Dies ist nur ein schnelles Update/Geschimpfe/Dampfablassen.
Vor ein paar Tagen sah mein Laptop irgendwie komisch aus. An einer Stelle fing das Gehäuse an, sich zu verbeulen, nicht viel, aber doch genug, daß es nichts Gutes verhieß.
Ich erspare mir Details, sagen wir einfach, daß der überstürzte Kauf eines neuen Laptops nicht auf meiner Bingokarte für das Wochenende stand.
Die Dinge wieder so hinzukriegen, wie ich sie haben will, stand sogar noch weniger auf meiner Bingokarte. Ich arbeite mich heran, aber es gibt immer noch Einstellungen, die hartnäckig gegen mich ankämpfen. Töne, die abgestellt werden müssen (meine Toleranz mit piepsenden Dingen ist mit fortschreitendem Alter gegen Null gegangen). Einen Kartenleser, der noch eintreffen muß.
Ich sage es ehrlich, ich tu mich schwer mit Veränderung, wenn ich erstmal an etwas gewöhnt bin, das gut für mich funktioniert hat.
Bookmarks, Dateien, wo was hinspeichert, das in den Windows-Einstellungen ändern, dies in Firefox, noch was hier und dort und überall ... und warum zum Geier läßt mich das Ding den Sperrbildschirm nicht ändern?? Ich würde lügen, wenn ich nicht zugeben würde, daß meine Motivation mit jeder Sekunde abnahm.
Und daß ich mein Videospiel nun schon wieder - das dritte Mal - anfangen muß, also das ist dann echt Salz in die Wunden gestreut!
Zum Glück habe ich keine Bilder verloren.
Tatsächlich wollte ich euch einfach wissen lassen, daß ich erstmal alles sortiert kriegen muß - vor allem meine Geduld - bis es wieder normal läuft. Hoffentlich bald.
Bis dahin ist hier ein süßes und seltenes Bild von Gundel, wie sie auf meinem Kissen schläft. Und nicht piepst.
Dienstag, 21. Juli 2026
Nicht auf meiner Bingokarte
Dienstag, 7. April 2026
Ich wohne nur hier ...
... und bin wieder mal informiert worden, daß ich nichts zu sagen habe und mir nichts gehört (obwohl ich diejenige mit den opponierbaren Daumen bin).
Gebührend zur Kenntnis genommen, Mylady 😑
Freitag, 23. Mai 2025
Frohen Gotcha Day, Gundel!
Es ist schwer zu glauben, daß es acht Jahre her ist, seit sich eine wunderschöne kleine Pantherdame in mein Leben gedrängt hat.
Oh je, ihr solltet ihr Gesicht sehen. Tatsächlich hat Gundel nämlich nichts dergleichen getan. Sie schlenderte harmlos in den Hof bei meiner Schwester und wurde freundlich von ihrer späteren Catnapperin willkommen geheißen, auch wenn sie es da noch nicht wußte.
Ich glaube nicht, daß ich Gundels Geschichte hier je erzählt habe, also wird es wohl Zeit.
Wie gesagt, eines Tages kam Gundel einfach auf den Hof. Sie war so schrecklich dünn, ihr Pelz sah wirklich matt aus und sie wirkte im ganzen einfach krank.
Nachdem meine Schwester ihr etwas zu essen gegeben hatte, das sie hinunterschlang, ging sie wieder.
Ich hatte sie vom Fenster meiner anderen Schwester aus gesehen und da ich schwarze Katzen liebe, rief ich hinunter, daß ich sie nehmen würde.
Gundel war aber verschwunden und wir fühlten uns schlecht deshalb, weil sie wirklich Hilfe zu brauchen schien. Zum Glück tauchte sie ein paar Tage später wieder auf und meine Schwester schnappte sie sich direkt - es gab überhaupt keinen Widerstand - und nahm sie mit in ihre Wohnung.
Es war wahrscheinlich das erste Mal seit einer Weile, daß sie sich einfach hinlegen und entspannen konnte, aber natürlich wußte sie nicht, daß es am nächsten Tag zur Tierärztin ging.
Sie hatte keinen Chip, sie wog nur 2,9 kg, sie hatte dank Herpes ein trübes Auge, und die Dinge, die sie im Katzenklo anstellte, hätten ein kleines Land ausmerzen können (nicht die erste Katze, die das in meinem Haus versuchte).
Ich versuchte natürlich herauszufinden, ob sie irgendwo hingehörte, während sie in Quarantäne in der Bibliothek blieb - wir mußten auf ihre Testresultate warten und das Kloproblem mußte erst gelöst sein, bevor sie mit Greebo und Ponder zusammenkommen konnte.
Am ersten Tag blieb sie auf dem Fensterbrett, schaute vor sich hin, schlief und aß. Ich kann mir nicht vorstellen, wie ihr Leben auf der Straße gewesen sein mag, weil sie einfach nur völlig erschöpft aussah und froh darüber, sich nicht bewegen zu müssen. Sie schien nicht mal die Kraft zu haben, dem fremden Menschen zu zeigen, ob sie noch irgendwelchen Kampfgeist in sich hatte.
Ob sie weggelaufen war, verlorenging oder ob sie jemand rausgeworfen hatte, fand ich nie heraus, aber ich wußte, daß ich ihr helfen wollte, ihre Erfahrungen von der Straße zu vergessen.
Ich weiß nicht, ob ich damit Erfolg hatte, denn bis heute wacht sie manchmal laut jammernd auf und sieht sich verwirrt und ängstlich um - zumindest wirkt es so auf mich - und dann schläft sie wieder ein, wenn ich sie streichle und schmuse und ihr etwas zuflüstere. Es ist herzzerreißend mit anzusehen, geschieht zum Glück aber nicht off.
Nachdem wir grünes Licht von der Tierärztin bekamen, öffnete ich die Tür zu ihrem Gefängnis (mit zwei sehr bequemen Sesseln mit schönen Decken, was zu dem Zeitpunkt echt das einzige war, was sie außer Futter noch gewollt hatte) und hoffte auf das Beste mit den Jungs.
Greebo war an ihr nicht sehr interessiert. Er war mehr so "Ja, Neuzugang, nicht der erste, schon okay für mich, glaubst du, sie wird das noch essen wollen?". Er war so ein süßes Baby.
Ponder andererseits war interessiert. Er war sich nicht sicher, was dieses kleine Ding war und er war verwirrt, daß das kleine Ding nicht an ihm interessiert war.
Die Dame begab sich direkt ins Schlafzimmer und versteckte sich ungefähr zwei Tage lang unter dem Bett, nur eine kleine Pfote oder die Schwanzspitze lugte hervor. Für Futter kam sie allerdings heraus, sie brauchte es noch so dringend, daß sie die Hälfte einer riesigen Antibiotikumpille, die ich neben sie gelegt hatte, aß, während ich noch überlegte, wie ich sie in sie reinbekommen würde.
Dann verbrachte sie ein paar Tage auf dem Bett.
Könnt ihr sehen, wie anders ihr Pelz hier schon aussieht? Sie war aber noch sehr dünn, mehr als man hier erkennen kann.
Irgendwann fing sie an, die Wohnung zu erkunden und sie ließ sich keinen Blödsinn von den Buben gefallen.
Greebo war sie ziemlich egal und Ponder freute sich, mit ihr zu spielen. Sie klapsten einander auf den Hintern und dann rannte der Klapser los, bis er oder sie erwischt war und selber geklapst wurde. Es war so lustig mit anzuschauen. Sie schliefen aber nie beinander. Es mußte immer eine kleine Lücke dazwischen sein, was es noch erstaunlicher macht, wie nahe der Dekan jetzt manchmal bei Gundel schlafen darf.
Das ist eins meiner Lieblingsbilder. Ich erinnere mich, wie ich dies und ein paar andere Winkel auf Facebook zeigte und im Scherz fragte, wie um Himmels Willen ich die zwei auseinanderhalten sollte!
Glaubt es oder nicht, ein paar Leute informierten mich - nicht als Scherz - daß Gundel kleiner als Ponder war. Ernsthaft jetzt? Ich war so froh, daß sie mich darauf hingewiesen haben!
Nicht daß sie ein Kätzchen gewesen wäre. Meine Tierärztin schätzte ihr Alter auf ungefähr 3 oder 4, was heißt, daß sie jetzt 11 oder 12 wäre. Ich glaube, sie muß immer noch 3 oder 4 sein. Allerhöchstens 6. (Erinnert ihr euch, wie ich gesagt habe, daß ich nicht gut in Mathe bin?)
Und Ponder war einfach ein wirklich großer Bub. Nicht dick - das war er wirklich nicht - nur groß und wundervoll.
Seither ist Gundel die Lady im Haus. Meffi war meine Queen und Esme war meine Prinzessin, und Gundel sieht weder wie eine Herzogin noch eine Marquise aus, also muß es bei der Lady bleiben.
Sie ist übrigens nach Gundel Gaukeley, der Disney-Hexe, benannt. Der ursprüngliche Plan war gewesen, sie zu einer Nanny Ogg zu machen (Scheibenwelt), aber ihr glänzender schwarzer Look und wie sich der Name Gundel für mich anhört machten ihn zu einem viel besseren Namen.
Meine kleine Hexenlady war anfangs eine ganz schöne Kämpferin.
Verständlicherweise war sie sich nicht sicher, wie weit sie mir trauen konnte, und oft schnappte sie nach mir, wenn ich sie streichelte, nie ernsthaft, aber blitzschnell, und ich erschrak jedes Mal wieder. Das wurde aber schnell immer weniger und jetzt macht sie das kaum noch, außer wenn ich schrecklich nervig werde (das heißt, wenn ich sie drei Sekunden zu lang streichle, das ist also fair).
Nur wenn ich versuche, ihr direkt eine Pille ins Mäulchen zu geben, verwandelt sie sich in einen krallenbewehrten Oktopus, und zwar einen tödlichen. Zum Glück kann ich die Pillen, die sie bekommt (Allergie) und Liquid-Snacks - die ich Squishys nenne - sind zu verführerisch, als daß sie sie ablehnen könnte. Ich wünschte, ich könnte auch Augentropfen in ihr Futter packen! Sie läßt mich ihr Auge zwar saubermachen, aber nichts reintun. Ja gut, ich mag das selber auch nicht.
In letzter Zeit hat sie ein paar schlechte, aber nicht tragisch schlechte, Gewohnheiten entwickelt, zweifelsohne vom kleinen Gör beeinflußt. Eine davon ist das Rausreißen der Blende/n unter den Küchenschränken (das hat sie auf jeden Fall von ihm gelernt).
Ich habe sie für mutwillige Beschädigung auf ein Gesucht-Poster gesetzt und sie hat sich bitterlich auf Ponders Blog darüber beklagt, den sie übernommen hat.
Ihr wißt aber, wie Katzenleute oft drauf sind. Insgeheim sind wir stolz darauf, was für Gören unsere Katzenherrscher sein können, und nachdem Gundel monatelang von Problemen mit beiden Knien außer Gefecht gesetzt war, war es gut zu sehen, daß sie wieder Lust auf Blödsinn hat.
Gundel, meine Süße, auf (mindestens) acht weitere Jahre!
Dienstag, 25. Februar 2025
Schwarze Nemesis
Heute sind es fünf Jahre, seit ich mich von Ponder verabschieden mußte.
Ich habe immer noch solche Probleme damit. Ich war nicht darauf vorbereitet und war so nicht bereit dafür und er hinterließ das größte Loch je.
Das erinnerte mich auch daran, daß die Geschichte, wie Ponder und Esme hier einzogen, noch nie erzählt wurde, weder auf seinem noch meinem Blog, und jetzt schien der richtige Moment dafür zu sein.
Stellt euch einen gewöhnlichen Samstag in unserem kleinen Tierpark am Ort vor.
Eine Frau kommt den Weg zum Eingang herunter. Sie hält mich an und fragt mich, ob wir das Tierheim sind. Ich sage ihr, daß wir oft verwechselt werden, aber nein, das sind wir nicht, und soweit ich weiß, hat das Tierheim heute auch nicht geöffnet.
Sie gibt einen ungeduldigen Ton von sich und informiert ich, daß sie im Auto zwei schwarze Kätzchen hat, die sie umgehend abgeben muß. Sie können sie nicht behalten, sie machen Ärger (Kätzchen, was für eine Überraschung) und sie hätte niemals dem Flehen ihrer Kinder nachgeben sollen, als die Katze ihrer Freundin Junge hatte. Sie haben schon eine erwachsene Katze und außerdem ist eines der Kätzchen schon auf dem Balkongeländer herumgetanzt (ich dachte immer, daß das bestimmt Ponder war).
Es wäre extrem nett ausgedrückt, wenn ich sagen würde, daß ich kein gutes Gefühl bei der Sache hatte. Allein der Gedanke, ein Kätzchen auf den Balkon zu lassen, damit es auf das Geländer springen konnte, erweckte in mir den Drang ... nun ja ...
Bis zu diesem Tag bin ich zutiefst überzeugt davon, daß sie einfach auf dem Weg nach Hause die Autotür geöffnet hätte, hätte ich nicht gesagt, daß ich mal schauen wollte.
Inzwischen war der Ex dazugekommen und als ich "schwarze Kätzchen" sagte, seufzte er nur und sagte, ja, schauen wir mal.
Wir gingen zum Auto, in dem ihre Tochter mit traurigem Gesicht saß, zwei Kätzchen in den Armen.
Es gab keinen Transportkorb, keine Decke, nichts, was mich nur noch mehr davon überzeugte, daß sie es nicht wieder mit nach Hause geschafft hätten. Ein kurzer Blick zum Ex - nicht daß es mich auch nur einen Deut gejuckt hätte, wenn er versucht hätte, nein zu sagen - und ich nahm sie ihr vorsichtig ab. Man konnte sehen, daß sie versuchte, tapfer zu sein, aber es war definitiv das Richtige von mir, sie zu nehmen, auch wenn sie das nicht wußte.
Der erste Schritt war offensichtlich, sie beide nach Hause zu schaffen, diesmal saß also ich mit zwei Kätzchen, von denen eines deutlich zappeliger war als das andere, in den Armen im Auto. Wir hätten einen Transportkorb vom Zoo nehmen können, aber wir wohnten ja praktisch um die Ecke und wollten sie nicht mit Zoodüften verwirren, also lieferte der Ex mich daheim ab, wo ich die beiden erstmal im Hasenzimmer in Quarantäne steckte und bei ihnen blieb, bis sie einschliefen.
Zu der Zeit hatten wir schon vier Katzen, Gandalf, Merlin, Meffi, und Greebo, und wir hatten zwei mehr nicht eingeplant, aber eine meiner Kolleginnen hatte mich kurz davor gefragt, ob wir von einem Kätzchen für eine ihrer Freundinnen wüßten. Vielleicht würde die Freundin ja auch zwei nehmen?
Seien wir mal ehrlich, ich wußte, daß ich sie nicht fragen würde, und der Ex genauso. Er hatte meinen Blick gesehen, als ich ihm sagte, sie seien schwarz. Möglicherweise brachte mich allein der Gedanke schon ein wenig zum Sabbern.
Außerdem ging ich direkt in den Chat des Katzendiabetesforums und glaubt mir, auch diese Damen ermutigten mich nicht dazu, sie abzugeben.
Wenigstens waren sie nicht krank und auch nicht zu ung, wahrscheinlich um die zehn bis zwölf Wochen, dafür konnte man dankbar sein. Sie brauchten nicht nur keine Milch mehr, sie aßen auch wie die Großen, vor allem der Junge. Ich muß zugeben, daß ich mich nicht daran erinnere, ob ich ihnen direkt heimlich Namen gab oder offiziell, was bereits ein Zeichen dafür gewesen wäre, daß sie nirgendwohin gehen würden - benannt nach einem Zauberer und einer Hexe, wie es in unserem Haus Tradition war.
Ponder war sogar schon in diesem Alter ein Ausbruchskünstler. Wenn jemand die Tür zum Quarantänezimmer aufmachte, schoß der Kleine wie eine Rakete heraus und sprang direkt in die Menge der Große, um ihr Futter zu stehlen. Sie waren gewöhnlich so verwirrt, daß sie nicht mal versuchten, ihn in die Schranken zu weisen. Esme folgte, wenn man sie ließ, etwas langsamer, aber nicht weniger selbstbewußt. Ich wünschte echt, es gäbe Videos davon.
Nachdem das ein paar Mal passiert war, war der Ex mir einen resignierten Blick zu und sagte, ich solle die Tür offenlassen, weil "wir beide wissen, daß sie nirgendwohin gehen".
Glaubt mir, er spielte das Opfer nur. Genau wie Meffi verliebte sich Esme sofort in ihn, was er wiederum liebte, und Ponder war von Anfang an mein Kumpel.
Ponder und Esme wuchsen zu großen Katzen heran. Wenn ich vom oberen Stockwerk auf sie herunterblickte, fühlte es sich an, als würde ich zwei Panther durch die Wohnung streifen sehen, manchmal war das sogar ein bißchen unheimlich, darum gab ich ihnen verschiedene Namen wie zum Beispiel die "schwarze Nemesis". Ich habe mich oft gefragt, wie ihre Eltern wohl ausgesehen haben.
Ponder war liebevoll und anhänglich und seine laute Stimme und seine Nase erinnerten mich an Siamkatzen, Esme konnte zur Warnung beißen, wenn sie etwas haßte (wenn ich zum Beispiel Bilder von Dingen auf der "verhexten" Kommode machte oder wagte zu pfeifen), ihr runder Kopf und süße Stupsnase (nicht platt!) ließen mich an Perserkatzen denken. Ponder hatte die weißen Flecken auf Brust und Bauch, die schwarze Katzen so oft haben, Esme war ganz schwarz.
Ponder liebte es, hochgenommen und geschmust zu werden, und ich liebte es, mit ihm zu tanzen (manchmal sogar mit ihm und Greebo gleichzeitig), Esme tolerierte es, wenn sie gut drauf war, aber sie warf sich einem nicht in die Arme.
Erst nachdem der Ex gegangen war, fand sie heraus, daß ich zum Schmusen ganz gut geeignet war und sie liebte es, mit ihren Beinen um meinen Arm herum einzuschlafen, meine Hand auf ihrem Bauch.
Ich könnte endlose Geschichten von den beiden erzählen, aber Katzenfanatiker können etwas anstrengend werden, ich weiß.
Manche der Geschichten sind schon auf Ponders Blog und vielleicht kommen ja noch welche nach.
Manchmal denke ich, Ponder hat mir den Dekan als großen Witz geschickt oder weil er nicht wollte, daß Gundel und mir als eingefleischten Couchsitzern langweilig wurde. Esme lernte Gundel nicht mehr kennen, da ich sie schon vier Jahre vor Ponder verlor, aber ich erinnere mich noch daran, wie sich Ponder und Gundel gegenseitig jagten, nachdem sie nach ihrem Leben auf der Straße erstmal mit uns warm geworden war. Sie gab ihm freche kleine Klapse auf den Hintern, drehte sich dann um und rannte, und es sah so witzig aus, meinen großen Bub hinter diesem kleinen Mädchen herrennen zu sehen, andersherum war es noch witziger.
Ich glaube, es muß Schicksal gewesen ein, daß die Frau an einem Samstag im Zoo auftauchte, als wir gerade da waren und daß ich die erste war, die ihr begegnete.
Ponder und Esme brachten etwas Besonderes in die Katzengang und ich bin froh, daß wir das nicht verpaßt haben.
Manchmal nenne ich Gundel aus Versehen Esme ... wenn sie neben mir einschläft, ihre Beine um meinen Arm herum, meine Hand auf ihrem Bauch.
Mir fehlen meine wunderschönen Panther.
Donnerstag, 9. Februar 2023
Auf der Mauer
Ist es nicht seltsam, wie man manchmal etwas anschauen kann und einfach nichts damit anzufangen weiß? Ich nehme an, das passiert den meisten kreativen Menschen, wenn nicht sogar allen.
Und manchmal dauert es Jahre und Jahre und Jahre, dann auf einmal - bumm.
Ich erinnere mich daran, diese Mondsteine gekauft zu haben, weil mich die verschiedenen Farben und die - für mich - ungwöhnliche Form faszinierte. Ungewöhnlich, weil ich runde Steine benutzte. Die Form (und Größe) waren für mich jedoch ein großes Problem, weil ich keinen Weg finden konnte, sie in eines meiner Stücke einzuarbeiten. Damals häkelte und strickte ich nur mit Draht, und mein einziger Versuch, mit den Mondsteinen zu arbeiten war irgendwie okay, aber definitiv nicht okay genug. Nachdem ich das Stück - ein Drahtstrickkragen - ein paar Jahre lang immer wieder angeschaut hatte, nahm ich es schließlich auseinander und die Mondsteine wanderten in die Schublade zurück.
Kürzlich suchte ich aber nach etwas in dieser Schublade, holte dies und das heraus, und als ich das Tütchen mit den Mondsteinen in der Hand hielt, war es wie eine Offenbarung - eine Trockensteinmauer!
Es war recht passend, daß ich als Hintergrundunterhaltung Inspector Barnaby laufen hatte. Ländliches England, hier komme ich ;-)
Das Glück war auf meiner Seite, die Mauer wurde gerade. Nun fehlte nur noch jemand or etwas, das darauf saß. Wartet, wie wäre es mit einer Katze?? Das war natürlich ein Witz. Eine Katze war die erste Wahl, und da ich in meinem "Arbeitskästchen" einen schwarzen Glascabochon hatte - tatsächlich purer Zufall - wollte sie offensichtlich schwarz sein.
Um den 3D-Effekt zu verstärken, gab ich Kopf und Schenkeln eine extra Schicht Rocailles und dem Schwanz eine zusätzliche Schicht matter Kristalle. Die Katze bekam außerdem rundherum zwei Reihen Rocailles, damit sie nicht mit dem Hintergrund verschmelzen würde.
Ich liebe den Hintergrund. Diese Hexagonperlen funkeln so richtig, was durch das willkürliche Aufsticken noch stärker wird. Die kleinen "Sterne" bemerkt man kaum. Das war so zeitaufwendig, aber meiner Meinung nach war es das echt wert.
Aus dem ganzen einen Anhänger zu machen war schwieriger als gedacht. Gefädelte Ketten gefielen mir nicht, die Ösen, die ich probierte, waren nicht besser. Letztendlich beschloß ich, eine dieser Kunstseideketten zu besorgen und dafür eine Schlauchöse (keine Ahnung, wie das offiziell heißt) zu fädeln.
Nun wünschte ich, es wären mehr Mondsteine übrig, da ich sehr in Versuchung bin, noch eine Trockensteinmauer zu machen. Hatte ich nicht noch irgendwo ein paar Tilaperlen .....
Donnerstag, 19. Januar 2023
Graf Catula
Laßt
mich als erstes sagen, daß es mir leid tut, euch bis jetzt noch kein
gutes Neues Jahr gewünscht zu haben. Ihr wißt, wie das ist, das Leben
kam dazwischen. Also bin ich jetzt da, sehr spät. Frohes Neues Jahr!
Nun möchte ich euch erstaunliches Bildmaterial vom Schloß Bran zeigen, das man auch als das Dracula-Schloß kennt.
Scheint so, als hätte das Schloß einen neuen Besitzer, und ich habe ein Exklusiv-Bild von ihm.
Ich weiß nicht, irgendwas ist seltsam an ihm, aber ich kann nicht genau sagen was. Wartet mal ... sind das Katzenohren und ein Schwanz??
![]() |
| Bild des Schlosses Bran von Dobre Cezar auf Wikipedia (CC BY-SA 3.0 ro) |
Samstag, 3. Dezember 2022
Mach Platz, Weihnachtsmann! - Das dritte Türchen
Tut mir leid, Weihnachtsmann, aber es sind zwei Neue in der Stadt.
Erstmal haben wir Weihnachtsgundel. Sie findet den Job in Ordnung, mochte aber das Outfit nicht besonders. Endlich gewährte sie mir eine Minute, um das abzuhaken, so konnte ich Bilder machen.
Dann haben wir noch den Weihnachtsdekan. Der Hut war ihm egal, aber die bloße Vostellung, die ganze Welt bereisen und Kamine hinab- und wieder hinaufzukommen, war sehr erschöpfend.
Das verlangte auf jeden Fall erst nach einem (nicht so) kleinen Nickerchen.
Kinder, wenn ich ihr wäre, würde ich auf Weihnachtsgundel zählen, damit sie euch Geschenke bringt, denn ich glaube nicht, daß der Weihnachtsdekan der Aufgabe gewachsen ist!
P.S. Ich bin kein Fan von Kleidung für meine Katzen, aber ich konnte dem hier nicht widerstehen, nachdem ich herausfand, daß die Mütze meines Steiff-Santa Claus (Replik) nicht (mehr?) an seinem Kopf befestigt war. Die Größe war so perfekt.
Gundel warf die Mütze durch eine kleine Kopfbewegung ein paar Mal ab, gab dann aber nach, weil das manchmal einfacher ist, als ewig von mir belästigt zu werden.
Der Dekan machte es etwas schwerer. Ich mußte ihn für ein Nickerchen auf das Bett locken, und als er wieder wach war, war er immer noch zu müde, um sich um eine dumme Mütze zu kümmern.
Sonntag, 11. September 2022
Bat Cat
Ich habe euch diese geflügelte Kreatur schon einmal gezeigt, mein absoluter Favorit unter den Bildern meiner Freundin Heather. Ich denke dabei an Ponder und ich liebe es so sehr.
Es hat auch die verschiedenen geflügelten Katzen inspiriert, die ich im Laufe der Jahre gemacht habe. Sie hatten Drahtflügel in Kupfer oder Silber, aber nachdem ich das Perlensticken und Pailletten für mich entdeckt hatte, was im Moment leichter für meine Hände ist als Draht, habe ich mich darin verliebt, Flügel in dieser Technik zu machen. Ich schätze, es war nur eine Frage der Zeit, bis eine Katze mit den Flügeln einer Fledermaus auftauchen mußte.
Diese schwarze Katzenperle kam mit einem Problem zu mir. Der Schwanz, der sich auf der Vorderseite nach oben ringelte, fehlte, es sah aus, als wäre er einfach abgeplatzt. Ich konnte es nicht über mich bringen, sie wegzuwerfen, hatte lang aber auch keine Idee dafür.
Nachdem ich aber die Dämonenwächter, Totenkopfohrringe mit Fledermausflügeln gemacht hatte, schaute ich mir meine schwarzen Katzen an und dachte, das wäre perfekt für sie, ich würde es aber erstmal mit der angeknacksten Perle ausprobieren.
Als ich sie auf den Untergrund klebte, bemerkte ich eine feine Linie über den Hals, am oberen Rand des horizontalen Lochs. Oh-oh. War es das, was ich dachte? Jepp, nur ein kleines Ziehen und der Kopf brach ab. Trotzdem war ich immer noch nicht bereit, sie wegzuwerfen.
Ich klebte sie gründlich und füllte sogar das Perlenloch, das ich nicht wirklich brauchte, mit Kleber. Dann machte ich dem Kater (keine Ahnung, warum ich denke, daß es ein Kater ist) einen "pelzigen" kleinen Fledermauskörper, um den fehlenden Schwanz zu verstecken, und nähte, um ihn noch sicherer auf dem Untergrund zu befestigen, durch den gehärteten Kleber im Perlenloch.
Als nächstes waren die Flügel dran.
Ich wählte glänzendschwarz und schwarz mit AB-Finish für die Pailletten. Ich mußte die Flügel kleiner machen, als ich es normal getan hätte, weil ich nicht genug Untergrund auf der einen Seite hatte, ein mir nur zu vertrauter Fehler, aber eine Herausforderung ist ja auch ganz nett ;-)
Zuletzt kamen noch ein paar mattschwarze Glasschliffperlen - die ich auch dazu benutzt hatte, die Perlenlöcher abzudecken - an den Schlaufen für die Kette und an dem baumelnden schwarzen Kristalltropfen dazu
Was ich für eine Kette benutzen werden, habe ich noch nicht entschieden.
Hier ist er nun, Mister Cat Bat.
Ich finde, das war eine ganz gute Rettung. Natürlich wird er nicht in den Verkauf gehen, aber ich werde ihn gern selber tragen.
Von ihm inspiriert habe ich dann noch eine Vampirkatzenkette gemacht (mit größeren Flügeln ;-)).
Sagt hallo zu Count Catula, der bald über das Meer fliegen wird.
Freitag, 1. Juli 2022
SilhouetteCat und die Meerjungfrau
Nein, sie sind kein Paar, auch wenn der Titel das so aussehen lassen könnte ;-) Obwohl man ja nie weiß, ob sie sich unter einem Vollmond getroffen haben, SilhouetteCat sitzt vielleicht am Kai und schaut zu seiner Freundin hinunter, die aus den Tiefen des Meeres gekommen ist, um hallo zu sagen? Ich frage mich, welche Art Konversation sie wohl führen könnten.
Fangen wir mit SilhouetteCat an.
Wenn ihr mir schon eine Weile folgt, wißt ihr vielleicht, daß er eine meiner Lieblings-HeatherCats ist und daß ich mehrere Versionen von ihm gemacht habe.
Das hier ist meine zweite Perlenstickversion und die erste in Farbe, alles nur, weil ich nicht widerstehen konnte, aus einem schimmernden Schachbrettcabochon einen Mond zu machen.
Ich hatte keine HeatherCat geplant. Mein erster Gedanke war ein Baum gewesen, der den Vollmond "hält", aber zum Glück habe ich ein großes Stück Stickunterlage benutzt, so als Mabel, meine Muse, mir ins Ohr geflüstert hätte, daß ein Mond eine Katze braucht ...
Als ich erstmal die Fassung für den Mond gefädelt und ein paar Reihen rundherum hinzugefügt hatte, wußte ich, daß mich das an Heather's SilhouetteCat erinnerte.
Also fügte ich den schwarzen Kater hinzu - mit einem leicht veränderten Körper, weil ich nicht wollte, daß er bis ganz zum Mond hinaufreichte.
Nun ein paar Sterne. Beim Perlenweben haben meine Nachthimmel oft Punkte als Sterne, aber dieser Mond war so groß, daß ich das Gefühl hatte, sie müßten auch größer sein. Cabochons, die gepaßt hätten, hatte ich aber keine, also entschied ich mich für noch mehr Kreise (das ist wahrscheinlich der Grund, warum sich Leute an Van Goghs "Sternennacht" erinnert fühlen, wenn man aber genauer hinschaut, sieht man, daß es nicht wirklich so viele Ähnlichkeiten gibt und es war auch nicht meine Inspiration).
Es hat auch Spaß gemacht, Fransen zu machen. Ich habe immer noch Tonnen von diesen Daggerperlen aus der Zeit, als ein altes Projekt abgebrochen wurde, und die Farbe war perfekt.
Dann war ich am üblichen Punkt. Was für eine "Kette" sollte ich nehmen? Natürlich dachte ich an mein geliebtes Herringbone, aber diesmal gefielen mir weder die 4- noch die 6-Perlen-Kette, weil die unterschiedlichen Blautöne verschiedene Größen hatten.
Mir fiel aber ein, daß ich gerade erst Bänder aus Wildlederimitat bekommen hatte und daß da aus meinen frühen Perlenwebtagen noch eine Menge Bandenden waren, und tatsächlich sahen die geflochtenen Bänder viel besser aus.
Nun bin ich wirklich glücklich damit, wie das ganze Schmuckstück geworden ist!
Und die Zöpfe brachten mich tatsächlich zu einem WIP, das neun Monate in meiner berüchtigen WIP-Schublade verbracht hat - meine Meerjungfrau.
Ich hatte sie noch nicht mal hier gepostet, weil ich dachte, sie würde viel eher fertigwerden, aber ich hatte das gleiche Problem mit der Kette gehabt. Perlenwebbänder saßen nicht richtig, die Herringbone-schläuche sahen nicht richtig aus.
Zum Glück waren die anderen "Wildleder"bänder, die ich gekauft hatte, ein dunkles Seegrün und ein helles Blau und paßten so perfekt zu den Farben im Schwanz der Meerjungfrau.
Eigentlich war meine erste Idee nur ein Fischschwanz mit lauter Pailletten gewesen, aber nur ein Schwanz wirkt immer gleich so abgeschnitten, daher entwickelte sich stattdessen diese große Meerjungfrau, bekam mehr und mehr Haare und einen großen Fischschwanz. Es hat Spaß gemacht ;-)
Es ist erstaunlich, wie befriedigend es ist, ein lange wartendes WIP fertigzumachen, weil endlich die richtige Idee aufgetaucht ist, und ich bin auch sehr froh, daß sie es aus der Schublade herausgeschafft hat, die über die Jahre für einige andere Stücke zur Endstation wurde.























