Ich bin alt. So alt, daß ich eine Menge Erinnerungen daran habe, für einen Anruf in einer gelben Telefonzelle zu stehen, entweder weil ich nicht wollte, daß jemand daheim zuhörte - Gespräche mit meinem Freund - oder weil ich unterwegs war. Ja, so alt, daß ich mein halbes Leben ohne Handy verbracht habe.
Nicht alle dieser Erinnerungen waren gut ... wie das eine Mal, als ich den Ex anrief, um ihm zu sagen, daß ich durch meine erste Fahrprüfung gefallen war. Andere waren schräg ... wie das Mal, als ich mehr als eine Leitung dranhatte und eine Person nicht verstand, daß ich sie gar nicht angerufen hatte.
Ich erinnere mich an die Zeiten, als es keine Telefonkarten gab und man nur mit Münzen bezahlen konnte, sogar die, als ein Ortsgespräch echt günstig war, selbst wenn man länger als ein paar Minuten sprach.
Zu der Zeit konnte man noch die Münzen in einem Schacht hinter einem kleinen Fenster hinunterrollen sehen. Ein internationales Gespräch zu führen, ließ dein Geld schneller verschwinden als Eis in heißem Wasser.
Nicht alle dieser Erinnerungen waren gut ... wie das eine Mal, als ich den Ex anrief, um ihm zu sagen, daß ich durch meine erste Fahrprüfung gefallen war. Andere waren schräg ... wie das Mal, als ich mehr als eine Leitung dranhatte und eine Person nicht verstand, daß ich sie gar nicht angerufen hatte.
Ich erinnere mich an die Zeiten, als es keine Telefonkarten gab und man nur mit Münzen bezahlen konnte, sogar die, als ein Ortsgespräch echt günstig war, selbst wenn man länger als ein paar Minuten sprach.
Zu der Zeit konnte man noch die Münzen in einem Schacht hinter einem kleinen Fenster hinunterrollen sehen. Ein internationales Gespräch zu führen, ließ dein Geld schneller verschwinden als Eis in heißem Wasser.
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| Das bringt Erinnerungen hoch, obwohl meine ersten von schwarzen Telefonen sind. |
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| Das falsche Telefonmodell, aber die richtige Telefonzelle (rechts). Bild von Juergen Rosskamp, CC BY-SA 2.0 DE über Wikimedia Commons |
Das ist aber nicht die kultige Telefonzelle, über die ich in Wirklichkeit sprechen möchte.
Es ist natürlich die britische Telefonzelle in Rot - die K-Serie von K1 bis K8 (K steht für Kiosk).
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| K2 und K6 (das üblichste Modell)-Telefonzellen in Smithfield Market Bild von Mike Quinn, CC BY-SA 2.0, über Wikimedia Commons |
Wie ihr aber merkt, ist dies kein Post zum "Einfach nur so Samstag", ein Zeichen dafür, daß ich nicht im Detail über ihre Geschichte sprechen werde.
Stattdessen werde ich euch mein neuestes Lego-Projekt zeigen.
Ich hatte das Set seit Oktober 2025 herumstehen und es gibt einen Grund, warum ich es bis jetzt völlig vergessen hatte.
Jetzt war es allerdings höchste Zeit, die Schachtel vom Boden hochzunehmen und die Telefonzelle auf mein Regal zu bekommen.
Zumindest sagte ich mir das einige Wochen lang. Bis wir im Haus einen teilweisen Stromausfall hatten. Um mich davon abzulenken, darauf zu warten, daß es entweder repariert wurde oder ein Techniker zu uns kommen mußte, um sich das anzuschauen, schnappte ich mir endlich die Schachtel und fing an.
Zwei Tage später wurde festgestellt, daß das Problem nicht gelöst war, und der Strom wurde für eine größere Reparatur abgestellt (tatsächlich war der ganze Block betroffen). Von allem abgeschnitten (außer dem Kontakt über mein 18 Jahre altes Handy, das ausnahmsweise mal aufgeladen war) schaffte ich es weiterzumachen. Immerhin ein Lichtblick.
Diese Telefonzelle basiert auf dem K2-Kiosk.
Telefonkioske gab es schon vor der K1, die aus Beton mit einer Teaktür gemacht war.
Erst mit der K2, die von Sir Giles Gilbert Scott (wie auch die günstigere K3 und später der K2-Nachfolger K6) entworfen und 1925 unter fünf Modellen vom GPO (Post Office) ausgewählt wurde, bekamen Telefonzellen ihre rote Farbe.
Die erste K2 wurde vor 100 Jahren - im März 1926 - in der Charing Cross Road aufgestellt, die anderen hauptsächlich in London, da es sich um ein kostspieliges Design handelte.
Heute existieren noch ungefähr 200 davon, die als "Grade II" gelistet sind (Gebäude usw. von besonderem Interesse in nationalem Kontext, denkmalgeschützt).
Falls ihr an mehr Details interessiert seid, schaut euch den unten zitierten (englischen) Artikel an.
Ich brauchte fast 100 Jahre, um den Kiosk zu bauen, zumindest fühlte es sich so an - alles meine eigene Schuld, da ich mehr als einmal die Abrißbirne einsetzen mußte, um ein paar sehr dumme Fehler zu korrigieren. Aber hey, ich habe diese unerklärlichen Ausbrüche von Geduld und Entschlossenheit, ignoriert bitte einfach die Bißspuren in der Bank und die Tränen auf der Telefonzelle 😜
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| Ich liebe den Zaun, er erinnert mich an welche vor Häusern in meiner alten Nachbarschaft, die ich schon als Kind liebte. |
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| Detailansichten |
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| K2 Innenansicht zum Vergleich Bild von Murgatroyd49, CC BY-SA 4.0, über Wikimedia Commons |
Sie wird echt gut neben meinem Londoner Bus aussehen, denkt ihr nicht?
Quelle und weitere Lektüre (sehr interessanter englischer Artikel):
Nigel Linge, Neil Johannessen, Andrew Hurley, Andy Simmons & Andy Sutton: Sir Giles Gilbert Scott’s K2 Telephone Kiosk — A Design Classic. In: Industrial Archeology Review, 46(2024), 2, S. 87 - 98. DOI 10.1080/03090728.2024.2410137 (Open Access)








