Nikolaustag!
Natürlich habe ich euch schon mal von unserer Tradition an diesem Tag erzählt, die ihr ja auch selber kennt - hier habe ich über die Legende des Bischofs Nikolaus von Myra geschrieben, und hier habe ich über die Schokoladennikoläuse in unseren Schuhen gesprochen.
Dieses Jahr kann ich mich also voll auf das Basteln konzentrieren.
Kein Schuh, kein guter alter Nikolaus im Sinne von Santa, nein, ich präsentiere euch einen tatsächlichen Bischof!
Es ist aber kein ganzer, denn das hätte zu lange gedauert und ich hätte auch nicht genug Stäbchenperlen gehabt, die ich nur deshalb benutzt habe, weil sie zufällig im Karton neben mir waren, während ich hätte aufstehen müssen, um die Rocailles zu holen, und das stand absolut nicht zur Debatte, weil ein Kater auf meinen Beinen schlief *einmal tief Luft holen*
Ich sehe die kleinen Fehler unseres Bischofs - die sehr hohe Mitra und den großen Amikt (aber hey, vielleicht hatte er ja einen Hals und Schultern wie ein Bodybuilder? ;-)) - aber alles in allem bin ich damit zufrieden, wie er geworden ist, und schaut mal, ich habe nicht mal seinen Krummstab vergessen!
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Mittwoch, 6. Dezember 2023
Sankt Nikolaus von Myra - Das sechste Türchen
Montag, 6. Dezember 2010
Das sechste Türchen

Heute feiern wir hier in Deutschland und anderen europäischen Ländern den Nikolaustag.
Der Heilige Nikolaus lebte im 4. Jahrhundert und war ein griechischer Bischof in Myra (Teil der heutigen Türkei). Sein Name ist mit vielen Wundern verbunden wie zum Beispiel, daß er drei ermordete Gelehrte durch Gebete ins Leben zurückholte.

Eine andere mit ihm verbundene Geschichte ist die des armen Vaters mit den drei Töchtern. Der Vater konnte sich die Mitgift für seine Töchter nicht leisten und dachte, er würde gezwungen sein, sie als Prostituierte auf die Straße zu schicken. Der Heilige Nikolaus hörte davon und warf heimlich Geld durch das Fenster, um dies zu verhindern.
Angeblich kommt der Brauch, in der Nacht vom 5. auf den 6. Dezember Süßigkeiten oder kleine Geschenke in Kinderschuhe zu legen, von dieser Legende.
Als der Handel den geschenkegebenden Heiligen für sich entdeckte, entwickelte sich dieser schließlich in den dicken freundlichen Mann mit dem weißen Bart, in rot gekleidet, der uns jetzt so vertraut ist.
Ich habe meine persönliche Nikolausanekdote. Es gab einen Service (vermutlich existiert er noch), der Studenten anheuerte, am 6. Familien zu besuchen, passend eingekleidet und bereit, die Kinder darüber ins Verhör zu nehmen, ob sie gut oder schlecht gewesen waren. Ein Freund von uns machte das, und da es schwierig ist, in diesem Kostüm zu fahren, spielte der Lange den Chauffeur, und da unsere Beziehung noch recht neu war (ja, lange her), wollte ich mitkommen. Mann, es war kalt in diesem Auto!
Jedesmal wenn unser Freund von einer Familie zurückkam, erzählte er uns, wie es gewesen war - die peinliche Geschichte, als er dem Onkel sagen sollte, er solle nicht soviel trinken, die kurzen Geschichten und die Geschichte über die reizende italienische Familie, die in ziemlich lang bei sich behielten, ihm Abendessen anboten und ... den Schnaps, den sie selber nach einem Familienrezept gemacht hatte. Noch ein Gläschen? Schließlich war es so kalt draußen. Sie waren so freundlich, daß er nicht wußte, wie er das ablehnen sollte, ohne sie zu enttäuschen. Aus diesem Haus kam Nikolaus etwas beschwipst. Nach der Fahrt zum nächsten Haus fühlte er sich nicht mehr allzugut. Anstatt hineinzugehen steuerte er direkt auf die nächste Mülltonne zu ...
Ich bezweifle, daß er das je lesen wird, aber wenn er es tut, ich lache dich nicht aus, lieber Freund. Naja, vielleicht ein bißchen, aber es ist auch eine sehr liebevolle Erinnerung.
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