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Montag, 7. September 2026

Die kultige Telefonzelle

Ich bin alt. So alt, daß ich eine Menge Erinnerungen daran habe, für einen Anruf in einer gelben Telefonzelle zu stehen, entweder weil ich nicht wollte, daß jemand daheim zuhörte - Gespräche mit meinem Freund - oder weil ich unterwegs war. Ja, so alt, daß ich mein halbes Leben ohne Handy verbracht habe.
Nicht alle dieser Erinnerungen waren gut ... wie das eine Mal, als ich den Ex anrief, um ihm zu sagen, daß ich durch meine erste Fahrprüfung gefallen war. Andere waren schräg ... wie das Mal, als ich mehr als eine Leitung dranhatte und eine Person nicht verstand, daß ich sie gar nicht angerufen hatte.

Ich erinnere mich an die Zeiten, als es keine Telefonkarten gab und man nur mit Münzen bezahlen konnte, sogar die, als ein Ortsgespräch echt günstig war, selbst wenn man länger als ein paar Minuten sprach.
Zu der Zeit konnte man noch die Münzen in einem Schacht hinter einem kleinen Fenster hinunterrollen sehen. Ein internationales Gespräch zu führen, ließ dein Geld schneller verschwinden als Eis in heißem Wasser
.

Das bringt Erinnerungen hoch, obwohl
meine ersten von schwarzen Telefonen sind.


Das falsche Telefonmodell, aber die
richtige Telefonzelle (rechts).
Bild von Juergen Rosskamp,
 CC BY-SA 2.0 DE 
über Wikimedia Commons

Das ist aber nicht die kultige Telefonzelle, über die ich in Wirklichkeit sprechen möchte.
Es ist natürlich die britische Telefonzelle in Rot - die K-Serie von K1 bis K8 (K steht für Kiosk).

K2 und K6 (das üblichste Modell)-Telefonzellen
in Smithfield Market
Bild von Mike Quinn, CC BY-SA 2.0,
über Wikimedia Commons

Wie ihr aber merkt, ist dies kein Post zum "Einfach nur so Samstag", ein Zeichen dafür, daß ich nicht im Detail über ihre Geschichte sprechen werde.
Stattdessen werde ich euch mein neuestes Lego-Projekt zeigen.
Ich hatte das Set seit Oktober 2025 herumstehen und es gibt einen Grund, warum ich es bis jetzt völlig vergessen hatte.
Jetzt war es allerdings höchste Zeit, die Schachtel vom Boden hochzunehmen und die Telefonzelle auf mein Regal zu bekommen.
Zumindest sagte ich mir das einige Wochen lang. Bis wir im Haus einen teilweisen Stromausfall hatten. Um mich davon abzulenken, darauf zu warten, daß es entweder repariert wurde oder ein Techniker zu uns kommen mußte, um sich das anzuschauen, schnappte ich mir endlich die Schachtel und fing an.
Zwei Tage später wurde festgestellt, daß das Problem nicht gelöst war, und der Strom wurde für eine größere Reparatur abgestellt (tatsächlich war der ganze Block betroffen). Von allem abgeschnitten (außer dem Kontakt über mein 18 Jahre altes Handy, das ausnahmsweise mal aufgeladen war) schaffte ich es weiterzumachen. Immerhin ein Lichtblick.

Diese Telefonzelle basiert auf dem K2-Kiosk.
Telefonkioske gab es schon vor der K1, die aus Beton mit einer Teaktür gemacht war.
Erst mit der K2, die von Sir Giles Gilbert Scott (wie auch die günstigere K3 und später der K2-Nachfolger K6) entworfen und 1925 unter fünf Modellen vom GPO (Post Office) ausgewählt wurde, bekamen Telefonzellen ihre rote Farbe.
Die erste K2 wurde vor 100 Jahren - im März 1926 - in der Charing Cross Road aufgestellt, die anderen hauptsächlich in London, da es sich um ein kostspieliges Design handelte.
Heute existieren noch ungefähr 200 davon, die als "Grade II" gelistet sind (Gebäude usw. von besonderem Interesse in nationalem Kontext, denkmalgeschützt).
Falls ihr an mehr Details interessiert seid, schaut euch den unten zitierten (englischen) Artikel an.

Ich brauchte fast 100 Jahre, um den Kiosk zu bauen, zumindest fühlte es sich so an - alles meine eigene Schuld, da ich mehr als einmal die Abrißbirne einsetzen mußte, um ein paar sehr dumme Fehler zu korrigieren. Aber hey, ich habe diese unerklärlichen Ausbrüche von Geduld und Entschlossenheit, ignoriert bitte einfach die Bißspuren in der Bank und die Tränen auf der Telefonzelle 😜



Ich liebe den Zaun, er erinnert mich an welche vor Häusern
in meiner alten Nachbarschaft, die ich schon als Kind liebte.

Detailansichten


K2 Innenansicht zum Vergleich
Bild von Murgatroyd49,
CC BY-SA 4.0, über Wikimedia Commons

Die Telefonzelle hat einen Lichtstein. Man drückt einen Knopf oben auf
dem Kiosk und er leuchtet auf. Es war schwierig, den Knopf zu drücken
und gleichzeitig im Dunkeln ein Bild des gesamten Kiosks zu machen,
aber ihr bekommt wenigstens eine Vorstellung davon.

Sie wird echt gut neben meinem Londoner Bus aussehen, denkt ihr nicht?


Quelle und weitere Lektüre (sehr interessanter englischer Artikel):

Nigel Linge, Neil Johannessen, Andrew Hurley, Andy Simmons & Andy Sutton: 
Sir Giles Gilbert Scott’s K2 Telephone Kiosk — A Design Classic. In: Industrial Archeology Review, 46(2024), 2, S. 87 - 98. DOI 10.1080/03090728.2024.2410137 (Open Access)

Mittwoch, 3. Dezember 2025

Oh Legobaum, oh Legobaum ...

... die Kerzen fallen ahaab, oh Legobaum, oh Legobaum, sie machen mich verrühüückt."
Tatsächlich war das ein ziemlich schnelles Projekt. Obwohl manche sich manche der Schritte für die verschiedenen Zweigebenen wiederholten, war es überhaupt nicht langweilig, vielleicht weil ich es in mehrere ziemlich kurze Sitzungen aufteilte.
Falls ihr euch das jetzt fragt, ich ließ den Dekan bei zwei davon mitmachen, aber beim ersten Mal vergaß ich die Kamera mit an den Tisch zu nehmen und er verschwand, als ich sie holen ging, und beim zweiten Mal hatte ich die Kamera zwar, aber die Akus beschlossen, genau in dem Moment zu sterben, als ich dabei war, ein Bild von ihm zu machen, wie er sich die Tüten anschaute.
Da es keine Kiste zum Draufsitzen für ihn gab, langweilte er sich schnell und verließ dann das Zimmer, nachdem er meinen Schreibtischsessel zu Fall gebracht hatte, indem er von seiner Lehne aus einen neuen Weitsprungrekord versucht hatte.

Hier ist nun der Baum. Er gefällt mir wirklich gut.
Einmal dachte ich, ich hätte einen großen Fehler gemacht und trennte die einzelnen Ebenen, aber am Ende fand ich heraus, daß eine Stelle einfach nur einen offenen Ring statt eine Platte brauchte (was vollkommen Sinn ergab, wenn man nicht so ein Dämlack wie ich ist 
🤪).
Man kann einen großen Baum machen oder einen kleineren mit einem ganz kleinen, darum bleiben Steine übrig und ich hatte mir den falschen gegriffen.
Und natürlich verlor ich ständig die Kerzen, bis ich endlich schlau genug war, sie bis zum Schluß wegzulassen.
Wenn man die zwei Bäume macht, hat einer davon die Kerzen und der andere alle Kugeln, rot und andere Farben. Am großen sind die Kugeln laut Anleitung alle rot. Nicht bei meinem. Ich habe sie untergebracht, wo ich Platz fand. Viel besser.


Wann genau die Tradition des Weihnachtsbaums in Privathäusern anfing, ist nicht bekannt. Es war nicht ungewöhnlich für verschiedene Kulturen, im Winter Immergrün in die Häuser zu bringen.
Es gibt mehrere Aufzeichnungen darüber, daß Tannenbäume schon vorher aufgestellt wurden, ohne daß sie explizit Weihnachtsbäume genannt wurden, aber 1527 taucht der Begriff in einem existierenden Dokument auf.
Was auch immer das genaue Jahr ist, den Weihnachtsbaum hatte es schon lang in deutschsprachigen Regionen gegeben.

Seit der Mitte des 18. Jahrhunderts wurde er immer öfter erwähnt und im 19. Jahrhundert hatte sich die Tradition bereits nach Neu-England, England, Frankreich, Italien, die Niederlande und Rußland ausgebreitet.
Anfangs wurden Bäume mit Süßigkeiten, Äpfeln und Nüssen geschmückt, von denen manche in Silber und Gold bemalt waren. Die Kinder erhielten dann die Erlaubnis, die eßbaren Dekorationen vom Baum zu plündern.
Es geht die Legende, daß ein Glasbläser in Lauscha, einer Stadt, die immer noch für ihre Glaskunst und ihren Christbaumschmuck bekannt ist - den es jetzt in allen möglichen Formen von traditionell bis zu sehr modern gibt - sich keine Äpfel und Nüsse für seinen Baum leisten konnte und sie stattdessen aus Glas machte. Wahr oder nincht, die erste schriftliche Aufzeichnung von Glasornamenten ist in einem Bestellbuch von 1848.

Ihr habt vielleicht auch schon von der Idee gehört, einen Weihnachtsbaum von der Decke zu hängen - verkehrtherum, um Platz zu sparen - um zum Beispiel Haustiere von ihm abzuhalten.
Tatsächlich ist das keine neue Idee, aber ich möchte nicht mal über die Theorien sprechen, wer das zum ersten Mal gemacht hat oder vielleicht nicht oder warum.
Ich werde das selber nicht tun, weil ich hohe Decken habe und keinerlei Interesse daran, jemanden zu bitten, dort für mich einen Haken anzubringen, aber hauptsächlich, weil es mir einfach nicht gefällt. Ich will meinen Baum auf dem Boden, wo der Dekan und Gundel ihn dann verwüsten können. Das ist Spaß für die ganze Familie, und nachdem ich sichergestellt habe, daß sie sich nicht in der Lichterkette verfangen können, ist es okay für mich, ständig Wichtel und "Ananasscheiben" vom Boden aufzuheben, auch wenn ich mächtig deswegen herumstöhne!

Dieses Bild ist von letztem Jahr,
ich bin mit dem Baumschmücken hinterher.


Ich bin mit Lego in keiner Weise verbunden, außer daß ich ab und zu damit spiele.

Dienstag, 25. November 2025

Ein neues Lego-Projekt

Hier ist nur ein kurzer Post für heute, da es noch nicht viel vom neuen Lego-Projekt zu sehen gibt. Ich wollte nur schon mal anfangen und habe bis jetzt noch nicht mal den Dekan dazu eingeladen, sich dazuzugesellen.
Während ich mir die verschiedenen Tüten angeschaut habe, um eine erste Vorstellung zu bekommen, was wo ist, habe ich meinen neuen Pedaltrainer ausprobiert, den ich mir, jetzt da ich wieder mehr lese, besorgt habe.
Er wäre auf keinen Fall geeignet dafür, ihn neben meiner kreativen Arbeit her zu benutzen, ich würde wahrscheinlich winzige Perlen durch die Gegend schießen, worin ich schon ohne Radeln echt nicht schlecht bin, aber beim Lesen wird es funktionieren, denke ich. Vielleicht nehme ich Geschwindigkeit auf, wenn ich zu einer besonders aufregenden Stelle in einem Buch komme. "Oh nein, der Mörder ist hinter dir! Lauf!" 
😂
Auch beim Bricken wird es nicht so hinhauen, aber ich habe eine Vorstellung davon bekoimmen, wie ich mich hinsetzen muß.

Jedenfalls ist das hier mein neues Projekt.
Das ist echt eine Menge Grün, was denkt ihr, was es sein könnte?

Ich bin mit Lego in keiner Weise verbunden, außer daß ich ab und zu damit spiele.

Dienstag, 11. November 2025

With a little help from my friend

Ich konnte dem Titel nicht widerstehen, auch wenn George Harrison den Song weder geschrieben noch gesungen hat, ja, und ein s fehlt auch, aber Gundel hielt sich nun mal komplett aus der Sache raus, während der Dekan mehr als bereit war zu helfen.

Spielen wir wieder?

Obwohl ich mehr WIP-Post von meinem Lego Art-Set geplant hatte, wurde ich schneller damit fertig als erwartet.
Sagt hallo zum farbenfrohen George Harrison!
Es ist ein cooles Stück Pixel-Art, hat aber nicht soviel Spaß gemacht wie ein reguläres Lego-Projekt. Tatsächlich hat es sich zum Ende hin mehr wie ein lästige Pflicht angefühlt, die erfüllt werden mußte, um sie von der To-Do-Liste herunterzubekommen.
Wie ich in Antworten auf Kommentare zum ursprünglichen Post erwähnt habe, könnte es Spaß machen, wenn ich versuchen würe, ein eigenes Design zu entwerfen, aber 1. habe ich keine Lust darauf, all die Studs wieder abzuknüppern, obwohl ein "brick separator" (Steinetrenner) beilag (den ich als Kind gern gehabt hätte), 2. das Entwerfen würde Spaß machen, das Bricken selber würde sich vielleicht wieder wie eine Pflicht anfühlen, 3. auf mich wartet immer noch ein Muster für ein weiteres Fanwandporträt darauf, aus Perlen gewebt zu werden, was viel mehr Spaß macht (wenn ich doch nur die Courage aufbringen könnte, endlich die Lösung mit der Muffinform auszuprobieren, ich habe das jetzt aber an den Anfang meiner List für den Weihnachtsurlaub gesetzt).
Es sind aber noch Studs übrig, also kann ich mir ja vielleicht eine Platte besorgen und darauf etwas Kleines ausprobieren.

Ich habe das Bild klein gelassen,
weil die Pixel-Art so besser herauskommt.
Für mehr Detail klickt auf das Bild.

George Harrison hat es nicht an meine Wand geschafft, es wäre seltsam, nur ihn da hängen zu haben, und außerdem möchte ich keinen Wandplatz dafür hergeben. Er ist jetzt auf einem Regal hinter meinem großen Steiff Leo und die Schachtel - echte Legosammler sollten das Ende dieses Satzes vielleicht überspringen - wird in der Papiertonne landen, nachdem der Dekan damit fertig ist.
Ich habe ihn immer dazu eingeladen, mit mir zu bricken, aber ein paar der Sessions gingen ohne ihn zu Ende. Anfangs war er ganz lieb, aber mitten in der Session verlor er jegliche Geduld mit mir, weil ich nicht schneller war und ihn nicht mit dem Inhalt der Schachtel spielen ließ.
Ein paar der Tütchen waren zum Beispiel unter einer Pappe mit Öffnung versteckt, damit man sehen konnte, daß da auch noch was drin war.
So sehr ich auch nicht wollte, daß das Gör da rankam und vielleicht mit einer offenen Plastiktüte flüchtete, konnte ich doch nicht dafür auf ihn böse sein, daß er seinem natürlichen Instinkt folgte, das "Mauseloch" zu erforschen. Mein Versuch, ihn durch Kopfknutscher abzulenken, war nur zum Teil erfolgreich, weil er anfing zu treteln, während er auf der Schachtel saß, und dann mit einem Fuß in der Öffnung landete, was ihn sofort wieder an seine Mission erinnerte.

Es gab aber auch andere Versuchungen.
Ich habe während einer unserer Bricking-Sessions Bilder gemacht und dachte, ich teile sie mit euch.
Der Dekan schnurrte übrigens die ganze Zeit über, also laßt euch nicht von seinem Blick täuschen.
Er brachte mich zum Lachen und dazu, ihm zu sagen, wie sehr ich ihn liebe, aber ich rief auch oft "stop" und "nein" und "du kleiner Teufel". Ein Video davon hätte euch zweifellos gefallen, aber dafür hätte ich eine Menge mehr Arme gebraucht!
Und falls ihr das auch noch wissen müßt, nach dem letzten Bild "flog" er tatsächlich raus, denn da ging er dann auf meinen Schreibtisch los, auf dem es leider zur Zeit ein paar instabile Stapel gibt, und natürlich sind das genau die, die der Dekan sich für seine Sperenzchen aussucht. Ich weiß, daß ich selber schuld bin, aber ich muß hinzufügen, daß er von meinem Schreibtisch besessen ist, seit er ein Kätzchen war, und schon damals immer auf Ausschau nach Dingen war, die er um- oder herunterwerfen konnte - mein Laptop eingeschlossen - obwohl dieser zu der Zeit wirklich aufgeräumt war. Seither hat er meinen Schreibtisch dazu benutzt, mich unter Druck zu setzen, um mich dazu bringen, alles zu bekommen, was er so will - Spielen, Essen, Snacks, reine Aufmerksamkeit - oder um mich wissen zu lassen, daß er mit mir beleidigt ist.


Ist dieses Ding eßbar?


Ich muß mir das genauer anschauen.

Was meinst du, ich soll die Anleitung nicht zerstören, bevor du fertig bist?
Ich bin lieb, ich bin lieb, Himmel, Mom!


Nur ein bißchen Krallenaktion vielleicht ...


Du gönnst mir überhaupt KEINEN Spaß!


Beweisstück A zeigt deutlich, daß
der Dekan nie Spaß haben darf.


Weißt du was? Wenn du so sein willst,
dann kannst du das hier allein machen, Mom.


Ich bin mit Lego in keiner Weise verbunden, außer daß ich ab und zu damit spiele.

Dienstag, 28. Oktober 2025

Und so fängt es an ... Lego Art WIP

Vor zehn Tage habe ich euch von meiner Lego-"Sammlung" erzählt, dessen Stücke bisher alle Geschenke waren (bisher, weil ich herausfand, daß ich einen kleinen, aber blöden Fehler gemacht hatte, was sofortige Shoppingtherapie erforderte, woraufhin ich mir das erste Mal selber Lego kaufte).

In diesem Post erwähnte ich mein Lego Art-Set "Die Beatles" und daß ich es schon ein paar Jahre herumliegen hatte, weil ich mich nicht mal entscheiden konnte, welchen Beatle ich machen wollte. Nun, an dem Tag, an dem der Post live ging, entschied ich mich für George, weil mir sein Bild einfach am besten gefiel.


Was ist Lego Art überhaupt?
Dem englischen Wikipedia zufolge, das eine Ladung an Zitaten für Artikel zum Thema anführt, wurde die Reihe 2020 eingeführt (was, meine ich, auch das Jahr war, in dem mein Freund mir mein Set schenkte, um die Selbstisolation leichter zu machen, aber da ich gewöhnt war, mit ihm zusammen an Lego-Projekten zu arbeiten, koinnte ich den Reiz daran nicht erkennen).
Die Produktlinie fing mit vier Mosaiken an, eins davon "The Beatles", und hatte keine 3D-Steine, sondern 2D 1x1 Studs. Spätere Boxen kamen dann auch mit größeren Tiles.


Die Sets stellen berühmte Persönlichkeiten oder Kunst dar, zum Beispiel Warhols Marilyn Monroe oder Hokusais The Great Wave Off Kanagawa.
Während unseres Crafternoons - ein Zoom-Meeting von Bloggerinnen, die zusaammenkoimmen, um zu plaudern und nebenher an etwas zu arbeiten - fing ich mit dem ersteen Quadrat an.
Es gibt neun Quadrate und fünfzehn verschiedene Farben von Studs und auch Tiles für den "Rahmen".
Die Quadrate werden dann aneinandergesetzt und werden so zum Gesamtbild.


Nun mußte ich eine Entscheidung dazu treffen, wie ich an den Quadraten arbeiten wollte. Sollte ich eine Farbe nach der anderen abarbeiten, wofür ich mich aufs Zählen konzentrieren mußte, oder alle Farben bereitlegen, die ich für ein Quadrat brauchte, und dann horizontal oder vertikal Punkt für Punkt machen?

Da das erste Quadrat hauptsächlich aus schwarz und dunkelgrau bestand, machte ich erst das Grau fertig, dann füllte ich die Lücken mit Schwarz und wandte mich zum Schluß den paar Farben zu.
Ich weiß noch nicht, ob das eine gute Idee ist, wenn erstmal mehr Farben auf einem Quadrat auftauchen. Hätte ich ausreichend leere Perlendosen, könnte ich alle Studs verteilen, wie Perlen zum Fädeln oder Weben. Oder ich könnte eine Perlenmatte benutzen, wenn ich eine hätte, aber so arbeite ich nicht mit Perlen. Wir werden ja sehen.


Wenn ich so etwas anfing, machte ich normal bis zum Schluß weiter. Mein Kumpel und ich verbrachten Stunden damit zu quatschen, lachen und bricken, aber inzwischen kann ich einfach nicht mehr so lang sitzen.
Ponder und später auch Gundel liebten es mitzuhelfen.

Ich schaue nur nach, ob du ein paar von
den Steinen im Versandkarton vergessen hast.

Laß mich das für dich machen, Mom,
bevor ich jegliches Interesse auf ewig verliere.

Während des Crafternoons fand ich heraus, daß der Dekan KEINEN guten Lego-Helfer abgibt. Die Studs waren eine zu große Versuchung und ich bin zu alt, um auf dem Boden herumzukrabbeln und überall nach kleinen bunten Punkten zu suchen. Er machte sich nicht nur über die her, die ich aus den Tütchen genommen hatte - immer nur ein paar auf einmal, weil ich das erwartet hatte - sondern er versuchte auch, die Studs herauszupulen, die schon auf der Platte wsaren, mit Krallen und Zähnen!
Möglicherweise hätte es geholfen, wenn mein Kumpel dagewesen wäre, denn der Dekan ist ein totaler Familienkater, soll heißen, er verzieht sich normalerweise auf den Kleiderschrank, wenn Nicht-Familienmitglieder vorbeikommen.
Mein Ziel war, ein Quadrat am Tag fertigzukriegen, wenigstens am Wochenende. Nun ja, das hat nicht geklappt. Das erste machte ich während des Crafternoons an einem Samstag fertig, das nächste dann am Donnerstag drauf.

Tja, und jetzt ist Dienstag und soweit bin ich bis Sonntagnachmittag gekommen (natürlich muß ich das eine Quadrat wieder abmachen, weil ich die ganze Reihe fertigmachen muß, um alles zusammenzustecken).
Und der Dekan hat dann doch noch geholfen. Wir haben einen Weg gefunden. Das nächste Mal dann wieder nicht. Dann doch wieder, aber zum Schluß fiel er vom Tisch, weil er sich zu wild im offenen Deckel des Kartons herumgerollt hatte. Wir arbeiten weiter dran.

Ich bin mit Lego in keiner Weise verbunden, außer daß ich ab und zu damit spiele. 

Samstag, 18. Oktober 2025

Einfach nur so Samstag - Bricken oder nicht bricken

Lego war schon mal das Thema eines anderen einfach nur so Samstags vor sieben Jahren, aber damals habe ich nur über meinen Londoner Bus gesprochen und ihn gezeigt.


Ihr habt außerdem ein Bild von meinem Lego Snowglobe as Teil meiner Flurweihnachtsdekoration gesehen.


Es gibt noch mehr. Nicht viel. Lego ist und war schon immer eine Frage von Geld und Platz, was ich beides gerne auf andere Dinge verwende, egal wie verführerisch manche der Projekte auch aussehen mögen (ich sage nur Katze).
Es gibt jedoch Geschichten. Natürlich gibt es die, denn schließlich ist dies der einfach nur so Samstag. Alte und neue.

Ich könnte euch nicht das genaue Alter sagen, in dem ich meine ersten Legos bekommen habe. Damals bekam jedes der Geschwister ein Basisset, das aus einer Grundplatte bestand - damals noch die dickeren - und einigen Steinen. Wir warfen alles zusammen, um damit die Option für größere Projekte zu haben. Basisset bedeutet auch Basissteine, die wir nach der Anzahl der Noppen benannten (keine Ahnung, ob das eine offizielle Bezeichnung war, aber wir hängten überall das schwäbische -le an, also vielleicht nicht).
Am besten erinnere ich mich daran, daß wir kleine Häusermodelle mit begrenzter Wandhöhe und ohne Dach bauten, klein, weil die Grundplatten klein waren und weil wir auch nicht so viele Steine hatten. Außerdem bedeutete das Fehlen eines Dachs, daß wir darin spielen konnten, wobei die kleinsten Steine die Leute waren, die in dem Haus wohnten.

Jahre später hatte mein kleiner Bruder fünf Kästen (vier davon waren Preis bei einer Lotterie gewesen, Größe A bis D) von Märklins (die Firma hat ihren Sitz in unserer Stadt) eigener Steinversion - die sogenannten Minex-Steine (Märklin benutzte den Namen Minex für mehrere Produkte, zum Beispiel Metallbaukästen oder Züge). Mit den fünf Kästen konnte man eine Menge machen und die Steine bekam man auch viel einfacher auseinander, was ein Vor- oder Nachteil sein konnte, aber ich erinnere mich daran, daß wir viel Spaß damit hatten.


Danach war Bricken viele Jahre lang nicht mehr wirklich ein Thema für mich - bis mir mein Kumpel in einem Jahr das Yellow Submarine aus dem Beatles-Film schenkte, um mich in einer Weltschmerzphase aufzuheitern.
Wir verbrachten ein paar Abende damit, an unseren Projekten zu arbeiten, zu essen und trinken, viel zu lachen, immer unter strenger Überwachung von Ponder.
Es machte immer viel Spaß, obwohl erstaunlich ist, wieviele Fehler man an einem Stück machen kann, das von außen nicht mal so schwierig aussieht.


Zu meinem nächsten Geburtstag schenkte er mir dann den Londoner Bus.
Das brachte wirklich Erinnerungen an meinen ersten London-Besuch (leider gab es nur zwei) zusammen mit einer Freundin und ihrer fünfjährigen Tochter zurück. Am ersten Tag machten wir Busspringen, wechselten also willkürlich Busse, um zu sehen, wo wir landen würden.

Wieder fingen wir an, zusammen an unseren Projekten zu arbeiten, aber dann kam das Leben dazwischen und wir machten sie allein fertig. Da fand ich dann heraus, daß ich nicht zum einsamen Bricker geschaffen war. Ich gab irgendwann auf und mußte mich mühsam dazu motivieren, es wieder in Angriff zu nehmen. Darum dauerte es auch fünf Monate, bis ich ihn fertig hatte! Er ist so cool.


Zwei weitere Projekte, die wir dann wieder zusammen machten, waren das Wohnzimmer von The Big Bang Theory und der Lego Snowglobe (die seltsamste Schneekugel je), der als Extrageschenk einer Bestellung beilag.

Es gibt noch ein Stück, das darauf wartet, daß ich daran arbeite. Es steht hier schon mehrere Jahre herum und ich denke, es wird echt Zeit, es anzupacken - das Lego Art-Set "The Beatles". Mit dem Schachtelinhalt kann man eins der vier Porträts machen und mein erstes Problem war zu entscheiden, welches ich machen sollte, denn stellen wir das mal ganz klar, wenn ich eins mache, werde ich das nicht wieder auseinandernehmen, um ein anderes zu machen.
Um ehrlich zu sein, wünschte ich, die Porträts wären alte in Schwarzweiß, aber daran kann man ja nun nix ändern, richtig?


Wenn ich mich erstmal entscheide, mache ich aus diesem Projekt vielleicht kleine WIP-Posts, um mich zu motivieren, damit ich nicht aufgebe.
Welches Porträt würdet ihr denn wählen, FALLS ihr die Beatles überhaupt mögt?

Ich bin mit Lego in keiner Weise verbunden, außer daß ich ab und zu damit spiele.

Samstag, 17. November 2018

Einfach nur so Samstag - London Bus

Es fing alles letztes Jahr mit einem überraschenden Geschenk von meinem Kumpel an. Ich hatte an Weltschmerz gelitten und irgendwie hatte er die Idee, daß ein paar Legos mit aufmuntern könnten - und er hatte recht!
Er schenkte mir das Yellow Submarine und hatte auch etwas für sich selber, so verbrachten wir dann einen sehr lustigen Abend beim Zusammenbau. Wir haben zwar kein Vermögen, das wir auf Lego verwenden könnten, aber hin und wieder schenkten wir uns gegenseitig etwas.

Zu meinem letzten Geburtstag bekam ich dann einen roten Londoner Bus von ihm. Er erinnerte mich an das erste Mal, daß ich in London war, mit einer Freundin und ihrer fünf Jahre alten Tochter. Das erste, das wir taten, war, Wochenkarten zu besorgen (was viel schwieriger war als es sich hier anhört), und dann sprangen wir in einen Bus, stiegen aus, sprangen in einen anderen Bus und so weiter, und überließen es dem Zufallen, wo wir letztlich ankommen würden. Dasselbe hatte meine Freundin und ich schon Jahre zuvor in der Berliner U-Bahn getan.

Ich brauchte nur etwa fünf Monate, um dies hier fertig zu bekommen. Wir fingen an, als es sehr heiß war, und ich konnte damals einfach nicht mehr sitzen, dann landete der untere Teil des Modells in einem Schrank, aber gestern abend kam es dort wieder heraus. Obwohl ich es nicht in einer Sitzung schaffte (während mein Freund einen ganzen VW-Bus zusammensetzte), habe ich gerade den letzten Stein gesetzt UND ich habe sogar einen Platz für den Bus auf einem Regal gefunden.
Wenn nun nur die Katzen nicht in Versuchung kommen, auf einen genaueren Blick dort oben vorbeizuschauen ... Gundel war sehr interessiert daran, was wir da taten ...