Ich nenne diesen Post #1, obwohl ich noch nicht mal weiß, ob das eine Serie sein wird, für den Fall, daß es so ist, wird sie wahrscheinlich unregelmäßig und spontan sein und es wird um die kleinen Dinge gehen, die mich an Büchern nerven - wie der heutige Post in der Tat.
Es ist kein neues Ärgernis für mich, aber heute habe ich etwas aus einem meiner Bücherschränke geholt und da ist es mir wieder mal ins Auge gesprungen.
Laßt mich aber mit etwas anfangen, das ein bißchen (eigentlich sehr viel) früher lag und nichts mit Büchern zu tun hat.
Meine Geschwister und ich hatten früher Briefmarken"sammlungen". Ich kann euch nicht mehr sagen, woher genau diese Briefmarken kamen, und ich sage "Sammlungen", weil wir enthusiastisch waren, aber nicht sehr viel wußten, außerdem waren sie ziemlich klein. Meine liebsten Briefmarkenserien waren nicht die mit bunten Bildern von Tieren, Blumen, Gebäuden, Erfindungen oder was auch immer. Die waren hübsch, aber mich zogen die an, die immer dasselbe Design in verschiedenen Farben hatten.
Einer der extra Vorzüge, eine Brieffreundin in England zu haben, die auch manchmal kleine Geschenke schickte, war, unterschiedliche Briefmarken zu bekommen. Die Machin-Serie, die es von 1967 bis 2022 gab, war mein Favorit. So viele hübsche Farben! Ich bin nicht die einzige, es gibt ganze Videos darüber, und als ich gerade meine Schwester nach ihrem Lieblingsdesign fragte, zögerte sie nicht, ebenfalls diese zu nennen.
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Das war aber nicht nur auf Briefmarken beschränkt. Mir gefielen all die Farben für Shampooflaschen, Schokoladentafeln, würde ich länger darüber nachdenken, würde die Liste wachsen.
Nun zu den Büchern.
Ich bin sicher, ihr kennt alle die Geschichten über Leute, die in einen Buchladen gehen - jetzt passiert das wahrscheinlich nicht mehr so - und nach zwei Metern blauen oder roten Büchern fragen, um so die Innenausstattung ihres Wohnzimmer zu ergänzen. Eine meiner Mitpraktikantinnen in der Bibliothek war vorher Buchhändlerin gewesen und erzählte uns, daß ihr das tatsächlich selber passiert war. Es kam auch vor, daß jemand eine Enzyklopädie wollte, aber fragte, ob sie auch in einer anderen Farbe käme, weil sie nicht zur Couch paßte.
Vielleicht wißt ihr schon, worauf ich hinauswill. Es ist für mich absolut in Ordnung, wenn Bücher in meinen Schränken unterschiedlich aussehen, das ist ein Zeichen von Vielfalt.
Aber ...
Dies sind alles Bücher aus Sue Graftons Kinsey Millhone-Serie, die von A bis Y geht (da Grafton sie leider nicht vollenden konnte). Ich weiß, es sind nur 24 Bücher, aber das liegt daran, daß zwei der Krimis in einem Buch sind.
Wenn ihr auf ihre Website geht, seht ihr eine Liste der gesamten englischen Reihe ... und alle Covers sehen gleich aus. Oh, wie ich wünschte, ich hätte diese!
Meine Bücher jedoch, naja, ihr seht es ja selber.
Ich fing mit den deutschen Übersetzungen an, aber nicht in Reihenfolge. Ich kaufte ein Buch, es gefiel mir, dann ergänzte ich die Reihe dank Flohmärkten oder Gebrauchtbuchseiten. Also sind es nicht nur zwei Verlage, sondern auch verschiedene Ausgaben von einem davon. Das war außerdem der, der beschloß, die Titel in verschiedenen Richtungen und verschiedenen Stellen auf die Buchrücken zu drucken, ab O zu einem größeren Format zu wechseln und die Reihe dann nach R komplett einzustellen.
Also mußte ich dann auf die englischen Ausgaben umsteigen und nehmen, was ich als erstes in die Finger bekam. Das Ergebnis ist sogar noch wilder als für die deutschen Ausgaben.
Wissen Verlage eigentlich, was das mit einem Gehirn wie dem meinen anstellt?



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