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Samstag, 14. Februar 2026

Einfach nur so Samstag - Lila/violett und grün

Falls ihr etwas über Farbkombinationen in Kunst oder Mode erwartet, liegt ihr falsch, tut mir leid. Das hier ist nur ein weiterer Post über Erinnerungen, der von einem Post von Nicole auf Huisvlijt inspiriert ist, "Kringloop Tristesse".
Ich spreche kein Holländisch, aber ich habe der Firefox-Übersetzung entnommen, daß es um eine Gießkanne geht, die eine Schulklasse ihrer Lehrerin geschenkt hat und die noch mit dem Anhänger in einem Trödelladen gelandet ist.
Keine Ahnung, wie es in anderen Ländern ist, aber zu meiner Zeit waren Geschenke für Lehrer nicht üblich, zumindest nicht in meiner Schule. Also habe ich einen Lehrer gefragt, wie das heute ist, und auch er meinte, das komme mal vor, aber nicht oft.

Wir hatten jedoch einen Lehrer, der von einem Teil der Klasse mehrere Geschenke bekam, und dazu gibt es eine Geschichte.
Eine meiner Schulfreundinnen liebte die Farben lila und violett und trug sie auch oft. Der besagte Lehrer mochte kein Lila. Ich weiß den genauen Grund nicht mehr, aber einmal sagte er im Spaß zu meiner Freundin, daß Violett keine Farbe, sondern eine Strafe sei (es hieß mal lila, mal violett).
Also beschloß unsere komplette Reihe, ihm etwas in Lila zu schenken. Meine Freundin war die Tochter eines ehemaligen Bäckers und selber sehr gut im Backen - wie ich ihre Weihnachtsgutsle liebte! - und schlug einen Marmorkuchen vor, aber mit lila und rose Lebensmittelfarbe. Er war ein großer Hit (obwohl ich keine Ahnung habe, ob unser Lehrer etwas davon aß.
Auf jeden Fall bekam er von da an immer am Ende des Schuljahres etwas in Lila. Natürlich nichts Großes, nur um den Witz am Leben zu erhalten, und wir versuchten auch immer, etwas Nützliches oder Eßbares zu wählen, damit es nicht unnötig Platz verbrauchte.

In einem Jahr machte eine andere Lehrerin einen Scherz darüber, wie sehr wir ihn "verwöhnten" (sie waren in der Zwischenzeit ein Paar geworden, obwohl wir das da noch nicht wußten), und eine andere Freundin von mir meinte, sie solle sich auch eine Farbe aussuchen. Sie sagte grün. Diese Freundin machte Makramee und strickte wie verrückt Socken - es waren die 80er und eine Menge Schülerinnen (und ein paar Schüler) strickten im Unterricht -, also machte sie ein wunderschönes Paar grüner Socken als Weihnachtsgeschenk, sehr zur Überraschung, aber auch Freude unserer Lehrerin.
Also mußten wir von da an etwas in Lila und in Grün besorgen.

Bild von Konevi über pxhere

Ich erhielt die Tradition sogar noch ein paar Jahre lang aufrecht, nachdem wir aus der Schule waren. Viele meiner Schulfreundinnen hatten die Stadt verlassen, um anderswo zu arbeiten oder studieren, aber ich wohnte während meiner Ausbildung als Bibliothekarin daheim und meine Lehrer nicht weit entfernt von mir.
Einmal überreichte mein Lehrer
mir ein kleines Päckchen und meinte "okay, manchmal kann lila ja auch ganz hübsch sein, wenn es an der richtigen Stelle ist". Es war ein gerahmtes Bild eines lilafarbenen Porsches (er hatte selber einen alten, nicht lila, sondern rot). Ich weiß nicht, ob ich das Bild womöglich noch irgendwo habe, aber ich erinnere mich, daß ich damals wirklich lachen mußte.

Bild von Alex Ifti über Unsplash

Also ja, das ist meine kleine Geschichte über einen "Apfel für den Lehrer".
Ist es dort, wo ihr seid, üblich, daß Kinder ihre Lehrer beschenken?

Freitag, 13. Oktober 2023

Grün, grün, grün ...

sind alle meine Kleider ... erinnert ihr euch auch aus eurer Kindheit an dieses Lied?
Die heute verbreitete Form ist übrigens seit 1870 überliefert. Falls ihr es nicht kennen solltet, in jeder Strophe geht es um eine andere Farbe und einen anderen Beruf.

"Grün, grün, grün sind alle meine Kleider, grün, grün, grün ist alles, was ich hab'. Darum mag ich alles, was so grün ist, weil mein Schatz ein Jäger ist."
Die anderen Farben sind rot für den Reiter, blau für den Matrosen, schwarz für den Schornsteinfeger, weiß für den Müller und bunt für den Maler.

Ich mußte an dieses Lied denken, als eine Freundin meinte, sie habe so viel grüne Kleidung, und könnte ich ihr wohl ein Paar dazu passende Ohrringe machen?
Sie wählte die Perlen für das gefaltete Peyote aus, und ich muß sagen, daß das schimmernde Grün, das an Käferflügel erinnert, eine tolle Wahl zu dem matten Grün für das Innere war.

Also, was kommt als nächstes dran?

Donnerstag, 5. Dezember 2019

Oldies but Goodies - Grün

Die Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge verlangte in dieser Woche zwar nicht ausdrücklich nach Weihnachtsgrün, aber ich dachte, ich nehme mal die, die farblich am besten zu dieser Zeit passen - und den Frosch. Weil ich den Frosch liebe. Den in der untersten Reihe.
Als Bonus habe ich ein paar Weihnachtsfrösche dazugepackt. Nein, fragt mich nicht, warum Viktorianer dachten, ein Frosch, der einen anderen wegen eines Geldsacks umbringt, sei ein gutes Bild für die Jahreszeit, aber sie hatten ja noch so viel mehr lustige, glaubt mir (oder sucht selber mal im Netz nach viktorianischem Weihnachtsspaß, falls ihr mir nicht glaubt ;-)).


1 RioRita
2 Cat's Wire
3 Bijou Bead Boutique
4 Jewelry Art by Dawn
5 MC Stoneworks

Mittwoch, 10. August 2016

Oldies but Goodies - Peridotgrün

"Andere zogen die Edelsteine auf Eselhaar und banden sie um ihren linken Arm, um böse Geister abzuwehren."
Danke, GIA. Wer würde nicht gern einen Post mit Eselhaar beginnen?
Nun geht hin, sucht euch einen Esel und fragt, ob er oder sie ein paar Haare entbehren kann, damit ihr diesen Peridot um euren Arm binden könnt.
Nein, wartet! Ich mache nur Spaß! Und auch wenn ich mich verrückt anhöre, ich bin es nicht, versprochen. Ich bin nur etwas müde und immer noch kaputt von meiner Erkältung und suche nach einem Weg, die Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge für diese Woche einzuleiten.
Es ging um Peridot, den Monatsstein für August. Nicht alle unserer Mitglieder haben ihn jedoch in ihren Designs verwendet, daher ist das Thema peridotgrün.


1 RioRita
2 Cat's Wire
3 Jewelry Art by Dawn
4 Violetmoon's Corner
5 MC Stoneworks

Donnerstag, 13. November 2014

Der Draht ruft

Durch das viele Perlenweben, das ich in der letzten Zeit gemacht habe, fing mein Draht an, sich vernachlässigt zu fühlen und ich hörte, wie er nach mir rief.

Es wird nie aufhören, mich zu faszinieren, wie unterschiedlich das Gefühl ist, wenn ich zum Webrahmen oder zum Häkelhaken greife.
Wenn ich einmal den Rahmen in der Hand habe, habe ich gewöhnlich ein Muster bereitliegen, dem ich folgen muß, und es gibt nicht viel, was ich während des Prozesses ändere.
Der Haken jedoch läßt mich mitten in einem Projekt den Weg wechseln.  Obwohl man hier vorne nicht viel vom Draht sieht, besteht die Rückseite aus mehreren willkürlich gestrickten Schichten, die den Anhänger stabil machen und dabei helfen, daß die Kristalle richtig sitzen.


Der Anhänger ist jetzt in meinem DaWanda-Shop erhältlich.

Mittwoch, 3. Februar 2010

Warum muß ich an Grün denken?

Schnee hat sich in Regen verwandelt, auf dem Boden sind letzte Reste von Schneematsch, aber macht es mich glücklicher?
Ihr braucht nicht zu antworten, ich sage es euch. Tut es nicht. Obwohl mir Regen normalerweise überhaupt nichts ausmacht, bin ich immer noch grummelig. Es ist eine Schande, denn ich hatte vorhin wirklich Spaß am Telefon mit meiner Mutter.


Ist es ein Wunder, daß ich zur Farbe Grün hingezogen wurde, als ich durch Zufall auf einen offenen T-West stolperte?
Grün soll deine Seele beruhigen.



Schaut es euch hier an - Restful and Soothing.

Mittwoch, 25. November 2009

Spiel mit Saphiren

Vor einer ganzen Weile habe ich einen halben Strang kleiner facettierter Saphire in allen Farben des Herbstes gekauft, orange, gelb, grünlich, fast alles außer blau. Zu dieser Zeit hatte ich keine Ahnung, was ich damit machen sollte. Immer wieder mal holte ich sie heraus und wartete auf die Muse, damit sie mir sagen würde, wie ich sie ihrer Meinung nach benutzen sollte.
Ihr kennt meine Muse inzwischen (zumindest die Leser meines englischen Blogs haben sie schon öfter erleben dürfen ;-))
. Wenn sie nicht in Laune ist, bleibt sie einfach ruhig, und wenn sie es ist, wird sie leicht gewalttätig ;-)
Als ich also letztens einen Blick auf die Steine warf, befahl sie mir, sie auf den Draht zu ziehen und sie dann übernehmen zu lassen (sie haßt den Teil, in dem man zuerst die Perlen auffädeln muß, ich nehme an, es ist zu langweilig für sie). Und Junge, hat sie plötzlich übernommen!
Ich hatte eine vage Idee gehabt, als ich zu der geschlossenen Navetteform aus Silberdraht griff und ich hatte darüber nachgedacht, ihr ein bißchen Funkeln zu verpassen, aber plötzlich war überall Funkeln.


Dann erinnerte ich mich, daß ich noch eine auf der Strickliesel gefertigte Kette hatte, und obwohl ich nicht glücklich über den letzten Anhänger gewesen war, mit dem ich sie kombiniert hatte, gab sie der Sache in diesem Fall doch den richtigen Extrakick.




Nun waren noch ein paar Saphire auf dem Draht, als ich ihn also ein paar Tage später herausholte, fragte ich mich, was für eine Kleinigkeit ich daraus machen könnte.
Hier ist das Ergebnis - ein "Ball" aus Feinsilberdraht mit Tupfen. Nicht ganz das, womit man seine Kinder spielen läßt. Ich bezweifle auch, daß er sehr gut springt.



Dies ist ein Nachtbild, ich hoffe, ihr könnt euch vorstellen, wie es im Licht aussehen wird ....