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Mittwoch, 18. Dezember 2024

Vorbereitung für Weihnachten - Teil 3

Ich mache das hier kurz.
In Teil 2 habe ich euch meine Dekorationen im Hausflur gezeigt. Dann habe ich bemerkt, daß eine der Steiffmäuse noch fehlte. Ein paar Tage später habe ich bemerkt, daß einer der Teddys sich auch noch in derselben Vitrine versteckt hatte.
Falls jemand mein Gehirn gesehen hat, sagt ihm doch bitte, es soll zurückkommen. Es scheint, daß ich ohne nicht so gut zurechtkomme ...



Außerdem war ich immer noch mit meinen improvisierten Haken glücklich, also besorgte ich mir ein paar Girlanden, die sie verstecken würden.
Tatsächlich funktioniert das ganz gut, aber jetzt habe ich das Problem, daß die Stangen ziemlich glatt sind und der Schmuck ziemlich schwer, was heißt, daß die Girlanden immer rutschen. Eine davon konnte ich mit den Haken an der Stange stoppen, die nicht so leichtläufig sind und die Enden darum recht gut an Ort und Stelle halten, aber die andere Stange hat keine solchen Haken, also werde ich mir was ausdenken müssen. Aber nicht mehr dieses Jahr. Vielleicht ist mein Gehirn nächstes Jahr ja wieder zurück ;-)

Freitag, 6. Dezember 2024

Vorbereitung für Weihnachten - Teil 2

Wegen unvorhergesehener Umstände konnte ich mich nicht dazu bringen, den Hausflur zu dekorieren, was hieß, daß ich bei meinem Adventskalenderbaum ganz schön hinten lag.
Jetzt gab es wirklich keine Entschuldigung mehr, also habe ich mir selber gestern einen kleinen Tritt verpaßt und mich ans Werk gemacht.

Dieses Jahr mußte ich ein paar schwere Entscheidungen treffen. Dank meines kreativen Adventskalenders im letzten Jahr und da ich keine dieser neuen Ornamente in der Wohnung selber aufhängen kann *strenger Blick zu einem gewissen Kater, der sich absolut nicht für strenge Blicke interessiert*, konnten ein paar der Stammgäste diesmal keinen Platz in meiner Flurdekorationen ergattern. Nicht eine einzige Spikekugel! Ich habe nur ein Fensterbrett, auf dem meine Scheibenwelt-Adventskalender stehen, und eine Garderobe mit einer kleinen Oberfläche, ein paar Haken und Stangen, die seltsamerweise ursprünglich nicht für Dekorationen gemacht wurde.
Außerdem muß ich ein paar bessere Haken haben. Gewöhnliche Weihnachtsaufhänger sind zu klein für die Stangen und ich hatte versäumt, mir einen besseren Draht zu besorgen, um eigene zu machen, die größer sind. Auf dem Bild sieht es tatsächlich wegen des Blitzes schlimmer aus (es war schon recht dunkel, als ich geschmückt habe, also brauchte ich den Blitz, als ob es nicht sowieso schon schwer genug war, einen guten Winkel für ein Bild zu finden). Ich habe Edelstahl genommen, dünn, damit man ihn nicht zu sehr sehen kann, aber stark genug, damit er auch die schwereren Ornamente halten kann, aber diese improvisierten Haken sind kein bißchen einheitlich. Könnte mich bitte nächstes Jahr jemand rechtzeitig daran erinnern?



Um euch eine bessere Vorstellung zu geben, falls ihr dem letztjährigen Adventskalender nicht gefolgt seid, habe ich eine Collage des Weihnachtsschmucks gemacht, den ich aufgehängt habe (der Filzball fehlt im Bild oben, weil ich ihn vergessen hatte).


Natürlich ist eine Weihnachtsdekoration ohne meine geliebten Steiffs absolut undenkbar. Dieses Jahr gibt es nicht einen, sondern zwei Weihnachtsbäume, von denen ich einem mein Dawn-Christkind aufgesteckt habe, und ein hinreißender Weihnachtshase hat sich zum Weihnachtsmann und seiner Teddy- und Mausmannschaft gesellt (plus einer, die im Bild fehlt, weil ich sie in der Vitrine zurückgelassen hatte, was stimmt nicht mit mir?), außerdem ist da noch eine süße Maus, die nicht in festlichem Gewand ist, aber so perfekt dazupaßt.





Außerdem geht es nicht ohne Adventsbaum und heute durfte ich gleich mehrere der kleinen Päckchen öffnen! Was für eine Belohnung dafür, daß ich so spät dran bin.


Ich weiß, es ist nicht viel, verglichen mit den Dekorationen, die manche haben, aber es macht mich glücklich und nur das zählt.

Dienstag, 19. Dezember 2023

Schmückt die Hallen - Das neunzehnte Türchen


Deck the halls with boughs of holly, fa, la, la, la, la, la, la, la, la
𝄞 𝅗𝅥𝅘𝅥𝅯
Schmückt die Hallen mit Stechpalmenzweigen - es ist eines der Weihnachtslieder, die ich liebe, aber seine Geschichte hatte ich nie zuvor nachgeschlagen.
Offensichtlich ist sein Ursprung ein walisisches Winterlied mit dem Namen "Nos Galan". Seine Melodie stammt aus dem 16. Jahrhundert, der englische Text wurde erst 1862 von dem schottischen Musiker Thomas Oliphant geschrieben! Wenn ihr an mehr Details interessiert seid, könnt ihr zum Beispiel hier nachschauen, allerdings leider nur auf Englisch, etwas Deutsches in der Art habe ich nicht gefunden - The Hymns and Carols of Christmas.
In diesem ersten Text ging es noch ziemlich viel ums Trinken, was in späteren Versionen dann verloren ging. Ich frage mich warum, es ist doch nichts gegen einen kleinen Drink an Weihnachten einzuwenden, oder?

Was aber ist ein Stechpalmenzweig?
Die Stechpalme ist ein immergrüner Strauch, der auf die Größe eines Baums wachsen kann. Stechpalmenblätter wachsen an starren Ästen, geschnitten werden sie im Englischen "bough" genannt.

Es gibt auf YouTube verschiedene Tutorials für Stechpalmen als Schmuck oder Pflanze aus Perlen und mehr, aber ich wollte keine stilisierten Blätter aus ein paar Rocailles. Nein, mein Plan waren gefädelte Blätter im Ziegelsteinstich und ich fing damit an, ein Muster für das größere Blatt zu machen.

Meine Stechpalme ist aus einem transparenten Smaragdgrün, einer schönen Farbe mit AB-Finish. Ich entschied mich gegen die feinen gelben Adern, die man in manchen Blättern sehen kann, aber ich übernahm die gelben Perlen für die "Stacheln".
Und dann, weil mein Gehirn nun mal so funktioniert, nähte ich doch noch eine Mittelader auf. Ohne ein paar Seitenadern sah das falsch aus, also kamen davon noch ein paar dazu.
Am nächsten Tag schaute ich mir das nochmal genau an und schnitt die Adern alle wieder ab. In diesem Blatt ist einiges an überflüssigem Faden versteckt - und verschwendete Zeit, aber es war trotzdem die richtige Entscheidung.
nb cvx        ws - ich habe keine Ahnung, was das bedeutet, aber es ist die Meinung des Dekans zur Angelegenheit. Spricht jemand von euch Katze?

Ich mußte eine Pause einlegen, bevor ich das zweite Blatt in Angriff nehmen konnte (das war auch der Zeitpunkt, an dem ich die Vorstellung von drei Blättern über Bord warf), weil sich meine Daumenarthrose meldete. In der Zwischenzeit fing die Suche nach den perfekten roten Perlen an. Ich wollte sie glänzend, nicht zu dunkel, nicht transparent, natürlich nicht facettiert, in der richtigen Größe, und ich wollte keinen ganzen Strang, wenn ich dann doch nur ein paar Perlen benutzte.
Also schaute ich mir Wachsperlen an, Glasperlen, Steinperlen, Acrylperlen, und hatte endlich das Glück, sogenannte Miracle Beads zu finden.. In der Beschreibung stand, daß sie aus Kunststoff sind, mit Harz überzogen, was sie leicht und haltbar macht. Ich hatte sie vorher noch nie gesehen.

Während ich auf das Eintreffen der Perlen wartete, fing ich mit dem Muster für das zweite Blatt an, kleiner, um es natürlicher zu machen. Meinem Kunstlehrer in der 10. Klasse würde das gefallen, aber er würde es hassen, daß ich beide Blätter symmetrisch gemacht htte, nur um mir das Zählen zu erleichtern.
Dies war mein 19. Projekt und einige der größeren lagen noch vor mir, meine Motivation schwankte. Wäre es das erste Projekt gewesen, hätte ich vermutlich asymmetrische Blätter gemacht.
Das zweite Blatt wurde sogar noch etwas kleiner, als ich es geplant hatte, und einen Augenblick lang dachte ich darüber nach, doch noch ein drittes zu machen. Dann dachte ich an die Projekte, die noch warteten. Statt also noch ein Blatt zu machen - und tatsächlich hatte ich das Muster schon wieder wieder geöffnet gehabt - nähte ich die Blätter zusammen und hoffte auf ein schnelles Eintreffen der Perlen.
Sie waren am nächsten Tag in meinem Briefkasten und ich war richtig happy, als ich den Umschlag öffnete, Farbe und Glanz waren perfekt.

Mein erster Versuch, sie aufzunähen, war jämmerlich. Ich mag es nicht, wenn man an den Seiten zuviel Faden sieht, aber die Perlen waren 10 mm groß und ich konnte den Faden nicht gut abdecken.
Schnipp, schnipp, schnipp - könnt ihr euch vorstellen, wie verzweifelt ich dieses Ornament inzwischen fertigkriegen wollte? Beim zweiten Mal nähte ich die Perlen nicht seitlich auf, sondern wie bei Fransen. Ich ging mit der Nadel durch die Perle, fädelte eine Glasperle auf, die die Unterseite einer Stechpalmenbeere imitieren soll, und ging durch die Beerenperle und dann so ziemlich an derselben Stelle, aus der ich gekommen war, durch das Blatt zurück. Viel besser! Endlich begann ich Land zu sehen.

Zu guter Letzt bog ich beide Blätter, damit sie etwas natürlicher aussahen, und versteifte sie auf der Rückseite mit etwas Nagellack.

Könnt ihr jetzt sehen, warum mir die Beeren gefallen? In der Beschreibung stand auch, daß es im Licht aussieht, als könne man in die Perlen hineinsehen, obwohl sie gar nicht transparent sind. Es ist ziemlich faszinierend. Leider ist es mir nicht gelungen, den Effekt gut im Bild einzufangen, da der weihnachtliche Glanz sogar noch stärker war, also werdet ihr mir einfach glauben müssen, daß er existiert.


Da habt ihr es. Trotz all meiner Probleme bin ich nun bereit, die Hallen zu schmücken - mit einem winzigen Stechpalmenzweig ;-)

Möchtet ihr ein kleines Extra?
Wie wäre es mit Annie Lennox, die "The Holly and the Ivy" singt? So schön!


Montag, 18. Dezember 2023

Oh Tannenbaum - Das achtzehnte Türchen


Weihnachten geht nicht ohne Weihnachtsbaum, oder?
2016 habe ich dieses Paar nicht zusammenpassende Ohrringe mit einem sehr glänzenden Rocaillesbaum gemacht.


Aber können wir einen Weihnachtsbaum an den Baum hängen? Natürlich können wir das, wenn vielleicht auch nur, weil ich zwar genug Perlen für einen, aber nicht zwei Bäume hatte. Also mußte es ja ein Christbaumanhänger werden.

Diesmal benutzte ich mattdunkelgrüne Delicas, die realistischer als Perlen mit Silbereinzug sind - und zufällig Teil einer Überraschungsperlenbestellung waren, einfach perfekt - um aber den Glanz der Feiertage zu kreieren, machte ich Kugeln aus Schmucksteinen und ergänzte das mit goldenen Rocailles.
Mein Baum hat seinen ganz eigenen Topf. Er ist aus dunkelblauen Sechseckperlen mit Rocailles- und Delicaverzierungen.


Würde das als "happy little tree" zählen, was denkt ihr?

Samstag, 16. Dezember 2023

Apfel und Nuß - Das sechzehnte Türchen


Vor neun Jahren habe ich auf diesem Blog von der Geschichte des Weihnachtsbaums erzählt und davon, wie vor der Erfindung der Glaskugel Zuckerplätzchen, Springerle
(ich habe keine Verbindung zu dieser Seite, finde aber die Model so schön), Äpfel und Nüsse die Wahl für Baumschmuck waren.

Natürlich war mein erster Gedanke, selber ein paar Springerle zu machen, schließlich ist das ein Brauch, der in meiner Gegend noch hochgehalten wird ... aber nicht von mir, und es war auch ein sehr kurzer Gedanke und daruf folgend sehr langes und lautes Gelächter. Ich backe nicht, und wenn ich mich recht erinnere, haben nicht einmal die backenden Mitglieder meiner Familie jemals Springerle gemacht.
Damit waren auch die Zuckerplätzchen raus. Ich hätte sie wahrscheinlich sowieso gegessen anstatt sie an den Baum zu hängen.
Also mußten es Äpfel und Nüsse werden.
Ich erbettelte ein paar Walnüsse von meinen Nachbarn und ging in das alte Garten-/Deko-/Bastelgeschäft hier in der Stadt und besorgte mir einen künstlichen Apfel (erstmal einen für den Anfang, falls es nicht klappen würde).
Mein Plan für die Walnüsse war es, sie mit einem Set zu "vergolden", das auf meiner Geburtstagswunschliste gestanden hatte (nur um euch mal zu zeigen, wie früh ich mit der Vorbereitung für diesen Kalender angefangen habe, zwischen meinem Geburtstag und Weihnachten liegen sechs Monate und das war nicht mein erstes Projekt), der Plan für den Apfel war etwas mit Golddraht, vielleicht verschiedenen Glasperlen, vom Schneewittchenapfel inspiriert, den ich vor Jahren für einen Kunden gemacht hatte.

Das Projekt fing nicht sehr gut an.
Die Nüsse gingen nicht nur normal auf, sondern hatten auch Rillen an den beiden Nußhälften, die aufbrachen. Nchdem ich die erste Nuß vorbereitet hatte - öffnen, Draht einkleben und die Hälften wieder zusammenzusetzen - bemerkte ich einen Riß auf einer Seite. Nein, ich war das nicht gewesen, die Nuß ging praktisch schon vom reinen Ansehen auseinander. Da ich den Klebstoff noch in der Hand hatte, gab ich ein wenig auf den Riß in der Hoffnung, daß es okay sein würde.

Am nächsten Tag begann ich mit dem Vergolden.
Wenn Glitzer der Herpes der Bastelwelt ist, ist Blattmetall zumindestens sein kleiner Bruder. Ich bin wohl kein Naturtalent bei diesen nicht-flachen Oberflächen ;-)
Nach etwas Gefluche, weil mir die Nuß ständig aus den Fingern glitt, hatte ich die Anlegemilch aufgetragen, trocknen lassen und das Gold appliziert. Wenn ich Glitzer erwähne, dann liegt es an den Goldflittern, die sich auf Boden, Händen und Tisch absetzten, als ich das überschüssige Metall abpinselte. Ich hängte die Nuß an einen Haken, damit das Gold trocknen konnte.
Der Apfel war schon etwas schwieriger, da ich ihn in der Hand drehen mußte, während ich die Anlegemilch (die sehr klebrig ist!) und später das Blattgold auftrug. Anders als bei der Nuß vergoldete ich ihn nicht ganz und fügte hier und da Flecken hinzu, um ihm einen Vintagelook zu geben.

Am nächsten Tag trug ich die Lackschicht auf, um das Gold zu schützen. Das hört sich einfacher an, als es war (nicht-flache Oberflächen!).

Eine Weile später bestellte ich endlich Golddraht, der mir ausgegangen war (witziges Detail, war er gar nicht, und der Golddraht, den ich bestellt hatte, hatte einen ganz anderen Farbton, was ich vom Bild nicht erkennen konnte, das ging gar nicht), und machte mich daran, die beiden anderen Nüsse zu öffnen, damit ich dieses Projekt fertigbekommen konnte.
Ha! Eine von ihnen wehrte sich dermaßen, daß sie im Müll landete. Überall waren Risse, nicht nur an der Naht (kann man das bei einer Walnuß so nennen?).
Die letzte ging in drei Teilen auseinander, aber ich klebte sie zusammen und bereute schnell, das überhaupt versucht zu haben. Keine Ahnung warum, weil der Prozeß genau derselbe war, aber einige Stellen an dieser Nuß wollten das Blattgold einfach nicht annehmen. Sie bekam dadurch irgendwie einen Vintagetouch, eine alte geerbte Nuß. Vielleicht konnte ich das etwas verstärken, indem ich altes Band verwendete? Mein Gehirn fing an zu ticken, während ich den Lack auftrug.
Nun ratet mal, was passiert ist. An den Stellen, an denen ich die Nuß sehr vorsichtig auf einem Glasbehälter abgesetzt hatte, damit sie ganz durchtrocknen konnte, - natürlich erst nachdem sie schon berührtrocken war - und am unteren Ende wurde der Lack grün, aber nur dort. Ich habe nicht die geringste Ahnung warum, aber was ich nun wußte war, daß diese Nuß mich aktiv haßte, und auch wenn sich das sehr albern anhört, ich haßte die Nuß direkt zurück.


Als mein Golddraht ankam, wurde es Zeit, mir etwas für den Apfel auszudenken, denn natürlich - und das schreibe ich mit einem großen Augenrollen - mußte ich dem ja meinen besonderen Touch geben.
Obwohl der Farbton falsch war, fing ich an, eine Scheibe als Basis zu häkeln, aber nach ein paar Reihen wußte ich, daß das einfach nicht hinhaute. Vielleicht hatte ich in einer meiner Dosen noch etwas roten Draht übrig? Halt! War das Golddraht? Es stellte sich heraus, daß die Farbe paßte, die Drahtstärke aber nicht.
So langsam wurde ich dieses Projekts, das sich konstant gegen mich wehrte, überdrüssig, aber ich wollte mich trotzdem nicht auf einem fleckigen vergoldeten Apfel einlassen, und da fielen mir die Perlennadeln in meiner Vorratsschublade ein. Sie waren für etwas anderes vorgesehen gewesen, das in den Hintergrund rückte,
und die Perlen waren ziemlich groß ... die größten Schneeflocken, die man ja auf einem Weihnachtsapfel sehen wird ... langsam sah das aus wie eine Mischung aus Fliegenpilz und Apfel ... und wißt ihr was ... es war mir inzwischen wurscht.
Ich brachte ein rotes Bändchen an und verkündete, daß dieses Projekt jetzt fertig war, ob mir der Ausgang gefällt oder nicht. (Ich hasse es.)


Beenden wir dies trotzdem auf einer positiven Note. Zumindest ist die erste Nuß hübsch geworden :-D
Das ist eure Belohnung, falls ihr es bis ganz zum Ende geschafft habt.
Danke, daß ihr Geduld mit mir bewiesen habt, ich hatte das Gefühl, daß man auch mal über seine Mißerfolge sprechen muß.

Freitag, 15. Dezember 2023

Fäustling - Das fünfzehnte Türchen


Fäustlinge gibt es schon sehr lange, seit Jahrhunderten, wenn nicht sogar Jahrtausenden.
Habt ihr euch jemals gefragt, wieviele Fäustlinge wohl all diese Zeit über verlorengegangen sind? Man kann sie so leicht verlieren!
Ich kann gar nicht sagen, wie oft ich einen einzelnen Fäustling auf der Spitze eines Metallzauns, auf einem Vorsprung, einem Pfosten gesehen habe, geduldig auf die Rückkehr seiner besseren Hälfte wartend. Ein einzelner Fäustling sieht sehr einsam aus.

Mein Fausthandschuh scheint ebenfalls seinen Kumpel verloren zu haben, wie traurig. Er wird darauf warten müssen, ob der zweite irgendwie auftaucht, aber ich bezweifle es.

Ich habe ihn mit unterschiedlich farbigen Streifen bestickt, damit er aussieht, als er ob er aus Wollresten gemacht wurde. Bei diesem Anblick kommen Kindheitserinnerungen hoch, das kann ich euch sagen!

Mittwoch, 13. Dezember 2023

Der Weihnachtspod - Das dreizehnte Türchen


Manchmal frage ich mich wirklich, ob es mit dem Alter schlimmer wird oder ob ich einfach geometrieunbegabt geboren wurde. Es ist auf jeden Fall keine Zeit in der Schule, an die ich mich gern erinnere.
Da ich aber schon mal Pod-Ohrringe aus zwei Teilen gemacht hatte, schätzte ich, daß ich auch einen Pod aus drei Komponenten hinbekommen würde.
Da draußen gibt es wunderschöne Podmuster, aber ich wollte mein eigenes machen. Natürlich nichts zu Großes oder Kompliziertes, immerhin mußte ich ja drei Komponenten machen.

Also spielte ich ein wenig herum und entwarf einen kleinen Weihnachtsbaum im Topf, mit Lichtern auf den Ästen, einem Goldstern obendrauf, einer Girlande rundherum und Kugeln - das sollte auch ganz nett etwas von meinen Vorräten aufbrauchen.

Nach dem zweiten Teilstück wurde mir langweilig. Es war wahrscheinlich keine gute Idee, dann zu versuchen, es durchzuziehen, das dritte Stück verhunzte ich komplett.
Zuerst ging mir der Blaumix aus, den ich für die beiden anderen verwendet hatte, aber ich wollte einfach keine Perlenbestellung nur für ein paar blaue Perlen machen und es würde ja sowieso keiner den anderen Hintergrund bemerken, richtig? Schließlich war das nur ein kleiner Pod für mich selber.
Zweitens war die "Spirit Bead" - also eine einzelne falsche Perle, die man extra einfügt, weil nur die Götter perfekt sind - nicht so schlimm. Nur war es gar keine Spirit Bead, denn der Fehler war mir einfach durchgerutscht, es war mitten in der Nacht gewesen und ich schon gelangweiligt und etwas genervt. Eine falsche Perle würde nicht auffallen, oder (vor allem nicht in einer See von unterschiedlichen blauen Perlen).
Dann kam der echte Hammer. Obwohl ich geglaubt hatte, alles genau beachtet zu haben, hatte ich die falschen Hälften gefädelt, was mir erst auffiel, als ich das letzte Stück zusammennähen wollte. Da lautes Gelächter einer Wahnsinnigen um halb zwei morgens normal nicht so gut bei der Nachbarschaft ankommt, holte ich tief Luft und packte alles weg.

Am nächsten Tag versuchte ich es noch einmal. Geschafft! Nun mußte ich es nur noch zusammennähen und ... was war das? Eine Kugel aus einer Perle im ersten Teilstück, das ich gemacht htte?? Warum war mir das nicht vorher aufgefallen? Ich war soo nah dran, das ganze Ding einfach wegzuschmeißen, aber ich war schon zu weit gekommen. Also brach ich die beiden falschen Perlen sehr sorgfältig heraus und fügte die richtigen ein.
So weit, so gut. Nur noch das letzte Teil nähen und ... warum sehen alle Pods, die ich sehe, immer so hübsch und glatt und voll aus und meiner so, naja, nicht gerade faltig, aber einfach nicht so hübsch? Mußte ich ihn ausstopfen? War meine Fadenspannung falsch?
Ich hatte echt die Schnauze dick und das ist noch anständig ausgedrückt. Das machte echt keinen Spaß mehr. Wie würde es wohl aussehen, wenn ich es einfach zusammenquetschte? Das zu tun, war seltsam befriedigend, wahrscheinlich, weil ich meinen ganzen Frust rausließ, und damit es so blieb, nähte ich die Teile sogar an ein paar Stellen zusammen. Es ist kein Pod, sieht aber tatsächlich eigentlich ganz süß aus.


Das war aber nicht der Plan gewesen.
Unglaublich aber wahr, nach diesem ganzen Theater beschloß ich, einen zweiten Pod zu machen und ihn auszustopfen. Ein einfaches Muster, diesmal ging ich kein Risiko ein. Noch ein Weihnachtsbäumchen, der auf dem ersten basierte, nur symmetrisch und auch keine unterschiedlichen Farben für jedes Teilstück. Kein Schnee und nur ein anderer Hintergrund für jede Seite.
Ich war mir so sicher, daß es sonst wieder schiefgehen würde und dann müßte ich mich in der Fils ertränken, unserem kleinen Fluß.

Ich weiß, daß ihr nun darauf brennt zu hören, ob ich es beim zweiten Mal ohne Fehler hinbekommen habe und es freut mich, sagen zu können ... nein. Ihr hatte nicht allen Ernstes erwartet, daß ich ja sagen würde, oder? ;-)
Ich mußte wieder ein paar falsche Perlen herausbrechen, aber wenigstens weiß ich, wie man das macht, anstatt alles auftrennen zu müssen!


Alle Seiten.


Und das hier zeigt euch den Unterschied zwischen den Hintergründen noch ein bißchen besser.


Ich bezweifle, daß es bald noch einen weiteren Pod geben wird, aber wer weiß das schon? Schließlich habe ich das gleiche über die 3D-Sterne gesagt.

Dienstag, 12. Dezember 2023

Die Weihnachtsgurke - Das zwölfte Türchen


Die Weihnachtsgurke - ehrlich??
Ja, ich habe endlich aufgegeben und mir eine Essiggurke als Christbaumanhänger gemacht.
Für die, die die Geschichte in meinem Blog noch nicht gelesen haben und nicht verstehen, was daran so aufregend sein soll, schaut euch diese Geschichte aus meinem allerersten Adventskalender an.

Tatsächlich kenne ich noch immer keine Deutschen persönlich, die diese Tradition begehen.
Als ich aber in alberner Stimmung war und gerade alte Sherlock-Holmes-Filme mit Basil Rathbone im Fernsehen ansah (was absolut nichts damit zu tun hat, außer daß ich die Zeit, die ich brauche, um etwas zu machen, anhand der Länge von Filmen oder anderen Fernsehsendungen messe), fing ich an, auf ungesponnener Wolle herumzupieksen, und irgendwie wurde es eine Gurkenform, die dann irgendwie mit grünen und dunkelseegrünen Rocailles mit Silbereinzug bestickt wurde. So passieren Dinge halt manchmal!
Eine Nadelfilzform zweiperlenweise zu besticken dauert viel länger, als es sich anhört, aber nun bin ich die stolze Eigentümerin meiner persönlichen Unikat-Weihnachtsgurke ;-)

Sonntag, 10. Dezember 2023

Perlenengel - Das zehnte Türchen


Letztes Jahr habe ich ein YouTube-Video für ganz entzückende Engelchen gefunden. Ich hatte schon alle Themen ausgesucht, daher kamen die Engel nicht im Adventskalender vor, ich habe sie nur in den sozialen Medien geteilt.
Ihr könnt Krístinas Video hier finden. Sie spricht Tschechisch, zeigt aber alles so klar, daß ihr den Kommentar nicht unbedingt brauchen werdet, falls ihr versuchen möchtet, die Engelchen zu machen. Ich habe ihn nicht gebraucht. Ich habe auch ein wenig improvisiert, indem ich die Vorräte benutzt habe, die meine Schwester und ich dahatten, was zum Beispiel bedeutete, daß die SuperDuos mit Twin Beads aus meinem Vorräten ersetzt wurden.
Ich machte ein paar für meine Schwester und mich, um sie zu verschenken, und sie kamen so gut an, daß meine Schwester dann noch mehr machte.



Dieses Jahr wollte ich jedoch etwas anderes ausprobieren.
Erinnert ihr euch an die 3D-Sterne aus dem letzten Kalender und daran, daß die meisten davon aus fünf Komponenten gemacht waren?
Nun, die Komponenten (die auch als Anhängerösen benutzt werden können) erinnerten mich an Flügel (nicht nur mich, da bin ich mir sicher), und ich fragte mich, ob ich etwas um einen davon herum entwerfen könnte. Mein erster Versuch funktionierte nicht, aber in der Hoffnung auf eine Erleuchtung zu einem späteren Zeitpunkt legte ich die Flügel mal beiseite.
Diese Erleuchtung kam ein paar Wochen später, nachdem ich auf die Perlen gestoßen war, die ich auch für den Mistelzweig benutzt hatte, da sie ungefähr dieselbe Größe hatten wie die Perlen, die meine Schwester mir für die Engel gegeben hatte.
Ich nutzte die Flügelidee dann auch noch in anderen Stücken wie Graf Catula.

Ich wollte meinen Engel recht klassisch haben und entschied mich darum gegen ein bronzefarbenes Twin Bead-Gewand - die einzige Farbe, die ich noch hatte.
Außerdem hatte ich aus einem Karton mit meiner letzten Perlenbestellung heraus gearbeitet, die ich noch nicht wegsortiert hatte, und mit ein paar Farben, die ich diesem Karton noch hinzugefügt hatte (weil meine Muse eben so arbeitet), und irgendwann war es dann eben so etwas wie eine persönliche Herausforderung geworden, eine Weile nur mit Perlen aus diesem Karton zu arbeiten. Letztendlich war die offensichtliche Wahl dasselbe Perlweiß wie in den Flügeln, und zwar in einem fließenden Herringbone-Gewand. Habe ich schon mal erwähnt, daß ich Herringbone liebe? ;-)
Ich hatte da auch noch ein Röhrchen mit ein paar übriggebliebenen goldenen Rocailles, die waren gerade ausreichend für einen Heiligenschein und zwei - ähm, Knöpfe?

Es machte mir nichts aus, daß die Twin Bead-Engel keine Arme hatten, aber da die Flügel von diesem Engel hinten waren, wollte ich hier auf jeden Fall ein Paar Ärmel und ich bin recht zufrieden mit meiner Lösung hierfür.
Ich kann aber nicht umhin zu denken, daß dieser kleine Engel irgendwie aussieht, als ob er auf Anweisungen wartet!


Samstag, 9. Dezember 2023

Winterkomet - Das neunte Türchen


Der 3D-Stern ist zurück!
Es fing alles mit einem großen Röhrchen Perlensuppe an, mindestens zehn Jahre alt. Ich weiß, daß viele Fädler Perlensuppe hassen, aber ich bin Schwäbin, und es würde sich anfühlen, als würde ich mir das Herz herausreißen, wenn ich Perlen wegwerfen würde, besonders Delicas. Mir fiel auch niemand ein, dem ich sie hätte geben können.
Es war aber einfach genug, die ganze Suppe auszuschütten und nur die gebrauchten Perlen herauszupicken, in diesem Fall überwiegend klare. Mich erschreckt Perlensuppe nicht.

Zuerst hatte ich etwas versuchen wollen, das nicht so geklappt hat, wie ich gehofft hatte, wie so oft, also trennte ich es wieder auf und und machte stattdessen einen Winterkometen oder vielleicht einen Eiskometen.

Das Netz sagt mir, daß Komete zwei Hauptschweife haben - Gas und Staub - und eine Koma.
Nun, dieser Komet hat einen Schweif aus Barockperlen und Quarz, weil Gas und Staub nur sehr schwer aus Perlen zu machen sind. Ein Komet sieht auch nicht aus wie ein 3D-Stern, aber künstlerische Freiheit und Fantasie bewirken Wunder.
Erzählt einfach NASA nicht davon.

Freitag, 8. Dezember 2023

Zuckerstange - Das achte Türchen


Als erstes muß ich sagen, daß Zuckerstangen für mich nie ein Teil von Weihnachten waren, obwohl ich sie natürlich kannte. Spontan kann ich mich nicht einmal erinnern, ob ich jemals selber eine gesehen habe, obwohl sie hier sicherlich auch verkauft werden.
Trotzdem - oder vielleicht gerade deshalb? - schien mir eine Zuckerstange eine gute Wahl für Christbaumschmuck.

Es gibt wahrscheinlich Massen an Tutorials für Zuckerstangen aus Perlen, aber ich traute mir zu, keines davon zu brauchen.
Als Technik wählte ich meinen geliebten Herringbonestich mit einer Runde von acht Rocailles, obwohl ich wußte, daß die Kurve oben gequetscht und seltsam aussehen würde, wenn ich versuchen würde, den Schlauch rund zu halten. Vier Rocailles wären besser gewesen, aber zu klein für ein Ornament, jedenfalls für meinen Geschmack.
Auch wenn die Zuckerstange jetzt flach geformt ist, sieht sie immer noch gut aus - das ist natürlich nur meine persönliche Meinung.
Um etwas von der Form abzulenken, habe ich die Stange noch mit einer kleinen Stechpalmenschleife aus Perlen verziert.
Was meint ihr, funktioniert es?

Mittwoch, 6. Dezember 2023

Sankt Nikolaus von Myra - Das sechste Türchen


Nikolaustag!
Natürlich habe ich euch schon mal von unserer Tradition an diesem Tag erzählt, die ihr ja auch selber kennt - hier habe ich über die Legende des Bischofs Nikolaus von Myra geschrieben, und hier habe ich über die Schokoladennikoläuse in unseren Schuhen gesprochen.

Dieses Jahr kann ich mich also voll auf das Basteln konzentrieren.
Kein Schuh, kein guter alter Nikolaus im Sinne von Santa, nein, ich präsentiere euch einen tatsächlichen Bischof!
Es ist aber kein ganzer, denn das hätte zu lange gedauert und ich hätte auch nicht genug Stäbchenperlen gehabt, die ich nur deshalb benutzt habe, weil sie zufällig im Karton neben mir waren, während ich hätte aufstehen müssen, um die Rocailles zu holen, und das stand absolut nicht zur Debatte, weil ein Kater auf meinen Beinen schlief *einmal tief Luft holen*

Ich sehe die kleinen Fehler unseres Bischofs - die sehr hohe Mitra und den großen Amikt (aber hey, vielleicht hatte er ja einen Hals und Schultern wie ein Bodybuilder? ;-)) - aber alles in allem bin ich damit zufrieden, wie er geworden ist, und schaut mal, ich habe nicht mal seinen Krummstab vergessen!

Sonntag, 3. Dezember 2023

Unter dem Mistelzweig - Das dritte Türchen


Als ich die Idee hatte, einen Mistelzweig als Christbaumschmuck zu fädeln, hatte ich keine Ahnung, wie lange ich dafür brauchen würde, obwohl er nicht annähernd so groß wie der echte Mistelzweig ist, den ich euch vor ein paar Jahren gezeigt habe, als ich in meinem Adventskalender von 2014 von den verschiedenen Geschichten und Sagen über diese Pflanze erzählt habe.


Das Schwierigste daran war wahrscheinlich, daß mir die fertigen Zweiglein immer in die Quere kamen. Nein, wartet, ich glaube, das Schwierigste war, als der Dekan das Projekt stahl und damit wegrannte, nachdem ich es für eine kurze Pause abgelegt hatte. Er ist ja so ein Dieb und er weiß genau, was er klauen möchte - alles, von dem ich nicht möchte, daß er es bekommt!
Ich weigerte mich jedoch, ihm etwas zu überlassen, auf das ich bereits Stunden verwendet hatte, und konfrontierte ihn an der Kiste von meiner letzten Einkaufslieferung, hinter der er sich ziemlich schlau versteckte. Nicht schlau genug für mich aber. Er warf mir einen schönen Blick zu, als ich ihm sein neues Spielzeug wieder wegnahm!

Die Zweiglein sind in Herringbonestich gefädelt, die Blätter sind Ziegelsteinstich.
Die Perlen sind tatsächlich etwas zu groß, aber ich habe sie benutzt, weil sie eine persönliche Bedeutung für mich haben.
Ich habe den Mistelzweig so gefädelt, daß er von beiden Seiten gut aussieht, da ich noch nicht weiß, wo er hängen wird.
Und nun entschuldigt mich, während ich meine Katzen darunterzerren und gnadenlos abknutschen werde! ;-)

Samstag, 2. Dezember 2023

Pudelmütze - Das zweite Türchen


Ich muß zugeben, daß ich nie wußte, warum die Pudelmütze so heißt. Ich hätte geschätzt, daß es vom typischen Haarschnitt mancher Pudel herrührt, aber manche sagen, daß der Name auf das 18. Jahrhundert zurückgeht, also die Mützen aus Fell, zum Beispiel Lammwolle, gemacht wurden und damit an das lockige Fell eines Pudels erinnerten. Vielleicht ist es eine Mischung aus beidem.
Man nennt sie auch Bommelmützen. "Bommel" leitet sich vom französischen Wort "Pompom" an, das wir ja auch übernommen haben.
Nun, da ihr diese wichtige Information gelernt habe, möchtet ihr vielleicht noch wissen, wie der Bommel überhaupt auf die Mütze kam.
Tatsächlich gibt es sie schon sehr lange, aber wirklich beliebt wurden sie dank europäischen Soldaten, die sie auf ihren Mützen trugen. Sie zeigten nicht nur die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Regiment, sondern schützten auch die Köpfe der Seeleute in den engen Räumen auf Schiffen!

Meine kleine Pudelmütze wurde zuerst mit der Nadel gefilzt, dann habe ich sie mit Perlen auf der Mütze selber und dem Pompom bestickt. Die Farbwahl ist natürlich nicht zufällig, obwohl das keine Nikolausmütze ist, seine hat ja eine herunterhängende Spitze mit Pompom.
Nennen wir es doch eine vom Nikolaus inspiririerte Winterpudelmütze :-)

Freitag, 1. Dezember 2023

Sternchen - Das erste Türchen


Willkommen zum diesjährigen Adventskalender!
Wie ich gestern angekündigt habe, wird er anders als der letzte sein.
Ich habe mir im Laufe des Jahres Zeit von meiner regulären Kreativzeit abgezwackt, um Weihnachts- und Winterstücke zu machen, und werde jeden Tag eines davon zeigen.
Das heißt, es gibt keine Geschichten oder Traditionen, es sei denn, ein Stück ist davon inspiriert, in welchem Fall ich davon erzählen werde, und sollte ich ein Tutorial ausprobiert haben, werde ich das natürlich dann ebenfalls teilen.
Ich hoffe, euch wird mein kreativer Adventskalender gefallen.
Fangen wir an!

Sterne - es gibt sie immer, aber an Weihnachten spielen sie eine besondere Rolle.
Dieser kleine Stern sollte eine Pause von den 3D-Sternen darstellen. Er ist sowas von flach! ;-)
Für die fünf Strahlen im Ziegelsteinstich habe ich ein schimmerndes transparentes Lila benutzt. Wie ihr euch vorstellen könnt, hat die Form von allein nicht so sehr gut gehalten, also habe ich sie spontan auf etwas Stickuntergrund geklebt und genäht und auf der Rückseite mit Ultrasuede verstärkt.
Dennoch sah der Stern zu einfach aus, also fügte ich noch eine kleine glitzernde Umrandung hinzu.
Ist er jetzt nicht süß?

Freitag, 2. Dezember 2022

Perlenstick-Weihnachtsstrümpfe - Das zweite Türchen


2014 schrieb ich über die Tradition von Weihnachtsstrümpfen (ich habe auch zu einem Artikel im Smithsonian Magazine mit Bildern von einer Auswahl an vintage Exemplaren verlinkt).

Die Strümpfe jedoch, über die ich heute schreiben möchte, sind nicht vintage. Ich habe sie für die Jewelry Artisans Community Challenge gemacht. Die Challenge war es, Weihnachtsschmuckstücke zu machen, die von dem berühmten amerikanischen Gedicht "'Twas the Night Before Christmas" (hier mit einer deutschen Übersetzung) inspiriert sind.




Ich hatte mehrere Ideen, entschied mich aber am Ende für die "sorgsam am Kamin aufgereihten Strümpfe". Bei allem anderen, was so in meinem Leben passiert, schaffte ich es nicht, meinen ursprünglichen Plan für die Perlenstickerei eines kleinen Kamis mit Strümpfen zu verwirklichen, stattdessen machte ich einzelne, die sowohl Anhänger als auch kleiner Baumschmuck sein können.
Sehen die Rocailles mit dem Silbereinzug und den dazu passenden Pailletten nicht wirklich festlich und funkelnd aus mit den eisigen matten Oberteilen? Ich konnte einfach nicht aufhören, bis ich alle Farben mit Silbereinzug aus meinem Vorrat benutzt (außer meinen beiden anderen Grüntönen, weil sie zu ähnlich waren) und die matten Rocailles beinahe aufgebraucht hatte.
Erst als ich am letzten, dem kleinsten, arbeitete, dachte ich mir, daß Ohrringe auch süß gewesen wären. Wie ihr sehen könnt, haben alle Strümpfe unterschiedliche Formen, weil ich den Umriß recht willkürlich auf den Untergrund gezeichnet hatte. Die Geduld für symmetrische Ohrringe konnte ich einfach nicht aufbringen. Was meint ihr, soll ich sie für nächstes Jahr auf meine Liste setzen?



Jemand sollte mir bitte sagen, daß ich nächstes Jahr auf jeden Fall früher anfangen muß, damit ich auch ein paar mit Muster ausprobieren kann!

P.S. Ein paar Tage nach dem Vorbereiten dieses Posts habe ich nochmal eine Farbe gefunden. Der einzige Unterschied ist, daß der goldene kein matt-klares Oberteil hat, sondern ein perlweißes, weil ich nicht mehr genug von den matten Rocialles übrig hatte. Es gibt immer einen, der anders sein muß! ;-)