Als erstes muß ich ein Geständnis ablegen. Es gab Zeiten, in der ich kein Fan von Perlenstickerei war. In einer Zeit, in der es bei mir um luftige Drahthäkeleien und -strickereien ging, waren die einzigen Perlenstickstücke, die ich zu sehen bekam, riesige Armreifen. Versteht mich nicht falsch, die Technik als solche habe ich immer bewundert, die Farben, die Kunstfertigkeit, aber diese Armreifen sahen für mich so schwer aus.
Über die Jahre bekam ich aber immer mehr sehr unterschiedliche Stücke zu Gesicht, und ich merkte, wie mir das Aussehen immer besser gefiel. Ich glaube, mir war nicht mal klar gewesen, daß manche Stücke überhaupt Perlenstickereien waren, und offensichtlich erinnerte ich mich auch nicht daran, daß ich selber einen Anhänger besaß (besessen hatte), das meine beste Freundin mir geschenkt hatte, als ich ungefähr 11 war.
Als ich kürzlich nach ein paar Perlen suchte, fiel mir eine Schachtel auf meinen Vorratsboxen auf. Meine Vorratskästen sind in Regalen, daher ist eine flache weiße Schachtel ziemlich unauffällig. Ich machte sie auf und fand zwei Stück "Stiff Stuff", das für Perlenstickerei verwendet wird. Ich erinnerte mich ganz vage daran, sie vor Monaten bestellt zu haben, aber warum? Wahrscheinlich hatte es mit einem Projekt zu tun, an dem ich jetzt tatsächlich auch arbeite.
Da ich im Moment nichts Besseres zu tun hatte, beschloß ich spontan, meinen ersten gestickten Anhänger zu machen, und suchte mir einen Labradoritcabochon aus, einen runden, weil mir das als Anfängerin das Einfachste erschien. Dann schaute ich mir ungefähr drei Minuten von einem 45-Minuten-Video an, um zu sehen, ob man das so machte, wie ich es mir dachte. Das soll keine Angeberei sein, aber schließlich kannte ich ja schon einfache Peyotefassungen, also mußte ich mich nur vergewissern, welchen Stich ich für den Anfang anwenden mußte und wie man am Schluß die Ränder für das Material auf der Rückseite fertigmachte.
Ich suchte ein paar Perlen zusammen, die mir gut zu dem Labradorit zu passen schienen, und spielte herum. Das machte tatsächlich Spaß und ich fand auch noch ein paar mehr Perlen, die ich völlig vergessen hatte.
Als es aber Zeit für die Verstärkung wurde, bemerkte ich, daß ich das Material nicht bestellt hatte.
Nach einer eBay-Suche und dem Fund eines Blatts Ultrasuede, ein echtes Schnäppchen zum Preis von £9999 (ganz offensichtlich ein Tippfehler), wandte ich mich an die Perlenberaterinnen meines Vertrauens - jeder sollte mindestens eine davon haben - und fragte sie, was sie am liebsten benutzten. Dann bestellte ich etwas, was mir vom Bild das Richtige zu sein schien. Als es ein paar Tage später ankam, stellte ich fest, daß es das nicht war. Ich schlug mit dem Kopf ein paar Mal auf den Schreibtisch, dann fing ich wieder an zu suchen und fand dabei auch noch einen neuen Perlenshop. Daran kann ja nichts falsch sein, richtig? :-D
Nun, und als meine Bestellung ankam, klebte ich das Ultrasuede auf (anscheinend mit etwas zuviel Klebstoff, nun habe ich ein paar kleine Flecken hintendrauf, aber angesichts der angespannten Beziehung zwischen Klebstoff und mir hätte es viel schlimmer sein können), machte den Rand und konnte dann ein paar zusätzlichen winzigen Rocailles um die feuerpolierten Kristalle herum nicht widerstehen, bevor ich eine Öse im Ziegelsteinstich hinzufügte.
Jetzt kann mich nichts mehr aufhalten! ;-)
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Freitag, 15. Mai 2020
Freitag, 3. Januar 2020
Pack die .... ähm, neuen Vorräte an?
Zunächst einmal möchte ich euch allen ein gutes Neues Jahr wünschen!
Ich weiß, daß ich in den letzten Wochen sogar noch weniger hier war als sonst, aber wir hatten hier zu Hause eine kleine Krise, und ich verbrachte, was ich mir als entspannenden Urlaub mit ein paar Feiertagen dazwischen erhofft hatte, stattdessen immer wieder bei der Tierärztin und damit, mit unterschiedlichem Futter hinter Ponder herzurennen. Nun sieht es aus, als wäre er endlich wieder in Ordnung *ich klopfe mal auf Holz, weil wir abwarten müssen, wie er sich jetzt so ganz ohne Arznei macht*, und ich habe ein wenig Zeit für mich selber, bevor ich nächste Woche wieder zur Arbeit muß.
Tatsächlich hätte ich euch ohnehin nicht viel zu zeigen gehabt, außer ein paar umperlter Fläschchen. Ich schätze, meine Muse mochte die Tierarztbesuche auch nicht so recht, denn sie verabschiedete sich wie der Blitz. Sie ist seither noch nicht dazu bereit gewesen, mit Draht zu spielen.
Also war es eine gute Sache, daß mein Wunsch nach einem Nadelfilz-Starterset zu Weihnachten erfüllt wurde.
Ich will das schon seit Jahrzehnten ausprobieren, glaube ich, aber bei all den anderen Dingen dachte ich, ich bräuchte nicht wirklich was Neues, mal ganz davon abgesehen, daß ich nicht erwartete, besonders gut darin zu sein.
Nun aber fand ich, daß es eigentlich egal ist, ob ich gut darin bin oder nicht, und es ist ja auch nicht so als würden die Werkzeuge soviel Platz einnehmen. Es ist ein großer brauner Karton mit einer kleinen Plastikschachtel darin, in der all die Werkzeuge sind, und 40 Tütchen mit bunter Wolle - ich habe sie nicht gezählt, aber so steht es in der Beschreibung - und einer Schaummatte.
Ich brauchte nicht lange, es auszuprobieren, und natürlich fing ich damit an, eine (flache) Katze zu machen, für die Grundform benutzte ich eine Ausstechform. Die Katze brauchte ganz schön lang. Ich habe noch nicht das richtige Gefühl für den Filz und wann der perfekte Moment zum Aufhören ist. Ich piekste und piekste und piekste ....
Als ich das zweite Tier machte, eine fette kleine Ratte, die etwas frecher wurde als ich geplant hatte, fing ich an, dauernd mich selber zu pieksen. Ich denke, das hat damit ich zu tun, daß ich schneller werde oder, sagen wir mal, es wenigstens versuche, aber zumindest habe ich weder viel Blut verloren noch Ratty in eine Vampirratte verwandelt ;-)
Dies ist das letzte, was ich bisher gemacht habe. Fragt nicht, ich habe mir einfach eine Farbe gegriffen und danach entschieden, was draus werden soll, aber sieht der Gnom nicht ganz gemütlich aus, wie er so vor sich hindöst?
Es sind eine Menge Farben da, die ich normalerweise wohl eher nicht benutzen würde, also muß ich mir etwas ausdenken, was ich daraus machen kann. Darum ist die Katze auch orange, ich fand, es wäre eine gute Farbe für einen ersten Versuch, der wahrscheinlich völlig schiefgehen würde.
Alles was ich am Ende nicht zu verwenden weiß, wird zu einem Ball für Gundel verfilzt, ihr sind die Farben egal!
Ich weiß, daß ich in den letzten Wochen sogar noch weniger hier war als sonst, aber wir hatten hier zu Hause eine kleine Krise, und ich verbrachte, was ich mir als entspannenden Urlaub mit ein paar Feiertagen dazwischen erhofft hatte, stattdessen immer wieder bei der Tierärztin und damit, mit unterschiedlichem Futter hinter Ponder herzurennen. Nun sieht es aus, als wäre er endlich wieder in Ordnung *ich klopfe mal auf Holz, weil wir abwarten müssen, wie er sich jetzt so ganz ohne Arznei macht*, und ich habe ein wenig Zeit für mich selber, bevor ich nächste Woche wieder zur Arbeit muß.
Tatsächlich hätte ich euch ohnehin nicht viel zu zeigen gehabt, außer ein paar umperlter Fläschchen. Ich schätze, meine Muse mochte die Tierarztbesuche auch nicht so recht, denn sie verabschiedete sich wie der Blitz. Sie ist seither noch nicht dazu bereit gewesen, mit Draht zu spielen.
Also war es eine gute Sache, daß mein Wunsch nach einem Nadelfilz-Starterset zu Weihnachten erfüllt wurde.
Ich will das schon seit Jahrzehnten ausprobieren, glaube ich, aber bei all den anderen Dingen dachte ich, ich bräuchte nicht wirklich was Neues, mal ganz davon abgesehen, daß ich nicht erwartete, besonders gut darin zu sein.
Nun aber fand ich, daß es eigentlich egal ist, ob ich gut darin bin oder nicht, und es ist ja auch nicht so als würden die Werkzeuge soviel Platz einnehmen. Es ist ein großer brauner Karton mit einer kleinen Plastikschachtel darin, in der all die Werkzeuge sind, und 40 Tütchen mit bunter Wolle - ich habe sie nicht gezählt, aber so steht es in der Beschreibung - und einer Schaummatte.
Ich brauchte nicht lange, es auszuprobieren, und natürlich fing ich damit an, eine (flache) Katze zu machen, für die Grundform benutzte ich eine Ausstechform. Die Katze brauchte ganz schön lang. Ich habe noch nicht das richtige Gefühl für den Filz und wann der perfekte Moment zum Aufhören ist. Ich piekste und piekste und piekste ....
Als ich das zweite Tier machte, eine fette kleine Ratte, die etwas frecher wurde als ich geplant hatte, fing ich an, dauernd mich selber zu pieksen. Ich denke, das hat damit ich zu tun, daß ich schneller werde oder, sagen wir mal, es wenigstens versuche, aber zumindest habe ich weder viel Blut verloren noch Ratty in eine Vampirratte verwandelt ;-)
Dies ist das letzte, was ich bisher gemacht habe. Fragt nicht, ich habe mir einfach eine Farbe gegriffen und danach entschieden, was draus werden soll, aber sieht der Gnom nicht ganz gemütlich aus, wie er so vor sich hindöst?
Es sind eine Menge Farben da, die ich normalerweise wohl eher nicht benutzen würde, also muß ich mir etwas ausdenken, was ich daraus machen kann. Darum ist die Katze auch orange, ich fand, es wäre eine gute Farbe für einen ersten Versuch, der wahrscheinlich völlig schiefgehen würde.
Alles was ich am Ende nicht zu verwenden weiß, wird zu einem Ball für Gundel verfilzt, ihr sind die Farben egal!
Mittwoch, 4. Januar 2012
Ein neues Jahr - eine neue Technik
Tatsächlich wäre dies keine neue Technik für mich gewesen, wenn ich gleich dem ganzen Tutorial gefolgt wäre, das ich einmal von Yoola Design erworben hatte, aber ihr kennt mich, verspielt und ungeduldig, wie ich bin, komme ich mit Tutorials nicht gut zurecht und das hat mit der Anleitung selber überhaupt nichts zu tun, nur mit mir *Luft hol* So, das mußte raus.
Vielleicht kam es aber auch nur zur falschen Zeit für mich.
Jetzt schlug jemand das Thema "Neue Techniken" für den ersten Blogring meines Teams in der Jewelry Artisans Community für das neue Jahr vor(es werden keine Namen genannt), und ich mußte mir etwas ausdenken. Es ist nicht so, als wäre da nichts auf meiner Liste, aber davon fällt nichts unter die Kategorie "Eilig", also war ich erst ganz schön am Grübeln.
Dann jedoch fiel mir diese Technik wieder ein. Ich habe sie als Häkeln mit Draht beschrieben gesehen (es ist anders als das Drahthäkeln, das ich bis jetzt schon gemacht habe) oder als Stricken mit Draht. Das fertige Produkt sieht für mich ein gestricktes Stück aus, aber man kann den Draht nicht so gut mit Stricknadeln fassen, ein Häkelhaken funktioniert da viel besser. Es erinnert auch an die Arbeit mit einer Strickliesel, nur ohne die Strickliesel, und man kann nicht nur Schläuche machen, sondern auch glatte Stücke.
Jetzt schlug jemand das Thema "Neue Techniken" für den ersten Blogring meines Teams in der Jewelry Artisans Community für das neue Jahr vor(es werden keine Namen genannt), und ich mußte mir etwas ausdenken. Es ist nicht so, als wäre da nichts auf meiner Liste, aber davon fällt nichts unter die Kategorie "Eilig", also war ich erst ganz schön am Grübeln.
Dann jedoch fiel mir diese Technik wieder ein. Ich habe sie als Häkeln mit Draht beschrieben gesehen (es ist anders als das Drahthäkeln, das ich bis jetzt schon gemacht habe) oder als Stricken mit Draht. Das fertige Produkt sieht für mich ein gestricktes Stück aus, aber man kann den Draht nicht so gut mit Stricknadeln fassen, ein Häkelhaken funktioniert da viel besser. Es erinnert auch an die Arbeit mit einer Strickliesel, nur ohne die Strickliesel, und man kann nicht nur Schläuche machen, sondern auch glatte Stücke.
Das ist tatsächlich auch das, was ich gemacht habe, Armbänder und eine Halskette. Dieses Jahr hat gerade erst angefangen, ich habe Zeit, Verschiedenes auszuprobieren, hoffe ich.
Laßt mich euch zeigen, was ich bisher habe.
Laßt mich euch zeigen, was ich bisher habe.
Das hier war mein erster Versuch. Man kann es an den unregelmäßigen Maschen sehen. Ich hatte vorgehabt, ein einfaches Armband ohne irgendwelche Extras zu machen, aber ich konnte mich nicht zurückhalten, also machte ich stattdessen einen langen Drahtstreifen, dessen Ränder ich dann zusammenhäkelte, damit ich das Armband mit kleinen Perlen füllen konnte.
Dieses Band ist nicht im mindesten perfekt, aber ich habe schon eine Menge daraus gelernt und werde das Design im Kopf behalten.
Dieses Band ist nicht im mindesten perfekt, aber ich habe schon eine Menge daraus gelernt und werde das Design im Kopf behalten.
Mein zweiter Versuch verlangte nach einem etwas dickeren Draht und Perlen. Was für ein netter Zufall, daß noch blaue Rocailles auf dem dunkelblauen Draht aufgezogen waren. Ja, das hatte definitiv Suchtfaktor, da es so hübsch herauskam.
Nun begann ich mich zu fragen, ob das auch mit größeren Perlen funktionieren würde. Vor einer Weile hatte ich mir ein paar Röhrchen mit großen Miyuki-Perlen besorgt, ohne eine Vorstellung, wofür ich sie überhaupt verwenden wollte.
Ich suchte mir die klaren Würfel mit dem Silbereinzug aus und kombinierte sie mit schwarzem Draht. Über die Würfel am Rand entlang war ich dann aber nicht ganz so glücklich. Es war ok, aber runde Perlen hätte besser ausgesehen ... oder vielleicht überhaupt keine?
Ich suchte mir die klaren Würfel mit dem Silbereinzug aus und kombinierte sie mit schwarzem Draht. Über die Würfel am Rand entlang war ich dann aber nicht ganz so glücklich. Es war ok, aber runde Perlen hätte besser ausgesehen ... oder vielleicht überhaupt keine?
Das brachte mich zu meinem nächsten Stück, und diesmal beschloß ich, in die Vollen zu gehen. Leuchtendrote Miyuki-Würfel und klare Swarovskikristalle mit Regenbogenlüster ... bling, bling, bling. Glaubt mir, diese Bilder können euch eine vage Vorstellung geben, aber sie können das Funkeln nicht zeigen. Sehr gut gefällt mir auch, daß die Würfel dem Armband ein schönes Gewicht geben, es aber trotzdem noch wunderbar flexibel ist.
Ihr wißt, wie ich immer versuche, meinen Vorrat aufzubrauchen? Tja, auf geht's. Hm, noch mehr Würfel. Ich muß wirklich hingehen und als nächstes nach ein paar runden Perlen suchen, was?
Ich bin nicht die einzige in meinem Team, die eine neue Technik ausprobiert. Bitte besucht auch:
Jewelry Art by Dawn
Bead Sophisticate
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Oh, und übrigens, ich hatte gerade noch eine neue Idee für Armband #3. Irgendwo habe ich noch diese blauen Würfel ... bleibt dran!
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