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Mittwoch, 9. September 2026

Erzählt uns von ... Poesie

Es ist wieder Zeit für die Global Writing Challenge an jedem zweiten Donnerstag im Monat.
Meine Posts werden etwas früher live gehen (um einen Zusammenstoß mit den Stummfilmen zu vermeiden), wenn also die Posts der anderen noch nicht live sein sollten, schaut bitte später nochmal vorbei.
Aktuell sind dabei: Deb’s WorldSuzy TurnerWithin a World of My OwnOnce Upon a Time Happily Ever After, Marsha in the Middle, Coffee and Cocktails at the Casa und ich. Es macht Spaß zu erfahren, wie unterschiedlich alle das Thema interpretieren.
Ihr könnt mitspielen und bei unserem Link Up mitmachen!
Wenn das für euch zu kurzfristig ist, vielleicht nächstes Mal?
 Hier sind die Vorgaben für die kommenden Monate:
Oktober - Geburtstag
November - Aberglaube

Dezember - Warum bloggst du?

Foto von Trust "Tru" Katsande auf Unsplash

Die Vorgabe für heute war "Poesie", ausgewählt von Marsha.
Oh, Marsha. Wenn man mich fragen würde, würde ich sagen, daß ich absolut keine poetische Ader habe. Ich habe selber nie ein Gedicht geschrieben, nicht mal schlechte als Teenager - es sei denn, ihr laßt die Gruppenarbeit in unserem Literaturkurs gelten - und das erste, was ich mit Gedichten assoziiere ist es, sie im Deutschunterricht aufzusagen, Limericks in der Englischstunde und natürlich die diversen Poesiealben in meinem Leben, die von anderen und mein eigenes
.

Meine erste echte Begegnung mit Gedichten - von Kinderreimen mal abgesehen - war wahrscheinlich, als ich in den 70ern dieses Büchlein in der Tombola beim Gemeindefest gewann.
Pflichtbewußt las ich die Gedichte, alle 28 Beispiele von "großen deutschen Balladen" (acht davon von Goethe, war ja klar), denn das tut man, wenn man etwas gewinnt (ich habe auch die bunten Plastikeierbecher und -löffel benutzt, die ich beim selben Fest gewonnen habe), aber das einzige, das wirklich hängenblieb, war die Elfenballade "Erlkönig", vielleicht wegen des gruseligen Schlusses.


Gedichte in der Schule aufsagen und interpretieren zu müssen, machte sie nicht interessanter für mich. Ich muß gestehen, daß ich oft erst am Tag vorher damit anfing, sie auswendig zu lernen, was gewöhnlich auch gut klappte. Es passierte nur zwei Mal, daß ich mich schmerzhaft durch Gedichte stotterte, Goethes "Der Zauberlehrling" und Mörikes "Der Feuerreiter" (die tatsächlich beide in diesem Buch sind). Ist es nicht seltsam, wie ich mich immer noch daran erinnern kann, wie peinlich es war, aber nicht an die Noten, die ich bekam? Wahrscheinlich ist der Grund dafür, daß ich weiß, beides verdient zu haben, die Peinlichkeit aber schwerer wog.
In einem Jahr fragte ich meine Deutschlehrerin, was ich bekommen würde, wenn ich Schillers "Die Bürgschaft" aufsagen würde. Es war offensichtlich als Scherz in einer Unterhaltung gemeint, aber sie forderte die gesamte Klasse heraus, das für eine extra 1 zu tun (als kleinem Teil der mündlichen Note), und zu ihrer Überraschung tat es ungefähr ein Drittel der Klasse. Die Ballade hat 150 Zeilen und ich kann nur noch die ersten sieben.
Fragt mich ja nicht, wieviel ich noch von "Der Zauberlehrling" weiß!

Ich mag eine Menge klassische Musik, aber als ich noch Geige spielte (im 17. Jahrhundert) oder in Chören sang (bis ins späte 19. Jahrhundert, bevor mich eine Schilddrüsen-OP den größten Teil meines Stimmumfangs kostete), suchte ich aktiv danach und nun stolpere ich nur noch durch Zufall darüber.
Dasselbe ist es mit den Gedichten. Ich hasse nicht alle Gedichte, die unvermutet vor mir auftauchen, zum Beispiel auf den sozialen Medien oder als Teil eines Romans.
Heutzutage sind die einzigen Gedichte, die ich absichtlich lese, von
 Bill Bilston. Sie materialisierten sich dank einer Freundin, die sie auf Facebook teilte, und blieben hängen. Schaut euch seine Homepage (englisch) mit dem Newsletter an und ihr versteht wahrscheinlich warum.
Ich besitze sogar eins (bis jetzt) seiner Bücher. Welches das ist, wird euch ebenfalls nicht überraschen.


Was ist aber mit Songtexten?
Ich habe einen (englischen) Artikel von René Ostberg auf "Britannica" gefunden, der so endet "Die Debatte darüber, ob Lieder Gedichte sind (oder ob Gedichte Lieder sind), endet vielleicht niemals. Aber niemand kann leugnen, daß Poesie und Musik Kunstformen von universeller Kraft und Schönheit sind."
Wenn Lieder keine Gedichte sind, was heißt das dann für ein Gedicht, das zu einem Lied wurde? Wie zum Beispiel Franz Schuberts Vertonung von "Erlkönig"? Ist es noch ein Gedicht, weil es ein "Poet" geschrieben hat - und wie definieren wir Poet? Kann ein Musiker nicht auch ein Poet sein? Ihr dürft gern darüber diskutieren, aber denkt dabei daran, daß im Deutschen heutzutage eher das Wort "Lyriker" verwendet wird - lyrische Texte wurden zum Spiel einer Lyra gesungen. Und auf Englisch heißen Liedtexte "song lyrics".




Vielleicht habt ihr schon mal von der Musikreihe "Pop & Poesie" des Radiosenders SWR1 gehört, die es schon lang gibt. Man hört ein Lied und die deutsche Übersetzung. Ich habe das immer gehaßt, weil der Text über das Lied gesprochen wurde und ich doch das Lied hören wollte. Das Format wurde jedoch so populär, daß die Idee sich 2008 zu "Pop & Poesie in Concert" entwickelte. Schauspieler*innen tragen das Original und die deutschen Übersetzungen vor - im Sommer als Open Air - und dann spielt die Band den Song. Ein wichtiger Teil des Konzerts ist die Interaktion zwischen Moderator, Aufführenden und Publikum.
Ich hasse Menschenmengen, also war ich nie dort, aber ich kann mir vorstellen, daß man in diesem Format Liedtexte anders erfahren und fühlen kann - wie Poesie eben.
Es gibt auf jeden Fall Songtexte, die ich als solche ansehe, und glaubt mir, davon kenne ich viel mehr auswendig. Also habe ich vielleicht ja doch eine kleine poetische Ader.



Schauen wir jetzt mal, was uns die anderen (auf Englisch) zu erzählen haben.

Amy verwendet Poesie zum Spaß mit Freunden und Familien. Ihre Großmutter hat einen Gedichtband veröffentlicht und ihre Mutter schrieb jedes Jahr ein Weihnachtsgedicht für ihre Karten.

Suzy schreibt über darüber, wie sie aus Versehen zur veröffentlichten Poetin wurde, obwohl sie sich selber nie als "Poesie-Person" gesehen hatte!

Debbie 
blickt auf Posts von 2016 zurück, als sie mit Hilfe von Online-Magnet-Tiles Gedichte gemacht hat - es war Teil einer Phase, die sie durchmachte! Wer hätte gedacht, daß sich das zehn Jahre später als nützlich erweisen würde?

Sally erzählt von einigen ihrer liebsten amerikanischen Poeten und Gedichten.

Marsha schreibt über ihre beiden Lieblingsgedichte. Sie fragt sich, ob ihr überrascht sein werdet!

Die Vorgabe dieses Monats bereitete Leslie Probleme.


Ihr seid dran! Gedichte - ja oder nein?


P.S. Ich habe ganz vergessen, daß ich auch noch ein paar von Heinz Erhardts Gedichten kann. Wer erinnert sich noch an ihn?



You are invited to the Inlinkz link party!

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Sonntag, 1. April 2012

Zitat der Woche

Letztens saß ich am Computer und spielte ein Onlinespiel. Plötzlich spürte ich einen überwältigenden Drang, in Schottland zu sein. Offen gesagt war das ein seltsames Gefühl, weil ich absolut keine Idee habe, wodurch das ausgelöst wurde. Ich war erst einmal in Schottland und ja, ich will da auch wieder hin, und ebenfalls ja, ich glaube immer noch, daß ich eines Tages Nessie sehen werde, aber warum sollte ich abends um halb zehn von diesem Gefühl überfallen werden, während ich versuchte, meinen Kopf damit zu entspannen, daß ich ein kleines magisches Dorf von Spinnweben befreie?
Tatsächlich ist die Antwort simpel. Es war die Hintergrundmusik des Spiels. Bei genauerem Nachdenken hatte ich schon die ganze Zeit mitgesummt. Ich hatte versucht mit der Flöte mitzupfeifen, aber Esme schenkte mir einen ihrer bösen Blicke, um mich daran zu erinnern, wie sehr sie Pfeifer haßt (in etwa der gleiche böse Blick, wie ihn Sheldon in The Big Bang Theory Leonard zuwarf, als der versuchte zu pfeifen). Was also war es an dieser Musik, das meine Sehnsucht nach Schottland weck...... ooooooh! Plötzlich wußte ich Bescheid. Sie erinnerte mich an ein anderes Lied.
Dieses hier. Genießt es.




P.S. Ich möchte jetzt wirklich wirklich nach Schottland fahren.
P.P.S. Ja, ich weiß, das ist kein "echtes" Zitat. Wen juckt's?
P.P.P.S. Ich bin nicht so sehr ein Fan von Mark Knopfler, aber ich liebe seine Musik in Local Hero und Die Braut des Prinzen. Hm.

Sonntag, 21. August 2011

Zitat der Woche

Probieren wir heute mal was Neues (vielleicht nicht zum letzten Mal). Wir wissen alle, daß die Musik genauso wichtig für einen Film ist wie die Schauspieler und ihr Text, manchmal sogar wichtiger.
Wir haben unsere Lieblingslieder und wissen vielleicht gar nicht, daß sie aus einem Film stammen.

Ich liebe diesen Film, ich liebe das Buch, aber das Lied von Art Garfunkel habe ich zuerst geliebt. Und ich muß zugeben, daß ich jetzt noch Tränen in die Augen kriege, wenn ich ihn anschaue, es lese, es höre ... aus unterschiedlichen Gründen.
Ich hoffe, ihr genießt es genauso wie ich.




Unten am Fluß, UK, 1978 (Watership Down)


P.S. Blackie, du warst eine tolle Mom.

Donnerstag, 14. Juli 2011

Blackbird's singing in the dead of night ...

"Die Amsel singt mitten in der Nacht ..." Ich liebe dieses Lied von den Beatles, seit ich 12 war. Damals bekam ich meinen ersten eigenen Kassettenrecorder, einen gebrauchten von einer Freundin, zusammen mit ihren Beatles-Kassetten, da sie dieser Phase entwachsen war. Meine Liebesaffäre mit ihren Liedern begann damals und hat seither nicht geendet.

Nun hat mich dieses Lied vom Weißen Album von 1968 dazu inspiriert, eine weiteren meiner Drahtfiguren zu machen. Ich bin nicht sicher, wie der Kleine so fett wurde, wenn alles, was er bekommt, kleine Würmer wie der sind, den er gerade jetzt im Schnabel hat, aber vielleicht ist das ja nur ein Snack, bevor er bei Vogel-McDonald's oder etwas in der Art so richtig reinhaut? Und natürlich singt er momentan auch nicht, denn das wäre schlechte Kinderstube mit vollem Schnabel.


Sonntag, 6. Februar 2011

Zitat der Woche


Laßt uns heute mal etwas machen, das ein bißchen anders ist. Es wird zwar noch ein Film sein und es wird auch ein Zitat sein, aber nicht vom gesprochenen Text.
Für diesen Post habe ich eins meiner Lieblingsmusicals ausgewählt und ich nehme ein Zitat aus einem meiner Lieblingslieder.
Die Lippen verraten es schon, nehme ich an. Ich spreche von der Rocky Horror Picture Show. Es war nicht leicht, nur eins zu wählen, aber hier ist es nun ...

Let's do the Time Warp again!

Also, Leute, wer ist bereit, mit mir zu tanzen?? Ihr wißt, wie es geht, nicht wahr?
It's just a jump to the left
And then a step to the right
With your hands on your hips
You bring your knees in tight
But it's the pelvic thrust that really drives you insane,
Let's do the Time Warp again!

Ok, ihr wißt, wohin ihr die Videos von euch, wie ihr den Time Warp tanzt, hinschicken könnt. Himmel, das würde ich gern sehen!

Mittwoch, 4. November 2009

Es tut mir leid, Esme


Es wäre falsch zu denken, daß Ponder die einzige Psychokatze in diesem Haus ist. Seine Schwester Esme (Terry-Pratchett-Fans könnten wissen, daß ihr voller Name Esmerelda Wetterwachs ist) kommt nahe heran, auch wenn sie nicht "Die Stimme" hat. Schließlich ist sie ein Mädchen und während Ponder der Jodelexperte ist, hat Esme einen wunderbaren Quietsche-Sopran.

Es gibt besonders zwei Situationen, die ihre Divenfähigkeiten zum Vorschein bringen.

Die erste ist, wenn ich auf der Kommode in dem "Spielzimmer" vom Langen Bilder mache. Aus irgendeinem seltsamen Grund kann sie gut damit leben, wenn ich woanders Bilder mache, aber obwohl sie gerne auf der Kommode sitzt, ohne wütend oder ängstlich zu werden, kommt sie von unten (!) gerannt, sobald ich etwas darauf aufbaue. Ich habe bisher keinen Grund gefunden, aber es macht sie manchmal geradezu aggressiv!

Die zweite ist, wenn ich pfeife. Sie kann mein Pfeifen nicht ertragen. Heute saß ich am Computer, hörte Musik, eines meiner Lieblingslieder fing an und seit ich die Hälfte meiner Singstimme verloren habe (die oberen Töne), pfeife ich mehr als früher. Fehler! Lady Es kam die Treppen heraufgerannt und quietschte die zweite Stimme zum Lied in ausgesprochener Verzweiflung mit. Als ich nicht gleich aufhörte, biß sie mich. Nicht so daß es wehtat, sondern es drückte aus: "Stooooooooop bitte, hör auf, meine Ohren!!"

Nun ist alles, was ich wissen will - warum tut sie das nicht, wenn Kyu Sakamoto in seinem Lied pfeift (das ich angehört habe)??? Ihr dürft das gerne kommentieren .....