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Samstag, 14. Dezember 2024

4 x Jack

Für manche Leute bedeutet San Francisco die Golden Gate Bridge, die Painted Ladies, Fisherman's Wharf, Cable Cars und das Fairmont - das sind nur die ersten paar Sachen, die mir eingefallen sind, aber als wir es das erste Mal in die USA schafften, bedeutete es für den Ex und mich auch FAO Schwarz, dessen Verbindung zu Steiff dank einiger Spezialeditionen unter Sammlern berühmt war.
Bei unserem ersten Besuch dort hatten wir nicht viel Zeit, was für unser Bankkonto wahrscheinlich besser war. Durch FAO Schwarz kamen wir mit einer Dame in Kontakt, die ein paar Steiff-Reparaturen für sie vorgenommen hatte, und als wir einige Jahre später nach San Francisco kamen, gingen wir wieder dorthin, diesmal mit der Dame, die inzwischen eine gute Freundin geworden war.
Oh Mann, wir waren wie Kinder in einem Spielzeugladen. Wartet mal, wir waren ja tatsächlich in einem Spielzeugladen ... Okay, wir waren auf jeden Fall große Kinder. Wir versuchten echt, brav zu sein, aber ihr wißt ja, wie das manchmal so ist.

Natürlich hatten wir erwartet, etwas von Steiff zu kaufen, aber dann entdeckten wir auch noch Jack, vier, um genau zu sein, und konnten nicht widerstehen.
Es war ein Set von vier Jack Skellingtons aus "The Nightmare Before Christmas" einer in seinem gestreiften Anzug, einer als die Vogelscheuche mit dem Kürbiskopf, einer in seinem Pyjama (sein Buch ist gerade in einer anderen Vitrine, einer meiner Kens liest daraus meinen Skippers und anderen Familienmitgliedern vor ;-)), und einer als "Sandy Claws" in einem Santa-Anzug.
Für die, die den Film nie gesehen haben ... Jack, der Kürbiskönig, ist König von Halloween Town und er ist gelangweilt und quält sich, weil er immer wieder Halloween vorbereiten muß. Durch Zufall entdeckt er die Tür nach Christmas Town im Wald und er ist über diesen wundervollen Feiertag von Freude überwältigt. Trotz der Warnungen von Sally, der Lumpenpuppe, die in ihn verliebt ist, beschließt Jack, Santa entführen zu lassen, damit er seinen Platz einnehmen kann. Er bezieht alle Einwohner von Halloween Town ein, um Weihnachten in ihrem eigenen Stil vorzubereiten.
Es klappt allerdings nicht ganz so, wie er sich erhofft hat. Kinder und Eltern sind geschockt über Geschenke, die aus Schrumpfköpfen und Monstrositäten bestehen, und das Militär wird gerufen, um Jack abzuschießen.
Inzwischen haben die kleinen Monster, die von Jack mit der Entführung beauftragt wurden, Santa zu ihrem Vorgesetzten Oggie Boggie, einem Schreckgespenst, gebracht, der mit Santas Leben und spielt - und mit dem von Sally, weil sie versucht hat, Santa zu retten.
Jack wird abgeschossen und ist kurz von seinem Versagen niedergeschmettert, aber dann merkt er, daß ihm das großartige neue Ideen für das nächste Halloween verschafft. Er kehrt nach Hause zurück und rettet Santa und Sally, indem er Oogie besiegt, der sein sackartiges Äußeres verliert und in einen Haufen Käfer zerfällt.
Santa beeilt sich, um Weihnachten zu retten, läßt es aber noch in Halloween Town schneien, um Jack zu zeigen, daß er ihm verzeiht.
Der Film endet damit, daß Jack und Sally sich endlich gegenseitig ihre Liebe gestehen.

Hier ist ein Geständnis, der Film ist nicht auf meiner regelmäßigen Liste zum Anschauen. Obwohl ich nichts gegen Musicals habe und die Lieder "Jack's Lament" und "What's This?" wirklich liebe, ist es hier doch etwas zuviel Gesang für mich bei einem Film, der gerade mal 76 Minuten läuft (ich kann aus dem gleichen Grund auch "Die Eiskönigin" nicht anschauen, aber das ist eine andere Geschichte).
Also schaue ich ihn nur alle paar Jahre an und dieses Jahr war es mal wieder Zeit dafür.
Jack liebe ich allerdings total.
Ich habe sogar ein Armband mit ihm entworfen, aber dann war es doch besser, ihn an meine Wand zu hängen anstatt ihn in einer Schmuckschachtel oder -schublade aufzubewahren.



Es ist ein langjähriger Witz zwischen einer amerikanischen Freundin und mir, daß ich ihn ihr schicken sollte. Ich kann mich einfach nicht von ihm trennen, habe aber stattdessen etwas Kleines für sie gemacht, eine winzige gefädelte Flasche.


Im Moment sitzen meine vier Jacks hinter Glas, aber ich denke, ich sollte sie auf eine der Vitrinen setzen, auf die der Dekan nicht raufkommt. Sie würden da oben ziemlich cool aussehen.
Ich habe sie für ein Fotoshooting herausgeholt und festgestellt, daß Santa Jack einen ausgekugelten Arm hatte, wahrscheinlich vom Baum umarmen. Zum Glück war es einfach, ihn wieder reinzuschnappen.


Baum umarmen? Nun ja, als ich beschloß, ein Bäumchen zu kaufen, weil Ponder alt genug war, um ein guter Junge zu sein, was das betrifft, schlug meine Schwester vor, Santa Jack als Spitze zu nehmen. Ich liebte die Idee und Jack beschützte den Baum jahrelang. Seht doch, wie aufgeregt er war, Ponder zu begrüßen, und Ponder tat Jack niemals etwas, obwohl er schon gelegentlich ein Weihnachtsschmuckdieb sein konnte. Ich vermisse meinen großen Jungen so sehr.


Ich bin sicher, daß Gundel und der Dekan so in 30 oder 40 Jahren ruhig genug geworden sein werden, um zu dem Baum so nett zu sein, wie es Ponder war.
Was denkt ihr, was meine Chancen dafür sind, daß das eintritt?
Im Moment wette ich auf 0%, weil der Dekan schon fast eine Stunde lang um den und im Baum herumspringt!

Samstag, 9. Juli 2022

Das "Energie"-Armband

Immer wieder mal schaue ich mir die Stücke in meinen Lagerkistchen an, um zu entscheiden, was ich damit tun möchte. Dort liegt eine Mischung aus neuen Stücken, etwas älteren Stücken, es gibt aber auch ein paar wirklich alte Stücke.
Auf meinem Computer sind manche dieser Stücke in meinem "Inaktiv"-Ordner, was bedeutet, daß sie darauf warten, aufgetrennt, verändert oder, falls sie dessen würdig erachtet werden, gespendet zu werden. Manchmal hat es einfach damit zu tun, daß ich mich nicht entscheiden kann.

Das "Energie"-Armband ist von 2012, aus den frühen Tagen meiner Perlenweberei.
Ich habe es mit einer kleinen Fransenreihe gemacht und von dem Moment an, als ich damit fertig war, war ich nicht richtig glücklich damit. Anstatt aber etwas zu unternehmen, schaute ich mir das Armband immer wieder an und packte es dann in die Schublade zurück.
Es war wahrscheinlich eins der ersten Stücke, die im "Inaktiv"-Ordner landeten. Ich wußte nur, daß ich es nicht ganz auseinandernehmen wollte. Ich hatte einige Zeit mit dem Entwurf des Musters verbracht und bin ich immer noch seltsam fasziniert davon.
Ich erinnere mich nicht daran, was, wenn überhaupt irgendetwas, der Plan hinter dem Muster gewesen war, vielleicht ging ich in BeadTool einfach zu weit und konnte mich nicht stoppen.
Eine Freundin sagte jedoch, daß sie Energieschübe darin sah, und das beschwörte ein Bild von frühen Horrorfilmen in mir herauf - ein seltsames technisches Gerät, von einem verrückten Wissenschaftler gebaut, das Energiestrahlen aussendet. Zu wem, zu was, zu welchem Zweck, das wird ein Geheimnis bleiben müssen.

Als ich es heute anschaute, dachte ich, daß das wahrscheinlich der Grund war, warum die Fransen für mich nicht funktionierten. Sie paßten nicht zu diesem Bild.
Also schnitt ich sie endlich ab, und die geraden Ränder sehen viel besser aus, finde ich.


Warum ich zehn Jahre dafür brauchte, das zu erkennen, wollt ihr wissen?
Ich habe keine Ahnung. Vielleicht hatte das Armband ja inzwischen genug Energie, um etwas davon auf mich zu übertragen? ;-)

Donnerstag, 30. April 2020

Art Elements Design Challenge and Blog Hop - Bienen

Ich muß zugeben, daß ich wieder mal ohne Idee oder Inspiration in diese Art Elements-Challenge eingestiegen bin, weil ich das Thema einfach liebte, das Niky ausgewählt hat - Bienen.
Hier ist ein altes Bild aus unserem kleinen Garten hinten und eines aus dem wundervollen Cambridge University Botanic Garden.





Nun zur Challenge.
Ich habe nicht viele gelbe Perlen. Ich habe ein paar Delicas, ein paar tschechische Rocailles, und ich hatte ein Armband, das darauf wartete, auseinandergenommen zu werden, mit Drahthäkelblumen aus Riverstone- und gelben Katzenaugenperlen. Ich dachte, die Katzenaugenperlen würden nette kleine Bienenkörper abgeben, aber ich konnte ja kaum schwarze Streifen aufmalen. Stattdessen beschloß ich also, keine Bienen zu machen, sondern etwas zu weben, das von Bienenfarben inspiriert war.
Der Plan war eine Perlenwebbasis in schwarz und gelb mit Katzenaugenverzierungen. Wegen des Kontrastes benutzte ich schwarze Rocailles und gelben Faden, und weil ich nicht wollte, daß die Katzenaugen zu hoch saßen, dachte ich mir, ich würde nette kleine Ausschnitte für sie im der Basis freilassen.
Ich webte also und fing dann an, Fäden einzunähen. Neun Perlen bedeuteten neun Ausschnitte bedeuteten 54 Fäden zusätzlich zum Einnähen. Die Anzahl war nicht das Problem, mir macht das Einnähen nichts aus, aber obwohl ich die Kettfäden auf beiden Seiten ziemlich lang gelassen hatte, waren die meisten dieser Fäden sehr kurz. Schließlich waren sie ja keine extra Fäden. Die eine Reihe, in der sich drei Ausschnitte "trafen" - nicht die klügste Idee, die ich je hatte - resultierte darin, daß ich aus einem langen Faden acht herauskriegen mußte. Überwiegend führte ich die Nadel also entlang des Kettfadens, fädelte dann ein, zog sie durch, ging mit der Nadel durch eine der waagerechten Reihen, fädelte ein, zog durch .... für nur einen von 54 Fäden. Wiederholen, wiederholen, wiederholen ... Ich habe kürzere Nadeln, sie sind aber etwas zu dick für meinen Geschmack.
Endlich konnte ich die Katzenaugen einnähen. Als ich aber fertig war, schaute ich mir mein Armband an und dachte, wow, das ist wirklich, wirklich ... LANGWEILIG! Ächz.

Was nun? Ich mußte mir was einfallen lassen, um das ein bißchen aufzupeppen. Ich versuchte dies und das, und schließlich gab ich all den kleinen gelben Bienen Flügel aus klaren 15er Rocailles mit AB-Finish. Sie sind ziemlich zart, also wollte ich nicht, daß sie auf dem Armband herumflattern, und ich befestigte jede Flügelspitze an der gewebten Basis.
Leider war ich immer noch nicht glücklich. Es half nichts, diese Bienen brauchten ihre Streifen. Was wenn ich jeder einen Streifen aus 15ern Rocailles machte? Natürlich würden sie nicht fest an den Körpern sitzen, aber man bekäme doch die Vorstellung von Bienen. Erst als ich alle neun Katzenaugen "bemalt" hatte, fand ich, daß ein zweiter Streifen sogar noch besser wäre o.O

Okay dann. Hm. Nun wünschte ich, ich hätte von Anfang an daran gedacht und den Bienen eine grüne Basis zum Draufsitzen gegeben. Nicht daß ich die Perlen dafür gehabt hätte. Nicht daß ich ganz von vorne anfangen wollte. Nicht daß es auch nur Sinn machte, jetzt darüber nachzudenken. Nachtfliegende Bienen. Gibt es Bienen, die nachts fliegen? Offensichtlich weiß man nicht soviel über Bienen und ihren Schlaf, außer daß sie schlafen oder zumindest Nickerchen halten. Arbeiterbienen arbeiten auch nachts im Stock, aber Bienen fliegen nicht nachts.
Nun ja, meine taten es nun und das sah ganz schön düster aus. Ich konnte ihnen doch wenigstens ein paar Blumen geben? Also tat ich das.
Glaubt mir, in diesen Basisperlen steckt eine MENGE Faden und eine Menge Zeit in diesem Armband!
Jetzt mußte ich aber nur noch die Bandenden und den Verschluß anbringen, diesmal in einem Goldton, der hier besser paßt als meine üblichen Silber- und Kupfertöne.


Wow. Ich war mir ehrlich nicht sicher, daß ich das rechtzeitig schaffen würde. Ich bin fast von meiner eigenen Geduld beeindruckt :-P

Dies ist ein Blog Hop, schaut euch also bitte auch die Posts der anderen Teilnehmer an!

Gäste
 
Alysen - Cat (das bin ich ;-)) - Evie and Beth - Hope - Kathy - Kelly - Sarajo - Tammy  

AE-Teammitglieder


Cathy - Jennifer - Jenny - Marsha - Niky - Sue



Ich werde diesen Post mit einer Bildcollage von Bienen beenden (bei Tag fliegende ;-)), die mir eine Freundin geschickt hat. Sind sie nicht schön?


Donnerstag, 31. Mai 2018

Art Elements Design Challenge und Blog Hop - Gezeitentümpel

Diese Challenge ist nicht zu verwechseln mit den Oldies but Goodies, die normalerweise donnerstags hier auftauchen. Als meine Freundin Laney zur Mai-Challenge auf der Art Elements-Seite postete, beschloß ich spontan, als Gast mit einzusteigen, um mich zu inspirieren und auch meinem Blog einen kleinen Kick zu gaben.
Das Thema waren Gezeitentümpel und Lesley von Art Elements-Team zeigte uns in diesem Post ein paar wunderschöne Inspirationen.

Nun zur ersten Überraschung - ich bin nicht wirklich ein Strandmädchen. Ich lebe nicht annähernd am Meer, und ich bin auch nicht die Art von Mensch, der ooh und aah macht, wenn er einen Sandstrand mit Palmen sieht.
Es ist aber nicht so, als wäre ich noch nie an einem Strand gewesen. Ein absoluter Pflichtteil eines jeden Trips in die Bay Area war zum Beispiel ein Tag an einem bestimmten Strand. Wir sprechen hier nicht von schönem Sand und tiefblauem Ozean. Wir sprechen von der Art, die mich überwältigte, weil man nichts als Wasser sehen konnte und weil alles, an das ich denken konnte, die faszinierenden und schrecklichen Kreaturen waren, die vielleicht dort draußen waren. Ich kann ja immer noch dem "Weißen Hai" die Schuld für dieses Gefühl anhängen (auch wenn das ein alter Favorit von mir ist, "Der Weiße Hai", nicht das Gefühl). Während ich genau aus diesem Grund nicht gerade bereitwillig ins Meer gesprungen wäre, genoß ich den Rest doch wirklich - nach hübschen Muscheln Ausschau halten, im seichten Wasser spazierengehen, unser Picknick vor den Möwen zu verteidigen.
Natürlich gab es auch noch andere Strände.

Und da war dann noch der Strand in Wales, den wir niemals fanden. Ich glaube immer noch, daß sie dieses Schild nur aufgehängt hatten, um uns in das Feld mit der großen Kuhherde zu locken, damit sie uns zertrampeln konnten. Nein, ernsthaft, wir fanden einfach den Weg nicht, nachdem wir diesen Pfad ausprobiert hatten und diese Straße, und schließlich gingen wir zurück und landeten stattdessen in einem Teehaus. Nicht die schlechteste Alternative, wenn ihr mich fragt. Es war so heiß an dem Tag, ich hätte keinen einzigen Schritt mehr laufen könnten, nicht für den schönsten Strand auf der Welt!

Ich kann nicht mal sagen, ob ich je mit eigenen Augen einen Gezeitentümpel gesehen hatte, obwohl ich eine sehr klare Vorstellung davon hatte. Ich wußte sofort, daß ich etwas auf eine perlengewebte Armband-Basis in einer meiner Lieblingsfarben, hämatit AB, aufbringen wollte. Natürlich hat ein Armband nur so viel Platz, und ich mußte entscheiden, was drauf sollte.

Dies ist das Ergebnis.
Das grüne Seeglas kommt von einem dänischen Strand. Ein Freund hat es für mich nach Hause gebracht. Die kleinen Schneckenhäuser und die Muschel sind von italienischen und griechischen Stränden und waren ein Mitbringsel von einer Kollegin. Und natürlich mußten auch noch Perlen dazu, die all diese Elemente sozusagen miteinander verbanden und eine Mischung aus grau-klaren und metallisch-eisblauen Rocailles, um sie festzuhalten.



Es sind so viele talentierte Leute, die Teil dieses Blog Hops sind, ich hoffe, ihr werdet die Gelegenheit nutzen, euch anzuschauen, was sie kreiert haben. Ich werde mein Bestes tun, an diesem Wochenende herumzukommen.
Und ein großes Danke an Art Elements, daß ich hier als Gast mitmachen darf!

Gäste

Raven - Kelly - Kathy - Tammy - Alyson - Elaine - Mischelle - Deborah - Anita - Jill - Shirlee - Sarajo - Melissa - Jenny

AE Team-Mitglieder

Caroline - Cathy - Claire - Jen - Laney - Lesley - Marsha - Niky - Sue - Lindsay - Jenny

Freitag, 20. Januar 2017

Pack die Vorräte an - Die Raupe

Tatsächlich seid ihr willkommen, alles was ihr wollt in diesem Armband zu sehen. Ich merke, daß ich dazu tendiere, alle möglichen Tiere zu sehen, während andere völlig unterschiedliche Dinge entdecken, und dies hier erinnert mich an eine glückliche kleine Raupe. Oder auch nicht so klein, wenn man in Betracht zieht, daß sie es fast um das ganze Handgelenk herum schafft.

Zu Anfang gab es jedoch keinerlei Plan zu einer Raupe . Ihr werdet inzwischen vielleicht denken, daß ich es nicht ernst meine, wenn ich sage, ich stolpere über Vorräte, aber es ist wahr. Ich bin in diesen Dingen traurig desorganisiert.
Diese Glaslinsen, die eine Freundin mir geschenkt hat, haben mich praktisch angesprungen. Sie haben das schon ein paar Mal zuvor probiert und sind von Schublade zu Schublade gewandert, weil ich keine spontane Idee dazu hatte, Linsen zu benutzen, die nicht seitlich gebohrt waren. Es muß frustrierend für sie gewesen sein ;-)

Nachdem ich mit verschiedenen Perlensorten und -formen auf meinem Webrahmen - wie meinen Daggerstücken - gespielt hatte, sah ich, daß die Lösung so einfach war. Ich webte einen Streifen aus hämatitfarbenen Rocailles und den amethystfarbenen Glaslinsen, mit kurzen schwarzen Streifen an beiden Ende, die ich mit den gleichen Bandstücken wie letzte Woche versehen wollte (ich hab ja gesagt, sie werden wiederkommen).

Ihr kennt mich, ich ändere ein Design oft spontan, und das habe ich auch hier getan. Nachdem ich die Kettfäden eingewebt hatte, dachte ich mir, es wäre cool, wenn die Linsen noch mehr herausstechen würden, in verschiedene Richtungen anstatt nur gerade hoch auf einer flachen Oberfläche.
Also rollte ich den Streifen zu einer Röhre und nähte diese unter Verwendung einiger großer Rocailles, die von einem anderen Projekt übriggeblieben waren, zusammen - außer die schwarzen Ende, für die ich dann doch die Bandstücke hernahm. Auf diese Weise sieht man den Saum nicht, da sie das Armband geradehalten und damit den Saum auf der Innenseite. 
Voilà!
 


Welche Raupenfarben würdet ihr in Zukunft gerne sehen?

Freitag, 13. Mai 2016

Pack die Vorräte an - Gefädeltes Piggybead- und Rocaillesarmband

Heute mache ich es kurz und zackig.
Die Arbeit an einem Projekt (und einigen Aufgaben im Haus) war auf meiner To-Do-Liste gewesen, aber ich bin so kaputt von dieser Woche, daß das nicht geschehen wird. Leider.
Ihr habt vielleicht bemerkt, daß ich letzte Woche auch hier nicht zu finden war. Ich wollte nicht noch einen Freitag auslassen, aber offensichtlich konnte es nichts Kompliziertes werden.
Nicht kompliziert muß aber nicht langweilig bedeuten. Zumindest ist das meine Meinung über das heutige Armband, das aus matt-metallicfarbenen Piggybeads und glänzenden goldenen Rocailles gefädelt ist. Was denkt ihr?



Freitag, 8. April 2016

Pack die Vorräte an - Geduld und Perlen

Erinnert ihr euch an meine Perlenfresser? Lange Drahtstrickschals mit Glasperlen?
Der heutige Vorratsfresser ist jedoch nicht ganz so lang, weil er dazu gedacht ist, ihn um das Handgelenk zu wickeln anstatt um den Hals. Perlen, Perlen, Perlen. So üppig ....

Freitag, 18. März 2016

Pack die Vorräte an - Native Copper und Porzellanjaspis

Mehr als einmal habe ich euch von den Cabochons in meiner kleinen Schublade erzählt.
Jetzt bin ich jedoch wild entschlossen. Ich bin so entschlossen, daß ich verspreche, in den nächsten paar Wochen nur Cabochons aus meinem Vorrat zu verwenden. Vielleicht sollte ich ja keine Versprechungen machen, aber ich bin wirklich willig.

Schaut euch das doch mal an. Nicht nur ein Cabochon, sondern gleich zwei!

Native Copper hat reines Kupfer in einer Steinmatrix. Könnt ihr die kleinen Flecken erkennen?
Natürlich machte es Sinn, hierfür Kupferdraht zu benutzen, aber nochmal einen Anhänger wollte ich nicht machen. Stattdessen ließ ich mir dieses aus Draht gestrickte und gehäkelte Armband einfallen. Und wißt ihr was, ich habe sogar diese braunen Rocailles (an die ihr euch vielleicht von letzter Woche erinnert) aufgebraucht.
Ich weiß nicht, was ihr seht, aber ich fühle mich hier fast an eine kleine (asymmetrische) Krabbe erinnert ;-)


Porzellanjaspis ist so ein wunderschöner Stein. Ich habe mehr als einen und ich sitze drauf wie ein Drache auf seinem Hort. Ich fühlte mich immer zu schwarz und grau hingezogen und liebe dieses Muster.
Findet ihr nicht auch, daß die Perlen einfach perfekt dazu passen?

Freitag, 18. September 2015

Pack die Vorräte an - Gefädeltes blaues Herzarmband

Neulich habe ich ein Paar Ohrringe für die monatliche Challenge der Jewelry Artisans Community gemacht, "shoulder dusters", wie sie auf Englisch heißen, also sehr lange Ohrringe, die die Schultern streifen. Größere tiefrote feuerpolierte Kristalle, schwarze und goldene Rocailles und rote Kristalltropfen, sehr gothic im Stil.
Ich dachte mir, daß das Design, das von einem etwas verunglückten gefüllten Netzarmreif herrührte, auch bei einem Armband funktionieren würde ... und wie wäre es, Doppelkegelkristalle zu verwenden ... vielleicht silber und blau ... was habe ich in meiner kleinen Schublade ... hey, warte mal!

Es ist erstaunlich. Ich krame oft in dieser Kristallschublade, manchmal nur, um mir das Funkeln anzuschauen, aber ich hatte diese kleine Tüte mit blauen feuerpolierten Kristallen seit Monaten nicht gesehen. Wie sie sich ganz allein bis nach vorne durchkämpften, weiß ich nicht, aber sie suchten offensichtlich nach Aufmerksamkeit.
Zuerst wollte ich noch ein Paar Ohrringe machen, aber je länger die Reihe von kleinen "Herzen" wurde, um so mehr wollten diese Kristalle ein zartes und süßes Armband werden. Wer bin ich, daß ich ihnen das versagen würde?


Dies sind übrigens die Ohrringe.
Aus technischen Gründen, die eine Menge Haarzerren, Kopf auf den Tisch hauen und unkontrollierbares Schluchzen verursachten, ist davon noch nichts gelistet, aber laßt mich wissen, falls ihr mehr in diesem Design sehen möchtet, vielleicht auch mit anderen Farben?

Freitag, 7. August 2015

Pack die Vorräte an - Ran an diese Rocailles!

Es ist die Schuld meiner Schwester oder vielleicht ist es die Schuld der Mädchen an ihrem Arbeitsplatz.
Ein paar von ihnen haben zu den Perlen gefunden. In einem zukünftigen Post werde ich euch ein paar ihrer Stücke zeigen. Als Schwesterherz die Idee hatte, daß meine Francie ein Gänseblümchenstirnband tragen mußte, mußte ich den passenden Stich nachschlagen. Ich gab ihn an sie weiter, sie gab ihn an die Mädchen weiter und sie begannen Gänseblümchenketten zu machen.
Als ich Herringbone-Armbänder und -Ketten mit Twin Beads machte, um etwas von meinem Vorrat zu benutzen, gab ich das an sie weiter, sie gab es an die Mädchen weiter - und mehr, aber wie bereits gesagt wird das Thema eines späteren Posts werden - und sie machten Twin Bead-Armbänder.

Ich schätze, es war eine natürliche Konsequenz, daß wir das erweitern mußten. Ich und Perlen ohne Webrahmen? Unglaublich.
Während meine Schwester den St. Petersburg-Stich erforschte, begann ich mit RAW, dem Right Angle Weave.
Ich benutzte Kristalle, Rocailles, Würfelperlen und veränderte jeweils die Anzahl der Perlen zwischen den Akzentperlen.

Zusammen mit den Daydreamer Rope Armreifen nach einem Design von Jill Wiseman brauchte ich so Tonnen meiner Vorräte an tschechischen Rocaillesvorräten auf. Die Armreifen sind in diesen kräftigen Farben übrigens klasse zum Übereinandertragen!

Was denkt ihr, welchen Stich ich versuchen soll, als nächstes zu lernen?


P.S. Das erste Armband ist in meinem DaWanda-Shop, die anderen warten noch auf ihre Fotosession.

Freitag, 24. Juli 2015

Pack die Vorräte an - Kumihimo-Kordel- und Perlen-Armband

Für dieses Armband mußte ich wirklich tief in meine Vorratsschubladen greifen!

Zunächst wollte ich nur ein schmales Armband weben. Ich hatte etwas Perlensuppe aus Würfelperlen in kristall mit Goldeinzug, transparentem Topas mit und ohne AB-Finish und ich hatte nicht lang zuvor für ein Stück in einer Serie Rocailles in kristall mit Goldeinzug und transparentem Topas bestellt, von denen ich noch welche übrig hatte.
Mir gefällt der der Look von sich in einer Reihe abwechselnden Würfelperlen und Rocailles wirklich gern - so wie ich es auch bei dem O-Beads-Armband und -Anhänger gemacht hatte - was mich an Tweed erinnert. Eine tolle Struktur.

Als ich aber mit dem Weben fertig war, wußte ich, daß noch etwas fehlte, aber was? Ich ging nochmal durch meine Schubladen und fand goldfarbene Kumihimo-Kordel, die gerade richtig schien und die ich schon früher beim Weben verwendet hatte.

Ich nähte eine Länge davon entlang der Mitte des Armbands auf. Das gab dem Stück nicht nur sogar noch mehr Struktur, sondern der rote Faden bewirkte auch etwas Kontrast.
Nun sahen jedoch die Seiten etwas nackt aus, also fügte ich dort zwei weitere Kordeln hinzu.
Es ist immer eine kleine Herausforderung, was man mit den Kordelenden machen soll, wenn man Bandendstücke verwendet. Wollte ich Endstücke? Was wenn ich gar keinen Verschluß anbrachte? Was wenn ich die drei Kordeln einfach dicht flocht, damit man sie dazu benutzen, das Armband am Handgelenk festzubinden, auf zwei verschiedene Arten, je nach Größe des Handgelenks?


Ich war so nahe dran, es dabei zu belassen, aber irgendwie brauchte es immer noch etwas. Es fehlte eine Verzierung an den Seiten, weil es so schmal war, vielleicht eine Reihe Rocailles? Okay. Aber nicht auf beiden Seiten. Wie wäre es mit Rocaillesfransen - den Würfelmix hatte ich bis auf einen einsamen Würfel aufgebraucht - oder vielleicht ... halt, ich hatte da doch noch Kristalle, die perfekt in der Farbe waren! Ich wußte, daß ich nicht mehr so viele davon hatte, würden sie reichen? Das taten sie, tatsächlich hatte ich sogar einen zuviel.


Hat das nicht alles gut hingehauen? ;-)
Und ein extra Bonus ist, daß ich das Armband für die monatliche JAC-Herausforderung, die diesmal um Textilkunst/Medienmix ging, benutzen konnte, UND es gab mir auch noch neue Ideen!

Das Armband ist jetzt in meinem Zibbet-Shop erhältlich.

Freitag, 3. Juli 2015

Pack die Vorräte an - Cottage Garden Armband

Okay, es ist nicht wirklich ein Cottage Garden, aber ihr müßt zugeben, es wäre schwierig gewesen, auch noch eßbare Pflanzen mit drauf zu bekommen. Mir gefiel einfach die Idee, als meine Freundin, der Chimp, ein WIP-Bild sah und meinte, es erinnere sie an einen.

Ich weiß nicht, ob ihr meinen Yin Yang-Anhänger gesehen habt, mit dem die Idee eigentlich ihren Anfang nahm. Seine kleinen Akzente mit den Glascabochons in ihren Rocailles-Fassungen im Ziegelsteinstich erinnerten mich an Blumen.
Ich hatte schon aus vielen verschiedenen Grüns eine Perlensuppe zusammengekocht, um die Basis zu weben, die ich dann mit einem Picotrand aus winzigen grünen Rocailles verzierte.
Von diesen Glascabochons war noch eine ganze Reihe in meinem Vorrat. Immer wenn ich eine Blüte fertig hatte, nähte ich sie auf das Band, bis es schließlich elf waren, jede in einer anderen Farbe. Mir fiel auf, daß ich bei den Delicas viel mehr Farben als bei den Rocailles habe. Ist das ein gutes oder ein schlechtes Zeichen?

Nun brauchten diese Blüten noch Stengel. Ich hatte ursprünglich die gleichen Perlen wie in der Umrandung verwenden wollen, aber es stellte sich heraus, daß sie etwas zu dunkel waren, um sich tatsächlich abzuheben, also benutzte ich stattdessen transparente zartgelbe Perlen mit Fäden in zwei verschiedenen Grüntönen.

Es war geplant, es dabei zu belassen, aber dann erinnerte ich mich an meine kleinen Lampworkbienen von Izzybeads. Ich fand, eine davon würde einen großartigen kleinen Baumelakzent am Armband abgeben. Auf dem Weg zur Schublade jedoch schlug die Inspiration zu. Wie wäre es damit, eine ihrer lächelnden Sonnen zu verwenden, um meine Blumen wachsen zu lassen? Noch besser!

Bitte schön.
"Ein Gänseblümchen liebte sehr
ein zweites gegenüber,
drum rief's: "Ich schicke mit 'nem Gruß
dir eine Biene rüber!"
Da rief das andere: "Du weißt,
ich liebe dich nicht minder,
doch mit der Biene, das laß sein,
sonst kriegen wir noch Kinder!"


Freitag, 12. Juni 2015

Pack die Vorräte an - Würfel, Rocailles und O-Beads

Ich möchte nicht, daß ihr die Vorstellung bekommt, daß ich mich jede Woche hinsetze, verzweifelt meine Vorräte durchwühle und dann etwas zusammenhaue, nur damit ich euch etwas zeigen kann.
Wenn ich das könnte, hätte ich wahrscheinlich von vornherein keine Vorräte, weil sie aufgebraucht wären. Hinter einem Stück muß eine Idee stecken, egal, ob es etwas ist, für das ich ein paar Wochen und eine wohldurchdachte Perlenbestellung benötige, oder ein Vorratsfresser.

Der Grund, warum die Vorratsfresser eine Herausforderung sind ist, weil ich die Inspiration dafür nicht aus der Natur, einem Film, von einem Foto, einem Gemälde, einer Geschichte oder - wahre Geschichte - einer Schüssel mit Suppe bekomme, sondern weil sie von den Perlen selber kommen muß, und so arbeite ich normalerweise nicht.

Den Stücken muß aber immer noch ich anzusehen sein. Ich kann nicht etwas machen, nur weil es im Moment trendig ist oder weil es einfach und/oder schnell zu machen ist. Darin muß ein kleines Stück von mir stecken - vom Moviefreak, von der Katzenlady, der albernen Gans, der Jeans- und Turnschuhträgerin, der Träumerin und mehr.
Vielleicht haben mir Leute deshalb schon gesagt, daß sie erkennen, wenn ich etwas gemacht habe, selbst wenn die Dinge nicht wirklich etwas gemeinsam haben.

Ich finde, daß dieses Armband auch sehr "ich" bin. Das fängt bei den Farben an, schwarz und schwarz AB, die mit mehr schwarz und schwarz AB kombiniert sind und mit - für den Überraschungseffekt ;-) - Perlen in klar AB.
Es ist leicht anzulegen und wird genausogut zu einem Kleid wie zu einem Shirt und Jeans passen. Hört sich für mich perfekt an.
 

Das Armband und ein Anhänger, der die restlichen Würfelchen aufbrauchte (es gibt noch kein Bild davon), werden bald in meinem DaWanda-Shop erhältlich sein.

Freitag, 1. Mai 2015

Pack die Vorräte an - Drahtstrickarmband mit Tigerauge

Es ist kalt heute, nicht winterlich kalt, aber April scheint vergessen zu haben, daß seine Zeit jetzt vorbei ist. Ich verbinde warme Farben mit Mai, also habe ich das mit dem heutigen Stück umgesetzt.
Nicht daß es geholfen hätte, mir ist immer noch kalt!

Als ich so meine Vorräte durchstöberte, fand ich braune Tigeraugeperlen. Die Anzahl schien genau richtig für ein Armband zu sein. Es gibt nichts Ärgerlicheres als daß einem die Perlen ausgehen, bevor ein Armband oder eine Halskette lang genug sind, weil man dann nichts mehr machen kann, außer vielleicht neue Perlen kaufen, und das wäre ja nun nicht im Sinne dieser Herausforderung.

Es war leicht, den richtigen Draht für das Projekt auszusuchen. Warm- und leuchtendgoldener Kupferdraht tun sich in diesem gestrickten Armband zusammen. Tatsächlich sieht das Warmgold sehr wie reines Kupfer aus, aber nicht völlig, und das Leuchtendgold ist mehr ein Orangeton. Perfekt für das Braun des Tigerauges!

Ich wählte Endstücke, Kette und Verschluß in antikkupfernem Ton, um das Band fertigzustellen, und voilà!


Es ist jetzt in meinem DaWanda-Shop erhältlich.

Freitag, 17. April 2015

Pack die Vorräte an - Zurück zu den Wurzeln

Was meine ich damit, zurück zu den Wurzeln
Ich denke, daß Leute, die mit Draht häkeln, oft als erstes Armbänder machen. Ich bin keine Ausnahme. Zwar habe ich mich schnell an anderen Dingen versucht, aber Armbänder kamen zuerst.

Also habe ich mir heute ein paar Glastropfen herausgesucht und mich daran gemacht, ein Armband zu häkeln, bunt und so witzig zu tragen!
Es ist in meinem DaWanda shop erhältlich.

 

Freitag, 16. Januar 2015

Pack die Vorräte an - Drahtstrickarmband mit Würfelchen und Lampworkknopf

Würfel. Winzige Würfel. Ich erinnere mich, wie ich sie zum ersten Mal entdeckte und einfach verschiedene Farben haben mußte. Es ist ja auch nicht so, als hätte ich gar keine davon benutzt. Ich habe damit gewebt (auch wenn das noch wegen meiner schwachen Peyote-Fähigkeiten in der WIP-Schublade wartet, aber das ist eine andere Geschichte) und ich habe damit gestrickt. Dann wurde es ruhig in der Würfelabteilung der Schublade.

Das ist jetzt vorbei. Ich habe alle von ihnen ans Tageslicht gezerrt und angefangen, Würfelsuppe zu machen. Ich habe ein Armband für mich gewebt. Und ich bin zu einem meiner Designs zurückgekehrt, das ich liebe.
Ein Armband zu schließen ist nicht immer einfach für jeden. Man sollte meinen, daß ich daran gewöhnt bin, das zu tun, aber es gab Zeiten - vor allem morgens - wenn ich aufgegeben habe, weil es offensichtlich nicht der Tag für ein Armband mit Verschluß war. Da beschloß ich, Armbänder mit Knopflöchern und Perlen als Knöpfen zu machen, hauptsächlich Lampworkperlen, aber auch einer Achatlinse.

Dieses Armband ist bei weitem das breiteste. Die Mischung aus hellem und dunklerem Blau glitzert wunderschön. Da ich meinen silberfarbenen Draht nicht finden konnte, griff ich zu mitternachtsblau. Es war wahrscheinlich Schicksal, denn das dunkle Blau war der perfekte Kontrast zur Würfelsuppe.
Und wie das Glück es wollte, fand ich auch noch eine verwaiste blaue Lampworkperle in meinem Vorrat. Ich kann leider nicht sagen, wer sie gemacht hat. Auch wenn ich eine Ahnung habe, bin ich doch nicht sicher, also nenne ich besser gar niemanden.



Ich bin wirklich glücklich darüber, wie dieses Stück geworden ist, und die Versuchung, auch die anderen Würfel in Armbändern zu verwenden, ist groß, aber wer weiß, um die Ecke wartet vielleicht schon eine andere Idee, also werde ich der Versuchung nicht nachgeben.

Wenn ihr mehr Bilder und mehr Details sehen wollt, könnt ihr sie im Listing meines Zibbet-Shops finden.

Freitag, 17. Oktober 2014

Der HeatherCat Newsticker

Es ist eine Weile her, daß ich über die HeatherCats gesprochen habe. Ich habe einen Turm von fertigen Projekten, von denen ich noch Bilder brauche oder die gelistet werden müssen, und ich war so ein bißchen im Perlenwahn mit etwas Draht während der Pausen. Zu viele Ideen und niemand, der freiwillig die Arbeit übernimmt, die nach dem Perlenweben kommt ;-)

Erinnert ihr euch an Heathers Stempel, von denen einer Dalicat ist? Auch Petcat gehört dazu und ich habe mich gleich in sie verliebt. Ich war mir allerdings nicht ganz sicher, wie ich die Hand mit einbinden sollte. Nachdem ich mit Heather gesprochen hatte, beschlossen wir, daß aus Petcat eine schlafende Katze werden würde. Der Gedanke ist so schön. Schlafende Katzen um mich herum, und ich entspanne mich bis an den Punkt, an dem ich meine Augen nicht mehr offenhalten kann. Tatsächlich habe ich vor ein paar Jahren schon mal über "Katzenschlafgas" geschrieben. 
Aber das sind nicht die Neuigkeiten, die ich euch erzählen wollte.
Ich wollte ein wenig über meine Arbeit sprechen, um euch eine Vorstellung davon zu geben, was hinter Stücken wie diesen steckt.



1. Farbentscheidungen ^..^
Ich liebe schwarze Katzen, das ist nicht neu. Ich bin immer versucht, jede Katze schwarz zu machen, so sehr, daß ich Greebo hinterherlaufe, um ihn anzumalen. Ok, der zweite Teil stimmt nicht, aber der erste, soweit er sich auf Katzen aus Perlen bezieht. Heathers Katzen sind jedoch oft farbenfroh, und ihre hellen und leuchtenden Farben bringen mich zum Lächeln (ein kleiner Tip, auf meiner nächsten Perlenbestell-Liste ist rosa).
Warum habe ich also diesmal weiß, silber und schwarz gewählt? Ich schätze, was mir an den Anhängern gefiel, war der Kontrast des schimmernden Weiß mit dem wunderschönen Regenbogenfinish und dem Schwarz, das ich so liebe.
Das transparente Silberlüster ist zur Zeit eine meiner Lieblingsfarben, und ich dachte, es würde einen großartigen Kontrast zum Hintergrund und dem leuchtenden Teppich abgeben.
 

Außerdem ....
2. Fadenfarben ^..^
Es ist nicht neu und nicht schwer zu verstehen, daß transparente Perlen ihre Farbe durch den verwendeten Faden etwas verändern. Ich benutze zum Beispiel gern schwarzen Faden, um einen grauen Hintergrund etwas dunkler zu machen, wie in einer Nachtszene, ein weißer Faden hingegen läßt die transparenten Farben mehr herausstechen. Man muß sich aber dabei die einzelne Perle ansehen. Ich habe ein hübsches transparentes Lila, und wenn alle Perlen zusammen in ihrem Röhrchen sind, wirken sie nicht zu hell, aber weißer Faden wäscht die Farbe so sehr aus, daß man sie kaum noch richtig sieht, was schade ist (um so mehr, da ich einmal ein Stücke auseinanderreißen mußte).
Das transparente Silberlüster hingegen, oh Mann, ich weiß nicht mal, wo ich anfangen soll. Es ist schnell zu einer der Farben geworden, die ich nicht missen möchte.
Ich habe es als Akzentfarbe für die weiße Petcat und als Fellfarbe für das Armband benutzt, mit weißem Faden links und schwarzem rechts. Könnt ihr den Unterschied erkennen?


3. Muster ^..^
Warum geht der Schwanz beim Armband nach oben und bei den Anhängern nach unten, und warum sieht er anders aus als beim Stempel?
Teils ist das künstlerische Laune. Ja, beim Stempel sieht das wirklich klasse aus, aber könnt ihr ihn euch in Perlen vorstellen? Nicht als Erweiterung. Ich möchte, daß die HeatherCats nicht nur gut aussehen, sondern auch gut zu tragen sind, ohne daß Teile abfallen. Der größere Schwanz ist sicherer. Nochmal, ich ändere nichts, ohne es vorher mit Heather abgesprochen zu haben.
Bei den Anhängern bedeutet der Schwanz nach unten, daß der Anhänger nicht so breit und darum besser zu tragen ist, und ja, ich wollte wirklich unbedingt das kleine Loch ausprobieren, damit es interessant aussieht!


Habt ihr auch bemerkt, daß es Unterschiede gibt, wie die Katze beim Armband im Vergleich zu den Anhängern aussieht?
Die Anhänger sind in einer anderen Richtung gewebt, ohne das Muster zu ändern. Da die Perlen nicht quadratisch sind, verändert das die Proportionen.

4. Einweben ^..^
Meistens webe ich meine Kettfäden zurück in das Schmuckstück. Je größer ein Stück, um so mehr Fäden sind einzuweben.
Erweiterungen wie das Ohr und der Schwanz im Armband, die gewebt sind - ich habe sie auch schon in Ziegelsteinstich gemacht - bedeuten mehr Kettfäden und mehr Einweben.
Die kleinen Löcher, die dadurch entstehen, daß der Schwanz bei den Anhängern nach unten statt nach oben geht ... mehr Kettfäden. Wenn ich so etwas mache, muß ich dafür sorgen, daß ich genug Faden auf dem Webrahmen um, um ihn auch an allen Seiten einweben zu können, ziemlich knifflig, aber für mich meistens seltsam entspannend. Ihr werdet übrigens noch mehr über das Einweben hören, wenn ich über mein neuestes Experiment spreche.

Das war ein langer Post, tut mir leid, aber hoffentlich habt ihr jetzt eine kleine Vorstellung davon, was ich mache.

Oh, und vergeßt nicht, daß ihr alle HeatherCats mitsamt den Petcats in meinem Zibbet-Shop finden könnt!

Dienstag, 22. April 2014

Der Zopf einer Meerjungfrau

Neulich postete Gwen Fisher von beAd Infinitum dies auf ihrer Seite. Gewöhnlich renne ich die entgegengesetzte Richtung, wenn ich das Wort "Mathematik" sehe. Diesmal schaute ich mir das Video an, und natürlich mußte ich es ausprobieren.



Zuerst webte ich drei Streifen aus Perlen mit weißem Farbeinzug und AB-Finish, smaragdgrün, seegrün und capriblau für den Meereslook.



Nachdem ich die Kettfäden in die Streifen zurückgewoben hatte, begann ich mit dem Flechten, nach den Instruktionen aus dem Video (danke, James Tanton).



Farben des Ozeans - ich werde hier sogar an Wellen erinnert - verlangen nach Perlen. Also fügte ich auf jeder der Überschneidungen eine weiße Button-Süßwasserperle hinzu. So kann der Zopf auch nicht verrutschen.
Ich bin mit dem Ergebnis wirklich zufrieden, was denkt ihr?


Mermaid's braid in meinem Zibbet-Shop
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