Vor
einigen Jahren, als ich noch die "Fundstücke der Woche"-Posts machte,
hatte ich ein paar, "Ich bin eine Sammlerin" genannt, in denen ich
Vintagestücke zeigte. Im Laufe der Zeit sind meine Sammlungen zum größten Teil nicht mehr gewachsen,
aus unterschiedlichen Gründen, aber sie sind noch da und immer noch
geliebt. Ich habe auch Vintagestücke, manche geerbt, manche geschenkt,
manche von Flohmärkten, manche interessanter als andere.
Ich dachte also, es könnte Spaß machen, immer mal wieder welche davon zu zeigen und ihre Geschichte zu erzählen.
Diesmal wollte ich euch zwei sehr alte Freunde von mir vorstellen.
Messingpferd und -babyelefant gehörten meiner Großmutter. Ich erinnere mich daran, wie ich als Kind mit ihnen spielte. In meiner Vorstellung war der kleine Elefant eine Waise, die vom Pferd adoptiert worden war. Ich ließ sie überall in der Wohnung meiner Oma herumlaufen - die allerdings nicht sehr groß war - und wenn sie eine Pause machten, trank das Baby Milch bei dem Pferd. Fragt mich nicht warum, ich war ja auch das Kind, das die kleinen Spielkarten bei meinen anderen Großeltern wie Puppen benutzte, die Unterhaltungen führten und ausgingen (mir gefielen die Bilderkarten so gut). Ich hatte eine Menge Vorstellungskraft und konnte manchmal stundenlang so spielen.
Leider sind sie nicht markiert. Ich weiß, daß sie nicht Walter Bosse
sind, weil der Stil realistischer ist. Es überrascht mich nur, daß ich sie bisher noch nirgendwo anders finden konnte oder zumindest etwas im selben Stil, denn ich bin überzeugt, daß diese Figuren in den 50ern genauso populär waren wie die wunderbar verspielten Bosse-Stücke. Hier ist eine Katze, die in meiner Küche hart arbeiten, Geschirrtücher und Topflappen halten muß, ich glaube, sie ist immer noch überrascht über diesen Job ;-)
Bei einem Flohmarkt vor ungefähr zehn Jahren fand ich diese Katze. Ich schätze, sie ist jünger als meine alten Freunde, da ihre Oberfläche rauher aussieht, aber ich habe mich in ihre elegante Haltung verliebt und der Preis war sehr vernünftig.
Wie ihr sehen könnt, ist sie auch viel größer als Pferd und Elefant, also habe ich sie nicht zusammen aufgestellt. Sie hat gewöhnlich den Job, meine beiden wunderbaren Erinnerungsketten von Merlin und Meffi zu halten, von meiner Freundin Dawn gemalt, während Pferd und Elefant einen Teil meiner persönlichen Bibliothek bewachen, sicher hinter Glas.
Einige Zeit bevor meine Großmutter starb, gab sie mir den kleinen Elefant. Etwas später sah ich dann das Pferd im Bücherregal meines jüngeren Bruders stehen. Ich konnte es nicht ertragen, sie getrennt zu sehen und bettelte ihn praktisch an, es mir zu geben. Glücklicherweise hatte er nicht nur keinerlei sentimentale Bindung dazu, anders als ich, sondern er war auch in einem Alter, in dem er an einer solchen Figur überhaupt nicht interessiert war. Keine Sorge, er hat es noch nicht bereut, sie mir gegeben zu haben ;-)
Wann immer ich diese beiden nun zusammen sehe, trägt mich das in der Zeit zurück, in die Wohnung meiner Oma. Ich sehe ihren Fernsehsessel, ihren Plattenspieler, das Tischtuch mit den Fransen (noch etwas, womit ich gerne spielte), und der Wohnzimmerschrank, wo sie darauf warteten, daß ich sie herunterholte und mit ihnen spielte.
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Montag, 9. September 2019
Samstag, 29. Juli 2017
Einfach nur so Samstag - Die Bronze zähmen?
Ich weiß, ich habe seit Monaten kaum etwas außer den Oldies but Goodies gepostet, also
ist es zur Abwechslung mal wieder Zeit für etwas anderes.
Vor Jahren besorgte ich mir meinen ersten Bronzedraht, weil ich einfach etwas Neues ausprobieren wollte. Bronze ist eine Legierung, die hauptsächlich aus Kupfer (94 % in diesem Fall) besteht, etwas Zinn und anderen Spurenmetallen oder Nicht-Metallen besteht, die der Bronze oft ihren Namen geben, wie zum Beispiel Phosphorbronze.
Ich war mit dem Draht zum Häkeln nicht glücklich, aber irgendwie vergaß ich das und besorgte mir welchen, als ich mit dem Drahtweben begann. Bisher hat er mich nicht viel glücklicher gemacht als letztes Mal, aber heute hatten wir einen kleinen Durchbruch in unserer Beziehung.
In letzter Zeit war ich ein bißchen besessen davon, Drahtenden zu Kugeln zu schmelzen. Ich gebe die Schuld dafür meiner Freundin Dawn. Und meinem Kumpel, der sich mit mir hinsetzte, um mir den Brenner persönlich vorzuführen. Ich habe Kupfer, Sterling- und Feinsilber verwendet, und dann wurde ich neugierig darauf, meinen Bronzedraht zu verwenden.
Was für eine Enttäuschung! Statt kleine Kugeln zu bekommen wickelte sich der Draht an den Enden auf und sah wie eine kleine Mutantenschnecke aus - oder in manchen Fällen ein schlecht gefertigter Golfschläger. Nun muß ich zugeben, daß ich nicht nur davon besessen bin, aus Drahtenden Kugeln zu schmelzen, sondern auch dem Drang herauszufinden, wie groß ich diese Kugeln machen kann, ohne daß sie abfallen (ich bin Meisterin darin, Kupfer- und Silberkügelchen in meine Wasserschüssel fallen zu lassen und dann zu fluchen). Ich bekam ein paar große häßliche Mutantenschnecken hin. Aus irgendeinem Grund kann ich mich nicht erinnern, wo ich sie hingelegt habe, und kann daher kein Bild machen. Vielleicht sind sie auf ihren Heimatplaneten zurückgekehrt.
Was machte ich falsch? War ich zu langsam, wartete ich zu lang, fand ich einfach nur nicht die richtige Stelle in der Flamme (Bronze schmilzt schneller als reines Kupfer), hielt ich den Draht falsch, kannte ich womöglich den geheimen Gesang nicht, den man zum Erfolg brauchte? Ich riß mir die Haare aus, beschuldigte die Katzen und biß in meinen Schreibtisch, aber das brachte mich der Lösung keinen Schritt näher.
Es ist bekannt, daß ich die Geduld bei manchen Projekten schnell verliere, aber zum Bronzedraht kam ich immer wieder zurück. Dann erinnerte ich mich an einen Blogpost von Lisa Yang, den ich gefunden hatte. Sie schrieb, daß einige Leute vorgeschlagen hatten, sie solle den Draht parallel zur Flamme halten.
Der Draht schmolz genauso schnell und wollte sich aufrollen, aber ich hob ihn direkt aus der Flamme, und so wurde es einfacher für mich, die Form zu kontrollieren. Ein Drahtstück nach dem anderen wurde so auf beiden Seiten behandelt.
Die Enden sehen bei jedem Material anders aus. Ich fand ein Bild auf Nancy L. T. Hamiltons Blog, das das Ergebnis für Fein-, Sterling- und Argentiumsilber zeigte, für Kupfer und für Bronze.
Bronzedraht verliert in der Flamme sein glänzendes Aussehen und sieht dann mehr nach Kupfer aus, schließlich besteht es ja auch zum größten Teil daraus. Ich wollte sehen, was in der Poliertrommel passieren würde und schickte den Draht vier Stunden lang auf eine nette Karussellfahrt (mit ein paar anderen Schmuckstücken).
Ich frage mich, was eine längere Fahrt bewirken würden, aber ich mit diesem Resultat schon recht glücklich, da die Enden ihren roten, kupfrigen Hauch verloren und wieder wie der Draht aussahen, wenn auch nicht so glänzend.
Ich werde es euch wissen lassen, falls/wenn ich es ausprobiere!
Vor Jahren besorgte ich mir meinen ersten Bronzedraht, weil ich einfach etwas Neues ausprobieren wollte. Bronze ist eine Legierung, die hauptsächlich aus Kupfer (94 % in diesem Fall) besteht, etwas Zinn und anderen Spurenmetallen oder Nicht-Metallen besteht, die der Bronze oft ihren Namen geben, wie zum Beispiel Phosphorbronze.
Ich war mit dem Draht zum Häkeln nicht glücklich, aber irgendwie vergaß ich das und besorgte mir welchen, als ich mit dem Drahtweben begann. Bisher hat er mich nicht viel glücklicher gemacht als letztes Mal, aber heute hatten wir einen kleinen Durchbruch in unserer Beziehung.
In letzter Zeit war ich ein bißchen besessen davon, Drahtenden zu Kugeln zu schmelzen. Ich gebe die Schuld dafür meiner Freundin Dawn. Und meinem Kumpel, der sich mit mir hinsetzte, um mir den Brenner persönlich vorzuführen. Ich habe Kupfer, Sterling- und Feinsilber verwendet, und dann wurde ich neugierig darauf, meinen Bronzedraht zu verwenden.
Was für eine Enttäuschung! Statt kleine Kugeln zu bekommen wickelte sich der Draht an den Enden auf und sah wie eine kleine Mutantenschnecke aus - oder in manchen Fällen ein schlecht gefertigter Golfschläger. Nun muß ich zugeben, daß ich nicht nur davon besessen bin, aus Drahtenden Kugeln zu schmelzen, sondern auch dem Drang herauszufinden, wie groß ich diese Kugeln machen kann, ohne daß sie abfallen (ich bin Meisterin darin, Kupfer- und Silberkügelchen in meine Wasserschüssel fallen zu lassen und dann zu fluchen). Ich bekam ein paar große häßliche Mutantenschnecken hin. Aus irgendeinem Grund kann ich mich nicht erinnern, wo ich sie hingelegt habe, und kann daher kein Bild machen. Vielleicht sind sie auf ihren Heimatplaneten zurückgekehrt.
Was machte ich falsch? War ich zu langsam, wartete ich zu lang, fand ich einfach nur nicht die richtige Stelle in der Flamme (Bronze schmilzt schneller als reines Kupfer), hielt ich den Draht falsch, kannte ich womöglich den geheimen Gesang nicht, den man zum Erfolg brauchte? Ich riß mir die Haare aus, beschuldigte die Katzen und biß in meinen Schreibtisch, aber das brachte mich der Lösung keinen Schritt näher.
Es ist bekannt, daß ich die Geduld bei manchen Projekten schnell verliere, aber zum Bronzedraht kam ich immer wieder zurück. Dann erinnerte ich mich an einen Blogpost von Lisa Yang, den ich gefunden hatte. Sie schrieb, daß einige Leute vorgeschlagen hatten, sie solle den Draht parallel zur Flamme halten.
Der Draht schmolz genauso schnell und wollte sich aufrollen, aber ich hob ihn direkt aus der Flamme, und so wurde es einfacher für mich, die Form zu kontrollieren. Ein Drahtstück nach dem anderen wurde so auf beiden Seiten behandelt.
Die Enden sehen bei jedem Material anders aus. Ich fand ein Bild auf Nancy L. T. Hamiltons Blog, das das Ergebnis für Fein-, Sterling- und Argentiumsilber zeigte, für Kupfer und für Bronze.
Bronzedraht verliert in der Flamme sein glänzendes Aussehen und sieht dann mehr nach Kupfer aus, schließlich besteht es ja auch zum größten Teil daraus. Ich wollte sehen, was in der Poliertrommel passieren würde und schickte den Draht vier Stunden lang auf eine nette Karussellfahrt (mit ein paar anderen Schmuckstücken).
Ich frage mich, was eine längere Fahrt bewirken würden, aber ich mit diesem Resultat schon recht glücklich, da die Enden ihren roten, kupfrigen Hauch verloren und wieder wie der Draht aussahen, wenn auch nicht so glänzend.
Ich werde es euch wissen lassen, falls/wenn ich es ausprobiere!
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