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Samstag, 1. August 2026

Meine Juli-Bücher

Dies ist ein Überblick der Bücher, die ich in einem Monat fertiggelesen habe (nicht unbedingt im selben Monat angefangen) und die ich Gundel vorgelesen habe (mit 😸 markiert).
Ich werde jeweils eine kurze Erklärung hinzufügen, warum ich ein Buch ausgewählt oder wie ich es gefunden habe und vielleicht auch, ob es ein Kandidat zum Wiederlesen ist, aber ich werde keine richtigen Rezensionen oder Bewertungen abgeben (Gundel weigert sich ebenfalls zu bewerten). Solltet ihr aber etwas mehr Info zu einem Buch haben wollen, an dem ihr interessiert seid, laßt es mich einfach wissen.

Wie ihr sehen könnt, war das für mich ein viel besserer Lesemonat als der letzte. Es war eine solche Vielfalt, daß ich sogar an das Limit meiner Tags stieß, ich wußte nicht mal, daß es dafür eins gibt!

"Silent Murders" von Mary Miley, Erstveröffentlichung 2014
(Roaring Twenties Mystery 2)


Leah, die junge Vaudeville-Schauspielerin, ist zu Jessie Beckett geworden und beginnt als Scriptgirl für die Pickford-Fairbanks Studios ein neues Leben in Hollywoods Stummfilmindustrie.
Als ein berühmter Regisseur erschossen wird, fängt Jessie an zu ermitteln.

Ich hatte auf Fritzi Kramers Stummfilmblog etwas über eins von Mileys Büchern gelesen und im Februar mit dem ersten angefangen.
Ich neige dazu, ein Problem mit Amateurdetektivinnen und -detektiven zu haben, die schlauer als die Polizei und alle anderen sind, aber ich mochte dieses Buch lieber als das erste, was mit den Schauplätzen und vertrauten Namen zu tun hatte, aber auch damit, daß ich erkannte, welche Teile auf welchen historischen Fakten basierten, ohne die "historische Notiz" am Ende zu lesen. Der erste Mord beruhte zum Beispiel auf dem Mord an
 William Desmond Taylor, über den ich ebenfalls schon gelesen habe.

"Carl Sandburg at the Movies: A Poet in the Silent Era 1920 - 1927" von Carl Sandburg, Erstveröffentlichung 1985


Carl Sandburg war Dichter, Biograph, Journalist und Herausgeber. Er war außerdem der Kinoexperte für die "Daily News".
Für dieses Buch wählten Dale und Doug Featherling einige der besten Filmkolumnen von Sandburg aus und fügten eine kurze Einführung für jedes Jahr und Fußnoten zu den erwähnten Personen hinzu.

Ihr werdet zweifelsohne immer mal wieder ein Zitat hieraus zu lesen bekommen. Was ich an dem Buch nicht mochte war, daß es mir Appetit auf den ein oder anderen Film machte, von dem ich dann leider entdecken mußte, daß er verschollen ist.

"Schloss Gripsholm : eine Sommergeschichte" von Kurt Tucholsky, Erstveröffentlichung 1931


Dies ist die Geschichte eines Liebespaars, das einen Sommerurlaub in Schweden verbringt, auf Gripsholms slott. Nicht alles ist jedoch Spaß und Liebe, als sie einem kleinen Mädchen aus dem nahegelegenen Kinderheim begegnen, das von einer sadistischen deutschen Leiterin geführt wird.

Ich hatte seit der Schule keine deutschen Klassiker mehr gelesen und beschloß, es jetzt mit einem im Monat zu versuchen. Keine Ahnung, wie dieses Projekt ausgehen wird.

Ich liebe das Cover mit einer Illustration von George Barbier von 1925. Es erinnert mich an die Wandmalereien von Oskar Schlemmer im Badhaus der Märklin-Villa in unserer Stadt.

"Ballet Shoes" = "Ballettschuhe" von Noel Streatfeild, Erstveröffentlichung 1936 
😸
(Shoes 1)


Das Buch erzählt die Geschichte von drei Mädchen, die von dem Paläontologen Groß-Onkel-Matthew, genannt Gom (Gum im Original), auf seinen Reisen adoptiert wurden. Als Gom wieder auf Reisen geht, bleiben Pauline, Petrova und Posy bei seiner Nichte Sylvia und deren früherem Kindermädchen, genannt Nana.
Als ihnen das Geld ausgeht und Gom nach Jahren immer noch nicht daheim ist, müssen sie Zimmer vermieten und die Mädchen werden in der
 Children's Academy of Dancing and Stage Training aufgenommen, was ihnen dann erlaubt, auf der Bühne zu arbeiten und so den Haushalt zu unterstützen.

Ich hatte Noel Streatfeild nicht gekannt - einige ihrer Bücher wurden erst vor nicht allzulanger Zeit ins Deutsche übersetzt - bevor Erin von "Still Life, With Cracker Crumbs" erwähnte, daß sie eins ihrer Bücher las.
Ihre "Shoes"-Reihe für Kinder ist beliebt und das nächste steht schon auf meiner Liste.


"J. M. Barrie & the Lost Boys: The Love Story that Gave Birth to Peter Pan" von Andrew Birkin, Erstveröffentlichung 1931


Obwohl es mit seiner Kindheit beginnt, konzentriert sich das Buch wirklich auf die Beziehung von Barrie mit den fünf Llewelyn Davies-Söhnen George, John, Peter, Michael, und Nicholas.

Ich habe zwar "Wenn Träume fliegen lernen" gesehen, das von diesem Buch inspiriert wurde (aber sehr "Hollywood" ist), mein Interesse an Barrie wurde allerdings geweckt, als ich "Peter Pan" angeschaut und gelesen habe.
Das Buch ist keine Biographie, die man einfach mal so durchliest. Es gibt eine Menge Namen, eine Menge Fotos, eine Menge Zitate aus Stücken, Romanen und Briefen und eine Menge (manchmal verwirrende) Auszüge aus Barries Notizbüchern. Ich fand es trotzdem sehr interessant und habe es sehr gern gelesen, obwohl ich mir - wie andere - nicht sicher bin, was es letztendlich über Barrie und die Jungen aussagt (es gibt zwei Lager für "pädophil/asexuell"), aber werden wir das überhaupt je sicher wissen können?

"Das gelbe Haus" von Mieko Kawakami, Erstveröffentlichung 2023


Drei junge Frauen versuchen im Japan der 90er zu überleben.
Die Geschichte wird vom Standpunkt Hanas aus erzählt, die ihre Mutter verlassen hat und bei einer neuen Mutterfigur einzieht, Kimiko, später kommen noch Ran and Momoko dazu. Um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, fühlen sie sich gezwungen, sich kriminellen Kreisen anzuschließen.

Das Buch war ein doppeltes Geschenk an ein Familienmitglied, das mich fragte, ob ich ein Exemplar haben wollte (das ich nicht behalten werde, da ich bezweifle, daß ich es nochmal lesen wollen würde, einfach wegen des Genres).

"The Lady Vanishes" = "Eine Dame verschwindet/Die Frau im Zug" von Ethel Lina White, Erstveröffentlichung als "The Wheel Spins" 1936


Zwei Engländerinnen begegnen sich in einem Zug auf dem Kontinent. Dann verschwindet Miss Froy plötzlich und niemand will Iris glauben, daß sie überhaupt existiert. War es nur ein Traum oder ist Miss Froy in Gefahr?

Ich habe den Hitchcock-Film erst kürzlich das erste Mal gesehen (fragt nicht, warum ich so lang dazu gebraucht habe), und nachdem eine Freundin erwähnte, daß er auf einem Buch basierte, mußte ich es natürlich lesen.
Mir gefällt allerdings der Film diesmal tatsächlich besser.


"Dracula" von Bram Stoker, Erstveröffentlichung 1897


Ich bezweifle, daß ich irgendjemand sagen muß, worum es in dem Buch geht - den Vampir Dracula, der von seinem Heim in Transylvanien nach London reist, um das Böse der Untoten zu verbreiten.

Das Buch war schon ewig auf meiner Liste gewesen. Die Geschichte wird hauptsächlich durch Briefe und Tagebucheinträge (von mehreren Hauptfiguren) erzählt, von denen manche recht langatmig und wahrscheinlich nicht jedermanns Sache sind (selbst ich mußte manchmal ein bißchen kämpfen). Ich bin jedoch nicht überrascht, daß der Roman die Fantasie der Menschen anregte.


"Dunkles Glas und Fisch in der Lampe" von Ingeborg Engelhardt, Erstveröffentlichung 1963


Ein junger Glasmacher muß vom griechischen Aquileia in die römische Kolonie Niedergermanien flüchten.

Für einen Blogpost nochmal gelesen.


"Death - das Kabinett des Dr. Leng" von Douglas Preston und Lincoln Child, Erstveröffentlichung 2023
(Pendergast 21)


Agent Pendergasts Mündel Constance Greene kehrt ins Jahr 1880 zurück, um ihre Schwester davor zu bewahren, durch den Serienmörder Dr. Enoch Leng getötet zu werden.

Falls ihr gemeint habt, die Pendergast-Bücher könnten nicht verrückter werden - doch, sie können.

"Billard um halb zehn" von Heinrich Böll, Erstveröffentlichung 1959


Das Buch spielt am 6. September 1958 und erzählt die Geschichte der Architektenfamilie Fähmel zwischen 1907 und diesem Tag - in Geschichten, Rückblicken, Erinnerungen.

Ich hatte seit der Schule keine deutschen Klassiker mehr gelesen und beschloß, es jetzt mit einem im Monat zu versuchen (womöglich sogar mehr wie in diesem Monat, aber ohne Druck). Keine Ahnung, wie dieses Projekt ausgehen wird.
Ich war kein Fan des Stils. Ganze Seiten von dahingeschmissenen Gedanken oder Bildern in Satzstücken, durch Strichpunkte getrennt, zu lesen, war recht erschöpfend.


"Death of a Busybody" von George Bellairs, Erstveröffentlichung 1942
(Inspector Littlejohn 3)


Nachdem eine ältere Dame, die etwas zu sehr damit beschäftigt ist, die Sünder und Sünderinnen ihres Dorfs zur Reue zu drängen, tot in der Senkgrube der Pfarrei gefunden wird, wird Inspektor Littlejohn von Scotland Yard mit der Ermittlung beauftragt.

Ich hatte noch nie zuvor von George Bellairs gehört, sah ihn aber als unterschätzten Schriftsteller erwähnt.
Das Buch war eine nette kleine Abwechslung und eine schnelle Lektüre. Ich werde mir den Namen mal merken.

"Stone Blind" = "Stone Blind - Der Blick der Medusa" von Natalie Haynes, Erstveröffentlichung 2023


Dies ist eine Nacherzählung des griechischen Medusa-Mythos mit dem Anspruch, Medusa ihre Stimme wiederzugeben.

Falls euch eine Menge Sichtweisen nichts ausmachen und ihr antike Mythen mögt, könnte das ein Buch für euch sein. Ich erwartete zwar mehr Medusa und weniger von all den anderen Göttern/Göttinnen (halb oder ganz) und Sterblichen, die ihren Weg kreuzten, und ich mochte es nicht so gern wie "Pandora's Jar", habe es aber dennoch gern gelesen.


"The Doyle Diary : the last great Conan Doyle mystery; with a Holmesian investigation into the strange and curious case of Charles Altamont Doyle by Michael Baker" von Charles Altamont Doyle, Erstveröffentlichung 1978


Charles Altamont Doyle, der Vater von Arthur Conan Doyle, war Künstler - wie drei seiner älteren Brüder, nur nicht so erfolgreich - und Beamter.
Doyle litt an Depressionen und Alkoholismus. Dieses Skizzenbuch wurde zwischen März und Juli 1889 geschaffen, während seines Aufenthalts auf Sunnyside, Montrose Royal Lunatic Asylum.


Ich stieß im Fernsehen auf die kurzlebige Serie "Houdini und Doyle" und erfuhr so von Doyles Vater, was mich neugierig machte.
Das Buch hat eine Einführung in Doyles Leben und eine Transkription der Texte und Notizen, zum Glück, da ich nicht alles so leicht lesen konnte. Ich mochte die Illustrationen sehr und kann nur empfehlen, daß ihr selber mal reinschaut.

"Kitten Caboodle : a collection of feline fiction" herausgegeben von Barbara Silverberg, Erstveröffentlichung 1969 😸


Silverberg hat hier Katzengeschichten und -gedichte aus allen möglichen Genres gesammelt - Humor, Geistergeschichten, Legenden und Märchen, sogar Science Fiction.

Ich bin zufällig auf das Buch gestoßen, weil es mit Katzenzeichnungen von 
Théophile-Alexandre Steinlen illustriert ist, dessen Poster für "Le Chat Noir" ich vor ein paar Wochen bei meinen Lieblingskatzen mit aufgeführt habe.

"The Cornish Coast Murder" = "Mord in Cornwall" von John Bude, Erstveröffentlichung 1935


Wenn ein Mann getötet wird, den niemand mag, hat man eine Menge Verdächtige. In Verbindung mit verwirrenden Spuren sorgt das für eine schwierige Ermittlung. Was für ein Glück, daß der örtliche Pfarrer gern Krimis liest.

Ich entdecke gerne Krimiautor*innen, die neu für mich sind. Dieses Whodunit hatte einen guten Anfang, aber dann wurde es soooo langsam vor einem Ende, das mich mehr ärgerte als überraschte.
Es war aber das erste Buch dieses Verfassers, also denke ich, ich werde ihm irgendwann nochmal eine Chance geben.

"The Inimitable Jeeves" = "Der unvergleichliche Jeeves" von Pelham Grenville Wodehouse, Erstveröffentlichung 1923
(Wooster und Jeeves 1)


Bertie Wooster ist ein englischer Gentleman, einer der reichen Müßiggänger, und Jeeves ist sein Kammerdiener, dessen Intelligenz Bertie und seine Freunde aus der einen oder anderen Patsche hilft, in diesem Fall hauptsächlich Berties Freund Bingo Little, der sich ständig neu verliebt.

Ich habe vor Urzeiten ein paar Wodehouse-Bücher gelesen, erinnere mich aber nicht, ob dieses darunter war.


"Hildur - Das Grab im Eis" von Satu Rämö, Erstveröffentlichung 2023
(Hildur 2)


Hildur Rúnarsdóttir ist Kriminalbeamtin in den Westfjorden Islands. Immer noch vom Verschwinden ihrer beiden Schwestern 25 Jahre zuvor verfolgt ist sie auf Fälle vermißter Kinder spezialisiert.
Diesmal wird ein Kommunalpolitiker beim Langlauf erschossen. Hildur findet heraus, daß der Mord mit dem Absturz eines Privatflugzeugs vor einiger Zeit in Verbindung steht.

Ich habe letzten Monat das erste Buch in der Reihe gelesen, das hier hat mir besser gefallen.


"Love Insurance" von Earl Derr Biggers, Erstveröffentlichung 1914


Lord Harrowby wendet sich mit einer Bitte an Lloyd's of London. Er wird sich bald mit einer amerikanischen Erbin vermählen, Cynthia Meyrick, und möchte eine Versicherung abschließen für den Fall, daß sie ihre Meinung ändert.
Lloyd's schickt den Assistenten Dick Minot mit ihm nach Florida, um sicherzustellen, daß die Hochzeit stattfindet. Auf der Zugfahrt dorthin begegnet Dick jedoch zufällig Cynthia und verliebt sich in sie. Nun ist er hin und her gerissen zwischen dem Vertrauen seiner Arbeitgeber und seiner Liebe zu ihr ... und das ist nicht die einzige Verwicklung.

Ich wollte wieder mal einen Stummfilm mit Reginald Denny anschauen, und als ich sah, daß das Buch, auf dem er basierte, von Earl Derr Biggers war, der die Charlie-Chan-Bücher geschrieben hatte, war ich neugierig.


"Mephisto" von Klaus Mann, Erstveröffentlichung 1936


Der Roman erzählt den Aufstieg von Hendrik Höfgen vom provinziellen Theaterschauspieler bis zum Intendanten des Staatstheaters in Berlin, indem er sich auf opportunistische Weise mit dem neuen Nazi-Regime arrangiert.
Höfgen basiert auf Gustaf Gründgens, dem früheren Freund und Schwager von Mann.

Ich hatte seit der Schule keine deutschen Klassiker mehr gelesen und beschloß, es jetzt mit einem im Monat zu versuchen (womöglich sogar mehr wie in diesem Monat, aber ohne Druck). Keine Ahnung, wie dieses Projekt ausgehen wird.
Das Buch fing ziemlich langsam an, aber als dann die Nazis an die Macht kommen, wurde es recht eindringlich. Unnötig zu sagen, daß es im Buch nicht viele sympathische oder bewunderswerte Charaktere gibt. Es ist erstaunlich, daß dies sogar vor dem Krieg geschrieben wurde.


"The Case of the Jumbo Sandwich" von Christopher Bush, Erstveröffentlichung 1965
(Ludovic Travers 60)



Eine Freundin bittet Privatdetektiv Ludovic Travers um Rat, nachdem sie um eine erhebliche Geldsumme betrogen wurde.
Zu diesesm Zeitpunkt hat Travers noch keine Ahnung, wie kompliziert dieser Betrugsfall werden wird ...

Ich habe damit angefangen, Bush zu lesen, nachdem Liz von Adventures in Reading, Running, and Working from Home eines seiner Bücher für eine 1952er Challenge besprochen hatte.



Übrigens, falls ihr Buchbesprechungen schreibt oder Blogposts über andere Dinge, die mit Büchern zu tun haben - sogar Filme, die auf Büchern basieren - schaut bitte bei "A Good Book and a Cup of Tea" vorbei, einer monatlichen Buch-Linkparty, deren Host ich zusammen mit Lisa from Boondock Ramblings und Erin von Still Life, With Cracker Crumbs  bin. Hier könnt ihr mehr herausfinden.

Dienstag, 30. Juni 2026

Meine Juni-Bücher

Dies ist ein Überblick der Bücher, die ich in einem Monat fertiggelesen habe (nicht unbedingt im selben Monat angefangen) und die ich Gundel vorgelesen habe (mit 😸 markiert).
Ich werde jeweils eine kurze Erklärung hinzufügen, warum ich ein Buch ausgewählt oder wie ich es gefunden habe und vielleicht auch, ob es ein Kandidat zum Wiederlesen ist, aber ich werde keine richtigen Rezensionen oder Bewertungen abgeben (Gundel weigert sich ebenfalls zu bewerten). Solltet ihr aber etwas mehr Info zu einem Buch haben wollen, an dem ihr interessiert seid, laßt es mich einfach wissen.

Ein sehr seltsamer Monat mit mehreren abgebrochenen Büchern. Was ich interessant fand war, daß ich einen Moment lang sogar zögerte, das dritte auf die Liste zu setzen, fast so als würde ich versuchen, mein "Versagen" zu verstecken. Lesen sollte sich nicht schuldig anfühlen, egal ob man etwas mochte oder nicht. Dann hatte ich halt das Pech, Bücher auszusuchen, die ich nicht fertiglesen wollte. Was nun? Wird meine Bibliothek mich in Schande hinauswerfen? Nun, hat sie nicht, das einzige, was passierte, war, daß ich wünschte, ich hätte die Zeit stattdessen auf andere Bücher verwendet.
Als ich Ende dess Monats ein viertes hinzufügen mußte, gab ich dafür zuerst der Hitze die Schuld, aber wenn es die Hitze war, warum war ich absolut zufrieden mit den beiden anderen Büchern, die ich zu der Zeit las (wenn auch langsam)?

"Peter Ustinov: The Gift of Laughter" = " Peter Ustinov : Die Gabe des Lachens. Seine Lebensgeschichte" von John Miller, Erstveröffentlichungen 2002


Peter Ustinov - Theater- und Filmschauspieler, Autor von Theaterstücken und Romanen, Regisseur, Produzent, Philanthrop, Universitätskanzler, Interviewer, Unterhalter - war ein erstaunlicher Mann.
Dies ist seine Biographie.

Als ich Ustinov kürzlich erwähnte, fiel mir auf, daß ich nie eine komplette Biographie von ihm gelesen hatte (ich las das Buch seiner Mutter vor Urzeiten). Er war immer äußerst populär in Deutschland, also wurde es Zeit, das nachzuholen, und es hat mir auch gut gefallen.

"Das Dorf in den roten Wäldern" von Louise Penny, Erstveröffentlichung 2005
(Der erste Fall für Gamache)


Als eine der Einwohnerinnen des kleinen Dorfs Three Pines tot aufgefunden wird, werden Armand Gamache und sein Team mit dem Fall betraut. War es ein Jagdunfall oder Mord?

Ich hatte nur die zweite Verfilmung von "Three Pines" mit Alfred Molina gekannt - in der dieses Buch nicht vorkommt - und dachte, ich probiere mal die Bücher aus. Ich glaube, ich mochte die Vorstellung von Three Pines und Gamache mehr als den Fall selber und der Schluß war etwas schwach und offensichtlich, aber es war eine schnelle Lektüre und die Reihe bleibt erstmal auf meiner Liste.

"The Three Investigators in The Mystery of the Coughing Dragon" = "Die drei ??? und der unheimliche Drache" von Nick West (die Bücher wurden unter Nennung von Alfred Hitchcock als Autor veröffentlicht), Erstveröffentlichung 1970 😸
(Die drei ??? 14 (amerikanisch), 9 (deutsch))


Als die drei ??? gebeten werden, den vermißten Hund von Alfred Hitchcocks Freund Mr. Allen zu finden, erwarten sie nicht, mit einem Drachen in einer Höhle konfrontiert zu werden!

Ich habe diese Reihe vor langer Zeit gelesen und mache sie jetzt nochmal Stück für Stück durch, nachdem ich einen Blogpost darüber geschrieben habe. Dieses Buch ist das vierzehnte in der Originalreihe und das neunte in der deutschen Reihe.

"The Correspondent" = "Die Briefeschreiberin" von Virginia Evans, Erstveröffentlichung 2025


Sybil ist 73 und eine begeisterte Briefeschreiberin.
Sie schreibt an Familie, Freunde, Autoren, Nachbarn - und in diesen Briefen erzählt sie uns von ihrem Leben jetzt und damals und davon, was sie am meisten bedauert.

Ich hatte das Buch in Blogs erwähnt gesehen, aber keine Besprechungen gelesen. Als es bei den Neueinträgen auf OverDrive auftauchte, merkte ich es vor, und es war es wert, monatelang darauf zu warten.
Ich habe schon früher bemerkt, daß mir die Briefform gefällt (das begann mit "Daddy Langbein"). Dies ist ein Buch, das ich mir tatsächlich kaufen werde.

"High Wages" von Dorothy Whipple, Erstveröffentlichung 1930


Die Geschichte spielt in den 1910ern und erzählt von Jane, die als Verkäuferin in einem Textilgeschäft anfängt und schließlich nach dem 1. Weltkrieg ihren eigenen Laden eröffnet.

Ich bin auf den Titel durch Zufall auf einem Blog gestoßen, dem ich gewöhnlich nicht folge, und war an der Geschichte von Verkäuferin zu Geschäftseigentümerin interessiert.
Nachdem ich das Sachbuch "The Bookshop, The Draper, The Candlestick Maker" von Annie Gray gelesen hatte, gefiel mir dieses Buch nicht nur wegen der Geschichte selber, sondern auch wegen der Beschreibungen der Geschäfte.


"Peter Pan: The Story of Peter and Wendy" = "Peter Pan" von J. M. Barrie, Erstveröffentlichung als Roman 1911 unter dem Titel "Peter und Wendy"


Peter Pan, der Anführer der Verlorenen Jungs, ist ein schelmischer Junge, der auf der Insel Nimmerland lebt. Er möchte für immer ein kleiner Junge bleiben und Abenteuer erleben.
Eines Nachts nimmt er die Kinder Wendy, John und Michael Darling mit zur Insel, damit Wendy, die Älteste und das einzige Mädchen, ihre Mutter werden kann.

Aus dem digitalisierten Buch,
das ich gelesen habe

Ich hatte "Peter Pan" als Theaterstück gesehen und wollte vor dem Anschauen der ersten Verfilmung auch das Buch lesen.

"Peter Pan in Kensington Gardens" von J. M. Barrie, Erstveröffentlichung 1906 (das meiste davon war bereits Teil des Romans "Kleiner weißer Vogel" von 1902 gewesen)


Man könnte dies Peter Pans Ursprungsgeschichte nennen - wie er aus dem Fenster des Kinderzimmers flog, als er hörte, wie Pläne über sein Leben als Erwachsener gemacht wurde, und in die Kensington Gardens ging, um dort bei den Vögeln zu leben.

Ich hatte hierüber noch überhaupt nichts gehört, bevor ich damit anfing, für eine Stummfilmbesprechung etwas über Peter Pan nachzulesen.
Die Illustrationen von Arthur Rackham sind wunderschön.

"Agnes Aubert's Mystical Cat Shelter" = "Agnes Auberts zauberhafte Katzenzuflucht" von Heather Fawcett, Erstveröffentlichung 2026


Agnes Katzenhilfe (ich finde die deutsche Übersetzung "Zuflucht" hier seltsam) braucht eine neue Bleibe, nachdem ein Duel zwischen Magiern mehrere Gebäude zerstört hat. Ist es Zufall, daß sie in ein Gebäude zieht, in dem einer dieser Magier aus dem Keller heraus sein illegales Geschäft betreibt?

Katzen! Das schien mir ausreichend, um dieses Buch zu lesen. Ich denke, nach dem hier werde aber von Fawcetts Büchern zukünftig die Finger lassen. Es erinnerte mich viel zu sehr an einen Film, den ich gesehen habe (das Buch, auf dem er beruht, kenne ich noch nicht) und liebe, für dieses Buch konnte ich nicht dieselbe Begeisterung aufbringen.

"Miss Buncle's Book" von D. E. Stevenson, Erstveröffentlichung 1934


Miss Buncle braucht Geld, also schreibt sie ein Buch, und da sie keine Fantasie hat, schreibt sie über ihr eigenes Dorf.
Das Buch wird ein Bestseller und Miss Buncles Nachbarn sind nicht amüsiert, etwas über sich selbst durch die Augen von jemand anderem gesehen zu erfahren.

Nachdem ich letzten Monat "Celia's House" gelesen habe und es mir sehr gefiel, habe ich mit diesem Buch weitergemacht und hatte eine Menge Spaß damit.


"Hildur - Die Spur im Fjord" von Satu Rämö, Erstveröffentlichung 2022
(Hildur 1)


Hildur Rúnarsdóttir ist Kriminalbeamtin in den Westfjorden Islands. Immer noch vom Verschwinden ihrer beiden Schwestern 25 Jahre zuvor verfolgt ist sie auf Fälle vermißter Kinder spezialisiert.
Diesmal wird jedoch ein Pädophiler mit durchgeschnittener Kehle gefunden und er bleibt nicht der letzte Tote. Zusammen mit ihrem finnischen Kollegen Jakob versucht sie die Punkte zu verbinden.

Gail von
 Is This Mutton hat das vierte Buch aus der Reihe empfohlen, also dachte ich, ich probiere es mal.
Ich hätte zwar gern weniger Wiederholgungen und Detailbeschreibungen von Workouts gehabt, das nächste Buch ist aber dennoch auf meiner Liste.


"Cinder House" von Freya Marske, Erstveröffentlichung 2025


Das ist eine Nacherzählung von Aschenputtel, aber mit einer interessanten Wendung.

Das Buch war ein Zufallsfund auf OverDrive.


"Return to Foreverware" von Mike Ford, Erstveröffentlichung 1997
(Eerie, Indiana 1)


Die Freunde Marshall und Simon übernehmen einen Wochenendjob bei den Stewarts, um deren Dachboden auszumisten. Etwas ist jedoch seltsam an dem Paar, das in den 70ern steckengeblieben zu sein scheint.

Das Buch ist das erste in der Reihe, die auf der Kinderfernsehserie "Eerie, Indiana" basiert.
Ich habe es für einen Blogpost nochmal gelesen.

"Der Steppenwolf" von Hermann Hesse, Erstveröffentlichung 1927 😸


Harry Haller sieht sich selber als zwei Seelen, den Menschen und den Steppenwolf. Zwischen beiden hin- und hergerissen, versucht er den Sinn in der Welt und seinem Leben zu sehen.

Ich hatte seit der Schule keine deutschen "Klassiker" mehr gelesen und beschloß, es jetzt mit einem im Monat zu versuchen. Keine Ahnung, wie dieses Projekt ausgehen wird.
Das war wahrscheinlich nicht das beste Buch für den Anfang. Hätte ich es nicht laut gelesen, wäre es ziemlich sicher ein DNF geworden, auf die Liste zum Wiederlesen kommt es jedenfalls nicht.

"Classic Movie Comedians" von Neil Sinyard, Erstveröffentlichung 1992


Dieser Band stellt uns einige der großen Komödianten der Leinwand vor. Es gibt ein Kapitel über Charlie Chaplin, Buster Keaton, Harold Lloyd und Harry Langdon, Stan Laurel und Oliver Hardy, W. C. Fields und die Marx Brothers.

Sinyard ist ein britischer Filmkritiker und offensichtlich ein großer Fan von Chaplin, da dieser nicht nur ein Kapitel bekam, das mehr als zehn Seiten länger als all die anderen war, sondern auch konstant in den anderen Kapiteln erwähnt wird. Als Kurzeinführung war es in Ordnung und eine schnelle Lektüre mit einer Menge Bildern. 


"Coming Up for Air" = "Auftauchen, um Luft zu holen" von George Orwell, Erstveröffentlichung 1939


George Bowling ist sich sicher, daß es bald wieder Krieg geben wird. Er beginnt sich an sein Leben als Kind und junger Mann in Lower Binfield vor dem 1. Weltkrieg zu erinnern, und da er bei einem Rennen etwas Geld gewonnen hat, beschließt er, für ein paar Tage dorthin zurückzukehren, um die Idylle wiederzufinden. Er findet jedoch schnell heraus, daß man nicht mehr zurückkehren kann.

Dies war eines der Lieblingsbücher meines Ex. Ich bin vor kurzem durch Zufall darauf gestoßen und dachte, ich lese es endlich mal.



DNF:

"Theo of Golden" = "Theo in Golden" von Allen Levi, Erstveröffentlichung 2025


Ein alter Mann taucht in der Stadt Golden auf und freundet sich dort mit den Einwohnern an, indem er die Bleistiftporträts kauft, die an den Wänden des Coffee Shops hängen, sie den Menschen auf den Bildern schenkt und sich ihre Geschichten anhört.

Ich sah das Buch immer wieder auf Blogs und fand die Idee mit den Porträts ganz interessant. Dann kämpfte ich mich durch das halbe Buch, nur weil ich dachte, ich müßte irgendetwas verpaßt haben. Ich wünschte, ich hätte eher auf mein Bauchgefühl gehört. Auf keinen Fall etwas für mich.

"Something Wicked This Way Comes" = "Das Böse kommt auf leisen Sohlen" von Ray Bradbury, Erstveröffentlichung 1962


Zwei dreizehnjährige Freunde, Jim und William, bekommen es mit den Alpträumen eines fahrenden Jahrmarkts und seinem Leiter Mr. Dark zu tun, der seltsame Kräfte hat.

Ich habe etwas mehr als ein Drittel des Buches geschafft, aber obwohl die Idee interessant war, gefiel mir der Stil überhaupt nicht. Es schien, als habe der Verfasser mehr Spaß daran, mit Sprache zu spielen als die Geschichte zu erzählen, und in diesem Fall funktionierte das für mich einfach nicht.


"The Female Detective" von Andrew Forrester, Erstveröffentlichung 1864


Das Buch erzählt von mehreren Fällen von Mrs Gladden, der ersten professionellen Detektivin in der britischen Erzählliteratur.

Ich dachte, das wäre genau das Richtige für mich, aber nach einem Drittel gab ich auf, weil ich den Stil furchtbar trocken und langweilig fand. Ich konnte nicht umhin zu denken, daß eine Frau das anders geschrieben (und interessanter gemacht) hätte.

"The Librarianist" von Patrick deWitt, Erstveröffentlichung 2023


Dies ist "die Geschichte von Bob Comet, einem Mann, der sein Leben durch und für Literatur gelebt hat, sich dessen nicht bewußt, daß seine eigene Erfahrung eine bewegende und rührende Erzählung in sich ist."

Ich gestehe, daß mich der Titel und das Cover angezogen haben, aber es wurde zu wenig über Bücher geredet und gab zuviel langweiligen Rückblick. Ich mochte den ersten Teil wirklich, in dem Bob spontan als Freiwilliger in einem Seniorencenter anfängt, aber je länger der Rückblick dauert, um so mehr bewegte mich die Erzählung auf die falsche Weise. Ich habe es durch das halbe Buch geschafft und war nicht mal daran interessiert, wie es endet.


Übrigens, falls ihr Buchbesprechungen schreibt oder Blogposts über andere Dinge, die mit Büchern zu tun haben - sogar Filme, die auf Büchern basieren - schaut bitte bei "A Good Book and a Cup of Tea" vorbei, einer monatlichen Buch-Linkparty, deren Host ich zusammen mit Erin von Still Life, With Cracker Crumbs und Lisa from Boondock Ramblings bin. Hier könnt ihr mehr herausfinden.

Mittwoch, 29. April 2026

Meine April-Bücher

Dies ist ein Überblick der Bücher, die ich in einem Monat fertiggelesen habe (nicht unbedingt im selben Monat angefangen) und die ich Gundel vorgelesen habe (mit 😸 markiert).
Ich werde jeweils eine kurze Erklärung hinzufügen, warum ich ein Buch ausgewählt oder wie ich es gefunden habe und vielleicht auch, ob es ein Kandidat zum Wiederlesen ist, aber ich werde keine richtigen Rezensionen oder Bewertungen abgeben (Gundel weigert sich ebenfalls zu bewerten). Solltet ihr aber etwas mehr Info zu einem Buch haben wollen, an dem ihr interessiert seid, laßt es mich einfach wissen.
Er ist einen Tag zu früh gepostet, da der Donnerstag für meine Stummfilmposts reserviert ist.


"Catweazle" von Richard Carpenter, Erstveröffentlichung 1970 😸


Catweazle ist ein Zauberer, der im England des 11. Jahrhunderts lebt. Von normannischen Soldaten verfolgt entkommt er, indem er in einen See springt - und in den 1970er wieder auftaucht!
Zum Glück trifft er den Jungen Edward, genannt Karotte (in der deutschen Fernsehserie heißt er Harold!), der sein Bestes tut, damit Catweazle versteckt und sicher ist. Zusammen haben sie einige urkomische Abenteuer, während Catweazle versucht, einen Weg in seine eigene Zeit zurück zu finden.

Ich habe das Buch für einen Blogpost nochmal gelesen.

"The Alington Inheritance" = "Der Alington Fluch" von Patricia Wentworth, Erstveröffentlichung 1958
(Miss Silver 31)


Von der alten Gouvernante ihrer Mutter aufgezogen hat Jenny niemals gewußt, daß ihre verstorbenen Eltern verheiratet waren und sie damit die Erbin der Alington-Reichtümer ist. Ihr entfernter Cousin Mac und seine Mutter sind nicht bereit, das Geld so einfach aufzugeben, als sie also zufällig Macs Plan hört, sie zu heiraten, um so die Kontrolle darüber zu behalten, läuft Jenny davon.
An der Stelle endet es allerdings nicht ...


Noch mehr Ohrenklingeln für Liz, auf deren Blog ich auf Wentworth stieß, deren Miss-Silver-Reihe gerade richtig zu meiner Lektüre von vintage Krimis paßt.

"The Art of Annemieke Mein: Wildlife Artist in Textiles" von Annemieke Mein, Erstveröffentlichung 1992


Annemieke Mein ist eine australische Textilkünstlerin, die in Holland geboren wurde. Das Buch zeigt einige ihrer Arbeiten, die in unterschiedlichen Techniken und einer Vielzahl von Materialien geschaffen wurden. Sie hat Erklärungen über die Inspiration und die Kunstwerke selber hinzugefügt.

Ich habe das erste Mal dank eines Style Imitating Art Challenge-Posts auf Marshas Blog von Mein erfahren, wobei das Kunstwerk "Whirlpool Frog" von Salazar ausgewählt wurde.
Meins Kunst ist faszinierend und das Buch kann natürlich nur eine kleine Vorstellung davon vermitteln. Ich wünschte, ich könnte etwas davon persönlich sehen.

"O diese Rasselbande" von Rosemarie Ditter, Erstveröffentlichung 1953


Eine Geschichte von Schule und Freundschaft.

Für einen zukünftigen Blogpost nochmal gelesen.

"Stan: the Life of Stan Laurel" von Fred Lawrence Guiles, Erstveröffentlichung 1980


Die Biographie von Stan Laurel, über seine Anfänge in Vaudeville, seine Filmkarriere ohne und dann mit Oliver Hardy und über sein Privatleben.

Eine der Filmbiographien auf meiner Liste (darauf steht auch noch eine weitere über Laurel und Hardy).

"Meet the Newmans" von Jennifer Niven, Erstveröffentlichung 2026


Del, Dinah und ihre Söhne Guy und Shep sind seit 12 Jahren Amerikas Lieblingsfamilie - auf dem Bildschirm in schwarzweiß.
Nun ist es 1964 und die Zeiten ändern sich.
Dann hat Del einen Unfall und Dinah muß übernehmen.
Wird es die Familie verändern, die echte und die im Fernsehen?

Ein Neueintrag auf OverDrive.
Für mich war es eine schnelle und einfache Lektüre und ich konnte manche der Themen nachvollziehen, aber 
es gab eine Menge davon, die mir am Ende etwas zu hübsch und schnell abgewickelt wurden, was ich schade fand.

"Poirot and Me" von David Suchet und Geoffrey Wansell, Erstveröffentlichung 2013


David Suchet spielte Agatha Christies belgischen Detektiv Hercule Poirot in 70 Folgen im Laufe von 25 Jahren - in kürzeren, aber auch längeren Filmen. In diesem Buch spricht er darüber, wie er die Rolle angegangen ist und was Poirot für ihn bedeutet.

Ich bin kein Fan von Christies Büchern, ich bin kein Fan von allen Verfilmungen, ich bin nicht mal ein Fan von allen 70 Folgen, aber ein Riesenfan von David Suchets Poirot, also war das echt interessant.

"Steeple Folly" von M. E. Atkinson, Erstveröffentlichung 1950
(Locketts 14)


Die drei Lockett-Kinder sind in Quarantäne, weil einer von ihnen Röteln hatte (obwohl es ganz am Anfang heißt, daß es Diphterie war?). Da Bill für eine wichtige Einstiegsprüfung büffeln muß, werden sie in ein Dorf geschickt, in dem ein angesehener Tutor lebt.

Was für ein Glück, daß das genau dort ist, von wo die Roberts-Kinder geschrieben haben, um die Locketts wegen ihrer Abenteuer aufzuziehen!
Zeit für ein neues Abenteuer.

Nachdem ich einen Blogpost über das erste Buch geschrieben hatte, einem Lieblingsbuch aus meiner Kindheit, habe ich mir die Bücher besorgt, die mir aus der Reihe noch fehlten. Das hier ist das letzte.

"Why the Whales Came" = "Als die Wale kamen" von Michael Morpurgo, Erstveröffentlichung 1985 😸


Wie all den anderen Kindern auf der Scilly-Insel Bryher ist es Gracie und ihrem Freund Daniel nicht erlaubt, auf die Inselseite zu gehen, auf der der geheimnisvolle und gefürchtete Vogelmann lebt.
Natürlich gehen sie trotzdem dorthin und freunden sich mit dem alten Mr. Woodcock an, der ein ruhiges Leben in seinem Cottage führt und Vögel aus Holz schnitzt. Er warnt sie, niemals die nahegelegene Insel Samson zu besuchen, weil ein Fluch darauf liegt.
Dann beginnt der Erste Weltkrieg und Gracies Vater wird auf See vermißt ...

Das Buch war ein Zufallsfund auf The Internet Archive.

"The Penguin Pool Murder" von Stuart Palmer, Erstveröffentlichung 1931
(Hildegarde Withers 1)


Hildegarde Withers hat ihre Schulklasse mit ins New York Aquarium genommen. Da weiß sie noch nicht, daß sie dort in einen Mordfall hineingezogen werden wird, aber sie kann nicht widerstehen, Inspector Piper ihre Hilfe anzubieten.

Die Verfilmungen wurden in einem Stummfilmblog erwähnt, dem ich folge, also suchte ich nach Palmers Büchern, weil ich noch nie zuvor von Miss Withers gehört hatte.

"Magpie Murders" = "Die Morde von Pye Hall" von Anthony Horowitz, Erstveröffentlichung 2016
(Susan Ryeland 1)



Als die Lektorin Susan Ryeland das Manuskript für den neuesten Atticus Pünd-Krimi des Bestsellerautors Alan Conway liest, stellt sie mit Überraschung fest, daß das letzte Kapitel fehlt.
Dann ist Conway tot und Susan beginnt zu ermitteln.

Ich fand das Buch recht einfach zu lesen, obwohl es ein komplettes Buch im Buch gibt, konnte aber das Gefühl nicht loswerden, daß der Autor so richtig stolz auf all die kleinen Ostereier, Anspielungen (die mir sonst eigentlich Spaß machen) und Hinweise war. Bei mir sorgte das jedoch nur dafür, daß ich mich andauernd fragte, ob die Folgen von "Inspector Barnaby", an die ich erinnert wurde, vor oder nach diesem Buch kamen, und daß ich keinerlei Drang verspüre, die Folgebände zu lesen.

"Darling Girls" von Sally Hepworth, Erstveröffentlichung 2024


Jessica, Norah und Alicia sind keine biologischen Schwestern, aber durch das gemeinsame Leben als Pflegekinder im Haus von Miss Fairchild fühlen sie sich als Schwestern.
Als Jahre später eine Leiche unter dem Haus gefunden wird, kehren alte Kindheitserinnerungen zurück. Wessen Knochen sind es und wer hat sie dort hingebracht?

Das war heftig. Ich habe es fertiggelesen, weil es eine Empfehlungen zusammen mit meinem DNF war und ich dieses nicht auch noch abbrechen wollte.
Ich hatte einen Thriller erwartet, aber das war es nicht wirklich, obwohl es einen Mord gab. Über Erinnerungen von Kindern, die im Pflegesystem mißhandelt wurden, zu lesen, wurde nach einer Weile wirklich 
schwer für mich.

"When in Rome" = "Im Preis ist Sterben inbegriffen" oder "Sterben inbegriffen" von Ngaio Marsh, Erstveröffentlichung 1970
(Roderick Alleyn 26)


Wegen einer Ermittlung zu einem Drogenring in Rom meldet sich Roderick Alleyn zu einer Führung von Sebastian Mailer mit einer recht illustren Touristengruppe an, um mehr über ihn zu erfahren.
Während der Führung verschwindet Mailer und später wird eine Postkartenverkäuferin, die ihn angespuckt hatte, tot in der von ihnen besuchten Basilika gefunden. Ist Mailer nicht nur ein Drogenhändler und Erpresser, sondern auch ein Mörder?

Dies ist immer noch Teil meines Vintage-Krimi-Projekts, für das ich mir immer wieder neue Bücher von Marsh und Allingham besorge. Die letzten beiden Marsh-Bücher sind schon auf dem Weg!

"Going Gangster" von M. E. Atkinson, Erstveröffentlichung von 1940
(Locketts 5)


Diesmal sind es nur Jane und Bill, die ein Abenteuer erleben, da Oliver schon in der Schule ist, während Jane Bill, der sich nach einer Krankheit erholt, eine Woche lang Gesellschaft leistet.
Sie werden von einer alten Bekannten hineingezogen, durch ein Versprechen gebunden. Sie rekrutiert ihre Hilfe dabei, ein Mädchen von der Schule, die sie haßt, zu ihren Eltern zurückzubringen, die Romani sind (wahrscheinlich, das Buch ist schließlich aus den 40ern und benutzt nicht dieses Wort).


Nachdem ich einen Blogpost über das erste Buch geschrieben hatte, einem Lieblingsbuch aus meiner Kindheit, habe ich mir die Bücher besorgt, die mir aus der Reihe noch fehlten.

"The Three Investigators in The Secret of the Crooked Cat" = "Die drei ??? und die schwarze Katze" von William Arden (die Bücher wurden unter Nennung von Alfred Hitchcock als Autor veröffentlicht), Erstveröffentlichung 1970 😸
(Die drei ??? 13 (amerikanisch), 7 (deutsch))


Warum sollte jemand einen Jahrmarktspreis stehlen wollen? Hat die schwarze Katze ein Geheimnis und ist darum wertvoller?
Justus, Peter und Bob merken bald, daß ein Jahrmarkt ganz schön gefährlich sein kann.


Ich habe diese Reihe vor langer Zeit gelesen und mache sie jetzt nochmal Stück für Stück durch, nachdem ich einen Blogpost darüber geschrieben habe. Dieses Buch ist das dreizehnte in der Originalreihe und das siebte in der deutschen Reihe.


"Mistresses : True Stories of Seduction, Power and Ambition" von Leigh Eduardo, Erstveröffentlichung 2005


Eduardo erzählt die Geschichte von acht berühmten Geliebten vom 17. bis zum 20. Jahrhundert, von Barbara Villiers bis La Belle Otero.

Ich bin zufällig auf dieses Buch gestoßen, weil es in einem Kapitel um Marion Davies geht. Es hat in mir das Interesse erweckt, über die eine oder andere Person zu lesen mehr im Detail zu lesen (nicht unbedingt die Frauen, um die es im Buch geht), aber Teile davon wirkten auf mich eher reißerisch - sollte das die Leser schockieren? Ich habe mich außerdem gefragt, warum gerade diese acht, es schien mir eine seltsame Mischung.

"Vanishing Culture: A Report on Our Fragile Cultural Record" von Luca Messara et al., Erstveröffentlichung 2026 😸


Habt ihr je über die Erhaltung von Materialien in Bibliotheken und Archiven nachgedacht und über die Möglichkeit, einfach auf Informationen zuzugreifen? Wir halten es oft für selbstverständlich, daß physikalische und digitale Medien auf irgendeine Art archiviert werden, aber ist das wirklich so?

The Internet Archive hatte sein Buch auf Instagram (CC BY 4.0) angekündigt und als Bibliothekarin fand ich das Thema wirklich interessant.
Ich bin mir nicht sicher, wie interessiert Gundel daran war, aber es ihr vorzulesen, während sie mit mir schmuste oder neben mir lag, half mir dabei, mich auf die Kapitel über Medien zu konzentrieren, über die ich nichts oder nicht viel wußte.



DNF:

"The Maid" = "The Maid - Ein Zimmermädchen ermittelt" von Nita Prose, Erstveröffentlichung 2022
(Molly Gray 1)



Molly ist Zimmermädchen in einem hochklassigen Hotel.
Eines Tages findet sie einen der Stammgäste tot auf seinem Bett.

Ich bin einer Empfehlung gefolgt und wollte es wirklich fertiglesen, um mit einer neuen Freundin darüber zu sprechen, habe aber bei ungefähr einem Drittel abgebrochen, weil mir leider weder der Stil noch die Art, wie die Hauptfigur dargestellt wurde, gefielen.

"Yesteryear" von Caro Claire Burke, Erstveröffentlichung 2026


Eines Morgens wacht Natalie, eine erfolgreiche "Tradwife"-Influencerin an einem Ort auf, der ihr Zuhause ist, aber auch nicht, mit einem Ehemann und Kindern, die vertraut aber nicht wie ihre zu sein scheinen, in einer Umgebung ohne Technologie und Annehmlichkeiten.

Ich hatte kein zweites DNF für diesen Monat erwartet. Vielleicht sehe ich da irgendetwas nicht, aber es war einfach nicht was ich dachte, daß es sein würde, und für mich hat es aus mehreren Gründen nicht gepaßt, darum habe ich irgendwann aufgegeben, obwohl ich ziemlich weit gekommen war.