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Samstag, 31. Oktober 2026

Meine Oktober-Bücher

Dies ist ein Überblick der Bücher, die ich in einem Monat fertiggelesen habe (nicht unbedingt im selben Monat angefangen) und die ich Gundel vorgelesen habe (mit 😸 markiert).
Ich werde jeweils eine kurze Erklärung hinzufügen, warum ich ein Buch ausgewählt oder wie ich es gefunden habe und vielleicht auch, ob es ein Kandidat zum Wiederlesen ist, aber ich werde keine richtigen Rezensionen oder Bewertungen abgeben (Gundel weigert sich ebenfalls zu bewerten). Solltet ihr aber etwas mehr Info zu einem Buch haben wollen, an dem ihr interessiert seid, laßt es mich einfach wissen.

"Village School" = "Dorfschule" von Miss Read (Dora Jessie Saint), Erstveröffentlichung 1955
(Fairacre 1) 


Miss Read erzählt uns vom Jahr einer Schullehrerin in der kleinen englischen Dorfschule von Fairacre in den 50ern.

Ich sah die Bücher auf verschiedenen Blogs erwähnt und sie hörten sich so an, als könnten sie mir gefallen. Natürlich ist das Buch auf manche Art überholt, was ich aber erwartet hatte. Ich werde nach mehr Büchern aus der Reihe Ausschau halten.

"Four Days' Wonder" von A. A. Milne, Erstveröffentlichung 1933 


Als die 18jährige Jenny versehentlich in ihr altes Zuhause geht und dort die Leiche ihrer Tante findet, die sie seit Jahren nicht gesehen hat, und dann auch noch die derzeitigen Mieter heimkommen, muß sie flüchten und sich einen genialen Plan ausdenken, damit sie nicht verhaftet wird.

So versehentlich, wie Jenny ihre tote Tante findet, habe ich dieses Buch gefunden, und ich bin so froh darüber.
Es ist eine Krimikomödie und ich mochte sie so sehr, daß ich mir ein eigenes Exemplar bestellt habe, als ich noch nicht mal damit durch war.

"The Reluctant Vampire" von Eric Morecambe, Erstveröffentlichung 1982
(The Reluctant Vampire 1) 


Der König und die Königin von Gotcha sind Vampire und haben zwei Söhne, Vernon und Valentine.
Valentine findet jedoch heraus, daß er gar kein Vampir ist, was alles verändert.

Die zwei Kinderbücher des britischen Komikers Eric Morecambe wurden kürzlich als sechsteilige Fernsehserie verfilmt. Ich kann die Serie nicht anschauen, also habe ich stattdessen das erste Buch gelesen.

"Undine" von Friedrich de la Motte Fouqué, Erstveröffentlichung 1811 😸


Der Ritter Huldbrand, von der schönen Bertalda auf eine Mission gesandt, einen Spukwald zu durchqueren, kommt zur Hütte eines armen Fischers und seiner Frau, wo er ihr Pflegekind Undine kennenlernt und sich in sie verliebt.
Nachdem sie von einem durchreisenden Pater verheiratet worden sind, erzählt Undine, daß sie ein Wassergeist ist und seine Liebe ihr eine Seele geschenkt hat. Die Eifersucht von Bertalda und die Wut von Undines Onkel Kühleborn, ebenfalls ein Wassergeist, gefährden jedoch ihren Bund.

Ich hatte seit der Schule keine deutschen Klassiker mehr gelesen und beschloß, es jetzt mit mindestens einem im Monat zu versuchen.
Die Novelle, welche ich noch nie vorher gelesen hatte, basiert auf alten Legenden.


"Ghost Stories of an Antiquary" von M. R. James, Erstveröffentlichung 1904 


Eine Sammlung von acht viktorianischen Geistergeschichten, "die meisten davon geduldigen Freunden vorgelesen, gewöhnlich zur Weihnachtszeit" (siehe hier meinen Post über diese Tradition).

M. R. James war für seine Geistergeschichten bekannt, dies ist nur eine Sammlung davon. Die Geschichten wurden zum Teil ins Deutsche übersetzt und erschienen dann in verschiedenen Anthologien.

"Good Morning, Miss Dove" = "Guten Morgen, Miss Fink", Erstveröffentlichung 1954 


Miss Dove (Miss Fink in der deutschen Übersetzung) ist seit 35 Jahren Geographielehrerin an der Cedar Grove-Schule. Ein unerwarteter Krankenhausaufenthalt bringt sie dazu, über ihr Leben und ihre Schüler nachzudenken.

Für einen zukünftigen Blogpost nochmal gelesen.

"To Sir With Love" = "Mit Liebe" von E. Braithwaite, Erstveröffentlichung 1959 


Nachdem er die Armee am Ende des Krieges verlassen hat, erwartet Ricky Braithwaite, der in British-Guayana (heute Guyana) geboren wurde, leicht eine Anstellung als Ingenieur zu finden. Er ist schockiert, als er feststellt, daß seine Hautfarbe sogar Vorstellungsgespräche verhindert, aber nach 18 Monaten Arbeitslosigkeit bringt ihn jemand auf die Idee, es als Lehrer in East London zu versuchen, wo Lehrer am meisten gebraucht werden.

Braithwaite gab den Lehrerberuf auf und wurde erst Sozialarbeiter und dann Diplomat, nachdem er dieses Buch veröffentlicht hatte.
Ich habe es für einen zukünftigen Blogpost gelesen.

"Der Fuhrmann des Todes" von Selma Lagerlöf, Erstveröffentlichung 1912 


Eine Legende besagt, daß der letzte Mann, der im alten Jahr stirbt, als Fuhrmann des Todes ein Jahr lang die Seelen der Sterbenden abholen muß.
Diesmal ist das David Holm, dessen Familie die junge Sozialhelferin der Heilsarmee Edith (Edit im Original) vor seiner Trunksucht, Gewalttätigkeit und Schwindsucht zu retten versucht hat.

Ich habe das Buch (das in diesem Fall in Band 5 von Lagerlöfs gesammelten Werken enthalten ist) für einen Blogpost gelesen.

"The Sitwells and the Arts of the 1920s and 1930s" : mit Essays von Sarah Bradford u. a., Erstveröffentlichung 1996 


Katalog einer Ausstellung in der National Portrait Gallery, London, 14. Oktober 1994 bis 22. Januar 1995.
Die Sitwell-Geschwister Osbert, Edith und Sachverelle waren Dichter und Romanautoren, die dafür bekannt waren, "im Zeitraum von etwa 1916 bis 1930 in London eine erkennbare literarische und künstlerische Clique um sich zu scharen", bewundert von manchen, von anderen als überbewertet angesehen. Interessant - definitiv. Kompliziert - oh ja.

Das war eine etwas zähe Lektüre. Die Essays genoß ich wirklich und auch die Bilder, aber die Erläuterungen zu den Bildern waren eine Menge. Die Sitwells kannten so viele Leute! Dies war ein Buch, das ich in kleinen Stücken lesen mußte, sonst hätten mich die vielen Namen völlig überwältigt.

"Love's Shadow" von Ada Leverson, Erstveröffentlichung 1908
(Little Ottleys 1)



Diese Gesellschaftskomödie nimmt uns in das edwardianische London mit, wir lernen Edith Ottley, ihren Ehemann Bruce und ihre Freunde und Bekannten kennen.

Ada Leverson war mit den Sitwells befreundet, so habe ich sie gefunden 
(es scheint, daß nur das dritte Buch in der Trilogie ins Deutsche übersetzt wurde). Außerdem war sie Oscar Wilde eine hingebungsvolle Freundin, er nannte sie die geistreichste Frau der Welt.
Dies war das perfekte Buch, um die Schwere des Sitwell-Katalogs auszugleichen. Es war leicht und fluffig, von unserer modernen Sicht aus jedoch auch ziemlich traurig im Hinblick auf die Lage der Frauen. Bruce zum Beispiel war so nervig, daß ich hoffte, ich würde irgendwann wenigstens einen Grund erfahren, warum Edith jemals meinte, er sei der Richtige zum Heiraten. Das geschah nicht, also konnte ich mir nur vorstellen, daß sie keine große Wahl hatte, und das stimmte mich traurig für sie.
Dennoch las ich das Buch wegen des sehr amüsanten Dialogs sehr gerne und ich habe vor, auch die beiden anderen Bücher zu lesen (wenn ich erstmal den Drang überwunden habe, Bruce eine zu kleben).

"Die Kinder, die Hexen zaubern konnten" (später als "Die Hexenfamilie") von Eleanor Estes, Erstveröffentlichung 1960
(Amy und Clarissa 1)



Amy und Clarissa, fast sieben Jahre alt, sind beste Freundinnen - und sie kennen Hexen!

Ich habe das Buch zum ich weiß nicht wievielten Mal gelesen, diesmal für einen Blogpost.

"The Last Leaf" = "Das letzte Blatt" von O. Henry, Erstveröffentlichung 1905


Lungenentzündung breitet sich in der Künstlerkolonie von Greenwich Village und hat auch die junge Johnsy erwischt. Ihre Freundin Sue ist sehr besorgt, weil sie den Lebenswillen verloren hat und denkt, daß sie sterben wird, sobald das letzte Efeublatt vor dem Fenster abfällt, aber es hält durch und Johnsy ebenfalls.
Erst anschließend erfährt sie, daß ihr alter Nachbar, der immer ein Meisterstück malen wollte, ein "letztes" realistisch aussehendes Blatt auf das Fenster gemalt hat. Der Kälte ausgesetzt bekommt er eine Lungenentzündung und stirbt.

Das ist nur eine Kurzgeschichte, aber ich habe sie aufgeführt, weil ich sie für einen kommenden Blogpost gelesen habe.

"As I Knew Him: My Day, Rod Serling" von Anne Serling, Erstveröffentlichung 2013


Anne Serling schreibt über ihren Vater, den Drehbuchautor Rod Serling, der 1975 im Alter von 50 starb.

Als ich nach Besprechungen für Estes' Buch "Die Kinder, die Hexen zaubern konnten" suchte, erwähnte jemand die "Twilight Zone"-Folge "It's a Good Life" (auch über ein Kind, das jemanden verbannt, eine sehr gruselige Geschichte, egal ob man sie anschaut oder liest), und ich suchte spontan nach Büchern über "Twilight Zone" (für das die meisten Serling wohl kennen) und fand dies darunter.
Hätte Serling nicht so viele von ihrem Vater geschriebene Briefe oder Interviewzitate benutzt, bin ich mir nicht sicher, ob ich es gelesen hätte, denn ist es mehr eine Liebeserklärung an ihren Vater und ein Ausdruck ihrer Trauer. Daran ist nichts falsch, aber ich denke, ich würde für das vollständige Bild auch gern irgendwan eine "echte" Biographie über ihn lesen.


"The Unselected Journals of Emma M. Lion, Volume 1" von Beth Brower, Erstveröffentlichung 2019


Nachdem sie drei Jahre lang als Gesellschafterin für Kusine Matilde gearbeitet hat, kehrt die junge Emma M. Lion nach Lapis Lazuli zurück, das Haus in London, das sie geerbt hat und das von Kusin Archibald geführt wird, bis sie volljährig ist. Es verläuft jedoch nicht alles wie geplant.

Ich sah die Reihe überall erwähnt, als also der erste Band auf OverDrive auftauchte, habe ich es auch mal versucht. Keine Ahnung, wann die anderen Bände folgen werden.



DNF:

"At the Bottom of the Garden: A Dark History of Fairies, Hobgoblins, Nymphs, and Other Troublesome Things" von Diane Purkiss, Erstveröffentlichung 2003


Feen in der Geschichte waren nicht so nett, wie sie heute oft beschrieben werden. Purkiss zufolge wurden sie aus der Furcht geboren, vor der Dunkelheit, vor dem Tod, Geburt, Verlust usw.
Die Geschichte als solches wäre interessant gewesen, aber der Stil war einfach nichts für mich, also gab ich irgendwann auf.


Falls ihr Buchbesprechungen schreibt oder Blogposts über andere Dinge, die mit Büchern zu tun haben - sogar Filme, die auf Büchern basieren - schaut bitte bei "A Good Book and a Cup of Tea" vorbei, einer monatlichen Buch-Linkparty, deren Host ich zusammen mit Lisa from Boondock Ramblings und Erin von Still Life, With Cracker Crumbs bin. Hier könnt ihr mehr herausfinden.

Montag, 31. August 2026

Meine August-Bücher

Dies ist ein Überblick der Bücher, die ich in einem Monat fertiggelesen habe (nicht unbedingt im selben Monat angefangen) und die ich Gundel vorgelesen habe (mit 😸 markiert).
Ich werde jeweils eine kurze Erklärung hinzufügen, warum ich ein Buch ausgewählt oder wie ich es gefunden habe und vielleicht auch, ob es ein Kandidat zum Wiederlesen ist, aber ich werde keine richtigen Rezensionen oder Bewertungen abgeben (Gundel weigert sich ebenfalls zu bewerten). Solltet ihr aber etwas mehr Info zu einem Buch haben wollen, an dem ihr interessiert seid, laßt es mich einfach wissen.

"Hildur - Die Toten am Meer" von Satu Rämö, Erstveröffentlichung 2024

(Hildur 4)


Hildur Rúnarsdóttir ist Kriminalbeamtin in den Westfjorden Islands.
Vier Skelette werden auf dem Hof von Hildurs verstorbenen Eltern gefunden. Ein schwer verletzter Küchenarbeiter entkommt von einem Kreuzfahrtschiff. Und eine enge Freundin von Hildurs Mutter stirbt unerwartet in ihrem Seniorenheim.
Stehen diese Fälle in Verbindung.

Ich habe das dritte Buch in der Reihe übersprungen, weil es um Tiermißhandlung ging, war aber auch nicht zu begeistert von diesem hier. 

"Zwei Sommer mit Christiane" (enthält die Bücher "Recht nette Mädchen" und "100 Tage mit Christiane") von Barbara Hug, Erstveröffentlichung 1954 und 1957


Das erste Buch erzählt die Geschichte der vier Andresen-Töchter Andrea, Martina, Petra und Christiane, die mit ihrer Mutter in einer kleinen Stadt in Südwestdeutschland leben.
Das zweite Buch, das ein paar Jahre später spielt, erzählt die Geschichte von Christiane, die sich um Martinas Sohn kümmert, während sie und ihr Mann zum Arbeiten in Italien sind.

In dieser Hitze brauchte ich eine nette und schnelle Lektüre (in diesem Fall habe ich es im Laufe der Jahre des öfteren nochmal gelesen) und ich liebe diese zwei Bücher seit meiner Kindheit. Sie sind nicht so fluffig, wie sie sich vielleicht anhören, da sie auch Themen wie Geflüchtete nach dem Krieg, Armut, Gemeinschaft und Nachdenken über die Zukunft aufgreifen.


"The Third Man" = "Der dritte Mann" von Graham Greene, Erstveröffentlichung 1950


Rollo Martins wird von seinem alten Freund Harry Lime ins Wien der Nachkriegszeit - noch unter den alliierten Mächten aufgeteilt - eingeladen. Als er ankommt, erfährt er jedoch, daß Harry bei einem Verkehrsunfall gestorben ist. Rollo trifft Major Calloway, der ihm erzählt, daß Harry in eine Schieberei mit verdünntem Penicillin verwickelt war, aber Rollo glaubt ihm nicht und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln.

Ich habe den Film noch einmal für einen einfach nur so Samstag-Blogpost angeschaut und dann die Novelle gelesen, die ursprünglich nur ein Drehbuchkonzept für den Film war und in ein paar Details ein wenig davon abweicht.


"Miss Buncle Married" von D. E. Stevenson, Erstveröffentlichung 1936


Miss Buncle, nun mit ihrem Verleger Mr. Abbott verheiratet, hat ein neues Haus in Wandlebury gefunden und hat noch genauso viel Interesse an ihren neuen Nachbarn, wie sie es an denen in Silverstream hatte, aber wird sie ein Buch über sie schreiben?

Ich mochte das erste "Miss Buncle"-Buch wirklich gern, denke aber, daß ich das hier sogar noch lieber mochte. Ich habe nicht so viel gelacht, aber mir sind die Leute mehr ans Herz gewachsen, besonders Barbara und Arthur als Ehepaar.
"Der Garten - als Garten - interessierte Arthur nicht sehr, aber der Garten in Verbindung mit Barbara interessierte ihn enorm. Barbara war bezaubernd im Garten, so eifrig und zufrieden und glücklich, so überrascht zu sehen, daß die Dinge, die sie im Herbst gepflanzt hatte - oder die zu pflanzen sie veranlaßt hatte - tatsächlich wuchsen. Barbara war mehr Barbara denn je, wenn sie ihrem Garten war, und Arthur konnte von der Mischung niemals genug bekommen."

"Lulu in Hollywood" = "Lulu in Berlin und Hollywood" von Louise Brooks, Erstveröffentlichung 1982


Das Buch enthält sieben autobiographische Essays der Tänzerin und des Stummfilmstars Louise Brooks, zum Beispiel ihre Sicht auf Bogart, auf Gish und Garbo oder ihre Erfahrung mit dem Filmen in Berlin. Es gibt auch eine spätere Ausgabe mit einem achten Essay.

Ich hatte schon vorher von Louise Brooks gehört, aber noch keinen Film mit ihr gesehen. Der interessanteste Essay war für mich der letzte, der vom Filmdreh von "Die Büchse der Pandora" (in der Filmographie steht "Buchse" 
🙄) in Berlin handelt.

"The Three Investigators in The Mystery of the Flaming Footprints" = "Die drei ??? und die flammende Spur" von M. V. Carey (die Bücher wurden unter Nennung von Alfred Hitchcock als Autor veröffentlicht), Erstveröffentlichung 1971 😸
(Die drei ??? 15 (amerikanisch), 22 (deutsch))


Warum ist der exzentrische Mann, der The Potter genannt wird, gerade dann verschwunden, wenn er seine Tochter und seinen Enkel erwartet? Wer sind die Männer, die Mrs. Dobson und Tom beobachten? Wieder einmal werden die drei ??? mit den Geheimnissen eines kleinen europäischen Landes konfrontiert.

Ich habe diese Reihe vor langer Zeit gelesen und mache sie jetzt nochmal Stück für Stück durch, nachdem ich einen Blogpost darüber geschrieben habe.

"The Red House Mystery" = "Das Geheimnis des roten Hauses" von Alan Alexander Milne, Erstveröffentlichung 1922


Antony Gillingham wollte einfach nur seinen Freund Bill Beverley besuchen, der gerade im Red House weilt, aber stattdessen finden er und Matthew Cayley - der Cousin des Hausbesitzers Mark Ablett - eine Leiche im Büro!
Gillingham wird zum regelrechten "Holmes" und macht Bill zu seinem "Watson".

Ich hatte nicht gewußt, daß Milne einen Krimi geschrieben hat - nur diesen einen -, bevor ich es in einem Buchpost von Jeanie von "The Marmelade Gypsy"
 gesehen habe. Danke, Jeanie, er hat mir echt Spaß gemacht! Wie schade, daß Gillingham ein "One Hit Wonder" geblieben ist.

"Take Six Girls: The Lives of the Mitford Sisters" von Laura Thompson, Erstveröffentlichung 2015 (auch als "The Six")


Man könnte meinen, dies ist eine Biographe der sechs Mitford-Schwestern Nancy, Pamela, Diana, Unity, Jessica, and Deborah (es gab auch noch einen Bruder Tom), die für ihre sehr unterschiedlichen Ansichten über das Leben und Politik in ihrer Zeit bekannt sind (Kommunismus, Antisemitismus, Faschismus, um nur ein paar Stichwörter zu nennen).

So einfach war es dann aber doch nicht.
Es war interessant, wenn man schon etwas über die Familie weiß - ich hatte Dokumentationen gesehen - aber man sollte sich besser auf eine Menge Namen (und Spitznamen!) und Zeitsprünge einstellen, und man sollte wirklich erst Nancys Romane gelesen habe, auf die beständig verwiesen wird, genauso wie auf Namen, die nie erklärt wurden.
In Kürze, das ist nicht wirklich das, was ich von einer Biographie erwarte. Ich war nie in Gefahr, nicht fertigzulesen, hatte aber das Gefühl, es mit etwas Fangirling/Whitewashing zu tun zu haben - ich kann Faschismus auch nicht ein bißchen entschuldigen, nur weil jemand eine starke Persönlichkeit, Intelligenz, ein wunderschönes Gesicht und Eleganz hat, und das ist nur ein Beispiel.
Vielleicht ist es ja zu schwierig, das Mitford-"Phänomen" in nur einem einzigen Buch zu erklären.


"Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull" von Thomas Mann, Erstveröffentlichung 1922 (das erste Fragment)


Der unbeendete Roman (zwischen 1910 und 1913 und dann wieder zwischen spät 1950 und 1954) erzählt die Geschichte von Felix Krull, der nach dem Selbstmord seines Vaters, eines zahlungsunfähigen Schaumweinfabrikanten, nach Paris geht, um in einem Hotel zu arbeiten, und dann den Platz des Marquis de Venosta auf einer Weltreise einnimmt, die die Eltern des Marquis bezahlen, um ihren Sohn von einer französischen Sängerin loszueisen (und wenn ihr denkt, daß das ein langer Satz war, solltet ihr das Buch sehen).
Die Handlung endet damit, daß Krull in Lissabon ist, dem ersten Bestimmungsort auf der Reise.

Wikipedia zufolge - ich hatte ehrlich keine Lust darauf, noch andere Quellen zu konsultieren 
- soll der Roman eine Parodie auf Goethes Autobiographie "Aus meinem Leben. Dichtung und Wahrheit" sein. Erinnert mich daran, das nicht zu lesen, weil ich schon mit diesem hier ernsthaft gekämpft habe (und es ist mir egal, wieviel davon autobiographisch war).
Es ist praktisch ein Wunder und ein Zeichen meiner Hingabe an dieses Projekt (jeden Monat mindestens einen deutschen Klassiker zu lesen), daß es kein DNF wurde. Es gab lange Teile, die mich fast zu Tränen langweilten.
Ich sage Handlung, aber es passiert nicht wirklich etwas! Die Hauptfigur ist ein selbstgefälliger kleiner Punk und das pompöse Geschwafel - das soll der Parodieteil sein, nehme ich an - machte mich glücklich bei dem Gedanken, daß ich das nicht im Alltag ertragen muß.


"Tennis Shoes" von Noel Streatfeild, Erstveröffentlichung 1937
(Shoes 2)



Dr. Heath und sein Vater waren gute Tennisspieler gewesen, aber der Vater ist jetzt zu alt und Dr. Heath hat im 1. Weltkrieg eine Beinverletzung erlitten.
Was ist aber mit den Kindern - den Zwillingen Jim und Susan, der jüngeren Nicky und David? Haben sie, was man braucht, um erfolgreiche Tennisspieler zu werden?

Dies ist das zweite Buch in der "Schuh-Reihe", obwohl die einzige Verbindung die Schuhe im Titel sind.
Ich habe nie Tennis gespielt, ich schaue kein Tennis an, aber nach Felix Krull brauchte ich etwas Leichtes und das Buch war perfekt dafür - obwohl ich gestehen muß, daß ich kein Fan von Dr. Heaths Motivations- und Erziehungsmethoden, seine Kinder betreffend, war.

"Go Gentle" von Maria Semple, Erstveröffentlichung in 2026


Adora Hazzard, frühere Comedyschreiberin, die dann Philosophin wurde und die Zwillinge eines reichen Ehepaars unterrichtet, lebt in New York und hat in ihrem Gebäude einen "Zirkel" von alleinstehenden Frauen gestartet, die sich gegenseitig unterstützen - dann trifft sie zufällig einen Mann und ihr Leben ist nicht mehr, was es war.

Ich bin mir nicht sicher, was dieses Buch sein möchte. Ich mochte die Idee des Zirkels, mir gefielen die philosophischen Zitate, und dann bekommen wir Flashbacks (Triggerwarnung sexuelle Belästigung), Kunstkriminalität und eine Liebesgeschichte, was mir alles sehr konfus erschien. Spoiler:
Bei ungefähr 60% war ich sehr nah daran, mit dem Lesen aufzuhören. Vielleicht hätte ich das lieber tun sollen.

"Death on the Cherwell" von Mavis Doriel Hay, Erstveröffentlichung 1935


Vier Studentinnen des Persephone College in Oxford treffen sich auf dem Dach des Bootshauses, um eine Geheimgesellschaft zu gründen, als ein Kanu angetrieben wird, in dem sie die Leiche ihrer Quästorin (ja, ich weiß, heute heißt das bei uns nicht mehr so, aber das ist ja auch ein altes Buch) Myra Denning liegt.
Die jungen Damen fragen sich, wie eine ertrunkene Frau in ihr Kanu zurückgelangen kann ...

Ich habe eine Schwäche für vintage Krimis, die in Cambridge und Oxford spielen (ich glaube, es wird Zeit, zum hundertsten Mal "Aufruhr in Oxford" zu lesen), wahrscheinlich weil ich an einer Universität arbeitet, die aus einer Menge Beton gemacht ist.
Hat mir wirklich gut gefallen.


"Goodbye, Mr. Chips" = "Lebwohl, Mr. Chips" (auch mit leicht anderem Titel) von James Hilton, Erstveröffentlichung 1933 (in der Weihnachtsausgabe von "British Weekly") und 1934 (als Buch)


Mr. Chipping war jahrzehntelang Lateinlehrer an der Brookfield School - einem privaten Internat - und hat sogar noch ausgeholfen, nachdem er in Ruhestand gegangen ist.
Nun erinnert er sich an sein Leben in und für die Schule.

Für einen zukünftigen Blogpost about die Novelle und Verfilmungen noch einmal gelesen (diesmal auf Englisch, ich selber besitze die deutsche Übersetzung).

Ein witziges kleines P.S. Dies ist als Übersetzung des Buchs in Urdu gelistet. Natürlich kann ich kein Urdu lesen und kann euch nicht sagen, ob das stimmt ... und ich habe absolut keine Ahnung, wie dieses Cover im mindesten Sinn machen sollte, falls es stimmt!


"To You Mr. Chips!" von James Hilton, Erstveröffentlichung 1938


In diesem Buch spricht Hilton ein wenig über seine eigenen Schulerfahrungen und erzählt ein paar weitere Geschichten über Mr. Chips.

Als ich "Goodbye, Mr. Chips" noch einmal las, erfuhr ich zufällig von diesem Buch, das ich vorher nicht kannte.

"Bright Young Things: Lives in the Roaring 20s" von Alison Maloney, Erstveröffentlichung 2012


Das Buch gibt kurze Einblicke in das Leben des "Smart Sets", vor allem im London der 1920er.
Es enthält Kapitel über Jazz, Cocktails, Skandale, Debütantinnen und mehr.
Eine schnelle Lektüre mit Zitaten und Kurzbiographien, ein netter Appetitanreger für den Einstieg, wenn man an dieser Zeit interessiert ist.

"Victorian Fairy Painting" von Jeremy Maas u. a., Erstveröffentlichung 1997


Das Buch erschien aus Anlaß der Ausstellung "Victorian Fairy Painting", die von London nach Iowa City, Toronto und New York reiste.
Es enthält einen Katalog mit Kurzbiographien und Kommentaren und Essays über Feen in der Malerei, in Büchern und Erzählungen, in der Musik und in der Illustration, aber auch die Verbindung zur Bühne, vor allem Shakespeare.

Ich stieß darauf, nachdem ich das Sketchbuch von Charles Altamont Doyle gefunden hatte, welches in meiner Juli-Zusammenfassung aufgeführt ist.

"Japanese Gothic" von Kylie Lee Baker, Erstveröffentlichung 2026


Nachdem er seinen Zimmergenossen im College umgebracht hat, flüchtet Lee in das Haus in Japan, in das sein Vater gezogen ist. Etwas ist jedoch seltsam an diesem Haus, das früher einmal Samurais gehört hat. Wer ist das Mädchen, das aus einer anderen Welt und Zeit hereinschaut?

Immer wieder mal denke ich, daß ich ein Buch außerhalb meiner Komfortzone lesen sollte. Dieses hier hätte keins davon sein sollen.



DNF

"The Suspicions of Mr Whicher or The Murder at Road Hill House" = "Der Verdacht des Mr Whicher" von Kate Summerscale, Erstveröffentlichung 2008


Das Sachbuch erzählt die Geschichte eines Kindesmords im viktorianischen England und von Jack Whicher, der einer der ursprünglichen acht Angehörigen von Londons neuem "Detective Branch" in Scotland Yard war.

Ich habe die Fernsehserie gesehen, deren erste Episode von diesem Fall handelte, und wollte das Buch mehr wegen Whicher als wegen des Falls lesen, gab aber recht früh auf, weil es so langweilig zu lesen war.




Übrigens, falls ihr Buchbesprechungen schreibt oder Blogposts über andere Dinge, die mit Büchern zu tun haben - sogar Filme, die auf Büchern basieren - schaut bitte bei "A Good Book and a Cup of Tea" vorbei, einer monatlichen Buch-Linkparty, deren Host ich zusammen mit Lisa from Boondock Ramblings und Erin von Still Life, With Cracker Crumbs  bin. Hier könnt ihr mehr herausfinden.

Samstag, 1. August 2026

Meine Juli-Bücher

Dies ist ein Überblick der Bücher, die ich in einem Monat fertiggelesen habe (nicht unbedingt im selben Monat angefangen) und die ich Gundel vorgelesen habe (mit 😸 markiert).
Ich werde jeweils eine kurze Erklärung hinzufügen, warum ich ein Buch ausgewählt oder wie ich es gefunden habe und vielleicht auch, ob es ein Kandidat zum Wiederlesen ist, aber ich werde keine richtigen Rezensionen oder Bewertungen abgeben (Gundel weigert sich ebenfalls zu bewerten). Solltet ihr aber etwas mehr Info zu einem Buch haben wollen, an dem ihr interessiert seid, laßt es mich einfach wissen.

Wie ihr sehen könnt, war das für mich ein viel besserer Lesemonat als der letzte. Es war eine solche Vielfalt, daß ich sogar an das Limit meiner Tags stieß, ich wußte nicht mal, daß es dafür eins gibt!

"Silent Murders" von Mary Miley, Erstveröffentlichung 2014
(Roaring Twenties Mystery 2)


Leah, die junge Vaudeville-Schauspielerin, ist zu Jessie Beckett geworden und beginnt als Scriptgirl für die Pickford-Fairbanks Studios ein neues Leben in Hollywoods Stummfilmindustrie.
Als ein berühmter Regisseur erschossen wird, fängt Jessie an zu ermitteln.

Ich hatte auf Fritzi Kramers Stummfilmblog etwas über eins von Mileys Büchern gelesen und im Februar mit dem ersten angefangen.
Ich neige dazu, ein Problem mit Amateurdetektivinnen und -detektiven zu haben, die schlauer als die Polizei und alle anderen sind, aber ich mochte dieses Buch lieber als das erste, was mit den Schauplätzen und vertrauten Namen zu tun hatte, aber auch damit, daß ich erkannte, welche Teile auf welchen historischen Fakten basierten, ohne die "historische Notiz" am Ende zu lesen. Der erste Mord beruhte zum Beispiel auf dem Mord an
 William Desmond Taylor, über den ich ebenfalls schon gelesen habe.

"Carl Sandburg at the Movies: A Poet in the Silent Era 1920 - 1927" von Carl Sandburg, Erstveröffentlichung 1985


Carl Sandburg war Dichter, Biograph, Journalist und Herausgeber. Er war außerdem der Kinoexperte für die "Daily News".
Für dieses Buch wählten Dale und Doug Featherling einige der besten Filmkolumnen von Sandburg aus und fügten eine kurze Einführung für jedes Jahr und Fußnoten zu den erwähnten Personen hinzu.

Ihr werdet zweifelsohne immer mal wieder ein Zitat hieraus zu lesen bekommen. Was ich an dem Buch nicht mochte war, daß es mir Appetit auf den ein oder anderen Film machte, von dem ich dann leider entdecken mußte, daß er verschollen ist.

"Schloss Gripsholm : eine Sommergeschichte" von Kurt Tucholsky, Erstveröffentlichung 1931


Dies ist die Geschichte eines Liebespaars, das einen Sommerurlaub in Schweden verbringt, auf Gripsholms slott. Nicht alles ist jedoch Spaß und Liebe, als sie einem kleinen Mädchen aus dem nahegelegenen Kinderheim begegnen, das von einer sadistischen deutschen Leiterin geführt wird.

Ich hatte seit der Schule keine deutschen Klassiker mehr gelesen und beschloß, es jetzt mit einem im Monat zu versuchen. Keine Ahnung, wie dieses Projekt ausgehen wird.

Ich liebe das Cover mit einer Illustration von George Barbier von 1925. Es erinnert mich an die Wandmalereien von Oskar Schlemmer im Badhaus der Märklin-Villa in unserer Stadt.

"Ballet Shoes" = "Ballettschuhe" von Noel Streatfeild, Erstveröffentlichung 1936 
😸
(Shoes 1)


Das Buch erzählt die Geschichte von drei Mädchen, die von dem Paläontologen Groß-Onkel-Matthew, genannt Gom (Gum im Original), auf seinen Reisen adoptiert wurden. Als Gom wieder auf Reisen geht, bleiben Pauline, Petrova und Posy bei seiner Nichte Sylvia und deren früherem Kindermädchen, genannt Nana.
Als ihnen das Geld ausgeht und Gom nach Jahren immer noch nicht daheim ist, müssen sie Zimmer vermieten und die Mädchen werden in der
 Children's Academy of Dancing and Stage Training aufgenommen, was ihnen dann erlaubt, auf der Bühne zu arbeiten und so den Haushalt zu unterstützen.

Ich hatte Noel Streatfeild nicht gekannt - einige ihrer Bücher wurden erst vor nicht allzulanger Zeit ins Deutsche übersetzt - bevor Erin von "Still Life, With Cracker Crumbs" erwähnte, daß sie eins ihrer Bücher las.
Ihre "Shoes"-Reihe für Kinder ist beliebt und das nächste steht schon auf meiner Liste.


"J. M. Barrie & the Lost Boys: The Love Story that Gave Birth to Peter Pan" von Andrew Birkin, Erstveröffentlichung 1931


Obwohl es mit seiner Kindheit beginnt, konzentriert sich das Buch wirklich auf die Beziehung von Barrie mit den fünf Llewelyn Davies-Söhnen George, John, Peter, Michael, und Nicholas.

Ich habe zwar "Wenn Träume fliegen lernen" gesehen, das von diesem Buch inspiriert wurde (aber sehr "Hollywood" ist), mein Interesse an Barrie wurde allerdings geweckt, als ich "Peter Pan" angeschaut und gelesen habe.
Das Buch ist keine Biographie, die man einfach mal so durchliest. Es gibt eine Menge Namen, eine Menge Fotos, eine Menge Zitate aus Stücken, Romanen und Briefen und eine Menge (manchmal verwirrende) Auszüge aus Barries Notizbüchern. Ich fand es trotzdem sehr interessant und habe es sehr gern gelesen, obwohl ich mir - wie andere - nicht sicher bin, was es letztendlich über Barrie und die Jungen aussagt (es gibt zwei Lager für "pädophil/asexuell"), aber werden wir das überhaupt je sicher wissen können?

"Das gelbe Haus" von Mieko Kawakami, Erstveröffentlichung 2023


Drei junge Frauen versuchen im Japan der 90er zu überleben.
Die Geschichte wird vom Standpunkt Hanas aus erzählt, die ihre Mutter verlassen hat und bei einer neuen Mutterfigur einzieht, Kimiko, später kommen noch Ran and Momoko dazu. Um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, fühlen sie sich gezwungen, sich kriminellen Kreisen anzuschließen.

Das Buch war ein doppeltes Geschenk an ein Familienmitglied, das mich fragte, ob ich ein Exemplar haben wollte (das ich nicht behalten werde, da ich bezweifle, daß ich es nochmal lesen wollen würde, einfach wegen des Genres).

"The Lady Vanishes" = "Eine Dame verschwindet/Die Frau im Zug" von Ethel Lina White, Erstveröffentlichung als "The Wheel Spins" 1936


Zwei Engländerinnen begegnen sich in einem Zug auf dem Kontinent. Dann verschwindet Miss Froy plötzlich und niemand will Iris glauben, daß sie überhaupt existiert. War es nur ein Traum oder ist Miss Froy in Gefahr?

Ich habe den Hitchcock-Film erst kürzlich das erste Mal gesehen (fragt nicht, warum ich so lang dazu gebraucht habe), und nachdem eine Freundin erwähnte, daß er auf einem Buch basierte, mußte ich es natürlich lesen.
Mir gefällt allerdings der Film diesmal tatsächlich besser.


"Dracula" von Bram Stoker, Erstveröffentlichung 1897


Ich bezweifle, daß ich irgendjemand sagen muß, worum es in dem Buch geht - den Vampir Dracula, der von seinem Heim in Transylvanien nach London reist, um das Böse der Untoten zu verbreiten.

Das Buch war schon ewig auf meiner Liste gewesen. Die Geschichte wird hauptsächlich durch Briefe und Tagebucheinträge (von mehreren Hauptfiguren) erzählt, von denen manche recht langatmig und wahrscheinlich nicht jedermanns Sache sind (selbst ich mußte manchmal ein bißchen kämpfen). Ich bin jedoch nicht überrascht, daß der Roman die Fantasie der Menschen anregte.


"Dunkles Glas und Fisch in der Lampe" von Ingeborg Engelhardt, Erstveröffentlichung 1963


Ein junger Glasmacher muß vom griechischen Aquileia in die römische Kolonie Niedergermanien flüchten.

Für einen Blogpost nochmal gelesen.


"Death - das Kabinett des Dr. Leng" von Douglas Preston und Lincoln Child, Erstveröffentlichung 2023
(Pendergast 21)


Agent Pendergasts Mündel Constance Greene kehrt ins Jahr 1880 zurück, um ihre Schwester davor zu bewahren, durch den Serienmörder Dr. Enoch Leng getötet zu werden.

Falls ihr gemeint habt, die Pendergast-Bücher könnten nicht verrückter werden - doch, sie können.

"Billard um halb zehn" von Heinrich Böll, Erstveröffentlichung 1959


Das Buch spielt am 6. September 1958 und erzählt die Geschichte der Architektenfamilie Fähmel zwischen 1907 und diesem Tag - in Geschichten, Rückblicken, Erinnerungen.

Ich hatte seit der Schule keine deutschen Klassiker mehr gelesen und beschloß, es jetzt mit einem im Monat zu versuchen (womöglich sogar mehr wie in diesem Monat, aber ohne Druck). Keine Ahnung, wie dieses Projekt ausgehen wird.
Ich war kein Fan des Stils. Ganze Seiten von dahingeschmissenen Gedanken oder Bildern in Satzstücken, durch Strichpunkte getrennt, zu lesen, war recht erschöpfend.


"Death of a Busybody" von George Bellairs, Erstveröffentlichung 1942
(Inspector Littlejohn 3)


Nachdem eine ältere Dame, die etwas zu sehr damit beschäftigt ist, die Sünder und Sünderinnen ihres Dorfs zur Reue zu drängen, tot in der Senkgrube der Pfarrei gefunden wird, wird Inspektor Littlejohn von Scotland Yard mit der Ermittlung beauftragt.

Ich hatte noch nie zuvor von George Bellairs gehört, sah ihn aber als unterschätzten Schriftsteller erwähnt.
Das Buch war eine nette kleine Abwechslung und eine schnelle Lektüre. Ich werde mir den Namen mal merken.

"Stone Blind" = "Stone Blind - Der Blick der Medusa" von Natalie Haynes, Erstveröffentlichung 2023


Dies ist eine Nacherzählung des griechischen Medusa-Mythos mit dem Anspruch, Medusa ihre Stimme wiederzugeben.

Falls euch eine Menge Sichtweisen nichts ausmachen und ihr antike Mythen mögt, könnte das ein Buch für euch sein. Ich erwartete zwar mehr Medusa und weniger von all den anderen Göttern/Göttinnen (halb oder ganz) und Sterblichen, die ihren Weg kreuzten, und ich mochte es nicht so gern wie "Pandora's Jar", habe es aber dennoch gern gelesen.


"The Doyle Diary : the last great Conan Doyle mystery; with a Holmesian investigation into the strange and curious case of Charles Altamont Doyle by Michael Baker" von Charles Altamont Doyle, Erstveröffentlichung 1978


Charles Altamont Doyle, der Vater von Arthur Conan Doyle, war Künstler - wie drei seiner älteren Brüder, nur nicht so erfolgreich - und Beamter.
Doyle litt an Depressionen und Alkoholismus. Dieses Skizzenbuch wurde zwischen März und Juli 1889 geschaffen, während seines Aufenthalts auf Sunnyside, Montrose Royal Lunatic Asylum.


Ich stieß im Fernsehen auf die kurzlebige Serie "Houdini und Doyle" und erfuhr so von Doyles Vater, was mich neugierig machte.
Das Buch hat eine Einführung in Doyles Leben und eine Transkription der Texte und Notizen, zum Glück, da ich nicht alles so leicht lesen konnte. Ich mochte die Illustrationen sehr und kann nur empfehlen, daß ihr selber mal reinschaut.

"Kitten Caboodle : a collection of feline fiction" herausgegeben von Barbara Silverberg, Erstveröffentlichung 1969 😸


Silverberg hat hier Katzengeschichten und -gedichte aus allen möglichen Genres gesammelt - Humor, Geistergeschichten, Legenden und Märchen, sogar Science Fiction.

Ich bin zufällig auf das Buch gestoßen, weil es mit Katzenzeichnungen von 
Théophile-Alexandre Steinlen illustriert ist, dessen Poster für "Le Chat Noir" ich vor ein paar Wochen bei meinen Lieblingskatzen mit aufgeführt habe.

"The Cornish Coast Murder" = "Mord in Cornwall" von John Bude, Erstveröffentlichung 1935


Wenn ein Mann getötet wird, den niemand mag, hat man eine Menge Verdächtige. In Verbindung mit verwirrenden Spuren sorgt das für eine schwierige Ermittlung. Was für ein Glück, daß der örtliche Pfarrer gern Krimis liest.

Ich entdecke gerne Krimiautor*innen, die neu für mich sind. Dieses Whodunit hatte einen guten Anfang, aber dann wurde es soooo langsam vor einem Ende, das mich mehr ärgerte als überraschte.
Es war aber das erste Buch dieses Verfassers, also denke ich, ich werde ihm irgendwann nochmal eine Chance geben.

"The Inimitable Jeeves" = "Der unvergleichliche Jeeves" von Pelham Grenville Wodehouse, Erstveröffentlichung 1923
(Wooster und Jeeves 1)


Bertie Wooster ist ein englischer Gentleman, einer der reichen Müßiggänger, und Jeeves ist sein Kammerdiener, dessen Intelligenz Bertie und seine Freunde aus der einen oder anderen Patsche hilft, in diesem Fall hauptsächlich Berties Freund Bingo Little, der sich ständig neu verliebt.

Ich habe vor Urzeiten ein paar Wodehouse-Bücher gelesen, erinnere mich aber nicht, ob dieses darunter war.


"Hildur - Das Grab im Eis" von Satu Rämö, Erstveröffentlichung 2023
(Hildur 2)


Hildur Rúnarsdóttir ist Kriminalbeamtin in den Westfjorden Islands. Immer noch vom Verschwinden ihrer beiden Schwestern 25 Jahre zuvor verfolgt ist sie auf Fälle vermißter Kinder spezialisiert.
Diesmal wird ein Kommunalpolitiker beim Langlauf erschossen. Hildur findet heraus, daß der Mord mit dem Absturz eines Privatflugzeugs vor einiger Zeit in Verbindung steht.

Ich habe letzten Monat das erste Buch in der Reihe gelesen, das hier hat mir besser gefallen.


"Love Insurance" von Earl Derr Biggers, Erstveröffentlichung 1914


Lord Harrowby wendet sich mit einer Bitte an Lloyd's of London. Er wird sich bald mit einer amerikanischen Erbin vermählen, Cynthia Meyrick, und möchte eine Versicherung abschließen für den Fall, daß sie ihre Meinung ändert.
Lloyd's schickt den Assistenten Dick Minot mit ihm nach Florida, um sicherzustellen, daß die Hochzeit stattfindet. Auf der Zugfahrt dorthin begegnet Dick jedoch zufällig Cynthia und verliebt sich in sie. Nun ist er hin und her gerissen zwischen dem Vertrauen seiner Arbeitgeber und seiner Liebe zu ihr ... und das ist nicht die einzige Verwicklung.

Ich wollte wieder mal einen Stummfilm mit Reginald Denny anschauen, und als ich sah, daß das Buch, auf dem er basierte, von Earl Derr Biggers war, der die Charlie-Chan-Bücher geschrieben hatte, war ich neugierig.


"Mephisto" von Klaus Mann, Erstveröffentlichung 1936


Der Roman erzählt den Aufstieg von Hendrik Höfgen vom provinziellen Theaterschauspieler bis zum Intendanten des Staatstheaters in Berlin, indem er sich auf opportunistische Weise mit dem neuen Nazi-Regime arrangiert.
Höfgen basiert auf Gustaf Gründgens, dem früheren Freund und Schwager von Mann.

Ich hatte seit der Schule keine deutschen Klassiker mehr gelesen und beschloß, es jetzt mit einem im Monat zu versuchen (womöglich sogar mehr wie in diesem Monat, aber ohne Druck). Keine Ahnung, wie dieses Projekt ausgehen wird.
Das Buch fing ziemlich langsam an, aber als dann die Nazis an die Macht kommen, wurde es recht eindringlich. Unnötig zu sagen, daß es im Buch nicht viele sympathische oder bewunderswerte Charaktere gibt. Es ist erstaunlich, daß dies sogar vor dem Krieg geschrieben wurde.


"The Case of the Jumbo Sandwich" von Christopher Bush, Erstveröffentlichung 1965
(Ludovic Travers 60)



Eine Freundin bittet Privatdetektiv Ludovic Travers um Rat, nachdem sie um eine erhebliche Geldsumme betrogen wurde.
Zu diesesm Zeitpunkt hat Travers noch keine Ahnung, wie kompliziert dieser Betrugsfall werden wird ...

Ich habe damit angefangen, Bush zu lesen, nachdem Liz von Adventures in Reading, Running, and Working from Home eines seiner Bücher für eine 1952er Challenge besprochen hatte.



Übrigens, falls ihr Buchbesprechungen schreibt oder Blogposts über andere Dinge, die mit Büchern zu tun haben - sogar Filme, die auf Büchern basieren - schaut bitte bei "A Good Book and a Cup of Tea" vorbei, einer monatlichen Buch-Linkparty, deren Host ich zusammen mit Lisa from Boondock Ramblings und Erin von Still Life, With Cracker Crumbs  bin. Hier könnt ihr mehr herausfinden.