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Dienstag, 29. September 2026

Meine September-Bücher

Dies ist ein Überblick der Bücher, die ich in einem Monat fertiggelesen habe (nicht unbedingt im selben Monat angefangen) und die ich Gundel vorgelesen habe (mit 😸 markiert).
Ich werde jeweils eine kurze Erklärung hinzufügen, warum ich ein Buch ausgewählt oder wie ich es gefunden habe und vielleicht auch, ob es ein Kandidat zum Wiederlesen ist, aber ich werde keine richtigen Rezensionen oder Bewertungen abgeben (Gundel weigert sich ebenfalls zu bewerten). Solltet ihr aber etwas mehr Info zu einem Buch haben wollen, an dem ihr interessiert seid, laßt es mich einfach wissen.

"The Palm House" von Gwendoline Riley, Erstveröffentlichung 2026 


Die Geschichte der Freundschaft von Laura and Putnam. Und ein paar anderen Leuten.

Ein Neuzugang auf OverDrive.
Vielleicht hätte es geholfen, wenn mich irgendeiner der Charaktere interessiert hätte oder ich sie womöglich sogar gemocht hätte. Oder war es vielleicht der Stil? "Blabla", sagte er. "Blubb", sagte er. "Ja", sagte ich. "Blah", sagte er. "Nein", sagte ich. Meine Englischlehrerin hätte den Tafelschwamm nach mir geworfen, wenn ich so geschrieben hätte. Ich habe nur nicht aufgegeben, weil ich meinen Monat nicht mit einem DNF anfangen wollte.

"Aufruhr in Oxford" von Dorothy L. Sayers, Erstveröffentlichung 1935 


Harriet Vane kehrt für das Gaudy, ein Treffen für Alumnae, in ihre Alma Mater, das Shrewsbury College für Frauen in Oxford zurück.
Als im College anonyme Briefe und häßliche Graffitis in Verbindung mit Vandalismus auftauchen, bitten die Dozentinnen Harriet um Hilfe, weil sie einen Skandal vermeiden möchte. Sie kann das Rätsel nicht allein lösen und holt Lord Peter Wimsey dazu.

Ich kann euch gar nicht sagen, wie oft ich dieses Buch gelesen habe. Es ist auf jeden Fall ein ungewöhnlicher Krimi und dank der vielen klassischen Zitate und der Länge ist es wahrscheinlich nicht für jeden etwas, aber ich liebe es und es ist ein echtes Wohlfühlbuch für mich
.

"Effi Briest" von Theodor Fontane, Erstveröffentlichung 1895 (die Schreibweise "Effie" auf dem Umschlag ist ein Druckfehler!) 


Als junger Mann machte Baron Geert von Innstetten Luise Briest den Hof, konnte sie aber wegen seines Status zu dieser Zeit nicht heiraten.
Nun spricht er vor, um um Effis Hand anzuhalten, Luises Tochter (falls ihr euch das fragt, sie ist 17, er ist 38), was von Luise befürwortet wird.
Effi wird von seinem verbesserten sozialen Status angezogen, aber dank des Unterschieds im Alter und ihrer beider Wesensart ist die Ehr nicht das, was sie sich erhofft haben, besonders als Effi den charmanten Major Crampas kennenlernt.

Dies ist Teil meiner persönlichen Herausforderung, wenigstens einen deutschen Klassiker im Monat zu lesen.
Mir hat dieser Roman, der ein Beispiel des literarischen Realismus ist, wirklich gut gefallen.

"The Fairy Ring or Elsie and Frances Fool the World" von Mary Losure, Erstveröffentlichung 2012 


1917. Die Kusinen Elsie und Frances können Feen und Kobolde sehen, und um ihre Familie davon abzubringen, sich über sie lustig zu machen, machen sie Fotos mit Papierpuppen, die Elsie gemalt und ausgeschnitten hat. Sie hatten nicht erwartet, die Aufmerksamkeit von Feengläubigen zu erregen, wie zum Beispiel Arthur Conan Doyle.

Die Geschichte der Cottingley Fairies als Erzählung für Kinder war schnell zu lesen. Ich kann nur immer wieder staunen, wie bereitwillig manche Menschen dies als wahr akzeptierten. Frances behauptete allerdings bis zu ihrem Tod, daß die Fotos ja ein Schwindel gewesen sein mochten, daß sie aber tatsächlich Feen gesehen hatte.

"Deadly Nightshade" von Elizabeth Daly, Erstveröffentlichung 1940
(Henry Gamadge 2)


Detective Mitchell bittet Henry Gamadge - Berater für alte Bücher, Briefe usw. -, ihm bei einem Fall von Vergiftung durch Belladonna zu helfen. Ein Kind stirbt, eines wird vermißt. War es ein Unfall oder steckt etwas noch Unheimlicheres dahinter?

Das war eine Empfehlung auf The Internet Archive. Ich muß gestehen, daß ich immer noch ein wenig verwirrt bin, aber trotzdem noch daran interessiert, mehr Gamadge-Bücher auszuprobieren.


"Under Water with Ogden Nash" von Ogden Nash, Erstveröffentlichung 1997


Eine Sammlung von Ogden Nashs Gedichten über Tiere im und auf dem Wasser.

Ich habe etwas anderes gesucht und wurde vom Umschlagbild angezogen. Die Gedichte sind überwiegend sehr kurz, daher dauerte das Durchblättern nur Minuten, aber ich hatte Spaß daran und an den wunderschönen Illustrationen.

"After Tea and Other Stories" von Dorothy Whipple, Erstveröffentlichung 1941 😸


Die Kurzgeschichten beschäftigen sich mit menschlichen Beziehungen - zwischen Eltern und Kindern, Freunden, Paaren, Geschwistern, Nachbarn - und wie sie sich in bestimmten Situationen verändern.

Ich mochte Whipples "High Wages" wirklich gern und dasselbe gilt für diese Geschichten.
Ich habe außerdem festgesstellt, daß Gundel nicht viel Geduld dafür aufbringt, vorgelesen zu bekommen, wenn es zu heiß ist (der Sommer hat uns beide ziemlich unleidig werden lassen), darum haben wir hierfür länger als üblich gebraucht, aber jetzt da die Temperaturen etwas heruntergegangen sind, sind wir wieder in der Spur
 😄

"A Tiger's Wedding: My Childhood in Exile" von Isla Blair, Erstveröffentlichung 2011


Die Eltern der Schauspielerin Isla Blair waren Teil des British Raj in Indien, ihr Vater war Manager einer Teeplantage. Wie zu diesen Zeiten üblich, wurden Kinder irgendwann "nach Hause" geschickt, um dort die Schule zu besuchen.
Blair erzählt von ihren Kindheitserfahrungen, Jahre ohne Eltern außer zu seltenen Besuchen und wie sie und ihre Schwester die Beziehung wieder aufbauen mußten, nachdem ihre Eltern endlich heimkehrten, nachdem Plantagen von lokalen Managern übernommen wurden.

Das war ein Zufallsfund auf The Internet Archive.
Es ist schwer, sich vorzustellen, wie es sein muß, als kleines Kind so weit entfernt von den Eltern zu sein, und die Schulerinnerungen waren recht traurig. Die Teile über Indien schienen etwas klischeehaft, aber ich kann nicht sagen, ob das am Inhalt lag oder der Art, wie diese Erinnerungen beschrieben waren.
Der letzte Teil darüber, wie Blair ihre Karriere startete und dann ihre eigene Familie hatte, fühlte sich etwas am Schluß angeklebt an, weil er ziemlich kurz war.

"I See You've Called In Dead" von John Kenney, Erstveröffentlichung 2025 


Der Nachrufschreiber Bud Stanley, geschieden und in mittlerem Alter, macht einen großen Fehler. Nach einem fehlgeschlagenen Blind Date betrinkt er sich und veröffentlicht seinen eigenen Nachruf.
Von seinem Job suspendiert trifft er zufällig auf eine Frau, die Trauerfeiern und Beerdigungen von Fremden besucht und ihn dazu ermutigt, das auch zu tun, um etwas über das Leben zu lernen.

Ein Neueintrag auf OverDrive.
Anfangs war ich mir nicht sicher, ob ich es überhaupt lesen wollte, weil ich nicht wußte, was mich erwarten würde - es zeigte sich, daß es Lachen und Tränen waren. Ich habe das Buch an einem Tag durchgelesen, weil ich nicht aufhören konnte.

"An Island Rooing" von Joan Grigsby, Erstveröffentlichung 1933 


Das Buch erzählt von einer Expedition nach Shetland, die die Verfasserin 1931 unternommen hat. Es ist in vier Teile aufgeteilt - The Isle, The Croft, The Fishing, Landfall (Die Insel, Der Hof, Das Fischen, Die Landung).

Liz von "Adventures in reading, running and working from home" hat das Buch auf ihrem Blog besprochen (ihr könnt den englischen Post hier finden) und ich war auf der Suche nach etwas außerhalb meiner Komfortzone, sprich den üblichen Genres, also las ich es. Ich werde nicht behaupten, daß ich alles verstanden habe (ich weiß nichts über Schiffahrt), was mir aber am besten gefiel, waren die Abschnitte über das Stricken und die Körbe, die für die Heringe benutzt wurden.
Das Exemplar, das ich online gelesen habe, hatte außerdem etwas für mein Bibliothekarinnenherz.

Ich werde meiner Abteilung den Teil über das nasse Wetter
vorschlagen 😉 "In nassem Wetter müssen die Entleiher die Bücher
während des Transports zur und von der Bibliothek schützen."

"The Three Investigators in The Mystery of the Nervous Lion" = "Die drei ??? und der rasende Löwe" von Nick West (die Bücher wurden unter Nennung von Alfred Hitchcock als Autor veröffentlicht), Erstveröffentlichung 1971 😸
(Die drei ??? 16 (amerikanisch), 12 (deutsch))


Die drei Fragezeichen werden in das Dschungelland, eine Wildtierfarm gerufen. George, der zahme Löwe, soll in einem Film mitspielen, ist in letzter Zeit aber sehr nervös. Werden die Jungs herausfinden warum?

Kein Favorit aus der Serie. Erstens mögen wir die Vorstellung solcher Farmen nicht und zweitens wurde ein schwarzer Panther (!) erschossen. Uns gefiel auch das Original-Umschlagbild nicht.
Ich habe diese Reihe vor langer Zeit gelesen und mache sie jetzt nochmal Stück für Stück durch, nachdem ich einen Blogpost darüber geschrieben habe.

"The Match Between the Winds" von Shirley Climo, Erstveröffentlichung 1991 


Das Buch ist die Nacherzählung einer Volkssage von Borneo. Der Westwind und der Ostwind, die Kusins sind, machen einen Wettbewerb. Wem wird es gelingen Kodock, den Baumfrosch, von seinem Blatt zu blasen?

Eine weitere Minutenlektüre. Ich bin ein großer Fan der Cartoonistin, Animatorin, Kinderbuchautorin und Illustratorin Liz Climo. Ich hatte nicht gewußt, daß ihre Mutter Kinderbuchautorin ist, bis Liz es auf ihrem Instagram erwähnte. Ich habe sie nachgeschlagen und die Umschlagillustration von Roni Shepherd hat mich direkt angezogen.

"The Astral Library" von Kate Quinn, Erstveröffentlichung 2026 


Alix ist an einem Tiefpunkt in ihrem Leben, als sie eingeladen wird, Nutzerin der Astral-Bibliothek zu werden und ein Buch auszuwählen, um darin zu leben.

Ein Neuzugang auf OverDrive. Ich mochte die Idee, in einem Buch zu leben, echt gern. Das Buch wurde allerdings zu einem Kommentar über den Zweck von Bibliotheken und ihre Zukunft in einer geldorientierten Welt.
Obwohl ich bei vielen der Punkte, die erwähnt werden, zustimme - ich bin eine Bibliothekarin der altmodischen Sorte -, hat die Kombination davon mit Fantasy einfach nicht für mich funktioniert und ich mußte kämpfen, um das Buch fertigzulesen. Ich fand außerdem, daß sich viel wiederholt hat und daß das Buch zu langatmig für diese Handlung war (wenn ich vor jemandem weglaufe, gebe ich mich keinen Modebeschreibungen hin usw.). Zu viel Verschiedenes in ein Buch gequetscht.

"Miss Elizas englische Küche" = "Miss Elizas English Kitchen" von Annabel Abbs, Erstveröffentlichung 2021 


Eliza Acton ist als Autorin eines von Großbritanniens ersten Kochbüchern (1845 veröffentlicht) bekannt.
Das Buch erzählt die Geschichte, wie und warum sie damit begann, und die die ihrer Assistentin Ann.

Dies war ein Zufallsfund in meiner Bibliothek. Obwohl ich selber selten koche, höre und lese ich gern darüber. Es hätte mir gefallen, wenn es mehr ums Essen als um Poesie gegangen wäre, aber es war eine schnelle Lektüre.

"The Two Mrs. Abbotts" von D. E. Stevenson, Erstveröffentlichung 1943


Wir sind im Jahr 1942 und die Dinge haben sich geändert. Barbara und Arthur Abbott haben nun zwei Kinder, Jerry Abbotts Ehemann und Arthurs Neffe Sam ist im Krieg.
Wir lernen Leute kennen, die neu in den Kreisen von Wandlebury sind.

Ich fand dieses Buch, das das letzte in der "Miss Buncle"-Trilogie ist, sogar noch ruhiger als das zweite. Es hat mir gefallen und war vor allem genau richtig für den Tag, an dem ich es gelesen habe.
Dennoch fühlte es sich mehr wie einzelne Geschichten an, die irgendwie verbunden sind und nicht so sehr wie eine fließende Handlung, wenn ihr versteht, was ich meine - und natürlich hätte ich mir viel mehr Barbara und Arthur gewünscht, als wir bekommen haben!

"Cotillion" = "Damenwahl" von Georgette Heyer, Erstveröffentlichung 1952


Matthew Penicuik hat die verwaiste Kitty, Tochter eines Schulfreundes, bei sich aufgezogen. Nun will er sein Testament machen und erklärt seinen Großneffen, daß der von ihnen, der Kitty heiratet, sein Geld bekommen wird. Er hat damit gerechnet, daß Kitty und Jack heiraten, aber Jack weigert sich, so in Zugzwang gebracht zu werden.
Also überredet Kitty Freddy, eine Verlobung mit ihr vorzutäuschen und sie mit nach London zu nehmen, um Jack eifersüchtig zu machen.
Die Dinge verlaufen jedoch nicht wie erwartet.

Ich liebe es, Georgette Heyer immer wieder mal zu lesen, und "Damenwahl" ist einer meiner absoluten Favoriten von ihren Büchern.

"The Snark Was a Boojum" von Gerald Verner und Chris Verner, Erstveröffentlichung 2015 (Gerald Verner schrieb das Buch 1957, sein Sohn Chris stellte es 2015 fertig)


Jemand begeht Morde, die auf Lewis Carrolls Nonsensballade  "The Hunting of the Snark" (deren deutsche Übersetzungen unterschiedliche Titel hatten - "Die Jagd nach dem Schnark/Schnatz/Schlarg", sie ist im Deutschen auch nicht so bekannt wie das Original im englischen Sprachraum).
Der Amateurdetektiv Simon Gale ermittelt mit Hilfe des Rechtsanwalts Je
ff Trueman.

Ich glaube, das war eine Empfehlung auf The Internet Archive und der Titel zog mich an, da ich "The Hunting of the Snark" gelesen habe.
Interessanterweise stellte ich fest, daß ich - obwohl ich dieses Whodunit gern mochte - wirklich Ermittler bevorzuge, die ruhiger, eleganter sind, gern auch mit etwas Humor. Simon Gale sprach nicht, er rief, dröhnte, knurrte, brüllte, er war ungeduldig, grimmig, schlug mit der Faust auf den Tisch und war insgesamt etwas zuviel für mich.

"Die Abenteuer des starken Wanja" von Otfried Preußler, Erstveröffentlichung 1968


Wanja, Sohn eines Bauern, erfährt, daß es sein Schicksal ist, Zar zu werden, also macht er sich auf ins Abenteuer.

Ich habe das Buch für einen Blogpost nochmal gelesen, daher die sehr kurze Beschreibung.

"Someone Saw a Spider: Spider Facts and Folktales" von Shirley Climo, Erstveröffentlichung 1985 😸


Das Buch ist eine Sammlung von interessanten Fakten über Spinnen und von Volksmärchen aus Afrika, Japan, Portugal, Schottland und anderen Ländern.

Liz Climo (siehe oben) hat dieses Buch, das ihre Mutter geschrieben hat, kürzlich auf Instagram erwähnt.
Ich finde Spinnen absolut faszinierend.

"Die Erscheinung" von Anselma Heine, Erstveröffentlichung 1912


Auf einem Schiff zurück nach Deutschland, nachdem er einige Zeit auf der Insel Nauru verbracht hat, lernt Dr. Arnold Riedhammer die Holländerin Johne Stevens kennen. Sie fühlen sich so voneinander angezogen, daß sie zusammenbleiben wollen, sobald Johne ihre unglückliche Ehe hinter sich gelassen hat, aber eines Tages ist Johne plötzlich weg.

Ich habe diese Novelle gelesen, weil eine Episode in einem Stummfilm, den ich gesehen habe, darauf basiert.

"Mrs. Palfrey at the Claremont" = "Mrs Palfrey im Claremont" von Elizabeth Taylor, Erstveröffentlichung 1971



Die verwitwete Laure Palfrey zieht als eine von mehreren älteren Dauerbewohnern ins Claremont Hotel in London. Die einzige Familie, die sie in der Stadt hat, ist ihr Enkel, der sie niemals besucht.
Dann lernt sie den jungen Ludovic, einen angehenden Schriftsteller, kennen, als sie vor seinem Gebäude stürzt. Sie kommen ins Gespräch und irgendwann bittet sie ihn darum, sich als ihren Enkel auszugeben, um die anderen Hotelbewohner davon abzuhalten, sie über ihre Familie auszufragen.

Deb von Readerbuzz hat letztens ein Buch von Elizabeth Taylor (nicht die Schauspielerin) geteilt. Es hörte sich interessant an und ich habe das hier willkürlich nach seinem Titel ausgewählt.
Es war zweifellos eine gute Lektüre und ich werde auf jeden Fall nach mehr von Taylors Büchern Ausschau halten, aber ich fand das Buch auch zutiefst deprimierend, vielleicht weil der Humor zu sanft war und ich mir mich selber in dieser Situation vorstellte, alt und einsam zu sein.
Ich wußte übrigens nicht von dem Film von 2005, bevor ich das Buch gelesen habe.



Falls ihr Buchbesprechungen schreibt oder Blogposts über andere Dinge, die mit Büchern zu tun haben - sogar Filme, die auf Büchern basieren - schaut bitte bei "A Good Book and a Cup of Tea" vorbei, einer monatlichen Buch-Linkparty, deren Host ich zusammen mit Lisa from Boondock Ramblings und Erin von Still Life, With Cracker Crumbs  bin. Hier könnt ihr mehr herausfinden.

Montag, 31. August 2026

Meine August-Bücher

Dies ist ein Überblick der Bücher, die ich in einem Monat fertiggelesen habe (nicht unbedingt im selben Monat angefangen) und die ich Gundel vorgelesen habe (mit 😸 markiert).
Ich werde jeweils eine kurze Erklärung hinzufügen, warum ich ein Buch ausgewählt oder wie ich es gefunden habe und vielleicht auch, ob es ein Kandidat zum Wiederlesen ist, aber ich werde keine richtigen Rezensionen oder Bewertungen abgeben (Gundel weigert sich ebenfalls zu bewerten). Solltet ihr aber etwas mehr Info zu einem Buch haben wollen, an dem ihr interessiert seid, laßt es mich einfach wissen.

"Hildur - Die Toten am Meer" von Satu Rämö, Erstveröffentlichung 2024

(Hildur 4)


Hildur Rúnarsdóttir ist Kriminalbeamtin in den Westfjorden Islands.
Vier Skelette werden auf dem Hof von Hildurs verstorbenen Eltern gefunden. Ein schwer verletzter Küchenarbeiter entkommt von einem Kreuzfahrtschiff. Und eine enge Freundin von Hildurs Mutter stirbt unerwartet in ihrem Seniorenheim.
Stehen diese Fälle in Verbindung.

Ich habe das dritte Buch in der Reihe übersprungen, weil es um Tiermißhandlung ging, war aber auch nicht zu begeistert von diesem hier. 

"Zwei Sommer mit Christiane" (enthält die Bücher "Recht nette Mädchen" und "100 Tage mit Christiane") von Barbara Hug, Erstveröffentlichung 1954 und 1957


Das erste Buch erzählt die Geschichte der vier Andresen-Töchter Andrea, Martina, Petra und Christiane, die mit ihrer Mutter in einer kleinen Stadt in Südwestdeutschland leben.
Das zweite Buch, das ein paar Jahre später spielt, erzählt die Geschichte von Christiane, die sich um Martinas Sohn kümmert, während sie und ihr Mann zum Arbeiten in Italien sind.

In dieser Hitze brauchte ich eine nette und schnelle Lektüre (in diesem Fall habe ich es im Laufe der Jahre des öfteren nochmal gelesen) und ich liebe diese zwei Bücher seit meiner Kindheit. Sie sind nicht so fluffig, wie sie sich vielleicht anhören, da sie auch Themen wie Geflüchtete nach dem Krieg, Armut, Gemeinschaft und Nachdenken über die Zukunft aufgreifen.


"The Third Man" = "Der dritte Mann" von Graham Greene, Erstveröffentlichung 1950


Rollo Martins wird von seinem alten Freund Harry Lime ins Wien der Nachkriegszeit - noch unter den alliierten Mächten aufgeteilt - eingeladen. Als er ankommt, erfährt er jedoch, daß Harry bei einem Verkehrsunfall gestorben ist. Rollo trifft Major Calloway, der ihm erzählt, daß Harry in eine Schieberei mit verdünntem Penicillin verwickelt war, aber Rollo glaubt ihm nicht und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln.

Ich habe den Film noch einmal für einen einfach nur so Samstag-Blogpost angeschaut und dann die Novelle gelesen, die ursprünglich nur ein Drehbuchkonzept für den Film war und in ein paar Details ein wenig davon abweicht.


"Miss Buncle Married" von D. E. Stevenson, Erstveröffentlichung 1936


Miss Buncle, nun mit ihrem Verleger Mr. Abbott verheiratet, hat ein neues Haus in Wandlebury gefunden und hat noch genauso viel Interesse an ihren neuen Nachbarn, wie sie es an denen in Silverstream hatte, aber wird sie ein Buch über sie schreiben?

Ich mochte das erste "Miss Buncle"-Buch wirklich gern, denke aber, daß ich das hier sogar noch lieber mochte. Ich habe nicht so viel gelacht, aber mir sind die Leute mehr ans Herz gewachsen, besonders Barbara und Arthur als Ehepaar.
"Der Garten - als Garten - interessierte Arthur nicht sehr, aber der Garten in Verbindung mit Barbara interessierte ihn enorm. Barbara war bezaubernd im Garten, so eifrig und zufrieden und glücklich, so überrascht zu sehen, daß die Dinge, die sie im Herbst gepflanzt hatte - oder die zu pflanzen sie veranlaßt hatte - tatsächlich wuchsen. Barbara war mehr Barbara denn je, wenn sie ihrem Garten war, und Arthur konnte von der Mischung niemals genug bekommen."

"Lulu in Hollywood" = "Lulu in Berlin und Hollywood" von Louise Brooks, Erstveröffentlichung 1982


Das Buch enthält sieben autobiographische Essays der Tänzerin und des Stummfilmstars Louise Brooks, zum Beispiel ihre Sicht auf Bogart, auf Gish und Garbo oder ihre Erfahrung mit dem Filmen in Berlin. Es gibt auch eine spätere Ausgabe mit einem achten Essay.

Ich hatte schon vorher von Louise Brooks gehört, aber noch keinen Film mit ihr gesehen. Der interessanteste Essay war für mich der letzte, der vom Filmdreh von "Die Büchse der Pandora" (in der Filmographie steht "Buchse" 
🙄) in Berlin handelt.

"The Three Investigators in The Mystery of the Flaming Footprints" = "Die drei ??? und die flammende Spur" von M. V. Carey (die Bücher wurden unter Nennung von Alfred Hitchcock als Autor veröffentlicht), Erstveröffentlichung 1971 😸
(Die drei ??? 15 (amerikanisch), 22 (deutsch))


Warum ist der exzentrische Mann, der The Potter genannt wird, gerade dann verschwunden, wenn er seine Tochter und seinen Enkel erwartet? Wer sind die Männer, die Mrs. Dobson und Tom beobachten? Wieder einmal werden die drei ??? mit den Geheimnissen eines kleinen europäischen Landes konfrontiert.

Ich habe diese Reihe vor langer Zeit gelesen und mache sie jetzt nochmal Stück für Stück durch, nachdem ich einen Blogpost darüber geschrieben habe.

"The Red House Mystery" = "Das Geheimnis des roten Hauses" von Alan Alexander Milne, Erstveröffentlichung 1922


Antony Gillingham wollte einfach nur seinen Freund Bill Beverley besuchen, der gerade im Red House weilt, aber stattdessen finden er und Matthew Cayley - der Cousin des Hausbesitzers Mark Ablett - eine Leiche im Büro!
Gillingham wird zum regelrechten "Holmes" und macht Bill zu seinem "Watson".

Ich hatte nicht gewußt, daß Milne einen Krimi geschrieben hat - nur diesen einen -, bevor ich es in einem Buchpost von Jeanie von "The Marmelade Gypsy"
 gesehen habe. Danke, Jeanie, er hat mir echt Spaß gemacht! Wie schade, daß Gillingham ein "One Hit Wonder" geblieben ist.

"Take Six Girls: The Lives of the Mitford Sisters" von Laura Thompson, Erstveröffentlichung 2015 (auch als "The Six")


Man könnte meinen, dies ist eine Biographe der sechs Mitford-Schwestern Nancy, Pamela, Diana, Unity, Jessica, and Deborah (es gab auch noch einen Bruder Tom), die für ihre sehr unterschiedlichen Ansichten über das Leben und Politik in ihrer Zeit bekannt sind (Kommunismus, Antisemitismus, Faschismus, um nur ein paar Stichwörter zu nennen).

So einfach war es dann aber doch nicht.
Es war interessant, wenn man schon etwas über die Familie weiß - ich hatte Dokumentationen gesehen - aber man sollte sich besser auf eine Menge Namen (und Spitznamen!) und Zeitsprünge einstellen, und man sollte wirklich erst Nancys Romane gelesen habe, auf die beständig verwiesen wird, genauso wie auf Namen, die nie erklärt wurden.
In Kürze, das ist nicht wirklich das, was ich von einer Biographie erwarte. Ich war nie in Gefahr, nicht fertigzulesen, hatte aber das Gefühl, es mit etwas Fangirling/Whitewashing zu tun zu haben - ich kann Faschismus auch nicht ein bißchen entschuldigen, nur weil jemand eine starke Persönlichkeit, Intelligenz, ein wunderschönes Gesicht und Eleganz hat, und das ist nur ein Beispiel.
Vielleicht ist es ja zu schwierig, das Mitford-"Phänomen" in nur einem einzigen Buch zu erklären.


"Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull" von Thomas Mann, Erstveröffentlichung 1922 (das erste Fragment)


Der unbeendete Roman (zwischen 1910 und 1913 und dann wieder zwischen spät 1950 und 1954) erzählt die Geschichte von Felix Krull, der nach dem Selbstmord seines Vaters, eines zahlungsunfähigen Schaumweinfabrikanten, nach Paris geht, um in einem Hotel zu arbeiten, und dann den Platz des Marquis de Venosta auf einer Weltreise einnimmt, die die Eltern des Marquis bezahlen, um ihren Sohn von einer französischen Sängerin loszueisen (und wenn ihr denkt, daß das ein langer Satz war, solltet ihr das Buch sehen).
Die Handlung endet damit, daß Krull in Lissabon ist, dem ersten Bestimmungsort auf der Reise.

Wikipedia zufolge - ich hatte ehrlich keine Lust darauf, noch andere Quellen zu konsultieren 
- soll der Roman eine Parodie auf Goethes Autobiographie "Aus meinem Leben. Dichtung und Wahrheit" sein. Erinnert mich daran, das nicht zu lesen, weil ich schon mit diesem hier ernsthaft gekämpft habe (und es ist mir egal, wieviel davon autobiographisch war).
Es ist praktisch ein Wunder und ein Zeichen meiner Hingabe an dieses Projekt (jeden Monat mindestens einen deutschen Klassiker zu lesen), daß es kein DNF wurde. Es gab lange Teile, die mich fast zu Tränen langweilten.
Ich sage Handlung, aber es passiert nicht wirklich etwas! Die Hauptfigur ist ein selbstgefälliger kleiner Punk und das pompöse Geschwafel - das soll der Parodieteil sein, nehme ich an - machte mich glücklich bei dem Gedanken, daß ich das nicht im Alltag ertragen muß.


"Tennis Shoes" von Noel Streatfeild, Erstveröffentlichung 1937
(Shoes 2)



Dr. Heath und sein Vater waren gute Tennisspieler gewesen, aber der Vater ist jetzt zu alt und Dr. Heath hat im 1. Weltkrieg eine Beinverletzung erlitten.
Was ist aber mit den Kindern - den Zwillingen Jim und Susan, der jüngeren Nicky und David? Haben sie, was man braucht, um erfolgreiche Tennisspieler zu werden?

Dies ist das zweite Buch in der "Schuh-Reihe", obwohl die einzige Verbindung die Schuhe im Titel sind.
Ich habe nie Tennis gespielt, ich schaue kein Tennis an, aber nach Felix Krull brauchte ich etwas Leichtes und das Buch war perfekt dafür - obwohl ich gestehen muß, daß ich kein Fan von Dr. Heaths Motivations- und Erziehungsmethoden, seine Kinder betreffend, war.

"Go Gentle" von Maria Semple, Erstveröffentlichung in 2026


Adora Hazzard, frühere Comedyschreiberin, die dann Philosophin wurde und die Zwillinge eines reichen Ehepaars unterrichtet, lebt in New York und hat in ihrem Gebäude einen "Zirkel" von alleinstehenden Frauen gestartet, die sich gegenseitig unterstützen - dann trifft sie zufällig einen Mann und ihr Leben ist nicht mehr, was es war.

Ich bin mir nicht sicher, was dieses Buch sein möchte. Ich mochte die Idee des Zirkels, mir gefielen die philosophischen Zitate, und dann bekommen wir Flashbacks (Triggerwarnung sexuelle Belästigung), Kunstkriminalität und eine Liebesgeschichte, was mir alles sehr konfus erschien. Spoiler:
Bei ungefähr 60% war ich sehr nah daran, mit dem Lesen aufzuhören. Vielleicht hätte ich das lieber tun sollen.

"Death on the Cherwell" von Mavis Doriel Hay, Erstveröffentlichung 1935


Vier Studentinnen des Persephone College in Oxford treffen sich auf dem Dach des Bootshauses, um eine Geheimgesellschaft zu gründen, als ein Kanu angetrieben wird, in dem sie die Leiche ihrer Quästorin (ja, ich weiß, heute heißt das bei uns nicht mehr so, aber das ist ja auch ein altes Buch) Myra Denning liegt.
Die jungen Damen fragen sich, wie eine ertrunkene Frau in ihr Kanu zurückgelangen kann ...

Ich habe eine Schwäche für vintage Krimis, die in Cambridge und Oxford spielen (ich glaube, es wird Zeit, zum hundertsten Mal "Aufruhr in Oxford" zu lesen), wahrscheinlich weil ich an einer Universität arbeitet, die aus einer Menge Beton gemacht ist.
Hat mir wirklich gut gefallen.


"Goodbye, Mr. Chips" = "Lebwohl, Mr. Chips" (auch mit leicht anderem Titel) von James Hilton, Erstveröffentlichung 1933 (in der Weihnachtsausgabe von "British Weekly") und 1934 (als Buch)


Mr. Chipping war jahrzehntelang Lateinlehrer an der Brookfield School - einem privaten Internat - und hat sogar noch ausgeholfen, nachdem er in Ruhestand gegangen ist.
Nun erinnert er sich an sein Leben in und für die Schule.

Für einen zukünftigen Blogpost about die Novelle und Verfilmungen noch einmal gelesen (diesmal auf Englisch, ich selber besitze die deutsche Übersetzung).

Ein witziges kleines P.S. Dies ist als Übersetzung des Buchs in Urdu gelistet. Natürlich kann ich kein Urdu lesen und kann euch nicht sagen, ob das stimmt ... und ich habe absolut keine Ahnung, wie dieses Cover im mindesten Sinn machen sollte, falls es stimmt!


"To You Mr. Chips!" von James Hilton, Erstveröffentlichung 1938


In diesem Buch spricht Hilton ein wenig über seine eigenen Schulerfahrungen und erzählt ein paar weitere Geschichten über Mr. Chips.

Als ich "Goodbye, Mr. Chips" noch einmal las, erfuhr ich zufällig von diesem Buch, das ich vorher nicht kannte.

"Bright Young Things: Lives in the Roaring 20s" von Alison Maloney, Erstveröffentlichung 2012


Das Buch gibt kurze Einblicke in das Leben des "Smart Sets", vor allem im London der 1920er.
Es enthält Kapitel über Jazz, Cocktails, Skandale, Debütantinnen und mehr.
Eine schnelle Lektüre mit Zitaten und Kurzbiographien, ein netter Appetitanreger für den Einstieg, wenn man an dieser Zeit interessiert ist.

"Victorian Fairy Painting" von Jeremy Maas u. a., Erstveröffentlichung 1997


Das Buch erschien aus Anlaß der Ausstellung "Victorian Fairy Painting", die von London nach Iowa City, Toronto und New York reiste.
Es enthält einen Katalog mit Kurzbiographien und Kommentaren und Essays über Feen in der Malerei, in Büchern und Erzählungen, in der Musik und in der Illustration, aber auch die Verbindung zur Bühne, vor allem Shakespeare.

Ich stieß darauf, nachdem ich das Sketchbuch von Charles Altamont Doyle gefunden hatte, welches in meiner Juli-Zusammenfassung aufgeführt ist.

"Japanese Gothic" von Kylie Lee Baker, Erstveröffentlichung 2026


Nachdem er seinen Zimmergenossen im College umgebracht hat, flüchtet Lee in das Haus in Japan, in das sein Vater gezogen ist. Etwas ist jedoch seltsam an diesem Haus, das früher einmal Samurais gehört hat. Wer ist das Mädchen, das aus einer anderen Welt und Zeit hereinschaut?

Immer wieder mal denke ich, daß ich ein Buch außerhalb meiner Komfortzone lesen sollte. Dieses hier hätte keins davon sein sollen.



DNF

"The Suspicions of Mr Whicher or The Murder at Road Hill House" = "Der Verdacht des Mr Whicher" von Kate Summerscale, Erstveröffentlichung 2008


Das Sachbuch erzählt die Geschichte eines Kindesmords im viktorianischen England und von Jack Whicher, der einer der ursprünglichen acht Angehörigen von Londons neuem "Detective Branch" in Scotland Yard war.

Ich habe die Fernsehserie gesehen, deren erste Episode von diesem Fall handelte, und wollte das Buch mehr wegen Whicher als wegen des Falls lesen, gab aber recht früh auf, weil es so langweilig zu lesen war.




Übrigens, falls ihr Buchbesprechungen schreibt oder Blogposts über andere Dinge, die mit Büchern zu tun haben - sogar Filme, die auf Büchern basieren - schaut bitte bei "A Good Book and a Cup of Tea" vorbei, einer monatlichen Buch-Linkparty, deren Host ich zusammen mit Lisa from Boondock Ramblings und Erin von Still Life, With Cracker Crumbs  bin. Hier könnt ihr mehr herausfinden.

Mittwoch, 31. Dezember 2025

Meine Dezember-Bücher

Noch ein Jahr vorüber, ich kann es kaum glauben.
Aber womit könnte man das Jahr besser beenden als mit einer Bücherliste. Hier sind die, die ich im Dezember gelesen habe.

Sie ist ein Überblick darüber, was ich in einem Monat fertigbekommen habe (nicht unbedingt im selben Monat angefangen) und was ich den Katzen vorgelesen habe (mit 😸 markiert).
Habt ihr euch übrigens gefragt, warum manche der Bilder in meinen Buchposts so professionell aussehen und manche nicht? Natürlich könnte ich immer Bilder im Web finden, aber auf diese Art erinnere ich mich daran, welche Bücher ich in elektronischer Form gelesen habe, entweder von der Bibliothek - professionelle Bilder - oder auf The Internet Archive - Screenshots der Cover von digitalisierten Druckexemplaren - oder welche Bücher ich in gedruckter Form gelesen habe - die Bilder sind von mir gemacht, während ich sie einfach hochhalte. Da ich 
Bücher normalerweise immer nachts fertigzulesen scheine, bekommt ihr hier den "Leselampenfarben- und Seltsamer Winkel-Look".
Ich werde jeweils eine kurze Erklärung hinzufügen, warum ich ein Buch ausgewählt habe und vielleicht auch, ob es ein Kandidat zum Wiederlesen ist, aber ich werde keine richtigen Rezensionen oder Bewertungen abgeben (die Katzen weigern sich ebenfalls zu bewerten 😉). Solltet ihr aber eine persönliche Bewertung für ein Buch haben wollen, an dem ihr interessiert seid, laßt es mich einfach wissen.


1. "Peter Cushing : An Autobiography", by Peter Cushing, first published in 1986 😸


"Fange beim Anfang an", sagte der König ernsthaft, "und lies bis du an's Ende kommst, dann halte an." Welcher Ratschlag wäre besser als der von Lewis Carroll, wenn man versucht, eine Lebensgeschichte zu schreiben? Da mein Leben, wie ich es kannte und liebte, jedoch mit dem Tod meiner geliebten Frau Helen endete, beabsichtige ich, diese Erzählung nicht über diesen schicksalhaften Donnerstag im Jahr 1971, am 14. Januar, hinaus fortzuführen.

Ich muß zugben, daß Peter Cushing für mich hauptsächlich Van Helsing und Sherlock Holmes war, ich hatte ihn nicht mal als Baron Frankenstein gesehen. Dieses Buch behandelt seine recht kurze Hollywood-Karriere - er kehrte bewußt nach England zurück - und seine Theater-, Fernseh- und Filmkarriere daheim.
Er erzählt auch von seiner Kindheit und Jugend und den Zeiten, bevor er Schauspieler wurde, und denen, während derer er "ausruhte", also wenn er ohne Engagement war.
Tatsächlich mußte er sich seinen Lebensunterhalt eine Weile damit verdienen, daß er Kopftücher entwarf.
Ein großer Teil dieses Buches ist jedoch der Liebesgeschichte zwischen ihm und seiner Frau Helen gewidmet, was euch nach dem obigen Zitat nicht überraschen wird.


2.
 "The Last Library" = "Die letzte Bibliothek der Welt" von Freya Sampson, Erstveröffentlichung 2021


June ist eine Bibliotheksassistentin, die nur für ihre Bücher und für die kleine Dorfbibliothek lebt, in der ihre Mutter bis zu ihrem Tod gearbeitet hat.
Erst als der Gemeinderat darüber diskutiert, sechs Dorfbibliotheken zu schließen, ihre eingeschlossen, findet sie ihre Stimme dank der Unterstützung durch ihre Nutzerschaft, der die Bibliothek genauso wichtig ist wie ihr.

Ich habe letzten Monat Sampsons zweites Buch gelesen, dies ist ihr Debütroman. Als Bibliothekarin war ich interessiert daran (auf sehr nostalgische Art), obwohl ich selber nicht in einer öffentlichen Bibliothek arbeite.

3. "Black as He's Painted" = "Schwarz wie die Nacht" von Ngaio Marsh, Erstveröffentlichung 1973
(Roderick Alleyn 28)


Als Präsident Opala von Ng'ombwana (einer neu unabhängig gewordenen afrikanische Republik) - der zufällig dieselbe Privatschule wie Alleyn besucht hat und ein guter Freund von ihm war - auf Staatsbesuch nach London kommen soll, ist der Special Branch in Aufruhr, weil "The Boomer" (Opalas Spitzname in der Schule, leider weiß ich nicht, wie er in der deutschen Übersetzung genannt wird) alle Sicherheitsmaßnahmen ablehnt.
Bei einem Empfang in der Botschaft erfolgt ein Mordversuch, aber anstatt des Präsidenten wird der Botschafter getötet.
Von der Tatsache behindert, daß der Mord auf "fremdem Boden" stattgefunden hat, versuchen Alleyn und sein Kollege vom Special Branch den Fall zu lösen.


Dies ist immer noch Teil meines Vintage-Krimi-Projekts, für das ich mir immer wieder neue Bücher von Marsh und Allingham besorge.
Obwohl das Buch zügig zu lesen war, war es trotzdem nicht einfach, weil manches nicht sehr gut gealtert ist, aber ein Teil davon war wiederum notwendig für die Handlung.
Es gab eine Figur, die ich wirklich mochte, und eine Katze, derentwegen ich nach ein paar Seiten schnell mal das Ende checken mußte (aber nicht die Auflösung), aber sie ist nicht nur in Ordnung, sondern spielt auch eine wichtige Rolle.

4.
 "The Art Thief" = "Der Meisterdieb" von Michael Finkel, Erstveröffentlichung 2023


Im Zeitraum von sechs Jahren stahl Stéphane Breitwieser Kunstwerke und -gegenstände von Museen und Kunstmessen, während seine Freundin Anne-Catherine Kleinklaus Wache stand - sogar in vollen Museen am hellichten Tag.
Anders als die meisten Kunstdiebe verkaufte Breitwieser die Skulpturen, Gemälde, Waffen usw. allerdings nicht. Er stahl sie für "seine" Sammlung, die er im Schlafzimmer auf dem Dachboden des Hauses seiner Mutter ausstellte, in dem sie wohnten. Der Wert der gestohlenen Stücke wird auf ungefähr 1,5 bis 2 Milliarden US Dollar geschätzt.
Als er erwischt wurde, warf seine Mutter einen Teil der Sammlung in einen Kanal und verbrannte den anderen Teil.

Noch ein Zufallsfund auf OverDrive. Ich schaue gern Kunstdokumentationen an und habe außerdem einige über Kunstfälschungen und -diebstahl gesehen, aber von Breitwieser hatte ich überraschenderweise - ich schaue die meisten auf unserem französisch-deutschen Fernsehsender an - bisher noch nicht gehört.

5. 
"Antarctica" = "Wo das Wasser am tiefsten ist" von Claire Keegan, Erstveröffentlichung 1999


Die Debütsammlung von Geschichten der irischen Autorin, jede davon auf unterschiedliche Weise fesselnd.

Ich habe das Buch als Neueintrag auf OverDrive gefunden.

6. 
"Old Christmas : from the Sketch Book of Washington Irving" von Washington Irving, Erstveröffentlichung 1875


Diese fünf Skizzen rund um alte englische Weihnachtstraditionen stammen aus Irvings "Skizzenbuch von Geoffrey Crayon, Gent." von 1820.
Sie beschreiben die Feiertage, die er auf einem ländlichen Anwesen verbringt, wo Traditionen gepflegt werden, die sogar noch älter als aus dem 19. Jahrhundert sind.

Als ich zu meinem Blogpost über Geistergeschichten an Weihnachten recherchierte, stieß ich auf dieses Buch und es gab eine schnelle saisonale Lektüre ab. Der Stil ist sehr blumig, aber in Verbindung mit den Illustrationen habe ich es ganz gern gelesen.


7. 
"The Secret Christmas Library" = "Die geheime Weihnachtsbibliothek" von Jenny Colgan, Erstveröffentlichung 2025
(Happy Ever After-Reihe 6)


Mirren hat schon mal ein seltenes Buch gefunden. Als sie es im British Museum bewundert, begegnet sie einem schottischen Laird, der in dem verfallenden Schloß, das sein Großvater ihm vererbt hat, nach einem wertvollen Buch such, und wird von ihm angeheuert, ihm bei seiner Suche zu helfen.

Ich habe das Buch als Neueintrag auf OverDrive gefunden und auf eine weitere schnelle und nette Lektüre für die Jahreszeit gehofft.
Stattdessen stand es so kurz davor, ein DNF zu werden.
Obwohl ich es ziemlich schnell durch hatte, habe ich mich eigentlich die ganze Zeit irgendwie darüber geärgert - die Charaktere, den Stil (wie oft kann man das Wort "vast" verwenden?), die Bearbeitung des Textes und daß es nicht sehr weihnachtlich war. Ich denke, ich habe gehofft, daß es besser würde, und dann war ich schon zu weit, um es nicht fertigzulesen.

8. 
"The Library Book" von verschiedenen Autor*innen, Erstveröffentlichung 2012


Das Buch ist eine Sammlung von 23 Geschichten von Schriftsteller*innen über Bibliotheken oder in denen Bibliotheken vorkommen, abhängig davon, ob es sich um Fiktion handelt oder nicht.

Dies war eine Empfehlung auf OverDrive.
Ich war hin und her gerissen. Es gab ein paar exzellente Essays, es gab einige Zitate, die mir wirklich aus dem Herzen sprachen (hauptsächlich wegen der Nostalgie), es gab auch aber welche, die einfach langweilig waren oder sich sehr wiederholten (zum Beispiel die unendliche "gedruckt oder elektronisch"-Diskussion, okay, ich bevorzuge Gedrucktes, aber inzwischen lese ich auch e-Books, weil sie mir den Zugang einfacher machen, ist es nicht wichtig, daß Leute überhaupt lesen?)
Manche sind gut gealtert, andere nicht so sehr, wenn man sich die Entwicklung in den letzten Jahren betrachtet (ich spreche zum Beispiel über Bücherverbote).
Natürlich ist mir klar, daß sich die meisten Geschichten auf öffentliche Bibliotheken in Großbritannien beziehen und auf die Gefahr, daß zu dem Zeitpunkt eine Menge davon geschlossen werden sollten (ich weiß nicht, wie sich die erwähnten Zahlen seither verändert haben).

9. 
"Grace & Henry's Holiday Movie Marathon" von Matthew Norman, Erstveröffentlichung 2025


Grace - die zwei Kinder hat - und Henry haben beide ihre Ehepartner verloren.
Fast ein Jahr später, die Feiertage stehen bevor, versuchen ihre Mütter sie zusammenzubringen. Sie sind jedoch noch nicht dafür bereit und werden stattdessen "Trauerpartner", die sich bei einem Weihnachtsfilmmarathon näherkommen ... und wegen ein paar Mäusen.

Ich habe das Buch als Neueintrag auf OverDrive gefunden und es hat mir wirklich gefallen.

10. 
"The Brits in Hollywood: Tales from the Hollywood Raj" von Sheridan Morley, Erstveröffentlichung 2006
(aktualisierte Ausgabe, ursprünglich 1983 als "Tales from the Hollywood Raj" veröffentlicht)


Viele britische Schauspieler und Schauspielerinnen - hauptsächlich jedoch Männer - gingen nach Hollywood (sogar bevor es so hieß), um dort Filme zu drehen. Die meisten davon hatten einen Theaterhintergrund. Manche blieben dort, wie zum Beispiel Ronald Colman oder Cary Grant, manche kehrten nach Hause zurück, manche entschieden sich dafür, hin und her zu pendeln.
Ein Spitzname für sie im Goldenen Zeitalter von Hollywood war "The Hollywood Raj" (eine Andeutung auf "British Raj", die Zeit der Regierung von Indien durch die britische Krone).

Ich habe von Liz from Adventures in Reading, Running, and Working from Home von der Dean Street Press gehört. Als ich mir deren Website anschaute, fand ich ein paar Titel, die mich interessierten, darunter Filmbücher von Sheridan Morley (das hier war allerdings keine Ausgabe der Dean Street Press).
Das Buch zählte viele Namen von Leuten und Filmen auf, die ich nicht alle kannte, aber es war trotzdem interessant zu lesen.


11. 
"Der Hyazinthen-Mörder" = "Singing in the Shrouds" von Ngaio Marsh, Erstveröffentlichung 1958
(Roderick Alleyn 20)


Ein Serienmörder erwürgt Frauen und läßt sie mit zerrissenen Halsketten und über ihren Leichen verstreuten Blumen zurück.
Sein drittes Opfer wird in der Nähe eines Kreuzfahrtschiffs aufgefunden. Wegen des Fetzens einer Bordkarte in ihrer Hand hat Alleyn den Verdacht, daß sich der "Blumenmörder" an Bord befindet, und er begibt sich mit auf die Kreuzfahrt, um verdeckt zu ermitteln.

Dies ist immer noch Teil meines Vintage-Krimi-Projekts, für das ich mir immer wieder neue Bücher von Marsh und Allingham besorge (von den Marshs fehlen jetzt nur noch vier!).

12. 
"From the Alps to the Dales: 100 Years of Bettys" von Annie Gray, Erstveröffentlichung 2019 😸


1919 von einem Schweizer Bäcker und Konditor gegründet, ist Bettys ein Familienunternehmen mit Sitz in Yorkshire, das nicht nur für seine Teestuben dort bekannt ist, sondern auch für seine Produkte, von denen Tee und Kaffee in der Verantwortlichkeit seiner Schwesternfirma Taylors of Harrogate liegen.
Das Buch erzählt seine Geschichte von 1919 bis 2019.

Ich habe alle von Annie Grays Bücher, die ich bis jetzt besitze, den Katzen vorgelesen, sie aber noch nicht davon überzeugt, selber Lebensmittelhistoriker zu werden, da sie mehr Interesse an dem haben, was jetzt auf ihren Tellern liegt.

13. 
"The Case of the Silken Petticoat" von Christopher Bush, Erstveröffentlichung 1953
(Ludovic Travers 43)



Privatdetektiv Ludovic Travers ist Zeuge, als eine junge Frau ins Café Rond stürmt und den bekannten Kritiker Clement Foorde wegen einer Rezension, die er über Robert Ashmans Buch "The Silken Petticoat" geschrieben hat, vors Schienbein tritt.
Einige Zeit später wird Ashman ertrunken in einem Fluß aufgefunden und er ist nicht die einzige Leiche in diesem Geheimnis, das Travers lösen muß.

Ich hatte noch nie von Christopher Bush gehört - soweit ich mich erinnere -, als
 Liz von Adventures in Reading, Running, and Working from Home eine Rezension eines seiner Bücher für eine 1952er Challenge auf ihrem Blog hatte. Ich fand ein paar seiner Bücher auf The Internet Archive und habe willkürlich mit diesem hier angefangen.

14. 
"A Child's Christmas in Wales" = " Weihnachten in meiner Kindheit" von Dylan Thomas, Erstveröffentlichung 1954 (als Buch, es war zunächst eine Aufnahme) 😸


Die Geschichte des walisischen Poeten ist eine wunderschön erzählte nostalgische Erinnerung an Weihnachten als Junge, das Familientreffen, Spielen im Schnee, Weihnachtslieder singen gehen.

Ich hatte die Geschichte noch nicht gekannt, sie war in einem Artikel erwähnt worden, und sie rief auf jeden Fall Erinnerungen an eigene vergangene Weihnachten hervor. Sie könnte zu einem Weihnachtsritual werden.


15.
 "The Women on Platform Two" von Laura Anthony, Erstveröffentlichung 2025


Saoirse möchte keine Kinder haben, ihr Verlobter Miles schon. Nach einem negativen Schwangerschaftstest und einer daraus folgenden Diskussionen geht Saoirse aus dem Haus, um nachzudenken, und landet in einem Zug, wo sie eine alte Dame, Maura, kennenlernt, die ihr die Geschichte von ihrer besten Freundin Bernie und sich selber in der Republik Irland der 70er erzählt, als Verhütung noch verboten war.
(TW: Häusliche Gewalt/Selbstmord)

Ich glaube, ich habe das Buch als Neueintrag auf OverDrive gefunden.
Obwohl ich wußte, daß jegliche Verhütungsmittel in Irland um diese Zeit verboten waren, hatte ich noch nie zuvor von
 "The Contraceptive Train" gehört, als 47 Frauenrechtsaktivistinnen einen Zug nach Belfast nahmen, um dort Verhütungsmittel zu kaufen, deren Import in die Republik illegal war.

16. 
"The Carlyles at Home" von Thea Holme, Erstveröffentlichung 1965


"Daheim" war das Haus 5 Cheyne Row in Chelsea, London, wo der schottische Essayist, Historiker und Philosoph Thomas Carlyle von 1834 bis zu seinem Tod 1881 lebte.
Mit ihm lebte dort seine Frau Jane bis zu ihrem Tod 1866. Sie war eine eifrige Schreiberin von Briefen, die uns einen Einblick in das Leben der Carlyles von ihrem Standpunkt aus erlauben.

Ich fand das Buch dank einer Rezension von
 Liz von Adventures in Reading, Running, and Working from Home (deren Ohren inzwischen wahrscheinlich klingeln).
Obwohl die Lektüre sehr interessant war, zum Beispiel, wie schwierig es sein kann, verläßliche Bedienstete zu finden (darum geht es sehr oft), ging ich hinterher meine Elektrogeräte und meine Katzen umarmen. Wir drei haben in mancher Hinsicht so ein Glück, jetzt zu leben anstatt damals (weil wir so ein verwöhnter Haufen sind).

17. 
"The Three Investigators in the Mystery of the Green Ghost" = "Die drei ??? und der Teufelsberg" von William Arden (die Bücher wurden unter Nennung von Alfred Hitchcock als Autor veröffentlicht), Erstveröffentlichung 1968 😸
(Die drei ??? 10 (amerikanisch), 13 (deutsch)) 


Was bringt eine Höhle zum Stöhnen und warum hat es sie nach 50 Jahren wieder damit angefangen? Ist die Legende über das "Urwesen" wahr und was ist mit dem Rebellen El Diablo, kann er noch am Leben sein?
Diesmal haben Justus, Peter und Bob einen Fall, bei dem sie versuchen, den Daltons zu helfen, denen die Ranch neben dem Teufelsberg gehört.

Ich habe diese Reihe vor langer Zeit gelesen und mache sie jetzt nochmal Stück für Stück durch, nachdem ich einen Blogpost darüber geschrieben habe. Dieses Buch ist das zehnte in der Originalreihe und das dreizehnte in der deutschen Reihe.