Montag, 31. August 2026

Meine August-Bücher

Dies ist ein Überblick der Bücher, die ich in einem Monat fertiggelesen habe (nicht unbedingt im selben Monat angefangen) und die ich Gundel vorgelesen habe (mit 😸 markiert).
Ich werde jeweils eine kurze Erklärung hinzufügen, warum ich ein Buch ausgewählt oder wie ich es gefunden habe und vielleicht auch, ob es ein Kandidat zum Wiederlesen ist, aber ich werde keine richtigen Rezensionen oder Bewertungen abgeben (Gundel weigert sich ebenfalls zu bewerten). Solltet ihr aber etwas mehr Info zu einem Buch haben wollen, an dem ihr interessiert seid, laßt es mich einfach wissen.

"Hildur - Die Toten am Meer" von Satu Rämö, Erstveröffentlichung 2024

(Hildur 4)


Hildur Rúnarsdóttir ist Kriminalbeamtin in den Westfjorden Islands.
Vier Skelette werden auf dem Hof von Hildurs verstorbenen Eltern gefunden. Ein schwer verletzter Küchenarbeiter entkommt von einem Kreuzfahrtschiff. Und eine enge Freundin von Hildurs Mutter stirbt unerwartet in ihrem Seniorenheim.
Stehen diese Fälle in Verbindung.

Ich habe das dritte Buch in der Reihe übersprungen, weil es um Tiermißhandlung ging, war aber auch nicht zu begeistert von diesem hier. 

"Zwei Sommer mit Christiane" (enthält die Bücher "Recht nette Mädchen" und "100 Tage mit Christiane") von Barbara Hug, Erstveröffentlichung 1954 und 1957


Das erste Buch erzählt die Geschichte der vier Andresen-Töchter Andrea, Martina, Petra und Christiane, die mit ihrer Mutter in einer kleinen Stadt in Südwestdeutschland leben.
Das zweite Buch, das ein paar Jahre später spielt, erzählt die Geschichte von Christiane, die sich um Martinas Sohn kümmert, während sie und ihr Mann zum Arbeiten in Italien sind.

In dieser Hitze brauchte ich eine nette und schnelle Lektüre (in diesem Fall habe ich es im Laufe der Jahre des öfteren nochmal gelesen) und ich liebe diese zwei Bücher seit meiner Kindheit. Sie sind nicht so fluffig, wie sie sich vielleicht anhören, da sie auch Themen wie Geflüchtete nach dem Krieg, Armut, Gemeinschaft und Nachdenken über die Zukunft aufgreifen.


"The Third Man" = "Der dritte Mann" von Graham Greene, Erstveröffentlichung 1950


Rollo Martins wird von seinem alten Freund Harry Lime ins Wien der Nachkriegszeit - noch unter den alliierten Mächten aufgeteilt - eingeladen. Als er ankommt, erfährt er jedoch, daß Harry bei einem Verkehrsunfall gestorben ist. Rollo trifft Major Calloway, der ihm erzählt, daß Harry in eine Schieberei mit verdünntem Penicillin verwickelt war, aber Rollo glaubt ihm nicht und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln.

Ich habe den Film noch einmal für einen einfach nur so Samstag-Blogpost angeschaut und dann die Novelle gelesen, die ursprünglich nur ein Drehbuchkonzept für den Film war und in ein paar Details ein wenig davon abweicht.


"Miss Buncle Married" von D. E. Stevenson, Erstveröffentlichung 1936


Miss Buncle, nun mit ihrem Verleger Mr. Abbott verheiratet, hat ein neues Haus in Wandlebury gefunden und hat noch genauso viel Interesse an ihren neuen Nachbarn, wie sie es an denen in Silverstream hatte, aber wird sie ein Buch über sie schreiben?

Ich mochte das erste "Miss Buncle"-Buch wirklich gern, denke aber, daß ich das hier sogar noch lieber mochte. Ich habe nicht so viel gelacht, aber mir sind die Leute mehr ans Herz gewachsen, besonders Barbara und Arthur als Ehepaar.
"Der Garten - als Garten - interessierte Arthur nicht sehr, aber der Garten in Verbindung mit Barbara interessierte ihn enorm. Barbara war bezaubernd im Garten, so eifrig und zufrieden und glücklich, so überrascht zu sehen, daß die Dinge, die sie im Herbst gepflanzt hatte - oder die zu pflanzen sie veranlaßt hatte - tatsächlich wuchsen. Barbara war mehr Barbara denn je, wenn sie ihrem Garten war, und Arthur konnte von der Mischung niemals genug bekommen."

"Lulu in Hollywood" = "Lulu in Berlin und Hollywood" von Louise Brooks, Erstveröffentlichung 1982


Das Buch enthält sieben autobiographische Essays der Tänzerin und des Stummfilmstars Louise Brooks, zum Beispiel ihre Sicht auf Bogart, auf Gish und Garbo oder ihre Erfahrung mit dem Filmen in Berlin. Es gibt auch eine spätere Ausgabe mit einem achten Essay.

Ich hatte schon vorher von Louise Brooks gehört, aber noch keinen Film mit ihr gesehen. Der interessanteste Essay war für mich der letzte, der vom Filmdreh von "Die Büchse der Pandora" (in der Filmographie steht "Buchse" 
🙄) in Berlin handelt.

"The Three Investigators in The Mystery of the Flaming Footprints" = "Die drei ??? und die flammende Spur" von M. V. Carey (die Bücher wurden unter Nennung von Alfred Hitchcock als Autor veröffentlicht), first published in 1971 😸
(Die drei ??? 15 (amerikanisch), 22 (deutsch))


Warum ist der exzentrische Mann, der The Potter genannt wird, gerade dann verschwunden, wenn er seine Tochter und seinen Enkel erwartet? Wer sind die Männer, die Mrs. Dobson und Tom beobachten? Wieder einmal werden die drei ??? mit den Geheimnissen eines kleinen europäischen Landes konfrontiert.

Ich habe diese Reihe vor langer Zeit gelesen und mache sie jetzt nochmal Stück für Stück durch, nachdem ich einen Blogpost darüber geschrieben habe.

"The Red House Mystery" = "Das Geheimnis des roten Hauses" von Alan Alexander Milne, Erstveröffentlichung 1922


Antony Gillingham wollte einfach nur seinen Freund Bill Beverley besuchen, der gerade im Red House weilt, aber stattdessen finden er und Matthew Cayley - der Cousin des Hausbesitzers Mark Ablett - eine Leiche im Büro!
Gillingham wird zum regelrechten "Holmes" und macht Bill zu seinem "Watson".

Ich hatte nicht gewußt, daß Milne einen Krimi geschrieben hat - nur diesen einen -, bevor ich es in einem Buchpost von Jeanie von "The Marmelade Gypsy"
 gesehen habe. Danke, Jeanie, er hat mir echt Spaß gemacht! Wie schade, daß Gillingham ein "One Hit Wonder" geblieben ist.

"Take Six Girls: The Lives of the Mitford Sisters" von Laura Thompson, Erstveröffentlichung 2015 (auch als "The Six")


Man könnte meinen, dies ist eine Biographe der sechs Mitford-Schwestern Nancy, Pamela, Diana, Unity, Jessica, and Deborah (es gab auch noch einen Bruder Tom), die für ihre sehr unterschiedlichen Ansichten über das Leben und Politik in ihrer Zeit bekannt sind (Kommunismus, Antisemitismus, Faschismus, um nur ein paar Stichwörter zu nennen).

So einfach war es dann aber doch nicht.
Es war interessant, wenn man schon etwas über die Familie weiß - ich hatte Dokumentationen gesehen - aber man sollte sich besser auf eine Menge Namen (und Spitznamen!) und Zeitsprünge einstellen, und man sollte wirklich erst Nancys Romane gelesen habe, auf die beständig verwiesen wird, genauso wie auf Namen, die nie erklärt wurden.
In Kürze, das ist nicht wirklich das, was ich von einer Biographie erwarte. Ich war nie in Gefahr, nicht fertigzulesen, hatte aber das Gefühl, es mit etwas Fangirling/Whitewashing zu tun zu haben - ich kann Faschismus auch nicht ein bißchen entschuldigen, nur weil jemand eine starke Persönlichkeit, Intelligenz, ein wunderschönes Gesicht und Eleganz hat, und das ist nur ein Beispiel.
Vielleicht ist es ja zu schwierig, das Mitford-"Phänomen" in nur einem einzigen Buch zu erklären.


"Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull" von Thomas Mann, Erstveröffentlichung 1922 (das erste Fragment)


Der unbeendete Roman (zwischen 1910 und 1913 und dann wieder zwischen spät 1950 und 1954) erzählt die Geschichte von Felix Krull, der nach dem Selbstmord seines Vaters, eines zahlungsunfähigen Schaumweinfabrikanten, nach Paris geht, um in einem Hotel zu arbeiten, und dann den Platz des Marquis de Venosta auf einer Weltreise einnimmt, die die Eltern des Marquis bezahlen, um ihren Sohn von einer französischen Sängerin loszueisen (und wenn ihr denkt, daß das ein langer Satz war, solltet ihr das Buch sehen).
Die Handlung endet damit, daß Krull in Lissabon ist, dem ersten Bestimmungsort auf der Reise.

Wikipedia zufolge - ich hatte ehrlich keine Lust darauf, noch andere Quellen zu konsultieren 
- soll der Roman eine Parodie auf Goethes Autobiographie "Aus meinem Leben. Dichtung und Wahrheit" sein. Erinnert mich daran, das nicht zu lesen, weil ich schon mit diesem hier ernsthaft gekämpft habe (und es ist mir egal, wieviel davon autobiographisch war).
Es ist praktisch ein Wunder und ein Zeichen meiner Hingabe an dieses Projekt (jeden Monat mindestens einen deutschen Klassiker zu lesen), daß es kein DNF wurde. Es gab lange Teile, die mich fast zu Tränen langweilten.
Ich sage Handlung, aber es passiert nicht wirklich etwas! Die Hauptfigur ist ein selbstgefälliger kleiner Punk und das pompöse Geschwafel - das soll der Parodieteil sein, nehme ich an - machte mich glücklich bei dem Gedanken, daß ich das nicht im Alltag ertragen muß.


"Tennis Shoes" von Noel Streatfeild, Erstveröffentlichung 1937
(Shoes 2)



Dr. Heath und sein Vater waren gute Tennisspieler gewesen, aber der Vater ist jetzt zu alt und Dr. Heath hat im 1. Weltkrieg eine Beinverletzung erlitten.
Was ist aber mit den Kindern - den Zwillingen Jim und Susan, der jüngeren Nicky und David? Haben sie, was man braucht, um erfolgreiche Tennisspieler zu werden?

Dies ist das zweite Buch in der "Schuh-Reihe", obwohl die einzige Verbindung die Schuhe im Titel sind.
Ich habe nie Tennis gespielt, ich schaue kein Tennis an, aber nach Felix Krull brauchte ich etwas Leichtes und das Buch war perfekt dafür - obwohl ich gestehen muß, daß ich kein Fan von Dr. Heaths Motivations- und Erziehungsmethoden, seine Kinder betreffend, war.

"Go Gentle" von Maria Semple, Erstveröffentlichung in 2026


Adora Hazzard, frühere Comedyschreiberin, die dann Philosophin wurde und die Zwillinge eines reichen Ehepaars unterrichtet, lebt in New York und hat in ihrem Gebäude einen "Zirkel" von alleinstehenden Frauen gestartet, die sich gegenseitig unterstützen - dann trifft sie zufällig einen Mann und ihr Leben ist nicht mehr, was es war.

Ich bin mir nicht sicher, was dieses Buch sein möchte. Ich mochte die Idee des Zirkels, mir gefielen die philosophischen Zitate, und dann bekommen wir Flashbacks (Triggerwarnung sexuelle Belästigung), Kunstkriminalität und eine Liebesgeschichte, was mir alles sehr konfus erschien. Spoiler:
Bei ungefähr 60% war ich sehr nah daran, mit dem Lesen aufzuhören. Vielleicht hätte ich das lieber tun sollen.

"Death on the Cherwell" von Mavis Doriel Hay, Erstveröffentlichung 1935


Vier Studentinnen des Persephone College in Oxford treffen sich auf dem Dach des Bootshauses, um eine Geheimgesellschaft zu gründen, als ein Kanu angetrieben wird, in dem sie die Leiche ihrer Quästorin (ja, ich weiß, heute heißt das bei uns nicht mehr so, aber das ist ja auch ein altes Buch) Myra Denning liegt.
Die jungen Damen fragen sich, wie eine ertrunkene Frau in ihr Kanu zurückgelangen kann ...

Ich habe eine Schwäche für vintage Krimis, die in Cambridge und Oxford spielen (ich glaube, es wird Zeit, zum hundertsten Mal "Aufruhr in Oxford" zu lesen), wahrscheinlich weil ich an einer Universität arbeitet, die aus einer Menge Beton gemacht ist.
Hat mir wirklich gut gefallen.


"Goodbye, Mr. Chips" = "Lebwohl, Mr. Chips" (auch mit leicht anderem Titel) von James Hilton, Erstveröffentlichung 1933 (in der Weihnachtsausgabe von "British Weekly") und 1934 (als Buch)


Mr. Chipping war jahrzehntelang Lateinlehrer an der Brookfield School - einem privaten Internat - und hat sogar noch ausgeholfen, nachdem er in Ruhestand gegangen ist.
Nun erinnert er sich an sein Leben in und für die Schule.

Für einen zukünftigen Blogpost about die Novelle und Verfilmungen noch einmal gelesen (diesmal auf Englisch, ich selber besitze die deutsche Übersetzung).

Ein witziges kleines P.S. Dies ist als Übersetzung des Buchs in Urdu gelistet. Natürlich kann ich kein Urdu lesen und kann euch nicht sagen, ob das stimmt ... und ich habe absolut keine Ahnung, wie dieses Cover im mindesten Sinn machen sollte, falls es stimmt!


"To You Mr. Chips!" von James Hilton, Erstveröffentlichung 1938


In diesem Buch spricht Hilton ein wenig über seine eigenen Schulerfahrungen und erzählt ein paar weitere Geschichten über Mr. Chips.

Als ich "Goodbye, Mr. Chips" noch einmal las, erfuhr ich zufällig von diesem Buch, das ich vorher nicht kannte.

"Bright Young Things: Lives in the Roaring 20s" von Alison Maloney, Erstveröffentlichung 2012


Das Buch gibt kurze Einblicke in das Leben des "Smart Sets", vor allem im London der 1920er.
Es enthält Kapitel über Jazz, Cocktails, Skandale, Debütantinnen und mehr.
Eine schnelle Lektüre mit Zitaten und Kurzbiographien, ein netter Appetitanreger für den Einstieg, wenn man an dieser Zeit interessiert ist.

"Victorian Fairy Painting" von Jeremy Maas u. a., Erstveröffentlichung 1997


Das Buch erschien aus Anlaß der Ausstellung "Victorian Fairy Painting", die von London nach Iowa City, Toronto und New York reiste.
Es enthält einen Katalog mit Kurzbiographien und Kommentaren und Essays über Feen in der Malerei, in Büchern und Erzählungen, in der Musik und in der Illustration, aber auch die Verbindung zur Bühne, vor allem Shakespeare.

Ich stieß darauf, nachdem ich das Sketchbuch von Charles Altamont Doyle gefunden hatte, welches in meiner Juli-Zusammenfassung aufgeführt ist.

"Japanese Gothic" von Kylie Lee Baker, Erstveröffentlichung 2026


Nachdem er seinen Zimmergenossen im College umgebracht hat, flüchtet Lee in das Haus in Japan, in das sein Vater gezogen ist. Etwas ist jedoch seltsam an diesem Haus, das früher einmal Samurais gehört hat. Wer ist das Mädchen, das aus einer anderen Welt und Zeit hereinschaut?

Immer wieder mal denke ich, daß ich ein Buch außerhalb meiner Komfortzone lesen sollte. Dieses hier hätte keins davon sein sollen.



DNF

"The Suspicions of Mr Whicher or The Murder at Road Hill House" = "Der Verdacht des Mr Whicher" von Kate Summerscale, Erstveröffentlichung 2008


Das Sachbuch erzählt die Geschichte eines Kindesmords im viktorianischen England und von Jack Whicher, der einer der ursprünglichen acht Angehörigen von Londons neuem "Detective Branch" in Scotland Yard war.

Ich habe die Fernsehserie gesehen, deren erste Episode von diesem Fall handelte, und wollte das Buch mehr wegen Whicher als wegen des Falls lesen, gab aber recht früh auf, weil es so langweilig zu lesen war.




Übrigens, falls ihr Buchbesprechungen schreibt oder Blogposts über andere Dinge, die mit Büchern zu tun haben - sogar Filme, die auf Büchern basieren - schaut bitte bei "A Good Book and a Cup of Tea" vorbei, einer monatlichen Buch-Linkparty, deren Host ich zusammen mit Lisa from Boondock Ramblings und Erin von Still Life, With Cracker Crumbs  bin. Hier könnt ihr mehr herausfinden.

Freitag, 28. August 2026

Weekend Traffic Jam - Woche 171

Willkommen beim Weekend Traffic Jam Reboot!
Meine Posts für den Linkup gehen freitags um 3.30 morgens live (das ist dem Zeitunterschied zu den USA geschuldet).


Könnt ihr glauben, daß August fast vorbei ist?
Vor einer Weile habe ich noch gesagt, daß ich nicht erwarten kann, daß es September wird, und jetzt sind es nur noch ein paar Tage bis dahin! Ich bin mir aber nicht sicher, ob wir das Herbstwetter, von dem ich träume, direkt kriegen werden. Daumen sind gedrückt!


Ein von Herbstblättern inspiriertes Armband, das ich vor
einigen Jahren für einen guten Zweck aus Perlen gewebt habe.


Als Teil des Reboots werden wir jede Woche einen anderen Blog vorstellen.
Wie wäre es, wenn ihr vorbeischaut und hallo sagt? Sagt ihnen, daß wir euch geschickt haben.

Diese Woche fällt unser Spotlight auf
 Suzy Turner - The Grey Brunette.


Suzy von Suzy Turner - The Grey Brunette schreibt: "Ich bin Suzy Turner
 — eine in Großbritannien geborene Autorin, Bloggerin und YouTuberin, ich lebe ein magisches Leben im sonnigen Portugal mit meinem Mann und unserer kleinen Familie aus Vierbeinern, die Blödsinn anstellen: Myrtle, Shannon, Sadie und Luna.
Nachdem wir nach Portugal gezogen sind, als ich zehn war, habe ich mich in das langsamere Tempo, die Schönheit des Alltags und das Gefühl, daß hier alles möglich war, verliebt.
Nun in meinen 40ern ist es meine Leidenschaft zu zeigen, daß das Leben mit dem Alter immer magischer wird
 — ob durch die Kleidung, die wir tragen, die Geschichten, die wir erzählen, oder die Art, wie wir Wandel und Kreativität annehmen. ...
Ich glaube, beim Leben geht es darum, die Magie in alltäglichen Momenten zu feiern
 — egal ob das heißt, das perfekte Kleid zu finden, ein neues Kapitel zu schreiben oder einfach mit einem gleichgesinnten Geist eine Tasse Kaffee zu teilen. Wenn ihr eine Marke seid, ebenfalls etwas kreiert oder einfach jemand seid, der die Vorstellung mag, ein vergnüglicheres, seelenvolles Leben zu führen — dann würde ich gern Verbindung aufnehmen.
Machen wir das alltägliche Leben zusammen ein wenig magischer."



Marsha von Marsha in the Middle hat 2021 als Training mit dem Bloggen angefangen, um ihre Neuroplastizität zu erhöhen. Ach, wem machen wir was vor? Marsha hat mit dem Bloggen angefangen, weil sie Kleidung liebt, und sie redet oder in diesem Fall schreibt einfach gern!

Melynda von Scratch Made Food! & DIY Homemade Household - Der Name sagt schon alles, wir haben uns im Osten von Texas angesiedelt, wobei sich drei Generationen das Land teilen. Ich koche und backe alles selber, wenn ich nicht gerade gärtnere oder den Hühnern nachlaufe, und stricke!

Lisa von Boondock Ramblings erzählt von den Büchern, die sie schreibt und liest, ihrem Glauben, Home-Schooling, Fotografie und mehr.

Cat von
 Cat's Wire hat, was sie ein Springspinnengehirn nennt. Sie hat viele Interessen und bloggt über das, was immer gerade ihre Aufmerksamkeit erregt - Handarbeiten, Bücher, alte Filme, Sammelwertes oder "einfach nur so".

Rena von Fine Whatever Blog schreibt über Stil, Leben im mittleren Alter und die "gut, was auch immer" Momente, die dem Leben Sinn und Spaß geben. Seit 2015 feiert sie Kreativität, Selbstvertrauen und die Freude am Alltag
.


Hier ist meine Auswahl von ein paar Posts aus dem Linkup der letzten Woche (englischsprachig).


Laura zeigt uns, wie man Jeans mit süßen Tops stylt.

Ann bereitet sich auf den Herbst vor, indem sie einen Kürbis-Kissenbezug macht.

Karins Küchentisch und -stühle haben eine Auffrischung gebraucht.

Deb hat ein altes Schränkchen in eine vorgetäuschte Feuerstelle verwandelt und es dekoriert.

Amy zeigt uns einen goldigen Marienkäfer.

Vanessa erzählt uns vom Katzencafé in Athen.

Angie hat ein Insektensuchspiel für uns.



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Donnerstag, 27. August 2026

Stummfilme - By Might of His Right

Ich habe erst vor ungefähr zwei Wochen von Mr. & Mrs. Sidney Drew erfahren.
Mr. und Mrs. Drew waren ein Komikerteam, das ... aber wartet mal, tatsächlich gab es zwei Mrs. Drews, Gladys Rankin und Lucille McVey. Nachdem Gladys starb, heiratete Sidney Lucille, die viele ihrer fast 150 Ehekomödien produzierte und auch mit Regie führte und schrieb.
Ich habe eine davon herausgepickt - willkürlich wie immer - und bin bei
 "By Might of His Right" von 1915 gelandet.
Sidney war übrigens der Onkel der Schauspieler Lionel, Ethel und John Barrymore, und Johns Enkelin is Drew Barrymore. Nun wißt ihr, wie sie zu ihrem Namen kam.


Erstmal die Handlung.

Als Henry von der Arbeit nach Hause kommt, stellt er fest, daß sie einen Hausgast haben, Lucilles Bruder, der Ferien hat (gespielt vom Charakterdarsteller Donald Macbride).
Er hat den ganzen Elan eines Collegeboys, rah-rah-rah eingeschlossen, was Lucille prächtig amüsiert, während Henry wirklich nur etwas Ruhe und Frieden möchte.


Pech gehabt.
Der Jüngling schüttelt Henrys Hand wie verrückt, er macht sich über seinen Hut lustig, bevor er sich draufsetzt, wird sehr vertraut mit dem Dienstmädchen, schnappt sich eine Zigarre von Henry, dann seine Zeitung und schließlich seinen Stuhl, ...
 

... bevor er an seinem ahnungslosen Schwager demonstriert, wie man einen Tackle und einen Knockout ausführt.
Am nächsten Morgen schiebt er sich Henrys Zigarettenetui in die Tasche und verkündet dann, daß er beabsichtigt, seine gesamten Ferien über dazubleiben!


Henry muß etwas unternehmen, um den jungen Mann loszuwerden. Er versichert sich der Unterstützung seines Freundes Tony Trexel, der in einem Boxstudio trainiert und ihm hilft, einen Boxer zu finden, der gegen 50 Dollar eine Niederlage vortäuschen wird (das sind heutzutage ungefähr 1600, man sieht also, wie verzweifelt Henry ist).
Zu Hause sagt er, daß Tony sie zu einer 
neuartigen Boxparty eingeladen hat.
Als sie dort sind, erfahren sie, daß "Knock'em Dead" Jones verhindert ist und ein Gegner für den "Battler" benötigt wird. Natürlich denkt Lucille sofort an ihren Bruder, aber plötzlich ist er nicht mehr so begeistert, wie er das daheim noch war.


Also erhebt sich zur Überraschung aller Henry. Nach einem köstlichen "Kampf", in dem die beiden sich erst nicht einmal berühren, "schlägt" Henry den "Battler" k.o.


Zurück daheim ist sein Schwager nicht mehr ganz so selbstbewußt. Tatsächlich hat er solche Angst vor Henry, daß er behauptet, seine Mutter hätte ihn zurückgerufen, seine Taschen packt und geht.


Henry hatte seiner Frau schon von seinem Bluff erzählt und sie brechen in Gelächter aus, als sich die Tür schließt.
Da ich selber eine große Schwester bin, macht das absolut Sinn für mich (obwohl man in einem Bild sieht, daß ihr kleiner Bruder ihr auch leid tut, aber nur ein bißchen!)



Drew selber hat gesagt: "Es gibt viele, die eher actionreiche Arbeit vorziehen, da es aber einen Bereich gibt, der den Anspruch an eine raffiniertere Intelligenz voll erfüllen kann, richten wir uns an diese Klientel" und mir hat das wirklich gut gefallen.
Henry benutzt sein Gehirn - okay, und eine Stange Geld - um seinen Hausgast loszuwerden. Er erteilt ihm eine Lektion darin, andere Leute, oder sollte ich sagen ältere Leute - nicht zu unterschätzen, ohne ihn zu sehr zu erniedrigen. Immerhin hätte er ihn in den Ring drängen können.

Obwohl dieser knapp 15 Minuten lange Film über 100 Jahre alt ist, denke ich, wir können uns alle irgendwie damit identifizieren. Es muß ja nicht immer ein Hausgast sein, der zu lange bleibt, es könnte zum Beispiel auch einfach jemand sein, der nicht kapiert, daß die Party vorbei ist.

Dies ist ein weiterer Film, der verloren geglaubt wurde, bis ein Abzug in Neuseeland auftauchte, der durch eine Partnerschaft des
 New Zealand Film Archive, der amerikanischen Archivgemeinschaft und dem National Film Preservation Foundation erhalten wurde.
Ich freue mmich darauf mehr von Mr. und Mrs. Sidney Drews Universum der Ehe zu erforschen.


Quellen und weitere Lektüre (englischsprachig):

1. By Might of His Right (1915). Auf: National Film Preservation Foundation. Preserved Films
2. Fritzi Kramer: By Might of His Right (1915) - A Silent Film Review. Auf: Movies Silently, 27. November 2023


Es tut mir leid, daß meine Quellen meist nur englischsprachig sind, aber mein englischer Blog wird einfach mehr frequentiert und der Zeitaufwand für die Recherche ist oft so groß, daß ich nicht auch noch die Zeit finde, adäquate deutsche Quellen zu suchen. Sollte euch ein Artikel interessieren, gibt es Übersetzungsprogramme, die zumindest einen Eindruck vermitteln können.

Montag, 24. August 2026

Drachen und Würfel - Die großen

Vor einer Woche habe ich darüber gepostet, wie ich 1,8 mm Würfelperlen für eine Drachenform verwendet habe, und habe diesen Post über die Verwendung von 3 mm Würfeln angekündigt.
Diese größeren Perlen und ich haben ein etwas angespanntes Verhältnis. Als ich anfing, mit Draht erst zu häkeln und dann zu stricken, sagte mir eine Freundin, daß sie große Würfel- und Dreiecksperlen habe, die einfach perfekt wären. Sie waren Überbleibsel aus ihren Perlenfädelzeiten - das hätte eine Warnung sein müssen, wenn sie nicht wußte, wie sie sie benutzen sollte, wie sollte ich? - und sie würde mir einen guten Preis machen.
Am Ende gab ich nach und bereute es buchstäblich jahrelang. 
Die Dreiecksperlen waren leichter zu benutzen, aber die Würfel - es war eine solche Menge und sie waren zu schwer, um wirklich viele davon in Schmuckstücken zu benutzen ... und ich kann nicht mal sagen, wie oft ich etwas ausprobiert und dann wieder auseinandergenommen habe. Schließlich habe ich so einige in meinen "Ananasscheiben", sprich Weihnachtsschmuck verwendet.


Ein Experiment aus der Zeit, als ich auch noch mit dem Perlenweben anfing, war, sie da einzusetzen. Wo die Würfelchen aber ganz gut funktionierten, sahen die großen irgendwie falsch aus und fühlten sich auch falsch an.
Irgendwann schnitt ich das eine Armband, das ich gemacht hatte, wieder auf und das große Perlenröhrchen wanderte in die Dose mit all meinen Würfelchen, wo ich es jetzt wiedergefunden habe.
Vor Jahren hatte ich einen regelmäßigen "pack die Vorräte an"-Tag auf meinem Blog, um mich selber dazu zu motivieren, richtig alte Materialien aufzubrauchen - vielleicht war es an der Zeit, dieses Perlenröhrchen anzupacken ...

So sind dann also diese zwei Paar Ohrringe entstanden (und nun sind nur noch ungefähr ein Dutzend Perlen übrig, was ich Erfolg nenne).
Ich bin mir sicher, ihr habt schon die Ohrringe gesehen, die ein gefädeltes Dreieck oben haben, manchmal auch eine Raute mit vier gleichlangen Seiten, in einer oder mehreren Farben, manchmal mit einem Muster und Fransen.

 
Mein eigenes "Jaws"-Design

Das hier ist dieselbe Idee, nur eben mit "Würfeldrachen".
Für die Fransen habe ich in meinen Vorrat aus winzigen Kristallen gegriffen - und prompt eine Ladung davon in der Gegend herumgeworfen 
😂
Es ist schwierig in einem Bild einzufangen, aber ich mag den Kontrast von matt und funkelnd recht gern.
Welche Version gefällt euch besser?


Freitag, 21. August 2026

Weekend Traffic Jam - Woche 170

Willkommen beim Weekend Traffic Jam Reboot!
Meine Posts für den Linkup gehen freitags um 3.30 morgens live (das ist dem Zeitunterschied zu den USA geschuldet).

Kürzlich waren mein Kumpel und ich wieder bei der Lauterquelle, die ich schon ein paar Mal erwähnt habe. Wenn man die Temperatur in meiner eigenen Wohnung bedenkt, war es dort einfach unglaublich. Friedlich und ruhig, wundervolle und kühle Luft.
Wir parken immer an der Kirche und das erste Mal standen die Tore des kleinen Friedhofs offen. Nun tut es mir leid, daß wir uns nicht ein wenig umgeschaut haben
.



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Diese Woche fällt unser Spotlight auf
 Coffee and Cocktails at the Casa.


Amy von Coffee and Cocktails at the Casa schreibt: "Wo ich zu Kaffee und Cocktails über Mode, Essen und Spaß plaudere!"



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Lisa von Boondock Ramblings erzählt von den Büchern, die sie schreibt und liest, ihrem Glauben, Home-Schooling, Fotografie und mehr.

Cat von
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Rena von Fine Whatever Blog schreibt über Stil, Leben im mittleren Alter und die "gut, was auch immer" Momente, die dem Leben Sinn und Spaß geben. Seit 2015 feiert sie Kreativität, Selbstvertrauen und die Freude am Alltag
.


Hier ist meine Auswahl von ein paar Posts aus dem Linkup der letzten Woche (englischsprachig).



Barbara zeigt uns Bilder von ihren Mumin-Bechern.

Marsha erzählt uns von einem Tag, in dem sie als Führerin im Museum arbeitet - und von Jack.

Ich liebe Brownies und Esme hat für uns ein Rezept, das von Preshana getestet wurde.

Lisa spricht über KI-Erkennung.

Nancys und Shelbees Good Buy/Good Bye Book handelte diesmal von Maxikleidern.


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Donnerstag, 20. August 2026

Stummfilme - Danse Macabre

Neue Woche, neuer Kurzfilm (tut mir leid, aber es ist immer noch zu heiß, und obwohl man während einer Fernsehserie mal ein bißchen die Augen zumachen kann, funktioniert das seltsamerweise nicht, wenn man einen Stummfilm anschaut ...).
Heute ist es ein experimenteller Film, oooh.
Hier haben wir "Danse Macabre" von 1922.


"Mitternacht im pestverseuchten Spanien -- Jugend und Liebe flüchten vor Tod, der ihren Spuren folgt -
Liebe spürt seinen unheimlichen Atem und fällt in Ohnmacht - - - Jugend verzweifelt und betet, - als schaut! - der Hahn der Dämmerung kräht und Tod in den Schatten seines Grabes verblaßt."

Die Skelette bewegen sich, bis sie die Titelworte formen.

Jugend und Liebe betreten einen Raum. Jugend entzündet eine Kerze und die Liebenden liegen sich in den Armen.


Wenn sie geglaubt haben, hier sicher zu sein, irren sie sich, denn Tod folgt ihnen bereits.


Jugend schenkt Liebe eine Stola und einen Fächer und sie tanzen miteinander.


Liebe beginnt die Nähe von Tod zu spüren. Sie fühlt sich schwach und bittet Jugend, die Fenster zu öffnen.


Sie tanzen weiter, aber Tod sucht sie immer weiter heim, bis Liebe ohnmächtig wird und Jugend sie auf ein Sofa legt.
Tod schleicht näher heran ...


Gerade rechtzeitig geht die Sonne zum Hahnenschrei auf ...


... und Tod weicht vor dem Licht zurück und schwindet, während Liebe in Jugends Armen wieder zu Kräften kommt.


Die Liebenden frohlocken, umarmen und küssen sich, sie sind sicher ...
 

... doch sind sie das wirklich?


Der "Danse Macabre" oder "Totentanz" ist eine Allegorie aus dem Spätmittelalter, die Menschen an die Zerbrechlichkeit des Lebens erinnert - jedermanns Leben, König or Arbeiter, Papst oder Kind.
1874 schrieb der französische Komponiste Camille Saint-Saëns eine Tondichtung mit diesem Titel.
Der unabhängige Regisseur Dudley Murphy und sein Kompagnon Claude MacGowan hatten eine Serie von "Visual Symphonies" geplant, bei denen die Filme klassische Musik interpretieren sollten, und begannen mit diesem Stück.
Große Kinos hatten früher Livevorführungen mit Musik und Tanz als Einführungen zu den Filmen, aber zu dieser Zeit war es noch schwieriger, Film und Musik perfekt zu synchronisieren, und obwohl erfahrene Musiker das hinbekommen hätten, hätte die Praxis für kleine Kinos nicht so gut funktioniert.
Obwohl der Film Aufmerksamkeit erregte, reichte es offensichtlich nicht aus, um die Serie weiterzuführen.

Das ist schade, denn wenn "Danse Macabre" ein Beispiel ihrer Vision war, wäre es großartig gewesen zu sehen, was sie sonst noch fertiggebracht hätten.
Die Darsteller sind die Ballettänzer und Choreographen Adolph Bolm (Jugend) und Ruth Page (Liebe, sie war Bolms Schülerin), Tod wird vom Charakterschauspieler Olin Howland verkörpert.
Wie ihr an den Bildern sehen könnt, ist der Kurzfilm eine Mischung aus Animations- und Realfilm, und ehrlich, er ist wirklich sehr cool. Ich hatte ihn willkürlich aus einer Playlist von Kurzfilmen ausgewählt und bin so froh darüber, weil ich Saint-Saëns' "Danse Macabre" schon vorher geliebt habe und diese Interpretation liebe.


Quellen und weitere Lektüre (englischsprachig):

1. Rob Johnson: Danse Macabre 1922. Auf: The Devil's Manor, Juli 2012
2. Fritzi Kramer: Danse Macabre (1922) - A Silent Film Review. Auf: Movies Silently, 18. Juli 2022


Es tut mir leid, daß meine Quellen meist nur englischsprachig sind, aber mein englischer Blog wird einfach mehr frequentiert und der Zeitaufwand für die Recherche ist oft so groß, daß ich nicht auch noch die Zeit finde, adäquate deutsche Quellen zu suchen. Sollte euch ein Artikel interessieren, gibt es Übersetzungsprogramme, die zumindest einen Eindruck vermitteln können.