Einen Tag zu früh, sorry, denn morgen ist schon von einem anderen Post besetzt, der am Donnerstag hätte erscheinen sollen, der aber schon mit einem Stummfilmpost besetzt ist. Wie kann Bloggen so kompliziert sein? Wie auch immer, ohne weitere Umschweife ...
Ähm ... ihr denkt vielleicht, daß das sehr einfach sein müßte, für mich ist es das aber nicht. Schauen wir mal, wie weit ich komme.
Mein Geburtstag.
Das war doch jetzt einfach, oder? Nicht, daß mein Geburtstag für mich ein so besonderer Tag wäre. Ich habe ihn nie so gefeiert, wie das viele andere tun (außer einmal, aber das ist eine lange Geschichte), es gibt keine Party, klein oder groß. Ich bekomme vielleicht ein, zwei Besucher, was ich mag, und ich bin ein oder zwei Geschenken nicht abgeneigt, vor allem kleinen Überraschungen, aber ich bin genauso glücklich damit, den Tag ganz allein zu verbringen (warum verspüre ich den Drang, ein Smiley dazuzusetzen, um klarzumachen, daß ich das wirklich so meine?)
Das nenne ich mal eine nachhaltige Geburtstagskarte, ich fand die Idee klasse!
Das heißt übrigens nicht, daß ich einer von den Menschen bin, die ein Problem mit ihrem Geburtstag haben, also der ansteigenden Zahl. Ich schätze mal, ich bin einfach über die Kindheitserregung hinaus. Witzige Tatsache - ich habe an dem Tag immer Urlaub genommen, egal ob ich Pläne hatte oder nicht, also war es immer "mein" Tag.
Eiskaffee.
Ich hatte mir nie Gedanken darüber gemacht, ob es Eiskaffee auch in anderen Ländern gibt. Während des zweiten Besuchs meiner amerikanischen Freundin Jenn in Deutschland gingen wir in ein Café und fragten sie, ob sie gern einen probieren würde. Sie lehnte das vehement ab, weil sie dachte, daß wir Kaffee mit Eiswürfeln meinten, und sie war sehr überrascht zu sehen, was wir bekamen. Nachdem sie probiert hatte, mußte sie sofort ihren eigenen haben und er wurde zu einem ihrer Favoriten (neben Leberkäswecken). Ich trinke selten Kaffee, jahrelang - damals war der geeiste Kaffee bei uns noch kein Ding - war es die einzige Weise, wie ich ihn überhaupt trank.
Sommererinnerungen.
Sommererinnerungen waren tatsächlich schon mal ein Thema für die 10 am 10. Ich habe gute Erinnerungen, aber den Post zu lesen half mir bei diesem hier nicht, denn das sind Dinge, die so nicht mehr geschehen werden, zum Beispiel wegen meiner eingeschränkten Mobilität - keine Sommerflohmärkte, keine Reisen, keine langen Waldspaziergänge usw. Ich habe aber noch die Erinnerungen, schöne und witzige!
Sommerregen.
Nach einem heftigen Hagel vor einigen Jahren bin ich bei Gewitter nicht mehr ganz so entspannt, aber ein schöner langer Regen nach einer heißen Phase ist absolut das Beste. Wenn andere reinrennen, gehe ich hinaus, um mich abzukühlen.
Ich liebe dieses alte Bild und ich kann es hören, riechen und fühlen.
Bäume, Seen und Teiche.
Meiner Meinung nach sind das in der Sommerhitze die besten Plätze. Manch anderer würde wahrscheinlich einen Strand wählen, aber ich bin kein so Strandfan, was gut paßt, da es in der Gegend keine gibt.
Gemeinfrei über pxhere
Ich weiß nicht, wie gute meine Chancen sind, irgendwohin zu kommen, aber zumindest habe ich es diesen Monat schon an einen meiner Lieblingsplätze geschafft. Extrapunkte dafür, daß dort so früh am Morgen noch niemand war außer einem Radfahrer, der ein Bild machte und wieder ging.
Der Lautertopf, die Quellen des kleinen Flüßchens Lauter.
Jammern.
Wie ihr sehen könnt, greife ich jetzt ernsthaft nach Strohhalmen hier! Ich liebe es, im Sommer zu jammern. Nun ja, ich liebe es nicht, daß ich jammern muß, also heißt "Liebe" in dem Fall eher, daß ich nicht anders kann. Manchmal ist es vielleicht eher ein armseliges Stöhnen. Sehr nervig.
Mein Ventilator.
Auf Englisch funktioniert das Wortspiel besser - I'm my
fan's biggest fan, ich bin der größte Fan meines Ventilators - und es ist mir egal, wenn mir Leute sagen, daß ein Ventilator nichts bringt. Mir bringt er was. Wenn das nur in meinem Kopf ist, bitte, Hauptsache es funktioniert.
Das wär's dann von einer mürrischen Sommerhasserin. Tut mir leid, aber ich habe einfach nicht mehr als diese recht schwachen sieben zusammengebracht, da Sommer die Jahreszeit ist, die ich am wenigsten mag. Nach einer sehr heißen Woche habe ich mehreren Leuten erklärt, daß ich mich sehr auf September und meine Lieblingsjahreszeit freue. Ich habe sogar in der Familie recherchiert, um mich auf zehn zu bringen, aber das einzige, was uns klar wurde, war, daß wir in mancher Hinsicht sehr unterschiedlich sind!😂
Ich mache so etwas normalerweise nicht, weil ich nicht besonders gut darin bin, als ich aber gelesen habe, daß Marsha von Marsha in the Middle
das Thema "Besondere Sommererinnerungen" als Thema für "10 am 10." gewählt hat, dachte ich mir, daß ich so ein bißchen Nostalgie schon hinbekommen würde.
Also versuchen wir das hier mal. Es wird keine festgelegte Reihenfolge geben, ich schreibe die Erinnerungen einfach so auf, wie sie mir einfallen.
1.
Das erste, was mir einfällt, ist der Geburtstag meiner besten Freundin, als wir Kinder waren. Unsere Geburtstage liegen ungefähr eine Woche auseinander, meiner Ende Juni, ihrer Anfang Juli. Zu ihren Geburtstagsfeiern kamen immer so in etwa zehn Freunde und eins unserer Lieblingsspiel war "Vampir", praktisch eine Art Versteckspiel, aber die "Opfer" für eine bestimmte Zeit in einem kleinen Abstellraum im ersten Stock eingesperrt wurden. Das war nicht so schlimm, wie es sich anhört, sie hatten nämlich ein Körbchen an einer Schnur, das sie durch das Fenster herunterließen, um es von denjenigen, die noch nicht gefangen worden waren, mit Kirschen aus dem Garten füllen zu lassen (sie waren so gut!). Wir waren sehr stolz auf diese Spielidee ;-)
2. Auch das hat mit Geburtstagen und Obst zu tun - meinem Geburtstag und Erdbeeren. Als ich ein Kind war, ging mein Großvater ein paar Mal (wahrscheinlich nicht so oft, wie es mir scheint, so ist das ja manchmal) mit mir Erdbeeren kaufen und meine Großmutter machte dann damit eine Erdbeerkuchen zu meinem Geburtstag. Dieses Jahr brachte mir ein Familienmitglied Erdbeerkuchen zu meinem Geburtstag und so kam die Erinnerung dann wieder einmal hoch.
3.
Wenn wir schon bei Geburtstagserinnerungen sind, ist hier gleich noch eine. Ich bin Fan von Jane Goodall, seit ich mit ungefähr 12 eines ihrer Bücher geschenkt bekam. Sie ist einfach großartig und natürlich ist ihr Porträt an meiner Fanwand. Vor ein paar Jahren fand in München ein Abend mit ihr statt, etwa 200 Kilometer von hier. Ein Freund, der weiß, wie sehr ich sie bewundere, aber auch, daß es für mich schwierig gewesen wäre, das allein zu organisieren, tauchte mit Tickets und einer Zimmerreservierung für eine Nacht auf. Es war wirklich ein unvergeßliches Erlebnis, Jane Goodall sprechen zu hören, dann den Rest des Abends im Gespräch mit anderen Hotelgästen in der kleinen Selbstbedienungsbar zu verbringen und am nächsten Tag nicht über die Autobahn heimzufahren, sondern durch Städtchen und Dörfer, wobei wir mal hier, mal hier anhielten, wie zum Beispiel an einem Feld voller Mohnblumen.
4. Es geht nichts über einen spontanen Ausflug, oder? An einen erinnere ich mich besonders gut. Ein Freund rief mich sehr früh am Morgen an, um zu fragen, ob ich Lust auf einen schnellen Ausflug an den Lauterursprung hätte, um dort die Füße ins Wasser zu hängen. Der August in diesem Jahr war sehr heiß, die Nacht war sehr schwül gewesen und die Idee hörte sich großartig an. Der Lauterursprung ist eine kleine, von Natur umgebene Quelle. Man läuft von der Kirche aus durch die Wälder dorthin, die Vögel singen. Es gibt nur ein paar Häuser und einen historischen Gasthof und außer einem Pärchen, das kurz vorbeikam, waren wir ganz allein, quatschten und genossen das Wasser. Dann brach die Hölle los, zum Glück nur Regen, kein Gewitter. Wir sind beide keine Läufer, aber das machte nicht wirklich einen Unterschied, weil wir sowieso nach ein paar Sekunden bis auf die Haut durchnäßt waren. Wir lachten den ganzen Weg zurück zum Auto über (und glücklicherweise hatte mein Freund extra T-Shirts im Auto, was besser als gar nichts war).
5.
Diese Erinnerung ist so klischeehaft, wie es nur geht. Als ich 13 war, wurde ich während der Sommerferien für ein paar Wochen bei einer Tante eingeladen (tatsächlich war sie wahrscheinlich mehr eine entfernte Kusine). Wie es der Zufall wollte, lebte ein Kusin von mir (wir hatten auf einer Seite dieselben Urgroßeltern) im selben Städtchen. Er war in meinem Alter und ebenso seine Freunde. Meine Tante meinte, ich könne ihr altes Fahrrad ausleihen, und von da an waren wir den ganzen Tag draußen und kamen abends sehr hungrig und voller Geschichten über unsere Erlebnisse nach Hause. Als das einzige Mädchen bekam ich sogar einen Spitznamen ehrenhalber und als die Ferien vorbei waren, schrieben wir uns sogar eine Weile Briefe. Hätten wir nach einer Leiche statt nach Pilzen gesucht, hätte das sehr an "Stand by me" erinnert.
Es gibt keine Bilder von unseren Abenteuern, also muß mein Nadelfilz/Perlenstickpilz herhalten.
6.
Meine letzte Reise 2011 ging nach Cambridge, England. Ich habe es geliebt. Ich liebte die Stadt, die Museen, die Atmosphäre, mir haben nicht mal die anderen Touristen etwas ausgemacht. Das Wetter war eine perfekte Mischung aus Sonne und Regen. Nachmittags saßen wir einfach eine Weile in der Lounge, tranken eine Tasse Tee und lasen. Die besondere Erinnerungen hat allerdings mit Frühstück zu tun. Wir Touristen lieben unser Frühstück und hier gab es soviel Auswahl, wir hätten den ganzen Tag essen können. Am besten daran war aber, daß sie damals keinen gewöhnlichen Toaster hatten, sondern was ich - in Ermangelung eines besseren Worts - "Toastertunnel" nannte. Man legte seinen Toast auf das Förderband, das durch den Tunnel lief, und am Ende - voilà, schöner gebräunter Toast. Tatsächlich war ich erstaunt, wie gut das funktionierte, und hätte den ganzen Tag Toast machen können. Ich weiß, ich bin so ein Kind. 2018 wurde das Hotel allerdings vollkommen umgebaut, wie es scheint, hat sich der riesige Frühstücksraum sehr verändert und der Toastertunnel ist nicht mehr da :-( Jetzt wünschte ich, ich hätte ein Bild davon gemacht.
7.
Obwohl ich kein Sommermensch bin, muß ich zugeben, daß es wundervoll sein kann, in einer warmen Sommernacht draußen an einem ruhigen Ort zu sitzen. Wenn es heiß ist, ist es nicht das Schlechteste, wenn das an einem Gewässer ist. Für mich war das der einzige Grund, den Ex und Familienmitglieder zum Nachtangeln zu begleiten, obwohl ich Vegetarierin bin und nicht angle (nicht daß dort, wo wir hingingen, die Chancen, Fische zu fangen, sehr hoch gewesen wären). Ein bequemer Stuhl, eine Kühltasche voller guter Dinge und ein Buch für den Abend, solange es noch hell war - und wenn es dann dunkel wurde, lauschten wir einfach dem Rascheln in den Büschen und Bäumen hinter uns (und machten Witze darüber, daß es Bären waren, obwohl es wahrscheinlich eher Igel und andere kleine Tiere waren), den Wellen vor uns und den gedämpften Flüche der Männer, wenn es mal wieder einen verpaßten Biß gab, und entspannten uns, bis es Zeit war, wieder nach Hause zu fahren.
Tut mir leid, wir haben nie Bilder gemacht, also müßt ihr mit einem meiner handgemachten Fische vorliebnehmen ;-)
8. Der 27. Juli 2018 war der Tag mit der längsten totalen Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts, und eine Menge Leute waren ganz wild darauf, sie zu sehen, auch mein Freund und ich. Wir fuhren eine Weile herum, um nach einer guten Stelle zu suchen und landeten schließlich mit Hunderten von Leuten am "Aasrücken" (ich habe keine Ahnung, warum der Aussichtspunkt in der Nähe unseres Hausbergs Hohenstaufen so heißt) im beinahe abgeernteten Feld eines Bauern (er arbeitete noch am anderen Ende daran). Manche hatten riesige Teleskope und Mengen an Fotoausrüstung, andere packten umfangreiche Picknicks für die ganze Familie aus. Obwohl es irgendwann recht kühl wurde, waren mein Freund und ich unter den letzten paar, die es bis ganz zum Schluß aushielten, und wir haben es nicht bereut. Es war ziemlich magisch. Wieder keine Bilder, aber hier ist ein Zeitraffervideo (nicht aus unserer Gegend).
9. Flohmärkte sind nicht auf den Sommer beschränkt, ich weiß, aber bei dieser Erinnerung geht es um einen besonderen Juniflohmarkt. Ein Grund dafür, daß er besonders war, war, daß meine amerikanische Freundin zu Besuch war. Wir hatten sie über Steiff kennengelernt und egal in welchem Land, ein Flohmarkt war immer eine unserer Lieblingsaktivitäten. Dieser spezielle war ein Stadtflohmarkt, der nur einmal im Jahr stattfand und sich über die gesamte Stadtmitte ausbreitete. Gewöhnlich drehten wir eine Runde, setzten uns dann hin, um etwas zu trinken und essen, dann drehten wir noch eine Runde. Ich bin auf Flohmärkten immer langsam gewesen und verließ mich gewöhnlich auf den "Jägermeister", um gute Sachen zu finden, aber diesmal war es meine Freundin, die mich rief, um mir zu sagen, daß sie einen Barbiekoffer mit Inhalt gefunden hatte, und daß sie dachte, er sei alt. Ein Blick auf den Koffer und die beiden Puppen in Hochzeitsoutfits, und ich fragte nach dem Preis, bevor ich wußte, was sonst noch darin war. Der Preis war so unglaublich, daß ich fast umkippte. Ich konnte nur noch sagen "Verkauft, ich muß nur schnell zur Bank", da ich sehr wenig Geld dabei hatte. Ich war so froh, daß die Bank in der Nähe war und die Dame den Koffer unter den Tisch packte, weil andere schon deutliches Interesse zeigten, als ich ihn angeschaut hatte. Erst als wir unsere übliche Pause machten, erlaubte ich mir, einen genaueren Blick darauf zu werfen. Während ich Kinderbücher durchgeschaut hatte, hatte meine Freundin einen richtigen kleinen Schatz für mich gefunden. Ich bin immer noch aufgeregt, wenn ich mir diese Fundstücke in meiner Sammlung ansehe, zum Beispiel dieses süße rosa-schwarze Outfit, das sich "Atelierfest" nennt.
10. Das ist nicht nur eine besondere Erinnerung, sondern mehr eine Mischung aller Sommer, in denen meine beste Freundin und ich uns in den Wäldern herumtrieben und "Abenteuer" hatten - ich denke, daß wir sie uns ausdachten, ändert nichts daran, daß wir eine Menge Spaß mit unseren Fahrrädern da draußen hatten, Wildblumen pflückten, uns vorstellen, im Dschungel zu sein, Fälle lösten oder unsere Lieblingsbücher nachspielten.
Ich sage nicht, daß das generell bessere Zeiten waren, aber wir hatten tolle Zeiten, an die ich gerne zurückdenke.
Wenn ihr es wirklich bis hierher geschafft habe, kann ich nur danke sagen, und ihr habt euch jetzt wirklich einen steifen Drink und/oder Schokolade verdient ;-) Meine Sommererinnerungen mögen nicht das sein, was ihr erwartet habt, aber mir hat es echt Spaß gemacht, mich zu erinnern. Euch allen einen schönen Sommer!
Als unsere Challengemeisterin der Jewelry Artisans Community Sonnenblumen für unsere neue Challenge wählte, war meine Reaktion, daß ich ganz "ausgeblumt" war, weil ich in den Jahren zuvor schon mehrere gemacht hatte.
Und dann, in einem plötzlichen Ausbruch von Produktivität und unterstützt vom 80er Charme von Richard Carpenter's "Robin Hood" als Hintergrundgeräusch, begann ich ein Paar Ohrringe zu machen. Seid nicht zu aufgeregt, dies ist nur ein weiteres Beispiel von Ohrringen, die sich auf magische Weise in einen Anhänger verwandeln.
Zuerst stickte ich zweimal die Mitte aus Perlen. Wie konnte mir nicht auffallen, daß die Blütenblätter daraus sehr große Ohrringe machen würden? Naja, es fiel mir tatsächlich auf und trotzdem beschloß ich weiterzumachen. Ich habe selber immer begeistert große, witzige Ohrringe getragen.
Als ich mit den fröhlichen gelben Blütenblättern anfing - ich habe dieser Tage echt meine Kindheitsliebe für gelb wiederentdeckt - wurde mir aber schnell klar, daß ich das nicht durchziehen würde. So viele Blätter! Eine Reihe in Ziegelsteinstich, eine etwas kleinere in Herringbonestich und eine dritte kleine als Umrandung für die Mitte dauerte wie so oft viel länger, als ich erwartet hatte. Nur daran zu denken, das ein zweites Mal machen zu müssen, führte zum Verwurf der Ohrringidee.
Eine versteckte Öse und eine süße kleine Lampworkbiene später ... tadaaa.
Ich habe noch nie vorher einen Igel in unserem Garten gesehen. Vielleicht war ja mal einer da, wenn dem aber so war, hat er sich mir nicht gezeigt. Heute aber hatten wir einen kleinen Gast, Geppo (Geppo ist nach dem vermeintlichen Gründer meiner Heimatstadt Göppingen benannt, der ein alemannischer "Fürst" war). Er mußte von Stelle zu Stelle getragen werden, weil es heiß war und es sehr schwer ist, lange Entfernungen zu laufen oder sogar irgendwo hinaufzuklettern, wenn man gerade mal 3 cm lang ist!
Der erste Halt waren ein paar Sukkulenten, aber Geppo wurde schnell mutiger und wollte immer höher gehen!
Nächster Halt - der Engelskopfberg!
Von seiner eigenen Courage beeindruckt war Geppos nächstes Ziel der Löwenkopfberg. "Ich habe keine Angst vor einem Löwen!"
Ihr seid nicht beeindruckt? Nun, und wie sieht es jetzt aus?
Danach war unser Igelchen müde, ihm war sehr heiß und er hatte großen Durst, also war ein Ausflug zum Vogelbad an der Reihe.
Und hier sind ein paar Blumen, die zu wackelig waren, als daß Geppo darauf hätte sitzen können, also schaute er sie sich von meiner Hand aus an.
Für die, die es nicht wissen, wie meine anderen Igel ist Geppo eine nach meinem eigenen Design aus Draht gehäkelte Miniatur. Keiner meiner Igel sieht je ganz wie ein anderer aus. Geppo beispielsweise hat bronzebeschichtete Hämatitaugen und eine funkelnde Kristallnase :-)
Für die, die die beiden ersten Teile verpaßt haben - die ihr hier, hier und hier finden könnt - und die, die die HeatherCats noch nicht kennen, ist hier eine kleine Erklärung. "Heather ist eine Freundin von mir, eine Malerin aus Neuseeland. Ich habe sie auf deviantART
kennengelernt und ihre Essencestudios entdeckt. Ich könnte euch nicht
mal mehr sagen, in welcher Gruppe das war, aber außer ihren anderen
Talenten hat Heather das Talent für leuchtende, entzückende Bilder, von
denen viele Katzen darstellen, wie hätte ich also nicht in dem Moment,
als ich die erste sah, fasziniert sein können?" Das ist aus dem ersten Blogpost, den ich über die HeatherCats schrieb und in dem ihr die ganze Geschichte darüber findet, wie das angefangen hat.
Ich hatte nicht erwartet, den letzten Teil der Schuhe so schnell fertigzubekommen. Dank Feiertage und Urlaub und weil ich sonst nichts zu tun hatte (wenigstens nichts, das ich tun wollte ;-)), konzentrierte ich mich auf einen Krimiserienmarathon und stichelte vor mich hin. Oh, und ich hatte auch ein paar Folgen aus der Dokumentarreihe "Handwerkskunst" laufen, die im Detail zeigt, wie jemand etwas macht, einen Hut, ein Schachbrett mit Intarsien oder ein Kirchenfenster zum Beispiel. Es hört sich vielleicht dämlich an, aber wenn mein Gehirn sich weigert abzuschalten, hilft es mir, so zu tun, als wäre ich einer dieser Dokumentationen und jemand würde mir zuschauen. So konzentriere mich dann sogar noch mehr auf jeden Stich, jede Perle, das Geräusch des Fadens, der durch den Jeansstoff geht, das Schnippgeräusch der Schere. Es funktioniert nicht immer, aber wenn ja, dann ist es perfekt. Es hilft mir dabei runterzukommen, die Welt draußen und ihre Probleme wenigstens für ein Weilchen auszublenden, das ist etwas, das ich im Moment wirklich brauche.
Aber zurück zum Schuh. Für diese Seite hatte ich noch eine schlafende Katze ausgewählt. Nun habe ich drei schlafende Katzen unter blauem Himmel und nur eine Katzenraupe, aber sie waren so perfekt in der Größe und alle haben ihren ganz eigenen Charm. Vielleicht muß ich das nächste Mal mit Hightop-Sneakern arbeiten, damit ich auch Heathers vertikale Designs benutzen kann. "Sommertraum" ist eine weiße Katze, die auf einem Zaun schläft. Die Stellung erinnert mich so sehr daran, wie mein Merlin und Greebo gern schliefen, was mich jedesmal zum Lächeln bringt. Ich kann mir auch vorstellen, daß dies mein White Dude ist, der unter einer kalifornischen Sonne schläft, bevor diese Wahnsinnigen ihn nach Deutschland verschleppten (falls ihr die Geschichte nicht kennt, es war zu seinem Besten, wirklich).
Genau wie die Raupe war dieser kleine Kerl nicht einfach an den Schuh anzupassen. Ich glaube, ich probierte das Muster dreimal, bevor ich endlich die richtige Größe und Position fand, damit sein Schwanz draufpaßte, aber keins der Beine an ein Loch verloren ging. Die Sonne hatte nicht soviel Glück, sie mußte sich ins Eck quetschen.
Falls ihr euch übrigens wundert, was aus der Ruhepause für meine Hände geworden ist, nun, ich fand heraus, daß ich von der Farbe, auf deren Nachlieferung ich warte, doch noch ein Röhrchen da war, also konnte ich mich nicht zurückhalten. Die meiste Zeit ging es überraschend gut. Stattdessen verlegte ich etwas von dem Blau für den Himmel, aber ich hatte soviel bestellt, daß das egal war. Jemand bestellte außerdem viel zu viel Braun, keine Ahnung, für wie lang ich diesen Zaun hielt. Vielleicht hatte es mich verwirrt, daß ich die berühmte Zaunmalszene aus Tom Sawyer gesehen hatte. Ich schätze also, daß ich mir nun ein Design in Braun, Blau und Weiß ausdenken muß. Irgendwelche Ideen? ;-)
Und hier ist nun unsere Katze. Ich wette, er träumt von der Mäusejagd und seinen Lieblingssnacks! Es ist mir sogar gelungen, das Blut abzuwischen, das vergossen wurde. Meine Freundinnen meinten, ich solle es als Blutopfer für die Perlengöttin sehen. Sie muß wirklich glücklich sein, ich habe nämlich mehr als einmal geopfert. Dann waren da noch die vielen Nadeln, die ihr Leben für dieses Projekt geopfert haben.
So sehen die Schuhe getragen aus. Ich bin gefragt worden, ob ich sie draußen tragen werde, und ich mache immer Witze darüber, daß ich ja nicht mal weiß, wann ich dank Corona wieder die Chance dazu bekommen werde. Sagen wir mal, daß ich sie nicht regelmäßig tragen werde, um Schmutz und Schäden zu vermeiden, aber ich werde sie ganz bestimmt irgendwann mal ausführen.
Sorry, daß ich keine besseren Bilder machen konnte, aber es ist schwierig genug, meine großen Füße auf ein Bild zu bekommen - ich trage die Größe 43 ;-)
In dieser Woche war die Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge
von der Sommersonne inspiriert. Sonne, Strand, das Meer ... weil ich mit diesem Post spät dran bin, erspare ich euch das Gerede und zeige euch stattdessen gleich meine kleine Auswahl ;-)
Der Sommer ist vorbei auf der nördlichen Halbkugel, and um ihn ein letztes Mal in diesem Jahr zu ehren, war er das Thema in der dieswöchigen Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge. Dies ist eine Auswahl davon, was die Teilnehmer als Beiträge ausgesucht haben. Ihr werdet Wasser, Sommerfarben und Blumen finden - eine würdige Hommage an den Sommer, denke ich.
Keine Sorge. Ihr habt keinen Tag verloren. Diese Woche bin ich einen Tag früher dran mit der Oldies but Goodies Challenge bei der Jewelry Artisans Community. Morgen werdet ihr wissen warum. Das Thema ist diese Woche Sommer. Was kommt euch in den Sinn, wenn ihr an Sommer denkt? Sonne, Hitze, Strand, Eiscreme, helle Farben, luftige Kleider ... ? Erzählt es uns! Dies sind ein paar der Stücke, die die JAC-Mitglieder an Sommer erinnern. Hoffentlich wecken sie auch in euch Sommerstimmung.