Posts mit dem Label Teddy werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Teddy werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 5. Oktober 2025

Vorbereitung auf Halloween

Wir sind bereit. Nur damit ihr Bescheid wißt.
Also fangt ihr besser an, die normalgroßen Schokoriegel zu kaufen, denn das hier ist keine Verkleidung. Wir sind echt, und ihr könntet es bereuen, nicht vorbereitet zu sein, wenn wir an eure Tür kommen, vor allem jetzt, da wir auch noch das Hexen-Powerup haben. Sie ist klein, aber mächtig.
Und Hoppie mag ja noch in der Ausbildung sein, aber wir erwarten große Dinge von ihm.


Ihr wollt doch nicht als Kröte enden, oder?


Ich kann meine Zähne in einen Schokoriegel versenken oder in euch. Eure Wahl.


Denkt nicht, daß ich süß bin. Ich werde mir den Weg in eure Alpträume rasseln und mein Skelett leuchtet sogar im Dunkeln. Wenn ihr meinen Beutel aber mit Leckereien füllt, könnte ich vielleicht gnädig mit euch sein.


Meine Freunde sagen, es ist okay, daß ich immer noch einen Kürbis zur emotionalen Unterstützung brauche. Dieses Jahr werde ich mit leichtem Erschrecken anfangen, aber wartet nur bis nächstes Jahr!


Freut sich sonst noch jemand auf die Gruselsaison?

Montag, 8. September 2025

Nostalgie - Wie Spielzeuge wirklich werden

Vor ein paar Wochen habe ich zum ersten Mal "The Velveteen Rabbit or How Toys Become Real" (im Deutschen "Das Samtkaninchen") gelesen. Hier in Deutschland ist das Buch kein Kinderklassiker, aber ich habe es immer wieder erwähnt gesehen und dachte, es wäre jetzt doch mal Zeit, es zu lesen.
Wenn ihr es nicht kennt, hier ist die Handlung.

Kein Samt-, sondern ein Kunstseidenplüschkaninchen
von Steiff aus den 1940ern (nicht komplett, 
aber in wunderbarem Zustand)

Es gibt verschiedene Arten von Sammlern.
Beim Sammeln kann es um die Vielfalt von Stücken gehen, ein gemeinsames Detail, um den finanziellen oder den emotionalen Wert, um das perfekte oder nicht perfekte Aussehen, um Farbe, um Gebrauch, um Seltenheit, um Geschichte, um Sentimentalität ... ich könnte so weitermachen.

Als Sammlerin von Steifftieren kann ich sagen, daß ein unbespieltes vintage Steifftier, möglicherweise sogar komplett mit Knopf, Schild und Fahne, die ja von Kinderhänden leicht abgerissen werden (keine Sicherheitsknöpfe damals), etwas ganz Besonderes hat. Ich frage mich immer wieder, wie das überhaupt sein kann. Hat es die letzten 50, 70, 100 Jahre oder mehr in einem Schrank verbracht, unberührt? Hat es in einer Blase gelebt (ich verwende absichtlich das Wort "gelebt", ihr werdet sehen warum)?

Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, daß ich nicht weiß, wie atemberaubend ein altes "neues" Steifftier sein kann. Es gibt Sammler, die nur nach solchen suchen, und sie sind bereit, den Preis für die (oft) wenigen Auserwählten zu bezahlen.

Und dann gibt es noch die anderen.
Ich werde niemals den Flohmarkt vergessen, auf dem ich diesen kleinen Kerl fand. Ich lief hinüber zum Ex, um ihn an den Stand zu zerren und ihm mitzuteilen, daß ich mich verliebt hatte.


Nun versteht ihr ja vielleicht nicht, wie sich jemand in das offensichtliche Opfer eines Mottenangriffs verlieben kann, das auch noch schaukelige Gliedmaßen hat.
Vielleicht denkt ihr sogar, daß das ein bißchen eklig oder verstörend ist.
Ich aber sah einen 80 Jahre alten Freund (inzwischen über 100).

Ein Kind liebte ihn so sehr, daß er immer noch da war, obwohl er fast sein ganzes Fell verloren hatte, liebte ihn so sehr, daß sich jemand die Mühe machte, diesem kleinen Kerl neue Pfoten aus weißem Leder (inzwischen auch abgewetzt) zu geben, sehr sorgfältig und sicher aufgenäht.
Ich erinnere mich, wie nervös ich als Kind war, als mein eigener Teddy Löcher in seinem Pfotenfilz hatte, und ich meiner Mutter dabei zusah, wie sie neue Pfoten aus Stoff aufnähte.

Das Kind gibt es wahrscheinlich nicht mehr, ihn aber schon, und oh die Geschichten, die er erzählen könnte! Vielleicht war er wie mein Teddy und sah zu, wie sein Kind erwachsen und alt wurde, bevor er auf einem Flohmarkt in Marin County landete, nur um dort von einem Paar Deutschen gefunden zu werden, die ihn zurückbrachten, nur 60 km von dort entfernt, wo er einst herkam.

Dem Samtkaninchen wird gesagt: "Wirklich ist nicht, wie du gemacht bist ... Es ist etwas, das dir passiert. Wenn dich ein Kind lange, lange Zeit liebt, nicht nur zum Spielen, sondern dich WIRKLICH liebt, dann wirst du Wirklich." ...
"Im allgemeinen ist fast all dein Haar abgeliebt, wenn du Wirklich bist, und deine Augen fallen aus und du wirst locker in den Gelenken und sehr schäbig. Aber diese Dinge machen überhaupt nichts aus, denn wenn du Wirklich bist, kannst du nicht häßlich sein, außer für Menschen, die es nicht verstehen."
(eigene Übersetzung, ich habe das deutsche Buch nicht)
Spoileralarm: Die Spielzimmerzauberfee macht ihn Wirklich, ein echtes kleines Kaninchen.

Ich habe keinerlei Zweifel, daß dieser Teddy für sein Kind Wirklich wurde, so wie das Samtkaninchen für seinen Jungen, weil er geliebt wurde (auch wenn er seine Schuhknopfaugen noch hat). Vielleicht wartet er noch auf seine Fee und ich gebe ihm gern den Platz bei anderen Teddyfreunden, um das zu tun.

Denn das ist die Art Sammler, die wir waren, und es gibt auch andere wie uns. Sie lieben nicht nur die perfekten, sie lieben die geliebten, die, mit denen gespielt wurde, die mit "Makeln", von denen wir wünschten, sie könnten uns ihre Geschichten erzählen, alle, nicht nur die guten ...

Ich sag' nur.
Einer wie der andere hat seine eigene Schönheit.


Montag, 4. August 2025

Broccoli Cat Art

Heute möchte ich euch Broccoli Cat Art vorstellen.
(Das ist keine Werbung, ich bekomme nichts dafür, sondern zeige nur etwas, das ich liebe, und natürlich habe ich um Erlaubnis gebeten, diesen Post schreiben zu dürfen, und ich benutze absichtlich ein eigenes Bild statt des besseren Originals).

Broccoli Cat Art ist Bikky aus Melbourne, ihrer Webseite nach eine Künstlerin mit "gemischtem kulturellem Hintergrund", die "ihre Liebe für die Ästhetik von Ukiyo-e mit dem Bestreben nach und Kommunizieren von mentaler Freiheit, Heilung und einfachem Glück verbindet".
Lest die ganze Vorstellung direkt auf ihrer Webseite, um mehr über ihre Inspiration zu erfahren.

Alle Bilder von Bikky zeigen eine weiße Katze mit Tigerzeichnung "nach dem Vorbild ihrer eigenen Katze names Broccoli aus dem Tierheim" (was für ein toller Name, ihr wißt, ich liebe ungewöhnliche Namen für Tiere).

Ich hatte ihre Kunst schon vor ein paar Jahren auf sozialen Medien geteilt gesehen und folgte dann ihrer Instagram-Seite, als sie dort in meinem Feed auftauchte.
Ich liebe nicht nur ihre digitalen Zeichnungen (mehr darüber auf ihrer Webseite) und den Touch von Ukiyo-e, den sie haben, sondern auch das Gefühl, das ich habe, wenn ich sie anschaue.
Bisher hat es kein einziges Bild gegeben, das mich nicht zum Lächeln gebracht hat. Ich weiß, daß sich das sentimental anhören mag (ich gebe bereitwillig zu, daß ich das sein kann), aber die Bilder bewirken bei mir einen Moment dieses einfachen Glücks, das Bikky erwähnt. Sie fühlen sich so an, wie wenn ich Gundel umarme und der Dekan in meinem Arm schläft, nur kürzer, es sind Glimmer in meinem Tag.

Mehr als einmal war ich in Versuchung, mir einen Druck von ihr zu besorgen, und wünschte mir, daß Porto, Steuer und Zoll- und Bearbeitungsgebühren in den letzten paar Jahren nicht derartig gestiegen wären. Ich kann gar nicht sagen, wie oft ich schon auf ihren Shop für Drucke geklickt und ihn dann zögernd wieder verlassen hatte.
Ich schätze, ich mußte einfach auf den perfekten Druck warten - und als ich ihn sah, hielt ich mich nicht zurück.
Könnt ihr sehen warum?


Katze, Teddy, Buch, hätte es noch besser und noch mehr "ich" sein können als das??
Ich habe einen hellen Rahmen dafür ausgesucht, um die Farbe des Hintergrunds aufzugreifen und die Katze in den Mittelpunkt zu stellen.

Wenn ihr Katzen und Ukiyo-e mögt, schaut euch Bikkys Arbeit an.
Vielleicht bringt sie euch ja auch zum Lächeln.

Dienstag, 8. April 2025

After Midnight und Harlekin

Woran denkt ihr, wenn ihr Steiff hört (natürlich nur, wenn ihr Steiff überhaupt kennt)?
Euer erster Gedanke sind wahrscheinlich weiche und knuddlige Plüschtiere für Kinder. Wenn ihr aber sammelt oder, ähm, alt seid oder wenn beides zutrifft, denkt ihr vielleicht an Mohair, das nicht ganz so weich ist.

Tatsächlich hat Steiff im Laufe der Jahre viele verschiedene Materialien verwendet.
Bevor sie Spielzeug machten, verdiente die Gründerin Margarete Steiff ihren Lebensunterhalt damit, Filzkleidung für Frauen zu machen, und in der Tat waren auch die ersten Tiere aus Filz, sie das berühmte Elefäntle, ein Nadelkissen, das so beliebt als Spielzeug wurde, daß es das Geschäft von Kleidung hin zu Spielzeugen verlagert.
Andere Stoffe, die verwendet wurden, waren Samt und Leinen und mit der Geburt des Teddybärs Mohair. Mohair ist aus den Haaren der Angoraziege und Steiff bezog es immer von der Firma Schulte, heute eine der letzten Webereien in Deutschland.

Es gab jedoch Zeiten, in denen Materialien wie Filz und Mohair knapp wurden, zum Beispiel im Krieg und den Jahren davor und danach, als sie stattdessen für militärische Zwecke wie für Uniformen genutzt wurden.
Steiff tat immer sein Bestes, sich diesen Herausforderungen zu stellen und Spielzeug aus Ersatzmaterialien herauszubringen oder anderes Spielzeug als Plüschtiere zu machen, wie zum Beispiel eine Reihe von Holzspielzeugen, Bauklötze, Holzbausätze für Blumen, Wägelchen, Roller und mehr.

Als Ersatzmaterialien verwendeten sie Wollplüsch, Kunstseidenplüsch, Baumwollplüsch und 1919 machten sie tatsächlich Tiere aus Papierplüsch aus Holzfasern mit einem Baumwolluntergrund.

Angesichts der Empfindlichkeit dieses Stoffes ist es nicht verwunderlich, daß Papierplüschtiere heute schwer zu finden sind.
Aber gräme dich nicht, oh Sammler!
2020 startete Steiff eine neue Linie von Tieren, die aus unterschiedlichen Stoffen gemacht sind. Sie heißt "Teddies for tomorrow" (obwohl es nicht nur Teddys sind). Es gibt Viskose, Leinen/Baumwolle, Alpaka, Leinen/veganen Filz, Bambus, Hanf, Plüsch aus recycleten PET-Flaschen - und Papierplüsch.
Ein Grund dafür sind steigende Energie- und Materialkosten, die die Zukunft von Steiff Schulte (die Steiff Holding hat den Betrieb 2009 übernommen), der andere die Frage der Nachhaltigkeit, die für jede Firma ein Thema sein sollte.

Da ich hauptsächlich vintage Steiff sammle, war diese Linie völlig an mir vorbeigegangen, bis mir jemand sagte, ich solle mir doch mal einen süßen dunkelblauen Bär anschauen ... und eine Weile später dann auch noch einen bunten Bär.
Sie heißen After Midnight und Harlekin.
(Marsha, das ist für dich - es war ein (sehr guter) Sonderpreis und ich gebe meiner Schwester die Schuld. Wieder mal.)
Dies sind keine für Kinder gedachten Schmuseteddys, nicht daß ich das von ihnen erwartet hatte. Der Papierplüsch fühlt sich etwas härter als meine Handtücher an (ich mag keinen Weichspüler), was für mich interessant ist, und ich finde einfach, sie sind echt süß.
Harlekin ist nach einem alten Steiff-Design gemacht. Ich mag, daß seine Farben etwas verblaßt aussehen, als ob er vintage wäre.
Andere kaufen Klamotten, Schuhe, Kosmetik und Accessoires, ich kaufe halt Perlen und Teddys
😉







Quellen:
1. Rebekah Kaufmann: Cut from a different cloth - six of Steiff's lesser-known teddy bear fabrics. Auf: Teddy Bear Times & Friends, 21. September 2020 (auf Englisch)
2. Die Geschichte des Teddybären. Auf der Steiff-Webseite
3. Steiff Schulte: Historie. Auf der Steiff Schulte-Webseite
4. Nachhaltigkeitsversprechen. Auf der Steiff-Webseite
5. Susanne Decker: Steiff - die Stoffe. Auf: Steifftiere, ein Stück Kindheit

Samstag, 25. April 2020

Einfach nur so Samstag - Mister Boxer

Dank Steiff habe ich eine meiner ältesten Freundinnen vor fast 30 Jahren kennengelernt. Mein Ex waren wegen einer Konferenz zum ersten Mal in der Bay Area. Damals war es noch möglich, eine Konferenz mit Urlaub zu verbinden (vier Staaten in einer Woche, ich weiß immer noch nicht, wie Amerikaner so etwas machen), während er sich also auf seinen ersten Vortrag in einem schicken Hotel in Berkeley vorbereitete (unser Motel war nicht annähernd so schön), konnte ich die Gegend endecken, indem ich an dem teilnahm, was etwas gedankenlos "Damenprogramm" genannt wurde, auch wenn die Partner der Konferenzteilnehmer in diesem Fall tatsächlich alle Frauen waren.
Am ersten Tag hatten wir jedoch die Gelegenheit, San Francisco auf eigene Faust zu erkunden, und unser erster Stop war FAO Schwarz, dessen Verbindung zu Steiff dank einiger Sonderausgaben unter Sammlern berühmt war. Nachdem wir dort etwas Geld ausgegeben hatten *hust hust*, fragten wir, ob sie wüßten, wie wir Sammler in den USA kennenlernen könnten. Damit konnten sie uns zwar nicht helfen, aber sie boten uns die Telefonnummer einer Dame an, die schon einmal für sie ein paar Studio-Steifftiere restauriert hatte.
Ich erinnere mich noch, wie nervös ich war, als ich sie anrief. Wie erklärt man jemanden, daß man ihn nicht kennt, aber seine Nummer vom Spielzeugladen bekommen hat, weil man alte Plüschtiere sammelt? Ich schätze, es war Schicksal, weil wir immer noch Freundinnen sind.

Ich kann nicht nähen. Ich habe es nie gelernt und das wenige Nähen, das ich machen muß, ist anstrengend für mich, als Jenn aber das erste Mal auf Besuch nach Deutschland kam, schenkte sie mir den süßesten kleinen Zwerg, den sie selbst gemacht hatte, und plötzlich hatte ich die verrückte Idee, daß sie mir zeigen sollte, wie man einen einfachen Bär näht.
Am Ende hatte ich, glaube ich, drei Bären, ich bin mir nicht sicher, wo die zwei kleineren sind.
Dieser hier aber bewacht mein CD-Regal, von dem er ziemlich regelmäßig herunterfällt, noch mehr seit Gundel eingezogen ist. Aus irgendeinem Grund schubst sie ihn immer runter, was sie mit anderen Sachen nicht macht. Vielleicht sind ihre Kopfstöße zuviel für ihn. Heute hat sie es wieder getan, darum dachte ich, er verdient einen Post für einfach nur so Samstag.

Sein Name ist Boxer. Er ist von Hand aus einem beige-gespitzten schwarzem Synthetikpelz genäht, hat Pfotenflächen aus dunkelgrauem Filz, vintage hellbau bemalte Glasaugen - bei diesem Pelz wäre es schwierig gewesen, die Augen zu sehen, wenn ich braune genommen hätte - und eine rosa Nase - was für einen schwarzen Bären sehr ungewöhnlich wäre, aber ich fand sowieso, daß er etwas ungewöhnlich war.
Boxer nannte ich ihn, weil ich ernsthaft glaube, daß er zu oft im Fitneßstudio ist. Schaut euch nur diese Schultern an.
Ok, tatsächlich ist das nicht seine Schuld, ich hatte nicht gedacht, daß die Arme am Ende so hoch sitzen würden, aber ich liebe ihn trotzdem.
Er ist weich und knuffig und süß ... und der Beweis, daß ich schon mal eine Nähnadel benutzt habe! ;-)


Mittwoch, 6. Juni 2012

Fischen gehen

"Huckleberry kam und ging, wie es ihm eben einfiel. Bei schönem Wetter schlief er auf Türtreppen, bei Regen in leeren Fässern. Er brauchte nicht in die Schule und zur Kirche zu gehen, hatte keinen Herrn und Meister über sich und infolgedessen auch niemand zu gehorchen. Er konnte fischen und schwimmen, wann und wo es ihm paßte, und so lange, wie er gerade wollte."

Natürlich spreche ich von Huckleberry Finn. Er ist der Junge, der machen kann, was er will, alle Freiheit hat, auf die wir insgeheim eifersüchtig sind, auf der anderen Seite bezweifle ich, daß irgendeiner von uns gern auf Türtreppen oder in Fässern schlafen würde.

Darf ich vorstellen ... Huckleberry Ted.
Er hat gerade einen Fisch gefangen, und ich hoffe für ihn, daß er jetzt heimgeht, um damit anzugeben.
Ted ist aus einer Lampworkperle von Dzign by Jamie gemacht, seine Kleider, ein Hemd, Hosen mit Hosenträgern und sein Hut sind, genauso wie sein Fisch, aus farbigem Kupferdraht gehäkelt.
Ich bin ein bißchen hintendran mit Listen, hoffe aber, daß er es in den nächsten Tagen in den Shop schafft.

Das steinige Flußufer

DER Fisch

Fischen am Morgen, wenn die Sonne gerade hochsteigt, ist das Beste

Samstag, 16. Oktober 2010

Der beste Freund eines Kindes

Sein Name ist Teddy. Ich schätze, in meiner Kindheit war ich nicht sehr kreativ bei der Namensvergabe, aber ich glaube nicht, daß es Teddy etwas ausmacht. Er hat sich niemals beschwert und er ist seit mehr als 40 Jahren hier, tatsächlich sogar mein ganzes Leben. Ich weiß, ich weiß, ihr dachtet, ich sei 27, aber nun ist der Moment der Wahrheit da ;-)


Zurück zu Teddy. Er ist ein Bär der Firma Hermann, er hat hellbraunes Fell, das von den Jahren, in denen er in meinem Bett schlief und sich meine Probleme anhörte, abgenutzt wurde. Er hatte Schönheits-OPs, zum Beispiel, als einer seiner Nasenfäden lose war. Er brauchte auch neue Bezüge für Füße und Hände, aber ich habe eine tolle Chirurgin in meiner Familie und ich war ihm eine tolle Krankenschwester, also war er in besten Händen.
Tatsächlich erinnere ich mich nur an ein Mal, daß er aus dem Haus war. Ein kleines Mädchen, das mit ihrem Vater zu Besuch gekommen war, war so verliebt in "den sprechenden Bären", daß er ihr für ein paar Tage ausgeliehen wurde. Ich fiel nicht auf das "Du bist jetzt so ein großes Mädchen und du möchtest doch nett zu ihr sein, oder?" herein. Ich war stin....., ähm, wütend. Richtig wütend. Ich wollte kein großes Mädchen sein und ich wollte nicht, daß Teddy ohne mich irgendwo da draußen war.
Stellt euch meinen Schock vor, als er schließlich in einer Plastiktüte zurückgebracht wude, mit dem Kopf nach unten!
Überflüssig zu sagen, daß Teddy mich nie mehr verlassen hat. Tatsächlich wacht er jetzt über meinen Nachttisch, mit all seinen Schätzen ...


Warum aber erzähle ich euch das alles?
Es ist Melissas Schuld. Melissa Vess macht Glaskunstperlen oder Lampwork (schaut euch ihr
ArtFire-Studio an!), wunderschöne Perlen. Ich weiß das, ich habe mehr als eine.
Und eine davon hat mehr als anderthalb Jahre geduldig auf meinem Schreibtisch gewartet. Ab und zu nahm ich sie in die Hand, habe sie genau angeschaut und sie dann in ihr kleines Nest aus Knallfolie zurückgesteckt. Und gestern wußte ich auf einmal, was ich damit tun mußte. Die Antwort hatte die ganze Zeit auf meinem Nachttisch gesesssen!


Klein-Teddy kann Kopf, Arme und Beine bewegen. Sein Körper, die Arme und Beine sind aus einem wunderschönen silbernen Kupferdraht gehäkelt. Ja, es gibt da Unterschiede und dieser ist wirklich schön.
Nun, wie ging noch dieses englische Lied über Knochen - "Zehenknochen mit dem Fußknochen verbunden. Fußknochen mit dem Beinknochen verbunden. Beinknochen mit dem Knieknochen verbunden ..."
Klein-Teddy hat nur drei "Knochen", einer geht durch Kopf und Körper, einer durch Schultern und Körper und einer durch Hüften und Schultern, sie sind aus versilbertem Kupferdraht.



Ich brauche mehr Köpfe ...............