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Samstag, 17. September 2011

Willkommen, Herbst!

Der Herbst ist meine liebste Jahreszeit und ich freue mich wirklich darauf.

Als das Starving Artists Team sich für "Wechsel der Jahreszeiten" als Thema für die September-Herausforderung entschied, fing mein Gehirn an zu rattern wie blöd. Meine erste Idee war es, Blätter in verschiedenen Farben zu häkeln - mit Swarovski-Kristallen, um die Farben noch mehr zu betonen - und sie an einer Kette baumeln zu lassen, die an Ohrhaken befestigt ist. Ich behalte die Idee mal im Kopf, man weiß ja nie.

Dann dachte ich, es wäre nett, einen Baum mit all den unterschiedlichen Farben zu haben - das Grün, das noch da ist, aber nicht mehr lang, die Gelb- und Rottöne des Herbstes ... also dachte ich mir diesen kleinen Baumanhänger an einer feinen Schlauchkette aus.
Jeder der winzigen Äste ist einzeln gehäkelt, wobei Swarovskikristalle die Blätter darstellen. Man kann den Anhänger natürlich von beiden Seiten tragen, eine Seite zeigt mehr Gelb und Grün und die andere alle drei Farben.


Da es in der Natur nicht nur ein Braun gibt, beschloß ich, den Schlauch aus einer etwas anderen Farbe zu machen. Ich finde, das macht die Kette lebendiger. Natürlich ist es kein Problem, falls jemand Schlauch und Anhänger in derselben Farbe bevorzugt.

Die Kette ist jetzt in meinem ArtFire-Studio erhältlich.

Dienstag, 12. Juli 2011

Flieg mich zum Mond

Vor vielen Jahren schaute ich eine Dokumentation über Picasso an. Er erzählte, ähm, Zeug, das ich vergessen habe, ich erinnere mich nur daran, wie er auf einer Glasscheibe malte. Er fing an zu malen, und dann fügte er hier ein bißchen dazu und dort ein bißchen dazu, dann übermalte er plötzlich alles, und obwohl ich kein großer Fan seiner Bilder bin, war ich hypnotisiert davon, wie sich das Bild dadurch ständig veränderte. Ich habe vergessen, womit er anfing, und ich erinnere mich nicht, wie es zum Schluß aussah. Ich weiß noch, daß da irgendwann ein Hahn war.
Das Faszinierende war, wie das Bild den ganzen Prozeß über in Bewegung war, viel mehr als ich es erwartet hatte.
Ich bin nicht Picasso und ich bin keine Malerin. Ich weiß nicht, was ihn dazu antrieb, so zu arbeiten, wie er es tat, vielleicht hätte ich besser zuhören sollen.
Was ich weiß ist, daß ich immer noch davon fasziniert bin, wenn sich ein Design ständig unerwartet verändert.
What I do know is that I'm still fascinated by a design changing all the time.

Die Juli-Herausforderung des Starving Artists Teams ist "Flieg mich zum Mond". Mein erster Gedanke war ein geschnitzter Fimomond, der zweite war Mondsteine. Halbmond. Nein, Vollmond. Hatte ich noch genügend Mondsteine? Ein kleiner Vollmond aus Silber und Mondsteinen. Ja, mit baumelnden Sternenanhängerchen. Ein Anhänger. Wo ist mein Feinsilber? Oh ja, oben. Toll, jetzt habe ich vergessen, die Sternchen mit herunterzubringen. Warte, was ist das? Ein paar übriggebliebene Mondsteine, kleinere. Sterne. Der Vollmond umgeben vom Nachthimmel. Schwarzer Draht mit Mondsteinsternen. Ein flacher Anhänger. Nein, jetzt da ich ich beim schwarzen Draht angelangt bin,  glaube ich, daß ein gewölbter Look besser ist. Wie wäre es mit einem zweilagigen Rand, jetzt da der Rand sich ohnehin so nett nach ihnen dreht. Hm, weißt du was? Vielleicht sollte dies gar kein Anhänger sein, es wäre ein ziemlich cooler Ring. Groß, aber leicht, und auf jeden Fall anders. Auf Sterlingsilberdraht.
Seht ihr, was ich meine? Wenn ihr den Ring jetzt anseht, werdet ihr die Gedanken, die darin stecken, überhaupt nicht kennen, oder die Zeit, die hineingesteckt wurde. Ich weiß es, und das ist, warum ich so sehr liebe, was ich tue.

Und da ist er nun, in meinem Shop.

Mittwoch, 25. Mai 2011

Bürostühle, ein Kissen, Gurke und Eiszapfen

Gestern war ... naja, interessant.
Ich machte früher Schluß bei der Arbeit, gönnte mir eine kleine Pause an meinem Lieblingsplatz auf der Bank auf dem Heimweg, um in der Sonne zu lesen und dann ...

... wer würde zwei gute Bürostühle an einer Straßenecke hinstellen? Auch noch auf der Straße. Sie standen da nur so und warteten. Vielleicht war es ein Angebot, sich zu setzen? Oder vielleicht warteten sie darauf, in einer Art Straßenstuhlrennen benutzt zu weren? Das hätte dann allerdings den Hügel hinaufgehen müssen, da es sich um eine Einbahnstraße in dieser Richtung handelt.

Während ich noch darüber sinnierte, stolperte ich über die Gurkenscheibe. Um die Ränder herum etwas angetrocknet lag sie da auf der Straße. War sie gerade von einem belegten Brötchen gefallen? Eine einzige einsame Gurkenscheibe? Es mag euch seltsam erscheinen, aber in meinem Kopf versuche ich, mir mögliche Geschichten um so etwas herum vorzustellen, und ich sehe jemanden, der ein Käsebrötchen ohne dieses bißchen Vitamin ißt. Ist das nicht traurig?

Wenn ihr meint, das Beste schon gehört zu haben, liegt ihr falsch. Denn da kam ich dann um die Ecke und sah das Kissen. Ein nicht so kleines buntes Kissen, das mitten auf dem Gehweg lag, noch in Plastik eingepackt. War das hier Versteckte Kamera oder was?? Ich hob es auf und fand eine Adresse auf dem Plastik. Es war nicht weit weg, also beschloß ich, es hinzubringen.
Liebt ihr nicht auch Eckhäuser? Egal was ich mache, ich gehe immer zuerst auf die falsche Seite und muß dann wieder ganz in die andere Richtung, um die Tür zu finden. Ich klingelte, aber es kam keine Antwort. Zum Glück fuhr gerade eine Nachbarin mit ihrem Auto voller Einkäufe heran und sah etwas verwirrt erst mich, dann das Kissen an. Ich erzählte ihr, ich hätte es gefunden und würde es abgeben wollen, und sie sagte zu mir "sie schläft wahrscheinlich". Mist, ich dachte wirklich, dieses Mal würde ich die Geschichte herausfinden. Hatte sie es vom Postamt abgeholt und es vom Fahrrad herunter verloren? Warum ging sie nicht den Weg zurück, so weit war es doch nicht? Oder hatte der Paketbote es auf dem Weg verloren? Warum schlief sie um 2 Uhr mittags? Hatte sie Nachtschicht oder machte sie nur ein Nickerchen?
Fragen, Fragen, Fragen!

Ich schaffte es schließlich nach Hause, bereit für eine Konfrontation mit der nächsten Frage in meinem Gehirn - was sollte ich für die Mai-Herausforderung des Starving Artists Teams machen? Die Herausforderung war, von einem Bild inspiriert zu werden.
Auf einmal kam es mir. Es war so heiß ... kalt ... Winter ... Eis ... Eiszapfen ... dingdingding!
Wenigstens wurde heute eine Frage beantwortet.
Das ist das Bild, das mich inspirierte.


Und das ist, was ich aus dieser Inspiration gemacht habe. Es ist ein Eiszapfenanhänger mit vielen klaren, glitzernden Swarovski-Kristallen.
Mission erfüllt!


P.S. Ich denke immer noch über die Gurke nach ....