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Freitag, 5. Februar 2021

Die Feenkönigin

Erinnert ihr euch an Dawn, meine kleine Topper-Puppe? Nachdem ich sie jahrelang ohne Kleider herumliegen hatte, weil ich 1. damals nicht wußte, was oder wer sie überhaupt war, 2. keine Ahnung hatte, wo ich Kleider für sie herbekommen würde, machte ich schließlich ein schickes kleines Kleid und Accessoires aus Rocailles für sie.
Da Dawn nur 16,5 cm groß ist - im Vergleich zu den 29 einer Barbie und den 28,5 einer Francie - mag es zwar nicht gerade ein sofortiges Erfolgserlebnis sein, wenn man etwas für sie macht, aber es geht definitiv schneller. Ich konnte nicht an mich halten und mußte mir mehr Topper-Puppen besorgen, genaugesagt zwei.
Nachdem ich die Libellenbrosche gemacht hatte, wußte ich, was ich mit einer davon tun würde.
Dawn würde eine Fee werden!
Nur ist sie gar nicht wirklich Dawn, sondern eine ihrer Freundinnen, wie die Kopfmarke 11C, im Gegensatz zu 11A, mir mitteilte. Sie ist Jessica, die früher mal eine Stewardess war (ja, damals nannte man das noch so). Es ist irgendwie witzig, weil ich letztes Mal gedacht hatte, daß Dawn eine Jessica war, und nun bin ich andersherum darauf hereingefallen. Ich hätte bemerken sollen, daß ihr Haar nicht so voll ist, aber ich bin so an verschiedene Bubble Cut-Frisuren an vintage Barbies gewöhnt, daß ich einfach nicht darüber nachgedacht habe.

Wie gewöhnlich machte ich als erstes das Kleid.
Woran denkt ihr bei einer Fee? Tinkerbelle? Flora, Fauna und Merryweather aus Dornröschen? Cinderellas gute Fee? Oh, gar keine Disney-Fee? Vielleicht eine aus einem Märchenbuch, das ihr als Kind gelesen habt? Aus einem Fantasyfilm?
Stellt ihr euch ein langes Kleid vor und einen farbigen Hut, der an einen Hexenhut erinnert? Etwas Kurzes in Grün? Einen Umhang mit einer großen Schleife? Etwas Glitzerndes? Etwas, das so bunt wie Blumen ist? Das ist der Spaß daran, eure Phantasie ist die einzige Grenze.
Meine Phantasie beförderte mich zu einer Kombination aus Rot- und Brauntönen, mit etwas Gold dazwischengemischt. Ich arbeitete das Kleid in der Herringbone-Technik, die sich bisher als die anpassungsfähigste erwiesen hat, zumindest für mich, die ich keine so rechte Perlenarbeiterin außerhalb des Webens bin (noch nicht?). Ich mag die "Falten" im Rock und hoffe, daß ich das irgendwann an einem größeren Kleid reproduzieren kann.
Diesmal habe ich vergessen, ein Bild von Jessica zu machen, auf dem sie nur das Kleid trägt, aber ich komme dann später noch einmal zu den Accessoires.



Als nächstes kamen die Flügel an die Reihe. Es sind zwei Flügelpaare, die ich mit goldenen Rocailles und Stabperlen in Perlenstickerei gefertigt habe. Statt wie bei den Libellenflügeln den goldenen Look zu betonen, habe ich hier winzige klare AB Rocailles mit den Pailletten verwendet.
Die Flügel aufzunähen war ziemlich fiddelig, vor allem weil die Arme dauernd im Weg waren. Schwierig war auch, sie so aufzunähen, daß sie sich nicht zu sehr bewegten, denn ich wollte ja nicht, daß sie sich hinten zusammenfalteten, sodaß man sie nicht mehr sehen würde.
Ich würde sagen, daß dieser Teil meine Geduld am meisten beanspruchte, und ja, es wurde geflucht!
Hier ist eine Nahansicht der Flügel.


Mein erster Gedanke war gewesen, meiner Fee noch einen Zauberstab zu geben, aber der typische Zauberstab mit einem kleinen Stern obendrauf erschien mir etwas zu klischeehaft. Stattdessen entschied ich mich für einen langen Stab, etwas Robustes, etwas, das ihre Macht als Königin unterstrich, noch mehr als die kleine goldene Krone aus Rocailles und beschichtetem Hämatit.
Nach einigem Grübeln erinnerte ich mich an Schaschlikspieße aus Holz, die aus meinen Fimo-Zeiten übriggeblieben waren. Ich benutzte 15er Rocailles, um einen davon in Peyote zu bedecken, mit beschichteten klaren Rocailles unten bis hin zu goldenen im oberen Teil.
Der Swarovski-Kristall kam sehr gelegen, obwohl die Geschichte kursiert, es sei eigentlich ein Citrin, den die Zwerge gefunden und der Feenkönigin geschenkt hätten ;-) Ich hätte die gleiche Art, nur kleiner, verwenden können, aber die Königin machte deutlich klar, daß sie nicht klein denkt.
Für die Verbindung zwischen Stab und Kristall klebte ich eine dicke Schicht aus goldenen Rocailles auf, um die Fadenverbindung zu verstärken. Es war eine dieser seltenen Gelegenheiten, bei der Klebstoff und ich ein gutes Team abgeben!
Der Stab ist über ein kleines Armband an der Hand festgemacht, und ich kann ihn sogar in verschiedene Richtungen drehen, ohne daß er abfällt.



Zu guter Letzt kam der immerwährende Kampf mit den Schuhen. Wie ich schon in meinem Post über Dawn erwähnt habe, haben die Topper-Puppen dank ihrer Größe winzige Füße. Erneut probierte ich Slipper aus, wie ich sie schon für Francie gemacht hatte, ich versuchte, die Sohlen in verschiedenen Größen und mit Perlen in verschiedenen Größen zu machen, aber ohne Erfolg. Selbst als ich meine Niederlage eingestand und zum Sandalendesign zurückkehrte, mußte ich noch damit experimentieren.
Dies ist, glaube ich, Versuch Nr. 6, derjenige, der mich endlich zufriedenstellte. Sie bleiben an ihren Füßen und sie passen zum Outfit. Ich hatte keinen goldenen Faden, aber ich erwarte einen goldmetallic Stift, um ihn zu abzudecken und selbst so war das "Goldgelb" immer noch die beste Wahl.


Danke, wenn ihr es bis hierher geschafft habt. Ich werde diesen Post mit einem Bild beenden, das euch eine bessere Vorstellung von der Größe der Königin verschaffen soll. Dies ist eine gewöhnliche Stufe meiner Treppe, ihr seht also, daß unsere Fee in der Tat zu den "kleinen Leuten" gehört.
Laßt euch davon aber nicht täuschen, ich bin mir sicher, sie weiß diesen Stab zu gebrauchen, für die Magie oder um euch damit zu hauen! ;-)


Barbie ist ein eingetragenes Warenzeichen von Mattel, Inc. Ich bin in keiner Weise mit Mattel verbunden.
Dawn war ein Markenzeichen der Topper Company. Ich bin auch mit Topper in keiner Weise verbunden.

Donnerstag, 26. November 2020

Die Feenmaus

Ich bin noch da, obwohl ich aus persönlichen Gründen eine längere Pause gemacht habe. Faul bin ich nicht gewesen, aber darüber seht ihr einem neuen meiner Adventskalender mehr im Dezember.

Der Draht ist in letzter Zeit ein ziemlich seltener Gast in meiner kreativen Welt gewesen, aber kürzlich war ich fest entschlossen, die Perlen mal beiseitezulegen und den Draht zurückzuholen. Wie gewöhnlich hatte ich keinen Plan, was ich hatte waren vier kurze dickere Drähte und meinen Arbeitsdraht.
Ich erzähle euch mal von der Reise, die ich mit ihnen unternommen habe und die mich zu einer seltsamen Kreatur führte.

Es ist komisch, wie man vier Drähte mit mehr Draht zusammen-
"binden" kann, und dann schaut man sie an und sieht auf einmal etwas - also, wenn man Glück hat und die Muse mitspielt. Da die Länge nicht wirklich für große Experimente ausreichte, war es nur natürlich, die Komponente oder wie immer man das zu dem Zeitpunkt genannt hätte einfach in der Mitte zu biegen.
Das eine, was ich sah, war ein kleiner Oktopus, wie ich ihn schon einmal gemacht hatte. Es war gut zu wissen, daß ich einen Plan B hatte, auch wenn ich keinen Plan A hatte. Ich sage Plan B, weil ich eigentlich keinen Oktopus machen wollte. Ich wollte ... ein Auge machen ... ein Auge mit Federn ... hatte ich einen Cabochon, den ich benutzen konnte ... falscher Bernstein, die perfekte Größe ... und die Federn am Ende (bitte beachtet, daß keiner dieser Schritte so schnell ging wie in diesem Post beschrieben, ich hielt die Dinge immer wieder hoch, schaute sie an, legte eins auf's andere, wickelte Draht wieder ab und so weiter, und ich habe kein einziges Foto gemacht, weil ich ja die Muse nicht stören konnte, richtig?) ... und jetzt hatte ich ein Auge und der "Bernstein" bewegte sich immer noch etwas, also mußte ich die Drähte dahinter enger ziehen ... jetzt scheinen sie durch den Cabochon hindurch, weiß nicht, ob mir das gefällt, aber ich lasse es erstmal ... als nächstes die Federn?

Keine Sorge, ich mache nicht so weiter, ich wollte nur zeigen, daß das so ziemlich ist, wie der Arbeitsprozeß oft bei mir abläuft.
Vor den Federn fiel mein Blick auf eine Achatscheibe. DIE Achatscheibe. Ich hatte sie in einem frühen Osterausverkauf gekauft, kurz bevor die Pandemie dafür sorgte, daß ich daheimblieb. Fragt nicht, was Achate mit Ostern zu tun haben, der Baumarkt hatte sie in einem Korb neben dem Tisch mit Dekoartikeln im Ausverkauf. Diese spezielle Scheibe hatte es schon ein paar Mal aus der Vorratsschublade geschafft, sich aber immer geweigert, mit mir zu reden. Dieses Mal aber sagte sie "schau mich an, ich bin eine Maus". Ein Auge mit Federn und eine grüne Maus. Schräg. Blätter statt Federn. Blättern, Wald, eine grüne Maus ... eine Feenmaus!

Da klickte es dann. Meine Maus brauchte ein großes Ohr, Schnörkel und Kringel auf ihrem Körper, einen langen Schwanz mit Schnörkeln und sogar schnörkelige Schnurrhaare.
Als ich sie schließlich gegen das Licht hielt, bemerkte ich, daß vor allem der untere Draht hinter dem Cabochon dem Auge mehr Dimension und Leben zu geben schien.

Es ist eine seltsame kleine Kreatur, aber sind wir das nicht alle? ;-)
Nun braucht sie nur eine Öse und/oder Kette, falls ich mich entscheide, aus ihr einen Anhänger zu machen. Sie ist kein Leichtgewicht. Vielleicht sähe sie mit einer Art waldigem Hintergrund nett in einer Schattenbox aus?

Sonntag, 30. September 2018

Art Elements Design Challenge and Blog Hop - Feenland

Werde ich es je lernen? Gebt euch keine Mühe, ich sage es euch. Die Antwort ist NEIN, NO, NON, NEE, NEJ (ich könnte so weitermachen, aber ihr habt schon verstanden).
Das Schlimmste daran ist, daß ich einen Plan für die Art Elements Design Challenge and Blog Hop hatte, für die Caroline uns das Thema "Feen" gab - was mich mit Hunderten von Ideen hätte versorgen sollen - nicht zu Monatsbeginn, sondern letztes Wochenende. Er kam plötzlich und ich bin nicht sofort darauf angesprungen. Weil ich das nie tue. Weil ich ihn erst in meinem Kopf herumrollen lassen und mich langsam daran gewöhnen muß.
So funktioniert mein Gehirn. Es nimmt einen sehr einfachen Plan oder eine vage Idee, und dann greift es sich Stückchen aus der Luft und fügt sie hinzu oder nimmt wieder etwas weg. Stellt euch eine Schaufensterpuppe vor. Man zieht ihr ein einfaches Kleid an, und dann fügt man einen Schal dazu, einen Gürtel, Handschuhe, man mag den Schal nicht und nimmt ihn wieder weg, dann den Gürtel, dann legt man eine Stola um, zieht vielleicht die Handschuhe aus und wählt stattdessen ein Armband - nur benutzt mein Gehirn Farben und Formen.
Das hört sich kreativ an, nicht wahr? Stattdessen ist es überwiegend Chaos, das schließlich etwas ausspuckt, und wenn ich Glück habe, ist es etwas Gutes - wenn nicht, endet es hinterm Sommerhaus wie Mister Mos arme Plastilinfrau (siehe "Mary Poppins im Park", ein Buch, das ich sehr liebe), nun ja, eigentlich in meinen berüchtigten WIP-Schubladen.

Leider kam mir das Leben die letzte Woche über in den Weg. Arbeit, eine Strickklasse, und dann wurde ich krank, was das letzte bißchen Motivation absaugte. Seit Mittwoch dachte ich daran, aus der Challenge auszusteigen, ich hatte sogar schon angefangen, die Mail zu schreiben.
Stattdessen nahm ich mich gestern zusammen und landete bei einer Variation meiner Idee, denn seien wir ehrlich, das mußte ja schiefgehen oder zumindest vom Originalplan abweichen, der aus einer kleinen Fee bestand, die ich auf ... nein, das behalte ich für mich, denn vielleicht wird das ja doch noch was, wer weiß.

Klein, ja, so klein wie ich meine Fee gewollt hatte, nein. Die Proportionen waren nicht ganz richtig, gerade soviel, daß es mir komisch schien, wenn ich sie anschaute, also mußte ich Armen und Beinen etwas anfügen, was bedeutete, daß ich auch Kopf und Körper vergrößern mußte.
Ich weiß noch nicht, ob sie ein WIP ist. Vielleicht braucht sie ja doch noch Flügel, obwohl ich das im Moment nicht denke. Schließlich könnte sie ja auf dem Marienkäfer reiten, er sieht zwar etwas klein für sie aus, aber er ist durch und durch zäh (und erinnert an die Zeit, als ich noch mit Fimo herumspielte). Oder sie könnte die "Exotische Schmetterlings-Fluggesellschaft" nehmen (diesen seltsam aussehenden Schmetterling machte ich, nachdem ich eine Schachtel voller Twin Beads gewonnen, aber keine Ideen mehr dafür hatte)? ;-)




 

Jetzt laßt uns wieder einmal sehen, wieviel organisierter unsere anderen Bloghopper waren! :-D

Gäste
 
Alison -  Alysen - Cat (aka me) - Divya - Hope - Kathy - Sarah - Tammy - Vic


AE Team-Mitglieder
 
Caroline - Cathy -  Claire - Jen - Jenny - Laney - Marsha - Niky

Mittwoch, 29. März 2017

Oldies but Goodies - Feen

"Eine Fee ist eine Art mythisches Wesen oder legendenhafte Kreatur in der europäischen Folklore, eine Art Geist, oft als metaphysisch oder übernatürlich bezeichnet." ~ Wikipedia (englisch)
Ich denke, daß das Bild, das wir beim Gedanken an eine Fee im Kopf haben sehr von Illustrationen in Kinderbüchern, alten Beschreibungen oder auch Zeichentrickfilmen beeinflußt ist. Die meisten von uns denken wahrscheinlich erst einmal an winzige Kreaturen mit Flügeln, ätherisch aussehend, die in Blumen oder so etwas leben.
Als ich also beim Thema für die neueste Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge eingesprungen bin und "Feen" ausgewählt habe, waren die Mitglieder sich nicht ganz sicher, weil sie dachten, sie hätten nichts Ätherisches vorzuweisen.
Warum sollte eine Fee aber nicht Schmuck tragen, der von den Formen, Kreationen oder Farben der Natur inspiriert ist?
Ich denke, jede Fee würde sich gern eines dieser Stücke auswählen und wie üblich gibt es auch noch mehr zu finden, wenn ihr den obigen Link anklickt.


1 und 6 Jewelry Art by Dawn
2 und 5 Violetmoon's Corner
3 und 8 Cat's Wire
4 RioRita
7 MC Stoneworks