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Dienstag, 21. Oktober 2025

Katzen, Katzen, Katzen und noch mehr Katzen - Teil 3

Dachtet ihr, wir wären mit den willkürlich ausgewählten Katzen in meinem Haus schon fertig? Tja, das sind wir nicht.
Wenn ihr Interesse habt, könnt ihr Teil 1 und 2 hier und hier finden. Darin schrieb ich "
Ich habe so einige hier bei mir, manche, weil ich mich selber in sie verliebt habe, andere, weil Leute aus irgendeinem sonderbaren Grund denken, daß ich Katzen mag und mir im Laufe der Jahre eine Menge Stücke geschenkt haben. Echt seltsam, ich weiß. Warum sollten sie so etwas nur denken? 😂"
 
Falls ihr welche der Posts über die Puppenoutfits aus Perlen gesehen habt, sind euch vielleicht auch die Holzkatzen im Hintergrund aufgefallen
Es gab eine Zeit, in der diese Katzen echt beliebt waren, sie waren einfach überall, vor allem die kleinen. Die meisten von meinen (es gibt noch mehr, darunter einen Türstopper) waren Geschenke, die größte habe ich aber selber gekauft. Ich mußte mich von dem Laden, der "Katze und Kunst" hieß, abholen lassen, weil sie so schwer ist, daß ich sie unmöglich im Zug mitnehmen konnte.
Es machte Spaß, in dem Laden zu stöbern, sie hatten Katzen als Figuren, auf Bildern, Karten und in Büchern, aber auch Kratzbäume und Katzenfutter. Leider gibt es ihn nicht mehr.
Falls ihr denkt, daß sie auf der Treppe im Weg sind, das sind sie tatsächlich nicht, weil dies die "Treppe ins Nirgendwo" ist, noch so eine meiner seltsamen Ideen, aber das ist eine längere Geschichte. Die großen waren außerdem sehr hilfreich dabei, den Weihnachtsbaum zu bewachen, als ich ihn noch an der Stelle aufstellt. Die großen sind so schwer, daß sie ihn perfekt stützten, wenn Ponder in die "Höhle" unterm Baum kroch. Sie reichten sogar für das erste Weihnachten des Dekans aus.



Habt ihr euch schon immer gefragt, wie der Dekan hierher kam? Er ist ein wahrhaftiger Pinocchio, der sich von einer Katze aus Holz in eine echte verwandelt hat!
Ja gut, nicht wirklich, aber ich finde dieses Bild trotzdem immer noch witzig (normalerweise kann man die Katze unter dem vintage Hut sehen).



Kommen wir von Holzfiguren zu Stein.
Vor langer Zeit hatte der Ex für mich eine kleine Malachit-Bastetkatze besorgt. Als unsere Personalsachbearbeiterin in Rente ging, fragte ich ihn, ob es in Ordnung wäre, wenn ich sie an sie weiterverschenkte. Ich war bei ihr in der Ausbildung, als sie noch eins der Erwerbungsteams leitete, und ich mochte sie wirklich gern und wußte auch, wie sehr sie Katzen liebte.
Der Ex schenkte mir dann diese als Ersatz, viel größer und auf keinen Fall Naturstein, aber trotzdem hübsch. Sie hat ihren perfekten Platz im Katzenbuchschrank zwischen zwei Büchern gefunden.
Tatsächlich stehen die meisten der Figürchen, die ich im Laufe der Jahre bekommen habe, dort drin.



Bei Bastet mußte ich an diesen Perlenwebanhänger denken, den ich entworfen habe. Ich habe einen für meine Schwester und einen, der ein bißchen anders aussieht, für mich selber gemacht.
Der Körper war von einer typischen Bastetsilhouette inspiriert und ich fügte dann noch das goldene Halsband mit dem Juwel und den goldenen Ohrring hinzu, nachdem ich etwas Ähnliches an einer antiken ägyptischen Statue gesehen hatte. Da Lapislazuli im alten Ägypten ein so beliebter Stein war, wählte ich zwei Perlen daraus für die Kettenenden.


Die Katzenmatte war ein Weihnachtsgeschenk von meiner Freundin.


Ponder brauchte nicht lang, um sie in Beschlag zu nehmen.
Auf Gundel oder den Dekan hat sie aber nie denselben Zauber ausgeübt.


Ruscha war eine im Jahr 1905 gegründete Keramikfabrik. 1996 wurde sie von der Firma Scheurich übernommen, die den Namen Ruscha noch bis 2006 verwendete.
Neben Vasen, Blumentöpfen und so weiter war Ruscha für seine dekorativen Wandteller bekannt, vor allem in den 50ern, die in vielen verschiedenen Designs hergestellt wurden, manchmal waren sie in den Ton gekratzt, manchmal teilweise glasiert. Viele davon zeigten Tiere, darunter Katzen.
Katzen waren zum Beispiel Teil des Designs "Paris", das nie genau gleich aussah, auch weil die Teller Handarbeit waren. Oft stand eine junge Dame an der Laterne, manchmal mit einem jungen Mann, der ein Barett trug, um die Ecke war ein Mülleimer oder Häuser im Hintergrund.
Mein Tellerchen war mit seinen gerade mal 10 Zentimetern wohl zu klein für mehr als die Katze.


Ich weiß nicht mehr, wer mir diese Buchstützen geschenkt hat, aber sie erledigen ihren Job gut - für Katzenbücher, was sonst?
Bonuskatzen auf dem Bild sind eine Ringhalterkatze aus Holz (mit langem Schwanz) und eine kleine Bernsteinkatze.


Vor ein paar Monaten schrieb ich in diesem Post "
Ich war eins von "diesen" Kindern ... die Kinder, die ihren Namen nie auf einer Tasse, einem Schlüsselanhänger oder einem Aufkleber fanden." Also mußten es immer Einzelanfertigungen sein, wie dieses Frühstücksbrettchen. Das hier war ein Geschenk.


Das war's für heute.
Wir sehen uns nächstes Mal - ja, ich glaube, es wird noch mehr kommen ...

Freitag, 17. Januar 2020

Pack die Vorräte an - Nadelfilzschmuck

In meinem letzten Vorratsfresser-Post habe ich euch erzählt, daß meine Drahtmuse verschwunden war, was ein Grund war, daß ich Nadelfilzen als eine neue Ausdrucksform annahm. Tatsächlich war es nicht nur der Draht, sondern Schmiuck im allgemeinen. Irgendwie fühlte ich mich, als stecke ich fest, und mir fiel nichts Neues an.
Im Kopf habe ich schon ein paar verschiedene Projekte - alle kein Schmuck, ein paar mit Perlen, ein paar mit Filz, aber ich tue mich schwer damit, überhaupt damit anzufangen, wie z.B. ein Muster zu machen.
Nadelfilzen war ein guter Weg, meinen Kopf leerzumachen und dem kreativen Kind in mir zu erlauben, ohne jegliches Ziel oder Plan zu spielen. Ich weiß schon, daß das Kind sich gern ausbreitet, es machte eine große und eine winzige Voodoopuppe, einen schwarzen Katzen- und einen Löwenkopf, und es hatte soviel Spaß dabei!




Ich habe auch erwähnt, daß ich noch keine Idee dafür hatte, was ich mit all der bunten Wolle anfangen sollte. Häschen? Schließlich waren und sind bunte Hasen gut genug für Steiff, warum also nicht für mich? Bunte "Bilder"? Doch noch der gefilzte Ball für Gundel?
Oder - keuch - bunter Schmuck? 
Ihr mögt euch fragen, warum ich nicht gleich auf diesen ja nicht so ungewöhnlichen Gedanken gekommen bin. Ich weiß es nicht. Natürlich dachte ich mir, daß ich aus den beiden Köpfen wahrscheinlich irgendwann Broschen machen würde, aber einfachen Schmuck? Als ich aber nach einer Idee für die Art Elements Januar-Challenge suchte, deren Thema Beeren sind, fielen mir nur Himbeeren und Brombeeren ein. Ich fing an, Farben zu mischen, aber statt auf eine Beere hinzuarbeiten, entdeckte ich "Cabochons" und "Perlen".
Von Anfang an hatte ich gewußte, daß zum Filz irgendwie Perlen dazu mußten, denn schließlich sieht alles besser aus mit Perlen, nicht wahr? Als ich die Waldorf-Feen einer Freundin und die Perlen, die sie auf den Rock einer der Feen gestickt hat, bestärkte mich das nur.

Vielleicht hatte ich ja auch noch ein paar größere Stein- oder Süßwasserperlen, die zu den Filzkomponenten passen würde ... keine Süßwasserperlen, die Löcher sind zu klein für die Stifte ... Kristalle vielleicht ... oooh, dieser Mookait zum Lila .... und ein paar Rocailles auf dem Filz ... tatsächlich ist das die Zeitrafferversion, da ich zwischendurch auch noch zwei Tage plattlag.
Das ist, was ich bisher habe, zwei Paar Ohrringe und einen Anhänger, ganz anders als das, was ich normalerweise mache, und das gefällt mir, weil es irgendwie befreiend war. Es ist, als ginge man nur zum Spaß auf einen Ausflug, wie das eine Mal, als wir vor 40 Jahren auf einer Schulfahrt nach Berlin waren und eine Freundin und ich in eine S-Bahn stiegen und dann willkürlich immer wieder umstiegen, um zu sehen, wo uns das hinführen würde, oder das andere Mal, als sie und ich in London waren und das gleiche mit den roten Bussen machten.
Vielleicht sitze ich ja immer noch in so einem Bus, und wer weiß, wo ich enden werde? ;-)