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Dienstag, 12. Mai 2026

Nostalgie - Schnecken

"Als Mr. Peter Knoppert das Beobachten von Schnecken zu seinem Hobby machte, hatte er keine Ahnung, daß seine Handvoll von Exemplaren im Handumdrehen auf Hunderte wachsen würde. ... 'Mir war Natur in meinem Leben vorher immer egal', sagte Mr. Knoppert oft - er war Partner in einer in einem Maklerbüro, ein Mann, der sein gesamtes Leben der Finanzwissenschaft gewidmet hatte - 'aber Schnecken haben mir die Augen für die Schönheit der Tierwelt geöffnet.'" (Anmerkung: eigene Übersetzung, da ich die Geschichte auf Deutsch nicht da habe)
Das ist aus dem Anfang einer von Patricia Highsmiths Kurzgeschichten über Menschen und Schnecken, diese heißt "Der Schneckenforscher", die andere "Auf der Suche nach X. Claveringi" (die englischen Geschichten könnt ihr hier finden (obwohl es für Claveringi zwei Versionen gibt)).


Highsmith liebte Schnecken und hielt Hunderte von ihnen als Haustiere. Sie nahm sie mit zu Partys, auf Salat in ihrer Handtasche sitzend, und sie schmuggelte sie in ihrem BH nach Frankreich hinein, weil sie sie nicht in England zurücklassen wollte.
Ich las ihre beiden Schneckengeschichten in jungem Alter in einer Anthologie, aber "Der Schneckenforscher" beeindruckte mich mehr, und das Bild, das ich mir vom Ende ausmalte, hat sein eigenes Zimmerchen in meinem Kopf und springt jedesmal heraus, wenn ich eine Schnecke sehe.
Wenn ihr die Geschichten kennt, könnt ihr euch vorstellen warum. Habe ich erwähnt, daß es eine Horror-Anthologie war?

Es gibt noch andere Schnecken in meinen Kindheitserinnerungen, wie die Süßwasserschnecken in den Teichen des Parks nahe unserem Haus.


Wir liefen auf den Mäuerchen herum und hielten nach Schnecken Ausschau (wir haben sie immer dort gelassen, falls ihr euch das fragen solltet). Meinen Erinnerungen nach schätze ich, daß es Post- und Spitzhornschnecken waren. Von der Posthornschnecken gab es weniger und ich war überzeugt, daß sie das zu den Schneckenköniginnen machte, also war es sehr aufregend, eine von ihnen zu sehen.

Links: Posthornschnecke
Rechts: Spitzhornschnecke
Bild von Se90 - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0

Natürlich waren wir auch von Landschnecken fasziniert (nicht Nacktschnecken, sie waren mir unheimlich, vor allem nach einem großen Regen, als der Weg in den Wald hinauf von ihnen übersät war, es sah wie eine Invasion aus). Die, die man hier am häufigsten sieht, ist die Gartenbänderschnecke, aber es war etwas Besonderes, Weinbergschnecken zu finden.
Einmal fanden meine Freundin und ich zwei von ihnen auf der Straße und beschlossen, sie an einen sicheren Ort in einem Garten zu setzen, aber der Gartenbesitzer war draußen und sagte, wir sollen es ja nicht wagen, also ließen wir sie auf einer Mauer zurück (obowhl sie und andere Schneckenarten keine Schädlinge sind!). Hinterher machte ich mir recht lang große Sorgen bezüglich ihres Schicksals und dachte, wir hätten eine wirklich sichere Stelle für sie finden müssen. Tut mir leid, kleine Schnecken!
Ich möchte mich außerdem dafür entschuldigen, eins von diesen nervigen Kindern gewesen zu sein, die manchmal eure Augen anstupsten, um zu sehen, wie ihr sie einzieht, und dafür, daß wir euch am Haus hochgehoben haben, wir wußten nicht, daß euch das wehtun kann.

Tatsächlich habe ich seit Jahren keine Weinbergschnecken mehr in freier Wildbahn gesehen, aber Schnecken haben mich in meiner Kreativität inspiriert, im Drahtwickeln, Nadelfilzen und Perlenstickerei.



Und dann ist da natürlich noch Nelly.
Nelly gab es in zwei Farben, blau und braun mit Tupfen, und in einer Größe von 10 cm. In den 60ern hatte Steiff einige Designs, die nur kurze Zeit hergestellt wurden - 1961 bis 1963 für Nelly - und als Schmusekumpel ziemlich ungewöhnlich waren.


Außer Nelly gab es zum Beispiel Fledermäuse und bunte Spinnen (und ich könnte jetzt noch wegen der Geschichte Tränen vergießen, die uns die Dame vom Spielwarenladen erzählte, daß sie sie nicht verkaufen konnten und statt Süßigkeiten beim Faschingsumzug in der Stadt hinauswarfen, argh!).
Als der Ex und ich unseren ersten Steiff-Preisführer kauften, wußten wir sofort, daß wir sie alle wollten, nicht wegen ihrer Seltenheit, sondern wir sie richtig süß fanden (finde ich immer noch).

Nelly ist aus Baumwollsamt mit Lederimitat auf der Unterseite und hat ein bemaltes Gummihaus und Gummifühler, deren Enden gern mal abbrachen, wie ihr an einem davon sehen könnt.
Ist dieses kleine Paar nicht einfach goldig?


Ist euch aber etwas an ihnen aufgefallen? Mit diesen Häusern sind sie keine Landschnecken und ich habe bis heute nie darüber nachgedacht. Ich frage mich, warum Steiff sich dafür entschieden hat.

Da habt ihr's, meine Schneckenerinnerungen.
Ich habe euch die eine erspart, als ich versehentlich auf ei.... nein, vergessen wir das.

Sonntag, 5. April 2026

Lilien auf dem Felde

Es gibt die Geschichte, daß ich fünf Jahre alt war, als ich meinen ersten ganzen Film angeschaut habe. Meine Mutter hat die Geschichte erzählt, und ihr wißt, wie das so ist, im Geiste habe ich eine tatsächliche Szene drumherum aufgebaut. Ich kann mich auf dem Boden sitzen sehen, vor dem Fernseher in unserer Schrankwand, in meiner typischen Haltung, Knie nach vorne, Füße an den Seiten - ich war damals wesentlich beweglicher - einfach weil ich das später immer so gemacht habe.
Auf jeden Fall hörte ich als Kind gern meine Mutter die Geschichte meines ersten "richtigen" Films erzählen und wie ich am Bildschirm klebte. Der Film war "Lilien auf dem Felde" von 1963, der immer noch einer meiner Favoriten ist, nachdem ich ihn mindestens Dutzende Male angeschaut habe.


Natürlich habe ich ein Bild aus "Lilien
auf dem Felde" ausgewählt, um für
meine Fanwand ein Perlenwebporträt
von Sidney Poitier zu machen.

Fangen wir mit dem Film an (es gibt Spoiler für den Film und für das Buch, auf dem er basiert).


Homer Smith hält an einer kleinen heruntergekommenen Farm an, weil er Wasser für seinen Wagen braucht. Dort sind fünf Frauen, und als eine von ihnen, die sich als Mutter Maria vorstellt, Homer sieht, dankt sie Gott dafür, daß er ihr einen starken Mann geschickt hat.
Homer hat jedoch nicht vor zu bleiben. Da er im Moment nicht viel im Geldbeutel hat, sagt er zu, das Dach zu reparieren - ein Mann für einen Tag. Am Ende des Tages reicht er Mutter Maria die Rechnung und sie nimmt sie einfach und meint, sie sagt ihm dann, wenn das Abendessen fertig ist.
Homer ist überrascht zu sehen, daß die Frauen tatsächlich Nonnen sind. Sie kommen aus Deutschland, Österreich und Ungarn und versuchen Englisch zu lernen, also gibt er ihnen nach dem äußerst mageren Mahl eine Unterrichtsstunde.

Am nächsten Morgen ist Homer bereit weiterzufahren, aber Mutter Maria bringt ihn zu einer Baustelle, wo er für sie eine Kapelle bauen soll. Wieder ignoriert sie die Rechnung.
Nachdem er den Platz aufgeräumt hat, versucht es Homer abends noch einmal, indem er aus der Bibel zitiert, aber die Mutter zitiert aus der Bergpredigt - daher der Filmtitel - und informiert ihn, daß er sie am nächsten Tag zur Messe fahren wird.
Da er selber Baptist ist, nimmt Homer nicht an der Messe teil. Er geht zum Frühstücken in ein Diner, wo ihm Juan, der Besitzer, erzählt, daß die Nonnen von einem ostdeutschen Orden kommen, der die Farm geerbt hat, und daß sie über die Berliner Mauer geflüchtet sind.

Meine Lieblingsszene - Homer bestellt "ein echtes
Frühstück", nachdem er die "katholischen" Mahlzeiten
ertragen mußte. Seine Leidenschaft für Weizenpfannkuchen
mit Ahornsirup, Kaffee und frischen Orangensaft
macht mich jedesmal hungrig, wenn ich das anschaue.

Ungewollt wird Homer immer mehr in die Sache hineingezogen. Als er beschließt, endgültig wegzugehen, läßt ihn die Mutter sie und eine der Schwestern in die Stadt mitnehmen, um Mr. Ashton, den Besitzer einer Baufirma, um Spenden zu bitten. Sie sagen ihm, daß Homer ihr Bauunternehmer ist, und da er Ashton nicht die Genugtuung geben will, seine Zweifel darüber zu bestätigen, sagt Homer, daß er das in der Tat ist.
Er beginnt an der Kapelle zu arbeiten, aber auch zwei Tage die Woche für Mr. Ashton, und das Geld benutzt er, um Lebensmittel für die Nonnen zu kaufen. Mutter Maria hat aber kein Glück damit, mehr Geld und Ziegel zu besorgen, und eines Abends kochen die Emotionen so hoch, daß Homer geht.



Irgendwann kommt er dann aber doch zurück, wenn auch etwas angeschlagen.
Das beeindruckt die Menschen in der hispanischen Gemeinde so sehr, daß sie endlich beschließen zu helfen, mit Material und ihrer Arbeitskraft. Zunächst weigert sich Homer, sie helfen zu lassen, und er gibt den Nonnen gegenüber zu, daß er schon immer etwas allein erbauen wollte, aber dann erkennt er, wieviel es bedeutet, daß alle bei diesem besonderen Projekt helfen möchten, wie er Mr. Ashton erzählt, der dann doch noch Ziegel spendiert.

Als die Kapelle fertig ist, signiert Homer seine Arbeit. Er weiß, daß es Zeit für ihn ist, jetzt zu gehen, obwohl Mutter Maria schon neue Pläne für eine Schule und mehr hat.


Egal wie ich oft ich den Film anschaue, ich
wundere mich jedes Mal, warum das h kleingeschrieben ist.

Am Abend vor der Einweihung der Kapelle singen Homer und die Nonnen noch einmal miteinander.
Dann steht er auf, immer noch singend, packt seine Sachen zusammen und fährt in die Nacht hinein.


Was könnte es an dem Film gewesen sein, daß er eine Fünfjährige so beeindruckte, daß er einer ihrer absoluten Lieblingsfilme wurde? Ich habe noch nie zuvor versucht, meine Gefühle dazu unter die Lupe zu nehmen, ich weiß einfach nur, daß ich mich bei dem Film gut fühle.

Ein Punkt ist einfach zu finden - ich liebe "Amen", das baptistische Spiritual, das Homer mit den Nonnen singt, und ich fürchte, ich habe das damals daheim zu einem Ohrwurm gemacht, natürlich nur den "Amen"-Teil. Ich singe heute noch mit.
Tatsächlich mag ich die gesamte Filmmusik.



Poitier sang übrigens nicht selber. "Amen" wurde von Jester Hairston geschrieben und gesungen (wenn ihr mehr über ihn wissen möcht, schaut in die Quellen).

Aber offensichtlich wurde ich zu Poitier selber hingezogen und zu dem Humor, den er zum Film beisteuert. Ich liebe sein Lächeln und Lachen, ich liebe, daß der Humor warm und freundlich ist, vor allem in den Szenen mit ihm und der strengen Mutter Maria.
Die Rolle wurde zuerst Harry Belafonte angeboten, aber Belafonte fand, daß sie erniedrigend war und das Thema der sozialen Gerechtigkeit fehlte und daß Homer ein zu einfacher Charakter war, daher lehnte er sie ab. Er diskutierte das sogar mit Poitier, der seine Gründe, das nicht zu tun, verteidigte.
Tatsächlich beschäftigt sich der Film nicht groß mit Rassismus außer dem einen Mal, als Ashton Homer "Boy" nennt, worauf Homer reagiert, indem er es direkt zurückgibt. Stattdessen zeigt er, wie Menschen aus unterschiedlichen Kreisen - der schwarze Handwerker, europäische Nonnen, eine hispanische Gemeinschaft, ein irischer Priester und sogar ein weißer Geschäftsmann - zusammenarbeiten, um etwas zu erreichen, das niemand für möglich gehalten hätte, trotz der Unterschiede in Rasse, Vermögen und Glauben.
Obwohl der Funke für die Handlung Mutter Marias ungebrochener Glaube an Gott ist, war es für mich nie ein religiöser Film (als ich erstmal alt genug war, darüber nachzudenken), obwohl mir klar ist, daß andere das nicht so sehen mögen. Für mich geht es um Gemeinschaft, Kommunikation, Kooperation, Verständnis und Beharrlichkeit. Habe ich schon das Wort freundlich benutzt (ich weiß, daß ich das habe)?



Sidney Poitier gewann einen Oscar als Bester Hauptdarsteller (der erste Afroamerikaner, der diesen bekam), einen Golden Globe und den Silbernen Bären als Bester Hauptdarsteller bei der Berlinale, er wurde außerdem für weitere Auszeichnungen nominiert.
Lilia Skala als Mutter Maria wurde für mehrere Preise als Beste Nebendarstellerin nominiert.
Nicht daß mich das als Fünfjährige groß gekümmert hätte (als ob ich es überhaupt gewußt hätte! 
😉)

Es war für Ralph Nelson nicht einfach, das Geld für den Film aufzutreiben. Es wurde sogar vorgeschlagen, eine Liebesgeschichte einzubauen, mit einer Nonne, die das Gelübde noch nicht abgelegt hatte. Ein anderes Studio wollte Steve McQueen als Homer.
Schließlich fand Ralph Nelson ein Studio, das ein Budget von 250000 $ anbot, aber eine Sicherheit verlangte. Nelson bot dafür sein eigenes Haus an. Zu dieser Zeit war Poitier bereits ein anerkannter Schauspieler gewesen und verdiente pro Film ungefähr das Doppelte dieses Budgets. Poitier akzeptierte jedoch 50000 $ als Gage plus zehn Prozent der Bruttoeinnahmen. Und da das Budget so niedrig war, mußte er die schwere Arbeit im Film tatsächlich selber machen. Beide glaubten wirklich an diesen Film, der übrigens in vierzehn Tagen abgedreht wurde.
Nun, und es wurde ein Erfolg, in den ersten sechs Monaten lagen die Einnahmen bei 2 1/2 Millionen $.

Nun zum Buch.

Mein deutsches Exemplar.

William Barrett schrieb Romane, von denen drei verfilmt wurden, "Lilien auf dem Felde" eingeschlossen. Er war katholisch und schrieb auch Essays, Rezensionen und Biographien, eine davon über Papst Paul VI.

Die Geschichte der Nonnen beruht tatsächlich auf der wahren Geschichte der Abbey of St. Walburga in Colorado. 1935 wurden drei Schwestern aus dem bayerischen Mutterhaus Abtei St. Walburg nach Colorado geschickt, wo sie billig Land von Mönchen kauften, die es als "für eine Farm ungeeignet" bezeichneten. Ursprünglich war es als möglicher Zufluchtsort vor dem Nazi-Regime gedacht, falls notwendig, aber schließlich wurde die Farm zum Priorat und dann zur Abtei.
Das Buch änderte die Zeit natürlich zu der des Kalten Krieges und die Nonnen flohen, wie oben erwähnt, aus Ostdeutschland.

Es erklärt auch etwas mehr zu Homer.
Er ist 24 (das ist jünger, als Poitier beim Dreh war)
, er "lebt sein Leben von einem Tag zum anderen, es ist Lachen in ihm". Er hat ein bißchen Geld, nachdem er die Army verlassen hat, und möchte den Westen sehen (der Film spielt in Arizona). Und er schätzt seine Freiheit, daß er hingehen kann, wo er will, wenn er will, und nur arbeitet, wenn er muß. "Ein Mann war frei, wenn er 'ja' sagen oder 'nein' sagen konnte." Und dennoch hat er das Gefühl, daß er zu Mutter Maria Marthe nicht einfach nein sagen kann.

Es gibt aber auch ein paar kleine Unterschiede, die aber nicht wirklich wichtig sind. Der Priester ist kein Ire, sondern Hispano, und er muß den Gottesdienst nicht von der Ladefläche eines Autos aus halten, es gibt eine kleine Kirche. Es gibt keinen Mr. Ashton, im Buch heißt er Livingston.
Das Buch erklärt auch, was Homer tut, als er das erste Mal weggeht. Er besorgt sich einen Job bei einer Abbruchfirma in der großen Stadt, aber obwohl sich seine Tage mit den Nonnen wie ein Traum anfühlen, denkt er an sie, als sie eine Reihe von Häusern abreißen. Er schaut sich das an, was sie herausgeholt haben und denkt, daß die Nonnen eine Badewanne brauchen. Also kauft er eine und bringt sie als Geschenk mit zurück.
Im Film kommt er einfach mit einem blauen Auge zurück, aber im Buch steht nichts darüber, daß er Ärger hat oder auch warum er zurückkehrt.

Der größte Unterschied ist allerdings der Schluß.
Homer fährt schon in die Nacht hinein, das Buch endet hier aber nicht.
Eine Legende entsteht um Homer und seine Kapelle herum. Touristen kommen zu Besuch. Dank Spenden können die Nonnen eine Schule bauen und Jungen aus kaputten Familien aufnehmen, um ihnen bei ihrem Lebensweg zu helfen. Und in der Kapelle gibt es ein Gemälde von Sankt Benedikt dem Mohren, das Schwester Albertine gemalt hat und das wie Homer aussieht.
Um ehrlich zu sein, ich bin froh, daß der Film diesen Teil ausgelassen hat.

Nun entschuldigt mich, ich denke, ich werde den Film gleich nochmal anschauen.


Quellen und weitere Informationen (englischsprachig):

1. Brian Bergen-Aurand: Lilies of the Field (1963). Auf: Foreign Influence, 3. Februar 2017
2. Ron Olesko: "Amen" and Jester Hairston. Auf: Sing Out!, 22. März 2008
3. Abbey of St. Walburga History
4. David A. King: The heart of Barrett's 'The Lilies of the Field'. In: The Georgia Bulletin, 20. März 2014
5. "Lilies of the Field: The Story Behind the Film" auf YouTube


Es tut mir leid, daß meine Quellen meist nur englischsprachig sind, aber mein englischer Blog wird einfach mehr frequentiert und der Zeitaufwand für die Recherche ist oft so groß, daß ich nicht auch noch die Zeit finde, adäquate deutsche Quellen zu suchen. Sollte euch ein Artikel interessieren, gibt es Übersetzungsprogramme, die zumindest einen Eindruck vermitteln können.

Montag, 23. Februar 2026

Aus meinem Kinderbuchschrank - Die Lockett-Kinder

Ich habe schon von der Stadtbücherei meiner Kindheit erzählt, der, die in ein Wohnhaus umgewandelt wurde, als die Bücherei - dann Bibliothek genannt - 1981 in das "Adelberger Kornhaus" zog. Um fair zu sein war das alte Gebäude ein Wohnhaus, bevor es eine Bücherei beherbergte, zunächst die amerikanische Bücherei nach dem 2. Weltkrieg, die dann mit der stadteigenen Bücherei zusammengelegt wurde.
Ich bin mir sicher, daß die Bibliothekar*innen den Komfort des neuen (naja, eigentlich alten, da das Kornhaus eines der wenigen in der Stadt noch existierenden Gebäude aus dem Mittelalter ist, das für die Bibliothek restauriert wurde) Gebäudes zu schätzen wußten.


Ich weiß, daß ich das als Bibliothekarin würde, aber natürlich habe ich die Bücherei, mit der ich aufgewachsen bin und die sozusagen das Fundament für meine Lesegewohnheiten war (wie auch meine Familie), nicht vergessen.
Das Gefühl, dort hineinzugehen und nicht nur nach neuen Büchern zu suchen, sondern auch immer wieder zu den Wohlfühlbüchern meiner Kindheit zurückzukehren, wie ein Magnet zu bestimmten Regalen hingezogen, ist mir immer noch im Gedächtnis.
Was uns zu dem Buch bringt, das ich heute aus meinem Schrank ausgewählt habe - "Die Lockett-Kinder" von M. E. Atkinson (nur auf den deutschen Übersetzung steht der Name "Mary E."), das 1954 herauskam und dessen Original "August Adventure" von 1936 ist.
Es ist das erste einer Reihe von vierzehn Büchern, die von den drei Lockett-Kindern und ihren Freunden handeln. Ich meine, meine Bücherei hatte alle sechs, von denen ich weiß, daß sie ins Deutsche übersetzt worden sind. Sie sind jetzt Sammlerstücke, daher freue ich mich, daß ich fünf davon schon besitze und auch ein paar englische! Statt mir aber das letzte deutsche zu kaufen, habe ich die fünf Bücher, die mir noch fehlen, auf Englisch bestellt, was mich nur in etwa doppelt soviel kostete wie das eine Buch.


Die Lockett-Kinder sind Oliver (12), Jane (13) und Bill (10). Ihre Eltern leben in Indien. Jane wohnt bei einer Tante und einem Onkel, während ihre Brüder auf ein Internat gehen und nur in den Ferien heimkommen. Zum Glück gibt es mehrere Tanten, die sich damit abwechseln, die drei während der Ferien aufzunehmen.

In diesem Buch gehen jedoch alle Tanten zur selben Zeit auf Reisen, also werden sie für die Sommerferien von ihrer Tante Lavinia eingeladen, die sie bisher noch nicht einmal kennen. Sie ist Malerin und ein Freigeist, der manchmal einfach in ihrem bunt angemalten Pferdewagen loszieht, um durch die Lande zu fahren.

Als die Kinder aber bei ihrem Haus ankommen, ist Lavinia nicht da. Stattdessen finden sie einen fremden Mann vor, der ihnen erklärt, daß Lavinia auf Reisen gegangen ist und nicht so bald wieder da sein wird. Ein Anhänger, der auf dem Tisch liegt, erwähnt eine Stadt.
Wir wissen alle, was die Kinder jetzt tun müssen, richtig? Natürlich müssen sie den Pferdewagen nehmen und zu dieser Stadt fahren. Sie schicken Lavinia allerdings ein Telegramm, von dem sie hoffen, daß es an die aktuelle Adresse, die sie nicht kennen und die ihnen der Postbeamte nicht geben will, weitergeleitet werden wird, aber sie können ja nicht in einem Haus mit einem fremden Mann darin warten, der ihnen erzählt - nicht sehr überzeugend - daß er das Haus für die zehn Tage oder so gemietet hat.

Um die Angelegenheit noch etwas komplizierter zu machen - tatsächlich aber besser, wie sie bald herausfinden - steht ein Mädchen vor der Tür und sagt, sie sei zu Lavinia geschickt worden, weil ihre Großmutter krank ist, und ihr fünfjähriger Bruder Robin würde auch noch dazustoßen.
Zum Glück hat Anna Erfahrung mit Pferden und weiß, wie man mit Pegasus umgeht, und Robin ist viel reifer, als die Locketts es erwartet haben.
Auf geht's und das Abenteuer kann beginnen und ein Abenteuer ist es wahrhaftig. Sie gehen buchstäblich durch Feuer und Wasser, retten einen Hund, verbringen eine Nacht in einem Spukhaus, spielen Kricket, ihnen wird Geld gestohlen und vieles mehr. Noch wichtiger ist, daß sie neue Freundschaften schließen, aber auch ein paar Feinde haben, aber natürlich bekommen wir ein glückliches Ende.

Ah, die Zeiten, in denen Kinder noch Hunderte von Kilometern allein reisen konnten!
Zugegeben, ein Dorfmetzger bezweifelt, daß das eine gute Idee ist, aber nachdem sie dieses Dorf verlassen, kommen sie um noch mehr ungefragte Meinungen von Erwachsenen herum - im Ernst, wie können sie es wagen? - indem sie Annas lange Zöpfe hochstecken, damit sie älter aussieht, da sie die größte von ihnen ist. Erstaunlich, wie leicht man Erwachsene täuschen kann, vor allem wenn man bedenkt, daß Anna tatsächlich ein paar Monate jünger als Jane ist.

Ich habe die Bücher so geliebt und ich war so eifersüchtig, daß 
diese Kinder, das Leben der Freien leben durfte, obwohl ich in Wirklichkeit wußte, daß ich mein Bett schon in der ersten Nacht bitterlich vermißt hätte. Das ist das Schöne an Bücher, man kann sich Dinge einbilden und träumen.
Vielleicht war ich auch neidisch darauf, daß sie so praktisch und geschickt waren. Sie kochten, sie wußten, wie man telegraphiert und einen Pferdewagen lenkt und sie schienen nie viel Angst zu haben ... ein bißchen, aber nicht genug, um sie davon abzuhalten, weiterzumachen und immer einen Weg zu finden, mit den Umständen fertigzuwerden.
Ich hätte es wahrscheinlich schwer gehabt, es ins nächste Dorf zu schaffen.

Übrigens, falls ihr letztes Jahr meinen Post über Enid Blyton und "Domestication", "Foreignization" und "continuation books" gelesen habt, fragt ihr euch vielleicht, wie das mit den deutschen Übersetzungen aussieht.
Natürlich kann ich keinen direkten Vergleich ziehen, da ich die Bücher nur entweder auf Deutsch oder auf Englisch habe, aber ich schätze aufgrund dessen, was ich gelesen habe, daß nicht viel verändert wurde, außer daß bei einem Hausnamen statt "Manor" das deutsche "Herrenhaus" benutzt wurde.
Es gibt auch Fußnoten, eine, die englische Internate erklärt, die anderen, recht ausführlich, erklären Kricket. Es wäre einfach gewesen, den deutschen Text zu ändern, indem man zum Beispiel statt Kricket einen anderen Sport gewählt hätte. Das deutet eher auf Foreignization als auf Domestication hin.


Es ist wirklich schade, daß es fast keine Illustrationen gibt. Die englischen Originale waren wunderschön von Harold Jones illustriert.
Das Umschlagbild des deutschen Buchs ist keine Illustration von Jones, aber ich kann euch nicht sagen, wer es gemalt hat, denn eine Namennennung fehlt im Buch.
Darin findet man nur eine Karte, die die Reise der Locketts zeigt. Das Original war ebenfalls von Jones, aber nicht diese hier. Man kann erkennen, daß sie vom Original inspiriert wurde, aber sie ist nicht so elegant. Einen Namen gibt es auch hierzu nicht.
Ich habe in einem Onlineantiquariat ein Exemplar des Buchs gefunden, für das die Namen Mary E. Atkinson und Susanne Ehmcke aufgeführt wurden. Ehmcke war zwar eine deutsche Kinderbuchautorin und -illustratorin, aber dieser Eintrag ist der einzige, wo ich den Namen überhaupt im Zusammenhang mit den Lockett-Kindern gefunden habe, also habe ich meine Zweifel, ob sie es wirklich war.


Wenn ich heute an die alte Bücherei denke, zum Beispiel, wenn ich an dem Gebäude vorbeikomme, ist das erste, was mir in den Sinn kommt, immer, wie ich auf das Regal für A zugehe und nach den Locketts schaue und oft enttäuscht werde. Die Bücher waren damals beliebt und oft ausgeliehen, nun, und ich schätze mal, irgendwann wurden sie dann ausgesondert, als das Interesse nachließ oder die Bücher zu kaputt waren.

Ich freue mich schon auf die, die unterwegs sind, um meine kleine Sammlung zu vervollständigen.
Sagt mal noch nicht tschüß zu den Locketts, denn die Chancen stehen gut, daß sie wieder hier auf dem Blog auftauchen (besonders mit meinem Lieblingsbuch!).


Weitere Lektüre (inklusive Bildern von Harold Jones' Illustrationen, englischsprachig):

1. **: August Adventure. Auf: The Silver Locket, 29. August 2021
2. **: August Adventure. Auf: The Silver Locket, 18. August 2024
3. Todd Klein: Rereading: AUGUST ADVENTURE by M. E. Atkinson. Auf: Todd's Blog, 28. März 2024

Dienstag, 12. August 2025

Aus meinem Kinderbuchschrank - Der kleine Nick

"Der kleine Nick" war sowas von beliebt hier in Deutschland, als ich ein Kind war, und das ist er auch noch bei vielen Leuten, nicht wenige davon sind die, die wie ich mit ihm aufgewachsen sind.


Nick fing als Comicstrip an, aber wirklich populär wurde er, als er in einer Kurzgeschichte auftauchte, die von René Goscinny (dessen "Asterix"-Texte für unzählige Kinder der erste Lateinunterricht waren) geschrieben, von Jean-Jacques Sempé (auch für seine Cover für "The New Yorker" bekannt) illustriert und 1959 im Sonntagsmagazin der Zeitung "Sud Ouest" veröffentlicht wurde.
Dank der plötzlichen Beliebtheit erschienen die Comics bis 1965 in der "Sud Ouest" und später auch im "Pilote2.

Das erste Buch war nicht erfolgreich, bis Goscinny und Sempé in eine Literatursendung im Fernsehen eingeladen wurden, danach veröffentlichten sie zwischen 1960 und 1965 fünf Bücher.

Heute ist "Der kleine Nick" ein französischer Klassiker und das nicht nur in Frankreich.
Nicks Welt ist nicht die Welt von heute. Es war nicht mal die Welt aus der Zeit, in der die Bücher geschrieben wurden. Es gibt keine Politik, es gibt keinen Krieg, es gibt keine großen Probleme.
Es gibt Nick und seine kleine Welt, seine Eltern, seine Freunde, Schule, und davon erzählt er uns von seinem Standpunkt aus und in der Art, wie ein Kind oft eine Geschichte erzählt, naiv, geradeheraus, in Bandwurmsätzen, die manchmal etwas atemlos wirken (in der deutschen Übersetzung wird davor gewarnt, den Stil in der Schule zu verwenden, weil er Lehrer nicht glücklich macht
 😉 ich fürchte aber, das ist manchmal der Stil, den ihr auf meinem Blog seht, jetzt wißt ihr warum).


Im französischen Original ist vieles "chouette", im Deutschen als "prima" übersetzt, was heute wahrscheinlich nicht mehr viele junge Leute verwenden und was sehr Slang dieser Zeit war. Witzig ist, wie schnell sich etwas von "prima" in etwas ändern kann, was ihn zum Heulen bringt, dann geht es aber direkt wieder zu "prima" zurück, wenn sich das auflöst.
Sein Gedankengang kann von einem zerbrochenen Ladenfenster zu dem netten Ladenbesitzer gehen und wie seine Mutter dort einkauft und zum Beispiel Marmelade besorgt, Erdbeere ist am besten, weil sie keine Steine hat und prima ist. Ganz ehrlich, das könnte ich sein.
Nick und seine Freunde leben absolut im Moment (außer wenn sie planen wegzulaufen, siehe weiter unten).

Sowohl Goscinny und Sempé hatten keine einfache und glückliche Kindheit, aus unterschiedlichen Gründen, und sie machten Nicks Kindheit zu einer, die sie nicht haben konnten.
Das heißt nicht, daß es überhaupt keine Konflikte gibt. Nick und seine Freunde kriegen oft Krach und auch die Erwachsenen streiten sich immer wieder, in der Familie oder mit den Nachbarn, aber wie Sempé gesagt hat, war es eine Traumkindheit für ihn - Prügel, die nicht wehtaten und Streit, der nicht in Trennung endete.

Sowieso ist Nicks Welt hauptsächlich die von Jungs. Es gibt zwar Mädchen, aber sie treten selten auf, und Nick ist sich über die meisten von ihnen erstmal unsicher, aber besonders eine Geschichte zeigt, daß Mädchen gar nicht mal immer so anders sind, und er ändert seine Meinung.



Außerdem gibt es natürlich keine modernen Erfindungen und Spielzeuge. Es gibt keine Computer, keine Smartphones, aber eine Menge wilder Vorstellungskraft.

Ist es dann einfach nur eine nostalgische Freude, diese Bücher zu lesen, für Erwachsene, die ihre eigene Kindheit idealisieren und vermissen? Nein.
An diesen Büchern ist mehr dran ... es gibt ja noch die Eltern, die Lehrer, die Nachbarn, die Lagerchefs, die Ladenbesitzer und so weiter.
Dies sind die Teile, die Erwachsenen vielleicht viel mehr Spaß machen als Kindern, weil es die natürliche Anarchie von Kindern zeigt, die die Erwachsenen zur Verzweiflung treiben kann - der Fotograf, der vergeblich versucht, die Klasse unter Kontrolle zu bekommen, damit er ein gutes Bild machen kann, der "Chef" im Sommerlager, der den Bettel schon nach einem Tag hinschmeißen will, die Eltern, die mehrere Male frühmorgens geweckt werden, weil Nick eine neue Uhr bekommen hat und sie für einen guten Zweck benutzen will (dafür zu sorgen, daß sein Vater nicht zu spät zur Arbeit kommt), der Verkäufer in einem Laden voller zerbrechlicher Stücke, der von den Jungs überrannt wird, weil sie ein Geschenk für ihre Lehrerin kaufen möchten.
Natürlich liegt der Humor hier in der Übertreibung, aber wir erkennen oder erinnern uns vielleicht doch an den einen oder anderen Vorfall, der eine ähnliche Geschichte inspirieren können hätte.


Was mir mit am besten gefällt, ist das Fußballspiel, das damit beginnt, daß die Jungs spielen, aber dann "unterstützen" die Väter sie, bis sie komplett übernommen haben und nicht mal bemerken, daß ihre Söhne sich inzwischen schon zum Haus eines Freundes verdrückt haben, um dort Fernsehen zu schauen (was zu der Zeit ja noch nicht alle hatten).


Das Zeitlose an diesen Geschichten ist die Freundschaft und Liebe. Egal wie oft einer der Jungs damit droht wegzulaufen, weil etwas nicht nach ihrem Willen geht, und nicht mehr heimzukommen, bevor sie eine Menge Geld, ein Auto und ein Flugzeug haben, am Ende könnten sie nicht glücklicher darüber sein, wieder daheim zu sein und einen guten Nachtisch zu bekommen. Nachtisch wird sehr oft erwähnt.

Idealisiert? Sicher. Witzig? Auf jeden Fall. Eine Flucht? Ja. Aber brauchen wir nicht alle immer wieder mal so eine kleine Flucht, damit wir dann die Realität aushalten können? Ein Kichern, ein Lachen, ein wenig Erleichterung?

P.S. 2004 fand Goscinnys Tochter Anne übrigens unveröffentlichte Geschichten von Nick auf dem Dachboden, deren sich nicht mal Sempé bewußt gewesen war. Ihr Vater war 1977 recht jung gestorben, aber Sempé war noch da und er machte Zeichnungen dafür.
In Deutschland machte sich der Übersetzer, der auch an den Originalbüchern gearbeitet hatte, nochmal an die Arbeit, obwohl er schon über 80 war. Ich weiß nicht, daß nicht jeder mit seinen Übersetzungen glücklich ist, aber mein Schulfranzösisch ist nicht mehr gut genug, um selber ein Urteil darüber abzugeben.
Möglicherweise mögen sie die "Domestication" nicht (lest mehr darüber in meinem Post hier), in diesem Fall wurden die französischen Namen von Personen und Städten durch deutsche ersetzt. Ich finde, das war hier in Ordnung so, weil die ursprünglichen Namen sogar für Frankreich etwas ungewöhnlich waren. Außer in der allerersten wurden die Namen übrigens auch in der englischen Übersetzung ersetzt.

Meine persönlichen Exemplare der Bücher sind ganz besonders für mich, weil sie auch noch ihre eigene Geschichte haben, davon erzähle ich euch aber in einem anderen Post.



Quellen:

1. "Le petit Nicolas" Original-Webseite (auf Französisch)
2. Jürgen Ritte im Gespräch mit Frank Meyer: Der große kleine Nick. Auf: Deutschlandfunk Kultur, 30. März 2009
3. Bettina Kugler: Grosser kleiner Nick. In: Tagblatt, 20. April 2009
4. Volker Weidermann: Fünfzig Jahre "kleiner Nick": Freund fürs Leben. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29. März 2009
5. Torsten Landsberg: Zuflucht in der Kunst - Sempé zum 85. Auf: DW. Kultur, 17. August 2018
6. Interview mit Anne Goscinny. Auf: Weltexpresso - Online-Magazin für Zeitgeschehen, Film, Kunst, Literatur und Musik, 2. Dezember 2022

Mittwoch, 26. März 2025

Nostalgie - PEZ

Vor einigen Jahren, als ich noch die "Fundstücke der Woche"-Posts machte, hatte ich ein paar, "Ich bin eine Sammlerin" genannt, in denen ich Vintagestücke zeigte.
Im Laufe der Zeit sind meine Sammlungen zum größten Teil nicht mehr gewachsen, aus unterschiedlichen Gründen, aber sie sind noch da und immer noch geliebt. Ich habe auch Vintagestücke, manche geerbt, manche geschenkt, manche von Flohmärkten, manche interessanter als andere.
Ich dachte also, es könnte Spaß machen, immer mal wieder welche davon zu zeigen und ihre Geschichte zu erzählen.

Kürzlich hatte eine Freundin auf Facebook geteilt, daß PEZ als Alternative zum Rauchen erfunden wurde. Inzwischen habt ihr vielleicht gemerkt, daß ich einer guten Trivia-Geschichte nicht widerstehen kann, also mußte ich das natürlich sofort überprüfen. Es ist wahr.


Dachte Ponder, die PEZ-Lady zeigt zur Decke?

PEZ versetzt mich in meine Kindheit zurück - wieder einmal, tut mir leid, aber darum ist das ja auch ein Nostalgiepost und nicht einer für den "Einfach nur so Samstag" - um genau zu sein, zum "TOTO-Laden", den wir kurz Toto nannten.
Ich wuchs in einer Wohngegend auf, die dennoch (fast) alles hatte, was man so brauchte. Zwei Kneipen, einen Einkaufsladen, ein kleines Café, eine Bäckerei, zwei Metzgereien, ein Schuhmacher, eine Apotheke, zwei verschiedene Banken, einen kleinen Laden mit Büroartikeln, eine Reinigung, zwei Läden mit Autozubehör (sie gehörten zusammen und hatten auch andere Sache wie zum Beispiel Zierklebeband), ein Spielplatz und der "Totoladen", so genannt, weil man dort nicht nur lose Süßigkeiten und Wundertüten (Überraschungstüten mit Kaugummi und kleinen Figürchen), Zeitungen, Zeitschriften, Zigaretten und Büroartikel bekam, es war auch eine Toto-Lotto-Agentur. Draußen an der Wand hingen ein Kaugummi- und ein PEZ-Automat.
Ich liebte Automaten, aber auch Kaugummiautomaten, in denen eine Mischung aus Kaugumi (den ich nie mochte) und kleinen Spielzeugen war, und es war wahrscheinlich gut, daß ich nicht viel Geld zur Verfügung hatte. Dennoch war es eine schwere Wahl zwischen dem PEZ-Automaten oder dem Versuch, eines von den Minifeuerzeugen oder ein billiges Ringlein aus dem Kaugummiautomaten zu bekommen.

Also dann, PEZ.
Der Name PEZ ist eine Abkürzung des Wortes "PfeffErminZ", es handelt sich um eine österreichische Marke. Eduard Haas III. erfand das Pfefferminzbonbon als gesunde Alternative zum Rauchen. Ursprünglich waren die Bonbons rund, das änderte sich aber schnell zur gepreßten Ziegelform. Sie kamen in kleinen Döschen, aber Haas wollte die elegante Gesellschaft ansprechen und suchte darum nach einem ebenso eleganten Weg, an die Bonbons zu kommen.
Also erfand der Ingenier Oskar Uxa den ersten PEZ-Spender, der einem schlanken goldenen Feuerzeug ähnelte, dann folgten die regulären Spender in bunten Farben. Ab 1955 erschienen die ersten Sonderformen - wie zum Beispiel Raumpistolen - und die ersten Spender bekamen einen Kopf.
Man kann Designs nach dem Jahr sortiert im "PEZ dispenser archive" anschauen.

In den späten 50ern kam Haas auf die Idee der PEZ Ladies
als Marketingstrategie, junge Damen, die in PEZ-Uniformen mit einem Pillboxhütchen gekleidet waren, in PEZ-Autos herumfuhren und kostenlose Proben verteilten.
Der Graphiker Gerhard Brause entwarf die Werbefigur, in Anlehnung an den Stil der US Pin-ups und in ein Pagenkostüm gekleidet, für die Nutzung auf Schildern, Verkaufsautomaten, Plakaten usw. wie auch den folgenden Replikastücken.






Der PEZ-Seite zufolge gab es in Deutschland und Österreich von den 50ern bis zu den 80ern 36000 Automaten - einer davon in unserer Gegend.
Nun muß ich ein Geständnis ablegen. Ich war nie eine große Freundin von PEZ, es gab Süßigkeiten, die ich wesentlich lieber mochte, aber ich war ein Riesenfan der Automaten oder vintage Verkaufsautomaten im allgemeinen.
Ich habe zwar nur drei Spender, von denen ich zwei in einem amerikanischen Trödelladen gekauft habe (und von denen einer verschwunden ist, ihr könnt euch denken, wem ich dafür die Schuld gebe, er ist klein und haarig), der andere war ein Geschenk, aber ich habe außerdem diese abgenutzte kleine Schönheit mit einer moderneren PEZ-Lady, wahrscheinlich aus den 70ern oder 80ern.


An den Automaten mußten Änderungen vorgenommen werden, als die Preise erhöht wurden und man drei statt zwei Münzen einwerfen mußte, weil der Auffangteil, wo die Münzen gesammelt wurden, größer sein mußte.
Wie ihr sehen könnt wurden die "2x10pf" weggekratzt und ein neuer Einwurf angebracht, auf dem "3x10 PF" eingeprägt war.


Nicht alle Automaten enthielten auch die gleichen Süßigkeiten.
Zum Beispiel sieht man auf dem Bild oben fünf Sorten, "Orange" und "Citron" (warum eigentlich nicht "Zitrone"?), das Pfefferminz, den Kaugummi, den Traubenzucker und die Tomby Sahnekaramellen.
Ich habe den gleichen Automaten mit fünf Sorten gesehen, wenn ihr euch aber die Auswahl bei meinem anschaut, seht ihr, daß man das Doppelpack "Orange/Citron", den Traubenzucker, ein Doppelpack Kaugummi und Spearmint-Kaugummi und das Tomby aussuchen kann. Kein Pfefferminz.
Dadurch sieht der Automat auch irgendwie asymmetrisch aus. Ich frage mich, wie das entschieden wurde. Oder hatte es mit dem größeren Auffangteil zu tun?


PEZ-Automaten verschwanden mit der Einführung des Euro.
Dieser hier waren mindestens bis 1991 in der freien Wildbahn. Ich weiß das, weil "Jürgen" und "Siggi" aus dem Städtchen Beselich beschlossen, das Datum von, tja, was auch immer zu markieren - ist Siggi ein Mädchen und sie fanden keinen Baum, in den sie ihre Namen hätten ritzen können oder war es einfach eine spontane Idee - vor fast exakt 34 Jahren!


Quellen:
1. Theresa Machemer: How PEZ Evolved From an Anti-Smoking Tool to a Beloved Collector's Item. Auf: Smithsonian Magazine - Innovation, December 15, 2020 (englisch)
2. PEZ internationale Seite - Kultiges
3. PEZ internationale Seite - Geschichte
4. PEZ internationale Seite - Presse

Mittwoch, 10. Juli 2024

10 am 10. - Sommererinnerungen

Ich mache so etwas normalerweise nicht, weil ich nicht besonders gut darin bin, als ich aber gelesen habe, daß Marsha von Marsha in the Middle das Thema "Besondere Sommererinnerungen" als Thema für "10 am 10." gewählt hat, dachte ich mir, daß ich so ein bißchen Nostalgie schon hinbekommen würde.

Also versuchen wir das hier mal. Es wird keine festgelegte Reihenfolge geben, ich schreibe die Erinnerungen einfach so auf, wie sie mir einfallen.

1. Das erste, was mir einfällt, ist der Geburtstag meiner besten Freundin, als wir Kinder waren. Unsere Geburtstage liegen ungefähr eine Woche auseinander, meiner Ende Juni, ihrer Anfang Juli.
Zu ihren Geburtstagsfeiern kamen immer so in etwa zehn Freunde und eins unserer Lieblingsspiel war "Vampir", praktisch eine Art Versteckspiel, aber die "Opfer" für eine bestimmte Zeit in einem kleinen Abstellraum im ersten Stock eingesperrt wurden. Das war nicht so schlimm, wie es sich anhört, sie hatten nämlich ein Körbchen an einer Schnur, das sie durch das Fenster herunterließen, um es von denjenigen, die noch nicht gefangen worden waren, mit Kirschen aus dem Garten füllen zu lassen (sie waren so gut!). Wir waren sehr stolz auf diese Spielidee ;-)


2. Auch das hat mit Geburtstagen und Obst zu tun - meinem Geburtstag und Erdbeeren. Als ich ein Kind war, ging mein Großvater ein paar Mal (wahrscheinlich nicht so oft, wie es mir scheint, so ist das ja manchmal) mit mir Erdbeeren kaufen und meine Großmutter machte dann damit eine Erdbeerkuchen zu meinem Geburtstag.
Dieses Jahr brachte mir ein Familienmitglied Erdbeerkuchen zu meinem Geburtstag und so kam die Erinnerung dann wieder einmal hoch.


3. Wenn wir schon bei Geburtstagserinnerungen sind, ist hier gleich noch eine. Ich bin Fan von Jane Goodall, seit ich mit ungefähr 12 eines ihrer Bücher geschenkt bekam. Sie ist einfach großartig und natürlich ist ihr Porträt an meiner Fanwand.
Vor ein paar Jahren fand in München ein Abend mit ihr statt, etwa 200 Kilometer von hier. Ein Freund, der weiß, wie sehr ich sie bewundere, aber auch, daß es für mich schwierig gewesen wäre, das allein zu organisieren, tauchte mit Tickets und einer Zimmerreservierung für eine Nacht auf.
Es war wirklich ein unvergeßliches Erlebnis, Jane Goodall sprechen zu hören, dann den Rest des Abends im Gespräch mit anderen Hotelgästen in der kleinen Selbstbedienungsbar zu verbringen und am nächsten Tag nicht über die Autobahn heimzufahren, sondern durch Städtchen und Dörfer, wobei wir mal hier, mal hier anhielten, wie zum Beispiel an einem Feld voller Mohnblumen.


4. Es geht nichts über einen spontanen Ausflug, oder?
An einen erinnere ich mich besonders gut. Ein Freund rief mich sehr früh am Morgen an, um zu fragen, ob ich Lust auf einen schnellen Ausflug an den Lauterursprung hätte, um dort die Füße ins Wasser zu hängen. Der August in diesem Jahr war sehr heiß, die Nacht war sehr schwül gewesen und die Idee hörte sich großartig an.
Der Lauterursprung ist eine kleine, von Natur umgebene Quelle. Man läuft von der Kirche aus durch die Wälder dorthin, die Vögel singen. Es gibt nur ein paar Häuser und einen historischen Gasthof und außer einem Pärchen, das kurz vorbeikam, waren wir ganz allein, quatschten und genossen das Wasser.
Dann brach die Hölle los, zum Glück nur Regen, kein Gewitter. Wir sind beide keine Läufer, aber das machte nicht wirklich einen Unterschied, weil wir sowieso nach ein paar Sekunden bis auf die Haut durchnäßt waren. Wir lachten den ganzen Weg zurück zum Auto über (und glücklicherweise hatte mein Freund extra T-Shirts im Auto, was besser als gar nichts war).


5. Diese Erinnerung ist so klischeehaft, wie es nur geht. Als ich 13 war, wurde ich während der Sommerferien für ein paar Wochen bei einer Tante eingeladen (tatsächlich war sie wahrscheinlich mehr eine entfernte Kusine). Wie es der Zufall wollte, lebte ein Kusin von mir (wir hatten auf einer Seite dieselben Urgroßeltern) im selben Städtchen. Er war in meinem Alter und ebenso seine Freunde. Meine Tante meinte, ich könne ihr altes Fahrrad ausleihen, und von da an waren wir den ganzen Tag draußen und kamen abends sehr hungrig und voller Geschichten über unsere Erlebnisse nach Hause. Als das einzige Mädchen bekam ich sogar einen Spitznamen ehrenhalber und als die Ferien vorbei waren, schrieben wir uns sogar eine Weile Briefe.
Hätten wir nach einer Leiche statt nach Pilzen gesucht, hätte das sehr an "Stand by me" erinnert.

Es gibt keine Bilder von unseren Abenteuern, also muß mein Nadelfilz/Perlenstickpilz herhalten.

6. Meine letzte Reise 2011 ging nach Cambridge, England. Ich habe es geliebt. Ich liebte die Stadt, die Museen, die Atmosphäre, mir haben nicht mal die anderen Touristen etwas ausgemacht. Das Wetter war eine perfekte Mischung aus Sonne und Regen. Nachmittags saßen wir einfach eine Weile in der Lounge, tranken eine Tasse Tee und lasen.
Die besondere Erinnerungen hat allerdings mit Frühstück zu tun. Wir Touristen lieben unser Frühstück und hier gab es soviel Auswahl, wir hätten den ganzen Tag essen können. Am besten daran war aber, daß sie damals keinen gewöhnlichen Toaster hatten, sondern was ich - in Ermangelung eines besseren Worts - "Toastertunnel" nannte. Man legte seinen Toast auf das Förderband, das durch den Tunnel lief, und am Ende - voilà, schöner gebräunter Toast. Tatsächlich war ich erstaunt, wie gut das funktionierte, und hätte den ganzen Tag Toast machen können. Ich weiß, ich bin so ein Kind.
2018 wurde das Hotel allerdings vollkommen umgebaut, wie es scheint, hat sich der riesige Frühstücksraum sehr verändert und der Toastertunnel ist nicht mehr da :-(
Jetzt wünschte ich, ich hätte ein Bild davon gemacht.


7. Obwohl ich kein Sommermensch bin, muß ich zugeben, daß es wundervoll sein kann, in einer warmen Sommernacht draußen an einem ruhigen Ort zu sitzen. Wenn es heiß ist, ist es nicht das Schlechteste, wenn das an einem Gewässer ist. Für mich war das der einzige Grund, den Ex und Familienmitglieder zum Nachtangeln zu begleiten, obwohl ich Vegetarierin bin und nicht angle (nicht daß dort, wo wir hingingen, die Chancen, Fische zu fangen, sehr hoch gewesen wären).
Ein bequemer Stuhl, eine Kühltasche voller guter Dinge und ein Buch für den Abend, solange es noch hell war - und wenn es dann dunkel wurde, lauschten wir einfach dem Rascheln in den Büschen und Bäumen hinter uns (und machten Witze darüber, daß es Bären waren, obwohl es wahrscheinlich eher Igel und andere kleine Tiere waren), den Wellen vor uns und den gedämpften Flüche der Männer, wenn es mal wieder einen verpaßten Biß gab, und entspannten uns, bis es Zeit war, wieder nach Hause zu fahren.

Tut mir leid, wir haben nie Bilder gemacht, also müßt ihr mit einem meiner handgemachten Fische vorliebnehmen ;-)

8. Der 27. Juli 2018 war der Tag mit der längsten totalen Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts, und eine Menge Leute waren ganz wild darauf, sie zu sehen, auch mein Freund und ich.
Wir fuhren eine Weile herum, um nach einer guten Stelle zu suchen und landeten schließlich mit Hunderten von Leuten am "Aasrücken" (ich habe keine Ahnung, warum der Aussichtspunkt in der Nähe unseres Hausbergs Hohenstaufen so heißt) im beinahe abgeernteten Feld eines Bauern (er arbeitete noch am anderen Ende daran). Manche hatten riesige Teleskope und Mengen an Fotoausrüstung, andere packten umfangreiche Picknicks für die ganze Familie aus. Obwohl es irgendwann recht kühl wurde, waren mein Freund und ich unter den letzten paar, die es bis ganz zum Schluß aushielten, und wir haben es nicht bereut. Es war ziemlich magisch.
Wieder keine Bilder, aber hier ist ein Zeitraffervideo (nicht aus unserer Gegend).



9. Flohmärkte sind nicht auf den Sommer beschränkt, ich weiß, aber bei dieser Erinnerung geht es um einen besonderen Juniflohmarkt. Ein Grund dafür, daß er besonders war, war, daß meine amerikanische Freundin zu Besuch war. Wir hatten sie über Steiff kennengelernt und egal in welchem Land, ein Flohmarkt war immer eine unserer Lieblingsaktivitäten. Dieser spezielle war ein Stadtflohmarkt, der nur einmal im Jahr stattfand und sich über die gesamte Stadtmitte ausbreitete.
Gewöhnlich drehten wir eine Runde, setzten uns dann hin, um etwas zu trinken und essen, dann drehten wir noch eine Runde.
Ich bin auf Flohmärkten immer langsam gewesen und verließ mich gewöhnlich auf den "Jägermeister", um gute Sachen zu finden, aber diesmal war es meine Freundin, die mich rief, um mir zu sagen, daß sie einen Barbiekoffer mit Inhalt gefunden hatte, und daß sie dachte, er sei alt.
Ein Blick auf den Koffer und die beiden Puppen in Hochzeitsoutfits, und ich fragte nach dem Preis, bevor ich wußte, was sonst noch darin war. Der Preis war so unglaublich, daß ich fast umkippte. Ich konnte nur noch sagen "Verkauft, ich muß nur schnell zur Bank", da ich sehr wenig Geld dabei hatte. Ich war so froh, daß die Bank in der Nähe war und die Dame den Koffer unter den Tisch packte, weil andere schon deutliches Interesse zeigten, als ich ihn angeschaut hatte.
Erst als wir unsere übliche Pause machten, erlaubte ich mir, einen genaueren Blick darauf zu werfen. Während ich Kinderbücher durchgeschaut hatte, hatte meine Freundin einen richtigen kleinen Schatz für mich gefunden. Ich bin immer noch aufgeregt, wenn ich mir diese Fundstücke in meiner Sammlung ansehe, zum Beispiel dieses süße rosa-schwarze Outfit, das sich "Atelierfest" nennt.


10. Das ist nicht nur eine besondere Erinnerung, sondern mehr eine Mischung aller Sommer, in denen meine beste Freundin und ich uns in den Wäldern herumtrieben und "Abenteuer" hatten - ich denke, daß wir sie uns ausdachten, ändert nichts daran, daß wir eine Menge Spaß mit unseren Fahrrädern da draußen hatten, Wildblumen pflückten, uns vorstellen, im Dschungel zu sein, Fälle lösten oder unsere Lieblingsbücher nachspielten.
Ich sage nicht, daß das generell bessere Zeiten waren, aber wir hatten tolle Zeiten, an die ich gerne zurückdenke.

Wenn ihr es wirklich bis hierher geschafft habe, kann ich nur danke sagen, und ihr habt euch jetzt wirklich einen steifen Drink und/oder Schokolade verdient ;-)
Meine Sommererinnerungen mögen nicht das sein, was ihr erwartet habt, aber mir hat es echt Spaß gemacht, mich zu erinnern.
Euch allen einen schönen Sommer!