Es scheint, daß der unsichtbare Schnabel des letzten traumatisch für mich war und ich einfach nicht drüber hinwegkam ... ich mußte noch ein Huhn machen, aber diesmal als Anhänger.
Ich unterschätze immer noch jedes Mal, wie lange ich für ein solches Stück brauchen werde, vor allem da ich nur ein oder zwei Fäden des Stickgarns nehme und ziemlich kleine Stiche mache. Das ist vielleicht etwas, an dem ich noch irgendwann werde arbeiten müssen.
Warum diese gefiederte Dame ein Nest mitten auf einer Wieso haben wollen würde, wollt ihr wissen? Ich habe keine Ahnung.
Zuerst kam die Henne, die im Gras saß, und dann fühlte es sich irgendwie richtig an, ihr ein Nest zu geben. Vielleicht wollte mein Unterbewußtsein es vermeiden, Beine sticken zu müssen?
Oder vielleicht ist diese kleine Szene ein Flashback zu Kindheitserinnerungen? Es gibt eine bestimmte wilde Wiese, die mir immer einfällt, wenn ich so etwas sehe oder mache.
Die Bienen haben es offensichtlich auf die Blumen abgesehen. Sie waren erst Fliegen, aber das sah dann etwas nervig für mich aus, also gab ich ihnen Streifen.
Diese Blumen müssen köstlich sein oder es wären nicht so viele!
Und natürlich hat die Dame einen Schnabel, der so hell wie die Sonne leuchtet. Ganz und gar nicht unsichtbar! ;-)
Donnerstag, 17. Oktober 2024
Ein Schnabel leuchtet hell
Mittwoch, 9. Oktober 2024
Die Henne und das Ei
Vor ein paar Wochen besuchten wir die örtliche "Töpferei auf dem Jackenhof", wo ich letztes Jahr auch meine fröhlichen gelben Becher gekauft habe (und ja, ich liebe sie immer noch so sehr und benutze sie die ganze Zeit). Obwohl ich diesmal nur die Begleitung war, konnte ich nicht widerstehen, wenigens ein bißchen was zu kaufen, in diesem Fall eine kleine Vase in einem wunderschönen Blau und geformt wie ein Ei, dessen Deckel ab ist (sagt man das überhaupt so?).
Ich habe ein Bild gezeigt, weil ich Freunde haben, die ebenfalls Töpferwaren lieben, und eine von ihnen meinte, sie frage sich, was wohl daraus geschlüpft sei.
Jetzt habe ich es herausgefunden! Es ist allerdings etwas überraschend, ich hatte irgendwie was Größeres erwartet ...
Immer wenn ich eine neue Technik lerne, ist mein Ziel zu versuchen, ob ich sie mit meinen vorherigen Techniken kombinieren kann.
Offensichtlich Perlenstickerei ist am einfachsten mit Handstickerei zu mischen. Man schmeißt einfach ein paar extra Perlen drauf, richtig?
Wie soviele meiner Stücke war diese winzige Henne völlig ungeplant. Ich hatte ein Reststückchen Leinen und fragte mich, wie es für mich wäre, ohne Rahmen zu arbeiten. Die Inspiration, eine Henne zu machen, kam von einem Cartoon, den ich kurz zuvor gesehen hatte.
Natürlich gibt es einiges, was ich jetzt anders machen würde. Ich hätte das Polstern der Henne eingeplant, damit der Silberrand nicht ganz so obendrauf sitzen würde, obwohl ess 15er Perlen sind. Ich hätte zum Stabilisieren des Leinens nicht den dickeren Filz benutzt und meine Henne hätte einen Schnabel bekommen, den man besser sehen könnte. Meine einzige Entschuldigung dafür, ecru gewählt zu haben ist, daß es spätnachts war und ich einfach nach etwas gegriffen habe, ohne nachzudenken.
Schließlich war das ja ursprünglich nur als kleines Experimentalstück gedacht, ich hätte nicht mal geglaubt, so weit zu kommen.
Ich habe auf jeden Fall etwas daraus gelernt. Vielleicht finde ich eine Nadel, die klein genug für hintendrauf ist, und stecke mir die Henne an den Kragen meiner Jeansjacke. Oder vielleicht habt ihr ja eine Idee?
Montag, 15. Januar 2024
Ähm, Frohes Neues Jahr?
Ich weiß, ich weiß, ich bin etwas spät dran. Ich kann nur hoffen, daß ihr mir vergeben werden - ein Frohes Neues Jahr euch allen!
Habt ihr schon die ersten eurer Vorsätze für 2024 gebrochen?
Ich nicht, aber das liegt daran, daß ich schon lange keine Vorsätze mehr mache. Ich mag nicht auch noch mein eigenes Versagen vorplanen ;-)
Es ist schwer genug für mich, in dieses Jahr zu starten, nachdem ich Urlaub hatte. Wie gewöhnlich, wenn ich mehr Zeit für mich selber habe als nur meine Wochenenden, bin ich direkt in meinen normalen Rhythmus zurückgeschnappt, das heißt, ich war bis früh in den Morgen wach, schlief, solang es die Katzen eben zuließen, ging vielleicht nach ihrem ersten, zweiten und dritten Frühstück - offensichtlich sind es Hobbitkatzen - zurück ins Bett oder hatte mitten am Tag ein großartiges Nickerchen. Meinen Wecker brauchte ich nur, wenn ich den Müll rechtzeitig rausbringen mußte oder für einen meiner seltenen Morgentermine. Es war ein trauriger Moment, als ich an dem Sonntagabend, bevor ich wieder arbeiten mußte, den Wecker stellte, und nach mehr als einer Woche habe ich immer noch damit zu kämpfen.
Irgendwann hat das auch meiner Kreativität einen Dämpfer verpaßt. Das heißt nicht, daß ich dieses Jahr noch nichts gemacht hätte.
Ein neues kleines Hühnchen, Friedrun, hat ein Nest für sich und ihre Drillinge Tick, Trick und Track ausgesucht (ja, nach Enten benannt).
Für mich zwei perlenbestickte Herbstsonnen habe ich mal wieder in meinem alten Vorrat gekramt, diesmal nach den wunderschönen gefrosteten Karneolperlen.
Dann aber fing ich wieder mit Arbeiten an und schlug, kreativ gesehen, den sehr einfachen Ausweg ein, indem ich noch mehr gefaltete Peyoteohrringe in unterschiedlichen Farbkombinationen fädelte. Tatsächlich überraschte ich mich selber dadurch, daß ich die Geduld für so viele aufbrachte, aber sie waren das perfekte "Hintergrundfädeln" (was heißen woll, daß ich mich nur auf die Farben, aber nicht so sehr auf die Technik konzentrieren mußte, die anscheinend endlich den Weg in mein Gehirn gefunden hat), während ich über mein nächstes großes Projekt nachdenke, für das ich zwar eine Idee habe, aber noch nach der besten Art suche, wie ich es hinbekomme.
Es hätte sogar noch eine blaue Version gegeben, die vorgeschlagen wurde, aber ich hatte nicht genug blaue Perlen für ein Paar Ohrringe übrig. Ich habe eine Menge Grau ...
Was denkt ihr, wieviele gefaltete Peyoteohrringe werden es noch werden, befor mir meine Muse endlich diesen Funken schenkt, den ich brauche, um mit dem nächsten großen Projekt anzufangen? ;-)
Samstag, 30. Dezember 2023
Warten auf Pizza
Sie konnten jetzt jederzeit schlüpfen und sie würden definitiv Hunger haben. Wo war der Typ mit der Pizza??
Merlinde gratulierte sich selber für ihre Wahl des kleinen Hängekorbs oben im Baum als Nest. Von hier aus hatte man eine wirklich gute Aussicht zur Auffahrt hinüber und das sanfte Schwingen im leichten Wind beruhigte die Eier.
Ich hoffe nur, daß die Pizza bald auftauchen wird, bevor Merlinde noch aus ihrem Nest fällt! Aber wartet mal, Hühner können ja eine kurze Strecke fliegen ... hätte ich beinahe vergessen ;-)
Freitag, 17. November 2023
Melusine
Ich schätze, es mußte so kommen. Melusine mußte das hier ausprobieren, nachdem ihre Schwester Eulalia es getan hatte und stellte fest, daß es erstaunlich bequem war ... ;-)
Hat hier ein neuer Trend beonnen?
Mittwoch, 8. November 2023
Eulalia und das neue Nest
Eulalia war nicht wie die anderen Hühnchen. Wenn sie eine Sache machte, machte Eulalia eine andere, nur um zu zeigen, daß es gemacht werden konnte.
So eine Sache war, daß sie sich hartnäckig weigerte, ihr Nest im Hühnerhaus zu bauen. Sie brauchte etwas für sich allein, etwas anderes, etwas, das nur ihr gehörte, und sie fand es.
Es war ein sehr bequemes Körbchen, so als wäre es extra für sie gemacht worden, und es war sogar etwas schönes Heu für noch mehr Bequemlichkeit darin.
Die anderen fingen an, sie etwas eifersüchtig zu beäugen ... ich wäre nicht überrascht, wenn noch mehr von ihnen dem Beispiel folgen, aber was wird Eulalia dazu sagen?











