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Sonntag, 26. Juli 2026

Aus meinem Kinderbuchschrank - Dunkles Glas und Fisch in der Lampe

Heute habe ich für euch das Buch "Dunkles Glas und Fisch in der Lampe".
Es kam 1963 heraus. Ingeborg Engelhardt, die Verfasserin, schrieb mit dem Ziel Romane, Geschichte für Kinder und Jugendliche zugänglich zu machen. Anstatt jedoch Bücher über berühmte Persönlichkeiten einer bestimmten Zeit, eines Landes oder einer Region zu schreiben, erzählten ihre Bücher Geschichten von gewöhnlichen Leuten. Dafür besuchte sie auch einige der Orte, an denen ihre Romane spielen, und recherchierte zum Beispiel in Archiven.


Ich muß das erste Mal gelesen haben, als ich ungefähr 11 war, denn es war eine Empfehlung meiner Lateinlehrerin, die fest daran glaubte, daß Kinder nicht nur durch reine Fakten, sondern auch Geschichten und Bilder lernen sollten (sie und ihr Mann reisten viel und in der letzten Unterrichtsstunde vor Ferien zeigte sie uns Dias).
Das paßt gut dazu, daß sie außerdem für die kleine Schulbücherei für die unteren Klassen verantwortlich war, in der meine Freundin und ich glückliche Stunden damit verbrachten auszuhelfen. Ich erinnere mich, wie angetan sie davon war, daß ich Bibliothekarin wurde.
Frau Evler, dieser Post ist für Sie.


Germania inferior (Niedergermanien, rot
gekennzeichnet) im Römischen Reich
um die Zeit des Buches, Bild von
 ArdadN (gemeinfrei) auf Wikipedia

Wir sind in Germania inferior (Niedergermanien), gegen Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr., in 
Colonia Claudia Ara Agrippinensium, um ganz präzise zu sein, der Hauptstadt der Provinz und dem militärischen Hauptquartier, aus dem sich die Stadt Köln entwickelte.

Römerturm in Köln (der einzige
erhaltene 
von 19 römischen Türmen,
die Teil der Stadtbefestigung waren),
Bild von MediatusCC BY-SA 3.0
über Wikimedia Commons

Während einer Sturmnacht suchen drei Reisende Unterkunft in einer Herberge, ein Junge und seine beiden ägyptischen Sklaven. Sie fragen nach einem Glasmacher namens Timon, den sie am nächsten Tag aufsuchen.

Der Junge ist Lysander, Sohn des bekannten Glasmachers Ennion von Aquileia, der von Kaiser Domitian hingerichtet wurde, angeblich dafür, unzerbrechliches Glas erfunden zu haben, was das wirtschaftliche Gleichgewicht gestört hätte.
Nach der Flucht aus Aquileia, um dem Zorn des Kaisers zu kommen, der auch sein Erbe beschlagnahmt hat, sind Lysander nur die Sklaven Nemo und sein Bruder Mutus geblieben, die mit seinem Vater zusammengearbeitet haben.
Nun möchte er für Ennions alten Freund Timon arbeiten, bis er nach Hause zurückkehren kann. Timon steht davor, seine Glashütte zu schließen, da er nicht mit Glasmachern aus anderen römischen Provinzen mithalten kann. Seine Tochter Fides, genannt Fugilo ("Vögelchen") überredet ihn jedoch, Lysander eine Chance zu geben, obwohl es sich für sie als gefährlich erweisen könnte, einem Gesuchten Gastfreundschaft zu gewähren.
Lysander wiederum, der anfangs bei ihnen wohnt, ist schockiert, als er in ihrer Öllampe einen eingeritzten Fisch entdeckt und so erfährt, daß Timon und Fugilo Christen sind.

römisches Parfümfläschchen
(etwa 1. bis 3. Jahrhundert),
 Bild von Hermann
 Junghans
, CC BY-SA 3.0,
über Wikimedia Commons

Mit ihrem schönen Glas erregen Lysander, Nemo und Mutus die Aufmerksamkeit eines großen Kaufmanns, der einen Handel mit ihnen macht, um es an reiche Leute außerhalb der Provinz zu verkaufen.
So verbreitet sich der Ruf der Glashütte, bis ein gotischer König und seine Tochter auftauchen und Lysander um die Nachbildung eines Glases bitten, das wichtig für ein Hochzeitsritual ist. Der erfahrene Nemo nimmt sich der Aufgabe an, aber Lysander hält das fertige Glas zurück, weil er sich in die schöne Svanadis verliebt hat und nicht möchte, daß sie nach Hause zurückkehrt.
Er findet außerdem heraus, daß Nemo tatsächlich derjenige ist, der das unzerbrechliche Glas erfunden und weiterexperimentiert hat. Nemo bietet an, das Geheimnis mit seinem Meister im Austausch für seine und Mutus' Freiheit zu teilen.
Alles ändert sich jedoch, als die Glashütte in Flammen aufgeht.

Römisches Glas in der Form des
Gladiatorenhelms eines
Secutors, Bild von BS Thurner
Hof, CC BY-SA 3.0, über
Wikimedia Commons
 

Es ist immer noch faszinierend für mich, daß die Römer früher hier waren, nicht nur in Köln, sondern auch in meiner eigenen Stadt (die zu Germania superior ("Obergermanien") gehörte). Als unsere älteste Kirche vor Jahrzehnten renoviert wurde, fanden die Archäologen heraus, daß an dieser Stelle eine "villa rustica" gewesen war, ein Landgut für die Versorgung der Soldaten.

Außerdem fand ich auch schon damals Glas aufregend (und liebte natürlich die Vorstellung von unzerbrechlichem Glas).
Das Rheinland war eine der großen Regionen der Glasherstellung in der römischen Welt und es gab dekoriertes Glas, das eine Besonderheit der Region war.
Die sogenannten "Schlangenfadengläser" waren mit Glasfäden - klar oder farbig - verziert, die sich um das Glas schlängelten und aufgedrückt wurden. Ich konnte kein Bild finden, daß ich hätte teilen dürfen, aber ihr könnt hier eins finden, das wunderschöne Beispiele zeigt, die in europäischen Museen vorhanden sind oder im Banner einer Seite auf der Webseite des Römisch-Germanischen Museums in Köln, das die weltweit größte Sammlung an römischen Glas besitzt.

Wir erfahren aber nicht nur die Geschichte von Lysander, dem Glasmacher.
Wir hören auch von ihm als Flüchtling in ein fremdes Land, das so ganz anders als das seine ist (Schnee!), als Sohn, der sich fragt, was der wahre Grund hinter dem Tod seine Vaters ist und der sich um seine Mutter und Schwestern sorgt, die er zurücklassen mußte (zu Recht, wie wir am Schluß herausfinden), als jungem Mann, der der sich in eine Prinzessin verliebt, von einem Stamm, der für ihn aus Barbaren besteht, als Meister, der von seinem Sklaven betrogen wird (von seinem Standpunkt aus) und als Mann, der mit einem Glauben konfrontiert wird, der nicht der seine ist.

Foto von Mina Meh auf Unsplash

Ich habe das Buch als Kind verschlungen und später danach auf Flohmärkten gesucht.
Als das Internet da war, sah ich meine Chance gekommen, aber ich erinnerte mich nicht an die Verfasserin und war mir des Titels nicht sicher.
Schließlich postete ich auf dem Schwarzen Brett einer Antiquariatsverkaufsseite (es existiert leider nicht mehr, so schade, denn es war sehr interessant zu sehen, wonach andere suchten, und auch so informativ) und jemand nannte mir den Titel.
Nachdem ich es gekauft hat, stellte ich glücklicherweise fest, daß ich es immer noch so gern mochte wie mit 11.

Habt ihr solche Bücher aus eurer Vergangenheit?

Samstag, 27. Juni 2026

Einfach nur so Samstag - Postkarten

Erinnert ihr euch an diesen Post über eine Postkarte, die in das Haus zurückkehrte, aus dem sie kam? Nach fast 50 Jahren?


Nun denkt ihr vielleicht, daß das jetzt nur ein weiteres Beispiel von Nostalgie ist, und zum Teil ist es das wahrscheinlich, für mich bedeutet es aber tatsächlich, mehr über unsere Heimatstadt und ihre Geschichte zu erfahren.
Manchmal dauert es eine Weile, online etwas zu finden, manchmal gibt es nichts zu finden.

Und die Rückseiten der Karten - wie im obengenannten Fall - können ebenfalls sehr interessant sein, aber das ist vielleicht eine Geschichte für ein andermal.

Kürzlich wurde mir klar, daß ich absolut nichts über die Geschichte der Postkarte an sich wußte. Ein neues Kaninchenloch? Wohl eher ein ganzer Kaninchenbau. Es gibt da draußen soviele Seiten dazu, und obwohl sie in manchem übereinstimmen, tun sie das bei anderen Dingen nicht - hört sich das nicht vertraut an ... Wer war der erste, der die "echte" Postkarte erfand? Welches Land war das erste? Was ist eine "echte" Postkarte überhaupt? Es gibt Postkarten und Bildpostkarten. Um ehrlich zu sein, war mein Gehirn davon überfordert, das alles zu sortieren und vor allem in einen Post zu packen, der kürzer als eine Abhandlung ist, und ich habe kläglich versagt.
Sagen wir also einfach, daß es scheinbar so richtig im 19. Jahrhundert angefangen hat (ich bleibe damit auf der sicheren Seite) und daß sich die meisten Quellen einig sind, daß diese österreichischen "Korrespondenzkarten" die ersten "echten" Postkarten sind, obwohl es schon vorher Karten gegeben hat.
Hier ist eine Seite von einer Postkartenausstellung mit der Geschichte.

Korrespondenzkarte von 1869
Gemeinfrei über Wikipedia

Als Heinrich von Stephan, der die deutsche Post neu organisierte, 1865 etwas Ähnliches vorschlug, das "offene Postblatt", das dank aufgedruckter Briefmarke einen Umschlag überflüssig machen sollte, wenn man nur eine kurze Nachricht schicken wollte, wurde die Idee nicht gut aufgenommen.
Was wenn zum Beispiel die Bediensteten die Post ihrer Herrschaft lasen? Wie stand es um die Wahrung der öffentlichen Moral? Menschenopfer, Hunde und Katzen in Frieden miteinander, Massenhysterie! Sorry, das ist ein Zitat aus "Ghostbusters".
Jedenfalls setzten sich Postkarten auch in anderen Ländern durch, nachdem die österreichische Karte so ein Riesenerfolg war, selbst in Deutschland. Ich konnte keine Information über die Dienerschaft-Herrschaft-Krise in diesem Zusammenhang finden 
😉
Gegen Ende des Jahrhunderts gab es immer mehr Bildpostkarten. Bilder konnten Lithographien sein, manchmal koloriert, oder Fotos. Sie zeigten einzelne Gebäude, Straßen, Parks, aber auch Menschen.
Monarchien nutzten Postkarten zum Beispiel für Propaganda, indem sie ihre Familien als Vorbilder für ihre Untertanen darstellten und um ein positives Bild von sich zu formen - was bei manchen funktionierte, anderen aber nicht. Dabei fallen einem beispielsweise die Romanovs, Queen Victoria, Kaiser Wilhelm II. ein.

Frühe Karten sahen noch anders aus. Im Gegensatz zu den Karten, die ihr vermutlich kennt, war eine Seite nur für die Adresse gedacht, die Nachricht wurde über, unter oder um das Bild herum geschrieben, wie in diesem Panorama von Göppingen aus dem 1903, das aus drei Postkarten besteht.
Bei nur einer Karte konnte der Absender nicht sehr viel Text unterbringen
.


Vielleicht veränderten sich Postkarten deshalb später. Die Bilder nahmen eine ganze Seite ein und die Rückseite war aufgeteilt in einen Teil für die Anschrift und einen für die Nachricht.
Ist die Handschrift nicht schön? So gerne ich aber Sütterlinschriften anschaue, ist es für uns heute nicht immer einfach, sie zu entziffern.


Es überrascht mich oft, was Absender auf Postkarten teilen. Manchmal ist es nur ein Gruß von einem kurzen Ausflug, einem Besuch, einem längeren Urlaub, anläßlich eines Feiertaags, ein Dankeschön, aber wir haben mehr als eine gesehen, die aus einem Krankenhaus geschrieben wurde, und die Neuigkeiten waren nicht immer sehr gut.

Neujahrsgrüße. Ihr denkt vielleicht, daß das Wort und die Blumen handgemalt
sind, aber sie sind aufgedruckt, wahrscheinlich nach einem handgemalten Entwurf.

Ich habe an Autos im allgemeinen kein großes Interesse, aber schaut euch diese Schönheiten an!
Mir gefällt ein schöner alter Käfer einfach. Dieses Lokal liegt außerhalb der Stadt an einem Stausee. Nur sieht man dort keine Käfer mehr.
Auf der anderen Karte seht ihr unser Renaissanceschloß. Wenn ihr genau hinschaut, seht ihr nicht nur die alten Autos, sondern auch - leider verschwommen - eine Pferdekutsche im Hintergrund.


Die folgenden Bilder sind keine Postkarten, sondern Belegexemplare, die als Vorlagen dienten. Tatsächlich sind sie nur halb so groß wie eine Karte.
Sie wurden von einem lokalen Fotografen aufgenommen. Viele meiner Karten wurden von lokalen Fotografen, Buch- oder Schreibwarenläden hergestellt.


Das ist der alte Bahnhofsplatz mit dem Postamt auf der rechten Seite.


Noch mehr alte Autos, für mich war es jedoch interessant, von der sogenannten Kraftpost zu erfahren. Diese Nachfolger der Postkutschen waren Postbusse, die in Deutschland (auch andere Länder hatten so etwas) für eine Kombination aus Postversand und Passagiertransport genutzt wurden. Am Postamt sieht man ein Schild. Hier ist es unleserlich, aber ich kenne auch ein Bild mit einem späteren Schild, das man gut lesen konnte.

Machen wir hier Schluß, sonst höre ich vielleicht gar nicht mehr auf.
Ich hoffe, ich habe euch nicht zu sehr gelangweilt, aber vielleicht habt ihr jetzt eine kleine Vorstellung davon, wie Postkarten die Geschichte im Laufe der Jahre illustriert haben, egal ob ihr nur an der eurer Stadt oder Gegend oder an Weltgeschichte interessiert seid.
Wann habt ihr das letzte Mal eine Karte geschickt?

Mittwoch, 3. Dezember 2025

Oh Legobaum, oh Legobaum ...

... die Kerzen fallen ahaab, oh Legobaum, oh Legobaum, sie machen mich verrühüückt."
Tatsächlich war das ein ziemlich schnelles Projekt. Obwohl manche sich manche der Schritte für die verschiedenen Zweigebenen wiederholten, war es überhaupt nicht langweilig, vielleicht weil ich es in mehrere ziemlich kurze Sitzungen aufteilte.
Falls ihr euch das jetzt fragt, ich ließ den Dekan bei zwei davon mitmachen, aber beim ersten Mal vergaß ich die Kamera mit an den Tisch zu nehmen und er verschwand, als ich sie holen ging, und beim zweiten Mal hatte ich die Kamera zwar, aber die Akus beschlossen, genau in dem Moment zu sterben, als ich dabei war, ein Bild von ihm zu machen, wie er sich die Tüten anschaute.
Da es keine Kiste zum Draufsitzen für ihn gab, langweilte er sich schnell und verließ dann das Zimmer, nachdem er meinen Schreibtischsessel zu Fall gebracht hatte, indem er von seiner Lehne aus einen neuen Weitsprungrekord versucht hatte.

Hier ist nun der Baum. Er gefällt mir wirklich gut.
Einmal dachte ich, ich hätte einen großen Fehler gemacht und trennte die einzelnen Ebenen, aber am Ende fand ich heraus, daß eine Stelle einfach nur einen offenen Ring statt eine Platte brauchte (was vollkommen Sinn ergab, wenn man nicht so ein Dämlack wie ich ist 
🤪).
Man kann einen großen Baum machen oder einen kleineren mit einem ganz kleinen, darum bleiben Steine übrig und ich hatte mir den falschen gegriffen.
Und natürlich verlor ich ständig die Kerzen, bis ich endlich schlau genug war, sie bis zum Schluß wegzulassen.
Wenn man die zwei Bäume macht, hat einer davon die Kerzen und der andere alle Kugeln, rot und andere Farben. Am großen sind die Kugeln laut Anleitung alle rot. Nicht bei meinem. Ich habe sie untergebracht, wo ich Platz fand. Viel besser.


Wann genau die Tradition des Weihnachtsbaums in Privathäusern anfing, ist nicht bekannt. Es war nicht ungewöhnlich für verschiedene Kulturen, im Winter Immergrün in die Häuser zu bringen.
Es gibt mehrere Aufzeichnungen darüber, daß Tannenbäume schon vorher aufgestellt wurden, ohne daß sie explizit Weihnachtsbäume genannt wurden, aber 1527 taucht der Begriff in einem existierenden Dokument auf.
Was auch immer das genaue Jahr ist, den Weihnachtsbaum hatte es schon lang in deutschsprachigen Regionen gegeben.

Seit der Mitte des 18. Jahrhunderts wurde er immer öfter erwähnt und im 19. Jahrhundert hatte sich die Tradition bereits nach Neu-England, England, Frankreich, Italien, die Niederlande und Rußland ausgebreitet.
Anfangs wurden Bäume mit Süßigkeiten, Äpfeln und Nüssen geschmückt, von denen manche in Silber und Gold bemalt waren. Die Kinder erhielten dann die Erlaubnis, die eßbaren Dekorationen vom Baum zu plündern.
Es geht die Legende, daß ein Glasbläser in Lauscha, einer Stadt, die immer noch für ihre Glaskunst und ihren Christbaumschmuck bekannt ist - den es jetzt in allen möglichen Formen von traditionell bis zu sehr modern gibt - sich keine Äpfel und Nüsse für seinen Baum leisten konnte und sie stattdessen aus Glas machte. Wahr oder nincht, die erste schriftliche Aufzeichnung von Glasornamenten ist in einem Bestellbuch von 1848.

Ihr habt vielleicht auch schon von der Idee gehört, einen Weihnachtsbaum von der Decke zu hängen - verkehrtherum, um Platz zu sparen - um zum Beispiel Haustiere von ihm abzuhalten.
Tatsächlich ist das keine neue Idee, aber ich möchte nicht mal über die Theorien sprechen, wer das zum ersten Mal gemacht hat oder vielleicht nicht oder warum.
Ich werde das selber nicht tun, weil ich hohe Decken habe und keinerlei Interesse daran, jemanden zu bitten, dort für mich einen Haken anzubringen, aber hauptsächlich, weil es mir einfach nicht gefällt. Ich will meinen Baum auf dem Boden, wo der Dekan und Gundel ihn dann verwüsten können. Das ist Spaß für die ganze Familie, und nachdem ich sichergestellt habe, daß sie sich nicht in der Lichterkette verfangen können, ist es okay für mich, ständig Wichtel und "Ananasscheiben" vom Boden aufzuheben, auch wenn ich mächtig deswegen herumstöhne!

Dieses Bild ist von letztem Jahr,
ich bin mit dem Baumschmücken hinterher.


Ich bin mit Lego in keiner Weise verbunden, außer daß ich ab und zu damit spiele.

Samstag, 1. November 2025

Meine Oktober-Bücher

Könnt ihr es fassen, daß Oktober jetzt schon vorbei ist? Bereit für eine neue Liste?
Trotzdem würde ich gerne zunächst sagen, daß ich hier nicht angeben möchte: "Oh schaut, wieviele Bücher ich gelesen habe."
Ich habe mehr Zeit, da ich nicht mehr ständig kreativ arbeiten kann. Ich bin zufällig eine schnelle Leserin. Ich komme nicht viel aus dem Haus. Ich habe die echte Welt - sprich Arbeit und Hausarbeit - und ich habe die Buchwelt, die manchmal Priorität vor der Hausarbeit bekommt.
Ich finde nicht, daß Leute, die andere Dinge zu tun haben und woanders sein müssen, sich nicht bemühen. Es ist nicht wichtig, wieviel wir lesen, sondern wieviel Freude wir daran haben, das zu lesen, wofür wir Zeit haben. Schließlich ist das kein Wettbewerb.
Ich bin persönlich einfach nur daran interessiert, einen Überblick darüber zu haben, was ich in einem Monat fertigbekommen habe (nicht unbedingt im selben Monat angefangen) und was ich den Katzen vorgelesen habe (mit 
😸
 markiert).
Ich werde jeweils eine kurze Erklärung hinzufügen, warum ich ein Buch ausgewählt habe und vielleicht auch, ob es ein Kandidat zum Wiederlesen ist, aber ich werde keine richtigen Rezensionen oder Bewertungen abgeben (die Katzen weigern sich ebenfalls zu bewerten 
😉
). Solltet ihr aber eine persönliche Bewertung für ein Buch haben wollen, an dem ihr interessiert seid, laßt es mich einfach wissen.


1. "Lady Living Alone" von Norah Lofts (ursprünglich unter dem Pseudonym Peter Curtis), Erstveröffentlichung 1945 😸


Nachdem sie einen Bestseller verfaßt hat, kann sich die schüchterne Penelope Shadow ihr eigenes Haus kaufen. Leider kann sie wegen einer Phobie nicht allein darin bleiben. Als diese sie zwingt, eines Nachts in einem Hotel abzusteigen, weil ihre Haushälterin ohne Vorwarnung gegangen ist, lernt sie einen Mann kennen, 15 Jahre jünger als sie, der die perfekte Lösung zu sein scheint.
Terry wird ihr Hausjunge und nach einiger Zeit heiraten sie. Eine gute Idee oder vielleicht doch nicht?

Liz von Adventures in Reading, Running, and Working from Home hat mich in die Reihe "British Library Women Writers" eingeführt. Im August habe ich "The Woman in the Hall" gelesen und nun dieses Buch (erst hinterher habe ich bemerkt, daß sie es ebenfalls rezensiert hat).

2
. "Polizei am Grab" = "Police at the Funeral" von Margery Allingham, Erstveröffentlichung von 1931
(Albert Campion 4)



Wird Campion der bizarren Faraday-Familie helfen können, die zusammen in einem alten Herrenhaus in Cambridge wohnt? Er wird herbeigerufen, nachdem ein Onkel auf mysteriöse Weise getötet wird, aber er wird nicht der einzige bleiben.


Dies ist immer noch Teil meines Vintage-Krimi-Projekts, für das ich mir immer wieder neue Bücher von Marsh und Allingham besorge.

3. 
"Small Spaces" von Katherine Arden, Erstveröffentlichung 2018
(Small Spaces Quartet 1) 


Es ist nur ein Schulausflug auf eine Farm, richtig?
Nicht, wenn die Besitzerin der Farm einen Handel mit dem Übernatürlichen abgeschlossen hat.
Wird es Ollie gelingen, zusammen mit ihren Freunden Brian und Coco, das Böse abzuwenden?

Das Jugendbuch war ein Zufallsfund auf OverDrive und ein guter Start in den gruseligen Oktober. Es war eine schnelle Lektüre. Ich wünschte nur, ich hätte die Hauptfigur mehr gemocht, daher ist auch noch nicht entschieden, ob ich die nächsten beiden Bücher lesen werde (das vierte gibt es nicht auf OverDrive).


4. 
"Ein Leben für Barbie" = "Let's Call Her Barbie" von Renée Rosen, Erstveröffentlichung 2025


Die Geschichte von Ruth Handler und der Barbiepuppe, nicht in einer Biographie, sondern in einem Roman ohne Anspruch darauf, die hundertprozentig wahre und vollständige Geschichte zu erzählen, die von den beteiligten Personen in unterschiedlichen Versionen erzählt wurde.

Jemand erwähnte das Buch in einer Barbiegruppe auf Facebook, in der ich Mitglied bin, und meine Bibliothek hatte es zufällig.

5. "An Elderly Lady Is Up to No Good" von Helene Tursten, Erstveröffentlichung 2018
(Elderly Lady-Reihe 1)


Maud mag 88 sein, aber wenn ihr irgendjemand Unannehmlichkeiten bereitet, nimmt sie die Angelegenheit immer noch selber in die Hand.
Ich würde nicht ihre Nachbarin sein wollen.

Ich habe vor Jahren einige von Turstens Romanen über Inspektor Irene Huss gelesen und bin zufällig auf OverDrive über dieses Buch mit sechs Kurzgeschichten über eine mörderische alte Dame gestoßen.

6.
 "The Three Investigators in The Mystery of the Screaming Clock" = "Die drei ??? und der seltsame Wecker" von Robert Arthur, Jr. (die Bücher wurden unter Nennung von Alfred Hitchcock als Autor veröffentlicht)), Erstveröffentlichung 1968 😸
(Die drei ??? 9 (amerikanisch), 4 (deutsch))


Onkel Titus hat eine Kiste mit Kram gekauft, darunter eine elektrische Uhr. Als Justus sie anmacht, klingt der Alarm wie eine schreiende Frau.
Wer würde eine schreiende Uhr wollen und warum? Steckt dahinter ein noch größeres Geheimnis?

Ich habe diese Reihe vor langer Zeit gelesen und mache sie jetzt nochmal Stück für Stück durch, nachdem ich einen Blogpost darüber geschrieben habe. Dieses Buch ist das neunte in der Originalreihe und das vierte in der deutschen Reihe.

7. "Crampton Hodnet" = "Tee und blauer Samt" von Barbara Pym, Erstveröffentlichung 1985


North Oxford in den 30ern - eine kleine Gemeinschaft, aneinander gebunden durch Nachmittagstees, die Kirche, Klatsch, und alle möglichen Beziehungen.
Pym schrieb das Buch 1940, aber es wurde erst nach ihrem Tod veröffentlicht, nachdem ihre literarische Nachlaßverwalterin es überarbeitet hatte.

Dies ist ein weiteres Buch, das in der 
"British Library Women Writers"-Reihe herausgegeben wurde (siehe 1.)

8. 
"The Bookshop on the Shore" = "Wo dich das Leben anlächelt" von Jenny Colgan, Erstveröffentlichung 2019
(Happy Ever After-Reihe 2)



Nina, die zur Buchhändlerin gewordene Bibliothekarin, ist schwanger und braucht Hilfe mit ihrem mobilen Buchladen. Ramsay aus demselben Dorf braucht ein Kindermädchen für seine Kinder. Zoe braucht das Geld. Wird sie die Richtige sein, um beiden zu helfen und für sich und ihren Sohn ein neues Leben zu finden?

Das ist das zweite Buch in der Happy Ever After-Reihe, das "Wo das Glück in Büchern wohnt" folgt, das ich letzten Monat gelesen habe. Noch eine schnelle, leichte Lektüre.

9. 
"Überstunden für den Totengräber" = "More Work for the Undertaker" von Margery Allingham, Erstveröffentlichung 1948
(Albert Campion 13)


Eine alte Freundin, die Zimmer an die Mitglieder der exzentrischen Palinode-Familie vermietet, bittet Campion um Hilfe, nachdem zwei der Palinodes unter mysteriösen Umständen gestorben sind.
Von da an wird alles nur noch mysteriöser und verwirrender.

Dies ist immer noch Teil meines Vintage-Krimi-Projekts, für das ich mir immer wieder neue Bücher von Marsh und Allingham besorge.

10. 
"The Kingdom of Carbonel" = "Im Reich des verzauberten Katers" von Barbara Sleigh, Erstveröffentlichung 1959 😸
(Carbonel 2)


Carbonel, König der Katzen von Fallowhithe, und seine königlichen Brüder sind aufgerufen worden, vor der Großen Katze zu erscheinen. Königin Blandamour wird während seiner Abwesenheit regieren, da sie jedoch einigen der anderen Königinnen nicht vertrauen, vor allem der ehrgeizigen Grisana aus der nächstgelegenen Stadt, bittet Carbonel Rosemary und ihren Freund John, sich um seine Katzenkinder Calidor und Pergamond zu kümmern.
Prompt werden die Kätzchen von der Hexe Mrs. Cantrip entführt und das ist nur eins der Abenteuer, das die Freunde erwartet!

Dies ist das zweite Buch in der Carbonel-Reihe, deren erstes von Buchbloggerin Nicole von Momlit empfohlen wurde.
Leider glaube ich, daß das Buch dem Dekan Ideen in den Kopf gesetzt hat, da er sich selber auch für ziemlich königlich hält. Außerdem muß ich zugeben, daß mir an einer Stelle etwas die Tränen kamen.

11. 
"Stranded" = "Die Insel" von Sarah Goodwin, Erstveröffentlichung 2021


Ein soziales Experiment ... acht Fremde, die ein Jahr lang auf einer schottischen Insel leben, als wäre es das Ende der Welt.

Dies war ein Zufallsfund auf OverDrive.
Ich fühle mich nicht wohl bei dem Gedanken an Fremde auf begrenztem Raum (im Sinne von "wir kommen hier nicht raus") und für mich sieht es so aus, als ob Goodwins andere Bücher das gleiche Thema haben. Mir hat eins gereicht.


12. 
"Privatdetektiv Tiegelmann im Warenhaus" von Åke Holmberg, Erstveröffentlichung 1968 😸


Der Stockholmer Privatdetektiv Teffan Tiegelmann muß diesmal gleich zwei Fälle lösen, aber vielleicht stehen sie ja in Verbindung miteinander?
Die Opfer sind Brüder, einer der Direktor eines Warenhauses, in das dreimal eingebrochen wird, der andere ein Professor mit Nobelpreis, dessen bahnbrechende Erfindung P3X gestohlen wurde.


Ich habe mir das Buch gekauft, um meine Kinderbuchreihe um den Privatdetektiv Tiegelmann zu ergänzen, über die ich hier geschrieben habe.

13. 
"Douglas Fairbanks: The Fourth Musketeer" von Ralph Hancock und Letitia Fairbanks, Erstveröffentlichung 1953


Diese Biographie über Douglas Fairbanks, dem "König von Hollywood" wurde von seiner Nichte Letitia mitverfaßt. Sie ist voll von Anekdoten, weshalb sie eine leichte und amüsante Lektüre war, aber man merkt natürlich, daß sie in den 50ern geschrieben wurde. Ich werde irgendwann wahrscheinlich noch eine andere lesen, die hier war einfach die erste, die mir über den Weg lief.

Man könnte sagen, daß das Teil meines persönlichen Stummfilmprojekts ist.

14. 
"Privatdetektiv Tiegelmann in Venedig" von Åke Holmberg, Erstveröffentlichung 1973


Teffan Tiegelmann wird nach Venedig gerufen, wo eine Bande Kunstgegenstände aus Palazzi stiehlt, darunter dem von Marchese Pronto. Der Marchese fürchtet, daß der Verlobte seiner Nichte "die Spinne" ist, die Wände hinaufklettert, um in Palazzi einzubrechen, denn er hat gesehen, daß der Einbrecher die gleichen bunten Hosen trägt wie Floriano.

Ich habe mir das Buch gekauft, um meine Kinderbuchreihe um den Privatdetektiv Tiegelmann zu ergänzen, über die ich hier geschrieben habe.

15. "The bookshop, the draper, the candlestick maker" von Annie Gray, Erstveröffentlichung 2024


Lebensmittelhistorikerin Dr. Annie Gray erzählt die Geschichte der britischen High Street - "die Hauptstraße einer Stadt, vor allem als der traditionelle Standort für die meisten Geschäfte, Banken und andere Gewerbe" (laut "Oxford Languages").
Gray nimmt uns von den ersten Märkten im Spätmittelalter bis 1965 mit, in Geschichten, Anekdoten, Zitaten aus alten Zeitungen und Reiseberichten, mit einer Menge Details und niemals langweilig.

Ich habe von Annie Gray zum ersten Mal durch die Videos von
 "The Victorian Way"  erfahren, mit Kathy Hipperson als der Köchin Mrs Crocombe und Annie Gray als Mary-Ann, ihre Helferin. Dies ist das dritte ihrer Bücher, das ich gelesen habe - ich war auch bei einer Onlinepräsentation des Buches dabei -, und ein viertes ist gerade unterwegs.

16. "So Late in the Day" = "Reichlich spät" von Claire Keegan, Erstveröffentlichung 2023


Auf dem Heimweg von der Arbeit wird Cathal an Sabine erinnert und denkt über ihre Beziehung nach und warum sie so geendet hat.

Eine Geschichtensammlung von Keegan war der neueste Eintrag auf OverDrive, und während ich auf der Warteliste bin, schaue ich mir ihre anderen Kurzgeschichten dort an. Das hier ist die erste.


17. "Foster" = "Das dritte Licht" von Claire Keegan, Erstveröffentlichung 2010


Während eines heißen irischen Sommers in den 1980er wird ein kleines Mädchen auf die Farm von Verwandten gebracht. Im Heim des kinderlosen Paares - wir erfahren später, daß sie ihren Sohn verloren haben - erfährt das Mädchen die Zuneigung, die sie in ihrer großen Familie bisher nicht gekannt hat. Dann kommt der Moment, wenn sie zurückgehen muß.


Eine Geschichtensammlung von Keegan war der neueste Eintrag auf OverDrive, und während ich auf der Warteliste bin, schaue ich mir ihre anderen Kurzgeschichten dort an. Das hier ist die zweite.

18. "Ein unverhofftes Geständnis" = "Unnatural Causes" von P.D. James, Erstveröffentlichung 1967
(Adam Dalgliesh 3)



Detective Superintendent Dalgliesh freut sich darauf, als Gast seiner Tante ein paar freie Tag an der Küste zu verbringen, aber ein Dinghi mit der handlosen Leiche von Krimischriftsteller Maurice Seton darin stört den Frieden der kleinen ländlichen Gemeinde.

Meine Nachbarin war schockiert zu hören, daß ich nie ein Buch von P.D. James gelesen habe (soweit ich mich erinnern kann) und hat mir zwei von ihren ausgeliehen.



DNF:


1. "Manchmal lüge ich" von Alice Feeney, Erstveröffentlichung 2017


"1. Ich liege im Koma.
2. Mein Mann liebt mich nicht mehr.
3. Manchmal lüge ich."
Amber, eine Radiomoderatorin wird von allen schlecht behandelt. Ihre Kollegin möchte, daß sie gefeuert wird. Für ihre Eltern wurde sie unsichtbar, nachdem ihre Schwester geboren wurde. Dazu kommt die Frage, ob ihr Mann eine Affäre mit ihrer Schwester hat und hatte er mit ihrem Unfall zu tun?

Ehrlich? Nach einem Drittel des Buches war mir das alles egal. Ich mochte Amber nicht, ihre Kollegin, ihre Eltern, ihre Schwester oder ihren Mann. Ich hatte keine Lust auf die Zeitsprünge hin und her. Ich bin kein Fan eines unzuverlässigen Erzählers, wenn es zuviel wird, sogar noch weniger, nachdem ich einen Blick auf das Ende geworfen habe (nach der Entscheidung, mit dem Lesen aufzuhören).

Dienstag, 30. September 2025

Meine September-Bücher

Bereit für die September-Liste?
Für mich ist es interessant zu sehen, wieviele Bücher in einem Monat fertigbekommen habe (nicht unbedingt im selben Monat angefangen habe) und wieviele ich den Katzen vorgelesen habe, was natürlich länger dauert, diese sind mit 
😸 markiert.
Ich werde jeweils eine kurze Erklärung hinzufügen, warum ich ein Buch ausgewählt habe und vielleicht auch, ob es ein Kandidat zum Wiederlesen ist, aber ich werde keine richtigen Rezensionen oder Bewertungen abgeben (die Katzen weigern sich ebenfalls zu bewerten 
😉)

1. "Neighbors and other stories" = "Nachbarn : Storys" von Diane Oliver, Erstveröffentlichung 2024


1966 ist Diane Oliver bei einem Unfall gestorben, erst 22 Jahre alt.
Damals waren vier ihrer Kurzgeschichten veröffentlicht worden, noch zwei erschienen nach ihrem Tod, und erst viel später wurden acht weitere gefunden.
Dieses Buch enthält all diese Geschichten über Rasse und Rassismus in den USA der 50er und 60er, hauptsächlich aus der Sicht junger Frauen erzählt.

Ich fand das Buch zufällig auf Overdrive, als ich nach einem anderen Namen suchte, und die Beschreibung zog mich an.

2
. "The Grace of Wild Things" von Heather Fawcett, Erstveröffentlichung 2023


Die 12jährige Grace läuft aus dem Waisenhaus weg und bietet sich der Hexe, die im nahegelegenen Wald wohnt, als Lehrling an.
Sie machen einen Handel. Lernt Grace, alle 100 1/2 Zauber aus dem Zauberbuch der Hexe zu wirken, bevor der alte Kirschbaum wieder blüht, wird die Hexe sie als Lehrling annehmen. Versagt sie, muß sie der Hexe ihre Magie geben.

Dieses Buch war in einem Blogpost erwähnt worden und hörte sich gut an. Es ist von "Anne auf Green Gables" inspiriert, aber auf hexenhafte, etwas düstere Weise.

3. "Wenn Geister sterben" = "Death of a Ghost" von Margery Allingham, Erstveröffentlichung 1934
(Albert Campion 6)



Als ein junger Maler während der (mehr oder weniger) privaten Enthüllung eines Gemäldes des verstorbenen Lafcadio getötet wird, muß Campion, der ein Freund von Lafcadios Witwe Belle ist, in der überraschenden trüben Welt der Londoner Kunstszene ermitteln.

Dies ist immer noch Teil meines Vintage-Krimi-Projekts, für das ich mir immer wieder neue Bücher von Marsh und Allingham besorge.

4. "The Three Investigators in The Mystery of the Fiery Eye" = "Die drei ??? und der Fluch des Rubins" von Robert Arthur, Jr. (die Bücher wurden unter Nennung von Alfred Hitchcock als Autor veröffentlicht)), Erstveröffentlichung 1967 😸
(Die drei ??? 7 (amerikanisch), 3 (deutsch))


Wo ist der geheimnisvolle Stein versteckt, den Horatio August seinem Großneffen August August hinterlassen hat?
Werden die drei ??? Gus dabei helfen können, ihn zu finden? Ist das eine blöde Frage, weil wir sowieso alle wissen, daß Justus dieses Rätsel lösen wird?

Ich habe diese Reihe vor langer Zeit gelesen und mache sie jetzt nochmal Stück für Stück durch, nachdem ich einen Blogpost darüber geschrieben habe. Dieses Buch ist das siebte in der Originalreihe und das dritte in der deutschen Reihe.

5. "Trau keiner Lady" = "The Beckoning Lady" von Margery Allingham, Erstveröffentlichung 1955
(Albert Campion 15)



Campion wollte nur einen kleinen Urlaub mit seiner Frau Amanda, Sohn Rupert und seinem Freund, Chefinspektor Luke, aber ihnen ist keine Ruhe vergönnt, stattdessen gibt es eine Leiche unter einer Brücke.

Dies ist immer noch Teil meines Vintage-Krimi-Projekts, für das ich mir immer wieder neue Bücher von Marsh und Allingham besorge.

6. "Der Geist der Gouvernante" = "The China Governess" von Margery Allingham, Erstveröffentlichung 1963
(Albert Campion 17)



Als der adoptierte Erbe Timothy Kinnit mehr über seine biologischen Eltern erfahren möchte, bevor er die amerikanische Erbin Julia heiratet, wird Campion auf die Sache angesetzt.
Die Dinge sind allerdings noch komplizierter - und mörderischer - als erwartet.

Dies ist immer noch Teil meines Vintage-Krimi-Projekts, für das ich mir immer wieder neue Bücher von Marsh und Allingham besorge.

7. "Meet Me at Rainbow Corner" von Celia Imrie, Erstveröffentlichung 2024


Das ist die Geschichte von Dot, einer Krankenschwester, und Lilly, einer Fahrerin/Sekretärin, die während des Zweiten Weltkriegs nach London abgestellt sind, und die der Menschen, die sie in Rainbow Corner (auch als der American Red Cross Club bekannt) kennenlernen, was ihrer beider Leben verändern wird.

Das Buch war ein Zufallsfund auf Overdrive.

8. 
"Es geht noch ein Zug von der Gare du Nord" von Fred Vargas, Erstveröffentlichung 1991
(Kommissar Adamsberg ermittelt 1)



Dies ist der erste Fall für den unorthodoxen Commissaire Adamsberg in Paris.
Wer ist der Mann, der die seltsamen blauen Kreidekreise rund um willkürliche Gegenstände auf den Straßen von Paris zeichnet? Niemand schenkt ihnen viel Beachtung außer Adamsberg - bis in einem von ihnen eine Leiche gefunden wird.

Mein kleiner Bruder hat mir schon vor einer Weile von der Vargas-Reihe erzählt, ich dachte, ich probiere es mal damit.
Erst hinterher hat mir gesagt, daß er es nicht fertig gelesen und überhaupt bloß ein anderes aus der Serie kennt 😂

9. "Judaslohn" = "Traitor's Purse" von Margery Allingham, Erstveröffentlichung 1941
(Albert Campion 11)



Albert Campion erwacht im Krankenhaus. Er leidet unter Amnesie und weiß nicht, wer er ist und was er vorhat, außer daß es etwas wirklich Wichtiges ist.
Auf der Flucht vor der Polizei und dem Feind findet er Stück für Stück heraus, welche Katastrophe er abwenden muß.


Dies ist immer noch Teil meines Vintage-Krimi-Projekts, für das ich mir immer wieder neue Bücher von Marsh und Allingham besorge (wie ihr sehen könnt, hatte ich einen guten Monat und habe mehrere zu einem guten Preis von einer Verkäuferin erstanden).

10. 
"The Three Investigators in The Secret of Skeleton Island" = "Die drei ??? und die silberne Spinne" von Robert Arthur, Jr. (die Bücher wurden unter Nennung von Alfred Hitchcock als Autor veröffentlicht), Erstveröffentlichung 1967 😸
(Die drei ??? 8 (amerikanisch), 24 (deutsch))   


Original: Nachdem sie den jungen Prinzen Djaro von Varania kennenlernen, werden die drei ??? vom Geheimdienst gebeten, wegen eines Gerüchts, daß es eine Verschwörung gibt, die Djaro vom Thron stoßen soll, nach Varania zu reisen. Als das Symbol der Macht, die silberne Spinne, vermißt wird und in ihrem Zimmer auftaucht, müssen Jupiter, Peter und Bob mit Hilfe von Djaros Unterstützern vor dem derzeitigen Regenten Duke Stefan und seinen Verschwörern flüchten.

Ich besitze die deutsche Ausgabe, habe sie aber schon ewig nicht mehr gelesen. Hier wurde einiges verändert, die Handlung mit der Verschwörung, des Verlusts der silbernen Spinne und der Flucht mit Hilfe von Freunden, in diesem Fall vor dem derzeitigen Geschäftsführer, bleibt aber im Grunde erhalten.
Es geht nämlich um Lars, den Erben einer Firma in einer kleinen schwedischen Kolonie in Texas, die alte schwedische Traditionen pflegt.
Vielleicht wollte man einfach Klischees über europäische Monarchien damit vermeiden?

Ich habe diese Reihe vor langer Zeit gelesen und mache sie jetzt nochmal Stück für Stück durch, nachdem ich einen Blogpost darüber geschrieben habe. Dieses Buch ist das achte in der Originalreihe und das vierundzwanzigste in der deutschen Reihe.

11. 
"Mord vor vollem Haus" = "Light Thickens" von Ngaio Marsh, Erstveröffentlichung 1982
(Roderick Alleyn 32 (das letzte Buch))



Seltsame und verstörende Dinge geschehen während der Proben für "Macbeth" im "Dolphin" in London, die die Vorstellung nähren, daß das Stück verflucht ist.
Dann wird dem Hauptdarsteller während einer Aufführung der Kopf abgeschlagen. Wer hat ihn getötet und warum?


Dies ist immer noch Teil meines Vintage-Krimi-Projekts, für das ich mir immer wieder neue Bücher von Marsh und Allingham besorge. Was lese ich denn, wenn ich damit durch bin? (Es fehlen noch zehn von den Marshs und sechs der Allinghams (manche der Kurzgeschichten nicht eingeschlossen), aber wir arbeiten uns heran).

12. 
"Carbonel" = "Carbonel - König der Katzen" von Barbara Sleigh, Erstveröffentlichung 1955 😸
(Carbonel 1)


Die zehnjährige Rosemary möchte ihrer verwitweten Mutter helfen und in den Ferien putzen gehen. Überzeugt davon, ihre eigene Ausrüstung mitbringen zu müssen, geht sie auf den Markt, wo sie einer alten Frau einen Besen und einen schwarzen Kater abkauft.
Ihre Überraschung ist riesig, als der Kater anfängt zu sprechen und ihr erzählt, daß die alte Frau eine Hexe ist, die ihn als Kätzchen gestohlen und mit einem Zauber an sich gebunden hat, sodaß er nicht versuchen kann, seinen Thron als der rechtmäßige König der Katzen zurückzuerobern. Rosemary und ihr neuer Freund John tun ihr Bestes, um ihm zu helfen.

Das Kinderbuch wurde von Buchbloggerin Nicole von Momlit empfohlen. Es ist entzückend und macht so Spaß beim Lesen. Ich hoffe, die beiden anderen in der Reihe sind genauso gut.

13. 
"Stiff Upper Lip, Jeeves" = "Was tun, Jeeves" oder "SOS, Jeeves" von Pelham Grenville Wodehouse, Erstveröffentlichung 1963
(Wooster and Jeeves 13)



Bertie Wooster ist ein englischer Gentleman, einer der reichen Müßiggänger, und Jeeves ist sein Kammerdiener, dessen Intelligenz Bertie und seine Freunde aus der einen oder anderen Patsche hilft.
In diesem Fall ist die Patsche, daß Madeline Bassett versucht, einen Vegetarier aus ihrem Verlobten Gussie Fink-Nottle zu machen, was sich ungut auf die Beziehung auswirkt. Wooster hat Angst, daß sie sich trennen und Madeline dann versucht, ihn zu heiraten. Die Angelegenheit wird außerdem durch eine Bernsteinfigur, eine Vikariatsstelle, die für eine andere Heirat unbedingt nötig ist, und die Tochter eines amerikanischen Millionärs, die als Köchin arbeitet, kompliziert.

Lisa von Boondock Ramblings hat angefangen, "Jeeves und Wooster"-Geschichten zu lesen, und da meine letzte Wodehouse-Lektüre Ewigkeiten her war, bin ich ebenfalls mit eingestiegen.

14. "Emily Wilde's Encyclopaedia of Faeries" = "Emily Wildes Enzyklopädie der Feen" von Heather Fawcett, Erstveröffentlichung 2023
(Emily Wilde-Reihe 1)



Emily Wilde ist eine Gelehrte zur Feenkunde in Cambridge, wo sie daran arbeitet, eine Enzyklopädie über Feen in verschiedenen Ländern zusammenzustellen. Um sie fertigzustellen, besucht sie das Dorf Hrafnsvik, aber sie lernt und erfährt mehr dort, als sie hätte erwarten können.

Dieses Buch wurde in einem Blogpost erwähnt und hörte sich interessant an.

15. "Raffles: The Amateur Cracksman" = "Ein Einbrecher aus Passion" von Ernest William Hornung, Erstveröffentlichung 1899


A. J. Raffles - nationaler Kricketheld und Gentleman-Dieb im spätviktorianischen Großbritannien. Zusammen mit seinem jüngeren Freund Harry "Bunny" Manners stiehlt er vorzugsweise Schmuck von der Oberschicht, nicht nur wegen des Geldes, sondern auch des Nervenkitzels.

Dies ist die erste Sammlung der "Raffles"-Kurzgeschichten (auf Deutsch sind übrigens alle als "Engelhörnchen" erschienen). Ich habe sie auf meine Liste gesetzt, nachdem ich den Stummfilm mit John Barrymore angeschaut hatte.

16. 
"Skinner's Big Idea" von Henry Irving Dodge, Erstveröffentlichung 1918 😸


Das dritte Buch in der Skinner-Serie (das ebenfalls einen Stummfilm inspirierte, der jedoch als verloren gilt) erzählt davon, wie Skinners Partner auf eine lange Geschäftsreise gehen und ihn mit der Aufgabe zurücklassen, mehrere der "alten Männer" im Büro zu feuern.
Skinner will das aber nicht tun und hat eine große Idee ...

Ich habe das erste Buch gelesen, nachdem ich eine der Stummfilmversionen davon angeschaut habe und dann die anderen für eine schnelle Lektüre auf meine Liste gesetzt.
Es ist interessant, daß es in der Bibliothek des Disney-Studios war (aber an eine andere Bibliothek weitergegeben wurde, es gab noch einen Aufkleber). Ich frage mich warum.


17. 
"The Dancing Floor" von Barbara Michaels, Erstveröffentlichung in 1997 


Nach dem Tod ihres Vaters reist Heather nach England, um sich Gärten anzusehen, eine Reise, die sie zusammen hatten unternehmen wollen.
In Troytan House findet sie jedoch mehr als einen verlorenen Garten.
Heather wird in ein Abenteuer aus Hexerei, Familienproblemen und Liebe hineingezogen.

Barbara Michaels ist eines der Pseudonyme von Barbara Mertz. Ich kenne eine Menge der Bücher, die sie unter dem Namen Elizabeth Peter geschrieben hat, aber keines von denen unter dem Namen Michaels.
Nachdem ich das erste nicht fertiggelesen hatte, bekam ich von Erin von Still Life, With Cracker Crumbs das hier empfohlen.

18. 
"The Bookshop on the Corner" (auch als "The Little Shop of Happy Ever After") = "Wo das Glück in Büchern wohnt" (auch als "Wo das Glück zu Hause ist") von Jenny Colgan, Erstveröffentlichung 2016
(Happy Ever After-Reihe 1)



Nina ist Bibliothekarin in Birmingham, aber ihre Bibliothekszweigstelle wird geschlossen und sie verliert ihre Stelle.
Wie wäre es damit, einen mobilen Buchladen aus einem Van zu machen? Nina schafft sich ein neues Leben in einem kleinen Dorf in Schottland, Liebe eingeschlossen.

Das war ein Zufallsfund auf Overdrive. Bibliothekarin, Buchladen, Schottland, das war einen Versuch als schnelle, leichte Lektüre wert, oder?



DNF:

1. "Coffin, Scarcely Used" von Colin Watson, Erstveröffentlichung 1958 
😸
(A Flaxborough Mystery 1)


Wer tötet respektable Männer in der Stadt Flaxborough? Wie respektabel sind sie allerdings wirklich?

Ich habe drei Viertel des Buchs geschafft, langweilte mich aber mehr und mehr und blätterte dann direkt zum Ende, das mich nicht überraschte.
Erst dann fiel mir ein, daß ich mal die DVD-Box der Fernsehserie besessen hatte, die nach mehreren der 12 Flaxborough-Romane gedreht worden war und die ebenso langweilig fand. Duh.

2. "Emily Wilde's Map of the Otherlands" = "Emily Wildes Atlas der Anderswelten" von Heather Fawcett, Erstveröffentlichung 2024
(Emily Wilde-Reihe 2)



Emily Wilde ist eine Gelehrte zur Feenkunde in Cambridge, wo sie daran arbeitet, einen Atlas der Anderswelten zusammenzustellen, nachdem sie ihre Enzyklopädie der Feen abgeschlossen hat.
Um ihrem Freund (und möglicherweise mehr) Wendell bei der Suche nach einer Tür in sein Reich zu helfen, reist sie mit ihm nach Österreich.

Ich schaffte es halb durch das Buch, aber für meinen Geschmack wiederholte sich einfach zu viel. Von Feen angegriffen werden, entkommen, sich viele Notizen machen, von anderen Feen angegriffen werden, entkommen ... wiederholen.
Als mir auffiel, daß mich wirklich nur noch interessierte, ob ihr Hund Shadow überleben würde, hörte ich mitten in einem Satz auf (und schaute mir natürlich wegen Shadow den Schluß an).