Montag, 10. Dezember 2018

Feiertagsdüfte - Das zehnte Türchen


Letztens haben meine Schwester und ich über Duftkerzen gesprochen. Wegen der Katzen habe ich nie brennende Kerzen im Haus, geschweige denn duftende. Ich habe nur selten je Parfum getragen. Ich benutze keine Raumdüfte.
Das heißt jedoch natürlich nicht, daß ich keine Düfte oder Gerüche bemerke.
"Duft ist zutiefst persönlich, man hat keine Wahl, welche Düfte man mag oder nicht. Unser ganzes Leben lang speichern wir Informationen über Gerüche und schaffen einen komplexen Bestand an Erinnerungen und Bezügen, die alle einen großen Einfluß darauf haben, ob wir einen Duft mögen oder nicht (aus Belfast Telegraph)


Ich liebe den Geruch von gebratenen Zwiebeln.
Ich habe den Geruch von, ich weiß nicht, den Gleisen in der S-Bahn-Station nach einem starken Regen geliebt, aber nur auf dem Heimweg. Wahrscheinlich kam er von irgendwelchen Chemikalien, also ist es vielleicht gut, daß er inzwischen weg ist, aber diese paar Sekunden, wenn ich die Treppen herunterkam, löste etwas in mir aus.
Ich liebe den süßen Geruch der Rosen vor unserem Haus und zerdrückte Minze.
Ich mag den Geruch von Dingen mit Pfirsichgeschmack nicht.
Ich hasse den Geruch von Bärlauch. Als ich noch mit dem Ex zur Arbeit fuhr, gab es da diese Stelle, wo soviel Bärlauch gewesens ein muß, daß sich der Geruch nach einem Regen den Weg durch die Wagenfenster bahnte. Ich mußte den Atem anhalten, weil mir davon übel wurde.
Nun ja, und manchmal wünschte ich mir, Ponder würde spülen, nachdem er in der Kiste war.



Dann machte ich mich zu einem kleinen Trip durch das Internet auf, um mehr über Feiertagsdüfte herauszufinden. Ich hätte etwas zu essen mit auf den Ausflug nehmen sollen, denn es sah ganz danach aus, als würde das eine Weile dauern, und ich wußte schnell, daß ich in völliger Verwirrung enden würde, also mußte ich das etwas im Zaum halten. Wenn ihr mich mit euren eigenen persönlichen Erfahrungen erleuchten möchtet, tut das bitte, ich würde es wirklich gern hören!

Fangen wir mit Diwali an, weil dieses Fest schon im frühen November stattgefunden hat. Auf seiner Seite Hindu Inside sagt Hariram, daß Diwali wie das Schießpulver der Feuerwerkskörer und die Speisen riechtMads Creations erzählt mir, daß Diwali-Düfte für daheim beruhigend und einladend für Besucher sein sollen, floral und religiös, und nicht süß, würzig oder fruchtig, "weil Diwali ohnehin schon viele Angebote an Delikatessen und Leckereien einschließt, die bereits voller Süßungsmittel, Gewürze und Früchte sind": Ich werde ehrlich sein, ohne persönliche Erfahrung hilft mir das nicht viel weiter.

Chanukka endet heute abend. Aufgrund der Tatsache, daß ich nicht viel über Chanukka weiß außer dem, was ich gegooglet habe und dem Fetzen an Information, die mir Freunde gegeben haben, konnte ich nur an Latkes und Kerzen denken.
Offensichtlich lag ich so falsch damit. Chanukka duftet wie die Furcht vor der Verwandtschaft. Halt! Ich mache mich nicht lustig. Dies ist ein Zitat aus dem ersten Artikel, den ich dazu gefunden habe, auf Tablet, er handelt von Parfums zu Chanukka. Er zitiert außerdem einen weiteren Artikel auf Jewcy, den ich ebenfalls schon gefunden hatte, zu Duftkerzen für das Fest, und das führt mich zum letzten auf Alma, der tatsächlich eine Kerze erwähnt, die nach Latkes und Geleedonuts duften soll. Das kann ich mir nicht einmal annähernd vorstellen. Kartoffeln und Frucht? Fritieröl? (Übrigens sind die Artikel auf Englisch, denn auf Deutsch habe ich nichts wirklich Passendes gefunden.)
Ich wandte mich an eine liebe Freundin, um sie zu fragen, wie Chanukka für sie riecht. Sie meinte, ihr erster Gedanke sei Olivenöl, da es nicht nur für das Fest eine Bedeutung hat, sondern in ihrem Haus auch für Latkes (ich habe etwas richtig gehabt!) und Spinat mit Pinienkernen steht. Sie fügte außerdem hinzu, daß Töne eine große Rolle dabei spielten, als ihre Kinder klein waren, wenn sie zum Beispiel dreimal "Fröhliches Chanukka" riefen, während sie sich an den Händen hielten, im Kreis auf und ab sprangen und dann auf den Boden plumpsten, nachdem die Kerzen entzündet waren. Eine weitere Erinnerung, die sie teilte, war, daß sie als Heranwachsende die Geschenke versteckte und gereimte Hinweise im Haus auslegte, woraufhin es glückliche Schreie gab, wenn die Kinder etwas fanden. Danke, Sharon!

Weihnachten. Nun kann ich endlich aus eigener Erfahrung sprechen. Was sind für mich Weihnachtsdüfte?
Kiefernnadeln, Gewürze wie Zimt oder Nelken, Vanille, Truthahn (auch wenn ich ihn selber nicht esse), Orangen, Schnee (auch wenn ich ihn nicht mag ;-)) ... hm, nun hätte ich beinahe gern eine Duftkerze. Vielleicht stecke ich meine Nase einfach in die kleine Dose mit Weihnachtsgutsle, die ich zu Nikolaus von den Nachbarn bekommen habe!

 

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