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Samstag, 31. Januar 2026

Meine Januar-Bücher

2026 hat auf die gleiche Art begonnen, wie 2025 geendet hat - mit mehr Büchern!
Dies ist ein
 Überblick der Bücher, die ich in einem Monat fertiggelesen habe (nicht unbedingt im selben Monat angefangen) und die ich den Katzen vorgelesen habe (mit 😸 markiert).
Ich werde jeweils eine kurze Erklärung hinzufügen, warum ich ein Buch ausgewählt oder wie ich es gefunden habe und vielleicht auch, ob es ein Kandidat zum Wiederlesen ist, aber ich werde keine richtigen Rezensionen oder Bewertungen abgeben (die Katzen weigern sich ebenfalls zu bewerten 😉). Solltet ihr aber etwas mehr Info zu einem Buch haben wollen, an dem ihr interessiert seid, laßt es mich einfach wissen.
Vielleicht fällt euch auf, daß ich die Liste nicht mehr durchnumeriere. Dafür gibt es einen Grund, auf denen ich im einem zukünftigen Post näher eingehen werde.


"Buster Keaton Remembered" von Eleanor Keaton und Jeffrey Vance, Erstveröffentlichung 2001


Das Buch, das von seiner Frau Eleanor, mit der er 26 Jahre lang verheiratet war, und dem Filmhistoriker Jeffrey Vance geschrieben wurde, zeichnet Buster Keatons Leben und Karriere Film für Film auf, unterstützt von einer Menge Bilder.

Das ist natürlich Teil meines persönlichen Stummfilmprojekts.

"Grey Mask" = "Die graue Maske" von Patricia Wentworth, Erstveröffentlichung 1928
(Miss Silver 1)


Als Charles Moray vier Jahre, nachdem seine Verlobte die Verlobung kurz vor der Hochzeit aufgelöst hat, nach London zurückkehrt, wird er in eine Verschwörung hineingezogen, in der es um einen ertrunkenen Millionär, dessen Erbin und seine Ex-Verlobte geht.

Noch mehr Ohrenklingeln für
 Liz, auf deren Blog ich auf Wentworth stieß, deren Miss-Silver-Reihe gerade richtig zu meiner Lektüre von vintage Krimis paßt.

"Murder at the Bookstore" von Sue Minix, Erstveröffentlichung 2023
(The Bookstore Mystery series 1)



Krimiautorin Jen Dawson schreibt an ihrem zweiten Buch, als ihre Freundin Aletha vom Buchladen ermordet wird.
Jen wird zur Amateurdetektivin.

Ich fand den neuesten verfügbaren Band der Reihe auf OverDrive und fing dann aber mit dem ersten an.
Hört sich meine Beschreibung der Handlung genervt an? Der Grund dafür ist, daß ich es war. Ich wollte nicht gleich ein zweites DNF und habe mich durchgeackert, dann aber prompt die Folgebände von meiner Wunschliste gelöscht.


"The Three Investigators in the Mystery of the Talking Skull" = "Die drei ??? und der sprechende Totenkopf" von Robert Arthur (die Bücher wurden unter Nennung von Alfred Hitchcock als Autor veröffentlicht), Erstveröffentlichung 1969 😸
(Die drei ??? 11 (amerikanisch), 5 (deutsch))


Bei einer Auktion für zurückgebliebenes Gepäck kauft Justus die alte Truhe eines Magiers. Es sind allerdings noch mehr Leute an dieser Truhe interessiert. Was ist das Geheimnis dahinter und hinter "Sokrates", dem sprechenden Totenkopf, den sie darin gefunden haben?


Ich habe diese Reihe vor langer Zeit gelesen und mache sie jetzt nochmal Stück für Stück durch, nachdem ich einen Blogpost darüber geschrieben habe. Dieses Buch ist das elfte in der Originalreihe und das fünfte in der deutschen Reihe.

"How to Read a Book" von Monica Wood, Erstveröffentlichung 2024


Violet ist in Haft für Trunkenheit am Steuer, wodurch sie einen tödlichen Autounfall verursacht hat.
Harriet ist eine verwitwete und pensionierte Lehrerin, die als Freiweillige den Gefängnisbuchclub leitet.
Frank ist ein Mechaniker in Rente, seine Frau wurde bei dem Unfall getötet.
Nachdem Violet aus dem Gefängnis kommt und die drei sich in einem Buchladen begegnen, beginnen sich ihre Leben miteinander zu verflechten.

Ein weiterer Zufallsfund auf OverDrive. Es fing okay an, aber ich fand, das letzte Drittel war etwas viel.

"The Picture House Murders" von Fiona Veitch Smith, Erstveröffentlichung 2023
(A Miss Clara Vale Mystery 1)


Das Jahr ist 1929. Clara Vale, die ein Wissenschaftsstudium in Oxford abgeschlossen hat, aber gerade als Bibliothekarin arbeitet, erhält Nachricht, daß ihr Onkel Bob gestorben ist und ihr alles hinterlassen hat, sein Geld, sein Haus mit Labor - und seine Detektei!
Im Versuch herauszufinden, was sie mit ihrem Erbe anfangen soll, greift Clara einen von Bobs offenen Fällen auf, ein Brand in einem örtlichen Lichtspielhaus.

Das Buch habe ich als Neueintrag auf OverDrive gefunden, schade, daß es dort bisher das einzige aus der Reihe ist, weil es mir echt gut gefallen hat.

"Tod im Äther" = "The Collected Short Fiction of Ngaio Marsh" von Ngaio Marsh, Erstveröffentlichung 1989


Dies ist eine Sammlung von Marshs Kurzgeschichten, von denen in manchen Roderick Alleyn vorkommt. Außerdem it ein Fernsehskript für eine Episode von "Crown Court" enthalten (die ihr hier im Original finden könnt, falls ihr Joan Hickson als Angeklagte sehen möchtet). Der Abschluß sind zwei Einführungen in die Schöpfung von Alleyn und seiner Frau Troy.
Wir if you want to see Joan Hickson as the defendant).
We got some murder, theft, and attempted murder.

Dies ist immer noch Teil meines Vintage-Krimi-Projekts, für das ich mir immer wieder neue Bücher von Marsh und Allingham besorge.
Ich würde sagen, Kurzgeschichten waren nicht Marshs Stärke, aber es sind ohnehin nicht viele.

"Making Time: Lillian Moller Gilbreth - A Life Beyond "Cheaper by the Dozen" von Jane Lancaster, Erstveröffentlichung 2004


Lillian Moller Gilbreth (1878 - 1972) war eine US-amerikanische Psychologin, Wirtschaftsingenieurin, Beraterin und Dozentin.
Sie erhielt als eine der ersten Ingenieurinnen einen Doktortitel und arbeitete fast ihr gesamtes Leben lang auf ihrem Feld, bis zu seinem Tod 1924 eng zusammen mit ihrem Ehemann Frank Bunker Gilbreth.
Ihr habt vielleicht von ihr gehört, falls ihr "Im Dutzend billiger" und "Aus Kindern werden Leute" gelesen habt, geschrieben von zweien ihrer dreizehn Kinder, Frank Jr. und Ernestine. Das sind humorvolle Beschreibungen des Lebens in der großen Familie zweier Ingenieure, deren Arbeiten im Bereich des wissenschaftlichen Managements auch Anwendung in der Organisation ihres Zuhauses fanden.

Vor einer Weile empfahl mir YouTube die beiden Filme, die nach den Büchern gedreht wurden. Ich habe die Bücher mehr als einmal gelesen, vor allem als Kind, ich kannte auch die Filme schon, aber aufgrund der Empfehlung suchte ich nach mehr Informationen über Lillian Gilbreth und stieß auf diese ausführliche Biographie - und mit ausführlich meine ich fast 400 Seiten vollgepackt mit Information über diese erstaunliche Frau. Manchmal etwas zuviel Information, da ich mir unmöglich jede Organisation merken kann, der Gilbreth angehörte, oder all die vielen, vielen Vorträge, die sie gehalten hat, aber hey, offensichtlich war es interessant genug, daß ich bis zum Schluß durchgehalten habe, obwohl besonders der zweite Teil nicht immer leichte Lektüre war.


"Secret Lives" von E. F. Benson, Erstveröffentlichung 1932 😸


Ein Neuzugang unter den Bewohnern von Durham Square führt zu einer Schlacht um die soziale Vorherrschaft zwischen Mrs Mantrip, deren Vater den Square zu einer respektablen Gegend gemacht hat, und Miss Leg, dem Neuankömmling. Sie wissen nicht, daß sie beide ein Geheimnis haben, das sie verbindet.

Ich habe nach einem Buch geschaut, das ein Buch erwähnte, das zur Empfehlung von Bensons "Mapp und Lucia"-Romane führte (ich hatte die Serie zuvor schon gesehen), was mich dann zu diesem Buch leitete. Die Wege von Büchern sind manchmal seltsam.
Ein äußerst amüsantes Buch!


"Tied Up in Tinsel" = "Der Tod eines Schneemanns" von Ngaio Marsh, Erstveröffentlichung 1972
(Roderick Alleyn 27)


Während Alleyn in Australien ist, wurde seine Frau Troy von Hilary Bill-Tasman zu Weihnachten eingeladen, um sein Porträt zu malen.
Der exzentrische Hilary restauriert den Sitz seiner Vorfahren und all seine Angestellten haben Strafen für Mord verbüßt.
Weitere Gäste sind sein Onkel und seine Tante, sein Mentor und seine Verlobte.
Als der Diener seines Onkels nach der Weihnachtsfeier verschwindet, ist es Glück, daß Alleyn gerade aus Australien zurückgekehrt ist.


Dies ist immer noch Teil meines Vintage-Krimi-Projekts, für das ich mir immer wieder neue Bücher von Marsh und Allingham besorge.

"The Vampyre : a tale" = "Der Vampyr" von John William Polidori, Erstveröffentlichung 1819 😸


Der reiche, junge, verwaiste Aubrey kommt nach London, wo er Lord Ruthven kennenlernt, der ihn sowohl fasziniert als auch abstößt. Sie reisen zusammen auf das europäische Festland, wo Aubrey von Vampyren erzählt wird, eine Volkssage, die er bis zu einem grausigen Ereignis, das im Tod eines jungen Mädchens endet, nicht ernstnimmt.
Nachdem Lord Ruthven von Räubern erschossen wird, verschwindet seine Leiche auf mysteriöse Weise.
Als Aubrey jedoch nach London zurückkehrt, trifft er Lord Ruthven wieder - und er zeigt Interesse an Aubreys Schwester.


Polidoris "Der Vampyr" wird oft als die erste Geschichte angesehen, in der ein "moderner" Vampir vorkommt.
Sie wurde von einem Romanfragment Lord Byrons inspiriert (dessen Arzt er war und dem sie zunächst auch zugeschrieben wurde, bevor Byron und Polidori das berichtigten) und ist ein Ergebnis des berühmten Erzählwettstreits von Geistergeschichten, der auch zu Mary Shelleys "Frankenstein" führte.
Als Kurzgeschichte ist sie eine schnelle Lektüre, falls ihr an den Anfängen des Genres interessiert seid. 
Auf jeden Fall schneller als "Varney the Vampire or The Feast of Blood" (in Form von Penny Dreadfuls von 1845 - 1847 erschienen), der viele der Tropes wie die scharfen Fangzähne oder die hypnotischen Kräfte einführte. Varney ist fast 900 Seiten lang! Dracula tauchte übrigens erst 1897 auf.
Das Exemplar, das ich gelesen habe und das laut einer Notiz auf dem Titelblatt 1819 erworben wurde, hatte mehrere Anmerkungen. Ich konnte sie nicht alle komplett lesen, aber zwei davon waren "Perfectly horrid!!", also "Absolut grauenvoll!!", was ich echt interessant fand.

"Krabat" von Otfried Preußer, Erstveröffentlichung 1971


Das Buch, das in der Zeit des Großen Nordischen Kriegs spielt (1700 - 1721), erzählt die Geschichte von Krabat, einem Waisenjungen, der als Lehrjunge in einer geheimnisvollen Mühle in der Lausitz anfängt.

Für einen Blogpost nochmal gelesen. Ich kann nicht mal sagen, wie oft ich dieses Buch seit meiner Kindheit gelesen habe. Ein absoluter Favorit.

"Maisie Dobbs" = "Das Haus zur letzten Ruhe" von Jacqueline Winspear, Erstveröffentlichung 2003
(Maisie Dobbs 1)



Das Jahr ist 1929 (ja, schon wieder, aber Maisie Dobbs und Clara Vale sind recht unterschiedlich). Maisie Dobbs, Psychologin und Ermittlerin, muß herausfinden, ob eine Frau ihren Ehemann betrügt, entdeckt aber ein größeres Geheimnis, das sie im Geister in ihre eigene Vergangenheit zurückführt.

Noch ein Zufallsfund auf OverDrive. Ich bin zwiespältig. Es war eine geschmeidige Lektüre, aber ein paar Dinge waren etwas zu geschmeidig und perfekt, wie Maisies Hintergrundgeschichte.
Meine Bibliothek hat nur zwei weitere aus der Reihe von 18 Büchern, Nummer 16 und 18, und ich denke nicht, daß es viel Sinn macht, die zu lesen, ohne Maisies Entwicklung zwischen 1929 und 1945 zu kennen.

"Carmilla" von Joseph Sheridan Le Fanu, Erstveröffentlichung (als Serie) 1871 😸


Die junge Laura führt mit ihrem Vater ein einsames Leben in einem österreichischen Schloß.
Als sich in der Nähe des Schlosses ein Kutschenunfall ereignet, bekommen sie einen unerwarteten Gast, die schöne und bezaubernde Carmilla.
Eine seltsame Freundschaft entwickelt sich, aber dann wird Laura von Träumen geplagt und wird jeden Tag schwächer.

Le Fanus Carmilla ist einer der ersten weiblichen Vampire in der Literatur. Die Novella ist 26 Jahre älter als Stokers "Dracula" und hat mehr Schichten als einfach nur eine Vampirgeschichte zu sein (ich sage nur Frauen).
Ich hatte sie vor Urzeiten gelesen und erinnerte mich an nichts mehr, also war es and der Zeit, es nochmal zu lesen. Definitiv eine Empfehlung von mir.
Gundel mochte ja Lord Ruthven nicht besonders, als sie aber hörte, daß sich Carmilla in eine schwarze pantherartige Katze verwandeln konnte, meinte sie, daß sie selber vielleicht doch einen ganz guten Vampir abgeben würde.

"Tension" von E. M. Delafield, Erstveröffentlichung 1920


Als Lady Rossiter, Frau des Direktors eines privaten Colleges, Sir Julian, erfährt, daß die neue weibliche Aufsichtskraft, Pauline Marchrose, die Frau ist, die die Verlobung mit ihrem Cousin aufgelöst hat, tut sie alles, um sie loszuwerden.
Eine aufkeimende Romanze zwischen Marchrose und Sir Julians Agenten Mark Easter, dessen Frau sich in einer geschlossenen Einrichtung befindet, ist die perfekte Grundlage für eine Kampagne gegen sie und die Spannung nimmt zu.

Liz von Adventures in Reading, Running, and Working from Home hat mich in die Reihe "British Library Women Writers" eingeführt (ich habe gesehen, daß sie dieses Buch bereits hier rezensiert hat). Ich habe geschaut, welche der Romane ich recht einfach finden konnte, das hier war einer davon.


DNF:

"A Witch's Guide to Magical Innkeeping" = "Miss Swans zauberhafte Pension für magische Gäste" von Sangu Mandanna, Erstveröffentlichung 2025


Eine junge, talentierte und mächtige Hexe läßt ihre Großtante von den Toten auferstehen und verliert fast ihre gesamte Macht, also betreibt sie die magische Pension ihrer Tante, nachdem sie selber aus der Gilde verbannt wird.
Dann erfährt sie von einem Zauber, der ihre Macht 
vielleicht wiederherstellen kann.

Ich fange an zu glauben, daß die meiste "Cozy Literatur" nicht wirklich etwas für mich ist. Ich habe ungefähr 15% des Buchs gelesen und dann festgestellt, daß mir nicht danach war, die Lektüre wieder aufzunehmen. Ich habe es zwar trotzdem getan, war aber nach ein paar weiteren Seiten immer noch gelangweilt. Da eine Warteliste von vier oder fünf Leuten bestand, fand ich, daß es nett von mir wäre, direkt an dieser Stelle aufzugeben.

Dienstag, 13. Januar 2026

Wie und warum hast du angefangen, Stummfilme zu schauen?

Vor einer Weile wurde diese Frage in einem Kommentar gestellt, und ich mußte darüber nachdenken, wie es tatsächlich anfing.
Am 11. März 2025 schrieb ich meinen ersten Stummfilmpost und seither jeden Donnerstag einen. Um ehrlich zu sein, hat mich das selber überrascht - im ersten Post hatte ich der "Reihe" noch nicht mal einen Tag zugeteilt - und ich würde lügen, wenn ich behauptete, daß es immer leicht war.

"Willst du einen Stummfilm mit mir anschauen?"
"Oh Junge, sieht so aus, als wäre er seltsam.
Gutaussehend, aber seltsam."

Manchmal mußte ich auf die Vorstellung von Kurzfilmen zurückgreifen, einfach weil ich nichts im voraus vorbereitet hatte und dann nicht die Zeit fand oder, noch wichtiger, die Konzentration, einen langen anzuschauen (da ich ab nächster Woche wieder arbeite, könnt ihr da übrigens mit einem Kurzfilm rechnen).
Das hat jedoch nicht nur mit der Lauflänge eines Films zu tun, sondern auch damit, wie ich diese Blogposts schreibe. Ich weiß, daß ich keine begnadete Schreiberin bin, und dazu kommt noch, daß ich manchmal eine Schreibblockade habe. Ja, bei einem "einfachen" Blogpost, an dem die meisten meiner Leserinnen und Leser sowieso nicht besonders interessiert sind.

Im März habe ich von meiner Aufmerksamkeitsspanne geschrieben und daß ich daran arbeiten wollte, sie wieder zu verbessern, nachdem eine Freundin gemeint hatte, daß Filme für ihre Aufmerksamkeitsspanne viel zu lang geworden seien.
Ich hatte für Weihnachten einen "Der kleine Lord"-Marathon mit verschiedenen Verfilmungen gemacht und konnte mich nicht dazu überwinden, den Stummfilm mit Mary Pickford anzuschauen. Dadurch kam ich auf die Idee.
"
Für einen Stummfilm braucht man eine Menge Aufmerksamkeit und manche sind auch noch richtig lang.
Also dachte ich mir, daß das eigentlich ganz gut zu meinem "Training" passen würde. Ich werde Stummfilme anschauen und dann hier darüber schreiben."

"Du hast meinen Film immer noch nicht angeschaut.
Mach das schnell oder du kriegt was ab."

Da wußte ich noch nicht, daß ich nicht nur Filme anschauen, sondern auch Blogpost lesen würde und Kritiken und sogar einige akademische Artikel, was es mir nicht leichter machte, rechtzeitig zum tatsächlichen Schreiben zu kommen.
Ich wußte außerdem noch nicht, daß mir das Hin- und Herspringen soviel Spaß machen würde, in der Tat so sehr, daß ich jetzt angefangen habe, Biographien zu lesen, und mir ein fettes Buch über die Geschichte von Stummfilmen in den USA (gebraucht zu einem tollen Preis) gegönnt habe (das ich mich bisher jedoch noch nicht anzufangen getraut habe).

Bleibt die Frage, wie ich überhaupt auf die Idee kam, Stummfilme für dieses "Projekt" zu wählen?
Im März habe ich auch geschrieben "
Es war nie leicht für mich, Stummfilme anzuschauen, obwohl ich damit aufgewachsen bin. Nein, ich bin noch nicht so alt, es waren Wiederholungen im Fernsehen, vielen Dank auch." Das ist wahrscheinlich ganz wahr, wenn ich so darüber nachdenke. Ich bezweifle, daß ich jemals wirklich einen ganzen Film angeschaut habe, aber dafür Ausschnitte in den Zusammenstellungen, die an Wochenenden ausgestrahlt wurden, zum Beispiel "Als die Bilder laufen lernten" mit Bob Monkhouse, die tatsächlich einen Erzähler hatten.

Also war das erste Mal wahrscheinlich in der Nacht vor meinem Englisch-Abi. Mein Plan war es, in letzter Minute nochmal Vokabeln zu pauken, aber stattdessen schauten wir "Das Phantom der Oper" mit Lon Chaney an und mußten bei manchen Szenen so sehr lachen.
Jahre später hatte ich eine Phase mit klassischem Horror - Dracula, Phantom, Nosferatu, Frankenstein usw. - und liebte den Film auf einmal.

"Du fandest also, daß wir witzig
waren, ja?" "Tatsächlich, Nosferatu,
fand ich, daß du gruselig wie die
Sau warst. Tu ich immer noch."

Noch ein paar Jahre später zeigte der Fernsehsender ARTE etliche Stummfilme. Ich nahm ein paar davon auf und schaute sie mir in Portionen an. Dann ging die Festplatte an meinem Fernseher kaputt, was meine Bemühungen abrupt unterbrach. Ich hatte den fast drei Stunden langen "Die Frau im Mond" von Fritz Lang nie fertiggeschaut und konnte mich nicht dazu überwinden, damit weiterzumachen (zum Beispiel auf YouTube).
Auf ARTE mag ich am liebsten Filmdokumentationen. Geschichte, Lebensgeschichten, Kritiken. Überwiegend klassisch und schwarz-weiß jedoch. Ich habe alte Filme immer geliebt.
Eine dieser Dokumentationen handelte von Douglas Fairbanks und sie war echt interessant.

Jetzt werde ich Lisa von Boondock Ramblings die Schuld für den letzten Tritt geben (natürlich zusammen mit Pickford).
Als ich bei ihrem "Winter of Fairbanks" mitmachte und Filme mit Douglas Fairbanks Jr. anschaute, erinnerte ich mich, daß ich jetzt schon so lang die Filme seines Dads sehen wollte.
Sein "Dieb von Bagdad" war der, mit dem mein Projekt anfing, und wenn ihr überhaupt mal meine Posts anschaut, habt ihr vielleicht bemerkt, daß ich eine Schwäche für ihn habe.

"Girl, du wärst in den 20ern sowas von verrückt
nach mir gewesen. Komm, gib's schon zu." "Ja, das
 wäre ich. Vor allem, wenn du gelacht hast, du Schlingel.
Auch wenn dein Sohn viel besser ausgesehen hat."

Nun, da habt ihr es. So kam ich dazu, euch jede Woche mit einem Stummfilmpost zu langweilen.
Ich bereue nichts. Es gibt mehr von uns da draußen, als ihr vielleicht glauben mögt 
🙃

Mittwoch, 31. Dezember 2025

Meine Dezember-Bücher

Noch ein Jahr vorüber, ich kann es kaum glauben.
Aber womit könnte man das Jahr besser beenden als mit einer Bücherliste. Hier sind die, die ich im Dezember gelesen habe.

Sie ist ein Überblick darüber, was ich in einem Monat fertigbekommen habe (nicht unbedingt im selben Monat angefangen) und was ich den Katzen vorgelesen habe (mit 😸 markiert).
Habt ihr euch übrigens gefragt, warum manche der Bilder in meinen Buchposts so professionell aussehen und manche nicht? Natürlich könnte ich immer Bilder im Web finden, aber auf diese Art erinnere ich mich daran, welche Bücher ich in elektronischer Form gelesen habe, entweder von der Bibliothek - professionelle Bilder - oder auf The Internet Archive - Screenshots der Cover von digitalisierten Druckexemplaren - oder welche Bücher ich in gedruckter Form gelesen habe - die Bilder sind von mir gemacht, während ich sie einfach hochhalte. Da ich 
Bücher normalerweise immer nachts fertigzulesen scheine, bekommt ihr hier den "Leselampenfarben- und Seltsamer Winkel-Look".
Ich werde jeweils eine kurze Erklärung hinzufügen, warum ich ein Buch ausgewählt habe und vielleicht auch, ob es ein Kandidat zum Wiederlesen ist, aber ich werde keine richtigen Rezensionen oder Bewertungen abgeben (die Katzen weigern sich ebenfalls zu bewerten 😉). Solltet ihr aber eine persönliche Bewertung für ein Buch haben wollen, an dem ihr interessiert seid, laßt es mich einfach wissen.


1. "Peter Cushing : An Autobiography", by Peter Cushing, first published in 1986 😸


"Fange beim Anfang an", sagte der König ernsthaft, "und lies bis du an's Ende kommst, dann halte an." Welcher Ratschlag wäre besser als der von Lewis Carroll, wenn man versucht, eine Lebensgeschichte zu schreiben? Da mein Leben, wie ich es kannte und liebte, jedoch mit dem Tod meiner geliebten Frau Helen endete, beabsichtige ich, diese Erzählung nicht über diesen schicksalhaften Donnerstag im Jahr 1971, am 14. Januar, hinaus fortzuführen.

Ich muß zugben, daß Peter Cushing für mich hauptsächlich Van Helsing und Sherlock Holmes war, ich hatte ihn nicht mal als Baron Frankenstein gesehen. Dieses Buch behandelt seine recht kurze Hollywood-Karriere - er kehrte bewußt nach England zurück - und seine Theater-, Fernseh- und Filmkarriere daheim.
Er erzählt auch von seiner Kindheit und Jugend und den Zeiten, bevor er Schauspieler wurde, und denen, während derer er "ausruhte", also wenn er ohne Engagement war.
Tatsächlich mußte er sich seinen Lebensunterhalt eine Weile damit verdienen, daß er Kopftücher entwarf.
Ein großer Teil dieses Buches ist jedoch der Liebesgeschichte zwischen ihm und seiner Frau Helen gewidmet, was euch nach dem obigen Zitat nicht überraschen wird.


2.
 "The Last Library" = "Die letzte Bibliothek der Welt" von Freya Sampson, Erstveröffentlichung 2021


June ist eine Bibliotheksassistentin, die nur für ihre Bücher und für die kleine Dorfbibliothek lebt, in der ihre Mutter bis zu ihrem Tod gearbeitet hat.
Erst als der Gemeinderat darüber diskutiert, sechs Dorfbibliotheken zu schließen, ihre eingeschlossen, findet sie ihre Stimme dank der Unterstützung durch ihre Nutzerschaft, der die Bibliothek genauso wichtig ist wie ihr.

Ich habe letzten Monat Sampsons zweites Buch gelesen, dies ist ihr Debütroman. Als Bibliothekarin war ich interessiert daran (auf sehr nostalgische Art), obwohl ich selber nicht in einer öffentlichen Bibliothek arbeite.

3. "Black as He's Painted" = "Schwarz wie die Nacht" von Ngaio Marsh, Erstveröffentlichung 1973
(Roderick Alleyn 28)


Als Präsident Opala von Ng'ombwana (einer neu unabhängig gewordenen afrikanische Republik) - der zufällig dieselbe Privatschule wie Alleyn besucht hat und ein guter Freund von ihm war - auf Staatsbesuch nach London kommen soll, ist der Special Branch in Aufruhr, weil "The Boomer" (Opalas Spitzname in der Schule, leider weiß ich nicht, wie er in der deutschen Übersetzung genannt wird) alle Sicherheitsmaßnahmen ablehnt.
Bei einem Empfang in der Botschaft erfolgt ein Mordversuch, aber anstatt des Präsidenten wird der Botschafter getötet.
Von der Tatsache behindert, daß der Mord auf "fremdem Boden" stattgefunden hat, versuchen Alleyn und sein Kollege vom Special Branch den Fall zu lösen.


Dies ist immer noch Teil meines Vintage-Krimi-Projekts, für das ich mir immer wieder neue Bücher von Marsh und Allingham besorge.
Obwohl das Buch zügig zu lesen war, war es trotzdem nicht einfach, weil manches nicht sehr gut gealtert ist, aber ein Teil davon war wiederum notwendig für die Handlung.
Es gab eine Figur, die ich wirklich mochte, und eine Katze, derentwegen ich nach ein paar Seiten schnell mal das Ende checken mußte (aber nicht die Auflösung), aber sie ist nicht nur in Ordnung, sondern spielt auch eine wichtige Rolle.

4.
 "The Art Thief" = "Der Meisterdieb" von Michael Finkel, Erstveröffentlichung 2023


Im Zeitraum von sechs Jahren stahl Stéphane Breitwieser Kunstwerke und -gegenstände von Museen und Kunstmessen, während seine Freundin Anne-Catherine Kleinklaus Wache stand - sogar in vollen Museen am hellichten Tag.
Anders als die meisten Kunstdiebe verkaufte Breitwieser die Skulpturen, Gemälde, Waffen usw. allerdings nicht. Er stahl sie für "seine" Sammlung, die er im Schlafzimmer auf dem Dachboden des Hauses seiner Mutter ausstellte, in dem sie wohnten. Der Wert der gestohlenen Stücke wird auf ungefähr 1,5 bis 2 Milliarden US Dollar geschätzt.
Als er erwischt wurde, warf seine Mutter einen Teil der Sammlung in einen Kanal und verbrannte den anderen Teil.

Noch ein Zufallsfund auf OverDrive. Ich schaue gern Kunstdokumentationen an und habe außerdem einige über Kunstfälschungen und -diebstahl gesehen, aber von Breitwieser hatte ich überraschenderweise - ich schaue die meisten auf unserem französisch-deutschen Fernsehsender an - bisher noch nicht gehört.

5. 
"Antarctica" = "Wo das Wasser am tiefsten ist" von Claire Keegan, Erstveröffentlichung 1999


Die Debütsammlung von Geschichten der irischen Autorin, jede davon auf unterschiedliche Weise fesselnd.

Ich habe das Buch als Neueintrag auf OverDrive gefunden.

6. 
"Old Christmas : from the Sketch Book of Washington Irving" von Washington Irving, Erstveröffentlichung 1875


Diese fünf Skizzen rund um alte englische Weihnachtstraditionen stammen aus Irvings "Skizzenbuch von Geoffrey Crayon, Gent." von 1820.
Sie beschreiben die Feiertage, die er auf einem ländlichen Anwesen verbringt, wo Traditionen gepflegt werden, die sogar noch älter als aus dem 19. Jahrhundert sind.

Als ich zu meinem Blogpost über Geistergeschichten an Weihnachten recherchierte, stieß ich auf dieses Buch und es gab eine schnelle saisonale Lektüre ab. Der Stil ist sehr blumig, aber in Verbindung mit den Illustrationen habe ich es ganz gern gelesen.


7. 
"The Secret Christmas Library" = "Die geheime Weihnachtsbibliothek" von Jenny Colgan, Erstveröffentlichung 2025
(Happy Ever After-Reihe 6)


Mirren hat schon mal ein seltenes Buch gefunden. Als sie es im British Museum bewundert, begegnet sie einem schottischen Laird, der in dem verfallenden Schloß, das sein Großvater ihm vererbt hat, nach einem wertvollen Buch such, und wird von ihm angeheuert, ihm bei seiner Suche zu helfen.

Ich habe das Buch als Neueintrag auf OverDrive gefunden und auf eine weitere schnelle und nette Lektüre für die Jahreszeit gehofft.
Stattdessen stand es so kurz davor, ein DNF zu werden.
Obwohl ich es ziemlich schnell durch hatte, habe ich mich eigentlich die ganze Zeit irgendwie darüber geärgert - die Charaktere, den Stil (wie oft kann man das Wort "vast" verwenden?), die Bearbeitung des Textes und daß es nicht sehr weihnachtlich war. Ich denke, ich habe gehofft, daß es besser würde, und dann war ich schon zu weit, um es nicht fertigzulesen.

8. 
"The Library Book" von verschiedenen Autor*innen, Erstveröffentlichung 2012


Das Buch ist eine Sammlung von 23 Geschichten von Schriftsteller*innen über Bibliotheken oder in denen Bibliotheken vorkommen, abhängig davon, ob es sich um Fiktion handelt oder nicht.

Dies war eine Empfehlung auf OverDrive.
Ich war hin und her gerissen. Es gab ein paar exzellente Essays, es gab einige Zitate, die mir wirklich aus dem Herzen sprachen (hauptsächlich wegen der Nostalgie), es gab auch aber welche, die einfach langweilig waren oder sich sehr wiederholten (zum Beispiel die unendliche "gedruckt oder elektronisch"-Diskussion, okay, ich bevorzuge Gedrucktes, aber inzwischen lese ich auch e-Books, weil sie mir den Zugang einfacher machen, ist es nicht wichtig, daß Leute überhaupt lesen?)
Manche sind gut gealtert, andere nicht so sehr, wenn man sich die Entwicklung in den letzten Jahren betrachtet (ich spreche zum Beispiel über Bücherverbote).
Natürlich ist mir klar, daß sich die meisten Geschichten auf öffentliche Bibliotheken in Großbritannien beziehen und auf die Gefahr, daß zu dem Zeitpunkt eine Menge davon geschlossen werden sollten (ich weiß nicht, wie sich die erwähnten Zahlen seither verändert haben).

9. 
"Grace & Henry's Holiday Movie Marathon" von Matthew Norman, Erstveröffentlichung 2025


Grace - die zwei Kinder hat - und Henry haben beide ihre Ehepartner verloren.
Fast ein Jahr später, die Feiertage stehen bevor, versuchen ihre Mütter sie zusammenzubringen. Sie sind jedoch noch nicht dafür bereit und werden stattdessen "Trauerpartner", die sich bei einem Weihnachtsfilmmarathon näherkommen ... und wegen ein paar Mäusen.

Ich habe das Buch als Neueintrag auf OverDrive gefunden und es hat mir wirklich gefallen.

10. 
"The Brits in Hollywood: Tales from the Hollywood Raj" von Sheridan Morley, Erstveröffentlichung 2006
(aktualisierte Ausgabe, ursprünglich 1983 als "Tales from the Hollywood Raj" veröffentlicht)


Viele britische Schauspieler und Schauspielerinnen - hauptsächlich jedoch Männer - gingen nach Hollywood (sogar bevor es so hieß), um dort Filme zu drehen. Die meisten davon hatten einen Theaterhintergrund. Manche blieben dort, wie zum Beispiel Ronald Colman oder Cary Grant, manche kehrten nach Hause zurück, manche entschieden sich dafür, hin und her zu pendeln.
Ein Spitzname für sie im Goldenen Zeitalter von Hollywood war "The Hollywood Raj" (eine Andeutung auf "British Raj", die Zeit der Regierung von Indien durch die britische Krone).

Ich habe von Liz from Adventures in Reading, Running, and Working from Home von der Dean Street Press gehört. Als ich mir deren Website anschaute, fand ich ein paar Titel, die mich interessierten, darunter Filmbücher von Sheridan Morley (das hier war allerdings keine Ausgabe der Dean Street Press).
Das Buch zählte viele Namen von Leuten und Filmen auf, die ich nicht alle kannte, aber es war trotzdem interessant zu lesen.


11. 
"Der Hyazinthen-Mörder" = "Singing in the Shrouds" von Ngaio Marsh, Erstveröffentlichung 1958
(Roderick Alleyn 20)


Ein Serienmörder erwürgt Frauen und läßt sie mit zerrissenen Halsketten und über ihren Leichen verstreuten Blumen zurück.
Sein drittes Opfer wird in der Nähe eines Kreuzfahrtschiffs aufgefunden. Wegen des Fetzens einer Bordkarte in ihrer Hand hat Alleyn den Verdacht, daß sich der "Blumenmörder" an Bord befindet, und er begibt sich mit auf die Kreuzfahrt, um verdeckt zu ermitteln.

Dies ist immer noch Teil meines Vintage-Krimi-Projekts, für das ich mir immer wieder neue Bücher von Marsh und Allingham besorge (von den Marshs fehlen jetzt nur noch vier!).

12. 
"From the Alps to the Dales: 100 Years of Bettys" von Annie Gray, Erstveröffentlichung 2019 😸


1919 von einem Schweizer Bäcker und Konditor gegründet, ist Bettys ein Familienunternehmen mit Sitz in Yorkshire, das nicht nur für seine Teestuben dort bekannt ist, sondern auch für seine Produkte, von denen Tee und Kaffee in der Verantwortlichkeit seiner Schwesternfirma Taylors of Harrogate liegen.
Das Buch erzählt seine Geschichte von 1919 bis 2019.

Ich habe alle von Annie Grays Bücher, die ich bis jetzt besitze, den Katzen vorgelesen, sie aber noch nicht davon überzeugt, selber Lebensmittelhistoriker zu werden, da sie mehr Interesse an dem haben, was jetzt auf ihren Tellern liegt.

13. 
"The Case of the Silken Petticoat" von Christopher Bush, Erstveröffentlichung 1953
(Ludovic Travers 43)



Privatdetektiv Ludovic Travers ist Zeuge, als eine junge Frau ins Café Rond stürmt und den bekannten Kritiker Clement Foorde wegen einer Rezension, die er über Robert Ashmans Buch "The Silken Petticoat" geschrieben hat, vors Schienbein tritt.
Einige Zeit später wird Ashman ertrunken in einem Fluß aufgefunden und er ist nicht die einzige Leiche in diesem Geheimnis, das Travers lösen muß.

Ich hatte noch nie von Christopher Bush gehört - soweit ich mich erinnere -, als
 Liz von Adventures in Reading, Running, and Working from Home eine Rezension eines seiner Bücher für eine 1952er Challenge auf ihrem Blog hatte. Ich fand ein paar seiner Bücher auf The Internet Archive und habe willkürlich mit diesem hier angefangen.

14. 
"A Child's Christmas in Wales" = " Weihnachten in meiner Kindheit" von Dylan Thomas, Erstveröffentlichung 1954 (als Buch, es war zunächst eine Aufnahme) 😸


Die Geschichte des walisischen Poeten ist eine wunderschön erzählte nostalgische Erinnerung an Weihnachten als Junge, das Familientreffen, Spielen im Schnee, Weihnachtslieder singen gehen.

Ich hatte die Geschichte noch nicht gekannt, sie war in einem Artikel erwähnt worden, und sie rief auf jeden Fall Erinnerungen an eigene vergangene Weihnachten hervor. Sie könnte zu einem Weihnachtsritual werden.


15.
 "The Women on Platform Two" von Laura Anthony, Erstveröffentlichung 2025


Saoirse möchte keine Kinder haben, ihr Verlobter Miles schon. Nach einem negativen Schwangerschaftstest und einer daraus folgenden Diskussionen geht Saoirse aus dem Haus, um nachzudenken, und landet in einem Zug, wo sie eine alte Dame, Maura, kennenlernt, die ihr die Geschichte von ihrer besten Freundin Bernie und sich selber in der Republik Irland der 70er erzählt, als Verhütung noch verboten war.
(TW: Häusliche Gewalt/Selbstmord)

Ich glaube, ich habe das Buch als Neueintrag auf OverDrive gefunden.
Obwohl ich wußte, daß jegliche Verhütungsmittel in Irland um diese Zeit verboten waren, hatte ich noch nie zuvor von
 "The Contraceptive Train" gehört, als 47 Frauenrechtsaktivistinnen einen Zug nach Belfast nahmen, um dort Verhütungsmittel zu kaufen, deren Import in die Republik illegal war.

16. 
"The Carlyles at Home" von Thea Holme, Erstveröffentlichung 1965


"Daheim" war das Haus 5 Cheyne Row in Chelsea, London, wo der schottische Essayist, Historiker und Philosoph Thomas Carlyle von 1834 bis zu seinem Tod 1881 lebte.
Mit ihm lebte dort seine Frau Jane bis zu ihrem Tod 1866. Sie war eine eifrige Schreiberin von Briefen, die uns einen Einblick in das Leben der Carlyles von ihrem Standpunkt aus erlauben.

Ich fand das Buch dank einer Rezension von
 Liz von Adventures in Reading, Running, and Working from Home (deren Ohren inzwischen wahrscheinlich klingeln).
Obwohl die Lektüre sehr interessant war, zum Beispiel, wie schwierig es sein kann, verläßliche Bedienstete zu finden (darum geht es sehr oft), ging ich hinterher meine Elektrogeräte und meine Katzen umarmen. Wir drei haben in mancher Hinsicht so ein Glück, jetzt zu leben anstatt damals (weil wir so ein verwöhnter Haufen sind).

17. 
"The Three Investigators in the Mystery of the Green Ghost" = "Die drei ??? und der Teufelsberg" von William Arden (die Bücher wurden unter Nennung von Alfred Hitchcock als Autor veröffentlicht), Erstveröffentlichung 1968 😸
(Die drei ??? 10 (amerikanisch), 13 (deutsch)) 


Was bringt eine Höhle zum Stöhnen und warum hat es sie nach 50 Jahren wieder damit angefangen? Ist die Legende über das "Urwesen" wahr und was ist mit dem Rebellen El Diablo, kann er noch am Leben sein?
Diesmal haben Justus, Peter und Bob einen Fall, bei dem sie versuchen, den Daltons zu helfen, denen die Ranch neben dem Teufelsberg gehört.

Ich habe diese Reihe vor langer Zeit gelesen und mache sie jetzt nochmal Stück für Stück durch, nachdem ich einen Blogpost darüber geschrieben habe. Dieses Buch ist das zehnte in der Originalreihe und das dreizehnte in der deutschen Reihe.