Santa Tabby, zu euren Diensten!


Es ist bloß schade, daß sie nur Tiger-, aber keine schwarzen Katzen hatten. Gundel hätte einen entzückenden Elf abgegeben, denkt ihr nicht auch?

Sonntag, 9. November 2025

Unter den Sternen laufen

Wartet ihr immer noch auf Teil 2 der Kleidersaga oder der großen Umarmung? Ja, ich auch. Falls ihr schon eine Weile dabei seid, kennt ihr den Grund, also keine Sorge, heute wird nicht gejammert.
Ich möchte nur sagen, daß es Hoffnung gibt, denn eins davon braucht tatsächlich "nur" eine Kette - "nur", weil das etwas ist, mit dem ich schon immer meine Probleme hatte. Ich hatte sogar schon Halsketten, Armbänder oder Ohrringe jahrelang herumliegen, denen einfach nur ein Verschluß oder die Ohrhaken fehlten, nicht mehr. Das möchte ich in diesem Fall echt nicht haben, aber im Moment bin ich noch in einem Meer von Unentschiedenheit gefangen.
Würdet ihr gern den schon fertigen Anhänger sehen oder würdet ihr lieber auf die komplette Halskette warten?

Die Kleider sind eine andere Geschichte, dafür fehlt mir gerade ein ordentlicher Tritt in den Hintern. Freiwillige?

Das Problem ist, daß meine kreative Motivation auf dem Tiefpunkt ist. Die Ideen häufen sich in meinem Kopf, aber die Ausführung ... seufz. Mein letztes Experiment ging daneben. Es war nicht schrecklich, aber es war auf jeden Fall nicht gut genug.
Das ist für meine Experimente ganz und gar nicht ungewöhnlich. Dadurch, daß ich Fehler mache, bringe ich mir selber bei, es besser zu machen (oder eine Idee manchmal auch sausen zu lassen). Früher, als ich endlos kreative Zeit hatte, war es für mich einfacher, damit umzugehen, aber gerade fühlt es sich wie verschwendete Zeit an.
Also beschloß ich, das zu tun, was ich immer getan habe, wenn mir die Motivation ausging, nämlich mich einem vertrauten Design zuwenden. Gewöhnlich wären das meine aus Draht gehäkelten Miniaturkörbchen, aber das ist im Moment nichts für meine Hände, also kehrte ich stattdessen zu den gefädelten 3D-Sternen zurück.

https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhWfcu4qHo20oL5dSVMXDtFDdoyTcJ3EWUhAx4xhcSElAopFlDenbCt5UyR8pELbyeiGWoFXZ_BdLrWeHmXztXPaPWV0NH-Sgm98BnPjrMh89tZG_3DC79jWmgYDKgZtpziypplEVgIRyKxcoT0pbIfvdTS6WP-PYZGQcDohL9s7-Ks2fA0e_UTTxLpyw/s2133/PuffyStars2022.jpg
Einige der Sterne, die ich 2022 als
Weihnachtsdekoration gemacht habe


Der Ex war Frühaufsteher. Ein sehr früher Frühaufsteher. Und obwohl ich eine absolute Nachteule bin, bin ich zu Zeiten aufgestanden, zu denen ich normal erst eingeschlafen wäre, um den Vorteil zu nutzen, daß er mich morgens im Auto mitnehmen konnte. Ein 5 Minuten-Umweg für ihn, der mir aber im Vergleich zur Zugfahrt jeden Tag 40 Minuten einsparte.
Jedenfalls gewöhnte ich mich daran - obwohl ich nicht sagen will, daß ich jemals wirklich wach war, wenn ich bei der Arbeit ankam - und tatsächlich liebte ich den Campus um diese Zeit. Okay, es konnte schon etwas unheimlich sein, da er so früh noch so leer war, und noch unheimlicher bei Nebel - ich mußte immer an Jack the Ripper denken - und es ist auch nicht meine Lieblingsarchitektur, aber ich hatte immer das Gefühl, daß ich dorthin gehörte.
Das Beste aber waren die kleinen Besucher. Neben dem Campus liegt ein Wald, und am frühen Morgen kommen ein paar der Bewohner heraus und sitzen im Gras zwischen all diesen riesigen Betonklötzen ... überwiegend Kaninchen, Hasen, Igel. Es wurden auch schon Füchse gesehen, das Glück hatte ich aber nie.

Bild über pxhere

Diese Erinnerung inspirierte ein Paar Ohrringe.
Ich möchte euch Nitta vorstellen, eine Keramik- und Schmuckkunsthandwerkerin aus Finnland.
Das erste Mal probierte sie Keramik als Teenager in den 80ern aus, dann vergaß sie das wieder, fing jedoch vor ungefähr acht Jahren wieder an. Ein paar Jahre später wurde es ihre Leidenschaft und ihr Job und es macht sie glücklich.
Natur und Waldtiere liegen Nitta am Herzen und sie denkt, daß die finnischen Wälder wahrscheinlich ihre größte Inspiration sind.
Obwohl sie nicht nur entzückende Tiere macht, mit Formen oder handgeformt, sind sie doch meine Lieblinge, Füchse, Vögel, Motten, Katzenköpfe (vielleicht erinnert ihr euch an meine Katzenmotte mit den kleinen Fangzähnen= und mehr.
Ich versuche mich, beim Kaufen von Material wirklich zurückzuhalten, jetzt da ich darüber nachdenke, das Verkaufen komplett aufzugeben, aber ich konnte Nittas kleinen Hasen nicht widerstehen - oder vielleicht auch zwei verschiedenen Paaren davon in verschiedenen Farben
 😇 Sie erinnern mich auch an Watership Down (auch wenn das keine Hasen, sondern Kaninchen waren).


Zunächst hatte ich überlegt, mehr als eine Farbe zu benutzen, aber dann stellte ich mir einfach zwei Hasen vor, die im Schein von goldenen Sternen laufen.
Bei der nächsten Entscheidung ging es darum, entweder die Hasen auf dem braunen oder auf dem gräulich-blauen Hintergrund zu verwenden. Das war schwieriger, aber wie ihr seht, entschied ich mich für den natürlichen Look Ton in Ton, mit nur einem Tick Kontrast in den Verbindungen, aus Perlen mit einer meiner Lieblingsbeschichtungen (tschechisch).
Ich finde, die Hasen brauchen nicht mehr, um zu strahlen, und ich bin wirklich damit zufrieden!

Freitag, 2. Mai 2025

Pack die Vorräte an - Herzen, Herzen, Herzen

Es gibt etwas, das ich nie absichtlich gekauft habe, Rocailles größer als Größe 11. Gewöhnlich finde ich es in meiner Perlenstickerei unnötig, größere Rocailles zu benutzen, eine Cellini-Spirale habe ich nie versucht, und ich fädle auch keine Rocailles als Ketten für Anhänger auf
Als also die ersten Rocailles in Größe 6 und 8 in einer meiner Überraschungsmischungen auftauchten, hatte ich erstmal nicht die geringste Idee, was ich damit anfangen konnte.
Schließlich benutzte ich doch ein paar in Perlenstickereien, hatte aber trotzdem noch eine Menge übrig.




Als ich anfing, an einem Design für Tränende Herzen herumzupusseln, dachte ich mir, daß das mit Größe 8 wahrscheinlich besser funktionieren würde als mit den 11ern. Ich werde dafür aber trotzdem noch unterschiedliche Perlengrößen in passenden Farben brauchen, die ich (noch) nicht habe.
Als ich aber sah, wieviele ich von den großen Rocailles hatte, beschloß ich, erstmal eine Pause vom Pusseln zu machen, stattdessen mit ein paar Herzen herumzuspielen und dabei vielleicht die ein oder andere Farbe aufzubrauchen.

Picasso-Finishes erinnern mich oft an natürliche Steine.
Bei diesen Herzen mußte ich deshalb an den Ausdruck "Blut aus einem Stein pressen" denken, also hängte ich einen kleinen "Bluts"tropfen an.


Ihr erinnert euch vielleicht, daß in den Überraschungsmischungen auch Reste enthalten sein können, also hatte ich nicht immer genug von einer Farbe, um ein Paar Ohrringe oder auch nur einen Anhänger zu machen.
Multicolor-Herzen waren die Lösung, so wie diese Ombré-Herzen, für die ich statt "Blut" einen kleinen Tropfen "Wasser" verwendete.



Dieses Metallic-Minz ist eine witzige Farbe, davon hatte ich aber nur genug Perlen für einen Anhänger.
Welche Farbe gefällt euch am besten?




Verlinkt bei Creativsalat.

Freitag, 18. April 2025

Pack die Vorräte an - Mookait"zahn"ohrringe

Vielleicht erinnert ihr euch an meine Mookait"zahn"kette, die ich vor ein paar Jahren gemacht habe, inspiriert von einem Lieblingsjugendbuch aus meiner Kindheit (das ich regelmäßig wieder lese) - Rulaman von 1878 über einen Stamm von Höhlenmenschen, angesiedelt in einer Gegend, die gar nicht weit von mir entfernt liegt, was das Lesen natürlich nur noch faszinierender machte.
Dies ist eine Abbildung des Festes, das sie abhielten, nachdem sie den gefährlichen Höhlenlöwen erlegt haben, an den sie so viele Familienmitglieder verloren.
Die Vorstellung, daß es Höhlenlöwen und -bären in meiner Gegend gab, fand ich so aufregend!


Ich meinte damals, ich würde vielleicht noch mehr mit einer anderen Delicafarbe machen und vergaß das natürlich prompt, bis ich die Kette neulich an anderer Stelle zeigte.


Letztes Mal verwendete ich Kupfer und Beere für die Perlenstreifen, die die Steine halten, und auch wenn es nicht so scheint, wählte ich die Steine nach Größe aus. Der in der Mitte ist am längsten und dann wählte ich Paare von ähnlicher Größe, um die Seiten aufzubauen.
Diesmal entschied ich mich, unterschiedliche Brauntöne für die Streifen zu benutzen, und dann meine übriggebliebenen Steine größenmäßig völlig verschieden sind, dachte ich mir, Ohrringe aus Zähnen wären auch etwas für Neandertaler gewesen - nicht mit Metall natürlich, aber schließlich war der Plan nicht, authentischen Neandertalerschmuck zu machen, sondern davon inspiriert zu werden.
Ja, man glaubt tatsächlich, daß sie Schmuck und Schminke verwendeten.
Natürlich wären diese Ohrringe asymmetrisch und wahrscheinlich willkürlich in der Steinauswahl, so wie es meine sind.


Erst hatte ich drei Steine an jeden Ohrring gehängt, aber der dritte Stein und die Kette wollten einfach nicht so fallen, wie ich es gern gehabt hätte, wegen der Größe der einzelnen Anhänger. Ich finde, zwei funktionieren viel besser.

Hier ist eine längere Variation.


Nicht alle meine Vorratsprojekte müssen etwas Großes werden.
Mein Mookaitvorrat ist mit diesen Ohrringen nicht annähernd aufgebraucht. Ich habe eine kleine Schachtel mit unterschiedlichen Größen, Formen und Farben.
Darunter sind auch diese schönen großen Perlen, es gibt zwar nicht viele, die zusammenpassen, aber diese beiden cremefarbigen geben ein schönes Paar ab.


Seit ich diese Schachtel in einem Destash bekam, rufen die Perlen mich immer wieder mal. Es wird interessant sein zu sehen, sogar für mich selber, was die nächsten wohl sein wollen!

Freitag, 7. Februar 2025

Pack die Vorräte an - Schnee zu Wasser

In den letzten zehn Jahren habe ich beinahe 100 Freitags-Posts hinbekommen, in denen es um meine bewußten Versuche ging, etwas aus meinen überwiegend alten Vorräten zu machen. Ich spreche von Material, das seit vielen Jahren bei mir lagert.
Vielleicht habe ich manches davon sogar schon vorher versucht zu benutzen, hatte aber keine rechte Idee oder war nicht glücklich mit dem, was dabei herauskam, und habe es wieder zerlegt.
Der letzte ist von vor einem Jahr, als ich tatsächlich eine zehn Jahre alte Perlensuppe aufbrauchte und deswegen sehr stolz, aber auch ein bißchen erleichtert war.

Ich dachte mir, es wäre an der Zeit, das wieder zu versuchen, meine Schubladen durchzuschauen - obwohl ich, was die Menge meiner Vorräte angeht, noch relativ harmlos bin - und etwas von den Dingen zu benutzen, die es verdienen, endlich das Tageslicht zu sehen.
Das kann einmal etwas recht Kleines und nicht sehr Spektakuläres sein, andere Stücke brauchen viel mehr Zeit, Einsatz oder Herumspielerei.

Ich fing mit dem Schmuckmachen vor etwas mehr als 15 Jahren an. Damals wichtelten wir im Freundeskreis und mein Wichtel schickte mir eine Überraschungsmischung aus Material und Perlen, von der ich immer noch Reste habe.
Die weißen Achatperlen waren Teil dieser Mischung. Es waren nicht viele, also wußte ich nie so wirklich, was ich damit anfangen sollte, und benutzte nur wenige.

Die klaren Delicas sind aus einer Perlenbestellung von vor neun Jahren. Das hört sich unglaublich an, aber ich benutze meistens klare Delicas mit AB-Finish, also hatte ich noch ein ungeöffnetes Röhrchen von den dreien, die ich damals bestellt hatte.
Die klaren Tropfenperlen mit AB sind aus einer der Überraschungperlenmischungen, die ich gerne mitbestelle, weil sie mich oft dazu herausfordern, unterschiedliche Deigns auszuprobieren. Sie erinnern mich immer an Wassertropfen.
Das sah mir nach der perfekten Kombination aus.

Erst als ich die Anhänger fertig hatte, warf ich noch einen Blick in die Vorratsbox mit den einzelnen Perlen. Ein Gedanke war, klare Kristalle zu verwenden - Eis und Wasser - aber als ich den Achat sah, dachte ich stattdessen an Schnee, der zu Wasser schmilzt.



Ich habe zwaar kaum noch welche von den Tropfen, dafür aber genug Dolchperlen, also werde ich vielleicht noch auf die Eis- und Wasseridee zurückkommen, vielleicht das nächste Mal, wenn ich meine Vorräte anpacke?

Sonntag, 24. November 2024

Quasten

Als ich ein Kind war, hatte meine Oma eine Tischdecke mit langen, schweren Quasten. Ich liebte sie und konnte Stunden damit verbringen (tatsächlich waren es wahrscheinlich keine Stunden, aber damals schien es mir so), sie zu flechten, die Zöpfe wieder aufzudröseln und dann wieder zu flechten. Sie waren so glänzend und hübsch.

Obwohl ich ein Buch über Perlenfädelquasten habe, das mir eine Freundin geschenkt hat, habe ich nie etwas daraus gemacht, weil ich nicht wußte, was ich mit einer Quaste anfangen sollte. Etwas mit Quasten aus Fäden zu machen kam mir nie in den Sinn - bis unsere JAC Challengemeisterin das Thema "Quasten oder Pompoms" für die November/Dezember-Challenge auswählte.
Pompoms kamen gar nicht in Frage. Ich habe Pompon-Macher für zwei verschiedene Größen, weil ich dachte, ich könnte für Gundel und den Dekan ein paar zum Spielen machen, aber nie besonders gut mit den Pappringen war, aber selbst mit Profiausstattung bin ich entweder richtig schlecht darin oder der Dekan ist extrem gut darin, Pompoms auseinanderzunehmen. Wahrscheinlich ist es beides. Auf jeden Fall bin ich gerade etwas genervt von Pompoms, also mußte ich die Quasten nehmen.

Natürlich hätte ich mir jetzt mein Buch greifen und mich durch Anleitungen kämpfen können, etwas, für das ich nicht viel Geduld habe, außerdem erinnerte ich mich, daß für alle Projekte eine Perlenbestellung notwendig gewesen wäre, noch etwas, für das ich im Moment keine Geduld habe (ich brauche echt lang für Perlenbestellungen, weil ich davon besessen bin, daß ich ja nichts vergesse, nicht daß das jemals klappen würde).
Ich wollte auch nicht eine Menge Fadenquasten bestellen, von den ich die meisten wahrscheinlich nie benutzen werde, und ich wollte auf keinen Fall selber welche machen, wenn ich nicht mußte.

Ich weiß, das hört sich an, als wäre ich nicht sehr motiviert gewesen, aber das war es gar nicht. Ich dachte, ich konnte bestimmt irgendwelche gefädelten Quasten machen, nur nicht ganz so ehrgeizig wie die im Buch. Dann aber erinnerte ich mich, daß ich vor einiger Zeit mal einen Strang Perlen gekauft hatte, der an jedem Ende Fadenquasten hatte, und daß ich sie behalten hatte, nachdem ich den Strang zerschnitten hatte. Glück gehabt, denn nun mußte ich mir nur etwas für den oberen Teil einfallen lassen!

Da kommt dann mein Adventskalender von 2022 ins Spiel, die Weihnachtsglocken, um genau zu sein. Wie wäre es, wenn ich ihre obere Hälfte als Inspiration nutzen würde und etwas aus Kristallen - feuerpoliert statt Bicones - und Rocailles aufbaute?
Also tat ich das, mit Hilfe eines Weihnachtsfilms als Hintergrundgeräusch (Hallmark, die einer unserer Fernsehsender gerade rauf und runter laufen läßt, also mußte ich mir keine Sorgen darüber machen, daß ich wichtige Informationen verpaßte, und ihr werdet nie drauf kommen, es gab ein Happy End
🤣).
Ich denke, sie passen ganz gut zur festlichen Jahreszeit und ich verspreche, die Fäden nicht zu flechten!

Freitag, 12. Juli 2024

Das erste Nest

Es gibt ein paar Dinge, die man nicht früh genug lernen kann, und dazu gehört es, einen bequemen Platz zum Rumhängen zu finden - in diesem Fall wörtlich gemeint.

Melisande und Schwabhild, die Neuankömmlinge im Bauernhof, hatten Glück, eine Mutter und Tanten zu haben, die in diesen Sachen erfahren sind und die die perfekte Nester für die Mädchen gefunden haben, von denen aus sie nicht nur eine tolle Aussicht haben, sondern in denen sie auch schaukeln können!
Man kann an ihren großen Augen sehen, daß es da wirklich eine Menge zu sehen gibt.
So viele neue Erfahrungen für ein Paar kleine Küken
💕


Mittwoch, 24. Januar 2024

Noch eine Geschichte von Perlensuppe

"Mich erschreckt Perlensuppe nicht." Das habe ich in dem Post über das Winterkometen-Ornament in meinem Adventskalender geschrieben. Perlensuppe macht mir keine Angst."
Nicht mal, wenn sie zehn Jahre alt ist, tatsächlich wahrscheinlich sogar noch älter, weil ich sie in meinen frühen Perlenwebtagen gemischt habe, für ein Projekt, das niemals geschah.
Immer mal wieder pickte ich mir Perlen heraus, für den Winterkometen und ein Paar Ohrringe mit weißen Elefanten zum Beispiel.

Es war an der Zeit, das Döschen leerzubekommen, und das tat ich.
Ich hatte schon den Plan gefaßt, gefaltete Peyote-Ohrringe aus einer Perlensuppe und in einer kleineren Größe als die letzten auszuprobieren, und es gelang mir, die ganze Suppe aufzubrauchen, mit Hilfe von noch mehr der klaren Perlen mit Silbereinzug.
Ich machte vier Komponenten aus dem gefalteten Peyote in zwei verschiedenen Größen. Aus einem Paar wurde ein Paar Ohrringe, indem ich sie von gefädelten Herzchen hängte.



Dann fing ich an, mit dem zweiten Paar zu spielen. Ich dachte mir, ich könnte etwas Neues damit machen (neu für mich, nur weil ich es bisher noch nicht gesehen habe, heißt ja nicht, daß es nicht existiert). Nachdem ich ein paar Endperlen weggeknipst hatte, konnte ich die zwei Komponenten mit Perlen vrebinden und sie so in eine Raute verwandeln.
Was nun?
Nun, im selben Döschen war ein kleines Spike-Ding, das ich ein paar Monate zuvor improvisiert und vor kurzem mit ein paar Kristallrondellen zu einem Anhänger gemacht hatte.
Den befestigte ich an der Raute und es gefällt mir tatsächlich. Für mich hat sie jetzt einen Art archaischen Fantasylook. Was seht ihr darin?

Montag, 15. Januar 2024

Ähm, Frohes Neues Jahr?

Ich weiß, ich weiß, ich bin etwas spät dran. Ich kann nur hoffen, daß ihr mir vergeben werden - ein Frohes Neues Jahr euch allen!
Habt ihr schon die ersten eurer Vorsätze für 2024 gebrochen?
Ich nicht, aber das liegt daran, daß ich schon lange keine Vorsätze mehr mache. Ich mag nicht auch noch mein eigenes Versagen vorplanen ;-)

Es ist schwer genug für mich, in dieses Jahr zu starten, nachdem ich Urlaub hatte. Wie gewöhnlich, wenn ich mehr Zeit für mich selber habe als nur meine Wochenenden, bin ich direkt in meinen normalen Rhythmus zurückgeschnappt, das heißt, ich war bis früh in den Morgen wach, schlief, solang es die Katzen eben zuließen, ging vielleicht nach ihrem ersten, zweiten und dritten Frühstück - offensichtlich sind es Hobbitkatzen - zurück ins Bett oder hatte mitten am Tag ein großartiges Nickerchen. Meinen Wecker brauchte ich nur, wenn ich den Müll rechtzeitig rausbringen mußte oder für einen meiner seltenen Morgentermine. Es war ein trauriger Moment, als ich an dem Sonntagabend, bevor ich wieder arbeiten mußte, den Wecker stellte, und nach mehr als einer Woche habe ich immer noch damit zu kämpfen.

Irgendwann hat das auch meiner Kreativität einen Dämpfer verpaßt. Das heißt nicht, daß ich dieses Jahr noch nichts gemacht hätte.
Ein neues kleines Hühnchen, Friedrun, hat ein Nest für sich und ihre Drillinge Tick, Trick und Track ausgesucht (ja, nach Enten benannt).



Für mich zwei perlenbestickte Herbstsonnen habe ich mal wieder in meinem alten Vorrat gekramt, diesmal nach den wunderschönen gefrosteten Karneolperlen.


Dann aber fing ich wieder mit Arbeiten an und schlug, kreativ gesehen, den sehr einfachen Ausweg ein, indem ich noch mehr gefaltete Peyoteohrringe in unterschiedlichen Farbkombinationen fädelte. Tatsächlich überraschte ich mich selber dadurch, daß ich die Geduld für so viele aufbrachte, aber sie waren das perfekte "Hintergrundfädeln" (was heißen woll, daß ich mich nur auf die Farben, aber nicht so sehr auf die Technik konzentrieren mußte, die anscheinend endlich den Weg in mein Gehirn gefunden hat), während ich über mein nächstes großes Projekt nachdenke, für das ich zwar eine Idee habe, aber noch nach der besten Art suche, wie ich es hinbekomme.




Es hätte sogar noch eine blaue Version gegeben, die vorgeschlagen wurde, aber ich hatte nicht genug blaue Perlen für ein Paar Ohrringe übrig. Ich habe eine Menge Grau ...
Was denkt ihr, wieviele gefaltete Peyoteohrringe werden es noch werden, befor mir meine Muse endlich diesen Funken schenkt, den ich brauche, um mit dem nächsten großen Projekt anzufangen? ;-)