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Montag, 24. August 2026

Drachen und Würfel - Die großen

Vor einer Woche habe ich darüber gepostet, wie ich 1,8 mm Würfelperlen für eine Drachenform verwendet habe, und habe diesen Post über die Verwendung von 3 mm Würfeln angekündigt.
Diese größeren Perlen und ich haben ein etwas angespanntes Verhältnis. Als ich anfing, mit Draht erst zu häkeln und dann zu stricken, sagte mir eine Freundin, daß sie große Würfel- und Dreiecksperlen habe, die einfach perfekt wären. Sie waren Überbleibsel aus ihren Perlenfädelzeiten - das hätte eine Warnung sein müssen, wenn sie nicht wußte, wie sie sie benutzen sollte, wie sollte ich? - und sie würde mir einen guten Preis machen.
Am Ende gab ich nach und bereute es buchstäblich jahrelang. 
Die Dreiecksperlen waren leichter zu benutzen, aber die Würfel - es war eine solche Menge und sie waren zu schwer, um wirklich viele davon in Schmuckstücken zu benutzen ... und ich kann nicht mal sagen, wie oft ich etwas ausprobiert und dann wieder auseinandergenommen habe. Schließlich habe ich so einige in meinen "Ananasscheiben", sprich Weihnachtsschmuck verwendet.


Ein Experiment aus der Zeit, als ich auch noch mit dem Perlenweben anfing, war, sie da einzusetzen. Wo die Würfelchen aber ganz gut funktionierten, sahen die großen irgendwie falsch aus und fühlten sich auch falsch an.
Irgendwann schnitt ich das eine Armband, das ich gemacht hatte, wieder auf und das große Perlenröhrchen wanderte in die Dose mit all meinen Würfelchen, wo ich es jetzt wiedergefunden habe.
Vor Jahren hatte ich einen regelmäßigen "pack die Vorräte an"-Tag auf meinem Blog, um mich selber dazu zu motivieren, richtig alte Materialien aufzubrauchen - vielleicht war es an der Zeit, dieses Perlenröhrchen anzupacken ...

So sind dann also diese zwei Paar Ohrringe entstanden (und nun sind nur noch ungefähr ein Dutzend Perlen übrig, was ich Erfolg nenne).
Ich bin mir sicher, ihr habt schon die Ohrringe gesehen, die ein gefädeltes Dreieck oben haben, manchmal auch eine Raute mit vier gleichlangen Seiten, in einer oder mehreren Farben, manchmal mit einem Muster und Fransen.

 
Mein eigenes "Jaws"-Design

Das hier ist dieselbe Idee, nur eben mit "Würfeldrachen".
Für die Fransen habe ich in meinen Vorrat aus winzigen Kristallen gegriffen - und prompt eine Ladung davon in der Gegend herumgeworfen 
😂
Es ist schwierig in einem Bild einzufangen, aber ich mag den Kontrast von matt und funkelnd recht gern.
Welche Version gefällt euch besser?


Montag, 3. Februar 2025

Januar - eine Challenge

Ich habe schon eine ganze Weile nichts mehr angefaßt, das mit Schmuck zu tun hatte. Ich mußte nachschauen, mein letztes Schmuckstück war das Paar Fransenohrringe vor mehr als zwei Monaten!

Was mit mir los ist, möchtet ihr wissen? Ich wünschte, ich wüßte es. Ich habe eine ganze Ideenliste, bin aber immer noch mitten in einem Stickprojekt, und während ich normal immer mehrere Projekte am Start hatte, scheine ich das zur Zeit nicht hinzubekommen.

Am einfachsten wäre es natürlich, es wieder auf mein Daumengelenk zu schieben, aber obwohl das ein Teil davon ist, ist es, naja, genau das, ein Teil davon, aber eben nicht alles.
Manches ist wahrscheinlich meine allgemeine Stimmung, was mit den Nachrichten zu tun hat, die mich manchmal zu lähmen scheinebn. Manches hat mit dem Gefühl zu tun, als würde ich schon ewig meinem richtigen Publikum hinterherjagen und das Jahr auf Jahr zu tun wird immer mal wieder psychisch anstrengend. Damit bin ich keineswegs allein, ich habe es bei anderen Schmuckfreundinnen gesehen, aber natürlich auch bei anderen Kreativen, egal was ihr Medium ist. Ein Teil ist vielleicht auch noch Winterschlaf.

Gewöhnlich dauert es ein bißchen, bis ich da wieder herauskomme, und dann bin ich zurück, experimentiere und spiele herum, aber diesmal scheint es schwieriger für mich zu sein, mir einfach etwas zu greifen und damit anzufangen, obwohl das für mich normalerweise immer ganz gut funktioniert hat. Einfach einen Cabochon auf eine Unterlage pappen und anfangen zu sticheln. Einfach einen Draht und meinen Häkelhaken hernehmen und loslegen.
Seltsam ist, daß mein Gehirn theoretisch tatsächlich kreativ ist und darauf wartet, daß meine Finger nachziehen.

Also dachte ich mir, ein Angriff auf meine Vorräte wäre perfekt, das bedeutet, ich schaue mir an, was ich so habe, auch an älteren Komponenten, und was ich damit anfangen kann.
Nichts super Experimentelles, nur etwas, um mich selber wieder zu starten.
Ich nahm mir einen meiner Labradoritcabochons, klebte ihn auf, suchte mir ein paar Farben für die Fassung aus und fing mit dem Fädeln an. Es ist erstaunlich, wie gut sich allein das schon anfühlte, obwohl es nicht sehr kreativ war.
Als die Fassung fertig war, suchte ich nach Perlen, die dazupaßten, und da der Labradorit noch ein bißchen trüb aussah, entschied ich mich für ein funkelndes Blau, durch winzige Hämatitperlen getrennt, die zu offenen Stellen zwischen den Kristallen führten, die ich dann mit Buttonperlen auffüllen könnte und wie wäre es noch mit ein paar winzigen silbernen Perlen auf der anderen Seite ... ja, es schien so, als hätte dieser Start funktioniert!

Da fiel es mir dann auf - die Januar/Februar Challenge der Jewelry Artisans Community.
Was hatte unsere Challengemeisterin geschrieben?
Symbole: Schneeflocken, Eiszapfen, immergrüne Bäume
Farbe: Weiß, silber, blau, dunkelgrün
Kräuter und Blumen: Salbei, Kiefer, Wacholder, Schneeglöckchen
Kristalle: Granat, klarer Quarz, Hämatit
Themen: Rückschau, Selbstreflektion, Reinigung, Neuanfänge

Ich hatte "Eis" von den Buttonperlen, ich hatte silberne und blaue Perlen, der Labradorit schimmert in blau und grün, ich hatte Hämatit und dies war mein Neuanfang für Schmuck in diesem Jahr - und nichts davon war geplant.
Es war einfach nur perfekt ... bis ich den Rand schnitt. Fragt mich nicht, wie es passiert ist, aber schnipp schnipp, da war nicht nur ein Faden durch, sondern zwei wichtige Fäden. Ernsthaft, bin ich irgendwie verhext? Schiele ich so, daß ich keinen Faden mehr sehen kann? Ich wußte nicht, ob ich heulen oder wie eine Wahnsinnige lachen sollte. Heulen hätte aber nicht viel gebracht, also rettete ich, was ging, das hieß, ich schnitt das ganze bis auf die Fassung zurück, klebte und nähte ein neues Stück Stickunterlage auf und fing mit Hoffnung auf das Beste nochmal ganz neu an.
Am Ende wurde es ein kleines bißchen anders, weil ich mich nicht mehr genau daran erinnern konnte, wie ich beim ersten Mal die winzigen silbernen Rocailles und Hämatitperlen verteilt hatte, also ist dann doch noch ein wenig Experiment dabei.
Es glänzt und funkelt so sehr, das können die Bilder kaum vermitteln, vor allem, weil ich sie gemacht habe, als es schon dunkel war. Ich konnte einfach nicht damit warten zu zeigen, daß ich zurück bin!
Das hoffe ich wenigstens.




Montag, 4. Dezember 2023

Pieksekugel - Das vierte Türchen


Ich habe euch gesagt, daß dies ein kreativer Adventskalender wird und das bedeutet, es geht nicht nur um Perlen, was sich wesentlich einfacher anhört, als es für mich ist.
Wann immer ich an Basteln denke, ist das erste Bild, das mir in den Sinn kommt, wie ich im Alter von ungefähr neun im Gemeindehaus sitze, hölzerne Wäscheklammerhälften zusammenkleben und jede einzelne Sekunde hasse. Wenn ich nicht ganz falsch liegt, war es das einzige Mal, daß ich bei diesem Bastelkreis war.

Als ich aber nach YouTube-Tutorials für den Adventskalender suchte, war ich froh, ein paar zu finden, die für meine beschränkten Fähigkeiten geeignet schienen. Dazu gehörten Paillettenkugeln. Ich habe kein bestimmtes Tutorial verwendet, weil die Grundlagen tatsächlich ziemlich einfach sind. Man nimmt eine Styroporkugel und piekst die Pailletten fest, wie immer man mag, in Streifen, Spiralen, mit Glitzer oder anderen Verzierungen ... oder man kann es wie ich machen.

Es wie ich zu machen heißt, man nimmt eine kleine Kugel und steckt Pailletten in Wellen auf. Wenn man dann fertig ist - man muß das fertigmachen, sonst beißt man ja später nicht in den Tisch, was für das Endresultat absolut notwendig ist - dann beschließt man, daß einem das überhaupt nicht gefällt, und zieht alle Nadeln wieder heraus. Was eine Weile dauert, aber nicht so schwierig ist, weil man sich entschieden hat, nicht mit Klebstoff auf den Nadeln zu arbeiten (was man auch nicht unbedingt muß, aber auf einmal erschien es mir sicherer).

Also fängt man nochmal ganz von vorn an, weil man aber ein Idiot ist, nimmt man diesmal eine größere Kugel, steckt zwischen den "Polen" ein paar Streifen auf und verzweifelt dann, weil die noch leere Oberfläche endlos scheint. Weil man kleine Pailletten hat und es Wochen dauern wird, sie aufzustecken. Was man vorher hätte wissen können. Duh.
An diesem Punkt wird man vielleicht etwas dramatisch und denkt dann darüber nach, riesige Pailletten zu bestellen. Aber halt! Man hat doch Sterne, winzige, kleine und größere. Das wird doch viel schneller gehen, oder? Das täte es eventuell, wenn man daran gedacht hätte, daß diese Sterne keine Löcher haben, was bedeutet, daß man in alle erstmal welche pieksen muß. Mit der Spitze der Schere, weil man sein Piekswerkzeug nicht finden kann, und weil man sich gerade jetzt erst beim Schreiben dieses Posts daran erinnert hat, daß eins in der Nadelfilzbox ist ...

Dies ist eine Geschichte des Pieksens.
Man piekst die goldenen Sterne, die man versucht, aus dem Tütchen zu bekommen, während die silbernen und schwarzen, vor allem diese winzigen Mistdinger, einem an den Händen festkleben und sich weigern, wieder abzugehen.

Man piekst die Nadeln durch die Sterne, weil die Löcher es einem leichter machen, aber immer noch nicht groß genug für die Nadeln sind.
Man taucht die Nadelspitzen in Klebstoff und piekst sie dann in die Kugel, wofür man die Seite einer Zange benutzt, weil man immer noch keinen Fingerhut hat.

Nach einer Weile wurde es eine Art meditativer Rausch, bis mir die Sterne ausgingen. Die Zwangspause, während ich auf die Lieferung von neuen Sternen wartete, war wahrscheinlich ganz gut für meine Hände und Arme.
In dieser Kugel stecken ungefähr 5 Millionen Nadeln und sie wiegt in etwa 100 kg, aber vielleicht kommt es mir auch nur so vor ;-) Sie würde jeden Weihnachtsbaum flachlegen. Und wegen der Sternspitzen ist sie pieksig, darum der Titel.
 

Doch sie funkelt wirklich wie verrückt. Mission erfüllt, aber glaubt mir, das wird ein Unikat bleiben.


Oh, und noch einen kleinen Extratip, steckt die Kugel nicht mit etwas Nadelgefilztem zusammen in eine Schublade oder ihr werdet auf ewig Fusseln herunterpicken!

Donnerstag, 9. Februar 2023

Auf der Mauer

Ist es nicht seltsam, wie man manchmal etwas anschauen kann und einfach nichts damit anzufangen weiß? Ich nehme an, das passiert den meisten kreativen Menschen, wenn nicht sogar allen.
Und manchmal dauert es Jahre und Jahre und Jahre, dann auf einmal - bumm.
Ich erinnere mich daran, diese Mondsteine gekauft zu haben, weil mich die verschiedenen Farben und die - für mich - ungwöhnliche Form faszinierte. Ungewöhnlich, weil ich runde Steine benutzte. Die Form (und Größe) waren für mich jedoch ein großes Problem, weil ich keinen Weg finden konnte, sie in eines meiner Stücke einzuarbeiten. Damals häkelte und strickte ich nur mit Draht, und mein einziger Versuch, mit den Mondsteinen zu arbeiten war irgendwie okay, aber definitiv nicht okay genug. Nachdem ich das Stück - ein Drahtstrickkragen - ein paar Jahre lang immer wieder angeschaut hatte, nahm ich es schließlich auseinander und die Mondsteine wanderten in die Schublade zurück.

Kürzlich suchte ich aber nach etwas in dieser Schublade, holte dies und das heraus, und als ich das Tütchen mit den Mondsteinen in der Hand hielt, war es wie eine Offenbarung - eine Trockensteinmauer!
Es war recht passend, daß ich als Hintergrundunterhaltung Inspector Barnaby laufen hatte. Ländliches England, hier komme ich ;-)

Das Glück war auf meiner Seite, die Mauer wurde gerade. Nun fehlte nur noch jemand or etwas, das darauf saß. Wartet, wie wäre es mit einer Katze?? Das war natürlich ein Witz. Eine Katze war die erste Wahl, und da ich in meinem "Arbeitskästchen" einen schwarzen Glascabochon hatte - tatsächlich purer Zufall - wollte sie offensichtlich schwarz sein.
Um den 3D-Effekt zu verstärken, gab ich Kopf und Schenkeln eine extra Schicht Rocailles und dem Schwanz eine zusätzliche Schicht matter Kristalle. Die Katze bekam außerdem rundherum zwei Reihen Rocailles, damit sie nicht mit dem Hintergrund verschmelzen würde.

Ich liebe den Hintergrund. Diese Hexagonperlen funkeln so richtig, was durch das willkürliche Aufsticken noch stärker wird. Die kleinen "Sterne" bemerkt man kaum. Das war so zeitaufwendig, aber meiner Meinung nach war es das echt wert.

Aus dem ganzen einen Anhänger zu machen war schwieriger als gedacht. Gefädelte Ketten gefielen mir nicht, die Ösen, die ich probierte, waren nicht besser. Letztendlich beschloß ich, eine dieser Kunstseideketten zu besorgen und dafür eine Schlauchöse (keine Ahnung, wie das offiziell heißt) zu fädeln.
Nun wünschte ich, es wären mehr Mondsteine übrig, da ich sehr in Versuchung bin, noch eine Trockensteinmauer zu machen. Hatte ich nicht noch irgendwo ein paar Tilaperlen  .....

Mittwoch, 7. Dezember 2016

Oldies but Goodies - Funkelnd

Ihr werdet bemerkt haben, daß ich dieses Jahr keinen Adventskalender auf meinem Blog habe. Ich habe es einfach nicht geschafft und ich möchte nicht nur halbe Sachen machen.
Das bedeutet aber nicht, daß wir nicht ein bißchen Feiertagsfeeling haben können, diesmal mit einer Menge Funkeln.
Ich muß es zugeben, ich mag es funkelnd. Ich kann nur mit meiner Leselampe an im Dunkeln sitzen, einen Strang Kristalle halten, ihn herumwirbeln, bewegen und ihn hypnotisiert vom Funkeln anstarren. Neulich habe ich aus schwarzen und roten Stäbchenperlen mit Silbereinzug ein Armband gemacht und es verschenkt, aber erst nachdem ich die Schönheit der Perlen im Licht ein paar Tage bewundert hatte. Ich weiß, ich bin nicht die einzige Elster da draußen!
Hier sind ein paar Stücke aus der letzten Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge. Ich wünschte nur, mein Blog hätte das richtige Licht dafür, daß sie ihr wahres Funkelpotential zeigen könnten ;-)



1 und 8 The Crafty Chimp
2 und 6 Violetmoon's Corner
3 und 7 Cat's Wire
4 und 5 MC Stoneworks