Ich habe schon früher von unserer alten Bücherei erzählt, der, die nach dem Krieg die amerikanische Bücherei war, bevor sie mit der Stadtbücherei zusammengelegt wurde, nicht mal so lang, bevor ich anfing, sie zu benutzen.
Ich hatte auch erwähnt, daß das Gebäude jetzt ein Wohnhaus ist. Ich wünschte, ich hätte Bilder vom Innern, die in meinem Kopf noch so lebendig sind, die Tür, von der ich scheinbar noch spüren kann, wie ich sie aufdrücke (und sie hören), ach, sogar die Toilette, die ich nie benutzt habe, weil ich nie tapfer genug war, nach dem Schlüssel zu fragen (sie war nicht in der Bücherei, sondern im Flur gleich neben dem Eingang), was bedeutete, daß mancher Besuch abgekürzt werden mußte.
In einem Post schrieb ich "Das Gefühl, dort hineinzugehen und nicht nur nach neuen Büchern zu suchen, sondern auch immer wieder zu den Wohlfühlbüchern meiner Kindheit zurückzukehren, wie ein Magnet zu bestimmten Regalen hingezogen, ist mir immer noch im Gedächtnis."
Und vor drei Jahren kommentierte ich auf einem Blog "Als ich ein Kind und Teenageer war, hatte unsere Stadtbücherei ein ganzes Regal voll von diesen Büchern, und ich liebte, wie all die schönen Buchrücken beieinander aussahen. Da ich natürlich weder den Platz noch das Geld hatte, um sie selber zu besitzen, wollte ich wenigstens jedes einzelne lesen und auch meinem kleinen Bruder vorlesen, aber ich glaube nicht, daß ich es jemals ganz geschafft habe. So viele Bücher zu lesen, so wenig Zeit."
Heute möchte ich über dieses Regal sprechen, auf dem die Reihe namens "Märchen der Weltliteratur" aus dem Diederichs-Verlag stand (die die Bibliothek übrigens heute noch hat).
Die Reihe wurde von 1912 bis 1940 in Jena und wieder ab 1952 in anderen Städten wie Düsseldorf verlegt.
Sie besteht aus 182 Bänden, aber wenn man einige der bearbeiteten Ausgaben nicht einrechnet, sondern nur die unterschiedlichen Länder oder Themen, gibt es 165 davon.
Ich frage mich, ob es jemanden gibt, der sie alle hat. Sie würden allerdings eine Menge Platz brauchen.
Ich liebe die reichen schwarz-goldenen Buchrücken mit den in Gold auf Farbe geprägten Titeln und fand immer schade, daß man die hübschen Umschlagmuster, die so lang typisch für diese Reihe waren, nicht sehen konnte, ohne die Bücher herauszuziehen (neuere Ausgaben waren Taschenbücher und die Umschläge wurden modernisiert).
Andererseits war es immer eine Überraschung, willkürlich eins herauszuziehen, um zu sehen, wie es aussah. Ich bin manchmal so leicht zufriedenzustellen.
Diese 15 Bände waren ein Konvolut auf eBay und ich bekam sie für weniger als 1 € pro Buch, Porto eingeschlossen. Ich sentimentale Närrin konnte einfach nicht widerstehen.
Aber schaut sie euch doch mal an, sie sind so hübsch! Sie sehen aus, als wären sie frisch aus dem Buchladen gekommen, sie haben noch ihre originalen Plastikschutzumschläge und sogar die Enden der Lesezeichenbänder stecken noch in den Büchern. Als ich vorsichtig einige davon öffnete, machten sie ein "erstes Mal-Geräusch".
Wißt ihr, was ich meine? Dieses leicht knarzende Geräusch, wenn der Buchrück das erste Mal bewegt und der Farbschnitt - grau in diesem Fall - "geöffnet" wird?
Die meisten davon sind aus den 70ern, aber das älteste ist von 1958.
Wo waren sie all diese Zeit über? Sind sie wirklich unberührt und wenn ja, warum? Wurden sie rein zur Dekoration benutzt? Oder waren es ungeliebte Geschenke, die der Empfänger nicht wegzugeben wagte?
Es ist eine interessante Mischung - Japan, China, Vietnam, Korea, Tibet, Indien zum Beispiel, aber auch die Kabylei (die ich, wie ich gestehen muß, nachschlagen mußte, es ist eine Region in Nordalgerien), Dänemark und ein Band ist komplett auf Plattdeutsch!
In einem der Bücher, das ich mir anschaute, fand ich diesen Flyer, der Preise für die "Löwenbücher" (so benannt nach dem Verlagslogo) im Jahr 1974 aufführte, ein ganzes Stück mehr als ich dafür bezahlt habe, das kann ich euch sagen.
Werde ich sie alle lesen? Nun ja, von vorne bis hinten ... ich weiß nicht. Diese Bände enthalten mehrere Hundert Märchen. Aber wer weiß, vielleicht könnte ich ja jeden Abend vor dem Schlafengehen eins lesen, und vielleicht erzähle ich euch hin und wieder davon?
Ich hatte auch erwähnt, daß das Gebäude jetzt ein Wohnhaus ist. Ich wünschte, ich hätte Bilder vom Innern, die in meinem Kopf noch so lebendig sind, die Tür, von der ich scheinbar noch spüren kann, wie ich sie aufdrücke (und sie hören), ach, sogar die Toilette, die ich nie benutzt habe, weil ich nie tapfer genug war, nach dem Schlüssel zu fragen (sie war nicht in der Bücherei, sondern im Flur gleich neben dem Eingang), was bedeutete, daß mancher Besuch abgekürzt werden mußte.
In einem Post schrieb ich "Das Gefühl, dort hineinzugehen und nicht nur nach neuen Büchern zu suchen, sondern auch immer wieder zu den Wohlfühlbüchern meiner Kindheit zurückzukehren, wie ein Magnet zu bestimmten Regalen hingezogen, ist mir immer noch im Gedächtnis."
Und vor drei Jahren kommentierte ich auf einem Blog "Als ich ein Kind und Teenageer war, hatte unsere Stadtbücherei ein ganzes Regal voll von diesen Büchern, und ich liebte, wie all die schönen Buchrücken beieinander aussahen. Da ich natürlich weder den Platz noch das Geld hatte, um sie selber zu besitzen, wollte ich wenigstens jedes einzelne lesen und auch meinem kleinen Bruder vorlesen, aber ich glaube nicht, daß ich es jemals ganz geschafft habe. So viele Bücher zu lesen, so wenig Zeit."
Heute möchte ich über dieses Regal sprechen, auf dem die Reihe namens "Märchen der Weltliteratur" aus dem Diederichs-Verlag stand (die die Bibliothek übrigens heute noch hat).
Die Reihe wurde von 1912 bis 1940 in Jena und wieder ab 1952 in anderen Städten wie Düsseldorf verlegt.
Sie besteht aus 182 Bänden, aber wenn man einige der bearbeiteten Ausgaben nicht einrechnet, sondern nur die unterschiedlichen Länder oder Themen, gibt es 165 davon.
Ich frage mich, ob es jemanden gibt, der sie alle hat. Sie würden allerdings eine Menge Platz brauchen.
Ich liebe die reichen schwarz-goldenen Buchrücken mit den in Gold auf Farbe geprägten Titeln und fand immer schade, daß man die hübschen Umschlagmuster, die so lang typisch für diese Reihe waren, nicht sehen konnte, ohne die Bücher herauszuziehen (neuere Ausgaben waren Taschenbücher und die Umschläge wurden modernisiert).
Andererseits war es immer eine Überraschung, willkürlich eins herauszuziehen, um zu sehen, wie es aussah. Ich bin manchmal so leicht zufriedenzustellen.
Diese 15 Bände waren ein Konvolut auf eBay und ich bekam sie für weniger als 1 € pro Buch, Porto eingeschlossen. Ich sentimentale Närrin konnte einfach nicht widerstehen.
Aber schaut sie euch doch mal an, sie sind so hübsch! Sie sehen aus, als wären sie frisch aus dem Buchladen gekommen, sie haben noch ihre originalen Plastikschutzumschläge und sogar die Enden der Lesezeichenbänder stecken noch in den Büchern. Als ich vorsichtig einige davon öffnete, machten sie ein "erstes Mal-Geräusch".
Wißt ihr, was ich meine? Dieses leicht knarzende Geräusch, wenn der Buchrück das erste Mal bewegt und der Farbschnitt - grau in diesem Fall - "geöffnet" wird?
Die meisten davon sind aus den 70ern, aber das älteste ist von 1958.
Wo waren sie all diese Zeit über? Sind sie wirklich unberührt und wenn ja, warum? Wurden sie rein zur Dekoration benutzt? Oder waren es ungeliebte Geschenke, die der Empfänger nicht wegzugeben wagte?
Es ist eine interessante Mischung - Japan, China, Vietnam, Korea, Tibet, Indien zum Beispiel, aber auch die Kabylei (die ich, wie ich gestehen muß, nachschlagen mußte, es ist eine Region in Nordalgerien), Dänemark und ein Band ist komplett auf Plattdeutsch!
In einem der Bücher, das ich mir anschaute, fand ich diesen Flyer, der Preise für die "Löwenbücher" (so benannt nach dem Verlagslogo) im Jahr 1974 aufführte, ein ganzes Stück mehr als ich dafür bezahlt habe, das kann ich euch sagen.
Werde ich sie alle lesen? Nun ja, von vorne bis hinten ... ich weiß nicht. Diese Bände enthalten mehrere Hundert Märchen. Aber wer weiß, vielleicht könnte ich ja jeden Abend vor dem Schlafengehen eins lesen, und vielleicht erzähle ich euch hin und wieder davon?
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| Altes Relief mit dem Diederichs- Logo, Bild von Andreas Praefcke, CC BY 3.0 über Wikimedia Commons |






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