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Dienstag, 23. September 2025

Katzen, Katzen, Katzen und noch mehr Katzen, Teil 2

Ich habe ja gesagt, daß ich zurück sein werde, um euch noch mehr von meinen Katzen zu zeigen! Wenn ihr Interesse habt, könnt ihr hier Teil 1 finden, in dem ich gesagt habe, "Ich habe so einige hier bei mir, manche, weil ich mich selber in sie verliebt habe, andere, weil Leute aus irgendeinem sonderbaren Grund denken, daß ich Katzen mag und mir im Laufe der Jahre eine Menge Stücke geschenkt haben. Echt seltsam, ich weiß. Warum würden sie so etwas nur denken? 😂"

Beginnen wir mit einer Katze in einer Existenzkrise. Ich kann es nachfühlen, Katze, das kann ich wirklich. Mir ist dieser Tage oft danach, so zu schreien.
Als der ansässige Künstler mit den pelzigen Ohren beschloß, meinen geliebten Hasenschäler in Kunst zu verwandeln - in anderen Worten, er hat ihn runtergeworfen und kaputtgemacht - mußte ich mich nach einem Ersatz umschauen. Der Hasenschäler (beste Klinge je) war ein Geschenk von meinem Katzenfuttershop gewesen, also mußte ich mich stattdessen mit einer schwarzen Katze begnügen. Gundel und ich lieben schwarze Katzen. Wie erwartet ist sie nicht so gut wie der Hase, aber sie funktioniert.
Oh, und das dahinter sind Katzendosen. Sie waren bei einer Katzenmedizin dabei und sind perfekt für Tee, Draht und Perlen.


"Seid ihr an einer Steiffkatze interessiert?" Wie schon früher erwähnt hat Steiff eine große Vielzahl an Hunden, aber nicht so sehr an Katzen, und die üblichsten Nachkriegskatzen hatten wir schon, also war unsere Antworten an unseren Bekannten, einen Verkäufer, ein wenig lauwarm.
"Sie hat ein rotes Band." Steiff-Katzen (und -Hunde) hatten oft ein Band mit Schleife um den Hals, das sagte uns also nicht viel. "Im Ohr." Jetzt stellten sich unsere Ohren allerdings auf wie die einer Katze. Wenn es wirklich eine rote Ohrfahne war, würde das Vorkrieg bedeuten und wäre auf jeden Fall einen Blick wert.
Es war Liebe auf den ersten Blick. Nicht nur hat die Lady die wunderschönen grünblauen Augen (wir nannten sie immer Vorkriegsaugen, weil die Katzenaugen nach dem Krieg stattdessen leuchtendgrün wurden), die wir so liebten, sie war auch keine gestreifte Tigerkatze, sondern hatte mehr ein gepunktetes Fell. Sie war absolut großartig und ist - zusammen mit Fluffy, aber das ist eine andere Geschichte - immer noch meine Lieblingskatze von Steiff. Sie ist fast 100 Jahre al, könnt ihr das glauben?

Ich habe das Foto von ihr bewußt neben diesen Kratzern auf meinem Sideboard aufgenommen. Ja, das ist ein weiteres Kunstwerk des ansässigen Künstlers. Zu seiner Verteidigung, er wurde von einem früheren Werk von Greebo inspiriert, das auf demselben Sideboard zu sehen ist.



Als ich diesen Katzenschlüsselanhänger in einem Schmuckladen sah, konnte ich einfach nicht widerstehen ... ich mußte den Ex dazu bringen, ihn mir zu kaufen 
😂 Das hört sich wirklich schlimmer an, als es war. Ich sagte nur "ooh, ich liebe sie" und er fragte mich, ob ich sie wollte. Wir waren an einem freien Tag auf Shoppingtour in Antik- und Trödelläden und waren schon darauf vorbereitet gewesen, hier und da etwas Geld liegenzulassen.
Oh ja, ich wollte sie. Ich liebe meine Silberkatze. Sie ist süß und schwer, und wenn ich meine Schlüssel in meinem Shopper nicht finden kann, weil sie sich wiedermal im unteren Eck versteckt haben, suche ich immer nach ihr zuerst.
Einmal dachte ich, ich hätte sie verloren, die Schraube des Schlüsselrings hatte sich aufgedreht. Seitdem ist das erste, was ich mache, wenn ich nach meinen Schlüsseln greife, die Schraube auf Festigkeit zu überprüfen.


Das hier ist eine weitere Katze, mit der ich an manchen Tagen identifizieren kann, wenn ich nicht gerade in Katzenschälerschreimodus bin.
Es ist ein Druck von Wiebke Rauers, einer deutschen freiberuflichen Illustratorin.


Ich habe euch schon erzählt, daß Steiff nicht nur Plüschtiere gemacht hat, sondern auch eine Menge Holzspielzeug.
Bilder von Steifftieren tauchen aber auch auf vielen anderen Dingen auf (was ein Thema für einen anderen Post ist).
Das ist eins davon. Ich habe in meiner Sammlung drei dieser kleinen Plastikschüsseln für Kindern, eine hat ein Bild mit einem Zotty-Teddy und einer Katze, eine mit zwei Zwergen. Auf der hier ist eine Cosy Molly und ein Cosy Snobby, die auf eine schlafende Floppy Kitty aufpassen (Floppytier hatten gestickte "geschlossene" Augen).
Es ist ein Copyright-Vermerk für Steiff darauf, aber kein Hersteller, und ich habe mir nie die Mühe gemacht, mehr herauszufinden. Ich habe kleinere Plüschtiere hineingesetzt, damit man das Design noch sehen kann.
Könnt ihr euch Kleinkinder vorstellen, wie sie hieraus essen? Sie sind süß, stabil und einfach zu greifen. Die Schüsseln, nicht die Kleinkinder.


Ich besitze eine kleine Sammlung von Zippos mit Katzen darauf, die meisten Geschenke. Ich benutzte sie früher alle, aber jetzt schmücken sie meinen Katzenbuchschrank.
Einmal waren wir in einer Kneipe. Es war recht voll und als wir den Tisch verließen, stürzte sich schon die nächste Gruppe darauf. Gerade aus der Tür heraus fiel mir auf, daß ich meine Packung Zigaretten - da sieht man mal, wie lang das schon her ist! - und mein Lieblingszippo vergessen hatte. Es war nicht mal eine Minute, daß ich am Tisch zurückwar, aber die Packung und das Feuerzeug waren wg. Ich fragte am Tisch und bekam nur Kopfschütteln zur Antwort, also fragte ich die Bedienung und er meinte, ihm habe niemand etwas gegeben.
Also ging ich zum Tisch zurück und meinte, es sei nicht möglich, daß sie es nicht gesehen hätten. Alle schauten einen von der Gruppe an, eins der Mädchen guckte böse und gab ihm ein Zeichen, also faßte er langsam in seine Tasche und zog mein Zippo und die Zigaretten heraus. Ich war sauer und sagte "Also habt ihr mich eben einfach angelogen?" Er sah nicht mal aus, als ob es ihm peinlich wäre, und zuckte mit den Achseln. Einer von ihnen hätte uns leicht hinterherkommen können. Ich gebe zu, daß ich ihm noch ein Wort an den Kopf geworfen habe. Er hätte sich wenigstens entschuldigen können. Das Mädchen sagte noch etwas, an das ich mich nicht mehr erinnere, aber die anderen lachten ihn nur dafür aus, daß er erwischt wurde. Manche Leute!

Ich habe nicht versucht, sie zu polieren oder so was. Der Gebrauch erzählt seine eigene Geschichte.


Dieses süße Paar bekam ich vor Jahren als Weihnachtsgeschenk von einer Kollegin. Der rosa getönte Stein ist so hübsch. Ich denke, daß die zwei Freunde sind.


Habt ihr jemals von The Kindness Rocks Project gehört?
Dabei geht es darum, Steine zu bemalen und dann in der Öffentlichkeit zu verstecken, damit sie jemand anderer finden kann. Kinder tun es, aber auch Erwachsene.
Es gibt Facebook-Gruppen, in denen man seine Fundstücke oder auch die Steine, die man selber bemalt hat, zeigen kann. Die Steine können Nachrichten haben, kleine Bilder oder beides.
Eine Künstlerfreundin (ich sage den Namen nicht, weil sie, soweit ich weiß, eine Auszeit vom Web nimmt) bemalte Steine für ein örtliches Projekt. Sie zeigte Bilder, und als ich sagte, wie sehr ich den hier liebte, bot sie ihn mir sehr großzügig zum Geschenk an.
Er landete auf unserem Zollamt. Zu der Zeit wurden noch Stichproben gemacht und man mußte auf das Zollamt gehen, um ein Paket zu öffnen, da sie das nicht durften, und dann bestimmten sie den Wert, um zu sehen, ob Gebühren anfielen.
Als ich den Stein auf den Tisch liegte, nahm ihn die Beamtin, drehte ihn hin und her und fragte mich, was das war. "Ähm, ein Stein mit einem Katzenbild drauf?" "Ja, aber was ist es?" "Es ist ein Stein. Es steckt nicht mehr dahinter. Da gibt es so ein Projekt, für das Leute Steine bemalen und verstecken. Eine Künstlerfreundin nimmt in ihrer Stadt daran teil und hat mir den hier geschickt, weil er mir gut gefiel." "Oh." Wir sahen einander an, vielleicht versuchte sie meine Gedanken zu lesen, um den Grund zu erfahren, warum irgendjemand so etwas würde tun wollen. "Ein Stein." "Das hat ihre Freundin sehr schön gemacht." "Ja." "Okay, ich schätze mal ... das ist es dann. Noch einen schönen Tag." Und raus waren wir, mein Stein und ich.

Ich liebe es, wenn ein Ding eine extra Geschichte zusätzlich zur ursprünglichen Geschichte hat 😁 


Das ist es für heute, aber ich bin mir ziemlich sicher, daß einen Teil 3 geben wird. Bis dann!

Samstag, 12. August 2017

Einfach nur so Samstag - Von einem wasauchimmer zur Meerjungfrau

Vor zwei Wochen machte ich - etwas. Ich konnte mich nicht mal entscheiden, was es war, und als ich herumfragte, bekam ich mehrere Meinungen dazu, von Drachenlady bis zur Fledermaus-Meerjungfrau.
Obwohl die Lady keine Flosse hatte und ich nie daran gedacht hatte, eine Meerjungfrau zu machen - die Entscheidung gegen zwei Beine war zu dieser Zeit nicht bewußt gefallen, da dies meine erste solcherart gewickelte Figur war - und obwohl mir irgendwann klar wurde, daß sie unterbewußt vom Sukkubus in einem Computerspiel inspiriert worden war, folgte mir der Gedanke, wann immer ich sie ansah.

Also tat ich es schließlich. Ich machte eine Flosse. Sie sieht jetzt vollständiger aus, nicht wahr (zum Vergleich ist ein Bild am Ende des Posts)?
Ihr könnt gern selbst entscheiden, ob ihr jetzt eine Drachen-Meerjungfrau, Fledermaus-Meerjungfrau, Sukkubus-Meerjungfrau oder Feen-Meerjungfrau seht ;-)



Wie versprochen einmal "vor-Flosse ...

Samstag, 18. März 2017

Einfach nur so Samstag - Die Laurinmarke

Es war eines Samstagsabends nach dem Abendessen, meine Schwester und ich hingen vorm Fernseher herum, als sie mir einen ihrer Silberringe zeigte, den sie vor vielen Jahren auf einem ihrer Lieblingsflohmärkte gekauft hatte. Sie hatte sich vor einer Weile eine Lupe besorgt und war neugierig, was die Punzen in ihrem Ring bedeuteten.





Natürlich wußten wir beide, daß die 835 den Silbergehalt anzeigte. Heutzutage ist Schmuck üblicherweise aus Sterlingsilber, das mit 925 gepunzt ist, aber ich habe selber noch 835er Silberschmuck aus meinen Teenagertagen. Es bedeutet, daß 835/1000 Silber verarbeitet wurde, der Rest war Kupfer und Nickel.

Als nächstes war das F mit dem Stern dran, das wir online als die Punze von W. Frey & Co. aus Pforzheim fanden, eine Stadt, die bekannt für ihre Schmuckherstellung ist und sogar deshalb "Goldstadt" genannt wird. Die Firma selber existiert allerdings nicht mehr.

Was aber war diese letzte Punze? Sie war schwer zu lesen und ich brauchte mehrere Versuche, drehte den Ring unter der Lupe hin und her, nahm meine Brille ab, setzte sie wieder auf, bis ich plötzlich das Glück hatte, den richtigen Winkel zu treffen, in dem ich sah, daß es ein kursives "Ln" mit einem Halbkreis rundherum war.
Ihr wißt, wie das ist, wenn man erstmal weiß, was man anschaut, springt es einen regelrecht an, und meine Schwester sah es nun auch.
Und was bedeutete es? Eine Onlinesuche führte mich zu mehreren Seiten - und zur Laurinmarke.



Die Laurinmarke war ein Gütesiegel, das auf Schmuck verwendet wurde, der zwischen etwa 1934 und 1938 hergestellt wurde. Ihren Namen bekam sie von Laurin, dem Zwergenkönig.
Die Kampagne sollte Vertrauen in den punzierten Schmuck einflößen und damit Leute zum Kaufen animieren. Sie war nicht für billigen Schmuck gedacht, für den Käufer keine Garantie erwarteten, und auch nicht für teure Stücke, sondern die sogenannte "Mittelware".
Alle deutschen Hersteller, die die vorgegebenen Qualitätsnormen akzeptierten, durften die Laurinmarke verwenden.

Zurück zum Ring meiner Schwester. Der Stein im wunderschönen Blau eines Aquamarins ist recht wahrscheinlich synthetisch, was offensichtlich nicht ungewöhnlich für diese Zeiten und bis in die 50er war. Den Zeitraum und den Ort der Herstellung dieses Rings jedoch so eingrenzen können, das war schon was, und darüber hinaus ist es nun mal ein schöner Ring.
Nun frage ich mich, welche Geschichten er uns erzählen könnte, wenn er sprechen könnte .....



Quellen

Während ich einige Bilder und kurze Erwähnungen für die Marke gefunden habe, war es  hier, wo ich die meiste Information gefunden habe (danke an Antikschmuck Hofer dafür!). 

Ich habe auch diesen Thread in einen Silberforum gefunden, allerdings auf Englisch.

Falls ich irgendwann mehr herausbekommen kann, werde ich diesen Post aktualisieren.

Mittwoch, 25. Februar 2015

Oldies but Goodies - Silber

Was bedeutet die Farbe Silber für euch? Für mich ist Silber so dem Mond zugeordnet wie Gold der Sonne. Ich fühle mich zum Mond sehr hingezogen, das könnte also ein Grund dafür sein, daß ich Silber liebe.
Ich habe eine Webseite gefunden, die Color Meanings heißt, und dies sind einige von den Dingen, die sie über Silber zu sagen haben (ich habe sie übersetzt, da die Seite englisch ist):

  • Man wird als sanft, freundlich und sensibel betrachtet, wenn man Silber mag. Weiß und Silber sind Farben, die mit dem höheren Selbst und Spiritualität verbunden werden.
  • Während Gold maskulin ist, wird Silber als feminine Energie betrachtet. Es ist mit dem Mond ebenso verbunden wie die Gezeiten Ebbe und Flut. Silberfarbe wird als "reinigend, erleuchtend und den Weg nach vorn zeigend" angesehen.
  • Menschen, die Silber mögen, neigen dazu, introspektiv und oft in ihrer eigenen Welt verloren zu sein. Sie sind höchst künstlerisch, kreativ und phantasievoll, was sie zu guten Poeten und Schriftstellern macht.
  • Man glaubt, daß Erfolg leicht zu denen kommt, die diese Farbe mögen. Das mag auf der Tatsache beruhen, daß solche Menschen offener für neue Ideen und Möglichkeiten und erfindungsreich sind.
  • Die Kehrseite ist, daß Menschen, die Silber lieben, launisch sein können, da ihre Launen von den Veränderung im Mondzyklus reflektiert werden. Oft leben sie in einer wahnhaften Phantasiewelt.

Warum habe ich diese Frage gestellt? Diese Woche ging es in der JAC Oldies but Goodies Challenge um die Farbe Silber. Es ist komisch, aber ich selber habe nur ein Stück gefunden, das ganz silbern ist. Ich liebe es, Silber mit allen möglichen Perlen zu verbinden, selbst wenn es nur ein paar kleine sind. Ich frage mich, ob ich mich jetzt selber herausfordern sollte, etwas ganz in Silber zu machen.
Bei den anderen Mitgliedern jedoch herrschte kein Mangel an Silber, wie ihr nicht nur auf dem Bild sehen könnt, sondern auch im Thread, wenn ihr den Link oben anklickt. Viel Spaß!


1 Echoes of Ela
2 Violetmoon's Corner
3 Cat's Wire
4 Jewelry Art by Dawn
5 2 Fab Fristers
6 MC Stoneworks
7 The Crafty Chimp
8 RioRita

Freitag, 23. Januar 2015

Pack die Vorräte an - Ohrringe in Bewegung

Willkommen zurück zu "Pack die Vorräte an"!
Tatsächlich habe ich mich diesmal nicht nur mit den Vorräten beschäftigt, sondern auch einem zweiten Problem, daß ich - und nicht nur ich - habe. WIPs - "works in progress" = "Werke in Entstehung". Diese WIPs machen mich verrückt. Da sind die, denen noch der letzte kleine Funke fehlt, den man einfach nicht finden kann. Oder die mit einem Problem, das man noch nicht gelöst hat oder das nur durch Auftrennen gelöst werden kann. Wie steht es mit denen, die nicht so geworden sind, wie man dachte, aber irgendwann ganz tief drin weißt/glaubst/hoffst du, daß du sie retten kannst? Vergessen wir nicht die, die man vergessen hat - wie ungeheuer paradox, nicht wahr?

Dieses Paar Ohrringe war fast jede Sorte von WIP.
Zuerst war es ein Paar Ohrringe, mit dem ich nicht sehr glücklich war, weil irgendetwas fehlte.
Dann war es ein Paar Ohrringe, das ich anfing aufzutrennen, weil ich das Problem des fehlenden Irgendetwas nicht gelöst hatte.
Als ich den Gedanken an eine Rettung aufgegeben hatte, trennte ich fröhlich auf, bis ich zwei blaue Scheiben übrig hatte, und die vergaß ich dann. Ich habe diese bösartige Schüssel, die diese Art von auseinandergenommenen WIPs frißt ... und Münzen ... und Büroklammern ... und einzelne Ohrhaken ... und hatte ich schon die auseinandergenommen WIPs erwähnt?

Nun, ich fand sie, und ich gab ihnen einen Silberrand, aber sie brauchten mehr als das, also durchforstete ich meine Vorratsschubladen und fand all die wundervollen Dolchperlen, die ich habe, die einfach perfekt waren. Schließlich fand ich die silbernen Perlen für das bißchen Glanz in der Mitte - und voilà!
Ich weiß, daß sie ein wenig aussehen, als wären sie von einem Traumfänger inspiriert worden, aber das sind sie tatsächlich nicht. Ich mag einfach nur baumelnde Ohrringe!

Ihr könnt sie jetzt in meinem Shop finden, und wenn ich mir so all die Daggerperlen ansehe, die ich noch habe, scheint es nicht unmöglich, daß es irgendwann noch mehr Farbvariationen geben wird.



Freitag, 21. November 2014

Es war einmal ...

... eine Halskette. Sie war fertig, aber dann sah die Künstlerin, daß der Anhänger nicht perfekt saß, und die Kette wurde vorläufig weggelegt. Von Zeit zu Zeit wurde sie herausgenommen, aber immer wieder zurückgelegt, bis ein besserer Moment kommen würde. Der Moment kam nicht, und die Kette lag lange Zeit in einer Schublade.

Das Warten ist jetzt vorbei, was meine anderen WIPs irgendwie hoffen läßt, daß sie auch eine Chance haben, wieder aufzutauchen ;-)



Diese Kette mit dem Saphiranhänger ist aus Feinsilber gehäkelt und mit der Strickliesel gearbeitet.
Sie ist jetzt in meinem Zibbet-Shop erhältlich.

Samstag, 4. Januar 2014

Alt zu neu

Wie wünsche ich mir manchmal, daß ich das "Alt zu neu"-Ding mit mir selber machen könnte. Einen neuen Knöchel, eine neue Schulter ... ich gehe sogar so weit, daß ich immer wieder meine "Alien"freundin um neue Teile anbettle, aber sie erzählt mir nur, daß es dafür auf ihrem Planeten eine lange Schlange gibt ;-)

Also muß ich mich an Gebiete halten, auf denen ich keine Alienhilfe benötige. Es war nicht das erste Mal, daß ich mir selber den Befehl gab, neue Bilder für manche Stücke zu machen, aber diesmal bin ich besser darin, obwohl ich weit entfernt davon bin, fertig zu sein. Was ich außerdem mache ist, das eine oder andere Teil zu nehmen, über das ich mir nicht mehr ganz so sicher bin, und es abzuändern und zu verbessern.
Heute habe ich an zwei Stücken gearbeitet, die schon lang darauf gewartet haben, daß sie drankommen, und wie immer, wenn ich so etwas mache, bin ich hinterher sowas von erleichtert. Man schaut sich etwas an, und auf einmal spricht es einen nicht mehr an oder es sagt einfach nur "Hilf mir" ... ;-)

Diese beiden Anhänger waren nach einem kleinen Sommerausflug an den Blautopf gemacht gewesen, wo ich die Steine bekommen habe. Ich hatte euch schon zuvor Bilder vom Blautopf gezeigt, aber es ist so schön, ein Bild mehr kann nicht schaden.


Für diesen Orthoceras - einen ausgestorbenen Cephalopoden aus der Nautiliden-Familie - hatte ich eine einfache Fassung aus Feinsilber gehäkelt. Das war nicht das Problem, aber ich war wirklich nicht glücklich mit der Öse. Sie sah aus, als hätte ich sie irgendwie nur so draufgesteckt anstatt sie ins Design zu integrieren.
Heute fügte ich zwei Häkelreihen hinzu, um sicherzustellen, daß der Orthoceras auch wirklich nicht abhauen kann, dann schnitt ich die Öse ab und wickelte eine neue an, die zum Teil auf der Rückseite versteckt ist, sodaß sie nicht von dem Stein ablenkt.
Manchmal ist es ein bißchen schwierig mit leicht unregelmäßig geformten Steinen. Man will nie zuviel abdecken, und man denkt, die Fassung ist absolut sicher und vielleicht ist sie das auch, aber dann kommt es einem vor, als ob eine Seite etwas zu stark herausgeschoben ist. Besser auf der sicheren Seite bleiben, nicht wahr?
 
Orthoceras in Feinsilberdraht

Also tat ich dasselbe für den turmalinierten Quarz. Ich fügte zwei Häkelreihen an und schnitt die Öse ab, die in diesem Fall einfach ein bißchen zu unordentlich für meinen Geschmack war.
Für diesen Stein hatte ich jedoch noch mehr im Simm. Ich dachte mir, daß ein Buam auf dem matten grauen und schwarzen Hintergrund aussehen würde.
Was denkt ihr, hat es funktioniert?
 

Perlenbaum-Anhänger

Beide Anhänger sind in meinem Zibbet-Shop, wenn ihr mehr Bilder sehen möchtet, müßt ihr einfach nur die Links klicken!

Freitag, 28. Juni 2013

Übrigens, wußtet ihr schon ...

... was eine Protome ist? Eine Protome ist "ein plastisches Kunstwerk, das den vorderen Teil eines Tieres oder Menschen darstellt und meist mit einem anderen Objekt verbunden ist".
Ah ja. Ich kann beinahe hören, wie ihr fragt, warum zum Geier ich euch das erzähle. Um mit meinen unglaublichen Kenntnissen anzugegeben? Ganz und gar nicht. Auch für mich war es das erste Mal, daß ich dieses Wort gelesen habe.

Laßt mich bei meiner Großmutter anfangen. Ich möchte euch keine Geschichten über sie erzählen (obwohl ich ein paar gute habe), aber zu meinem Geburtstag gab meine Mutter mir ein Schmuckstück, das ihr gehört hatte, was es für mich ganz besonders machte.

Als meine Großmutter vor vielen Jahren starb, bekam ich ebenfalls ein Schmuckstück, das ursprünglich ihrer Schwester gehört hatte, und davor der ersten Ehefrau des Mannes ihrer Schwester.
Ich hatte dieses Armband so lang geliebt, wie ich zurückdenken kann. Ich erinnere mich, daß ich, als ich noch ein Kind war, dachte, es seien Drachenköpfe, aber es schadete nicht herauszufinden, daß es tatsächlich Löwen waren. Da kommen die Protomen ins Spiel. Angesichts seiner Geschichte ist das Armband ungefähr aus den 30er Jahren. Das ist nicht altertümlich, aber alt, und die Löwenköpfe sind ganz offensichtlich Protomen. Das habe ich erfahren, als ich im Versuch, vielleicht noch mehr zu herauszubekommen (was übrigens nicht geklappt hat), Google bemühte.
Jetzt haben wir alle etwas Neues gelernt. Das nächste Mal, wenn ihr ins Museum geht, beeindruckt ihr eure Begleitung, indem ihr sagt "Oh, schau dir diese Tür/Kessel/Kette/Behälter/Ring mit den Protomen daran an." Und wenn sie euch als Angeber titulieren, lächelt ihr einfach selbstgefällig ;-)
Leider ist die Feder im Armband gebrochen (wer weiß, vielleicht habe ich es ja sogar als Kind kaputtgemacht?), und man sagte mir, das ließe sich nicht reparieren (ich habe den Verdacht, daß das Stück dafür einfach nicht teuer genug schien). Es ist egal, ich liebe einfach, es anzuschauen.
Und hier ist nun ein Bild davon.


Wenn ihr denkt, daß ich versuche, davon abzulenken, daß ich selber nicht an neuen Stücken arbeite, habt ihr unrecht. Ich habe ein kleines Wandbild für einen Geburtstag gewebt, nach langer Zeit habe ich wieder mal einen neuen Wollkörbchenanhänger gemacht, dieses Mal mit einem kleinen Häkelhaken, und ich kann mich immer noch nicht entscheiden, ob ich meine allererste gewebte Halskette listen oder für mich selber behalten soll (heute neige ich dazu, sie zu behalten, aber wer weiß, was ich morgen dazu sage) und mich gleich daran mache, noch eine zu weben.
Natürlich kann ich euch das Wandbild nicht zeigen, aber ich habe Bilder vom Anhänger und von der Kette.



Da ist auch noch ein kleines Projekt, das eine Freundin von mir inspiriert hat. Ich werde euch den Prototyp jetzt nicht zeigen, weil ich erst noch ein bißchen mehr an dem Design arbeiten möchte.

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Universum

Ich bin nicht wirklich gut darin, Stücke mit freier Form zu machen. Ich muß mich selber ganz schön zwingen, etwas zu machen, das ein bißchen asymmetrisch ist und freie Form ... tja, das führt mich zurück in die Schule, als ich mit meinem Kunstlehrer darüber diskutierte, daß ich zu detailverliebt war und zu sehr an Symmetrie klebte. Ich sehe ihn noch vor mir, wie er sich mein Werkzeug schnappt, als wir eine Radierung eines Waldes machen mußten, und wie er ein paar wilde Äste in meinen sorgfältig designten Wald kratzt, wobei er mir erklärt, daß die Natur wild sei. Sicher hatte er recht damit, aber trotzdem .... sagen wir mal, wir liebten es, uns gegenseitig zu provozieren, und nun, da ich fast erwachsen bin, kann ich seine Argumente anerkennen und das sogar zugeben :-P

Dieses Stück fing als Versuch an, dickeren Draht für die Nadelspitzentechnik zu benutzen. Ich bin mir nicht mehr sicher, was genau ich dann damit machen wollte, aber als ich es heute fand und dann über ein paar weitere der wunderbaren Blasenlampworkperlen von Deronda O'Neill stolperte, war das wie ein Zeichen - möglicherweise von meinem Kunstlehrer *grins*

Die Perlen sehen mit ihrer hübschen Farbe für mich wie der Planet Erde aus, das gab mir die Idee ein, das Silber in die ihn umgebende Atmosphäre zu formen und es dabei organisch und "wild" zu belassen.


"Universum" ist jetzt in meinem Studio erhältlich.

Samstag, 26. November 2011

Inspiration gegen Vorrat

Es ist eine Win-Win-Situation, wenn das passiert. In diesem Fall habe ich drei Anhänger.

Ich habe das Design für jeden Tag, eine hübsche Lampworkperle von Melissa Vess, an einem Tropfen hängend, der aus Feinsilberdraht gehäkelt ist. Ich sehe ihn zum Beispiel mit einer Bluse und Jeans.

Gehäkelter Tropfenanhänger mit Lampworkperle

Ich habe das ungewöhnliche Design, ein Unikat, modern, kühn, voller Kontrast zwischen den schwarzen und den weißen Anteilen.
Es besteht aus einem weißen Muschelstück, einem mattschwarzen Achat, beide in Fassungen aus gehäkeltem Feinsilberdraht gefangen, und opalinen und schwarzen Swarovskikristallen.

Aus Silber gehäkelter Unikatanhänger in schwarz und weiß

Zu guter Letzt habe ich ein elegantes und feminines Design, zierlich und schön, aus Apatiten gemacht, die sich beinahe in einer kleinen "Schüssel" aus gehäkeltem Feinsilberdraht verstecken, wo sie eine weiße Perle umranden. Von dieser Schüssel hängt ein Stift mit fünf weiteren Perlen.

Apatit-, Perlen- und Silberhäkelanhänger

Und wißt ihr was? Sie sind alle schon gelistet. Klickt einfach auf die Bildunterschriften!

Freitag, 18. November 2011

Feinarbeit

Ihr wißt, daß ich von Zeit zu Zeit versuche, Stücke fertigzustellen. Ganz bestimmt bin ich nicht die einzige, die einen Haufen unfertiger Stücke herumliegen hat oder einen Vorrat an Perlen etc., der mir meinen eigenen Tennisplatz finanzieren würde (nein, ich spiele nicht Tennis, das erleichtert die Entscheidung für den Vorrat), und hin und wieder kommt dann der Moment, in dem man sein schlechtes Gewissen beruhigt und ein Stück fertigstellt oder ein paar Perlen aus dem Vorrat verbraucht (Draht, Cabochons, Clay, Wolle, was auch immer euer Gift sein mag). Danach kann man glücklich vierzehn neue WIPs anfangen und einen Haufen neue Perlen bestellen, und es wird sich so richtig anfühlen!

Ich habe tatsächlich beides fertiggebracht (UND sogar ein Stück gelistet), und ich hoffe, daß ihr so beeindruckt von mir seid wie ich selber. Ich glaube, ich habe mir das Recht verdient, nachher im Überfluß Delicas zu bestellen. Wenn ich nun noch genug Ruhe bekäme, um Fotos zu machen, wäre alles gut, aber es ist schwierig, sich auf das richtige Licht zu konzentrieren, wenn eine heulende Katze vor der Tür sitzt. Also bekommt ihr jetzt erstmal nur von einem Stück Bilder zu sehen.

Diese Kette fing ursprünglich als Muster für eine Bestellung an. Der Mittelteil ist Feinsilber, mit der Strickliesel verarbeitet, zusammen mit meinen geliebten dunkelroten und schwarzen Swarovskikristallen, eine Farbkombination, nach der ich verrückt bin, weil sie so fantastisch aussieht. Für jede Seite häkelte ich einen sehr feinen Silberschlauch und wo das Gestricklieselte (nein, das ist wohl kein Fachausdruck) auf den Häkelschlauch traf, habe ich noch einen kleinen Blickfang eingearbeitet, indem ich zwei Reihen an Kristallen herumwickelte.
Es ist zierlich, es ist elegant, es funkelt ... und es wird hoffentlich morgen in meinem Shop gelistet sein!




Dienstag, 12. Juli 2011

Flieg mich zum Mond

Vor vielen Jahren schaute ich eine Dokumentation über Picasso an. Er erzählte, ähm, Zeug, das ich vergessen habe, ich erinnere mich nur daran, wie er auf einer Glasscheibe malte. Er fing an zu malen, und dann fügte er hier ein bißchen dazu und dort ein bißchen dazu, dann übermalte er plötzlich alles, und obwohl ich kein großer Fan seiner Bilder bin, war ich hypnotisiert davon, wie sich das Bild dadurch ständig veränderte. Ich habe vergessen, womit er anfing, und ich erinnere mich nicht, wie es zum Schluß aussah. Ich weiß noch, daß da irgendwann ein Hahn war.
Das Faszinierende war, wie das Bild den ganzen Prozeß über in Bewegung war, viel mehr als ich es erwartet hatte.
Ich bin nicht Picasso und ich bin keine Malerin. Ich weiß nicht, was ihn dazu antrieb, so zu arbeiten, wie er es tat, vielleicht hätte ich besser zuhören sollen.
Was ich weiß ist, daß ich immer noch davon fasziniert bin, wenn sich ein Design ständig unerwartet verändert.
What I do know is that I'm still fascinated by a design changing all the time.

Die Juli-Herausforderung des Starving Artists Teams ist "Flieg mich zum Mond". Mein erster Gedanke war ein geschnitzter Fimomond, der zweite war Mondsteine. Halbmond. Nein, Vollmond. Hatte ich noch genügend Mondsteine? Ein kleiner Vollmond aus Silber und Mondsteinen. Ja, mit baumelnden Sternenanhängerchen. Ein Anhänger. Wo ist mein Feinsilber? Oh ja, oben. Toll, jetzt habe ich vergessen, die Sternchen mit herunterzubringen. Warte, was ist das? Ein paar übriggebliebene Mondsteine, kleinere. Sterne. Der Vollmond umgeben vom Nachthimmel. Schwarzer Draht mit Mondsteinsternen. Ein flacher Anhänger. Nein, jetzt da ich ich beim schwarzen Draht angelangt bin,  glaube ich, daß ein gewölbter Look besser ist. Wie wäre es mit einem zweilagigen Rand, jetzt da der Rand sich ohnehin so nett nach ihnen dreht. Hm, weißt du was? Vielleicht sollte dies gar kein Anhänger sein, es wäre ein ziemlich cooler Ring. Groß, aber leicht, und auf jeden Fall anders. Auf Sterlingsilberdraht.
Seht ihr, was ich meine? Wenn ihr den Ring jetzt anseht, werdet ihr die Gedanken, die darin stecken, überhaupt nicht kennen, oder die Zeit, die hineingesteckt wurde. Ich weiß es, und das ist, warum ich so sehr liebe, was ich tue.

Und da ist er nun, in meinem Shop.

Samstag, 2. Juli 2011

Unerlaubtes Entfernen von der Truppe ... Weihnachten im Juli ... ich arbeite an meinem Perlenvorrat/Vorschau

Was kann ich sagen? Job, Hitze ... das Alter ;-) All das schlaucht mich im Moment und ich kann Dinge nicht so tun, wie ich sie gern tun würde. Tut mir leid. Ich lebe aber. Wirklich. Vergeßt das nicht, wenn ihr die nächsten paar Wochen nicht viel von mir seht.

Ich dachte jedoch, ich sollte wirklich für ein bißchen der neuesten Nachrichten reinschauen.
Fangen wir mit Weihnachten im Juli an. Wußtet ihr, daß viele der Smooshers einen Sonderverkauf zu dieser Gelegenheit laufen haben? Schaut bei unserem Gildenblog rein, um eine Liste aller teilnehmenden Shops zu finden!
Ja, ich bin auch dabei. 10 % Rabatt auf jedes Stück.



Um euch jetzt zu zeigen, daß ich nicht nur auf meinem Hintern sitze, DVDs anschaue und mit Katzen schmuse, zeige ich euch hier ein paar noch ungelisteter Stücke, die ich in den letzten paar Wochen gemacht habe. Sollte eins davon eure Aufmerksamkeit auf sich lenken und ihr möchtet gern die Gelegenheit eines Sonderpreises im Juli nutzen, wißt ihr, wo ihr mich finden könnt. Schreibt mir einfach eine Nachricht.

Ich habe meine ganzen Goldflußperlen aufgebraucht und passen sie nicht großartig?
Eine versteinerte Muschel in einem Netz aus gunmetalfarbenem Draht mit winzigen Süßwasserperlen
Der "Spitzenuntersetzer-Anhänger" ;-) Der Onyx-Donut ist nicht mit Marmelade gefüllt, sondern mit verschiedenen dunklen Perlen
Serpentincabochon in ungewöhnlicher Form, die ich mit gehäkeltem Feinsilber zu einem Herz ergänzt habe, akzentuiert durch Mondsteine
Mmmm, Deronda O'Neills klare Blubberperlen im Team mit Feinsilber-Häkelperlen aus meiner Fertigung, bedeckt mit winzigen roten Karneol-, schwarzen und grünen Onyxperlchen
Sonnenblumenring, das ist auch nicht die einzige Blume, die ich gemacht habe!


Wartet auf mich, ok? Ich verspreche, ich komme zurück! ;-)

Mittwoch, 8. Juni 2011

Täßchen Tee?

Ich arbeite immer noch hart daran, diese verwaisten Perlen bei mir in Schmuck zu verwandeln. Ich bin stolz darauf, einen ersten Erfolg vermelden zu können ... ich habe kein Bier mehr! Quarz, meine ich. Bierquarz. Die letzte Perle ging in dieses Stück, das mich, nachdem ich es fertiggestellt hatte, an eine Kamille erinnerte. Zugegeben, Kamille funkelt normalerweise nicht so sehr, aber wenn man sie an einer Kette trägt, halten sie auch nicht so lange.


Man kann es jetzt in meinem Shop finden und ich bin weg, um nach weiteren streunenden Perlen zu suchen ;-)

Freitag, 27. Mai 2011

Jäger des verlorenen Lagers

Ich altere rapide. Da und da tut es weh, Gehirnzellen nehmen minütlich ab, und laßt uns gar nicht mal über den Drang sprechen, jungen Leuten zu erzählen, wieviel besser die alten Zeiten waren, als wir noch Winter mit drei Metern Schnee und das drei Monate lang hatten und Kuchen aus Wasser und Sand aßen, weil wir kein Mehl und Eier hatten. Ich nehme an, das macht die Zeit mit einem. Jedenfalls manchmal. Ich bin nicht sicher, denn ich habe gerade wieder eine Gehirnzelle verloren, wißt ihr.

Und doch ist da noch ein bißchen Abenteuerlust in diesem alten Körper übrig. Folgt mir, wenn ihr den Mut habt. Wir begegnen vielleicht Spinnweben und wilden Tieren mit großen Fangzähnen und scharfen Krallen. Wir tauchen in Tiefen hinunter, die kein Mensch seit, na sagen wir Monaten gesehen hat. Der Schatz, der am Ende der Straße auf uns wartet, wird das allerdings wert sein.
Könnt ihr ihn sehen? Lila, braun, grün, rot, schwarz und weiß! Ja, ich habe Steine und Perlen in meinem Reisetäschchen gefunden, die ich total vergessen hatte. Es ist nett, Sachen zu finden. Als nächstes werde ich mal meine Bücher durchgehen, in der Hoffnung auf ein paar hübsche, frische Banknoten.

Natürlich mußte ich aus diesem Schatz etwas machen, bevor mein Gehirn noch mehr den Bach runtergeht und ich ihn wieder vergesse! Keine Sorgen, die Perlen sind nicht mehr im Reisetäschchen, das ist schon mal ein Fortschritt ;-)
Hier ist sie also nun, eine wunderschöne Perle, umgeben von rotem Karneol, jetzt in meinem Zibbet-Shop.


Samstag, 5. März 2011

Es wurde langsam Zeit!

Ja, es ist lang her, ich weiß. Es hatte verschiedene Gründe, aber hier bin ich. Ich habe sogar Sachen mitgebracht, ok, Bilder von Sachen.
Heute bin ich einen Listing-Rausch geraten, habe Bilder von Stücken gemacht, die stumm und traurig auf meinem Lichtzelt auf ihren Debütanten-Fototermin gewartet haben, habe diese Bilder bearbeitet und sie tatsächlich gelistet. Ich weiß nicht, wann ich die Chance wieder bekomme, zwischen Arbeit und Wäsche (omg, ich habe beinahe die Hemden in der Waschmaschine vergessen!). Ok, ich bin zurück.

Nicht einmal Ponder konnte mich von meiner Aufgabe ablenken, obwohl er ziemlich furchterregend aussah (noch mehr, wenn man das Bild herumdreht ...)
Die Stücke, die ich euch jetzt zeigen werde, sind alle ziemlich unterschiedlich, obwohl die meisten davon aus Draht gehäkelt sind. Ich glaube, ich habe noch nicht das Ende von dem, was ich in dieser Technik machen kann, erreicht, besonders jetzt da ich sie mit der Nadelspitzentechnik kombinieren kann. "Wikingerstrick" (da seht ihr mal, ich weiß noch nicht mal, wie das auf Deutsch heißt) ist immer noch auf meiner Liste und mehr Stricklieseln mit Perlen. Ich brauche mehr Zeit. Wenn ihr welche habt, die ihr nicht braucht, mailt sie mir bitte zu. Ich verspreche, ich werde sie nicht auf Nickerchen verschwenden. Dafür nehme ich dann meine eigene Zeit ;-)

Genug jetzt, kommen wir zu den Stücken anstatt hier weiterzuplappern.

Caught in my heart ist nicht ganz neu, es ist eines meiner Verjüngungsstücke. Die Amethystperle in ihrem Käfig war eins meiner ersten Stücke, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, es fehle etwas. Dieses Etwas entpuppte sich als Herz. Jetzt gefällt es mir viel besser.


Ihr wißt, daß ich hoffnungslos süchtig nach Deronda O'Neil's Lampwork-Perlen bin. Es ist schwer, sie in einem Design zu verwenden, nicht weil ich sie nicht loslassen kann (schöne Lampies sollte nicht in einer Schublade leben), sondern weil ich entschlossen bin, ihnen gerecht zu werden. Dieses Design wurde von ihr gutgeheißen, was mich sehr glücklich gemacht hat.
Copper cage ist eine Mischung aus Nadelspitze und gehäkeltem Draht (ah, ihr erinnert euch daran, was ich vorher gesagt habe, hm?) Die Blasenlampworkperlen in einem tollen Rot sind in einem Käfig von reinem Kupferdraht gefangen, der von gehäkelten Drahtschläuchen gehalten wird.


Wieder einmal habe ich beschlossen, etwas von meinen Vorräten aufzubrauchen, bevor ich neues Material bestelle. Bis jetzt hat es ganz gut geklappt.
Dieser farbenfrohe Draht ist aus vier verschiedenen Farben gedreht, blau, violett, brüniert und hot pink. Ich hatte nie eine Idee dafür, aber ich beschloß, daß diese grauen Blasenperlen (ratet, wer sie gemacht hat ...) mit ein bißchen Farbe leben könnten. Der Name Glass floats kommt von einer Forenfreundin und erinnert an die Glaskugeln, die früher an Fischernetzen benutzt wurden.


Dieser Armreif, der aus offensichtlichen Gründen den Namen Mélange trägt, ist aus demselben Draht, einfach ein Alltags-Leichtgewicht-Bequem-Armreif für das bißchen Farbe in deinem Leben.


Silber und Bernstein - eine klassische Kombination, die auch gut bei diesem Blütenanhänger funktioniert. Für die, die es nicht zu groß und auffällig mögen, ist dies der perfekte, immer passende, Anhänger.


Ich mag es glänzend, aber hartarbeitende Freunde von mir haben ihr Bestes getan, um mich vom Spaß am Oxidieren zu überzeugen. Sie hatten Erfolg, teilweise zumindest, wie die nächsten zwei Stücke euch zeigen werden.
Erinnert ihr euch an meine Notenschlüsselanhänger? Während die beiden anderen, die ich gemacht habe, glänzend geblieben sind, war dieser hier ein großartiger Kandidat für ein bißchen "Verdunkelung". Ich denke, es hat gut geklappt. Die Farbe gibt diesem Stück einen alten Look, wie etwas, das man in einer alten Schmuckschatulle finden könnte. Die Perle und die winzige Peridotperlen, die ich hinzugefügt habe, funktionieren als kleiner, aber hübscher Kontrast.


Mein Lieblingsstück heute ist jedoch das nächste. Ihr wißt, das "zu guter Letzt" Ding.
Für deviantArt habe ich sogar eine kleine Geschichte dafür geschrieben, über den Ritter, der seine Liebe verläßt, sein letztes Geschenk umklammernd. Die liebliche Maid im Turm, meine ich, nicht der Ritter.
Obwohl ich niemals von Septarien gehört hatte, bevor ich sie von einem Freund bekam (hoffentlich lassen die Vibration seine Ohren klingeln), verliebte ich mich total in sie. Ich brauchte ziemlich lang, um diese Kette fertigzustellen. Die Fassung war der einfache Teil, aber ich konnte mich nicht für eine Öse entscheiden. Nach mehreren Versuchen verwendete ich schließlichen einen Häkelschlauch aus Draht und endlich war ich glücklich. Dann schien mir das Stück so mittelalterlich auszusehen, daß ich es oxidieren MUSSTE.  Ich bin so froh, daß ich das getan habe.
Ich liebe dieses Stück so sehr, daß ich den einen Stein, den ich für mich behalten habe, nehmen und in eine ähnliche Kette verarbeiten werde.


Wenn ihr es bis hierher geschafft habt, seid ihr ganz schön gut! Danke :-D